Montag, 21. November 2011

▶ Eure Fragen / Anregungen / Kritik

Hier könnt ihr mir eure Fragen stellen zu einzelnen Aktien und Verbesserungs- oder Änderungswünsche sowie Kritik loswerden.


Stellt bitte hier alle Fragen zu Aktienwerten, die nicht direkt mit einem Thema in einem Artikel zu tun haben. Also auch zu (noch) nicht hier im Blog besprochenen Aktien oder zu allgemeinen Themen rund um die Themen Geld, Aktien und Börse.

Ich freue mich darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen, denn dieses Blog lebt nicht nur durch meine Beiträge und Meinungen, sondern vor allem auch durch euren Input. Also, legt einfach los...

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    ich bin mir nicht sicher, ob ich hier jetzt richtig gelandet bin, aber ich versuche es einfach mal an dieser Stelle. Du hast Dich früher ziemlich verhalten geäußert zum den Aussichten im Immobiliensektor, dann aber eine zeitlang auch Immobilienwerte hier in Deinem Blog vorgestellt. Wenn ich mich recht entsinne, hat es mit WCM angefangen. Inzwischen liest man immer häufiger von einer Blase am Immobilienmarkt und dass steigende Zinsen für die Immobilienwerte Gift seien. Siehst Du hier einen größeren Korrekturbedarf und wenn ja ab wann rechnest Du damit? Welche Auswirkungen wird das auf die Kurse haben und sollte man vielleicht schon jetzt lieber die Reißleine ziehen und die Gewinne realisieren?

    Danke für die ganze Mühe, die Du hier mit Deinem Blog gibst und für die viele Zeit, die Du hier investierst. Du hast meine größten Respekt dafür, vor allem, weil Du uns Dein Wissen und Deine Ideen auch noch kostenlos zur Verfügung stellst. Danke!

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    1. Ich denke, dass es im Immobiliensektor durchaus Übertreibungen gibt, allerdings nicht flächendeckend. Während es in den Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart schon unbezahlbare Preise und Mieten gibt, sind Eigenheime und Mietobjekte in ländlicheren Regionen kaum oder nur mit erheblichem Wertverlust zu verkaufen. Es gibt in Deutschland nicht zu wenig Wohnraum und auch nicht zu wenig bezahlbare Wohnungen - sie liegen nur nicht unbedingt dort, wo alle hinziehen und wohnen wollen. So gesehen könnten Bestandshalter von B- und C-Lagen künftig Probleme bekommen, weil sie immer häufiger und länger mit Leerstand zu kämpfen haben werden. Und sollten irgendwann die Zinsen wieder anfangen zu steigen, kann sich die zu großen Problemen auswachsen: sinkende Mieteinnahmen und steigende Zinslasten.

      Und da sind wir schon bei den Zinsen. Anders als in den USA; wo wir uns auf mehrere Zinsanhebungen in diesem Jahr einstellen müssen, wird es in der Eurozone in absehbarer Zeit noch keine Zinsanhebungen geben. Zwar phrasisieren einige Gazetten von steigender Inflationsrate, aber die Kernrate (ohne Energie) dümpelt weiter vor sich hin. Und der Teurungseffekt durch die gestiegenen Energiepreise wirkt nur in diesem Jahr und auch nur in den ersten und den letzten Monaten des Jahres, denn nur in diesen Monaten waren die Energiepreise im letzten Jahr deutlich niedriger. Der Teurungseffekt verpufft also bereits in wenigen Wochen und damit der Grund für die EZB, die Zinsen in der Eurozone anzuheben. Denn eigentlich liegt die Konjunktur noch am Boden und auch die Regierungen sind froh, wenn sie sich weiterhin so günstig verschulden können.

      In den nächsten ein, zwei Jahren dürften die Zinsen in Euroland weiter niedrig bleiben. Das bedeutet weitere Probleme für die Banken und die Versicherungen, positive Effekte für die Immobilienwirtschaft und die Unternehmen, die sich günstig ver- oder umschulden können, und natürlich für die Asset-Manager, denen Anleger auf der Suche nach auskömmlichen Renditen immer mehr Geld anvertrauen.

      Auf Sicht der nächsten 12 bis 24 Monate sollten also Aktien von u.a. Immobilienwerten, Asset-Managern, Beteiligungsunternehmen und Finanzinvestoren gute Bedingungen vorfinden. Und die aussichtsreichsten von ihnen finden sich auf meiner Empfehlungsliste.

      Also, Marco, Du bist hier mit Deiner Frage genau richtig gelandet, genau dafür ist dieser Strang gedacht. Und vielen Dank für die netten, lobenden Worte. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

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  2. Hallo Michael, ich lese Deine fundierten Informationen sehr gern und lasse mich auch davon inspirieren. Beispielsweise Blue Cap, einer Deiner Aktien, welche Du auch im Musterportfolio aufführst. Nun meine Frage, was Du aktuell von der Firma SHS Viveon AG hältst und insbesondere davon, dass dieses Unternehmen möglicherweise dieses Jahr den Turn-Around und im kommenden Jahr einen deutlich positiven nachhaltigen Jahresüberschuss erzielen wird. Wie würdest Du aktuell diese Aktie einwerten, da im Forum von Finanzen.net diese Aktie als attraktiv herausgestellt wurde.
    Vielen Dank für Deine Einschätzung und ein schönes Wochenende.

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    1. SHS Viveon habe ich immer mal wieder auf dem Radar, aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Unternehmen bisher nie. Die Bilanz ist eher konservativ aufgestellt, wenig aufgebläht. Von daher ist SHS eigentlich günstig bewertet. Andererseits haben sie fortgesetzt viel versprochen und wenig gehalten. Deshalb steht der Kurs, wo er steht. SHS hat immer tolle Perspektiven, aber sie kriegen die Power nicht auf die Straße. Wenn man jetzt einsteigt, dürfte man nur noch begrenztes Risiko nach unten haben beim Kurs. Allerdings braucht man Geduld und das Vertrauen in das Management, dass es dieses Mal wirklich besser wird mit den Kosteneinsparungen, der Neukundengewinnung und der Ausweitung der Margen. Und folglich höheren Gewinnen. Bisher ist davon noch nichts zu sehen, vielleicht zeigen die nächsten Zahlen eine Tendenz auf. Bis dahin dürfte im Kurs eher wenig passieren. Sollte SHS aber zur Abwechslung mal Positives liefern können, dann könnte der Kurs auch schnell anziehen...

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  3. Danke Dir. Sehe ich ähnlich - aber sollte es tatsächlich zu einem Turn-around im Unternehmen SHS Viveon kommen, so gehe ich davon aus, dass bei einer Aktienanzahl von ca. 2 Mio. Stücke eine recht schnelle Bewegung nach oben statt findet und man dann den "Zug" schon wieder verpasst hat, oder? Sollte es tatsächlich in 2018 zu einem Gewinn je Aktie von 1,00 EUR kommen, welches Kurs-Gewinn-Verhältnis gestehst Du dieser Aktie zu bzw. welches Aktienkursniveau würdest Du als Value-Investor auf Sicht der kommenden 12 Monate erwarten?
    Noch eine andere Frage dazu: Auf Xetra-Schlusskurs kommt es bei dieser Aktie immer wieder zu großen Briefseiten, welche aber tagsüber nicht zu sehen sind. Verkauft wird eigentlich auch nicht zu richtig (ich beobachte diese Aktie und das Orderbuch schon seit längerem!). Womit kann dies zusammen hängen? Wenn hier jemand verkaufen will, dann doch nicht nur in der Schluss-Auktion von Xetra, oder? By the Way: wie würdest Du, wenn Du Übernahmeinteresse hättest, ein derart niedrig kapitalisiertes Unternehmen übernehmen bzw. dich großteilig daran beteiligen? Den Aktienkurs möglichst über einen Zeitraum von bspw. 3 Monaten niedrig halten und dann ein Übernahmeangebot mit Aufschlag von bspw. 30% ankündigen und darauf hoffen, dass dann einige genervt dieses Angebot annehmen? Oder wie geht ein Großinvestor mit Übernahme-Plänen bei Kleinunternehmen vor? DANKE Dir und einen schönen Sonntag!

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    1. Wie gesagt, sollte SHS Viveon seine Versprechen endlich mal einlösen können, kann es mit dem Kurs deutlich nach oben gehen und auch schnell. Als "zubilligbares" KGV könnte man dann das von Unternehmen der Peergroup heranziehen, das überwiegend deutlich höher liegt. Allerdings liefern diese Unternehmen ja auch zumeist schon länger überzeugende zahlen und der Markt ist momentan ohnehin überdurchschnittlich hoch bewertet. Deshalb würde ich SHS eher im unteren Drittel der Peer-KGVs ansiedeln. Bis sie mehrmals hintereinander ihre Prognosen und versprechen eingehalten und sich zu einem verlässlichen Ablieferer entwickelt haben.

      Zu Deinen anderen Überlegungen kann ich Dir leider gar nichts sagen. Ich habe noch nie versucht, eine börsennotierte Firma komplett zu übernehmen und kann Dir daher auch nicht sagen, wie man das am schlausten anstellt. Dazu benötigt man Rechtsexperten, um die vielen gesetzlichen Fallstricke zu umgehen und natürlich auch Handelsexperten, weil man den Kurs und damit den Kaufpreis ja nicht selbst hochtreiben will. Auch zum "Verhalten" des Orderbuchs kann ich nichts Qualifiziertes beitragen. Ich finde es immer wieder interessant und teilweise sogar amüsant, wenn ich die Spekulationen zu dieser Kursdeutung lese. Das grenzt bisweilen an Verschwörungstheorien und Phantasterei. Wissen tut niemand etwas, aber alle/viele versuchen hier etwas herauszulesen. Ich wüsste nicht, wo das schon einmal wirklich gelungen wäre. Selbst wenn es am Ende zu einer Übernahme kommt, ist die Erklärung einzelner Orders im Nachhinein noch immer Kaffeesatzleserei. Nur dann eben auch nicht mehr relevant.

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    2. SMC Research hat übrigens das Coverage für SHS Viveon aufgenommen und sieht hier "eine attraktive Turnaround-Story". Das Rating lautet BUY und das Kursziel €10,30. Upside-Potenzial wäre demnach gut 130%.

      Wenn SHS (endlich) seine Prognosen einhalten und seine PS auf die Straße bringen kann, könnte der Kurs durchaus in diese Richtung laufen. Wir werden es anhand der 2017er-Zahlen quartalsweise abgleichen können, ob die Erwartungen auch erfüllt werden (können).

      zur Studie (PDF)

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  4. Hallo Herr Kissig,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihren Blog! Dank Ihnen konnte ich mich zu 30 € bei MBB einkaufen.

    Meine Frage nun:

    Wie sehen Sie die nächsten Tage?
    Es gibt sehr viele Ungewissheiten. FED, Trump, Wahlen Frankreich und Niederlande.

    Da Sie Value Investor sind denke ich sie "verkaufen" nicht?

    MBB und Evotec sind in meinem Depot. Die Werte sind gut gelaufen. Ich habe leider auch Positionen die nicht so gut dastehen. Insgesamt ist die Performance aber positiv (ca. 20 % im Plus für 1 Jahr).
    Ich sehe das Potential das durch all die Ungewissheiten die Märkte erheblich abrutschen würden.
    Wie sehen Sie das? Würden Sie die Positionen verkaufen und abwarten, oder 50 % verkaufen?
    Wieviel Potential hat MBB / Evotec dieses Jahr noch? Evtl. sollte man die Position glatt stellen und wenn möglich später wieder einsteigen (überwiegen aktuell die Risiken?)
    Sie spielten ja mal mit dem ETF Short Dax? Haben Sie diesen weiter ausgebaut? Wie positionieren Sie sich für diese Interesannte Zeit und Woche?

