Samstag, 30. November 2019

Meine Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.


▶ RECHTLICHER HINWEIS NACH WPHG

Viele der in meinem Blog erwähnten Werte halte oder handle ich regelmäßig. Die in diesem Blog enthaltenen Beiträge sind meine persönliche Meinung und stellen weder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar, noch sind sie als Beratungsleistung zu werten. Ich übernehme trotz aller Sorgfalt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen; sie beruhen auf Quellen, die ich für vertrauenswürdig und zuverlässig halte.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass der Handel mit Aktien, Optionsscheinen, Zertifikaten, Optionen und anderen Finanzprodukten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann. Gewinne der Vergangenheit können zukünftige Ergebnisse nicht garantieren.

Für Investitionen, die aufgrund meiner Aussagen getätigt werden, übernehme ich keinerlei Verantwortung. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko und sollte sich von einem Bank unabhängigen Experten beraten lassen, inwieweit die vorgestellten Wertpapiere zu seinem persönlichen Risikoprofil passen.

Vor allem Nebenwerte und/oder Aktien in Turnaround-Situationen sind oftmals markteng und weisen daher bisweilen sehr hohe Differenzen zwischen An- und Verkaufskursen aus (sog. Spreads). Bereits kleinere Orders können daher starke Kursschwankungen auslösen. Hier sollte man daher stets mit Limits agieren!

Kommentare:

  1. Hallo,Michael,
    ich überlege meinen Bestand an Aggreko (A1XFZR) aufzustocken, bin aber noch unsicher. Meiner Meinung nach ein einfaches Geschäftsmodell mit temporären Problemen. Eine eher zurückhaltende Einschätzung bei Value&Opportunity hat mich aber verunsichert. Hast du dich vielleicht schonmal mit diesem Wert beschäftigt ? Kannst du eine Einschätzung vornehmen ? Das würde mich dann interessieren.
    Herzliche Grüße
    Maria

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    1. Moin Maria,
      Aggreko kenne ich nur oberflächlich. Die Analyse bei Value and Opportunity habe ich mir angesehen, die wirkt ziemlich stimmig. Insbesondere gibt zu denken, dass das Management selbst davon ausgeht, dass 2015 kein gutes Jahr wird und 2016 noch schlechter. Es stellt sich daher die Frage, weshalb man dann jetzt die Aktien kaufen sollte? Denn ich glaube nicht, dass diese schlechte operative Entwicklung bereits im Kurs enthalten ist - die gerät schnell wieder in Vergessenheit und bei Vorlage der nächsten Zahlen gibt es dann wieder eine negative "Überraschung" und die nächste Abverkaufswelle. Vermutlich ist es ratsam, zunächst einmal abzuwarten, bis das Überangebot nachlässt und die Aktie einen Boden findet. Auf dieser Basis kann man dann schauen, ob Aggreko eine akzeptable Bewertung (für 2016 und danach) aufweist.

      Ein Aspekt, der Aggreko in die Hände spielen könnte, ist das von mir im Blog angesprochene Naturphänomen "El Niño", das wohl in diesem Jahr wieder sein Unwesen treiben wird. Denn Einsatzmöglichkeiten für die Stromaggregate von Aggreko ergeben sich ja vor allem in Kriegs- und Krisengebieten - und die dürften dank "El Niño" zum Jahresende hin weltweit deutlich zunehmen. Das spielt dann Aggreko in die Karten, allerdings erst ab 2016. Hier könnte man also beobachten, wie schlimm "El Niño" wütet und im Wissen, dass dann die Nachfrage nach Aggrekos Generatoren anziehen wird, die Aktien im Vorgriff auf die dann zu erwartenden besseren Zahlen kaufen. Sofern die Bewertung zu dem Zeitpunkt attraktiv ist.

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    2. Ich halte auch folgende Interpretation für möglich, frei nach Kostolany, also eher stimmungstechnisch : Lt. V&O Blog ist die Aktie bei den Analysten schon länger in Ungnade gefallen, vormals Darling-Status, der Kurs dümpelt bereits seit einiger Zeit und jetzt haben viele die Aktie verkauft. Hohe Umsätze, bei fallenden Kursen. Könnte auch eine gute Einstiegsmöglichkeit sein, gerade weil die schlechten Nachrichten ja zu fallenden Kursen geführt haben, könnten diese jetzt eingepreist sein. Es ist halt die Frage, schmerzt es mich mehr, wenn mir der Kurs davonläuft, weil die Ertragssituation sich plötzlich verbessert, was ich eben nicht voraussehen kann, wann das passieren wird ? Oder schmerzt es mich mehr, wenn der Kurs noch etwas fällt, ich aber von dem Geschäftsmodell überzeugt bin und die Verluste dann halt aussitzen muss ?

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    3. So wie ich Dich verstanden habe, sitzt Du die bereits aufgelaufenen Kursverluste bei Deinem Aggreko-Bestand ja ohnehin aus, denn Du überlegst ja, weitere Aktien hinzuzukaufen. Nur zu kaufen, um den Einstiegskurs zu verbilligen, davon halte ich nichts - in absoluten Zahlen macht es die Verluste ja nicht kleiner. Einen Nachkauf würde ich nur empfehlen, wenn man davon ausgeht, dass sich das Unternehmen operativ wieder erholt. Und das Management selbst davon ausgeht, dass das nächste Jahr noch schlechter wird, dürfte die Wahrscheinlichkeit recht hoch sein, dass der Kurs noch weiter fällt. Wie gesagt, sollte El Niño zum ersten Mal in der TV-Berichterstattung auftauchen, könnte dies der Startschuss für bessere Geschäfte in 2016 sein. Und vermutlich ein guter Einstiegszeitpunkt (zumal dann ja auch der Börsenherbst hinter aus liegt, der erfahrungsgemäß ja eher eine unterdurchschnittliche Kursperformance aufweist)...

      Wenn Du allerdings total von Aggreko überzeugt bist und der Meinung, dass es dort ab 2017 wieder aufwärts geht bzw. sie wieder an die alten geschäftlichen Erfolge anknüpfen können, und Du das Geld auch über die Durststrecke dazwischen schon in das Unternehmen zu investieren, dann kannst Du natürlich auch sofort nachkaufen, weil Dir dann die letzten 10 oder 15 Prozent Absacker egal sind.

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  2. Hallo Michael,

    ich schätze deinen Blog sehr! Die Einzigartigkeit an deinem Blog ist m.E. vor allem dadurch geprägt, dass du immer offen und ehrlich bist, deiner Linie immer treu bleibst und selber auch Fehler zugibst. Hinzu kommt, dass du dein Wissen, welches du dir über Jahrzehnte mühsam selbst erarbeitet hast, hier weiter gibst. Dein Ursprungsgedanke für diesen Blog war ja, dass du selber immer wieder daran erinnerst wirst, den Regeln des Value-Investments zu folgen. Genau aus diesem Grund lese ich deinen Blog auch so gerne, da man leider des Öfteren, von den 'Leitsätzen' etwas abweichen möchte, obwohl man sich, wenn man Erfolg haben möchte, einfach daran halten muss. Aber ich denke, es ist einfach menschlich, dass man manchmal anders reagieren möchte, als es uns die Leitsätze von Warren Buffett lehren:).

    Und genau hier habe ich nun eine fundamentale Frage an dich, welche mich schon sehr lange beschäftigt. Gem. Warren Buffett und anderen großen Value-Investoren investiert man langfristig in Werte. Die Kurse, also der Preis ist nur interessant, um zu wissen, wann ein Unternehmen vom Markt unterbewertet ist und wann nicht. Was einem jedoch auffällt ist das Sommerloch. Es gibt ja die alte Börsenweisheit - 'sell in May come back in September'. Wenn man sich mal die Kurse der vergangen Jahrzehnte anschaut, trifft diese Börsenweisheit sehr oft zu. Wenn man jedoch auf Warren Buffett hört, müsste man in unterbewertete Unternehmen investieren, die Aktien liegen lassen, Tee trinken und einfach abwarten, bis der Markt den wahren Wert erkennt. Diese Sichtweise schließt mehrere Jahre ein, d.h. sehr langfristiger Ansatz. Dies ist in meinen Augen auch richtig und so habe ich in der Vergangenheit auch investiert.

    Wenn man jedoch die Börsenweisheit nimmt, welche fast jedes Jahr richtig ist, würde dies heissen, dass man sich im Mai von seinen Anteilen verabschiedet und im September wieder investiert. Das Sommerloch ist zumeist von Korrekturmaßnahmen geprägt. Wie handhabst du das? Verkaufst du Anteile noch vor dem Sommerloch, um die Cash-Quote zu steigern und dann nach dem Sommerloch wieder zu investieren oder beachtest du die alte Börsenweisheit überhaupt nicht? Ich bin wirklich am Überlegen, in Zukunft, zumindest die Anteile im Mai herunterzufahren, die Cash-Quote zu erhöhen und dann erst wieder im September nachzukaufen. Das Problem ist, dass dies an sich, eigentlich kein Value-Investment mehr wäre, da ich die Kursschwankungen ausnutzen würde, obwohl ich auch im Mai vom Wert des Unternehmens überzeugt wäre. Wenn man sich aber die Vergangenheit anschaut, ist das Sommerloch in 3 von 4 Fällen von Korrekturmaßnahmen geprägt.

    Viele Grüße!
    Stefan D.

    Ps. Es könne auch gerne die anderen Blog-Leser antworten. Habe gemerkt, dass hier ein sehr hohes KnowHow-Niveau herrscht:)

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    1. Moin Stefan,
      diese Saisonalität scheint nur zu passen, denn wenn man sich mal die "fiesen" großen Crashs der letzten Jahres vornimmt, fanden die nicht selten im Herbst statt. Allerdings hätten sie auch zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr stattfinden können (Stichwort Asienkrise), daher verzerren diese Ereignisse das Bild schon etwas nach unten.

      Auch stimmt der früher sicher richtige Spruch "Sell in May and go away - but remeber to come back in September" heute nicht mehr ohne Weiteres, denn die Sommermonate sind schon noch gute Börsenmonate. Heute ist man auch im Urlaub ständig erreichbar, das gilt für alle Marktteilnehmer, das ist also völlig anderes als früher, wo man über die Sommermonate dann von der Börse abgeschnitten war und nicht auf Unvorhergesehenes reagieren konnte.

      Als Langfristinvestor halte ich wenig davon, den Markt timen zu wollen. Damit liegt man meistens schief! Die Unternehmen werden ja nicht schlechter, nur weil der Aktienkurs etwas sinkt. Daher kann ich der Überlegung, aus Timinggründen heraus gezielt Aktien zu verkaufen, nichts abgewinnen. Allerdings braucht man die Saisonalität ja nicht zu ignorieren; man erzielt ja in der ersten Jahreshälfte auch Dividendeneinnahmen und da kann man sich mit Zukäufen ja zurückhalten und auf den - vermeintlich - schwachen Herbst warten. Dann hat man Cash auf dem Konto, um bei einem Kurseinbruch überproportional zukaufen zu können. So trennt man sich nicht aus den falschen Gründen von seinen Unternehmensbeteiligungen und kann dennoch die vermeintlich höheren Zukaufchancen im Herbst nutzen. Und ist man grundsätzlich nicht mehr von seinem Unternehmen überzeugt, dann sollte man sich von seine Aktien trennen. Aber eben nicht aus saisonalen Gründen...

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    2. Hi Michael,

      vielen Dank für deine Antwort. Ja du hast völlig recht, es wäre nichts anderes gewesen, als den Markt timen zu wollen. Und das ist wohl einer der größten Fehler, die man machen kann. Da der Markt überwiegend irrational ist, funktioniert das so nicht. Ich werde in Zukunft versuchen die Cash-Quote im Mai durch die Dividenden und die eigenen monatlichen Einzahlungen zu erhöhen und mich mit Zukäufen ab Mai-September erstmal zurück zu halten und den Markt in dieser Phase noch genauer beobachten. Von dem Wert der Unternehmen bin ich ja weiterhin überzeugt.

      Es ging mir darum, noch mehr Anteile von einem Unternehmen zu bekommen. Wenn man immer zu hohen Kursen verkauft und zu niedrigen einkauft, kann man so nach und nach immer mehr Anteile von dem Unternehmen, welches man langfristig halten möchte, gewinnen. Aber dies läuft zu sehr ins Timing rein, was man kaum bis überhaupt nicht beherrschen kann. Um hier das Risiko zu begrenzen, mach ich also doch lieber den easy Weg, behalten, Cash-Quote aus Dividenden u. Einzahlungen erhöhen, und vor allem 'abwarten'. Falls der Markt dann tatsächlich fällt, freut man sich ja auch:). Anders rum hat man nichts falsch gemacht. Danke Michael, ich wäre da vermutlich wieder in etwas hinein getappt, was zu sehr von den Leitsätzen abweicht, obwohl gerade diese langfristig gesehen so gut wie immer Gewinn versprechen.

      Viele Grüße!
      Stefan

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  3. Hallo Michael,

    auch ich möchte Dir für den tollen Blog danken. Die ein oder andere Unternehmung habe ich nicht zuletzt dank dir ins Depot gelegt.
    Ich persönlich hole mir - mittlerweile - zuerst Investmentideen bei diversen Bloggern und anschließend bewerte ich selber anhand der letzten beiden Geschäftsberichte die Unternehmen.

    Der Hintergrund meines Eintrags ist jedoch nicht nur der Lob für Deinen Blog ;-)

    Ich habe mir via Aktienscreening einige Interessante Unternehmen rausgesucht. Wäre folgende Unternehmung für deine Empfehlungsliste geeignet? Insbesondere die Finanzierungssituation lässt mich grübeln. Chancen sind langfristige niedrige Darlehen (kfw), die den EBIT weiter beflügeln könnten.
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/ktg-agrar-se.htm
    http://www.ktg-agrar.de/fileadmin/Dateien/Investor-Relations/Publikationen/2015/150513_KTG_Agrar_GBPflichtteil_Digital.pdf

    Besten Dank vorab und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Markus Wilms

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    1. Moin Markus, ich wünsche Dir ein frohes Neues Jahr!

      KTG Agrar habe ich mir vor zwei (oder drei?) Jahren mal genauer angesehen, doch ich habe mich auf kein Investment eingelassen und würde das auch weiterhin eher nicht tun. Im Agrarbereich ist wenig zu verdienen, viel hängt von staatlichen Subventionen ab. Und KTG ist enorm verschuldet, das kann der Konzern kaum aus dem laufenden Geschäft bedienen. So verkaufen de immer mal wieder Land, was ihnen recht hohe Erträge bringt, weil die Preise deutlich angezogen sind und weiterhin anziehen. Nur ist diese Einnahmequelle ja endlich und wenn man nachher die eigenen Produktionsflächen teuer pachten muss, kann man schon an der Nachhaltigkeit dieses Weges zweifeln.

      Das sieht wohl auch das KTG-management inzwischen so und hat nach der Phase des Investierens die Phase des Erntens ausgerufen. Markige Worte. Aber es geht im Kern darum, die Verschuldung und den Schuldendienst deutlich zu senken, weil man sonst irgendwann voll gegen die Wand fährt. So hat man ein Joint-Venture mit Tönnies beendet (wobei man rund 20 Mio. EUR erlöst) und die chinesische Fosun soll bereit sein, mit fast 10 Prozent bei KTG einzusteigen - mit den neuen Mitteln sollen (teure) Altschulden getilgt werden, die per Ende 2014 Netto rund 463 Mio. EUR betrugen. Wie z.B. die 2017 anstehende Mittelstandsanleihe mit einem Volumen von 210 Mio. EUR.

      Ich bleibe skeptisch, ob man bei KTG wirklich in ein nachhaltig profitables Geschäftsmodell investieren kann und daher lasse ich diese Chance (und die damit einhergehenden Risiken) lieber an mir vorüberziehen...

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  4. Hallo Michael! Ich bin selbst seit dem IPO bei Paypal investiert, da ich mir vom Geschäftsmodell und den Chancen einiges versprochen hatte... Die vergangenen hervorragenden Zahlen haben die Einschätzungen mehr als bestätigt, trotzdem kommt PYPL einfach nicht aus dem Quark.

    Wie ist deine Meinung zur Zukunft dieses Unternehmen? Ich habe nicht vor zu verkaufen, da ich weiterhin an das Geschäftsmodell und die Vormachtstellung von Paypal glaube, frage mich aber langsam was der Markt von dieser Firma eigentlich erwartet und das Wachstum endlich einmal geschätzt wird?

    Beste Grüße!

