Montag, 21. November 2011

▶ Eure Fragen / Anregungen / Kritik

Hier könnt ihr mir eure Fragen stellen zu einzelnen Aktien und Verbesserungs- oder Änderungswünsche sowie Kritik loswerden.

Stellt bitte hier alle Fragen zu Aktienwerten, die nicht direkt mit einem Thema in einem Artikel zu tun haben. Also auch zu (noch) nicht hier im Blog besprochenen Aktien oder zu allgemeinen Themen rund um die Themen Geld, Aktien und Börse.

Ich freue mich darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen, denn dieses Blog lebt nicht nur durch meine Beiträge und Meinungen, sondern vor allem auch durch euren Input. Also, legt einfach los...

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    ich bin mir nicht sicher, ob ich hier jetzt richtig gelandet bin, aber ich versuche es einfach mal an dieser Stelle. Du hast Dich früher ziemlich verhalten geäußert zum den Aussichten im Immobiliensektor, dann aber eine zeitlang auch Immobilienwerte hier in Deinem Blog vorgestellt. Wenn ich mich recht entsinne, hat es mit WCM angefangen. Inzwischen liest man immer häufiger von einer Blase am Immobilienmarkt und dass steigende Zinsen für die Immobilienwerte Gift seien. Siehst Du hier einen größeren Korrekturbedarf und wenn ja ab wann rechnest Du damit? Welche Auswirkungen wird das auf die Kurse haben und sollte man vielleicht schon jetzt lieber die Reißleine ziehen und die Gewinne realisieren?

    Danke für die ganze Mühe, die Du hier mit Deinem Blog gibst und für die viele Zeit, die Du hier investierst. Du hast meine größten Respekt dafür, vor allem, weil Du uns Dein Wissen und Deine Ideen auch noch kostenlos zur Verfügung stellst. Danke!

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    1. Ich denke, dass es im Immobiliensektor durchaus Übertreibungen gibt, allerdings nicht flächendeckend. Während es in den Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart schon unbezahlbare Preise und Mieten gibt, sind Eigenheime und Mietobjekte in ländlicheren Regionen kaum oder nur mit erheblichem Wertverlust zu verkaufen. Es gibt in Deutschland nicht zu wenig Wohnraum und auch nicht zu wenig bezahlbare Wohnungen - sie liegen nur nicht unbedingt dort, wo alle hinziehen und wohnen wollen. So gesehen könnten Bestandshalter von B- und C-Lagen künftig Probleme bekommen, weil sie immer häufiger und länger mit Leerstand zu kämpfen haben werden. Und sollten irgendwann die Zinsen wieder anfangen zu steigen, kann sich die zu großen Problemen auswachsen: sinkende Mieteinnahmen und steigende Zinslasten.

      Und da sind wir schon bei den Zinsen. Anders als in den USA; wo wir uns auf mehrere Zinsanhebungen in diesem Jahr einstellen müssen, wird es in der Eurozone in absehbarer Zeit noch keine Zinsanhebungen geben. Zwar phrasisieren einige Gazetten von steigender Inflationsrate, aber die Kernrate (ohne Energie) dümpelt weiter vor sich hin. Und der Teurungseffekt durch die gestiegenen Energiepreise wirkt nur in diesem Jahr und auch nur in den ersten und den letzten Monaten des Jahres, denn nur in diesen Monaten waren die Energiepreise im letzten Jahr deutlich niedriger. Der Teurungseffekt verpufft also bereits in wenigen Wochen und damit der Grund für die EZB, die Zinsen in der Eurozone anzuheben. Denn eigentlich liegt die Konjunktur noch am Boden und auch die Regierungen sind froh, wenn sie sich weiterhin so günstig verschulden können.

      In den nächsten ein, zwei Jahren dürften die Zinsen in Euroland weiter niedrig bleiben. Das bedeutet weitere Probleme für die Banken und die Versicherungen, positive Effekte für die Immobilienwirtschaft und die Unternehmen, die sich günstig ver- oder umschulden können, und natürlich für die Asset-Manager, denen Anleger auf der Suche nach auskömmlichen Renditen immer mehr Geld anvertrauen.

      Auf Sicht der nächsten 12 bis 24 Monate sollten also Aktien von u.a. Immobilienwerten, Asset-Managern, Beteiligungsunternehmen und Finanzinvestoren gute Bedingungen vorfinden. Und die aussichtsreichsten von ihnen finden sich auf meiner Empfehlungsliste.

      Also, Marco, Du bist hier mit Deiner Frage genau richtig gelandet, genau dafür ist dieser Strang gedacht. Und vielen Dank für die netten, lobenden Worte. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

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  2. Hallo Michael,

    Eine kurze Frage an dich.Ich gehe aufgrund deiner Empfehlungsliste davon aus, dass du einigermaßen diversifiziert bist, sprich 30-50 Positionen hälst? (Korrigiere mich wenn ich falsch liege). Buffet hat einmal gesagt er hält es für unnötig mehr als 6 Aktien gleichzeitig zu halten, sofern man sich mit diesen 6 Unternehmen ausgezeichnet auskennt.Zu meiner Frage: Glaubst du deine Performance wäre besser oder schlechter wenn du durchweg ein sehr konzentriertes Portoflio halten würdest. Sprich nur in deine jeweils 6 besten Ideen (besten Ideen zum Zeitpunkt des Investierens) investieren würdest und beim Entecken eines neuen und viel versprechenden Investments die schlechteste dieser 6 Aktien für die Neue rausschmeißen würdest? Freue mich auf deine Antwort.

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    1. Ich habe nicht alle Werte von der Empfehlungsliste in meinem Depot. Mein Depot sieht ein bisschen aus wie bei Buffett: ich habe vier deutlich übergewichtete Ankerinvestments so um und bei 10% Depotanteil (Aurelius, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, MBB), dann einige mittelgroße Positionen um die 7% und eine ganze Reihe von kleineren Positionen. Insbesondere Turnaroundspekulationen sind zumeist kleine Positionen.

      Bei den kleineren Positionen wechsle ich auch schon mal aus, je nachdem wie ich die kurzfristigen Erwartungen einschätze. Und bei meinen Ankerinvestments trade ich bisweilen kleinere Anteile (bis zu 10% der jeweiligen Position), wenn der Wert eine volatile Phase hat. Eine zeitlang war das besonders Aurelius, nun eher DRAG und vor allem MBB. Gerade bei MBB nutze ich seit Wochen die Schwankungen zwischen €90 und €85 aus und handele 10% meines Bestands.

      Ich muss dazu sagen, dass ich meine Aktien alle in einer GmbH halte und somit die Kursgewinne ganz anders besteuert werden (niedriger) als bei Priavtanlegern. Und ich habe ein Depotmodell, bei dem ich übers Jahr verteilt 1,25% Depotgebühren zahlen, dafür aber keine Transaktionskosten; lediglich Börsenspesen (also bei den Regionalbörsen). Insofern sollte man hieraus keine nachzuahmende Handlungsweise ableiten.

      Und, bevor die Frage (wieder) kommt: ich empfehle nicht, für seine Aktienanlagen eine GmbH zu gründen. Bei mir gab/gibt es eine bestimmte Konstellation, weshalb ich diesen Weg für mich als den zielführendsten erkannt und gewählt habe. Ist keine Blaupause für andere.

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  3. Hallo Michael,

    wie siehst du aktuell die Situation bei SHS Viveon, seit der Änderung im Vorstand ist der Kurs in einer Woche um ca 20% gefallen.

    Eigentlich sollte doch der Boden jetzt langsam erreicht sein und der Kurs sollte doch jetzt ziemlich viel Potential nach oben haben.
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

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    1. Bei SHS Viveon sollte man schon beachten, dass der Kurs seit Jahren nicht wirklich vom Fleck kommt und eigentlich immer weiter abgebröckelt ist. Dann gab es im Zuge der 2016er Ergebnispräsentation einen schnellen starken Anstieg, der nun wieder verpufft ist. Der Kurs ist also nicht einseitig um 20% gefallen, sondern es wurden eher die schnellen gewinne der letzten Tagen/Wochen wieder mitgenommen.


      SHS Viveon ist eigentlich in ihrem Markt recht gut positioniert, aber man schafft es seit Jahren nicht, gute Margen und Gewinne zu erwirtschaften. Der bisherige Vorstand hat immer viel versprochen, jedoch leider nicht viel davon eingelöst. Insofern ist der Wechsel erstmal nicht negativ zu bewerten, sondern bietet die Chance auf einen Neustart. Was allerdings künftig belastend für den Kurs sein könnte ist die Tatsache, dass Stefan Gilmozzi nicht nur CEO sondern auch Großaktionär ist. Vielleicht kommt er nach seinem Vorstandsabgang nun zu der Auffassung, dass er sich künftig auch von einigen seiner Aktien trennen möchte. Oder von allen. Das würde eine ziemliche Belastung für den Kurs bedeuten; wir haben das ja bei der Deutschen Rohstoff AG erlebt, wo Titus Gebel immer mal wieder Aktien verkauft hat, was jeden stärkeren Ausbruch des Kurses nach oben immer wieder gedeckelt hat.

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  4. Lieber Michael,
    Dein Blog ist wirklich grossartig! Herzlichen Dank für Deine kompetenten und interessanten Beiträge.

    Ich habe in meinem Depot drei Positionen, mit denen ich bislang sehr gut gefahren bin und die, soweit ich weiß, noch keine Erwähnung bei Dir gefunden haben. Es handelt sich um Adesso, KPS und die JDC Group.
    Über Deine Einschäzung zu diesen Unternehmen würde ich mich freuen.

    Weiter so!
    Beste Grüße,
    Georg

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    1. Adesso und KPS sind gut geführte und gut laufende Softwarefirmen, die man bei Kursrücksetzern immer mal wieder einsammeln kann. Mehr kann ich allerdings nicht zu ihnen sagen, da ich beim Thema Software nicht wirklich gut zuhause bin.

      Die JDC Group (ehemals Aragon) habe ich im Depot. Ist ein FinTech-Unternehmen, das sich auf Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten fokussiert. Dabei geht es zwar in gewisser Weise auch um Software und Apps, allerdings erwirbt JDC auch Maklerbestände, an denen man dann die stetigen Provisionseinnahmen verdient und die in die bestehenden App-Lösungen eingebunden werden. Das Unternehmen befindet sich auf einem guten Kurs und ich könnte mir vorstellen, dass man die Erwartungen in diesem mehr als erfüllen wird. Die Aktie dürfte daher noch Potenzial haben.

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    2. KPS halte ich aktuell für überteuert. Das "klassische" Beratungsgeschäft dürfte langfristig immer härter werden, diesbezüglich halte ich die Firma für nicht optimal aufgestellt. Ich glaube nicht, dass die Wertsteigerung weiter so anhält (zumindest nicht basierend auf Geschäftszahlen). In dem Markt könnten bald kleine agile Firmen den Markt neu aufrollen, die auf hochgradige Automatisierung setzen.

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    3. Einerseits gebe ich Dir recht, andererseits expandiert das Unternehmen im Ausland und es werden in den nächsten Jahren insbesondere in den USA deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwartet.

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    4. Das Beratungsgeschäft automatisieren? Wie soll das gehen?

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    5. Nun ja, Beratung als solches ist nicht automatisierbar, aber in Bereichen der Umsetzung und Unterstützung dieser Arbeit gibt es gewaltiges Potential -- bedeutet aber ein gewaltiges Umdenken in Prozessen und Strukturen. Durch die Expansion der KPS (oft durch Firmenzukäufe) dürfte sich aber ein solcher Prozess als äußerst schwierig herausstellen. Alte Lösungen und Überzeugungen treffen auf Neue da wird bestimmt viel Reibung erzeugt. Dazu kommt noch die SAP die die letzten Jahre extrem zugelegt hat ihre Verstaubte Software zu modernisieren (auch durch Konkurrenzdruck). Kurzum die IT Lösungen werden (generell) immer kurzlebiger und Beratungshäuser müssen immer schneller werden und sich neues Aneignen, wer das verschläft wird langfristig verschwinden.