    Vielen Dank,
    Hubertus

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    1. Mein Experiment mit den DAX-Puts ist grandios gescheitert und hat mir unter dem Strich einen fetten Verlust eingebracht. Das werde ich so also nicht wiederholen.

      Zuletzt haben die politischen Unwägbarkeiten immer wieder nur kurz Kursverluste gebracht, die dann aber schnell wieder aufgeholt wurden. Das ganze Jahr 2016 hindurch eigentlich. Ob Brexit-Votum oder Italien-Referendum oder US-Wahl, immer wurde ein Crash vorausgesagt und immer wieder nutze das unverzinslich herumliegende Cash die Möglichkeit, sich vergleichsweise günstig in Aktien einzukaufen. Und es gibt weiterhin weltweit viel Cash, das keine Renditen abwirft und auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten ist. Also selbst wenn in Frankreich oder den Niederlanden etwas Dummes geschieht, könnte sich auch dieses Mal der Spuk als kurzfristige Irritation herausstellen. Könnte. Andererseits könnte auch gar nichts Unerwartetes passieren.

      Letztlich weiß ich nicht, was passieren wird und was die Kurse daraus machen. Eine Cashquote von 10 bis 15 Prozent dürfte die beste Option sein, wenn man sich nicht am Market-Timing versuchen möchte. Und das liegt mir nicht nur nicht, sondern ich bin auch nicht gut darin. Also lasse ich es soweit möglich...

      Klar ist aber auch, dass es irgendwann wieder einen heftigen Kursrutsch geben wird. Das passiert alle paar Jahre, daher liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder passiert, bei nahezu 100%. Die Frage ist nur, wann der Crash kommt. Das steht nämlich nicht fest. Und zwischen den Crashs lässt sich immer hervorragend Geld verdienen. Aber eben nur, wenn man an der Börse investiert ist. Wer nur immer auf den Crash wartet, verdient am Ende gar nichts.

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  5. Hallo Michael,

    ich bin auf dem Parket ein Neuling, habe in den letzten Monaten nicht zuletzt Dank deiner Hilfe bereits erfolgreich investiert. Vielen Dank hierfür und großen Respekt vor deiner Arbeit und Mühen!
    Nun zu meiner (wahrscheinlich banalen) Frage. Ich habe vor in Aumann (A2DAM0) zu investieren. Leider bleibt mir eine frühzeitige Zeichnung der Aktie verwährt. Jedoch gibt es bei meinem Broker auch jetzt schon die Aktie zu kaufen. Der aktuelle Kurs liegt ja bereits außerhalb der anvisierten Preisspanne.
    Ist es sinnvoll jetzt schon zum aktuellen Kurs verbindlich zu zeichnen? Natürlich unter der Erwartungshaltung das es am 24.3. zügig nach oben geht....

    Vielen Dank.

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    1. IPO's sind eine sehr risikobehaftete Sache. Generell gilt ein Unternehmen wird vorallem dann an die Börse gebracht wenn sich die Eigentümer sicher sind mehr dafür zu bekommen als es eigentlich wert ist - mindestens aber einen fairen Wert. Warum sollte man auch etwas unter fairen Wert verkaufen? Sprich du wirst hier kein Schnäppchen machen. Aumann ist schon jetzt alles andere als günstig bewertet.Die Kurse in den ersten paar Tagen werden bestimmt werden von Spekulanten und Emotionen. Wenn du spekulieren willst kannst das natürlich gerne machen. Bei Snap ging es am ersten Tag steil nach oben und danach die Tage 3 mal so steil nach unten.Mit investieren hat das allerdings nicht viel zu tun.Mein Tipp: Nimm dir ein paar Wochen Zeit und lern möglichst alles was es bzgl. dem Unternehmen zu lernen gibt und entscheide dann ob der Preis, der zu dem Zeitpunkt verlangt wird, angemessen ist.Ein Großteil der Unternehmen sacken in den Wochen/Monaten nach ihrem IPO aus Gründen der Überbewertung erstmal ordentlich ab (Ausnahmen gibts natuerlich auch), wenn es sich tatsächlich um ein Qualitätsunternehmen handelt ändert sich das aber wieder und der Kurs steigt. Ich werde Aumann ebenfalls beobachten.

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    2. MBB verkauft einen Teil seiner Aumann-Aktien, weil Aumann als separates Unternehmen besser wahrgenommen und auch die künftige Finanzierung des Wachstums leichter fallen wird. Natürlich wird so auch der Wert von Aumann besser sichtbar und folglich auch der Wert von MBB, die ja 53,6% an Aumann behalten werden.

      Auch wenn man im Vorfeld Aktien erwerben will, sollte man das nicht zu jedem Kurs machen. Im Aumann-Pre-IPO-Orderbuch bei Tradegate kann man die aktuell aufgerufenen Kurse einsehen. Der IPO-Preis dürfte am oberen Ende der Bookbuildingspanne liegen, also bei €43. Man kann natürlich versuchen, sich bei Tradegate schon Aktien für €43 bis €44 zu sichern, das wäre dann ja in etwa so, als würde man bei der Neuemission zum Zug kommen. Allerdings rate ich davon ab, die Aktien nur wegen möglicher Kursgewinne am ersten Handelstag zu kaufen/ordern. Wenn, dann sollte man sich langfristig an Aumann beteiligen wollen. Und da denke ich, dass der Kurs - auf mittlere und lange Sicht!!! - Potenzial bis deutlich über €50 hat. Wenn Aumann sein erwartetes Wachstum auch so umsetzen kann. Davon gehe ich allerdings aus und auch deshalb halte ich MBB weiterhin für ein hervorragendes Investment.

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  6. Guten Abend Herr Kissig,

    wie sehen Sie die aktuelle Situation bei Valeant durch den Verkauf von Bill Ackmann?

    MfG

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    1. Bill Ackmann war der größte Fan von Valeant. Er hat das Management allerdings auch zu immer wilderen Eskapaden bzgl. Übernahmen und Preisanhebungen gepusht, so dass er auch ein Teil des Problems war. An meinem Investmentcase hat sich durch seinen Ausstieg nichts verändert. Valeant bleibt eine risiko- und aussichtsreiche Turnaroundspekulation. Ich neige eher dazu, meine Position bei Kursen unter €10 aufzustocken.

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  7. Hallo Herr Kissig,

    zunächst vielen Dank für den interessanten und hilfreichen Blog! Toll ist es auch, dass man Fragen zu einzelnen Aktien stellen kann. Wie schätzen Sie denn momentan V. F. Corp ein? Halten Sie denn derzeitigen Kurs für einen guten Einstiegszeitpunkt? ich bin Anfang 30 und will mir Schritt für Schritt ein Dividendendepot aufbauen, vielleicht vereinzelt gespickt mit Wachstumswerten wie amazon. Habe bisher schon Werte wie Unilever, Pfizer, SAP, Novartis, Apple...

    Vielen Dank!

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    1. Das Outdoor-Unternehmen VF Corp. habe ich gar nicht auf dem Schirm. Christian Röhl von Dividenden-Adel hat aber Mitte Februar eine lesenswerte Einschätzung zum Unternehmen abgegeben (hier lesen).

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  8. Hallo Michael C.Kissig,

    Ich bin Lin 18 Jahre alt und seit knapp 4 Jahren beschäftige ich mit der Börse
    und habe während dieser Zeit tausende interessante Bücher und Geschäftsberichte gelesen um mein Wissensdurst zu stillen und natürlich auch um mich immer weiter zu verbessern und sehe das Investieren auch als ein Hobby, was wie du eben in einem Interview erwähnt hast, ein ziemlich einsames Hobby ist, da ich keinen in meiner Altersgruppe kenne, die sich dafür interessieren, die einzigen mit denen ich mich austauschen und kommunizieren kann sind Börsenhasen die schon in Ihren 70 bzw 80 Jahre sind was recht schade ist.
    Lustiger Weise war das Schicksal äußerst gnädig mit mir so brach gleich 4 Tage nach meinen ersten Investment mit echten Geld, die Krimkrise aus,da guckte ich blöd aus der Wäsche und durfte auch schon Lehrgeld bezahlen und lernen was das im Buch gestandene auch wirklich gemeint ist, und ich bereue die Erfahrung nicht, da ich mich dadurch nur noch mehr angestrengt habe um noch mehr wissen zu erlangen und so ein besserer Investor zu werden.
    Allerdings bin ich jetzt auf ein Unternehmen gestoßen, wo ich doch offene Fragen habe ob meine Kenntnisse ausreichend sind um diese richtig beurteilen zu können, da ich doch vergleichsweise wenig Kompetenzen/Kenntnisse im Immobilienaktien habe weswegen ich gerne fragen würde ob du Fehler meinerseits aufdecken kannst, die Ich in meiner Analyse übersehen habe.

    So los geht´s: Es handelt sich hierbei um die (Atrium European Real Estate/WKN:A0X963)einer Gesellschaft die vor allem in Osteuropa, sprich: Polen, Tschechien, Ungarn und Co. unter der Marke Atrium 60 Einkaufszentrum an Strategisch/Geografisch äußerst günstigen Gebieten Shoppingcenters in Größenordnung von 20000-77000m2 betreibt (Gesamtfläche in Besitz der Gesellschaft 1,1 Mio qm2) welches seinen Sitz in Jersey hat und 40 Prozent seiner Umsätze alleine mit finanzkräftige Partner wie Metro, Interspar, Zara, Mediamarkt nur um einige zu nennen lukriert, wobei es hierbei allesamt um Ankermieter mit langen Mietverträgen handelt.
    Meiner Meinung nach, einer der wenigen Immo Aktien die stark offensichtlich Unterbewertet sind die aber kaum Beachtung geschenkt wird, und ich kenne nicht den Grund, habe alle Geschäftsberichte von 2008-2016 Q3 gelesen und ich find einfach nix was diese Bewertung rechtfertigt.

    Meine Kalkulation ist einfach.

    1)Knapp 7% Kapitalrückführung was einer Dividende von 0.27€ Pro Aktie (Kurs 3,77-3,85) enspricht.

    2)Schätzwert der Bestandsimmobilien In höhe von 2,624 Mrd Euro/ Börsenwert aber nur 1,43 Mrd €. (NAV nach EPRA = 2,087Mrd €)

    3)Summe Vermögenwerte 3,171Mrd€ dem gegenüber stehen 1,145 Mrd€ an Schulden/Verbindlichkeiten , wenn man die 25 Mio€ Rückstellungen vorweg lässt.

    4)3,121-1,145=1,976Mrd€ So viel wäre eigentlich der gerechte Richtwert des Unternehmens was einen Wert von 5,253€ pro Aktien entspricht und aktuell steht allerdings nur 3,86 auf den Kurszettel, was einer 36% Unterbewertung des Werts entspricht.
    Ja und Nettogewinn nach Steuern wird schätz ich mal bei 120Mio € liegen für das Jahr 2016, wobei sowieso bei Ariva oder andere Seiten nur ein geringe Gewinn oder gar Verlust auszuweisen ist, da diese Überschussrechner sind und fleißig Kapital rückführen, während es bilanziell tiefrot aussieht.