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    1. PayPal halte ich nach wie vor für sehr aussichtsreich, man ist der Platzhirsch in diesem Bereich. Es gibt viele FinTechs, die sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen, insbesondere werden Square, ApplePay und GooglePay beäugt, ob die "wie eine Bombe" einschlagen und ggf. PayPal das Wasser abgraben können. In Deutschland ging nun PayBack mit einem Bezahlangebot an den Markt, auch da muss man mal sehen, ob dies beim Kunden ankommt. Das von den deutschen Banken und Sparkassen lancierte PayDirekt sehe ich als Totgeburt - es bietet keinerlei Mehrwert ggü. PayPal & Co. dafür gibt es kaum Akzeptanzstellen. Zu spät, zu schnlecht zu gar nüscht...

      Keine Frage, der Markt ist umkämpft. Ich denke, dass sich PayPal hier behaupten können wird, allerdings muss man beobachten, ob durch die zunehmende Konkurrenz nicht die Margen unter Druck kommen.

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  5. Hallo Hr. Kissig, bin durch Ihren Blog zu Jahresbeginn unter Anderem auf Blackstone und Gladstone Capital aufmerksam geworden und bin dort eingestiegen. Beide Werte gehen mir zur Zeit im Kopf um. Sollten Sie aktuell eine Einschätzung dazu haben, fände ich diese Ganz interessant und vor allem hilfreich.

    Bei Gladstone bin ich dank Ihres Blogeintrages wahnsinnig günstige beinahe zum Tiefskurs eingestiegen und ist der beste Dividendenzahler in meinem Depot. Ich hatte bei einem Plus von 25% zwar schon einen Teil verkauft, durch den Kursanstiegt bin ich jetzt mit dem Rest bei über 50% im Plus und dadurch ist Gladstone auch die größte Position in meinem Depot geworden. Nachdem die Position auch meine maximale Positions-Größe erreicht hat dachte ich immer wieder über einen weiteren Teilverkauf nach. Allerdings wollte ich auch nicht die Gans schlachten die goldene Eier legt. Mit einer Dividenrendite von ca. 15% in Relation zum Einstiegskurs ist das Papier natürlich schon ein echter Traum. :-)
    Sie kennen sich ohne Frage besser mit BDCs aus als ich. Ist das ein Wert den man durchaus für lange Zeit behalten kann? Ich müsste ja schon über mehrere Jahre Dividenden beziehen um auf die gleiche Rendite zu kommen. Der hohe Depotanteil ist im Moment eben ein gewisses Risiko, falls ich da auf dem falschen Fuß erwischt werde. Andererseits wird mein Depot vermutlich allein durch Kapitalzuflüsse die nächsten Jahre noch stark zulegen, Gladstone aber nicht mehr ewig steigen (wir haben uns dem NAV ja schon deutlich angenähert). Somit würde sich die Relation zum Gesamtdepot mit der Zeit wieder in den grünen Bereich verschieben. Und ich würde mich, als eher Dividenden-orientierter Anleger, ggf. ärgern die Cashcow zum Schlachter geführt zu haben. ;-)

    Was Blackstone betrifft ist die Lage beinahe anders rum. Die Kursentwicklung war nicht besonders gut. Die gezahlten Dividende sind okay, aber ich habe besserer Titel. Im Moment bin ein paar Prozent im Minus und denke darüber nach die Papiere zu verkaufen wenn der Kurs mal wieder etwas nach oben geht. Haben Sie nach Ihrem Verkauf hin und wieder noch einen Blick auf Blackstone geworfen?

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    1. Gladstone
      ...war zu Jahresanfang so stark eingebrochen, weil man ein erhöhtes Exposure in Unternehmen hat, die der Öl- und Gasindustrie nahestehen. Da gab es hinsichtlich des Kurses massive Übertreibungen und deshalb hatte ich GLAD zum Kauf empfohlen. Inzwischen hat sich der Kurs deutlich erholt und ich würde auf diesem Niveau nicht mehr kaufen. Verkaufen muss man aber auch nicht, GLAD ist solide aufgestellt und liefert tolle Renditen! Die (einzige) Überlegung ist halt, dass der Wert als einzelner ein nicht zu starkes Gewicht im Depot ausmachen sollte. Mehr als 25% Anteil sollte ein Wert meiner Meinung nach nicht haben, das ist aber die absolute Obergrenze! Weniger ist wohl ratsam, auch wenn im konkreten Fall natürlich die monatlichen Dividendenzahlungen kaum zu toppen sein dürften von anderen Werten. Aber Benjamin Graham lehrte uns stets, zuerst auf das Risiko zu schauen und erst danach auf die mögliche Rendite. Wenn die angedeuteten Kapitalzuflüsse nicht erst in einigen Jahren und auf Schlag eintreffen, sondern z.B. durch monatliche hohe Sparbeiträge, dann kann man natürlich auch diese Beträge samt der Dividendeneinnahmen zur Diversifikation nutzen. Dann wäre allerdings von weiteren BDCs bzw. Finanztitel eher abzuraten, um auch andere Branchen ins Depot zu bekommen.

      Blackstone
      ...da bin ich nicht mehr so sehr im Thema, da der Wert aufgrund seiner Rechtsform (Limited Partnership, L.P.) und der daraus resultierenden steuerlichen Problematik in Deutschland für mich nicht mehr investierbar ist; ich hatte das ja ausführlich dargelegt und auch u.a. KKR & Co. deswegen gleich mit aus dem Depot entfernt. Generell stehen die (US) Hedge-Fonds und Finanzinvestoren unter Druck aufgrund der hohen Gebühren und Provisionen, die sie ihren Kunden abverlangen und der eher bescheidenden Resultate der letzten beiden Jahre. Ich habe mich als Alternative ja bewusst deutschen Asset-Managern zugewandt (Deutsche Beteiligung, Llyods Fonds, Ernst Russ, Publity, Patrizia Immobilien, MPC Capital, DIC Asset). Natürlich zahlen die keine Quartalsdividenden, aber einige von ihnen weisen durchaus ansehnliche Dividendenrenditen auf. Und die zahlen ja nicht alle zur selben Zeit: DBAG und Publity im März, DIC Asset und Lloyd Fonds im Juli. Und bei Patrizia gab es bisher immer Berichtigungsaktien im Verhältnis 10:1 anstelle einer Dividenden - und das im Juni.

      Sofern man weiter auf internationale Finanzinvestoren setzen will, ohne die steuerliche Problematik zu haben, kann man auch auf einen entsprechenden ETF setzen. Wie den "DB X-TRACKERS LPX PRIVATE EQUITY INDEX ETF 1C" (WKN DBX1AN); hierbei hat man den Vorteil, dass der ETF sich um die ausländischen Dividenden kümmert und man selbst ggf. eben eine inländische Ausschüttung des ETF erhält, die den "ganz normalen" steuerlichen Regularien unterliegt.

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    2. Danke für die wie immer umfangreiche und fundierte Antwort. Das hat mir jetzt wirklich geholfen und ich bin zu einer Entscheidung gelangt mit der ich glaube ich gut leben kann. Ich werde mich von Blackstone sofort trennen, nach Berücksichtigung der Dividenden ist das ein mittlerer einstelliger Verlust, das kann ich gut verschmerzen. Das Kapital stecke ich lieber in einen Wert mit etwas höherer Dividende mit dem ich schon länger beobachte. Den Rest dann in die Deutsche Rohstoff, da wollte ich ohnehin noch aufstocken und wenn das noch etwas weiter läuft ist der Verlust in kurzer Zeit kompensiert. ;-)

      Und Gladstone bleibe ich treu. Die Position zu verkleinern hätte mich nicht glücklich gemacht. 25 Prozent hat die Position bei Weitem nicht. Ich diversifiziere lieber etwas stärker und habe alle Finanztitel (ohne REITs) zusammen gerade mal mit etwas mehr als 25% gewichtet. Danke auch für den Hinweis dann keine weiteren BDCs ins Depot zu nehmen. Da habe ich mich tatsächlich begonnen umzusehen, was eigentlich Blödsinn ist.

      Ich kann mich nur immer wieder ganz herzlich für die Arbeit bedanken die Sie in Ihren Blog stecken. Ihren Blog zu entdecken war für mich tatsächlich ein Wendepunkt als Privatanleger. Auch wenn meine persönliche Strategie von Ihrer etwas abweicht, hat Ihr Blog doch maßgeblich dazu beigetragen genug Verständnis für das Themenfeld Einzel-Aktien zu erlangen um überhaupt zu einer eigenen Strategie zu finden.

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  6. Hallo Michael,
    zuallererst möchte ich mich mal für deinen Blog bedanken. Als Neuling im Bereich Aktien schaue ich hier immer wieder interessiert herein und habe das Gefühl, dabei eine Menge über die Bewertung von Unternehmen und das Börsenleben zu lernen, ferner nutze ich deine Empfehlungen auch für eigene Investmententscheidungen.
    Seit einer Zeit gehen mir beim Lesen deines Blogs einige Fragen durch den Kopf, die du mir hoffentlich beantworten kannst.
    Meine ersten Börsenschritte habe ich im Bereich Unterhaltungselektronik gemacht und werde da bspw. in Sony investiert bleiben, da ich als junger Mensch das Gefühl habe, den Zeitgeist ganz gut abschätzen zu können und andererseits bei durchaus stabilen fundamentalen kennzahlen des Unternehmens auch Wachstumschancen (VR, sicht festigende Vorherrschaft im Heimspielbereich bei gleichzeitiger Fokussierung auf diesen Bereich) sehe, während ich den materiellen Investmentbedarf eines solchen Unternehmens auch für mich als Laien als halbwegs durchschaubar empfinde. Weil ich die Investitionsmöglichkeiten in diesem Bereich aber als begrenzt ansehe,da viele Aktien ja schon recht hoch bewertet scheinen und bei einem Börsenbeben wahrscheinlich zuallererst die heiße Luft bei den Aktien mit den überirdischen KGV und KBV entweicht, scheue ich mich, hier noch mehr Geld anzulegen und suche nach anderen Investitionsmöglichkeiten, wobei ich mich mich mit deinen Empfehlungen auseinandersetze.
    Die Aktienauswahl auf deiner Empfehlungsliste erscheint ja wie ein bunter Blumenstrauß, also recht wenig spezialisiert, da vermute ich, wirst du trotz dieser Diversifikation als ausgebildeter Experte auch in verschiedenen Bereichen ein gewisses Hintergrundwissen über die entsprechenden Geschäftsfelder der Unternehmen mitbringen. Als eine deiner "Lieblinge" sticht für mich gerade besonders die Deutsche Rohstoff AG als eine Rohstoffaktie hervor, wo ich zwar bärenstarke fundamentale Kennzahlen erkenne, es mir aber so vorkommt, dass man für das Abschätzen eines derartigen Investments am besten VWL studiert haben sollte, um mögliche Risiken und Chancen (Ölpreisentwicklung, Goldpreisentwicklung auch im Zusammenhang mit allen möglichen politischen Entwicklungen) zu durchschauen. Inwiefern setzt du für deine Investments denn eine breite Kenntnis des Geschäftsfelds über die reinen fundamentalen Kennzahlen hinaus voraus? Beispielsweise war ja für dich als Nicht-Biologe der "Burggraben" von Novo Nordisk vermutlich schwierig abzuschätzen.
    Und wie findest du eigentlich diese Unternehmen und wählst sie aus? Viele davon, gerade die mit erheblichem Kurspotential, findet man wohl nicht einfach so im Supermarktregal, wie es bspw Peter Lynch geschrieben hat.
    Und gibt es für dich (ethische) Ausschlusskriterien bei der Auswahl von Unternehmen? Nachdem ich bei der Deutschen Rohstoff investiert habe, musste ich bei weiterem Recherchieren mit Unmut feststellen, dass dort die "horizontalen Bohrungen" mithilfe von Fracking vorgenommen werden, welches ich eigentlich als kritisch ansehe. Da bin ich jetzt sehr ambivalent bezüglich dem weiteren Halten der Aktie.
    Gibt es tiefergehende Literatur neben den populären Werken zum Valueinvesting, die du interessierten Anlegern empfehlen kannst? Würdest du sagen, dass es sich für private Anleger lohnt, sich intensiv mit Grundlagenbüchern der BWL auseinanderzusetzen?
    Das war jetzt doch ein etwas längerer Post mit einigen Fragen, aber vielleicht findest du ja mal die Zeit, die eine oder andere Frage aufzugreifen.
    Viele Grüße Andreas

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    1. Moin Andreas,
      ein wahrlich umfassender Rundritt, den Du da hingelegt hast...

      VWL muss man nicht studiert haben, um an der Börse investieren zu können. Ich denke, man muss eine gute Allgemeinbildung haben und Spezialkenntnisse in eine oder mehreren Bereichen ist sicherlich nicht verkehrt. Eine überdurchschnittliche Bereitschaft, sich Wissen und neuer Erkenntnisse anzueignen, sind durchaus hilfreich. Letztlich muss man bereit sein, Dinge zu hinterfragen, Dinge zu lernen, und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Nur der Meinung anderer Leute hinterherzulaufen, ist nicht ausreichend. Man muss seinen eigenen Verstand einsetzen, denn man investiert ja auch sein eigenes Geld. Entscheidend ist zu erkennen, was man nicht kann, was man nicht weiß, was man nicht versteht. Um diese Bereiche sollte man einen Bogen machen und sich auf die übrig bleibenden konzentrieren. Damit ist man der Mehrzahl der Börsianer schon einen großen Schritt voraus und mächtig im Vorteil. Man muss nicht jede vermeintlich günstige Gelegenheit mitnehmen, man sollte lieber auf die sicheren Sachen setzen. Also die, von denen man überzeugt ist.

      Spezielle BWL-Literatur halte ich nicht für nötig; ein gewisses Grundwissen über Bilanzen und Rechnungslegung, also auch die entscheidenden Kennzahlen für die Bewertung von Unternehmen/Aktien hingegen schon. Reinhold Gagels "Wie man eine Bilanz liest" finde ich gut verständlich, ebenso Nicolas Schmidlins "Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse".

      Zu DRAG und dem Fracking. Ich weiß gar nicht, was alle Leute gegen diese Fördermethode haben. Sie ist erprobt (in Deutschland wird seit mehr als 50 Jahren auf diese Weise Öl und Gas gefördert) und sie ist vergleichsweise sicher. Die Umweltschäden nehmen sich ziemlich gering aus verglichen mit den anderen Arten der Öl- und Gasförderung. Natürlich hat jeder den Fernsehbericht gesehen, wo des Wasserhahn Feuer gefangen hat. Und die meisten Leute kennen nicht die Klarstellung, dass dies nichts mit dem Fracking zu tun hatte. Wenn jedoch jemand der Meinung ist, diese Methode sei grundsätzlich abzulehnen, dann kann und sollte er vielleicht auch nicht in derartige Unternehmen investieren. Das ist ja die Entscheidung von jedem selbst.

      Ich habe keine ethische rote Linie, aber ich investiere nicht in bestimmten Bereichen. Rüstungsaktien sind für mich kein No-go, aber ich kaufe keine Tabakaktien. Krebs (durch Rauchen) verursacht unendliches Leid bei den Betroffenen und die Tabakkonzerne verdienen daran, Menschen Gift zu verkaufen und auch noch solches, das sie süchtig macht. Kein Geschäft für mich. Im Grunde gibt es ja bei allen Dingen im Leben Vor- und Nachteile, Positives und Negatives. Und jeder kann für sich entscheiden, wie er die Schwerpunkte setzt.

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    2. Hallo Michael,
      danke für deine ausführliche Antwort. Dass Fracking hierzulande schon ein alter Hut ist, war mir gar nicht bekannt. Ich werde meine bisherige Position erstmal halten, aber trotz der momentanen Kursschwäche erstmal nichts mehr dazukaufen, weil es für mich schwer abzuschätzen ist, wie schädlich Fracking tatsächlich ist, außerdem der Punkt mit dem Wohlfühlen. Da kommen mir beispielsweise Immobilienaktien durchschaubarer vor und deshalb behalte ich gerade vor allem Patrizia und Publity im Auge. Würdest du sagen, dass du dich als Finanzfachmann mit "Finanzaktien" (Assetmanager, Immobilienhandel, Versicherungen) im Allgemeinen versierter/wohler fühlst als mit Rohstoff- und Technologieaktien, wo Dinge wie technisches Know-How eine Rolle spielen?
      Schöne Grüße Andreas

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    3. Moin Andreas,
      es ist natürlich schon ein Unterschied, ob man in den Weiten Colorados oder Nevadas Fracking betreibt oder im dicht besiedelten Ruhrgebiet mit seinen großen Trinkwasserreserven im Grundwasser. Nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv. Sollte es gelingen, den inzwischen schon sehr geringen Anteil an giftigen Chemikalien vollständig zu ersetzen, wird das in Deutschland die panische Angst vor Fracking nicht lindern, aber objektiv die Methode "annehmbarer" machen.

