Montag, 21. November 2011

▶ Eure Fragen, Anregungen, Kritik

Hier könnt ihr mir eure Fragen stellen zu einzelnen Aktien und Verbesserungs- oder Änderungswünsche sowie Kritik loswerden.

Stellt bitte hier alle Fragen zu Aktienwerten, die nicht direkt mit einem Thema in einem Artikel zu tun haben. Also auch zu (noch) nicht hier im Blog besprochenen Aktien oder zu allgemeinen Themen rund um die Themen Geld, Aktien und Börse.

Ich freue mich darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen, denn dieses Blog lebt nicht nur durch meine Beiträge und Meinungen, sondern vor allem auch durch euren Input. Also, legt einfach los...

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    ich bin mir nicht sicher, ob ich hier jetzt richtig gelandet bin, aber ich versuche es einfach mal an dieser Stelle. Du hast Dich früher ziemlich verhalten geäußert zum den Aussichten im Immobiliensektor, dann aber eine zeitlang auch Immobilienwerte hier in Deinem Blog vorgestellt. Wenn ich mich recht entsinne, hat es mit WCM angefangen. Inzwischen liest man immer häufiger von einer Blase am Immobilienmarkt und dass steigende Zinsen für die Immobilienwerte Gift seien. Siehst Du hier einen größeren Korrekturbedarf und wenn ja ab wann rechnest Du damit? Welche Auswirkungen wird das auf die Kurse haben und sollte man vielleicht schon jetzt lieber die Reißleine ziehen und die Gewinne realisieren?

    Danke für die ganze Mühe, die Du hier mit Deinem Blog gibst und für die viele Zeit, die Du hier investierst. Du hast meine größten Respekt dafür, vor allem, weil Du uns Dein Wissen und Deine Ideen auch noch kostenlos zur Verfügung stellst. Danke!

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    1. Ich denke, dass es im Immobiliensektor durchaus Übertreibungen gibt, allerdings nicht flächendeckend. Während es in den Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart schon unbezahlbare Preise und Mieten gibt, sind Eigenheime und Mietobjekte in ländlicheren Regionen kaum oder nur mit erheblichem Wertverlust zu verkaufen. Es gibt in Deutschland nicht zu wenig Wohnraum und auch nicht zu wenig bezahlbare Wohnungen - sie liegen nur nicht unbedingt dort, wo alle hinziehen und wohnen wollen. So gesehen könnten Bestandshalter von B- und C-Lagen künftig Probleme bekommen, weil sie immer häufiger und länger mit Leerstand zu kämpfen haben werden. Und sollten irgendwann die Zinsen wieder anfangen zu steigen, kann sich die zu großen Problemen auswachsen: sinkende Mieteinnahmen und steigende Zinslasten.

      Und da sind wir schon bei den Zinsen. Anders als in den USA; wo wir uns auf mehrere Zinsanhebungen in diesem Jahr einstellen müssen, wird es in der Eurozone in absehbarer Zeit noch keine Zinsanhebungen geben. Zwar phrasisieren einige Gazetten von steigender Inflationsrate, aber die Kernrate (ohne Energie) dümpelt weiter vor sich hin. Und der Teurungseffekt durch die gestiegenen Energiepreise wirkt nur in diesem Jahr und auch nur in den ersten und den letzten Monaten des Jahres, denn nur in diesen Monaten waren die Energiepreise im letzten Jahr deutlich niedriger. Der Teurungseffekt verpufft also bereits in wenigen Wochen und damit der Grund für die EZB, die Zinsen in der Eurozone anzuheben. Denn eigentlich liegt die Konjunktur noch am Boden und auch die Regierungen sind froh, wenn sie sich weiterhin so günstig verschulden können.

      In den nächsten ein, zwei Jahren dürften die Zinsen in Euroland weiter niedrig bleiben. Das bedeutet weitere Probleme für die Banken und die Versicherungen, positive Effekte für die Immobilienwirtschaft und die Unternehmen, die sich günstig ver- oder umschulden können, und natürlich für die Asset-Manager, denen Anleger auf der Suche nach auskömmlichen Renditen immer mehr Geld anvertrauen.

      Auf Sicht der nächsten 12 bis 24 Monate sollten also Aktien von u.a. Immobilienwerten, Asset-Managern, Beteiligungsunternehmen und Finanzinvestoren gute Bedingungen vorfinden. Und die aussichtsreichsten von ihnen finden sich auf meiner Empfehlungsliste.

      Also, Marco, Du bist hier mit Deiner Frage genau richtig gelandet, genau dafür ist dieser Strang gedacht. Und vielen Dank für die netten, lobenden Worte. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

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  2. Hallo Michael,

    Eine kurze Frage an dich.Ich gehe aufgrund deiner Empfehlungsliste davon aus, dass du einigermaßen diversifiziert bist, sprich 30-50 Positionen hälst? (Korrigiere mich wenn ich falsch liege). Buffet hat einmal gesagt er hält es für unnötig mehr als 6 Aktien gleichzeitig zu halten, sofern man sich mit diesen 6 Unternehmen ausgezeichnet auskennt.Zu meiner Frage: Glaubst du deine Performance wäre besser oder schlechter wenn du durchweg ein sehr konzentriertes Portoflio halten würdest. Sprich nur in deine jeweils 6 besten Ideen (besten Ideen zum Zeitpunkt des Investierens) investieren würdest und beim Entecken eines neuen und viel versprechenden Investments die schlechteste dieser 6 Aktien für die Neue rausschmeißen würdest? Freue mich auf deine Antwort.

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    1. Ich habe nicht alle Werte von der Empfehlungsliste in meinem Depot. Mein Depot sieht ein bisschen aus wie bei Buffett: ich habe vier deutlich übergewichtete Ankerinvestments so um und bei 10% Depotanteil (Aurelius, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, MBB), dann einige mittelgroße Positionen um die 7% und eine ganze Reihe von kleineren Positionen. Insbesondere Turnaroundspekulationen sind zumeist kleine Positionen.

      Bei den kleineren Positionen wechsle ich auch schon mal aus, je nachdem wie ich die kurzfristigen Erwartungen einschätze. Und bei meinen Ankerinvestments trade ich bisweilen kleinere Anteile (bis zu 10% der jeweiligen Position), wenn der Wert eine volatile Phase hat. Eine zeitlang war das besonders Aurelius, nun eher DRAG und vor allem MBB. Gerade bei MBB nutze ich seit Wochen die Schwankungen zwischen €90 und €85 aus und handele 10% meines Bestands.

      Ich muss dazu sagen, dass ich meine Aktien alle in einer GmbH halte und somit die Kursgewinne ganz anders besteuert werden (niedriger) als bei Priavtanlegern. Und ich habe ein Depotmodell, bei dem ich übers Jahr verteilt 1,25% Depotgebühren zahlen, dafür aber keine Transaktionskosten; lediglich Börsenspesen (also bei den Regionalbörsen). Insofern sollte man hieraus keine nachzuahmende Handlungsweise ableiten.

      Und, bevor die Frage (wieder) kommt: ich empfehle nicht, für seine Aktienanlagen eine GmbH zu gründen. Bei mir gab/gibt es eine bestimmte Konstellation, weshalb ich diesen Weg für mich als den zielführendsten erkannt und gewählt habe. Ist keine Blaupause für andere.

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  3. Hallo Michael,

    wie siehst du aktuell die Situation bei SHS Viveon, seit der Änderung im Vorstand ist der Kurs in einer Woche um ca 20% gefallen.

    Eigentlich sollte doch der Boden jetzt langsam erreicht sein und der Kurs sollte doch jetzt ziemlich viel Potential nach oben haben.
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

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    1. Bei SHS Viveon sollte man schon beachten, dass der Kurs seit Jahren nicht wirklich vom Fleck kommt und eigentlich immer weiter abgebröckelt ist. Dann gab es im Zuge der 2016er Ergebnispräsentation einen schnellen starken Anstieg, der nun wieder verpufft ist. Der Kurs ist also nicht einseitig um 20% gefallen, sondern es wurden eher die schnellen gewinne der letzten Tagen/Wochen wieder mitgenommen.


      SHS Viveon ist eigentlich in ihrem Markt recht gut positioniert, aber man schafft es seit Jahren nicht, gute Margen und Gewinne zu erwirtschaften. Der bisherige Vorstand hat immer viel versprochen, jedoch leider nicht viel davon eingelöst. Insofern ist der Wechsel erstmal nicht negativ zu bewerten, sondern bietet die Chance auf einen Neustart. Was allerdings künftig belastend für den Kurs sein könnte ist die Tatsache, dass Stefan Gilmozzi nicht nur CEO sondern auch Großaktionär ist. Vielleicht kommt er nach seinem Vorstandsabgang nun zu der Auffassung, dass er sich künftig auch von einigen seiner Aktien trennen möchte. Oder von allen. Das würde eine ziemliche Belastung für den Kurs bedeuten; wir haben das ja bei der Deutschen Rohstoff AG erlebt, wo Titus Gebel immer mal wieder Aktien verkauft hat, was jeden stärkeren Ausbruch des Kurses nach oben immer wieder gedeckelt hat.

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  4. Hallo Michael,

    der Kurs der DRAG schmiert immer weiter ab. Seit Anfang Januar ist eine kontinuierliche Abwärtsbewegung zu verzeichnen und dass trotz der guten Zahlen des 1. Quartals 2017. Fundamental scheint ja alles ok zu sein, jedoch wird man zunehmend unruhig und nervöser, wenn man dem Investment beim Dahinschmelzen zuschauen muss. Ist aus Deiner Sicht weiterhin alles im Lot? Würdest Du nochmal nachkaufen?
    Danke für Deine Einschätzung!
    Georg

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    1. Naja, der DRAG-Gewinn hängt am WTI-Ölpreis und der hat die letzte zeit mehr als 10% verloren, daher schwächelt auch der DRAG-Kurs. Zwar hat die DRAG ihre 2017er-Ölproduktion zu 75% bei 47$ abgesichert, aber die restlichen 25% verkauft man aktuell zu nur noch 43$. Momentan herrscht bzgl. der DRAG noch große Skepsis vor, das muss man als Anleger akzeptieren. Fundamental sollten Kurse um 19 Euro aber sehr gute Chancen bieten auf Sicht der nächsten zwei, drei Jahre. Und für die DRAG selbst und ihren Cashbestand bieten sich ja nun auch wieder neue/weitere antizyklische lukrative Investitionsmöglichkeiten.

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    2. Ich gehe auch von einer Möglichkeit zum verbilligen aus, auch wenn aktuell auch solche Nachrichten http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=114193 nicht gerade zu einer Kurssteigerung führen dürften.

      Anderer Anonym :)

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    3. Hallo Michael,
      weißt du ungefähr zu welchen Produktionskosten DRAG fördert bzw. break-even ist?
      Du hast mal gesagt knapp 30$ ein Broker meinte knapp 35$.
      Aktuelle Daten habe ich nicht gefunden.
      Desweiteren verstehe ich die Prognose nicht so genau... Meines Erachtens ist sie extrem niedrig!

      Ausblick:
      "Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz in Höhe von 55 bis 65 Mio. EUR sowie ein EBITDA von mindestens 40 Mio. EUR."

      1. Quartal
      "Mannheim. Der Deutsche Rohstoff Konzern erzielte im 1. Quartal 2017 mit 20,9 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 0,3 Mio. EUR) mehr als doppelt so hohe Umsätze wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 9,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 17,2 Mio. EUR (1. Quartal 2016: -2,9 Mio. EUR) und ist damit fast dreimal so hoch wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 6,4 Mio. EUR). Auch das Konzernergebnis von 5,0 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 3,6 Mio. EUR) im ersten Quartal übertrifft das gesamte Vorjahr bereits deutlich."

      Wenn ich das erste Quartal hochrechne (ohne Steigerung der Bohraktivitäten) kommt man ja schon auf ein EBITDA von ungefähr 68mio.

      Wie siehst du das?

      Viele Grüße

      René

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    4. Die Aussagen der DRAG selbst zu den Förderkosten lagen bei "knapp über $30" und dann hat man bzgl. der letzten Bohrungen gemeint, man würde die etwas breiter streuen und dadurch einige einsparen, weil man so effizienter arbeite. Also ein bisschen weniger Förderung bei erheblich weniger Kosten. Daher halte ich meine Aussage von rund $30 je Barrel aufrecht.

      Was die Prognosen angeht, so sind basieren diese auf einem Jahresmittelpreis von $50 beim Öl (WTI). Da lagen wir viele Wochen deutlich drüber, nun erheblich darunter. Das erzeugt Unsicherheit über die Erfüllung der Prognose. Obwohl die DRAG die Produktion für 2017 zu 75% bei 47$ abgesichert hat. Und man nach der Verfehlung im letzten Jahr davon ausgehen kann, dass CEO Gutschlag in diesem Jahr betont konservative Prognosen aufgestellt hat, die bestimmt erreicht werden.

      Folglich halte auch ich die DRAG für sehr günstig bewertet. Der Aktienkurs wird aber weiterhin stark mit dem Ölpreis schwanken...

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  5. Hi Michael,

    würde gerne mit Dir ein paar Gedanken zu Aurelius teilen.

    Nach der Short Attacke hast Du ja die AKtie auf Hold gesetzt und hast auch deine Gedanken zum Ausbruch gebracht. Nun wird es so langsam wieder ruhig um Aurelius und ich fange mir langsam an zu überlegen, ob das Unternehmen nicht so langsam wieder hochinteressant wird.

    Aurelius lief die letzten Jahre nahezu perfekt und das Management hat den Erfolg genossen. Erfolg macht nun aber einmal "faul" bzw. man wird ein wenig nachlässig... durch Unaufmerksamkeiten und des Gefühls der Sicherheit heraus wurden ein paar Türen für die SHort Attacke geöffnet.

    Und genau hier erkenne ich das Potential für die nächsten Monate / Jahre - das Management hat so richtig "einen abbekommen" und ist erwacht! Auf einmal versucht das Management durch viele Maßnahmen das Ruder wieder herumzureißen. Ich denke dieses Bemühen wird weiterhin bestehen und man wird verstärkt versuchen die AKtionäre (wieder) glücklich zu machen. Das der Ruf nachhaltig beschädigt wurde kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

    Sind doch eigentlich ganz nette Aussichten, oder?

    LG

    Tobias

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    1. Ist Aurelius wirklich wieder "erwacht"? Einige der Kritikpunkte von Gotham konnten nicht ausgeräumt werden. Die Art der Bilanzierung, also die Bargain Purchases sofort als gewinne auszuweisen und ggf. auch als Dividenden auszukehren, die Sanierungserfolge aber eben erst über die Zeit wirklich realisieren zu können (wenn das denn überhaupt klappt), wird fortgesetzt. Andere, wie Blue Cap oder Bavaria, gehen hier konservativer vor und verbuchen Erfolge/Gewinne erst, wenn sie sich auch eingestellt haben.

      Ob der Ruf von Aurelius nachhaltig beschädigt ist, wird sich noch herausstellen. Zuvor hatte man einen absoluten Erfolgsnimbus, der ist jetzt stark angekratzt. Gut möglich, dass dies künftig hinderlich sein wird bei neuen Geschäften - sowohl beim Ankauf als auch beim Verkauf.

      Ich denke, dass Aurelius aus diesen Gründen bei 50 Euro momentan fair bewertet ist. Eine höhere Bewertung rechtfertigt sich meines Erachtens nur, wenn man wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Und dies zeigt sich am besten an Deal-Meldungen.

      Aurelius ist für mich bis dahin eher ein Marktperformer, während andere Beteiligungsgesellschaften mehr Potenzial bieten. Die nächsten Zahlen bei der Deutschen Beteiligung werden sensationell ausfallen und man hat noch einige "reife" Unternehmen im Beteiligungsportfolio, die weitere Verkaufsgewinne versprechen. Bei Blue Cap wird es interessant sein zu erfahren, weshalb man sich von der Cashcow Biolink getrennt hat. Es dürfte wohl nur am Verkaufspreis gelegen haben und der sollte dem entsprechend hoch ausgefallen sein. Und Mutares kommt bei seiner neuen Clusterstrategie gut voran und die Beteiligungen kommen langsam in ein Stadium, wo sich Exits richtig lohnen dürften. Und dann ist da noch MBB. Der Kurs ist massiv zurückgekommen und bei unter 100 Euro sehe ich klare Kaufkurse auf mittelfristige Sicht. Hier ist etwas Geduld gefragt, aber MBB hat die Finanzmittel, um mehrere große Akquisitionen zu tätigen und auch mehrere kleinere Add-ons für die Töchter, wie Delignit oder DTS. Aus diesen Gründen gewichte ich diese Unternehmen momentan deutlich höher als Aurelius.

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  6. Hallo Michael,
    könntest du bitte etwas näher auf die Vor- und Nachteile von
    Kapitalerhöhungen aus Geschäftsmitteln eingehen?
    Mich würde auch der Vergleich mit Aktienrückkäufen (als auch Dividenden) interessieren!

    Im Gegensatz zur Dividende fallen bei den anderen Varianten natürlich keine Steuern an. Aber ich sehe keinen Vorteil der Kapitalerhöhung aus Geschäftsmitteln gegenüber Aktienrückkäufen...

    Bei Rückkäufen steigt mein Anteil am Unternehmen, Eigenkapital sinkt!
    Bei der Kap.-erhöhung bleibt beides ident, +durch erhöhtes Grundkap. eine bessere Kreditwürdigkeit!

    vielen Dank
    Alex

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    1. Bei Berichtigungsaktien bzw. einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden Gewinnrücklagen in Eigenkapital umgewandelt. An der Kapitalausstattung ändert sich nichts, nur die Anzahl der Aktien steigt. Trotzdem hat das Unternehmen mehr Eigenkapital und die Aktien werden optisch billiger. Der ursprüngliche Einstiegskurs wird seitens der Depotbank entsprechend reduziert.

      > Mehr zum Thema

      Bei Aktienrückkäufen entsteht durch die Rückkäufe zusätzliche Nachfrage, was den kurs treibt. Und werden die Aktien am Ende eingezogen, also vernichtet, sinkt die Zahl der Aktien und der Anteil jedes Aktionärs am Unternehmen steigt entsprechend an.

      > Mehr zum Thema

      Dividenden ziehen Geld aus dem Unternehmen ab und machen es damit weniger wert. Und sie müssen sofort versteuert werden, während Kursgewinne ja erst bei ihrer Realisierung und somit ggf. nach Jahren oder Jahrzehnten fällig werden.

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    2. Insofern ist eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln doch nur ein Aktiensplit, egal ob man eine Gewinnrücklage nun in Grundkapital umwandelt oder nicht...

      bei Patrizia betrachtest du es aber als eine Art Dividende...

      lg
      Alex

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    3. Korrekt. Es gibt aber etwas zu beachten... So hat ja Leifheit gerade einen Aktiensplit 1: durchgeführt und zusätzlich vorher noch eine Dividenden ausgeschüttet. Vectron macht es ebenso, die Dividende floss bereits, der Aktiensplit wird folgen. Bei Patrizia gibt es aber keine Dividende, dort wird - auch vom Unternehmen selbst - klar auf die Ausgabe von Gratisaktien gesetzt als Alternative zu Dividenden. Bei Patrizia bleibt also der volle Jahresgewinn im Unternehmen und durch die Gratisaktien erhalten die Aktionäre zwar eine zusätzliche Aktie, aber dem Unternehmen wird kein Cash entzogen. Ein feiner, aber wesentlicher Unterschied.

      Übrigens, H&R geht in diesem Jahr auch den Weg, anstelle einer Dividende Gratisaktien auszugeben. Allerdings lag es bei H&R daran, dass man aufgrund der Verlustvorträge für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividenden hätte auskehren dürfen. Beim nächsten Mal dürfte es wieder eine Bardividende geben.