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    1. Moin Lin,
      toll, dass Du Dich in so jungen Jahren schon für Aktien und die Börse interessierst und Dich so tief in die Materie einliest!

      Was Atrium Real Estate angeht, kann ich leider nicht so viel zur Bewertung und den Aussichten sagen, weil ich den Wert nicht auf dem Schirm habe. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil er in Einkaufszentren investiert. Hier sehe ich mittel- aber vor allem langfristig erhebliche Risiken, weil der Onlinehandel - allen voran Amazon - das Geschäftsmodell zerstört. Das betrifft nicht nur die Innenstädte und kleine Läden, sondern zunehmend auch Einkaufszentren. Man braucht nur mal auf die Modebranche zu schauen, da verdienen nur noch wenige Unternehmen wirklich Geld. Die meisten gehen am Stock. In Einkaufszentren sind aber viele verschiedene Modekonzerne präsent, das wird absehbar zu erhöhten Leerständen führen. Und wer soll da nachrücken? Ob Schmuck, ob Lebensmittel, sie alle haben mit sinkenden Umsätzen bzw. der Onlinekonkurrenz zu kämpfen. Daher sehe ich Einkaufszentren nicht als langfristig aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten (mehr) an. Und folglich schaue ich mir auch entsprechende Unternehmen nicht an, ob hier möglicherweise eine aktuelle Unterbewertung vorliegen könnte.

      Vielleicht ist mein Artikel zu Amazon aus dem Oktober ja auch interessant? Da habe ich viel zu deren disruptiven Geschäftsmodell geschrieben: "Enttäuschung? Nein! Bei Amazon kauft jeder ein. Auch ich...".

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  9. Ah vergessen, du fragst bestimmt warum 2,634Mr € plötzlich auf 3,171 springen.
    Nun der Grund liegt an den Grundstücken die einen Wert von 308 Million € haben und paar Immos die grad zur Verkauf vorgehalten werden und noch Geldbestände, zumindest wenn ich es richtig verstanden habe.

    Grüße Lin

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  10. Vielen Dank, war ein äußerst interessanter Aspekt die ich nicht auf den Radar hatte, da ich mehr auf die Bilanz und Substanz geachteter hatte, und nach meines Wissens sind 35-40% der Flächen an Modeketten vermietet, die wie du angemerkt hast auf kurz oder lang stark unter Konkurrenzdruck kommen werden/müssen.
    Doch ich hätte eine interessante Frage wenn du dich zwischen Alibaba und Amazon entscheiden müsstest, welchen würdest du Vorrang geben? Anregungen, Meinungen, Schwächen der beiden, alles ist willkommen.
    Ich selbst habe keiner der genannten Unternehmen, da ich diese Konzerne nie wirklich mit normalen Maßstäben bewerten konnte. Und das IPO von Alibaba kam sowieso Anfangs nie in Frage, da bei einem IPO das einzige Mal ist wo das Unternehmen die Oberhand haben, welche durch Zeitungen und Fake/Fantasyanalysen der finanziell verwickelten Banken hochgepusht werden, doch nichtsdestotrotz, interessante Unternehmen mit guten geschäftsmodellen. Und ich denke, das ich nach 2 Jahren mich langsam damit auseinandersetzen sollte.

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    1. Klare Antwort: Amazon. Weil ich Amazon für sehr aussichtsreich halte und Alibaba für mich ein No-Go ist. Völlig undurchsichtiges Firmengeflecht, man ist nicht mal an dem wirklichen Unternehmen beteiligt, sondern an einer Scheinkonstruktion und nicht alle Aktien haben das gleiche Stimmgewicht. Ich empfehle zur Lektüre mal zwei Artikel zu damaligen Börsengang. Die könnten zu weiteren Recherchen anregen, wenn man denn unbedingt sein Geld in diese Black Box investieren möchte.

      > Muddy Waters-Experte Carson Block: „Alibaba könnte Investoren über´s Ohr hauen“
      > Alibaba und die „27 Räuber“: Börsengang als legale Kapitalflucht-Aktion?

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  11. Hallo Michael,

    Eine kurze Frage an dich.Ich gehe aufgrund deiner Empfehlungsliste davon aus, dass du einigermaßen diversifiziert bist, sprich 30-50 Positionen hälst? (Korrigiere mich wenn ich falsch liege). Buffet hat einmal gesagt er hält es für unnötig mehr als 6 Aktien gleichzeitig zu halten, sofern man sich mit diesen 6 Unternehmen ausgezeichnet auskennt.Zu meiner Frage: Glaubst du deine Performance wäre besser oder schlechter wenn du durchweg ein sehr konzentriertes Portoflio halten würdest. Sprich nur in deine jeweils 6 besten Ideen (besten Ideen zum Zeitpunkt des Investierens) investieren würdest und beim Entecken eines neuen und viel versprechenden Investments die schlechteste dieser 6 Aktien für die Neue rausschmeißen würdest? Freue mich auf deine Antwort.

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    1. Ich habe nicht alle Werte von der Empfehlungsliste in meinem Depot. Mein Depot sieht ein bisschen aus wie bei Buffett: ich habe vier deutlich übergewichtete Ankerinvestments so um und bei 10% Depotanteil (Aurelius, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, MBB), dann einige mittelgroße Positionen um die 7% und eine ganze Reihe von kleineren Positionen. Insbesondere Turnaroundspekulationen sind zumeist kleine Positionen.

      Bei den kleineren Positionen wechsle ich auch schon mal aus, je nachdem wie ich die kurzfristigen Erwartungen einschätze. Und bei meinen Ankerinvestments trade ich bisweilen kleinere Anteile (bis zu 10% der jeweiligen Position), wenn der Wert eine volatile Phase hat. Eine zeitlang war das besonders Aurelius, nun eher DRAG und vor allem MBB. Gerade bei MBB nutze ich seit Wochen die Schwankungen zwischen €90 und €85 aus und handele 10% meines Bestands.

      Ich muss dazu sagen, dass ich meine Aktien alle in einer GmbH halte und somit die Kursgewinne ganz anders besteuert werden (niedriger) als bei Priavtanlegern. Und ich habe ein Depotmodell, bei dem ich übers Jahr verteilt 1,25% Depotgebühren zahlen, dafür aber keine Transaktionskosten; lediglich Börsenspesen (also bei den Regionalbörsen). Insofern sollte man hieraus keine nachzuahmende Handlungsweise ableiten.

      Und, bevor die Frage (wieder) kommt: ich empfehle nicht, für seine Aktienanlagen eine GmbH zu gründen. Bei mir gab/gibt es eine bestimmte Konstellation, weshalb ich diesen Weg für mich als den zielführendsten erkannt und gewählt habe. Ist keine Blaupause für andere.

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  12. Guten Abend Michael,

    Hast du dir schonmal DEMIRE DEUTSCHE MITTELSTAND REAL ESTATE genauer angesehen?
    Über deine Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

    Ps. großes Lob an deine Arbeit hier.

    MfG

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    1. DEMIRE bewegt sich in einem interessanten Umfeld und profitiert wie viele andere Immobilienunternehmen von den Niedrigzinsen. Seit der Übernahme von FAIR VALUE hat man eine etwas (zu) hohe Verschuldung, die man abbaut - auch durch den Verzicht auf Dividendenausschüttungen. FAIR VALUE war früher ein REIT, also auf hohe Ausschüttungen programmiert. Daher haben wohl nicht wenige Alt-Aktionäre ihre Aktien nach der Übernahme von DEMIRE verkauft und das hat zunächst den Kurs gedrückt. Ähnlich wie bei WCM wird das künftige Wachstum über Kapitalerhöhungen zu finanzieren sein und es ist nicht abzuschätzen, wie die Anleger auf derartige Maßnahmen reagieren werden. Da es sich bei den Gewerbeimmobilien überwiegend um B-Lagen handelt, ist das Risiko erhöht. Nicht nur in einem Wirtschaftsabschwung können hier Risiken entstehen, sondern auch bereits durch den den Online-Handel und große Ladenketten, die sich entweder ohne Ladengeschäfte oder durch das Drängen in die A-Lagen ausbreiten. B-Lagen in B-Städten kommen hier schnell(er) unter die Räder, daher ist die Auswahl bzw. die Lage umso wichtiger. Ob DEMIRE sich hier besser schlagen kann, als andere Immo-Werte, bleibt abzuwarten. Ich denke, man kann hier relativ sicher Geld investieren, aber eine deutliche Outperformance ggü. anderen Immo-Werten erwarte ich nach aktuellem Kenntnisstand bei DEMIRE nicht.

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    2. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
      Wie immer sehr informativ und erklärend.

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  13. Hallo Michael,

    hast Du eine Ahnung, was mit Publity los ist? Deren Kurs ist ja gerade ziemlich gefallen, und ich finde keine Erklärung dafür.

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    1. Mir sind keine News/Infos bekannt, die einen solchen Kurseinbruch bei Publity rechtfertigen. Natürlich gibt es jetzt wieder viele Deutungsversuche, weil jeder sich diesen Kurseinbruch erklären können will. Vermutlich ist es ganz profan: irgendjemand hat eine größere Anzahl von Aktien unlimitiert auf den Markt geschmissen, warum auch immer. Und in der Folge wurden dann weitere Stopps von anderen Anlegern gerissen. Nun liegt Verunsicherung in der Aktie, weil die Leute denken, irgendjemand muss doch mehr wissen als sie selbst. Nicht die Fakten machen den Kurs, sondern der Kurs suggeriert eine Faktenlage.

      Erst letzten Samstag habe ich hier im Blog einen passenden Artikel eingestellt: "Kaufe das Unternehmen, nicht die Aktie". Das habe ich gestern wieder getan und meinen Bestand aufgestockt. Dividendenrendite aktuell wieder über 8% - und zwar ein durch Gewinne im letzten Jahr mehr als verdienter Ausschüttungsbetrag von €2,80 je Aktie.

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    2. Und... wie ich gerade gesehen habe, ist Publity schon wieder gestiegen. Klar, Du has völlig recht, sowas wird der Grund gewesen sein.
      Und Deinen Artikel vom Samstag habe ich gelesen. Macht auch Sinn, selbst wenn ich versäumt habe, bei diesem Rücksetzer aufzustocken, weil ich mich eben gefragt habe, was los ist.

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  14. Beschäftigst du dich mit K+S, Michael? Ich war früher mal dort investiert und verfolge daher die Entwicklung. Meiner Meinung nach lässt sich die Lage auf die folgenden Punkte herrunterbrechen:

    - Produktion in DE / Einleitung in die Werra. Sollten dieses Jahr normale Wetterbedingungen vorherrschen sollte es nicht zu so starken Produktionsausfällen kommen wie letztes Jahr.
    - Legacy Projekt in Canada. Nach großen Anfangsinvestitionen und kleinen Unfällen scheint es dort jetzt endlich mit der Förderung loszugehen.
    - Salz läuft relativ stabil im Moment, da sie viele verschiedene Salzprodukte anbieten, sind sie hier vor größeren Risiken geschützt.
    - Dreh und Angelpunkt wird die Entwicklung des Kalipreises sein. Der ist in der letzten Zeit massiv gesunken, scheint aber seinen Boden gefunden zu haben. Ich habe aber leide nicht die Kompetenz eine intelligente Einschätzung zu der weiteren Entwicklung des Kalipreises zu machen.Laut IR-abteilung scheint sich die Lage aufzuhellen.

    Was denkst du ?

