Samstag, 31. Dezember 2016

Deutsche Rohstoff: Öl-Töchter fahren en passant Gewinne in Millionenhöhe ein

Die Deutsche Rohstoff AG hat momentan einen Lauf, der Aktienkurs entwickelt sich hervorragend und es trudeln nur positive Nachrichten ein. Insbesondere die drei Öl- und Gastöchter in den USA machen derzeit den Anlegern wirklich Freude.

Salt Creek Energy: $550.000 Verkaufsgewinn innerhalb weniger Wochen
Salt Creek Energy, 90%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Rohstoff, hat die am 22. November angekündigte Akquisition der Öl- und Gasproduktion in North Dakota abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt $38,1 Mio. Die Transaktion ist rückwirkend zum 1. September gültig und wird sich daher schon signifikant auf die DRAG-Zahlen für 2016 auswirken.

Erst im Juni und August 2016 erworbene 215 Acres entwickelte Flächen im sogenannten STACK Ölfeld, einem Teil des Anadarko Beckens in Oklahoma hat Salt Creek bereits zu $2 Mio. weiterverkauft, was zu einem Gewinn von $550.000 für Salt Creek führt.

In der Zwischenzeit hat Salt Creek außerdem ein Reservengutachten über die erworbenen Flächen von einem der führenden Unternehmen für unabhängige Reservenschätzungen für Öl- und Gasfirmen in den USA erstellen lassen. Der Barwert der Reserven beläuft sich bei einem Abzinsungsfaktor von 10% auf $50,4 Mio., von denen $31,1 Mio. auf die nachgewiesene Kategorie (proved) entfallen. Die übrigen Reserven verteilen sich auf wahrscheinliche (probable) und mögliche (possible) Reserven. Das Reservengutachten wurde auf Basis der Preisannahmen der BOK Financial, Stand Oktober 2016, für den WTI Ölpreis erstellt. Für die nächsten 5 Jahre geht das Gutachten von durchschnittlich $51,5 pro Barrel aus.

Cub Creek Energy: Fördermenge 49% über Plan
Cub Creek Energy (CCE), 80%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Rohstoff, hat in den vergangenen vierzehn Tagen durchschnittlich 4.501 Barrel Öläquivalent pro Tag (boepd) von seinem Vail Bohrplatz gefördert (davon 3.875 Barrel Öl). Die Produktion von Öl lag damit um rund 26% höher als am 16. Dezember berichtet und rund 49% höher als geplant. Der Grund für die höhere Produktion in den letzten zwei Wochen liegt darin, dass der Leitungsdruck in der Gaspipeline, in die CCE einspeist, nachgelassen hat. An den meisten Tagen konnte CCE deshalb die Bohrungen mit voller Kapazität produzieren. Der 30 Tagesdurchschnitt liegt bei 4.009 boepd (Öl: 3.448 boepd).

Unterdessen hat CCE auch die Produktion vom Markham Bohrplatz aufgenommen. Unterdessen hat CCE auch die Produktion vom Markham Bohrplatz aufgenommen. Im Laufe der kommenden Tage werden alle 12 Bohrungen angeschlossen.

Elster Oil & Gas: Royalties-Verkauf bringt $1,56 Mio. Zusatzgewinn
Elster Oil & Gas (EOG), 93%ige Tochter der Deutschen Rohstoff, hat ihre Umsatzbeteiligungen (sog. "Mineral Royalties") an verschiedenen Bohrungen in der Nähe des Ortes Windsor veräußert. Diese Royalties lagen bei der 100%igen Tochter von EOG, der Diamond Valley LLC, auf deren Flächen der Inhaber der Leases neun Bohrungen niedergebracht hat. Diese Bohrungen produzierten seit Juli. EOG erhielt einen Anteil an den Umsätzen dieser Bohrungen, musste aber nicht mit investieren und auch nicht die laufenden Kosten mittragen. Die Royalties waren ursprünglich Teil der Flächen von Tekton Energy, die die DRAG 2014 für einen dreistelligen Millionenbetrag mit großem Gewinn veräußert hatte, bevor der Ölpreis von über $100 auf $25 abstürzte.