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  7. Hallo Michael,

    Hast du Digital Realty Trust auf deinem Schirm? Es ist ein REIT der Rechenzentren vermietet. Die größten Mieter sind IBM, Oracle, Facebook ,JPMorgan Chase, Verizon und Amazon. Das Unternehmen besitzt 157 Rechenzentren in 12 Ländern und expandiert weiter. Die Dividende konnte jährlich um 12 % angehoben werden (auch in der Finanzkrise) Schätzungen zu folge soll der Bedarf an Rechenzentren bis 2020 um ca. 20-27% wachsen. Ich mußte dabei sofort an deinen Artikel über CCI denken. Hier scheint die gleiche Chance zu bestehen indirekt von der Digitalisierung und dem zunehmenden Datenfluss/-speicherung zu profitieren. Über eine Einschätzung von dir würde ich mich freuen.

    beste Grüße Hans-Jürgen

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    1. Ein sehr interessantes Geschäftsmodell, ohne Frage. Mir sind die Immobilienwerte in den USA aber momentan doch zu sehr ausgereizt und extrem hoch bewertet, das gilt auch für Digital Realty Trust. Ich sehe da eher nicht die Chancen, dass diese Branche den Gesamtmarkt outperformen wird in nächster Zeit. Der Immobiliensektor ist auch eine der Branchen, die von steigenden Zinsen überdurchschnittlich stark negativ beeinflusst würde.

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  8. Hallo Michael,

    wann ist für dich der Zeitpunkt für Gewinn-Mitnahmen reif? Würdest du Aktien mit Gewinn verkaufen, falls es zu einem starken Kurseinbruch kommt, ohne dass sich der Unternehmenswert groß geändert hat?

    Wie erklärst das Phänomen, dass nach Präsentation von starken Zahlen, es bei manchen Unternehmen trotzdem zum Kurssturz und Gewinnmitnahmen kommt?

    Danke!

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    1. Gewinnmitnahmen geht ja in Richtung Markt-Timing. Der Grundgedanke ist, die Kurse sind seit dem eigenen Kauf gestiegen und man will diese Buchgewinne nicht wieder verlieren. Der entscheidende Fehler bei diesem Denken ist, dass Deine Gewinne niemanden interessieren, außer Dich und das Finanzamt Deines Vertrauens. Niemand sonst kennt Deinen Einstandskurs und für die Börse und alle anderen hat er keine Relevanz. Er ist schlichtweg egal! André Kostolany sagte einmal, man müsse seine Aktien nach dem Tagespreis bewerten, nicht nach dem eigenen Einstandspreis. Und das ist richtig. Wenn Du ein gutes Unternehmen in Deinem Depot hast, das in den nächsten Jahren fast sicher seine Gewinne steigern wird, dann wird dies fast sicher auch der Aktienkurs tun. Selbst wenn er zwischenzeitlich einmal einbricht. Es wäre also nicht schlau zu versuchen, diese Phase des Kurseinbruchs zu timen. Würdest Du mit Deiner selbstgenutzten Eigentumswohnung ja auch nicht machen, oder? Sie verkaufen, weil Du befürchtest, der Preis könnte demnächst fallen. Und dann hoffst Du, dass Du sie in ein paar Monaten oder Jahren billiger zurückkaufen kannst. Bei guten Aktien ist es genau das selbe. Nur, dass man diese per Knopfdruck und ohne viel Aufwand über die Börse handeln kann, anders als Immobilien. Aber deshalb gelten dabei keine anderen Grundprinzipien.

      Was Kursrückgänge nach guten Zahlen angeht, so liegt es wohl daran, dass einige Leute auf gute zahlen spekulieren und der Kurs daher im Vorfeld steigt. Werden die Zahlen dann veröffentlicht, nehmen sie ihre Gewinne mit. "Buy the rumor, sell the fact" heißt das Sprichwort dazu. Für Value Investoren bieten sich durch den Rückgang dann eher Kaufgelegenheiten, weil wir ja auf die langfristige Entwicklung der Unternehmen setzen, nicht auf die kurzen Kurszuckungen. Schau Dir mal die Charts an von Apple oder Amazon oder Alphabet. Alle paar Monate kommen Quartalszahlen - wie oft wird man da wohl richtig gelegen haben, wenn man versucht hat, diese immer korrekt zu timen? Und wäre es nicht schlauer gewesen, die Aktien einfach nur im Depot liegen zu lassen? Solange die Entwicklung weiterhin stimmt und es im Unternehmen und/oder dessen Markt nicht zu schwerwiegenden Problemen kommt, gibt es eigentlich keinen Grund, sich von den Aktien zu trennen. Egal, ob 5% oder 500% in Deinem Depotauszug als Performance dahinter steht. Der Wert der Aktie ist der heutige Wert. Und wenn dieser nicht massiv unterhalb der heutigen Aktienkurses liegt, sollte man sich nicht am Timing versuchen...

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  9. Hallo Michael,

    möchte dir zunächst mein aufrichtiges Beileid ausdrücken.

    Was hälst du eigentlich von dem Hype rund um den Bitcoin? Ich konnte damit wirklich sehr gute Gewinne erzielen.

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    1. Danke. Unbestritten werden Blockchains und Kryptowährungen unsere Zukunft massiv beeinflussen. Doch muss man heute darauf setzen? Ist das ein Investment oder eher Spekulation oder gar nur Zockerei? Warren Buffetts Ansicht hierzu ist klar: »Der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren liegt nicht in der Frage, wie sehr eine Industrie die Gesellschaft beeinflusst oder ob sie wachsen wird, sondern darin, herauszufinden ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat, und wenn ja, wie lange dieser anhalten wird«. Und welches Unternehmen/Konsortium nun bei der Blockchain die Nase vorn haben wird und welche Kryptowährung Bestand haben und sich durchsetzen wird, ist heute noch nicht einmal für Nerds und Profis absehbar. Also schon gar nicht für Laien und Kleinanleger...

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    2. Hier eine interessante Sicht des Blockchain-Experten Tertinegg: "Eine digitale Währung wird früher oder später eine nationale Währung als Weltreservewährung ablösen. Ich gehe mit einer mehr als 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es Bitcoin sein wird, es kann aber auch eine andere Kryptowährung sein. Es gibt nämlich neben Bitcoin noch hunderte andere Kryptowährungen", so Tertinegg. "Bis auf eine Handvoll davon - maximal 10 bis 15 Währungen - sind das aber Eintagsfliegen ohne Relevanz. 99 Prozent der digitalen Währungen, die wir jetzt sehen, werden in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr existieren. Es ist also zwar richtig, dass die Gesamtmenge der verschiedenen digitalen Währungseinheiten inflationierbar ist, aber wenn sie nicht im alltäglichen Wirtschaftsleben im Einsatz sind, ist das eigentlich irrelevant".

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  10. Hallo Michael,

    ich habe einige grundsätzliche Fragen zum Value Investing. Die Strategie des Value Investings besagt, dass man Aktien mit niedrigem KGV kaufen soll. Wenn ich mir Aktien wie Evotec, NVIDIA, Aumann oder auch Hypoport anschaue, wäre die Empfehlung eines Value Investors die Aktien zu diesem Zeitpunkt nicht mehr einzukaufen, da die KGVs über 35, sogar über 40 liegen. Betrachtet man aber diese Aktien aus heutiger Sicht ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse weiter steigen, hoch. Die Evotec Aktien zum Beispiel legte innerhalb eines Monats von 17-18 Euro auf 20 Euro, Tendenz steigend, Analystenempfehlung "kaufen". Auch riesige Zukunftsgewinne können so ein KGV nicht rechtfertigen. Also aus meiner Sicht Spekulation pur und extrem überteuert. Als Aktionär kann man aber trotzdem riesige Gewinne mit diesen Aktien einfahren.
    Woran liegt diese Irrationalität auf dem Markt? Welche Risiken siehst Du zum Beispiel beim Kauf einer Hypoport Aktie zum heutigen Kurs und würdest Du die Aktie heute kaufen? Was erwartest Du z.B. im Falle eines Börsencrashes, wie würde sich der Kurs von Hypoport entwickeln und wie von Apple oder Gilead Sciences?

    Danke für Deine Antwort und viele Grüße
    Thomas

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    1. Value Investing bedeutet nicht, Aktien mit niedrigem KGV zu kaufen. Das ist zu kurz gesprungen. Value Investing betreibt, wer Aktien kauft, die weniger kosten als sie wert sind. Entweder heute (Ansatz nach Benjamin Graham) oder in der Zukunft (Philip Fisher). Buffett hat sich von Graham zu Fisher hin entwickelt. Man schaut also auf die Gewinne, die ein Unternehmen in der Zukunft erwirtschaften wird, und zinst diese nach heute hin ab. So erhält man einen auf heute bezogenen Zukunftswert, den man mit dem aktuellen Preis (Aktienkurs) vergleicht. Soviel zur Theorie der Discounted-Cash-Flows...

      Ein wenig simpler ist das Verwenden des PEG, des Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnisses. Man nimmt also nicht nur das aktuelle KGV, sondern man nimmt den Durchschnitt über einen Zeitraum, also 5 oder 10 Jahre. Wie sind in diesem Zeitraum die Gewinne gewachsen? Und die das KGV? Wenn die Gewinne jährlich um 30% wachsen, ist ein KGV von 25 nicht teuer. Legen die Gewinne nur um 3% pro Jahr zu, dann schon.

      Hypoport wächst sehr schnell und profitabel. Man hat sehr viel Geld in die neue Versicherungsplattform Insurtech gesteckt und wenn diese auch nur halb so gut angenommen wird, wie erwartet (und wie es bei der Kreditplattform der Fall war), dann werden die Gewinne explodieren. Der Markt billigt deshalb aktuell ein höheres KGV zu. Und aus meiner Sicht zurecht. Ebsno bei Vectron. Sollte die Coke-Kooperation (GetHappy-App) einschlagen, wird der Gewinn von Vectron explodieren. Dann sind 25 Euro glatt geschenkt. Wird das ein Rohrkrepierer, dann wäre Vectron eher bei 15 Euro angemessen bewertet mit seinem Stammgeschäft.

      Im Falle eines Börsencrashs erwarte ich, dass alle Aktien stark fallen. Denn ein Crash passiert ja aus Irrationalität heraus, wenn Panik herrscht. Ich habe ja schon einige mitgemacht und weiß daher, wie besch... sich so etwas anfühlt und wie schwierig es ist, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nur wenige (wie Warren Buffett) schaffen das und kalkulieren; die meisten schmeißen einfach nur ihre Aktien auf den Markt, egal welche, alle. Und Apple? Die werden fallen wie ein Stein. Die sind in jedem Depot, in jedem Fonds und wenn Anleger ihre Gelder abziehen, werden vor allem die großen, liquiden Werte verkauft. Weil die am wenigsten darunter leiden. Da dies dann aber alle gleichzeitig tun, stürzen die ab wie Supermann auf Kryptonit.

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    2. Danke für Deine kompetente Antwort Michael! Wie würdest Du kalkulieren und reagieren, wenn es ein Börsencrash gibt? Ich halte 30% Cash für den Fall, es kann ja jeden Tag passieren.

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    3. Da man einen Crash nicht vorhersehen kann, ist ein zu hohes Cashpolster auch keine Lösung, da es ja bei den Magerzinsen kein Geld verdient in der Zeit, während man auf den Crash wartet. Ich habe daher selten eine Cashquote über 15%. Eigentlich nur, wenn ich Verkäufe tätige und mal keine neuen guten Investmentideen habe. Und dann ist es auch so, dass ein Crash selten von allen Branchen ausgelöst wird, sondern dass der Auslöser meistens ein Bereich ist. Hier kann man dann gezielt reduzieren, da der Abschwung vermutlich länger andauert und stärker ausfällt, während die übrigen Sektoren sich nach kurzer Panik meistens schnell wieder erholen (im großen Crash 200 bis 2003 hat das weniger gut funktioniert, der war ungewöhnlich lange und hat fast alle Branchen erwischt). Mit dem sowieso bestehenden Cashpolster hat man dann genug trockenes Pulver, um sich die Rosinen herauszupicken.

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    4. Besten Dank für die Aufklärung Michael, Dein Blog und Deine Meinung ist wirklich ein Schatz für Kleininvestoren wie ich, ich wünsche Dir noch doppelt so viel Erfolg in deinen Investments :)

      Herzliche Grüße

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  11. Hallo Michael,

    ich überlege in SFC ENERGY AG, eine Technologiefirma für Brennstoffzellen zu investieren. Die Umsätze/Martknachfrage steigt stark, jedoch befindet sich die Firma immer noch in einer Verlustphase. Starke Abhängigkeit von Großkunden, EK-Quote ca. 31%. Wie ist Deine Meinung?

    Gruß
    Thomas

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    1. SFC Energy habe ich nicht auf dem Schirm und kann daher auch keine Einschätzung zu dem Wert abgeben, sorry.

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    2. Die Aktie ist durchaus interessant, die Firma berichtete im letzten Quartal über viele neue Aufträge, vorgestern ist der Kurs an einem Tag um 30-40% gestiegen, dann hat die Aktie wieder 15% verloren, jedoch denke ich, dass SFC in diesem Quartal den Break-Even schafft. Zudem haben die Produkte einen echten Nutzen :)

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  12. Hallo Michael,

    Die Hypoport Aktien sind ja gerade sehr gefallen und ich überlege jetzt wieder in Hypoport zu investieren. Das KGV für 2017e liegt ja mit dem derzeitigen Kurs bei 43-44 bei einem Gewinnwachstum i.H.v. 20% im Vergleich zu 2016 und das PEG würde dann auch bei ca. 2 liegen (Hoffentlich rechne ich richtig :) Würdest eine Investition empfehlen?

    Danke und Grüße aus Mannheim
    Andreas

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    1. Ich fand die zahlen von Hypoport ziemlich gut. Der Gesamtmarkt für Immobilienkredite hat im 3. Quartal stagniert, Hypoport hat aber um fast 10% zugelegt. Insbesondere im Sparkassen- und Genossenschaftsbankenbereich legte man überproportional zu. Und ab nächste Jahr dürfte sich langsam auch die neue Versicherungssparte spürbar bemerkbar machen, die im günstigsten Fall einen ähnlichen Wachstumsschub hinlegen könnte, wie seinerzeit der Finanzierungsbereich. Ich habe den Rücksetzer jedenfalls zum Aufstocken meiner Position genutzt.

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    2. Ich fand die Zahlen auch gut und Zukunftsperspektiven gibt es ja bei Hypoport genug. Fakt ist aber auch, dass die Aktie von Hypoport kurz- bis mittelfristig überbewertet ist. Genauso so Aumann mit 93 €/Aktie, das haben wir ja heute gesehen: Super Gewinne, aber auch Erwartungen, die kaum zu erreichen sind. Ich denke, dass wird sich über den kompletten Markt ziehen, wenn jetzt die Quartalsergebnisse der Unternehmen kommen. Diese, die die Erwartungen nicht um einiges übertreffen werden auch einige Prozente abgeben müssen, bevor es weiter geht. Siehst Du das auch so?

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    3. Das sehen wir schon länger, dass jeder bestraft wird, der die Erwartungen nicht toppt. Abgesehen vom Gewinn hat Aumann die Erwartungen aber erfüllt. Und Hypoport mit 10% Wachstum oberhalb des Marktwachstums konnte auch seine außerordentliche Stellung herausstellen. In beiden Werten (und auch in MBB) steckt auch Zukunftsphantasie - der muss man aber auch die Zeit geben, real zu werden. Das klappt nicht in wenigen Wochen. Aber ich denke, die Unternehmen sind auf dem richtigen Weg und daher habe ich bei Hypoport aufgestockt und MBB deutlich übergewichtet in meinem Depot. Das sah insgesamt heute nicht so schön aus, da auch Blue Cap verloren hat. Und Steico, die ich ebenfalls aufgestockt hatte. Da sind heute die Hälfte meiner bisherigen Oktobergewinne flöten gegangen...

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    4. Sorry, das war falsch... Ich muss die nicht bereinigte Gewinnprognose für 2017 und 2018 betrachten, die Zahlen fehlen aber im Internet.

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  13. Moin Michael,
    China-Aktien waren hier solange ich deinen Blog verfolge ja noch kein Thema.
    Nun Aktien wie Netease Tencent, Alibaba etc. laufen ja die letzten Monate extrem gut und ein Ende scheint erstmal nicht in Sicht.
    Wie ist deine Meinung zu China-Aktien im Allgemeinen?
    Besten Dank und Gruß M.Z.

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    1. China-Aktien meide ich. Das Land bietet keine gefestigten rechtsstaatlichen Strukturen, die Bilanzen können/werden geschönt (sowohl bei Unternehmen als auch beim Staat), ich habe keinen Bezug zu Asien und zur dortigen Mentalität und da viele der großen Unternehmen, aber auch schon Mittelständler, in China aktiv sind, habe ich genug China im Depot. Kann Alibaba schneller wachsen und höhere Gewinne einfahren als Amazon? Möglich. Amazon kann ich - subjektiv - aber wesentlich besser einschätzen, warum sollte ich mir ein vergleichbares Unternehmen heraussuchen, nur weil es evtl. noch besser sein könnte? Was ich nicht beurteilen kann? Um es mit Buffett zu sagen. Asien, Südamerika und Afrika befinden sich nicht in meinem Circle of Competence. Und solange ich in Europa und Nordamerika ausreichend interessante und aussichtsreiche Unternehmen finde, verspüre ich nicht den Drang, mich noch woanders umzusehen. Was nicht heißt, dass es dort keine lukrativen Investments gibt. Unbestritten, die gibt es. Aber eher nicht für mich.

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  14. Ich habe seit längeren Zeiten werte aus dem verschlafenen Österreich auf der Watchliste FACC,Polytec sind nur paar der genannten. Doch was hältst du eig von der Immofinanz?
    30% unterm Buchwert und haben durch den Verkauf des Russlandporfolios sich von Altlasten gelöst und verschmelzen demnächst mit Ca Immobilie.

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    1. Österreichische Aktien werden ja zumeist mit einem Bewertungsabschlag gehandelt. Polytec und AT&S habe ich selbst im Depot, Immofinanz war mir immer zu riskant wegen des Russland-Engagements. Das hat sich durch den Verkauf dieser Sparte nun erledigt und man kann sich den Wert mal wieder ansehen. Wenn man denn auf Bestandshalter von (Gewerbe-) Immobilien setzen möchte, was ich unter mittel- bis langfristigen Aspekten nicht unbedingt als die interessanteste Branche ansehe.

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    2. Der bevorstehende Turboeffekt auf die Gewinne bei AT&S hat nun auch die Analysten erreicht. Hauck & Aufhäuser erhöhen ihr Kursziel deutlich von 30 auf 38,50 Euro. Beim aktuellen Kurs von 23,80 Euro ist das ein Upside-Potenzial von mehr als 60%!

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  15. Hallo Michael,

    wie bewertest Du die Präsentation der Zahlen von Rocket Internet? Die Zahlen sind echt gut, bald ist RI in der Gewinnzone, jedoch habe ich das Gefühl das Samwer mit seinen Aussagen "es dauert noch ein Paar Quartale" oder auch "ich bin kein Dagobert Duck" bewußt den Aktienkurs nach unten treibt...

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    1. Ich sehe hier kein "bewusstes Drücken", warum auch? Die zahlen selbst haben mich nicht vom Hocker gerissen, aber auch nicht enttäuscht. Sie sind im Rahmen meiner Erwartungen ausgefallen, auch wenn die angekündigte operative Schwarze Null etwas länger auf ich warten lässt. Insbesondere bei Startups, und in die investiert Rocket Internet ja, sind solche Vorhersagen schwer, noch schwerer als bei "normalen" Unternehmen. Grundsätzlich sehe ich RI auf Kurs und der hohe Cash-Bestand ist sehr beruhigend. RI kann das Wachstum seiner Beteiligungen locker auf lange Sicht finanzieren und ist nicht (mehr) davon getrieben, dass diese zu einem bestimmten Zeitpunkt unbedingt versilbert werden müssen, um Geld in die Kasse zu spülen. RI kann hier den richtigen Zeitpunkt abwarten, auch das spricht für RI.

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    2. Na ja ich bin davon ausgegangen, dass RI kein Interesse hat, dass der Kurs momentan ansteigt, weil sie ja noch ein Aktienrückkaufprogramm am laufen haben. Es war ja nur ein Gedanken...

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    3. Grundsätzlich ist die Überlegung ja richtig, dass Unternehmen ihre eigenen Aktien lieber billiger als teurer zurückkaufen wollen. Andererseits erzeugt ein Aktienrückkaufprogramm ja immer auch zusätzliche Nachfrage nach den Aktien, was sich stützend bis treibend auf den Kurs auswirkt. Und damit auch den Rückkauf tendenziell verteuert.

