Donnerstag, 4. Februar 2016

Phillips 66: Buffett kauft munter weitere 1,7 Millionen Aktien

Investment-Legende Warren Buffett findet immer mehr Gefallen an Phillips 66, einem US-Raffinerie- und Tankstellenbetreiber. Nachdem er im zweiten Quartal 2015 mit fast 10 Prozent bei dem Energieunternehmen eingestiegen war und dabei die Börsenwelt an der Nase herumgeführt hatte, kaufte er im Januar in der Kursabsturz hinein weitere Aktien zu und erhöhte den Anteil seiner Investmentholding Berkshire Hathaway auf beinahe 13 Prozent.

Und auch in den ersten Februartagen ist Buffett massiv auf der Käuferseite und fügte in mehreren Transaktionen seinem Portfolio weitere 1,69 Mio. Anteilscheine hinzu, so dass er nun über 14 Prozent der Aktien hält. Sein Engagement macht nun knapp 6 Mrd. $ aus und ist inzwischen bereits die sechstgrößte Position in Berkshires Portfolio. Daher wird ihn freuen, dass Phillips 66 heute erklärte, die Dividende bei $0,56 je Aktie stabil zu halten. Auf das Jahr hochgerechnet ergäbe dies eine Dividendenrendite von 2,83 Prozent.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Kommentare:

  1. Warren Buffett interessiert sich für Kurseinbrüche seiner Aktien nicht, so wie es normale Menschen tun. Er sieht nur die Chance, noch mehr Aktien von Unternehmen billig kaufen zu können, die ihm gefallen, und wenn die anderen die Kurse später wieder hochkaufen, freut er sich. Er ist ein ganz kaltschnäuziger Contrarian Investor, vorbildlich und deshalb zurecht so erfolgreich.

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    1. Ich gebe Dir recht, Maroco, Buffett investiert dort wo es gerade preiswert ist und das sind üblicherweise die hässlichen, ungeliebten Branchen. Allerdings tue ich mich mit Phillips 66 schwer und bin skeptisch, ob das wirklich so ein guter Deal ist. Denn momentan haben wir ein sehr niedriges Ölpreisniveau und ich sehe wenig Anzeichen dafür, dass es sich deutlich erhöhen würde. Die Nachfrageseite schwächelt eher noch stärker und das Überangebot wird tendenziell weiter ausgeweitet, denn gedrosselt. Kein Szenario aus dem steigende Preise gemacht sind.

      Damit einhergehend laufen die Lagerbestände beinahe über und das betrifft inzwischen auch zunehmend die bereits weiterverarbeiteten Stoffe wie Benzin, Kerosin usw. Ich hatte vor einem halben Jahr schon einmal thematisiert, ob der Ölpreisverfall nun auch die Raffineriemargen killen würde. Diese Entwicklung zeichnet sich immer deutlicher ab und deshalb könnte es gut sein, dass der Aktienkurs von Phillips 66 noch stärker unter Druck gerät in nächster Zeit. Für Buffett kein Problem, denn er legt ja am liebsten "für immer" an und bei den Volumina, die er anzulegen hat, kann der optimalen Zeitpunkt nicht immer frei wählen, sondern muss dann zuschlagen, wenn es überhaupt möglich ist. Also wie in der jetzigen Börsenphase und Situation. Ich denke, dass er weiterhin auf der Käuferseite bleiben wird. Aber selbst würde ich PSX (noch) nicht kaufen.

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  2. Die Nachfrage ist ja weiterhin vorhanden daher wird Phillips 66 gute Margen aushandeln können. Denke, dass Sie gegenüber upstreamlastigen Unternehmen viel Verhandlungsmacht haben, da sie eben absoluter Käufer sind. Unternehmen wie Statoil hingegen, die nur ein relativ geringes Vertriebsnetz haben, die sollte man wirklich meiden.


    Mit dem derzeitigen Ölpreisniveau kommt Phillips 66 ja auch gut zurecht, die Bewertung ist ok. Ich bin jedenfalls sehr versucht einzusteigen. Ich habe allerdings auch eine Meinung zum Ölpreis, nämlich dass er nicht wesentlich weiter sinkt. Natürlich kann das niemand voraussagen, aber ich gehe davon aus, dass ein Boden gefunden wurde. Denke auch dass die Produzenten zur Vernunft kommen und ihr Output nicht weiter ausbauen werden. Ansonsten begehen sie ja Selbstmord.

    An sich könnte man sich auch Exxon genauer anschauen. Sie haben ja auch verhältnismäßig geringe Produktionskosten und haben sich sehr krisensicher gezeigt. Kann mir gut vorstellen, dass sie jetzt relativ günstig zukaufen und langfristiges Wachstum aus dieser Krise generieren können. Dafür müsste man sich aber näher mit dem Unternehmen beschäftigen.

    /Nico

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    1. Moin Nico,
      Exxon ist allerdings in vielen Regionen der Erde unterwegs, wo es politisch instabil ist. Daher ist ein Investment in Suncor Energy, die ja ausschließlich in Kanada fördern (Ölsand waschen) sicherer. Und die haben Förderkosten von $20 und "nebenbei" noch betreiben sie viele Raffinerien, wo sie ihr eigenes gefördertes Öl gleich weiterverarbeiten.

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