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    1. Düngemittel/Saatgut sind Wachstumsbranchen, weil die Weltbevölkerung weiter ansteigt und essen will/muss. K+S ist für mich aber kein geeignetes Unternehmen, weil die offene Flanke Umweltschäden latent ist und sich zu einem Horrorszenario auswachsen kann. Die Versalzung der Böden und des Grundwassers (evtl. wissentlich in Kauf genommen), könnten sogar den Fortbestand des Unternehmens infrage stellen. Ich will hier gar nicht Position beziehen oder einschätzen, ob und wie weit K+S verantwortlich ist und um welche Schäden es am Ende wirklich geht, aber für mich sind das Gründe genug, nicht in K+S zu investieren. Und dass der Kalimarkt darüber hinaus nur dann genug Geld abwirft, wenn das globale Kali-Kartell funktioniert und es nicht zu freier Preisgestaltung kommt, ist ein weiterer Grund für mich, hier nicht investieren zu wollen.

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  15. Hallo Michael,
    hast du schonmal ein Auge auf InVision AG geworfen?
    Die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 sehen recht vielversprechend aus und trotzdem fällt die Aktie.

    Vielen Dank im vorraus für deine Mühe.

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    1. Softwarelösungen für eLearning und den Personaleinsatz in Call-Centern kann ich als Geschäftsmodell nicht einschätzen. Daher fällt InVision bei mir durchs Raster. Die genannten Prognosen hat man erfüllt, jedoch am unteren Rand des Korridors. Euphorie löst das natürlich nicht aus.

      Dass anstelle von bisher genannten 42 neuen Mitarbeitern nun 180 eingestellt werden sollen, ist allerdings ein echtes Warnzeichen. Geht das schief, hat man ein erhebliches und dauerhaftes Kostenproblem am Hals. Klappt die Vertriebsoffensive in Übersee/Ausland, kann der Kurs wieder an alte Hochs ranlaufen. Kann ich aber überhaupt nicht einschätzen, wäre also wie Roulettespielen aus meiner Sicht, alles auf Rot. Oder Schwarz.

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  16. Hi Michael C. Kissig,

    ich habe in den letzten 2 Tagen deinen Block gründlich durchgestöbert, weswegen ich dir erst mal meinen großen Respekt/Lob aussprechen muss für das was du erschaffen hast,und dass es noch wirklich auch Analysten gib´s die den Value Prinzip verfolgen, eine Traffic-Record aufweisen und nicht wie die meisten Analysten mit Quartalszahlen, Charts und Kaffeesatzleserei herumballern die eh keinen interessiert.

    Während meines durchstöbern konnte ich viele deiner interessante Artikeln durchleuchten und eines der interessantesten Artikeln für mich persönlich war die Patrizia Immobilien Ag.

    Heute habe vor kurzem erst den 180.S Geschäftsbericht 2016 angeguckt und muss ehrlich gestehen das ich mich in das Geschäftsmodell von Patrizia Immobilien verliebt habe.
    Doch da ich eben kein Mensch bin der sattelsichere Kenntnisse im Bereich der Buchhaltung und Bewertung aufweisen kann bitte ich darum einige meiner persönlichen Erkenntnisse und Fragen zu beurteilen/korrigieren bzw hinzuzufügen.

    Los geht´s

    1)Patrizia Immobilien hat einen Operativen Gewinn (ohne Verkauf der Immobilien einberechnet versteht sich) von 72,2 Mio € erwirtschaftet.
    Doch wie viel % dessen (72,2Mio€) stammt rein aus dem AuM Geschäft und wie viel aus den übrigen Geschäftsfelder? Denn die wollen sich ja langfristig von allen Immobilien trennen und nur mehr Co-Investor bzw Asset Manager sein deren Volumen bald auf 20,6 Mrd kommt.
    Ich versteh ehrlich gesagt die Qualität und Zusammensetzung des operativen Gewinn von 72,2 mio nicht so wirklich.

    2)Wie viel Profit bring das AuM wenn es schätzungsweise eine Summe von 20,6 Mrd für 2017 einnimmt?
    Die haben ja noch Immobilienbestände und wenn die diese nun losschlagen, wir würde es sich auf den Operativen Gewinn auswirken?

    Meine jetzige Kalkulation ist folgender:
    Börsenwert 1,49 Mrd €/ eine Bilanzsumme von 993 Mio € wovon 244 Mio € Schulden, 440 Mio € Cash in der Kassa und der Rest 309 Mio € in Form von Immobilien und Beteiligungen da sind. Und wenn ich die Schulden mit den liquiden Mittel abzahle, komme ich auf einen Wert von 505 Mio € Firmenvermögen oder einen Buchwert von knapp 6,00€ pro Aktie, welche ohne weiteres in der Theorie liquidiert werden könnte. Heißt knapp 1 Mrd Euro Börsenwert ist an keinerlei real vorhandenes Vermögen gekoppelt sondern es handelt sich hierbei um die sogenannte Zuschlagsprämie wie Warren Buffett so sagt, auf firmen die sei es wegen Ihres Geschäftsmodells/Profitabilität, Qualität oder Preissetzungsmacht zu zahlen ist.
    Wenn ich diese 1,5 Mrd gegenüber den Gewinn in höhe von 72,2 Mio dividiere komme ich auf ein KGV von 20,6 und ist optisch wie du gesagt hast nicht billig, doch es geht eben auch um die AuM einnahmen was ja der Knackpunkt ist.
    Wenn ich so richtig verstanden habe, hat sich der operative Gewinn von 2014 mehr als verdoppelt und das rein dadurch, dass das AuM sich von 14,6 Mrd auf 16,6 Mrd erhöht hat.
    Doch auf der Webseite in der Ausblick für 2017 steht, dass es mit einem operativen Ergebnis von 65-75 Mio € für das Jahr 2017 gerechnet wird, was doch ziemlich für mich verwirrend ist.





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    1. Hallo Lin, wenn Du Dir die Company-Präsentation zum Conference Call vom 14. März ansiehst, wirst Du fündig (Seite 3, "Asset Management Fee Income" und dann die folgenden Seiten/Erläuterungen).

      Der erwartete Gewinn in 2017 ist ohne Immobilienverkäufe. Schaust Du Dir die Werte der vergangenen Jahre an, dann siehst Du, dass es in 2015 und 2016 exorbitant hohe Gewinne gab, eben weil Liegenschaften verkauft wurden. Vorher gab es das so nicht. Insofern ist 2017 ff. eher mit 2014, 2013 oder 2012 zu vergleichen. Und der Börsenkurs hatte 2016 nach oben übertrieben, weil er die Ergebnisse aus 2015 und 2016 in die Zukunft fortgeschrieben hat. Das geht so natürlich nicht.

      Aber... auch wenn der Fokus natürlich auf die nun wieder "normalen" und geringeren Jahresergebnisse zu richten ist, die aus dem operativen Geschäft stammen, wird es sporadisch noch zu hohen Einmalgewinnen kommen, wenn ältere Bestandsimmobilien verkauft werden. Diese sind, wie gesagt, bisher NICHT Bestandteil der Planungen und werden im Konkretisierungsfall das jeweilige Jahresergebnis raketengleich in die Höhe katapultieren. Aber eben einmalig, nicht als Dauerzustand. Ich hatte das in einem älteren Beitrag zu Patrizia mal mit dem neuen Geschäftsmodell bei den Softwarekonzernen Adobe und auch Microsoft verglichen. Aus den ehemaligen hohen Verkaufserlösen wurden niedrigere, aber stetige Lizenzeinnahmen. Das hat die ersten zwei, drei Jahre für Umsatz- und Gewinneinbrüche gesorgt, aber inzwischen verdienen die Konzerne mehr Geld als zuvor und die Einnahmen schwanken weniger. Genauso läuft es bei Patrizia, nur dass das Umstellen länger dauert, weil Immobilien nicht so schnell gehandelt werden können wie Software.

      Eine Anmerkung noch zum operativen Gewinn. Dieser besteht natürlich nicht nur aus den Fees, sondern auch aus Mieteinnahmen - denen die Kosten für die eigenen Immobilien gegenüberstehen. Wenn Patrizia eine solche eigene Liegenschaft verkauft, entfallen die hierauf anfallenden Kosten, aber auch Einnahmen - und somit der Gewinnanteil. Was den operativen Gewinn schmälert. Das wird erst dadurch wieder kompensiert, dass Patrizia neue AuM kreiert und hieraus Fees erzielt. Abgesehen von de einmaligen außerordentlichen Verkaufsgewinn.

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  17. Hallo Michael,

    ich beschäftige mich erst seit ca. einem Jahr mit Einzelaktien und möchte tiefer in diese Materie eintauchen. Kannst Du mir ein leicht verständliches Buch für Value Investing empfehlen? Welche Unternehmen aus Deiner Empfehlungsliste findest Du für ein Basisinvest derzeit besonders empfehlenswert?

    Besten Dank für Deine Mühe und die wirklich gelungene Website.

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    1. Einsteiger sollten sich in zwei Richtungen bilden: einerseits ein Verständnis für die Börse und für Unternehmen entwickeln, weil es mehr gibt als die nackten Zahlen. Und auf der anderen Seite muss man aber auch die Zahlen verstehen/interpretieren können. Erfolgreiches Investieren erfordert aus meiner Sicht beides.

      Als Einstiegsliteratur würde ich daher drei Bücher empfehlen:

      - "Der Börse einen Schritt voraus" von Peter Lynch
      - "Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie" von Robert G. Hagstrom
      - "Value Investing simplified" von Lawrence A. Cunnigham

      Das Buch von Lynch stammt aus 1990 und viele Beispiele betreffen Firmen, die es nicht mehr gibt oder Situationen, die man als junger Mensch eher in einem Geschichtsbuch vermuten würde. Aber... die Grundidee, das Verständnis für Unternehmen und Geschäftsmodelle, hat an Aktualität nichts verloren.

      Ich definiere "Basisinvest" jetzt mal als langweiliges Unternehmen, das stetig wächst und seine Gewinne absehbar ausbaut, Potenzial aufweist und das bei begrenztem Risiko. Risiko in Hinblick auf das Business und in zweiter Linie als Kursrückschlagpotenzial.

      - Bavaria
      - Blue Cap
      - Deutsche Beteiligung
      - DIC Asset
      - Ringmetall
      - Shareholder Value Beteiligungen
      - Technotrans
      - VTG
      - Berkshire Hathaway (USA)
      - Fairfax Financial (CAN)

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    2. Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich werde mir die empfohlenen Bücher besorgen und Deine Website weiterhin regelmäßig besuchen. Mit Deiner Definition von meinem "Basisinvest" hast Du ins schwarze getroffen.

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    3. Ich empfehle noch "Value Investing with the Masters" von Kirk Kazanjian. Hat mir sehr gut gefallen.Sind im prinzip 20 Interviews mit 20 erfolgreichen Valueinvestoren und am Ende gibts noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

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  18. Vielen Dank für die ausführliche Erklärung und die Präsentation, ist sehr ausführlich und beantwortet schon alles.

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  19. Lin Jun Shao19. März 2017 um 21:43
    Doch jetzt ist mir noch was eingefallen, nämlich handelt es sich hierbei unterm Strich /AuM/ ja um eine Dienstleistung, wie die eines Immobilienverwalters und es gibt´s wie bekanntlich viele in der Branche die das Selbe machen, so wie wahrscheinlich wäre es das die Konkurrenz einfach mal paar Kunden von Patrizia Ag entreißt? Auf mittel und langfristig gesehen? Was wäre deiner Meinung nach der Burggraben welches Patrizia innen hat um sich dagegen wappnen zu können? Oder ist diese Befürchtung meinerseits vielleicht ganz unbegründet?

