Samstag, 22. September 2018

Beobachtungsliste

Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste.














»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also, Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.

▶ Historie der Transaktionen auf meiner Beobachtungsliste
Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update
Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher in unregelmäßigen Abständen, wie die Entwicklungen bei den einzelnen Unternehmen sich in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.


▶ RECHTLICHER HINWEIS NACH WPHG
Viele der in meinem Blog erwähnten Werte halte oder handle ich regelmäßig. Die in diesem Blog enthaltenen Beiträge sind meine persönliche Meinung und stellen weder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar, noch sind sie als Beratungsleistung zu werten. Ich übernehme trotz aller Sorgfalt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen; sie beruhen auf Quellen, die ich für vertrauenswürdig und zuverlässig halte.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass der Handel mit Aktien, Optionsscheinen, Zertifikaten, Optionen und anderen Finanzprodukten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann. Gewinne der Vergangenheit können zukünftige Ergebnisse nicht garantieren.

Für Investitionen, die aufgrund meiner Aussagen getätigt werden, übernehme ich keinerlei Verantwortung. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko und sollte sich von einem Bank unabhängigen Experten beraten lassen, inwieweit die vorgestellten Wertpapiere zu seinem persönlichen Risikoprofil passen.

Vor allem Nebenwerte und/oder Aktien in Turnaround-Situationen sind oftmals markteng und weisen daher bisweilen sehr hohe Differenzen zwischen An- und Verkaufskursen aus (sog. Spreads). Bereits kleinere Orders können daher starke Kursschwankungen auslösen. Hier sollte man daher stets mit Limits agieren!

Kommentare:

  1. Hallo,Michael,
    ich überlege meinen Bestand an Aggreko (A1XFZR) aufzustocken, bin aber noch unsicher. Meiner Meinung nach ein einfaches Geschäftsmodell mit temporären Problemen. Eine eher zurückhaltende Einschätzung bei Value&Opportunity hat mich aber verunsichert. Hast du dich vielleicht schonmal mit diesem Wert beschäftigt ? Kannst du eine Einschätzung vornehmen ? Das würde mich dann interessieren.
    Herzliche Grüße
    Maria

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    1. Moin Maria,
      Aggreko kenne ich nur oberflächlich. Die Analyse bei Value and Opportunity habe ich mir angesehen, die wirkt ziemlich stimmig. Insbesondere gibt zu denken, dass das Management selbst davon ausgeht, dass 2015 kein gutes Jahr wird und 2016 noch schlechter. Es stellt sich daher die Frage, weshalb man dann jetzt die Aktien kaufen sollte? Denn ich glaube nicht, dass diese schlechte operative Entwicklung bereits im Kurs enthalten ist - die gerät schnell wieder in Vergessenheit und bei Vorlage der nächsten Zahlen gibt es dann wieder eine negative "Überraschung" und die nächste Abverkaufswelle. Vermutlich ist es ratsam, zunächst einmal abzuwarten, bis das Überangebot nachlässt und die Aktie einen Boden findet. Auf dieser Basis kann man dann schauen, ob Aggreko eine akzeptable Bewertung (für 2016 und danach) aufweist.

      Ein Aspekt, der Aggreko in die Hände spielen könnte, ist das von mir im Blog angesprochene Naturphänomen "El Niño", das wohl in diesem Jahr wieder sein Unwesen treiben wird. Denn Einsatzmöglichkeiten für die Stromaggregate von Aggreko ergeben sich ja vor allem in Kriegs- und Krisengebieten - und die dürften dank "El Niño" zum Jahresende hin weltweit deutlich zunehmen. Das spielt dann Aggreko in die Karten, allerdings erst ab 2016. Hier könnte man also beobachten, wie schlimm "El Niño" wütet und im Wissen, dass dann die Nachfrage nach Aggrekos Generatoren anziehen wird, die Aktien im Vorgriff auf die dann zu erwartenden besseren Zahlen kaufen. Sofern die Bewertung zu dem Zeitpunkt attraktiv ist.

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    2. Ich halte auch folgende Interpretation für möglich, frei nach Kostolany, also eher stimmungstechnisch : Lt. V&O Blog ist die Aktie bei den Analysten schon länger in Ungnade gefallen, vormals Darling-Status, der Kurs dümpelt bereits seit einiger Zeit und jetzt haben viele die Aktie verkauft. Hohe Umsätze, bei fallenden Kursen. Könnte auch eine gute Einstiegsmöglichkeit sein, gerade weil die schlechten Nachrichten ja zu fallenden Kursen geführt haben, könnten diese jetzt eingepreist sein. Es ist halt die Frage, schmerzt es mich mehr, wenn mir der Kurs davonläuft, weil die Ertragssituation sich plötzlich verbessert, was ich eben nicht voraussehen kann, wann das passieren wird ? Oder schmerzt es mich mehr, wenn der Kurs noch etwas fällt, ich aber von dem Geschäftsmodell überzeugt bin und die Verluste dann halt aussitzen muss ?

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    3. So wie ich Dich verstanden habe, sitzt Du die bereits aufgelaufenen Kursverluste bei Deinem Aggreko-Bestand ja ohnehin aus, denn Du überlegst ja, weitere Aktien hinzuzukaufen. Nur zu kaufen, um den Einstiegskurs zu verbilligen, davon halte ich nichts - in absoluten Zahlen macht es die Verluste ja nicht kleiner. Einen Nachkauf würde ich nur empfehlen, wenn man davon ausgeht, dass sich das Unternehmen operativ wieder erholt. Und das Management selbst davon ausgeht, dass das nächste Jahr noch schlechter wird, dürfte die Wahrscheinlichkeit recht hoch sein, dass der Kurs noch weiter fällt. Wie gesagt, sollte El Niño zum ersten Mal in der TV-Berichterstattung auftauchen, könnte dies der Startschuss für bessere Geschäfte in 2016 sein. Und vermutlich ein guter Einstiegszeitpunkt (zumal dann ja auch der Börsenherbst hinter aus liegt, der erfahrungsgemäß ja eher eine unterdurchschnittliche Kursperformance aufweist)...

      Wenn Du allerdings total von Aggreko überzeugt bist und der Meinung, dass es dort ab 2017 wieder aufwärts geht bzw. sie wieder an die alten geschäftlichen Erfolge anknüpfen können, und Du das Geld auch über die Durststrecke dazwischen schon in das Unternehmen zu investieren, dann kannst Du natürlich auch sofort nachkaufen, weil Dir dann die letzten 10 oder 15 Prozent Absacker egal sind.

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  2. Super Seite!
    Wie wärs mit einem Musterdepot (z.B. 50.000 € Starkapital)?
    Kannst du aktuelle Empfehlungen (kaufen bis X €, Halten, Verkaufen ab X €) zu deinen Titeln geben? Welche Titel stehen auf deiner Watchlist?
    Gruß

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    1. Ein Musterdepot habe ich bewusst nicht eingerichtet, ich habe daran noch schlechte Erfahrungen aus Neuer Markt-Zeiten. Das riecht mir zu sehr nach Zocken. Da ich Langfristanleger bin und mit meinem Blog die Leser ja auch zum selbständigen Denken bzg. ihrer Investitionsentscheidungen ermuntern möchte, habe ich die Empfehlungsliste geschaffen. Da kann jeder sehen, welche Aktien ich als Kauf- bzw. Halteposition einstufe und beides bedeutet, dass man die Aktien zu dem aktuellen Kurs dann im Depot haben kann. Was die Positionsgröße angeht, muss jeder für sich entscheiden, ob er lieber viele Aurelius oder wenig Jungheinrich kaufen möchte. Ich habe bisher noch niemanden erlebt, der ein Musterdepot 1:1 nachgekauft hätte. Insofern würde es keinen wirklichen Nutzen haben, außer dass es vielleicht mit anderen Musterdepots anderer Leute vergleichbar wäre. Aber es würde mich auch insofern wiederum einschränken, als dass ich mir Gedanken machen müsste, welche Aktien ich ins Musterdepot aufnehme und welche ich ggf. (bei zu geringer Cashquote) dafür hinauswerfen müsste. Ich glaube nicht, dass das irgendeinen Mehrwert für irgendjemanden bietet. Nein, ich möchte mit meinem Blog zum Nachdenken anregen und zur Diskussion über Value Investing und die Unternehmen, die ich vorstelle.

      Aus diesem Grund habe ich auch keine Kauflimits und auch keine Stoppkurse. Wenn eine Aktie als Kauf eingestuft wird, dann sollte man sie irgendwo in de Bereich des Empfehlungskurses kaufen. Und dann laufen lassen. Ein angegebenes Limit wäre doch nur stichtagsbezogen und würde nach einigen Wochen eh nicht mehr stimmen, denn die geschäftliche Entwicklung der Unternehmen ist ja nicht statisch.

      Und meine Watchlist... das sind ja alles ungelegte Eier, darüber lohnt es sich nicht, zu sprechen. Wenn ich ein Unternehmen hier im Blog vorstelle, kommt es auf die Empfehlungsliste - oder eben nicht. Im Prinzip kann man aus den Branchen der bisherigen Unternehmen ableiten, welche weiteren Unternehmen ich auch "lose" im Fadenkreuz habe. Wenn ich ganz neu eine Dow Chemical aufnehme, dann vergleiche ich sie natürlich mit Konkurrenten, wie z.B. BASF, und überlege mir, weshalb ich nun den einen oder anderen bevorzuge. Oder im Bereich der Finanzinvestoren, da sind Aurelius und Blackstone meine Favoriten. Und auch KKR. Aber eine Mutares oder eine Bavaria schaue ich mir auch ab und zu an, jedenfalls behalte ich sie flüchtig im Blick. Oder bei Starbucks, da habe ich schon auch die Entwicklung bei McDonalds angesehen und überlegt, weshalb ich Starbucks für soviel aussichtsreicher halte.

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  3. Hallo Michael,

    ich schätze deinen Blog sehr! Die Einzigartigkeit an deinem Blog ist m.E. vor allem dadurch geprägt, dass du immer offen und ehrlich bist, deiner Linie immer treu bleibst und selber auch Fehler zugibst. Hinzu kommt, dass du dein Wissen, welches du dir über Jahrzehnte mühsam selbst erarbeitet hast, hier weiter gibst. Dein Ursprungsgedanke für diesen Blog war ja, dass du selber immer wieder daran erinnerst wirst, den Regeln des Value-Investments zu folgen. Genau aus diesem Grund lese ich deinen Blog auch so gerne, da man leider des Öfteren, von den 'Leitsätzen' etwas abweichen möchte, obwohl man sich, wenn man Erfolg haben möchte, einfach daran halten muss. Aber ich denke, es ist einfach menschlich, dass man manchmal anders reagieren möchte, als es uns die Leitsätze von Warren Buffett lehren:).

    Und genau hier habe ich nun eine fundamentale Frage an dich, welche mich schon sehr lange beschäftigt. Gem. Warren Buffett und anderen großen Value-Investoren investiert man langfristig in Werte. Die Kurse, also der Preis ist nur interessant, um zu wissen, wann ein Unternehmen vom Markt unterbewertet ist und wann nicht. Was einem jedoch auffällt ist das Sommerloch. Es gibt ja die alte Börsenweisheit - 'sell in May come back in September'. Wenn man sich mal die Kurse der vergangen Jahrzehnte anschaut, trifft diese Börsenweisheit sehr oft zu. Wenn man jedoch auf Warren Buffett hört, müsste man in unterbewertete Unternehmen investieren, die Aktien liegen lassen, Tee trinken und einfach abwarten, bis der Markt den wahren Wert erkennt. Diese Sichtweise schließt mehrere Jahre ein, d.h. sehr langfristiger Ansatz. Dies ist in meinen Augen auch richtig und so habe ich in der Vergangenheit auch investiert.

    Wenn man jedoch die Börsenweisheit nimmt, welche fast jedes Jahr richtig ist, würde dies heissen, dass man sich im Mai von seinen Anteilen verabschiedet und im September wieder investiert. Das Sommerloch ist zumeist von Korrekturmaßnahmen geprägt. Wie handhabst du das? Verkaufst du Anteile noch vor dem Sommerloch, um die Cash-Quote zu steigern und dann nach dem Sommerloch wieder zu investieren oder beachtest du die alte Börsenweisheit überhaupt nicht? Ich bin wirklich am Überlegen, in Zukunft, zumindest die Anteile im Mai herunterzufahren, die Cash-Quote zu erhöhen und dann erst wieder im September nachzukaufen. Das Problem ist, dass dies an sich, eigentlich kein Value-Investment mehr wäre, da ich die Kursschwankungen ausnutzen würde, obwohl ich auch im Mai vom Wert des Unternehmens überzeugt wäre. Wenn man sich aber die Vergangenheit anschaut, ist das Sommerloch in 3 von 4 Fällen von Korrekturmaßnahmen geprägt.

    Viele Grüße!
    Stefan D.

    Ps. Es könne auch gerne die anderen Blog-Leser antworten. Habe gemerkt, dass hier ein sehr hohes KnowHow-Niveau herrscht:)

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    1. Moin Stefan,
      diese Saisonalität scheint nur zu passen, denn wenn man sich mal die "fiesen" großen Crashs der letzten Jahres vornimmt, fanden die nicht selten im Herbst statt. Allerdings hätten sie auch zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr stattfinden können (Stichwort Asienkrise), daher verzerren diese Ereignisse das Bild schon etwas nach unten.

      Auch stimmt der früher sicher richtige Spruch "Sell in May and go away - but remeber to come back in September" heute nicht mehr ohne Weiteres, denn die Sommermonate sind schon noch gute Börsenmonate. Heute ist man auch im Urlaub ständig erreichbar, das gilt für alle Marktteilnehmer, das ist also völlig anderes als früher, wo man über die Sommermonate dann von der Börse abgeschnitten war und nicht auf Unvorhergesehenes reagieren konnte.

      Als Langfristinvestor halte ich wenig davon, den Markt timen zu wollen. Damit liegt man meistens schief! Die Unternehmen werden ja nicht schlechter, nur weil der Aktienkurs etwas sinkt. Daher kann ich der Überlegung, aus Timinggründen heraus gezielt Aktien zu verkaufen, nichts abgewinnen. Allerdings braucht man die Saisonalität ja nicht zu ignorieren; man erzielt ja in der ersten Jahreshälfte auch Dividendeneinnahmen und da kann man sich mit Zukäufen ja zurückhalten und auf den - vermeintlich - schwachen Herbst warten. Dann hat man Cash auf dem Konto, um bei einem Kurseinbruch überproportional zukaufen zu können. So trennt man sich nicht aus den falschen Gründen von seinen Unternehmensbeteiligungen und kann dennoch die vermeintlich höheren Zukaufchancen im Herbst nutzen. Und ist man grundsätzlich nicht mehr von seinem Unternehmen überzeugt, dann sollte man sich von seine Aktien trennen. Aber eben nicht aus saisonalen Gründen...

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    2. Hi Michael,

      vielen Dank für deine Antwort. Ja du hast völlig recht, es wäre nichts anderes gewesen, als den Markt timen zu wollen. Und das ist wohl einer der größten Fehler, die man machen kann. Da der Markt überwiegend irrational ist, funktioniert das so nicht. Ich werde in Zukunft versuchen die Cash-Quote im Mai durch die Dividenden und die eigenen monatlichen Einzahlungen zu erhöhen und mich mit Zukäufen ab Mai-September erstmal zurück zu halten und den Markt in dieser Phase noch genauer beobachten. Von dem Wert der Unternehmen bin ich ja weiterhin überzeugt.

      Es ging mir darum, noch mehr Anteile von einem Unternehmen zu bekommen. Wenn man immer zu hohen Kursen verkauft und zu niedrigen einkauft, kann man so nach und nach immer mehr Anteile von dem Unternehmen, welches man langfristig halten möchte, gewinnen. Aber dies läuft zu sehr ins Timing rein, was man kaum bis überhaupt nicht beherrschen kann. Um hier das Risiko zu begrenzen, mach ich also doch lieber den easy Weg, behalten, Cash-Quote aus Dividenden u. Einzahlungen erhöhen, und vor allem 'abwarten'. Falls der Markt dann tatsächlich fällt, freut man sich ja auch:). Anders rum hat man nichts falsch gemacht. Danke Michael, ich wäre da vermutlich wieder in etwas hinein getappt, was zu sehr von den Leitsätzen abweicht, obwohl gerade diese langfristig gesehen so gut wie immer Gewinn versprechen.

      Viele Grüße!
      Stefan

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  4. Hallo Michael,

    auch ich möchte Dir für den tollen Blog danken. Die ein oder andere Unternehmung habe ich nicht zuletzt dank dir ins Depot gelegt.
    Ich persönlich hole mir - mittlerweile - zuerst Investmentideen bei diversen Bloggern und anschließend bewerte ich selber anhand der letzten beiden Geschäftsberichte die Unternehmen.

    Der Hintergrund meines Eintrags ist jedoch nicht nur der Lob für Deinen Blog ;-)

    Ich habe mir via Aktienscreening einige Interessante Unternehmen rausgesucht. Wäre folgende Unternehmung für deine Empfehlungsliste geeignet? Insbesondere die Finanzierungssituation lässt mich grübeln. Chancen sind langfristige niedrige Darlehen (kfw), die den EBIT weiter beflügeln könnten.
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-aktien/ktg-agrar-se.htm
    http://www.ktg-agrar.de/fileadmin/Dateien/Investor-Relations/Publikationen/2015/150513_KTG_Agrar_GBPflichtteil_Digital.pdf

    Besten Dank vorab und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Markus Wilms

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    1. Moin Markus, ich wünsche Dir ein frohes Neues Jahr!

      KTG Agrar habe ich mir vor zwei (oder drei?) Jahren mal genauer angesehen, doch ich habe mich auf kein Investment eingelassen und würde das auch weiterhin eher nicht tun. Im Agrarbereich ist wenig zu verdienen, viel hängt von staatlichen Subventionen ab. Und KTG ist enorm verschuldet, das kann der Konzern kaum aus dem laufenden Geschäft bedienen. So verkaufen de immer mal wieder Land, was ihnen recht hohe Erträge bringt, weil die Preise deutlich angezogen sind und weiterhin anziehen. Nur ist diese Einnahmequelle ja endlich und wenn man nachher die eigenen Produktionsflächen teuer pachten muss, kann man schon an der Nachhaltigkeit dieses Weges zweifeln.

      Das sieht wohl auch das KTG-management inzwischen so und hat nach der Phase des Investierens die Phase des Erntens ausgerufen. Markige Worte. Aber es geht im Kern darum, die Verschuldung und den Schuldendienst deutlich zu senken, weil man sonst irgendwann voll gegen die Wand fährt. So hat man ein Joint-Venture mit Tönnies beendet (wobei man rund 20 Mio. EUR erlöst) und die chinesische Fosun soll bereit sein, mit fast 10 Prozent bei KTG einzusteigen - mit den neuen Mitteln sollen (teure) Altschulden getilgt werden, die per Ende 2014 Netto rund 463 Mio. EUR betrugen. Wie z.B. die 2017 anstehende Mittelstandsanleihe mit einem Volumen von 210 Mio. EUR.

      Ich bleibe skeptisch, ob man bei KTG wirklich in ein nachhaltig profitables Geschäftsmodell investieren kann und daher lasse ich diese Chance (und die damit einhergehenden Risiken) lieber an mir vorüberziehen...

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  5. Hallo Michael! Ich bin selbst seit dem IPO bei Paypal investiert, da ich mir vom Geschäftsmodell und den Chancen einiges versprochen hatte... Die vergangenen hervorragenden Zahlen haben die Einschätzungen mehr als bestätigt, trotzdem kommt PYPL einfach nicht aus dem Quark.

    Wie ist deine Meinung zur Zukunft dieses Unternehmen? Ich habe nicht vor zu verkaufen, da ich weiterhin an das Geschäftsmodell und die Vormachtstellung von Paypal glaube, frage mich aber langsam was der Markt von dieser Firma eigentlich erwartet und das Wachstum endlich einmal geschätzt wird?

    Beste Grüße!

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    1. PayPal halte ich nach wie vor für sehr aussichtsreich, man ist der Platzhirsch in diesem Bereich. Es gibt viele FinTechs, die sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen, insbesondere werden Square, ApplePay und GooglePay beäugt, ob die "wie eine Bombe" einschlagen und ggf. PayPal das Wasser abgraben können. In Deutschland ging nun PayBack mit einem Bezahlangebot an den Markt, auch da muss man mal sehen, ob dies beim Kunden ankommt. Das von den deutschen Banken und Sparkassen lancierte PayDirekt sehe ich als Totgeburt - es bietet keinerlei Mehrwert ggü. PayPal & Co. dafür gibt es kaum Akzeptanzstellen. Zu spät, zu schnlecht zu gar nüscht...

      Keine Frage, der Markt ist umkämpft. Ich denke, dass sich PayPal hier behaupten können wird, allerdings muss man beobachten, ob durch die zunehmende Konkurrenz nicht die Margen unter Druck kommen.

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  6. Hallo Michael!

    Hast du dich als schon mal mit der INDUS Holding (WKN:620010) auseinandergesetzt? Sie machen von der Geschäftsidee (Investion in gut etablierte, mittelständische Unternehmen ohne Nachfolger) einen sehr guten Eindruck und auch die Zahlen der letzten Jahre sehen sehr gut aus. Trotz Währungsschwierigkeiten wurden die Zahlen für dieses Jahr nochmals bestätigt und die Wachstumsaussichten scheinen auf den ersten Blick hervorragend zu sein.

    Hast du dir hier bereits mal eine Meinung gebildet?

    Beste Grüße

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    1. Moin moin,
      Beteiligungsgesellschaften haben es mir angetan und ich habe einige auf der Empfehlungsliste und in meinem Depot; u.a. Aurelius, Deutsche Beteiligung, M.A.X. Automation, MBB. Zu Indus habe ich zuletzt vor einem halben Jahr etwas geschrieben und zwar im Rahmen meines Branchenartikels "Beteiligungsgesellschaften - die Perlentaucher des deutschen Mittelstands". Indus ist eine gut positionierte und hervorragend geführte Beteiligungsholding, in die man als Langfristanleger guten Gewissens Geld investieren kann. Ich bevorzuge allerdings die vorgenannten Werte und die Gründe bzw. deren Vorzüge hierfür habe ich hier im Blog ja des Öfteren thematisiert.

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    2. Hallo Herr Kissing,
      auch ich verfolge diese Seite immer gerne...bitte weiter so.
      Ihr Interesse an Beteiligungsgesellschaften teile ich. Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang Blackrock? Halten Sie hier derzeit einen Einstieg als Basisinvestment für interessant?

      Vielen Dank für Ihre Meinung.

      Mit freundllichen Grüßen
      Michael

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    3. Moin Michael,
      Blackrock ist inzwischen der größte Vermögensverwalter der Welt und an vielen Blue Chips maßgeblich (mit 3 bis 10 Prozent) beteiligt, auch an DAX-Werten. Daher kann man Blackrock eher als globalen Blue-Chip-Fonds betrachten, der momentan eine Marktkapitalisierung vom immerhin rund $59 Mrd. auf die Waage bringt und fast $5 Billionen verwaltet. Die nächste Quartalsdividende wird am 23.9. ausgezahlt (Record Date 2.9.) und die Dividendenrendite liegt bei rund 2,5%. Blackrock sollte sich in etwa wie der Gesamtmarkt (der großen Werte) bewegen, ist also als Basisinvestment entsprechend gut geeignet.