      Bei Rocket Internet gehe ich davon aus, dass Oliver Samwer diesen Aspekt aber eher nicht priorisiert auf dem Schirm hat, sondern sich vor allem darum kümmert, seine vielen Beteiligungen und Startups ins Laufen und in die Gewinnzone zu bringen. Und da der niedrige Aktienkurs von RI ihm in den letzten Jahren eher negative Schlagzeilen eingebracht hat, dürfte ihm an steigenden Kursen und Erfolgsmeldungen mehr gelegen sein als an einem möglichst niedrigen Aktienkurs für das Rückkaufprogramm. ;-)

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    4. Weil die Aussagen "Ich bin kein Dagobert Duck" und "es wird noch ein paar Quartale" dauern recht provokativ sind und schon eine Kurssenkung bewirken können. Die Zahlen sind aber nicht schlecht, ich gehe sogar davon aus, dass bis Ende 2017 doch der Break Even erreicht wird. Von -640 Mio. auf -40 Mio in 12 Monaten ist für mich eine krasse Performance

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    5. hmm anhand der heutigen Meldungen, habe ich das Gefühl, dass Samwer mit seinen Aussagen doch beim Rückkauf von Aktien ein bisschen sparen wollte ;)

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  16. Hi Michael, habe fragen zu Corestate nämlich wurden in diesem Jahr ja viele übernahmen getätigt und in erste Linie wurden diese mit Assettausch also Ausgabe neue Aktien gegen Sacheinlagen finanziert.
    Doch HL wurde in deinem schreiben und Informationen aus dem Netz für eine niedrigstellige 2 Stellige Millionensummen erworben. Und schreibt nach einen Quartal bereits Gewinne. Ich glaube 4,6 Millionen war es.
    Nun die Frage wie viele ähnliche Fälle wie die HL kennst du eigentlich die theoretisch übernommen werden könnte?
    Und erwirtschaftet HL jetzt konservativ geschätzt nach dem turnaround stabil konservativ geschätzt 15-20 Mio € jährlich oder könnten es mehr sein?

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    1. Die Frage kann ich Dir nicht beantworten. Der Markt der Asset Manager ist "stark fragmentiert", so dass es noch viele Unternehmen gibt, die übernommen werden können. Dazu zählen u.a. auch MPC Capital oder Llyod Fonds oder Ernst Russ.

      Die HL schreibt in diesem Jahr "operativ" Gewinne. Man hat die kosten der nötigen Restrukturierung inkl. von personellen Anpassungen in diesem Jahr als einmaligen Aufwand verbucht, so dass man von da an die Früchte ernten kann. In 2017 belastet dieser Aufwand allerdings einmalig das Ergebnis; ab 2018 nicht mehr. Die HL hat als größtes Asset ihren großen Kundenstamm, den CC nun bedient. Und man ist sofort wieder aktiv geworden bei der Neuauflage neuer Fondsprodukte, was man bei der HL die letzten Jahre zunehmend vernachlässigt hat. (Auch) hieraus ergibt sich steigendes Einnahmepotenzial für CC.

      HFS und ATOS waren ja bereits bei der Übernahme hoch profitabel, daher entfällt hier der große einmalige Aufwand. Man erntet die Früchte sofort und kann zusätzlich bei den Strukturen Kosten sparen, weil man diverse Doppelfunktionen und Abläufe schlanker organisieren kann.

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  17. Hallo Michael,
    hast du eine Meinung zu der Niiio Finance Group aus Görlitz. Der AR ist sehr prominent besetzt, das gefällt mir.
    Anbei eine sehr lesenwertes Interview mit der CEO
    https://www.openpr.de/news/984457/Nachgefragt-Interview-mit-Johann-Horch-CEO-niiio-finance-group-AG.html

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    1. Ich komme mir aktuell ein bisschen wie der André Kostolany vor, als er 1999 vor den Exzessen am Neuen Markt und der "New Economy" gewarnt hat. Niemand hat ihn ernst genommen (den mahnenden Warren Buffett übrigens auch nicht, der galt damals ebenfalls als verstaubtes Auslaufmodell) und auch ich habe Kostolany damals nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Denn auch ich war im Rausch der explodierenden Kurse gefangen und wollte auch gar nicht hören, dass das alles eine gigantische Blase ist. Nun, ob man es hören will oder nicht, die Realität findet trotzdem statt. Und auch das teure Erwachen.

      Nun denn, ich halte überhaupt nichts von den ganzen gehypten Kryptoirgendwasbuden. Das ist reines Gezocke, die meisten von denen werden in ein, zwei Jahren pleite und vergessen sein. Die haben kein Geschäftsmodell (außer "wir machen irgendwas mit Bitcoin oder Blockchain") und kriegen das "Silly Money" der Anleger hinterher geschmissen. Deshalb können die sich eine Zeit lang über Wasser halten. Aber die meisten Firmen weisen hochgradige Parallelen zu Schneeballsystemen auf: solange immer mehr Leute immer mehr Geld rein schmeißen, läuft die Kiste. Sobald der Strom versiegt, gegen die lichter aus und die meisten werden am Ende richtig viel Geld verloren haben. Und dann werden wieder "die Abzocker" schuld sein, oder "die Börse", oder es ergeht der Aufschrei "alle Aktien sind Betrug". Nein, es ist die eigene Gier der "Anleger", an der sie finanziell ersticken. Ich habe es selbst erlebt am Neuen Markt und ich habe es selbst mitgemacht. Und bin selbst an meiner Gier fast erstickt. Ich weiß aber auch, dass es keinen interessiert, was ich hier schreibe. Ihr müsste eure eigenen Erfahrungen machen und diese teuer bezahlen. Wer nicht hören will, muss zahlen. (Nur) so lernt man. Gier frisst Hirn.

      Ach so, wie war die Frage? Niiio Finance? Ne, nix für mich.

      P.S.: Etwas völlig anderes ist die Blockchain-Technologie selbst. Die Blockchain braucht Kryptowährungen nicht, Kryptowährungen aber die Blockchain. Die Blockchain-Technologie ist spannend, die kann etwas Großes werden. So wie der 3D-Druck. Aber welche Firma da wirklich am Ende Erfolg hat (und Geld verdient), kann man heute gar nicht abschätzen. So wie es vor 100 Jahren auch tausende (!) Autohersteller gab. Ein absolutes Erfolgsprodukt, unbestritten. Aber 90 Prozent der Hersteller sind trotzdem pleite gegangen und ihre Aktionäre haben oft all ihr Geld verloren. Man muss bei neuen Technologien auf die Sieger von morgen setzen. Aber eben auch erst dann, wenn man diese relativ sicher identifizieren kann. Und kann man das heute? Ich jedenfalls nicht...

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  18. Ich bin zunehmend enttäscht von diesem Blog. Hier meine Kritikpunkte:

    - Es wird Buy&Hold gepredigt aber nicht konsequent umgesetzt. Bei Rücksetzern wird hin- und her getradet um den Markt zu timen.

    - Es werden Werte wie Vectron empfohlen, welche nur von der Phantasie leben und sich nicht auf fundamentale Werte stützen (siehe KGV-Bewertungen von vielen Aktien aus Michaels Portfolio). Im Bullen-Markt geht es oft gut, was passiert aber im Bärenmarkt?

    - Die Spitze des Eisbergs ist, dass Bitcoin pauschal als Blase abgestempelt wird ohne dass sich Michael mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Alle großen Zeitungen, Notenbankchefs, Nobelpreisträger warnen seit Jahren bis heute vor Bitcoin, weil er das staatliche Geldmonopol gefährdet. Von Michael hätte ich eine differenzierte Meinung erwartet, statt mit dem Mainstream mitzuschwimmen.

    Trotzdem bin ich Michael dankbar - indem ich in seine Werte MBB und Vectron am Höhepunkt investiert habe und damit die Hälfte meines Einsatz verbrannt habe, kaufe ich nie wieder Finanzprodukte auf Empfehlung. Wie Michael richtig sagt, muss jeder bei Investmententscheidungen seinen eigenen Verstand einsetzen.

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    1. Dass MBB fallen würde, konnte man ja erahnen, da die Aumann überbewertet war - und da hat der Michael mehrmals hier im Forum gewarnt, dass Aumann überbewertet ist und der faire Wert nicht bei 90 € sondern eher bei 50- 60 € liegt. Man muss ja ein bisschen links und rechts gucken und nicht einfach auf Empfehlung.

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    2. Wer Vectron bei meiner ersten Empfehlung in 2016 gekauft und bis heute gehalten hat, liegt gut 100% im Plus. Und seit meiner ersten Empfehlung von MBB in 2012 haben sich bis heute gut 700% angesammelt. Dass der Kurs bei Aktien schwankt, ist halt so. Und es gibt Phasen, wo er zu hoch schnellt und solche, wo er zu niedrig notiert. Man kann versuchen, diese Kurse auszunutzen. Entspannter und ganz im Sinne des Buy & Hold wäre es, nur bei sehr deutlicher Überbewertung zu verkaufen und ansonsten lieber gar nichts zu tun.

      Du hast Dir zwei Werte rausgesucht und zu einem Zeitpunkt gekauft, als sie sehr hoch bewertet waren und sehr phantasiegetrieben. Wenn sich diese Phantasie konkretisiert, also zur Realität wird, werden auch die Kurse absehbar wieder deutlich anziehen. Bei MBB also bei Zukäufen, bei Vectron bei Erfolg der GetHappy-App.

      Dass ich hier im Blog darüber berichte, wie ich in meinem Depot verfahre, ist doch keine Handlungsempfehlung. Wie oft und wie deutlich soll ich das noch dazu schreiben? Ich rate auch niemandem zum Kauf bestimmter Aktien, sondern stelle meinen Investmentcase vor, meine Überlegungen zu dem Wert. Um mit euch hier darüber zu diskutieren. Ich möchte zum Nachdenken anregen und zum Diskutieren. Nicht zum stumpfen Nachmachen.

      Dass jemand mit Aktien, die ich als positiv eingestuft habe, Verluste erleidet, tut mir leid. Ich verstehe das, denn es geht mir genauso.

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    3. Hallo Michael,

      das muss Dir überhaupt nicht leid tun - dieser Verlust war lehrreicher als viele Gewinne, die ich als relativ unerfahrener Anleger gemacht habe. Und ich persönlich habe es auch nicht als Kaufempfehlung aufgefasst. Deine Beiträge über diese Unternehmen haben mich damals überzeugt.

      Mittlerweile sehe ich das anders, MBB ist stark von Aumann abhängig und Vectron lebt von der Phantasie der GetHappy App. Deswegen habe ich die beiden Werte abgestoßen.

      Nach einer Reihe von Buch-Lektüren von/über Warren Buffett (Aktien mit Sicherheitsmarge kaufen, etc.) und Peter Lynch (überbewertete Aktien mit zu hohem P/E Ratio meiden, etc.), investiere ich nicht mehr in Werte von denen ich nicht fundamental überzeugt bin und da ist es mir auch egal ob sie später wieder steigen. Eine Aktie welche v.a. von der Phantasie lebt ist für mich kein nachhaltiges Investment

      Mir scheinen einfach einige weitere Werte in Deinem Portfolio - insbesondere Small Caps, welche keine Burgraben bilden - deutlich überbewertet zu sein. Appollo Investment hat ein KGV von 82, um nur Beispiel zu nennen.

      Als Spekulant ist es OK solche Werte im Depot zu haben, als Value-Investor sollte man die meiden.

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    4. Apollo Investment KGV 82? Worauf basiert die Berechnung?
      Ich sehe es eher bei ca 9,5

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    5. Man kann doch MBB und Apollo auch gar nicht mit einander vergleichen bzw. alle Unternehmen nach den gleichen Kennzahlen "pauschalisieren"! Jedes Unternehmen fällt in einen anderen Sektor und muß mit den entsprechenden Kennzahlen ausgewertet werden!!! Ist es ein REIT, BDC, Blue-Chip, zyklisch, antizyklisch, schnelles Wachstum ja/nein, Sonst könnte man ja mit den selben Kennzahlen(-bereichen) Realty Income mit Main Street und Daimler und Amazon und Unilever vergleichen. Wenn man Lynch und Buffet gelesen hat, sollte man das wissen!

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    6. Buffett und Lynch kauften auch Aktien, "getrieben" von ihren Zukunftsphantasien, ähnlich MBB und Vectron. Sonst hätte Buffett 2008/2009 nicht in den Bankensektor investiert, oder Lynch in Wal-Mart, ToysR’Us, Home Depot, Taco Bell als diese noch Small Caps waren.

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    7. Laut Peter Lynch kann der Kauf einer Aktie mit hohem KGV nur durch einen gleichwertigen Wachstum gerechtfertigt werden:

      " The p/e ratio of any company that's fairly priced will equal its growth rate." Und weiter: "In general, a p/e ration that's half the growth rate is very positive one's that twice the growth rate is very negative. We use this measure all the time in analyzing stocks for the mutual funds".

      Ist Vectrons KGV durch seinen Wachstum gerechtfertigt?

      Weitere wichtige Kennzahlen laut Lynch: Percent of Sales, Cash Position, Debt Factor, Dividends, Book Value, Hidden Assets, Cash Flow, Inventories, Pension Plans, Growth Rate

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    8. Ich persönlich nutze den Blog ganz gerne als Anti-indikator und steige aus, wenn Herr Kissing kauft und steige ein, wenn er verkauft. Vielen Dank für die super Gewinne bei Western Digital und Novo Nordisk.
      Er ist eben einer von vielen „Experten“, der von Moden und Sentiment des Marktes getrieben wird. Er zitiert ganz gerne einige der großen Persönlichkeiten, wie Lynch oder Fisher. Jedoch habe ich eher das Gefühl, dass er außer den Zitaten nicht sehr viel von diesen großen Meistern gelesen hat, oder es fehlt ihm einfach das Temperament zum Investieren. Wie Peter Lynch zu sagen pflegt: an der Börse macht man Geld mit dem Magen und nicht mit dem Kopf...

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    9. Na dann Moritz hast Du JDC Group, Fintech Group und Corestate Capital bestimmt längst verkauft... Schade um die verpassten Gewinne Mr. Fisher-Lynch

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    10. Ach ich habe vergessen zu erwähnen, so lange ich das hier geschrieben habe ist JDC schon wieder um 1% gestiegen, schade, dass Du nicht dabei bist. Danke Michael für Deine Tipps

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    11. Moritz, ich freue mich, dass Dir mein Blog so tolle Gewinne beschert. Wie Peter Lynch sagt, selbst die wirklich erfolgreichen Investoren liegen selten bei mehr als 60% ihrer Entscheidungen richtig. Bei mir sind es kaum mehr als 50%. Dass Du eine so hervorragende Trefferquote hast und bei meinen unglücklichen Entscheidungen zu 100% richtig liegst, macht Dich zu einem ganz besonderen Anleger. Ich liege nicht so oft richtig und versuche mich daher an dem Rat einer weiteren Investorenlegende, nämlich George Soros (der auch angibt, nur in etwa der Hälfte der Fälle richtig zu liegen). Der meint nämlich, dass es gar nicht so sehr darauf ankäme, ob man richtig liegt oder falsch. Entscheidend sei viel mehr, wie viel man verdient, wenn man richtig liegt, und wie viel man verliert, wenn man falsch liegt. Die Verlustbegrenzung klappt bei mir meistens recht gut. Und über (danach) entgangene Gewinne ärgere ich mich nicht. Nützt ja eh nix. Also, Moritz, weiter gutes Gelingen mit meinen Investmentcases...

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  19. Hallo Michael,frohe Weihnachten und lieben Dank für dein Investor Update,finde ich immer wieder gut.Navigator habe ich auch schon etwas länger im Depot und die Aktie entwickelt sich!Ebenso würde mich deine Einschätzung zu UET interessieren, die hat sich in den letzten Wochen auch super gemacht und ich schwanke noch zwischen einem Teilverkauf als "Weihnachtsgeschenk" oder Behalten,weil ich in 2018 noch erhebliches Potential sehe!Wie ist deine Einschätzung,du hat sie ja auf deiner Turnaroundliste? Guten Rutsch!

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    1. UeT United Electronic Technology hatte ich Ende 2016 als Turnaround-Spekulation ins Depot genommen. Bei 0,42 Euro ins Jahr gestartet, notiert die Aktie aktuell rund doppelt so hoch. Wer auf den Chartverlauf schaut sieht allerdings, dass der Kurs die meiste Zeit über um die 50 Cents herumdümpelte und nur dreimal kurze, heftige Ausbruchsversuche nach oben zu verzeichnen hatte. Im Januar bis 60 Cents, im Juli bis 80 Cents und aktuell läuft gerade der nächste Versuch, das Pennystock-Terrain zu verlassen. Auch bei UeT bin ich weiterhin guten Mutes, dass der Turnaround erfolgreich verläuft. Die bilanziellen Gesundungsschritte hat man sukzessive umgesetzt und die Neuausrichtung läuft. Gerade erst gab man bekannt, dass die Jahresabschlüsse für 2016 vom Wirtschaftsprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden sind und man hat umgehend für Mitte Februar die entsprechende Hauptversammlung terminiert. Vermutlich werden da dann weitere Informationen zum Fortgang der weiteren Umstrukturierung und Neupositionierung bekannt gegeben. Läuft alles nach Plan, sind die ersten 100% Kursgewinn nur die ersten in einer langen Reihe...

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  20. Hallo Herr Kissing,

    ich bin vor einiger Zeit über diverse Verlinkungen auf Ihre Seite gestossen und schaue mir Ihre Inhalte ab und zu genauer an. Ich bin beeindruckt, wieviel Arbeit Sie in die Dokumentation stecken.

    Ein kleines Anliegen habe ich an Sie: Könnten Sie event. bei nächster Gelegenheit einmal auf die Bewertung von EPS bzw. Dividendenausschüttung bei den BDCs eingehen? Ich möchte nächstes Jahr wieder verstärkt in diesen Sektor investieren, doch tue ich mich außerordentlich schwer damit einzuschätzen bzw. zu beurteilen, ob die Dividende eines bestimmten BDCs durch den Gewinn gedeckt ist oder aus der "Substanz" bezahlt wird. Konkret: Bei einer BDC habe ich vor ein paar Tagen gelesen, dass die vierteljährl. Earnings nach GAAP nicht ausreichten, die Dividende zu finanzieren. Aber dann war gleichzeitig die Dividende durch Ermittlung von "core earnings" nicht nach GAAP finanzierbar. Ich frage mich daher, welcher Wert nun wirklich relevant ist.

    Gruß
    Hubert Klein

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    1. Bei BDCs (wie auch Immobilienunternehmen und/oder REITs) macht eine Bewertung anhand des EPS keinen Sinn. Das EPS enthält auch Erlöse aus dem Verkauf von Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen und bei BDCs aus der Ablösung von Krediten. Das sind Einmaleffekte, die zwar in der Gewinn- und Verlustrechnung hübsch aussehen, aber da es bei BDCs (und REITs) vor allem auf hohe Dividendenzahlungen ankommt, ist der entscheidende Faktor, ob das operative Geschäft diese Dividenden verdient. Denn wenn man Beteiligungen verkaufen muss, um die Dividenden ausschütten zu können, ist das Ende absehbar. Die Beteiligung bringt einmal Geld, aber die dauerhaften Einnahmen/Gewinne sinken.

      Bei REITs zieht man daher die FFO zu Rate (Funds-from-Operations), bei BDCs das NII (Net-Investment-Income). Das NII ist quasi das netto-Ergebnis aus dem Investmentgeschäft. Und dieses NII sollte mindestens die Dividenden abdecken (die sog. Payout-Ratio sollte also unter 1 liegen), dann sieht das nach einer soliden Sache aus. Sofern... der NAV nicht dauerhaft sinkt. Dieser Nettoinventarwert (Buchwert) ist die zweite wesentliche Einflussgröße, denn wenn z.B. ein Kredit platzt, dann muss er wertberichtigt werden. Und das schlägt sich negativ auf den NAV nieder. Ein stetig sinkender NAV zeigt also an, dass man zu viele faule Kredite vergeben hat und hier immer wieder Ausfälle drohen. Womit auch wieder das NII und die Dividendenzahlungen beeinträchtigt werden. Bis hin zu Dividendenkürzungen.

