Mittwoch, 8. Februar 2017

Deutsche Rohstoff AG: Markham-Ölfeld 30 Prozent ergiebiger als angenommen

Nachdem die Deutsche Rohstoff AG zum Jahresende hin bereits hervorragende Neuigkeiten ihrer US-Öl- und Gastöchter präsentieren konnte, legte sie jetzt noch einmal nach.

Die 80-prozentige DRAG-Tochter Cub Creek Energy (CCE) veröffentlichte Produktionsraten für den Markham Bohrplatz: In den ersten 30 Tagen stabiler Produktion förderten die 12 Bohrungen, die CCE im 4. Quartal 2016 fertiggestellt hatte, 4.113 Barrel Öl-Äquivalent (davon 3.473 Barrel Öl). CCE geht davon aus, dass die Produktion in den kommenden Wochen weiter steigen wird. Anfängliche operative Probleme, die die Produktion etwas beeinträchtigt hatten, sind inzwischen behoben. Der durchschnittliche Anteil von CCE an den Bohrungen liegt bei 74%.

Cub Creeks gesamte Öl- und Gasproduktion belief sich im Januar auf 240.000 Barrel Öl-Äquivalent bzw. 192.000 Barrel Öl. Der auf Cub Creek entfallende Umsatz nach Abzug von Royalties und Produktionssteuern lag im Januar bei ungefähr $7 Mio., der durchschnittlich erzielte Ölpreis bei $52,61 pro Barrel. Die Förderraten liegen mehr als 30% über den Erwartungen und steigen weiter an. Zusammen mit den sehr erfolgreichen Vail-Bohrungen, deren Ergebnisse 49% über den Erwartungen liegen, hat Cub Creek im Januar über 7.700 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag produziert.

Die beiden anderen US-Beteiligungen der Deutsche Rohstoff, Elster Oil & Gas (DRAG-Anteil: 93%) und Salt Creek Oil and Gas (DRAG-Anteil 90%), produzierten zusammen deutlich mehr als 1.000 Barrel Öl-Äquivalent pro Tag im Januar.

Meine Einschätzung
Salt Creek Energy hatte sich sich in ein lukratives Business eingekauft, dessen Cashflows ausreichen sollten, was weitere Bohrprogramm der nächsten Jahre zu finanzieren. Cub Creek Energy sitzt auf Feldern (Vail Bohrplatz), die noch ergiebiger sind als gedacht und die Erwartungen um fast 50% übertreffen. CCE baut sein Bohrprogramm weiter aus, während Elster Oil & Gas bereits seit Mitte des Jahres produziert und ebenfalls sein Bohrprogramm ausweitet.


 Deutsche Rohstoff AG (Quelle: finanzen.net
Nach der überraschenden Einigung der OPEC auf Förderkürzungen und der Unterstützung durch weitere große Nicht-OPEC-Staaten, wie Russland, ist der Ölpreis mächtig angezogen und das hilft auch der DRAG. Diese fördert in den USA zu unter $35 je Barrel (WTI) und ein seit Wochen oberhalb von $50 liegender Ölpreis lässt sie fette Gewinne einstreichen. Alle drei US-Töchter produzieren nämlich inzwischen und fahren die Kapazitäten weiter hoch. Daher wird das Zahlenwerk der DRAG geradezu explodieren, was Umsatz aber auch Gewinn angeht. Zu den ohnehin anfallenden Gewinnen gesellen sich noch die außerordentlichen Gewinne hinzu, durch den gewinnträchtigen Flächenweiterverkauf und die Veräußerung der Royalties im Dezember. Die bisherigen Analysten-Erwartungen für 2017 und 2018 dürften aufgrund der deutlich über den Erwartungen liegenden Fördermengen bei Cub Creek wohl nach oben angepasst werden müssen.