Zusätzlich zu dem Veräußerungserlös von für $1,56 Mio. sind EOG in den vergangenen Monaten bereits Umsätze in Höhe von $400.000 zugeflossen. Da den Flächen kein aktivierter Bilanzwert gegenübersteht, wird der Veräußerungserlös vollständig als Gewinn realisiert.

Anleihe: Volumen um €10 Mio. aufgestockt
Außerdem hat die Deutsche Rohstoff noch weitere €10,1 Mio. ihrer im Juli begebenen Anleihe 2016/21 platziert. Das gesamte ausstehende Volumen beläuft sich nunmehr auf €50,7 Mio. Eine weitere Aufstockung ist nicht geplant.

 Deutsche Rohstoff (Quelle: finanzen.net) 
Meine Einschätzung
Salt Creek Energy hat sich in ein lukratives Business eingekauft, dessen Cashflows ausreichen sollten, was weitere Bohrprogramm der nächsten Jahre zu finanzieren. Cub Creek Energy sitzt auf Feldern, die noch ergiebiger sind als gedacht und die Erwartungen um fast 50% übertreffen und setzt sein Bohrprogramm weiter fort, während Elster Oil & Gas bereits seit Mitte des Jahres produziert und ebenfalls sein Bohrprogramm ausweitet.

Nach der überraschenden Einigung der OPEC auf Förderkürzungen und der Unterstützung durch weitere große Nicht-OPEC-Staaten, wie Russland, ist der Ölpreis mächtig angezogen und das hilft auch der DRAG. Diese fördert in den USA zu unter $35 je Barrel (WTI) und ein seit Wochen oberhalb von $50 liegender Ölpreis lässt sie fette Gewinne einstreichen. Alle drei US-Töchter produzieren nämlich inzwischen und fahren die Kapazitäten weiter hoch. Daher wird das Zahlenwerk der DRAG geradezu explodieren, was Umsatz aber auch Gewinn angeht. Zu den ohnehin anfallenden Gewinnen gesellen sich noch die außerordentlichen Gewinne hinzu, durch den gewinnträchtigen Flächenweiterverkauf und die Veräußerung der Royalties, so dass selbst die optimistischsten Analystenprognosen für 2016 wohl zu niedrig liegen dürften. Und auch die Erwartungen für 2017 müssen wohl aufgrund der um fast 50% über den Erwartungen liegenden Fördermengen bei Cub Creek noch nach oben angepasst werden.

Obwohl der Aktienkurs sich in den letzten Wochen bereits positiv entwickelt hat, preist er die anstehenden Gewinnexplosionen noch nicht annähernd angemessen ein. Spätestens bei Vorlage der nächsten Zahlen sollte er sein Allzeithoch aus dem Winter 2013 bei rund €29 überwinden und in völlig neue Höhen vordringen. Denn die Zahlen werden nicht nur einmal für Freude sorgen, sondern bei jeder weiteren Quartalsmeldung werden Umsatz und Gewinn in die Höhe schnellen und somit die Werthaltigkeit des DRAG-Öl-Business der Börse jedes Mal erneut vor Augen führen. Steigen die Ölpreise weiter an, wirkt sich das natürlich zusätzlich gewinntreibend auf die DRAG aus, fallen die Ölpreise moderat oder stagnieren, hätte dies nur bedingt negative Folgen, da die DRAG rund die Hälfte der aktuellen Produktionsmengen per Terminkontrakten abgesichert. Ein deutlicher Kursverfall des Ölpreises würde die DRAG auch nicht in Bedrängnis bringen, da man zu äußerst günstigen Konditionen eingestiegen ist und entsprechend kostengünstig fördert. Erst bei unter $30 je Barrel (WTI) würden sich die Gewinne in Verluste wandeln. Doch davon sind wir momentan mehr als $20 je Barrel entfernt und nach einem dramatischen Einbruch sieht es kaum aus.

Die Deutsche Rohstoff-Aktie dürfte damit einer der Top-Favoriten für 2017 sein und für ansehnliche Kursgewinne sorgen, wobei die 30-Euro-Marke nur ein kleiner Zwischenschritt bleiben sollte. Die Deutsche Rohstoff befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und als größter Wert in meinem Depot.

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