      Die "ideale BDC" weist folgende Merkmale auf:

      1. konstanter oder sogar steigender NAV über einen längeren Zeitraum
      2. der NAV je Aktie ist genauso hoch wie der Aktienkurs oder sogar niedriger
      3. das NII ist stets so hoch wie die Dividendenausschüttung oder sogar höher
      4. die Dividende sollte seit langem konstant sein oder sogar steigen
      5. die Dividendenrendite sollte möglichst hoch sein

      Dabei ist kaum vorstellbar, dass eine BDC alle Kriterien gleichzeitig erfüllt. Denn dann wäre sie wirklich das ideale Investment. Aber die Mehrheit der Kriterien sollten schon erfüllt sein und die übrigen auch nicht total außerhalb aller Normen.

      Nehmen wir als Beispiel Main Street Capital (MAIN), die wohl beste aller BDCs. Der NAV steigt, die Dividenden steigen, das NII steigt und deckt die Dividenden mehr als ab (daher gibt es sogar Sonderdividenden). Aber... der Kurs ist extrem hoch. Er liegt 75% über dem NAV und die Dividendenrendite ist mit 5,5% vergleichsweise niedrig. Das ist der Preis, den man für diese solide und hervorragend geführte BDC zahlen muss.


      P.S.: Wo kein NII verfügbar ist, wird auch auf das NOI (Net Operating Income) abgestellt, das weitgehend identisch ist und daher eine annähernd gleiche Aussagekraft hat bzgl. der Payout-Ratio.

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  21. Hi Michael,

    bei Deinen Jahresfavoriten ist Mutares nicht dabei. Allerdings kennt der Kurs in den letzten zwei Wochen plötzlich kein Halten mehr. Sind Dir irgendwelche Neuigkeiten bekannt, oder platzt da einfach nur gerade der berühmte Knoten? Schreib doch in Deinem nächsten Investor-Update mal ein, zwei Zeilen dazu...

    BTW: Tolles Blog, keep up the good work.

    Gruß
    Jens

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    1. würde mich auch interessieren :) mein Tipp wäre letzteres: Mutares war deutlich unterbewertet, notiert aktuell immer noch 25% unter NAV, so dass da jetzt wohl der Knoten geplatzt ist.

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    2. Ein Grund könnte sein, dass Junolyst die Aktie in sein neues Wikifolio aufgenommen hat und seine Follower deshalb auch kaufen.

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    3. Mutares fährt eine neue, klare Strategie und hat dabei Erfolg. Sie haben ein paar ihrer älteren Beteiligungen verkauft und damit auch passable Ergebnisse erzielt - den letzten Verkauf zwar mit einem erheblichen Gewinn auf das eingesetzte Kapital, aber dennoch wohl um einiges unterhalb des bisherigen NAV-Ansatzes. Und das weckt natürlich Zweifel, ob denn die anderen NAV-Bewertungen auch werthaltig sind, oder ob hier ebenfalls zu hoch gegriffen wurde.

      Der Kurs hat hier jetzt schon einiges Positives vorweggenommen, denn noch stört der Rechtsstreit mit Diehl. Und da geht es ja um nicht wenig Geld. Sobald hier eine Lösung vereinbart ist, dürfte der Mutares-Kurs richtig durchstarten.

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  22. Hallo Michael,

    hast du schon NEWT (BDC) auf deinem Schirm? Ich bin neulich auf SA über diese BDC gestolpert und habe mir gleich welche ins Depot gelegt. NEWT ist eine intern geführte BDC, die ihr Geld nicht nur durch Kreditvergaben verdient, sondern man bietet den kleinen und mittelständigen Firmen gleich noch ein ganzes Portfolio an Dienstleistungen an ("Rundumsorglos"). Dazu gehören unter anderem Web-Design, Buchhaltungen, Gehaltsabrechnungen, Versicherungen, Cloudservice+Sicherheit, E-Commerce und noch vieles mehr. So erhählt NEWT auch Einnahmen von ihren Tochtergesellschaften, die diese Dienstleistung anbieten. So können sich die Firmen auf ihr Wachstum konzentrieren und NEWT verdient "doppelt". Ebenfalls positiv ist, dass das Management auch Aktien ihres Unternehmens besitzt und kauft.

    beste Grüße Hans-Jürgen

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    1. Newtec Business habe ich nie wirklich genauer angeschaut, da mich der erste Blick auf die Kennzahlen immer gleich abgeschreckt hat. Ständig ein negatives Net Investment Income? Geht ja gar nicht! Aber so, wie Du es darstellst, scheint NEWT ja auch aus anderen Quellen Geld zu verdienen, die sich nicht im NII niederschlagen. Muss ich mir mal genau(er) ansehen die Tage, danke für den Tipp, Hans-Jürgen.

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    2. NEWT ist eigentlich keine "herkömmliche" BDC, eher mehr eine Gesellschaft, die kleinen Unternehmen mit ihren Kreditvergaben plus geschäftliche und elektronische Dienstleistungen und Lösungen anbietet. NEWT verdient nur ca 1/4 der Zinserträge aus seinem Kreditportfolio. Alle anderen BDCs verdienen dies mit fast 100%. Jedoch ist ihr Kreditporfolio zu 100% variabel verzinst.

      NEWT hat eine Tochtergesellschaft, die als Small Business Administration (SBA) zugelassen ist. Diese SBA-Kredite werden von der US-Regierung gestützt/gesichert. Man verkauft nun diese (staatl.) gesicherten Kredite mit einer Prämie und NEWT finanziert dann den nicht garantierten Teil des Kredits durch "Schulden-Verbriefung" Und diese Kreditgewinne machen 50% der Einnahmen aus.

      Die restlichen Einnahmen stammen aus den Erträgen der Tochtergesellschaften und den Loan Service. Vielleicht sollte man NEWT eher nach dem EPS beurteilen, da hier das eigene Kreditportfolio (nur) ca. 25% der Erträge ausmachen.

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    3. Ich habe mir Newtec inzwischen mal genauer angesehen und muss Dir Recht geben, Hans-Jürgen, das ist ein wirklich interessantes Unternehmen. NEWT ist eine ganz besondere BDC und vermutlich eine der am stärksten von der Steuerreform profitierende. Die Bewertung ist schon recht üppig, was den Aufschlag auf den NAV angeht, aber ich habe mir dennoch eine Position ins Dividendendepot gelegt. Danke nochmals für den Tipp!

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    4. Moin Michael, da hast du Recht. Derzeit sind es ca. 25% Aufschlag zum NAV, was ich persönlich jedoch bei dieser BDC mit ihrem Geschäftsmodell verkraften kann. Damit steht es gefühlte 100:1 für dich, an Tipps! ;-)

      beste Grüße Hans-Jürgen

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  23. Hallo Michael,

    als relativer Börsenneuling habe eine ganz allgemeine Frage an dich (bin seit ca einem Jahr investiert).
    Wie entscheidest du, wann du schlechtlaufende Aktien (gemessen am Preis der Aktien) wieder abstößt? Konkret handelt es sich um Public Storage (PSA).

    PSA hat zwar mit zunehmendem Wettbewerb zu kämpfen, operativ scheint es aber weiterhin gut zu laufen. Meiner Meinung nach führen einzig die sich langsam erhöhenden Zinsen dazu, dass sich Investoren aus REITS generell zurückzuziehen scheinen. Für mich also eine psychologische Entscheidung des Marktes, keine am Unternehmen selbst festzumachende.
    Ich bin weiterhin vom Unternehmen überzeugt, aber vielleicht hat Mr. Market schlicht eine andere Meinung. Wann ziehst du in solchen Fällen also die Reißleine?

    Vielen Dank für deinen Input.

    Viele Grüße
    Christopher

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    1. Mr. Market sollte man ignorieren. Warren Buffett rät: "Denke nicht in Kursbewegungen, denke in Geschäftsergebnissen". Du sagst, der Kurs von Public Storage spielt nicht mit, aber dieser ist nicht das entscheidende Kriterium, ob Du das richtige Investment eingegangen bist. Du hast ja bestimmte Erwartungen an das Unternehmen gehabt. Steigende Zinsen, steigender Wettbewerb - gibt es auch ein Nachlassen bei der Nachfrage? Ich hatte so etwas mal vor einigen Wochen gelesen bzgl. der Storage-Anbieter. Diese Faktoren solltest Du bewerten und Dir überlegen, ob sie für oder gegen eine positive Entwicklung des Unternehmens sprechen. Solltest Du zu dem Schluss kommen, dass es (weiterhin) positiv aussieht, steht an zweiter Stelle die Bewertung, also ob die Aktien trotz der positiven Aussichten vielleicht zu teuer sind. Auch dann könntest Du zu einem Verkaufsvotum kommen. Sieht es positiv aus und die Aktien sind nicht zu teuer, dann wird auch Mr. Market dies irgendwann erkennen und die Aktie steigen lassen. Sofern Du Dich nicht geirrt hast bei Deiner Einschätzung des Unternehmens. Auch dass kann ja vorkommen.

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    2. Hallo Michael,

      vielen Dank für diese ausführliche Antwort. Ich schätze, ich habe noch einiges zu lernen. Und in diesem Fall habe ich schlicht zu viel Geld für ein ansonsten solide aufgestelltes Unternehmen bezahlt.

      Viele Grüße
      Christopher

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  24. Hallo Michael,

    wie bewertest du die aktuelle Entwicklung bei Technotrans. Ist der Abschlag aufgrund der Vorstandveränderungen gerechtfertigt?
    Vermute ist schwierig zu beurteilen...
    Trotzdem vielen Dank und bitte weiter so in 2018.
    Viele Grüße,
    Basti

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    1. Moin Basti,
      bedauerlich ist der Abgang des CEO allemal, Herr Brickenkamp ist der Erschaffer der neuen Technotrans und ich hätte ihn gerne weiter an der Unternehmensspitze gesehen. Sein Weggang schmerzt, bietet aber für ttr auch neue Chancen. Gerade weil man nicht mehr im Krisenmodus ist, sondern sich breit(er) aufgestellt hat und absolute Zukunftsfelder bedient. Das Unternehmen wird also den Weggang verkraften und Herr Brickenkamp wird auch dafür Sorge tragen, dass es einen geeigneten Nachfolger geben wird für "sein Lebenswerk". Am gegenwärtigen und künftigen Erfolg von ttr dürfte das nichts ändern. Ich halte den aktuellen Sell-off für übertrieben und deshalb habe ich gestern die Ausverkaufskurse zum Aufstocken meiner Position genutzt.

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    2. Hallo Michael,

      ich möchte mich bei dir an dieser Stelle bedanken. Du hast mir den Tipp gegeben, meine Lufthansa-Positionen nicht mit Put-Optionen abzusichern, als Ergebnis habe ich im Jahresverlauf eine Rendite von über 100% gemacht.

      Hast du vielleicht für dieses Jahr einen DAX-Favoriten?

      Ich werde meine LHA-Aktien weiter halten, und gehe in diesem Jahr von einem moderaten Anstieg (30 Prozent) aus - KGV ist bei 7, super Verkehrszahlen und Milliardengewinn 2017, Quasi-Monopolstellung, usw. Ich weiß du bist kein Fan von Airline-Aktien.

      Nun ist meine Überlegung, dass die deutschen Autowerte stark unterbewertet sind - deswegen habe ich mir die VW-Aktie ins Depot genommen (aktuell +5%). Teilst du meine Meinung dazu?

      Gruß,
      Eric

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  25. Hallo Michael,

    dadurch das JDC Group ab heute den Begriff "Blockchain" in ihrem Unternehmen habt,steigt ja die Aktie rasant. Der faire Wert liegt z.Z. max bei 13-15 €. Wäre es sinnvoll aus Deiner Sicht Aktienpakete zu verkaufen, wenn der Kurs den fairen Wert übersteigt?

    Danke und beste Grüße
    Zahari

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    1. Der Kurs der JDC Group macht ja mit rund 10% einen eher moderaten Hüpfer und das erscheint mir noch geerdet zu sein. Denn Blockchain-Technologie einzusetzen, macht für die JDC Group und ihr Business der Vertragsverwaltung und -abwicklung von Versicherungen hinsichtlich der Sicherheitsanforderungen großen Sinn. Ich sehe hier also eher keinen bloßen Hype, sondern eine sinnvolle und sich positiv auswirkende Unternehmensentwicklung. Auch wenn sich dieser Bereich wohl frühestens ab 2019 auswirken wird.

      Blockchain ist für die JDC Group also eher "internes Backbone" für die eigenen Software- und App-Angebote. Die Musik dreht auf, wenn man weitere Versicherungsbestände zukauft und/oder ins Management übernimmt. Da dürfte in 2018 einiges gehen und dann den Kurs auch nachhaltig antreiben.

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    2. Danke für die Antwort, ich denke dass erst der erste "Hüpfer" ist und es wird bis Mitte Februar noch einige geben :) JDC hat einiges an Potential und bin langfristig investiert. Sollte aber die Aktie analog Kodak innerhalb von kurzer Zeit um mehr als 100% steigen werde ich Anteile verkaufen.

      Meine private Erfahrunen: Die Allesmeins App muss noch wesentlich verbessert werden(Chat Funktion wird nicht bedient, bestimmte Verträge können nicht hinzugefügt werden, Die Telefonerreichbarkeit ist verbesserungsfähig). Das habe ich mehrmals an JDC mitgeteilt, ich hoffe, dass sie mein Feddback ernst genommen haben.

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  26. Hallo Michael,
    ich habe soeben die Deutsche Industrie Grundbesitz AG entdeckt. Geschäftsführung Elgeti, Aufsichtsrat Dr. Dirk Markus. Es wird der Reit-Status angestrebt.
    http://www.deutsche-industrie-grundbesitz.de/unternehmen/
    Grüße
    Carlo

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    1. Moin Carlo,
      die Deutsche Industrie Grundbesitz AG ist ein weiteres Unternehmen, das auf Gewerbe- und Logistikimmobilien setzt. Die handelnden Personen sind versiert und wissen, was sie tun. Man kann ihnen folgen, das Unternehmen sieht generell attraktiv aus. Im Peergroupvergleich aber auch nicht besser/schlechter als andere aus dem Sektor.

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  27. Guten Tag Herr Kissig,

    wie ist Ihre persönliche Einschätzung was die Zukunft der großen Tech Werte betrifft? Apple Amazon Alphabet Alibaba Facebook Tecnet werden diese Unternehmen Ihre Dominanz fortsetzen ausbauen... Die Börsenkurse werden ja nicht unendlich steigen. Welche Werte sollte man nach einer Korrektur kaufen? Gibt es eine Möglichkeit alle genannten Werte in einem Fond zu kaufen?
    Ich freue mich schon auf Ihre Meinung
    PS. Kennen sie den Wert Noratis WKN: A2E4MK hohe Dividende
    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen

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    1. Moin Jürgen,
      ich denke, dass die großen Techwerte weiter florieren und ihre Marktposition weiter ausbauen können. Daher habe ich einige von ihnen im Depot. Wie sich ihre Aktienkurse entwickeln, kann ich natürlich nicht sagen, glaube aber an mittel- und langfristig weiter steigende Kurse analog zu r operativen Entwicklung dieser Unternehmen. Die Werte auf meiner Empfehlungsliste halte ich schon für eine gute Mischung und mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis versehen.

      Bzgl. eines Fonds/ETFs stelle ich mal "frech" die Gegenfrage: in welchem sind denn die genannten Techwerte nicht die größte Position? Man bekommt ja kaum einen breiter Aufgestellten ETF/Fonds, der nicht vor allem diese großen Techwerte massiv hoch-/übergewichtet hat.

      Noratis ist als Bestandshalter von Wohnimmobilien für mich nicht interessant; ich habe keinen einzigen Wert aus diesem Sektor im Depot. Grundsätzlich zeichnen sich alle Werte in diesem Sektor durch ein vordergründig niedriges KGV aus und vergleichsweise hohe Dividendenrenditen. Hier sollte man einen Peergroupvergleich vornehmen, ob gerade Noratis besonders attraktiv bewertet ist im Vergleich zu seinen Wettbewerbern. Als Malus weist Noratis jedenfalls auf, dass sie erst vor Kurzem an die Börse kamen und daher eher wenig gute Informationen zu finden sind.

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    2. Mit Fond meinte ich wo nur diese 5 - 10 größten Tech Werte vorhanden sind.
      Danke für Ihre schnelle ausführliche Meinung.

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    3. Da müsste man sich wohl durch einen Fondsselektor (zB bei der comdirect) wühlen und au US-Tech-Werte setzen. In den jeweiligen Beschreibungen finden sich dann ja auch die jeweiligen Gewichtungen. Und da dann einen aussuchen, der 75% oder mehr in diese Schwergewichte investiert. Dabei aber immer auch auf die gebühren achten, vor allem die TER (Total Expense Ratio); die sollte möglichst gering sein. Ansonsten könntest Du ggf. nach einem Wikifolio suchen mit entsprechender Ausrichtung. Schau Dir doch ggf. mal das Wiki "High-Tech Stock-Picking" von Stefan Waldhauser an (klick).

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    4. Passt vielleicht das Vontobel Solactive Artificial Intelligence Zertifikat DE000SLA3VQ9, es enthält Alibaba, Alphabet, Amazon, Baidu, BlackRock, Boing, Delphi Automotive, Facebook, Intel, Microsoft, Netflix, Nvidia, Qualcomm, Salesforce, SAP, Softbank, Splunk, Tableau Software, Tencent Holdings und Workday
      Maria

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  28. Healthineers die Siemensabspaltung. Gut sir smirk was halten Sie davon?
    9 von 10 Spinn offs enden langfristig gut laut Peter Lynch und Benjamin Graham .
    Ich frage mich aber nur zur welchem Preis die Anteile angeboten werden.

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    1. Richtig, Spin-offs weisen in der Regel eine überdurchschnittliche Performance auf. Healthineers ist in einer aussichtsreichen Branche aktiv, daher dürften die Chancen auch bei diesem Siemens-Spin-off gut stehen. Sofern die Bewertung zum Start nicht jenseits von Gut und Böse ist...

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  29. Hallo Michael, vielen Dank für die Arbeit, die in Deiner Seite steckt. Ich würde mich selbst als lebenserfahrenen, nicht aber börsenerfahrenen Menschen bezeichnen. Im Moment arbeite ich mich ins Thema Börse ein, weil ich meine in Geld gespeicherte Lebensleistung durch Investitionen in erfolgreiche Unternehmen schützen möchte. Dabei stieß ich auf die Aktie des russischen Gasunternehmens Gazprom. Inzwischen bin ich dort hoch investiert und sehe meine Kaufentscheidung bislang durch steigende Kurse bestätigt. Was mir nur nicht einleuchten will, sind die Vorbehalte die dieser "Aktie" (ich weiß, dass es sich um ADRs handelt) entgegengebracht werden. Ich kann dort kein überdurchschnittlich hohes Risiko für den Anleger erkennen. Ob Putin als russischer Präsident mit Gazprom seine Politik finanziert, oder Trump amerikanischen Unternehmen Geschäfte mit russischen Unternehmen bei Strafe untersagt, beides ist für mich staatlicher Eingriff in unternehmerisches Handeln. Warum also nicht die Aktie des größten Erdgasunternehmens der Welt kaufen, welche noch dazu zu einem Spottpreis gehandelt wird? Ich verstehe nicht, weshalb institutionelle Anleger diese Aktie offensichtlich meiden. Was denken Sie? Danke für Ihre Einschätzung.
    P.S.: Ich persönlich traue Gazprom eine Marktmacht zu, die ihres gleichen sucht!

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    1. Russland ist kein Rechtsstaat nach unsere Maßstäben. Das ist das größte aller Risiken. Es gab schon einmal große Euphorie bzgl. Russischer Energiewerte, das ist zehn, fünfzehn Jahre her. Damals kaufte alle Welt ADRs von Lukoil, Rosneft oder Yukos. Und dann wurden die teilweise verstaatlicht, die Eigentümer (vor allem die maßgeblichen Oligarchen) entmachtet. Aber auch die Kleinaktionäre blieben auf der Strecke. Einfach googlen nach "Michail Chodorkowski" und "Yukos". Und nach dem Umgang Putins mit "seinen" Oligarchen, wenn sie ihm politisch in die Quere gekommen sind. Für mich ist das ein absolutes K.O.-Kriterium bzgl. russischer Aktien.

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  30. Hm Michael, jetzt sind wir JDC-Aktionäre doch im Blockchain Hype hineingerissen worden und können anfangen zu zocken :) Was sagst Du bis Ende Februar - mein Tipp 20 €/ Stück??? Wo machst Du Dein Stop-Loss, der Trend ist ja intakt :D. Ich denke bei 16-17 € sind alle Value- und Growthphantasien für die nächsten eins - zwei Jahre ausgeschöpft. Wenn aber JDC eine Kryptowährung herausbringt, wird die Firma in Geld schwimmen.

