Montag, 6. April 2020

Good News bei... Hypoport: Rekordquartal, Transaktionsvolumen steigt um über 30%

Hypoport, Deutschlands erfolgreichstes Fintech-Unternehmen, verwöhnt Anleger mit weiteren Erfolgsbotschaften: im abgelaufenen ersten Quartal 2020 konnte das Gesamt-Transaktionsvolumen um mehr als 30% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gesteigert werden, wobei bei den Genossenschaftsbanken das Volumen mehr als verdoppelt werden konnte. Ebenso erfreulich ist, dass der deutliche Anstieg durch die Gewinnung weiterer Marktanteile in allen drei Produktgruppen Immobilienfinanzierung, Bausparen und Ratenkredit erreicht wurde, die alle drei erneut Steigerungsraten deutlich oberhalb des jeweiligen Marktumfeldes aufweisen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie kriegt Hypoport bisher nicht zu spüren, doch das wird wohl nicht so bleiben. Trotzdem zeigen die präsentierten Zahlen, welche Power in Hypoports Plattform-Business steckt.

In der mit Abstand größten Produktgruppe Immobilienfinanzierung wurde das Transaktionsvolumen um 38% auf €16,7 Mrd. (Q1/19: €12,1 Mrd.) gesteigert, das Transaktionsvolumen der zweitgrößten Produktgruppe Bausparen stieg um 22% auf €3,1 Mrd. (Q1/19: 2,5 Mrd.) und das Volumen der kleinsten Produktgruppe Ratenkredit stieg um 14% auf €1,0 Mrd. (Q1/19: €0,9 Mrd.) an.

FINMAS, der Teilmarktplatz für Institute der Sparkassenorganisation, erhöhte sein Transaktionsvolumen in den ersten drei Monaten 2020 um 50% auf €2,0 Mrd. (Q1/19: €1,3 Mrd.), während die Institute des genossenschaftlichen Bankensektors durch Nutzung des für sie konzipierten Teilmarktplatzes GENOPACE ein um 159% erhöhtes Volumen von €1,7 Mrd. (Q1/19: €0,7 Mrd.) erwirtschaften. Zusätzlich zu der guten Entwicklung der Sparkassen und genossenschaftlichen Institute haben sich auch die Volumen der auf Europace vertretenen ungebundenen Finanzierungsvertriebe sowie der privaten Banken stärker als das Marktumfeld entwickelt.

Die Produktangebotsseite des Kreditmarktplatzes Europace setzt sich aus den drei Anbietergruppen Private Banken & Versicherungen, Sparkassen und Genossenschaftsbanken zusammen. Private Banken & Versicherungen stellen weiterhin die stärkste Gruppe dar und vergaben als Produktgeber im ersten Quartal 2020 Darlehen in einem Volumen von €14,6 Mrd. (Q1/19: €11,7 Mrd.), die Sparkassen erhöhten ihr vergebenes Kreditvolumen auf €3,4 Mrd. (Q1/19: €2,3 Mrd.) und die Genossenschaftsinstitute auf €2,8 Mrd. (Q1/19: €1,5 Mrd.).

Hypoport-CEO Ronald Slabke kommentiert:
"Alle vier Nutzergruppen konnten zum Jahresauftakt ihre Marktanteile deutlich steigern. Dabei sehen wir eine anhaltend hohe Dynamik bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Durch die in Folge der COVID19-Pandemie herrschenden Kontaktsperre in Deutschland haben sich noch keine negativen Auswirkungen auf das Transaktionsvolumen von Europace im ersten Quartal ergeben. Dies erklärt sich auch durch die typischerweise späten Auswirkungen eines Rückgangs der Immobilientransaktionen auf die nachgelagerte Immobilienfinanzierung. Die genauen Auswirkungen des zu erwartenden Konjunktureinbruchs auf das Immobilienfinanzierungsvolumen in Deutschland lassen sich derzeit noch nicht seriös quantifizieren."
Mit anderen Worten: es ist absehbar, dass die Finanzierungstätigkeit im zweiten Quartal sinken wird und das wird auch an Hypoport nicht spurlos vorübergehen. Allerdings erzielen die angeschlossenen Banken deutliche Produktivitätsgewinne, indem sie über die Hypoport-Plattformen Kredite anbieten und vermitteln. Dabei funktioniert dies auch kontaktlos, so dass die Banken ihr Geschäft über die Hypoport-Plattformen deutlich ausweiten dürften, weil ihr Kreditgeschäft über den Kundenkontakt in den Filialen weitgehend zum Erliegen kommen dürfte.

