Montag, 21. November 2011

▶ Eure Fragen / Anregungen / Kritik

Hier könnt ihr mir eure Fragen stellen zu einzelnen Aktien und Verbesserungs- oder Änderungswünsche sowie Kritik loswerden.

Stellt bitte hier alle Fragen zu Aktienwerten, die nicht direkt mit einem Thema in einem Artikel zu tun haben. Also auch zu (noch) nicht hier im Blog besprochenen Aktien oder zu allgemeinen Themen rund um die Themen Geld, Aktien und Börse.

Ich freue mich darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen, denn dieses Blog lebt nicht nur durch meine Beiträge und Meinungen, sondern vor allem auch durch euren Input. Also, legt einfach los...

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    ich bin mir nicht sicher, ob ich hier jetzt richtig gelandet bin, aber ich versuche es einfach mal an dieser Stelle. Du hast Dich früher ziemlich verhalten geäußert zum den Aussichten im Immobiliensektor, dann aber eine zeitlang auch Immobilienwerte hier in Deinem Blog vorgestellt. Wenn ich mich recht entsinne, hat es mit WCM angefangen. Inzwischen liest man immer häufiger von einer Blase am Immobilienmarkt und dass steigende Zinsen für die Immobilienwerte Gift seien. Siehst Du hier einen größeren Korrekturbedarf und wenn ja ab wann rechnest Du damit? Welche Auswirkungen wird das auf die Kurse haben und sollte man vielleicht schon jetzt lieber die Reißleine ziehen und die Gewinne realisieren?

    Danke für die ganze Mühe, die Du hier mit Deinem Blog gibst und für die viele Zeit, die Du hier investierst. Du hast meine größten Respekt dafür, vor allem, weil Du uns Dein Wissen und Deine Ideen auch noch kostenlos zur Verfügung stellst. Danke!

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    1. Ich denke, dass es im Immobiliensektor durchaus Übertreibungen gibt, allerdings nicht flächendeckend. Während es in den Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart schon unbezahlbare Preise und Mieten gibt, sind Eigenheime und Mietobjekte in ländlicheren Regionen kaum oder nur mit erheblichem Wertverlust zu verkaufen. Es gibt in Deutschland nicht zu wenig Wohnraum und auch nicht zu wenig bezahlbare Wohnungen - sie liegen nur nicht unbedingt dort, wo alle hinziehen und wohnen wollen. So gesehen könnten Bestandshalter von B- und C-Lagen künftig Probleme bekommen, weil sie immer häufiger und länger mit Leerstand zu kämpfen haben werden. Und sollten irgendwann die Zinsen wieder anfangen zu steigen, kann sich die zu großen Problemen auswachsen: sinkende Mieteinnahmen und steigende Zinslasten.

      Und da sind wir schon bei den Zinsen. Anders als in den USA; wo wir uns auf mehrere Zinsanhebungen in diesem Jahr einstellen müssen, wird es in der Eurozone in absehbarer Zeit noch keine Zinsanhebungen geben. Zwar phrasisieren einige Gazetten von steigender Inflationsrate, aber die Kernrate (ohne Energie) dümpelt weiter vor sich hin. Und der Teurungseffekt durch die gestiegenen Energiepreise wirkt nur in diesem Jahr und auch nur in den ersten und den letzten Monaten des Jahres, denn nur in diesen Monaten waren die Energiepreise im letzten Jahr deutlich niedriger. Der Teurungseffekt verpufft also bereits in wenigen Wochen und damit der Grund für die EZB, die Zinsen in der Eurozone anzuheben. Denn eigentlich liegt die Konjunktur noch am Boden und auch die Regierungen sind froh, wenn sie sich weiterhin so günstig verschulden können.

      In den nächsten ein, zwei Jahren dürften die Zinsen in Euroland weiter niedrig bleiben. Das bedeutet weitere Probleme für die Banken und die Versicherungen, positive Effekte für die Immobilienwirtschaft und die Unternehmen, die sich günstig ver- oder umschulden können, und natürlich für die Asset-Manager, denen Anleger auf der Suche nach auskömmlichen Renditen immer mehr Geld anvertrauen.

      Auf Sicht der nächsten 12 bis 24 Monate sollten also Aktien von u.a. Immobilienwerten, Asset-Managern, Beteiligungsunternehmen und Finanzinvestoren gute Bedingungen vorfinden. Und die aussichtsreichsten von ihnen finden sich auf meiner Empfehlungsliste.

      Also, Marco, Du bist hier mit Deiner Frage genau richtig gelandet, genau dafür ist dieser Strang gedacht. Und vielen Dank für die netten, lobenden Worte. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

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  2. Hallo Michael, ich lese Deine fundierten Informationen sehr gern und lasse mich auch davon inspirieren. Beispielsweise Blue Cap, einer Deiner Aktien, welche Du auch im Musterportfolio aufführst. Nun meine Frage, was Du aktuell von der Firma SHS Viveon AG hältst und insbesondere davon, dass dieses Unternehmen möglicherweise dieses Jahr den Turn-Around und im kommenden Jahr einen deutlich positiven nachhaltigen Jahresüberschuss erzielen wird. Wie würdest Du aktuell diese Aktie einwerten, da im Forum von Finanzen.net diese Aktie als attraktiv herausgestellt wurde.
    Vielen Dank für Deine Einschätzung und ein schönes Wochenende.

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    1. SHS Viveon habe ich immer mal wieder auf dem Radar, aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Unternehmen bisher nie. Die Bilanz ist eher konservativ aufgestellt, wenig aufgebläht. Von daher ist SHS eigentlich günstig bewertet. Andererseits haben sie fortgesetzt viel versprochen und wenig gehalten. Deshalb steht der Kurs, wo er steht. SHS hat immer tolle Perspektiven, aber sie kriegen die Power nicht auf die Straße. Wenn man jetzt einsteigt, dürfte man nur noch begrenztes Risiko nach unten haben beim Kurs. Allerdings braucht man Geduld und das Vertrauen in das Management, dass es dieses Mal wirklich besser wird mit den Kosteneinsparungen, der Neukundengewinnung und der Ausweitung der Margen. Und folglich höheren Gewinnen. Bisher ist davon noch nichts zu sehen, vielleicht zeigen die nächsten Zahlen eine Tendenz auf. Bis dahin dürfte im Kurs eher wenig passieren. Sollte SHS aber zur Abwechslung mal Positives liefern können, dann könnte der Kurs auch schnell anziehen...

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  3. Danke Dir. Sehe ich ähnlich - aber sollte es tatsächlich zu einem Turn-around im Unternehmen SHS Viveon kommen, so gehe ich davon aus, dass bei einer Aktienanzahl von ca. 2 Mio. Stücke eine recht schnelle Bewegung nach oben statt findet und man dann den "Zug" schon wieder verpasst hat, oder? Sollte es tatsächlich in 2018 zu einem Gewinn je Aktie von 1,00 EUR kommen, welches Kurs-Gewinn-Verhältnis gestehst Du dieser Aktie zu bzw. welches Aktienkursniveau würdest Du als Value-Investor auf Sicht der kommenden 12 Monate erwarten?
    Noch eine andere Frage dazu: Auf Xetra-Schlusskurs kommt es bei dieser Aktie immer wieder zu großen Briefseiten, welche aber tagsüber nicht zu sehen sind. Verkauft wird eigentlich auch nicht zu richtig (ich beobachte diese Aktie und das Orderbuch schon seit längerem!). Womit kann dies zusammen hängen? Wenn hier jemand verkaufen will, dann doch nicht nur in der Schluss-Auktion von Xetra, oder? By the Way: wie würdest Du, wenn Du Übernahmeinteresse hättest, ein derart niedrig kapitalisiertes Unternehmen übernehmen bzw. dich großteilig daran beteiligen? Den Aktienkurs möglichst über einen Zeitraum von bspw. 3 Monaten niedrig halten und dann ein Übernahmeangebot mit Aufschlag von bspw. 30% ankündigen und darauf hoffen, dass dann einige genervt dieses Angebot annehmen? Oder wie geht ein Großinvestor mit Übernahme-Plänen bei Kleinunternehmen vor? DANKE Dir und einen schönen Sonntag!

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    1. Wie gesagt, sollte SHS Viveon seine Versprechen endlich mal einlösen können, kann es mit dem Kurs deutlich nach oben gehen und auch schnell. Als "zubilligbares" KGV könnte man dann das von Unternehmen der Peergroup heranziehen, das überwiegend deutlich höher liegt. Allerdings liefern diese Unternehmen ja auch zumeist schon länger überzeugende zahlen und der Markt ist momentan ohnehin überdurchschnittlich hoch bewertet. Deshalb würde ich SHS eher im unteren Drittel der Peer-KGVs ansiedeln. Bis sie mehrmals hintereinander ihre Prognosen und versprechen eingehalten und sich zu einem verlässlichen Ablieferer entwickelt haben.

      Zu Deinen anderen Überlegungen kann ich Dir leider gar nichts sagen. Ich habe noch nie versucht, eine börsennotierte Firma komplett zu übernehmen und kann Dir daher auch nicht sagen, wie man das am schlausten anstellt. Dazu benötigt man Rechtsexperten, um die vielen gesetzlichen Fallstricke zu umgehen und natürlich auch Handelsexperten, weil man den Kurs und damit den Kaufpreis ja nicht selbst hochtreiben will. Auch zum "Verhalten" des Orderbuchs kann ich nichts Qualifiziertes beitragen. Ich finde es immer wieder interessant und teilweise sogar amüsant, wenn ich die Spekulationen zu dieser Kursdeutung lese. Das grenzt bisweilen an Verschwörungstheorien und Phantasterei. Wissen tut niemand etwas, aber alle/viele versuchen hier etwas herauszulesen. Ich wüsste nicht, wo das schon einmal wirklich gelungen wäre. Selbst wenn es am Ende zu einer Übernahme kommt, ist die Erklärung einzelner Orders im Nachhinein noch immer Kaffeesatzleserei. Nur dann eben auch nicht mehr relevant.

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    2. SMC Research hat übrigens das Coverage für SHS Viveon aufgenommen und sieht hier "eine attraktive Turnaround-Story". Das Rating lautet BUY und das Kursziel €10,30. Upside-Potenzial wäre demnach gut 130%.

      Wenn SHS (endlich) seine Prognosen einhalten und seine PS auf die Straße bringen kann, könnte der Kurs durchaus in diese Richtung laufen. Wir werden es anhand der 2017er-Zahlen quartalsweise abgleichen können, ob die Erwartungen auch erfüllt werden (können).

      zur Studie (PDF)

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  4. Hallo Herr Kissig,

    zunächst vielen Dank für den interessanten und hilfreichen Blog! Toll ist es auch, dass man Fragen zu einzelnen Aktien stellen kann. Wie schätzen Sie denn momentan V. F. Corp ein? Halten Sie denn derzeitigen Kurs für einen guten Einstiegszeitpunkt? ich bin Anfang 30 und will mir Schritt für Schritt ein Dividendendepot aufbauen, vielleicht vereinzelt gespickt mit Wachstumswerten wie amazon. Habe bisher schon Werte wie Unilever, Pfizer, SAP, Novartis, Apple...

    Vielen Dank!

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  5. Hallo Michael,

    Eine kurze Frage an dich.Ich gehe aufgrund deiner Empfehlungsliste davon aus, dass du einigermaßen diversifiziert bist, sprich 30-50 Positionen hälst? (Korrigiere mich wenn ich falsch liege). Buffet hat einmal gesagt er hält es für unnötig mehr als 6 Aktien gleichzeitig zu halten, sofern man sich mit diesen 6 Unternehmen ausgezeichnet auskennt.Zu meiner Frage: Glaubst du deine Performance wäre besser oder schlechter wenn du durchweg ein sehr konzentriertes Portoflio halten würdest. Sprich nur in deine jeweils 6 besten Ideen (besten Ideen zum Zeitpunkt des Investierens) investieren würdest und beim Entecken eines neuen und viel versprechenden Investments die schlechteste dieser 6 Aktien für die Neue rausschmeißen würdest? Freue mich auf deine Antwort.

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    1. Ich habe nicht alle Werte von der Empfehlungsliste in meinem Depot. Mein Depot sieht ein bisschen aus wie bei Buffett: ich habe vier deutlich übergewichtete Ankerinvestments so um und bei 10% Depotanteil (Aurelius, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, MBB), dann einige mittelgroße Positionen um die 7% und eine ganze Reihe von kleineren Positionen. Insbesondere Turnaroundspekulationen sind zumeist kleine Positionen.

      Bei den kleineren Positionen wechsle ich auch schon mal aus, je nachdem wie ich die kurzfristigen Erwartungen einschätze. Und bei meinen Ankerinvestments trade ich bisweilen kleinere Anteile (bis zu 10% der jeweiligen Position), wenn der Wert eine volatile Phase hat. Eine zeitlang war das besonders Aurelius, nun eher DRAG und vor allem MBB. Gerade bei MBB nutze ich seit Wochen die Schwankungen zwischen €90 und €85 aus und handele 10% meines Bestands.

      Ich muss dazu sagen, dass ich meine Aktien alle in einer GmbH halte und somit die Kursgewinne ganz anders besteuert werden (niedriger) als bei Priavtanlegern. Und ich habe ein Depotmodell, bei dem ich übers Jahr verteilt 1,25% Depotgebühren zahlen, dafür aber keine Transaktionskosten; lediglich Börsenspesen (also bei den Regionalbörsen). Insofern sollte man hieraus keine nachzuahmende Handlungsweise ableiten.

      Und, bevor die Frage (wieder) kommt: ich empfehle nicht, für seine Aktienanlagen eine GmbH zu gründen. Bei mir gab/gibt es eine bestimmte Konstellation, weshalb ich diesen Weg für mich als den zielführendsten erkannt und gewählt habe. Ist keine Blaupause für andere.

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  6. Hi Michael C. Kissig,

    ich habe in den letzten 2 Tagen deinen Block gründlich durchgestöbert, weswegen ich dir erst mal meinen großen Respekt/Lob aussprechen muss für das was du erschaffen hast,und dass es noch wirklich auch Analysten gib´s die den Value Prinzip verfolgen, eine Traffic-Record aufweisen und nicht wie die meisten Analysten mit Quartalszahlen, Charts und Kaffeesatzleserei herumballern die eh keinen interessiert.

    Während meines durchstöbern konnte ich viele deiner interessante Artikeln durchleuchten und eines der interessantesten Artikeln für mich persönlich war die Patrizia Immobilien Ag.

    Heute habe vor kurzem erst den 180.S Geschäftsbericht 2016 angeguckt und muss ehrlich gestehen das ich mich in das Geschäftsmodell von Patrizia Immobilien verliebt habe.
    Doch da ich eben kein Mensch bin der sattelsichere Kenntnisse im Bereich der Buchhaltung und Bewertung aufweisen kann bitte ich darum einige meiner persönlichen Erkenntnisse und Fragen zu beurteilen/korrigieren bzw hinzuzufügen.

    Los geht´s

    1)Patrizia Immobilien hat einen Operativen Gewinn (ohne Verkauf der Immobilien einberechnet versteht sich) von 72,2 Mio € erwirtschaftet.
    Doch wie viel % dessen (72,2Mio€) stammt rein aus dem AuM Geschäft und wie viel aus den übrigen Geschäftsfelder? Denn die wollen sich ja langfristig von allen Immobilien trennen und nur mehr Co-Investor bzw Asset Manager sein deren Volumen bald auf 20,6 Mrd kommt.
    Ich versteh ehrlich gesagt die Qualität und Zusammensetzung des operativen Gewinn von 72,2 mio nicht so wirklich.

    2)Wie viel Profit bring das AuM wenn es schätzungsweise eine Summe von 20,6 Mrd für 2017 einnimmt?
    Die haben ja noch Immobilienbestände und wenn die diese nun losschlagen, wir würde es sich auf den Operativen Gewinn auswirken?