Der Aktienkurs hat die anstehenden Gewinnexplosionen noch nicht einmal annähernd eingepreist. Bei Vorlage der Quartalszahlen sollte er Richtung Allzeithoch aus dem Winter 2013 bei rund €29 vordringen, doch das dürfte keine Eintagsfliege werden. Denn die Zahlen werden nicht nur einmal für Freude sorgen, sondern bei jeder weiteren Quartalsmeldung werden Umsatz und Gewinn verglichen mit den Werten aus dem Vorjahr aber auch dem Vorquartal weiter in die Höhe schnellen und somit der Börse die Werthaltigkeit des DRAG-Öl-Business jedes Mal erneut vor Augen führen. Steigen die Ölpreise weiter an, wirkt sich das natürlich zusätzlich gewinntreibend auf die DRAG aus, fallen die Ölpreise moderat oder stagnieren, hätte dies nur bedingt negative Folgen, da die DRAG rund die Hälfte ihrer Produktionsmengen über Terminkontrakte abgesichert. Selbst ein deutlicher Kursrückgang des Ölpreises würde die DRAG nicht in Bedrängnis bringen, da man zu äußerst günstigen Konditionen eingestiegen ist und entsprechend kostengünstig fördert. Erst bei $35 je Barrel (WTI) würden sich die Gewinne in Verluste wandeln, doch von einem solchen Szenario sind wir momentan fast $20 je Barrel entfernt.

Und nach einem dramatischen Einbruch sieht es kaum aus. Im Gegenteil: sollten Trumps Steuerpläne Realität werden und damit enorme Vorteile für US-Ölförderer bringen, die das Öl auch in den USA verkaufen, dürfte dies den Preis von WTI deutlich ansteigen lassen, während Brent vergleichsweise schwächeln dürfte. Diese zusätzlichen positiven Effekte sollten aktuell jedoch nur ein Merkposten im Hinterkopf bleiben, denn solange die Steuerpläne nicht in Gesetzesform gegossen und in Kraft getreten sind, bringen sie auch keine Effekte. Nur mögliche weitere Potenziale.

Die Deutsche Rohstoff-Aktie bleibt einer der Top-Favoriten des Jahres 2017 und sollte für überdurchschnittliche Kursgewinne sorgen. Sofern sich die Gewinne einstellen wie erwartet, liegen die KGVs für 2017 und 2018 im unteren einstelligen Bereich. Diese krasse Unterbewertung wird nicht dauerhaft anhalten! André Kostolany meinte, an der Börse würde zum Einstieg nicht geklingelt. Nun, im Fall der DRAG ist dies anders. Und das Klingeln ist kaum zu überhören. Wenn man denn hinzuhören bereit ist. Ich bin es und dem entsprechend befindet sich die DRAG nicht nur auf meiner Empfehlungsliste, sondern auch als größte Position in meinem Depot. Und bei Kursen unter €24 bin ich weiterhin auf der Käuferseite.

Kommentare:

  1. Wann gibt die Deutsche Rohstoff AG das nächste Mal Zahlen bekannt?

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  2. Moin Michael,

    auf onvista habe ich folgenden link gefunden:

    http://www.onvista.de/news/der-markt-ist-so-extrem-wie-fast-noch-nie-positioniert-54400919

    Demnach sollte man doch zumindest etwas vorsichtig sein, was die weitere Ölpreis-
    entwicklung angeht (Kontraindikator ?).
    Der Breakeven von DRAG liegt ja wie beschrieben bei ca. 35 USD; vielleicht läuft
    der Ölpreis (unerwartet) doch wieder in diese Region ?

    Anderes Thema: Hast du ggfls. Grammer auf der Watchlist ? Ich wäre dankbar für
    eine kurze Einschätzung.