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  5. Ich habe noch eine Frage zu MPC Münchmeyer Petersen Capital AG: ich habe gesehen, Du empfiehlst sie zum Kauf und hast im März geschrieben, Kurse um 6€ seien günstig ("kann man nicht viel verkehrt machen"). Die Aktie steht ja immer noch ungefähr da, und ich überlege mir, ob sich ein Investment lohnen könnte. Aber das KBV ist über 2 - das mag ja bei einer Asset Management Firma nicht so aussagekräftig sein, doch meiner Kalkulation nach liegt der NAV auch bei etwa 4.
    Ich habe übrigens auch gesehen, dass die Firma in eine Schiffs-Investmentgesellschaft mit kleineren Containerschiffen investiert hat unter der Maßgabe, dass die Frachtraten wieder steigen. Auch andere Gesellschaften (wie Seaspan) sehen da ja vorsichtige Zeichen einer Erholung, doch ich frage mich, ob da nicht immer noch erhebliche Risiken liegen.
    Daher meine Frage: was genau bringt Dich zu der Einschätzung, dass die Aktie zur Zeit günstig ist /was bringt Dich zu einer Kaufempfehlung?

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    1. Moin Lukas, aber genau das habe ich ja in den ausführlichen Artikeln zu MPC Capital, aber auch Lloyd Fonds und Ernst Russ beschrieben. Ich möchte Dich bitten, das dort nachzulesen (siehe auch die TAGs am Ende der Seite in der Fußzeile). Das hier alles zu wiederholen würden den Rahmen eines Kommentars ziemlich sprengen.

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  6. Hallo Michael,
    Nicht zuletzt angeregt Durch Deine Empfehlungen wächst und wächst der Anteil von deutschen Beteiligungsgesellschaften an meinem Portfolio immer weiter. Hintergedanke ist das Gesamtportfolio durch deutsche Mittelstandsunternehmen, optimalerweise Hidden Champions zu ergänzen. Die Werte liefen ja nun schon länger sehr gut, leider bin ich erst dieses Jahr eingestiegen. Die Frage ist nun, inwieweit alle gleichzeitig von Marktentwicklungen negativ betroffen werden könnten und somit ein Klumpenrisiko darstellten. Ich denke da an Zinsentwicklung, Marktpreise für Unternehmen etc. Wie siehst Du das?

    Danke für Dein begeisterndes Blog,
    MichaelB

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    1. Ich hatte Ende März einen umfangreichen Artikel zu genau dem Thema verfasst: "Zinsen, Inflation: Die weiteren Aussichten für Asset-Manager".

      Sollte es zu einem Börseneinbruch kommen, würde sich das natürlich auch auf die Beteiligungsgesellschaften auswirken. Einerseits könnten sie bestehende Beteiligungen nicht mehr ganz so teuer verkaufen, andererseits könnten sie neue Beteiligungen wohl wieder preiswerter einkaufen. Die Frage ist halt auch, wie nachhaltig ein Börseneinbruch wäre. Bisher wurden die Abschläge ja immer innerhalb weniger Wochen wieder aufgeholt - auch wegen der mangelnden Anlagealternative aufgrund der niedrigen Zinsen.

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  7. Hallo Michael,

    der Kurs der DRAG schmiert immer weiter ab. Seit Anfang Januar ist eine kontinuierliche Abwärtsbewegung zu verzeichnen und dass trotz der guten Zahlen des 1. Quartals 2017. Fundamental scheint ja alles ok zu sein, jedoch wird man zunehmend unruhig und nervöser, wenn man dem Investment beim Dahinschmelzen zuschauen muss. Ist aus Deiner Sicht weiterhin alles im Lot? Würdest Du nochmal nachkaufen?
    Danke für Deine Einschätzung!
    Georg

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    1. Naja, der DRAG-Gewinn hängt am WTI-Ölpreis und der hat die letzte zeit mehr als 10% verloren, daher schwächelt auch der DRAG-Kurs. Zwar hat die DRAG ihre 2017er-Ölproduktion zu 75% bei 47$ abgesichert, aber die restlichen 25% verkauft man aktuell zu nur noch 43$. Momentan herrscht bzgl. der DRAG noch große Skepsis vor, das muss man als Anleger akzeptieren. Fundamental sollten Kurse um 19 Euro aber sehr gute Chancen bieten auf Sicht der nächsten zwei, drei Jahre. Und für die DRAG selbst und ihren Cashbestand bieten sich ja nun auch wieder neue/weitere antizyklische lukrative Investitionsmöglichkeiten.

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    2. Ich gehe auch von einer Möglichkeit zum verbilligen aus, auch wenn aktuell auch solche Nachrichten http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=114193 nicht gerade zu einer Kurssteigerung führen dürften.

      Anderer Anonym :)

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    3. Hallo Michael,
      weißt du ungefähr zu welchen Produktionskosten DRAG fördert bzw. break-even ist?
      Du hast mal gesagt knapp 30$ ein Broker meinte knapp 35$.
      Aktuelle Daten habe ich nicht gefunden.
      Desweiteren verstehe ich die Prognose nicht so genau... Meines Erachtens ist sie extrem niedrig!

      Ausblick:
      "Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz in Höhe von 55 bis 65 Mio. EUR sowie ein EBITDA von mindestens 40 Mio. EUR."

      1. Quartal
      "Mannheim. Der Deutsche Rohstoff Konzern erzielte im 1. Quartal 2017 mit 20,9 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 0,3 Mio. EUR) mehr als doppelt so hohe Umsätze wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 9,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 17,2 Mio. EUR (1. Quartal 2016: -2,9 Mio. EUR) und ist damit fast dreimal so hoch wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 6,4 Mio. EUR). Auch das Konzernergebnis von 5,0 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 3,6 Mio. EUR) im ersten Quartal übertrifft das gesamte Vorjahr bereits deutlich."

      Wenn ich das erste Quartal hochrechne (ohne Steigerung der Bohraktivitäten) kommt man ja schon auf ein EBITDA von ungefähr 68mio.

      Wie siehst du das?

      Viele Grüße

      René

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    4. Die Aussagen der DRAG selbst zu den Förderkosten lagen bei "knapp über $30" und dann hat man bzgl. der letzten Bohrungen gemeint, man würde die etwas breiter streuen und dadurch einige einsparen, weil man so effizienter arbeite. Also ein bisschen weniger Förderung bei erheblich weniger Kosten. Daher halte ich meine Aussage von rund $30 je Barrel aufrecht.

      Was die Prognosen angeht, so sind basieren diese auf einem Jahresmittelpreis von $50 beim Öl (WTI). Da lagen wir viele Wochen deutlich drüber, nun erheblich darunter. Das erzeugt Unsicherheit über die Erfüllung der Prognose. Obwohl die DRAG die Produktion für 2017 zu 75% bei 47$ abgesichert hat. Und man nach der Verfehlung im letzten Jahr davon ausgehen kann, dass CEO Gutschlag in diesem Jahr betont konservative Prognosen aufgestellt hat, die bestimmt erreicht werden.

      Folglich halte auch ich die DRAG für sehr günstig bewertet. Der Aktienkurs wird aber weiterhin stark mit dem Ölpreis schwanken...

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  8. Hi Michael,

    würde gerne mit Dir ein paar Gedanken zu Aurelius teilen.

    Nach der Short Attacke hast Du ja die AKtie auf Hold gesetzt und hast auch deine Gedanken zum Ausbruch gebracht. Nun wird es so langsam wieder ruhig um Aurelius und ich fange mir langsam an zu überlegen, ob das Unternehmen nicht so langsam wieder hochinteressant wird.

    Aurelius lief die letzten Jahre nahezu perfekt und das Management hat den Erfolg genossen. Erfolg macht nun aber einmal "faul" bzw. man wird ein wenig nachlässig... durch Unaufmerksamkeiten und des Gefühls der Sicherheit heraus wurden ein paar Türen für die SHort Attacke geöffnet.

    Und genau hier erkenne ich das Potential für die nächsten Monate / Jahre - das Management hat so richtig "einen abbekommen" und ist erwacht! Auf einmal versucht das Management durch viele Maßnahmen das Ruder wieder herumzureißen. Ich denke dieses Bemühen wird weiterhin bestehen und man wird verstärkt versuchen die AKtionäre (wieder) glücklich zu machen. Das der Ruf nachhaltig beschädigt wurde kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

    Sind doch eigentlich ganz nette Aussichten, oder?

    LG

    Tobias

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    1. Ist Aurelius wirklich wieder "erwacht"? Einige der Kritikpunkte von Gotham konnten nicht ausgeräumt werden. Die Art der Bilanzierung, also die Bargain Purchases sofort als gewinne auszuweisen und ggf. auch als Dividenden auszukehren, die Sanierungserfolge aber eben erst über die Zeit wirklich realisieren zu können (wenn das denn überhaupt klappt), wird fortgesetzt. Andere, wie Blue Cap oder Bavaria, gehen hier konservativer vor und verbuchen Erfolge/Gewinne erst, wenn sie sich auch eingestellt haben.

      Ob der Ruf von Aurelius nachhaltig beschädigt ist, wird sich noch herausstellen. Zuvor hatte man einen absoluten Erfolgsnimbus, der ist jetzt stark angekratzt. Gut möglich, dass dies künftig hinderlich sein wird bei neuen Geschäften - sowohl beim Ankauf als auch beim Verkauf.

      Ich denke, dass Aurelius aus diesen Gründen bei 50 Euro momentan fair bewertet ist. Eine höhere Bewertung rechtfertigt sich meines Erachtens nur, wenn man wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Und dies zeigt sich am besten an Deal-Meldungen.

      Aurelius ist für mich bis dahin eher ein Marktperformer, während andere Beteiligungsgesellschaften mehr Potenzial bieten. Die nächsten Zahlen bei der Deutschen Beteiligung werden sensationell ausfallen und man hat noch einige "reife" Unternehmen im Beteiligungsportfolio, die weitere Verkaufsgewinne versprechen. Bei Blue Cap wird es interessant sein zu erfahren, weshalb man sich von der Cashcow Biolink getrennt hat. Es dürfte wohl nur am Verkaufspreis gelegen haben und der sollte dem entsprechend hoch ausgefallen sein. Und Mutares kommt bei seiner neuen Clusterstrategie gut voran und die Beteiligungen kommen langsam in ein Stadium, wo sich Exits richtig lohnen dürften. Und dann ist da noch MBB. Der Kurs ist massiv zurückgekommen und bei unter 100 Euro sehe ich klare Kaufkurse auf mittelfristige Sicht. Hier ist etwas Geduld gefragt, aber MBB hat die Finanzmittel, um mehrere große Akquisitionen zu tätigen und auch mehrere kleinere Add-ons für die Töchter, wie Delignit oder DTS. Aus diesen Gründen gewichte ich diese Unternehmen momentan deutlich höher als Aurelius.

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  9. Hallo Michael,
    könntest du bitte etwas näher auf die Vor- und Nachteile von
    Kapitalerhöhungen aus Geschäftsmitteln eingehen?
    Mich würde auch der Vergleich mit Aktienrückkäufen (als auch Dividenden) interessieren!

    Im Gegensatz zur Dividende fallen bei den anderen Varianten natürlich keine Steuern an. Aber ich sehe keinen Vorteil der Kapitalerhöhung aus Geschäftsmitteln gegenüber Aktienrückkäufen...

    Bei Rückkäufen steigt mein Anteil am Unternehmen, Eigenkapital sinkt!
    Bei der Kap.-erhöhung bleibt beides ident, +durch erhöhtes Grundkap. eine bessere Kreditwürdigkeit!

    vielen Dank
    Alex

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    1. Bei Berichtigungsaktien bzw. einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden Gewinnrücklagen in Eigenkapital umgewandelt. An der Kapitalausstattung ändert sich nichts, nur die Anzahl der Aktien steigt. Trotzdem hat das Unternehmen mehr Eigenkapital und die Aktien werden optisch billiger. Der ursprüngliche Einstiegskurs wird seitens der Depotbank entsprechend reduziert.

      > Mehr zum Thema

      Bei Aktienrückkäufen entsteht durch die Rückkäufe zusätzliche Nachfrage, was den kurs treibt. Und werden die Aktien am Ende eingezogen, also vernichtet, sinkt die Zahl der Aktien und der Anteil jedes Aktionärs am Unternehmen steigt entsprechend an.

      > Mehr zum Thema

      Dividenden ziehen Geld aus dem Unternehmen ab und machen es damit weniger wert. Und sie müssen sofort versteuert werden, während Kursgewinne ja erst bei ihrer Realisierung und somit ggf. nach Jahren oder Jahrzehnten fällig werden.

