Montag, 21. November 2011

▶ Eure Fragen / Anregungen / Kritik

Hier könnt ihr mir eure Fragen stellen zu einzelnen Aktien und Verbesserungs- oder Änderungswünsche sowie Kritik loswerden.


Stellt bitte hier alle Fragen zu Aktienwerten, die nicht direkt mit einem Thema in einem Artikel zu tun haben. Also auch zu (noch) nicht hier im Blog besprochenen Aktien oder zu allgemeinen Themen rund um die Themen Geld, Aktien und Börse.

Ich freue mich darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen, denn dieses Blog lebt nicht nur durch meine Beiträge und Meinungen, sondern vor allem auch durch euren Input. Also, legt einfach los...

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    ich bin mir nicht sicher, ob ich hier jetzt richtig gelandet bin, aber ich versuche es einfach mal an dieser Stelle. Du hast Dich früher ziemlich verhalten geäußert zum den Aussichten im Immobiliensektor, dann aber eine zeitlang auch Immobilienwerte hier in Deinem Blog vorgestellt. Wenn ich mich recht entsinne, hat es mit WCM angefangen. Inzwischen liest man immer häufiger von einer Blase am Immobilienmarkt und dass steigende Zinsen für die Immobilienwerte Gift seien. Siehst Du hier einen größeren Korrekturbedarf und wenn ja ab wann rechnest Du damit? Welche Auswirkungen wird das auf die Kurse haben und sollte man vielleicht schon jetzt lieber die Reißleine ziehen und die Gewinne realisieren?

    Danke für die ganze Mühe, die Du hier mit Deinem Blog gibst und für die viele Zeit, die Du hier investierst. Du hast meine größten Respekt dafür, vor allem, weil Du uns Dein Wissen und Deine Ideen auch noch kostenlos zur Verfügung stellst. Danke!

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    1. Ich denke, dass es im Immobiliensektor durchaus Übertreibungen gibt, allerdings nicht flächendeckend. Während es in den Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Stuttgart schon unbezahlbare Preise und Mieten gibt, sind Eigenheime und Mietobjekte in ländlicheren Regionen kaum oder nur mit erheblichem Wertverlust zu verkaufen. Es gibt in Deutschland nicht zu wenig Wohnraum und auch nicht zu wenig bezahlbare Wohnungen - sie liegen nur nicht unbedingt dort, wo alle hinziehen und wohnen wollen. So gesehen könnten Bestandshalter von B- und C-Lagen künftig Probleme bekommen, weil sie immer häufiger und länger mit Leerstand zu kämpfen haben werden. Und sollten irgendwann die Zinsen wieder anfangen zu steigen, kann sich die zu großen Problemen auswachsen: sinkende Mieteinnahmen und steigende Zinslasten.

      Und da sind wir schon bei den Zinsen. Anders als in den USA; wo wir uns auf mehrere Zinsanhebungen in diesem Jahr einstellen müssen, wird es in der Eurozone in absehbarer Zeit noch keine Zinsanhebungen geben. Zwar phrasisieren einige Gazetten von steigender Inflationsrate, aber die Kernrate (ohne Energie) dümpelt weiter vor sich hin. Und der Teurungseffekt durch die gestiegenen Energiepreise wirkt nur in diesem Jahr und auch nur in den ersten und den letzten Monaten des Jahres, denn nur in diesen Monaten waren die Energiepreise im letzten Jahr deutlich niedriger. Der Teurungseffekt verpufft also bereits in wenigen Wochen und damit der Grund für die EZB, die Zinsen in der Eurozone anzuheben. Denn eigentlich liegt die Konjunktur noch am Boden und auch die Regierungen sind froh, wenn sie sich weiterhin so günstig verschulden können.

      In den nächsten ein, zwei Jahren dürften die Zinsen in Euroland weiter niedrig bleiben. Das bedeutet weitere Probleme für die Banken und die Versicherungen, positive Effekte für die Immobilienwirtschaft und die Unternehmen, die sich günstig ver- oder umschulden können, und natürlich für die Asset-Manager, denen Anleger auf der Suche nach auskömmlichen Renditen immer mehr Geld anvertrauen.

      Auf Sicht der nächsten 12 bis 24 Monate sollten also Aktien von u.a. Immobilienwerten, Asset-Managern, Beteiligungsunternehmen und Finanzinvestoren gute Bedingungen vorfinden. Und die aussichtsreichsten von ihnen finden sich auf meiner Empfehlungsliste.