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    1. Ich sehe den Bereich Kryptowährung für JDC Group nur als Add-on, nicht als Trigger, auf den ich setze. Bzgl. der Möglichkeiten, Blockchain-Technologie zu integrieren, hatte ich mich ja schon grundsätzlich positiv geäußert. Ich finde den Kurs jetzt aber etwas zu heiß gelaufen wegen dieser beiden Themen. JDC muss jetzt liefern, und damit meine ich die von mir erwartete(n) weitere(n) Kooperation(en) ala Lufthansa. Dann dürfte der Kurs auch die 15 Euro deutlich hinter sich lassen. Ansonsten sind 80% Kurszuwachs in vier Monaten schon eine Menge und nehmen einiges voraus, was uns an positiven Ereignissen in diesem Jahr erwartet...

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  31. Hallo Michael,

    du bist ja u. a. spezialisiert auf Turnaround Spekulationen.
    Ist dir windeln.de ein Begriff? Hast du dazu eine Meinung?

    Freundliche Grüße.
    Nils

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    1. Windeln.de verfolge ich nicht wirklich; warum man als deutsches Unternehmen ausgerechnet in China online Windeln vertreiben will, hat sich mir nicht erschlossen. Kann den Markt und die Probleme/Risiken/Chancen überhaupt nicht einschätzen.

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  32. Hallo Michael,
    Hast Du Dich schonmal mit dem Thema Brennstoffzelle beschäftigt, speziell hier mit dem Marktführer Ballard Power Systems (http://www.finanzen.at/aktien/ballard_power-aktie) ?
    Deren Aktie ist gerade mächtig unter Druck geraten und ich überlege zur Zeit ob ich mit einer kleinen Position einsteige, wühle mich grade durch Analysen und Geschäftsberichte ;-)
    Zu Zeiten des Neuen Marktes war ich hier schonmal investiert, habe die Aktie dann aber in dem großen Chaos verkauft und aus den Augen verloren.
    Gruß
    Martin

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    1. Moin Martin,
      mit Ballard Power geht s mir so wie Dir: hatte ich vor mehr als 15 Jahren mal auf dem Schirm und im Depot, als die Brennstoffzelle ein echtes Hypethema war. Damals hieß es, Daimler würde die A-Klasse auf dieser Technologiebasis innerhalb weniger Jahre auf den Markt bringen. Pustekuchen, glaube Daimler ist auch nicht mehr an Ballard Power beteiligt. Und aktuelle? Brennstoffzelle wird von einigen wieder ins Feld geführt als Alternative zum E-Antrieb. Aus meiner Sicht Wunschdenken der Autoindustrie. Die würden so nämlich ihre Vormachtstellung behalten, weil ein klassischer Motor benötigt würde. Bei Elektrofahrzeugen eben nicht. Den kann jeder herstellen. Und auch die Tankstellenbetreiber fänden die Brennstoffzelle toll, weil man dann eine entsprechende Ladeinfrastruktur bräuchte - eben Tankstellen. Braucht man bei E-Autos nicht. Man könnte nun meinen, die Autohersteller und Tankstellenbetreiber würden sich durchsetzen. Glaube ich aber nicht. Denn die "alternativen" Player, wie u.a. Energiekonzerne und Batteriehersteller werden hier ganz schnell die Entwicklung vorantreiben. Und spätestens wenn die Autos über Induktion beladen werden können oder durch Schnelltanken innerhalb weniger Minuten und wenn die Reichweite bei deutlich mehr als 500 km liegt, führt an E-Autos kein Weg mehr vorbei.

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    2. Hi Michael, was die Autobauer z Z. machen sieht nicht danach aus als würde die Brennstoffzelle gepusht. Welcher Hersteller in D arbeitet hart in der Richtung? Alle gehen auf Batterie. Toyota (Mirage) ist bei der Zelle fit, sonst ist das Thema eher verhalten.

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    3. Habe ich immer mal wieder was zu gelesen, ohne das konkret zu verfolgen. BMW und Daimler sind jedenfalls (mit) dabei.

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    4. Guten Abend zusammen.

      Der VDA soll wohl die (weite) Zukunft für E-Autos nur für Kleinst- und Kleinwagen sehen, die sich vorwiegend im Stadtverkehr bewegen. Die Zukunft für größere PKWs und LKWs soll die Brennstoffzellentechnik sein. Dabei bin ich auch schon öfters über Aussagen gestolpert, dass der reine E-Betrieb nur eine "Übergangslösung" sei, bis die Brennstoffzellentechnik massentauglich sei.
      Toyota hat seinen Mirai bewußt auf den Markt "geworfen", nur (lt. eigener Aussage) um zu zeigen, dass man es kann. Ihnen ist bewußt, dass der Mirai keine Gewinne erzielen wird. Dies haben sie auch schon mit der Hybridtechnik so gemacht (Prius).
      Ich schätze erst Dank Toyota und Tesla kommen die anderen Hersteller (endlich) in die Puschen (siehe GM). Meine Vermutung ist, dass je nachdem wohin sich eventuelle Gesetzesvorgaben und/oder Subventionen hinbewegen, sich diese Technik langfristig durchsetzten wird. Daher sehe ich persönlich Aktien der Automobilbranche z.Z. nicht (mehr) als ein Langfristinvestment an.

      beste Grüße Hans-Jürgen

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    5. ElringKlinger setzt auf die Brennstoffzelle. Vorstand Stefan Wolf sagt in einem Interview, dass sich seiner Meinung nach die Brennstoffzelle neben Batterieantrieb etablieren wird. Batterie wohl eher für Kurzstrecken, Brennstoffzelle eher für Langstrecken und LkWs. Habe mir heute Ballard Power gekauft, EK hab ich schon.

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    6. Schaut euch auch mal den Kursverlauf des Brennstoffzellenherstellers SFC an. Die produzieren zwar nicht für die Autoindustrie, aber trotzdem ein Hinweis, dass die Brennstoffzellentechnologie auf dem Vormarsch ist.

      Shell setzt auch auf Brennstoffzelle und Wasserstoff. Also da stecken schon einige große Player dahinter, die die Brennstoffzelle pushen.

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    7. Steigende Preise und begrenzte Verfügbarkeit der Batterierohstoffe sollte man auch berücksichtigen.

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    8. Das ist aus meiner Sicht eine Wette die sich erst in 10 Jahren erfüllen könnte... Dauert mir zu lange.

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  33. Eine kleine Korrektur Michael:
    Auch Brennstoffzellenfahrzeuge benötigen einen Elektromotor. In der Regel wird dabei Strom von der Brennstoffzelle in einem kleinen Akku zwischengespeichert und im Elektromotor in kinetische Energie umgewandelt. Wasserstoffautos sind eben keine "Gasautos" sondern BEVs mit eingebautem Generator.

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  34. Was Ballard Power Systems angeht; das hat mich interessiert und ich habe mich kurz mal kundig gemacht: da gibt es einen sehr negativen Report von Bruce Point Capital Management (siehe https://seekingalpha.com/news/3325373-ballard-power-minus-4-percent-negative-spruce-point-report). Die Nachrichtenlage ist sicher gemischt, aber ich würde da zur Zeit nicht einsteigen wollen - zu große Risiken.

    Noch zu etwas ganz anderem: hat einer eine Erklärung, warum die DRAG heute so abgestürzt ist (-3.5%)? Ich kann keine Erklärung finden.

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    1. Spruce Point Capital sind Shortseller. War wohl eine ähnliche Aktion wie damals von Gotham City Research bei Aurelius.

      http://www.deraktionaer.de/aktie/ballard-power-kontert--rekordumsatz-fuer-2017-erwartet---gegenbewegung-startet-356700.htm

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    2. Vielen Dank, das war mir nicht bekannt. Ich werde die Firma weiter anschauen.

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  35. Richtig ("Anonym" zu Ballard Power), und in dieser Rolle der abgasfreien Plug-In Technologie finde ich die Brennstoffzelle ebenfalls weiterhin interessant. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass wir bei Autos davon in Zukunft viel sehen werden, denn die fahren in der nächsten Generation schon schnell und weit genug mit Batterien allein. Warum dann einen weiteren, nicht unbedingt billigen Antrieb ergänzen? Aber alles was mehr Reserven braucht - Busse, LKW, Schiffe, Flugzeuge - läuft m.E. mit reiner Batterie tendenziell in Probleme, sei es bzgl. Reichweite, Kosten und / oder Gewicht. Und dann wäre die Ergänzung einer BSZ erste Wahl, wenn man nicht doch wieder auf den Fossilen hängenbleiben will.

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    1. Was den Preis betrifft: Brennstoffzellen waren teuer, da sie Platin enthalten. Der Platinbedarf konnte aber inzwischen wohl deutlich reduziert werden, so dass auch die Preise entsprechend sinken werden. Einfach mal nach "brennstoffzelle platin" googeln.

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    2. Ballard Power ist heute gut abgegangen nach positiven News (wenn auch weiterhin erstmal geringe Stückzahlen):
      https://www.stockwatch.com/News/Item.aspx?bid=Z-C%3aBLDP-2583183

      Scheint, dass sich die Story bzgl. Reichweite bei großen / schweren Fahrzeugen bestätigt:
      "The range of current battery-powered Class-6 UPS delivery vans is only sufficient for a limited percentage of routes, and often not for the majority of routes in any delivery area. This percentage can be further reduced if the delivery locations face unexpected heavier loads, hilly terrain or colder temperatures. A range-extension solution using Ballard's fuel cell range extender system can address these limitations by boosting drive range and providing certainty of completing daily delivery missions while maintaining zero-emission performance."

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  36. Hallo Michael,
    Gibt es bei Gladstone Investment irgendwelche negativen Nachrichten, die den aktuellen Kurzsturz um ca 10 Prozent in 2 Tagen erklären? Ich habe nichts gefunden ...
    Danke und Gruß,
    MichaelB

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    1. Nein, konkrete negative Infos zu Gladstone Investment sind mir nicht bekannt. Der gesamte BDC-Sektor hat zuletzt nicht besonders gut performt, dazu gesellt sich der schwache Dollar, der weitere Performance kostet(e). GAIN hatte allerdings zuvor deutlich im Kurs zugelegt und ist vielleicht auch deshalb jetzt überproportional abgestraft worden. Hatte mir eine deutlich bessere Performance des Sektors erhofft, die Entwicklung ist schon enttäuschend.

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    2. Seit der Finanzkrise gibt es auch in den USA eine Bankenregulierung. Diese betrifft nicht nur die "Schwergewichte", sondern auch die mittelständischen und kleinen Banken in den USA. Diese leideten / leiden sehr an der Regulierung, da sie weniger Kredite mit erhöhtem Risiko vergeben können. Diesen Platz haben die BDCs (teilweise bis ganz) eingenommen. Seit dem Wahlkampf hat Trump ja versprochen diese Regulierungen ganz oder teilweise aufzuheben. Es wird zur Zeit spekuliert, dass im Q1/2018 wieder dereguliert werden könnte, dies straft der Markt jetzt ab. Man hat Bedenken, dass die BDCs mit ihren Kreditgeschäften weniger verdienen werden und von den kleinen bis mittelständischen Banken verdrängt werden könnten.

      beste Grüße Hans-Jürgen

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    3. Das ist eine plausible Erklärung für die unterdurchschnittliche Performance der letzten Monate, die dauerhaft sein könnte, sofern die Deregulierung tatsächlich kommt.

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  37. Hi Michael,

    auch ich bin mal wieder auf Deine Einschätzung gespannt - Thema: JDC Group.

    Der Kurs gestaltet sich ja aktuell recht volatil. Meine Frage richtet sich aber gar nicht so sehr an den Kurs bzw. an das "klassische Geschäft" (wurde ja auch schon diverse Male diskutiert) sondern vielmehr an das gestern veröffentlichte Whitepaper. JDC möchte ja gerne seinen eigenen Token rausbringen und alles was da so dazu gehört. Vergleichbar evtl. mit der NAGA Group!?!? Diese hat ja ebenfalls einen Token rausgebracht und konnte immerhin 50 Mio Euro erlösen.

    Trotzdem tue ich mich sehr schwer das Vorgehen einzuschätzen. Dieses Thema ist einfach zu verrück (vielleicht auch nur aktuell noch??). Wie ist denn deine Meinung dazu?

    Bereits vorab vielen Dank für Deine Antwort!!

    Grüße

    Tobias

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    1. So wie ich das sehe arbeiten da kluge Köpfe welche wohl einen Token erzeugen können. Ich selber halte JDC mir EK von ca. 7EUR. Wenn der Token kommt und das Teil deswegen total durch die Decke geht werde ich wohl verkaufen. Ich glaube langfristig wird der Staat die Coins zerstören wollen um sein Machtmonopol aufrecht erhalten zu können.

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  38. Hallo Herr Kissig
    Wie schätzen Sie die aktuelle Entwicklung bei den auch in Ihrem Dividendendepot befindlichen BDC`s ein? Habe selbst Apollo, Ares und New Mountain. Alle sind in den letzten Monaten stramm im Minus.
    Sollte man die Werte weiter halten?
    Vielen DanK
    Fritz

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    1. Die Kursentwicklung ist enttäuschend, keine Frage. Dass sich die Dollarschwäche auswirkt, ist die eine Seite, aber der gesamte BDC-Sektor wurde abverkauft. Dabei profitieren die meisten Werte von den leicht steigenden Zinsen. Vermutlich ist es aber die Angst vor einer möglichen Deregulierung bzgl. der amerikanischen Banken, die ggf. leichter in den Markt der BDCs vordringen könnten. Wer weiß?

      Ich halte meine BDCs weiter und fahre dort die Dividenden ein. Mit Nachkäufen halte ich mich aktuell aber zurück. Auch wenn die Kurse locken. Nur bei MAIN habe ich zwischenzeitlich aufgestockt, die waren mir immer zu teuer und sehen nun halbwegs attraktiv bewertet aus. Zumal der NAV sukzessive weiter ansteigt (und sie haben sogar eine Beteiligung, die seit Jahren einen größeren Bestand an Kryptowährungen hat (vermutlich Bitcoins), was sich auch zusätzlich positiv auf deren Wert ausgewirkt hat)...

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  39. Moin Michael,

    Mich würde interessieren ob du evtl. Kursziele für deine beiden Turnaround Spekulationen SBF und Ernst Russ im Auge hast. Siehst du Preise um 3€ für beide im Bereich des möglichen?

    LG und danke für diesen tollen Blog.

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    1. Nein, Kursziele definiere ich nicht. Vor allem bei Turnaroundwerten macht das wenig Sinn. Sowohl bei SBF als auch bei Ernst Russ sind deutlich höhere Kurse drin, wenn sie denn mit Zahlen den Turnaround untermauern können und sich hieraus eine "ordentliche" unternehmerische Tätigkeit ableiten lässt. Solange die Bilanzen/GuVs von Einmaleffekten dominiert werden, bleibt die Unsicherheit hoch. Sollte mein Investmentcase jedoch aufgehen und beide ihren Turnaround nachhaltig schaffen, sind 3 Euro (also Kursverdopplungen) durchaus möglich. Und eher wahrscheinlich. Aber erst müssen beide Unternehnen liefern...

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  40. Hallo Michael,

    ist Deine Haltung zu Firma JDC-Group noch positiv? Ich bin gespalten, ob ich meine Investition noch halten soll. Die Kurzanalyse der Situation sieht aus meiner Sicht so aus:

    - Investition in Blockchain - grundsätzlich positiv, jedoch auch kostenintensiv und riskant. Dadurch werden wir in diesem Quartal evtl. keine positiven Ergebniszahlen sehen.
    - keine neue Nachrichten bzgl. Neukundenakquistionen seit September - sehr kritisch, ich habe das Gefühl, dass sich JDC-Group von Ihrem Kerngeschäft distanziert und mehr auf dem Kryptokram setzt.
    - keine signifikante Downloadanzahl-Steigerung der Allesmeins-App/ starke Konkurrenz im Bereich (Z.B. Knip)
    - Versicherungen/ Banken kaufen Start ups ein oder bevorzugen DIY-Lösungen zur Digitalisierung
    - Starke Konkurrenz im Insurtech und Fintech Bereich
    - Anleger erwarten mind 20% Umsatzsteigerung für diesen Quartal und evtl. positive Ergebnisse. Die Frage ist, ob man es auch schafft Albatros/ Zukäufe so schnell zu integrieren.

    Viele Grüße aus dem Süden
    Manfred

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    1. Moin Manfred,
      dem Kryptohype stehe ich ja eher reserviert gegenüber, aber der Digitalisierung der Versicherungsbranche nicht. Die ist weiterhin sehr zersplittert und JDC Group halte ich hier für aussichtsreich positioniert. Dabei kann man kaum erwarten, dass sie in jedem Quartal einen neuen Großdeal präsentieren können. Wichtig(er) erscheint mir, dass sie die Akquisitionen auch in die Rentabilität führen und durch Größe/Menge einiges an Synergieeffekten heben können. Das sind für mich die entscheidenden Kennzahlen. Ansonsten muss im Jahresvergleich eine spürbare Verbesserung herausspringen, nicht auf Quartalsebene.

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  41. Wie bewertest Du die neuen Ankaraktionäre bei der Lyod Fonds und den damit verbundenen Kursanstieg.. Die wollen Aktienfonds auflegen statt Immobilien und Co.

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    1. Die neuen Anteilseigner wollen Lloyd Fonds weiterentwickeln und finanziell unterstützen. An der Ausrichtung ändert sich nichts. Das Wenige, das der Meldung zu entnehmen ist, bezieht sich auf frühere geschlossene Fondsprodukte und künftig offene Investmentfonds. Genau das hatte Lloyd Fonds für sein Projekt im Sozialen Wohnungsbau schon Ende 2017 angekündigt: anstelle einer eigenen AG, die an die Börse gebracht wird, hatte man auf eine Lösung als AIF, also als Investmentfonds, abgestellt. Und was unter "Aktienfonds" zu verstehen ist, müssen wir mal abwarten. Der Meldung nach hat Lloyd Fonds hieran bereits gearbeitet, das ist also keine Entscheidung der neuen Miteigentümer.

      Grundsätzlich kann man den Einstieg von SPSW (die ja auch die Fäden bei der DEWB ziehen) nur begrüßen. Kapitalstarke Anteilseigner mit großer Expertise im Value Investing. Das kann für Lloyd Fonds nur nützlich sein. Allerdings muss man schon anzweifeln, dass alleine deshalb ein Kursanstieg auf über 3 Euro je Aktie gerechtfertigt ist. Es muss erstmal geliefert werden. Und schaut man auf den Kurs der DEWB, ist dieser nach einem kurzen Hype nach dem Einstieg von SPSW im letzten Jahr auch wieder in Siechtum verfallen. Bis gestern...

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    2. Weisst Du eigentlich, wer diese SPSW eigentlich ist.. Ich habe von denen noch nie was gehört - die Website von denen wirkt zwar schon seriös, und ein paar Fonds verwalten die auch, aber so richtig Informativ über Zweck und Sinn des Unternehmen scheint da nicht kommuniziert zu sein.

      Da die sich bei der DEWB, und jetzt dann bei der Llyod Fonds sich beteiligen ist ja kein Zufall - die führen was in Schilde bzw. haben anscheinend irgendwas vor - mir erschliesst sich nicht nur genau was. Eine komplette Übernahme seitens dieses SPSW ist denke ich nicht auszuschliessen, oder..

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    3. Ein paar interessante Informationen zu den Akteuren bei und hinter der SPSW hat Gereon Kruse in diesem Beitrag zusammengefasst: "Lloyd Fonds/DEWB: Ganz neue Perspektiven.

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  42. Hall Michael,
    auf deine Empfehlung hin habe ich 1000 Mutares-Aktien bei ca. 12 Euro gekauft. Soll ich Gewinne jetzt mitnehmen? Heute habe ich gelesen, dass ein IPO geplant ist und Kurse um 30 Euro möglich sind. Wie ist deine Meinung? Danke!
    Xaver aus Passau

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    1. Michael ist nicht dein persönlicher Anlageberater.
      Du bekommst hier kostenlos hochwertige Analysen und Einschätzungen frei Haus geliefert - am Ende musst du aber deinen Kopf schon selbst anstrengen.
      Und vor allem (!) auch anstrengen, wenn du dann irgendwann investiert bist (wie jetzt bei Mutares).
      Was war denn der Grund für deinen Einstieg in Mutares?
      Besteht der Grund noch?
      Wenn ja - dann halten, ggf. nachlegen.
      Wenn nein - dann verkaufen und am Gewinn erfreuen.