    Meine jetzige Kalkulation ist folgender:
    Börsenwert 1,49 Mrd €/ eine Bilanzsumme von 993 Mio € wovon 244 Mio € Schulden, 440 Mio € Cash in der Kassa und der Rest 309 Mio € in Form von Immobilien und Beteiligungen da sind. Und wenn ich die Schulden mit den liquiden Mittel abzahle, komme ich auf einen Wert von 505 Mio € Firmenvermögen oder einen Buchwert von knapp 6,00€ pro Aktie, welche ohne weiteres in der Theorie liquidiert werden könnte. Heißt knapp 1 Mrd Euro Börsenwert ist an keinerlei real vorhandenes Vermögen gekoppelt sondern es handelt sich hierbei um die sogenannte Zuschlagsprämie wie Warren Buffett so sagt, auf firmen die sei es wegen Ihres Geschäftsmodells/Profitabilität, Qualität oder Preissetzungsmacht zu zahlen ist.
    Wenn ich diese 1,5 Mrd gegenüber den Gewinn in höhe von 72,2 Mio dividiere komme ich auf ein KGV von 20,6 und ist optisch wie du gesagt hast nicht billig, doch es geht eben auch um die AuM einnahmen was ja der Knackpunkt ist.
    Wenn ich so richtig verstanden habe, hat sich der operative Gewinn von 2014 mehr als verdoppelt und das rein dadurch, dass das AuM sich von 14,6 Mrd auf 16,6 Mrd erhöht hat.
    Doch auf der Webseite in der Ausblick für 2017 steht, dass es mit einem operativen Ergebnis von 65-75 Mio € für das Jahr 2017 gerechnet wird, was doch ziemlich für mich verwirrend ist.





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    1. Hallo Lin, wenn Du Dir die Company-Präsentation zum Conference Call vom 14. März ansiehst, wirst Du fündig (Seite 3, "Asset Management Fee Income" und dann die folgenden Seiten/Erläuterungen).

      Der erwartete Gewinn in 2017 ist ohne Immobilienverkäufe. Schaust Du Dir die Werte der vergangenen Jahre an, dann siehst Du, dass es in 2015 und 2016 exorbitant hohe Gewinne gab, eben weil Liegenschaften verkauft wurden. Vorher gab es das so nicht. Insofern ist 2017 ff. eher mit 2014, 2013 oder 2012 zu vergleichen. Und der Börsenkurs hatte 2016 nach oben übertrieben, weil er die Ergebnisse aus 2015 und 2016 in die Zukunft fortgeschrieben hat. Das geht so natürlich nicht.

      Aber... auch wenn der Fokus natürlich auf die nun wieder "normalen" und geringeren Jahresergebnisse zu richten ist, die aus dem operativen Geschäft stammen, wird es sporadisch noch zu hohen Einmalgewinnen kommen, wenn ältere Bestandsimmobilien verkauft werden. Diese sind, wie gesagt, bisher NICHT Bestandteil der Planungen und werden im Konkretisierungsfall das jeweilige Jahresergebnis raketengleich in die Höhe katapultieren. Aber eben einmalig, nicht als Dauerzustand. Ich hatte das in einem älteren Beitrag zu Patrizia mal mit dem neuen Geschäftsmodell bei den Softwarekonzernen Adobe und auch Microsoft verglichen. Aus den ehemaligen hohen Verkaufserlösen wurden niedrigere, aber stetige Lizenzeinnahmen. Das hat die ersten zwei, drei Jahre für Umsatz- und Gewinneinbrüche gesorgt, aber inzwischen verdienen die Konzerne mehr Geld als zuvor und die Einnahmen schwanken weniger. Genauso läuft es bei Patrizia, nur dass das Umstellen länger dauert, weil Immobilien nicht so schnell gehandelt werden können wie Software.

      Eine Anmerkung noch zum operativen Gewinn. Dieser besteht natürlich nicht nur aus den Fees, sondern auch aus Mieteinnahmen - denen die Kosten für die eigenen Immobilien gegenüberstehen. Wenn Patrizia eine solche eigene Liegenschaft verkauft, entfallen die hierauf anfallenden Kosten, aber auch Einnahmen - und somit der Gewinnanteil. Was den operativen Gewinn schmälert. Das wird erst dadurch wieder kompensiert, dass Patrizia neue AuM kreiert und hieraus Fees erzielt. Abgesehen von de einmaligen außerordentlichen Verkaufsgewinn.

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  7. Hallo Michael,

    ich beschäftige mich erst seit ca. einem Jahr mit Einzelaktien und möchte tiefer in diese Materie eintauchen. Kannst Du mir ein leicht verständliches Buch für Value Investing empfehlen? Welche Unternehmen aus Deiner Empfehlungsliste findest Du für ein Basisinvest derzeit besonders empfehlenswert?

    Besten Dank für Deine Mühe und die wirklich gelungene Website.

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    1. Einsteiger sollten sich in zwei Richtungen bilden: einerseits ein Verständnis für die Börse und für Unternehmen entwickeln, weil es mehr gibt als die nackten Zahlen. Und auf der anderen Seite muss man aber auch die Zahlen verstehen/interpretieren können. Erfolgreiches Investieren erfordert aus meiner Sicht beides.

      Als Einstiegsliteratur würde ich daher drei Bücher empfehlen:

      - "Der Börse einen Schritt voraus" von Peter Lynch
      - "Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie" von Robert G. Hagstrom
      - "Value Investing simplified" von Lawrence A. Cunnigham

      Das Buch von Lynch stammt aus 1990 und viele Beispiele betreffen Firmen, die es nicht mehr gibt oder Situationen, die man als junger Mensch eher in einem Geschichtsbuch vermuten würde. Aber... die Grundidee, das Verständnis für Unternehmen und Geschäftsmodelle, hat an Aktualität nichts verloren.

      Ich definiere "Basisinvest" jetzt mal als langweiliges Unternehmen, das stetig wächst und seine Gewinne absehbar ausbaut, Potenzial aufweist und das bei begrenztem Risiko. Risiko in Hinblick auf das Business und in zweiter Linie als Kursrückschlagpotenzial.

      - Bavaria
      - Blue Cap
      - Deutsche Beteiligung
      - DIC Asset
      - Ringmetall
      - Shareholder Value Beteiligungen
      - Technotrans
      - VTG
      - Berkshire Hathaway (USA)
      - Fairfax Financial (CAN)

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    2. Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich werde mir die empfohlenen Bücher besorgen und Deine Website weiterhin regelmäßig besuchen. Mit Deiner Definition von meinem "Basisinvest" hast Du ins schwarze getroffen.

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    3. Ich empfehle noch "Value Investing with the Masters" von Kirk Kazanjian. Hat mir sehr gut gefallen.Sind im prinzip 20 Interviews mit 20 erfolgreichen Valueinvestoren und am Ende gibts noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

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    4. Ich kann Dir Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse von Nicolas Schmidlin empfehlen. Sehr anschaulich und auch sehr gut aufbereitet welche Zahlen wie zu verstehen und zu werten sind.
      "Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie" von Robert G. Hagstrom kann ich auch sehr empfehlen.

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  8. Hallo Michael,

    bei meinen Kaufentscheidungen tue ich mich noch etwas schwer, was die Betrachtung der Zahlen angeht, Analyse fairer Wert eines Unternehmens. Ich hätte beispielsweise gerne Walt Disney und Microsoft im Depot, glaube bei beiden Unternehmen an die Zukunft. Nur ich weiß nicht, ob jetzt der richtige Einstiegszeitpunkt ist, was die Bewertung angeht. Wie ist dein Blick darauf?

    Vielen Dank schon mal!

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    1. Hallo Stefan Meier, ich hab mich am Anfang meiner Börsenkarriere mit 14 Jahren einst auch jeden Tag die gleichen Fragen gestellt die du hast und versucht den Markt zu Timen und viele andere Sachen und glaubst mir, du wirst es nicht schaffen. Microsoft und Disneyaktien waren wenn du zurück in die Vergangenheit blickst schon immer teuer gewesen ,heißt ein KGV von 18-20 oder mehr waren mehr oder weniger die Regel, doch gleichzeitig sind die Gewinne auch linear zum Aktienkurs gestiegen, was heißt, hättest vor 10 Jahren gekauft bei einem KGV von 20 Beispielsweise, so hättest heut nur ein KGV von 10 zum Einstandskurs, da die gewinne stetig zum Kurs gestiegen sind und mit Ihnen auch die Dividenden und anstatt der 3 oder so Prozent Dividenden hast eben dann nach 10 Jahren 7-8 Prozent auf dein Investment, was im jetzigen Niedrigzinsumfeld mir ganz attraktive vorkommt. Nach Informationen von Ariva hat Disney übrigens jedes Jahr Dividenden erhöht und seit 2000 die Dividenden um mehr als 500% gesteigert. Es gab nur wenige Fälle wie der Wirtschaftskrise 2008-9 die zur stärkeren Kursrückgänge veranlasst haben, doch darauf würde ich mich nicht verlassen und stattdessen immer bei Kursrücksetzern kaufen und wenn am Endes des Monats Geld übrig bleibt, welches du sowieso nicht brauchst in den Aktienmarkt stecken und den Märkten Ihre Arbeit verrichten lassen. Ich glaube in 30-40 Jahren wird dir das sowieso sowas von egal sein zum welchen Kurs du gekauft hast, da sich das Papiergeld in der Zwischenzeit so sehr massiv an Wert verloren hat, dass du es nicht wiedererkennen kannst.
      Ein Beispiel ich bin Österreich, und mein Börsenmentor hat mir immer erzählt das sein Vater nach den Krieg in den 1950-55 Jahre für einen Schillig (13,7 Schilling= 1€) einen fetten Schnitzel mit Kartoffelsalat und großen Krug Bier serviert bekam. Und heute?
      Ich glaube unter 10€=137 Schilling solltest du nicht mehr mal denken ein Lokal mit deinen Füßen zu betreten. Ich glaube du solltest jetzt so etwa wissen worauf ich hinausgehen möchte.

      Grüße Lin

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    2. Warren Buffett sagt, man solle lieber ein hervorragendes Unternehmen zu einem guten Preis kaufen, als ein gutes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis.

      Die meisten Anleger sind immer auf der Suche nach dem besten Preis, dem günstigsten Kurs. Und messen ihren Anlageerfolg alleine daran, ob der Kurs dann steigt und wie viel. Das ist allerdings Spekulation, nicht Anlagen/Investieren. Dabei kommt es mehr auf die Perspektiven an, die ein Unternehmen hat und erst in zweiter Linie dann darum, nicht zu viel dafür zu bezahlen und ggf. auf den richtigen Momentan zu warten.

      Hier muss ich übrigens Lin widersprechen, denn Microsoft war vor einigen Jahren durchaus zu KGVs von unter 10 zu bekommen. Ich habe Anfang 2013 dazu einen Artikel verfasst ("Microsoft, das verkannte Value-Investment") und Microsoft in der zeit ja auch auf meine Empfehlungsliste genommen. Allerdings war damals Steve Ballmer noch Chef, man versenkte gerade Milliarden mit der Nokia-Übernahme und Windows war mächtig unter Druck, weil immer weniger PCs verkauft wurden. Und die X-Box sah auch keinen Stich gegen Sonys Playstation. Naja, Nadella und seine neuen Ideen waren der Grund, weshalb ich Microsoft gekauft habe. Wäre der operative Umschwung übrigens nicht geglückt, wäre das KGV auch in die Höhe geschnellt, weil einfach die Gewinne immer weiter wegschmolzen. Billig ist eben nicht immer auch günstig.

      Bei Disney bin ich zwiegespalten, die ESPN-Sparte ist ein erhebliches Problem, das die nicht wirklich in den Griff bekommen. Microsoft hingegen ist führend im Bereich Cloud-Computing und verdient in seinen Sparten wieder richtig Geld. Und sie wagen sich in neue Bereiche vor, sind wieder Innovationsführer, das haben sie Apple inzwischen wieder voraus. Insofern kann man für Microsoft durchaus einen höheren Preis zahlen als für andere Aktien. Microsoft ist eben ein Quality Investment mit einem sehr breiten Burggraben. Und sie sind bereit, Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Auch das ist ein großer Pluspunkt, ein fähiges und vertrauenswürdiges Management.

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    3. Vielen Dank für eure Antworten! ESPN ist bei Disney noch ein Problem ja, aber dafür ist der Rest aus meiner Sicht top. Gerade was Content angeht hat Disney den klassischen Burggraben, Star Wars, Marvel, die Disney Figuren etc. Dazu der Kauf von BamTech, also es geht noch mehr Richtung Streaming. In 20-30 Jahren werden sich Kinder und Erwachsene immer noch an Disney Märchen erfreuen, in die Vergnügungsparks gehen etc. ESPN wird dank BamTech entweder interessanter oder vielleicht verkauft? Aber was soll man mit Disney auf 20-30 Jahre Anlagehorizont falsch machen, frage ich mich. Oder übersehe ich was?

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  9. Moin,

    ganz konkret: Würden Sie bei Gladstone, Capital Stage und Genworth nachlegen? Gerade die jüngsten Abschläge bei Genworth machen mich stutzig.
    Generell vielen Dank für Ihren Blog den ich immer wieder gerne lese.

    VG, Holger

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    1. Capital Stage
      Attraktiv bewertet und möglicherweise selbst bald ein Übernahmeziel für einen großen Energierversorger, einen größeren Wettbewerber oder sogar für einen Finanzinvestor. Die Unsicherheit über das neue Auktionsverfahren bei den regenerativen Energien trifft die gesamte Branche und die evtl. noch aufkommenden zusätzlichen Kosten aufgrund des Squeeze-outs bei Chorus Clean Energy sollten nicht überbewertet werden. CS bleibt für mich ein Kauf.

      Gladstone Capital
      GLAD habe ich in einer Sondersituation gekauft, wo der Wert völlig zu Unrecht total ausgebombt war. Diese Übertreibung nach unten hat der Kurs längst wieder aufgeholt. Die Sorgen richteten sich damals gegen drei Beteiligungen, die in der US-Schieferindustrie tätig sind (allerdings als Zulieferer) und schaut man auf die gegenwärtige Lage am Ölmarkt und die Pläne von Trump zur Förderung der US-Öl-Industrie, sowie auf die in den USA tendenziell steigenden Zinsen, sind das alles positive Aussichten für GLAD. GLAD ist nicht mehr unterbewertet, aber ein solider Dividendenzahler und auf dieser Basis attraktiv für Dividendenjäger.

      Genworth Financial
      Die entscheidende Frage ist doch, was ist eine GNW Aktie wert? Kommt der Oceanwide-Deal zustande, dann sind das $5,41. Fällt der Deal durch, was dann?

      Für Verunsicherung sorgen aktuell die Sammelklage gegen GNW wegen der Fusion (LINK) sowie die Sorgen darüber, dass die Fusion möglicherweise nicht genehmigt wird seitens der Regulierungsbehörden (LINK).

      Ich hatte GNW Anfang 2016 erstmals bei 1,72€ gekauft, weil ich glaube, dass das Unternehmen eher zweistellige Kurse wert ist (GNW notiert ja deutlich unter seinem Buchwert). Trotz aller Probleme im operativen Geschäft und bei der Bewertung der Long Term Care-Produkte, die man aber auch schon aktiv angegangen ist. Ich glaube, dass GNW auch alleine überleben kann und ggf. eine oder zwei seiner börsennotierten Hypothekentöchter (in Kanada und Australien) verkaufen könnte, um zu Geld zu kommen, wenn nötig (sehe ich aber momentan nicht so). Die beiden zusammen sind ja momentan mehr wert als GNW in Gänze. Daher wäre ein Platzen des Oceanwide-Deals für mich jetzt kein GAU.

      Mittel- und langfristig sollte man also mit GNW schönes Geld verdienen können. Kurzfristig nur, wenn der Oceanwide-Deal zustande kommt. Scheitert er, wird es zunächst einmal eine Unsicherheitsphase geben, die auch den Aktienkurs belasten könnte. Für mich bleibt GNW unterbewertet.

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  10. Hallo Michael,
    wie siehst du aktuell die Situation bei UET?
    Die Aktie ist in den letzten 3 Monaten von 0,63€ auf 0,42€ gefallen, ist das jetzt eine gute Einstiegsmöglichkeit, oder gab es irgendwelche negativen News, weshalb die Aktie gefallen ist?