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  7. Grüß Gott Michael,

    ich beschäftige mich seit nunmehr etwas mehr als einem Jahr intensiver mit dem weiten Feld der Kapitalmärkte und stehe sicherlich mit meinem Wissensstand noch weit am Anfang. Nichtsdestotrotz waren mit der China-Sorgen-Dellen im August letzten Jahres sowie zu Jahresbeginn 2016, dem Ölpreisverfall mit ihrem Höhenpunkt im 1. Quartal 2016, dem Brexit-Referendum, den Notenbankenaktion(ismus)en schon einige lehrreiche Episoden dabei. Und ich glaube Erfahrung im Investieren ist nicht zu unterschätzen. Gerade um ruhig zu bleiben wenn viele Marktteilnehmer das Flattern bekommen und die Volatilität als Chance für sich zu verstehen. Als Vorteil kann mir dabei helfen, dass ich laut Selbsteinschätzung doch einigermaßen lernfähig und erfahrungsfreudig bin. (-;
    Dankbar bin ich dir für den Blog und sämtliche Informationen, die du zur Verfügung stellst, da sie für mich sehr inspirierend sind. Ich finde es übrigens klasse, wie du am Ball bist, Informationen recherchiert, Chancen und Risiken auslotest und dann auch konsequent danach handelst. Danke dafür. Mein seit kurzer Zeit bestehendes Portfolio gleicht sich übrigens schon hier und da merklich Deinem an und wenn sich bei den U.S. Werten Chancen ergeben, greife ich auch gern mal bei Werten zu, die Warren Buffet im Portfolio hat (wie Apple, dass ich in Q1 2016 erworben habe). Ich versuche auf europäische (Nestle, Lindt & Sprüngli, Novo Nordisk) & amerikanische (Apple, Alphabet, Starbucks) Schwergewichte zu setzen, da man hier eine gewisse Kursstabilität erwarten und unter Umständen gute, sichere Dividenden einstreichen kann.
    Mein Fokus liegt aber bestimmt zu 50% auf deutsche ( ggfs auch österreichische oder schweizer) mid, small und micro caps, da ich zum Einen von deutschen (Familien-)Unternehmen in Nischen- bzw. gar in Weltmarktführerpositionen angetan bin und zum Anderen es bei deutschen Werten deutlich einfacher ist an detaillierten Informationen, die als Grundlage für meine Investments dienen, zu gelangen.
    Damit gefällt mir dein Blog noch besser. Nochmal danke für die Infos und auch deine Offenheit für Kritik, die nicht selten zu lehrreichen Diskussionen führen.
    So, jetzt komme ich aber zum Punkt, ich will hier Keinen langweilen. Ich habe einige Verkäufe in den letzten Tagen vollzogen und bin konkret auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten im Immobilien Bereich. Nicht unbedingt die klassischen Bestandshalter, sondern eher Zulieferer, Asset Manager...

    Frage 1.: Der Bauzulieferer Steico ist als Verarbeiter von Holz geradezu prädestiniert für mein Portfolio. Aber leider bin ich erst nach der jüngsten, verschärften Rallye darauf gestoßen. Hältst du Steico auf dem derzeitigen Preisniveau für einen gerechtfertigten Kauf?

    Frage 2.: Publity und seine Investmentstory finde ich mehr als interessant. Du hast seiner einiger Zeit nichts mehr zu Publity verlauten lassen. Hast du deine Position zuletzt verändert? Ich habe heute nach eigener Recherche kaum eine deutsche Immobilienfirma finden können (wobei ich weiß, dass Publity ein ganz spezielles Geschäftsfeld besetzt), deren Kurs momentan unter dem 200 Tage Schnitt verläuft. Und dennoch kommt der Kurs von Publity so schwer in die Gänge. Die Fundamentaldaten sind doch mindestens o.k.. Und erst die Dividente... Du bleibst bei Publity weiterhin zuversichtlich, oder?
    Konkreter noch eine Frage zu den Aufgaben beim "Servicing von non performing loans". Publity kassiert 0,5% pro Jahr, doch was macht sie als Dienstleister genau. Soll sie das Geld für die Gläubiger reinholen? Oder soll sie für die Gläubiger Investoren finden, an die die faulen Kredite samt die als Sicherheiten hinterlegten Immobilien verkauft werden? Oder habe ich da was gänzlich falsch verstanden?
    Sind die eingestrichenen Servicegebühren dann mehr oder minder zu 100% als Ebit einzustufen?

    Sorry für den ausgedehnten Blogbeitrag, aber mir wars wichtig auch ein paar Hintergrundinfos von mir zu vermitteln und dich ausgiebig zu loben.

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    1. Moin Raffael,
      Du langweilst hier sicherlich niemanden, wenn Du etwas über Dich und Deine Anlagephilosophie mitteilst. Dass Dir mein Blog dabei bisweilen eine Hilfe ist, freut mich sehr. Auch dafür schreibe ich ja hier.

      Zu Steico...
      Steico hat eine schöne Kursrallye hinter sich. Allerdings hatte der Kurs zuvor auch zwei Jahre verpennt, insofern hatte er auch einiges nachzuholen. Steico hat zuletzt unternehmerisch alles richtig gemacht und die beiden Investitionsentscheidungen sind für Steico ein "Big Deal". Zwar steigt die Verschuldung durch die €100 Mio.-Investitionen deutlich an, auf der anderen Seite verbessern sich die Kennzahlen deutlich, insbesondere die Margen und der Cash-flow. Ich denke daher, dass Steico bei €13,50 für mittel- und langfristig orientierte Anleger eine gute Kaufgelegenheit mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis ist.

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    2. Zu Publity...
      An Publity scheiden sich die Geister. Die Entscheidung, unmittelbar nach dem HV-Beschluss zur Schaffung neuen Eigenkapitals und Ausschüttung der sehr üppigen Dividende eine Kapitalerhöhung durchzuziehen, war schon ein ziemlicher Affront. Das Vertrauen in den Vorstand hat hier schon ziemlich gelitten. Hinzu kommt der abgabewillige britische Investor, der über Wochen den Kurs gedrückt hat. Die ansich überzeugenden operativen Meldungen wurden somit negativ überlagert und die Skepsis der Anleger wuchs. Und der Frust. Hier zeigt sich, dass nicht die Meldungen den Kurs machen, sondern der Kurs die Meldung. Eigentlich Irrsinn, aber die Anleger glauben, dass die anderen schlauer sind als sie selbst - und deshalb verkaufen sie. Value-Investing funktioniert anders...

      Ich bin bei Publity weiterhin investiert. Vor einiger Zeit hatte ich ja "querbeet" Positionen reduziert, um meine sehr geringe Cash-Quote aufzublasen. Ich erwarte ja einen eher ruppigen Herbst an den Börsen. Das hat auch meine Publity-Position getroffen, wie fast alle Werte. Also in absoluten Zahlen. Der prozentuale Anteil am Depot hat sich "nur" aufgrund des bisher nicht so erfreulichen Kursverlaufs verändert; da sind andere Werte vorbei gezogen. Ich denke aber, dass Publity einiges an Nachholpotenzial hat und wenn der Markt deutlicher einbricht, ist Publity auch ganz sicher auf meiner Einkaufsliste.

      Das "Servicing von Non-Performing-Loans" ist das Bewirtschaften der nicht-bedienten Forderungen. Publity bzw. seine Fonds übernimmt diese Forderungen mit Abschlag auf den Nominalwert und strebt die Rückzahlung zu möglichst 100% an. In den meisten Fällen geht das nicht ohne Verwertung der Sicherheiten; aber der Schuldner könnte auch durch eine Erbschaft liquide werden oder durch eine Schenkung oder durch eine Bankfinanzierung oder durch Auszahlung einer Versicherungsleistung. Publity versucht, das Geld hereinzuholen, und das bringt Kosten mit sich. Dafür erhält man die Vergütung, für die Tätigkeit. Ist man (besonders) erfolgreich, erhält man oben drauf noch eine Provision.

      Zu 100% kann man die Servicegebühren also nicht als EBIT ansetzen, denn ihnen stehen ja Aufwendungen gegenüber. Gericht, Gerichtsvollzieher, ggf. Gutachter, eigenes Personal, Sachaufwand (Porto, Büroausstattung, Fahrtkosten etc.). Aber es bleibt schon einiges hängen, weil Publity das Verfahren an sich ja ziemlich standardisiert hat. Und da man, anders als der ursprüngliche Gläubiger, nicht auf einem großen Verlust sitzt, kann man auch freier agieren. Und schneller, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

      Publity kauft die Objekte also mit Abschlag zum Wert. Die Bank hat ihre Forderung zuvor ja bereits wertberichtigt und dann verzichtet sie beim Verkauf noch einmal auf Geld. Publitys Forderung gegen den Schuldner beläuft sich jedoch auf 100% des Nominalbetrags plus Zinsen und Kosten. Kauft Publity also zu 70% an und erzielt 90%, sind die 20% Gewinn (abzgl. Kosten). Würde man 105% erzielen, müsste Publity die überschießenden 5% an den Schuldner abgeben. Aber das ist relativ unwahrscheinlich.

      Da Publity als Co-Investor mit eigenem Geld an Bord ist, hat man auch ein eigenes Interesse an einem möglichst hohen Gesamtertrag aus dem Deal. Eben nicht nur an den Gebühren.

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    3. Wenn Du Asset-Manager aus dem Immobilienbereich suchst, dann könnten auch DIC Asset und Patrizia Immobilien für Dich interessant sein, ich habe sie ja auch auf meiner Empfehlungsliste und schon das Eine oder Andere hier im Blog zu den Werten geschrieben...

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  8. Hallo Hr. Kissig, bin durch Ihren Blog zu Jahresbeginn unter Anderem auf Blackstone und Gladstone Capital aufmerksam geworden und bin dort eingestiegen. Beide Werte gehen mir zur Zeit im Kopf um. Sollten Sie aktuell eine Einschätzung dazu haben, fände ich diese Ganz interessant und vor allem hilfreich.

    Bei Gladstone bin ich dank Ihres Blogeintrages wahnsinnig günstige beinahe zum Tiefskurs eingestiegen und ist der beste Dividendenzahler in meinem Depot. Ich hatte bei einem Plus von 25% zwar schon einen Teil verkauft, durch den Kursanstiegt bin ich jetzt mit dem Rest bei über 50% im Plus und dadurch ist Gladstone auch die größte Position in meinem Depot geworden. Nachdem die Position auch meine maximale Positions-Größe erreicht hat dachte ich immer wieder über einen weiteren Teilverkauf nach. Allerdings wollte ich auch nicht die Gans schlachten die goldene Eier legt. Mit einer Dividenrendite von ca. 15% in Relation zum Einstiegskurs ist das Papier natürlich schon ein echter Traum. :-)
    Sie kennen sich ohne Frage besser mit BDCs aus als ich. Ist das ein Wert den man durchaus für lange Zeit behalten kann? Ich müsste ja schon über mehrere Jahre Dividenden beziehen um auf die gleiche Rendite zu kommen. Der hohe Depotanteil ist im Moment eben ein gewisses Risiko, falls ich da auf dem falschen Fuß erwischt werde. Andererseits wird mein Depot vermutlich allein durch Kapitalzuflüsse die nächsten Jahre noch stark zulegen, Gladstone aber nicht mehr ewig steigen (wir haben uns dem NAV ja schon deutlich angenähert). Somit würde sich die Relation zum Gesamtdepot mit der Zeit wieder in den grünen Bereich verschieben. Und ich würde mich, als eher Dividenden-orientierter Anleger, ggf. ärgern die Cashcow zum Schlachter geführt zu haben. ;-)

    Was Blackstone betrifft ist die Lage beinahe anders rum. Die Kursentwicklung war nicht besonders gut. Die gezahlten Dividende sind okay, aber ich habe besserer Titel. Im Moment bin ein paar Prozent im Minus und denke darüber nach die Papiere zu verkaufen wenn der Kurs mal wieder etwas nach oben geht. Haben Sie nach Ihrem Verkauf hin und wieder noch einen Blick auf Blackstone geworfen?

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    1. Gladstone
      ...war zu Jahresanfang so stark eingebrochen, weil man ein erhöhtes Exposure in Unternehmen hat, die der Öl- und Gasindustrie nahestehen. Da gab es hinsichtlich des Kurses massive Übertreibungen und deshalb hatte ich GLAD zum Kauf empfohlen. Inzwischen hat sich der Kurs deutlich erholt und ich würde auf diesem Niveau nicht mehr kaufen. Verkaufen muss man aber auch nicht, GLAD ist solide aufgestellt und liefert tolle Renditen! Die (einzige) Überlegung ist halt, dass der Wert als einzelner ein nicht zu starkes Gewicht im Depot ausmachen sollte. Mehr als 25% Anteil sollte ein Wert meiner Meinung nach nicht haben, das ist aber die absolute Obergrenze! Weniger ist wohl ratsam, auch wenn im konkreten Fall natürlich die monatlichen Dividendenzahlungen kaum zu toppen sein dürften von anderen Werten. Aber Benjamin Graham lehrte uns stets, zuerst auf das Risiko zu schauen und erst danach auf die mögliche Rendite. Wenn die angedeuteten Kapitalzuflüsse nicht erst in einigen Jahren und auf Schlag eintreffen, sondern z.B. durch monatliche hohe Sparbeiträge, dann kann man natürlich auch diese Beträge samt der Dividendeneinnahmen zur Diversifikation nutzen. Dann wäre allerdings von weiteren BDCs bzw. Finanztitel eher abzuraten, um auch andere Branchen ins Depot zu bekommen.

      Blackstone
      ...da bin ich nicht mehr so sehr im Thema, da der Wert aufgrund seiner Rechtsform (Limited Partnership, L.P.) und der daraus resultierenden steuerlichen Problematik in Deutschland für mich nicht mehr investierbar ist; ich hatte das ja ausführlich dargelegt und auch u.a. KKR & Co. deswegen gleich mit aus dem Depot entfernt. Generell stehen die (US) Hedge-Fonds und Finanzinvestoren unter Druck aufgrund der hohen Gebühren und Provisionen, die sie ihren Kunden abverlangen und der eher bescheidenden Resultate der letzten beiden Jahre. Ich habe mich als Alternative ja bewusst deutschen Asset-Managern zugewandt (Deutsche Beteiligung, Llyods Fonds, Ernst Russ, Publity, Patrizia Immobilien, MPC Capital, DIC Asset). Natürlich zahlen die keine Quartalsdividenden, aber einige von ihnen weisen durchaus ansehnliche Dividendenrenditen auf. Und die zahlen ja nicht alle zur selben Zeit: DBAG und Publity im März, DIC Asset und Lloyd Fonds im Juli. Und bei Patrizia gab es bisher immer Berichtigungsaktien im Verhältnis 10:1 anstelle einer Dividenden - und das im Juni.

      Sofern man weiter auf internationale Finanzinvestoren setzen will, ohne die steuerliche Problematik zu haben, kann man auch auf einen entsprechenden ETF setzen. Wie den "DB X-TRACKERS LPX PRIVATE EQUITY INDEX ETF 1C" (WKN DBX1AN); hierbei hat man den Vorteil, dass der ETF sich um die ausländischen Dividenden kümmert und man selbst ggf. eben eine inländische Ausschüttung des ETF erhält, die den "ganz normalen" steuerlichen Regularien unterliegt.

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    2. Danke für die wie immer umfangreiche und fundierte Antwort. Das hat mir jetzt wirklich geholfen und ich bin zu einer Entscheidung gelangt mit der ich glaube ich gut leben kann. Ich werde mich von Blackstone sofort trennen, nach Berücksichtigung der Dividenden ist das ein mittlerer einstelliger Verlust, das kann ich gut verschmerzen. Das Kapital stecke ich lieber in einen Wert mit etwas höherer Dividende mit dem ich schon länger beobachte. Den Rest dann in die Deutsche Rohstoff, da wollte ich ohnehin noch aufstocken und wenn das noch etwas weiter läuft ist der Verlust in kurzer Zeit kompensiert. ;-)

      Und Gladstone bleibe ich treu. Die Position zu verkleinern hätte mich nicht glücklich gemacht. 25 Prozent hat die Position bei Weitem nicht. Ich diversifiziere lieber etwas stärker und habe alle Finanztitel (ohne REITs) zusammen gerade mal mit etwas mehr als 25% gewichtet. Danke auch für den Hinweis dann keine weiteren BDCs ins Depot zu nehmen. Da habe ich mich tatsächlich begonnen umzusehen, was eigentlich Blödsinn ist.

      Ich kann mich nur immer wieder ganz herzlich für die Arbeit bedanken die Sie in Ihren Blog stecken. Ihren Blog zu entdecken war für mich tatsächlich ein Wendepunkt als Privatanleger. Auch wenn meine persönliche Strategie von Ihrer etwas abweicht, hat Ihr Blog doch maßgeblich dazu beigetragen genug Verständnis für das Themenfeld Einzel-Aktien zu erlangen um überhaupt zu einer eigenen Strategie zu finden.

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  9. Hallo Michael,
    zuallererst möchte ich mich mal für deinen Blog bedanken. Als Neuling im Bereich Aktien schaue ich hier immer wieder interessiert herein und habe das Gefühl, dabei eine Menge über die Bewertung von Unternehmen und das Börsenleben zu lernen, ferner nutze ich deine Empfehlungen auch für eigene Investmententscheidungen.
    Seit einer Zeit gehen mir beim Lesen deines Blogs einige Fragen durch den Kopf, die du mir hoffentlich beantworten kannst.
    Meine ersten Börsenschritte habe ich im Bereich Unterhaltungselektronik gemacht und werde da bspw. in Sony investiert bleiben, da ich als junger Mensch das Gefühl habe, den Zeitgeist ganz gut abschätzen zu können und andererseits bei durchaus stabilen fundamentalen kennzahlen des Unternehmens auch Wachstumschancen (VR, sicht festigende Vorherrschaft im Heimspielbereich bei gleichzeitiger Fokussierung auf diesen Bereich) sehe, während ich den materiellen Investmentbedarf eines solchen Unternehmens auch für mich als Laien als halbwegs durchschaubar empfinde. Weil ich die Investitionsmöglichkeiten in diesem Bereich aber als begrenzt ansehe,da viele Aktien ja schon recht hoch bewertet scheinen und bei einem Börsenbeben wahrscheinlich zuallererst die heiße Luft bei den Aktien mit den überirdischen KGV und KBV entweicht, scheue ich mich, hier noch mehr Geld anzulegen und suche nach anderen Investitionsmöglichkeiten, wobei ich mich mich mit deinen Empfehlungen auseinandersetze.
    Die Aktienauswahl auf deiner Empfehlungsliste erscheint ja wie ein bunter Blumenstrauß, also recht wenig spezialisiert, da vermute ich, wirst du trotz dieser Diversifikation als ausgebildeter Experte auch in verschiedenen Bereichen ein gewisses Hintergrundwissen über die entsprechenden Geschäftsfelder der Unternehmen mitbringen. Als eine deiner "Lieblinge" sticht für mich gerade besonders die Deutsche Rohstoff AG als eine Rohstoffaktie hervor, wo ich zwar bärenstarke fundamentale Kennzahlen erkenne, es mir aber so vorkommt, dass man für das Abschätzen eines derartigen Investments am besten VWL studiert haben sollte, um mögliche Risiken und Chancen (Ölpreisentwicklung, Goldpreisentwicklung auch im Zusammenhang mit allen möglichen politischen Entwicklungen) zu durchschauen. Inwiefern setzt du für deine Investments denn eine breite Kenntnis des Geschäftsfelds über die reinen fundamentalen Kennzahlen hinaus voraus? Beispielsweise war ja für dich als Nicht-Biologe der "Burggraben" von Novo Nordisk vermutlich schwierig abzuschätzen.
    Und wie findest du eigentlich diese Unternehmen und wählst sie aus? Viele davon, gerade die mit erheblichem Kurspotential, findet man wohl nicht einfach so im Supermarktregal, wie es bspw Peter Lynch geschrieben hat.
    Und gibt es für dich (ethische) Ausschlusskriterien bei der Auswahl von Unternehmen? Nachdem ich bei der Deutschen Rohstoff investiert habe, musste ich bei weiterem Recherchieren mit Unmut feststellen, dass dort die "horizontalen Bohrungen" mithilfe von Fracking vorgenommen werden, welches ich eigentlich als kritisch ansehe. Da bin ich jetzt sehr ambivalent bezüglich dem weiteren Halten der Aktie.
    Gibt es tiefergehende Literatur neben den populären Werken zum Valueinvesting, die du interessierten Anlegern empfehlen kannst? Würdest du sagen, dass es sich für private Anleger lohnt, sich intensiv mit Grundlagenbüchern der BWL auseinanderzusetzen?
    Das war jetzt doch ein etwas längerer Post mit einigen Fragen, aber vielleicht findest du ja mal die Zeit, die eine oder andere Frage aufzugreifen.
    Viele Grüße Andreas

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    1. Moin Andreas,
      ein wahrlich umfassender Rundritt, den Du da hingelegt hast...

      VWL muss man nicht studiert haben, um an der Börse investieren zu können. Ich denke, man muss eine gute Allgemeinbildung haben und Spezialkenntnisse in eine oder mehreren Bereichen ist sicherlich nicht verkehrt. Eine überdurchschnittliche Bereitschaft, sich Wissen und neuer Erkenntnisse anzueignen, sind durchaus hilfreich. Letztlich muss man bereit sein, Dinge zu hinterfragen, Dinge zu lernen, und daraus seine Schlüsse zu ziehen. Nur der Meinung anderer Leute hinterherzulaufen, ist nicht ausreichend. Man muss seinen eigenen Verstand einsetzen, denn man investiert ja auch sein eigenes Geld. Entscheidend ist zu erkennen, was man nicht kann, was man nicht weiß, was man nicht versteht. Um diese Bereiche sollte man einen Bogen machen und sich auf die übrig bleibenden konzentrieren. Damit ist man der Mehrzahl der Börsianer schon einen großen Schritt voraus und mächtig im Vorteil. Man muss nicht jede vermeintlich günstige Gelegenheit mitnehmen, man sollte lieber auf die sicheren Sachen setzen. Also die, von denen man überzeugt ist.

      Spezielle BWL-Literatur halte ich nicht für nötig; ein gewisses Grundwissen über Bilanzen und Rechnungslegung, also auch die entscheidenden Kennzahlen für die Bewertung von Unternehmen/Aktien hingegen schon. Reinhold Gagels "Wie man eine Bilanz liest" finde ich gut verständlich, ebenso Nicolas Schmidlins "Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse".

      Zu DRAG und dem Fracking. Ich weiß gar nicht, was alle Leute gegen diese Fördermethode haben. Sie ist erprobt (in Deutschland wird seit mehr als 50 Jahren auf diese Weise Öl und Gas gefördert) und sie ist vergleichsweise sicher. Die Umweltschäden nehmen sich ziemlich gering aus verglichen mit den anderen Arten der Öl- und Gasförderung. Natürlich hat jeder den Fernsehbericht gesehen, wo des Wasserhahn Feuer gefangen hat. Und die meisten Leute kennen nicht die Klarstellung, dass dies nichts mit dem Fracking zu tun hatte. Wenn jedoch jemand der Meinung ist, diese Methode sei grundsätzlich abzulehnen, dann kann und sollte er vielleicht auch nicht in derartige Unternehmen investieren. Das ist ja die Entscheidung von jedem selbst.