    Danke und Gruß

    Martin


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  3. Hallo Michael,
    Wie kommst Du zu der Aussage, dass DRAG zu unter 35$ je Barrel produziert?
    Viele Grüße,
    Johannes

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    1. Die Zahl stammt von CEO Dr. Gutschlag aus einem Interview von Juni 2016: "Nicht nur finanziell, sondern auch operativ will Gutschlag das Risiko senken. Profitierte die Deutsche Rohstoff AG bei ihrem ersten großen US-Projekt „Tekton Energy“ wegen des bewussten Verzichts auf Absicherungsgeschäfte noch sowohl vom Ölpreisboom als auch von der späteren Rallye des US-Dollars, setzt Gutschlag diesmal auf aktives Hedging: „Teile unserer Ölproduktion werden wir hedgen, um die Downside zu begrenzen“, sagte er und bezifferte den Hedging-Anteil auf 50 bis 60 Prozent. Dies soll seiner Aussage zufolge reichen, um die Bondinvestoren zu schützen, da die Wirtschaftlichkeit der Bohrprojekte selbst bei einem Preisrückgang auf 30 Dollar pro Barrel noch gegeben sei."

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  4. Die Deutsche Rohstoff wird in Zukunft viel Geld verdienen. WTI dürfte in den nächsten 12 Monaten bis auf 65 US-Dollar steigen - meine persönliche Einschätzung liegt bei ca. 60 US-Dollar - Plus/Minus 1 USD.

    Warum? Ganz einfach: die weltweite Nachfrage steigt, Investitionen seitens großer Ölfirmen bleibt immer noch aus, und Trump. Und zu allen drei ist es mir völlig wurscht, was Analysten sagen. Oder was für Charts wohin hindeuten... Egal, völlig wurscht. Nachfrage vorhanden, niedrige Investitionen, Steuerreformen - das ist Realität.

    Die Deutsche Rohstoff wäre wahrscheinlich sehr gut dabei, wenn Sie bei Preisen von 60 US-Dollar die Projekte verkauft, und das Geld in Gold investiert. Wir werden bei der Deutschen Rohstoff, sofern sie ein gutes Timing hat (das hat sie), eine unglaubliche Wachstumsstory sehen.

    DD

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  5. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes und der Jahresabschlusses 2016 der Deutschen Rohstoff findet am 09. Mai 2017 statt.

    lg

    Christian

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  6. Hallo Michael,
    ich hätte mal eine Frage. Mir ist aus der Vergangenheit nicht klar
    warum bei dem Verkauf der Tektonenergy vor 3 Jahren rund 100 Mio. Dollar an
    die Deutsche Rohstoff USA (100% Tochter von Deutsche Rohstoff AG)von der Mutter geflossen sind. Das gleiche Team ist ja jetzt wieder aktiv für die Deutsche Rohstoff AG.
    Auch gab es keine z.B. Sonderdividende, damit die Aktionäre in irgendeiner weise
    vom Erfolg profitieren. Kann das in Zukunft wieder passieren oder sind die Gewinne
    jetzt unter dem Strich wirklich bei der Deutschen Rohstoff AG. Denn es werden regelmäßig Erfolgsmeldungen gemeldet, und am Ende profitiert vielleicht gar nicht der Aktionär.

    Tolle Seite...

    VG Heiko

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    1. Die DRAG USA hatte eine Tochter, die Tekton Energy. Die wurde veräußert, daher ist der Verkaufspreis in Dollar an die DRAG USA geflossen. Die DRAG hat dieses Geld (bzw. den größten Teil davon) nie nach Deutschland transferiert, sondern in den USA belassen - weil man es ja dort wieder investieren wollte. Und genau das findet nun statt. Hätte man damals die Erlöse aus dem Verkauf als Dividende ausgeschüttet, hätte man nicht wieder in den Neuaufbau investieren können. Denn ohne das heute vorhandene Eigenkapital wäre Fremdkapitalaufnahme nahezu unmöglich. Die DRAG müsste also viel kleinere Brötchen backen.