      Zu Deiner anderen Frage: Buffett nennt das den "Circle of Competence", den man nicht verlassen sollte. Man darf nur innerhalb dieses Kompetenzradius investieren, alles was außerhalb liegt, ist tabu. So stellt man sicher, dass man (viel eher) weiß, was man tut.

      Natürlich habe ich zu einigen Bereichen einen einfacheren Zugang als zu anderen. Ich kann nicht/kaum einschätzen, wie sich bestimmte geologische Formationen auf den Ertrag oder die Kosten auswirken. Ich kann auch nicht einschätzen, wie wirkungsvoll eine Software ist, ob sie am Markt ankommt oder wie leicht es ist, sie einfach nachzuschreiben oder eine noch bessere auf den Markt zu bringen. Hier bin ich auf die Analysen und Einschätzungen anderer Leute angewiesen. Je mehr ich hier lese, um so mehr unterschiedliche Meinungen lese ich und umso besser wird mein Empfinden für das Geschäft. Wenn ich glaube, dass ich eine eigene Einschätzung der Chancen und Risiken vornehmen kann, dann bin ich bereit für ein Investment. Dann muss "nur" noch der Preis stimmen. Erkenne ich jedoch, dass ich nicht wirklich verstehe, was im Unternehmen und seinem Marktsegment vor sich geht, dann darf ich gar nicht investieren! Ich würde ja nur den Kurs kaufen und darauf hoffen, dass der sich in die gewünschte Richtung entwickelt. Den Wert des Unternehmens, absolut und relativ im Verhältnis zu seinen Wettbewerbern, kann ich dann ja überhaupt nicht einschätzen. Und Value Investing bedeutet das Ausnutzen des Unterschieds zwischen Wert und Preis. Kennt man einen oder gar beide Faktoren nicht, zockt man, aber man investiert nicht.

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  7. Hallo Michael,

    ich verfolge Deinen Blog schon ziemlich lange. Was mich jedoch immer wundert ist: Warum nimmst Du Deinem schlecht gelaufenen Empfehlungen raus (Beispiel WD)? somit hat die Liste den Anschein, dass alle Deine Empfehlungen Volltreffer. So hatte ich die List am Anfang immer verstanden. Aber sicher präsentierst Du eine andere Definition.

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    1. Es geht mir nicht um die Performance. Die Empfehlungsliste ist nur eine Übersicht, welche Aktien ich im Blick und wann ich sie erstmals empfohlen habe. Wenn aber einer dieser Werte, die ich im Blog vorgestellt habe, nicht mehr meinem Investmentcase entspricht, streiche ich ihn wieder von der Liste. Das kann daran liegen, dass sich das Geschäftsmodell geändert hat und mir nicht mehr gefällt, oder weil meine Erwartungen und/oder die des Unternehmens nicht erfüllt wurden, oder weil sich die Lage der Branche geändert hat. Oder schlicht, weil ich mich geirrt habe und mein Investmentcase nicht eintrat.

      Das führt natürlich in der Konsequenz dazu, dass vor allem die Werte dauerhaft auf der Liste bleiben, die meine Erwartungen erfüllen und die sich über die Jahre gut entwickeln. Also die Werte, wo ich - aus meiner Sicht - richtig lag und liege.

      Andererseits habe ich nach relativ kurzer Zeit die Dresdner Factoring wieder von der Liste genommen, weil diese übernommen wurde und ich nach mehrmaligem Nachbessern des Übernahmepreises kein weiteres Potenzial mehr sah. Damals war sie mit fast 200% Kurszuwachs, wenn ich mich recht erinnere, die mit Abstand beste Aktie auf meiner Liste. Und die DRAG hat zwei Jahre lang bei Kursverlusten von über -30% auf der Liste ausgeharrt, weil ich von ihr überzeugt war, weil ich mir sicher war, dass ich mit meinen Überlegungen richtig lag. Nur beim Timing eben nicht, aber das ist auch überhaupt nicht meine Stärke. Bei Western Digtal bin ich zu früh eingestiegen und als sich durch die SanDisk-Übernahme alles geändert hat, konnte ich die Situation nicht mehr einschätzen. Deshalb habe ich WD von der Liste gestrichen. Dass der Kurs sich danach prima erholt hat und sich letztlich wohl mein ursprünglicher Investmentcase doch noch einstellt, ist Pech (für mich). Oder erneut lausiges Timing, wie auch immer.

      Letztlich investiere ich mein Geld in Aktien und ich berichte hier im Blog darüber. Dabei mache ich Fehler und Verluste und erziele nicht immer Gewinne. Auch darüber berichte ich hier.

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  8. Hi Michael,
    mit der MBB hast du ja aufs richtige Pferd gesetzt und konntest gute Kurse mitnehmen ;-)
    Wie ist die Aussicht, wenn nun die Tochter Aumann an die Börse geht? Wie profitiert die MBB davon?
    Wie siehst du die Zukunft von MBB?

    Vielen Dank auch mal für deine Mühe in diesem Blog und die guten und ausführlichen Erklärungen! Dies nimmt ja schon eine menge Zeit in Anspruch!

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    1. Aumann wird die nächsten Jahre stark wachsen und dazu investieren müssen. Mit heute 50% an Umsatz und mehr noch Gewinn des MBB-Konzerns erwächst MBB hier einerseits ein Klumpenrisiko, andererseits würde man Aumann auch nicht unerhebliche Mittel aus dem MBB-Cashbestand reservieren müssen, um das Wachstum nicht nur über Fremdkapitalaufnahme (bei Aumann) generieren zu können. Daher glaube ich, dass MBB die Gunst der Stunde nutzen will, um Aumann selbständig zu positionieren und so auch die Möglichkeit von eigenen Kapitalmaßnahmen, wie Kapitalerhöhungen, zu eröffnen. Bei denen MBB nach meiner Einschätzung dann mitgehen könnte/würde, um seinen Anteil nicht auf unter 50% verwässern zu lassen.

      MBB hatte per Ende März 2016 ungefähr €15 Mio. an liquiden Mitteln ausgewiesen. Hinzu kommt der damals angenommene Free Cashfow für 2016 in ähnlicher Größenordnung - es dürfte eher mehr geworden sein. Man steht dies bezüglich also besser dar als vor der Aumann-Übernahme. Kommen nun noch zwischen €150 uns €200 Mio. hinzu durch das Aumann-IPO steht MBB vor ganz anderen Dimensionen, auch was die Größe der Targets angeht. Analog zu Warren Buffetts Wortspiel würde MBB anstelle eines Luftgewehrs künftig mit der Elefantenbüchse auf die Jagd gehen. Auch aus diesem Grund glaube ich nicht, dass Nesemeier bereits ein passendes Target konkret im Auge hat, für das er die Mittel aus dem Aumann-IPO benötigen würde. Die Suche wird in der neuen Größenordnung erst nach dem erfolgreichen IPO starten. Bis dahin blickt man sich eher in der bewährten Dimension um, also auch bei Add-ons für die übrigen Töchter. Und momentan wird ja bei Aumann auch kräftig in Wachstum investiert, das hat aktuell für MBB Vorrang, denke ich.

      Unter dem Strich kann man festhalten, dass MBB für seine knapp 93%, die man beim Aumann-IPO abgeben wird, ein Vielfaches des beim Zukauf der Claas Fertigungstechnik und Aumann-Gruppe eingesetzten Kapitals erlösen wird. Und dennoch Mehrheitsaktionär an der aus diesen beiden Firmen gegründeten Aumann AG bleiben wird.

      Daher denke ich, dass MBB auch künftig herausragende Ergebnisse bei seiner Beteiligungsauswahl treffen wird. Auch wenn es mitunter etwas länger dauert als bei anderen. MBB ist allerdings kein Finanzinvestor, sondern man baut eine Industrieholding auf. Der Weiterverkauf von Unternehmen steht nicht im Mittelpunkt, sondern die Integration in den Konzern und die dortige Wertschöpfung.

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  9. Hi Michael,

    was hälst eigentlich von der Susan Levermann-Strategie. Als Börsen-Neuling habe ich nach diesem System die Aktien Eyemaxx Real Estate und Deutsche Lufthansa gekauft. Und bin bisher nicht enttäscht worden. Beide AKtien sind gut im Plus.

    Emil

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    1. Sie scheint zu funktionieren, wobei ich kein Freund eines solchen starren Systems bin. Zu Eyemaxx ist allerdings zu sagen, dass es ein Wikifolio gibt, das nach der Levermann-Strategie vorgeht. Dieses Wiki ist ziemlich erfolgreich und wird gerade ziemlich stark beworben und in der Presse gehypet. Auch deshalb hat es große Mittelzuflüsse (aktuell sind mehr als 36 Mio. Euro in diesem Wiki investiert) und da es Eyemaxx in seinem Bestand hat (mit 12,3% hoch gewichtet), müssen alleine deswegen immer mehr Eyemaxx-Aktien für dieses Wiki gekauft werden. Inzwischen hält das Wiki einen nicht geringen Anteil des gesamten Streubesitzes. Sollte dieses eine Wiki jemals die Eyemaxx-Aktien verkaufen wollen, dann wird der Kurs vermutlich ins Bodenlose abstürzen, weil diese Menge dann gar nicht mehr am Markt platziert werden kann. Ich betrachte das als ziemlich kritisch und diese Problemstellung ist eine meiner größten Kritikpunkte am Wikifolio-System. Beim Kursanstieg freuen sich alle, beim Ausstieg kann es zu einem Crash in der betreffenden Aktie kommen. Und auch alleine dann schon, wenn zu viele Anleger viel Geld aus diesem Wiki abziehen, denn dann werden entsprechend Aktien des Wikis auf den Markt geworfen. Bei Siemens oder Vonovia ist so etwas kein Problem, bei marktengen Werten wie Pferdewetten.de oder Eyemaxx aber schon.

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    2. Vielen Dank für deine fundierte Einschätzung zu Eyemaxx. Dass ein Wikifolio in Eyemaxx investiert ist, war mir bisher nicht bekannt. Die Problematik sehe ich nun auch. Allerdings habe ich zu dem von dir geschilderten Szenario noch eine grundsätzliche Frage: Wenn der Kursverlust nichts mit dem inneren Wert eines Unternehmens zu tun hat - in unserem Szenario entziehen die Anleger einem Wiki-System ihr Vertrauen, dadurch kommt es zu massiven Kursverlusten eines im Wiki stark gewichteten Unternehmens - dann sollte sich der Aktienkurs mittel- bis langfristig doch wieder erholen und steigen. Oder gilt es nicht für marktenge Werte?

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    3. Theoretisch schon. In der Praxis kann das aber lange dauern, weil es ja zu einem massiven Vertrauensverlust der Anleger in die betreffende Aktie führen kann. Nehmen wir an, es gibt nur 1 Mio. Aktien und davon sind nur 10% in Streubesitz. Von diesen 100.000 Aktien hat inzwischen das Wiki die Hälfte im Bestand, weil ihm immer Mittel zugeflossen sind und daher immer weiter automatisch diese Aktien gekauft wurden. Wodurch der Kurs anstieg. Und auch andere Anleger kauften diese Aktie, weil sie sich prächtig entwickelte. Alle sind im Glück. Bis das Wiki verkauft - oder verkaufen muss, weil z.B. massiv Gelder aus dem Wiki abgezogen werden. Also werden nach Gewichtung im Wiki entsprechend Aktien verkauft, auch unser marktenger Wert. Der Kurs fällt. Und nun verkaufen auch andere Anleger außerhalb des Wikis - immer mehr Aktien kommen auf den Markt, dabei gibt es kaum Käufer. Der Kurs fällt stark. Passiert dies nun noch in einer Phase, wo es allgemein an der Börse stärker abwärts geht, werden Anleger auch noch mehr Geld aus dem Wiki abziehen und der Kurs der einen Aktie damit noch mehr unter Druck gesetzt. Es folgt ein sehr starker Kursverlust - und d Anleger immer hinter den Kursbewegungen irgendein Geheimnis und/oder eine Schweinerei vermuten, könnten sie auf Dauer von dieser Aktie die Nase voll haben. Und wenn das Wiki und die ehemaligen freien Aktionäre die Aktien erst einmal nicht wieder kaufen, dann erholt sich der Kurs auch nicht so schnell wieder - egal, ob das Unternehmen fundamental gut dasteht oder nicht. Das Wikifolio-Prinzip ist bei marktengen Titeln ein Raketenturbo - aber in beider Richtungen!

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    4. Herr Kissig , das mit dem Wikifolio ist schlechtweg falsch! Ein Wikifolio ist ein virtuelles Portfolio, welches durch ein, darauf aufgelegtes Zertifikat ( von Lang & Schwarz), abgebildet wird! Wie geagt, das Wikoflio-Portfolio ist rein virtuell und auch für das ( darauf aufgelegte Zertifikat) real handelbare Zertifikat ist es keine Bedingung , auch nur ansatzweise die Werte des Wikifolios zu beinhalten!! Es bildet als Derivat nur den zugrundeliegenden Index ab und geht evtl. auch Absicherungsgeschäfte ein. Das ein Wikifolio große Bestände eines Wertes hat und diese bei Investition vergrößert ist falsch. Wer das glaubt, hat ein Wikifolio und das darauf handelbare Zertifikat schlechtweg nicht verstanden !!!

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    5. Ich behaupte nicht, dass ich die Hintergründe bzgl. Wikifolio komplett verstanden habe. Aber... was ich hier wiedergegeben habe, sind die Darstellungen einiger Wikifolio-Betreiber aus dem Diskussionsboard wallstreet-online. Ich hatte den Eindruck, dass die ziemlich genau wissen, von was sie reden. Daher habe ich diese Auffassung übernommen und sehe sie als Fakt an.

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    6. Ich betreibe selbst ein Wikifolio! Fakt 1 : Ein Wikifolio ist rein virtuell, also nicht real ! Fakt 2: Das zugrundeliegende real handelbare Zertifikat bildet dieses Wikifolio ( diesen Index) ab, ohne notwendigerweise dessen Werte zu beinhalten. Auch das Investitionsvolumen in dem Zertifikat hat keinen Einfluss auf die Positionsgrößen. Ein Zertifikat ist ein Derivat, und dessen Emittenten bilden immer ein entsprechenden Index ab, der durchaus viele, tolle Aktien beinhaltet. Aber das jeweilige Zertifikat beinhaltet diese Werte nicht, meist keinen einzigen, der Emittent sichert sich anderweitig ab!
      Herr Kissig, ich halte viel von ihnen und sie machen tolle Arbeit, aber hier liegen sie einfach falsch.

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    7. Sehr interessanter Artikel zu Wikifolios; auch die Kommentare sind lesenswert. Insbesondere zur Frage, ob Aktien real gekauft werden (was für Nebenwerte bejaht wird).

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    8. Ist ja nicht zu übersehen, dass der Autor neidisch auf den Erfolg mancher Wikifolios ist und versucht sie schlecht zu reden, weil sie besser performen als er selbst. Speziell bezieht er sich dabei wohl auf die Wikifolios von Junolyst, wie man zwischen den Zeilen rauslesen kann. Fakten präsentiert der Autor jedenfalls keine.

      In den Kommentaren geht der Chefredakteur etwas näher auf das Problem der gekauften Aktien ein, liefert allerdings auch nur Vermutungen, dass Wikifolio die Aktien kaufen müsste, um sich gegen Kurssteigerungen abzusichern.

      Wenn denn die Aktien wirklich real gekauft werden proportional zum investierten Kapital und diese Käufe/Verkäufe so einen großen Einfluss auf den Kursverlauf haben, dass sie die Kurse zweistellig nach oben oder unten treiben können, wie der Autor schreibt, dann würde Wikifolio doch einen enormen Verlust dabei machen, wenn z.B. ein Trader eine Position komplett verkauft und beim Verkauf der realen Aktien der Kurs in den Keller geht.

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    9. Tasächlich kauft Lang& Schwarz im Hintergrund die in den Wikifolios gehaltenen Wertpapiere , Quelle: Bericht des Treuhänders.
      https://www.ls-tc.de/de/wikifolio/treuhand-berichte
      Der Bericht unter Godemodertrader trifft somit wohl zu.

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  10. Lieber Herr Kissig,

    vielen Dank vorab für Ihre tolle Arbeit hier in diesem Blog, für den ich regelmäßig die Werbetrommel rühre.

    Ich spiele derzeit mit dem Gedanken bei Hypoport nach der kleinen Korrektur erstmalig einzusteigen.
    Was sehen Sie hier für eine faire Bewertung an ? Wenn ich Sie richtig verstanden habe ist vor allem Europace als Burggraben zu verstehen, da die Banken in Zukunft nicht drum rum kommen werden dies für sich zu erschließen.

    Wie sehen Sie die Aussichten für die Aktie, wenn in den nächsten Jahren der Bauboom nachlassen sollte und der Zins schrittweise angehoben wird? Sind Sie nach wie vor bullish ob des Geschäftsmodells?