      Ich habe keine ethische rote Linie, aber ich investiere nicht in bestimmten Bereichen. Rüstungsaktien sind für mich kein No-go, aber ich kaufe keine Tabakaktien. Krebs (durch Rauchen) verursacht unendliches Leid bei den Betroffenen und die Tabakkonzerne verdienen daran, Menschen Gift zu verkaufen und auch noch solches, das sie süchtig macht. Kein Geschäft für mich. Im Grunde gibt es ja bei allen Dingen im Leben Vor- und Nachteile, Positives und Negatives. Und jeder kann für sich entscheiden, wie er die Schwerpunkte setzt.

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    2. Hallo Michael,
      danke für deine ausführliche Antwort. Dass Fracking hierzulande schon ein alter Hut ist, war mir gar nicht bekannt. Ich werde meine bisherige Position erstmal halten, aber trotz der momentanen Kursschwäche erstmal nichts mehr dazukaufen, weil es für mich schwer abzuschätzen ist, wie schädlich Fracking tatsächlich ist, außerdem der Punkt mit dem Wohlfühlen. Da kommen mir beispielsweise Immobilienaktien durchschaubarer vor und deshalb behalte ich gerade vor allem Patrizia und Publity im Auge. Würdest du sagen, dass du dich als Finanzfachmann mit "Finanzaktien" (Assetmanager, Immobilienhandel, Versicherungen) im Allgemeinen versierter/wohler fühlst als mit Rohstoff- und Technologieaktien, wo Dinge wie technisches Know-How eine Rolle spielen?
      Schöne Grüße Andreas

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    3. Moin Andreas,
      es ist natürlich schon ein Unterschied, ob man in den Weiten Colorados oder Nevadas Fracking betreibt oder im dicht besiedelten Ruhrgebiet mit seinen großen Trinkwasserreserven im Grundwasser. Nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv. Sollte es gelingen, den inzwischen schon sehr geringen Anteil an giftigen Chemikalien vollständig zu ersetzen, wird das in Deutschland die panische Angst vor Fracking nicht lindern, aber objektiv die Methode "annehmbarer" machen.

      Zu Deiner anderen Frage: Buffett nennt das den "Circle of Competence", den man nicht verlassen sollte. Man darf nur innerhalb dieses Kompetenzradius investieren, alles was außerhalb liegt, ist tabu. So stellt man sicher, dass man (viel eher) weiß, was man tut.

      Natürlich habe ich zu einigen Bereichen einen einfacheren Zugang als zu anderen. Ich kann nicht/kaum einschätzen, wie sich bestimmte geologische Formationen auf den Ertrag oder die Kosten auswirken. Ich kann auch nicht einschätzen, wie wirkungsvoll eine Software ist, ob sie am Markt ankommt oder wie leicht es ist, sie einfach nachzuschreiben oder eine noch bessere auf den Markt zu bringen. Hier bin ich auf die Analysen und Einschätzungen anderer Leute angewiesen. Je mehr ich hier lese, um so mehr unterschiedliche Meinungen lese ich und umso besser wird mein Empfinden für das Geschäft. Wenn ich glaube, dass ich eine eigene Einschätzung der Chancen und Risiken vornehmen kann, dann bin ich bereit für ein Investment. Dann muss "nur" noch der Preis stimmen. Erkenne ich jedoch, dass ich nicht wirklich verstehe, was im Unternehmen und seinem Marktsegment vor sich geht, dann darf ich gar nicht investieren! Ich würde ja nur den Kurs kaufen und darauf hoffen, dass der sich in die gewünschte Richtung entwickelt. Den Wert des Unternehmens, absolut und relativ im Verhältnis zu seinen Wettbewerbern, kann ich dann ja überhaupt nicht einschätzen. Und Value Investing bedeutet das Ausnutzen des Unterschieds zwischen Wert und Preis. Kennt man einen oder gar beide Faktoren nicht, zockt man, aber man investiert nicht.

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  10. Hallo Herr Kissig.

    Ich bin seit Februar ein stiller mit Leser und finde Ihren Block extrem gut.
    Ihr Block hat mich zusätzlich dazu bewegt ein Depot zu eröffnen und mich intensiv mit dem Thema Aktien zu beschäftigen.
    Mittlerweile hab ich 2 Große Positionen an Drag und Publity und würde gerne paar kleinere Risikofreudige Anlagen beimischen. Wobei Publity und Drag von Risiken ja auch nicht befreit sind. Die Buchgewinne sind überragend und den guten Start hab ich wohl nur Ihnen zu verdanken. Die beiden Positionen sind mir aber mittlerweile so Groß geworden, dass ich über weitere Positionen nachdenke und das Geld was ich monatlich einzahle in mehrere kleinere Turnaround Positionen anlegen möchte. PNE Wind scheint mir sehr attraktiv zu sein und eine kleine Wette wert. Nun wollte ich fragen welche zwei weitere Positionen könnten Sie mir empfehlen. Das Risiko des Verlusts ist mir bewusst und die Positionen dem entsprechend klein.

    Auf jeden fall ist Ihr Block eine Große Hilfe und die vielen Artikeln sehr lesenswert.
    Machen Sie weiter so!

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    1. Bei der DRAG sollte das Risiko eher begrenzt sein, da künftig von deutlich steigenden Einnahmen und Gewinnen auszugehen ist. Selbst wenn der Ölpreis etwas nachgibt, dürfte hier im nächsten Jahr einiges an Kursplus drin sein.

      Publity ist deutlich risikoreicher. Noch scheinen die avisierten Jahresziele nicht unter Dach und Fach zu sein, hier stehen noch Meldungen über erfolgreiche Verkäufe aus. Bis zur Hauptversammlung dürfte die Aktie aber einiges an Kurspotenzial haben, da die Dividende von €2,80 auch Dividendenjäger anlocken dürfte. Auf Jahressicht bleibt aber entscheidend, ob Publity seine erklärten Ziele verwirklichen kann. Hier herrscht am Markt noch einige Skepsis.

      Bei PNE Wind ist es ziemlich enttäuschend, was die Börse bisher aus dem erfolgreichen Verkauf des YieldCo-Portfolios gemacht hat. Wenn PNE hierzu seine ersten aktualisierten Geschäftszahlen präsentiert, sollte der Erfolg aber sichtbar werden und der Kurs entsprechend zulegen. Sicher ist das aber nicht, denn die Börse agiert hier eher irrational und hat (noch) wenig Vertrauen in das neue Management und die künftigen Erfolgsaussichten des Unternehmens. Andererseits sind dies auch genau die Phasen, wo man (noch) günstig einsteigen kann, bevor alle Welt erkennt, dass sich der Wind gedreht hat.

      Ein Wert mit großen Potenzial sollte Blue Cap sein. Der Neschen-Deal und die operativen Erfolge bei einigen Tochtergesellschaften dürften zu einer Neubewertung führen und Kurse im zweistelligen Bereich. Das Kursrisiko nach unten ist bei Blue Cap wohl ziemlich limitiert, das Upside-Potenzial hingegen überdurchschnittlich.

      Als speuklativere Beimischung für 2017 sollte mVISE auftrumpfen können. Der Turnaround ist in vollem Gange und die Übernahme der Just Intelligence GmbH wird die Geschäftszahlen sofort deutlich verbessern. Darüber hinaus ergeben sich Cross-Selling-Effekte und Synergien, die das Zahlenwerk antreiben sollten.

      Und dann wäre da noch Funkwerk. Die Aktie ist schon sensationell gelaufen und konsolidiert gerade. Ich habe hier kürzlich aufgestockt, da auch Insider weiter zugekauft haben. Die Hörmann-Gruppe hat gerade ihre internen Strukturen neu geordnet und hält über 50% der Anteile. Ich denke, dass neben den operativen Fortschritten auch eine Komplettübernahme durch Hörmann immer wahrscheinlicher wird. Und je länger die mit einem offiziellen Angebot warten, desto teurer wird es.

      Ich werde demnächst meine Liste mit meinen Jahresfavoriten 2017 veröffentlichen und die meisten der genannten Werte werden sich darauf wiederfinden. Möglicherweise enthält die Liste auch ein, zwei Werte, die ich bisher hier im Blog noch nicht vorgestellt habe.

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    2. Bei DRAG sehe ich den WTI Preis als risiko genug an. Da die Drosselung von Ländern beschlossen worden ist die nicht unbedingt mein vertrauen geniessen. Da kann Preistechnisch noch einiges passieren. Natürlich hoff ich das beste, bin aber vorsichtig und hab WTI im Blick. Ich danke dir für deine Tipps und die Idee mit den Jahresfavoriten 2017 find ich auch gut.

      Werde mich wohl bei Funkwerk, Blue Cap bedienen. Die Anderen schau ich mir im Laufe des Januars an.

      Guten Rutsch dann mal!
      Eugen

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  11. Guten Tag Michael,

    hast Du dich mit Lang und Schwarz befasst ? Scheint eigentlich ein tolles Unternehmen zu sein - eigentlich. Was ich stört ist, dass der Vorstand so gut wie nie mit den Aktionären kommuniziert. Keime Präsentation, Ergebniserwartung bzw. Zukunftsvisionen auf der Website.

    Allerdings scheint mir die Aktie bzw. das Unternehmen dennoch interessant. Es ist an Wikifolio mit 5 % beteiligt, ist als kleines deutsches Unternehmen doch sehr erfolgreich an der Börse und Co. Bei fast jeder Depotbank kann man über L&S kaufen - außerdem bieten sie inzwischen (war nicht immer so) Hebelprodukte an - man erweitert also die Dienstleistungspalette.

    Außerdem ist das Unternehmen eine Art Investmentbank, da sie (so weiß ich, korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege) Unternehmen bei Börsengänge und Kapitalbeschaffungen begleitet.

    Wie ist deine Einschätzung ?

    Herzlichen Dank und viele Grüße aus Bayern!

    DD

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    1. Lang & Schwarz beachte ich nur am Rande, die Ergebnisse schwanken mir zu heftig über die Jahre, nach tollen Erfolgen folgt zumeist prompt die Katerstimmung. Wikifolio halte ich für nicht ganz so risikolos für L&S und das große Wachstumspotenzial sehe ich bei Wikifolio auch nicht mehr. Ich kann das aber nicht wirklich einschätzen, daher lasse ich die Finger davon.

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  12. Hallo Michael,

    gestern ist der Kurs von Genworth Financial ziemlich eingebrochen. Ich konnte hierfür bei meiner Recherche keine Erklärung finden; einzige News war die Ankündigung für die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am 07.Februar. Ich habe meine Papiere behalten und spekuliere weiter auf die erfolgreiche Übernahme durch China Oceanwide oder den weiteren Turnaround. Ist dir irgendwas Relevantes zum gestrigen Kurseinbruch bekannt, was den Investmentcase beeinflusst?

    Beste Grüße,
    Michael

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    1. Es gab gestern einen negativen Kommentar in den USA, der meinte, die Übernahme würde vielleicht scheitern und dann wären die GNW-Aktien nur noch $1,20 wert (klickste hier).

      Andere News habe ich nicht gefunden und eine solche Meinung kann man ja vertreten, denn GNW ist eine Turnaround-Spekulation. Ich teile diese Auffassung nicht, da alleine die beiden an der Börse gelisteten Hypothekentöchter in Kanada und in Australien (GNW-Anteil jeweils rund 50%) mehr als $5 je GNW-Aktie abdecken. Und HNW hat reichlich Liquidität in der Kasse, so dass auch nicht mit einem Ausfall in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Sollte also die Übernahme platzen, wäre meine ursprüngliche Spekulation auf eine Annäherung an den Buchwert, der ja deutlich im zweistelligen Dollar-Bereich liegt, wieder aktiv. Klappt es mit der Übernahme kann man für $5,43 andienen.

      Interessanter Nebenaspekt: sollte die Übernahme aufgrund regulatorischer Einwände seitens chinesischenr Behörden nicht klappen, erhält GNW eine Entschädigung von $200 Mio.

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    2. Danke für deine schnelle und hilfreiche Antwort! Ein solcher Analystenkommentar ist natürlich hilfreich für das Unternehmen, um die Aktionäre zur Zustimmung zu der Übernahme zu bewegen - ein Schelm, der Böses dabei denkt...
      Schade, dass ich schon ausreichend in GNW investiert bin, sonst sind die aktuell mehr als 50% Potential zum Übernahmeangebot schon verlockend, um nochmal nachzulegen.

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    3. Genau das habe ich getan, ich habe meine Position heute etwas aufgestockt und mir ein paar weitere Stücke ins Depot gelegt. Für mich sieht die Unterbewertung zunehmend krasser aus und der Kurs leidet unter den Leerverkäufern. Eigentlich brauchen wir nur abwarten, bis sich die Stimmung dreht und die Short-Seller sich alle gleichzeitig eindecken wollen/müssen. Dann wäre selbst bei erfolgreichem Übernahmeangebot die Marke von $5,43 wohl kurzfristig keine wirkliche Hürde in einer solchen Short-Squeeze. Warten wir's ab, wir werden es erfahren...

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    4. Hallo Michael,

      inzwischen wurde noch eine Analystenmeinung veröffentlicht, welche eine Herabsetzung des Übernahmeangebots von $5.43 auf $3.43 mit einer 80%-Wahrscheinlichkeit beziffert. Wie auch immer er auf die 80%-Wahrscheinlichkeit kommen mag...:
      http://seekingalpha.com/news/3237662-wells-fargo-china-oceanwide-likely-cut-genworth-offer-3_43-share

      Ich kenne mich mit dem Prozedere bei Übernahmen nicht aus, aber es ercheint mir extrem unwahrscheinlich, dass das Angebot noch reduziert werden kann bzw. wird, nachdem sich China Oceanwide und Genworth ja eigentlich bereits handelseinig sind und die Abstimmung der Aktionäre bereits angelaufen ist. Man könnte denken, dass hier gezielt Panik verbreitet wird. Wie ist deine Einschätzung? Hälst du eine Herabsetzung des Angebots für denkbar?

      Danke für deine Meinung,
      Michael

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    5. Es gibt von GNW ein Aktionärsschreiben, in dem um Zustimmung zu der Übernahme geworben wird (klick). In diesem ist als Datum für die außerordentliche HV der 7. März genannt und immer wieder der Übernahmepreis von $5,43. Über die Annahme dieses (!) Angebots wird abgestimmt.

      Der Wells-Fargo-Analyst meint nun, dass das Jahresergebnis von GNW schlecht ausfallen wird, also mit einem deutlichen Verlust bei EPS. Seine Schätzung geht von einem Verlust von $0,46 je Aktie aus anstelle einer Erwartung eines Gewinns von $0,04. Und er meint, dass Oceanwide bei Eintreten dieses Verlusts seine Offerte auf $3,43 reduzieren könnte. Die Wahrscheinlichkeit hierfür beziffert er mit 80%. Er begründet seine reduzierte Gewinnerwartung übrigens mit den Unterlagen, die GNW als Anlage zum Aktionärsvotum angefügt hat.

      Ich bin auch kein Experte für US-Übernahmen. Wenn aber eine renommierte Bank so etwas in den Raum stellt, dürfte es grundsätzlich möglich sein. Zumal es sich ja nicht wirklich um eine Übernahme handelt, sondern die eigentliche Vereinbarung eine Fusion ("Merger") mit den US-Aktivitäten von Oceanwide vorsieht. Und zwar zu einem festgelegten Preis von $5,43. Das kann nicht einseitig einfach abgeändert werden. Allenfalls könnte ggf. Ocenwide vom Vertrag zurücktreten, denke ich. Aber dann? Einen neuen Versuch starten zu einem viel niedrigeren Preis? Das klingt wenig erfolgversprechend.

      Die Grundlage für die Wells-Fargo-Einschätzung sind GNW-Unterlagen und das GNW-Management hat höchstes Interesse daran, dass der Deal zustande kommt. Möglich, dass sie auch deshalb besonders tief stapeln, um möglichst viele Aktionäre in den vermeintlich sicheren Hafen der Oceanwide-Offerte zu treiben. Dann hätte Wells Fargo ihnen in die Hände gespielt. Andererseits dürften die enthaltenen Informationen nicht wirklich neu sein, schon gar nicht für Oceanwide, denn die haben ja vor dem Merger-Agreement alle Bücher von GNW eingesehen und man hat damals gemeinsam den fairen Wert von $5,43 ermittelt. Insofern klingt die Einschätzung von Wells Fargo eher nicht stichhaltig.

      Andere Option...
      Sollte Oceanwide die Offerte verringern, dürfte sie keine Chance auf Annahme seitens der Aktionäre mehr haben. Oder die Aktionäre lehnen den Merger ab. In beiden Fällen wäre zu überlegen, was mit GNW weiter passiert. Ob das Unternehmen von jemand anderem übernommen wird, ob es alleine bestehen kann oder ob man sich von einer oder beiden der profitablen Hypotheken-Töchter trennt, um sich so zu entschulden und zu gesunden.

      Wirklich geändert hat sich durch den Kommentar von Wells Fargo nichts.

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    6. Hallo Michael!
      Ich hab mir Genworth (& Übernahme) nach einer kleineren Portion nochmal durch den Kopf gehen lassen. Und das nicht nur 10 Mal... und letzte Woche deutlich aufgestockt. Weil: merger or not, win or win, I´m in.
      Nun, der 07.03. das ist übernächsten Dienstag und wohl durch die Großaktionäre allein wird eine mehrheitliche Zustimmung erwartet; ich erwarte in dem Umfeld schon in der nächsten Woche deutlicher anziehende Kurse.
      Den sqeezeout-Effekt erwartest Du unmittelbar nach einem "dafür"?

      LG,Jörgen.

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    7. Moin Jörgen, ich hatte zuletzt Ende Januar bei knapp über €3 meine Position aufgestockt. Wie hoch die Position der Short-Seller noch ist, weiß ich nicht. In den letzten vier Wochen hat sich der Kurs ja um rund 25% erhöht, was auch dafür spricht, dass bereits Short-Positionen eingedeckt wurden. Aber bestimmt noch nicht alle. Sollte es zu einer Annahme der Offerte kommen, dürfte der GNW-Kurs deutlich positiv regieren - und in dessen Folge es dann für Shorties teurer machen, sich einzudecken. Hier könnte es dann zu einer Panik kommen, also einem Short-Squeeze. Ob und wie es passiert,müssen wir halt abwarten. Ich bin jedenfalls dabei... ;-)

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  13. Hallo Michael,

    ich verfolge Deinen Blog schon ziemlich lange. Was mich jedoch immer wundert ist: Warum nimmst Du Deinem schlecht gelaufenen Empfehlungen raus (Beispiel WD)? somit hat die Liste den Anschein, dass alle Deine Empfehlungen Volltreffer. So hatte ich die List am Anfang immer verstanden. Aber sicher präsentierst Du eine andere Definition.

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    1. Es geht mir nicht um die Performance. Die Empfehlungsliste ist nur eine Übersicht, welche Aktien ich im Blick und wann ich sie erstmals empfohlen habe. Wenn aber einer dieser Werte, die ich im Blog vorgestellt habe, nicht mehr meinem Investmentcase entspricht, streiche ich ihn wieder von der Liste. Das kann daran liegen, dass sich das Geschäftsmodell geändert hat und mir nicht mehr gefällt, oder weil meine Erwartungen und/oder die des Unternehmens nicht erfüllt wurden, oder weil sich die Lage der Branche geändert hat. Oder schlicht, weil ich mich geirrt habe und mein Investmentcase nicht eintrat.

      Das führt natürlich in der Konsequenz dazu, dass vor allem die Werte dauerhaft auf der Liste bleiben, die meine Erwartungen erfüllen und die sich über die Jahre gut entwickeln. Also die Werte, wo ich - aus meiner Sicht - richtig lag und liege.

      Andererseits habe ich nach relativ kurzer Zeit die Dresdner Factoring wieder von der Liste genommen, weil diese übernommen wurde und ich nach mehrmaligem Nachbessern des Übernahmepreises kein weiteres Potenzial mehr sah. Damals war sie mit fast 200% Kurszuwachs, wenn ich mich recht erinnere, die mit Abstand beste Aktie auf meiner Liste. Und die DRAG hat zwei Jahre lang bei Kursverlusten von über -30% auf der Liste ausgeharrt, weil ich von ihr überzeugt war, weil ich mir sicher war, dass ich mit meinen Überlegungen richtig lag. Nur beim Timing eben nicht, aber das ist auch überhaupt nicht meine Stärke. Bei Western Digtal bin ich zu früh eingestiegen und als sich durch die SanDisk-Übernahme alles geändert hat, konnte ich die Situation nicht mehr einschätzen. Deshalb habe ich WD von der Liste gestrichen. Dass der Kurs sich danach prima erholt hat und sich letztlich wohl mein ursprünglicher Investmentcase doch noch einstellt, ist Pech (für mich). Oder erneut lausiges Timing, wie auch immer.

      Letztlich investiere ich mein Geld in Aktien und ich berichte hier im Blog darüber. Dabei mache ich Fehler und Verluste und erziele nicht immer Gewinne. Auch darüber berichte ich hier.

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  14. Hi Michael,
    mit der MBB hast du ja aufs richtige Pferd gesetzt und konntest gute Kurse mitnehmen ;-)
    Wie ist die Aussicht, wenn nun die Tochter Aumann an die Börse geht? Wie profitiert die MBB davon?
    Wie siehst du die Zukunft von MBB?

    Vielen Dank auch mal für deine Mühe in diesem Blog und die guten und ausführlichen Erklärungen! Dies nimmt ja schon eine menge Zeit in Anspruch!

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    1. Aumann wird die nächsten Jahre stark wachsen und dazu investieren müssen. Mit heute 50% an Umsatz und mehr noch Gewinn des MBB-Konzerns erwächst MBB hier einerseits ein Klumpenrisiko, andererseits würde man Aumann auch nicht unerhebliche Mittel aus dem MBB-Cashbestand reservieren müssen, um das Wachstum nicht nur über Fremdkapitalaufnahme (bei Aumann) generieren zu können. Daher glaube ich, dass MBB die Gunst der Stunde nutzen will, um Aumann selbständig zu positionieren und so auch die Möglichkeit von eigenen Kapitalmaßnahmen, wie Kapitalerhöhungen, zu eröffnen. Bei denen MBB nach meiner Einschätzung dann mitgehen könnte/würde, um seinen Anteil nicht auf unter 50% verwässern zu lassen.

      MBB hatte per Ende März 2016 ungefähr €15 Mio. an liquiden Mitteln ausgewiesen. Hinzu kommt der damals angenommene Free Cashfow für 2016 in ähnlicher Größenordnung - es dürfte eher mehr geworden sein. Man steht dies bezüglich also besser dar als vor der Aumann-Übernahme. Kommen nun noch zwischen €150 uns €200 Mio. hinzu durch das Aumann-IPO steht MBB vor ganz anderen Dimensionen, auch was die Größe der Targets angeht. Analog zu Warren Buffetts Wortspiel würde MBB anstelle eines Luftgewehrs künftig mit der Elefantenbüchse auf die Jagd gehen. Auch aus diesem Grund glaube ich nicht, dass Nesemeier bereits ein passendes Target konkret im Auge hat, für das er die Mittel aus dem Aumann-IPO benötigen würde. Die Suche wird in der neuen Größenordnung erst nach dem erfolgreichen IPO starten. Bis dahin blickt man sich eher in der bewährten Dimension um, also auch bei Add-ons für die übrigen Töchter. Und momentan wird ja bei Aumann auch kräftig in Wachstum investiert, das hat aktuell für MBB Vorrang, denke ich.

