Dienstag, 28. Februar 2017

mVISE erreicht 2016er Jahresziele und setzt weiter auf starkes, profitables Wachstum

Die mVISE AG, ein Spezialist für cloudbasierte mobile Digitalisierung, unterstreicht mit Vorlage der vorläufigen Jahresergebnisse für 2016 ihren erfolgreichen Turnaround und die Rückkehr in die Gewinnzone. Dabei konnten die im Verlauf des Jahres im Zuge der Übernahme der Just Intelligence GmbH angehobenen Jahresziele erreicht werden: "Nachdem das Geschäftsjahr 2016 mit dem stärksten Quartal der Unternehmensgeschichte beendet wurde, konnten für das Gesamtjahr etwa €9 Mio. Gesamtleistung erzielt werden. Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei circa €1 Mio.".

Aber mVISE wächst nicht nur durch Zukäufe, sondern vor allem auch organisch. Und so möchte das Unternehmen in diesem Jahr um mehr als 50% bei der Gesamtleistung auf dann mehr als €14 Mio. zulegen und strebt dabei eine EBITDA-Marge von 15 bis 20% an. Dieser Zuwachs soll durch einen Zuwachs im Lizenzgeschäfte sowohl mit den Produkten zur Vertriebsunterstützung (SaleSphere) als auch mit den Lösungen zur Personaleinsatzplanung (Intraday Complete Control) erreicht werden.

 mVISE (Quelle: finanzen.net)
Darüber hinaus strebt mVISE neben diesem organischen Wachstum auch in 2017 weiteres anorganisches Wachstum an, will also auch durch Zukäufe wachsen.

Meine Einschätzung
Erstmals seit dem Börsengang ist mVISE profitabel und wächst überdurchschnittlich. In solchen Turnaround-Situationen ist es nicht selbstverständlich, dass die - angehobenen - Jahresprognosen erfüllt werden und dass mVISE hier liefern kann, ist ein gutes Zeichen. Die ambitionierten Wachstumspläne unterstreicht das Unternehmen auch durch die jüngst erfolgte Eröffnung zweier Consulting-Niederlassungen in Hamburg und Berlin unter Führung von Andreas Behrens, der in den letzten fünfzehn Jahren unter anderem in Führungspositionen bei den Unternehmen Seven Principles AG und codecentric AG tätig war und dort unter anderem den erfolgreichen Aufbau von Consulting-Niederlassungen in Hamburg, Berlin und München verantwortete.

mVISE ist einer meiner Jahresfavoriten und befindet sich als Turnaround-Spekulation auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Interessierte Anleger sollten sich allerdings im Klaren darüber sein, dass sie Geduld und Nervenstärke mitbringen müssen, um dem Unternehmen die nötige Zeit zu geben, seine Pläne umzusetzen. Der Aktienkurs wird letztlich der operativen Entwicklung des Unternehmens folgen. Kursrücksetzer sollten daher stets (Nach-)Kaufgelegenheiten darstellen. Das scheinen auch Vorstand Götz und SMC Research so zu sehen - der eine kauft auf diesem Kursniveau Aktien des eigenen Unternehmens und die SMC-Analysten sehen den fairen Wert von mVISE bei €3,70 je Aktie €4,10 je Aktie.


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ERGÄNZUNG VOM 02.03.2017, 13:15

▸ SMC Research hebt nach Zahlen mVISE-Kursziel auf €4,10 (zuvor €3,70)

"Vorläufigen Zahlen zufolge hat die mVISE AG im letzten Geschäftsjahr ihre Gesamtleistung um mehr als 50 Prozent auf 9 Mio. Euro gesteigert und das EBITDA um 1,8 Mio. Euro, von -0,8 auf 1,0 Mio. Euro, verbessert. Damit hat der IT-Dienstleister und Softwareanbieter seine Prognose wie auch unsere Schätzungen genau einhalten.

Im laufenden Jahr wollen die Düsseldorfer weiter dynamisch zulegen, ihre Gesamtleistung um mindestens 55 Prozent erhöhen und die EBITDA-Marge auf 15 bis 20 Prozent verbessern.

Bezüglich dieser Prognose fühlen wir uns mit unseren Schätzungen, mit denen wir wie schon bisher unterhalb der Unternehmens-Guidance liegen, weiterhin sehr wohl. Wir haben unsere Schätzungen deswegen weitgehend unverändert gelassen und sehen den fairen Wert nun bei 4,10 Euro (zuletzt: 3,70 Euro) je Aktie. Die Erhöhung des Kursziels ist dabei der Kombination aus dem Roll-over-Effekt zum Jahreswechsel und der Absenkung des risikolosen Zinses geschuldet, mit dem wir auf die anhaltende Niedrigzinsphase reagieren. Unser Rating bleibt damit weiter „Buy"."