    Vielen Dank und schöne Grüße

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    1. Der Trend, dass immer mehr Menschen in die Metropolen ziehen und dem ländlichen Raum den Rücken kehren, wird noch über viele Jahre weitergehen. Insbesondere auch, weil junge Menschen sich vom Status Symbol Auto abkehren und eher auf andere Dinge größeren Wert legen. Was zur Folge hat, dass sie zur Fortbewegung auf ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz angewiesen sind, was aber allenfalls in den Metropolen zur Verfügung steht.

      Es wird also selbst bei steigenden Zinsen auf absehbare Zeit nicht zu einer deutlichen Nachfrageeintrübung bei Baudarlehen kommen. Und der Kostendruck der Banken sowie das Verhalten der Kunden wird immer mehr dazu führen, dass die Bankgeschäfte online abgewickelt werden. Hypoport ist hier, wie auch Marktführer Interhyp, bestens aufgestellt und wir ein großer Profiteur sein und bleiben. Hinzu kommt die große Phantasie im Versicherungsbereich, wo der Umbruch in der Branche gerade erst losgeht. Für mich bleiben daher schwache Börsentage Kauftage für Hypoport.

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  11. Hallo Michael, Apollo Investment schüttet demnächst die Quartaldividende aus. Der Aktionär hat bis 21.12.2017 die Wahl zwischen Aktien im Verhältnis 40,5333:1 oder Auszahlung der Dividende. Wie würdest du hier verfahren? Gibt es hier einen unterschiedlichen steuerlichen Aspekt je nach Wahl zu beachten? Vielen Dank

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    1. Kann ich Dir nicht wirklich beantworten, da ich meine BDCs in Euro in einem Depot bei einem Deutschen Broker habe (comdirect). Und die bieten diese Wahlmöglichkeit für BDCS (und vermutlich alle ausländischen Aktien) nicht an; es gibt immer die Bardividende. Ich habe also keine praktischen Erfahrungen, inwieweit man bei Wahl der Aktiendividende ggf. dies in Deutschland separat versteuern muss. Vielleicht hat aber jemand anderes schon diese Erfahrung gesammelt und mag das hier kommentieren?

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    2. Hallo,
      es ist korrekt, alle Banken (die ich kenne) bieten keine Wahldividende bei amerikanischen (und den meisten anderen ausländischen) Aktien an. Eine Aktiendividende wird genauso steuerlich behandelt wie die Bardividende. Du zahlst also keinen Cent mehr oder weniger.
      Meistens erhältst du die Bardividende für all deine Aktien, die du versteuerst. Und dann wird dir wie bei einem Kauf, eine Order ohne Provision mit den neuen Aktien eingestellt. Und die "zahlst" du dann mit der Bardividende.

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    3. Die Onvista hat mich regelmäßig wegen der Wahlmöglichkeit bei Main Street Capital angeschrieben, welche ja auch ein amerikanischer BDC ist. Habe aber darauf immer verzichtet da die Einbuchung wie ein Aktienkauf läuft und entsprechend teuer ist.

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  12. Hallo, warum sind in deinem Depot keine China Technolgie Werte wie Alibaba, Tencent (gut wäre über Naspers abgefeühstückt), JD.com, Baozun und keine E-Mobility Werte wie Geely, BYD, Samsung SDI, Orocobre, Lion E-Mobility ?
    Frohe Weihnachten und beste Grüße

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    1. China-Aktien meide ich. Das Land bietet keine gefestigten rechtsstaatlichen Strukturen, die Bilanzen können/werden geschönt (sowohl bei Unternehmen als auch beim Staat), ich habe keinen Bezug zu Asien und zur dortigen Mentalität und da viele der großen Unternehmen, aber auch schon Mittelständler, in China aktiv sind, habe ich genug China im Depot. Kann Alibaba schneller wachsen und höhere Gewinne einfahren als Amazon? Möglich. Amazon kann ich - subjektiv - aber wesentlich besser einschätzen, warum sollte ich mir ein vergleichbares Unternehmen heraussuchen, nur weil es evtl. noch besser sein könnte? Was ich nicht beurteilen kann? Um es mit Buffett zu sagen. Asien, Südamerika und Afrika befinden sich nicht in meinem Circle of Competence. Und solange ich in Europa und Nordamerika ausreichend interessante und aussichtsreiche Unternehmen finde, verspüre ich nicht den Drang, mich noch woanders umzusehen. Was nicht heißt, dass es dort keine lukrativen Investments gibt. Unbestritten, die gibt es. Aber eher nicht für mich.

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  13. Hallo Michael,

    Du hast Dich bisher als ausgesprochnere Kritiker der Kryptowährungen geoutet. Nun hat Zuckerberg offiziell bestätigt, das er sich mit Blockchain und Kryptowährungen näher auseinandersetzen möchte.

    Ein FacebookCoin scheint zumindest sehr wahrscheinlich zu sein, weil für Facebook nur Vorteile bringen würde. Davon geht auch Florian Homm aus. Amazon und Google sollen angeblich auch entsprechende Planungen haben.

    http://www.chip.de/news/Bitcoin-bei-Amazon-Facebook-und-Google-Kryptowaehrung-sorgt-fuer-schlaflose-Naechte_131451015.html

    Ist es nicht jetzt an der Zeit die Facebook-Aktie zu verkaufen? Ich halte sie auch im Depot, genauso wie Bitcoins.

    Grüße
    Martin

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    1. Also hier verwechseln ständig einige etwas...Michael ist einzelnen Kryptowährungen gegenüber kritisch. Und das sollte man auch, wenn in einigen Anlegermagazinen mittlerweile öfter über Kryptowährungen berichtet wird als über Blue Chips.
      Blockchain als Technologie hingegen ist sehr interessant...!

      Auch ich halte ca. 10 Kryptowährungen, aber nur als reinen Zock!

      Wenn aber die Muddi von nebenan erzählt, sie kauft sich Bitcoins und will damit reich werden, dann ist ihre Motivation vielleicht OK. Wenn sie aber gleichzeitig von Berkshire Hathaway noch nie was gehört hat und dabei wohl eher auf einen amerikanischen Popstar statt auf eine der solidesten Aktieninvestmens weltweit tippen würde, dann läuft gerade etwas gewaltig schief!!

      Djerun!

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    2. Michael hat sich klar gegen Kryptowährungen positioniert. Folglich unterscheidet keine "guten" von "schlechten" Kryptowährungen. Eigentumsübertragung also auch Zahlungsabwicklung ohne Drittparteien ist die primäre Anwendung der Blockchain.

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    3. Ich sehe die Blockchain als eine Technologie der Zukunft an. Krypotowährungen nicht (unbedingt). Welchen Mehrwert bieten Kryptowährungen denn? Es sind private Währungen - aber ich habe kein Problem damit, dass Währungen von Staaten herausgegeben werden. Kaum jemand bezahlt mit Kryptowährungen und kann ich nicht mehr mit Geld bezahlen? Wie bemisst sich denn der "Wert" von Bitcoins oder den anderen? In Geld. Ausschließlich in Geld. In Dollar, in Euro. Funktioniert die Wirtschaft ohne Kryptowährungen? Ja. Und ohne Geld? Nein. Nicht heute, nicht morgen, vielleicht nie. Was kann eine Kryptowährung, das Geld nicht kann? Nichts. Außer eine Unmenge an Energie völlig sinnlos zu verbrauchen. Das Coinmining wird zum ernsthaften Klimaproblem - und alleine deshalb schon wird es zunehmend kritischer betrachtet von jenen, die sich die Klimaerwärmung Sorgen machen.

      Aktuell sind Kryptowährungen fast ausnahmslos Zockeranteile. Der eigentlich sinnvolle Schöpfungsgedanke ist längst pervertiert worden von der Gier derjenigen, die schnell reich werden wollen. Wer einen leeren Börsenmatel sein eigen nennt, firmiert den um in Blockchain-Krypot-Irgendwasmist und die Aktien explodieren um tausend Prozent oder mehr. Und das ist keine Blase? Hallo? Das ist Gier im Endstadium.

      Also, ich stehe der Blockchain-Technologie wohlwollend gegenüber. Ich sehe durchaus mittel- und langfristig Potenzial für Kryptowährungen. Aber ich halte nichts vom gegenwärtigen Hype und wer so etwas als Investment bezeichnet, hat den Neuen Markt nicht mitgemacht. Damals waren es keine Tulpen, sondern IPOs und Medienrechte. Und natürlich B2B- und B2C-Geschäftsmodelle, die alle ohne Kunden, ohne Umsätze und ohne Gewinne auskamen. Aber mächtig PR-Getöne. Und ich wage zu behaupten, dass am Ende der Bitcoinblase einige wenige extrem reich sind und die meisten fast alles verloren haben werden, was sie in die Blase gepumpt haben. So läuft es bei jeder Blase. Es gibt einfach nicht genug goldene Fallschirme für alle, wie bei jedem Schneeballsystem. Die letzten beißen die Hunde. Der Unterschied zu vorherigen Blasen ist allerdings, dass diese platzen kann/wird, ohne das die Realwortschaft mit in den Abgrund gerissen wird. Insofern gönne ich jedem seine Spekulationsgewinne und sehe dem Knall gelassen entgegen. Die Technologie wird die ganzen Zocker überleben, auch das dürfte feststehen...

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    4. "Bitcoin ist Betrug", "Bitcoin ist eine Tulpenzwiebel", "Bitcoin ist ein Energiefresser", "Bitcoin ist ein Pyramidensystem", "Bitcoin ist nur etwas für Kriminelle", "Bitcoin wird platzen", und, und, und.

      Wie bemisst sich der Wert von Fiat-Geld?

      Kannst Du als Normalsterblicher gegen Inflation vorgehen?

      Kannst Du Dir mit deinem Gehalt in 10 Jahren wenigstens die Hälfte von dem leisten, was du Dir heute leisten kannst?

      Sind die Transaktionskosten bei Geldtransfer über Banken vernachlässigbar gering?

      Werden Devisenkurse nicht manipuliert?

      Wem haben wir die Blockchain zu verdanken, nicht etwa dem Bitcoin-Gründer?

      Hätte Blockchain ohne den Hype auch den gleichen Stellenwert wie heute?

      Würde Kryptowährungen überhaupt ernst nehmen, wenn es den Bitcoin-Hype nicht gäbe?

      Lässt sich das Energie-Problem nicht leicht mit Proof of Stake umgehen wenn die Community dazu bereit ist?

      Ist es nicht nur ein Vorwand um Bitcoins loszuwerden (siehe jetzt China)?

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    5. Ah, endlich eine Verschwörungstheorie. Kritik an Bitcoins kann nicht substanziell sein, es müssen finstere Absichten dahinter stecken, ein "Vorwand, um Bitcoin loszuwerden".

      Zu meinen Ausführungen hast Du leider nichts geschrieben.

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    6. Was ich nicht verstehe: Weshalb haben immer alle etwas gegen die Inflation? Diese wied immer als etwas Schlechtes dargestellt, aber sofern sie sich im niedrigen Bereich kiegt (d.h. 1-2%), dann ist das durchaus positiv für die Wirtschaft, welche schlussendlich auch durch die Vergabe von Krediten (und damit zusammenhängend dem Konsum) angekurbelt wird. Wenn wir keine Inflation mehr hätten (oder schlimmer noch: wenn eine dauernde Deflation bestünde), dann würde dies zum Sparen (oder anders formuliert: zur Nicht-Ausgabe des Geldes) animieren. Konklusion: Der Wirtschaft ginge es schlechter und eine höhere Arbeitslosigkeit wären die Folgen. Und als „Normalsterblicher“ kann man insofern gegen die Inflation vorgehen, indem man langfristig in Aktien investiert. Das hingegen ist den meisten Bürger zu riskant... aber bei Kryptowährungen werden sämtliche Bedenken dann doch wieder ausgeblendet (was irgendwo doch paradox ist!?).

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    7. @Michael Auf Deine Ausführungen bin ich indirekt bei meinen Fragen eingegangen. Der "Vorwurf" mit dem Vorwand war nicht auf Dich bezogen sondern auf China. Wer verbietet dort Bitcoin-Mining, weil es zu viel Eniergie kostet? Natürlich die Chinesiche Zentralbank :-) https://www.heise.de/newsticker/meldung/China-nimmt-angeblich-Bitcoin-Miner-ins-Visier-3936191.html

      @dbc1610 Ich sage ja nicht, dass Bitcoin die Ideallösung ist. Bei EOS z.B. wird zunächst eine fixe Coinzahl ausgegeben, danach wird es auch inflationiert. Wieviel Prozent die Inflation betragen darf, entscheidet die Community.

      Mein Ansatz ist, dass die dezentralen Blockchains wie Bitcoin als Community-Lösung übereben werden, weil sie ein Stück Demokratie bedeuten. Genauso wie Linux und die gesamte Open-Source-Bewegung überlebt haben.

      Die kommerziellen Blockchains werden allerdings einen anderen Ansatz fahren, privat und teils zentralisiert. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Facebook eine dezentrale Währung einführt. Wenn es einen FacebookCoin gibt, dann wird er auch von FaceBook ausgegeben. Dazu kann ich dieses hervorragende Buch empfehlen: https://www.amazon.de/Blockchain-Grundlagen-Einf%C3%BChrung-elementaren-Schritten/dp/3958456537

      Mein Problem mit dem Bitcoin ist der fehlende Datenschutz, eine öffentlich transparente Blockchain, macht im Sinne des anonymen Geldtransfers keinen Sinn. Deswegen sind andere Coins für mich interessanter. Will aber nicht ausschließen, dass Bitcoin sich als digitaler Werthalter durchsetzen wird.

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    8. Als erster springt Kodak auf den Zug - der KodakCoin soll bald kommen.

      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10186619-kodakcoin-aktie-erlebt-spektakulaeres-comeback

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    9. Ich denke wir sind noch nicht in der Endphase der Altcoin-Bubble und ob es eine Bitcoin-Bubble gibt, sei dahin gestellt.

      Ich denke hier muss man ganz klar Unterscheiden:
      - Ideologische Investitionen (das was Bitcoin 7 Jahre lang war)
      - Tokens, welche wirkliche Probleme lösen können (Ethereum, IOTA vielleicht?)
      - Abzocktokens und/oder die welche weder sinnvolle Lösungen für ein Problem anbieten und/oder nur auf dem Papier existieren (EOS, Tron, Cardano..)

      Die Parallelen zur DotCom sind gravierend, jedoch mit einem Unterschied: In der DotCom wurde von vielen Leuten gekauft. In der Crypto-Welt sind es immer noch sehr wenige Leute, da es 1. sehr umständlich ist einzusteigen und 2. die meisten Platformen limitiert (Kaufmenge) sind.

      Dass es für viele ein böses Erwachen geben wird ist klar. Aber als kleine Beistreuung gehören sie für mich unbedingt in ein Portfolio.
      Btw. Die Amazon Aktie war nach der DotCom Bubble nur $5 wert. Ähnliches könnten wir auch hier sehen.


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    10. Also Facebook scheint jetzt ernst zu machen. Laut Medienberichten werden auf dem Weg zum FacebookCoin jegliche Werbeanzeigen zu anderen Kryptowährungen von Facebook verbannt. Angeblich will man Nutzer vor Betrug schützen, tatsächlich werden Zuckerbergs Pläne einen eigenen Coin herauszubrigen wohl konkreter.

      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10247810-facebook-kriegserklaerung-bitcoin-ethereum

      Ich glaube aber immer noch nicht, dass ein FacebookCoin kommt, so ein riesiger Konglomerat wird doch niemals eine Konkurrenz-Währung zum Fiatgeld schaffen.

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  14. Hallo Michael,

    Erstmal vielen Dank für deinen tollen Blog. Du hattest ja schon bereits zwei Artikel zu Leoni geschrieben. Einmal als du deine Case vorgestellt hast und dann nochmal das kurze Update zu den gesamten Autozulieferern.
    Nach den gestrigen Zahlen ist die Aktie ja ziemlich abgestürtzt. Der Markt bemängelt ja die Profitabilität und den negativen Cash Flow. Ist deine Case immer noch intakt und siehst du das ganze langsam auch etwas kritischer?

    Danke!

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    1. Die Automobilwerte und auch die Zulieferer, wie Leoni, leiden allesamt unter Dieselgate und der Ungewissheit über die neuen Abgastests - und natürlich wegen der drohenden Strafzölle. Viele Hersteller haben massiv auf Halde produziert und dieser Stau wird irgendwann in den Markt gedrückt werden, was zulasten der dann tagesaktuellen Produktion gehen muss und wird. Eine verringerte Produktion bei den Autoherstellern führt aber zwangsläufig zu reduzierten Mengen und Gewinnen bei den Zulieferern. Und die können sich ja nicht aus dem Stand einfach andere Kunden suchen oder in andere Branchen expandieren. Da besteht eine sehr große Abhängigkeit.