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    1. Der Burggraben besteht in der Expertise. Patrizia ist seit vielen Jahren am Markt erfolgreich tätig und das auch schon für institutionelle Kunden, nicht nur mit Eigenbestand. Die Kunden wissen also, was sie bei Patrizia erwartet und was sie erwarten können. Wenn es um das Überlassen von Geld geht, ist Vertrauen ein ganz wesentliches Gut. Und Patrizia genießt das Vertrauen von immer Kunden, zunehmend auch von außerhalb Deutschlands. Dieses Vertrauen haben sie sich über lange Jahre verdient, das kann die Konkurrenz nicht einfach mal so nachbauen. Für mich ist das ein Asset, ein Burggraben. Auch die Deutsche Beteiligung hat so einen. Lloyd Fonds, MPC Capital, Ernst Russ - die müssen sich dieses Vertrauen erst noch wieder zurückholen.

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  20. Hallo Michael,

    bei meinen Kaufentscheidungen tue ich mich noch etwas schwer, was die Betrachtung der Zahlen angeht, Analyse fairer Wert eines Unternehmens. Ich hätte beispielsweise gerne Walt Disney und Microsoft im Depot, glaube bei beiden Unternehmen an die Zukunft. Nur ich weiß nicht, ob jetzt der richtige Einstiegszeitpunkt ist, was die Bewertung angeht. Wie ist dein Blick darauf?

    Vielen Dank schon mal!

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    1. Hallo Stefan Meier, ich hab mich am Anfang meiner Börsenkarriere mit 14 Jahren einst auch jeden Tag die gleichen Fragen gestellt die du hast und versucht den Markt zu Timen und viele andere Sachen und glaubst mir, du wirst es nicht schaffen. Microsoft und Disneyaktien waren wenn du zurück in die Vergangenheit blickst schon immer teuer gewesen ,heißt ein KGV von 18-20 oder mehr waren mehr oder weniger die Regel, doch gleichzeitig sind die Gewinne auch linear zum Aktienkurs gestiegen, was heißt, hättest vor 10 Jahren gekauft bei einem KGV von 20 Beispielsweise, so hättest heut nur ein KGV von 10 zum Einstandskurs, da die gewinne stetig zum Kurs gestiegen sind und mit Ihnen auch die Dividenden und anstatt der 3 oder so Prozent Dividenden hast eben dann nach 10 Jahren 7-8 Prozent auf dein Investment, was im jetzigen Niedrigzinsumfeld mir ganz attraktive vorkommt. Nach Informationen von Ariva hat Disney übrigens jedes Jahr Dividenden erhöht und seit 2000 die Dividenden um mehr als 500% gesteigert. Es gab nur wenige Fälle wie der Wirtschaftskrise 2008-9 die zur stärkeren Kursrückgänge veranlasst haben, doch darauf würde ich mich nicht verlassen und stattdessen immer bei Kursrücksetzern kaufen und wenn am Endes des Monats Geld übrig bleibt, welches du sowieso nicht brauchst in den Aktienmarkt stecken und den Märkten Ihre Arbeit verrichten lassen. Ich glaube in 30-40 Jahren wird dir das sowieso sowas von egal sein zum welchen Kurs du gekauft hast, da sich das Papiergeld in der Zwischenzeit so sehr massiv an Wert verloren hat, dass du es nicht wiedererkennen kannst.
      Ein Beispiel ich bin Österreich, und mein Börsenmentor hat mir immer erzählt das sein Vater nach den Krieg in den 1950-55 Jahre für einen Schillig (13,7 Schilling= 1€) einen fetten Schnitzel mit Kartoffelsalat und großen Krug Bier serviert bekam. Und heute?
      Ich glaube unter 10€=137 Schilling solltest du nicht mehr mal denken ein Lokal mit deinen Füßen zu betreten. Ich glaube du solltest jetzt so etwa wissen worauf ich hinausgehen möchte.

      Grüße Lin

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    2. Warren Buffett sagt, man solle lieber ein hervorragendes Unternehmen zu einem guten Preis kaufen, als ein gutes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis.

      Die meisten Anleger sind immer auf der Suche nach dem besten Preis, dem günstigsten Kurs. Und messen ihren Anlageerfolg alleine daran, ob der Kurs dann steigt und wie viel. Das ist allerdings Spekulation, nicht Anlagen/Investieren. Dabei kommt es mehr auf die Perspektiven an, die ein Unternehmen hat und erst in zweiter Linie dann darum, nicht zu viel dafür zu bezahlen und ggf. auf den richtigen Momentan zu warten.

      Hier muss ich übrigens Lin widersprechen, denn Microsoft war vor einigen Jahren durchaus zu KGVs von unter 10 zu bekommen. Ich habe Anfang 2013 dazu einen Artikel verfasst ("Microsoft, das verkannte Value-Investment") und Microsoft in der zeit ja auch auf meine Empfehlungsliste genommen. Allerdings war damals Steve Ballmer noch Chef, man versenkte gerade Milliarden mit der Nokia-Übernahme und Windows war mächtig unter Druck, weil immer weniger PCs verkauft wurden. Und die X-Box sah auch keinen Stich gegen Sonys Playstation. Naja, Nadella und seine neuen Ideen waren der Grund, weshalb ich Microsoft gekauft habe. Wäre der operative Umschwung übrigens nicht geglückt, wäre das KGV auch in die Höhe geschnellt, weil einfach die Gewinne immer weiter wegschmolzen. Billig ist eben nicht immer auch günstig.

      Bei Disney bin ich zwiegespalten, die ESPN-Sparte ist ein erhebliches Problem, das die nicht wirklich in den Griff bekommen. Microsoft hingegen ist führend im Bereich Cloud-Computing und verdient in seinen Sparten wieder richtig Geld. Und sie wagen sich in neue Bereiche vor, sind wieder Innovationsführer, das haben sie Apple inzwischen wieder voraus. Insofern kann man für Microsoft durchaus einen höheren Preis zahlen als für andere Aktien. Microsoft ist eben ein Quality Investment mit einem sehr breiten Burggraben. Und sie sind bereit, Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Auch das ist ein großer Pluspunkt, ein fähiges und vertrauenswürdiges Management.

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    3. Vielen Dank für eure Antworten! ESPN ist bei Disney noch ein Problem ja, aber dafür ist der Rest aus meiner Sicht top. Gerade was Content angeht hat Disney den klassischen Burggraben, Star Wars, Marvel, die Disney Figuren etc. Dazu der Kauf von BamTech, also es geht noch mehr Richtung Streaming. In 20-30 Jahren werden sich Kinder und Erwachsene immer noch an Disney Märchen erfreuen, in die Vergnügungsparks gehen etc. ESPN wird dank BamTech entweder interessanter oder vielleicht verkauft? Aber was soll man mit Disney auf 20-30 Jahre Anlagehorizont falsch machen, frage ich mich. Oder übersehe ich was?

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  21. Hallo Michael,
    mich würde deine aktuelle Einschätzung zu Cisco interessieren. Cisco baut mehr und mehr die Softwaresparte aus, auch jüngst mit dem Kauf von AppDynamics. Wie schätzt du das Unternehmen zur Zeit ein? Du hast die Position ja auch schon länger auf der Halteposition in deiner Empfehlungsliste.

    Gruß Hans-Jürgen

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    1. Cisco ist unter Druck, weil einerseits neue Technologien das (ehemalige) Kerngeschäft mit Routern und Switches kanibalisiert und Wettbewerber aus Asien Marktanteile abknabbern. Daher steuert Cisco seit längerer Zeit schon um, auch durch gezielte Zukäufe. Das gehört seit jeher zur Cisco-Strategie und damit sind sie auch insgesamt erfolgreich. Ich halte Cisco weiterhin für aussichtsreich und denke, dass sie einer der großen Profiteure beim IoT werden. Die Bewertung ist aber inzwischen auch schon ganz üppig, so dass ich sie momentan eher als Marketperformer ansehe und nicht als eine Aktie, die deutlich besser als der Gesamtmarkt performen wird. Daher meine Halten-Einschätzung und kein Neukauf bei Kursen jenseits der €30.

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    2. Das KGV ist bei etwa 17, das geht doch eigentlich noch oder?

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    3. KGV 17 bedeutet, dass das Unternehmen 17 Jahre lang den gleichen Gewinn machen müsste, um durch diese Gewinne den Aktienkurs zurückzuzahlen. Ein KGV von 17 für ein stark und profitabel wachsendes Unternehmen ist gerechtfertigt. Aber Cisco wächst nicht so rasant, steht in seine r(noch) größten und wichtigsten Sparte unter Druck, während es in anderen Bereichen (Cloud, Software) deutlich zulegt.

      Als ich Cisco Systems Mitte 2012 gekauft und erstmal hier im Blog empfohlen habe ("Cisco Systems - ein Value Investment wert?"), lag das KGV bei knapp 8. In der Zwischenzeit hat Cisco seine Unterbewertung abgebaut und ist wieder viel besser positioniert. Aber ein KGV von 17 ist hier nicht billig.

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  22. Hallo Michael,
    ich habe seit kurzem ProSiebenSat1 in meinem Portfolio, nachdem ich sie wegen eines shortputs angedient bekam. Jetzt habe ich mich etwas intensiver mit dieser Aktie beschäftigt und finde sie sehr interessant. Meinungen gibt es einige hierzu, eine ist, dass beim Überschreiten der Marke 40€ neues Kurspotential entstehen könnte. Ich die Dividendenrendite (1,90€) ist hoch und das seit Jahren. Hast Du eine Meinung zu dieser Aktie?
    Gruß
    Gerhard Reis

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    1. ProSiebenSat1 ist inzwischen ja weit mehr als nur ein Fernsehsender, aber dennoch bleibt TV als Kernsparte maßgeblich. Ich schaue aber relativ wenig TV und Pro7 oder Sat1 dann auch nur bedingt. Insofern habe die Aktie bzw. das Unternehmen auch nicht wirklich auf dem Schirm. Im Medienbereich würde ich eher eine Axel Springer bevorzugen, ohne hier jetzt konkret eingestiegen zu sein.

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  23. Hallo Michael!

    Kannst Du mir Bitte erklären ob ich bei der Deutschen Rohstoff irgendetwas übersehe- verstehe nicht warum der Kurs immer noch abschmiert, obwohl Heute eigentlich gute Nachrichten (Absicherung) veröffentlicht wurden?

    DAnke

    Christian

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    1. Ich kann den Kursverlauf nicht erklären, weil ich natürlich weder die Beweggründe der Verkäufer noch der Käufer kenne. Es gab halt mehr Verkäufer als Käufer, daher fiel der Kurs. Letztlich ist das Kaffeesatzleserei. Deshalb konzentriere ich mich auf das Unternehmen und seine Entwicklung. Und, wie Du schon sagst, die Nachricht über die Absicherung ist positiv, weil wir nun wissen, dass 7% des in 2017 von der DRAG geförderten Öls zu mindestens $47 verkauft wird. Bei Kosten von knapp über $30. Also verdient die DRAG an jedem geförderten Barrel mindestens $15. Ein Preisrisiko besteht für die restlichen 25%. Aber aktuell liegt der Ölpreis bei knapp $48, also ist hier auch alles im Lot.