      Also, Marco, Du bist hier mit Deiner Frage genau richtig gelandet, genau dafür ist dieser Strang gedacht. Und vielen Dank für die netten, lobenden Worte. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

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  2. Hallo Michael, ich lese Deine fundierten Informationen sehr gern und lasse mich auch davon inspirieren. Beispielsweise Blue Cap, einer Deiner Aktien, welche Du auch im Musterportfolio aufführst. Nun meine Frage, was Du aktuell von der Firma SHS Viveon AG hältst und insbesondere davon, dass dieses Unternehmen möglicherweise dieses Jahr den Turn-Around und im kommenden Jahr einen deutlich positiven nachhaltigen Jahresüberschuss erzielen wird. Wie würdest Du aktuell diese Aktie einwerten, da im Forum von Finanzen.net diese Aktie als attraktiv herausgestellt wurde.
    Vielen Dank für Deine Einschätzung und ein schönes Wochenende.

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    1. SHS Viveon habe ich immer mal wieder auf dem Radar, aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Unternehmen bisher nie. Die Bilanz ist eher konservativ aufgestellt, wenig aufgebläht. Von daher ist SHS eigentlich günstig bewertet. Andererseits haben sie fortgesetzt viel versprochen und wenig gehalten. Deshalb steht der Kurs, wo er steht. SHS hat immer tolle Perspektiven, aber sie kriegen die Power nicht auf die Straße. Wenn man jetzt einsteigt, dürfte man nur noch begrenztes Risiko nach unten haben beim Kurs. Allerdings braucht man Geduld und das Vertrauen in das Management, dass es dieses Mal wirklich besser wird mit den Kosteneinsparungen, der Neukundengewinnung und der Ausweitung der Margen. Und folglich höheren Gewinnen. Bisher ist davon noch nichts zu sehen, vielleicht zeigen die nächsten Zahlen eine Tendenz auf. Bis dahin dürfte im Kurs eher wenig passieren. Sollte SHS aber zur Abwechslung mal Positives liefern können, dann könnte der Kurs auch schnell anziehen...

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  3. Danke Dir. Sehe ich ähnlich - aber sollte es tatsächlich zu einem Turn-around im Unternehmen SHS Viveon kommen, so gehe ich davon aus, dass bei einer Aktienanzahl von ca. 2 Mio. Stücke eine recht schnelle Bewegung nach oben statt findet und man dann den "Zug" schon wieder verpasst hat, oder? Sollte es tatsächlich in 2018 zu einem Gewinn je Aktie von 1,00 EUR kommen, welches Kurs-Gewinn-Verhältnis gestehst Du dieser Aktie zu bzw. welches Aktienkursniveau würdest Du als Value-Investor auf Sicht der kommenden 12 Monate erwarten?
    Noch eine andere Frage dazu: Auf Xetra-Schlusskurs kommt es bei dieser Aktie immer wieder zu großen Briefseiten, welche aber tagsüber nicht zu sehen sind. Verkauft wird eigentlich auch nicht zu richtig (ich beobachte diese Aktie und das Orderbuch schon seit längerem!). Womit kann dies zusammen hängen? Wenn hier jemand verkaufen will, dann doch nicht nur in der Schluss-Auktion von Xetra, oder? By the Way: wie würdest Du, wenn Du Übernahmeinteresse hättest, ein derart niedrig kapitalisiertes Unternehmen übernehmen bzw. dich großteilig daran beteiligen? Den Aktienkurs möglichst über einen Zeitraum von bspw. 3 Monaten niedrig halten und dann ein Übernahmeangebot mit Aufschlag von bspw. 30% ankündigen und darauf hoffen, dass dann einige genervt dieses Angebot annehmen? Oder wie geht ein Großinvestor mit Übernahme-Plänen bei Kleinunternehmen vor? DANKE Dir und einen schönen Sonntag!

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    1. Wie gesagt, sollte SHS Viveon seine Versprechen endlich mal einlösen können, kann es mit dem Kurs deutlich nach oben gehen und auch schnell. Als "zubilligbares" KGV könnte man dann das von Unternehmen der Peergroup heranziehen, das überwiegend deutlich höher liegt. Allerdings liefern diese Unternehmen ja auch zumeist schon länger überzeugende zahlen und der Markt ist momentan ohnehin überdurchschnittlich hoch bewertet. Deshalb würde ich SHS eher im unteren Drittel der Peer-KGVs ansiedeln. Bis sie mehrmals hintereinander ihre Prognosen und versprechen eingehalten und sich zu einem verlässlichen Ablieferer entwickelt haben.