    Vielen Dank schonmal im vorraus.

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    1. UeT arbeitet weiterhin am Turnaround. Anfang März hat man den Geschäftsbereich MANUFACTURING an die CCS Group verkauft und wir müssen abwarten, was der Geschäftsbericht 2016 so mit sich bringt und wie sich UeT so weiter entwickelt. Diese Turnaround-Spekulation benötigt einiges an Geduld, aber mein Investmentcase ist weiterhin intakt. Sollte UeT sich erholen, winken ganz andere Kursregionen. Falls...

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  11. Hallo Michael,

    wie siehst du aktuell die Situation bei SHS Viveon, seit der Änderung im Vorstand ist der Kurs in einer Woche um ca 20% gefallen.

    Eigentlich sollte doch der Boden jetzt langsam erreicht sein und der Kurs sollte doch jetzt ziemlich viel Potential nach oben haben.
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

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    1. Bei SHS Viveon sollte man schon beachten, dass der Kurs seit Jahren nicht wirklich vom Fleck kommt und eigentlich immer weiter abgebröckelt ist. Dann gab es im Zuge der 2016er Ergebnispräsentation einen schnellen starken Anstieg, der nun wieder verpufft ist. Der Kurs ist also nicht einseitig um 20% gefallen, sondern es wurden eher die schnellen gewinne der letzten Tagen/Wochen wieder mitgenommen.


      SHS Viveon ist eigentlich in ihrem Markt recht gut positioniert, aber man schafft es seit Jahren nicht, gute Margen und Gewinne zu erwirtschaften. Der bisherige Vorstand hat immer viel versprochen, jedoch leider nicht viel davon eingelöst. Insofern ist der Wechsel erstmal nicht negativ zu bewerten, sondern bietet die Chance auf einen Neustart. Was allerdings künftig belastend für den Kurs sein könnte ist die Tatsache, dass Stefan Gilmozzi nicht nur CEO sondern auch Großaktionär ist. Vielleicht kommt er nach seinem Vorstandsabgang nun zu der Auffassung, dass er sich künftig auch von einigen seiner Aktien trennen möchte. Oder von allen. Das würde eine ziemliche Belastung für den Kurs bedeuten; wir haben das ja bei der Deutschen Rohstoff AG erlebt, wo Titus Gebel immer mal wieder Aktien verkauft hat, was jeden stärkeren Ausbruch des Kurses nach oben immer wieder gedeckelt hat.

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  12. Hallo,

    zuerst Danke für deine tolle Arbeit und Berichte auf deiner Homepage und diversen Foren. Was mich nur wundert ist, das ich dich noch nicht bei Helma gesehen habe. Gerade nach den starken Kursrückgang aufgrund zu hoher Erwartungen aber dennoch weiteren starken Wachstums und ein KGV2017 von ca 10. Gerade als Value&Wachstumsinvestor würde mich deine Meinung zu Helma auf aktuellen Niveau interessieren.

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    1. Helma Eigenheimbau hatte ich im Oktober auf meine Empfehlungsliste genommen, dann aber im Februar nach der katastrophalen Vorstellung wieder gestrichen. Nicht wegen der Prognosesenkung an sich, sondern aufgrund der Art und Weise, wie Helma mit den Anlegern dabei umgegangen ist. Meine zuerst positive Einschätzung und die anschließende Ernüchterung kann man in meinem Beitrag "Helma Eigenheimbau: Bauen Anleger hier auf Sand oder Beton?" nachlesen. Meine Kritik vom 23.02.17: "Dass eine solche gewaltige Prognosesenkung stattfinden muss, wirft Fragen auf, ob der Vorstand nicht viel zu optimistisch geplant hat und ob er nicht früher hätte gegensteuern und ggf. warnen müssen. Die letzten Insiderverkäufe im Dezember haben jedenfalls in diesem Zusammenhang ein echtes Geschmäckle und meine Einstellung zum Unternehmen hat sich erheblich verschlechtert. Eine Kaufchance sehe ich hier auch nach dem mehr als 15-prozentigen Kurseinbruch nicht, dazu ist das Vertrauensverhältnis zu stark gestört.".

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    2. Da bin ich nur teilweise deiner Meinung.Zum jetzigen Kurs von ca. 37.50 finde ich Helma durchaus spannend.Denn die Fakten sind doch:

      -Wenn die Zinsen überhaupt anfangen zu steigen,dann langsam
      -Wie am Auftragsbestand zu sehen ist, wächst Elma durchaus noch im soliden Tempo, natürlich nicht mehr so schnell wie ursprünglich geplant, aber mann muss es immer in Relation zum Preis sehen
      - Das der Inhaber nach jahrelanger Erfolgsstory einen Teil seiner Aktien zu Cash macht macht mich nicht unbedingt nervös.
      - Da in meiner Familie Architekten arbeiten,weiß ich, dass vieles an den Bauämtern scheitert, weil diese schlichtweg zu wenig Personal haben. Das gleiche gilt für Baudienstleister. Ob Helma das hätte noch früher kommunizieren können und müssen, darüber kann man debattieren.
      - Gerade weil der Wille zu bauen da ist, und es an den Bauämtern scheitert, bezweifel ich nicht, dass sich der Umsatz lediglich verschiebt und nicht ganz wegfällt.
      - Ein Problem dass ich sehe, ist mangelndes Personal (Bauleiter sind wahnsinnig gefragt) und darunter leidende Qualität und dem zu Folge eventuelle Gewährleistungsansprüche.

      Dem Gegenüberstellen muss man aber halt ein 2017 KGV von 10 und ein Wachstum von >10%.Meiner Meinung nach übertreibt Mr. Market hier etwas.Aber vielleicht habe ich ja noch etwas übersehen?

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    3. Kann Powell Philipp hier nur recht geben.
      Ich finde Helma total spannend. Klar hat der Markt übertrieben bei Kursen von 60 EUR / share, alle haben gerufen die Aktie ist zu billig, und genau die schreien nun die Aktie ist zu teuer bei 37 EUR. Helma wächst seit Jahren konstant und wird auch in Zukunft weiterwachsen. KGV im Moment fast kleiner als 10. Man braucht ja nur durch die Orte fahren und sieht wie im Moment überall gebaut wird und jeder händeringend nach Wohneigentum sucht. Hier im Ballungsraum Köln/Bonn verdienen sich die Bauträger alle eine goldene Nase und ein Ende ist nicht absehbar.
      Ich selbst arbeite seit Jahren im Controlling eines Maschinenbauers und weiß wie schwer es ist seriöse Prognosen für das genaue Wachstum abzugeben. Erstrecht wenn Behörden und Gemeinden hier noch Einfluss haben, ist es noch viel schwieriger genaue Planungen abzugeben. Umso beachtenswerter ist die Entwicklung in den vergangen Jahren. Ich selbst bin nicht an kurzfristigen Erfolgen interessiert, sondern investiere langfristig. Das EPS in den letzten Jahren gibt mir recht.
      2010: 0,50
      2011: 0,83
      2012: 1,33
      2013. 1,85
      2014: 2,43
      2015: 2,69
      2016: 3,37
      2017: ?

      Stark steigende Zinsen sind im Moment und in Zukunft in Europa nicht zu erwarten. Banken verlangen Strafzinsen auf Guthaben, wohin also mit dem Geld.

      Insiderverkäufe sind doch nicht verwerflich. Warum soll ein Insider sich nicht irgendwann auch von Aktien trennen. Warum wissen wir doch alle nicht. Aber bei Kursen von über 60 denkt doch sicherlich jeder auch über einen Verkauf mal nach. Es gibt doch tausende Gründe die aus privaten Gründen für einen Verkauf sprechen würden.

      Irgendwann wird Mr. Market seine Meinung ändern und die Aktie wieder Richtung 50 bringen. Bei Kursen um 37 EUR sind für mich steigende Kurse viel wahrscheinlicher als fallende.

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    4. Eure Argumente waren ja auch exakt die meinen, wie der verlinkte Artikel zeigt. Mein - recht kurzfristiges - Umdenken liegt im Verhalten des Managements begründet, das hat das Vertrauen total verspielt. Auch das habe ich beschrieben. Daher bleibe ich bei Helma an der Seitenlinie. Was nicht heißt, das andere Leute mit der Aktie nicht irgendwann (wieder) gutes Geld verdienen können.

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  13. Doch nun zu meiner Frage Michael, wie weiß ich eig ob das Unternehmen welche Ihre Aktien zurückkauft auch diese vernichtet oder schlichtweg nur einlagert?
    Aurelius ist echt spannend muss ich sagen, man lernt etwas hautnah.
    Und wie hoch wäre deiner Meinung nach die Möglichkeit das mit den Aktienrückkäufe in Wirklichkeit die Aktien der
    Vorstände aufgekauft werden?
    Darüber steht auch eine Menge im Buch intelligent investieren, wo Aktienrückkäufe zwar als Investition begrüßt werden, doch nur solange diese auch zum fairen Wert bzw unterm Wert geschieht. Und nicht wie Mercedes damals Aktien für Mrd zurückkaufen nur um diese später zum Bruchteil in den 2009 Jahren mit Kapitalerhöhungen rauswerfen und damit Unternehmensvalue zu zerstören.

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    1. Eigene zurückgekaufte Aktien verbleiben einfach im Bestand des Unternehmens. Bis sie konkret verwendet werden. Also z.B. für ein Mitarbeiter-Optionsprogramm, oder sie werden institutionellen Anlegern verkauft oder sie werden eingezogen. Nur in diesem letzten Fall verschwinden sie und werden vernichtet. In allen anderen Fällen werden sie so behandelt, als wären sie nicht existent, solange sie im Besitz des Unternehmens sind. Werden sie hingegen wieder in Umlauf gebracht, "leben sie wieder auf" und sind wieder ganz normale Aktien. Wenn ein Unternehmen eigene zurückgekaufte Aktien verwendet, wozu auch immer, muss es das den Aktionären/dem Kapitalmarkt mitteilen.

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  14. Lieber Michael,
    Dein Blog ist wirklich grossartig! Herzlichen Dank für Deine kompetenten und interessanten Beiträge.

    Ich habe in meinem Depot drei Positionen, mit denen ich bislang sehr gut gefahren bin und die, soweit ich weiß, noch keine Erwähnung bei Dir gefunden haben. Es handelt sich um Adesso, KPS und die JDC Group.
    Über Deine Einschäzung zu diesen Unternehmen würde ich mich freuen.

    Weiter so!
    Beste Grüße,
    Georg

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    1. Adesso und KPS sind gut geführte und gut laufende Softwarefirmen, die man bei Kursrücksetzern immer mal wieder einsammeln kann. Mehr kann ich allerdings nicht zu ihnen sagen, da ich beim Thema Software nicht wirklich gut zuhause bin.

      Die JDC Group (ehemals Aragon) habe ich im Depot. Ist ein FinTech-Unternehmen, das sich auf Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten fokussiert. Dabei geht es zwar in gewisser Weise auch um Software und Apps, allerdings erwirbt JDC auch Maklerbestände, an denen man dann die stetigen Provisionseinnahmen verdient und die in die bestehenden App-Lösungen eingebunden werden. Das Unternehmen befindet sich auf einem guten Kurs und ich könnte mir vorstellen, dass man die Erwartungen in diesem mehr als erfüllen wird. Die Aktie dürfte daher noch Potenzial haben.

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    2. KPS halte ich aktuell für überteuert. Das "klassische" Beratungsgeschäft dürfte langfristig immer härter werden, diesbezüglich halte ich die Firma für nicht optimal aufgestellt. Ich glaube nicht, dass die Wertsteigerung weiter so anhält (zumindest nicht basierend auf Geschäftszahlen). In dem Markt könnten bald kleine agile Firmen den Markt neu aufrollen, die auf hochgradige Automatisierung setzen.

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    3. Einerseits gebe ich Dir recht, andererseits expandiert das Unternehmen im Ausland und es werden in den nächsten Jahren insbesondere in den USA deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwartet.

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    4. Das Beratungsgeschäft automatisieren? Wie soll das gehen?

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    5. Nun ja, Beratung als solches ist nicht automatisierbar, aber in Bereichen der Umsetzung und Unterstützung dieser Arbeit gibt es gewaltiges Potential -- bedeutet aber ein gewaltiges Umdenken in Prozessen und Strukturen. Durch die Expansion der KPS (oft durch Firmenzukäufe) dürfte sich aber ein solcher Prozess als äußerst schwierig herausstellen. Alte Lösungen und Überzeugungen treffen auf Neue da wird bestimmt viel Reibung erzeugt. Dazu kommt noch die SAP die die letzten Jahre extrem zugelegt hat ihre Verstaubte Software zu modernisieren (auch durch Konkurrenzdruck). Kurzum die IT Lösungen werden (generell) immer kurzlebiger und Beratungshäuser müssen immer schneller werden und sich neues Aneignen, wer das verschläft wird langfristig verschwinden.

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  15. Servus Michael,

    erstmal Komplimnet für deinen Blog finde ich wirklich super. Ich bin total begeistert von MBB und auch Aumann, nur sind die Kurse schon sehr hoch. Sollte ich da noch auf Rücksetzer warten, oder meinst du kann man jetzt auch eisteigen?

    Danke und schöne Grüße
    Helmut

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    1. Aumann ist für mich aktuell erstmal eine Halteposition bei 60 Euro ist viel Phantasie im Kurs eingepreist, die müssen die Erwartungen jetzt auch erfüllen. Bei MBB ist auch bei 85 Euro langfristig interessant, da man sie unterhalb der fairen Bewertung kaufen kann. Delignit und Aumann sind börsennotiert und nimmt man deren Aktienkurse und den MBB-Anteil, kommt man auf ca. 450 Mio. Euro. Die überwiegend Portfolio-Gesellschaften setzt MBB mit rund 82 Mio. Euro an. Hinzu kommen etwa 170 Mio. Euro Netto-Cash in der MBB-Holding (also inkl. der Töchter). Dieser Wert ist in Summe also rund 702 Mio. Euro und die MBB-Börsennotierung liegt bei gut 577 Mio. Euro, also 125 Mio. Euro niedriger. Macht einen Discount von 21,5%. Im Umkehrschluss dürfte die MBB-Aktie also aktuell auch 103 Euro kosten, ohne dass man mehr als das Netto-Cash und die Vermögenswerte zahlen würde. Dazu kommen die guten Aussichten, dass MBB mit den 170 Mio. Euro wieder sehr gute Investments tätigen wird (wie bei der Claas Fertigungstechnik und der Aumann-Gruppe, die ja in der heutigen Aumann AG gebündelt sind). Damit hat MBB sein Geld/Wert verzigfacht. Hier warten wir auf den nächsten Coup, der dürfte nun aber sehr viel größer ausfallen, da MBB viel mehr Geld zur Verfügung hat. MBB ist also weiterhin eine meiner größten Depotpositionen.

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  16. Zur deutschen Forfait:
    ich habe da gerade angerufen, weil ich wissen wollte, wann denn der neue Geschäftsbericht eingestellt werden würde, und ehrlich gesagt hat mich das Gespräch etwas unbefriedigt gelassen. Der Geschäftsbericht wird nur bis zum 31.12 gehen, und um etwas über das laufende Jahr zu erfahren, wird man bis zum 31.8. (!) warten müssen, denn durch den Wechsel in den General Standard sind nur noch halbjährliche Berichte erforderlich, und mehr will die DF auch nicht leisten. Ich halte das für eine schlechte Informationspolitik in der herrschenden Situation und habe das auch gesagt. Man erfährt gar nicht, was die DF denn zur Zeit für Geschäfte macht, und ob sie welche macht. Man sagte mir, Shahab Manzouri sei wohl auf dem Weg der Besserung und man erwarte, dass er sich in den nächsten Tagen melden würde. Als ich aber weiteres über gegenwärtige Aktivitäten in Erfahrung bringen wollte, sagte man mir, da könne man aus Gründen der Gleichbehandlung der Investoren nichts dazu sagen. Ich erwiderte, dass schließlich jeder anrufen könne, dazu sei der Investoren-Kontakt doch wohl da, und dass ich es schade fände, als Investor - und damit schließlich auch Eigentümer - einfach so im Dunkeln gelassen zu werden. Ich erwähnte, dass ich mir überlege, Aktien nachzukaufen, dass mich aber diese Informationspolitik eher entmutige.