      Unter dem Strich kann man festhalten, dass MBB für seine knapp 93%, die man beim Aumann-IPO abgeben wird, ein Vielfaches des beim Zukauf der Claas Fertigungstechnik und Aumann-Gruppe eingesetzten Kapitals erlösen wird. Und dennoch Mehrheitsaktionär an der aus diesen beiden Firmen gegründeten Aumann AG bleiben wird.

      Daher denke ich, dass MBB auch künftig herausragende Ergebnisse bei seiner Beteiligungsauswahl treffen wird. Auch wenn es mitunter etwas länger dauert als bei anderen. MBB ist allerdings kein Finanzinvestor, sondern man baut eine Industrieholding auf. Der Weiterverkauf von Unternehmen steht nicht im Mittelpunkt, sondern die Integration in den Konzern und die dortige Wertschöpfung.

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  15. Hi Michael,

    was hälst eigentlich von der Susan Levermann-Strategie. Als Börsen-Neuling habe ich nach diesem System die Aktien Eyemaxx Real Estate und Deutsche Lufthansa gekauft. Und bin bisher nicht enttäscht worden. Beide AKtien sind gut im Plus.

    Emil

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    1. Sie scheint zu funktionieren, wobei ich kein Freund eines solchen starren Systems bin. Zu Eyemaxx ist allerdings zu sagen, dass es ein Wikifolio gibt, das nach der Levermann-Strategie vorgeht. Dieses Wiki ist ziemlich erfolgreich und wird gerade ziemlich stark beworben und in der Presse gehypet. Auch deshalb hat es große Mittelzuflüsse (aktuell sind mehr als 36 Mio. Euro in diesem Wiki investiert) und da es Eyemaxx in seinem Bestand hat (mit 12,3% hoch gewichtet), müssen alleine deswegen immer mehr Eyemaxx-Aktien für dieses Wiki gekauft werden. Inzwischen hält das Wiki einen nicht geringen Anteil des gesamten Streubesitzes. Sollte dieses eine Wiki jemals die Eyemaxx-Aktien verkaufen wollen, dann wird der Kurs vermutlich ins Bodenlose abstürzen, weil diese Menge dann gar nicht mehr am Markt platziert werden kann. Ich betrachte das als ziemlich kritisch und diese Problemstellung ist eine meiner größten Kritikpunkte am Wikifolio-System. Beim Kursanstieg freuen sich alle, beim Ausstieg kann es zu einem Crash in der betreffenden Aktie kommen. Und auch alleine dann schon, wenn zu viele Anleger viel Geld aus diesem Wiki abziehen, denn dann werden entsprechend Aktien des Wikis auf den Markt geworfen. Bei Siemens oder Vonovia ist so etwas kein Problem, bei marktengen Werten wie Pferdewetten.de oder Eyemaxx aber schon.

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    2. Vielen Dank für deine fundierte Einschätzung zu Eyemaxx. Dass ein Wikifolio in Eyemaxx investiert ist, war mir bisher nicht bekannt. Die Problematik sehe ich nun auch. Allerdings habe ich zu dem von dir geschilderten Szenario noch eine grundsätzliche Frage: Wenn der Kursverlust nichts mit dem inneren Wert eines Unternehmens zu tun hat - in unserem Szenario entziehen die Anleger einem Wiki-System ihr Vertrauen, dadurch kommt es zu massiven Kursverlusten eines im Wiki stark gewichteten Unternehmens - dann sollte sich der Aktienkurs mittel- bis langfristig doch wieder erholen und steigen. Oder gilt es nicht für marktenge Werte?

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    3. Theoretisch schon. In der Praxis kann das aber lange dauern, weil es ja zu einem massiven Vertrauensverlust der Anleger in die betreffende Aktie führen kann. Nehmen wir an, es gibt nur 1 Mio. Aktien und davon sind nur 10% in Streubesitz. Von diesen 100.000 Aktien hat inzwischen das Wiki die Hälfte im Bestand, weil ihm immer Mittel zugeflossen sind und daher immer weiter automatisch diese Aktien gekauft wurden. Wodurch der Kurs anstieg. Und auch andere Anleger kauften diese Aktie, weil sie sich prächtig entwickelte. Alle sind im Glück. Bis das Wiki verkauft - oder verkaufen muss, weil z.B. massiv Gelder aus dem Wiki abgezogen werden. Also werden nach Gewichtung im Wiki entsprechend Aktien verkauft, auch unser marktenger Wert. Der Kurs fällt. Und nun verkaufen auch andere Anleger außerhalb des Wikis - immer mehr Aktien kommen auf den Markt, dabei gibt es kaum Käufer. Der Kurs fällt stark. Passiert dies nun noch in einer Phase, wo es allgemein an der Börse stärker abwärts geht, werden Anleger auch noch mehr Geld aus dem Wiki abziehen und der Kurs der einen Aktie damit noch mehr unter Druck gesetzt. Es folgt ein sehr starker Kursverlust - und d Anleger immer hinter den Kursbewegungen irgendein Geheimnis und/oder eine Schweinerei vermuten, könnten sie auf Dauer von dieser Aktie die Nase voll haben. Und wenn das Wiki und die ehemaligen freien Aktionäre die Aktien erst einmal nicht wieder kaufen, dann erholt sich der Kurs auch nicht so schnell wieder - egal, ob das Unternehmen fundamental gut dasteht oder nicht. Das Wikifolio-Prinzip ist bei marktengen Titeln ein Raketenturbo - aber in beider Richtungen!

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    4. Herr Kissig , das mit dem Wikifolio ist schlechtweg falsch! Ein Wikifolio ist ein virtuelles Portfolio, welches durch ein, darauf aufgelegtes Zertifikat ( von Lang & Schwarz), abgebildet wird! Wie geagt, das Wikoflio-Portfolio ist rein virtuell und auch für das ( darauf aufgelegte Zertifikat) real handelbare Zertifikat ist es keine Bedingung , auch nur ansatzweise die Werte des Wikifolios zu beinhalten!! Es bildet als Derivat nur den zugrundeliegenden Index ab und geht evtl. auch Absicherungsgeschäfte ein. Das ein Wikifolio große Bestände eines Wertes hat und diese bei Investition vergrößert ist falsch. Wer das glaubt, hat ein Wikifolio und das darauf handelbare Zertifikat schlechtweg nicht verstanden !!!

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    5. Ich behaupte nicht, dass ich die Hintergründe bzgl. Wikifolio komplett verstanden habe. Aber... was ich hier wiedergegeben habe, sind die Darstellungen einiger Wikifolio-Betreiber aus dem Diskussionsboard wallstreet-online. Ich hatte den Eindruck, dass die ziemlich genau wissen, von was sie reden. Daher habe ich diese Auffassung übernommen und sehe sie als Fakt an.

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    6. Ich betreibe selbst ein Wikifolio! Fakt 1 : Ein Wikifolio ist rein virtuell, also nicht real ! Fakt 2: Das zugrundeliegende real handelbare Zertifikat bildet dieses Wikifolio ( diesen Index) ab, ohne notwendigerweise dessen Werte zu beinhalten. Auch das Investitionsvolumen in dem Zertifikat hat keinen Einfluss auf die Positionsgrößen. Ein Zertifikat ist ein Derivat, und dessen Emittenten bilden immer ein entsprechenden Index ab, der durchaus viele, tolle Aktien beinhaltet. Aber das jeweilige Zertifikat beinhaltet diese Werte nicht, meist keinen einzigen, der Emittent sichert sich anderweitig ab!
      Herr Kissig, ich halte viel von ihnen und sie machen tolle Arbeit, aber hier liegen sie einfach falsch.

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    7. Sehr interessanter Artikel zu Wikifolios; auch die Kommentare sind lesenswert. Insbesondere zur Frage, ob Aktien real gekauft werden (was für Nebenwerte bejaht wird).

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    8. Ist ja nicht zu übersehen, dass der Autor neidisch auf den Erfolg mancher Wikifolios ist und versucht sie schlecht zu reden, weil sie besser performen als er selbst. Speziell bezieht er sich dabei wohl auf die Wikifolios von Junolyst, wie man zwischen den Zeilen rauslesen kann. Fakten präsentiert der Autor jedenfalls keine.

      In den Kommentaren geht der Chefredakteur etwas näher auf das Problem der gekauften Aktien ein, liefert allerdings auch nur Vermutungen, dass Wikifolio die Aktien kaufen müsste, um sich gegen Kurssteigerungen abzusichern.

      Wenn denn die Aktien wirklich real gekauft werden proportional zum investierten Kapital und diese Käufe/Verkäufe so einen großen Einfluss auf den Kursverlauf haben, dass sie die Kurse zweistellig nach oben oder unten treiben können, wie der Autor schreibt, dann würde Wikifolio doch einen enormen Verlust dabei machen, wenn z.B. ein Trader eine Position komplett verkauft und beim Verkauf der realen Aktien der Kurs in den Keller geht.

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    9. Tasächlich kauft Lang& Schwarz im Hintergrund die in den Wikifolios gehaltenen Wertpapiere , Quelle: Bericht des Treuhänders.
      https://www.ls-tc.de/de/wikifolio/treuhand-berichte
      Der Bericht unter Godemodertrader trifft somit wohl zu.

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  16. Hi Michael,
    danke wie immer für deine Ansichten. Ich verfolge deinen Blog jetzt seit gut 2 Jahren und bin immer wieder begeistert. Deine Denkweisen zum nachhaltigen Value Investing sind einfach lesenswert, haben mich weiter gebracht und ein paar deiner Empfehlungen haben es auch in mein Depot geschafft.

    Eine Frage habe ich: Deine Empfehlungsliste ist stark gewachsen, daher sind regelmäßige Updates aufwendig. Hast du nicht trotzdem Lust dein "investor update" wieder fortzuführen, bei dem du kurz deine Sicht auf eine Aktie in wenigen Zeilen beschreibst, sobald sich die Situation der Aktie stark verändert hat? Seit Ende 2016 vermisse ich solche Updates. Wäre es nicht möglich das wieder aufzunehmen, bspw. alle 2 Wochen? Natürlich nur für die Aktien, wo sich etwas geändert hat und auch dort nur in Kurzform (2-3 Sätze).
    Viele Grüße

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    1. Die Investor-Updates sind in diesem Blog die Artikel, die die meisten Emotionen hervorrufen und oft mit persönlichen Anfeindungen einhergingen. Das hat mir nicht nur gefallen und es macht dazu noch einen enormen Aufwand, sich dann mit den Kommentaren auseinanderzusetzen. Insbesondere wenn es darum geht, weshalb ich im Depot kurzfristige Umschichtungen vorgenommen habe. Daher habe ich keine Investor-Updates mehr veröffentlicht. Und Du bist nach einem halben Jahr der Erste, dem das auffällt. ;-)

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    2. Der erste leider der sich dazu äußert denn auch ich vermisse diese, gerade weil sie einen Mehrwert bieten meiner Ansicht nach!
      Vermisse diese auch und Anfeindungen gibt es immer, diese korrelieren mit Erfolg halt nunmal wie ich finde ;)

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    3. Wie wahr. Man konnte schon vermuten, dass du dich mit deinen Investments nicht mehr beschäftigst ;-). Meintest du nicht auch, dass deine Updates dir wieder vor Augen führen sollten warum du wo investiert bist und ob es für dich noch ein Investment wert ist (was hat sich wie verändert und daraus folgt.... Meine Einschätzung...)? Ich warte auch schon länger sehnsüchtig)auf Updates, da ich deine Meinung sehr schätze! Seit ich deinen Blog lese mach ich für meine Investments auch regelmäßig (gedankliche) Updates. Es hilft mir ungemein nicht emotional zu werden!

      beste Grüße Hans-Jürgen

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    4. Daumen hoch für die Investor-Updates; zT kann man sie ja in den Artikeln erspähen, aber gebündelt sind sie übersichtlicher. Ich hatte nicht gedacht, dass du Artikel der Investor-Update-Art nicht mehr verfassen willst, das wäre schade. Eine kurze Zusammenfassung zum aktuellen Stand bei entsprechenden Werten war/ist/wäre schon schön. Die Empfehlungsliste wächst und wird unübersichtlicher - eine aktuelle Zusammenfassung hält die Liste auf dem Laufenden und damit auch zusammen bzw. schafft einen aktuellen Bezug besonders für Stammleser.
      Daneben würde ich mir in der Empfehlungsliste noch einen Abschnitt wünschen mit allen historischen Werten, evtl. optional ausklappbar, dann wären sie auch versteckt ;-)

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  17. Lieber Herr Kissig,

    vielen Dank vorab für Ihre tolle Arbeit hier in diesem Blog, für den ich regelmäßig die Werbetrommel rühre.

    Ich spiele derzeit mit dem Gedanken bei Hypoport nach der kleinen Korrektur erstmalig einzusteigen.
    Was sehen Sie hier für eine faire Bewertung an ? Wenn ich Sie richtig verstanden habe ist vor allem Europace als Burggraben zu verstehen, da die Banken in Zukunft nicht drum rum kommen werden dies für sich zu erschließen.

    Wie sehen Sie die Aussichten für die Aktie, wenn in den nächsten Jahren der Bauboom nachlassen sollte und der Zins schrittweise angehoben wird? Sind Sie nach wie vor bullish ob des Geschäftsmodells?

    Vielen Dank und schöne Grüße

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    1. Der Trend, dass immer mehr Menschen in die Metropolen ziehen und dem ländlichen Raum den Rücken kehren, wird noch über viele Jahre weitergehen. Insbesondere auch, weil junge Menschen sich vom Status Symbol Auto abkehren und eher auf andere Dinge größeren Wert legen. Was zur Folge hat, dass sie zur Fortbewegung auf ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz angewiesen sind, was aber allenfalls in den Metropolen zur Verfügung steht.

      Es wird also selbst bei steigenden Zinsen auf absehbare Zeit nicht zu einer deutlichen Nachfrageeintrübung bei Baudarlehen kommen. Und der Kostendruck der Banken sowie das Verhalten der Kunden wird immer mehr dazu führen, dass die Bankgeschäfte online abgewickelt werden. Hypoport ist hier, wie auch Marktführer Interhyp, bestens aufgestellt und wir ein großer Profiteur sein und bleiben. Hinzu kommt die große Phantasie im Versicherungsbereich, wo der Umbruch in der Branche gerade erst losgeht. Für mich bleiben daher schwache Börsentage Kauftage für Hypoport.

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  18. Hallo Michael,

    Glückwunsch zum Kauf von Datagroup, damals noch zu einstelligen Kursen ;)
    Ich überlege derzeit mich signifikant an Datagroup zu beteiligen.
    Das Geschäftsmodell schätze ich als äußerst attraktiv ein, wer kann heute noch auf eine professionelle IT Infrastruktur verzichten ? Die Konkurrenz kann ich hier jedoch nicht einschätzen..

    Wie beurteilst du die aktuelle Bewertung von Datagroup? Siehst du das Unternehmen nach +141 % in einem Jahr als überbewertet?
    Onvista zeigt für das kommende GJ einen KGV von 22 allerdings ist dies meiner Ansicht nach durch das starke Wachstum berechtigt. Die jüngste Neuerwerbung - HanseCom - soll ab Mai konsolidiert werden.
    Eine Kapitalerhöhung wurde jüngstens erfolgreich abgeschlossen.
    Einzig Baader Helvea Equity Research rät zum Verkauf mit dem Kursziel: 26,00 Euro.

    Ist Datagroup für dich eine sehr gute Buy and Hold Aktie auch auf diesem hohen Niveau?

    Viele Grüße

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    1. Die Kursentwicklung sollte kein Faktor bei der Frage der Bewertung sein, insofern hindern mich 140% Kursplus nicht, eine Kaufentscheidung zu treffen. Denn die richtet sich ja auf die Zukunft. Datagroup hat die letzten Jahre eine rasante Entwicklung gehabt, nicht nur was den Kurs angeht, sondern vor allem das Business betreffend. Der Vorstand um Max Schaber macht hier eine ausgezeichneten Job. Neben den operativen Fortschritten wächst man auch durch Übernahmen, das ist/war seit jeher Bestandteil des Geschäftsmodells. Natürlich sind die nicht immer so groß wie bei der HPE-Übernahme.

      Die jüngste Kapitalerhöhung ist hervorragend vom Markt absorbiert worden und der Aktienkurs notiert ja bereits rund 25% über dem Ausgabepreis von 28,60€. Das Geld wird u.a. für die Übernahme der HanseCom verwendet, von der man sich sehr viel verspricht. Dabei hat sich Gründer und Mehrheitsaktionär Schaber verwässern lassen und hält nun "nur" noch 50,8% der Anteile. Diese Erhöhung des Freefloats ist positiv zu sehen.

      Schaut man auf die Entwicklung bei Datagroup, so gab es in diesem Geschäftsjahr 2016/2017 (endet am 30.09.) gleich zwei Prognoseanhebungen, zuerst im März und nun noch einmal im Mai. Bisher hat Schaber immer geliefert und konnte seine Prognosen erfüllen. Daher ist auch jetzt damit zu rechnen, dass die neuen Prognosen eher noch Luft nach oben haben.

      Datagroup ist bei 36€ kein Schnäppchen. Ich hatte schon länger mit einem Nachkauf geliebäugelt und immer auf einen günstigen Rücksetzer gewartet, dann aber irgendwie stets den Einstieg verpasst. So zuletzt im März, als es kurzfristig unter 30€ ging und ich eigentlich zuschlagen wollte. Danach zog der Kurs wieder stark an, kam vor ein paar Tagen aber wieder auf 32,50€ zurück. Und ich habe jetzt zugegriffen und meine Position etwas ausgebaut.

      Ich denke, Datagroup wird weiterhin so gut vorankommen, solange man dem bewährten Konzept treu bleibt. Und danach sieht es aus. Und da Schaber weiter knapp mehr als die Hälfte der Anteile gehören, hat er natürlich auch ein sehr großes Eigeninteresse daran, dass alles weiter so gut läuft und dass sich der Wert des Unternehmens auch künftig weiter erhöht.

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    2. https://www.datagroup.de/2017/08/16/datagroup-uebernimmt-den-banken-it-spezialisten-ikb-data-gmbh/

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  19. Hallo Michael,

    hast du bereits Wirecard auf dem Zettel?

    VG

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    1. Wenn ich mich richtig erinnere hatte er die wirecard bereits mal im Depot bzw auf der Empfehlungsliste jedoch nicht sehr lange.
      Benutze doch mal die Suche oder Liste der "Transaktionen "

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    2. Wirecard war Bestandteil eines der letzten Investor updates die wir bekommen haben leider...nur noch mal um da Investor Update in Erinnerung zu rufen

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    3. Wirecrad hatte ich mal kurz nach/während der Short-Attacke im Depot und habe auf den Rebound gesetzt. Die Beiträge hierzu findet man unter dem Label "Wirecard" (Liste mit allen Labels in der Fußzeile des Blogs). Den Hauptkritikpunkt, nämlich das undurchsichtige Firmengeflecht, das selbst Wirtschaftsprüfer nicht durchdringen, besteht weiter fort, das hat mich davon abgehalten, Wirecard zu einem Invest zu machen. Ich kann hier irgendwie keine Bewertung vornehmen, daher präferiere ich andere Zahlungsdienstleister (wie z.B. PayPal).

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  20. Guten Abend Herr Kissig,

    haben Sie sich zufällig mit dem Kursverfall von Teva beschäftigt? Wäre dies jetzt eine günstige Gelegenheit oder sollte man lieber noch warten?

    Teva hat einen recht hohen Marktanteil bei den generisch abgegebenen Arzneimittel in Deutschland - Actavis, TAD, Ratiopharm....jede zweite bis dritte Bundesbürger schluckt diese Arzneimittel.

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    1. Grundsätzlich sind und bleiben Generikahersteller eine interessante Option. Teva habe ich mir aber noch nicht genauer angesehen, daher kann ich auch keine fundierte Einschätzung dazu abgeben.

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    2. Martin Kellermann6. August 2017 um 12:46

      Ich hatte Teva auch schon seit längerem im Blick, nicht zuletzt, weil die Aktie auch beispielsweise von Morningstar oder Max Otte als unterbewertet eingestuft worden ist. Aber wenn ich mit diesen Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung zu Gemüte führe, dann bin ich doch froh, nicht zugegriffen zu haben:
      https://www.nzz.ch/wirtschaft/hochverschuldeter-generikahersteller-teva-manager-fuer-den-haertesten-job-in-der-pharmabranche-gesucht-ld.1309344
      Die Probleme scheinen doch nicht nur am Preisdruck auf dem US-Markt zu liegen, sondern auch der Qualität des Managements und nun gar einer problematischen Führungsvakanz zu liegen.

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    3. Danke für den Artikel, Martin. Der mögliche Bruch den Convenants ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr. TEVA ist hoch verschuldet und könnte dann in die Situation kommen, dass die Banken die Kreditlinien kürzen oder ganz streichen. Das würde erhebliche Auswirkungen auf die Bonitätseinstufungen durch die Ratingagenturen haben, was wiederum in Summe eine Refinanzierung schwieriger wenn nicht gar unmöglichen machen würde. Evtl. gibt es bei ausstehenden Anleihen ebenfalls derartige Convenantbestimmungen? Eine Kapitalerhöhung auf diesem abgestürzten Niveau wäre auch eine Verzweiflungstat. Es bleiben also quasi nur Assetverkäufe - doch die potenziellen Käufer wissen um die Schwierigkeiten von TEVA und werden eher niedrig bieten als hoch. Zumal TEVA nicht der einzige Verkäufer ist. man denke nur an Valeant, die ebenfalls hoch verschuldet sind und Sparten veräußern müssen, um überleben zu können. Koste es, was es wolle.

      TEVA sollte man im Auge behalten für eine mögliche Turnaround-Spekulation. Im Moment geht es aber ungebremst nach unten und damit meine ich nicht nur den Aktienkurs, sondern vor allem das Business. Und damit sehe ich (noch) kein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis.

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    4. Martin Kellermann6. August 2017 um 18:28

      Vielen Dank - ich sehe das genau so!
      Morningstar hat übrigens sein "Fair Value Estimate" nach den Meldungen auf einen Schlag von $46 auf nun $22 reduziert (!), und vor nicht allzu langer Zeit lag die Schätzung noch bei einem Wert von $57. Auch Otte ging vor nicht allzu langer Zeit noch von einem "Inneren Wert" von $60 aus. Das zeigt, dass auch diese Analysten, deren Urteil ich normalerweise für seriös halte, von den jüngsten Entwicklungen völlig kalt erwischt worden sind. Für die Informationspolitik von Teva spricht dies nicht gerade!
      Dennoch: Auch ich beabsichtige, die weitere Entwicklung im Blick zu behalten und möglicherweise irgendwann eine Turnaround-Spekulation einzugehen. Denn eigentlich ist das Geschäft für eine langfristige Anlage ja aussichtsreich, dachte ich zumindest einmal...