      Setzt natürlich voraus, dass du dich überhaupt mit Mutares auseinandergesetzt hast...

      Wenn du jetzt unsicher wirst und auf zukünftige Kurse schaust ("30 Euro sind möglich" etc. ...) statt auf zukünftiges Potenzial der Firma Mutares, dann solltest du dich mal selbst hinterfragen und dir klare Exit-Regeln für deine Invests zulegen.

      Michael wird dir da nur wenig helfen können. Es sei denn, er legt einen persönlichen Börsenbrief aus und wird dein Börsen-Guru...- eher unwahrscheinlich.

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    2. Jay West.... besser hätte ich es auch nicht sagen können!

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    3. Moin Xaver,
      Mutares ist eine Turnaround-Spekulation mit erhöhten Chancen, aber auch Risiken. Sie haben unbestreitbar Fortschritte gemacht mit ihrer neuen Cluster-Strategie und SES ist das beste Beispiel hierfür. Dass man bereits nach so kurzer Zeit der Zugehörigkeit zum Mutares-Konzern über einen (Teil-)Exit nachdenkt, ist bemerkenswert. Ob Mutares aber annähernd die kolportierten Summen einnehmen kann, bleibt abzuwarten. Der schnelle Anstieg des NAV-Wertes sieht schon optimistisch kalkuliert aus. Zumal Mutares bei seinen NAV-Berechnungen leider oft deutlich zu optimistisch zu Werke geht. Die jüngste Darstellung zeigt nämlich wieder, dass der NAV der meisten Beteiligungen/Sparten reduziert werden musste (was vom NAV-Sprung bei SES allerdings überkompensiert wurde). Und die letzten Exits konnte Mutares auch nur mit deutlichem Abschlag auf den zuvor festgestellten NAV losschlagen.

      Bei einem Kurs von 19 Euro ist es jetzt eine Glaubensfrage, ob man weiter an Bord bleibt oder gar aufstockt. Wenn man an die SES-Story glaubt und an den großen Reibach bei einem in absehbarer Zeit anstehenden IPO/Exit, dann kann man auch an Kurse jenseits der 25 Euro glauben. Hat man so seine Zweifel an der Bewertung von SES und denkt eher, dass Mutares (und einige Analysten) sich das zu schön rechnen, dann ist das weitere Upside-Potenzial begrenzt.

      Ich kann Dir leider keinen Rat geben, welche Positionierung hier die richtige ist. Überlege es Dir gut und triff die für Dich richtige Entscheidung.

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    4. Danke Herr Kissig,
      anscheinend fühlten sich gleich 3 Michael angesprochen, weil ich gleich soviel Antworten bekommen haben...mancher muss halt auch seinen Senf dazugeben, obwohl man nichts zur Firma sagen kann.
      Heute in einer meiner Börsenupdates einen Bericht gelesen und werde an günstigen Tagen nochmal nachkaufen.
      Danke nochaml! Xaver

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  43. Hallo Michael,

    die DIC Asset, die sich auch auf Deiner Empfehlungsliste befindet, hat im Rahmen ihrer Hauptversammlung vor kurzem beschlossen, dass die Dividende entweder in bar oder in Form von Aktien ausgeschüttet werden soll. Das Bezugsverhältnis ist zwar noch nicht veröffentlicht, aber im Sinne des Zinseszinseffekts tendiere ich dazu die Ausschüttung in Form von Aktien zu wählen. Wie ist Deine Meinung dazu?

    Gruß Max

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    1. DIC Asset ist einer den wenigen Immobilienwerte, die ich aktuell noch für aussichtsreich halte - auch weil der Kurs weiter unterhalb des Buchwerts notiert. Man kann die Dividende in Form von Aktien gerne mitnehmen - allerdings muss man die trotzdem versteuern. Da man jedoch Aktien unterhalb des Buchwerts bekommt, sollte sich das dennoch auszahlen...

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  44. Möchte hier einmal NVIDIA in den Ring werfen. Aus meiner Sicht ein fantastisches Unternehmen, das alle Kriterien eines guten Value-Investments erfüllt. Mit Jensen Huang ein grandioser CEO, der den Laden von der Gründung bis zum führenden Unternehmen für parallele Prozessoren geführt hat. Die Anwendungsbereiche reichen über eine extreme Bandbreite: Grafikprozessoren für Spiele, (leider) auch für Krypto-Mining geeignet, Big-Data-Clouds mit Kunden Amazon, Google und Microsoft, Künstliche Intelligenz und Autonomes Fahren. In diesen Bereichen sind sie Marktführer. Die Haupt-Konkurrenten sind Intel (Clouds, Autonomes Fahren) und AMD (Grafikkarten).

    Als Risiken werden genannt, dass die großen Cloud-Anbieter evtl. auf eigene Hardware-Chips umsteigen könnten. Wie real das aktuell ist, kann ich nicht sagen. Es scheint mir aber selbst bei diesen großen Software-Anbietern unrealistisch, dass es sich für sie dauerhaft lohnt, ihre Hardware komplett selbst zu designen. Vielleicht werden sie sich für bestimmte Anwendungen mal einen eigenen Hardware-Chip (FPGA oder ASIC) bauen lassen, aber nicht die ganze Hardware. NVIDIA wird ihnen m.E. technologisch immer um Längen voraus sein, so dass ich nicht sehe, wie die Cloud-Anbieter daraus einen Wettbewerbsvorteil schlagen sollten. Eher wird NVIDIA ihnen ggf. kundenspezifische Hardware bauen und sie basteln sich dann ihre Server-Farm aus NVIDIA-Komponenten.
    Weiteres Risiko ist, dass das Autonome Fahren im Moment zwar stark weiterentwickelt wird, aber noch keine großen Umsätze geschweige denn Gewinne generiert. Es könnte daher sein, dass die erhofften zukünftigen Gewinne hier schon zu sehr in den Kurs eingepreist sind. Das muss jeder selbst einschätzen. Klar ist aufgrund der vielfältigen Kooperationen mit den großen Autoherstellern m.E. aber, dass NVIDIA einer der größten Profiteure sein wird, falls / sobald das Autonome Fahren im Markt ankommt. Denn Autohersteller gibt es viele, aber Hard- und Software-Architekturen dafür bieten im Moment nur NVIDIA und Intel.
    Schließlich, und wohl am prominentesten, wird der Anteil des Krypto-Mining an NVIDIAs Geschäft diskutiert. Das Problem ist, dass nicht unterschieden werden kann, ob die Grafikkarten zum Spielen oder zum Krypto-Mining verwendet werden, weil der Vertriebsweg der gleiche ist. Zweifellos hat das Krypto-Mining die Nachfrage nach (und in der Folge die Preise von) Grafikkarten ansteigen lassen. Wie stark, weiß niemand. AMD soll davon aber stärker betroffen sein als NVIDIA, weil letztere in ihrer Produktpalette breiter aufgestellt sind. Man muss aber damit rechnen, dass sich NVIDIA's Wachstum zwischenzeitlich abschwächen wird, je mehr die Krypto-Währungen preislich zurückgehen und damit das Mining unattraktiver wird. Dem langfristigen Wachstumspfad wird das aus meiner Sicht aber letztlich keinen Abbruch tun.

    Nun zum Eingemachten, dem Preis. Das KGV lag Ende 2017 bei stolzen 40. Bei dem erwarteten Gewinnwachstum von sagenhaften 80% sind das für 2018 nur noch 22. Für einen mindestens mittelfristig orientierten Anleger aus meiner Sicht sehr attraktiv...

    Meine Erfahrung ist: Je mehr man sich mit dem Unternehmen beschäftigt, desto mehr liebt man es, weil es einfach in allen Zukunftsbereichen blendend aufgestellt ist. Und der Jensen ist ein super Typ, dem man den Erfolg gönnt, weil er inspirierend ist und gleichzeitig seriös. Kein Schwätzer, der das Blaue vom Himmel verspricht. Die kaum zu glaubenden Prognosen hat er in den letzten Jahren immer übererfüllt.

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  45. Hallo Michael,

    auch ich würde gerne mal wieder auf deinen langjährigen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

    Und zwar: Wie bewertest du die Ausgabe von 35.500 Aktien zum Nennwert an den (Noch)-CEO Sascha Wilhelm von Corestate? Ist das vor allem in der Höhe ein normaler Vorgang? Kann man diese Vergütungsregelungn als Aktionär in irgendeiner Form nachvollziehen? Wenn ja, wo?

    Schon mal herzlichen Dank für deine Arbeit und keep up the fantastic work.

    BG
    Seb

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    1. Ich nehme an, die Optionen waren Teil der Vergütung bzw. Teil eines Abfindungspakets. Gefallen tut mir das nicht, aber ich sehe darin jetzt auch kein so großes Drama. Vermutlich dürfte das auf der heutigen HV bei Corestate auch kritisch hinterfragt worden sein und vielleicht gibt es dazu in den nächsten Tagen ein paar erhellende Antworten.

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  46. Hallo Michael,
    wie bewertest du die aktuelle Kursentwicklung bei Osram? Übertrieben?
    Danke und viele Grüße,
    Basti

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    1. Die Umsatz- und Gewinnwarnung war in diesem Ausmaß überraschend und daher kann der Kursabsturz nicht verwundern. Du stellst aber zurecht die Frage, ob das nun nicht doch übertrieben ist. Osram hat kräftig investiert und wird hieraus bald die ersten Früchte ziehen. Der schwache Dollar belastet und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben, also dauerhaft niedrigere Umsätze und Gewinne bedeutet in Euro. Der Kurs hatte positive Aussichten der nächsten Jahre schon mit eingepreist, die sind nun komplett raus und aus meiner Sicht sogar ins Gegenteil verkehrt. Wer sich nicht scheut, antizyklisch zu investieren, hat bei Osram meiner Ansicht nach jetzt bei 47€ gute Chancen. Aber der Kurs wird sich nicht abrupt erholen.

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  47. Hallo Michael,
    ich habe mich - im Rahmen meiner Möglichkeiten - mit Microsoft beschäftigt. Die Aktie ist ja im letzten Jahr schon gut gelaufen, aber das Cloudgeschäft scheint mir auch für die nächste Zukunft ein guter Gewinnmotor zu sein. Die Analystenschätzungen aktuell sind nach meiner Recherche mehrheitlich positiv. Microsoft ist auch auf Deiner Empfehlungsliste. Also Frage: bin ich zu spät dran für einen Einstieg oder siehst Du eine ausreichend positive Entwicklung für die nächsten Jahre?
    Über eine kurze Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

    Gruß Isabella

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    1. Microsoft ist (wieder) ein Top-Unternehmen: es ist agil, innovativ, setzt Trends. MSFT generiert hohe Cashflows und Gewinne, die in Aktienrückkäufe und Dividenden investiert werden. Dennoch kommt das operative Geschäft nicht zu kurz, sondern wird rigoros auf Erfolg getrimmt. Was nicht funktioniert, wird verbessert - oder beendet. Die Aussichten sind sehr gut und die Aufspaltung in zwei separate Unternehmenssparten dürfte sich auf mittlere Sicht auszahlen. Bleibt alleine die relativ hohe Bewertung. Damit bezahlt man den Preis dafür, sich an einem solchen Top-Unternehmen beteiligen zu können. MSFT ist für mich stärkeren Kursrücksetzern (also mehr als 5%) immer eine Nachkaufgelegenheit.

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  48. Lieber Michael,
    hast Du Dich schon einmal mit der Aktie der MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank beschäftigt? Falls ja, würde mich Deine Meinung hierzu interessieren.
    Auf den ersten Blick paaren sich hier Wachstum, eine attraktive Dividende und eine Unterbewertung. Was könnte ggf. gegen ein Investement sprechen.
    Mein Hochachtung vor Deiner Arbeit. Deine Seite gehört zu meinen Favoriten und Deine Empfehlungen haben mich hier und da schon bestärkt und auf neue Ideen gebracht.
    Holger

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    1. Makleraktien sind sind nicht so mein Fall; ich finde des sehr schwierig, die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells zu bewerten. Gerade wenn die Börsen mal nicht so gut laufen und/oder Unternehmen reihenweise Börsengänge absagen (wie zur Zeit), können die Ergebnisse ziemlich volatil sein. Man kann Quartalsergebnisse hier also nicht einfach fortschreiben, da sie nicht wiederkehrender Natur sind, sondern eine Aneinanderreihung von Einzelaktionen.

      MWB Fairtrade ist dazu noch ein Turnaroundwert - schaut man auf den Chart, dann kann man gut erkennen, dass das Unternehmen jahrelang kaum Geld verdient bzw. Verluste eingefahren hat. Trotz boomender Börsen.

      Ich habe da nicht wirklich einen Zugang zu...

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  49. Hallo Michael,
    da du ähnlich wie ich Vorlieben für Beteiligungsgesellschaften hast, würde mich deine Meinung zu dem nachfolgenden Wert interessieren:

    Unternehmens Invest AG WKN: 882788

    Aus meiner Sicht besteht hier aktuell eine erhebliche Diskrepanz zwischen der aktuellen Marktkapitalisierung und dem eigentlichen NAV.

    Die UiAG besitzt meinen Recherchen nach neben mehreren kleineren Beteiligungen (Gesamtwert geschätzt ca. 21,5 Mio.) eine größere Beteiligung an All-for-one Steeb mit einem Gesamtwert von aktuell 133 Mio. (25,07% hält die UiAG, 25,07% die UiAG Informatik Holding an der die UiAG zu 53,55% beteiligt ist)
    All-for-one Steeb glänzt seit Jahren mit einem starken Geschäftsmodell und kontinuierlich guten Zahlen. Darüber hinaus zahlt All-for-one Steeb eine nette Dividendenrendite von ca. 2%, sodass hier kontinuierlich Geld in die Kassen der UiAG gespült wird. (im Gegensatz zu Naspers und Tencent z.B.)
    Summieren wir die o.g. Beteiligungswerte ergibt dies einen Gesamtwert von 154,6 Mio.€ - die aktuelle Marktkapitalisierung beläuft sich jedoch auf lediglich 104,55 Mio.€. Bis zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir die erhebliche Abweichung nicht erklären.

    Auch der Vorstand kauft kräftig zu, und hat seit März 2018 für einen Gegenwert von ca. 2,33 Mio. € UiAG Aktien angekauft.

    Ich bin auf deine Ausführungen sehr gespannt.

    Beste Grüße
    Sascha

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    1. Moin Sascha,
      Unternehmens Invest AG sagt mir jetzt auf den ersten Blick nichts. Aber es sprechen - für mich - schnell einige Dinge dagegen.

      - Es ist eine österreichische Beteiligungsgesellschaft, da sehe ich per se keine Vorteile ggü. dem seeehr breiten Spektrum in Deutschland.

      - Das Unternehmen ist sehr einseitig auf All for one Steeb ausgerichtet. Ich müsste also immer zuerst dieses Unternehmen analysieren, um mir eine fairen Wert für UiAG ermitteln zu können - der Aktienkurs von AfoS ist ja kaum geeigneter Maßstab für die Werthaltigkeit und Perspektiven dieses Assets.

      - Softwarefirmen zu bewerten bzw. deren Business ist nicht wirklich meine Stärke. Ich habe mit Datagroup und IT Competence (via Navigator Equity) da schon immer innere Kämpfe auszufechten.

      - Ich habe mit Navigator Equity ja ein fast exakt entsprechendes Unternehmen an Bord, nur dass ich mir hier bereits eingearbeitet habe und dass der Abschlag zum NAV noch größer ist (rund 100% Potenzial). Und Navigator geht inzwischen aktiv gegen diesen Abschlag an, in dem man den NAV veröffentlicht, die Kapitalmarktkommunikation erhöht und das auch bei der Tochter IT Competence. An der Navigator mit 75,7% direkt die Mehrheit hält und auch durchgreifen und durchregieren kann - was bei der Konstruktion bei UiAG nicht ganz so einfach ist. Hier sieht es eher so aus, dass man bewusst ein Konstrukt gewählt hat, das einem die Mehrheit an AfoS sichert, wobei man gleichzeitig aber möglichst wenig eigenes kapital binden wollte. Gefällt mir ehrlich gesagt nicht so, erinnert mich an das Förtsch--Beteiligungs-Geflecht. Kann man inzwischen ja elegant(er) über eine SE-Rechtsform lösen...

      Bedeutet für mich unterm Strich, dass UiAG für mich nicht interessant (genug) ist. Trotzdem Danke für den Tipp! Meine Beweggründe bedeuten nicht, dass UiAG nicht für andere interessant sein könnte.

      P.S.: Zu Naspers noch ein Hinweis: die haben ja ein originäres Business (TV), das ihnen Cashflows und Gewinne bringt. Und selbst Tencent zahlt eine Dividende und zwar gerade am Freitag 0,095 Euro je Aktie. Und da Naspers ja über 30% an Tencent hält (und damit knapp 3 Milliarden Aktien), dürfte alleine diese eine Dividendenzahlung ausreichen, Naspers am Laufen zu halten und die Gehälter zu bezahlen. Waren ja über'n Daumen gepeilt rund 285 Mio. Euro... ;-)

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  50. Hallo Michael,

    hast Du Dir Mutares mal wieder angeschaut? Die haben die Erwartungen des Börsengangs von STS nicht erfüllen können (26-32 Mill € anstatt 50) und haben daher einen Kurssturz sondergleichen erlebt. Das Papier notiert derzit bei 13,20 €. Ich bin gerade erst mal die Nachrichten durchgegangen und muss noch einen Blick in die Finazberichte werfen, doch damit dürfte Mutares wieder mit einem gehörigen Abschlag auf den NAV notieren.
    Zudem scheinen mir die Aussichten insgesamt intakt. Klat, die Analysten ziehen jetzt auch wieder den konfliktreichen Abgang des letzten CEO aus dem Hut, doch das hat bisher nicht viel angerichtet. Da kann noch was kommen, klar, doch die Aktie cheint mir wieder sehr günstig bewertet.
    Ich frage mich, ob die Aktie nicht jetzt wieder fundamental interessant wird?

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    1. Nein, Mutares werde ich nicht mehr anfassen und das liegt daran, dass die verantwortlichen Personen nicht (mehr) vertrauenswürdig sind oder unfähig. Oder beides.

      Oder mit Warren Buffetts Worten: "Mit schlechten Leuten macht man keine guten Geschäfte". Und wer, wie Mutares, seine Aktionäre so hinters Licht führt, fällt für mich in diese Kategorie.

      Das Problem bei Mutares ist doch, dass sich als roter Faden bei Mutares durchzieht, dass sie ständig - und auch jetzt erneut bei STS - den NAV viel zu hoch ausweisen (prozentual zweistellig) und dann beim Verkauf/Exit diese NAV-Bewertung nicht erreichen. Wenn man dann noch sieht wie viele Aktien in den letzten Wochen in den Markt gedrückt wurden (vermutlich von ausgeschiedenen Mitgründer und Vorstand), während der Vorstand mehrere Jubelmeldungen zum STS-IPO mit aufgehübschten Zahlen verbreitet hat und über diverse Gazetten hat verbreiten lassen, kann man sich doch nicht mehr ernsthaft an solche einem aktionärsfeindlichen Laden beteiligen!

      Ergänzend noch ein paar "einfach gedachte" Anmerkungen zu Mutares:

      1. Dr. Greuer hielt 27% der Aktien und er wurde vor die Tür gesetzt als Vorstand. Der Kurs leidet seitdem unter einem stetigen Angebot an Aktien. Rocket Internet hat kürzlich, als ein Großaktionär rund 6% der Aktien loswerden wollte, ein spezielles Aktienrückkaufprogramm aufgelegt und diese Aktien einfach absorbiert. Kann man auch so erledigen.

      2. Mutares will unbedingt eine hohe Dividende zahlen, obwohl es viel sinnvoller wäre, die vorhandenen Mittel ins Business zu stecken. Die Dividenden wurden in der Vergangenheit nämlich selten verdient, da man eher Verluste ausweisen musste und sich bei den Töchtern verhoben/verschätzt/vergriffen hatte.