      Momentan ist kaum absehbar, wie weit die Kurse in der Branche noch fallen werden. Die Kurse sind zwar stark psychologisch getrieben, aber eben auch mit einem ernsten fundamentalen Kern. Den man nicht quantifizieren kann. Momentan ist die gesamte Branche eine Blackbox und das gilt auch für Leoni und deren Perspektiven.

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  15. Hallo Michael,

    warum hast JNJ verkauft? Und Mastercard hast du neu gekauft, oder nur auf die Watchlit genommen?

    BG
    Jaykay

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    1. Nein, ich habe Johnsons & Johnson wirklich verkauft und von der Liste gestrichen, während ich MasterCard gekauft und auf die Liste gesetzt habe. Dazu werde ich auch noch einen ausführlicheren Artikel schreiben. Aber in Kurzform geht es um den Burggraben.

      JNJ: Bei meinem Investment in JNJ war ich hauptsächlich am "Nicht-Pharma-Bereich" interessiert. Das lief auch eine Zeit lang gut, während Pharma so lala lief. Zuletzt steuerte der Pharmabereich aber immer mehr zum Ergebnis bei und der Kurs hat sich von seinem Zwischentief erfreulich erholt. Beides in Kombination hat mich zum Glattstellen veranlasst.

      MasterCard: MasterCard hingegen läuft und läuft und läuft. Das Unternehmen hat (wie VISA) einen gewaltigen Burggraben in Form seiner zigtausend Akzeptanzstellen. Die große Befürchtung, das würde mit Smartphone-Pay alles vorbei sein, weil niemand mehr eine Kreditkarte (und damit VISA oder MC benötige), scheint kaum valide. Vielmehr gehen die potenziellen Herausforderer Kooperationen mit VISA und MC ein. Wie jüngst Amazon mit VISA bei der neuen Kreditkarte für Prime-Mitglieder (die ich mir auch gegönnt habe). Gleichzeitig wird die Bedeutung von Bargeld weiter abnehmen und immer häufiger bargeldlos bezahlt werden. Daher sehe ich VISA und MasterCard auch künftig weiter deutlich wachsen - für MC habe ich mich entschieden, weil es der kleinere der beiden Anbieter ist und daher noch mehr Wachstumsmöglichkeiten bietet (Akzeptanzstellen in Deutschland ca. 30.000 bei VISA, ca. 20.000 bei MC). Insgesamt hat MasterCard aber einen stärkeren Fokus auf internationales Wachstum gelegt als VISA. Auch das scheint mir attraktiver.

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  16. Hallo Michael,

    du setzt ja seit je her sehr stark auf Beteiligungsgesellschaften und hast da schöne Renditen gemacht die letzten Jahre da die BG's vom allgemeinen starken Kursanstieg voll profitiert haben. M.M.n. könnte es jetzt aber vorbei sein mit diesem Trend für die BG's, da der Markt volatiler ist und die nächsten Jahre nicht mit einer Fortsetzung der Kursanstiege zu rechnen ist. Im Falle von sinkenden Kursen sind die BG's ja direkt betroffen, da ihre Beteiligungen an Wert verlieren und steigend Zinsen wären zusätzlich schlecht fürs Geschäftsmodell.
    Ich glaube dass deshalb die Aurelius, DGAB, MBB u.a. ja alle schon deutlich (bis zu 35%) korrigiert haben. Was machst du jetzt? Kaufst du nach ("Kaufen wenn Kanonen donnern")? Oder verkaufst du um Cash zu haben für tiefer Kurse? Oder denkst du evtl. sogar über eine Branchenrotation nach weg von den BG's?
    Mich würden deine strategischen Gedanken zu den BG's sehr interessieren und wäre dir dankbar, wenn du sie mit mir/uns teilst !
    Herzliche Grüße und vielen Dank für deinen Blog !!
    Johannes

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    1. Hallo Michael ,
      (und Hallo Johannes),

      genau dieselben Gedanken habe ich mir auch gemacht. Ich mag Investitionen in kleinere Unternehmen, abseits des Mainstream, und hier insbesondere die deutschen BGs.

      Ich habe, entgegen meiner Natur, kürzlich auch mal einige andere Positionen glattgestellt, so dass ich tatsächlich mal ca. 10 % Cash halte. Normalerweise bin ich eher nahe "All in". Jetzt juckts mir natürlich schon wieder in den Fingern, die Kurse schreien mich quasi an.

      Gleichzeitig betrachte ich das kommende Marktumfeld kritisch. Ich gehöre nicht zu den Crash-Jüngern und glaube, dass wir noch eine Jahresendrally sehen. Und ich glaube auch, dass es wir noch nicht am Ende des Bullenmarktes sind. Eben weil das aktuelle alle meinen. Allerdings dürfte auch klar sein, dass wir nicht die kommenden fünf Jahre weiterhin gerade hochmarschieren. Das Marktumfeld wird zunehmends schwieriger.

      Wie sind deine Erfahrungen, wie schlagen sich die kleineren Werte in einer ausgedehnteren Korrektur, einem volatileren MArkt oder in einem starken Rücksetzer (nennen wir es mal "Crash")??

      Vorteilhaft dürfte für Blue CAp oder MBB zum Beispiel ja sein, dass sie nicht in den großen ETF sind und somit auch nicht unmittelbar von der Masse mit abverkauft werden. Die aktuelle Rücksetzer sprechen aber Bände dazu, was da noch kommen kann.

      Besten Dank,
      Beste Grüße
      AK

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    2. Wenn man jetzt Aktien verkauft, "nur" um Cash zu haben falls die Kurse weiter fallen und man dann möglicherweise tiefer wieder einsteigen kann, dann ist das reines Markettiming. Man schaut nicht auf die Unternehmen, sondern nur auf die Kurse. Das kann und will ich nicht.

      Aber natürlich schaue ich in meinem Depot, welche Unternehmen anfällig(er) sind und überlege, hier andere Gewichtungen vorzunehmen.

      Wenn die Kurse/Bewertungen fallen, sind auch die Beteiligungsgesellschaften betroffen, klar. Schaut man auf Blue Cap oder MBB, dann sind das Mittelstandsholdings. Man ist direkt an einem Teil der deutschen Wirtschaft beteiligt. Auf mittlere und lange Sicht war das in den letzten 70 Jahren zu jedem Zeitpunkt eine gute Entscheidung. Und auch wenn die Konjunktur etwas nachlässt und wenn deutsche Unternehmen stärker vom Export abhängen und somit von Handelshemmnissen stärker betroffen sein können, steuern wir ja nicht auf eine Wirtschaftskrise zu. Für einen allgemeinen Exitus sehe ich keinen Grund.

      Und gerade bei Beteiligungsgesellschaften gehören ja kaufen und verkaufen zum Businessmodell. Zuletzt war es immer schwieriger für sie, zu attraktiven Preisen neuen Beteiligungen eingehen zu können. Der Vorteil momentan könnte sein, dass sich die Erwartungen der Verkäufer auch wieder etwas reduzieren und daher die Beteiligungsgesellschaften auf der Käuferseite wieder attraktiver einkaufen können. Und das sind ja deren Unternehmensgewinne von morgen...

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  17. Ich finde die Fintech Group auch sehr günstig zurzeit. Die Firma entwickelt sich weiter, die Kundenanzahl wächst, die Transaktionen auch. Und die neue Partnerschaften mit der Österreichischen Post, das wird zunehmend interessant. Wer weiß wie groß sie noch werden...

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    1. Ja, die FinTech Group ist weiterhin aussichtsreich. Allerdings werden sie in nächster Zeit massiv investieren und dem entsprechend Kostentragen müssen für ihr neues Projekt in Österreich. Hinzu kommt die Verwässerung durch die Beteiligung der Ösi-Post, auch das muss der Gewinn je Aktie erstmal verdauen. Aber mittel- und langfristig bietet die FinTech Group weiteres Potenzial.

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    2. Der Deal mit der Ösi-Post ist geplatzt... Was soll man noch dazu sagen...Damit ist mein Vertrauen in das Management der Fintech Group auch geplatzt. Je nachdem wie die Aussage des Managements ist, werde ich eine Verkaufsentscheidung treffen.

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    3. Der Deal zwischen Fintech Group und Österreichischer Post ist geplatzt, da die österreichische Bankenaufsicht mitgeteilt hat, die Fintech Group werde "die österreichische Banklizenz nicht vor 2020 erhalten". Das hebelt natürlich die bestehende Joint-Venture-Vereinbarung komplett aus, so dass ein einvernehmlicher Rücktritt hiervon der einzig gangbare Weg ist. Nun wird man schauen müssen, ob und ggf. wie man das Ziel doch noch gemeinsam erreichen kann.

      Ich hatte die Kooperation mit der Post von Anfang an eher kritisch gesehen wegen der hohen Anfangsinvestitionen und entsprechendem Druck auf das Ergebnis der nächsten ein, zwei Jahre. Der Kurs ist aber schön zurückgekommen, so dass dieser negative Impact eingepreist sein sollte. Die heutige Meldung hat mich veranlasst, knapp unter 19 Euro meinen Bestand bei der Fintech Group aufzustocken. Auf diesem Kursniveau sollten die Chancen auf mittlere Sicht wieder klar überwiegen.

      Unabhängig davon, wie es jetzt mit der Ösi-Post weitergeht. Selbst wenn es keinerlei Kooperation mehr geben sollte, werden die die Fintech-Aktien nicht über die Börse abladen. Entweder wird aus der strategischen Beteiligung eine Finanzbeteiligung und man verkauft sie irgendwann (als Paket), oder die Fintech Group legt bei Kursen über 30 Euro ein Aktienrückkaufprogramm auf, das sich quasi fast alleine an die Ösi-Post richtet (Rocket Internet hat das vor einem halben Jahr genau so vorgemacht). Mir macht diese Beteiligung daher wenig Kopfschmerzen.

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    4. Na ja die Kooperation wäre ein wichtiger Wachstumstreiber für die Fintech Group. Wenn Du die Mitarbeiterbewertungen auf Kununu verfolgst, dann wirst Du sehen, dass sich Mitarbeiter über die zu hoch gesetzten Ziele beschweren, die nicht erfüllt werden können. Genau so ist es auch hier passiert. Das Management hat große Worte gelegt und vieles im Rahmen der Kooperation versprochen. Jetzt passiert doch nichts. Zum Einen ist das Vertrauen jetzt angeschlagen, zum Anderen ist das Wachstum damit beeinträchtigt. Über eine Aufstockung denke ic überhaupt nicht nach. Solange sie nicht eine weitere Alternative für Wachstum liefern.

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  18. Hallo Michael,

    erstmal ein frohes neues Jahr!

    Zur Zeit überlege ich ob ich bei den Sixt Vz einsteigen soll. Betrachtet man die Perfomance von Sixt gibt es keinen Grund warum der Kurs eingebrochen ist. Hier sieht es klar nach der puren Angst der Masse aus. Deshalb ein guter Grund einzusteigen.
    Das USA Geschäft macht einen sehr guten Eindruck.
    Was ich mich frage ist in wie weit Konjunktursorgen respektive Rezession (man weiss es noch nicht) Auswirkungen auf Sixt haben können.
    Wenn man mal in die Zukunft denkt, ist Leasing / mieten eher das Geschäft der Zukunft, weil mehr Menschen eher in Zukunft immer "seltener" ein Auto besitzen werden. In Asien wohl noch nicht aber der Trend wird dort auch irgendwann einmal einkehren.
    Ich überlege auch ob ich auch in einen Autobauer investieren soll. Hier bleibt noch abzuwarten was dort noch auf jene zurollt in Sachen Diesel.
    Produktionskonzepte der Zukunft wie z.B. BMW es umsetzt mit BMW iNext, wo Autos mit unterschiedlichen Antrieben je nach Bedarf in einer einzigen Fabrik produziert werden können.

    Wie siehst Du Sixt und BMW?

    viele Grüße
    Hans

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    1. Bei Sixt juckt es mir auch in den Fingern, die Zahlen stimmen. Ich denke es ist ein leicht zyklischer Wert, denn in einer Rezession gehen Geschäftsreisen und Tourismus zurück, so dass der Kursrückgang infolge einer Rezessionserwartung durchaus folgerichtig ist. Das Leasing-Geschäft dürfte dagegen azyklisch sein.
      Ich gehe davon aus, dass mieten bzw. carsharing (nicht leasen) in den Städten zunehmen wird, je weniger man dort mit günstigen Verbrennern gerne gesehen ist, je teurer die E-Autos bleiben und vor allem je autonomer die Geräte vor die Haustür bestellt werden können. Auf dem Land wird kaufen / leasen wohl noch recht lange die erste Wahl sein, denn hier verwehen alle Abgase schnell, man braucht die Kiste ohnehin dauernd und selbst der Besitz von teuren E-Autos wird durch das "kostenlose" Tanken (abgesehen von den Investitionen) per eigenem Solardach oder Windrad attraktiv.
      Fazit: Wenn man daran glaubt, dass Sixt es schafft, sich zu einem Mobilitätsdienstleister zu mausern als Alternative zum eigenen Auto, dann dürfte das sehr interessant werden. Die aktuell 500 Stationen sind dafür aber viel zu wenig, da müsste dann noch kräftig Gas gegeben werden. Ob Sixt dieses Ziel hat, weiß ich nicht.

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    2. Hans, Autobauer sind nichts für mich, alleine schon wegen der enormen Investitionen in die Fabriken. Wenn die sich mal verkalkulieren und am Trend vorbeibauen, haben die ein richtiges Problem. Hinzu gesellt sich die enorme Abhängigkeit von Zulieferern, wie man bei VW und Hastor gesehen hat. Auch BMW ist daher auf meiner NoGo-Liste.

      Sixt ist vermutlich der beste Auto-Leasingspezialist, den man bekommen kann. Und deshalb auch nicht wirklich preiswert. Bisher war Sixt dieses Premium immer wert und die Expansion in die USA bietet weiterhin enorme Wachstumschancen. Was man dort meines Wissens nach dort noch nicht anbietet, ist das Flottenmanagement (für Konzerne). Aber bei zunehmender Größe in den USA und mehr Standorten dürfte das irgendwann folgen. Für mich weitrhin der attraktivste Player in diesem Markt, wenn auch nicht der günstigste...

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  19. Ich denke nicht so kompliziert und brauche meistens keine 3 Minuten für eine Kaufentscheidung.
    Hier einige Beispiele:
    1. Autowerte sind Zykliker also kaufe ich sie dann, wenn die Verluste schieben und die Dividende streichen. Das führt zu massivem Verkaufsdruck und ich kann die Aktien zum KBV von ca. 0,3-0,5 kaufen. Dann warte ich einfach 3-5 Jahre bis alle über die tolle Dividende und das niedrige KGV jubeln. So macht man einen 2-5 Bagger. Ihr könnt ja einfach mal schauen, was wäre, wenn ihr zB. Daimler jedes mal gekauft hättet, wenn die Dividende gestrichen wurde und dann einfach ein paar jahre gewartet hättet. Die Dividende dürft bei der Berechnung nicht vergessen.

    2.Warum nicht Hertz anstelle von Sixt kaufen. KGV bei 2. Insider kaufen und Onkel Carl Celian Icahn ist zu viel höheren Preisen eingestiegen. Und Onkel Carl macht seine Hausaufgen sehr, sehr gut!!! mehr muss ich nicht wissen.

    3. Celgene steht jetzt bei ca 80$. Von BMY bekomme ich in 6-12 Monaten 59$ und eine BMY Aktie. D.h ich bezahle 21$ für einen Stallwart der jetzt ohne Celgene 4,10-4,30$ pro Aktie verdient und pro Quartal 41 Cent Dividene bezahlt. Also 0,41x4:21=7,8% Dividendenrendite. Mehr brauche ich nicht zu wissen...
    Ich habe hunderte solcher Beispiele.

    Investieren ist kein Rocket Science... es sei denn Ihr macht es dazu und versucht das Unmögliche zu tun, nämlich die Zukunft vorherzusehen.

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  20. Ein weiteres gutes Beispiel war Publity vor ein paar Monaten als die zw. 10-11€ standen. Olek kauft jeden Tag wie bescheuert seine Aktien zurück und sichert zu alle Aktien aus der Kapitalerhöhung zu übernehmen. Ist doch offensichtlich dass er mehr weiß als alle andern. War ein schöner dobblebagger innerhalb von 2-4 Wochen.
    ich glaube das Valueinvesting zu einfach für die meisten Menschen. Die versuchen sich einzureden, dass eins der größten Unternehmen der Welt die nächsten Jahre ein Wachstum von über 50% halten kann und beszahlen das 100fache der Jahresgewinne... Vieleicht wird es dieses mal anders aber die Statistik sagt was anderes. Keines der Top 10 Unternemen konnte in den letzten 500 Jahren ein Wachstum von über 15% über 5-10 Jahre halten. Mehr muss ich nicht wissen und würde deshalb niemals Amazon oder Netflix und co. kaufen.