      Zu Deinen anderen Überlegungen kann ich Dir leider gar nichts sagen. Ich habe noch nie versucht, eine börsennotierte Firma komplett zu übernehmen und kann Dir daher auch nicht sagen, wie man das am schlausten anstellt. Dazu benötigt man Rechtsexperten, um die vielen gesetzlichen Fallstricke zu umgehen und natürlich auch Handelsexperten, weil man den Kurs und damit den Kaufpreis ja nicht selbst hochtreiben will. Auch zum "Verhalten" des Orderbuchs kann ich nichts Qualifiziertes beitragen. Ich finde es immer wieder interessant und teilweise sogar amüsant, wenn ich die Spekulationen zu dieser Kursdeutung lese. Das grenzt bisweilen an Verschwörungstheorien und Phantasterei. Wissen tut niemand etwas, aber alle/viele versuchen hier etwas herauszulesen. Ich wüsste nicht, wo das schon einmal wirklich gelungen wäre. Selbst wenn es am Ende zu einer Übernahme kommt, ist die Erklärung einzelner Orders im Nachhinein noch immer Kaffeesatzleserei. Nur dann eben auch nicht mehr relevant.

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    2. SMC Research hat übrigens das Coverage für SHS Viveon aufgenommen und sieht hier "eine attraktive Turnaround-Story". Das Rating lautet BUY und das Kursziel €10,30. Upside-Potenzial wäre demnach gut 130%.

      Wenn SHS (endlich) seine Prognosen einhalten und seine PS auf die Straße bringen kann, könnte der Kurs durchaus in diese Richtung laufen. Wir werden es anhand der 2017er-Zahlen quartalsweise abgleichen können, ob die Erwartungen auch erfüllt werden (können).

      zur Studie (PDF)

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  4. Hallo Herr Kissig,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihren Blog! Dank Ihnen konnte ich mich zu 30 € bei MBB einkaufen.

    Meine Frage nun:

    Wie sehen Sie die nächsten Tage?
    Es gibt sehr viele Ungewissheiten. FED, Trump, Wahlen Frankreich und Niederlande.

    Da Sie Value Investor sind denke ich sie "verkaufen" nicht?

    MBB und Evotec sind in meinem Depot. Die Werte sind gut gelaufen. Ich habe leider auch Positionen die nicht so gut dastehen. Insgesamt ist die Performance aber positiv (ca. 20 % im Plus für 1 Jahr).
    Ich sehe das Potential das durch all die Ungewissheiten die Märkte erheblich abrutschen würden.
    Wie sehen Sie das? Würden Sie die Positionen verkaufen und abwarten, oder 50 % verkaufen?
    Wieviel Potential hat MBB / Evotec dieses Jahr noch? Evtl. sollte man die Position glatt stellen und wenn möglich später wieder einsteigen (überwiegen aktuell die Risiken?)
    Sie spielten ja mal mit dem ETF Short Dax? Haben Sie diesen weiter ausgebaut? Wie positionieren Sie sich für diese Interesannte Zeit und Woche?

    Vielen Dank,
    Hubertus

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    1. Mein Experiment mit den DAX-Puts ist grandios gescheitert und hat mir unter dem Strich einen fetten Verlust eingebracht. Das werde ich so also nicht wiederholen.

      Zuletzt haben die politischen Unwägbarkeiten immer wieder nur kurz Kursverluste gebracht, die dann aber schnell wieder aufgeholt wurden. Das ganze Jahr 2016 hindurch eigentlich. Ob Brexit-Votum oder Italien-Referendum oder US-Wahl, immer wurde ein Crash vorausgesagt und immer wieder nutze das unverzinslich herumliegende Cash die Möglichkeit, sich vergleichsweise günstig in Aktien einzukaufen. Und es gibt weiterhin weltweit viel Cash, das keine Renditen abwirft und auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten ist. Also selbst wenn in Frankreich oder den Niederlanden etwas Dummes geschieht, könnte sich auch dieses Mal der Spuk als kurzfristige Irritation herausstellen. Könnte. Andererseits könnte auch gar nichts Unerwartetes passieren.