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  21. Hi Michael,
    da Aumann aufgrund der starken Zahlen nun wieder auf viel Potenzial ausgelegt ist, frage ich mich worauf der Fokus liegen sollte.. Also auf MBB oder direkt auf Aumann?
    Wie ist deine Einschätzung?

    Grüße

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    1. Die Erwartungen an Aumann waren riesig und es war nicht sicher, ob die erfüllt werden können. Doch Aumann hat geliefert und die zahlen sind sogar noch besser, als angenommen. Insbesondere der Zukunftsbereich Elektromobilität hat stärker zugelegt, als ohnehin geplant und daher dürfte hier einiges an Skepsis aus der Aktie entwichen sein. Kurse von über 60 sind allemal gerechtfertigt bei dem starken Wachstum! Und das bedeutet auch für MBB, dass die Bewertung (53,6% an Aumann gehören ja weiterhin MBB) gut abgesichert ist. Rechnet man MBBs Anteile an Aumann und Delignit zusammen und ergänzt die Nettocashposition, kommt man auf knapp 120 Euro je Aktie. Dazu kommen die weiteren Beteiligungen, wie DTS, OBO, CT Formpolster und Hanke Tissue, die ebenfalls mindestens 10 Euro je Aktie wert sind. Diesen 130 Euro an Wert steht der aktuellen Aktienkurs von 92 Euro entgegen. Ich habe daher am Freitag meinen MBB-Bestand erhöht. Und denke, MBB ist die momentan beste Wahl zwischen den drei Aktien MBB, Delignit und Aumann.

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  22. Guten Abend Michael,

    kannst Du bitte Deine aktuelle Einschätzung zu Vectron abgeben? Die Aktie gehört ja zu Deinen Jahresfavoriten. Sieht man sich den stark angeschlagenen Chart an, dann könnte man meinen, dass Vectron bald dicht macht. Es könnte auch für einen zunehmenden Vertrauensverlust der Anleger sprechen.

    Grüße
    Ein treuer Blogleser

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    1. Im Aktienkurs von Vectron war viel Euphorie eingepreist hinsichtlich der Kooperation mit Coca Cola bzw. der GetHappy-App. Der Launch wurde nun vom Q4/17 auf Q1/18 verschoben und das sorgt für etwas Ernüchterung. Gestern gab es dann noch eine Meldung, dass gegen die Beschlüsse der HV Klage eingereicht worden wäre. Vermutlich ist deshalb der Kurs unter Druck gewesen. Auch wenn sich de Klagen ausschließlich gegen die Vorratsbeschlüsse richten, die zur Ausgabe neuer Aktien (Kapitalerhöhung) berechtigen innerhalb der nächsten Jahre. Selbst wenn diese Beschlüsse nicht rechtskräftig beschlossen worden sein sollten, ist das kein Beinbruch. Denn dann werden sie auf der nächsten HV eben noch einmal gefasst. Da Vectron keine KE plant und auch kein frisches Kapital benötigt, sind die Klagen also ein "Non-Event", wie es der Vorstand ausdrückte. Die Kursreaktion zeigt aber, wie nervös die Anleger bei der Vectron-Aktie sind. Und die Unsicherheit wird auch noch einigen Monate anhalten, bis wir sehen, wie erfolgreich die GetHappy-App wirklich sein wird.

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  23. Hallo Michael,

    könntest Du bitte mal ein zwei Worte zum Dividendendepot verlieren? Wieso betreibst Du nun ein Dividendendepot. Insbesondere, da das Potenzial überall ein + ist, während genügend Aktien in deiner Empfehlungsliste mit ++ gekennzeichnet sind. Wäre es da nicht sinnvoller, dort (++) zu investieren?

    Danke im Voraus.

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    1. Ich wurde mehrfach gebeten, auch mal wieder Investor-Updates zu verfassen, also Informationen zu meinen persönlichen Aktiengeschäften. Dem bin ich nachgekommen.

      Ich habe vor einigen Jahren meine gesamten Aktienbestand in meine GmbH eingebracht, die mir seit dem überwiegend als eigene Vermögensverwaltung dient. Steuerlich werden Dividenden in der GmbH wie bei Privatleuten üblich mit dem Pauschalabzug erfasst, während realisierte Kursgewinne steuerlich besser gestellt sind. Insofern ist es natürlich durchaus eine Überlegung, in der GmbH nicht unbedingt zuvorderst auf hohe Dividenden zu schielen.

      Nun habe ich allerdings auch weiterhin privat Geld. Und das möchte/muss ich ja irgendwie anlegen. Neben einer Cashreserve habe ich es also investiert (auch Warren Buffett hat ja privat ein Depot, das nichts mit Berkshire Hathaway zu tun hat, ebenso Charlie Munger). Und wie jeder andere Bürger auch, habe ich privat einen Sparerpauschbetrag von 801 Euro, den ich ja nutzen kann. Und so habe ich einen Teil meiner privaten Rücklagen in hochverzinsliche Aktien gesteckt, in BDCs. Mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von etwa 9,5% p.a. (vor Steuern). Ich denke, es macht für Leser des Blogs keinen Unterschied, ob ich die Aktien in meinem GmbH-Depot habe oder im privaten Dividendendepot.

      Nun habe ich die BDCs ja nicht alle heute ert gekauft, sondern aktuell in meinem Dividendendepot. Da ich sie aber nun im Blog "covere", habe ich sie in einer separaten Rubrik mit auf meine Empfehlungsliste genommen. Die Einstufungen "+" und "++" besagen ja grundsätzlich nur, wie ich die kurzfristigen Kurschancen der jeweiligen Aktie sehe, also ob sie sich so verhält wie der Gesamtmarkt oder besser. Da die BDCs ja auf hohe Dividendenrenditen abzielen und nicht zuvorderst auf Kursgewinne und es aktuell auch keine massive Unterbewertung des BDC-Sektors gibt (wie Anfang 2016), sehe ich sie als Marktperformer - daher Einstufung "+".

      Grundsätzlich stelle ich diese kurzfristigen Einstufungen allerdings in Frage und neige dazu, sie nicht mehr anzugeben. Eigentlich sollte es ja reichen, dass die Werte auf der Empfehlungsliste sind und daher "depotfähig". Kann also gut sein, das die Spalte demnächst verschwindet...

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    2. Hallo Michael,

      vielen Dank für die ausführliche Antwort. Und bitte die Einstufungen + und ++ beibehalten, finde ich sehr informativ. Klar sollte man das nicht überbewerten, aber so als Tendenz ist es schon interessant und man kann es mit seiner eigenen Einschätzung abgleichen.

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  24. Hi Michael,
    hast du dich schon einmal mit Medios AG, dem Lösungsanbieter für Specialty Pharma Arzneimittel in Deutschland beschäftigt?
    Die aktuellen Halbjahreszahlen, der Ausblink in die Zukunft und auch die letzten Meldungen über Strategische Partner und nun auch weiterer Ausbau der Produktionsstätten lassen gutes Erahnen.
    Kapitalerhöhung zur Ermöglichung des starken Wachstums wurde erst vor 2 Wochen erfolgreich abgeschlossen.

    Vielleicht ein Wert, den man sich mal Anschauen sollte und vielleicht berichtest du ja mal deine Meinung oder vielleicht schafft es die Medios AG auch auf deine Empfehlungsliste.

    Grüße

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    1. Medios ist in einem sehr interessanten Nischenmarkt tätig. Allerdings ist das Business ziemlich margenschwach und die Aktie schon üppig bewertet nach dem jüngsten Kursanstieg. Um weitere Kurssteigerungen zu rechtfertigen, müsste der Umsatz schon gewaltig anziehen. Ich habe daher meinen kleinen Aktienbestand mit etwas mehr als 25% verkauft. Trotz der zuletzt guten Nachrichten (Anmietung neuer Reinraumräume zur umgehenden Ausweitung der Produktion). Wenn die Aktie deutlich(er) konsolidiert, ist sich für mich vielleicht wieder interessant für eine spekulativen Einstieg.

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  25. Hallo Michael dank dir habe ich angefangen zu investieren ,ich danke dir sehr, dieses Jahr habe ich schon 30% Rendite gemacht, bin gerade 20 Jahre alt, was ich fragen wollte welche Aktie würdest du gerade empfählen zu investieren ?

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    1. Ich freue mich, dass Du erfolgreich an der Börse gestartet bist. Meine Favoriten für 2018 werde ich wohl wie jedes Jahr am 2. Januar im Rahmen meines Jahresausblicks (mit Jahresrückblick) bekannt geben. Die eine oder andere Überraschung könnte dabei sein; grundsätzlich habe in meinem letzten Investor-Update aber ja meine am stärksten gewichteten Positionen mitgeteilt. Und denen billige ich schon ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis zu. Blue Cap und Corestate Capital sollten im Bereich der deutschen Small- und Mid Caps aussichtsreich sein. Und die großen US-Techwerte - kommt Trumps Steuerreform durch, werden einige von denen massiv profitieren: die Steuerreduzierung für im Ausland liegende Gelder, wenn diese in die USA überführt werden, spart Microsoft, Cisco Systems, Apple, Amazon, Alphabet, Corning, Adobe usw. Milliardenbeträge an Steuern. Die entweder für Dividenden oder weitere Aktienrückkäufe verwendet werden dürften. Was das EPS reduziert und die Aktienkurse weiter antreiben dürfte.

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  26. Hallo Michael, Apollo Investment schüttet demnächst die Quartaldividende aus. Der Aktionär hat bis 21.12.2017 die Wahl zwischen Aktien im Verhältnis 40,5333:1 oder Auszahlung der Dividende. Wie würdest du hier verfahren? Gibt es hier einen unterschiedlichen steuerlichen Aspekt je nach Wahl zu beachten? Vielen Dank

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    1. Kann ich Dir nicht wirklich beantworten, da ich meine BDCs in Euro in einem Depot bei einem Deutschen Broker habe (comdirect). Und die bieten diese Wahlmöglichkeit für BDCS (und vermutlich alle ausländischen Aktien) nicht an; es gibt immer die Bardividende. Ich habe also keine praktischen Erfahrungen, inwieweit man bei Wahl der Aktiendividende ggf. dies in Deutschland separat versteuern muss. Vielleicht hat aber jemand anderes schon diese Erfahrung gesammelt und mag das hier kommentieren?

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    2. Hallo,
      es ist korrekt, alle Banken (die ich kenne) bieten keine Wahldividende bei amerikanischen (und den meisten anderen ausländischen) Aktien an. Eine Aktiendividende wird genauso steuerlich behandelt wie die Bardividende. Du zahlst also keinen Cent mehr oder weniger.
      Meistens erhältst du die Bardividende für all deine Aktien, die du versteuerst. Und dann wird dir wie bei einem Kauf, eine Order ohne Provision mit den neuen Aktien eingestellt. Und die "zahlst" du dann mit der Bardividende.

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  27. Hallo, warum sind in deinem Depot keine China Technolgie Werte wie Alibaba, Tencent (gut wäre über Naspers abgefeühstückt), JD.com, Baozun und keine E-Mobility Werte wie Geely, BYD, Samsung SDI, Orocobre, Lion E-Mobility ?
    Frohe Weihnachten und beste Grüße

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    1. China-Aktien meide ich. Das Land bietet keine gefestigten rechtsstaatlichen Strukturen, die Bilanzen können/werden geschönt (sowohl bei Unternehmen als auch beim Staat), ich habe keinen Bezug zu Asien und zur dortigen Mentalität und da viele der großen Unternehmen, aber auch schon Mittelständler, in China aktiv sind, habe ich genug China im Depot. Kann Alibaba schneller wachsen und höhere Gewinne einfahren als Amazon? Möglich. Amazon kann ich - subjektiv - aber wesentlich besser einschätzen, warum sollte ich mir ein vergleichbares Unternehmen heraussuchen, nur weil es evtl. noch besser sein könnte? Was ich nicht beurteilen kann? Um es mit Buffett zu sagen. Asien, Südamerika und Afrika befinden sich nicht in meinem Circle of Competence. Und solange ich in Europa und Nordamerika ausreichend interessante und aussichtsreiche Unternehmen finde, verspüre ich nicht den Drang, mich noch woanders umzusehen. Was nicht heißt, dass es dort keine lukrativen Investments gibt. Unbestritten, die gibt es. Aber eher nicht für mich.

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  28. Hallo Michael eine kurze frage kannst du paar Wörter über Muehlhan,S&T und Funkwerk verlieren würde sich jetzt noch ein einstieg lohnen. Rückspiegel 2017 hast du ja geschrieben das Funkwerk weiterhin aussichtsreich bleibt und in 2019 dürfte es dann ziemlich schnell gehen was meinst du mit ziemlich schnell

    MFG Oli

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    1. Muehlhan und S&T kann man weiter gut im Depot haben, sind aber nicht meine Favoriten. Bei Funkwerk gehe ich davon aus, dass Hörmann sich die vollständig einverleiben möchte. Sobald die Gefahr vorüber ist, dass man durch einen neuerlichen Übernahmeversuch die hohen steuerlichen Verlustvorträge bei Funkwerk vernichten würde, dürfte es schnell zu einem Übernahmeangebot kommen. Weil Funkwerk absolut tief stapelt und längst wieder richtig gute Geschäfte macht. Hörmann hätte keinerlei Vorteil, wenn sie auch nur eine weitere Sekunde warten würden, weil die Übernahme mit jedem Tag teurer würde. Am 15. Juni 2019 wäre Hörmann wieder voll handlungsfähig. Bis dahin wird Funkwerk sich operativ tot stellen und bilanziell weiterhin versuchen, möglichst unattraktiv auszusehen. Aber dann...

      Das dürfte anschließend eine Reihe von Abfindungsspezialisten, wie Scherzer & Co. auf den Plan rufen, weil die Abfindung vermutlich zum gewichteten Durchschnittskurs laufen wird, der wahre Wert aber deutlich höher anzusiedeln sein dürfte. Und darauf werden viele Abfindungsspezialisten setzen.

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  29. Hallo Michael,

    Du hast Dich bisher als ausgesprochnere Kritiker der Kryptowährungen geoutet. Nun hat Zuckerberg offiziell bestätigt, das er sich mit Blockchain und Kryptowährungen näher auseinandersetzen möchte.

    Ein FacebookCoin scheint zumindest sehr wahrscheinlich zu sein, weil für Facebook nur Vorteile bringen würde. Davon geht auch Florian Homm aus. Amazon und Google sollen angeblich auch entsprechende Planungen haben.

    http://www.chip.de/news/Bitcoin-bei-Amazon-Facebook-und-Google-Kryptowaehrung-sorgt-fuer-schlaflose-Naechte_131451015.html

    Ist es nicht jetzt an der Zeit die Facebook-Aktie zu verkaufen? Ich halte sie auch im Depot, genauso wie Bitcoins.

    Grüße
    Martin

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    1. Also hier verwechseln ständig einige etwas...Michael ist einzelnen Kryptowährungen gegenüber kritisch. Und das sollte man auch, wenn in einigen Anlegermagazinen mittlerweile öfter über Kryptowährungen berichtet wird als über Blue Chips.
      Blockchain als Technologie hingegen ist sehr interessant...!

      Auch ich halte ca. 10 Kryptowährungen, aber nur als reinen Zock!

      Wenn aber die Muddi von nebenan erzählt, sie kauft sich Bitcoins und will damit reich werden, dann ist ihre Motivation vielleicht OK. Wenn sie aber gleichzeitig von Berkshire Hathaway noch nie was gehört hat und dabei wohl eher auf einen amerikanischen Popstar statt auf eine der solidesten Aktieninvestmens weltweit tippen würde, dann läuft gerade etwas gewaltig schief!!

      Djerun!

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    2. Michael hat sich klar gegen Kryptowährungen positioniert. Folglich unterscheidet keine "guten" von "schlechten" Kryptowährungen. Eigentumsübertragung also auch Zahlungsabwicklung ohne Drittparteien ist die primäre Anwendung der Blockchain.

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    3. Ich sehe die Blockchain als eine Technologie der Zukunft an. Krypotowährungen nicht (unbedingt). Welchen Mehrwert bieten Kryptowährungen denn? Es sind private Währungen - aber ich habe kein Problem damit, dass Währungen von Staaten herausgegeben werden. Kaum jemand bezahlt mit Kryptowährungen und kann ich nicht mehr mit Geld bezahlen? Wie bemisst sich denn der "Wert" von Bitcoins oder den anderen? In Geld. Ausschließlich in Geld. In Dollar, in Euro. Funktioniert die Wirtschaft ohne Kryptowährungen? Ja. Und ohne Geld? Nein. Nicht heute, nicht morgen, vielleicht nie. Was kann eine Kryptowährung, das Geld nicht kann? Nichts. Außer eine Unmenge an Energie völlig sinnlos zu verbrauchen. Das Coinmining wird zum ernsthaften Klimaproblem - und alleine deshalb schon wird es zunehmend kritischer betrachtet von jenen, die sich die Klimaerwärmung Sorgen machen.

      Aktuell sind Kryptowährungen fast ausnahmslos Zockeranteile. Der eigentlich sinnvolle Schöpfungsgedanke ist längst pervertiert worden von der Gier derjenigen, die schnell reich werden wollen. Wer einen leeren Börsenmatel sein eigen nennt, firmiert den um in Blockchain-Krypot-Irgendwasmist und die Aktien explodieren um tausend Prozent oder mehr. Und das ist keine Blase? Hallo? Das ist Gier im Endstadium.

      Also, ich stehe der Blockchain-Technologie wohlwollend gegenüber. Ich sehe durchaus mittel- und langfristig Potenzial für Kryptowährungen. Aber ich halte nichts vom gegenwärtigen Hype und wer so etwas als Investment bezeichnet, hat den Neuen Markt nicht mitgemacht. Damals waren es keine Tulpen, sondern IPOs und Medienrechte. Und natürlich B2B- und B2C-Geschäftsmodelle, die alle ohne Kunden, ohne Umsätze und ohne Gewinne auskamen. Aber mächtig PR-Getöne. Und ich wage zu behaupten, dass am Ende der Bitcoinblase einige wenige extrem reich sind und die meisten fast alles verloren haben werden, was sie in die Blase gepumpt haben. So läuft es bei jeder Blase. Es gibt einfach nicht genug goldene Fallschirme für alle, wie bei jedem Schneeballsystem. Die letzten beißen die Hunde. Der Unterschied zu vorherigen Blasen ist allerdings, dass diese platzen kann/wird, ohne das die Realwortschaft mit in den Abgrund gerissen wird. Insofern gönne ich jedem seine Spekulationsgewinne und sehe dem Knall gelassen entgegen. Die Technologie wird die ganzen Zocker überleben, auch das dürfte feststehen...

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    4. "Bitcoin ist Betrug", "Bitcoin ist eine Tulpenzwiebel", "Bitcoin ist ein Energiefresser", "Bitcoin ist ein Pyramidensystem", "Bitcoin ist nur etwas für Kriminelle", "Bitcoin wird platzen", und, und, und.

      Wie bemisst sich der Wert von Fiat-Geld?

      Kannst Du als Normalsterblicher gegen Inflation vorgehen?

      Kannst Du Dir mit deinem Gehalt in 10 Jahren wenigstens die Hälfte von dem leisten, was du Dir heute leisten kannst?

      Sind die Transaktionskosten bei Geldtransfer über Banken vernachlässigbar gering?

      Werden Devisenkurse nicht manipuliert?

      Wem haben wir die Blockchain zu verdanken, nicht etwa dem Bitcoin-Gründer?

      Hätte Blockchain ohne den Hype auch den gleichen Stellenwert wie heute?

      Würde Kryptowährungen überhaupt ernst nehmen, wenn es den Bitcoin-Hype nicht gäbe?

      Lässt sich das Energie-Problem nicht leicht mit Proof of Stake umgehen wenn die Community dazu bereit ist?

      Ist es nicht nur ein Vorwand um Bitcoins loszuwerden (siehe jetzt China)?

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    5. Ah, endlich eine Verschwörungstheorie. Kritik an Bitcoins kann nicht substanziell sein, es müssen finstere Absichten dahinter stecken, ein "Vorwand, um Bitcoin loszuwerden".

      Zu meinen Ausführungen hast Du leider nichts geschrieben.

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    6. Was ich nicht verstehe: Weshalb haben immer alle etwas gegen die Inflation? Diese wied immer als etwas Schlechtes dargestellt, aber sofern sie sich im niedrigen Bereich kiegt (d.h. 1-2%), dann ist das durchaus positiv für die Wirtschaft, welche schlussendlich auch durch die Vergabe von Krediten (und damit zusammenhängend dem Konsum) angekurbelt wird. Wenn wir keine Inflation mehr hätten (oder schlimmer noch: wenn eine dauernde Deflation bestünde), dann würde dies zum Sparen (oder anders formuliert: zur Nicht-Ausgabe des Geldes) animieren. Konklusion: Der Wirtschaft ginge es schlechter und eine höhere Arbeitslosigkeit wären die Folgen. Und als „Normalsterblicher“ kann man insofern gegen die Inflation vorgehen, indem man langfristig in Aktien investiert. Das hingegen ist den meisten Bürger zu riskant... aber bei Kryptowährungen werden sämtliche Bedenken dann doch wieder ausgeblendet (was irgendwo doch paradox ist!?).

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    7. @Michael Auf Deine Ausführungen bin ich indirekt bei meinen Fragen eingegangen. Der "Vorwurf" mit dem Vorwand war nicht auf Dich bezogen sondern auf China. Wer verbietet dort Bitcoin-Mining, weil es zu viel Eniergie kostet? Natürlich die Chinesiche Zentralbank :-) https://www.heise.de/newsticker/meldung/China-nimmt-angeblich-Bitcoin-Miner-ins-Visier-3936191.html

      @dbc1610 Ich sage ja nicht, dass Bitcoin die Ideallösung ist. Bei EOS z.B. wird zunächst eine fixe Coinzahl ausgegeben, danach wird es auch inflationiert. Wieviel Prozent die Inflation betragen darf, entscheidet die Community.

      Mein Ansatz ist, dass die dezentralen Blockchains wie Bitcoin als Community-Lösung übereben werden, weil sie ein Stück Demokratie bedeuten. Genauso wie Linux und die gesamte Open-Source-Bewegung überlebt haben.

      Die kommerziellen Blockchains werden allerdings einen anderen Ansatz fahren, privat und teils zentralisiert. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Facebook eine dezentrale Währung einführt. Wenn es einen FacebookCoin gibt, dann wird er auch von FaceBook ausgegeben. Dazu kann ich dieses hervorragende Buch empfehlen: https://www.amazon.de/Blockchain-Grundlagen-Einf%C3%BChrung-elementaren-Schritten/dp/3958456537

      Mein Problem mit dem Bitcoin ist der fehlende Datenschutz, eine öffentlich transparente Blockchain, macht im Sinne des anonymen Geldtransfers keinen Sinn. Deswegen sind andere Coins für mich interessanter. Will aber nicht ausschließen, dass Bitcoin sich als digitaler Werthalter durchsetzen wird.

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    8. Als erster springt Kodak auf den Zug - der KodakCoin soll bald kommen.