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    1. Hi Moritz,

      "Keines der Top 10 Unternemen konnte in den letzten 500 Jahren" da hat der Mann schon recht.
      Apple, Google und Amazon wären Anfang der 2000er der richtige Einstieg gewesen.

      Gruss
      Thomas

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    2. Kleines Update seit meinen Käufen auf Kredit "im schlimmsten Börsenmonat seit 80 Jahren". Amira über 400%, Lannet über 300%, Imperial metals letzte Woche mit über 300% verkauft, Sequential Brands vor 2 oder 3 Wochen als Dobblebagger verkauft und gestern zurückgekauft... alles über 150% brauche ich gar nicht zu erwähnen, wie zB PCG oder Publity... ach ja mehr als die Hältfe des Kredites schon getilgt. Mit Contrairian kann theoretisch jeder viel Geld machen, praktisch nur die wenigsten...
      Gerade lade ich FTR und OMI richtig auf... update folgt

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    3. Wen , glauben Sie, interessiert das? Haben Sie keine Freunde, die Sie damit belästigen können?

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    4. Tut mir sehr leid "Anonym", wusste nicht, dass Sie die Börse nicht zum Geldmachen nutzen...

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    5. Lieber Moritz,
      bitte kein Update mehr!
      Danke!

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    6. Deine Performance kann sowieso keiner nachvollziehen. Deine 300% und 400% beziehen sich auf ein Kauf im Tiefpunkt und Verkauf, wenn der Kurs auf Allzeithoch ist. Das kann keiner außer der göttliche Investor Moritz :D
      Ach übrigens Du hast ein Wikifolio und es steht nicht so gut wie Du es hier beschreibst. Aber das Wikifolio ist ja nur zur Übersicht. Im Privaten läuft es 100-mal besser, da hast Du locker eine Performance von 100% seit Anfang des Jahres. Ach was, 200% es sind schon 3 Monate um :D

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    7. Amira 400% lächerlich...Der Tiefkurs bei 0,31 USD und jetzt steht die Bude bei 1,37 USD (ohne Spread zu beachten). Wie hast Du das denn bitte geschafft Großmeister? Ich lache mich kaputt, versuch mal wenigstens ein wenig zu rechnen, wenn Du Deine Performance zur Schau stellst :D

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    8. Ach Jungs, wenn man einem Hund ein paar Knochen vorwirft, ist der wenigstens dankbar...
      Ich habe in den letzten Monaten ja ein paar Werte hier erwähnt...einfach mal anschauen oder auf die Watchlist setzen und träumen...was wäre, wenn...
      Ob mir einer glaubt oder nicht, juckt mich genauso viel, wie mich die Aussagen von ausgewiesen Aktienexperten jucken...

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    9. Es juckt mich auch nicht, dass Du bzgl. Deiner Performance hier im Blog von Michael Lügen verbreitest. Ich möchte nur die Leute nur warnen, dass Deine Strategie nicht so erfolgreich ist wie Du hier verbreitest. Deine Performancezahlen sind rein kurstechnisch überhaupt nicht machbar, auch wenn man am Tiefpunkt kauft und am Hochpunkt verkauft. Und das kann keiner. Außer Du...

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    10. Menschen wie Moritz leiden unter einem geringen Selbstwertgefühl und müssen das mit derartigen Geschichten kompensieren. Ich habe, ehrlich gesagt, Mitleid mit ihm. Er ist wahrscheinlich ˋne ganz arme Wurst und darum sollten wir ihn einfach seine Heldengeschichten hier schreiben lassen, uns unseren Teil denken und fertig. Gar nicht kommentieren oder wenn, dann so, wie man das bei kleinen Kindern macht, denen die Fantasie durchgegangen ist.

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  21. Hallo zusammen,

    Mich treibt die Frage um, ob man nachdem eine Aktie gut gelaufen ist, diese (Teil-) verkaufen oder diese doch lieber weiter zur Dividendengenerierung im Depot behalten sollte.
    Bestes Beispiel hier GAIN. Ein Anstieg von rund 30% in so kurzer Zeit erweckt schon Begierlichkeiten und auch Ängste.

    Was meint ihr dazu? Halten und Dividenden kassieren oder verkaufen und auf günstigere Kurse warten.

    Beste Grüße
    Hannes

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    1. Ich hab GAIN zum Beispiel bereits zum zweiten Mal verkauft. Das erste mal bei 10.20€ und hab Auf 7,5k gut 1,7k gewinn erwirtschaftet. Das zweite mal hatte ich deutlich weniger drin auf grund der Abschreibungen wollte ich nicht zuviel riskieren also nur 2,5k diese habe ich aber mit circa 600 euro Gewinn bei 10.52€ verkauft. Wärend der haltezeit hatte ich circa 400 euro dividende eingesammelt. Nun stehe ich an der Seitenlinie und warte auf günstigen wiedereinstieg der vielleicht nicht kommt. Das ganze Prozedere hat circa 14 Monate gedauert. Man kann wohl beides machen. Ich fand aber die kurzfristigen gewinne teilweise atraktiver. Andererseits kann es so kommen, dass ich keinen wiedereinstieg finde, du aber würdest weiterhin Monat für Monat atraktive dividende einsammeln. Zeit würde dann wohl für dich spielen. Am ende schwere Entscheidung. :)

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    2. Ich habe GAIN ja in meinem Dividendendepot und dort geht es mir um hohe Dividenden, weniger um Kursgewinne. Allerdings hatte ich GAIN in den übertriebenen Ausverkauf Ende letzten Jahres hinein deutlich aufgestockt (GAIN war ja schon vor den anderen BDCs und dann auch noch stärker eingebrochen) und ich habe meine Position auch nach der jetzigen Rallye glattgestellt. Weil ich in kurzer Zeit einen so hohen Kursgewinn eingefahren habe, dass es mehrere Jahren der Dividendenzahlung übertrifft. Da GAIN aber einen erheblichen Teil seiner Anlagen nicht in Form von Krediten sondern, als Equity (Unternehmensanteile) ausgibt, und ein paar größere Engagements gerade in Schieflage sind, dürfte auch bei den nächsten Quartalsergebnissen das NII kaum die Dividende covern und evtl. wird das wieder für einen Kurssturz sorgen (beim EPS kommen die Einnahmen aus Beteiligungsverkäufe ja trotzdem an). Ich spekuliere also auch darauf, dass GAIN demnächst evtl. mal wieder deutlicher zurückkommt im Kurs und wieder erheblich unterhalb des NAV zu bekommen sein wird. Aber das tue ich nur bei GAIN, bei keiner meiner anderen BDCs.

      Ach so... ich halte das Geld aus dem GAIN-Verkaufserlös natürlich trocken, damit ich ggf. wieder einsteigen kann. Auch wenn es in der Zwischenzeit keine/kaum Zinsen abwirft. Das nehme ich hier jetzt für eine gewisse Zeit bewusst in Kauf. Meinen Wertpapierkredit hat der Verkaufserlös jedenfalls gedeckt, ich zahle also auch keine Zinsen mehr... ;-)

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  22. Kannst du etwas zu Kraft Heinz sagen?

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    1. Der große Verlust bei Kraft Heinz Co. schreckt mich jetzt nicht so, denn er resultiert überwiegend aus Abwertungen auf die Markenrechte. Da fließt also kein Geld ab und wenn KHC es gelingt, wieder bessere Verkäufe abzuliefern, dürften auch diese Werte wieder hochgeschrieben werden (müssen). Was mich stört, ist der anhaltende negative Trend bei so einigen Nahrungsmittelkonzernen. Hier hat gerade auch KHC (noch?) keine gute Antwort gefunden, um dem entgegen zu wirken. Der Versuch, sich über deutliche Preiserhöhungen aus der Misere zu ziehen, geht nicht auf - EDEKA hat gerade angekündigt, die prozentual zweistellige Preisanhebung von KHC bei Heinz Ketchup nicht zu akzeptieren und die Marke komplett aus seinem Sortiment zu streichen und durch eine Eigenmarke zu ersetzen. Das dürfte KHC viel mehr schaden als EDEKA; weil kaum ein Kunde dort nicht mehr einkaufen wird, nur weil er keinen Heinz Ketchup mehr bekommt. EDEKA ist allerdings Deutschlands größter Einzelhandelskonzern und man sieht an diesem Beispiel dessen Marktmacht ggü. den Herstellern. Bei REWE, Aldi, Lidl oder Penny wird das auch nicht anders sein...

      Ich würde die Aktie von Kraft Heinz Co. lieber 10% höher kaufen, wenn das Unternehmen die Kurve gekriegt hat und sich Umsatz und Ergebnis wieder positiv entwickeln. Jetzt, auf dem Weg nach unten, sehe ich nicht, wo der Boden sein könnte. Da setze ich lieber weiter auf McCormick, die sind wesentlich besser positiniert...

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  23. Guten Abend Michael,

    ich wüsste gerne, wie Du zu Scherzer & Co beziehungsweise Deutsche Beteiligung einschätzt?
    Vielen Dank vorab,
    Holger

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    1. Oh, Scherzer und die Deutsche Beteiligung fahren ja zwei völlig verschiedene Geschäftsmodelle. Die DBAG hatte 2017 ein Rekordjahr mit Rekordverkäufen und Rekordgewinnen. 2018 konnte sich das nicht wiederholen und der Absturz der Börsen zum Jahresende hat das Ergebnis zusätzlich verhagelt (da nach IFRS die Buchverluste aus den Abwertungen voll ins Ergebnis eingeschlagen sind; dem entsprechend dürfte das Ergebnis für Q1/19 entsprechend positiv ausfallen). Die DBAG macht einen sehr guten Job und ist eine solide Halteposition auf mittlere und lange Sicht. Aber immer Hinterkopf behalten, dass sie bei einem wirtschaftlichen Abschwung auch ordentlich getroffen wird (schlechte Verkaufspreise, gute Kaufpreise für Beteiligungen, aber eben ergebniswirksame Abwertungen bei den Bestandsunternehmen). Aber der zweiten Jahreshälfte können wir uns langsam wieder auf verstärkte Verkaufsaktivitäten einstellen, weil sich das eine oder andere Unternehmen im Portfolio so langsam der nötigen Exitreife nähert.

      Scherzer hat 2018 keinen wirklich überragenden Job gemacht; der NAv ist deutlich gesunken und man hat einen Verlust ausweisen müssen sowie die Dividende gestrichen. Das ist eben das Risiko, wenn man kreditgehebelt investiert - der Hebel wirkt in beide Richtungen. Scherzer ist eine Depotbeimischung, mit der man vor allem auf die Sondersituationen setzt, in die man alleine nicht investieren kann oder will. Das "normale" Beteiligungsgeschäft im Nebenwertebereich muss aber ebenfalls zumindest durchschnittliche Renditen abwerfen, um ein Engagement zu rechtfertigen (man zahlt ja auch den ganzen Overhead). 2018 hat sich das nicht ausgezahlt, zuvor viele Jahre schon.

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  24. Ja Moin.
    Ich verfolge deinen Blog schon ein wenig länger und wollte dir an dieser Stelle einmal ein dickes Lob für deine Arbeit aussprechen. Einen Punkt habe ich schon des öfteren in deinen Beiträgen gelesen und zwar begrenzt du eine BDC Beimischung stets auf 15 Prozent des Depotwertes. Ich verfolge ausschließlich die Dividenden Strategie und habe nur BDC im Depot. Diese sind mit deiner Watchlist nahezu kongruent. Mein Ziel ist ein stetiger passiver Kapitalfluss ohne traden der jeweiligen Instrumente. Nur in einer Branche investiert zu sein birgt ein gewisses Klumpenrisiko, dass bei einem Einbruch der Märkte den Depotwert übermäßig senken würde, aber bei Qualitätswerten die Dividende nicht großartig verschlechtert. Das Thema Hercules Capital sehe ich ähnlich wie du, sehe dort aber Akut vor Ende 2020 noch keinen Handlungsbedarf. Ich verurteile das Handeln des CEO ebenfalls habe aber als Familienvater von 3 Kindern auch ein wenig Verständnis. Ich denke nicht das diese Methoden auch in seinem Handeln als CEO zum Einsatz kamen.

    MFG
    Ronny

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  25. Hallo Michael,

    mich würde deine Meinung zu Nynomic nach der letzten Meldung interessieren. Die Prognose für 2019 hätte ich sicherlich besser erwartet, interessant ist aber womöglich die Umstellung der Bilanzierung nach IFRS. Nynomic hat 20 Mio. Goodwill in der Bilanz, der dann nicht mehr abgeschrieben werden müsste. Allein dadurch könnte sich das EBIT um 2 Mio. bzw. 20 % erhöhen, was allerdings nicht prognostiziert worden ist. Stimmt das so? Wie bewertest du das?

    Vielen Dank für deine tollen Arbeit hier!

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    1. Die Umstellung der Bilanzierung bringt dem Unternehmen nicht einen Cent an Mehrwert. Die gleichen Sachverhalte und Zahlen sehen nachher nur anders aus. Der Ausblick bei Nynomic war eher ernüchternd und das mittelfristige Margenziel scheint nur wegen der IFRS-Umstellung erreichen zu sein (oder mittels margenstarker Zukäufe, aber die können ja kaum Bestandteil der Prognosen sein). Aus aktueller Sicht dürfte 2019 also eher ein Übergangsjahr werden und kaum mit den Kursgewinnen wie in den letzten Jahren aufwarten können.

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    2. Vielen Dank für die Rückmeldung. Dass die Änderung der Bilanzierung das Unternehmen nicht wertvoller macht, sehe ich natürlich genauso. Ich habe nach der letzten Meldung ein Viertel meiner Nynomics verkauft, den Rest aber behalten. Zum einen wegen dem möglichen Effekt aufs EBIT durch die Umstellung der Bilanzierung, zum anderen weil Nynomic in der vergangenen Jahren häufiger eher konservativ prognostiziert hat.

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  26. Bernd Willinger06.04.19, 17:20

    Hallo, Herr Kissig,
    ich finde es sehr wohltuend, dass Sie Ihre Investment/Beobachtungsliste in letzter Zeit zunehmend mit ruhiger Hand fahren. Es ist beruhigend, wenn bei wöchentlicher Überprüfung der Bestand so gehalten werden kann. Offenbar sind die Investments mit Bedacht ausgewählt. Mir ist das lieber so, als wenn Sie kurzfristig vermeintliche Kometen auswählen, die dann doch nicht die Erwartungen halten. Im übrigen: Herzlichen Dank für die Offenlegung Ihrer Gedanken und Entscheidungen. Es ist vielfach genussvoll und kurzweilig, Ihren Blog zu lesen.

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  27. Lieber Michael,
    ich verfolge deinen Blog nun schon seit einigen Jahren mit großer Begeisterung und habe dadurch schon mehrere gute Anregungen für eigene Investments bekommen – vielen Dank an dieser Stelle dafür! Insbesondere die Business Development Companies (BDCs) als schöne Ergänzung meiner Dividendenwerte habe ich erst durch dich kennengelernt. Und genau dazu habe ich auch zwei Fragen.
    Erstens: Man liest in deutschsprachigen Börsenmedien (Magazine, Blogs) bislang sehr wenig bis gar nichts über BDCs. Selbst bei expliziten Dividendentipps werden sie (im Gegensatz zu REITs) völlig außen vorgelassen. Hast du eine Erklärung dafür? (Ich kann mir nicht vorstellen, dass BDCs bei Börsenprofis unbekannt sind!) Werden BDCs vielleicht als zu riskant eingeschätzt?
    Zweitens: Wann können wir denn mit einer aktualisierten Einschätzung zu den einzelnen BDCs auf deiner Beobachtungsliste rechnen?
    Vielen Dank für deine Antworten im Voraus!
    Beste Grüße, Tom

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    1. Moin Tom,
      ich nehme na, dass so wenig über BDCs berichtet wird, weil die schwerer zu verstehen sind als ein REIT - gefühlt jedenfalls. Bei Immobilien/REITs hat jeder 'ne Expertise und meint, er würde sich auskennen. BDCs investieren in Unternehmen bzw. vergeben Kredite an Unternehmen. Da muss man sich schon genauer mit befassen, wenn man halbwegs auf dem Laufenden bleiben will. Des Weiteren gibt es bei einigen BDCs nach wie vor Probleme mit den Abrechnungen seitens der Banken/Broker, vor allem bei den Dividendenausschüttungen. Des Weiteren lassen einige Broker die eine oder andere BDC nicht zu Handel zu, weil sie sie nicht als Unternehmen einstufen, sondern als AIF (Alternativen Investmentfonds). Das scheint willkürlich zu sein, weil die selbe BDC bei verschiedenen Brokern unterschiedlich eingestuft wird. Kann mir vorstellen, dass da viele Redakteure/Schreiber lieber den einfachen Weg gehen...

