Donnerstag, 21. Mai 2020

Kissigs Portfoliocheck: Goldman Sachs ist nicht mehr Buffetts Liebling

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 89. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. „Das Orakel von Omaha“, wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 1. Quartal 2020 hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert, hier vor allem in seinem am höchsten gewichteten Sektor Finanzen. Das war allerdings im 2019er Schlussquartal ebenfalls schon so und daher ist die schnellzüngige Auslegung, die Auswirkungen der Corona-Krise seien der Grund, wohl zu kurz gesprungen und gedacht. Bemerkenswert ist dennoch, dass der Technologiesektor zu den Finanzwerten aufgeschlossen hat, die nun beide jeweils 37% in Buffetts Aktiendepot ausmachen. Das ist vor allem Apple geschuldet, die mit mehr als 35% ihren Spitenzplatz nochmals deutlich ausgebaut haben. Am stärksten traf es die Investment Bank Goldman Sachs, bei der Buffett weitere 84% seiner Anteile abstieß. Dieser Verkauf folgt auf die Reduzierung seines Pakets, die er Ende 2019 vorgenommen hatte, als er bereits ein Drittel seines Bestands verkauft hatte. Und der Grund dürfte weniger Angst (vor Corona) gewesen sein, als vielmehr Gier...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    habe mir auf Youtube die Hauptversammlung über eine lange Zeit angeschaut.

    Buffett sammelt Geld ein durch Aktienverkäufe (Airlines usw mit Verlusten!).

    Er wirkte ungewöhnlich pessimistisch und meinte u.a. dass seine 140 Mrd. Dollar Cash soviel auch nicht wäre.

    Denke, dass er einen weiteren Börsencrash erwartet um dann zuzuschlagen.

    Wenn man ehrlich ist...

    weltweit sind die Geschäfte nach wie vor weitestgehend zu (sinkende Umsätze), aber die Fixkosten sind konstant, bedeutet Gewinnrückgang.

    Das wird die überwiegende Mehrheit aller Unternehmen betreffen.

    Momentan erholt sich die Börse vom Crash im April, weil Hoffnungen auf einen Impfstoff überwiegen und wegen niedriger Zinsen (Anlagenotstand).

    Die Ergebnisse der Unternehmen (Aktien) werden im jetzigen Quartal einigermaßen katastrophal sein.

    Im Laufe des Jahres wird es sich wieder positiver entwickeln, aber nur langsam.

    Wie die Börse auf die unvermeidlich schlechten Ergebnisse für 2020 reagiert, ist unklar.

    Ich erwarte ebenfalls einen weiteren erheblichen Börencrash .. und kaufe dann (wie wahrscheinlich auch Buffett) nach ...

    Aber es wäre auch nicht das erste Mal, dass ich bei der Einschätzung der zukünftigen Börsenentwicklung falsch liege .. :-) ...

    Schöne Grüße

    Uwe

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  2. The relative total return of BRK to the SPX is at an 18-yr low. In other words, BRK has lagged the SPX since 2001. The ratio is at the same level as 1995. With the exception of periods after tech’s collapse (2000) and the GFC (2008), BRK has only matched the SPX the last 25 yrs.
    https://twitter.com/biancoresearch/status/1262754258408992768

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