      Die Gewinne der drei US-Töchter fließen zunächst an die DRAG USA. Und verbleiben dort, solange sie nicht transferiert werden in die DRAG AG, die deutsche Mutter. Da die erzielten Cashflows aus den Ölförderprogrammen aktuell ja erstmal in weitere neue Bohrungen fließen, wäre ein übermäßiger Kapitalabfluss Richtung DRAG AG zwecks Ausschüttung einer besonders hohen Dividende eher nicht im Sinn der Aktionäre. Die Position der DRAG ist auch, ein verlässlicher Dividendenzahler zu werden und hier nicht allzu große Schwankungen in kauf zu nehmen.

      Und ich bin damit sehr zufrieden, denn die DRAG investiert das vorhandene Kapital sinnvoll und antizyklisch, so dass es hohe Renditen abwirft. Eine gewisse Dividendenrendite ist schön, aber ich bin bei der DRAG eher wegen des Geschäftsmodells und nicht (nur) wegen der Dividendeneinnahmen.

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  7. "sollten Trumps Steuerpläne Realität werden und damit enorme Vorteile für US-Ölförderer bringen, die das Öl auch in den USA verkaufen, dürfte dies den Preis von WTI deutlich ansteigen lassen..."

    Kann der Logik nicht ganz folgen, im Gegenteil, der Preis wird sinken, da es mehr Angebot geben wird.

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    1. Die USA sind Importland für Öl. Wenn nun Trump Steuern für Unternehmen senkt, die in den USA Öl fördern und an US-Unternehmen in den USA verkaufen, steigt die Nachfrage nach diesem US-Öl, klar. Es ist ja auf schlag 20% günstiger - sofern die Unternehmen den Steuervorteil zu 100% weitergeben. Was ist aber mit dem importierten Öl? Das sinkt nicht einfach im Preis, seine Wettbewerbsfähigkeit ist auf Schlag um 20% niedriger. Hier stellt sich also dir Frage, ob das Import-Öl um 20% preiswerter wird (was sich die Exporteure kaum leisten können), oder ob die US-Förderer nicht eher den gleichen Preis verlangen wie zuvor - und die Steuervorteile in die eigene Tasche stecken. Trumps Plan setzt auf das zweite Szenario, denn (nur) dann weiten die US-Firmen ihre Produktion aus, nur dann wollen sie schnell mehr fördern, um mehr zu verdienen. Und genau DAS ist ja Trumps Ziel: Investitionen in die US-Ölförderung, in neue Jobs in dieser Branche. Und das hieraus resultierende Mehrangebot an US-Öl wird dann vor allem das Import-Öl verdrängen, weil die US-Firmen sich einen Preiskampf eher leisten können als die "Ausländer". Denn die haben eben nicht den neuen Steuervorteil.

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  8. Hallo Michael,

    ich teile Deine Einschätzungen zu DRAG und sicherlich stehen die Chancen kurz- bis mittelfristig gut. Jedoch könnte ich nicht ruhig schlafen, wenn ich mich langfristig an ein Unternehmen binde, was (zurzeit) hauptsächlich Gewinne mit Ölförderung einfährt. Ein Abfallen des Ölpreises oder einen Börsencrash muss man erst mal aussitzen. Währenddessen hätte ich lieber Aktien in meinem Depot, an die ich langfristig glaube.

    Daher meine Frage: Glaubst Du langfristig an Öl? Ich kann mich sonst nicht vorstellen, wie Du diese Aktie mit der folgenden Weisheit von Buffett vereinst:

    "And I say the real test of how you, what you're doing is whether you care whether the markets are open. When I buy a stock, I don't care whether they close the stock market tomorrow or for a couple of years... Now if I care whether the stock market is open tomorrow then I say to some extent I'm speculating because I'm thinking about whether the price is going to go up tomorrow or now.

    And then gambling I would define as engaging in a transaction which doesn't need to be part of the system..."

    Freue mich auf Deine Antwort!
    Erik S

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    1. Sollte es einen Börsencrash geben, werden alle Aktien fallen. Das ist also kein K.O.-Kriterium für ein Investment in DRAG-Aktien.