      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10186619-kodakcoin-aktie-erlebt-spektakulaeres-comeback

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    9. Ich denke wir sind noch nicht in der Endphase der Altcoin-Bubble und ob es eine Bitcoin-Bubble gibt, sei dahin gestellt.

      Ich denke hier muss man ganz klar Unterscheiden:
      - Ideologische Investitionen (das was Bitcoin 7 Jahre lang war)
      - Tokens, welche wirkliche Probleme lösen können (Ethereum, IOTA vielleicht?)
      - Abzocktokens und/oder die welche weder sinnvolle Lösungen für ein Problem anbieten und/oder nur auf dem Papier existieren (EOS, Tron, Cardano..)

      Die Parallelen zur DotCom sind gravierend, jedoch mit einem Unterschied: In der DotCom wurde von vielen Leuten gekauft. In der Crypto-Welt sind es immer noch sehr wenige Leute, da es 1. sehr umständlich ist einzusteigen und 2. die meisten Platformen limitiert (Kaufmenge) sind.

      Dass es für viele ein böses Erwachen geben wird ist klar. Aber als kleine Beistreuung gehören sie für mich unbedingt in ein Portfolio.
      Btw. Die Amazon Aktie war nach der DotCom Bubble nur $5 wert. Ähnliches könnten wir auch hier sehen.


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    10. Also Facebook scheint jetzt ernst zu machen. Laut Medienberichten werden auf dem Weg zum FacebookCoin jegliche Werbeanzeigen zu anderen Kryptowährungen von Facebook verbannt. Angeblich will man Nutzer vor Betrug schützen, tatsächlich werden Zuckerbergs Pläne einen eigenen Coin herauszubrigen wohl konkreter.

      https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10247810-facebook-kriegserklaerung-bitcoin-ethereum

      Ich glaube aber immer noch nicht, dass ein FacebookCoin kommt, so ein riesiger Konglomerat wird doch niemals eine Konkurrenz-Währung zum Fiatgeld schaffen.

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  30. Hallo Michael,
    wie stehst du zur Deutschen Bank? Siehst du hier evt. Einstiegsmöglichkeiten oder sogar Parallelen zu Buffets früheren Bank-Investments?

    Vielen Dank und beste Grüße!

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    1. Moin Lasse,
      von der Deutschen Bank halte ich nicht viel. Die war schon immer ertragsschwach verglichen mit ihren amerikanischen Konkurrenten, die ist deutlich schlechter kapitalisiert und aufgestellt, sie erzielt 10 Jahre nach der Bankenkrise noch immer keine ansehnlichen Renditen und hat eigentlich jede zweite Woche die Titelseiten der Gazetten sicher, weil sie wieder irgendwo Dreck am Stecken haben/hatten und eine Millionen- oder Milliardenstrafe zahlen müssen. Warum sollte ich in so ein Unternehmen mein Geld investieren? Qualität sieht anders aus und Ramsch zu kaufen, zahlt sich selten langfristig aus. Wo man die Deutsche Bank verortet, kann jeder selbst entscheiden. Meine Entscheidung habe ich schon lange gefällt: nicht meine Bank, nicht mein Investment.

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  31. Hallo Michael, kann man bei Blue Cap bei Preisen um die 17€ noch einsteigen oder ist es schon zu spät? Vielen Dank für Deine hervorragende Arbeit.

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    1. Blue Cap zählt zu meinen größten Depotpositionen, weil ich davon ausgehe, dass die Geschäfte sehr gut laufen, dass der hohe Cash-Bestand dazu verwendet wird, die Verschuldung zu senken und in neue, günstige Unternehmen zu investieren. Aktuell schätze ich den Wert auf rund 25€ ein. Was nicht heißt, dass der Aktienkurs schnell dorthin laufen muss. Wann er sich seinem fairen Wert annähert, kann ich nicht sagen; das bleibt abzuwarten...

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  32. Hallo Michael,
    ich führe eine jährliche Erfolgs-Statistik:
    Dax , Kissig, ich .
    In 2016 : Kissig mit 17,4%, Dax mit 6,9%, ich mit 10,3% Jahresperformance.
    In 2017 habe ich 14,4% Gewinn (inkl. Dividenden, die ich wieder in Aktien investiert habe), der Dax 12,5% und kannst du mir bitte Deine Jahresperformance mitteilen.
    Das hilft mir dabei einzuschätzen , ob ich mich mehr von Deiner Investmentstrategie übernehme oder bei meiner , konservativeren , noch mehr buy and hold , belasse. Ich habe insgesamt 37 Depotwerte und in 2017 nur 3 Verkäufe (Pfeiffer, Bertrandt und Cenit komplett) getätigt. Käufe aus dem Geld von Pfeiifer, Bertrandt und Cenit und von den Dividenden habe ich(Apple, Micrososft, Amazon, Facebook, Wells Fargo , Cisco, Main Street Capital) neu erworben.

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    1. Eine Jahresperformance ermittle ich nicht. Meine Aktien liegen in einer GmbH und diese hat noch weitere Einnahmen und Ausgaben, inkl. meinem Gehalt. Ich kann also nicht einfach Konto- und Depotbestand am Jahresende mit dem Vorjahresschluss abgleichen, um eine Rendite auszurechnen. Ich führe aber seit Anfang 2014 bei Finanzen100 ein Musterdepot, bei dem auch der Bargeldbestand erfasst wird (ohne Zu- und Abflüsse wie in der GmbH). Allerdings wirft Finanzen100 keine Zahlen aus bzg. Jahresperformance; ich kann das nur in etwa anhand der grafischen Darstellung ermitteln. In meinem Jahresrückblick hatte ich diesen Wert für 2017 benannt: "etwa 30%". Die Grafik (ohne Zahlenwerte) findet sich auf dieser Seite.

      Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich fast keine Ordergebühren zahle (nur Börsenspesen), dafür aber 1,5% Depotgebühr pro Jahr. Steuerlich werden Dividenden pauschal mit Abgeltungssteuer belegt, Kursgewinne werden nicht versteuert beim Verkauf. Dies erfolgt (mit relativ wenig Steuerbelastung) im Rahmen des GmbH-Jahresabschlusses. Eine Vergleichbarkeit mit Privatanlegern ist also nur bedingt möglich...

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  33. Moin Michael.

    Wie siehst du die derzeitige Kursentwickung bei der JDC Group. Nach den Jahreszahlen scheinen viele enttäuscht zu verkaufen und die Gewinne mit zu nehmen oder verluste zu begrenzen. Ich kann die starke Abstrafung nicht ganz nachvollziehen.

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    1. Ich habe JDC auch verkauft. JDC Group weicht aus meiner Sicht vom Kerngeschäft ab und versucht über den Kryptokram an Geld heranzukommen. Man sieht es auch an der Umsatzentwicklung : 7% in einem Wachstumsmarkt, das ist enttäuschend. Bei der Veröffentlichung des Geschäftsbereichtes erwarte ich auch tief rote Zahlen, da sie jetzt in Blockchain investieren, der Kurs wird evtl. nochmal fallen. Ich beobachte jedoch die Aktie, wenn sie die Wachstumsraten erhöhen, würde ich sie wieder kaufen.

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    2. Kann die Einschätzung wenig nachvollziehen: das Kerngeschäft besteht m.E. darin, Versicherungen abzuschließen oder aufzukaufen und effizient digital zu verwalten. Beides haben sie in der Vergangenheit mit wachsendem Erfolg getan. Lediglich in Q4 2017 haben sie beim Umsatz etwas geschwächelt, in den ersten 2 Monaten 2018 liegen sie aber schon wieder bei +50% Neugeschäft. Mal ganz abgesehen vom Wachstum des EBITDA in 2017 um 63%.
      Der Deal mit Lufthansa war ein Paukenschlag und macht weitere Deals in der Zukunft wahrscheinlich. Die Nutzung der Blockchain-Technologie passt exakt zum Geschäftsmodell. Wenn einige Marktteilnehmer da Kryptowährungen hineininterpretieren und einen Hype veranstalten, kann das nicht JDC angelastet werden. JDC hat sich klar davon distanziert. Und da die Investitionen in das Blockchain-Lab erst Anfang 2018 angekündigt wurden, sehe ich nicht, wie davon das Ergebnis 2017 belastet werden soll.
      Ich denke, wenn man solange wartet, bis sich der nächste Wachstumsschub in Zahlen niedergeschlagen hat, wird man den größten Teil des Kursgewinns verpasst haben.

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    3. JDC Group ist ein Versicherungsmakler und kauft weitere Maklerbestände hinzu. Deren Verwaltung wird immer aufwändiger und viele Makler können sich diese teure Back Office gar nicht mehr leisten. JDC hat hier durch seine Größe Vorteile - muss aber natürlich auch massiv in Personal investieren, nicht nur in Technik, um die Bestände auch wirklich verwalten zu können. Es können/sollen/dürfen daraus ja keine Datenfriedhöfe werden. Diese Investitionen kosten Geld, bringen aber nicht sofort etwas, da die Einnahmen ja nicht einmaliger Natur sind, sondern wiederkehrend. Das ist vergleichbar mit der Umstellung vom Lizenz- auf das Abomodell bei Softwarekonzernen. Auch Adobe oder Microsoft hatten hier schwierige Quartale bis die Erfolge sichtbar wurden. Und die Kurse entsprechend massiv anzogen.

      Auf den Krypotokram setze ich nicht. Wenn sich da etwas Sinnvolles draus ergibt, schön. Wenn nicht... Das Kerngeschäft ist Treiber genug und rechtfertigt Kurse von über 10 Euro bis Jahresende.

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  34. Hallo Michael,

    mich würde deine Einschätzung zu den am Dienstag veröffentlichten Technotrans AG Zahlen interessieren. Für mich sahen sie überzeugend aus. Nachdem der Markt am Tag der Veröffentlichung positiv reagiert hat ist der Kurs inzwischen wieder am SMA50 abgeprallt und liegt heute ca. 5% im Minus. Woher kommt das schlechte "Sentiment"?

    Beste Grüße aus München

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    1. Moin Tobias,
      den Kursverlauf bei Technotrans kann ich Dir beim besten Willen nicht erklären. Ein hilfloses "sell on good news", vielleicht? Keine Ahnung.

      Was ich aber weiß, dass die Zahlen hervorragend ausgefallen sind, dass die Dividende entsprechend der Gewinnexplosion um 60% auf 0,88 Euro je Aktie angehoben wird, dass ttr sich breiter aufstellt und sehr gute Aussichten hat, insbesondere bei seinen Kühlsystemen auch bei Serienproduktionen in der Automobil- und LKW-Fertigung zum Zuge zu kommen, dass die Prognosen bzgl. Umsatz und Gewinnwachstum stets sehr konservativ sind und meisten deutlich übererfüllt werden und dass in diesen auch noch keine Übernahmen enthalten sind. Die aber seitens ttr eingeplant sind und bisher auch regelmäßig eingeschlagen haben wie eine Bombe.

      Kurzum: ttr müsste eigentlich eher bei 55 Euro notieren als bei knapp 40 Euro. Und weil ich das so sehe, habe ich vorhin bei etwas 39,50 meine Position aufgestockt, so dass sie jetzt meine zweitgrößte im Depot ist. Ich bin sicher, der Kurs wird bald anspringen. Und dann geht es ganz schnell.

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    2. Wir werden Technotrans bald als Aktie der Woche in "Börse Online" oder "Der Aktionär" sehen, dann gibt es kein Stopp mehr.

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    3. Der Kurs ist ja unter Druck, seit CEO Brickenkamp seinen Rückzug angekündigt hat und wenn ich es richtig verfolgt habe, bisher noch kein Nachfolger explizit benannt wurde. Bisher gibt es nur die Berufung der Herren Hendirk Niestert und Dr. Andreas J. Schmid in den Vorstand. Ob dann einer dieser beiden oder ein dritter CEO wird, ist meines Wissens noch offen (oder weiß jemand mehr?). Möglicherweise warten viele ab, bis sie den Namen den neuen CEO kennen.

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    4. Ganz so stimmt das nicht, Technotrans hat den langjährigen Finanzvorstand Dirk Engel zum Sprecher des Vorstands ernannt. Es gibt dort also keine Vakanz (mehr).

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    5. ttr hat ein sehr geringes projektiertes Wachstum, wenn man mal von von der originellen Idee absieht, dass man Wachstum für teuer Geld auch zukaufen kann, und Übernahmen können auch schiefgehen. Womöglich geht das jetzt mit dem Buchhalter als Chef alles noch etwas langsamer. Finde ich alles nicht so prickelnd.

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    6. @Michael: Danke für die Info!
      @Anonym: "alles noch etwas langsamer" ist ja bei 60% Gewinnwachstum etwas aus der Luft gegriffen... und Technotrans ist bei weitem nicht so hoch bewertet, dass es dieses Wachstum jährlich liefern müsste.

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    7. Die 60% sind Vergangenheit, Prognose sind 10 oder 12% um die 2€ rum. Dafür kann man echt nicht viel mehr als 40€ verlangen. Aber vielleicht kann ja der Buchhalter neue Impulse setzen ...

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    8. Aha? Unternehmen mit 3% Wachstum dürfen also KGVs von 15 aufweisen, 12% Wachstum aber nicht KGVs von 20? Komische Logik. Zumal Technotrans die letzten Jahre immer deutlich über den eigenen ursprünglichen Prognosen gelegen hat und - anders als einige andere Unternehmen - in die Prognosen keine Übernahmen mit einbezieht. TTR erhöht ggf. die Prognosen im Jahresverlauf, wenn Übernahmen erfolgt sind. Mir gefällt diese bodenständige, konservative Art und auch das starke Wachstumstempo sowie die sich erweiternden Margen und Geschäftsbereiche. Ich denke daher, dass TTR Kurse von 50 Euro durchaus rechtfertigen kann, auch ohne Übernahmen. Diese werden dann noch on Top kommen...

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  35. Hallo Herr Kissig
    Haben sie evtl Anteile von Navigator verkauft um bei trr aufzustocken?
    Bei Navigator drückt der Kurs ja auch nach unten und ich kann mich nicht entscheiden wo ich zuerst aufstocken sollte wobei ttr sicher das solidere Invest ist

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    1. Nein, ich habe keine Navigator-Aktien verkauft. Navigator ist weiterhin deutlich unterbewertet, man ist allerdings stark von der 75%-Beteiligung IT Competence abhängig. Deren Zahlen sind vom Markt nicht so gut aufgenommen worden und der Kurs kam unter Druck. Dabei lagen die im Rahmen der Erwartungen, nachdem man 2017 den Turnaround vollzogen hat (zuvor hatte ITC ein neues Geschäftsfeld aufgebaut, das ging aber voll in die Hose). Bei Navigator braucht man Geduld, die Werte werden schon noch gehoben.

      Technotrans kann man mit Navigator nicht vergleichen, denn Technotrans ist ein hochprofitables Wachstumsunternehmen. Mit einem KGV um 20 nicht billig, aber aufgrund des starken, profitablen Wachstums aber eben auch nicht teuer. Bei 40 Euro für mich ein ganz klarer Kauf mit Kursziel 55 Euro.

      Technotrans agiert sehr transparent und man hat keine Schwierigkeiten, die Aktien zu handeln. Die Prognosen werden regelmäßig übererfüllt und man hat es die letzten Jahre verstanden, durch Zukäufe die Profitabilität zu steigern sowie das Geschäft in aussichtsreiche Branchen zu verbreitern. Das sind Argumente, die für ttr als Investment sprechen.

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    2. Gerne bei beiden :) Bei Navigator hat sich bewährt, aufgrund des großen Spreads bei Käufen nicht auf den aktuellen Briefkurs einzugehen, sondern stattdessen einfach frech den Geldkurs als Limit einzugeben. Der erste mit schwachen Nerven, der unbedingt verkaufen will, wird dann auf den Geldkurs eingehen. Damit bin ich am Freitag um 17:56 in Stuttgart für 1,30€ zum Zuge gekommen (Briefkurs war eigentlich 1,39€). Dieser Kurs von 17:56 ist bis Börsenschluss um 22:00 der letzte geblieben, was nochmal die Marktenge von Navigator unterstreicht...

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  36. Hallo Michael,
    bist Du immer noch von MPC Capital überzeugt? Ich frage nicht nur, weil deren Kurs gefallen ist. Das ist der von anderen Aktien auch, und Aumann zB halte ich nach wie vor für sehr aussichtsreich. Doch mein Eindruck von MPC ist zweigeteilt: ein zerfasertes Geschäftsfeld (Immobilien, Schiffe, Wind), der Jahresabschluss 2017 schien mir eigentlich sehr solide (12.8 Mill Gewinn nach Steuern, hohe Eigenkapitalquote, wenig Schulden). Wozu da, frage ich mich, die Kapitalerhöhungen? Der Anteil der Invesoren wird dadurch verwässert und Geld ist doch da. Ist mir da was entgangen? Oder läßt da Publity grüssen?

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    1. Das Umfeld für Asset Manager ist momentan herausfordernd. MPC Capital hat gute Zahlen vorgelegt, als Malus aber die erneute Kapitalerhöhung. Das lastet immer wieder auf dem Kurs. Ernst Russ gab heute Zahlen bekannt, die die Erwartungen nicht erfüllt haben. Und Lloyd Fonds musste ja schon vor einiger Zeit massiv zurückrudern.

      Einen Vergleich mit Publity halte ich nicht für angebracht, da deren Geschäftsmodell komplett anders ist und dort inzwischen mehrfach die vollmundigen Ankündigungen nicht eingelöst werden konnten. Des Weiteren hat man dort inzwischen erhebliche Risiken - ich will da aber gar nicht mehr in die Diskussion einsteigen, da ich Publity ja bereits vor längerer Zeit aussortiert habe, gerade wegen des sich enorm verschlechternden Chance-Risiko-Verhältnisses.

      Bzgl. der genannten Asset Manager mit Ausrichtung auf Schifffahrt und Immobilien sehe ich keinen Grund, die zu verkaufen. Auch wenn die (zu) hohen Erwartungen nach dem Turnaround (auch wegen der niedrigen Basiseffekte) nicht völlig eingelöst werden konnten. Die verdienen gutes Geld und sind auch nicht zu teuer bepreist auf dem aktuellen Kursniveau. Vermutlich wird man aber woanders bessere Chance-Risiko-Verhältnisse auftun können, daher kaufe ich hier momentan auch nicht nach.

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  37. Hallo Michael,

    hast Du eigentlich noch Polytec und At&s in deinem Depot und welches (wenn) ist höher gewichtet...

    Danke Christian

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    1. Nein, sowohl bei Polytec als auch bei AT&S war klar, dass 2017/2018 eine Übergangsphase wird mit hohen Investitionen, während die potenziellen Gewinne erst frühestens ab 2019 sprudeln würden. Daher habe ich mich schon vor einer Weile von beiden Aktien verabschiedet und meine Gewinne mitgenommen. Die Kurse waren ja stark angestiegen und bröckelten dann vor sich hin.

      Beide beobachte ich aber weiter und könnte mir auch einen Wiedereinstieg vorstellen, wenn sich abzeichnen sollte, dass die Investitionen Früchte tragen und keine Millionengräber sind. Polytec hat allerdings zuletzt enttäuscht. Weil es operativ deutlich schlechter läuft als gedacht. Und für Nullwachstum und rückläufige Gewinne ist die Aktie dann aktuell eben doch noch zu teuer, auch wenn der Kurs erheblich unter den Höchstkursen notiert. Denke, es gibt einige interessantere Titel unter Chance-Risiko-Aspekten.

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  38. Hallo Michael, ich beobachte das seit einigen Tagen die Aktie deiner Altempfehlung Genworth wieder steigt. Hat es neue Eantwicklungen bei der Fusion mit oceanwide gegeben? Hast du eine Meinung zu der Roy Ceramics? Die Gelder aus dem Verkauf der Liegenschaft in China sind mitlerweile komplett bei der dt Mutter gelandet und zum teil schon wieder neu in den USA investiert

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    1. Genworth Financial, eine gestrauchelte US-Versicherungsgesellschaft, die für 5,43$ je Aktie von China Oceanwide übernommen werden soll war ja unter meinen 2017er Jahresfavoriten. Tja, was soll ich sagen, der Deal kam 2017 nicht zustande, obwohl er für das Frühjahr geplant gewesen war. Inzwischen ist 2018 und die beiden Unternehmen haben gerade den vierten (!) Anlauf am Laufen, um von der CFIUS die nötige Genehmigung zu bekommen. Die CFIUS ist für Übernahmen von US-Unternehmen durch Ausländer zuständig und es gibt bisher immer wieder Bedenken bzgl. der Personendaten der US-Versicherten von GNW. Jaja, Datenschutz als Thema in den USA, man könnte fast lachen...

      Der Kurs von GNW notiert meilenweit unterhalb des fest vereinbarten Übernahmepreises (Upside etwa 50%). Die Börse glaubt nicht an den Deal, weil man seitens Trump eher Ablehnung erwartet (siehe Qualcom-Broadcom-Übernahmeversuch). Und bisher drückte GNW auch ein Refinanzierungsproblem (das inzwischen durch eine neue Anleihe gelöst ist) und natürlich das Long-Term-Care-Versicherungsproblem, also die privaten Pflegeverträge. Auch in den USA werden die Menschen immer älter und die medizinische Pflege kostet immer mehr. GNW hat hier erhebliche Rückstellungen gebildet, was die Ergebnisse eine Zeit lang belastet hat. Inzwischen fährt man aber wieder gute Ergebnisse ein, da man auch in drei Ländern ein lukratives Hypothekenbusiness betreibt (USA, Kanada, Australien). Die beiden Töchter in Kanada und in Australien sind übrigens börsennotiert und ihre Marktkapitalisierung deckt GNWs eigene Börsenkapitalisierung mehr als ab.

      Nun gab es jedoch eine interessante Wendung...
      China und die USA vermelden eine Einigung im Handelsstreit - und China kommt den USA reichlich entgegen. Könnte mir vorstellen, dass die GNW-Übernahme durch China Oceanwide nun (bei der CFIUS) mächtig Auftrieb bekommt...

      Vielleicht wird GNW doch noch zur Rakete - wenn auch für 2017 zu spät. Und auch wenn die Übernahme nicht klappen sollte, ist GNW inzwischen so gut aufgestellt, dass die früheren Bedenken, das Unternehmen könne nicht überleben, vom Tisch sind. Evtl. ist sogar mehr bei GNW zu verdienen auf lange Sicht, wenn die Übernahme scheitert. Kommt sie hingegen, könnte es in ein paar Wochen schon 5,43$ je GNW-Aktie geben.

      Ach so, aktuell notiert GNW bei 3,50$ - und wer auf den Chart schaut erkennt, dass sich in den letzten Tagen der Wind schon mächtig zu drehen begonnen hat... Aber wie sagte Ben Graham? "Geduld ist die oberste Tugend des Investors". Und Geduld war/ist hier echt gefragt...