    Ich dachte, ich stelle den Inhalt des Gespräches hier mal zur Diskussion und höre, was andere dazu meinen.

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    1. Der DF geht es aktuell um einen Neustart und um Kosteneffizienz. Da steht Kapitalmarktkommunikation nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Das hatte man auch in den vorherigen Meldungen so kommuniziert, insofern bestätigt Deine Mitteilung hier die Lage. Vielen Dank dafür. Hauptaugenmerk bleibt für mich der Gesundheitszustand des CEO und Großaktionärs und die USA-Iran-Lage. Dazu wissen wir noch nichts Neues und müssen abwarten.

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    2. Im großen und ganzen stimme ich Dir zu und hoffe auch, dass Du recht hast. Ich hätte mir aber bei einem Anruf eine etwas freimütigere Kommunikation gewünscht, was derzeitige Geschäfte angeht.
      Was die USA-Iran-Beziehung angeht: Ich glaube, dass Trump da die gleiche Großmäuligkeit und Inkompetenz zeigt und zeigen wird wie überall. Die Gefahr ist immer, dass er einen schnellen Schlag anordnet, weil er das eben kann ohne dass ihm ein Gericht oder die politische Struktur einen Strich durch die Rechnung macht, und ihm das einen schnellen Publizitäts-Erfolg einbringen kann. Doch im Augenblick steht da Nordkorea oben auf der Liste. Handels-Sanktionen lassen sich unilateral wohl schwerer durchsetzen als ein Raketen-Angriff.
      Dennoch, was den Iran angeht, scheint da zur Zeit noch viel in Wartestellung und das Geschäft noch nicht richtig losgegangen zu sein. Ich wüsste nur gern, ob da schon irgendwas passiert ist und die eine oder andere Forfaitierungstransaktion stattgefunden hat oder anvisiert ist...

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  17. Ich habe noch eine Frage zu MPC Münchmeyer Petersen Capital AG: ich habe gesehen, Du empfiehlst sie zum Kauf und hast im März geschrieben, Kurse um 6€ seien günstig ("kann man nicht viel verkehrt machen"). Die Aktie steht ja immer noch ungefähr da, und ich überlege mir, ob sich ein Investment lohnen könnte. Aber das KBV ist über 2 - das mag ja bei einer Asset Management Firma nicht so aussagekräftig sein, doch meiner Kalkulation nach liegt der NAV auch bei etwa 4.
    Ich habe übrigens auch gesehen, dass die Firma in eine Schiffs-Investmentgesellschaft mit kleineren Containerschiffen investiert hat unter der Maßgabe, dass die Frachtraten wieder steigen. Auch andere Gesellschaften (wie Seaspan) sehen da ja vorsichtige Zeichen einer Erholung, doch ich frage mich, ob da nicht immer noch erhebliche Risiken liegen.
    Daher meine Frage: was genau bringt Dich zu der Einschätzung, dass die Aktie zur Zeit günstig ist /was bringt Dich zu einer Kaufempfehlung?

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    1. Moin Lukas, aber genau das habe ich ja in den ausführlichen Artikeln zu MPC Capital, aber auch Lloyd Fonds und Ernst Russ beschrieben. Ich möchte Dich bitten, das dort nachzulesen (siehe auch die TAGs am Ende der Seite in der Fußzeile). Das hier alles zu wiederholen würden den Rahmen eines Kommentars ziemlich sprengen.

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  18. Hallo Michael!
    Ich nehme Dein Angebot Fragen zu stellen jetzt mal dankend an. Meine Frage(n) beziehen sich auf Gratisaktien (z.B. Patrizia).
    1.Warum wird dadurch nicht schlicht der Aktienbestand verwässert?
    2.Muss ich auf den Wert der Gratisaktien Abgeltungssteuer zahlen?
    3.Wie rechnet sich das für die Firma - wie ist da der Kapitalfluss?

    Ich freu mich schon auf die bestimmt wieder kurze wie verständliche Erklärung!
    LG,Jörgen.

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    1. Doch, der Aktienbestand wird verwässert. Der Gewinn fließt nicht (in Form der Dividende) aus dem Unternehmen ab, aber er verteilt sich auf eine größere Anzahl an Aktien. Gratisaktien 1:10 bedeuten letztlich eine Dividende von 10% - inkl. Steuerstundung. Denn die Gratisaktien erhält man ohne Steuerabzug - allerdings wird der Einstandskurs, zu dem man seinen Aktienbestand ursprünglich mal gekauft hatte, entsprechend heruntergesetzt, so dass man beim Verkauf dann einen größeren Kursgewinn versteuern muss.

      Für die Gesellschaft ist es eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Sie erzielt Gewinn, der in die Gewinnrücklage fließt. Und diese wird in Grundkapital (Aktien) umgewandelt. Die Aktien werden an die Aktionäre ausgegeben.

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    2. Teil 1 verstanden! Teil 2 noch nicht, weil: Beispiel Patrizia gibt damit ja einen Riesnebatzen Geld aus der Hand, gehören tut das dann den Aktionären. Aber gehe ich recht in der Annahme (und es sollte ja auch für Patrizia Sinn ergeben) dass das Geld nicht verschwunden ist, nur den Besitzer gewechselt hat, also immer noch da und dieses erhöhte Eigenkapital nutzt Patrizia, um für dessen neue Besitzer weiteres Wachstum zu generieren?
      Anders ausgedrückt: Ja, wir haben guten Gewinn erwirtschaftet, ihr bekommt 10% Dividende, die ihr aber gleich wieder bei uns anlegt! Und der Finanzminister bekommt (erstmal) nix!
      Hab ich es?
      LG, Jörgen.

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    3. Genau. Bei einer Bardividende fließt das Geld aus dem Unternehmen ab. Bei der" "Aktiendividende" bleibt das Geld im Unternehmen; es erhöht nun allerdings nicht den Wert je Aktie, sondern man erhält zusätzliche Aktien. Im Grunde ist es so, als würde das Unternehmen die gewinne einbehalten; die steigern dann ja auch den Werte je Aktie (und damit theoretisch auch den Kurs). Im Depot des Anlegers wirkt sich die Aktiendividende jedoch "doppelt" aus: einerseits hat er statt 10 Aktien dann 11 und der Kaufkurs seiner Aktien wird auch noch entsprechend reduziert, so dass die 11 Aktien auch noch mehr im Plus liegen. Und der Finanzmister bekommt seinen Anteil erst beim Verkauf der Aktien (es sei denn, zu diesem späteren Zeitpunkt gelten andere Steuergesetze; vielleicht muss man ja künftig Aktienkursgewinne nicht mehr oder niedriger versteuern?).

      Der Vorteil der Aktiendividende ggü. einer Nichtausschüttung ist einfach, dass der Aktionär das Gefühl hat, am Gewinn beteiligt zu sein und nicht nur auf Kursgewinne setzen zu müssen. Dem Unternehmen steht das Geld jedoch weiterhin für seine Geschäfte zur Verfügung. Eine Kapitalerhöhung ist also nicht bzw. seltener nötig, um weiteres Wachstum zu generieren.

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  19. Hallo Michael,

    zunächst einmal vielen Dank für deine ausführlichen und stets logisch aufgebauten Überlegungen zu einzelnen Werten! Du machst hier eine top Arbeit, danke dir!

    Seit nunmehr knapp eineinhalb Jahren bin ich dabei, mein Depot aufzubauen. Da ich den Markt wie wohl die meisten derzeit als relativ hoch bewertet empfinde, bin ich bisher allerdings nur zu knapp 30% investiert.

    Seit langer Zeit liebäugel ich bereits mit NVIDIA. Die Sektoren AR/VR sowie Deep Learning werden auch weiterhin rasante Wachstumsraten an den Tag legen und NVIDIA ist was Hardware hierfür angeht sehr gut aufgestellt. Bei derartigen Erwartungen erscheint die hohe Bewertung des Unternehmens als logisch. Und hierauf bezieht sich auch meine Frage an dich: Ab wann ist ein solches Unternehmen mit einem offensichtlichen Burggraben zu teuer, bzw: wo ziehst du die Preisgrenze eines "Quality Investments"?

    Heute Abend nach Börsenschluss wird NVIDIA die Quartalszahlen vorlegen. Ich werde wohl auf Nummer Sicher gehen und zunächst die Zahlen abwarten, bevor ich etwas unternehme...

    Viele Grüße
    Christopher

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    1. Unternehmen mit einem tiefen ökonomischen Burggraben sind krisenfester und haben die besseren Wachstumsaussichten auf lange Sicht. Weil der Burggraben auch dazu führt, dass sie die Preissetzungsmacht haben bzw. ausüben können. Aus diesem Grund sind höhere Preise für die Aktien gerechtfertigt. Aber eben auch nicht jeder Preis. Ein starre Regel, ab wann ein Quality Investment noch rentabel ist, gibt es nicht. Man kann hier eine relative Bewertung zugrunde legen, also schauen, wie das KGV der letzten 10 Jahre durchschnittlich lag und mit dem aktuellen vergleichen. oder Peergroup-Vergleiche anstellen. Weil es bzgl. des künftigen Wachstums natürlich auch auf die Branche ankommt, in der das Unternehmen tätig ist. Ein Wachstumsunternehmen mit Umsatzsteigerungen von 20% pro Jahr (und im Idealfall mindestens eben solchen Gewinnsteigerungen) kann man eine höhere Bewertung zubilligen, als einer Firma mit 3% Wachstum.

      Zu NVIDIA kann ich allerdings nichts sagen. Chips sind wichtig, Chips werden immer mehr gebraucht. Aber es ist auch ein zyklischer Markt und ich habe zu wenig technisches Verständnis dafür, welcher Hersteller welche Chips anbietet und was hier der Vorteil ggü. der Konkurrenz ist. Und ob der so bleibt. In dieser Branche bin ich Null zuhause.

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  20. hallo Michael was kannst du eigentlich über
    QSC AG und Polytec AG sagen würde es sich lohen noch da zu investieren ?

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    1. Zu QSC habe ich keine Einschätzung. Polytec habe ich im Depot und sehe weiteres Potenzial. Trotz des Kursanstiegs ist der Wert noch moderat bewertet und wenn die Auftragseingänge weiterhin so positiv bleiben, dürfte es ein neues Rekordjahr werden. IFCO und Tesla/E-Mobilität sorgen hier für Phantasie.

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    2. Hallo Michael,
      du hast dich schon häufig sehr lobend über Polytec geäußert. Gibt es einen Grund warum du sie nie auf deiner Empfehlungsliste hast? Danke.
      Viele Grüße, Basti

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    3. Nein, ich bin bisher einfach nicht dazu gekommen über Polytec zu schreiben.

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  21. Wer versteht Warren Buffett wirklich ?


    Einer der wesentlichen Aussagen von Warren Buffett beinhaltet das VERSTEHEN des Unternehmens (der Aktie). Dazu sollte man die Produkte beurteilen können, die die Umsätze und Gewinne erwirtschaften und überhaupt das gesamte Unternehmen ausmachen.

    Jeder kann daher in einem ersten Schritt lediglich in Unternehmen investieren, die grundlegende Konsumgüter produzieren, auf die Menschen nicht verzichten können oder wollen. Dazu zählen Getränke, Nahrungsmittel, Alkohol, Zigaretten sowie Körperpflege- und Haushaltsartikel wie zum Beispiel Waschmittel.

    Dabei stößt man auf renditestarke Unternehmen mit einfachem Geschäftsmodell, stabil steigenden Dividenden, starken Marken und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen. Starke Marken sind u.a. Fanta, Colgate, Jack Daniel's, Ramazotti, Pepsi, Marlboro, Beck's, Nivea, L'Oreal, Knorr, Colgate, Milka, Kellogg's und Lindt. Da die Produkte dieser Unternehmen - verstärkt durch ihre Markenpower - immer nachgefragt werden, ist die Gewinnsituation relativ unabhängig von der konjunkturellen Lage und damit auch weniger anfällig für heftige Aktienkursschwankungen.

    Hinzu kommen hervorragende bilanzielle Kennzahlen, insbesondere eine hohe Umsatz- und Eigenkapitalrendite. Diese Unternehmen sind gekennzeichnet durch eine kontinuierliche Steigerung von Umsätzen und Gewinnen. Der Anleger profitiert dann letztlich von höheren Aktienkursen und Dividenden.

    Um in weitere Unternehmen investieren zu können Bedarf es dann schon gesonderter Kenntnisse. Wer beispielsweise in Fluggesellschaften, Banken oder Versicherungen sein Geld über Aktien anlegen will - und Warren Buffett’s Berkshire Hathaway macht den Großteil seiner Umsätze mit Versicherungen – der muss wissen womit genau diese Bank oder Versicherung seine Gewinne erwirtschaftet. Und Warren Buffett investiert in zahllose weitere Branchen….

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  22. Hallo Michael,
    Nicht zuletzt angeregt Durch Deine Empfehlungen wächst und wächst der Anteil von deutschen Beteiligungsgesellschaften an meinem Portfolio immer weiter. Hintergedanke ist das Gesamtportfolio durch deutsche Mittelstandsunternehmen, optimalerweise Hidden Champions zu ergänzen. Die Werte liefen ja nun schon länger sehr gut, leider bin ich erst dieses Jahr eingestiegen. Die Frage ist nun, inwieweit alle gleichzeitig von Marktentwicklungen negativ betroffen werden könnten und somit ein Klumpenrisiko darstellten. Ich denke da an Zinsentwicklung, Marktpreise für Unternehmen etc. Wie siehst Du das?

    Danke für Dein begeisterndes Blog,
    MichaelB

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    1. Ich hatte Ende März einen umfangreichen Artikel zu genau dem Thema verfasst: "Zinsen, Inflation: Die weiteren Aussichten für Asset-Manager".

      Sollte es zu einem Börseneinbruch kommen, würde sich das natürlich auch auf die Beteiligungsgesellschaften auswirken. Einerseits könnten sie bestehende Beteiligungen nicht mehr ganz so teuer verkaufen, andererseits könnten sie neue Beteiligungen wohl wieder preiswerter einkaufen. Die Frage ist halt auch, wie nachhaltig ein Börseneinbruch wäre. Bisher wurden die Abschläge ja immer innerhalb weniger Wochen wieder aufgeholt - auch wegen der mangelnden Anlagealternative aufgrund der niedrigen Zinsen.

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  23. Hallo Herr Bissig,

    gibt es Ihrerseits eine Einschätzung zur DEWB AG in Jena? Habe vom Einstieg von SPSW gehört, normalerweise ein gutes Zeichen. Würde mich über eine Einschätzung Ihrerseits freuen.

    Vielen Dank und Gruß, TS

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    1. DEWB hat in den letzten Jahren nie die Erwartungen erfüllen können. Der Kursverlauf spricht Bände, das Geschäft läuft nicht, das Management verdient mehr als üppig, die Beteiligungen waren eher Flops. Ich sehe da kaum Potenzial für positive Änderungen, weil sich dort nichts geändert hat. Prinzip Hoffnung.

      Und dass SPSW dort Anteilseigner ist, findet sich auf der DEWB-Website. Dort allerdings "Stand April 2013". Ob sich da ein neues/verändertes Engagement ergeben hat, ist mir nicht bekannt. Für mich ist die DEWB jedenfalls nichts.

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    2. Ich habe mir inzwischen die DEWB genauer angesehen und schätze es inzwischen so ein, dass der Einstieg von SPWS mit "20 bis 25 Prozent" und deren Einzug in den Aufsichtsrat eine grundlegende Änderungen der Geschäftspolitik bei der DEWB nach sich ziehen wird. Daher habe ich mich bei DEWB eingekauft und sie auf meine Empfehlungliste gesetzt. Ich bedanke mich ausdrücklich für den Hinweis, ohne den ich mich mit der DEWB nicht wieder beschäftigt hätte!