      Führt zur Schlussfolgerung, dass sich am Investmentcase und den positiven Aussichten für die DRAG nichts geändert hat. €21 sehe ich nach wie vor als attraktive Kaufkurse an. Wann der Kurs seinen fairen Wert oberhalb von €30 erreicht und ob überhaupt, kann ich Dir nicht beantworten. Auch nicht, ob er zuvor noch einmal unter €20 fällt. Wie André Kostolany schon so schlau anmerkte: "An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil".

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  24. Was haltes du von ElringKlinger ? Welches mit Anmerkung ein Großkunde von Polytec ist.

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  25. Hallo Herr Kissig,

    mich wundert das Sie Biofrontera noch nicht ins Auge gefasst haben. Sicherlich kein Value Invest im klassischen Sinne. Die Zahlen der letzten Monate beeindrucken jedoch. Und die Aussichten noch mehr!! Ich denke hier kann man eigentlich nichts falsch machen.
    Ein Kursziel von 8,- EUR halte ich für mehr als realistisch....

    Micha

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    1. Ich habe keinerlei Kompetenz bei der Einschätzung von Biotechwerten und/oder den Erfolgsaussichten für ihre Produkte/Wirkstoffe. Daher wäre ein Invest meinerseits in solche Werte auch kein solches, sondern eher eine Lotteriewette.

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  26. Moin,

    ganz konkret: Würden Sie bei Gladstone, Capital Stage und Genworth nachlegen? Gerade die jüngsten Abschläge bei Genworth machen mich stutzig.
    Generell vielen Dank für Ihren Blog den ich immer wieder gerne lese.

    VG, Holger

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    1. Capital Stage
      Attraktiv bewertet und möglicherweise selbst bald ein Übernahmeziel für einen großen Energierversorger, einen größeren Wettbewerber oder sogar für einen Finanzinvestor. Die Unsicherheit über das neue Auktionsverfahren bei den regenerativen Energien trifft die gesamte Branche und die evtl. noch aufkommenden zusätzlichen Kosten aufgrund des Squeeze-outs bei Chorus Clean Energy sollten nicht überbewertet werden. CS bleibt für mich ein Kauf.

      Gladstone Capital
      GLAD habe ich in einer Sondersituation gekauft, wo der Wert völlig zu Unrecht total ausgebombt war. Diese Übertreibung nach unten hat der Kurs längst wieder aufgeholt. Die Sorgen richteten sich damals gegen drei Beteiligungen, die in der US-Schieferindustrie tätig sind (allerdings als Zulieferer) und schaut man auf die gegenwärtige Lage am Ölmarkt und die Pläne von Trump zur Förderung der US-Öl-Industrie, sowie auf die in den USA tendenziell steigenden Zinsen, sind das alles positive Aussichten für GLAD. GLAD ist nicht mehr unterbewertet, aber ein solider Dividendenzahler und auf dieser Basis attraktiv für Dividendenjäger.

      Genworth Financial
      Die entscheidende Frage ist doch, was ist eine GNW Aktie wert? Kommt der Oceanwide-Deal zustande, dann sind das $5,41. Fällt der Deal durch, was dann?

      Für Verunsicherung sorgen aktuell die Sammelklage gegen GNW wegen der Fusion (LINK) sowie die Sorgen darüber, dass die Fusion möglicherweise nicht genehmigt wird seitens der Regulierungsbehörden (LINK).

      Ich hatte GNW Anfang 2016 erstmals bei 1,72€ gekauft, weil ich glaube, dass das Unternehmen eher zweistellige Kurse wert ist (GNW notiert ja deutlich unter seinem Buchwert). Trotz aller Probleme im operativen Geschäft und bei der Bewertung der Long Term Care-Produkte, die man aber auch schon aktiv angegangen ist. Ich glaube, dass GNW auch alleine überleben kann und ggf. eine oder zwei seiner börsennotierten Hypothekentöchter (in Kanada und Australien) verkaufen könnte, um zu Geld zu kommen, wenn nötig (sehe ich aber momentan nicht so). Die beiden zusammen sind ja momentan mehr wert als GNW in Gänze. Daher wäre ein Platzen des Oceanwide-Deals für mich jetzt kein GAU.

      Mittel- und langfristig sollte man also mit GNW schönes Geld verdienen können. Kurzfristig nur, wenn der Oceanwide-Deal zustande kommt. Scheitert er, wird es zunächst einmal eine Unsicherheitsphase geben, die auch den Aktienkurs belasten könnte. Für mich bleibt GNW unterbewertet.

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  27. Moin,
    Grundsatzfrage zu Patrizia:
    Eignet sich PAT als Kerninvestment? Ich meine "ja", lass mich aber gerne korregieren.

    Argumente:
    1) das offizielle KGV kann man wohl (derzeit) vernachlaessigen. Durch die Ausgabe von (steuerfreien) Gratisaktien lag/liegt das im Depot gefuehlte KGV bei tatsaechlich "10".
    2) Die Wachstumsstory ist voll intakt. Ein Burggraben besteht - zumindest in Deutschland, aber auch zunehmend in Europa - wegen des Vertrauens der Investoren in die Kompetenz des Managements.
    3) Nach Studium des 2016er-Geschaeftsberichts ergeben sich hervorragende Zahlen (steigende Eigenkapitalquote, rasant sinkende Verschuldung etc.).

    Hab ich etwas uebersehen ?

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    1. Ich stimme Dir zu, Patrizia ist hervorragend als Basisinvestment im Bereich Immobilien/Asset Manager geeignet; ich hatte ja kürzlich erst meine Einschätzung ausführlich dargelegt (▶ Patrizia Immobilien hebt 2017er Prognosen an. Geht da noch (viel) mehr?). Die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 10:1 bedeutet ja letztlich ein Äquivalent zu einer Dividendenrendite von 10%. "Steuerfrei" ist das Ganze natürlich nicht, da zwar keine Steuer abgezogen wird, aber der eigene Einstandskurs entsprechend herabgesetzt wird. Die Steuer fällt also beim Verkauf der Aktien in der Zukunft an. Es handelt sich also eher um eine Steuerstundung - sofern Aktiengewinne künftig nicht wieder steuerfrei gestellt werden, wie es früher war (nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr).

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  28. Hallo Michael,

    Darf ich fragen wie du die Situation rund um die Abgeltungssteuer einschätzt? Diese wird ja vermutlich in der in der nächste Legislaturperiode abgeschafft, ist ja inzwischen sogar die CDU dafür. Die Frage ist was kommt danach? Wieder Halbeinkünfteverfahren und nach 1 Jahr steuerfrei, oder tatsächlich volle Besteuerung nach dem individuellen Steuersatz? (Ist das überhaupt legal? Doppelbesteuerung ist, meine ich, nicht rechtsmäßig, aber ich bin kein Experte auf dem Gebiet.)Bisher scheint die Legislative selber noch keinen richtigen Plan zu haben. An sich wäre eine Rückkehr zu dem alten Modell ja sehr zu begrüßen.

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    1. Über die Zukunft der Abgeltungssteuer mache ich mir keine Gedanken, da ich es nicht beeinflussen kann. Eine Rückkehr zum alten System würde ich begrüßen, insbesondere die Wiedereinführung der Spekulationsfrist von einem Jahr. Meinetwegen auch zwei Jahre. Ich fürchte aber bei dem Unsachverstand, mit dem unsere Politiker in Bezug auf Aktien glänzen, dass diese auf der Strecke bleiben wird. Für die meisten sind Aktien Lotterielose, nicht Unternehmensbeteiligungen und dringend benötigtes Eigenkapital für unseren Mittelstand.

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  29. Moin, weiss jemand was bei Aurlius los ist?

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    1. Angeblich hat Shortseller GothamCityResearch seine Short-Quote an Aurelius auf 0,61% aufgestockt und will im Tagesverlauf einen Report dazu veröffentlichen.

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    2. Kaufst du nach Michael?

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    3. Ja, ich habe meine - bisher schon größte - Position mehr als verdoppelt. Natürlich nicht alle zu unter 50 Euro...

      Im Artikel "Short, shorter, Attacke: Ströer, Wirecard - und jetzt auch Aurelius..." habe ich zu den aktuellen Anwürfen gegen Aurelius einiges geschrieben und auch zu meiner Einschätzung und meinen Käufen.

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  30. Hast du dir schonmal das Wertpapierprospekt der Consus AG angeguckt, Michael? Was hälst du davon? Ich wohne zufällig neben einer der Immobilien in deren Portfolio.Ist von Lage und Qualität her Top.

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  31. Hallo Michael,
    wie siehst du aktuell die Situation bei UET?
    Die Aktie ist in den letzten 3 Monaten von 0,63€ auf 0,42€ gefallen, ist das jetzt eine gute Einstiegsmöglichkeit, oder gab es irgendwelche negativen News, weshalb die Aktie gefallen ist?

    Vielen Dank schonmal im vorraus.

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    1. UeT arbeitet weiterhin am Turnaround. Anfang März hat man den Geschäftsbereich MANUFACTURING an die CCS Group verkauft und wir müssen abwarten, was der Geschäftsbericht 2016 so mit sich bringt und wie sich UeT so weiter entwickelt. Diese Turnaround-Spekulation benötigt einiges an Geduld, aber mein Investmentcase ist weiterhin intakt. Sollte UeT sich erholen, winken ganz andere Kursregionen. Falls...

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  32. Guten Abend Michael,
    weißt du warum die DF DEUTSCHE FORFAIT AG heute an der Stuttgarter Börse - 26% gemacht hat?
    Habe keine negative Schlagzeile gefunden.

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    1. Vielleicht, weil im Moment die Angst vor einem Krieg der USA gegen den Iran umgeht.

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    2. Ich kenne auch keine negativen Unternehmensmeldungen. Die Deutsche Forfait befindet sich ja noch mitten im Turnaround und es ist ein marktenger Wert. Schon geringe Stückzahlen können da auf den Kurs drücken. Oder ihn stark steigen lassen. Die Situation USA/Trump vs. Iran wird ein Faktor bleiben, das die DF traditionsgemäß gute Verbindungen in den Iran hat und dort ja auch wieder stärker Fuß fassen will. Säbelrasseln belastet daher natürlich den Kurs. Ob der Kursrutsch aber wirklich hieran liegt, kann ich natürlich auch nicht mit Bestimmtheit sagen.

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  33. Hallo Michael,
    die Börse ist spannender als jeder Krimi - wann fasst Du Deine besten Aufsätze zu einem Buch (Börsen-Krimi)zusammen?
    Ich habe bereits die besten Aufsätze heruntergeladen und sie zu einem Lehrbuch für meine Kinder zusammenngesetzt.
    Beste Grüße und mach weiter so
    Carlo
    PS: Die Abteilung Fragen, Anregungen, Kritik war eine gute Idee

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    1. Ein Börsen-Buch-Krimi wäre mal ein ganz neues interessantes Projekt. ;-)

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  34. Hallo Michael,

    wie siehst du aktuell die Situation bei SHS Viveon, seit der Änderung im Vorstand ist der Kurs in einer Woche um ca 20% gefallen.

    Eigentlich sollte doch der Boden jetzt langsam erreicht sein und der Kurs sollte doch jetzt ziemlich viel Potential nach oben haben.
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

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    1. Bei SHS Viveon sollte man schon beachten, dass der Kurs seit Jahren nicht wirklich vom Fleck kommt und eigentlich immer weiter abgebröckelt ist. Dann gab es im Zuge der 2016er Ergebnispräsentation einen schnellen starken Anstieg, der nun wieder verpufft ist. Der Kurs ist also nicht einseitig um 20% gefallen, sondern es wurden eher die schnellen gewinne der letzten Tagen/Wochen wieder mitgenommen.