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  39. Hallo Michael,

    was hälst du von dem Wert Agrarius Ag?
    Die Entwicklung der wichtigsten Agrargüter sollte dem Wert Rückenwind geben.

    https://www.finanzen.net/rohstoffe/weizenpreis
    https://www.finanzen.net/rohstoffe/maispreis
    https://www.finanzen.net/rohstoffe/Rapspreis

    Daneben wurde im letzten Kalendar die Direktvermarktung einiger Güter unter dem Label Ackerlust gestartet, nach verhaltenem Beginn kommen nurn zahlreiche positive Bewertungen in den verschiedenen Portalen.

    https://www.trustedshops.de/bewertung/info_X9D7B604BD350137B73DE2B908FDC6594.html
    https://www.amazon.de/sp?_encoding=UTF8&asin=B077MCD5LF&isAmazonFulfilled=1&isCBA=&marketplaceID=A1PA6795UKMFR9&orderID=&seller=AWKO0TOTRBDMK&tab=home&vasStoreID=
    https://www.ebay.de/usr/ackerlust?_trksid=p2047675.l2559

    Rechnet man hier mit der durchschnittlichen Bewertungsrate eines Online-Shoppers, dann sollte es mittlerweile einen zusätzlichen Umsatz von 300-400k im Kalendarjahr bringen.

    sh. https://www.provenexpert.com/de-de/blog/die-bewertungsquote-zahlen-und-fakten-zu-einem-mysterium-des-e-commerce/

    Einzig der geringe Streubesitz und die Illiquidität stellt aus meiner Sicht ein Hemmniss da.

    Freundliche Grüße,
    Christoph

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    1. Nach der Selbstbeschreibung ist die Agrarius AG "ein auf die
      professionelle Flächenbewirtschaftung in Rumänien spezialisiertes
      Landwirtschaftsunternehmen". Hierzu habe ich weder örtlich noch inhaltlich einen Bezug und keinerlei Kompetenzen; ich kann daher keine qualifizierte Bewertung vornehmen, so dass das Unternehmen für mich nicht infrage kommt.

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  40. Guten Abend Michael, was hältst DU von der Mutares AG? Die Mutares AG befindet sich auf Vorjahres Niveau (ca. 11,20 €) und ist unter seinem inneren Wert entfernt.Ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg? Wie ist deine Meinung zu diesem Wert? Beste Grüße Oliver

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    1. Nein, Mutares werde ich mit der Kneifzange nicht mehr anfassen. Ich hatte im Februar begründet, weshalb ich bei Muatres ausgestiegen bin (bitte auch die Kommentare dazu lesen) und in den letzten Wochen ist alles noch viel schlimmer geworden: die ausgewiesenen NAVs kann man als Luftschlossangaben in die Tonne treten, Mutares schafft es seit langem nicht, diese NAVs bei Exits zu erzielen und auch bei STS hat man hier maßlos übertrieben. Einen schäbigen Beigeschmack hat die Situation auch dadurch, dass wochenlang STS mit extrem übertriebenen Bewertungen als IPO-Kandidat angepriesen wurde, während große Aktienpakete in den Markt gedrückt wurden. Die Vermutung liegt nahe, dass es aus dem großen Anteil des Ex-Gründers und Vorstands Geuer stammt. Und dann die Jubelmeldung zu STS, ein Paradebeispiel für Anlegerverarschung! Mutares kann die Aktien nur weit unterhalb der ursprünglichen Bewertungen an den Mann bringen und dann auch noch unterhalb der Bookbuildingspanne. Ein Armutszeugnis. Aber es kommt noch "besser": Mainfirst, eine der beiden Emissionsbanken, musste gestern bekanntgeben, dass man 8% an STS hält. Mit anderen Worten: die sind die Aktien nicht mal zu dem Ramschpreis losgeworden! Und auch Herr Laik, CEO der Mutares, hat erhebliches eigenes Geld in die STS-Aktien gesteckt, sonst wären noch weniger Aktien abgenommen worden. Man kann also nur feststellen, dass Mutares die Anleger wochenlang an der Nase herum geführt hat, dass man sein Business nicht versteht und schlecht macht und dass man fortgesetzt Ad-hoc-Meldungen mit Selbstbeweihräucherungsphrasen absetzt, die mit der Realität nichts zu tun haben.

      Mein Fazit: Mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben!

      Es gibt an der Börse viele gute Unternehmen mit seriösem Managagement und zukunftsfähigem Geschäftsmodell zu attraktivem Preisen. Gerade auch im Bereich der Beteiligungsgesellschaften. Warum sollte man eine Seuchenbude wie Mutares anfassen, wenn man sich auch an Top-Unternehmen wie Blue Cap, Deutsche Beteiligungs AG, MBB, Indus oder Ringmetall beteiligen kann? So groß kann meine Gier gar nicht sein, dass ich Mutares noch einmal Geld anvertrauen würde.

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  41. Hallo Michael,

    vielen Dank für Deinen tollen Blog! Deine Beiträge zu den Unternehmen sind stets tiefgründig recherchiert und trotzdem verständlich. Bitte weiter so :-)!!!

    Eine Frage / Anregung: Ist Dir die Aktie von der Abo Invest AG bekannt (WKN: A1EWXA) und hast Du eine Meinung dazu?
    Es handelt sich um einen deutschen Windparkbetreiber, der mittels Akquisitionen schon über ein beachtliches Portfolios an v.a. Windparks verfügt. Aufgrund der vergangenen schwachen Windjahre hat der Kurs etwas korrigiert.
    Für eine kurze Einschätzung wäre ich Dir sehr dankbar....Smallcap - Deutschland - expandierende Beteiligungsgesellschaft - da liegen ja deine Kernkometenzen ;-)

    Vielen Dank und viele Grüße
    Felix

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    1. Moin Felix,
      bei Windparkbetreibern bin ich eher skeptisch was die Aussichten der Aktien angeht - grundsätzlich gefallen mir Branchen/Geschäftsmodelle nicht, die sehr stark von staatlicher Regulierung und/oder Fördermitteln abhängen.

      Bei ABO sind die Umsätze noch dünner. Und ich verstehe den Sinn der Struktur mit ABO Wind und ABO Invest nicht wirklich und dass man auch Biogasanlagen betreibt, ist für mich eher ein KO-Kriterium. Daher taucht ABO bei mir nicht wirklich auf dem Schirm auf. Mein Engagement in Windparks beschränkt sich auf die wenigen der 3U Holding. Und natürlich auf PNE, aber die sind ja kein Betreiber, sondern Projektierer... ;-)

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  42. thenextbigthing30. Juli 2018 um 11:52

    Michael, kannst du überhaupt den Überblick behalten bei deiner langen Empfehlungsliste? Auch wenn du es beruflich machst, stelle ich es mir sehr schwer vor.

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    1. Bei den meisten Werten muss ich ja nicht immer sofort und unmittelbar "dran" sein, wenn die Zahlen bringen. Da lese ich im ersten Moment nur kurz drüber, ob die sich im Rahmen meines Investmentcases bewegen. Nur wenn das nicht der Fall ist und ich negativ überrascht werden, springt der Wert und die zahlen bei mir auf Priorität 1 und ich überlege, ob ich schnell reagieren muss.

      Des Weiteren muss man Turnaroundwerte natürlich enger begleiten, weil hier wenig(er) Raum für Fehler und Fehlentwicklungen ist.

      Erleichtert wird mir das Ganze auch dadurch, dass ich ja einige Cluster habe, wie z.B. Beteiligungsgesellschaften oder Asset Manager. Da habe ich ja gewisse Branchenerwartungen und wenn die ersten Zahlen liefern gibt das schon eine Tendenz, ob ich hier insgesamt aufmerksamer sein muss, oder ob eher alles easy schniesy läuft.

      Ansonsten bleibt mir auch in der Earnings-Season ja genügend Zeit, mich auch etwas später noch mit den Unternehmen und den Zahlen zu beschäftigen. Und ich muss ja nicht zu jedem Wert alle paar Wochen einen Artikel verfassen. Das mache ich nach Lust und Laune. Und Relevanz. Corning liegt daher auch schon eine Woche "rum", dabei ist der Wert gerade wieder richtig interessant...

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  43. Geely sieht wie ein free lunch aus. Wachstum ist irre die Bewertung normal. Gefahr droht aus meiner Sicht aus dem beschneiden der Subventionen und evtl. dem Import von Autos aus Amerika. Ich weiß nicht ob geely dann immer noch der bessere Deal für Leezchen Müller ist. Irre ist deine Meinung

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    1. Alle Autohersteller sehen optisch günstig bewertet aus (Tesla mal ausgenommen); das ist aber keine Branche für mich, weil sie sehr zyklisch und extrem kapitalintensiv ist. Auch wenn Buffett bei GM investiert ist, hat er doch mal davor gewarnt, in Branchen "im Umbruch" zu investieren. Tja, nach/neben Energie und Einzelhandel betrifft dies wohl die Autobranche mit am stärksten...

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  44. Hallo Michael

    Soso, hat sich deine „Empfehlungsliste“ also zur „Beobachtungsliste“ verwandelt... Ich kann dies aber absolut nachvollziehen, vor allem nachdem ich teilweise gelesen habe, dass einige Leser ihre Investments „aufgrund deiner Empfehlung“ getätigt haben. Eine „Beobachtungsliste“ hört sich (für dich) eher haftungsbefreiend an, was ich begrüsse, zumal wir Leser dankbar dafür sein dürfen, dass du deine Kenntnisse und Meinungen mit uns teilst... Danke ich dir für deinen unermüdlichen Einsatz hier auf diesem Blog!

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    David

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    1. In den Anfängen dieses Blogs (2011/2012) habe ich mal eine "Watchlist" geführt; es wurden dann aber immer mehr Stimmen laut, die eine Art von Performance-Messung haben wollten. Und nicht alle von mir angerissenen Unternehmen landeten auf der Watchlist. Daher entwickelte sich daraus später die "Empfehlungsliste". Wobei dieser Begriff nicht als Kaufempfehlung zu verstehen war/ist, sondern (wie ich ja auch seit Urzeiten unter dem Tabelle aufführe) als Anregung/Empfehlung, sich mit diesen Unternehmen selbst zu beschäftigen und seinen eigenen Investmentcase zu erarbeiten. Damals hatte das Blog einige hundert Leser im Monat, inzwischen sind es ja einige Vorkommastellen mehr (ich wollte erst "Nullen" schreiben, aber das hätte man auch ziemlich missverstehen können) ;-) ).

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  45. Hallo Michael,
    hat sich an deiner Einschätzung zu Genworth Financial seit deinem letzten Post irgendwas geändert?

    Nach der Freigabe der Übernahme durch die CIFUS heißt es aus vielen Quellen, dass die ausstehenden Genehmigungen nur noch formsache seien.

    Wenn es aber nur noch eine Frage von wenigen Monaten ist, bis der Merger abgeschlossen ist, verwundert es mich schon, warum in einem mehr oder weniger effizienten Markt der Aktienpreis immer noch (auch nach den guten Quartalszahlen) über 20% unter dem Übernahmepreis von 5,43$ liegt.

    Hast du da eine Meinung zu?

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    1. Nö, bei Genworth Financial habe ich keine neue Einschätzung. Es gab zuletzt zwei Nachrichten, die den Kursabsacker vielleicht erklären können. Zunächst hat der CEO erklärt, GNW gehe nun davon aus, dass der Merger zwischen September und Dezember erfolgen wird. Die Zeitschiene ist also weitere Wochen nach hinten gerückt. Und dann haben die USA und darauf im Gegenzug auch China weitere Strafzölle angekündigt und da GNW von China Oceanwide übernommen werden soll, könnte diese wieder aufpoppende "China-USA-Handelskriegsangst" dem Kurs gestern etwas zugesetzt haben.

      Inhaltlich gibt es meiner Meinung nach nichts neues - außer, dass die Zahlen von GNW erfreulich positiv ausgefallen sind, insbesondere im Hypothekengeschäft.

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    2. Danke für die schnelle Antwort und deine fundierten Blogartikel

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    3. Hallo Michael,
      bei Genworth erinnere ich mich an Deine Einschätzung, dass sie viel mehr wert seien als die angebotenen 5,43$ / Aktie. Auf Seeking Alpha habe ich kürzlich sinngemäß gelesen: Genworth ist im Fall der Übernahme 5,43$ wert, ohne Übernahme 11$.
      D.h. müssen wir nicht eigentlich darauf hoffen, dass die Übernahme platzt? Oder anders gesagt: sollte die Übernahme platzen, wird es erst richtig spannend, weil der Markt sich dann eine neue Bewertung überlegen muss. 5,43$ mal Übernahmewahrscheinlichkeit taugt dann nicht mehr. Wird es dann Buchwert (über 20$) mal Nicht-Insolvenzwahrscheinlichkeit? Da sollten dann deutlich mehr rauskommen als die 5,43$, zumal der CEO ab diesem Zeitpunkt keinen Anreiz mehr hätte, das Unternehmen schwach zu reden.

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    4. Ich sehe den Haken auch nicht und bin mit zehn Prozent investiert. Keine Ahnung.

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    5. Sagen wir's mal so: bei Genworth Financialwinken sichere 10 bis 15 Prozent Rendite (Übernahmeofferte bei $5,43 je Aktie). Sollte die Übernahme doch noch scheitern, müsste GNW alleine klar kommen. Das ist kein Selbstgänger, aber sie haben sich die letzten Jahre über strukturell erholt und besser aufgestellt, so dass dies möglich wäre. Vor allem haben sie ihre Finanzierungsstrukturen verbessert und die ausstehenden Kredite umgeschuldet - hier hatte der Markt ja immer Befürchtungen,o b das gelingt. So, das ist dann auch der Punkt, wo das Schwein durch den Knick bricht: denn die neue Finanzierung wurde ja überwiegend von China Oceanwide geleistet (im Vorgriff auf die Übernahme) und sollte diese nun platzen, würde China Oceanwide künftig kaum weiter Finanzkraft zur Verfügung stellen. Dann wäre GNW wieder vor der Situation, dass sie eigenständig am Markt eine Anschlussfinanzierung auf die Beine stellen müssten. Was sie eigentlich ohne Probleme hinbekommen wollten, aber... diese (neue) Situation würde eine Zeit lang Unsicherheit reinbringen und könnte den Kurs belasten.

      Ich glaube daher nicht, dass bei einem Scheitern der Übernahme der GNW-Kurs zügig über die $5,43 steigen würde Richtung Buchwert. Erstmal müssten sich alle auf die neue Situation einstellen und das kann etwas dauern. Im Anschluss würden neue Überlegungen (und auch Fantasie) aufkommen, ob GNW eigenständig bleibt, ob sie Tafelsilber verkaufen (die beiden Hypothekentöchter in Australien und Kanada) und/oder ein anderer Fusions- bzw. Übernahmekandidat auftaucht. Und zu welchen dann möglichen Konditionen.

      Bleibt also alles im Fluss. Und spannend, trotz der Lethargie. Ein Widerspruch in sich. Und trotzdem ist es so...

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    6. Besten Dank für die Einschätzung!

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  46. Hier noch die obligatorische Frage, warum Ernst Russ und MPC raus? Einfach, um Kapital nach Patrizia umzuschichten, das Du wahrscheinlich für aussichtsreicher hältst? Oder siehst du bei den beiden darüber hinaus konkrete Probleme?

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    1. Ernst Russ und MPC Capital hatte ich als Turnaround-Spekulationen auf meine Beobachtungsliste genommen und bei habe den Turnaround erfolgreich vollzogen. Nun müssten sie im operativen Geschäft Erfolge vorweisen und das klappt bei beiden nicht - trotz boomenden Immobiliensektors und eines Schifffahrtsmarktes, der sich deutlich erholt hat von den Tiefstständen. Der zweite Teil meines Investmentcases, das ordentliche Geldverdienen als Asset Manager scheint bei diesen beiden nicht hinzuhauen. Ob sich die Lage in absehbarer Zeit erheblich verbessert und somit auch die Geschäftszahlen, daran habe ich inzwischen begründete Zweifel. Und daher streiche ich beide Werte von der Liste und habe sie auch in meinem Depot glatt gestellt. Woanders sehe ich mein Geld potentiell ertragreicher angelegt...

      Und Patrizia Immobilien... da muss ich einen Fehler korrigieren, den ich mir vor einem Jahr geleistet habe.

      Ich werde aber, wie üblich, meine Entscheidungen zu den Werten noch in einem (oder mehreren Artikeln) ausführlicher darlegen. Und meinen Investmentcase für Select Energy Services bin ich ja auch noch "short". Die haben raketengleiche Zahlen vorgelegt (Gewinneverdopplung), aber Mr. Market hat das wohl missverstanden und den Kurs in den USA um mehr als 10% in die Tiefe geschickt - ich habe die Chance genutzt und nachmittags meine Position nochmal ein bisschen aufgestockt, fast zu meinen Einstiegskursen von vor ein paar Wochen. Bisher weiß aber ja keiner warum (naja, ich schon irgendwie). Erklärung kommt. Nur so viel vorab: das sind die Jungs, die die Wasserförderrechte und Pipelines für viele der ölreichsten Gebiete in den USA haben, wo sich momentan die ganzen Fracker überschlagen vor Eifer - und ohne (Unmengen von) Wasser kein Fracking. Ist also eine ähnliche "indirekte" Kiste wie Texas Pacific Land Trust und die Aktie lief bisher ja wie geschnitten Brot. Select Energy Services bewertet der Markt aber noch falsch (nicht als Infrastrukturwert) und damit viel zu niedrig. Irgendwann wird Mr. Market aber aufwachen, da bin ich sicher...

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    2. Mich wundert ein wenig, wo Du aktuell die Infos zu den Hamburger Asset-Mangern herbekommst. Ist das geheimer hanseatischer Flurfunk? ;-) Mir sind in den letzten 10 Tagen keine News aufgefallen. Aber Du wirst Deine Gründe haben, bin gespannt auf die ausführliche Version.

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    3. Würde mich auch interessieren. Mit der letzten Quartalsmitteilung für Q1 wurde für das Gesamtjahr 2018 einen Prognose von 10 % Umsatzwachstum und überproportionalem EBIT-Anstieg gegenüber Vorjahr abgegeben. Nächste Quartalsmitteilung kommt Ende August.

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    4. Wollte Schrittweise in Select. Order gibt nicht durch... Wie es dann so kommt habe ich jetzt eine Doppelte Position auf einmal und bin schon rot. Könnte mich ärgern, bin erstmal geduldig

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  47. Guten Morgen
    Was erwachtet uns am Dienstag zu den Halbjahreszahlen von Corestate Capital?
    Neuer Schwung durch news oder gute Zahlen !?
    Wer hat eine Einschätzung !?

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    1. Ich habe bei Corestate Capital keine großen Erwartungen was die Kursreaktion auf die Zahlen angeht. Diese sollten den erfolgreichen Geschäftsverlauf bestätigen - der Markt scheint aber auf den nächsten großen Wurf bzgl. Übernahmen zu warten. Und dafür hatte sich Corestate ja auch mit frischem Kapital aufmunitioniert. Kurzfristig erwarte ich also keinen Kurssprung. Wenn es aber dann los geht und der Markt Corestate (wieder) anders bewertet, kann es ganz schnell gehen und die Kurse davon laufen. Das haben wir in der kurzen Börsengeschichte von Corestate ja schon einmal erlebt...

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    2. Wenn man sich die Kennzahlen von Corestate anschaut, kann man sich schon mal die Augen reiben: Die Gewinnentwicklung betrug seit 2015 jährlich durchschnittlich 74%. Für 2018 wird ein Wachstum von 34% prognostiziert. Mit den heutigen Halbjahreszahlen ist man auf sehr gutem Weg dorthin. Dagegen KGV 2018: 6,2! Also das, was man von einem dahinsiechenden Blue Chip erwarten würde, aber nicht von einem Wachstumsunternehmen. Ich denke, wenn das KGV bei 30 läge, würde manch einer argumentieren: Corestate ist sicherlich nicht billig, aber angesichts des starken Wachstums ist der Preis gerechtfertigt (PEG = 0,2). Bin gespannt auf die nächsten Monate...

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  48. Hallo Michael,

    Erstmal vielen Dank für deinen tollen Blog. Du hattest ja schon bereits zwei Artikel zu Leoni geschrieben. Einmal als du deine Case vorgestellt hast und dann nochmal das kurze Update zu den gesamten Autozulieferern.
    Nach den gestrigen Zahlen ist die Aktie ja ziemlich abgestürtzt. Der Markt bemängelt ja die Profitabilität und den negativen Cash Flow. Ist deine Case immer noch intakt und siehst du das ganze langsam auch etwas kritischer?

    Danke!

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    1. Die Automobilwerte und auch die Zulieferer, wie Leoni, leiden allesamt unter Dieselgate und der Ungewissheit über die neuen Abgastests - und natürlich wegen der drohenden Strafzölle. Viele Hersteller haben massiv auf Halde produziert und dieser Stau wird irgendwann in den Markt gedrückt werden, was zulasten der dann tagesaktuellen Produktion gehen muss und wird. Eine verringerte Produktion bei den Autoherstellern führt aber zwangsläufig zu reduzierten Mengen und Gewinnen bei den Zulieferern. Und die können sich ja nicht aus dem Stand einfach andere Kunden suchen oder in andere Branchen expandieren. Da besteht eine sehr große Abhängigkeit.

      Momentan ist kaum absehbar, wie weit die Kurse in der Branche noch fallen werden. Die Kurse sind zwar stark psychologisch getrieben, aber eben auch mit einem ernsten fundamentalen Kern. Den man nicht quantifizieren kann. Momentan ist die gesamte Branche eine Blackbox und das gilt auch für Leoni und deren Perspektiven.

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  49. Bei Microsoft hat die Gates Stiftung sehr viele Aktien in den letzten Quartalen verkauft. Was auf eine Überbewertung hin deuten könnte.

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    1. Oder einfach auf Geldbedarf für ihre vielen Projekte, denn der Zweck der Gates Stiftung ist ja nicht das Geldvermehren/-anlegen, sondern Gelder für Forschung und Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Vor allem bei unheilbaren Krankheiten und für Verbesserung der Lebensbedingungen in der Dritten Welt.

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  50. Moin,

    schaust du dir eigentlich auch Value-Aktien unabhängig von DE/US an?

    Gruß
    TNBT

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    1. Sprich China, Brasilien etc. Also unabhängig von Europa. Sehe da jetzt nur einen Wert aus Kanada

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    2. Ne, ich fokussiere mich überwiegend auf Deutschland und die USA.

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  51. Hallo Michael,

    was hälst du von den Delignit Halbjahreszahlen?

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    1. Ich habe die Zahlen von Delignit nur überflogen, aber nichts Auffälliges (Negatives) entdeckt. Als Automobilzulieferer hätten hier ja durchaus negative Eindrücke aufgrund der teilweise gedrosselten Pkw-Produktionen erwartet werden können. Läuft im Grunde so, wie mein Investmentcase es vorsieht. Und nachdem der massive Kursanstieg und die damit verbundenen Überbewertung wieder abgebaut sind, ist auch der Kurs wieder interessant(er)...

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  52. Hallo Michael,
    wie siehst du aktuell Aurelius?
    Seit der Dividendenzahlung gings nun ca. 35 % nach unten. Gut, 9 % Dividende abgezogen sinds immer noch knapp 25 %. Woran liegt das? Gab doch keine schlechten News.
    Bleibst du Aurelius treu oder ziehst du bald die Reißleine oder wirst du sogar nachkaufen?
    Freue mich auf deine Antwort.
    Viele Grüße
    Markus

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    1. Aurelius weist eine überdurchschnittlich hohe Dividendenrendite auf; das klassische Muster bei solchen Werten ist, dass die Kurse in den Wochen vor der HV deutlich anziehen und danach umso stärker fallen, wenn sich die Dividendenjäger wieder verabschieden. Also teilweise deutlich über den Dividendenabschlag hinaus. Kann man z.B. in diesem Jahr auch wieder bei Lang & Schwarz beobachten.