>>> zur Studie (PDF)

Kommentare:

  1. Ich bin gespannt, wie sich diese Aktie entwickeln wird. Der Geschäftsbereich von der mVISE klingt ziemlich gut und ist auf jeden Fall zukunftstauglich. Das Entwickeln von Apps und Anbieten von Cloudlösungen ist gefragt. Eine Aktie ist auch ziemlich günstig. Kannst du mir sagen, ob das eher Positiv oder Negativ ist, wenn eine Aktie so günstig ist.

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    1. Im ersten Moment war meine Reaktion: "klar positiv, was sonst". Günstig im Sinn von preiswert ist immer besser als teuer, wenn man auf der Käuferseite ist.

      Vermutlich meinst Du es aber anders und zwar in Richtung Risiko. Wenn Unternehmen ihre Prognosen nicht einhalten und schlechte Ergebnisse abliefern, die Analysten aber in ihren Schätzungen noch von den alten Werten ausgehen, dann kann ein Kurseinbruch dazu führen, dass Aktien "optisch" günstig aussehen, es in Wahrheit aber nicht sind. Weil sich ihr Wert verringert hat, nicht nur ihr Preis (Kurs).

      Oder aber Deine Frage zielt in Richtung Penny-Stocks. Viele Aktien mit Kursen unter €5 werden von institutionellen Investoren gar nicht beachtet, das reduziert natürlich die potenzielle Nachfrage und damit die Chance auf Kurssteigerungen. Allerdings kann man sagen, dass hier Kleinanleger einen Vorteil haben, eben weil sie auch solche Werte "covern" können und ggf. hier frühzeitig auf echte Perlen stoßen, die dann erst nach erheblichen Kurssteigerungen auch bei den Großen aufs Radar kommen. Die dann deutlich teurer kaufen und den Kurs zusätzlich anheizen.

      Aber egal wie, es kommt darauf an, die richtigen Aktien auszuwählen. Ihr Wert muss heute unterhalb ihres Preises/Aktienkurses notieren. Oder aber ihr Wert muss in Zukunft so stark zulegen, dass der heutige Aktienkurs perspektivisch deutlich unterhalb dieses zukünftigen Wertes liegt.

      Ich glaube nicht, dass der Kurs von knapp €3 für mVISE ein Malus ist. Wohl aber die magere Börsenkapitalisierung von gerade einmal €23 Mio. Da dürften sind kaum "große" Anleger in den Wert investieren. Aber wenn mVISE seine Wachstumspläne realisieren kann mit 50% organischem Wachstum sowie zusätzlichen Zukäufen/Übernahmen, dürfte auch die Börsenkapitalisierung deutlich ansteigen. Also der Kurs.

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    2. Inwiefern MVise hier als günstig einzustufen ist, erschließt sich mir auch nicht ganz. Immerhin hat man jetzt erst den Turnaround geschafft.
      Muss aber auch ehrlich gestehen, dass ich die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells nicht ganz verstehe...

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    3. Turnarounds zeichnen sich ja dadurch aus, dass das Unternehmen aus einer Verlustphase wieder in die Gewinnzone kommt. In so einer Situation kann eine Bewertung nach KGV o.ä. nicht zweckdienlich sein - hier würden alle Turnarounds per se ausscheiden. Es kommt also darauf an, ob sich das Geschäftsmodell nachhaltig zum Besseren wendet und für die Zukunft tragfähig ist. Ob das Unternehmen seine Margen verbessern kann und ohne Einmaleffekte dauerhaft profitabel sein wird. Wenn man als Anleger dies nicht einschätzen kann oder will, dann sollte man von Turnarounds die Finger lassen. Denn den enormen Kurschancen im Erfolgsfall steht das hohe Risiko eines Fehlschlags und einer eventuellen Pleite gegenüber. Hier muss man das Chance-Risiko-Verhältnis genau ausloten und stets die Entwicklungen im Blick behalten.

      Übrigens... 1997 stand Apple auch kurz vor der Pleite. Nur die Rückkehr von Steve Jobs und seine genialen Visionen für die Zukunft haben Apple gerettet. Und eine fette Liquiditätsspritze von Bill Gates/Microsoft. Aber das haben Apple-Jünger längst verdrängt, dass sie "dem personifizierten Bösen" die Existenz dieses Ausnahmeunternehmens verdanken... ;-)

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  2. Stilblüten des Internet. Der Betreiber eines Finanzen/Health/Mind Blogs fragt den Betreiber eines Value Investing Blogs, ob es eher positiv oder negativ ist, wenn eine Aktie so günstig ist.

    Wiktionary: "günstig" = den geforderten Preis, wert oder oft auch mehr als wert

    Wenn sich dies hier zu einer Grundlagendiskussion des Value Investing ausweitet, bitte bescheid geben. Ich hole Popcorn.