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    2. Insofern ist eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln doch nur ein Aktiensplit, egal ob man eine Gewinnrücklage nun in Grundkapital umwandelt oder nicht...

      bei Patrizia betrachtest du es aber als eine Art Dividende...

      lg
      Alex

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    3. Korrekt. Es gibt aber etwas zu beachten... So hat ja Leifheit gerade einen Aktiensplit 1: durchgeführt und zusätzlich vorher noch eine Dividenden ausgeschüttet. Vectron macht es ebenso, die Dividende floss bereits, der Aktiensplit wird folgen. Bei Patrizia gibt es aber keine Dividende, dort wird - auch vom Unternehmen selbst - klar auf die Ausgabe von Gratisaktien gesetzt als Alternative zu Dividenden. Bei Patrizia bleibt also der volle Jahresgewinn im Unternehmen und durch die Gratisaktien erhalten die Aktionäre zwar eine zusätzliche Aktie, aber dem Unternehmen wird kein Cash entzogen. Ein feiner, aber wesentlicher Unterschied.

      Übrigens, H&R geht in diesem Jahr auch den Weg, anstelle einer Dividende Gratisaktien auszugeben. Allerdings lag es bei H&R daran, dass man aufgrund der Verlustvorträge für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividenden hätte auskehren dürfen. Beim nächsten Mal dürfte es wieder eine Bardividende geben.

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    4. Fallen bei Gratisdividenden eigentlich irgendwelche Gebühren bei der Depot führenden Bank an (oder sonst wo)?

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    5. Bei Gratisaktien fallen keine Gebühren an, die werden einfach so eingebucht.

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  10. Hallo Michael,

    eine Frage zu mbb bzw. Deutsche Beteilgung AG:
    welche der beiden würdest du derzeit vorziehen?

    Die mbb ist jetzt von der hohen Bewertung schön zurückgekommen, die Präsentation auf der HV war vielversprechend:
    https://www.mbb.com/uploads/media/170628-MBB-Hauptversammlung-2017-Praesentation.pdf

    Allerdings sehe ich hier noch Gefahr, dass der Kurs durch Aumann derzeit noch sehr viele positive Annahmen beinhaltet (die erstmal erfüllt werden müssen). Als Chance steht ganz klar die S-Dax Aufnahme.

    Ist die DBAG hier die bessere und konservative Alternative oder wie schätzt du Chancen und Risiken bei beiden ein?

    Danke und VG

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    1. Lieber in MBB oder die DBAG investieren? Tja, ich habe beide Werte in etwa gleich hoch gewichtet und zwar mit am höchsten in meinem Depot.

      Beide sind nicht wirklich miteinander zu vergleichen, denn MBB ist eine Beteiligungsholding, die durch den Zukauf und Ausbau der Tochterunternehmen wächst. Die DBAG ist ein Asset Manager. Sie kauft für ihre Fonds und damit ihre Investoren mittelständische Unternehmen und beteiligt sich mit einem Eigenanteil von bis zu 20%.

      Beide Unternehmen halte ich aktuell und künftig für aussichtsreich, jedes auf seine Weise. Bei MBB hängt die künftige Kursentwicklung stark von Aumann ab und davon, ob und wann man neue geeignete Übernahmen vermelden kann. Die DBAG ist insofern etwas stetiger in der Kursentwicklung, sofern kein Börsencrash auftaucht. Denn sie bilanziert nach IFRS und die Bewertung ihrer Beteiligungen geht somit auch in die GuV ein, nicht nur in den NAV.

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    2. Danke für deine Antwort.
      Die Frage war eher dahingehend bezogen: wenn du jetzt das Cash hättest und eine kaufen müsstest, welche dann von beiden ? (Da ich mich das gerade selbst frage ;))

      VG

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    3. DBAG und MBB sind beide mittel- und langfristig sehr aussichtsreich. MBB hängt extrem an Aumann bis man bei den Zukäufen aktiv wird. Dann bekommt der Kurs schnell wieder richtig Fahrt. Bei der DBAG geht es eher stetig bergauf, es können weitere gewinntreibende Exits erfolgen und/oder weitere Investments, die die Provisionseinnahmen weiter hoch treiben. Ich würde hier keiner Aktie den Vorzug geben wollen. Wobei MBB den größeren Hebel hat, weil man Unternehmen (fast) komplett übernimmt und wenn man wieder eine Perle findet wie Claas Fertigungstechnik oder die Aumann-Gruppe oder Delignit, dann kann der Kurs sehr schnell sehr stark zulegen. Aber... ob und ggf. wann solch ein Zukauf realisiert werden kann, ist nicht vorhersagbar.

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  11. Hallo Michael,
    mit welcher Begründung bist du zuletzt bei Facebook eingestiegen bzw. was erwartest du dir?

    Wo siehst du bei Facebook den Buffet'schen Burggraben? Könnte nicht jederzeit eine andere Social Media Platform "en vogue" kommen und FB würde dann drastisch Nutzer verlieren. Des weiteren denke ich das bei FB das Potential für weitere Werbung einer natürlichen Sättigung unterliegt (Hinweise dazu kamen ja bereits seitens FB).

    Potential sehe ich derzeit nur bei den Preisen für die FB ads die weiter anziehen dürften. Generell finde ich FB jedoch sehr wenig diversifiziert (im Gegensatz zu zB. Alphabet).

    Würde mich über eine Antwort freuen. VG

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    1. Naja, es gibt ja schon Google+ und das hat ja auch nichts gerissen, obwohl die Voraussetzungen hervorragend waren. Mir geht es weniger um das Wachstum bei den Nutzerzahlen, sondern um Facebooks Fähigkeit, Einnahmen zu generieren. Nicht nur über Werbung direkt, sondern vor allem weil Facebook immer öfter als Suchmaschine genutzt wird bzw. Ausgangspunkt ist für Leute, auf Artikel von Nachrichtenseiten zu klicken, oder von Modeseiten etc. Und da bei Facebook ja vor allem Leute mit den Inhalten bespielt werden, die ähnliche Interessen haben (man ist ja im selben Freundes- und Interessenkreis), ist die Zielgenauigkeit per se ziemlich hoch. Der Moat ist, dass Facebook die Nutzer hat (aktuell gerade 2 Milliarden aktive (!) Nutzerkonten) und diese nicht ohne Weiteres abwandern, sondern FB nutzen und von FB immer mehr direkt und indirekt in Einnahmen umgemünzt werden (können).

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  12. Hallo Michael,

    Hast du Digital Realty Trust auf deinem Schirm? Es ist ein REIT der Rechenzentren vermietet. Die größten Mieter sind IBM, Oracle, Facebook ,JPMorgan Chase, Verizon und Amazon. Das Unternehmen besitzt 157 Rechenzentren in 12 Ländern und expandiert weiter. Die Dividende konnte jährlich um 12 % angehoben werden (auch in der Finanzkrise) Schätzungen zu folge soll der Bedarf an Rechenzentren bis 2020 um ca. 20-27% wachsen. Ich mußte dabei sofort an deinen Artikel über CCI denken. Hier scheint die gleiche Chance zu bestehen indirekt von der Digitalisierung und dem zunehmenden Datenfluss/-speicherung zu profitieren. Über eine Einschätzung von dir würde ich mich freuen.

    beste Grüße Hans-Jürgen

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    1. Ein sehr interessantes Geschäftsmodell, ohne Frage. Mir sind die Immobilienwerte in den USA aber momentan doch zu sehr ausgereizt und extrem hoch bewertet, das gilt auch für Digital Realty Trust. Ich sehe da eher nicht die Chancen, dass diese Branche den Gesamtmarkt outperformen wird in nächster Zeit. Der Immobiliensektor ist auch eine der Branchen, die von steigenden Zinsen überdurchschnittlich stark negativ beeinflusst würde.

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  13. Hallo Michael,

    wann ist für dich der Zeitpunkt für Gewinn-Mitnahmen reif? Würdest du Aktien mit Gewinn verkaufen, falls es zu einem starken Kurseinbruch kommt, ohne dass sich der Unternehmenswert groß geändert hat?

    Wie erklärst das Phänomen, dass nach Präsentation von starken Zahlen, es bei manchen Unternehmen trotzdem zum Kurssturz und Gewinnmitnahmen kommt?

    Danke!

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    1. Gewinnmitnahmen geht ja in Richtung Markt-Timing. Der Grundgedanke ist, die Kurse sind seit dem eigenen Kauf gestiegen und man will diese Buchgewinne nicht wieder verlieren. Der entscheidende Fehler bei diesem Denken ist, dass Deine Gewinne niemanden interessieren, außer Dich und das Finanzamt Deines Vertrauens. Niemand sonst kennt Deinen Einstandskurs und für die Börse und alle anderen hat er keine Relevanz. Er ist schlichtweg egal! André Kostolany sagte einmal, man müsse seine Aktien nach dem Tagespreis bewerten, nicht nach dem eigenen Einstandspreis. Und das ist richtig. Wenn Du ein gutes Unternehmen in Deinem Depot hast, das in den nächsten Jahren fast sicher seine Gewinne steigern wird, dann wird dies fast sicher auch der Aktienkurs tun. Selbst wenn er zwischenzeitlich einmal einbricht. Es wäre also nicht schlau zu versuchen, diese Phase des Kurseinbruchs zu timen. Würdest Du mit Deiner selbstgenutzten Eigentumswohnung ja auch nicht machen, oder? Sie verkaufen, weil Du befürchtest, der Preis könnte demnächst fallen. Und dann hoffst Du, dass Du sie in ein paar Monaten oder Jahren billiger zurückkaufen kannst. Bei guten Aktien ist es genau das selbe. Nur, dass man diese per Knopfdruck und ohne viel Aufwand über die Börse handeln kann, anders als Immobilien. Aber deshalb gelten dabei keine anderen Grundprinzipien.

      Was Kursrückgänge nach guten Zahlen angeht, so liegt es wohl daran, dass einige Leute auf gute zahlen spekulieren und der Kurs daher im Vorfeld steigt. Werden die Zahlen dann veröffentlicht, nehmen sie ihre Gewinne mit. "Buy the rumor, sell the fact" heißt das Sprichwort dazu. Für Value Investoren bieten sich durch den Rückgang dann eher Kaufgelegenheiten, weil wir ja auf die langfristige Entwicklung der Unternehmen setzen, nicht auf die kurzen Kurszuckungen. Schau Dir mal die Charts an von Apple oder Amazon oder Alphabet. Alle paar Monate kommen Quartalszahlen - wie oft wird man da wohl richtig gelegen haben, wenn man versucht hat, diese immer korrekt zu timen? Und wäre es nicht schlauer gewesen, die Aktien einfach nur im Depot liegen zu lassen? Solange die Entwicklung weiterhin stimmt und es im Unternehmen und/oder dessen Markt nicht zu schwerwiegenden Problemen kommt, gibt es eigentlich keinen Grund, sich von den Aktien zu trennen. Egal, ob 5% oder 500% in Deinem Depotauszug als Performance dahinter steht. Der Wert der Aktie ist der heutige Wert. Und wenn dieser nicht massiv unterhalb der heutigen Aktienkurses liegt, sollte man sich nicht am Timing versuchen...

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  14. Lieber Michael,
    Cisco Systems hast du ja auf deiner Empfehlungsliste. Wie siehst du denn die Aktie momentan? Grundsätzlich scheint sie ja recht günstig bewertet zu sein aktuell. Aber das Unternehmen ist ja weiterhin im Umbau und ich traue mir derzeit keine Einschätzung zu, wie sich Cisco weiter entwickelt, wie groß die Konkurrenz ist und noch wird etc. Würdest du sagen, man kann derzeit einsteigen? An sich investiert man damit ja in viele Zukunftsbereiche im IT-Bereich...

    Vielen Dank schon mal!
    Gruß Andreas

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    1. Moin Andreas,
      Cisco Systems hat momentan damit zu kämpfen, dass im Stammgeschäft (Router und Switches) nicht nur ein erheblicher Preisdruck der Konkurrenz aus Asien herrscht, sondern dass diese Sparte tendenziell vom Aussterben bedroht ist. Denn die Aufgaben werden zunehmend von Softwarelösungen übernommen. Das hat Cisco natürlich auch erkannt, und drängt stark in diesen Markt bzw. gestaltet diesen mit. Daher sehen wir zwei Seiten von Cisco: die schwächelnde mit sinkenden Umsätzen und Margen und die prosperierende mit Umsatzzugewinnen und hohen Margen. Dieser Transformationsprozess wird noch einige Zeit anhalten und Anleger sollten geduldig bleiben .Cisco erwirtschaftet hohe Cashflows und Gewinne, sitzt auf hohen Cash-Reserven, kauft eigene Aktien zurück, schüttet attraktive Dividenden aus und kauft fleißig kleinere Unternehmen auf, um sich neue Technologie anzueignen - seit jeher ein Erfolgsrezept von Cisco Systems.

