Dienstag, 10. Oktober 2017

Was ist... der Maximum Drawdown?

Diese Kennzahl gibt den maximalen Kursverlust an, den ein Anleger innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit seiner Anlage hätte erleiden können. Der in Prozent ausgewiesene Maximum Drawdown wird vor allem bei der Risikobetrachtung verwendet.

Maximum Drawdown = (Tiefster Kurs x 100 : Höchster Kurs) - 100

Die Kennzahl bezieht sich auf Werte der Vergangenheit und da Kurse kein Gedächtnis haben bedeutet dies folglich nicht, dass es künftig nicht auch stärkere prozentuale Kurseinbrüche bei dem Wertpapier geben kann, als es sie zuvor schon gab. Trotzdem kann der Maximum Drawdown wertvolle Hinweise für den Investor liefern. Börsenkurse weichen nämlich teilweise erheblich vom wahren Wert des zugrundeliegenden Basiswertes ab und auch als Langfristanleger muss man sich bei Kurseinbrüchen die Frage stellen, ob man verkaufen, halten oder gar nachkaufen sollte. Das hängt nicht nur vom Ergebnis der Bewertung ab, sondern auch von der eigenen Schmerzgrenze in Bezug auf Kursverluste. Hier sind nicht alle Anleger gleich und nicht alle können fette rote Minuszeichen im Depot gleich gut verkraften.

Die Kennzahl Maximum Drawdown kann hier helfen, weil es dem Anleger klar macht, dass die Aktie bereits in der Vergangenheit heftige Einbrüche hatte und in welcher Höhe. Und er kann mit ihrer Hilfe besser einschätzen, ob sich die Aktie bisher von solchen Kurseinbrüchen wieder erholt hat und - ggf. mit Nachkäufen warten, bis sich der aktuelle Kurseinbruch, z.B. in einem Crash oder einer handfesten Krise, diesen historischen Tiefstkursen annähert und hier dann Bottom-Fishing betreiben.

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