      Letztlich weiß ich nicht, was passieren wird und was die Kurse daraus machen. Eine Cashquote von 10 bis 15 Prozent dürfte die beste Option sein, wenn man sich nicht am Market-Timing versuchen möchte. Und das liegt mir nicht nur nicht, sondern ich bin auch nicht gut darin. Also lasse ich es soweit möglich...

      Klar ist aber auch, dass es irgendwann wieder einen heftigen Kursrutsch geben wird. Das passiert alle paar Jahre, daher liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es wieder passiert, bei nahezu 100%. Die Frage ist nur, wann der Crash kommt. Das steht nämlich nicht fest. Und zwischen den Crashs lässt sich immer hervorragend Geld verdienen. Aber eben nur, wenn man an der Börse investiert ist. Wer nur immer auf den Crash wartet, verdient am Ende gar nichts.

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  5. Hallo Michael,

    ich bin auf dem Parket ein Neuling, habe in den letzten Monaten nicht zuletzt Dank deiner Hilfe bereits erfolgreich investiert. Vielen Dank hierfür und großen Respekt vor deiner Arbeit und Mühen!
    Nun zu meiner (wahrscheinlich banalen) Frage. Ich habe vor in Aumann (A2DAM0) zu investieren. Leider bleibt mir eine frühzeitige Zeichnung der Aktie verwährt. Jedoch gibt es bei meinem Broker auch jetzt schon die Aktie zu kaufen. Der aktuelle Kurs liegt ja bereits außerhalb der anvisierten Preisspanne.
    Ist es sinnvoll jetzt schon zum aktuellen Kurs verbindlich zu zeichnen? Natürlich unter der Erwartungshaltung das es am 24.3. zügig nach oben geht....

    Vielen Dank.

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    1. IPO's sind eine sehr risikobehaftete Sache. Generell gilt ein Unternehmen wird vorallem dann an die Börse gebracht wenn sich die Eigentümer sicher sind mehr dafür zu bekommen als es eigentlich wert ist - mindestens aber einen fairen Wert. Warum sollte man auch etwas unter fairen Wert verkaufen? Sprich du wirst hier kein Schnäppchen machen. Aumann ist schon jetzt alles andere als günstig bewertet.Die Kurse in den ersten paar Tagen werden bestimmt werden von Spekulanten und Emotionen. Wenn du spekulieren willst kannst das natürlich gerne machen. Bei Snap ging es am ersten Tag steil nach oben und danach die Tage 3 mal so steil nach unten.Mit investieren hat das allerdings nicht viel zu tun.Mein Tipp: Nimm dir ein paar Wochen Zeit und lern möglichst alles was es bzgl. dem Unternehmen zu lernen gibt und entscheide dann ob der Preis, der zu dem Zeitpunkt verlangt wird, angemessen ist.Ein Großteil der Unternehmen sacken in den Wochen/Monaten nach ihrem IPO aus Gründen der Überbewertung erstmal ordentlich ab (Ausnahmen gibts natuerlich auch), wenn es sich tatsächlich um ein Qualitätsunternehmen handelt ändert sich das aber wieder und der Kurs steigt. Ich werde Aumann ebenfalls beobachten.

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    2. MBB verkauft einen Teil seiner Aumann-Aktien, weil Aumann als separates Unternehmen besser wahrgenommen und auch die künftige Finanzierung des Wachstums leichter fallen wird. Natürlich wird so auch der Wert von Aumann besser sichtbar und folglich auch der Wert von MBB, die ja 53,6% an Aumann behalten werden.

      Auch wenn man im Vorfeld Aktien erwerben will, sollte man das nicht zu jedem Kurs machen. Im Aumann-Pre-IPO-Orderbuch bei Tradegate kann man die aktuell aufgerufenen Kurse einsehen. Der IPO-Preis dürfte am oberen Ende der Bookbuildingspanne liegen, also bei €43. Man kann natürlich versuchen, sich bei Tradegate schon Aktien für €43 bis €44 zu sichern, das wäre dann ja in etwa so, als würde man bei der Neuemission zum Zug kommen. Allerdings rate ich davon ab, die Aktien nur wegen möglicher Kursgewinne am ersten Handelstag zu kaufen/ordern. Wenn, dann sollte man sich langfristig an Aumann beteiligen wollen. Und da denke ich, dass der Kurs - auf mittlere und lange Sicht!!! - Potenzial bis deutlich über €50 hat. Wenn Aumann sein erwartetes Wachstum auch so umsetzen kann. Davon gehe ich allerdings aus und auch deshalb halte ich MBB weiterhin für ein hervorragendes Investment.