      Cisco ist einer der ganz großen Profiteure der zunehmenden Vernetzung ("Internet of Things") und wächst gezielt auch in den Bereich Cybersecurity hinein. Wie Du schon sagst, die Bewertung von Cisco ist ziemlich moderat. Daher sollte sich ein Engagement hier (weiter) auszahlen.

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  15. Hallo Michael,

    möchte dir zunächst mein aufrichtiges Beileid ausdrücken.

    Was hälst du eigentlich von dem Hype rund um den Bitcoin? Ich konnte damit wirklich sehr gute Gewinne erzielen.

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    1. Danke. Unbestritten werden Blockchains und Kryptowährungen unsere Zukunft massiv beeinflussen. Doch muss man heute darauf setzen? Ist das ein Investment oder eher Spekulation oder gar nur Zockerei? Warren Buffetts Ansicht hierzu ist klar: »Der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren liegt nicht in der Frage, wie sehr eine Industrie die Gesellschaft beeinflusst oder ob sie wachsen wird, sondern darin, herauszufinden ob ein bestimmtes Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat, und wenn ja, wie lange dieser anhalten wird«. Und welches Unternehmen/Konsortium nun bei der Blockchain die Nase vorn haben wird und welche Kryptowährung Bestand haben und sich durchsetzen wird, ist heute noch nicht einmal für Nerds und Profis absehbar. Also schon gar nicht für Laien und Kleinanleger...

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    2. Hier eine interessante Sicht des Blockchain-Experten Tertinegg: "Eine digitale Währung wird früher oder später eine nationale Währung als Weltreservewährung ablösen. Ich gehe mit einer mehr als 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es Bitcoin sein wird, es kann aber auch eine andere Kryptowährung sein. Es gibt nämlich neben Bitcoin noch hunderte andere Kryptowährungen", so Tertinegg. "Bis auf eine Handvoll davon - maximal 10 bis 15 Währungen - sind das aber Eintagsfliegen ohne Relevanz. 99 Prozent der digitalen Währungen, die wir jetzt sehen, werden in zehn Jahren wahrscheinlich nicht mehr existieren. Es ist also zwar richtig, dass die Gesamtmenge der verschiedenen digitalen Währungseinheiten inflationierbar ist, aber wenn sie nicht im alltäglichen Wirtschaftsleben im Einsatz sind, ist das eigentlich irrelevant".

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  16. Guten Morgen Herr Kissig!

    Eine Frage zu Consus. Ist diese, auch vor dem Hintergrund der Beteiligung an der CG-Gruppe, eine Investition wert, oder ist die Bewertung auch jetzt noch zu hoch?

    Über Ihre Meinung würde ich mich freuen!

    P.S. DEWB nach dem Kursrückschlag wieder interessant?

    Danke im voraus!

    Stefan Remmel

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    1. Consus ist für mich als Bestandshalter von Gewerbeimmobilien nicht wirklich interessant und daher auch kein Investment. Die jetzt erfolgende neue strategische Ausrichtung hin zu einem Projektplaner (die zu übernehmende Firma ist ja um ein Vielfaches größer als Consus selbst) macht für mich das Unternehmen nicht interessanter. Vorsichtig ausgedrückt. Ich werde hier nicht investieren.

      DEWB hat gestern stark gelitten, vielleicht unter dem Research-Update von SMC. Die haben ein Kursziel von 1,30 Euro ausgegeben und den Einstieg des neuen Ankerinvestors als "nun eingepreist" bezeichnet. Die Einschätzung lautet auf "Halten" - allerdings hatte man zuvor ein Verkaufsvotum gesetzt gehabt, so dass es eigentlich eine Hochstufung ist. Für mich waren es gestern Nachkaufkurse. Denn ich setze ja darauf dass der neue Großaktionär als erfolgreicher Value Investor nicht nur die Mehrheit im Aufsichtsrat besetzt hat, sondern auch eine Neuaufstellung der DEWB aktiv mitgestalten wird. Hierfür habe ich mich frühzeitig und aussichtsreich positioniert. Wann sich das auszahlen wird (und ob überhaupt), bleibt abzuwarten. Die DEWB könnte eine sehr interessanteste Turnaroundstory werden...

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  17. Hallo Michael,

    ich lese bin immer an guten Nebenwerten interessiert. Für mich ist da neben Technotrans noch Dr. Hönle und insbesondere auch Nabaltec hervorzuheben. Bei Dr. Hönle gehen die Analystenbewertungen für 2019 bis auf 2,50 pro Aktie und Nabaltec hat ein hervorragendes erstes Halbjahr hingelegt. Wie beurteilst Du die Unternehmen?

    Viele Grüße Snart

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  18. Hallo Michael,

    was hältst Du denn von der Kapitalerhöhung von Greiffenberger und insbesondere der kompletten Übernahme der Aktien durch Blue Cap?

    Viele Grüße,
    Georg

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  19. Hallo Michael.
    Gibt es bei der msg life etwas Neues?
    Der Kurs geht schon länger bergab, besonders auch heute.
    Leider gibt es kaum Infos.
    Hast du deine Anteile noch?
    VG

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    1. Mir sind keine relevanten Neuigkeiten bei der msg life AG bekannt; vermutlich verlieren nur einige Anleger die Geduld und da die Aktien nur noch in Hamburg gehandelt werden und sehr markteng sind, wirkt es sich natürlich belastend auf den Kurs aus, wenn Leute die Aktien einfach unlimitiert ins Ask schmeißen. Am besten auch immer auf die Berichte von Scherzer & Co. achten (nicht nur die monatlichen NAV-Berichte, sondern die Finanzberichte), die haben sich ja über Monate bei der msg life AG eingekauft...

      P.S.: Ja, ich habe meine kleine, überschaubare Position noch. Ich betrachte das Verfahren hier ja auch als Lerneffekt.

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  20. Moin Michael.
    Sehe derzeit bei der M-U-T Ag einen guten Einstiegszeitpunkt. Hast du dir die schonmal angeschaut und wenn, wie ist deine Einschätzung ?
    DAnke für deinen wirklich tollen Blogg und Gruß Monika

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    1. Moin Monika,
      m-u-t habe ich im Depot. Ich fahre ja mehrmals täglich bei denen vorbei, die befinden sich ja in meiner Heimatstadt. Kenne auch den Gründer und AR-Vorsitzenden persönlich und habe auch die schwierige Phase in den letzten Jahren miterlebt. Ich denke, die Aktie hat noch etwas Potenzial, ist aber auch nicht mehr wirklich billig. Künftiges Wachstum wird eher anorganisch kommen und/oder durch die Verringerung der Minderheiten. Der laden ist einfach zu klein und müsste stärker durch Übernahmen/Zukäufe wachsen. Oder man wird irgendwann selbst übernommen. Auf jeden Fall ein Wert, den man gut im Depot haben kann.

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  21. Hallo Michael,

    ich habe einige grundsätzliche Fragen zum Value Investing. Die Strategie des Value Investings besagt, dass man Aktien mit niedrigem KGV kaufen soll. Wenn ich mir Aktien wie Evotec, NVIDIA, Aumann oder auch Hypoport anschaue, wäre die Empfehlung eines Value Investors die Aktien zu diesem Zeitpunkt nicht mehr einzukaufen, da die KGVs über 35, sogar über 40 liegen. Betrachtet man aber diese Aktien aus heutiger Sicht ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse weiter steigen, hoch. Die Evotec Aktien zum Beispiel legte innerhalb eines Monats von 17-18 Euro auf 20 Euro, Tendenz steigend, Analystenempfehlung "kaufen". Auch riesige Zukunftsgewinne können so ein KGV nicht rechtfertigen. Also aus meiner Sicht Spekulation pur und extrem überteuert. Als Aktionär kann man aber trotzdem riesige Gewinne mit diesen Aktien einfahren.
    Woran liegt diese Irrationalität auf dem Markt? Welche Risiken siehst Du zum Beispiel beim Kauf einer Hypoport Aktie zum heutigen Kurs und würdest Du die Aktie heute kaufen? Was erwartest Du z.B. im Falle eines Börsencrashes, wie würde sich der Kurs von Hypoport entwickeln und wie von Apple oder Gilead Sciences?

    Danke für Deine Antwort und viele Grüße
    Thomas

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    1. Value Investing bedeutet nicht, Aktien mit niedrigem KGV zu kaufen. Das ist zu kurz gesprungen. Value Investing betreibt, wer Aktien kauft, die weniger kosten als sie wert sind. Entweder heute (Ansatz nach Benjamin Graham) oder in der Zukunft (Philip Fisher). Buffett hat sich von Graham zu Fisher hin entwickelt. Man schaut also auf die Gewinne, die ein Unternehmen in der Zukunft erwirtschaften wird, und zinst diese nach heute hin ab. So erhält man einen auf heute bezogenen Zukunftswert, den man mit dem aktuellen Preis (Aktienkurs) vergleicht. Soviel zur Theorie der Discounted-Cash-Flows...

      Ein wenig simpler ist das Verwenden des PEG, des Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnisses. Man nimmt also nicht nur das aktuelle KGV, sondern man nimmt den Durchschnitt über einen Zeitraum, also 5 oder 10 Jahre. Wie sind in diesem Zeitraum die Gewinne gewachsen? Und die das KGV? Wenn die Gewinne jährlich um 30% wachsen, ist ein KGV von 25 nicht teuer. Legen die Gewinne nur um 3% pro Jahr zu, dann schon.

      Hypoport wächst sehr schnell und profitabel. Man hat sehr viel Geld in die neue Versicherungsplattform Insurtech gesteckt und wenn diese auch nur halb so gut angenommen wird, wie erwartet (und wie es bei der Kreditplattform der Fall war), dann werden die Gewinne explodieren. Der Markt billigt deshalb aktuell ein höheres KGV zu. Und aus meiner Sicht zurecht. Ebsno bei Vectron. Sollte die Coke-Kooperation (GetHappy-App) einschlagen, wird der Gewinn von Vectron explodieren. Dann sind 25 Euro glatt geschenkt. Wird das ein Rohrkrepierer, dann wäre Vectron eher bei 15 Euro angemessen bewertet mit seinem Stammgeschäft.

      Im Falle eines Börsencrashs erwarte ich, dass alle Aktien stark fallen. Denn ein Crash passiert ja aus Irrationalität heraus, wenn Panik herrscht. Ich habe ja schon einige mitgemacht und weiß daher, wie besch... sich so etwas anfühlt und wie schwierig es ist, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nur wenige (wie Warren Buffett) schaffen das und kalkulieren; die meisten schmeißen einfach nur ihre Aktien auf den Markt, egal welche, alle. Und Apple? Die werden fallen wie ein Stein. Die sind in jedem Depot, in jedem Fonds und wenn Anleger ihre Gelder abziehen, werden vor allem die großen, liquiden Werte verkauft. Weil die am wenigsten darunter leiden. Da dies dann aber alle gleichzeitig tun, stürzen die ab wie Supermann auf Kryptonit.

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    2. Danke für Deine kompetente Antwort Michael! Wie würdest Du kalkulieren und reagieren, wenn es ein Börsencrash gibt? Ich halte 30% Cash für den Fall, es kann ja jeden Tag passieren.

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    3. Da man einen Crash nicht vorhersehen kann, ist ein zu hohes Cashpolster auch keine Lösung, da es ja bei den Magerzinsen kein Geld verdient in der Zeit, während man auf den Crash wartet. Ich habe daher selten eine Cashquote über 15%. Eigentlich nur, wenn ich Verkäufe tätige und mal keine neuen guten Investmentideen habe. Und dann ist es auch so, dass ein Crash selten von allen Branchen ausgelöst wird, sondern dass der Auslöser meistens ein Bereich ist. Hier kann man dann gezielt reduzieren, da der Abschwung vermutlich länger andauert und stärker ausfällt, während die übrigen Sektoren sich nach kurzer Panik meistens schnell wieder erholen (im großen Crash 200 bis 2003 hat das weniger gut funktioniert, der war ungewöhnlich lange und hat fast alle Branchen erwischt). Mit dem sowieso bestehenden Cashpolster hat man dann genug trockenes Pulver, um sich die Rosinen herauszupicken.