      Richtig ist, dass der Aktienkurs der DRAG und ihr Geschäftserfolg stark von der Entwicklung des Ölpreises abhängen. Fällt er massiv, wird auch die DRAG keine großen Gewinne mehr einfahren. Ebenso wie ExxonMobil, Shell oder Total.

      Du sprichst ein sehr gutes Warren Buffet Zitat an, das man immer befolgen sollte. Ich erinnere mich aber an eine weiter sinnvolle Äußerung von ihm, nämlich die, dass er als Investor nicht das Unternehmen leiten will - dafür gibt es das Management. Und das Management, dessen Erfahrung und Seriosität, ist für Buffett immer eines der wichtigsten Kriterien für ein Investment.

      Die Frage, ob ich mir Öl-Kontrakte kaufen und mit diesen 10 Jahre lang auf steigende Ölpreise setzen würde, kann ich mit einem klaren Nein beantworten. Aber das tue ich mit der DRAG auch nicht. Ich setze darauf, dass das Management weiterhin so erfolgreich wirtschaftet. Sie haben vor drei Jahren zu Höchstpreisen ihre US-Ölaktivitäten verkauft und $200 Mio. eingenommen. Dann stürzte der Ölpreis von $120 auf $25 ab - und die DRAG begann wieder mit dem Aufbau einer neuen Förderung. Zu viel geringeren Kosten als zuvor. Davon profitieren wir als Aktionäre heute und in Zukunft.

      Ob die DRAG in 10 Jahren noch Öl fördert, weiß ich nicht. Vielleicht ja, vielleicht verkauft sie in der Zwischenzeit auch ihre drei US-Töchter wieder. Das hängt davon ab, ob das DRAG-Management der Meinung ist, ob sich mit der Förderung oder mit dem schnellen Verkauf unter dem Strich mehr Geld verdienen lässt. Wie DRAG-CEO Gutschlag einmal sagte: die DRAG ist kein Öl-Produzent. Sie ist ein Öl-Explorer. Sie sucht, sie findet, sie entwickelt Ölfelder. Und dann verkauft sie sie zu Höchstpreisen. Und ich bin mir sicher, dass die DRAG dieses Geschäftsmodell auch in 10 Jahren noch erfolgreich betreibt und deshalb würden mir keine grauen Haare wachsen, wenn ich meine DRAG-Aktien die nächsten 10 Jahre nicht verkaufen könnte. Ich bin überzeugt davon, dass die Deutsche Rohstoff AG in zehn Jahren sehr viel mehr wert sein wird als heute. Und dass der Aktienkurs diesen gestiegenen Wert auch entsprechend abbilden wird.

      Ein Investment in Ölfelder ist kein Langfristinvestment, ein Investment in die DRAG hingegen schon.

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    2. Schade.... die grauen Haare stuenden Dir vorzueglich! Aber im Ernst: lassen wir das Management einfach ihren Job tun, den es bislang einwandfrei erledigt hat. Denn die DRAG ist nicht allein unter Oelaspekten zu beurteilen.

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    3. Jemand der Garantien möchte, sollte sich keine Assets kaufen, sondern Konsumgüter. Bei Kia gibt es z.B. 7 Jahre Garantie...

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  9. Hallo Michael!
    ... dahinter steht ja letztlich die Frage, ob nach dem kleinen DRAG-Ölboom neue lukrative Rohstoff-Projekte zu finden und zu realem Profit zu führen sind. Man kann das hoffen, man kann es sich bei den Akteuren vorstellen. Ich aber kann das nur nebulös - weil ich deren Geschäft nur gering verstehe.
    Du dürfest Dich darin soweit vertieft haben, dass Du Deinen Optimismus begründen kannst!
    LG,Jörgen.

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  10. wenn wenn wenn...hier eine Garantie abzuverlangen wird nie möglich sein!!

    Die Chancen bei der DRAG sind riesig - und bei riesigen (Kurs-)Chancen gibt es eben immer auch ein gewisses Risiko. Man kann nie alles ausschließen. Egal welche Branche und welches Szenario.