      3. Es gibt einen schwebenden Rechtsstreit mit Diehl, der Mutares in schlimmsten Fall einen zweistelligen Millionenbetrag kosten kann (Diehl fordert 22,5 Mio. Euro und da kämen ggf. noch Anwalts- und Gerichtskosten sowie Zinsen hinzu). Würde Mutares diesen verlieren und die Forderung 1:1 durchschlagen aufs Eigenkapital, könnte das für Mutares Existenz bedrohliche Ausmaße annehmen. Zumindest wäre das Unternehmen erheblich eingeschränkt.

      4. Mutares hat einige notleidende Unternehmen verkauft (oder verkaufen müssen), die jahrelang Geld vernichtet haben. Man hat also keinen guten Job gemacht, ob nun bei der Auswahl oder bei der Sanierung/Neuausrichtung. Und STS hat man in kurzer Zeit zusammengekauft und nun soll das Unternehmen auf einmal das X-fache wert sein und schnell an die Börse gebracht werden - aber Mutares will die Mehrheit behalten.

      Nimmt man diese Fakten zusammen, sieht es fast so aus, als müsste Mutares des STS-Verkauf durchziehen, koste es, was es wolle. Weil man nur so an dringend benötigtes Geld kommt.

      Ob es so ist, weiß ich nicht. Aber es wäre eine Erklärung für das Verhalten des Mutares-Vorstands. Und ich fühle mich jedenfalls als Aktionär von diesem Management nicht gut behandelt. Und vor allem diejenigen, die aufgrund der vollmundigen Versprechungen kürzlich in Mutares investiert haben, aber auch die Börsenbriefe und -magazine (wie Börse Online), die diese Propaganda ungefiltert verbreitet haben, die sollten sich "verarscht" vorkommen (wie es der Wikifolio-Trader Lukas Spang aka Junolyst so treffend formulierte).

      Mutares? Ne, danke. Die Bude ist für mich verbrannt. Endgültig. So billig kann die Aktie gar nicht werden, als dass der Preis diese Charakterschwäche und Managementschwächen ausgleichen könnte. Und wenn die handelnden Personen irgendwo anders in verantwortlicher Position auftauchen, wäre diese neue Gesellschaft gleich auch ein No-Go für mich. Und ich brauche Mutares ja auch nicht, denn auf dem deutschen Kurszettel finden sich eine ganze Reihe von interessanten und aussichtsreichen sowie seriösen Beteiligungsgesellschaften. Eine ganze Reihe von ihnen finden sich auf meiner Empfehlungsliste.

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    2. Na, vielen Dank für diese knackige Einschätzung. Ich gebe zu, ich habe an einen Wiedereinstieg gedacht, doch die drei Punkte, die Du genannt hast (andauernder Druck durch Greuer, Diehl und möglicher Verkaufsdruck), hatte ich nicht (mehr) auf dem Radar, und die machen Sinn.

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    3. Ein Nachtrag vielleicht noch: mich wundert, dass keiner der Analysten das Problem vor dem Kurststurz (i.e. vor der IPO) gesehen hat. Am 23 April hat Boersengefluester sehr optimistisch zu Mutares berichtet. Die Analysen waren alle sehr positiv, auch Lukas Spang hat sich erst nachher aufgeregt. Ich frage mch wirklich, warum das so schief gelaufen ist. Waren da alle gutgläubig, und warum hat dann Mutares erst überzogene Bewertungen genannt, wenn das bei der IPO ohnehin ans Licht kommt?

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    4. Mutares hat mit Hauck & Auffhäuser und MainFirst zwei renommierte Adressen für Nebenwerte-IPOs für den STS-Börsengang mandatiert und die beiden werden Mutares eingehend beraten haben. Die letzten Börsengänge hatte H&A ja sehr zufriedenstellend abwickeln können und da hat man wohl deutlich zu hoch gegriffen. Die Stimmung für IPOs hatte sich ja jüngst eingetrübt und mehrere Börsenaspiranten hatten ihre Börsengänge vor oder während der Zeichnungsphase abgesagt.

      Was mich im Fall Mutares aber besonders stört, ist die Tatsache, dass Mutares ganzes Geschäftsmodell darauf beruht, Unternehmen zu bewerten. Billig die hoffnungsvollen Sanierungsfälle einkaufen, umstrukturieren und dann gewinnbringend verkaufen. Sie setzen die NAVs aber generell astronomisch hoch an, kriegen die Unternehmen dann nur mit erheblichen Abschlag losgeschlagen und jetzt versauen sie es mit dem Bewertungsansatz auch wieder beim STS-Börsengang. Das ist schlicht Unvermögen! In ihrer eigentlichen Kernkompetenz!

      Was Junolyst so aufgebracht hat ist, dass er kurz vor der Meldung mit dem Vorstand direkt gesprochen hat und dort noch die hohen Werte bestätigt wurden. Um dann einige tage später kassiert werden zu müssen. Maximaler Vertrauensschaden eben. Und passt für mich ins Bild eines Managements, das nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und nicht sauber arbeitet. Muatres ist nicht mehr "koscher".

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    5. Ich kann nur zustimmen, dass der ganze Vorgang nicht für die Kompetenz von Mutares spricht - aber das gilt doch dann sicher in gleichem Masse für die beratenden Banken. Die müssen sich doch die Bücher genau angeschaut haben. Man könnte natürlich auch vermuten, dass, wenn die Stimmung auf die Zeichnungsspanne gedrückt hat (Springer Nature hat abgesagt, wer noch?), die Rücknahme der Bewertung sehr kurzfristig nötig geworden ist. Das wäre dann von niemand so recht vorhersagbar gewesen und würde Mutares wieder besser dastehen lassen.
      Was Spang angeht, so verstehe ich das Gezeter nicht. Er kann doch wohl nicht erwarten, eben mal so einfach Insider-Informationen zugesteckt zu bekommen - so etwas muss entweder veröffentlicht werden oder man muss schweigen - jedenfalls darf man einzelnen Personen keinen geldwerten Vorteil verschaffen. Nach allem was ich weiß, wäre das strafbar.
      Und noch mal, die Einschätzung des Buchwerts von STS scheint ja von jedem geteilt worden zu sein - haben die alle Mutares einfach so geglaubt? Ich zitiere mal Edison Research vom 28.9.2017:
      "Die Erwartungen für einzelne Portfoliopositionen (Norsilk, Cenpa, BSL Pipes &
      Fittings) wurden nach unten geschraubt, doch der Automobilbereich – das größte
      Segment von Mutares (gemessen an den Einnahmen nach den jüngsten Fusionen und Übernahmen) – entwickelt sich gut. Sowohl die STS Group als auch Elastomer
      Solutions werden ihren Betriebsgewinn im FJ17 voraussichtlich verdoppeln... Der Nettoinventarwert des Portfolios belief sich zu Ende Juni 2017 auf 319,4 Mio. €
      (bzw. 20,6 € je Aktie laut unseren Berechnungen). Dies stellt ein Plus von 3,7 %
      gegenüber dem Wert zu Ende des Jahres 2016 dar. Zum aktuellen Kurs von 13,29
      € werden die Mutares-Aktien nach wie vor mit einem deutlichen Abschlag von 36 %
      auf den NAV gehandelt."
      Da ist also durchaus von ein paar Bewertungen die Rede, die zurückgenommen werden mussten, aber insgesamt klingt das doch positiv, und den Abschlag vom NAV stellt Edison nicht in Frage. Und man könnte auch viel neuere Beurteilungen zitieren: alle positiv. Auch der Rechtsstreit mit Diehl scheint niemanden über Gebühr zu besorgen.
      Die wirklich undurchsichtige Sache war der Rausschmiss von Greuer - damals bin ich auch ausgestiegen.
      Konklusio: ich wundere mich immer noch, warum niemand Probleme mit dem STS-Börsengang gesehen hat (inklusive der begleitenden Banken) und frage mich, ob diese Sache wirklich Mutares allein anzulasten ist.

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    6. Nein, Mutares hat nicht alleine Schuld an dem STS-Fiasko. Die beratenden Banken haben hier auch keinen guten Job gemacht und wohl den Preis zu hoch taxiert. Gier frisst Hirn. Aber das wäre ihr Job gewesen, hier nicht nur auf die eigene Provision zu schielen, sondern den Markt und die Bewertung richtig einzuschätzen.

      Aber... Mutares muss selbst Unternehmenswerte einschätzen können, das ist deren Geschäftsmodell!!! Das kritisiere ich. Und darüber hinaus, dass es eben kein Einzelfall ist, sondern dass Mutares seit langer Zeit zu hohe NAVs ausweist und diese sich bisher nie (!) haben realisieren lassen. Ich habe das als "roten Faden" bezeichnet, diese fortgesetzte Politik des Scheiterns an den selbst zuvor geschürten Erwartungen. Mutares verspricht viel und liefert wenig. Und das seit Jahren. Ketzerische Frage: warum sollte es jetzt auf einmal anders/besser werden? Die gleichen Personen, das gleiche Geschäftsmodell, das gleiche Muster? Also... für mich ist Mutares verbrannt. Und ich werde keine weiteren Gedanken mehr an das Unternehmen verschwenden - dazu gibt es zu viele gute und lukrative Beteiligungsgesellschaften, bei denen ich mich als Aktionär ernst genommen fühle und nicht nur ausgenutzt.

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    7. Noch einmal ein Nachtrag zu der Diskussion:
      1) Ich habe vor 2 Tagen bei Mutares angerufen, um deren Standpunkt zu hören. Zu sprechen war niemand, ich solle eine Email schreiben. Habe ich getan - bisher keine Antwort.
      2) Ein Kommentar zu STS/Mutares bei BSGFL: jetzt nur noch begrenzt erhellend, seine Sicht auf die Finanzen von STS hätte Gereon Kruse mal vorher schreiben sollen.
      Wenn ich Mutares nach Greuers Abgang gehalten hätte, wäre ich ziemlich sicher auch voll hereingefallen. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, genau bei den Finanzen von STS nachzuforschen (mal abgesehen von der Frage, ob ich in der Lage gewesen wäre, irgendwas zu finden.)
      Summa Summarum: letztendlich muss ich Dir Recht geben bei Deiner Einschätzung. Ich werde die Finger von Mutares lassen.

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  51. Hallo Michael,
    erstmal ein Dankeschön für das rasche Anpassen der Kommentarfunktion (mehr von den letzten Kommentaren sichtbar), das macht das Verfolgen der Diskussionen echt einfacher.
    Ich hätte ein paar Fragen zu der ganzen Geschichte mit dem Management der Unternehmen, die du auf dem Radar hast - vielleicht reicht es ja auch mal für einen Artikel darüber?
    Ich sag jetzt mal frech raus, dass du dich ja durchaus auf Unternehmen mit "zwielichtigen Personen" an der Spitze eingelassen hast, neben Mutares mit den astronomischen NAV-Angaben zuletzt auch auf Publity mit Olek auf Führungsebene. Schon bevor du die Reissleine gezogen hast, sind da ja schon rege Diskussionen darüber entstanden, wie vertrauenswürdig dieser ist (1. überraschende Kapitalerhöhung nach HV mit großzügiger Dividendenauszahlung, 2. IPO von seinem Zweitunternehmen, dessen Anteile er zu "guten" Preisen an den Mann bekommen hat und dessen Geschäfte mit Publity verflochten waren). Recht knapp, bevor das große Kursmassaker kam, hast du dann aber doch noch gewarnt und zum Ausstieg geblasen - danke dafür noch, ich bin bis dahin wegen der hohen Dividende trotz eigener Bauchschmerzen lange bei Publity geblieben.
    Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck, dass du relativ nachsichtig mit den Burschen da oben bist, auch wenn du, von dem was ich mitbekommen habe, immer rechtzeitig die Reissleine gezogen hast. ;)
    Wann ist denn für dich denn konkret das Fass voll bzw. wann wirst du vorsichtig bei einem Unternehmen? Und wieviel Bedeutung misst du denn tatsächlich dem CEO etc. zu (ich habe bspw. als Börsenneuling trotz Bedenken von Beginn an dann doch in Publity investiert, weil ich eher die Chancen als die Risiken fokussiert habe)?
    Von Buffett gibt es ja auch den schönen Spruch, dass man nur in Unternehmen investieren solle, die auch ein Idiot führen könne, weil das irgendwann einmal der Fall sei. Das ist für mich aber ein gewisser Widerspruch zu der Wichtigkeit, die er den Führungspersonen "seiner" Unternehmen beimisst.
    Viele Grüße und einen sonnigen Feiertag, Andreas

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    1. Beim Vertrauen gibt es keine klare Trennlinie. Du hast Recht, dass ich nicht jede Kleinigkeit auf die Goldwaage lege beim Management und im Zweifelsfall nicht zuerst das Schlechte annehme. Aber es kommt der Punkt, wo es nicht um die mögliche andere Auslegung von Äußerungen oder Sachverhalten geht, sondern um Täuschung, und bewusste Irreführung, um Verschweigen, um Manipulieren. Und genau dies ist für mich die rote Linie, mein Rubikon. Komme ich (subjektiv) zu der Überzeugung, dass das Management diese Linie überschritten hat, dann verkaufe ich die Aktien. Und zwar alleine aus diesem Grund, egal, wie fundamental unterbewertet die Aktie sonst auch aussehen mag.

      Anders betrachtet: Ich kaufe keine Aktien, ich beteilige mich an einem Unternehmen. Und damit werden ich zum Mitinhaber, zum Partner und der Vorstand arbeitet für mich und in vielen Fällen ist er ja selbst maßgeblich am Unternehmen beteiligt und daher ebenfalls mein Geschäftspartner. Und wenn ich denen nicht mehr vertrauen kann, dann will ich auch nicht mit denen in einem Unternehmen zusammen arbeiten bzw. deren Geschäftspartner sein.

      Das bedeutet aber auch, dass dieses Unternehmen sich "wieder reinwaschen" kann, wenn es die Personen austauscht (und diese auch nicht mehr bestimmende Großaktionäre sind). Oder im umgekehrten Fall eben, wenn diese Leute in anderen Firmen in verantwortliche Positionen kommen, dass ich dann dort ebenfalls die Reißleine ziehe. Ich kann mein Geld auch ohne solche Leute und woanders gut für mich arbeiten lassen!

      Und was den netten Spruch angeht, so stammt der nicht von Warren Buffett, sondern von Peter Lynch. ;-) Abgesehen davon ist er trotzdem richtig. Er meint vor allem, dass man sich lieber Unternehmen aussuchen soll, die so gut aufgestellt sind, dass sie auch einen Wechsel an der Spitze gut verkraften können, ohne dass das Unternehmen selbst gleich infrage steht. Bestes Beispiel dafür ist Berkshire Hathaway selbst. Wenn Buffett und Munger einmal nicht mehr da sind, wird das eine schreckliche Zäsur sein. Aber das Unternehmen basiert nicht nur auf diesen beiden Personen, sondern auf ihrer Philosophie des Investierens. Und es gibt eine Reihe von Leute bei Berkshire, die diese leben und täglich praktizieren. Berkshire kann also auch ohne Buffett und Munger erfolgreich bestehen, weil das Unternehmen und seine Strukturen, seine DNA dies tragen können. Und hierauf sollte man eben auch achten bei der Auswahl seiner Investments.

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  52. Moin Michael,

    mich würde interessieren, was Du von der wachsenden Cannabis Branche denkst bzw. ob Du hier auch bereits beobachtest. Klar, ist bisher noch eine sehr spekulative weil sehr junge Branche aber mit der sich abzeichnenden Legalisierung in Kanada, sieht es danach aus, als wenn da einiges ins Rollen kommt...
    Gruß,
    Oliver

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    1. Ich bin kein Konsument und kann den Markt für Cannabis auch nicht einschätzen. Die fortschreitende Legalisierung spricht für einen wachsenden Markt, aber welches Unternehmen hiervon profitiert, kann ich nicht beurteilen. Auch die unterschiedlichen Wirkungsgrade und Anwendungsmöglichkeiten von Cannabis erschließen sich mir nicht. Also nicht keine Branche/Investments für mich...

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  53. Hallo Michael,

    du hattest Ende 2017 erwähnt, dass du Polytec für 18 Euro wieder gekauft hast und es eine mittlere Position in deinem Depot darstellt.
    Der Kurs ist ja nun noch weiter zurückgekommen. Was sind deiner Meinung nach die Gründe und ist der Investmentcase noch intakt für dich? Warum reicht es eigentlich nicht für Polytec auf deine Empfehlungsliste?
    Danke und viele Grüße,
    Basti

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    1. Bei Polytec wurde im Verlauf des ersten Quartals 2018 klar, dass das Unternehmen die Erwartungen nicht erfüllen kann. Einerseits sollte 2018 ein Übergangsjahr werden, belastet durch hohe Investitionen in künftigen Umsatz und Gewinn, andererseits hat man aber die ohnehin schon sehr moderaten Prognosen verbal immer weiter selbst infrage gestellt. Und dann auch echt schlechte zahlen präsentiert, die zeigen, dass es auch operativ alles andere als rund läuft. Ich habe daher schon vor längerer Zeit meine Polytec-Aktien veräußert und in aussichtsreichere Werte investiert. Polytec ist auch auf diesem niedrigeren Niveau nicht wirklich preiswert. Sie müssen ihre Probleme in den Griff kriegen und wieder wieder auf den Wachstumskurs zurückfinden. Einen profitablen. Davon sind sie momentan deutlich entfernt.

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  54. Hallo Michael,
    was hältst Du von der Telekom. Lt. der akt. Mitteilung:
    https://boerse.ard.de/aktien/telekom-bringt-t-systems-auf-trab100.html#xtor=RSS-1
    liegt die Dividendenrendite bei ca. 5%. So dass auch ohne Kursteigerungen ein für heutige Verhältnisse ordentliche Rendite vorhanden ist. Im Wachstumsmarkt Telekommunikation und insbesondere wie erwähnt im Internet der Dinge sollte das angepeilte Wachstum auch möglich sein. Wäre doch eine gute Diversifikation im Dividendendepot.
    Danke
    Konnrad

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    1. Die Deutsche Telekom hatte ich mal auf meiner Empfehlungsliste und zwar ab Mitte 2014. Damals lief die US-Tochter noch katastrophal, aber ich habe vor allem auf das Vectoring gesetzt und die hieraus resultierende massive Aufwertung des alten Kupferkabelnetzes der Telekom. Tja, Vectoring kam und ist/war ein Erfolg. T-Mobile-US hat die Kurve gekriegt und ist inzwischen die Gewinnmaschine der Telekom. Und während dieser Zeit war ich an Bord - und habe in den drei Jahren fast 40% verdient (inkl. Dividenden). Mit anderen Werten habe damals deutlich besser abgeschnitten. Und mir erschienen im September letzten Jahres die Bewertung und die Aussichten nicht mehr attraktiv (genug), daher habe ich die Aktien verkauft. Heute notieren sie mehr als 10% niedriger und die Aussicht auf einen erfolgreichen Deal mit Sprint könnte der Aktie wieder etwas Drive verschaffen. Aber wirklich reizen tut mich das Ganze nicht. In den USA müssen teure 5G-Lizenzen gekauft werden, in Deutschland und Europa auch. Und in Deutschland erhält man diese, anders als z.B. in den USA, nur für eine bestimmte Zeit. Die aufzuwendenden Milliarden für die Lizenzen und die dann anstehenden Investitionen sind also riesige Brocken, die den Cashflow (und die gewinne) auf Jahre belasten werden. Ich finde da United Internet spannender. Oder die 5G-Netzausrüster wie Nokia oder Ericsson. Ich habe zwar keinen von denen speziell im Fokus, aber als Kurzeinschätzung würde ich mir diese vor der Telekom ansehen...

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  55. Ja stimmt, die werden viel investieren müssen. Das habe ich nicht bedacht. Und diese Investitionen bekommen die Netzwerkausrüster...