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    4. Besten Dank für die Aufklärung Michael, Dein Blog und Deine Meinung ist wirklich ein Schatz für Kleininvestoren wie ich, ich wünsche Dir noch doppelt so viel Erfolg in deinen Investments :)

      Herzliche Grüße

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  22. Hallo Michael,

    Weißt du was bei der SBF AG los ist?
    Seit Juni geht's nur noch Bergab.

    mfg

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    1. SBF ist ein Nischenwert in der Turnaroundphase. Es gibt nur wenige Informationen zum/vom Unternehmen und auch nur geringe Börsenumsätze. Zur Zeit gibt es keine große Kaufbereitschaft und wenn jemand ein paar Aktien auf den Markt schmeißt, dann drückt das schnell stark den Kurs. Sieht man auf die Handelsumsätze, gibt es aber auch keinen großen Verkaufsdruck. Man braucht Geduld, wenn die Gesundung richtig Fahrt aufnimmt, wird auch der Aktienkurs schnell nach oben durchstarten. Aber vermutlich eben auch erst dann...

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  23. Guten Abend Michael,

    was denn bei Genworth los??

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Genworth Financial, Inc. (GNW) and China Oceanwide Holdings Group Co., Ltd. announced they have withdrawn their joint voluntary notice with the Committee on Foreign Investment in the United States, with an intent to refile the transaction with additional mitigation approaches, including potentially working with a U.S. third- party service provider.

    'We continue to work diligently to secure all required regulatory approvals necessary to complete the transaction. At the same time, we are evaluating options to address our upcoming debt maturities and preserve the value of our businesses in the event the transaction with Oceanwide cannot be completed,' said Tom McInerney, CEO of Genworth.

    Genworth Financial noted that the options to address the 2018 debt maturity in the absence of a transaction with Oceanwide include potential refinancing alternatives, current holding company cash, and/or potential asset sales. The company is also evaluating options to insulate its U.S. mortgage insurance business from additional ratings pressure in the absence of a transaction with Oceanwide.

    Das hört sich doch sehr komisch an.

    VG Steffen

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    1. Moin Steffen,
      die Neuigkeiten bergen Chancen und Risiken und kamen an der Börse beim ersten Aufschlag nicht gut an. Ich habe das in dem Artikel "Panikverkäufe: Steckt Genworth Financial jetzt in der Schuldenfalle?" ausführlicher dargestellt.

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    2. Hallo Michael,

      herzlichen Dank für die detaillierte Ausführung.

      Einen schönen Feiertag.

      VG Steffen

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  24. Hallo Michael, zunächst mal tausend Dank für deine tolle Arbeit hier im Blog!

    Eine Anregung bzw. einen großen Wunsch für deine Empfehlungsliste hätte ich: könntest du dir vorstellen, dein 12-Monatskursziel mit aufzunehmen? Kurspotentiale sind zwar oft nur frommes Wunschdenken, helfen meiner Meinung nach aber trotzdem prima im Überblick behalten und Fokus setzen.

    Viele Grüße
    Max

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    1. Moin Max,
      ich habe keine konkreten Kursziele, daher kann ich die auch nicht angeben. Ich halte nicht viel davon, denn die sind meisten eh nur gewürfelt. Sie beziehen sich ja auf die Entwicklung des Aktienkurses und davon habe ich keine Ahnung. Ich suche mir Unternehmen, bei denen ich relativ sicher bin, dass der Kurs steigen wird, wenn die unternehmerische Entwicklung eintritt, die ich annehme aufgrund meiner Annahmen, Prognosen und Einschätzungen. Ob der Kurs sich dann aber nach einem Tag, einem Monat oder erst nach zwei Jahren entsprechend entwickelt, hängt ja nicht von mir ab, sondern von all den anderen Aktienanlegern an der Börse.

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  25. Hallo Michael,

    hast Du eine Einschätzung zu Max21? Scherzer hat die Kapitalerhöhung mitgemacht. Ein spekulatives Investment wert?
    Besten Dank vorab, Gruß Timo

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    1. Moin Timo,
      Max21 habe ich nicht wirklich auf dem Schirm. Die haben vor einigen Jahren mehrfach die Anleger enttäuscht und finanzieren sich irgendwie durch ständig neue Kapitalerhöhungen. Und dann wird seit vielen Jahren immer das Thema "DE-Mail" als ganz großes Potenzialprojekt herausgestellt (wie auch bei Francotyp-Postalia), aber ich habe hier erhebliche Zweifel. Meine Einschätzung ist: viel versprochen, wenig gehalten. Daher für mich jetzt nicht übermäßig interessant.

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  26. Hallo Michael,

    ich überlege in SFC ENERGY AG, eine Technologiefirma für Brennstoffzellen zu investieren. Die Umsätze/Martknachfrage steigt stark, jedoch befindet sich die Firma immer noch in einer Verlustphase. Starke Abhängigkeit von Großkunden, EK-Quote ca. 31%. Wie ist Deine Meinung?

    Gruß
    Thomas

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    1. SFC Energy habe ich nicht auf dem Schirm und kann daher auch keine Einschätzung zu dem Wert abgeben, sorry.

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    2. Die Aktie ist durchaus interessant, die Firma berichtete im letzten Quartal über viele neue Aufträge, vorgestern ist der Kurs an einem Tag um 30-40% gestiegen, dann hat die Aktie wieder 15% verloren, jedoch denke ich, dass SFC in diesem Quartal den Break-Even schafft. Zudem haben die Produkte einen echten Nutzen :)

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  27. Moin Michael

    Mir fällt es schwer, die (aus Büchern) gelernte Theorie in der Praxis anzuwenden, weshalb ich mich mit einer Frage/Bitte an dich wende: Wäre es möglich, dass du bei Gelegenheit einmal einen Artikel verfasst, wie du bei deinen Investments vorgehst (angefangen bei der Suche eines neuen Investments bis zum Kauf einer Aktie)? Unter anderem habe ich nachfolgende Fragen:

    1. Welche Kennzahlen wählst du aus beim Screening der Aktien?
    2. Welche Bewertungsmethode wendest du an? Ausschliesslich die DCF-Methode oder bedienst du dich zur Sicherheit auch der Multiplikatorenmethode? Falls ja; welche Methode benutzt du noch?
    3. Welche Sicherheitsmarge verwendest du? Und nimmst du immer dieselbe Sicherheitsmarge oder machst du dies vom Investment abhängig?
    4. Wie weisst du, dass im Geschäftsmodell ein Burggraben vorliegt? (Das ist ja nicht immer so offensichtlich)
    5. Wann entscheidest du dich einen Wert auf deine Watchlist zu nehmen und ab wann (also bei welchen Bedingungen) fängst du an in diesen Wert zu investieren?

    Verwendest du eine Art Checkliste? Wäre es allenfalls auch möglich eine Aktie aus deiner Empfehlungsliste als Beispiel heranzuziehen? Ich würde mich jedenfalls über einen Artikel freuen und danke dir bereits jetzt für dein tägliches Engagement hier in diesem Blog.

    Beste Grüsse
    David

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  28. Hallo Michael, als Value Investor sollte dich die Roy Ceramics doch sicherlich interessieren. Gestern habe ich den nachfolgenden Bericht auf WO gelesen. hast du eine Meinung zu diesem Wert??

    Heute im NWN AG Roy Ceramics WKN RYSE88 Der Sanitärhersteller Roy Ceramics stellt sich gerade völlig neu auf. So wurden die Produktionsanlagen in China für 80 Mio. US-Dollar an die White Horse Gruppe verkauft. In der HV am 02.10.2017 (die Mutter hat ihren Sitz in Hungen in der Nähe von Frankfurt) berichtete der Vorstand, dass 40 Mio. US-Dollar bereits gezahlt worden seien, weitere monatliche Tranchen von 5 Mio. US-Dollar sollen folgen. 18.109 Mio. Aktien gibt es, etwa 34 Mio. bzw. 1.90 Euro je Aktie, Tendenz wohl weiter steigend, schlummern in der Kasse. Eine Überbewertung ist bei einem Kurs von 0.77 Euro beim besten Willen nicht auszumachen. CS

    Danke für deine Mühe ....und weiter so

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    1. Es ist ja noch völlig unklar, was Roy Ceramics mit dem Geld anstellen will. Und ob die weiteren Zahlungen der Chinesen erfolgen (können). China ist nach wie vor ein Land, in dem Rechtsstaatlichkeit wenig gilt und willkürliche Entscheidungen der Regierung vertragliche Verpflichtungen aushebeln können. Mir ist die Sache zu heiß, ich habe zu wenig Informationen und wäre als Aktionär von zu vielen Unwägbarkeiten abhängig, die ich nicht wirklich einschätzen kann. Ich sehe Roy Ceramics nicht als Value Investment an, sondern allenfalls als höllenheiße Spekulation. Vermutlich kann man damit Geld verdienen, mir ist dieser Pennystock aber zu heiß.

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  29. Hallo Michael,

    Was sagst du zu der Nachricht von Vectron, die war ja nicht so gut.
    Wartest du jetzt erstmal ab, oder kaufst du nach?

    Mfg

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    1. Die Zahlen von Vectron sind nicht wirklich überraschend, auf ein Abflauen der Nachfrage nach Kassensystemen und dass man das erste Quartal nicht einfach auf das Gesamtjahr fortschreiben dürfe, hat der Vorstand selbst mehrfach hingewiesen. Ob das vierte Quartal jetzt kräftige Impulse setzt? Ich würde hier nicht zu euphorisch sein. Aktuell belasten die (Personal-) Aufwendungen für die GetHappy-App, also die Kooperation mit Coca Cola. Da der Launch ins erste Quartal 2018 verschoben wurde, werden wir noch weiter Geduld haben müssen, wie sich das Ganze entwickelt. Ich glaube weiter, dass hier ein enormes Potenzial schlummert und GetHappy zu einem Erfolg wird. Insbesondere für Vectron sollte sich das kräftig auszahlen. Die nächsten Wochen werden wir aber weiter warten müssen, bis wir das wirklich einschätzen können. Von daher kaufe ich keine Vectron-Aktien zu, bleibe aber investiert.

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    2. Moin Michael,

      viele Anleger, welche am Hoch im Juni investiert haben, haben die Hälfte ihres investierten Kapitals verloren. Könntest du bitte in einem Artikel die weiteren Aussichten kritisch beleuchten. Die Aktie war und ist immer noch völlig überbewertet, GetHappy ist m.A.n. nur eine Ente um die Anleger zu locken. Das Vertrauen scheint endgültig dahin zu sein. Deswegen wären Kurse 10-15 € noch in diesem Jahr völlig gerechfertigt.

      Grüße
      Andreas

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    3. Es gibt aber nichts Neues zu berichten bei/über Vectron. Wer zu teuer eingekauft hat, liegt jetzt im Minus. Ist ärgerlich. Andererseits dürften die meisten dieser Anleger bereits ihre Aktien entnervt aus dem Depot geworfen haben.

      Deine Meinung teile ich ansonsten nicht. Du machst meiner Meinung nach den klassischen Fehler, aus dem Kursverlauf auf die Unternehmensentwicklung zu schließen. Das ist nur selten treffsicher. Das einzig relevante an Meldungen im letzten halben Jahr war, dass der Start der GetHappy-App auf das erste Quartale 2018 verschoben wurde. Alles andere sind/waren bekannte Infos. Dass sich das Sondergeschäft bei den Kassen im Jahresverlauf abschwächen wird, war lange klar. Ich hatte es selbst auch in einem Artikel so geschrieben; kurz vor dem Jahreswechsel hatten noch viele neue Systeme bei Vectron geordert, die dann in den ersten Monaten abgearbeitet wurden. Dieser hohe Ordereingang und -bestand hat sich normalisiert. Und dennoch haben hier viele Kassenbetreiber noch nicht aufgerüstet, das muss noch nachgeholt werden. Und was bonVito angeht, so ist die Coke-Kooperation nur eine von vielen Möglichkeiten für dieses System. Natürlich momentan die mit Abstand wichtigste und interessanteste. Ich habe daher großes Verständnis dafür, dass Vectron sicherstellen will, dass die auch ein Erfolg wird. Dann könnte es weitere lukrative Deals für bonVito geben. Also lassen sie sich die nötige Zeit. Die Unsicherheit über den Erfolg wird aber erstmal bleiben, weil der Start noch einige Wochen auf sich warten lässt. Und auch dann wird man die Entwicklung abwarten müssen. Ich glaube, dass dies ein Erfolg wird. Und deshalb bin ich weiter bei Vectron investiert. Oder um es mit Warren Buffetts Worten zu sagen: "Kaufe niemals eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert".