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  24. So gehen wir mal in die Chemiebranche, Michael was hälts du von der Evonik?
    Ich mag das Geschäftsmodell an sich sehr doch gleichzeitig stören mich auch einige Faktoren als Anleger, wie das der RAG ect.
    Was ist deine Meinung dazu?

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    1. Evonik halte ich grundsätzlich für interessant, habe mich aber nicht so intensiv mit dem Wert beschäftigt, als dass ich eine fundierte Position einnehmen könnte.

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  25. Hallo Michael,

    der Kurs der DRAG schmiert immer weiter ab. Seit Anfang Januar ist eine kontinuierliche Abwärtsbewegung zu verzeichnen und dass trotz der guten Zahlen des 1. Quartals 2017. Fundamental scheint ja alles ok zu sein, jedoch wird man zunehmend unruhig und nervöser, wenn man dem Investment beim Dahinschmelzen zuschauen muss. Ist aus Deiner Sicht weiterhin alles im Lot? Würdest Du nochmal nachkaufen?
    Danke für Deine Einschätzung!
    Georg

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    1. Naja, der DRAG-Gewinn hängt am WTI-Ölpreis und der hat die letzte zeit mehr als 10% verloren, daher schwächelt auch der DRAG-Kurs. Zwar hat die DRAG ihre 2017er-Ölproduktion zu 75% bei 47$ abgesichert, aber die restlichen 25% verkauft man aktuell zu nur noch 43$. Momentan herrscht bzgl. der DRAG noch große Skepsis vor, das muss man als Anleger akzeptieren. Fundamental sollten Kurse um 19 Euro aber sehr gute Chancen bieten auf Sicht der nächsten zwei, drei Jahre. Und für die DRAG selbst und ihren Cashbestand bieten sich ja nun auch wieder neue/weitere antizyklische lukrative Investitionsmöglichkeiten.

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    2. Ich gehe auch von einer Möglichkeit zum verbilligen aus, auch wenn aktuell auch solche Nachrichten http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=114193 nicht gerade zu einer Kurssteigerung führen dürften.

      Anderer Anonym :)

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    3. Hallo Michael,
      weißt du ungefähr zu welchen Produktionskosten DRAG fördert bzw. break-even ist?
      Du hast mal gesagt knapp 30$ ein Broker meinte knapp 35$.
      Aktuelle Daten habe ich nicht gefunden.
      Desweiteren verstehe ich die Prognose nicht so genau... Meines Erachtens ist sie extrem niedrig!

      Ausblick:
      "Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz in Höhe von 55 bis 65 Mio. EUR sowie ein EBITDA von mindestens 40 Mio. EUR."

      1. Quartal
      "Mannheim. Der Deutsche Rohstoff Konzern erzielte im 1. Quartal 2017 mit 20,9 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 0,3 Mio. EUR) mehr als doppelt so hohe Umsätze wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 9,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 17,2 Mio. EUR (1. Quartal 2016: -2,9 Mio. EUR) und ist damit fast dreimal so hoch wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 6,4 Mio. EUR). Auch das Konzernergebnis von 5,0 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 3,6 Mio. EUR) im ersten Quartal übertrifft das gesamte Vorjahr bereits deutlich."

      Wenn ich das erste Quartal hochrechne (ohne Steigerung der Bohraktivitäten) kommt man ja schon auf ein EBITDA von ungefähr 68mio.

      Wie siehst du das?

      Viele Grüße

      René

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    4. Die Aussagen der DRAG selbst zu den Förderkosten lagen bei "knapp über $30" und dann hat man bzgl. der letzten Bohrungen gemeint, man würde die etwas breiter streuen und dadurch einige einsparen, weil man so effizienter arbeite. Also ein bisschen weniger Förderung bei erheblich weniger Kosten. Daher halte ich meine Aussage von rund $30 je Barrel aufrecht.

      Was die Prognosen angeht, so sind basieren diese auf einem Jahresmittelpreis von $50 beim Öl (WTI). Da lagen wir viele Wochen deutlich drüber, nun erheblich darunter. Das erzeugt Unsicherheit über die Erfüllung der Prognose. Obwohl die DRAG die Produktion für 2017 zu 75% bei 47$ abgesichert hat. Und man nach der Verfehlung im letzten Jahr davon ausgehen kann, dass CEO Gutschlag in diesem Jahr betont konservative Prognosen aufgestellt hat, die bestimmt erreicht werden.

      Folglich halte auch ich die DRAG für sehr günstig bewertet. Der Aktienkurs wird aber weiterhin stark mit dem Ölpreis schwanken...

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  26. Hi Michael,

    würde gerne mit Dir ein paar Gedanken zu Aurelius teilen.

    Nach der Short Attacke hast Du ja die AKtie auf Hold gesetzt und hast auch deine Gedanken zum Ausbruch gebracht. Nun wird es so langsam wieder ruhig um Aurelius und ich fange mir langsam an zu überlegen, ob das Unternehmen nicht so langsam wieder hochinteressant wird.

    Aurelius lief die letzten Jahre nahezu perfekt und das Management hat den Erfolg genossen. Erfolg macht nun aber einmal "faul" bzw. man wird ein wenig nachlässig... durch Unaufmerksamkeiten und des Gefühls der Sicherheit heraus wurden ein paar Türen für die SHort Attacke geöffnet.

    Und genau hier erkenne ich das Potential für die nächsten Monate / Jahre - das Management hat so richtig "einen abbekommen" und ist erwacht! Auf einmal versucht das Management durch viele Maßnahmen das Ruder wieder herumzureißen. Ich denke dieses Bemühen wird weiterhin bestehen und man wird verstärkt versuchen die AKtionäre (wieder) glücklich zu machen. Das der Ruf nachhaltig beschädigt wurde kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

    Sind doch eigentlich ganz nette Aussichten, oder?

    LG

    Tobias

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    1. Ist Aurelius wirklich wieder "erwacht"? Einige der Kritikpunkte von Gotham konnten nicht ausgeräumt werden. Die Art der Bilanzierung, also die Bargain Purchases sofort als gewinne auszuweisen und ggf. auch als Dividenden auszukehren, die Sanierungserfolge aber eben erst über die Zeit wirklich realisieren zu können (wenn das denn überhaupt klappt), wird fortgesetzt. Andere, wie Blue Cap oder Bavaria, gehen hier konservativer vor und verbuchen Erfolge/Gewinne erst, wenn sie sich auch eingestellt haben.

      Ob der Ruf von Aurelius nachhaltig beschädigt ist, wird sich noch herausstellen. Zuvor hatte man einen absoluten Erfolgsnimbus, der ist jetzt stark angekratzt. Gut möglich, dass dies künftig hinderlich sein wird bei neuen Geschäften - sowohl beim Ankauf als auch beim Verkauf.

      Ich denke, dass Aurelius aus diesen Gründen bei 50 Euro momentan fair bewertet ist. Eine höhere Bewertung rechtfertigt sich meines Erachtens nur, wenn man wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Und dies zeigt sich am besten an Deal-Meldungen.

      Aurelius ist für mich bis dahin eher ein Marktperformer, während andere Beteiligungsgesellschaften mehr Potenzial bieten. Die nächsten Zahlen bei der Deutschen Beteiligung werden sensationell ausfallen und man hat noch einige "reife" Unternehmen im Beteiligungsportfolio, die weitere Verkaufsgewinne versprechen. Bei Blue Cap wird es interessant sein zu erfahren, weshalb man sich von der Cashcow Biolink getrennt hat. Es dürfte wohl nur am Verkaufspreis gelegen haben und der sollte dem entsprechend hoch ausgefallen sein. Und Mutares kommt bei seiner neuen Clusterstrategie gut voran und die Beteiligungen kommen langsam in ein Stadium, wo sich Exits richtig lohnen dürften. Und dann ist da noch MBB. Der Kurs ist massiv zurückgekommen und bei unter 100 Euro sehe ich klare Kaufkurse auf mittelfristige Sicht. Hier ist etwas Geduld gefragt, aber MBB hat die Finanzmittel, um mehrere große Akquisitionen zu tätigen und auch mehrere kleinere Add-ons für die Töchter, wie Delignit oder DTS. Aus diesen Gründen gewichte ich diese Unternehmen momentan deutlich höher als Aurelius.

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  27. Hallo Michael,

    Cisco Systems befindet sich ja auf Deiner Empfehlungsliste. Ich habe die Aktie auch im Blick, gerade bei der jetzigen Bewertung. Ich kann mich nur noch nicht durchringen zu kaufen, da ich auch überlege, ob nicht Intel die bessere Option ist. Wie siehst Du denn gerade diese Techwerte?

    Vielen Dank!

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    1. Intel als Chiphersteller ist nicht mein Kompetenzbereich; Cisco halte ich nach wie vor als Langfristinvestment für interessant, auch wenn die Neuausrichtung hin zu Software und Weg von der Hardware noch einige zeit in Anspruch nehmen wird. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, ab dem der Schalter umgelegt ist, was das Operative als auch den Aktienkurs angeht.

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  28. Hallo Michael,
    könntest du bitte etwas näher auf die Vor- und Nachteile von
    Kapitalerhöhungen aus Geschäftsmitteln eingehen?
    Mich würde auch der Vergleich mit Aktienrückkäufen (als auch Dividenden) interessieren!

    Im Gegensatz zur Dividende fallen bei den anderen Varianten natürlich keine Steuern an. Aber ich sehe keinen Vorteil der Kapitalerhöhung aus Geschäftsmitteln gegenüber Aktienrückkäufen...

    Bei Rückkäufen steigt mein Anteil am Unternehmen, Eigenkapital sinkt!
    Bei der Kap.-erhöhung bleibt beides ident, +durch erhöhtes Grundkap. eine bessere Kreditwürdigkeit!

    vielen Dank
    Alex

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    1. Bei Berichtigungsaktien bzw. einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden Gewinnrücklagen in Eigenkapital umgewandelt. An der Kapitalausstattung ändert sich nichts, nur die Anzahl der Aktien steigt. Trotzdem hat das Unternehmen mehr Eigenkapital und die Aktien werden optisch billiger. Der ursprüngliche Einstiegskurs wird seitens der Depotbank entsprechend reduziert.

      > Mehr zum Thema

      Bei Aktienrückkäufen entsteht durch die Rückkäufe zusätzliche Nachfrage, was den kurs treibt. Und werden die Aktien am Ende eingezogen, also vernichtet, sinkt die Zahl der Aktien und der Anteil jedes Aktionärs am Unternehmen steigt entsprechend an.

      > Mehr zum Thema

      Dividenden ziehen Geld aus dem Unternehmen ab und machen es damit weniger wert. Und sie müssen sofort versteuert werden, während Kursgewinne ja erst bei ihrer Realisierung und somit ggf. nach Jahren oder Jahrzehnten fällig werden.

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    2. Insofern ist eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln doch nur ein Aktiensplit, egal ob man eine Gewinnrücklage nun in Grundkapital umwandelt oder nicht...

      bei Patrizia betrachtest du es aber als eine Art Dividende...

      lg
      Alex

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    3. Korrekt. Es gibt aber etwas zu beachten... So hat ja Leifheit gerade einen Aktiensplit 1: durchgeführt und zusätzlich vorher noch eine Dividenden ausgeschüttet. Vectron macht es ebenso, die Dividende floss bereits, der Aktiensplit wird folgen. Bei Patrizia gibt es aber keine Dividende, dort wird - auch vom Unternehmen selbst - klar auf die Ausgabe von Gratisaktien gesetzt als Alternative zu Dividenden. Bei Patrizia bleibt also der volle Jahresgewinn im Unternehmen und durch die Gratisaktien erhalten die Aktionäre zwar eine zusätzliche Aktie, aber dem Unternehmen wird kein Cash entzogen. Ein feiner, aber wesentlicher Unterschied.

      Übrigens, H&R geht in diesem Jahr auch den Weg, anstelle einer Dividende Gratisaktien auszugeben. Allerdings lag es bei H&R daran, dass man aufgrund der Verlustvorträge für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividenden hätte auskehren dürfen. Beim nächsten Mal dürfte es wieder eine Bardividende geben.

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    4. Fallen bei Gratisdividenden eigentlich irgendwelche Gebühren bei der Depot führenden Bank an (oder sonst wo)?

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    5. Bei Gratisaktien fallen keine Gebühren an, die werden einfach so eingebucht.

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  29. Hallo Michael,

    eine Frage zu mbb bzw. Deutsche Beteilgung AG:
    welche der beiden würdest du derzeit vorziehen?

    Die mbb ist jetzt von der hohen Bewertung schön zurückgekommen, die Präsentation auf der HV war vielversprechend:
    https://www.mbb.com/uploads/media/170628-MBB-Hauptversammlung-2017-Praesentation.pdf

    Allerdings sehe ich hier noch Gefahr, dass der Kurs durch Aumann derzeit noch sehr viele positive Annahmen beinhaltet (die erstmal erfüllt werden müssen). Als Chance steht ganz klar die S-Dax Aufnahme.

    Ist die DBAG hier die bessere und konservative Alternative oder wie schätzt du Chancen und Risiken bei beiden ein?

    Danke und VG

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    1. Lieber in MBB oder die DBAG investieren? Tja, ich habe beide Werte in etwa gleich hoch gewichtet und zwar mit am höchsten in meinem Depot.

      Beide sind nicht wirklich miteinander zu vergleichen, denn MBB ist eine Beteiligungsholding, die durch den Zukauf und Ausbau der Tochterunternehmen wächst. Die DBAG ist ein Asset Manager. Sie kauft für ihre Fonds und damit ihre Investoren mittelständische Unternehmen und beteiligt sich mit einem Eigenanteil von bis zu 20%.

      Beide Unternehmen halte ich aktuell und künftig für aussichtsreich, jedes auf seine Weise. Bei MBB hängt die künftige Kursentwicklung stark von Aumann ab und davon, ob und wann man neue geeignete Übernahmen vermelden kann. Die DBAG ist insofern etwas stetiger in der Kursentwicklung, sofern kein Börsencrash auftaucht. Denn sie bilanziert nach IFRS und die Bewertung ihrer Beteiligungen geht somit auch in die GuV ein, nicht nur in den NAV.

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    2. Danke für deine Antwort.
      Die Frage war eher dahingehend bezogen: wenn du jetzt das Cash hättest und eine kaufen müsstest, welche dann von beiden ? (Da ich mich das gerade selbst frage ;))

      VG

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    3. DBAG und MBB sind beide mittel- und langfristig sehr aussichtsreich. MBB hängt extrem an Aumann bis man bei den Zukäufen aktiv wird. Dann bekommt der Kurs schnell wieder richtig Fahrt. Bei der DBAG geht es eher stetig bergauf, es können weitere gewinntreibende Exits erfolgen und/oder weitere Investments, die die Provisionseinnahmen weiter hoch treiben. Ich würde hier keiner Aktie den Vorzug geben wollen. Wobei MBB den größeren Hebel hat, weil man Unternehmen (fast) komplett übernimmt und wenn man wieder eine Perle findet wie Claas Fertigungstechnik oder die Aumann-Gruppe oder Delignit, dann kann der Kurs sehr schnell sehr stark zulegen. Aber... ob und ggf. wann solch ein Zukauf realisiert werden kann, ist nicht vorhersagbar.

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  30. Hallo Michael,
    erstmals danke für diese tolle Seite, die du hier betreibst.
    Warum ist die Aktie "Prospect Capital (US74348T1025)" nicht in deiner Aktien-Empfehlungliste?
    Viel Erfolg weiterhin
    MFG

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    1. Als ich damals anfing, mich mit BDCs zu beschäftigen, hatte ich andere auf dem Schirm und fand sie interessanter. Gerade weil irgendwie jeder Prospect Capital in seinem Depot hatte und man das Gefühl bekam, da gäbe es schon eine sektengleiche Verehrung dieses Unternehmens in Kreisen der Dividendeninvestoren. Anfang 2016, als die Kurse dann so einbrachen, fand ich MAIN (sehr solide) und GLAD (total unterbewertet aufgrund völlig überzogener Ölpreisangst) als Monatszahler für überaus interessant. Mit Prospect Capital habe ich mich dann nie wieder intensiver beschäftigt. Und aktuell ist der BDC-Sektor ja nicht (mehr) gerade unterbewertet, da stellt sich mir die Frage nicht...