      Wann ich mal wieder intensiver über BDCs schreibe, weiß ich noch nicht. Vermutlich, wenn ich sie wieder interessanter finde - momentan liefern die ja einfach nur (Dividenden) ab und ich finde andere Unternehmen spannender, um darüber zu schreiben. Die Kurse der BDCs stehen relativ hoch, die Zinsen steigen nicht mehr an, wirklich passieren tut nicht viel. Außer so ein Drops wie bei Hercules Capital, da habe ich dann drüber berichtet, oder über die Dividendenumstellung bei Main Street Capital.

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  28. Hallo Michael,

    Siehst du mittelfristig eher bei Microsoft oder Mastercard die besseren Perspektiven (Wachstum)?
    Sprich, wenn du eine von beiden jetzt nachkaufen könntet, welche wäre es eher?

    Beste Grüße
    Steffen

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    1. Moin Steffen,
      die Frage kann ich gar nicht beantworten. Ich habe jetzt länger darüber nachgedacht und ich finde sowohl MasterCard als auch Microsoft hervorragend positioniert. MA hat einen stark wachsenden Markt vor sich, wo es noch sehr große Wachstumsmöglichkeiten gibt, während MSFT sich mit seinen Produkten Windows, Office, Azure weiterhin auf Erfolgskurs befindet. Die Surface-Geräte werden immer besser und besser angenommen und anders als viele Wettbewerber schottet sich MSFT nicht (mehr) ab und versucht, durch Übernahmen Konkurrenz auszuschließen, sondern geht sinnvolle Kooperationen ein. Gefällt mir sehr gut und reduziert die Gefahr, selbst zum Gegenstand von Antitrust-Verfahren zu werden.

      Beide Unternehmen sind in meinem Depot stark gewichtete Ankerinvestments und bei welchem ich eher aufstocken würde, ist eher tagesformabhängig. Grundsätzlich beide...

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  29. Hallo Michael,
    was hältst du eigendlich von der Funkwerk/ Euromicron Geschichte

    Gruß Joachim

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    1. Moin Joachim, bzgl. des Einstiegs von Funkwerk bei Euromicron bin ich vorsichtig optimistisch. Ich hatte das vor einigen Wochen ausführlicher in diesem Artikel dargelegt: "Funkwerk steigt bei Euromicron ein. Ein Deal mit Chancen und Nebenwirkungen...". Nach der zweiten Kapitalerhöhung hält Funkwerk nun etwas mehr als 15% und hat knapp 5,2 Mio. Euro dafür bezahlt. Ich denke, Funkwerk hätte sich einen höheren Anteil erhofft, aber man wird ja durchaus Einfluss auf das operative Geschäft von Euromicron erlangen und auch das Unternehmen (und dessen Töchter) nun von innen genauer kennen lernen und sich überleben, ob und wie eine künftige Zusammenarbeit und und ggf. engere Verflechtung erreicht werden kann.

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  30. Hallo Michael ,

    Was hältst du von BAINS MER MONACO MC0000031187 . Ein besonderer Immo Wert aus der geschützten Luxus Welt. Die Immos sind nicht mit ihren wahren Werten in der Bilanz sondern werden jährlich abgeschrieben .So sind sie derzeit mit etwa 40% in den Büchern und die Gesellschaft ist jetzt nach Renovierungen in einer sehr interessanten Phase. War ein interessanter Beitrag in der Wirtschaftswoche . "Fürstliche Reserven"

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    1. Vielen Dank für den Hinweis auf Bains Mer Monaco. Der Wert könnte durchaus interessant sein, jedoch nicht wirklich für mich an dieser Stelle. Momentan werden viele Immobilienaktien mit deutlichen Abschlägen auf den Wert ihres Immobilienportfolios bepreist - das sind allerdings auch immer nur Schätzwerte. Kommt es zu einem Einbruch am Immobilienmarkt (und damit meine ich nicht eine zweite Immobilienkrise, sondern das ganz normale Abflauen und Absinken eines zyklischen Marktes), dann erweisen sich diese Schätzwerte schnell als nicht mehr realisierbar und die vermeintlichen Stillen Reserven lösen sich in Luft aus. Sie sind also keine Garantie dafür, dass diese Werte irgendwann einmal erzielt werden.

      Darüber hinaus kann ich die Situation in Monaco nicht wirklich einschätzen, weder die steuerliche (gilt dort die franz. Transaktionssteuer?) noch die sonstige. Da es in Deutschland so viele börsennotierte Immobiliengesellschaften gibt mit ähnlichen stillen Reserven, stellt sich mir die Frage, weshalb ich eine weitere "brauchen sollte". Nur, um eine fünfte mit ähnlichen Charakteristika und ähnlichen Bewertungen im Depot zu haben, widerspricht meinem konzentrierten Investmentansatz. Wer aber noch nicht (so stark) im Immobiliensektor aktiv ist und/oder etwas Besonderes sucht, kann sich BMM durchaus mal näher ansehen.

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  31. Danke für deine Einschätzung.
    Der Wert notiert auch an deutschen Börsen,da zahle ich doch keine franz. Transaktionssteuer. Und bei einem Einbruch des Immo.marktes denke ich dass es diese einmaligen Werte in der eigenen Luxuswelt weniger trifft.(LVMH ist übrigens auch mit 5% beteiligt, die Kontrolle hat mit 60% der Fürst,der auch praktischerweise die Gesetze macht ...)
    Vorallem hinkt der Vergleich mit den deutschen Werten ganz gewaltig, hier gelten nicht die linken Berliner Immoideen ...Ich möchte daher nicht mehr überwiegend deutsche Werte und habe verkauft ....Vielleicht als Diversifikation zu den 5 der deutschen (berliner) wackeligen Immo-Gesetzgebung unterliegenden ?
    Der Fürst ist seiner Firma wohlwollender gesinnt als "Die grüneSPDLinke" den bösen deutschen ImmoAGs . Ich sitze lieber mit dem wohlwollenden Fürst in einem Boot als mit den de­s­a­vou­ie­renden Linken !
    Grüße Robert , vom Bodensee

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    1. Moin Robert,
      ich habe ja keine einzige Aktie auf der Liste, die in Wohnimmobilien investiert, sondern ausschließlich in Gewerbeimmobilien. und das aus gutem Grund. Dass sich Deutschland rot-rot-grüne Betonsozialisten für Gewerbetreibende einsetzen, diese Gefahr sehe ich nicht.

      Bzgl. der franz. Transaktionssteuer liegste falsch. Die wird nicht auf Franzosen erhoben oder in Frankreiche lebende Ausländer, sondern immer dann, wenn man börsennotierte Aktien von Unternehmen mit Sitz in Frankreich erwirbt. Ich habe im Juni beim Kauf von LVMH-Aktien an einer deutschen Börse ordentlich franz. Transaktionssteuer gezahlt. Daher meine Frage, ob dies auch monegassische Unternehmen betrifft.

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  32. Hallo Michael, wie beurteilst du die zahlen von capensixx, hast du moch geduld mit dem Unternehmen? Viele Grüße jan

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    1. Ich finde capsensixx weiterhin aussichtsreich, allerdings muss man wirklich viel Geduld mitbringen. Die Gewinnung von (Referenz-) Kunden scheint nicht so einfach zu sein, wie gehofft, und das wirkt sich natürlich auch auf die Zahlen aus. Wenn ich aber z.B. an Hypoport dachte, da passierte anfangs auch wenig und dann ging es richtig ab (ich habe den Anfang ja selbst auch übersehen und bin erst nach einer Kursvervielfachung an Bord gegangen). Wer gleich richtig gedacht hatte, musste eine gehörige Zeit durchhalten, bevor der Kurs die operativen Erfolge anfing, nachzuholen...

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  33. Hallo Michael,

    es steht ja immer wieder im Raum, dass die großen Tech-Konzerne gezwungen werden könnten sich aufzuspalten. Hälst Du das für uns Aktionäre, z.B. von Amazon, für ein ernstzunehmendes Risiko oder könnte das sogar positiven Einfluss auf die Kursentwicklung haben? Was meinst Du?
    viele Grüße
    Isabella

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    1. Keine einfache Frage, Isabella. Es sind zwar vier Konzerne im Fokus der Ermittlungen (Alphabet/Google, Amazon, Apple, Facebook), aber nicht alle wegen der gleichen möglichen "Vergehen".

      Bei Apple und Alphabet sehe ich durchaus ernsthafte Schwierigkeiten auf die Unternehmen zukommen wegen der Stores. Sie haben ein Duopol bzw. auf ihren Betriebssystemen iOS und Android jeweils Monopolstellungen bei den App-Downloads und nutzen diese Stellung mit horrenden Gebühren maßlos aus. Das ähnelt sehr den Kartellvorwürfen gegen Microsoft von vor 15/20 Jahren, als es um Windows und das Vorinstallieren des Internet Explorers und anderer Dienste ging. Das Verfahren endete erstinstanzlich mit einer Zerschlagung Microsofts, die aber dann nicht umgesetzt wurde, weil sich die Monopolstellung im Laufe der Zeit "von selbst" aufgelöst hat. Hier kann ich mir eine Preisregulierung für die Gebühren vorstellen und/oder die Verpflichtung, alternative Download-Stores zulassen zu müssen (mit alternativen Gebührenmodellen). Was erhebliche negative Einflüsse auf die Einnahmen und Gewinne von Apple und Alphabet hätte.

      Bei Facebook geht es um eine monoplartige Stellung FB/Instagram/Whatsapp/Messenger, die durch das Zusammenwachsen der Dienste im Hintergrund noch verstärkt wird. Zielrichtung der Ermittlungen ist auch, ob FB ggf. Wettbewerber nur deshalb aufgekauft hat, um sich der Konkurrenz zu erwehren und so den Wettbewerb zu schädigen. "Dank" des extrem schlechten Images von FB und der vielen Datenlecks und der Meinungsmanipulationen könnte ich mir hier ebenfalls Einschränkungen seitens der Behörden vorstellen. Ob es, wie manche befürchten, am Ende zu Rückabwicklungen von Zukäufen kommt oder ggf. zu Zwangsabspaltungen (z.B. von Instagram und/oder Whatsapp), bleibt abzuwarten. Ich halte das aber nicht für ausgeschlossen.

      Amazon hat meiner Ansicht nach am wenigsten zu befürchten. Mit 38% am US-Onlinehandel ist man zwar der Dominator, aber es gibt Konkurrenten (eBay) und auch Walmart und andere setzen sich (inzwischen erfolgreich) zur Wehr. Da Amazon beim Vordringen in neue Märkte vor allem für heftige Preiserosionen sorgt, ist hier ein Schaden für Verbraucher schwer dazustellen - dass Menschen ihre geliebten Einkaufsmethoden ändern müssen, weil Angebote wegfallen, ist jedenfalls kein Kartellargument. Sonst hätte man Autos ja auch verhindern können, weil die die Pferdekutschen obsolet gemacht haben.

      Bei Amazon ist das Risiko eher, dass man einerseits als Plattform auftritt und andererseits eben auch als Verkäufer und damit Konkurrent der eigenen Kunden. Hier könnte es zu Regulierungen kommen, um sicherzustellen, dass Amazon sich nicht selbst bevorzugt (was alleine schon wegen des Wissens um Absatzerfolge und Preisgestaltungen der Verkäuferkunden de facto gegeben ist).

      AWS sehe ich nicht als Risiko. Es ist die Cloudsparte, man ist globaler Marktführer, aber mit starken Konkurrenten. Microsoft und Google holen stark auf, IBM hält seine Position, und dann folgt Alibaba, die ebenfalls stark zulegen. AWS verliert Marktanteile, auch wenn man absolut gesehen weiter stark wächst.

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  34. Teil 2/2

    Allen Verfahren ist gemein, dass sie viele Jahre dauern, dass am Ende vielleicht Urteile stehen werden und dass es ggf. Berufungsverfahren geben wird, die nochmals viele Jahre dauern. In der Zwischenzeit bleibt die Welt aber ja nicht stehen, sondern es treten Veränderungen ein; gerade in der schnelllebigen Welt der Internetgiganten. Wie damals bei Microsoft könnte "der Markt" es am Ende selbst schon gerichtet haben, weil Kunden/Konsumenten neuen Trends folgen und sich neue Spieler in den Vordergrund gebracht haben, die heute noch keiner auf der Rechnung hat. Beim Browser-Monopol von Microsoft hatte jedenfalls keiner Google auf dem Schirm bzw. Android. Die Firma gab es bei Start des Kartellverfahrens noch nicht einmal. Und heute dominiert sie den Browsermarkt.

    Sollten Unternehmensteile abgespalten werden müssen, dann dürften diese separat eher deutlich höher bepreist werden, als es heute der Fall ist. Ob Waymo oder AWS, da rufen Analysten ja heftige Bewertungen auf. Daher stehen den möglichen Einschränkungen des heutigen Geschäftsmodells die Zugewinne aus der Abspaltung gegenüber. Was unterm Strich für die Aktionäre kein Nachteil sein muss. Ich bin und bleibe daher überwiegend entspannt. Nur bei den Store-Umsätzen von Apple und Alphabet, da sehe ich echte gefahren für das Geschäftsmodell...

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  35. Moin Michael,

    ich bin etwas erstaunt über den Kurs von UeT, vor allem nach dem Geschäftsbericht, der ja aussagt, dass UeT sich auf einen guten Weg befindet. Habe das Gefühl, dass viele sehr überreagiert haben. Hätte nach dem Bericht eigentlich erwartet, dass der Kurs etwas weiter steigt.

    Was meinst Du zur Zeit zur UeT?

    schöne Grüsse
    Jochen

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    1. Die Halbjahreszahlen von UET waren schwach und dazu hat der Vorstand je einige Erklärungen abgegeben. Im zweiten Halbjahr dürfte es besser laufen, auch angesichts der frischen Finanzmittel, die eine bessere Abarbeitung der Aufträge mit sich bringen sollte. Der Vorstand hat seine Jahresprognose bestätigt und die scheint auch erreichbar zu sein. Wenn alles glatt läuft. Und das ist bei einem bilanziell angeschlagenen Turnaroundwert ja nicht immer der Fall. Hieraus speist sich auch die Unsicherheit und der negative Kursverlauf. UET ist und bleibt eine Turnaroundwette mit erhöhtem Risiko und hohen Chancen. Der Aktienkurs spiegelt nicht (immer) den aktuellen Stand der Entwicklung wider, da die Handelsumsätze zumeist ziemlich dünn sind. Geduld ist auch weiterhin gefragt...

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  36. Hallo Michael,
    Ich sehe, Du hast Stryker auf Deine Beobachtungsliste aufgenommen... sicher eine sehr gute Gesellschaft, doch glaube ich, dass zur Zeit nicht der beste Einstieg ist. Sie scheint mir ziemlich teuer, da wuerde ich einen groesseren Ruecksetzter abwarten.

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  37. Hallo Michael,

    ich habe Stryker auch seit einigen Monaten auf meiner Watchlist, allerdings mit einem (Wunsch-)Einkaufspreis von max. € 150,--. Liege ich damit soooo daneben?

    Freue mich darauf, von Dir zu lesen, warum Du gerade jetzt bei dem Unternehmen eingestiegen bist.

    Viele Grüße

    Jan

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  38. Hallo Michael!
    Schaltbau Holding klingt ähnlich interessant wie Funkwerk?
    Gemeinsamer Nenner: konjunkturubabhängiger DB-Lieferant; Restrukturierung erfolgreich..
    Schon mal reingeschaut?

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  39. Moin Michael,

    ich habe gesehen Du hast Walt Disney auf die Liste genommen. Hast Du den Titel auch in Dein Depot aufgenommen?

    Beste Grüße,
    Tim

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    1. Moin Tim, Walt Disney habe ich auch ins Depot gekauft. Eine Begründung bzw. meinen Investmentcase liefere ich noch nach, genauso wie zu Stryker und Costco...

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  40. Hallo Michael,

    aus meiner Sicht hast Du in den letzten Monaten eine Art "blindes" Quality Investing betrieben und überteuerte Qualitätsaktien in der Beobachtungsliste aufgenommen. Dazu gehören Stryker, American Tower, Shopify, Verisk Analytics, Xylem, Tomra und noch einige andere. Die Bewertungskennzahlen sind so hoch wie nie zuvor und die Aktienpreise sind schon weit vorausgelaufen. Nimm Beispiel von Buffett, halte deine Empfehlungen (und deine Investitionen) zurück und warte auf dem richtigen Preis. Meine persönliche Meinung.