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  30. @ Roy ceramics AG: Vielleicht kann ich zum Thema Roy ein wenig Aufklärung leisten.
    Die Firma hat klar gesagt was Sie plant. Es soll ein neues Keramikwerk in Houston Texas gebaut werden. Für den Bau des neuen Werkes wird der Verkaufserlös zu grossen Teilen verbraucht. Bisher sind von der halbstaatlichen White Horse ca 40 Mio USD an die deutsche AG geflossen. Weitere Trancen werden in montl. Raten von 5,0 Mio USD gezahlt. Insofern stimmen die Aussagen den NWN. Im Unterschied zu den alten Chinabuden ist hier das Geld in die dt AG geflossen. Ich gebe dir Recht, dass es nicht unbedingt Value Investing ist, aber Fakt ist, dass aktuell in der AG ca 1,9€ Cash ist.... meine Infos habe ich aus den Adhocs, der HV und dem GB.
    Den Wert hat einfach keiner auf dem Schirm

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    1. Naja, würden de 1,90 Euro ausgeschüttet und auch die noch kommenden Kaufpreisraten, dann wäre das ne tolle Sache. Aber sie werden ja in ein neues Werk in den USA investiert und ob das Ganze ein Erfolg wird, kann man ja kaum wirklich abschätzen. Wenn das nicht hinhaut, hat man die Kohle versenkt und wieder nur eine Immobilie am Hals, die man irgendwie losschlagen muss.

      Wieso glaubst Du, dass die neue Unternehmung so ein großer Erfolg wird? Gibt es denn garantierte Abnehmer? Gibt es keine Konkurrenz? Wer braucht denn die neuen Produkte/Waren, die Roy Ceramics herstellen will? Welche Margen will man erreichen und ab wann Gewinne schreiben?

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  31. Grüß Gott Michael,

    Ich bin regelmäßiger Leser deines Blogs und habe von dir den Tip S&T bekommen, der sich im Konsolodierunhsjahr von Kontron hervorragend und über jeder Erwartung entwickelt. Herr Niederhauser leistet beachtliche Arbeit!
    Ich will mich revanchieren mit ebenfalls einem Tipp aus Österreich:
    AT&S : Fundamental nehmen die Geschäfte wieder Fahrt auf. Der Konzern ist mit seinen Produkten ausgezeichnet positioniert und hat aus den vergangenen, zähen Jahren seine Lehren wohl gezogen.
    Vielleicht bekommt man derzeit mehr Wert, als den Preis den man noch entrichten muss.

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    1. Vielen Dank für den Hinweis, Raffael. AT&S hat eine schwierige Zeit hinter sich, man hat massiv investiert und einige Probleme (in China) zu meistern gehabt. Die jetzt vorgelegten Zahlen sind wirklich ein riesiges Ausrufezeichen und man kann wohl davon ausgehen, dass demnächst der eine oder andere Analyst seine Schätzungen für 2017, aber insbesondere für 2018 ff. kräftig nach oben anpassen wird.

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  32. Hallo Michael,

    Die Hypoport Aktien sind ja gerade sehr gefallen und ich überlege jetzt wieder in Hypoport zu investieren. Das KGV für 2017e liegt ja mit dem derzeitigen Kurs bei 43-44 bei einem Gewinnwachstum i.H.v. 20% im Vergleich zu 2016 und das PEG würde dann auch bei ca. 2 liegen (Hoffentlich rechne ich richtig :) Würdest eine Investition empfehlen?

    Danke und Grüße aus Mannheim
    Andreas

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    1. Ich fand die zahlen von Hypoport ziemlich gut. Der Gesamtmarkt für Immobilienkredite hat im 3. Quartal stagniert, Hypoport hat aber um fast 10% zugelegt. Insbesondere im Sparkassen- und Genossenschaftsbankenbereich legte man überproportional zu. Und ab nächste Jahr dürfte sich langsam auch die neue Versicherungssparte spürbar bemerkbar machen, die im günstigsten Fall einen ähnlichen Wachstumsschub hinlegen könnte, wie seinerzeit der Finanzierungsbereich. Ich habe den Rücksetzer jedenfalls zum Aufstocken meiner Position genutzt.

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    2. Ich fand die Zahlen auch gut und Zukunftsperspektiven gibt es ja bei Hypoport genug. Fakt ist aber auch, dass die Aktie von Hypoport kurz- bis mittelfristig überbewertet ist. Genauso so Aumann mit 93 €/Aktie, das haben wir ja heute gesehen: Super Gewinne, aber auch Erwartungen, die kaum zu erreichen sind. Ich denke, dass wird sich über den kompletten Markt ziehen, wenn jetzt die Quartalsergebnisse der Unternehmen kommen. Diese, die die Erwartungen nicht um einiges übertreffen werden auch einige Prozente abgeben müssen, bevor es weiter geht. Siehst Du das auch so?

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    3. Das sehen wir schon länger, dass jeder bestraft wird, der die Erwartungen nicht toppt. Abgesehen vom Gewinn hat Aumann die Erwartungen aber erfüllt. Und Hypoport mit 10% Wachstum oberhalb des Marktwachstums konnte auch seine außerordentliche Stellung herausstellen. In beiden Werten (und auch in MBB) steckt auch Zukunftsphantasie - der muss man aber auch die Zeit geben, real zu werden. Das klappt nicht in wenigen Wochen. Aber ich denke, die Unternehmen sind auf dem richtigen Weg und daher habe ich bei Hypoport aufgestockt und MBB deutlich übergewichtet in meinem Depot. Das sah insgesamt heute nicht so schön aus, da auch Blue Cap verloren hat. Und Steico, die ich ebenfalls aufgestockt hatte. Da sind heute die Hälfte meiner bisherigen Oktobergewinne flöten gegangen...

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    4. Sorry, das war falsch... Ich muss die nicht bereinigte Gewinnprognose für 2017 und 2018 betrachten, die Zahlen fehlen aber im Internet.

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  33. Hallo Michael,

    eine Frage: DDer Kurs der Aktie von Dierig Holding AG liegt z.Z. unter dem Substanzwert des Unternehmens, also grundsätzlich eine Superinvestition. Problematisch ist, dass sie kaum gehandelt wird, d.h. auf der Börse sind z.Z. nur 200 - 300 Stück handelbar. Ich habe mir jetzt auch eine kleine Position aufgebaut. Kann die Aktie bei der kleinen Menge auf dem Markt überhaupt ihr Substanzwert rerreichen?

    Danke und beste Grüße
    Holger

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  34. Guten Tag Herr Kissig. Wie sehen Sie die Entwicklung bei den beiden Aktien Paragon, König&Bauer. Was halten Sie von den Lithum Aktien(Orocobre). Was ist falsch wenn Gewinne mitgenommen werden, um dann wieder Geld zu haben wenn es mal wieder wird.Natürlich weiß keiner wann das passieren wird. Wie soll man wissen welche Aktien nach einem Crash wieder steigen und wie viel. Bin gespannt auf Ihre Antwort.

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    1. Paragon war sehr Voltabox getrieben, ist aber als Automobilzulieferer ansonsten eher nicht mein Fokus. König & Bauer ist, ebenso wie Heidelberger Druck, indirekt auf meiner Watchlist, weil ich mit Technotrans ja einen großen Profiteur der Renaissance der Druckindustrie im Depot habe. Mit Technotrans fühle ich mich allerdings viel wohler als mit HD oder KBA. Und Lithium... es gibt nicht wenige die meinen, der Hype um Lithium hätte seinen Peak schon gesehen. Dabei glauben alle, Elektromobilität könne nur mit ausreichend Lithium stattfinden. Ich hingegen denke, da sich inzwischen der Fokus auf das Thema Batterie und Energiespeicher gelegt hat, wird es hier in absehbarer Zukunft auch neue Forschungsergebnisse geben mit ggf. ganz anderen Materialien und dann benötigten Rohstoffen. Ich bin nicht gut darin, in Rohstoffe zu investieren, daher halte ich mich hier lieber zurück.

      Was die Frage angeht, ob man nicht lieber vor einem Kurssturz seine Aktien verkaufen sollte, um sie danach günstiger wieder zurückzukaufen, kann ich nur sagen: ja, sollte man. Allerdings weiß man leider im Voraus nie, wann der richtige Verkaufszeitpunkt gekommen ist und beim Kursabsturz selbst nie, wann der Rebound erfolgen wird. Daher funktioniert dieser Ansatz nach meiner Erfahrung nicht oder nur zufällig und mit sehr bescheidenen Ergebnissen. Ich bin eben auch kein guter Marekttimer, daher versuche ich, das zu unterlassen.

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  35. Hallo Michael,

    wie ist deine Einschätzung zu Hormel (HRL)? Im Gegenzug zu McCormick (MKC) zwar comoddity abhängiger (Avocado, Fleisch), allerdings auch bedeutend günstiger. Auch die geringe Debtquote spricht für HRL.

    Deine Meinung würde mich interesseren - vielen Dank!

    Freundliche Grüße
    Christopher

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    1. Hormel als günstig einzustufen, fällt mir momentan schwer. Verglichen mit den früheren Höchstständen, ist der Kurs deutlich zurückgekommen, allerdings hat das Unternehmen ja auch massive Probleme. Vor allem im Bereich Truthahn, einer sehr wichtigen Sparte. Hormel ist zwar ein defensiver Wert und gilt als konjunkturresistent mit seinen Fertigfleisch und Fertigessenangeboten, aber der zunehmende Trend hin zu frischer, gesunder Ernährung betrifft auch Hormel, zumindest was das künftige Potenzial angeht. Sollte sich das Business stabilisieren und das Unternehmen die Probleme endlich in den Griff bekommen haben, wäre Hormel wieder einen Einstieg wert.

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    2. Vielen Dank für deine Einschätzung! Ich werde den Wert weiterhin im Auge behalten. Wir werden sehen, wie sich das Geschäft entwickelt.

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  36. Moin Michael,
    China-Aktien waren hier solange ich deinen Blog verfolge ja noch kein Thema.
    Nun Aktien wie Netease Tencent, Alibaba etc. laufen ja die letzten Monate extrem gut und ein Ende scheint erstmal nicht in Sicht.
    Wie ist deine Meinung zu China-Aktien im Allgemeinen?
    Besten Dank und Gruß M.Z.

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    1. China-Aktien meide ich. Das Land bietet keine gefestigten rechtsstaatlichen Strukturen, die Bilanzen können/werden geschönt (sowohl bei Unternehmen als auch beim Staat), ich habe keinen Bezug zu Asien und zur dortigen Mentalität und da viele der großen Unternehmen, aber auch schon Mittelständler, in China aktiv sind, habe ich genug China im Depot. Kann Alibaba schneller wachsen und höhere Gewinne einfahren als Amazon? Möglich. Amazon kann ich - subjektiv - aber wesentlich besser einschätzen, warum sollte ich mir ein vergleichbares Unternehmen heraussuchen, nur weil es evtl. noch besser sein könnte? Was ich nicht beurteilen kann? Um es mit Buffett zu sagen. Asien, Südamerika und Afrika befinden sich nicht in meinem Circle of Competence. Und solange ich in Europa und Nordamerika ausreichend interessante und aussichtsreiche Unternehmen finde, verspüre ich nicht den Drang, mich noch woanders umzusehen. Was nicht heißt, dass es dort keine lukrativen Investments gibt. Unbestritten, die gibt es. Aber eher nicht für mich.

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  37. Hallo Michael,

    Was hältst Du von den Q3 Ergebnissen von Genworth Financial?
    Bleibst Du da weiterhin investiert und rechnest (in absehbarer Zeit) mit dem Zusammenschluß mit Oceanwide?