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    2. Hallo Michael,
      gibt es noch andere BDCs, wo du meintest mal genauer hinzuschauen? Außer TCAP, MAIN und GLAD?
      mfG

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    3. Momentan sehe ich den BDC-Sektor als eher hoch bewertet/ausgereizt an und daher schaue ich mich hier momentan auch nicht um. Ich kann also keine Tipps zu interessanten Werten geben. MAIN und GLAD scheinen mir aber haltenswert, TCAP halte ich für weniger gut positioniert.

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  31. Sehen wir gerade den Anfang eines neuen Crashes wegen EZB Zinsspekulationen oder ist das eine große Konsolidierung? Jetzt verbilligen oder noch etwas abwarten? :)

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    1. Ha, meine Glaskugel ist leider außer Betrieb, daher weiß ich auch nicht, was die Märkte machen werden. ;-) Die Zinsängste sind aber nicht wirklich real, denn selbst wenn die Zinsen langsam anfangen zu steigen, stellen sie noch länger keine Gefahr/Konkurrenz für die Aktienmärkte dar. Und auch wenn die EZB beginnt, weniger Staats- und Unternehmensanleihen zu kaufen, wird dies mit Bedacht geschehen und nicht abrupt. Die FED hat dies schon vor anderthalb Jahren begonnen und die Börsen haben sich schnell daran gewöhnt. An der Lage hat sich eigentlich nichts geändert.

      Ich habe daher selektiv Werte aufgestockt, die besonders stark gefallen sind, und bei anderen erste Positionen aufgebaut: Rocket Internet und DEWB.

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  32. Hallo Michael,

    hast du schon mal einen Blick auf die KPS AG geworfen (WKN: A1A6V4)?

    Sehr zukunftsträchtiges Geschäftsfeld (zählt zu den führenden IT-Beratungs- und Systemhäusern, Schwerpunkte: Business Transformation, Strategie- und Prozessberatung) starkes Wachstum und Aussicht auf deutlich höhere Margen.

    Zudem in der Hand der Gründer und top geführt. Könnte interessant für dich sein da zuletzt konsolidiert.

    vg

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    1. Ich rechne mit einem Absturz auf 10 oder gar 7. Top geführt? Wie kommst Du da drauf?

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    2. ZU KPS kann ich nicht viel sagen, da ich zu wenig Ahnung im Softwarebereich habe. Die Aktie ist seit Jahren ein Highflyer, in letzter zeit scheint es aber operativ eher zu ruckeln.

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  33. Hallo Michael,
    mit welcher Begründung bist du zuletzt bei Facebook eingestiegen bzw. was erwartest du dir?

    Wo siehst du bei Facebook den Buffet'schen Burggraben? Könnte nicht jederzeit eine andere Social Media Platform "en vogue" kommen und FB würde dann drastisch Nutzer verlieren. Des weiteren denke ich das bei FB das Potential für weitere Werbung einer natürlichen Sättigung unterliegt (Hinweise dazu kamen ja bereits seitens FB).

    Potential sehe ich derzeit nur bei den Preisen für die FB ads die weiter anziehen dürften. Generell finde ich FB jedoch sehr wenig diversifiziert (im Gegensatz zu zB. Alphabet).

    Würde mich über eine Antwort freuen. VG

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    1. Naja, es gibt ja schon Google+ und das hat ja auch nichts gerissen, obwohl die Voraussetzungen hervorragend waren. Mir geht es weniger um das Wachstum bei den Nutzerzahlen, sondern um Facebooks Fähigkeit, Einnahmen zu generieren. Nicht nur über Werbung direkt, sondern vor allem weil Facebook immer öfter als Suchmaschine genutzt wird bzw. Ausgangspunkt ist für Leute, auf Artikel von Nachrichtenseiten zu klicken, oder von Modeseiten etc. Und da bei Facebook ja vor allem Leute mit den Inhalten bespielt werden, die ähnliche Interessen haben (man ist ja im selben Freundes- und Interessenkreis), ist die Zielgenauigkeit per se ziemlich hoch. Der Moat ist, dass Facebook die Nutzer hat (aktuell gerade 2 Milliarden aktive (!) Nutzerkonten) und diese nicht ohne Weiteres abwandern, sondern FB nutzen und von FB immer mehr direkt und indirekt in Einnahmen umgemünzt werden (können).

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  34. Hallo Michael,

    Hast du Digital Realty Trust auf deinem Schirm? Es ist ein REIT der Rechenzentren vermietet. Die größten Mieter sind IBM, Oracle, Facebook ,JPMorgan Chase, Verizon und Amazon. Das Unternehmen besitzt 157 Rechenzentren in 12 Ländern und expandiert weiter. Die Dividende konnte jährlich um 12 % angehoben werden (auch in der Finanzkrise) Schätzungen zu folge soll der Bedarf an Rechenzentren bis 2020 um ca. 20-27% wachsen. Ich mußte dabei sofort an deinen Artikel über CCI denken. Hier scheint die gleiche Chance zu bestehen indirekt von der Digitalisierung und dem zunehmenden Datenfluss/-speicherung zu profitieren. Über eine Einschätzung von dir würde ich mich freuen.

    beste Grüße Hans-Jürgen

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    1. Ein sehr interessantes Geschäftsmodell, ohne Frage. Mir sind die Immobilienwerte in den USA aber momentan doch zu sehr ausgereizt und extrem hoch bewertet, das gilt auch für Digital Realty Trust. Ich sehe da eher nicht die Chancen, dass diese Branche den Gesamtmarkt outperformen wird in nächster Zeit. Der Immobiliensektor ist auch eine der Branchen, die von steigenden Zinsen überdurchschnittlich stark negativ beeinflusst würde.

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  35. Guten Morgen Herr Kissig,

    habe in meinem Depot Aktien von Teekay Offshore Partners sowie Capital Product Partners LP. Es handelt sich um Schiffahrtsgesellschaften und beide sind auf Bermuda sowie den Marshall Islands registriert. Folglich habe ich bei der DAB auch keine Quellensteuer bezahlt, muß beim Finanzamt ja aber die Ausschüttungen angeben.

    Ich weiß, sie dürfen keine Steuerberatung machen; trotzdem, denken Sie, daß ich, wenn ich in Deutschland Kapitalertragssteuer bezahle, eventuell auch eine Steuererklärung in den USA ausfüllen muß? Trotz Sitz in den Steueroasen steht bei der DAB Abrechnung dabei, daß es sich um Gesellschaften nach US-REcht handelt. Die Firmen selbst schreiben auf ihrer Homepage, daß für nicht US-Bürger keine US-Steuer anfällt, solange sie kein "Business" in Amerika betreiben.

    Oder wird es nach Angabe beim Finanzamt vermutlich mit der Zahlung der deutschen Kapitalertragsteuer erledigt sein. Irgendwie finde ich hierzu nirgends wirklich brauchbare Informationen.

    Danke im voraus!

    Stefan Remmel

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    1. Diese steuerlichen Fragen kann ich leider beim besten Willen nicht beantworten, tut mir leid.

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  36. Hallo Michael,
    Hast du bezüglich der Übernahme von genworth schon was gehört?
    Ende April wurde doch erwähnt, das die Überprüfung der Übernahme 30+45 Tage in Anspruch nehmen werden.
    Demnach müsste doch Mitte Juli eine Entscheidung fallen oder Irre ich mich da?

    MFG

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    1. Zur Übernahme von Genworth Financial habe ich auch keine neueren Infos und warte darauf, dass etwas passiert.

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    2. Hallo zusammen,
      ich hatte heute diverse Form-4-Mitteilungen in meinem Mailaccount (4 (Statement of Changes in Beneficial Ownership). Zahlreiche Genworth-Direktoren haben demnach in größerem Umfang eigene Aktien gekauft. Kann man ja wahlweise als Kurspflege oder gutes Zeichen interpretieren.
      Grüße! Marc

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    3. Sind das richtig Aktienkäufe über die Börse oder wurden Aktienoptionen (günstig) ausgeübt?

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    4. Hast recht, Michael, sind Deferred Stock Units, Gehaltskomponente, wenn ich's richtig verstehe.

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    5. Hallo zusammen,
      nur zur Info:
      Genworth und Oceanwide haben bei Justizministerium offenbar eine erneute Fristverlängerung beantragt. Closing zur Jahresmitte wird nicht mehr als haltbar angesehen.
      http://investor.genworth.com/investors/news-releases/archive/archive/2017/Genworth-and-Oceanwide-Provide-Update-on-CFIUS-Application-and-Completed-Reinsurance-Agreements-Related-to-the-Proposed-Transaction/default.aspx

      Grüße!
      Marc

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  37. Grundsätzliches Problem mit den diversen hier geposteten "Weisheiten"...

    Hallo Michael,

    ich finde das Blog sehr interessant, was die Empfehlungen angeht, speziell, da ich mich auch für deutsche Beteiligungen erwärmen kann. Ein wenig ratlos lassen mich aber die häufigen "Weisheiten" der Geld-Mogule wie Buffet zurück. Grundtenor hier ist ja immer ein gutes Unternehmen mit einer günstigen Bewertung zu finden, darin zu investieren und abwarten. (grob vereinfacht)
    Wie aber soll man als Kleinanleger, der pro Wert ein paar Kennzahlen sieht und vielleicht sogar noch den Geschäftsbericht durchpaukt, denn um Himmels willen das wirklich beurteilen können? Buffet schickt Heerscharen von Leuten in die Betriebe, in die er investiert. Er wird da eine ganz andere Analyse machen können, welches Unternehmen etwas taugt, als wir Außenstehenden. Die Bewertung: was ist denn günstig? Ich denke seit Jahren sind gar keine Werte mehr günstig, auch und speziell nicht die hier empfohlenen, außer vielleicht die Turn-around-Spekulationen. Diese würde ich aber als Glücksspiel bezeichnen, nicht als Anlage. Sollen die Werte denn günstig relativ zum Markt sein? Ich denke, da kann alles zusammen extrem überteuert sein (momentan USA sehe ich so), ist günstig, dann der billigste der teuren Werte? Ist Amazon denn nun günstig bewertet mit einem KGV von 141? Vielleicht ist es das ja, wer kann das denn sagen?

    Ich finde, mit diesen Ratschlägen kann man gar nichts anfangen. Ich komme zwar als Kleinanlegerwurst zu Hoffnungen, aber zu Bewertungen mit Sicherheit nicht.

    LG Michael

    PS: Zum Glück hielt mich das bisher nicht vom Investieren ab und ich verdiene mittlerweile mit der Anlage mehr als jemals im Job.

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    1. "Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz."
      (Theodor Fontane)

      Und genau darum geht es bei den Börsenweisheiten, sie sollen prägnant an das Wesentliche bei der Aktienanlage erinnern und nicht das Nachdenken, recherchieren oder gar das Analysieren ersetzen!

      Deine Aussage zu Buffett ist übrigens falsch, er schickt nicht "Heerscharen von Leuten in die Betriebe, in die er investiert", er analysiert selbst. Berkshire Hathaway hat alles zusammen nur 15 oder 16 Angestellte, inkl. Buffett!

      Um herauszufinden, ob ein Unternehmen günstig ist, also der Preis im Verhältnis zum Wert einer Aktie niedrig, muss man sich seine Gedanken machen und abwägen. Und am Ende zu einer Entscheidung kommen, die in die Zukunft gerichtet ist. Die Börsenweisheiten helfen mir dabei, meinen Kurs beizubehalten. Sie zeigen mir aber keine einzige günstige Aktie auf. Die muss ich selbst finden.

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  38. Finde die Weisheiten gut. Sie mahnen und erinnern an Grundregeln. Sie helfen mir persönlich, nicht hektisch zu handeln und mit ruhiger Hand sowie kühlem Kopf vorzugehen. Habe schon viel gelernt in diesem Blog. Danke auch für die ausführlichen Vorstellungen einzelner Unternehmen sowie die Empfehlungsliste. Top-Blog!

    Eine Frage noch:
    Was hältst Du vom Gebert-Indikator? Ist es nicht sinnvoll, Value Investing mit den Gebert-Signalen zu kombinieren und statt Aktien ewig zu halten, beim Verkaussignal auch wirklich zu verkaufen, um später bei Kaufsignalen wieder einzusteigen? Seit Juni steht der GI auf Verkauf. Hätte man danach gehandelt, wären die Verluste der vergangenen Wochen einem erspart geblieben. (Nur als Beispiel, GI übertrifft den Markt in Backtests seit Jahrzehnten)

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    1. Ich kenne den Gebert-Indikator nicht en Detail, aber als Leser von Börse Online streife ich ihn zwangsläufig ab und zu. Er ist nicht nur wöchentlich im vorderen Teil des Hefts als einer der grundsätzlichen Indikatoren aufgeführt, sondern das Basis-Musterdepot wird teilweise auf seiner Grundlage geführt. Und im letzten Jahr hatte der GI zum Sommer hin ein Verkaufssignal geliefert, was aber letztlich falsch lag und einige schöne Kursgewinne verpassen ließ.

      Da der GI ja nicht einzelne Werte, sondern ganze Märkte "misst", halte ich ihn für Value Investoren für nicht geeignet. Das geht ja Richtung Markt Timing, einem klaren Gegensatz zum Value Investing. Was nicht heißt, dass man mit dem GI keinen Erfolg haben kann.

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  39. Hallo Michael,

    was hältst du von Fresenius als Langzeitinvest ? Die ersten Quartalszahlen waren meiner Ansicht nach ziemlich beeindruckend und es scheint auch so weiterzugehen. Ich bin hin und hergerissen zwischen Fresenius und J&J

    Gruss

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    1. Mit Fresenius konnte man in der Vergangenheit nichts falsch machen und die weiteren Aussichten sind positiv zu werten. Ob die Aktie momentan zu hoch bewertet ist, kann ich nicht einschätzen, da ich mir hierzu bisher keine Meinung gebildet habe.

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  40. Zu Fresenius empfehle ich die Lektüre des Handelsblattartikels über die goodwill-Beträge in den Bilanzen der DAX-Werte. Bei Fresenius höher als das EK! Bei Abschreibungen nach zb Börseneinbrüchen besteht Konkursgefahr ...

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  41. Hallo Herr Kissig,
    ich wollte mich für Ihren wunderbaren Blog bedanken, Sie sind ein echtes Vorbild für mich. Ich bin noch sehr jung und möchte einmal über genauso viel Fachwissen und Gespür verfügen wie Sie. Daher interessiert mich Ihr persönlicher Werdegang in Bezug auf das Thema Börse. Präziser: Wie haben Sie über die Jahre solch einen Wissensschatz ansammeln können und wie haben Sie angefangen?

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    1. Vielen Dank für das nette Kompliment. Ich bin durch meine Nachbarn auf die Börse aufmerksam geworden und wir haben mit 14 oder 15 dann gemeinsam am Planspiel Börse der Sparkassen teilgenommen. Später habe ich mir dann ein eigenes Depot besorgt (mit Genehmigung meiner Eltern) und angefangen, erste Aktien zu kaufen. Und seitdem hat mich die Börse nicht wieder losgelassen. Das meiste Wissen habe ich mir über Bücher angeeignet und natürlich durch das Investieren selbst.

      Hier im Blog sind drei Interviews zu finden, die andere Blogs/Finanzseiten mit mir geführt haben. Vielleicht findest Du da ja noch ein paar interessante Infos - auch wenn sich einige Passagen wiederholen.

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  42. Hallo Michael,

    Hast du dir schon mal Tractor Supply company angeschaut?
    Über eine Einschätzung deinerseits würde ich mich sehr freuen.

    MfG

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    1. Nein, ich kenne die Firma nicht. Aber Stefan hat in seinem Blog heute einen umfassenden Artikel zu Tractor Supply verfasst.