Meine Einschätzung

Hypoport (Quelle: wallstreet-online.de)
Ein Teil der Rückgänge dürfte Hypoport also durch die erhöhte Nachfrage der Banken abfedern können und dann bleibt natürlich noch die Frage, wie lange die Kontaktsperren aufrecht erhalten werden und damit, wie stark die Immobiliennachfrage damit abgewürgt wird und ob dieser Effekt nur zu Verschiebungen führt oder zu einem Absinken der Immobiliennachfrage. Die sich abzeichnende deutliche Konjunktureintrübung, die einhergeht mit steigenden Arbeitslosenzahlen und erheblicher Verunsicherung der Bürger wird hier selbstverständlich für Ernüchterung sorgen. Andererseits lag bisher auch eine Situation vor, dass auf die meisten Angebote eine Vielzahl von Interessenten stieß. Wenn sich deren Zahl nun reduziert, wenn auch deutlich, dann dämpft dies die Preisentwicklung, aber nicht zwangsweise auch das Umsatzvolumen (abgesehen von den reduzierten Preisvolumina). Bedeutet: wenn anstelle von 15 Interessenten nur noch drei Käufer um ein Objekt buhlen, bleibt der Verkauf dennoch wahrscheinlich.

Hypoport wird vermutlich mit einem blauen Auge durch die Krise kommen und in dieser Zeit seine starke Marktposition noch deutlich ausbauen können. Die bisherigen sehr hohen Wachstumsraten könnten sich dabei vorübergehend abflachen, je nachdem, wie lange und wie deutlich sich der Lockdown der Wirtschaft auswirken wird.

Der zweite, noch junge, Geschäftszweig von Hypoport, die Versicherungsplattform Insuretech dürfte ebenfalls profitieren, da auch die Versicherungen und ihre Makler viel stärker auf Home Office und digitale Lösungen setzen (müssen).

Alles in allem dürfte Hypoport zu einem Gewinner der Corona-Krise machen, auch wenn kurzfristige Eintrübungen nicht auszuschließen sind. Mittel- und langfristig bleibt Hypoports digitales Plattform-Business eine Erfolgsmaschine. Und... Ende Januar sowie Anfang Februar hatte Hypoport einige Aktien aus dem Eigenbestand für €335 an den Mann gebracht, die aus einem früheren Aktienrückkaufprogramm stammten und für Kurse zwischen €9 und €12 eingekauft worden waren. Und diese beiden Transaktionen spülten Hypoport satte €15 Mio. in die Kassen, die das Unternehmen nun für Zukäufe verwendet. Zweimal hat man bereits zugeschlagen und ich bin mir sicher, dass Slabke bereits weitere Ziele im Auge hat. Auch auf diesem Gebiet könnte Hypoport zu einem Krisengewinner werden, da auch im Fintechsektor reichlich Luft aus den Kaufpreisvorstellungen entwichen ist... ツ

Disclaimer
Hypoport befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder meinem Depot.

Kommentare:

  1. Ich folge den Einschätzungen. Habe im März den Rutsch genutzt, um eine erste Positionen aufzubauen. Wird langfristig viel Freude machen.

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  2. Gewinner der Coronakrise?
    Bist du aus der Branche?

    Guck doch mal auf https://www.n-tv.de/ratgeber/Immobilienpreise-geben-nach-article21699613.html, das sind auch meine Erfahrungen!

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    1. Meine Einschätzung zu Deiner Frage, habe ich doch ausführlich dargelegt: "Ein Teil der Rückgänge dürfte Hypoport also durch die erhöhte Nachfrage der Banken abfedern können und dann bleibt natürlich noch die Frage, wie lange die Kontaktsperren aufrecht erhalten werden und damit, wie stark die Immobiliennachfrage damit abgewürgt wird und ob dieser Effekt nur zu Verschiebungen führt oder zu einem Absinken der Immobiliennachfrage. Die sich abzeichnende deutliche Konjunktureintrübung, die einhergeht mit steigenden Arbeitslosenzahlen und erheblicher Verunsicherung der Bürger wird hier selbstverständlich für Ernüchterung sorgen. Andererseits lag bisher auch eine Situation vor, dass auf die meisten Angebote eine Vielzahl von Interessenten stieß. Wenn sich deren Zahl nun reduziert, wenn auch deutlich, dann dämpft dies die Preisentwicklung, aber nicht zwangsweise auch das Umsatzvolumen (abgesehen von den reduzierten Preisvolumina). Bedeutet: wenn anstelle von 15 Interessenten nur noch drei Käufer um ein Objekt buhlen, bleibt der Verkauf dennoch wahrscheinlich.

      Hypoport wird vermutlich mit einem blauen Auge durch die Krise kommen und in dieser Zeit seine starke Marktposition noch deutlich ausbauen können. Die bisherigen sehr hohen Wachstumsraten könnten sich dabei vorübergehend abflachen, je nachdem, wie lange und wie deutlich sich der Lockdown der Wirtschaft auswirken wird.
      "

      Und selbst wenn die Immobilienpreise um 10% sinken würden, dann hätten wir... Preise wie 2018. Aber einen solchen Rückgang erwarte ich gar nicht...

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