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  6. Guten Abend Herr Kissig,

    wie sehen Sie die aktuelle Situation bei Valeant durch den Verkauf von Bill Ackmann?

    MfG

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    1. Bill Ackmann war der größte Fan von Valeant. Er hat das Management allerdings auch zu immer wilderen Eskapaden bzgl. Übernahmen und Preisanhebungen gepusht, so dass er auch ein Teil des Problems war. An meinem Investmentcase hat sich durch seinen Ausstieg nichts verändert. Valeant bleibt eine risiko- und aussichtsreiche Turnaroundspekulation. Ich neige eher dazu, meine Position bei Kursen unter €10 aufzustocken.

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  7. Hallo Herr Kissig,

    zunächst vielen Dank für den interessanten und hilfreichen Blog! Toll ist es auch, dass man Fragen zu einzelnen Aktien stellen kann. Wie schätzen Sie denn momentan V. F. Corp ein? Halten Sie denn derzeitigen Kurs für einen guten Einstiegszeitpunkt? ich bin Anfang 30 und will mir Schritt für Schritt ein Dividendendepot aufbauen, vielleicht vereinzelt gespickt mit Wachstumswerten wie amazon. Habe bisher schon Werte wie Unilever, Pfizer, SAP, Novartis, Apple...

    Vielen Dank!

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    1. Das Outdoor-Unternehmen VF Corp. habe ich gar nicht auf dem Schirm. Christian Röhl von Dividenden-Adel hat aber Mitte Februar eine lesenswerte Einschätzung zum Unternehmen abgegeben (hier lesen).

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  8. Hallo Michael C.Kissig,

    Ich bin Lin 18 Jahre alt und seit knapp 4 Jahren beschäftige ich mit der Börse
    und habe während dieser Zeit tausende interessante Bücher und Geschäftsberichte gelesen um mein Wissensdurst zu stillen und natürlich auch um mich immer weiter zu verbessern und sehe das Investieren auch als ein Hobby, was wie du eben in einem Interview erwähnt hast, ein ziemlich einsames Hobby ist, da ich keinen in meiner Altersgruppe kenne, die sich dafür interessieren, die einzigen mit denen ich mich austauschen und kommunizieren kann sind Börsenhasen die schon in Ihren 70 bzw 80 Jahre sind was recht schade ist.
    Lustiger Weise war das Schicksal äußerst gnädig mit mir so brach gleich 4 Tage nach meinen ersten Investment mit echten Geld, die Krimkrise aus,da guckte ich blöd aus der Wäsche und durfte auch schon Lehrgeld bezahlen und lernen was das im Buch gestandene auch wirklich gemeint ist, und ich bereue die Erfahrung nicht, da ich mich dadurch nur noch mehr angestrengt habe um noch mehr wissen zu erlangen und so ein besserer Investor zu werden.
    Allerdings bin ich jetzt auf ein Unternehmen gestoßen, wo ich doch offene Fragen habe ob meine Kenntnisse ausreichend sind um diese richtig beurteilen zu können, da ich doch vergleichsweise wenig Kompetenzen/Kenntnisse im Immobilienaktien habe weswegen ich gerne fragen würde ob du Fehler meinerseits aufdecken kannst, die Ich in meiner Analyse übersehen habe.

    So los geht´s: Es handelt sich hierbei um die (Atrium European Real Estate/WKN:A0X963)einer Gesellschaft die vor allem in Osteuropa, sprich: Polen, Tschechien, Ungarn und Co. unter der Marke Atrium 60 Einkaufszentrum an Strategisch/Geografisch äußerst günstigen Gebieten Shoppingcenters in Größenordnung von 20000-77000m2 betreibt (Gesamtfläche in Besitz der Gesellschaft 1,1 Mio qm2) welches seinen Sitz in Jersey hat und 40 Prozent seiner Umsätze alleine mit finanzkräftige Partner wie Metro, Interspar, Zara, Mediamarkt nur um einige zu nennen lukriert, wobei es hierbei allesamt um Ankermieter mit langen Mietverträgen handelt.
    Meiner Meinung nach, einer der wenigen Immo Aktien die stark offensichtlich Unterbewertet sind die aber kaum Beachtung geschenkt wird, und ich kenne nicht den Grund, habe alle Geschäftsberichte von 2008-2016 Q3 gelesen und ich find einfach nix was diese Bewertung rechtfertigt.