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  43. Moin Herr Kissig,

    das Thema ist (mal wieder) Aurelius. Ich habe mich davon noch immer nicht verabschieden wollen / können.

    Heute also der nächste Exit. Verkaufspreis 220 Mio €. Klingt ganz ok nach meiner Einschätzung!?

    Die Frage wird nun sein, ob man adäquate Unternehmen zum Kauf finden kann. In der Beteiligungsliste ist immer noch Secop aufgeführt. Hier meine Frage - hat man denn nicht alle Anteile veräußert? Kann man das nachvollziehen?

    Wie immer ein großes Dankeschön!

    Grüße

    Tobias

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    1. Nun, bei der Verkaufsmeldung am 25. April schrieb Aurelius auch Folgendes: "Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der zuständigen Behörden, mit dem Closing der Transaktion wird in den nächsten Monaten gerechnet". Solange die endgültige Freigabe nicht erfolgt ist, ist der Verkauf auch noch nicht vollzogen und Secop ist rechtlich betrachtet noch eine Tochter von Aurelius. Ein (kleines) Restrisiko; allerdings sollte die genhmigung nicht mehr lange auf sich warten lassen und dann wird Aurelius auch das Closing der Secop-Veräußerung bekannt geben.

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  44. Hallo Michael,
    Hast du schon was von der HV der deutschen Rohstoffe gehört?
    Wurden da schon vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr erwähnt?

    MFG

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  45. HV DRAG: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/deutsche-rohstoff-ag-wird-die-dividende-anheben-5567442

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  46. Hallo Michael,
    jeder Mann sollte einen Baum gepflanzt, einen Sohn gezeugt und ein Buch geschrieben haben...
    Wo bleibt Dein Buch mit den ach so vielen guten allgemeinen Tipps (die speziellen Tipps sind ja nicht unbedingt alle für die Ewigkeit) ? Du brauchst sie ja nur zusammenzufassen zu einem Lehrbuch - ich würde das Werk sofort für mich, meine Kinder und Enkel kaufen!
    Grüße
    Carlo
    PS: ich habe schon einige kopiert und kann sie immer wieder lesen, was auf Deiner Seite doch recht komplex ist, wenn sie mühselig gesucht werden müssen.

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  47. Hallo Michi ich find den neuen Wert Opera Software ASA den du aufgenommen hast auf dem ersten blick recht interessant und würde gerne deine persönliche Meinung hören. Für mich persönlich ist es Neuland wo ich grad erst den Geschäftsbericht und paar Quartale durchgelesen habe. Das Geschäftsmodell an sich finde ich interessant und die Ankündigung mittelfristig 1 Mrd. Euro Umsatz zu generieren wovon 150 Mio. ebida ist doch recht attraktiv. Doch dann gibts Daten wo ich mich erst durchwühle wie, erkennst du eigentlich den Burgraben und wo steht opera im Vergleich zu seinen Wettbewerbern ? Wie ich sehe gibt es einige die das gleiche machen wie opera, wie schaut der Markt zurzeit aus, hat man Patente um Wettbewerber vom Hals zu schaffen oder endet das Mittel kurzfristig wie bei den Airlines in preisschlachten um Kundschaft, Pleiten, und Übernahmen und damit Konsolidierung innerhalb der Branche, nach dem Motto The winner takes all? Kaufargumente wären zurzeit, keine Verschuldung und und gute 100 Mio in cash oder eigene Aktien. Ein zukunftsträchtig Geschäftsmodell und intakter Wachstum und überschaubares Risiko. AGM hat zusätzlich den Rückkauf von 10% aller umlaufenden Aktien angekündigt und ist auch im vollen Gang und blöden sind die ja nicht. Und natürlich wäre es toll wenn du etwas konkreter das abomodell von opera erklären könntest, da diese mir doch noch recht fremd ist, nämlich wird direkt mit den Appbetreiber Verträge gemacht oder der Telekommunikationsbranche?

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  48. Hallo Michael,

    wann ist für dich der Zeitpunkt für Gewinn-Mitnahmen reif? Würdest du Aktien mit Gewinn verkaufen, falls es zu einem starken Kurseinbruch kommt, ohne dass sich der Unternehmenswert groß geändert hat?

    Wie erklärst das Phänomen, dass nach Präsentation von starken Zahlen, es bei manchen Unternehmen trotzdem zum Kurssturz und Gewinnmitnahmen kommt?

    Danke!

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    1. Gewinnmitnahmen geht ja in Richtung Markt-Timing. Der Grundgedanke ist, die Kurse sind seit dem eigenen Kauf gestiegen und man will diese Buchgewinne nicht wieder verlieren. Der entscheidende Fehler bei diesem Denken ist, dass Deine Gewinne niemanden interessieren, außer Dich und das Finanzamt Deines Vertrauens. Niemand sonst kennt Deinen Einstandskurs und für die Börse und alle anderen hat er keine Relevanz. Er ist schlichtweg egal! André Kostolany sagte einmal, man müsse seine Aktien nach dem Tagespreis bewerten, nicht nach dem eigenen Einstandspreis. Und das ist richtig. Wenn Du ein gutes Unternehmen in Deinem Depot hast, das in den nächsten Jahren fast sicher seine Gewinne steigern wird, dann wird dies fast sicher auch der Aktienkurs tun. Selbst wenn er zwischenzeitlich einmal einbricht. Es wäre also nicht schlau zu versuchen, diese Phase des Kurseinbruchs zu timen. Würdest Du mit Deiner selbstgenutzten Eigentumswohnung ja auch nicht machen, oder? Sie verkaufen, weil Du befürchtest, der Preis könnte demnächst fallen. Und dann hoffst Du, dass Du sie in ein paar Monaten oder Jahren billiger zurückkaufen kannst. Bei guten Aktien ist es genau das selbe. Nur, dass man diese per Knopfdruck und ohne viel Aufwand über die Börse handeln kann, anders als Immobilien. Aber deshalb gelten dabei keine anderen Grundprinzipien.

      Was Kursrückgänge nach guten Zahlen angeht, so liegt es wohl daran, dass einige Leute auf gute zahlen spekulieren und der Kurs daher im Vorfeld steigt. Werden die Zahlen dann veröffentlicht, nehmen sie ihre Gewinne mit. "Buy the rumor, sell the fact" heißt das Sprichwort dazu. Für Value Investoren bieten sich durch den Rückgang dann eher Kaufgelegenheiten, weil wir ja auf die langfristige Entwicklung der Unternehmen setzen, nicht auf die kurzen Kurszuckungen. Schau Dir mal die Charts an von Apple oder Amazon oder Alphabet. Alle paar Monate kommen Quartalszahlen - wie oft wird man da wohl richtig gelegen haben, wenn man versucht hat, diese immer korrekt zu timen? Und wäre es nicht schlauer gewesen, die Aktien einfach nur im Depot liegen zu lassen? Solange die Entwicklung weiterhin stimmt und es im Unternehmen und/oder dessen Markt nicht zu schwerwiegenden Problemen kommt, gibt es eigentlich keinen Grund, sich von den Aktien zu trennen. Egal, ob 5% oder 500% in Deinem Depotauszug als Performance dahinter steht. Der Wert der Aktie ist der heutige Wert. Und wenn dieser nicht massiv unterhalb der heutigen Aktienkurses liegt, sollte man sich nicht am Timing versuchen...

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  49. Hallo Michael,

    vielen Dank für diese ausführliche und detaillierte Antwort. Ich wollte zur Absicherung meines Depots ein Paar Stop-Loss-Orders setzen. Wenn ich dich richtig verstanden habe machen diese für einen Value-Investor keinen Sinn. Letztendlich sind es auch Versuche den Markt zu timen.

    Durch deinen Blog lerne ich zunehmend dazu, vielen herzlichen Dank dass uns diese Möglichkeit gibst, von deinen Erfahrungen/Kenntnissen zu profitieren.

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    1. Stimmt, ich halte wenig von Stopp-Loss-Orders. Ausführlicher habe ich das in diesem Artikel begründet: "Stop-Loss-Orders bieten weniger Sicherheit als Anleger glauben".

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  50. Welchen den größten Mischkonzerne siehst du denn aktuell am besten aufgestellt? Danher ist ja auf deiner Liste, Siemens ist meiner Meinung nach gut aufgestellt und GE zuletzt sehr stark gefallen. 3M fällt heute auch deutlich aber ist ein Dividendenaristokrat wenn ich mich nicht irre und eigentlich immer ein Kauf wert. ABB kann ich nicht einschätzen. Hab ich sonst einen Wert vergessen?

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    1. Weder mit Siemens, noch ABB, noch GE habe ich mich bisher so detailliert beschäftigt, als dass ich eine fundierte Meinung dazu abgeben könnte. 3M habe ich auf der erweiterten Watchlist und die gefallen mir grundsätzlich ganz gut. Aber auch zu 3M kann ich keine aktuelle Handlungsempfehlung abgeben, ohne mich en Detail mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

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  51. Hallo Michael!

    Ist für dich die Deutsche Rohstoff zum jetzigen Zeitpunkt immer noch eine Halten- Position und wenn ja warum (nachdem wir ja versuchen die Zukunft zu handeln).

    Danke

    Christian

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    1. Bezogen auf meine Empfehlungsliste bedeutet "Kaufen", dass ich eine bessere Entwicklung erwarte, als beim Gesamtmarkt. Und "Halten" eine marktkonforme Entwicklung. Die DRAG ist für mich eine Halteposition. Nur weil der Kurs gefallen ist, ändert das nichts an den Aussichten. Ich denke aber, dass das Sentiment bereits sehr negativ ist und viele negative Erwartungen eingepreist sind. Bei 18 Euro sollte man eher Chancen als Risiken finden. Ich habe meine Position die letzten Tage auch wieder etwas aufgestockt. Meine Einschätzung bleibt jedoch auf "Halten".

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    2. Lieber Michael,
      suggeriert "wieder etwas aufgestockt", dass du entgegen deiner Prinzipien im Zuge der negativen Kursentwicklung deine Position abgebaut hast? :)
      Oder lege ich deine Worte zu sehr auf die Goldwaage.

      Ist mein erster Kommentar auf deiner Seite. Also an dieser Stelle, herzlichen Dank für die Veröffentlichung deiner Analysen und Gedanken. Wird auch für mich mal Zeit, den "Donate"-Button zu benutzen.

      Herzliche Grüße
      Seb

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    3. Moin Seb, ich nehme öfter mal Veränderungen an der Gewichtung meiner Investments vor, insbesondere bei den größeren Positionen. So habe ich des Öfteren MBB angepasst, als die Aktie sehr volatil war, auch Technotrans, Vectron und auch Corestate Capital. Meine DRAG-Position hatte ich Mitte/Ende 2016 in die steigenden Kurse hinein vergrößert, als der Kurs dann aber Richtung 20 Euro taumelte, etwas abgebaut. Nun habe ich sie wieder etwas vergrößert.

      Ich behaupte nicht, mit diesem Verfahren eine zusätzliche Rendite herauszuholen. Vermutlich würde ich unterm Strich sogar besser fahren, wenn ich die Positionen gar nicht anfassen würde. Denn dieses Verhalten hat natürlich auch etwas von Markttiming, was mir ja so gar nicht liegt. Ich befriedige damit aber meinen (leider vorhandenen) Spieltrieb.

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    4. Hallo Herr Kissig,

      Corning hat heute in der Spitze fast 6 % nachgegeben. Ich vermute dies könnte an den Q2 Zahlen liegen.

      Erachten Sie dies als gute Einstiegsgelegenheit?

      Viele Grüße

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  52. Hallo Michael,

    hast Du dich mal mit Salzgitter beschäftigt und diese unter die Lupe genommen? In der Peer Group günstig bewertet und sehr interessantes KBV aus Value-Aspekten.

    Gruß, Timo

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    1. Moin Timo,
      die Stahlbranche ist extrem zyklisch und vom Dollar abhängig, daher fühle ich mich hier nicht zuhause und beschäftige mich auch nicht wirklich mit den betreffenden Unternehmen.

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  53. Hallo Michael,
    ich bin in der letzten Woche auf das Unternehmen Pantaleon Entertainment (zukünftig Pantaflix) aufmerksam geworden. Ich hatte jetzt mal etwas Zeit mich damit auseinander zu setzen. Das Unternehmen setzt u.a. auf Video On Demand in Europa und den USA. Die Entwicklung des Aktienkurses innerhalb des letzten Jahres ist schon bemerkenswert. Fundamental kann ich diesen leider nicht ganz nachvollziehen, was mich zurzeit von einem Einstieg abhält. Gerade weil die Konkurrenz beispielsweise durch Amazon und Netflix nicht gerade klein ist. Wobei bei ersterem ja eine Kooperation über den Amazon Fire TV Stick vorhanden ist. Wie schätzt Du die Sache ein?
    Beste Grüße und einen schönen Sonntag
    desomu

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    1. Pantaflix ist nix. Jedenfalls nicht für mich. Ich empfinde das Unternehmen als total gehypet, auch durch die Aufnahme in Nebenwerte-Wikifolios, was die wenigen Aktien zusätzlich antreibt. Wenn diese Positionen mal abgebaut werden, dürfte der Kurs entsprechend stark leiden. Fundamental kann man bei Pantaflix nichts greifen. Alles nur Hoffnungen und Prognosen. Die Ausrichtung auf viertklassige Filme aus dem Ausland mag eine Nische sein, aber ich finde das nicht überzeugend als Geschäftsmodell. Und dass Schweighöfer Großaktionär und (einziges) Zugpferd ist, maximiert die Risiken. Amazon-Serie hin oder her. Mich erinnert Pantaflix an das alte Navaho-Sprichwort: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab". Noch ist Pantaflix nicht tot, vielleicht stirbt es auch nicht in absehbarer Zeit. Aber wenn, dann wollen alle zugleich absteigen. So wie die ganzen Medienaktien seinerzeit am Neuen Markt. EM.TV, Ravensburger, Intertainment uswusf. Mit den meisten hat man - nach dem Hype - einen Totalverlust erlitten. Geschichte wiederholt sich. Auch an der Börse...

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  54. Lieber Michael,
    Cisco Systems hast du ja auf deiner Empfehlungsliste. Wie siehst du denn die Aktie momentan? Grundsätzlich scheint sie ja recht günstig bewertet zu sein aktuell. Aber das Unternehmen ist ja weiterhin im Umbau und ich traue mir derzeit keine Einschätzung zu, wie sich Cisco weiter entwickelt, wie groß die Konkurrenz ist und noch wird etc. Würdest du sagen, man kann derzeit einsteigen? An sich investiert man damit ja in viele Zukunftsbereiche im IT-Bereich...

    Vielen Dank schon mal!
    Gruß Andreas

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    1. Moin Andreas,
      Cisco Systems hat momentan damit zu kämpfen, dass im Stammgeschäft (Router und Switches) nicht nur ein erheblicher Preisdruck der Konkurrenz aus Asien herrscht, sondern dass diese Sparte tendenziell vom Aussterben bedroht ist. Denn die Aufgaben werden zunehmend von Softwarelösungen übernommen. Das hat Cisco natürlich auch erkannt, und drängt stark in diesen Markt bzw. gestaltet diesen mit. Daher sehen wir zwei Seiten von Cisco: die schwächelnde mit sinkenden Umsätzen und Margen und die prosperierende mit Umsatzzugewinnen und hohen Margen. Dieser Transformationsprozess wird noch einige Zeit anhalten und Anleger sollten geduldig bleiben .Cisco erwirtschaftet hohe Cashflows und Gewinne, sitzt auf hohen Cash-Reserven, kauft eigene Aktien zurück, schüttet attraktive Dividenden aus und kauft fleißig kleinere Unternehmen auf, um sich neue Technologie anzueignen - seit jeher ein Erfolgsrezept von Cisco Systems.

      Cisco ist einer der ganz großen Profiteure der zunehmenden Vernetzung ("Internet of Things") und wächst gezielt auch in den Bereich Cybersecurity hinein. Wie Du schon sagst, die Bewertung von Cisco ist ziemlich moderat. Daher sollte sich ein Engagement hier (weiter) auszahlen.