      SHS Viveon ist eigentlich in ihrem Markt recht gut positioniert, aber man schafft es seit Jahren nicht, gute Margen und Gewinne zu erwirtschaften. Der bisherige Vorstand hat immer viel versprochen, jedoch leider nicht viel davon eingelöst. Insofern ist der Wechsel erstmal nicht negativ zu bewerten, sondern bietet die Chance auf einen Neustart. Was allerdings künftig belastend für den Kurs sein könnte ist die Tatsache, dass Stefan Gilmozzi nicht nur CEO sondern auch Großaktionär ist. Vielleicht kommt er nach seinem Vorstandsabgang nun zu der Auffassung, dass er sich künftig auch von einigen seiner Aktien trennen möchte. Oder von allen. Das würde eine ziemliche Belastung für den Kurs bedeuten; wir haben das ja bei der Deutschen Rohstoff AG erlebt, wo Titus Gebel immer mal wieder Aktien verkauft hat, was jeden stärkeren Ausbruch des Kurses nach oben immer wieder gedeckelt hat.

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  35. Hallo,

    zuerst Danke für deine tolle Arbeit und Berichte auf deiner Homepage und diversen Foren. Was mich nur wundert ist, das ich dich noch nicht bei Helma gesehen habe. Gerade nach den starken Kursrückgang aufgrund zu hoher Erwartungen aber dennoch weiteren starken Wachstums und ein KGV2017 von ca 10. Gerade als Value&Wachstumsinvestor würde mich deine Meinung zu Helma auf aktuellen Niveau interessieren.

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    1. Helma Eigenheimbau hatte ich im Oktober auf meine Empfehlungsliste genommen, dann aber im Februar nach der katastrophalen Vorstellung wieder gestrichen. Nicht wegen der Prognosesenkung an sich, sondern aufgrund der Art und Weise, wie Helma mit den Anlegern dabei umgegangen ist. Meine zuerst positive Einschätzung und die anschließende Ernüchterung kann man in meinem Beitrag "Helma Eigenheimbau: Bauen Anleger hier auf Sand oder Beton?" nachlesen. Meine Kritik vom 23.02.17: "Dass eine solche gewaltige Prognosesenkung stattfinden muss, wirft Fragen auf, ob der Vorstand nicht viel zu optimistisch geplant hat und ob er nicht früher hätte gegensteuern und ggf. warnen müssen. Die letzten Insiderverkäufe im Dezember haben jedenfalls in diesem Zusammenhang ein echtes Geschmäckle und meine Einstellung zum Unternehmen hat sich erheblich verschlechtert. Eine Kaufchance sehe ich hier auch nach dem mehr als 15-prozentigen Kurseinbruch nicht, dazu ist das Vertrauensverhältnis zu stark gestört.".

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    2. Da bin ich nur teilweise deiner Meinung.Zum jetzigen Kurs von ca. 37.50 finde ich Helma durchaus spannend.Denn die Fakten sind doch:

      -Wenn die Zinsen überhaupt anfangen zu steigen,dann langsam
      -Wie am Auftragsbestand zu sehen ist, wächst Elma durchaus noch im soliden Tempo, natürlich nicht mehr so schnell wie ursprünglich geplant, aber mann muss es immer in Relation zum Preis sehen
      - Das der Inhaber nach jahrelanger Erfolgsstory einen Teil seiner Aktien zu Cash macht macht mich nicht unbedingt nervös.
      - Da in meiner Familie Architekten arbeiten,weiß ich, dass vieles an den Bauämtern scheitert, weil diese schlichtweg zu wenig Personal haben. Das gleiche gilt für Baudienstleister. Ob Helma das hätte noch früher kommunizieren können und müssen, darüber kann man debattieren.
      - Gerade weil der Wille zu bauen da ist, und es an den Bauämtern scheitert, bezweifel ich nicht, dass sich der Umsatz lediglich verschiebt und nicht ganz wegfällt.
      - Ein Problem dass ich sehe, ist mangelndes Personal (Bauleiter sind wahnsinnig gefragt) und darunter leidende Qualität und dem zu Folge eventuelle Gewährleistungsansprüche.

      Dem Gegenüberstellen muss man aber halt ein 2017 KGV von 10 und ein Wachstum von >10%.Meiner Meinung nach übertreibt Mr. Market hier etwas.Aber vielleicht habe ich ja noch etwas übersehen?

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    3. Kann Powell Philipp hier nur recht geben.
      Ich finde Helma total spannend. Klar hat der Markt übertrieben bei Kursen von 60 EUR / share, alle haben gerufen die Aktie ist zu billig, und genau die schreien nun die Aktie ist zu teuer bei 37 EUR. Helma wächst seit Jahren konstant und wird auch in Zukunft weiterwachsen. KGV im Moment fast kleiner als 10. Man braucht ja nur durch die Orte fahren und sieht wie im Moment überall gebaut wird und jeder händeringend nach Wohneigentum sucht. Hier im Ballungsraum Köln/Bonn verdienen sich die Bauträger alle eine goldene Nase und ein Ende ist nicht absehbar.
      Ich selbst arbeite seit Jahren im Controlling eines Maschinenbauers und weiß wie schwer es ist seriöse Prognosen für das genaue Wachstum abzugeben. Erstrecht wenn Behörden und Gemeinden hier noch Einfluss haben, ist es noch viel schwieriger genaue Planungen abzugeben. Umso beachtenswerter ist die Entwicklung in den vergangen Jahren. Ich selbst bin nicht an kurzfristigen Erfolgen interessiert, sondern investiere langfristig. Das EPS in den letzten Jahren gibt mir recht.
      2010: 0,50
      2011: 0,83
      2012: 1,33
      2013. 1,85
      2014: 2,43
      2015: 2,69
      2016: 3,37
      2017: ?

      Stark steigende Zinsen sind im Moment und in Zukunft in Europa nicht zu erwarten. Banken verlangen Strafzinsen auf Guthaben, wohin also mit dem Geld.

      Insiderverkäufe sind doch nicht verwerflich. Warum soll ein Insider sich nicht irgendwann auch von Aktien trennen. Warum wissen wir doch alle nicht. Aber bei Kursen von über 60 denkt doch sicherlich jeder auch über einen Verkauf mal nach. Es gibt doch tausende Gründe die aus privaten Gründen für einen Verkauf sprechen würden.

      Irgendwann wird Mr. Market seine Meinung ändern und die Aktie wieder Richtung 50 bringen. Bei Kursen um 37 EUR sind für mich steigende Kurse viel wahrscheinlicher als fallende.

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    4. Eure Argumente waren ja auch exakt die meinen, wie der verlinkte Artikel zeigt. Mein - recht kurzfristiges - Umdenken liegt im Verhalten des Managements begründet, das hat das Vertrauen total verspielt. Auch das habe ich beschrieben. Daher bleibe ich bei Helma an der Seitenlinie. Was nicht heißt, das andere Leute mit der Aktie nicht irgendwann (wieder) gutes Geld verdienen können.

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  36. hallo michael,

    wie stehst du zu Lithium firmen elektromobilität wird ja in der Zukunft eine sehr große rolle spielen und die Accus werden Lithium brauchen was denkst du über ,Galaxy Resources (Ltd.WKN: A0LF83)

    danke für deine mühe :)

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    1. Ja, Lithium ist momentan das wichtigste Element für Energiespeicher/Batterien/Akkus und daher sehr gefragt. Auch die Produzenten. Ich bin hier aber nicht firm genug, um die langfristigen Potenziale und Aussichten der einzelnen Produzenten einschätzen zu können, daher bleibe ich hier außen vor.

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  37. Aufsatz in der NZZ:
    Hohe Dividendenausschüttung
    Süsse Selbsttäuschung
    Kommentar von Claudia Aebersold Szalay 16.4.2017, 08:02 Uhr
    Viele Anleger kaufen Aktien, weil sie dadurch in den Genuss einer Dividende kommen. Dafür sind sie bereit, einen hohen Preis zu bezahlen.

    Nach Zinsen suchen Anleger vergeblich, Dividenden versprechen mehr. (Imago)
    Nach Zinsen suchen Anleger vergeblich, Dividenden versprechen mehr. (Imago)

    Seit mehreren Jahren leben die Anleger nun in einer «Welt ohne Zinsen». Das Sparbuch liegt brach, und mit Anleihen lässt sich kaum noch eine Rendite erzielen. Zum Glück gibt es da noch die Dividende, sagen sich viele und investieren ihr Geld in Aktien von Unternehmen, die regelmässig eine ansehnliche Ausschüttung an ihre Aktionäre leisten.

    Dabei sollte seit der Arbeit von Miller und Modigliani eigentlich klar sein, dass Dividenden für Anleger irrelevant sind. Da die Ausschüttung von 1 $ an Dividende den Kurs dieser Aktie um eben 1 $ drückt, ist es, in einer Welt ohne Transaktionskosten, für den Anleger egal, ob er mit der Aktie eine Dividende ausbezahlt bekommt oder ob er von der Aktienposition einen Anteil im selben Wert verkauft. Obwohl das über 50 Jahre alte Theorem intuitiv einleuchtend ist, blenden es viele Anleger gänzlich aus, zeigen neue Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet. Sie lassen sich von Dividenden täuschen und sehen sie als stetigen Einkommensstrom, der unabhängig ist vom Kursverlauf der Aktie. Dividenden, so die gängige Selbsttäuschung, sind wie Coupons von Obligationen.

    Diese Fehleinschätzung führt laut den Wissenschaftern zu weiteren Folgefehlern, die die Anleger teuer zu stehen kommen. So halten Investoren tendenziell zu lange an Aktienengagements fest, die eine schlechte Performance ausweisen, aber eine Dividende bezahlen, weil sie den Ausschüttungszeitpunkt nicht verpassen wollen. Sie halten Aktien die Stange, selbst wenn deren Kurs ins Bodenlose fällt – Hauptsache, sie können den Ausschüttungszeitpunkt noch miterleben und sich dann ob der Dividende freuen. Dadurch leidet die gesamte Performance ihrer Portefeuilles. Dieser Effekt ist besonders akzentuiert in Zeiten historisch tiefer Zinsen wie heutzutage. In Tiefzinsphasen lechzen die Anleger geradezu nach Dividendenpapieren im engeren Sinne. Wenn viele Anleger aber gleichzeitig Aktien von dividendenstarken Firmen kaufen, treibt das deren Preis, wodurch wiederum die Dividendenrendite sinkt. Die Wissenschafter zeigen, dass die Performance von dividendenstarken Aktien allein wegen dieses Effekts um jährlich 2%–4% geschmälert wird.