      Ich habe mich in diesem Jahr diesem Muster angepasst und daher die letzten Wochen einen reduzierten Bestand. Dass der Kurs soweit runtergeht, das habe ich allerdings nicht erwartet. Ich habe vor zwei Tagen in dem starken Ausverkauf meinen Bestand zu knapp über €45 wieder aufgestockt.

      Bei Aurelius verhält es sich ähnlich wie bei der Deutschen Beteiligung, über die ich ja heute einen ausführlichen Artikel verfasst habe. Auch für Aurelius ist 2018 ein Übergangsjahr nach den gewinnbringenden Verkäufen der großen Beteiligungen im letzten Jahr (u.a. Secop) und der hohen Bargain Purchases aus der Home Office Europe-Übernahme. Da waren bei einigen vielleicht die Erwartung zu hoch, weil sie glaubten, solche Ausnahmejahre mit solchen Ausnahmegewinnen würden von nun an in jedem Jahr stattfinden. Und natürlich am besten noch pro Jahr 30% oben drauf. Aber so funktioniert das Geschäft der Finanzinvestoren nicht. Jedenfalls nicht, solange man nicht die Größe einer KKR, Carlyle oder Blackstone hat. Die sind in allen Assetklassen unterwegs und auf allen Kontinenten. Die schließen täglich große Deals ab, daher fallen auch (fast) täglich Gewinne bei Exits an. So eine "Verstetigung" des Geschäfts kann die vergleichsweise kleine Aurelius (noch) nicht bieten. Daher sind die Gewinne von Jahr zu Jahr stark schwankend.

      Ich nutze die Ausverkaufskurse also zum Kauf. Aurelius notiert nahe am NAV und bietet perspektivisch Exitpotenzial in den nächsten Monaten und Jahren. Und dann reagiert das Unternehmen auch selbst auf den Kursverfall und hat ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von €20 Mio. aufgelegt. Das dürfte Kurs stützend wirken. Gefällt mir sehr gut, zumal der Kurs jetzt bei €45 notiert und nicht mehr bei €60. Für jeden Euro kriegt man also mehr Aurelius. ^^

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  53. Moin Michael,

    bist du noch bei Shareholder Value Bet. investiert?

    Gruß
    Jan

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    1. Ja, ich habe noch ein paar Aktien der Shareholder Value Beteiligungen im Depot; allerdings hatte ich meinen Bestand reduziert, nachdem das Management vor einiger Zeit angekündigt hatte, die Cashquote deutlich nach oben zu fahren.

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  54. Hi Michael,
    was hälst du von der Erlebnis Akademie AG? In vielen Nebenwerte-Foren hört man viel positives über die Aktie, vor allem in Hinblick auf die europäische Expansion.
    Wie ist deine Meinung?
    Schönes Wochenende und beste Grüße

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    1. Erlebnis Akademie ist ein feiner deutscher Spezialwert. Trotz meiner Höhenangst bin ich dort seit Mitte März Aktionär mit einer - inzwischen - mittelgroßen Position (habe gerade mal nachgeschaut, EAK liegt auf dem elften Platz in meinem Depot); mein erster Kauf erfolgte zu €13,40 und die unternehmerische Entwicklung erfreut mich sehr. Der Krusverlauf mit knapp 45% natürlich auch. Ich denke, da wächst ein interessantes und sehr erfolgreiches Unternehmen heran, an dem man als Aktionär noch lange seine Freude haben wird.

      Die Marktkapitalisierung ist mit inzwischen €33 Mio. aber sehr niedrig, EAK ist eher ein Mikrocap. Daher habe ich das Unternehmen auch bisher nicht in meinem Blog erwähnt oder gar auf die Beobachtungsliste gesetzt. Inzwischen scheinen meine Erwähnungen bei einigen kleineren Werten durchaus zu Kursbewegungen zu führen, daher schränke ich mich hier manchmal bewusst ein.

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  55. Hallo Michael,

    die IT-Competence hat ja Aufgrund der sehr guten Zahlen ja nun ordentlich am Kurs gedreht.
    Wieviel % hält Navigator Equity gleich nochmal an denen? Ich kann dazu leider nichts genaues finden.

    Grüße

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    1. Navigator Equity hält 75,7% an der IT Competence.

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  56. Hallo Michael,

    ich hätte gerne deine Einschätzung zu Aumann. Die Zahlen wurden vom Markt gefeiert. Allerdings sehe ich kritisch betrachtet kaum organisches Wachstum. Auch der Auftragsbestand war ggü. Q1 2018 rückläufig. ist die Aktie damit nicht zu hoch bepreist?

    Besten Gruss

    Max

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  57. Moin Moin,

    Hypoport ist einer der stärkeren Aktien zur Zeit. Habe sie bei 108 Euro ins Portfolio gelegt. Nun überlege ich diese zu verkaufen während die Party noch am schönsten ist. Meiner Meinung nach ist zahlentechnisch dieses Unternehmen überteuert. Wie ist deine Einschätzung? Mich wundert es auch schon, dass du von der geilen Party kein Wort verlierst :)

    LG aus Hamburg :)

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    1. Sstimmt, Hypoport rennt momentan wie bekloppt, da könnte man schon versucht sein, Gewinne mitzunehmen. Allerdings rechtfertigt die fundamentale Entwicklung ja auch steigende Kurse, die weiteren Aussichten sind weiterhin sehr gut, da der Trend weiter hin zu digitalen Abschlüssen bei Krediten und Versicherungen geht, während die Zinsen niedrig und die Immobilienpreise hoch sind. Und wohl auch noch eine weile bleiben.

      Da ich nicht weiß, was der Aktienkurs tun wird, bleibe ich "einfach" an Bord und freue mich, dass mein Investmentcase so gut aufgeht. Mag sein, dass man heute verkaufen sollte und einigen Wochen die Aktien günstiger zurückkaufen kann. Aber dieses Markettiming widerspricht meiner Anlagephilosophie und ich bin auch furchtbar schlecht drin (wenn ich mich denn doch einmal dazu hinreißen lasse).

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  58. Moin

    Wie kam es eigentlich dazu dass MPC und ernstruss vor etwa 2w von der beobachtungsliste geflogen sind? Gab es dafür irgendwelche explezieten gründe, mal von dem eher mäßigen kursverlauf abgesehen!?

    Mfg Phil

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    1. Ja, Michael hat es an anderer Stelle damit begründet, dass er nicht mehr an den Boom der Schiffahrtsbranche glaubt.

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    2. Natürlich gibt es fundamentale/operative Gründe, weshalb ich Patrizia Immobilien wieder auf der Liste habe und auch für den Rauswurf von Ernst Russ und MPC Capital. Werde auch noch was dazu schreiben - sobald mich zu diesem Thema die Muse küsst. Momentan habe ich dazu keine Lust...

      Stimmt aber schon, dass es vor allem an den sich wieder eintrübenden Signalen aus dem Schifffahrtsbereich geht. Ich habe hier keiner Schinken mehr im Salz (nachdem auch bei Lloyd Fonds des Schiffsbereich keine Zukunft mehr haben wird im Zuge der Neuausrichtung).

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  59. Hallo Michael, welche dieser Werte würdest du aufgrund attraktiver Bewertungen aktuell am ehesten Nachkaufen?

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    1. Du hast Naspers, Aurelius, Corestate, Technotrans, DBAG, MVise, MBB, Ringmetall zur Auswahl gestellt (ich habe die entsprechenden Einzelkommentare mal gelöscht).

      mVISE betrachte ich momentan zurückhaltend, da mir die neue Ausrichtung nicht ganz klar ist und auch nicht, wie man ohne Just Intelligence die Umsatzziele erreichen will.

      Bei MBB und Naspers liegen deutliche NAV-Abschläge vor, die sind also günstig. Allerdings basiert der NAV auf jeweils nur einer Beteiligung; bei Naspers auf Tencent und bei MBB auf Aumann. Auch hieraus resultiert der NAV-Abschlag, da diese Beteiligungen selbst nicht gerade billig sind bzw. aktuell heftig Gegenwind bekommen (Tencent im Gamingmarkt). Beide Unternehmen haben eine gut gefüllte Kriegskasse und können auf Einkaufstour gehen - bei MBB ist dies der eigentliche Trigger für steigende Kurse.

      Aurelius ist momentan fair bewertet zum NAV. Aktuell ist kein Trigger für steigende Kurse zu erkennen, weil in den nächsten Monaten nicht mit einem großen gewinntreibenden Exit zu rechnen ist. Das sieht 2019 aber wieder ganz anders aus, daher dürfte der Kurs bald wieder die positiven Zukunftsaussichten stärker berücksichtigen als aktuell.

      Die DBAG scheint auf dem gegenwärtigen Niveau sehr attraktiv zu sein. Auch hier war nach dem Boomjahr 2017 eine Konsolidierung angesagt und es dürften im nächsten Jahr auch wieder gewinntreibende Verkäufe anstehen. Des Weiteren steigen die Provisionen aus dem Asset Management weiter spürbar an, was den Gewinn und den NAV ebenfalls steigert.

      Corestate ist wirklich sehr günstig; hier scheint jemand über längere Zeit ein größeres Paket in den Markt gedrückt zu haben und man hatte eine relativ hohe Verschuldung. Die hat sich durch den Verkauf der drei Immobilien aus dem Warehousebestand nun erheblich reduziert und daher steht Corestate noch besser da. Für mich nur eine Frage der zeit, wann der Kurs wieder richtig ins Laufen kommt.

      Technotrans leidet noch unter dem doppelten Führungswechsel und dem Abflauen des Elektro-Mobilitätshyps. Könnte gut sein, dass sie gewinnseitig nur am unteren Ende der Gewinnprognose durchs Ziel gehen in diesem Jahr. Auch bei ttr gehören Zukäufe zum Geschäftsmodell und hier gab es bisher nur zwei kleine Add-ons. Wenn da was Größeres gelingt, dürfte der Kurs wieder deutlich anspringen.

      Bei Ringmetall hat die Kapitalerhöhung für frische Mittel gesorgt und ich gehe davon aus, dass diese zügig und gut eingesetzt werden. Der hohe Stahlpreis und die Probleme in der Türkei sind hier Unsicherheitsfaktoren, die vor Bekanntgabe der nächsten Zahlen das positive Bild etwas trüben. Bei einer negativen Überraschung könnte der Kurs einen Wirkungstreffer einstecken. Wobei eben nicht ausgemacht ist, ob es überhaupt eine negative Überraschung geben muss- bisher hat Ringmetall diese Probleme gut abfedern können.

      Unterm Strich dürften die konservativsten Werte unter den von Dir genannten Corestate und die DBAG sein. Aber ob sie deshalb auch die beste Kursperformance hinlegen werden in nächster Zeit, kann ich natürlich überhaupt nicht abschätzen.

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  60. Hallo Michael, heute wurde Vapiano gut abgestraft, in den letzten Jahren wurde bewiesen, dass man gut wachsen kann. Sind wir hier am Anfang einer Erfolgsgeschichte wie bei MC Donalds? Wenn die Geschichte 5 Jahre so weiter läuft könnte es sehr gut aussehen wenn man heute kauft. Es wird Geld gemacht, das geht heute aber noch ins Wachstum, könnte schlechter sein...

    Wie ist Deine Meinung?

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    1. (System-) Gastronomie ist nichts für mich. Die Geschmäcker der Kunden ändern sich viel zu schnell und ist ein Konzept mal wirklich erfolgreich, wird es schnell kopiert.

      Beim Börsengang empfand ich Vapiano als extrem teuer bepreist und wenn ich mich recht erinnere, mussten die fast unmittelbar nach dem IPO ihre Prognosen einkassieren. Ich war nicht wirklich überrascht. Und gestern gab's ein Déjà-vu mit einer heftigen Gewinnwarnung.

      Der Aktienkurs notiert jetzt deutlich niedriger, aber attraktiver finde ich den Wert dadurch trotzdem nicht. Wachstum alleine bringt ja nichts, wenn man dabei nichts verdient bzw. immer mehr Verluste anhäuft. Ich denke da an Schlecker zurück, die massiv in neue Läden investiert haben, aber dabei die Rentabilität auf's Schafott geschickt haben. Am Ende stand der zwangsläufige Bankrott.

      Ne, Vapiano ist nichts für mich.

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    2. Ich denke das mit der Rendite liegt am hohen Personalbedarf, mal sehen ob die sich etwas einfallen lassen. Italienisches Essen ist schon immer beliebt, also keine wirkliche Modeerscheinung. Bisher sind sie die einzigen (die ich als Kunder wahrgenommen habe) die annehmbare Pasta als Kette und Fastfood vertreiben.

      Aber wer bin ich schon. Nach dem Sinkflug bei Select Energy (aus versehen doppelt gekauft), JD, Tencent und Naspers hat mein Depot über die letzten 3 Jahre nun kaum noch Vorsprung vor dem MSCI World :-(

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    3. Naja, ist doch nur eine Momentaufnahme. Aktien steigen nicht immer. Und China-Werte erwischt es gerade - sollte sich der Trump-Wahnsinn nach den US-Wahlen jetzt legen und der Handelskrieg damit an die kurze Leine genommen werden, geht es auch schnell wieder in die andere Richtung.

      Im Jahresverlauf hatten mich die US-Technwerte gut nach vorn gebracht, während es bei den deutschen Nebenwerten eher schwierig lief bisher. Die letzten Tage haben aber eine rote Schneise durch mein Depot gezogen und das Jahresergebnis glatt halbiert. Aber der September ist in drei Wochen vorbei und dann startet die Jahresendrallye. Da holen wir alles wieder raus. Vielleicht...

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    4. Gerade bei Tencent bin ich mir nicht so ganz sicher. Das Problem ist auch China selbst, der Kommunismus scheint sich doch wieder mehr in die Wirtschaft zu drücken:

      https://seekingalpha.com/news/3389106-tencent-will-shutter-poker-game

      Das passt mir weder weltanschaulich noch finanziell in den Kram. Warte schon bis die EU mit Merkel an der Spitze folgt...

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  61. Hallo Herr Kissig,
    vielleicht erinnern Sie noch an die Diskussion mit Apple.
    http://www.intelligent-investieren.net/2016/02/verschleudert-carl-icahn-seine-apple.html#comment-form
    Leider hatten Ihre Fanboys, so wie Sie, keinerlei Kompetenz und Verständnis für mich, Value Investing und Apple gezeigt. Mittlerweile hat sogar Warren Buffett investiert(Denke das hatte ich sogar geschrieben) und es ist das erste Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über 1 Bill.. Carl Icahn und Sie hatten mehr als Unrecht. Sie sollten mal öfter Ihren Zitaten folgen (besonders Immanuel Kant : Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen). Es freut mich leider unglaublich sehr, wie falsch Sie und Ihre Freunde lagen und Sie leider immernicht wirklich verstanden haben was Value Investing ist. Vielleicht lesen Sie nochmal die geschriebenen Kommentare und erkennen wie unhöflich Sie zu mir waren und wie viele Unwahrheiten Sie verbreitet haben. Vielleicht schaffen Sie es mal aufrichtig und ehrlich zu sein. Aber wie ich Sie kenne werden Sie sicherlich nichts reflektieren. Wieso auch den eigenen Verstand benutzen? Wo steht nochmal die Apple Aktie?

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    1. Naja, mein Ausstieg aus Apple ist zweieinhalb Jahre her und in dieser Zeit hat man mit den Aktien kaum Geld verdient. Außer in den letzten Monaten, da zog der Kurs - wie auch andere Technologiewerte - kräftig an und hat die Perfomance gemacht. Was nicht so verwundert, weil Apple massiv eigene Aktien zurückkauft. Und weil Buffett innerhalb eines Jahres mehr als 5% aller Apple-Aktien gekauft hat. Und weil Apple im Dow Jones-Index ist und weiterhin viel Geld in ETFs fließt, die auch Apple-Aktien kaufen (müssen). An meiner ursprünglichen Kritik, nämlich dass Apple ein erhebliches Klumpenrisiko hat, weil seine Gewinne zum überwiegenden Teil nur mit einem Produkt, dem Iphone, erzielt werden, hat sich nichts geändert. Ist immer noch so - auch wenn Apple inzwischen auch mit anderen Diensten mehr Gewinn macht und sich daher langsam breiter aufstellt. Ein wirkliches "next big thing" hat Apple seit dem Tod Steve Jobs nicht präsentiert. Und ruht sich hier auf dessen Lorbeeren aus. Wie lange das noch gut geht, bleibt abzuwarten.

      Ich habe übrigens damals statt Apple auf Amazon gesetzt. Die sind von 512€ bei meinem Einstieg auf rund 1.700€ gestiegen. Ich glaube nicht, dass ich auf's falsche Pferd gesetzt habe. Aber ich gönne jedem seine Gewinne mit Apple, auch Ihnen. Ist nur für mich nicht (mehr) das richtige Unternehmen. Wegen des zu hohen Risikos.

      Ach ja, dass Sie es als unhöflich empfinden, dass ich meine eigene Meinung vertrete und es wage, Ihnen zu widersprechen, lasse ich mal unkommentiert so stehen. Da Sie mir ebenfalls widersprochen haben, dürften wir damit quitt sein. Also Schwamm drüber... ;-)

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  62. Es ging damals nicht um Apple Amazon sondern Apple und Corning. Ausserdem stand die Apple Aktie damals zwischen 80-90 € und jetzt bei 191€. Da sind mehr als ca. 140% Gewinn. Naja wenn 140% Gewinn nichts ist. Es ist das Gleiche wie damals sie verdrehen die Tatsachen und gehen auf keine Punkte ein. Zudem löschen Sie meine Kommentare. Könnte noch mehr anführen, bin aber leider zu müde. Vielleicht lesen sie nochmal die kommentare und schreiben mal einen ehrlichen Beitrag bzw. Kommentar. Alleine die Aussage das ich es unhöflich empfinde würde das Sie Ihre eigene Meinung vertreten. Wo habe ich das bitte geschrieben?

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  63. @Anonym
    Da keiner genau weiß was die Zukunft bringt, wird es immer verschiedene Meinungen geben. AUßerdem setzt wohl jeder andere Schwerpunkte und Bewertungen. Ihnen scheint die Abhängigkeit von einem Produkt offensichtlich nichts auszumachen. Anderen schon.
    Aber es ist doch gut konträre Meinungen zu lesen. Der mündige Leser kann sich dann seine eigene Meinung daraus bilden. Ich sehe also Ihr Problem nicht. Jedoch sollten Sie persönliche Angriffe unterlassen und die Arbeit von Michael respektieren, der hier offen schreibt und auch bemüht ist alle Fragen zu beantworten :-).

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  64. Also Apple hat doch einen so schönen Burggraben. Das Ökosystem hätten gerne andere Firmen.
    Bin am 31.07.2016 zu 86 EUR rein. In 2 Jahren ca. 120%. Und die Party geht ja noch weiter.
    Dem User ging es warscheinlich nur darum, das Herr Kissing hier einfach mal falsch gelegen/entschieden hat. Buffet liebt Firmen mit Burgraben und Apple hat mit den besten der Welt. :)

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    1. Ich liege öfter mal falsch und ich bemühe mich, sie so objektiv wie möglich hier vor aller Augen auszubreiten. Das macht nicht immer Spaß. Aber dieses Blog dient ja auch gerade dazu, über(meine) Fehler zu diskutieren. Nur daraus lernt man ja und wird besser.

      Doch, wie meine Mutter immer sagte, der Ton macht die Musik. Man kann Kritik auch höflich und defensiv anbringen ohne persönliche Anwürfe. Das entwertet die Kritik ja nicht, sondern macht es nur wahrscheinlicher, dass der Kritisierte sich damit auch inhaltlich auseinandersetzt.

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    2. Nutzer trennen sich nur ungern von ihren Betriebssystemen und damit sind die auch an den Appstore gebunden. Dazu sind die Apple Fanboys teils auch wie Sektierer die würden den Ischeiß kaufen wenn es ihn gäbe.

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    3. Der Ischeiß hat Apple wieder auf die Wachtliste befördert :D Selbst habe ich kein Apple, das soll Berk für mich machen, können das besser als ich.

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  65. Hallo Herr Kissig, zwei kurze Fragen: msg ist noch in Ihrem Portfolio? Ich hatte sie auch, mich aber nicht getraut sie über das Delisting hinaus zu halten. Und zweite Frage: Würden Sie Hornbach als aussichtsreicher betrachten als Einhell (aktuell nicht auf der Liste) oder sollte man die beiden nicht vergleichen? VG

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    1. msg life ist noch in meinem Portfolio; ist allerdings eine kleine Position, die ich ja auch zu Testzwecken halte, um mal so eine Delisting-Erfahrung mitzumachen. Die Aktie ist an der Börse Hamburg noch handelbar - jedenfalls in überschaubaren Stückzahlen, also nicht total "delistet".

      Hornbach und Einhell kann man kaum vergleichen, denn Hornbach ist ja ein Betreiber von Baumärkten, Einhell ein Hersteller von Werkzeugen - die u.a. bei Hornbach vertrieben werden Hornbach dümpelt so vor sich hin, da habe ich nicht so viel Neues beizutragen (mein letzter Blogartikel zu dem Unternehmen hat auch schon Patina angesetzt). Einhell halte ich für ein sehr aussichtsreiches Unternehmen, die haben sich in den letzten Jahren erstaunlich gemausert. Ihre neue Ausrichtung mit den Power-X-Charge-Akkus setzt echt Maßstäbe und Einhell möchte diese ja auch separat für andere Anwendungen vermarkten. Das hat enormes Potenzial. Aber... wenn man ein hervorragendes Unternehmen zu teuer einkauft, wird das schnell zu einem schlechten Investment. Und bei Einhell sind die Erwartungen aus meiner Sicht inzwischen zu hoch, das birgt Rückschlagpotenzial. Und der Kurs hat sehr viel Zukunftsfantasie vorweggenommen, das beeinträchtigt das Chance-Risiko-Verhältnis negativ. Daher bin ich auf dem aktuellen Niveau bei Einhell nicht auf der Käuferseite. Wenn ich sie (jemals wieder) zu einem fairen Preis bekommen könnte, dann aber bestimmt...

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  66. Mir ist Einhell knapp unter 95 mit einer kleinen Startposition von 100 Stk eingebucht worden. Ich denke, dass sie mit ihrer sehr guten Rohertragsmarge und vor allem der Idee des Power-X Systems gut aufgestellt sind. Ein kleiner Burggraben in der Entstehung, wenn er auch für andere Hersteller geöffnet wird. Gibt der Kurs weiter nach, würde ich vermutlich nachlegen. Persönlich schätze ich den aktuellen Kurs auch noch nicht als Schnäppchen ein, zugegeben...

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  67. Mm, Einhell hat ein KGV von 14 bei einem Wachstum von jährlich 55% in den letzten 3 Jahren. Sieht für mich sehr günstig aus. Im größten Heimwerker-Markt der Welt (USA) sind sie bisher noch gar nicht vertreten, daher gehe ich davon aus, dass das Wachstum so schnell nicht nachlassen und der Kurs eher weiterlaufen als zurücksetzen wird.

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