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  3. SMC-Research hebt das mVISE-Kursziel nach Zahlen auf €4,10 von bisher €3,70 (siehe auch Ergänzung im Artikel).

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  4. Es wäre toll wenn man in irgendeiner Form auf deinem Blog einen Hinweis auf hinzugefügte Ergänzungskommentare erhält. Ist mir vorallem bei der Streichung von HELMA aufgefallen. Der ursprüngliche Beitrag war aus dem November 2016 und darin "schlummerte" quasi dann das Update von Ende Februar 2017 mit der Streichung, welches (wenn ich micht irre) quasi unterm Radar deiner Leser durchgeflogen scheint. Dein "Delisting" ist mir dann erst mit dem Blick auf deine Empfehlungsliste aufgefallen.

    Ähnlich jetzt hier, mit dem Unterschied das Beitrag und Ergänzung zeitnah beieinander liegen. Vielleicht genügt auch nur ein kurzer Blogpost mit dem Hinweis das eine Ergänzung hinzugefügt wurde?

    Liebe Grüße

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    1. Verstehe Deinen Gedanken. Allerdings mache ich die Ergänzungen eigentlich hauptsächlich für mich. Ich nutze mein Blog nämlich auch, um mir Sachverhalte zu meinen Aktien wieder ins Gedächtnis zu rufen. Und wenn ich eine Ergänzung vornehme, dann meist zu einem Gedankengang, der eben keinen eigenen zusätzlichen Beitrag rechtfertigt. Weil ich ansonsten das gleiche schreiben würde wie zuvor, nur anders formuliert und eben mit der Ergänzung.

      Beispielsweise bei meinem Artikel zu Stada und dass die Shareholder Value Beteiligungen AG hier groß profitieren wird, weil Stada ihre größte Position im Portfolio ist. Nun hat sich bei Stada mehrfach etwas getan hinsichtlich unterschiedlicher Bieter und Übernahmepreise, da kann ich ja nicht vier mal einen fast gleichlautenden Artikel zu schreiben. Andererseits möchte ich für meine Recherche diese Infos durchaus wiederfinden.

      Bei Helma wäre wohl eher doch ein eigener Kurzartikel besser gewesen, das sehe ich ein. Da habe ich es mir mit der Ergänzung des Ursprungsbeitrags, dem Hinweis in der Empfehlungsliste und der Verlinkung in der Transaktionsliste wohl zu einfach gemacht. Mea culpa.

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  5. Vielleicht hab ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mir lag jetzt nichts daran die Art und Weise der Ergänzungen zu kritisieren. Diese in den ursprünglichen Beitrag einzufügen finde ich ebenso logisch wie du es schon richtig begründet hast.

    Was ich eigentlich meinte ist, das man als Leser kaum bis gar keine Notiz von der eigentlichen Existenz einer Ergänzung nimmt. Im HELMA "Fall" war ich also gespannt wie wohl deine Einschätzung ausfallen wird, nachdem die langfristige Prognose drastisch reduziert wurde und du den Wert ja erst "frisch" auf deine Empfehlungsliste aufgenommen hast. Ich wundere mich noch das dazu garnix kommt, dabei hast du längst schon Stellung bezogen ;)

    Ich könnte mir bspw. einen kurzen Einzeiler in der Art vorstellen wie du Ihn hier über meinem Kommentar zur mVISE Ergänzung erstellt hast: "SMC-Research hebt das mVISE-Kursziel nach Zahlen auf €4,10 von bisher €3,70 (siehe auch Ergänzung im Artikel<--- ARTIKELLINK)" Nur eben als Beitrag auf der Startseite.

    Vielleicht macht es das für dich aber auch nur unnötig kompliziert :)



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  6. Guten Abend,
    ich habe die Aktie heute ein wenig verfolgt. Das Orderbuch scheint nach oben ja etwas zugestellt zu sein.
    Was für ein Kursziel hast Du persönlich mit welchem Horizont?

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    1. Ich arbeite nicht mit Kurszielen. Ich bin der Meinung, dass mVISE deutlich mehr wert ist als die aufgerufenen gut €3. Und ich denke, dass die Unternehmensentwicklung zeigt, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden, das Unternehmen künftig wertvoller zu machen. Dann wird der Aktienkurs diesem höheren Wert irgendwann folgen. Das Kursziel von SMC Research von €4,10 auf Sicht von einem Jahr finde ich jetzt allerdings nicht unangemessen hoch. Solange mVISE weiter "liefert", bei Marge und Ergebnis wächst, bin ich zufrieden und bleibe an Bord. Man ist meiner Ansicht nach noch am Anfang der Entwicklung.

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