    Zudem reinvestieren die Anleger die ausbezahlten Dividenden nur selten in die Aktien derselben Gesellschaft. Vielmehr kaufen sie mit der Ausschüttung Aktien anderer Unternehmen, vor allem solche, die keine Dividenden bezahlen. In Phasen hoher Dividendenausschüttungen, so konnten die Forscher nachweisen, steigen deshalb systematisch die Aktienkurse von Unternehmen mit einer Null-Dividende-Politik. Wer denkt, nur ungeschulte Privatanleger liessen sich von Dividenden blenden, irrt sich. Laut den Forschern lassen sich Profis genauso von der Dividende täuschen wie Retail-Kunden. Manch ein Anlagefonds trifft Anlageentscheide, die lediglich die Dividendenrendite zum Ziel haben – und nimmt dadurch Performance-Einbussen in Kauf.
    Mein Kommentar:
    Beispiele sind Telekom oder Dividenden ETFs.
    Ich denke, dass die nicht zu zahlende Steuer (28 %) auf nicht gezahlte Dividenden ein zinsfreies Darlehen für den Aktionär darstellt. Erst beim Vekauf der Aktien wird dann eine Steuer auf den gesamten Gewinn fällig. Außerdem kann die Firma die nicht gezahlte Dividende dann in Wachstum und mehr Gewinn investieren.
    Besonders fein ist es, wenn die Aktien vor 2009 gekauft wurden - dann ist der gesamte Gewinn incl. der nicht gezahlten Dividende und der dann nicht in Rechnung gestellten Steuer steuerfrei.
    ...ein wenig komplex, aber einleuchtend....
    Grüße
    Carlo

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    1. Berksire oder Amazon wären da ein positives Zeichen

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  38. Hallo Michael,
    ich habe eine Frage. Welche Vorraussetzungen bedarf es um eine Einladung zur Hauptversammlung von Berkshire zu erhalten ?

    Würde mich über eine Antwort freuen.

    Gruß
    NoHey

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    1. Soweit ich weiß, muss man A-Aktien von Berkshire Hathaway haben, um zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt zu sein. Die dürften allerdings die Wenigsten im Depot haben bei einem Kurs von 239.000 Euro je Stück...

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    2. Es gab eine Doku über Berkshire Hathaway. Es dürfen auch die Inhaber der B-Aktie zur Hauptversammlung.

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  39. Ja es stimmt, hab selber die Biografie "Das Leben ist wie ein Schneeball" von Alice gelesen wo eindeutig stand das man mit B Aktien zur Versammlung kann und auch seitens Buffett gewünscht ist.
    Doch nun zu meiner Frage Michael, wie weiß ich eig ob das Unternehmen welche Ihre Aktien zurückkauft auch diese vernichtet oder schlichtweg nur einlagert?
    Aurelius ist echt spannend muss ich sagen, man lernt etwas hautnah.
    Und wie hoch wäre deiner Meinung nach die Möglichkeit das mit den Aktienrückkäufe in Wirklichkeit die Aktien der
    Vorstände aufgekauft werden?
    Darüber steht auch eine Menge im Buch intelligent investieren, wo Aktienrückkäufe zwar als Investition begrüßt werden, doch nur solange diese auch zum fairen Wert bzw unterm Wert geschieht. Und nicht wie Mercedes damals Aktien für Mrd zurückkaufen nur um diese später zum Bruchteil in den 2009 Jahren mit Kapitalerhöhungen rauswerfen und damit Unternehmensvalue zu zerstören.

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  40. Guten Tag Herr Kissig,

    ich würde gerne einmal Ihre Einschätzung über das laufende Jahr der Patrizia Immobilien AG erfahren.

    Waren es letztes Jahr noch viele und teilweise spektakuläre Meldungen ist es dieses Jahr doch sehr ruhig. Vielleicht sogar zu ruhig für die bereits erhöhte Jahresprognose?

    Eventuell hat das auch mit dem neu besetzten Posten - ab 17.04. - zu tun und es wurden eventuell Entscheidungen zurückgestellt?

    Mir erschließt sich nicht ganz wieso man die (offensichtlich) vorhandenen Mittel nicht einsetzt. Mit Cash ist ja zur Zeit nicht wirklich etwas zu holen und der Markt müsste doch ebenfalls interessante Projekte hergeben. Bin gespannt auf Ihre Einschätzung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias

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    1. Ich habe keine neue Einschätzung zu Patrizia Immobilien. Ich glaube kaum, dass das Unternehmen vor vier Wochen die Jahresprognose angehoben hat, um dann diese Ziele nicht erreichen zu können. Wir haben jetzt Mitte April, da ist noch viel Zeit. Zumal sich im Immobilienbereich ja viele Abschlüsse erst in den letzten Wochen des Jahres konkretisieren.

      Und da sind wir schon beim Thema. Patrizia macht in Immobilien und da dauern Abschlüsse natürlich ihre Zeit. Man ist europaweit tätig und man muss auch immer einen Partner finden, der einem Liegenschaften ver- oder abkauft. Auch dies geht nicht immer schnell und zackig, da die Preisvorstellungen doch bisweilen stark differieren.

      Ich gehe davon aus, dass bei Patrizia alles nach Plan läuft. Und dass die Jahresziele "mindestens" erreicht werden. In den nächsten Monaten werden wir den einen oder anderen Deal sehen - und evtl. wird ja aus der Spekulation, dass Patrizia die ehemaligen BayernLB-Wohnungen der Münchener GBW veräußern will. Das wäre natürlich eine echt kurstreibende Meldung.

      Patrizia ist auf Kurs, die Zinsen dürften die Asset Manager auf absehbare zeit nicht negativ beeinflussen und daher braucht es "nur" etwas Geduld, damit dies ein lohnenswertes Investment wird.

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  41. Doch nun zu meiner Frage Michael, wie weiß ich eig ob das Unternehmen welche Ihre Aktien zurückkauft auch diese vernichtet oder schlichtweg nur einlagert?
    Aurelius ist echt spannend muss ich sagen, man lernt etwas hautnah.
    Und wie hoch wäre deiner Meinung nach die Möglichkeit das mit den Aktienrückkäufe in Wirklichkeit die Aktien der
    Vorstände aufgekauft werden?
    Darüber steht auch eine Menge im Buch intelligent investieren, wo Aktienrückkäufe zwar als Investition begrüßt werden, doch nur solange diese auch zum fairen Wert bzw unterm Wert geschieht. Und nicht wie Mercedes damals Aktien für Mrd zurückkaufen nur um diese später zum Bruchteil in den 2009 Jahren mit Kapitalerhöhungen rauswerfen und damit Unternehmensvalue zu zerstören.

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    1. Eigene zurückgekaufte Aktien verbleiben einfach im Bestand des Unternehmens. Bis sie konkret verwendet werden. Also z.B. für ein Mitarbeiter-Optionsprogramm, oder sie werden institutionellen Anlegern verkauft oder sie werden eingezogen. Nur in diesem letzten Fall verschwinden sie und werden vernichtet. In allen anderen Fällen werden sie so behandelt, als wären sie nicht existent, solange sie im Besitz des Unternehmens sind. Werden sie hingegen wieder in Umlauf gebracht, "leben sie wieder auf" und sind wieder ganz normale Aktien. Wenn ein Unternehmen eigene zurückgekaufte Aktien verwendet, wozu auch immer, muss es das den Aktionären/dem Kapitalmarkt mitteilen.

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  42. Hallo Michael,
    hast du eigentlich noch die CLERE AG im Blick?
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

    Mfg

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    1. Cleres Buchwert sollte bei etwa 24 Euro liegen, die Aktie notiert meilenweit darunter. Nun beginnt man endlich, sich wieder ein operatives Geschäft zu geben; beim Zukauf sagte man ja auch schon, dass man weitere Zukäufe direkt im Fokus habe. Das ist positiv zu werten und lässt die Hoffnung zu, dass das Geld nicht mehr nur sinnlos auf dem Konto vor sich hinschimmelt. Andererseits wurden keine Details zu den bisherigen Transaktionen genannt, daher kann man kaum valide darüber sinnieren, ob Clere sich hier interessante Objekte angelacht hat, oder eher nicht. Clere ist jetzt zumindest wieder ein Kandidat für die Watchist.

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  43. Lieber Michael,
    Dein Blog ist wirklich grossartig! Herzlichen Dank für Deine kompetenten und interessanten Beiträge.

    Ich habe in meinem Depot drei Positionen, mit denen ich bislang sehr gut gefahren bin und die, soweit ich weiß, noch keine Erwähnung bei Dir gefunden haben. Es handelt sich um Adesso, KPS und die JDC Group.
    Über Deine Einschäzung zu diesen Unternehmen würde ich mich freuen.

    Weiter so!
    Beste Grüße,
    Georg

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    1. Adesso und KPS sind gut geführte und gut laufende Softwarefirmen, die man bei Kursrücksetzern immer mal wieder einsammeln kann. Mehr kann ich allerdings nicht zu ihnen sagen, da ich beim Thema Software nicht wirklich gut zuhause bin.

      Die JDC Group (ehemals Aragon) habe ich im Depot. Ist ein FinTech-Unternehmen, das sich auf Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten fokussiert. Dabei geht es zwar in gewisser Weise auch um Software und Apps, allerdings erwirbt JDC auch Maklerbestände, an denen man dann die stetigen Provisionseinnahmen verdient und die in die bestehenden App-Lösungen eingebunden werden. Das Unternehmen befindet sich auf einem guten Kurs und ich könnte mir vorstellen, dass man die Erwartungen in diesem mehr als erfüllen wird. Die Aktie dürfte daher noch Potenzial haben.

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  44. Hallo Michael,
    wie siehst du gerade den Kursverfall der Deutschen Forfait (aufgrund der höheren Abschreibungen für und damit einhergehenden Rückzahlungen?)?
    Ist das deiner Meinung nach gerade ein Nachkaufkurs oder würdest du die kürzliche Meldung als einen Hinweis werten, dass das Management etwas blauäugig Aufträge annimmt?
    Viele Grüße Andreas

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  45. Servus Michael,

    erstmal Komplimnet für deinen Blog finde ich wirklich super. Ich bin total begeistert von MBB und auch Aumann, nur sind die Kurse schon sehr hoch. Sollte ich da noch auf Rücksetzer warten, oder meinst du kann man jetzt auch eisteigen?

    Danke und schöne Grüße
    Helmut

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  46. Zur deutschen Forfait:
    ich habe da gerade angerufen, weil ich wissen wollte, wann denn der neue Geschäftsbericht eingestellt werden würde, und ehrlich gesagt hat mich das Gespräch etwas unbefriedigt gelassen. Der Geschäftsbericht wird nur bis zum 31.12 gehen, und um etwas über das laufende Jahr zu erfahren, wird man bis zum 31.8. (!) warten müssen, denn durch den Wechsel in den General Standard sind nur noch halbjährliche Berichte erforderlich, und mehr will die DF auch nicht leisten. Ich halte das für eine schlechte Informationspolitik in der herrschenden Situation und habe das auch gesagt. Man erfährt gar nicht, was die DF denn zur Zeit für Geschäfte macht, und ob sie welche macht. Man sagte mir, Shahab Manzouri sei wohl auf dem Weg der Besserung und man erwarte, dass er sich in den nächsten Tagen melden würde. Als ich aber weiteres über gegenwärtige Aktivitäten in Erfahrung bringen wollte, sagte man mir, da könne man aus Gründen der Gleichbehandlung der Investoren nichts dazu sagen. Ich erwiderte, dass schließlich jeder anrufen könne, dazu sei der Investoren-Kontakt doch wohl da, und dass ich es schade fände, als Investor - und damit schließlich auch Eigentümer - einfach so im Dunkeln gelassen zu werden. Ich erwähnte, dass ich mir überlege, Aktien nachzukaufen, dass mich aber diese Informationspolitik eher entmutige.

    Ich dachte, ich stelle den Inhalt des Gespräches hier mal zur Diskussion und höre, was andere dazu meinen.

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