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  56. Hallo Michael,
    ich habe seit ein paar Wochen die Klassik Radio AG auf meiner Watchlist, da ich hier eine Menge Potential sehe. Bin u.a. auch über eine Studie von SMC Research gestolpert, welche die Aktie ebenfalls sehr positiv sieht. Habe aber gerade im Disclaimer gelesen, dass die Klassik Radio AG die Studie beauftragt und bezahlt hat. Ist das üblich und wie geht man letztendlich mit so einer Studie um?
    Wie siehst du die Aktie aktuell? Ist sie einen Kauf wert?(falls du sie überhaupt auf dem Radar hast...)
    Vielen Dank und ein schönes WE,
    Basti

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    1. Es ist Inkrafttreten der MIFID II sogar Pflicht, dass Unternehmen die Studien bezahlen - die früher oft gängige Praxis, dass die Studien kostenlos angefertigt wurden, um ggf. im Gegenzug Mandate zu ergattern, wurde als Interessenkonflikt eingestuft. Nun liegt die Interessenlage klar auf dem Tisch und jeder kann/sollte die Analysen durch diese Brille gefiltert lesen.

      Klassik Radio habe ich in meinem Depot und finde die Story spannend. Ist zwar nicht gerade meine Musik, aber sie haben eine große und wachsende Hörerschaft und mit ihrem neuen Premiumangebot einen USP, ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Wenn das so einschlägt, wie der Vorstand das erhofft/erwartet, dann sehen wir ganz schnell zweistellige Kurse und ein erhebliches Kurspotenzial. Das sehr üppige Kursziel von SMC (18,20 Euro) würde ich allerdings nicht überbewerten, sondern als "Best Case" verstehen. Klappt es hingegen nicht mit dem neuen Dienst, ist Klassik Radio bei 8,50 Euro etwa fair bewertet (die Investitionskosten kann man dann voll abschreiben und die belasten dann erstmal, ohne Erträge zu bringen). Kann man gut im Depot haben und liegen lassen...

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  57. watchingtheflood29. Mai 2018 um 13:57

    Hallo Michael,
    ich habe zwei Fragen:
    a) Hast Du Dich einmal generell mit Zertifikaten befasst? Ich persönlich halte eigentlich nichts davon, sich zu dem unternehmenspezifischen Unwägbarkeiten auch noch mit dem dann kritischen Faktor "Zeit" als zusätzlichem Schwierigkeitsgrad zu belasten, aber dahinter steckt ja die Idee, bei nicht allzu spekulativer Vorgehensweise über mehrere relativ kurz angelegte Spekulationen zu einem halbwegs regelmäßigen Einkommen zu gelangen. Bezeichnender Weise gibt es keine Fonds, die dies so betreiben. Vielleicht erkennen die Profianleger eher, dass die Chancen die bestehenden Risiken nicht kompensieren?

    b) Deine Empfehlungsliste ist mittlerweile ja ziemlich lang, gibt es so etwas wie eine "Best-Of-Auswahl", wenngleich sich diese ja oftmals schon aus der Größe der einzelnen Positionen innerhalb des Portfolios erkennbar wird, bzw. auch, wie lange der Wert schon im Depot (erfolgreich) ist.
    Die Idee dahinter ist die folgende: Jeder einzelne Wert hat einen gewissen Erwartungszeitraum, innerhalb dessen sich die Invest-Idee entfalten sollte. D.h. eine lange Liste mit potentiell erfolgreichen Werten könnte dadurch optimiert werden, in dem innerhalb der beobachteten Werte "gerollt" wird, also der Schwerpunkt der Investments auf den kurzfristiger erntbaren Werten liegt und nach erfolgreichem Exit dann die zeitlich nächstliegenden positiven Erwartungswerte stärker beackert werden.
    Ich halte es bei Fonds für ein Armutszeugnis, dass diese sich unter dem Label "Risikostreuung" hinter 100 Werten verstecken, anstatt das Geld auf die wirklich besten 15 oder 20 Werte zu konzentrieren. Damit schafft man wirklich Werte, auch in meinem Portefolio komme ich eher mit stärker konzentrierten Anlagen weiter als mit einer Flut kleiner Anlagen, die es auch zu beaufsichtigen gilt.

    Viele Grüße
    Christian

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    1. Nein, Zertifikate sind nichts für mich; ich beteilige mich an Unternehmen (durch den Kauf ihrer Aktien) und spekuliere damit nicht auf Kursgewinne, sondern auf Wertzuwächse. Diesem Investmentansatz widerspricht das Konstrukt Zertifikat.

      MeineEmpfehlungsliste könnte man auch als Watchlist bezeichnen; es sind die Werte, mit denen ich mich beschäftige und die ich hier im Blog vorgestellt habe. Wenn dann noch die Bewertung passt, nehme ich solche Werte ggf. auf die Empfehlungsliste.

      Der zweite Aspekt ist, über diese Liste die Entwicklung der langfristigen Investments zu dokumentieren.

      Bzgl. der Gewichtung ist es schon so, dass ich in meinem Depot durchaus gewichte und auch ml umschichte. Das hat dann aber nichts mit den langfristigen Aussichten des Unternehmens zu tun, sondern eher mit kurzfristigen Aspekten - oder Geldmangel.

      Dass die Empfehlungsliste inzwischen relativ lang ist, liegt auch an der Vielzahl der darauf enthaltenen Beteiligungsgesellschaften und Asset Manager. Diese betrachte ich allerdings nicht wirklich als Einzelwerte was den Arbeitsaufwand angeht, sondern aufgrund der Ähnlichkeit des Geschäftsmodells kann ich hier mit geringerem Aufwand der Unternehmensentwicklung folgen. Buffett rät ja auch dazu, sich immer auch die Peergroup anzusehen, wenn man ein Unternehmen bewerten will und dazu gehört eben auch die Konkurrenzsituation und wie sich die anderen schlagen. Insofern entsteht mir hier nicht wirklich eine großer Mehraufwand.

      Und dann gibt es noch einen weiteren Aspekt: ich verfolge ja unterschiedliche Investmentansätze und diese finden sich alle auf der einen Empfehlungsliste wieder. Auch deshalb ist sie so lang und wurde von mir vor einiger Zeit in verschiedene Abschnitte unterteilt. Den Schwerpunkt bilden aber ganz klar Deutsche Nebenwerte und dazu zählen auch die Turnaroundspekulationen.

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  58. Volker Neumann30. Mai 2018 um 18:54

    Hallo
    Können Sie etwas zur Firma Neschen sagen?
    danke Volker

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    1. Ich bin mir nicht ganz sicher, in welche Richtung die Frage nach Neschen geht. Zur Neschen AG kann ich nichts beitragen, die habe ich seit dem Verkauf ihrer Vermögensgegenstände an Blue Cap nicht mehr auf dem Schirm.

      Und die Blue Cap-Tochter Neschen ist für Blue Cap ein wahrer Glücksgriff. Man hatte vor zweieinhalb Jahren rund 16 Mio.€ bezahlt und bei Vorlage der 2017er Geschäftsberichts hat Blue Cap erstmals eine NAV-Berechnung veröffentlicht. Dabei wurde Neschen mit rund 65 Mio. € angesetzt, was also rund einer Vervierfachung innerhalb von 18 Monaten entspricht. Und auch operativ läuft es bei Neschen rund; 2018 will man um 5% wachsen bei einer angepeilten EBIT-Marge von 10%.

      Als Blue Cap-Aktionär bin ich äußerst zufrieden mit dem Zukauf und denke, auch der jüngste Neuerwerb von Dr. Hannspeter Schubert, die Knauer-Uniplast-Gruppe, dürfte ähnliche Potenziale aufweisen. Ich sehe den fairen Wert von Blue Cap aktuell bei über 30€ und wenn der nächste Zukauf klappt (und auch nur annähernd so lukrativ zu werden verspricht), dann strebt der Kurs bald Richtung 35€. Wäre Blue Cap nicht bereits meine größte Position (naja, Freitag hat sich Navigator Equity Solutions mit dem 11,5-Prozent-Sprung um genau 20€ (!) an Blue Cap vorbei geschoben), dann würde ich Blue Cap auf diesem Niveau bei gut 25€ weiter aufstocken.

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  59. Hallo Michael,

    erstmal Vielen Dank für Deinen Blog. Ich finde die Beiträge sehr inspirierend, vor allem wo wir keine einheitliche Meinung haben.

    Nun zu meiner Frage: Warum hälst du Texas Pacific Land für so einen aussichtsreichen Wert? Die Story mit höheren Fracking und Water Management Umsätzen ist plausibel, allerdings finde ich im Netz kaum Zahlen dazu. Wie sieht es mit KGV, NAV, Cashflows und Wachstum aus? Lediglich auf seeking Alpha ist ein Artikel vom 4.4.2018 der den Annual Report zitiert und diverse Kennzahlen nennt. Eine Analyste von einem prof. Analysten finde ich nicht (auch nicht auf Englisch).

    Warum hälst Du die Aktie für einen so starken Wachstumswert? Warum kaufst Du sie jetzt? Deine Meinung würde mich sehr interessieren, da ich hier auch mit einem Kauf liebäugele. Aber das phämonale Wachstum der Aktie ist für mich nicht erklärbar....

    PS: Was du in deinem Blog nicht erwähnt hast, ist das Aktienrückkaufprogramm. So wurden insgesamt schon rund 26 % der Anteile zurückgekauft (Quelle wikipedia)....

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    1. Moin Christoph,
      ist ja nicht so, dass ich Fragen nicht beantworte, auch wenn's manchmal etwas länger dauert. ;-)

      Zu Texas Pacific Land Trust habe ich heute einen sehr ausführlichen Artikel verfasst und ich hoffe, dass ich mit diesem viele Deiner Fragen beantworten konnte.

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    2. Guten Morgen Michael,

      kein Problem, dein Blogeintrag zu Texax Pacific Land ist dafür sehr umfangreich & aussagekräftig. Vielen Dank dafür. Wie gesagt, ich finde das Unternehmen auch sehr interessant, allerdings ist ein KGV von 50 für so einen Wert eine Hausnummer. Ich habe den Wert auf meiner Watchlist und werde bei einem Kursrücksetzer (sofern es in den gibt) ordern.

      Für unser gemeinsamer Invest bei mVise drücke ich uns die Daumen - zur HV nach Düsseldorf werde ich aber wohl nicht gehen (dafür ist dann mein Anteil an der Gesellschaft zu klein, noch :-) )

      Viele Grüße aus dem Süden der Republik

      Christoph

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  60. Hallo Michael,
    ich bin auf https://www.gbl.be/en gestossen. Die Aktie handelt deutlich unter dem NAV von 120 Euro. Finde die Strategie sehr überzeugend: https://www.gbl.be/en/strategy. Warum hat der Markt hier so ein großes Misstrauen, dass die Aktie mit einem Abschlag von über 25% gehandelt wird?

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    1. Ich nerve noch 1x letztes Mal, keine Meinung hierzu? Cheers

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    2. Die Groupe Bruxelles Lambert habe ich nicht auf dem Schirm und ich kann deren Business auch nicht wirklich bewerten.

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  61. Hallo Michael,
    wie Denkst du über die jetzigen Strafzölle im Bezug auf die Aufnahme in die Empfehlungsliste 18.05.2018 Aufnahme MS Industrie AG? Kann durch die US-Strafzölle hier eine Auswirkung in's Negative geschehen? MS Beteiligungen arbeiten Schwerpunktmäßig mit Stahl, ...., da sind die Strafzölle meines Erachtens Gift

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    1. Importzölle auf Stahl bedeuten aber doch, dass die (deutschen/europäischen) Stahlexporteure bei Einfuhren von Stahl in die USA belastet werden. MS Industrie fertigt in Deutschland und exportiert ggf. die fertigen Produkte in die USA. Insofern sind sie nicht direkt betroffen. Eher könnten sich die US-Strafzölle positiv für MS Industrie auswirken, wenn nämlich die Stahlunternehmen aus Deutschland, Europa und China nicht mehr in den USA verkaufen können (da durch die Zölle nicht mehr konkurrenzfähig), schwappt das Überangebot auf die anderen Märkte und rückt dort die Preise. Gut für die Stahlkäufer...

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  62. Hallo Michael,
    wie siehst du die Firma Homes & Holiday? Ich finde das Geschäftsmodell langfristig sehr interessant aber ob sie den von dir sogenannten "Burggraben" besitzen kann ich nicht richtig einschätzen. Der Break even scheint ja aber kurz bevor zu stehen...
    Danke.
    Viele Grüße, Basti

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    1. Moin Basti,
      Ferienwohnungen in Spanien ist nicht mein Interessengebiet und ich habe auch keinerlei Kompetenz bzgl. des spanischen Immobilienmarktes. Ich kann daher zu dem Wert nichts sagen. Viellicht bringt Dir aber dieser Artikel von Gereon Kruse zu Homes & Holidays etwas?

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  63. Guten Abend Michael,
    Hast Du eigentlich nochmal bei der jdc group nochmal nachgelegt?
    Der Kurs ist ja ziemlich abgestürzt die letzten Monate.
    Woran liegt es deiner Meinung nach?

    Vielen Dank im voraus.

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    1. Ich denke, der Rücksetzer bei JDC Group hat zwei Gründe:

      1. Das Unternehmen hat zwar gute Zahlen geliefert, aber man hatte Ende 2017 die Erwartungen geschürt, es würden weitere Big Deals ala Lufthansa/Albatros unmittelbar folgen. Bisher aber Fehlanzeige.

      2. JDC hat irgendwas mit Blockchain/Kryptozeugs angekündigt und das hatte zum Jahresanfang einen absoluten Hype. Diese ganze heiße Luft wurde nun wieder abgelassen. Zu Recht!

      Bei 7 Euro finde ich die Aktie wieder richtig spannend...

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  64. Hallo Michael, wie sollte man jetzt aus deiner Sicht bei deiner Genworth Spekulation verfahren....jetzt verkaufen? oder das Angebot abwarten (wann kommt das?) oder die Aktie halten?....Danke für deinen Blog und deine damit verbundene Mühe.

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    1. Aus meiner Sicht war für GNW die Genehmigung der CFIUS die größte Hürde, daher gehe ich nun mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Erfolg der Übernahme aus. Das bedeutet, dass uns Aktionären bald 5,43$ je Aktie als Abfindung winken. Folgt man diesem Ansatz, sieht man rund 15% sicherer Rendite ins Auge auf Sicht von ein paar Monaten.

      Der Markt priest wohl die Unsicherheit bzgl. der noch ausstehenden Genehmigung aus Delaware höher ein, daher bekommt man die Aktien nach wie vor mit diesem Abschlag über die Börse. Wer Angst hat, dass der Deal noch scheitert und davon ausgeht, dass dann der Aktienkurs deutlich einbrechen würde, der kann/sollte jetzt verkaufen.

      Diese Entscheidung kann ich aber niemandem abnehmen, die muss jeder für sich selber treffen...

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  65. Hallo Michael,
    Wie immer verfolge ich mit Interesse Deine Empfehlungen. Aber denkst Du nicht, MPC sollte mal 'runter von Deiner Liste? Oder glaubst Du, dass der Kurs sich wieder erholen wird?

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    1. Moin Lukas,
      der Kursverlauf bei MPC Capital ist enttäuschend, ohne Frage. Ich muss für mich feststellen, dass ich zu spät/zu teuer in meine damalige Turnaroundspekulation eingestiegen bin, daher liege ich mit MPC Capital rund 20% im Minus.

      Für die künftige Entwicklung (und den Verbleib auf meiner Empfehlungsliste) ist aber ja nicht zuvorderst die bisherige Kursentwicklung maßgeblich, sondern die weiteren geschäftlichen Aussichten. Negativ schlagen da drei Faktoren zu Buche: die fortgesetzten negativen Berichte/Entwicklungen bei den Uraltfonds (insbesondere Schiffe), die mehrfachen deutlichen Kapitalerhöhungen und die verhaltenen Zahlen zu Q1. Positiv ist die jetzt erreichte Eigenkapitalquote von über 81%, die Erfolge beim Aufbau der NPL-Flotte (Oslo) bei steigenden Frachtraten, die Erfolge bei Immobilien (Cairn und Staytoo) und die Aussicht auf eine Umsatzbelebung im zweiten Halbjahr mit überproportionaler Ergebnisentwicklung.

      Insgesamt läuft der Bereich der Asset Manager (also auch Ernst Russ oder Corstate Capital und Patrizia) seit Monaten der Börse deutlich hinterher. Hätte ich MPC Capital nicht bereits auf der Empfehlungsliste, würde ich heute auf diesem Niveau wohl einen Einstieg wagen...

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    2. Corestate, da sagst Du was... ich hoffe nur dass sich der Kurs erholen wird, denn zur Zeit ist meine Position im Minus. Verkaufen will ich nicht, denn ich kann eigentlich keine schlechten Nachrichten sehen und die Dividende ist sehr okay - fuer mich steuerfrei, da Luxemburg - da warte ich, bis der Markt reagiert - falls nicht ein Handelskrieg in all unsere Depots hineinregnen wird.

      Was MPC Capital angeht: mir gefaellt deren Geschaeftsmodell nicht: Schiffahrt, Immobilien, Windparks - nichts halbes und nichts ganzes. Schiffahrt wird wieder, das stimmt schon, doch da halte ich andere Werte fuer besser (ich bin in Seaspan und Knot Offshore Partners investiert). Die Immobilien: ich habe jetzt nicht bei MPC 'reingeschaut, aber ich erinnere mich, dass die Mikro-Apartments puschen - trendy, ja, aber ich halte deren Management fuer aufwaendig: Haeufige Mieterwechsel, starke Abnutzung. Und alternative Energie: PNE ist sehr guenstig zu Zeit, sowie etwa die kanadische Firma Transalta Renewables. All diese Firmen zahle auch Dividende, waehrend man bei MPC eher zur Kasse gebeten wird.

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  66. Hallo Michael,

    ich bin heute das erste Mal bei Dir auf der Seite und wälze mich hier schon geraume Zeit durch die Beiträge. Wirklich klasse! Mein aufrichtigen Glückwunsch zu dieser fantastischen Informationsquelle!

    Nachdem ich in den vergangenen zwanzig Jahren als Kleinanleger so ziemlich jeden Fehler gemacht habe (Stichwort: Buy the Top am Neuen Markt und unlängst bei Krypotwährungen), scheint es allmählich Zeit zu sein für eine gemäßigtere (und intelligentere) Investmentalternative. Könntest Du mir sagen, wie Du zu ETFs stehst? Insbesondere im Vergleich zu Value Investing? Habe hier gerade die Neuauflage des "Kommer"s liegen und ein Absatz beschäftigt sich u.a. auch mit Warren Buffet, der - so zumindest Kommer -, es auch nicht nachhaltig und über eine längere Zeit geschafft hat, den Markt zu schlagen.

    Vielen Dank! Sven!

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    1. Moin Sven,
      Buffett hat über Jahrzehnte den Markt geschlagen. In den letzten Jahren fällt ihm das allerdings immer schwerer, weil er mit seiner Investmentholding so viel Geld angehäuft hat, dass er kaum noch lohnende Investments findet: er kann quasi nur noch die ganz großen jagen, was seine Möglichkeiten erheblich eingeschränkt. Und auch bei diesen machen ihn staatlichen Regulierungen immer öfter eine Strich durch die Rechnung. So kann im Versicherungsbereich nicht mehr ganz frei agieren, weil Berkshire Hathaway ansonsten die Einstufung als systemrelevant droht und dies erhebliche negative Auswirkungen auf sein Geschäft hätte. Ebenso muss er seinen Anteil bei Wells Fargo immer wieder mal reduzieren, weil er hier nicht über 10% kommen darf - das selbe Problem hat er seit Neustem bei Philipps 66. Da die Firmen massiv Aktien zurückkaufen, steigt Buffetts Anteil immer weiter an - und dann muss er Teilverkäufe vornehmen, weil er die 10% nicht überschreiten darf. Auch dies schränkt seine Handlungsoptionen ein.

      Konsequentes Value Investing schneidet langfristig besser ab als der Marktdurchschnitt. Allerdings schaffen es nur wenige Anleger, wirklich den langfristigen, unaufgeregten und wenig aktiven Ansatz zu befolgen. Daher ist es für Anfänger und Hobbyanleger wohl besser, auf preiswerte ETFs zu setzen, um einfach querbeet an der Börse investiert zu sein und die langfristige Rendite von 8 bis 9 Prozent einzufahren. Übrigens... Buffetts durchschnittliche Rendite über 60 Jahre gesehen liegt bei knapp unter 20 Prozent. So viel zum Thema Outperformance... ;-)

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  67. Uebrigens, noch was anderes: was haelst Du vom neuen AT&T (nach der Akquisition von Time Warner)?

    Schuldenberg, Kurs im Keller - ich sehe da ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhaeltnis und eine der vielversprechendsten Investment Stories die es zur Zeit gibt.

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