    Wenn man skeptisch ist, einfach zuschauen, zuschauen und zuschauen ;-)
    So kann man NICHTS verlieren und nachlesen wie hoch für andere User die Gewinne/Verluste sind. Aber dann bitte nicht ärgern...

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  11. Hallo Michael,
    wie bewertest du die neue Prognose der DRAG?

    http://rohstoff.de/blog/2017/02/15/deutsche-rohstoff-angepasste-prognose-zum-konzernjahresueberschuss-2016/

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  12. Ich habe nachgekauft und bin für 2017 weiter positiv gestimmt.

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  13. Werde auch nachkaufen. An sich bleibt alles grundsolide.

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  14. Ralph Sonderhüsken16. Februar 2017 um 08:52

    Moin,
    da stellt sich die dringende Frage, ob die heutige Meldung nicht nur deutlich Vertrauen verspielt, sondern auch gegen Markttransparenzrichtlinien verstößt, indem man so unglaublich spät kursbeeinflussende Tatsachen veröffentlicht. Heute erst von Monate zurückliegenden Verzögerungen bei Bohrungen zu berichten, die im wesentlichen für das Ergebnis-Desaster verantwortlich seien, erscheint mir inakzeptabel.
    Beste Grüße

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    1. Meiner Kenntnis nach hat die DRAG vorher davon berichtet, dass sich der Produktionsstart verschieben wird! Und es sollte jedem klar sein, dass sich dadurch auch die Umsätze verschieben...

      lg Alex

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    2. Dass es zu zeitlichen Verzögerungen kommt, hatte die DRAG bereits berichtet. Die Auswirkungen sind natürlich dennoch in Summe enorm und wurden kaum in dieser Größenordnung vermutet.

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  15. Mir scheint eher Punkt 3 der Gründe der Hauptgrund zu sein: die falsch eingeplante Steuererstattung.

    Meldg der DRAG vom 28.09.2016:

    "...Für das Gesamtjahr 2016 erwartet das Unternehmen einen Nettogewinn im Konzern von EUR 8-10 Millionen. Das Ergebnis wird wesentlich von den Öl- und Gasverkäufen der US-Töchter Elster Oil & Gas und Cub Creek Energy im 4. Quartal sowie von Steuererstattungen in den USA bestimmt sein.
    ...
    Einen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis wird auch das Steuerergebnis haben. Für das Veranlagungsjahr 2015 erwartet die Deutsche Rohstoff USA, die die Beteiligungen der Deutsche Rohstoff AG in den USA hält, eine Steuererstattung in Höhe von USD 3,9 Mio., die in den kommenden Wochen ausgezahlt werden wird. Für 2016 wird die Erstattung aufgrund des hohen Investitionsvolumens nochmals deutlich steigen."

    Ich denke eine sehr gute Nachkaufgelegenheit.

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    1. Richtig, die Steuererstattungen haben einen maßgeblichen Anteil an der Gewinnwarnung. Dabei sind sie nicht ausgeblieben, sondern sie fließen "nur" nicht in voller Höhe in die Konzernbilanz der Muttergesellschaft (an der wir beteiligt sind) ein. Bei der US-Tochter der DRAG, die die drei Beteiligungen an den US-Öl-Unternehmen hält, sind die Steuererstattungen aber angekommen. Was meines Erachtens der wesentliche(re) Aspekt ist.

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  16. Ich habe ein Problem mit dem Zeitpunkt der Gewinnwarnung, dem Umfang der Korrektur und in diesem Zusammenhang mit der inhaltlichen Begründung. Als vertrauensbildende Maßnahme geht das bei mir leider nicht durch. Ich weiss, dass es keine Garantien gibt, aber kann ich mit diesem Hintergrund dem Verweis auf 2017 Glauben schenken?

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  17. Ich habe meine Einschätzung der Situation samt Ausblick in einem separaten Artikel ins Blog gestellt: "DRAG mit Gewinnwarnung: Mehr Risiken als Chancen?".

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