    Gruß
    Martin

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    1. Die Q3-Zahlen bei Genworth Financial waren im Grunde genommen positiv, da sie zeigen, dass das LTC-Business sich stabilisiert hat und keine unmittelbare Pleite droht, sollte die Übernahme durch Oceanwide nicht zustande kommen. Ansonsten warte ich so wie alle anderen, ob/wann GNW den neuen Antrag bei der CFIUS stellt und ob die Genehmigung dann auch irgendwann kommt...

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  38. Hallo Michael. Was hälst Du von den US-Firmen Loews Corp. und Leucadia National Corp.? Danke!
    Grüsse Heidi aus Regen

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    1. Loews habe ich nicht auf dem Schirm, Leucadia ist als Beteiligungsgesellschaft grundsätzlich interessant, aber ich streife sie nur immer mal wieder am Rande. Ist ja seit einigen Jahren sehr stark auf die Finanzbeteiligung ausgerichtet, das birgt Chancen und Risiken. Eine wirklich fundierte Meinung habe ich hier allerdings (aktuell noch) nicht.

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  39. Hallo Michael, ich habe seit Jahren die VIB Vermögen im Depot..hat kräftig zugelegt und gute Dividenden gezahlt. Seit einiger Zeit tut sich nicht mehr viel und das NAV ist bei knapp unter 18 Euro.
    Ich überlege sie zu verkaufen oder siehst Du weiterhin potential nach oben?
    Grüsse Sepp vom Tegernsee

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    1. VIB Vermögen war über die letzten Jahre gesehen ein tolles Investment. Ich sehe Einkaufszentren zunehmend kritisch, weil ich davon überzeugt bin, dass der stationäre Handel weiter brachial verlieren wird ggü. dem Onlinehandel. Und das wird mit zunehmender Stärke auch negative Einflüsse auf die entsprechenden Immobilien und deren Wert haben. Insofern sehe ich langfristig, noch nicht unbedingt kurz- und mittelfristig, sehr dunkle Gewitterwolken für die Unternehmen aufziehen. Und es wäre mir zu anstrengend, ständig danach Ausschau zu halten, wann der Kollaps irgendwann losgeht. Ich investiere lieber woanders und vermeintlich sicherer.

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  40. Hallo Herr Kissig,

    erstmal möchte ich mich für ihren sehr informativen Blog bedanken!
    Ich bin auf einen Wert aus England gestoßen, der meines Erachtens eine Chance auf einen Turnaround bietet, unterfüttert mit einer guten Dividendenrendite. Es handelt sich um den Brauerei und Pub-Betreiber Green King GB00B0HZP136. Nach meinen bisherigen Recherchen hat der Wert eine hervoragende Dividendenhistorie, ein fähiges Management und Immobilienbesitz in Bestlagen. Der Grund für den Kursrutsch ist mir noch nicht so ganz klar, eventuell hängt es mit dem Mindestlohn zusammenhängen, der bis 2020 auf ca. 9 Pfund steigen soll ( http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/grossbritannien-erhoeht-den-mindestlohn-14153985.html ).
    Ich wäre sehr dankbar für Ihre Einschätzung

    Mit freundlichen Grüßen Barkos

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    1. Von Green King habe ich noch nie gehört und England (insbesondere die Pub-Szene) sind auch nicht mein Investmentfokus. Daher kann ich leider keine fundierte Meinung zu dem Wert abgeben, der über oberflächliches Lesen von Zeitungsmeldungen hinausgeht. Und damit wäre keinem von uns geholfen.

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  41. Ich habe seit längeren Zeiten werte aus dem verschlafenen Österreich auf der Watchliste FACC,Polytec sind nur paar der genannten. Doch was hältst du eig von der Immofinanz?
    30% unterm Buchwert und haben durch den Verkauf des Russlandporfolios sich von Altlasten gelöst und verschmelzen demnächst mit Ca Immobilie.

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    1. Österreichische Aktien werden ja zumeist mit einem Bewertungsabschlag gehandelt. Polytec und AT&S habe ich selbst im Depot, Immofinanz war mir immer zu riskant wegen des Russland-Engagements. Das hat sich durch den Verkauf dieser Sparte nun erledigt und man kann sich den Wert mal wieder ansehen. Wenn man denn auf Bestandshalter von (Gewerbe-) Immobilien setzen möchte, was ich unter mittel- bis langfristigen Aspekten nicht unbedingt als die interessanteste Branche ansehe.

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    2. Der bevorstehende Turboeffekt auf die Gewinne bei AT&S hat nun auch die Analysten erreicht. Hauck & Aufhäuser erhöhen ihr Kursziel deutlich von 30 auf 38,50 Euro. Beim aktuellen Kurs von 23,80 Euro ist das ein Upside-Potenzial von mehr als 60%!

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  42. Herr Michael C. Kissig hier ist ein Auszug aus dem Börsen News.
    Mir machen diese Aussagen einen kalten Schauer über den Rücken, mir persönlich ist bis auf die Wandelanleihe und der normalen Bilanz bei Publity nix aufgefallen und verstehe es so recht mir der Geschichte nicht, die Bilanz wirkt sauber auf mich. Doch die Aussagen sind nicht destro trotz besorgniserregend, weswegen ich um eine Vereinfachung der Situation erbitte wie viel dran an der ganzen Geschichte wahr ist und wie Sie diese interpretieren.

    Mit besten Grüßen

    Donnerstag, 23. November von Bill Gates

    Ich beurteile das Unternehmen nur an der Bilanz, die Töchter schreiben minus und die Mutter plus, weil sie den Töchtern Kredite gewährleistet. Hatten wir alles schon bei WGF. Insolvenz
    und kein Geld für die lieben Gläubiger. Hat nichts mit schlecht reden zu tuen, Herr JohnDillinger.

    Vor 7 Stunden von tritratrulala
    Nein, ich habe nur aus Fachkreisen gehört, dass die Aktie Müll seien soll. Die Bilanz sagt aber das selbige aus. Kredite an Töchterfirmen werden immer größer, der Verlust der Töchterfirmen leider auch.

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    1. Ich meine, dazu hat Publity-CEO Olek vor einiger Zeit mal ausführlich Stellung genommen. Publity bekommt von Investoren Mandate übertragen, um deren Geld gewinnbringend in Gewerbeimmobilien in Deutschland zu investieren. Für diese Kunden gründet Publity dann eigene Tochtergesellschaften und oftmals sind die Vorgaben der Investoren, dies im Ausland zu machen, also insbesondere Luxemburg. Das Cash schlummert nun aber nicht in den Tochtergesellschaften rum, sondern wird von der Mutter sukzessive in die Töchter "gepumpt", wo es dann in Immobilien investiert wird. Dadurch entstehen Kosten für den Ankauf und für die Bewirtschaftung der Immobilien, was in den Töchtern folglich zu Verlusten führt. Dem stehen die laufenden Mieteinnahmen gegenüber. Die Provisionen für den Ankauf und die Betreuung usw. fließen an die Mutter. Beim Verkauf der Immobilien, also Jahre später, fließt dann dieser Verkaufserlös an die Tochter, die ja auch die Immobilien hält. Dann erzielt die Tochter (vermutlich und hoffentlich) einen hohen Verkaufsgewinn, der die bis dahin aufgelaufenen Verluste mehr als abdeckt. Und die Mutter Publity bekommt einen weitere Provision für den Verkaufserfolg.

      Soweit meine vereinfachte Darstellung, wie ich es in Erinnerung habe; vielleicht auch mal Google bemühen, das Netz ist ja voll von Olek-Interviews und Berichten. Ansonsten kann das bestimmt auch die IR von Publity genauer erklären. Die haben das extern an die edicto GmbH ausgelagert. Deren Chef Axel Mühlhaus (und für Publity zuständig) war früher selbst viele Jahre lang als Analyst für Platow tätig und kennt sich also auch mit Zahlen und Bilanzen aus. Einfach bei dem mal nachfragen, der ist nett und kompetent. Hatte selbst vor einiger Zeit wegen Publity telefonisch Kontakt mit ihm.

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  43. Hallo Michael,

    wie bewertest Du die Präsentation der Zahlen von Rocket Internet? Die Zahlen sind echt gut, bald ist RI in der Gewinnzone, jedoch habe ich das Gefühl das Samwer mit seinen Aussagen "es dauert noch ein Paar Quartale" oder auch "ich bin kein Dagobert Duck" bewußt den Aktienkurs nach unten treibt...

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    1. Ich sehe hier kein "bewusstes Drücken", warum auch? Die zahlen selbst haben mich nicht vom Hocker gerissen, aber auch nicht enttäuscht. Sie sind im Rahmen meiner Erwartungen ausgefallen, auch wenn die angekündigte operative Schwarze Null etwas länger auf ich warten lässt. Insbesondere bei Startups, und in die investiert Rocket Internet ja, sind solche Vorhersagen schwer, noch schwerer als bei "normalen" Unternehmen. Grundsätzlich sehe ich RI auf Kurs und der hohe Cash-Bestand ist sehr beruhigend. RI kann das Wachstum seiner Beteiligungen locker auf lange Sicht finanzieren und ist nicht (mehr) davon getrieben, dass diese zu einem bestimmten Zeitpunkt unbedingt versilbert werden müssen, um Geld in die Kasse zu spülen. RI kann hier den richtigen Zeitpunkt abwarten, auch das spricht für RI.

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    2. Na ja ich bin davon ausgegangen, dass RI kein Interesse hat, dass der Kurs momentan ansteigt, weil sie ja noch ein Aktienrückkaufprogramm am laufen haben. Es war ja nur ein Gedanken...

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    3. Grundsätzlich ist die Überlegung ja richtig, dass Unternehmen ihre eigenen Aktien lieber billiger als teurer zurückkaufen wollen. Andererseits erzeugt ein Aktienrückkaufprogramm ja immer auch zusätzliche Nachfrage nach den Aktien, was sich stützend bis treibend auf den Kurs auswirkt. Und damit auch den Rückkauf tendenziell verteuert.

      Bei Rocket Internet gehe ich davon aus, dass Oliver Samwer diesen Aspekt aber eher nicht priorisiert auf dem Schirm hat, sondern sich vor allem darum kümmert, seine vielen Beteiligungen und Startups ins Laufen und in die Gewinnzone zu bringen. Und da der niedrige Aktienkurs von RI ihm in den letzten Jahren eher negative Schlagzeilen eingebracht hat, dürfte ihm an steigenden Kursen und Erfolgsmeldungen mehr gelegen sein als an einem möglichst niedrigen Aktienkurs für das Rückkaufprogramm. ;-)

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    4. Weil die Aussagen "Ich bin kein Dagobert Duck" und "es wird noch ein paar Quartale" dauern recht provokativ sind und schon eine Kurssenkung bewirken können. Die Zahlen sind aber nicht schlecht, ich gehe sogar davon aus, dass bis Ende 2017 doch der Break Even erreicht wird. Von -640 Mio. auf -40 Mio in 12 Monaten ist für mich eine krasse Performance

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    5. hmm anhand der heutigen Meldungen, habe ich das Gefühl, dass Samwer mit seinen Aussagen doch beim Rückkauf von Aktien ein bisschen sparen wollte ;)

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  44. Eine generelle Frage: Nachdem der US-Senat Trump's Steuerpläne gebilligt hat, was bedeutet das für die Unternehmen auf Deiner Empfehlungsliste? Wenn folgende Quelle nicht ganz falsch liegt, dürfte sich das für deutsche Unternehmen, die in die USA exportieren, recht nachteilig auswirken. Es profitieren dagegen überdurchschnittlich US-Unternehmen, die möglichst wenig importieren und möglichst viel exportieren.

    https://www.ebnerstolz.de/de/usa-eckpunkte-einer-umfassenden-steuerreform-120935.html
    https://www.ebnerstolz.de/de/Plaene-zur-US-Steuerreform-Folgen-fuer-deutsche-Unternehmen-109567.html

    Aber welche sind das?

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    1. Bisher gibt es kein Steuergesetz, daher kann die Frage auch noch niemand wirklich beantworten. Der Senat hat ein Konzept beschlossen, das Repräsentantenhaus neulich ein anderes. Nun müssen beide Kammer des Kongresses sich auf ein einheitliches Gesetz einigen und beide dieses beschließen. Wenn Trump dieses dann unterschrieben hat, dann tritt es in Kraft.