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  41. Ich ergänze die Gedanken meines Vorschreibers: Arista - eine der wenigen günstigen und qualitativen Technologieaktien - aus dem Depot herausgeworfen :D Die Netzwerktechnologie-Expertise ist nicht wirklich deine Stärke :D

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    1. Diesen Bereich (High-Tech) deckt er ja auch mit dem Wiki von Stefan Waldhauser ab und der hat Arista nachgekauft. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob der Ausstieg aus Arista nicht auch vor dem nun erfolgten Abverkauf Sinn gemacht hätte. Aber da stand Michaels Investmentcase ja auch noch. Ich finde es gut, dass er sich auch konsequent von Aktien trennt, wenn sein Case nicht mehr zutrifft (und dies auch mit einem Artikel begründet) und sich nicht sonst eine Geschichte zurechtdreht warum doch noch alles gut wird. Klar gibt es dann andere Meinungen und das schöne ist ja, dass hier ein schönes Forum (also nicht wörtlich zu sehen, sondern eher wird der Kommentarbereich missbraucht) existiert um über Entscheidungen zu diskutieren. Und ich rechne es Michael hoch an, das er sich diesem Diskurs meist stellt.
      auf fröhliche Diskussionen, Lars

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    2. @Anonym
      Nur weil Stefan Waldhauser anderer Meinung ist als ich, liegt er ja nicht zwangsläufig richtig. Das wird erst die zeit zeigen. Dass ich Stefan sehr schätze und seine hohe Expertise bei Growth-Aktien ausdrücklich anerkenne, dürfte ja bekannt sein.

      @Lars
      Dass es schlauer (?) gewesen wäre, die Aktien vor dem Ausverkauf zu verkaufen als hinterher, ist Fakt. Nur... es war nicht von einem Ausverkauf auszugehen, daher stand das als Option doch gar nicht zur Debatte. Arista hat - wie von mir erwartet - sensationelle Zahlen für Q3 präsentiert. Es gab also keinen Grund, zu verkaufen. Aber der Ausblick auf Q4 ist eine herbe Enttäuschung. Und die Aussage, dass die nächste 400-Gig-Adoption deutlich länger auf sich warten lässt und Arista davon ausgeht, dass Titanen-Kunden ihre alten Devices länger nutzen (und damit Investitionen schieben), das hat doch den Kursrutsch ausgelöst und führt eben auch zu meiner Entscheidung, bei Arista auszusteigen. Erstmal. Es ist der zweite Wirkungstreffer eines Großkunden innerhalb von sechs Monaten und es dürfte bis weit in 2020 hinein eine operative Durststrecke geben - so das Arista-Management. Wie lange die anhält, bleibt abzuwarten. Und solange schaue ich von außen zu. Ob und ggf. wann ich wieder einsteige, ist heute nicht klar. Vielleicht verpasse ich ich auch den richtigen Zeitpunkt, weil ich möglicherweise nicht mitbekomme, dass mein ursprünglicher Investmentcase wieder in die Spur zurückgefunden hat. Aber das Risiko gehe ich ein. Und auch, dass Stefan vielleicht ein besseres Näschen beweist mit seinem Aufstocken. Das halte ich durchaus für möglich... ;-)

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    3. Stefan Waldhauser hat heute seine sehr informative Einschätzung zu Arista abgegeben (hier klicken und er kommt grundsätzlich zu den gleichen Schlüssen wie ich. Abgesehen davon, dass er die Probleme "der nächsten Generation" nicht bei Arista selbst verortet, sondern bei den Kabelherstellern, stellt er fest, dass Aristas Wachstumsstory vorübergehend aus dem tritt geraten ist un man 2020/21 wohl nur mit einstelligem Wachstum rechnen kann. Was ja auch meine Befürchtung/Annahme ist. Anders als ich stockt Stefan Arista aktuell auf und ist bereit, am Anfang der Dürre auf ein mittelfristiges Wiedererstarken zu setzen, während ich auf die Wolken warten möchte, die den dringend benötigten Regen ankündigen, um dann ggf. wieder einzusteigen, wenn der Wachstumsmotor wieder rund läuft.

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  42. Hallo Michael,
    ich halte immer noch Aktien der Genworth und hoffe weiterhin auf eine Übernahme durch Oceanwide. Wie beurteilst du die akutelle Lage bei diesem Merger.
    Ich bin bei meiner Recherche auf die nachfolgende Einschätzung getroffen. Teilst du die Einschätzung dieses Verfassers??
    https://seekingalpha.com/article/4297365-genworths-3_8b-takeover-china-next-victim-trade-war

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    1. General Electric hat unter Jack Welch viele langfristige Pflegeversicherungen (LTC) abgeschlossen und sogar noch welche von anderen Unternehmen zugekauft. 2004 hat man seine Versicherungssparte abgespalten und als Genworth Financial separat an die Börse gebracht. Dass GNW seit Jahren immer mal wieder mit seinen LTCs Probleme hatte, ist ein Grund für den starken Kursverfall, einfach mal auf den Chart seit 2004 schauen. Auch in den letzten Jahren musste man wiederholt Abschreibungen vornehmen - auch das ist ein Grund, weshalb man in die Fusion mit Ocenwide flüchtet.

      Der SA-Autor ist selbst short in GNW, daher hat er ein Interesse daran, Angst zu schüren. Inwieweit die angemerkten Probleme bei Oceanwide wirklich relevant sind und ggf. Auswirkungen auf die Fusion haben können, kann ich schlecht einschätzen.

      Was die Wahrscheinlichkeit angeht, dass der Merger zum Opfer des US-China-Handelskriegs wird, d habe ich eine andere Auffassung. Ich denke, dass die US-Regierung die Fusion unbedingt will. GNW ist der größte nichtstaatliche LTC-Anbieter in den USA. Wenn die Pleite gehen, muss der Staat einspringen. Daran hat natürlich niemand Interesse. Wenn also mit chinesischem Geld die Lage stabilisiert wird, dann dürfte das mögliche Probleme mit datenschutzrechtlichen Fragen überwiegen.

      Es bleibt also die Frage, was passiert, wenn der Merger platzt. So optimistisch bzgl. des (Buch-)Werts von GNW wie Anfang 2016 bin ich nicht mehr. Die Lage bei den LTCs hat sich verschlechtert und auch die Situation am Immobilienmarkt in Kanada und Australien (wo ja die beiden börsennotierten GNW-Hypothekentöchter aktiv sind). Das hat natürlich Auswirkungen auf deren Wert, wenn sie verkauft werden müssten/sollten. In Kanada hat man dies ja bereits aus regulatorischen Aspekten heraus in Angriff genommen, um die Genehmigung für die Fusion zu bekommen.

      Die Fusion halte ich aus heutiger Sicht für die attraktivere Option für die Aktionäre.

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  43. Hallo Michael,

    ich möchte nochmal auf Aurelius zurückkommen. Nicht nur der Kursverlauf seit ca. 4 Jahren, auch die nicht sehr üppigen Umsätze, die geringe Beachtung von Analysten, die fehlende Kursreaktion auf gute Nachrichten gefallen mir schon länger überhaupt nicht. Ich "hoffe" nur auf einen günstigen Ausstiegszeitpunkt für mich.

    Was mich aber wirklich interessiert ist, warum hälst du die Aktie weiterhin? Sie hat dir in den ersten Jahren enorme Gewinne gebracht, nur deswegen sieht die durchschnittliche Jahresrendite bei dir immer noch gut aus. Aber konntest du in den letzten 4 Jahren wirklich gut schlafen mit dieser Aktie? Bist du so optimistisch für die Zukunft, dass sich die lange Durststrecke lohnt? Kannst du die Geschäftstätigkeit von Aurelius so gut einschätzen, dass du die Aktie für stark unterbewertet hälst zur Zeit?

    Vielen Dank für deine tolle Arbeit.
    Isabelle

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    1. Moin Isabelle,
      Aurelius ist aus meiner Sicht eine besonders interessante Aktie. Grundsätzlich sei vorab gesagt, dass Beteiligungsgesellschaften die letzten anderthalb Jahre per se einen schweren Stand hatten, weil sie von den Problemen im Automobilsektor und im Maschinenbau, wo Deutschlands Mittelstand traditionell stark ist/war, massiv betroffen waren. Was die Konjunktur aber auch den Automotivesektor angeht, dürften wir eher langsam Richtung Erholung tendieren, so dass ich es momentan für weniger interessant erachte, in diesem Bereich Aktien zu verkaufen, als eher aufzustocken. Das gilt vor allem für Blue Cap, MBB, mutares.

      Deine Wahrnehmung von Aurelius teile ich nicht ganz. Richtig ist, dass ich den Wert seit 2012 auf der Beobachtungsliste habe und der Kurs in den ersten Jahren besonders stark gestiegen ist. In den letzten beiden Jahren ist davon kaum bis gar nichts zu sehen, soweit liegste völlig richtig. Wenn Du allerdings die Beobachtungsliste genau ansiehst, dann findest Du bei den Performanceangaben zu Aurelius erstaunliche Werte: in den sieben Jahren zwischen 10.2012 und 11.2019 stieg der Aktienkurs (splitbereinigt) von €10,915 auf €36,14, also um €25,225. Im selben Zeitraum zahlte Aurelius €18,87 an Dividenden aus! Fast 43% der Gesamtrendite von 404% stammen also aus Dividenden. Und die musste bei Deiner Bewertung, ob Aurelius ein erfolgreiches Investment ist, unbedingt berücksichtigen.

      Gerade in den letzten Jahren hat Aurelius ja rekordverdächtig hohe Dividenden ausgeschüttet. Die letzten 7 Jahre brachten €18,87, die letzten 5 Jahre €16,45 und in den letzten 3 Jahren gab es €12,0.

      Bis zur Short-Attacke im Frühjahr 2017 kannte der Kurs fast nur den Weg nach oben und das Top lag bei über €66. Wenn ich dieses mit dem heutigen Kurs von €36 vergleiche, dann "fehlen" da €30, das ist eine enttäuschende Kursentwicklung. Hier müsste man un die drei Dividenden von €12 abziehen, so dass "nur" noch €18 an Minus übrig blieben. Dennoch bleibt eine deutliche Underperformance gegenüber dem Gesamtmarkt. Der Chart zeigt uns aber auch, dass der Kurs nach der Short-Attacke in 2018 sich fast wieder an das alte Hoch von €66 herangekämpft hatte und wenn man die zwischenzeitliche Dividende von €5 hinzurechnet, sogar darüber lag. Dann folgte ab Frühjahr 2018 ein brutaler Absturz, von dem sich Aurelius bisher nicht wieder erholt hat.

      Doch auch hier muss man beachten, dass dies nicht Aurelius alleine betrifft. Sie auf die Autowerte, schau auf den Maschinenbau, auf die Banken, auf Beteiligungsgesellschaften, wie MBB, wie Mutares, wie Gesco, wie Indus, schau auf Jungheinrich oder Kion - sie alle haben mehr als 50% gegenüber ihren Kurshochs eingebüßt. Wegen des anhaltenden Brexit-Gezerres, wegen des US-China-Handelskriegs, wegen des Konkjunktureinbruchs.

      Und Aurelius? Aurelius hat in den letzten Jahren seine drei besten Unternehmensverkäufe erreicht und dabei hunderte von Millionen an Gewinnen eingefahren. Ein Teil floss über Dividenden an die Aktionäre zurück, ein Teil in Aktienrückkäufe und mit dem Rest kauft Aurelius sich in interessante neue Unternehmen ein. Es gab in letzter Zeit vor allem Zukäufe, eben weil die Konjunktur stottert und in UK der Brexit die Preise in den Keller treibt. Die Käufe von heute sind die Gewinne von morgen. Auch wenn nicht jede Sanierung ein Erfolg wird.

      Mein Fazit: Aurelius ist nicht stark unterbewertet, aber - wie auch die genannten Mitbewerber - auf Sicht von zwei, drei Jahren sehr aussichtsreich positioniert. Einige Jahre lang wurde Aurelius ein Aufschlag von 20% und mehr auf den NAV zugebilligt, das ist heute nicht mehr so. Die Euphorie hat sich hier gelegt. Was auf der anderen Hand durchaus eine (zusätzliche) Chance bietet bezogen auf den Aktienkurs. Aber ich weise ja gerne darauf hin, dass man sich auf das Unternehmen konzentrieren sollte, da dort die Wertschöpfung stattfindet, und nicht nur auf die Aktie.

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  44. Hi Michael, es gibt eine Online-Petition gegen die Finanztransaktionssteuer. Würdest du es eventuell hier erwähnen. Schließlich erreichst du hier sehr viele interessierte. https://www.openpetition.de/petition/online/keine-zusaetzlichen-steuern-fuer-privatanleger-keine-finanztransaktionssteuer-2

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    1. Ich halte nicht viel von (Online-) Petitionen, weil diese selten etwas bewirken. Finden sich genug Unterstützer, muss der Bundestag eine öffentliche Lesung abhalten, in der der Petent öffentlich gehört werden muss. Eine Änderung oder gar ein Überdenken der Entscheidung ist ausdrücklich nicht erforderlich - und erfolgt auch nur in den seltensten Fällen.

      Die von Dir verlinkte Petition läuft seit Juli 2019 und hat gerade mal 5% der nötigen Unterstützer. Ähnliche Petitionen gab es bereits mehrfach und ich habe sogar die eine oder andere davon unterstützt. Gebracht hat es nichts. Was genau so auch zu erwarten war.

      Wenn man wirklich Einfluss nehmen möchte, dann kann man das aus meiner Erfahrung eigentlich nur so tun, dass man einer Aktionärs-Lobbyorganisation beitritt und diese unterstützt. Wie die DSW Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (zur Website) mit so prominenten Vertretern wie Marc Tüngler oder Christian W. Röhl ("Dividendenadel") oder die SdK. Je mehr Mitglieder die haben, desto eher finden diese Vereinigungen auch Gehör bei Bundestagsabgeordneten und/oder Bundesregierung.

      P.S.: Mitglieder der DSW bekommen übrigens das Magazin "Focus Money" kostenlos. Wer diese Zeitschrift abonnieren möchte, sollte also lieber DSW-Mitglied werden. Abo kostet zwischen €119 und €194 pro Jahr, die DSW-Mitgliedschaft (inkl. Abo) €125 pro Jahr. ツ

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    2. Danke für deine ausführliche Antwort. :)

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  45. Hallo Michael,

    was ist eigentlich bei TPL los? HORIZON KINETICS ASSETMANAGEMENT LLC kauft die letzten Tage in kleinen Tranchen Papiere auf, wenn ich das richtig gelesen habe. Kann man hieraus etwas ablesen oder ist das nur übliches Marktgeschehen?

    Beste Grüße
    Hannes

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    1. Der Großaktionär kauft weiter Aktien bei Texas Pacific Land Trust zu. Die sehen ja generell eine Unterbewertung; der Streit mit dem Management geht ja "nur" darum, ob man wie bisher das Land behält und durch die Förderrechte Geld einnimmt, oder ob man das Land inkl. der Förderrechte verkauft und so schnell(er) zu Geld kommt. Und zu mehr, da das Land ja dann nicht mehr im Eigentum des Trusts ist.

      Ein echter Trigger könnte sein/werden, wenn sich TPL dazu entschließt, mit der bisherigen Unternehmensform zu brechen und sich als "normale C-Copr aufzustellen. Eine solche Umwandlung hat bei Apollo, KKR oder Blackstone zu ordentlichen Kurssteigerungen geführt.

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  46. Hallo Michael,
    ist die DBAG in letzter Zeit wieder interessanter geworden?
    lg Alex

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    1. Ich hab die DBAG jetzt nicht mehr so nah auf dem Schirm wie früher, aber grundsätzlich dürfte sie nicht uninteressant sein. Nach dem Rekordverkäufen war hier ja erstmal eine Durststrecke angesagt, aber man hat in den letzten beiden Jahren einige Zukäufe getätigt, so dass langsam (ab 2020) auch wieder Exits in den Fokus rücken dürften. Die treiben ggf. ja das Ergebnis und auch die allgemeine Börsen- und Wirtschaftslage, da die DBAG ihre Bewertung ja an den Marktwerten der Beteiligungen orientiert und die Auf- oder Abwertungen dann in die Ergebnisse einfließen. Hier dürfte der größte Abwertungsbedarf wohl vorüber sein, so dass künftige Gewinnausweise wieder viel positiver aussehen, sowohl absolut betrachtet als auch im Vergleich zum Vorjahreswert.

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    2. Danke für deine Einschätzung! Ich halte weiterhin an der DBAG fest, auch wenn andere Unternehmen aussichtsreicher sind. Schon alleine aus Gründen der Diversifizierung.
      lg

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