Donnerstag, 26. Januar 2017

Aktienrückkauf: Aurelius will jetzt 17 mal so viele eigene Aktien ordern. Und das schnell!

Im Oktober hatte Aurelius sein Aktienrückkaufprogramm wieder aufgenommen, so dass in der Zeit vom 17. Oktober 2016 bis zum 16. Oktober 2019 insgesamt bis zu 471.000 eigene Aktien der Gesellschaft in einer maximalen Gesamthöhe von €26 Mio. zurückgekauft werden können. Nebenbedingung war bisher, dass max. 3.000 Aktien pro Woche zurückgekauft wurden.

Daneben hatte der Aufsichtsrat zugestimmt, dass der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin nach eigenem Ermessen im Zeitraum vom 17. Oktober 2016 bis zum 16. Oktober 2019 weitere Aktienrückkaufprogramme in Höhe von bis zu weiteren €26 Mio. beschließen darf. Die beiden Rückkaufprogramme betragen somit in Summe bis zu €52 Mio.

Und heute hat der Aurelius-Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats von seiner Option Gebrauch gemacht und das zweite Aktienrückkaufprogramm gestartet. Im Zeitraum vom 30. Januar 2017 bis zum 2. April 2017 können wöchentlich bis zu 50.000 und insgesamt bis zu 450.000 eigene Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen werden. Das Gesamtvolumen des beschlossenen Aktienrückkaufs beläuft sich auf insgesamt bis zu €26 Mio. (ohne Erwerbsnebenkosten).

 Aurelius (Quelle: finanzen.net
Man könnte sich nun fragen, weshalb das zweite Aktienrückkaufprogramm nun starten soll und was der Sinn dahinter ist. Und die Antwort verrät ein Detail. Das erste Programm erlaubt Aurelius wöchentliche Rückkäufe von max. 3.000 Aktien, während das neue bis zu 50.000 Aktien zulässt. Faktor 16,67. Die eigene Nachfrage nach Aurelius-Aktien wird also spürbar anziehen, was dem Kurs zusätzlich auf die Beine helfen wird. Dieses ergänzende (!) Aktienrückkaufprogramm ist zudem bis 17. April 2017 befristet, wird also innerhalb von drei Monaten seine Wirkung entfalten, während das bisherige ARP unverändert weiterläuft.

Meine Einschätzung
Diese Maßnahme zeigt zweierlei: Aurelius selbst hält seine Aktien für unterbewertet, sonst würde man sie nicht kaufen wollen. Auf der anderen Seite verfügt Aurelius über eine so solide Kapitalausstattung, dass man nicht das ganze Geld für Zukäufe benötigt. Das sind positive Nachrichten, denn selbst die Übernahme von Home Office Europe, die ja einen Jahresumsatz von rund €2 Mrd. mitbringt, ist ja ohne eigene Geldmittel erfolgt - man erhielt sogar eine Mitgift.

Und es gibt noch eine weitere Lesart. Denn trotz der Erfolge gab es zuletzt Leerverkäufer, die gegen Aurelius gewettet haben. Gut möglich, dass dieses Forcieren der Aktienrückkäufe auch eine Antwort des Unternehmens für die Short-Seller ist, die bei dem gesteigerten Volumen deutlich schlechtere Karten haben.

Aurelius ist einer der Top-Picks im Beteiligungssektor. Die 2017er-Zahlen dürften spektakulär werden und Aurelius hat auch nach der HOE-Office -Übernahme noch reichlich Geld für weitere Übernahmen - auch in derselben Größenordnung. Wenn demnächst die aktualisierte NAV-Betrachtung veröffentlicht wird, dürfte hier ein enormer Sprung anstehen wegen der Einbeziehung der HOE-Übernahme. Und was den Quartalsgewinn angeht, ist ebenfalls von mehr als erfreulichen Zahlen auszugehen.

Aurelius befindet sich als eine meiner ältesten Empfehlungen auf meiner Empfehlungsliste und als eine meiner größten Positionen in meinem Depot. Langfristig orientierte Anleger nutzen Kursrücksetzer konsequent zum Aufstocken ihrer Position - so wie ich zuletzt bei Kursen zu knapp unter €56.

1 Kommentar:

  1. Danke Michael!
    Deine Aktienauswahl ist einfach phänomenal!

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