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  55. Hallo Michael,
    Hast du jetzt nach dem Kursrutsch bei vectron nochmal nachgelegt, oder wartest du jetzt nach der Meldung ( Delivery Hero) ab?
    Mfg

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    1. Also bei mir ist Vectron nun bei -35%. Buy&Hold ist manchmal hart. Auf was ist eigentlich dieser Crash Vectron zurückzuführen?

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    2. Die Meldung, die den Kursrutsch ausgelöst hat, dürfte nicht alleine die bzgl. der Zusammenarbeit von Delivery Hero und Coca Cola gewesen sein, sondern eher das Interview des Vectron-Chefs mit der Vorstandswoche, in der er bemerkte, die GetHappy-App (Vectron-Kooperation mit Coca Cola) werde erst Anfang 2018 starten, nicht bereits Ende 2017. Man müsse die vielen Coke-Partner im Umgang mit der App schulen und auch letzte technische Details ausmerzen. Und da der Kurs sich stark auf die GetHappy-App fokussiert, reichen hier wohl schon Andeutungen, es könnte nicht ganz so reibungslos laufen, wie erhofft, um den Kurs zu drücken.

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    3. Ist es nicht ein deutliches Zeichen für eine überbewertete Aktie, wenn der Kurs sehr stark von einer App abhängt, welche noch nicht mal existiert? Cola Cola ist ein Big Player und kann Vectron jederzeit fallen lassen, würde dann der Kurs ins Bodenlose stürzen? Wieso bist du nachwievor von Vectron so überzeugt? Ich überlege mir bei einem weiteren Kurssturz meine hohen Verluste zu realisieren - leider sitze ich nicht auf fetten Gewinnen wie viele die früher in Vectron investiert haben.

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  56. Sehr geehrter Herr Kollege,
    Wie schätzen Sie die letzten Neuigkeiten von Genworth ein?
    Haben Sie nochmal nachgekauft?
    Vorbörslich heute knappe 7 Prozent im Minus.

    Vielen Dank im voraus.

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    1. Ich habe bei knapp 2,80 Euro meine Position etwas aufgestockt. Dass sich die Übernahme um ein paar Monate verzögert, ist nicht schön und sorgt für Unsicherheit. Andererseits bietet sich dadurch weiter die Chance, günstig an GNW-Aktien zu kommen. Die letzten beiden Quartale gab es erfreuliche Ergebnisse, die meinen Investmentcase stützen: kommt die Übernahme, erfreuen wir uns an fast 40% Kursplus. Kommt sie nicht, dürften die GNW-Aktien auf mittlere und lange Sicht deutlich mehr wert sein als die angebotenen 5,43 Dollar. "Geduld ist die oberste Tugend des Investors", lehrte uns Benjamin Graham.

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  57. hallo allerseits,

    Zum Thema Genworth hier ein interessanter Beitrag:

    https://seekingalpha.com/article/4094129-genworth-financial-heads-win-tails-win

    lg Marcus

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  58. Hallo Michael,

    möchte dir zunächst mein aufrichtiges Beileid ausdrücken.

    Was hälst du eigentlich von dem Hype rund um den Bitcoin? Ich konnte damit wirklich sehr gute Gewinne erzielen.

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    1. Danke. Unbestritten werden Blockchains und Kryptowährungen unsere Zukunft massiv beeinflussen. Doch muss man heute darauf setzen? Ist das ein Investment oder eher Spekulation oder gar nur Zockerei? Warren Buffetts Ansicht hierzu ist klar: »Der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren liegt nicht in der Frage, wie sehr eine Industrie die Gesellschaft beeinflusst oder ob sie wachsen wird, sondern darin, herauszufinden ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat, und wenn ja, wie lange dieser anhalten wird«. Und welches Unternehmen/Konsortium nun bei der Blockchain die Nase vorn haben wird und welche Kryptowährung Bestand haben und sich durchsetzen wird, ist heute noch nicht einmal für Nerds und Profis absehbar. Also schon gar nicht für Laien und Kleinanleger...

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    2. Hier eine interessante Sicht des Blockchain-Experten Tertinegg: "Eine digitale Währung wird früher oder später eine nationale Währung als Weltreservewährung ablösen. Ich gehe mit einer mehr als 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es Bitcoin sein wird, es kann aber auch eine andere Kryptowährung sein. Es gibt nämlich neben Bitcoin noch hunderte andere Kryptowährungen", so Tertinegg. "Bis auf eine Handvoll davon - maximal 10 bis 15 Währungen - sind das aber Eintagsfliegen ohne Relevanz. 99 Prozent der digitalen Währungen, die wir jetzt sehen, werden in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr existieren. Es ist also zwar richtig, dass die Gesamtmenge der verschiedenen digitalen Währungseinheiten inflationierbar ist, aber wenn sie nicht im alltäglichen Wirtschaftsleben im Einsatz sind, ist das eigentlich irrelevant".

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  59. Hallo Michael,
    Morgen gibt es die Halbjahreszahlen von Valeant.
    Kaufst du vor dem Ergebnis noch nach?

    Mfg

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    1. Valeant ist ja eine Turnaround-Spekulation mit erhöhten Risiken, aber auch Chancen. Ich warte nun erstmal ab, wie sich die Lage dort entwickelt und ob sie mit den Verkäufen bzw. dem Abbau der Verschuldung weiter vorankommen. Nachdem nun TEVA aber auch Mylan massiv unter Druck stehen, weil sie ebenfalls zu hohe Schulden angehäuft haben, dürfte das die Preise für Sparten/Randbeteiligungen im Pharmasektor eher etwas drücken, benso die unklaren Aussichten in den USA bzgl. der "Gesundheitsreform" von Trump.

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  60. Ich habe eine vorsichtige Frage zu Opera Software ASA: kürzlich habe ich angefangen, mich für die Firma zu interessieren, und ich denke über ein Investment nach. Aber ich habe ein Problem, was deren Tochter Adcolony angeht, die ja den meisten als aussichtsreichster Geschäftszweig gilt (obgleich viele wohl auch Bemobi einiges zutrauen):
    Adcolony vermarktet Software für fortschrittliche und attraktive Video-Werbung, mit gleich eingebauten Spielen, wenn ich richtig verstehe. Soweit schön und gut. Aber was ist eigentlich genau dieses Apollo-Programm, von dem die Firma soviel her macht? Das soll eine "bidding engine" sein und irgendwann verschiedene Aspekte auf einer Plattform vereinen um Kosten zu sparen, aber wer bietet da eigentlich für was, und was wird vereint. Ich habe gegooglet und gesucht und dort angerufen, aber richtig schlau bin ich nicht geworden. Ich denke aber, ich sollte das etwas besser verstehen, um Chancen und Risiken eines Investments einschätzen zu können.

    Kann mir da jemand helfen? Michael? Ich bin mir gar nicht sicher, ob das hier das richtige Forum für eine solche Frage ist, aber ich dachte, ich probier's mal.

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    1. Michael,
      erst nachdem ich gerade meine Frage abgeschickt hatte, habe ich gesehen, dass es in Deiner Familie einen Trauerfall gab. Mein herzliches Beileid!

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  61. Hallo Michael,

    möchte an dieser Stelle auch mein herzliches Beileid ausdrücken.

    Was hälst du eigentlich von Leerverkäufen? Hälst überhaupt Short-Positionen? Muss man man sich hier auf Unternehmen mit schlechten Zahlen oder auf überbewertete Werte konzentrieren?

    Danke & Gruß
    Eric

    Ich lerne aus deinem Blog ständig dazu - vielen Dank dafür!

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    1. Nein, ich halte keine Short-Positionen und kann Dir zu entsprechenden Strategien leider auch keine qualifizierte Auskunft geben.

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  62. Hallo Michael,
    ich bin beim W:O Thread über Telit gestolpert. Da du ja schon im Zusammenhang mit Amazon erwähnt hast, dass du IoT für eine interessante Entwicklung hältst, fände ich ganz interessant, was du von dem Unternehmen und der derzeitigen Situation dort hältst?
    Ich bin bei Tech-Invests ja eher vorsichtig und die News waren auch nicht gerade rosig, aber eine Fast-Drittelung des Börsenwerts innerhalb kurzer Zeit scheint mir dann doch sehr übertrieben.
    Gruß Andreas

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    1. "Nur weil eine Aktie fällt, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann."
      (Peter Lynch)

      Der Telit-Kurs ist auf ein Drittel eingebrochen und was man dazu lesen kann, sind Spekulationen, Mutmaßungen, Klageandrohungen bzw.- erwartungen. Jedoch nichts, was man irgendwie bewerten und in Relation zum Aktienkurs bringen könnte. Das scheint mir kaum für ein Investment oder eine solide Spekulation geeignet zu sein.

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  63. Hallo Michael,
    hast du eine Einschätzung zu Schaltbau? Ich finde den Einstieg von Active Ownership Capital interessant, daher könnte der aktuelle Rücksetzer einen gute Möglichkeit zum Einstieg darstellen.

    Gruß, TS





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    1. Bei Schaltbau wurde bereits mehrfach auf eine Erholung gesetzt, und mehrfach wurden die Anleger enttäuscht. Bisher gab es kaum Besserung. Nur der Gedanke, dass man ja in einem grundsätzlich interessanten und wachsenden Markt tätig sei. Und dass nun Active Ownership an Bord ist, ist mir als Szenario (noch) zu dürftig.

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  64. Hallo Michael,

    Aktuell wird der Bullenmarkt durch Manipulation der Geld- und Zinspolitik künstlich am Leben erhalten. Dass der Börsen-Crash kommt, sollte jedem Anleger mit gesundem Menschenverstand klar sein, die Frage ist nur wann. Die Tatsache, dass der Markt schon auf kleinste Aussagen und Andeutungen der politischen und wirtschaftlichen Elite (Trump, Draghi, Goldman Sachs, etc.) hypernervös reagiert, zeugt davon, dass der Markt schon zu heiß gelaufen ist und bald explodieren könnte. Ich will hier keine Weltuntergangsszenarien an die Wand malen aber vieles spricht für einen baldigen Crash und eine neue Wirtschaftskrise (rekordverdächtige Staatsverschuldung, Nullzins-Politik, im Vergleich dazu nur ein geringes Wirtschaftswachstum, negative demographische Entwicklung, etc.). Nun zu meiner Frage: wie sicherst du dein Portfolio/Vermögen gegen einen möglichen Crash ab? Kommen für dich in diesem Falle Investitionen in Rohstoffe wie Kobalt oder Gold, alternative Anlagen mit spekulativem Charakter wie Ethereum (siehe Enterprise Ethereum Alliance) oder schlicht Wetten auf fallende Aktien-Kurse in Frage? Die Krise nach dem Prinzip Buy & Hold einfach aussitzen könnte m.A.n. sehr teuer werden. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Kurse von qualitativen Werten sich in wenigen Jahren wieder erholen. Und da ist ja noch die Inflation...

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  65. Hallo Herr Kissig,
    haben Sie eine Meinung zu Teva Pharmaceutical? Eigentlich über viele Jahre ein Grundsolides Unternehmen.
    Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?

    Ein interessierter Leser

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  66. Guten Abend Michael,

    ich habe eine Frage, die ich dir gerne Stellen möchte - es geht nicht um Aktien. Aber ist dennoch für mich sehr wichtig. Die Frage ist zwar "typisch", wäre Dir aber dennoch dankbar, wenn Du so "individuell wie möglich" antworten würdest :)

    Folgende Frage: was studieren?

    Bin ab nächstes Jahr ausgelernt als Bankkaufmann und möchte langsam die richtigen Weichen für meine Zukunft festlegen. Ich interessiere mich sehr für Volkswirtschaft, Entwicklung allgemein (Brücken, Straßen - große Investitionen) und für die Bauwirtschaft. Mathematisch bin ich nicht begabt, auch auch nicht völlig orientierungslos. Wichtig ist mir in erster Linie, dass ich einen "guten Job" habe, sprich mit Zukunft. Das Gehalt kommt später (sollte sich dennoch nicht am unteren Ende bewegen).

    Für die IT interessiere ich mich leider weniger.

    Ich dachte an Volkswirtschaft oder vielleicht ein Studium zum Bauing. - aber weiß nicht. Weltweit gibt es doch sehr viele die im Bau tätig sind...

    Hoffe Du kannst mir helfen! Danke.

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  67. Guten Morgen Herr Kissig,
    ich habe die nachfolgende Veröffentlichung unter DGAP gefunden: Roy Ceramics
    http://www.dgap.de/dgap/News/dgap_media/roy-ceramics-erwerb-flex-space-kirby-interchange-houstontexas-und-erhaelt-weitere-zahlung-von-white-horse/?newsID=1022811

    Diese Meldung liest sich sehr positiv und lässt auf eine grosse Substanz dieser deutschen Gesellschaft schließen. Wenn mann die vorhandenen Werte addiert und durch die Anzahl der Aktien dividiert ( inkl. der letzten Kapitalmassnahme)ergobt sich eine Substanzwert von mind 1,8 €. Der Kurs liegt derzeit ohne Umsätze bei ca 0,8 €.
    Gibt es für diesen Discount eine plausible Erklärung oder mache ich einfach einen Fehler??
    Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im voraus?

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  68. Moin Herr Kissig,

    leider finde ich gar nichts zu dem Halbjahresbericht von Corestate Capital - und das bei diesen fantastischen Zahlen :).

    Der Ausblick für das Gesamtjahr liest sich ja wunderbar für Aktionär. Viel interessanter finde ich allerdings schon den Blick auf 2018.

    Wenn man bedenkt, dass die Zukäufe erst zum 01.07.2017 jeweils erfolgt sind und dann noch die EIngliederungsphase mit einrechnet dann können wir für 2018 schon einiges erwarten.

    Bei ca. 21 Mio Aktien und ca. 85 Mio €Überschuss haben wir für 2017 ja schon iwas um die 4 Euro pro Aktie. Mit weiteren Investitionen dürfte in 2018 noch einiges mehr drin sein.

    Ich rechne da durchaus mit einer Steigerung des EPS bis auf 5 - 6 Euro. Bin ich hier zu optimistisch? Freue mich wie immer auf eine spannende Diskussion mit Ihnen!

    Grüße

    Tobias

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  69. Moin Herr Kissig,

    und gleich noch eine Frage hinterher, da ich in diesem Fall auf Ihr Fachwissen angewiesen bin.

    Beispiel: die Aurelius-Aktie hält sich schon seit einigen Tagen mehr als gut und das trotz großer Short-Positionen. Wie lange können denn diese Positionen generell aufrecht erhalten werden bzw. wann spätestens müssen sich die "Shorties" eindecken?

    In diesem Zusammenhang wird ja auch immer ein Short Squeeze genannt. Nur ist für mich noch nicht ganz darstellbar wie sich so ein Squeeze ergeben kann.

    Wie immer ein großes Dankeschön für Ihre Zeit & Mühen! Fantastischer Blog - aber das wurde ja schon oft genug erwähnt ;)!

    Grüße

    Tobias

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  70. Hallo Tobias,

    Entschuldige dass ich hier dazwischen grätschen muss.
    Deine Fragen zu Aurelius lassen sich doch ganz einfach auch selbst recherchieren!
    Du bist schlicht weg zu faul oder hast keine Lust die Zeit zu investieren.

    Herr Kissig betreibt hier tatsächlich einen großartigen Blog. Von ihm dann auch noch Ausführungen zu deinen Privatfragen zu erwarten, empfinde ich fast schon dreist. Und wenn doch , solltest du meiner Meinung nach gelegentlich auch auch mal den "Danke Sagen" Button nutzen der dann zu Paypal weiterleitet..

    Die Kurzform: ein Squeeze Out bei Aurelius ist sehr unwahrscheinlich.
    Wenn du dich richtig informieren möchtest empfehle ich als sehr guten Einstieg schon mal die bekannten Foren:
    http://forum.onvista.de/forum/Pro_Contra_Aurelius_ohne_Spam-t547673

    Schönen Gruß

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