      Grundsätzlich dürfte es aber so sein, dass reine Exporteure in die USA steuerliche Nachteile bekommen werden, wohingegen diejenigen, die in den USA produzieren, Vorteile haben werden. Da die steuerlichen Grundlagen des Welthandels auf den Kopf gestellt werden, dürften andere Staaten ggü. den USA aber mit ähnlichen Gegenmaßnahmen kontern. Man möchte ja z.B. in der EU auch schon länger die Internetkonzerne besteuern, also dass die Steuern nicht mehr (nur) im Herkunftsland anfallen, sondern dort, wo die Leistung erbracht wird. Trumps Pläne zielen ja in dieselbe Richtung. Am Ende könnte es also weltweit auf eine Art Wertschöpfungssteuer hinauslaufen. Kaum vorstellbar, dass die Welt zusieht, wie die USA einseitig das globale Steueraufkommen absaugen...

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  45. Hi Michael, habe fragen zu Corestate nämlich wurden in diesem Jahr ja viele übernahmen getätigt und in erste Linie wurden diese mit Assettausch also Ausgabe neue Aktien gegen Sacheinlagen finanziert.
    Doch HL wurde in deinem schreiben und Informationen aus dem Netz für eine niedrigstellige 2 Stellige Millionensummen erworben. Und schreibt nach einen Quartal bereits Gewinne. Ich glaube 4,6 Millionen war es.
    Nun die Frage wie viele ähnliche Fälle wie die HL kennst du eigentlich die theoretisch übernommen werden könnte?
    Und erwirtschaftet HL jetzt konservativ geschätzt nach dem turnaround stabil konservativ geschätzt 15-20 Mio € jährlich oder könnten es mehr sein?

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    1. Die Frage kann ich Dir nicht beantworten. Der Markt der Asset Manager ist "stark fragmentiert", so dass es noch viele Unternehmen gibt, die übernommen werden können. Dazu zählen u.a. auch MPC Capital oder Llyod Fonds oder Ernst Russ.

      Die HL schreibt in diesem Jahr "operativ" Gewinne. Man hat die kosten der nötigen Restrukturierung inkl. von personellen Anpassungen in diesem Jahr als einmaligen Aufwand verbucht, so dass man von da an die Früchte ernten kann. In 2017 belastet dieser Aufwand allerdings einmalig das Ergebnis; ab 2018 nicht mehr. Die HL hat als größtes Asset ihren großen Kundenstamm, den CC nun bedient. Und man ist sofort wieder aktiv geworden bei der Neuauflage neuer Fondsprodukte, was man bei der HL die letzten Jahre zunehmend vernachlässigt hat. (Auch) hieraus ergibt sich steigendes Einnahmepotenzial für CC.

      HFS und ATOS waren ja bereits bei der Übernahme hoch profitabel, daher entfällt hier der große einmalige Aufwand. Man erntet die Früchte sofort und kann zusätzlich bei den Strukturen Kosten sparen, weil man diverse Doppelfunktionen und Abläufe schlanker organisieren kann.

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  46. Hallo Michael,

    wie schätzt du das Chancen/Risiko-Verhältnis beim Investieren in Privatkredite auf P2P-Lending-Plattformen wie Mintos ein?

    Da die Rendite dort ca. 10% beträgt, vergleiche ich das ganze mit den BDCs - davon bist du ja sehr überzeugt. Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich einen kleinen Anteil meines Portfolios entweder mit BDCs fülle oder auf Mintos investiere. Wie lautet dein Vorschlag?

    Gruß
    Nils

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    1. Moin Nils,
      zu P2P-Kreditplattformen kann ich Dir keine fundierte Antwort geben, weil ich die nicht auf dem Schirm habe. Gerade ist wieder eine pleite gegangen und die Anleger schauen in die Röhre. Ob das Risiko bei allen zutrifft, weiß ich nicht. Habe aber eher Kritisches gelesen bzgl. der angeblichen Renditeversprechen und Kreditausfallquoten.

      BDCs hingegen sind Unternehmen, an denen man sich beteiligt. Das sehe ich als solide(r) an.

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  47. So Steinhoff International, ein Turnaroundkandidat?

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    1. Aktuell? Sicher nicht! Wir wissen nur, dass es einen Bilanzskandal mit Fälschungen gibt. Wir wissen nicht, wer alles beteiligt ist und auch nicht, was sonst noch alles im Argen liegt. Wenn man bereits einen Tag nach Bekanntwerden des Skandals davon spricht, Firmenbeteiligungen in Milliardenhöhe verkaufen zu wollen (oder zu müssen?), klingt das nicht gerade positiv.

      Wer jetzt Steinhoff-Aktien kauft, zockt. Das hat nichts mit Investieren zu tun, das ist reines Glücksspiel. Kann gut gehen, muss aber nicht. Das Unternehmen kann daran auch zugrunde gehen.

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  48. Halo Michael,
    in der Empfehlungsliste ist deine Neuaufnahme NAVIGATOR mit der WKN von MBB aufgeführt.

    Darf ich dich noch um Deine Meinung bitten. Da ich doch ein älterer Senior bin,
    bevorzuge ich neben Nebenwerten auch die BDCs als Anlage (Dividenden). Ich verfolge mit Interesse immer Deine Ausführungen dazu und mache mir auch über die Übrigen Gedanken. Wie stehst Du zu TCPC und MRCC. Beide werden von anderen Analysten(de.4 traders.com) mit den höchsten Bewertungen geführt (auch Kaufen).
    Für deine Meinung bedanke ich mich.

    GeorgMichael

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    1. Ich habe leider weder Monroe Capital noch TCP Capital genauer auf dem Schirm, so dass ich jetzt keine tiefgreifende fundierte Meinung abgeben kann; nach einem kurzen oberflächlichem Blick sehen beide von den Kennzahlen her jedoch recht robust aus. Beide notieren nur knapp über ihrem ausgewiesenen NAV, beide weisen über einen längeren Zeitraum einen stabilen NAV aus und konstante bis steigende Dividenden. Bei TCPC ist die Dividenden von $0,36 in allen letzten vier Quartalen durch das NOI mindestens gedeckt gewesen, bei MRCC wurde die Dividende von $0,35 in den letzten vier Quartalen genau abgedeckt durch das NOI, nur im letzten Quartal lag es mit $0,34 leicht darunter. Das ist also etwas enger gestrickt. Grundsätzlich sehen beide auf den ersten, oberflächlichen Blick aber durchaus interessant aus für ein langfristiges Dividendeninvestment.

      P.S.: Danke für den Hinweis mit der Navigator-WKN; werde ich bei der Aktualisierung morgen korrigieren.

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  49. Hallo Michael,
    hast du eine Meinung zu der Niiio Finance Group aus Görlitz. Der AR ist sehr prominent besetzt, das gefällt mir.
    Anbei eine sehr lesenwertes Interview mit der CEO
    https://www.openpr.de/news/984457/Nachgefragt-Interview-mit-Johann-Horch-CEO-niiio-finance-group-AG.html

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    1. Ich komme mir aktuell ein bisschen wie der André Kostolany vor, als er 1999 vor den Exzessen am Neuen Markt und der "New Economy" gewarnt hat. Niemand hat ihn ernst genommen (den mahnenden Warren Buffett übrigens auch nicht, der galt damals ebenfalls als verstaubtes Auslaufmodell) und auch ich habe Kostolany damals nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Denn auch ich war im Rausch der explodierenden Kurse gefangen und wollte auch gar nicht hören, dass das alles eine gigantische Blase ist. Nun, ob man es hören will oder nicht, die Realität findet trotzdem statt. Und auch das teure Erwachen.

      Nun denn, ich halte überhaupt nichts von den ganzen gehypten Kryptoirgendwasbuden. Das ist reines Gezocke, die meisten von denen werden in ein, zwei Jahren pleite und vergessen sein. Die haben kein Geschäftsmodell (außer "wir machen irgendwas mit Bitcoin oder Blockchain") und kriegen das "Silly Money" der Anleger hinterher geschmissen. Deshalb können die sich eine Zeit lang über Wasser halten. Aber die meisten Firmen weisen hochgradige Parallelen zu Schneeballsystemen auf: solange immer mehr Leute immer mehr Geld rein schmeißen, läuft die Kiste. Sobald der Strom versiegt, gegen die lichter aus und die meisten werden am Ende richtig viel Geld verloren haben. Und dann werden wieder "die Abzocker" schuld sein, oder "die Börse", oder es ergeht der Aufschrei "alle Aktien sind Betrug". Nein, es ist die eigene Gier der "Anleger", an der sie finanziell ersticken. Ich habe es selbst erlebt am Neuen Markt und ich habe es selbst mitgemacht. Und bin selbst an meiner Gier fast erstickt. Ich weiß aber auch, dass es keinen interessiert, was ich hier schreibe. Ihr müsste eure eigenen Erfahrungen machen und diese teuer bezahlen. Wer nicht hören will, muss zahlen. (Nur) so lernt man. Gier frisst Hirn.

      Ach so, wie war die Frage? Niiio Finance? Ne, nix für mich.

      P.S.: Etwas völlig anderes ist die Blockchain-Technologie selbst. Die Blockchain braucht Kryptowährungen nicht, Kryptowährungen aber die Blockchain. Die Blockchain-Technologie ist spannend, die kann etwas Großes werden. So wie der 3D-Druck. Aber welche Firma da wirklich am Ende Erfolg hat (und Geld verdient), kann man heute gar nicht abschätzen. So wie es vor 100 Jahren auch tausende (!) Autohersteller gab. Ein absolutes Erfolgsprodukt, unbestritten. Aber 90 Prozent der Hersteller sind trotzdem pleite gegangen und ihre Aktionäre haben oft all ihr Geld verloren. Man muss bei neuen Technologien auf die Sieger von morgen setzen. Aber eben auch erst dann, wenn man diese relativ sicher identifizieren kann. Und kann man das heute? Ich jedenfalls nicht...

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  50. Brückenschlag von Turnaround- zu BG-Depot?

    Michael, Du hast Turnaround und Beteiligungsgesellschaften als Hauptinvestments. Wie wäre es da mit der German Startups Group als Bindglied? Starups haben naturgemäß ein erhöhtes Risiko. Bei einer Streuung auch über verschiedene Reifegrad sollte aber ein gewissern Ausgleich - und ein kleines Invest - möglich sein.

    Der Bericht: http://www.finanztreff.de/news/german-startups-group-gmbh-und-co-kgaa-aktionaere-profitieren-auch-in-2018-von-dem-freiwil/12633954

    liest sich nicht schlecht. Wie schätzt Du den Verzicht ein? Kennst Du vielleicht die Macher/Manager und wie vertrauensvoll und gut sind diese?

    Danke
    Konrad

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    1. Die German Startups Group ist für mich kein Investment wert. Wenn man sich den "Track-Record" ansieht, haben deren Bemühungen ziemlich gefloppt, sie haben Millionen verbrannt (z.B. Auctionata) und verkündeten dann vor etwa einem halben Jahr den großen Strategieschwenk. Die angeblich so tolle neue Startup-Plattform ist bisher aber nur ein Wolkenschloss, das Herauskaufen der Softwarelösung/Lizenzen aus der Auctiona-Insolvenzmasse dürfte auch kein großer Wurf sein (wer braucht schon Auktionssoftware?). Gerlinger hat bisher nicht bewiesen, dass er es kann. Warum sollte das künftig besser werden? Hoffnungen sind alles, was die GSG interessant machen könnten. Hoffnungen sind aber keine gute Grundlage für eine Investition, sondern Wahrscheinlichkeiten. Und die sprechen klar gegen die GSG. Die muss erstmal Erfolge liefern, bevor ich da auch nur einen Cent reinstecken würde. Und dass das Management jetzt auch noch betont, man würde freiwillig auf einen Teil seiner ohnehin sehr üppig bemessenen Erfolgsprämien verzichten, ist angesichts der fortgesetzten Erfolgslosigkeit auch eher eine Selbstverständlichkeit, finde ich.

      Ich setze in diesem Bereich auf Rocket Internet. Die haben große Erfolge vorzuweisen und viel Geld in der Kriegskasse. Und wenn man mal genau hinsieht, sind die früheren Erfolge der GSG eher darauf zurückzuführen, dass sich an Investments von Rocket Internet und/oder Kinnevik dran gehängt haben. Wirklich eigene Expertise mit Erfolgsnachweis konnte ich nicht finden...

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  51. Danke - damit ist alles klar. Dann eher ein klein wenig in Rocket Internet :-)
    Konrad

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