    Meine Kalkulation ist einfach.

    1)Knapp 7% Kapitalrückführung was einer Dividende von 0.27€ Pro Aktie (Kurs 3,77-3,85) enspricht.

    2)Schätzwert der Bestandsimmobilien In höhe von 2,624 Mrd Euro/ Börsenwert aber nur 1,43 Mrd €. (NAV nach EPRA = 2,087Mrd €)

    3)Summe Vermögenwerte 3,171Mrd€ dem gegenüber stehen 1,145 Mrd€ an Schulden/Verbindlichkeiten , wenn man die 25 Mio€ Rückstellungen vorweg lässt.

    4)3,121-1,145=1,976Mrd€ So viel wäre eigentlich der gerechte Richtwert des Unternehmens was einen Wert von 5,253€ pro Aktien entspricht und aktuell steht allerdings nur 3,86 auf den Kurszettel, was einer 36% Unterbewertung des Werts entspricht.
    Ja und Nettogewinn nach Steuern wird schätz ich mal bei 120Mio € liegen für das Jahr 2016, wobei sowieso bei Ariva oder andere Seiten nur ein geringe Gewinn oder gar Verlust auszuweisen ist, da diese Überschussrechner sind und fleißig Kapital rückführen, während es bilanziell tiefrot aussieht.

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    1. Moin Lin,
      toll, dass Du Dich in so jungen Jahren schon für Aktien und die Börse interessierst und Dich so tief in die Materie einliest!

      Was Atrium Real Estate angeht, kann ich leider nicht so viel zur Bewertung und den Aussichten sagen, weil ich den Wert nicht auf dem Schirm habe. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil er in Einkaufszentren investiert. Hier sehe ich mittel- aber vor allem langfristig erhebliche Risiken, weil der Onlinehandel - allen voran Amazon - das Geschäftsmodell zerstört. Das betrifft nicht nur die Innenstädte und kleine Läden, sondern zunehmend auch Einkaufszentren. Man braucht nur mal auf die Modebranche zu schauen, da verdienen nur noch wenige Unternehmen wirklich Geld. Die meisten gehen am Stock. In Einkaufszentren sind aber viele verschiedene Modekonzerne präsent, das wird absehbar zu erhöhten Leerständen führen. Und wer soll da nachrücken? Ob Schmuck, ob Lebensmittel, sie alle haben mit sinkenden Umsätzen bzw. der Onlinekonkurrenz zu kämpfen. Daher sehe ich Einkaufszentren nicht als langfristig aussichtsreiche Investitionsmöglichkeiten (mehr) an. Und folglich schaue ich mir auch entsprechende Unternehmen nicht an, ob hier möglicherweise eine aktuelle Unterbewertung vorliegen könnte.

      Vielleicht ist mein Artikel zu Amazon aus dem Oktober ja auch interessant? Da habe ich viel zu deren disruptiven Geschäftsmodell geschrieben: "Enttäuschung? Nein! Bei Amazon kauft jeder ein. Auch ich...".

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  9. Ah vergessen, du fragst bestimmt warum 2,634Mr € plötzlich auf 3,171 springen.
    Nun der Grund liegt an den Grundstücken die einen Wert von 308 Million € haben und paar Immos die grad zur Verkauf vorgehalten werden und noch Geldbestände, zumindest wenn ich es richtig verstanden habe.

    Grüße Lin

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  10. Vielen Dank, war ein äußerst interessanter Aspekt die ich nicht auf den Radar hatte, da ich mehr auf die Bilanz und Substanz geachteter hatte, und nach meines Wissens sind 35-40% der Flächen an Modeketten vermietet, die wie du angemerkt hast auf kurz oder lang stark unter Konkurrenzdruck kommen werden/müssen.
    Doch ich hätte eine interessante Frage wenn du dich zwischen Alibaba und Amazon entscheiden müsstest, welchen würdest du Vorrang geben? Anregungen, Meinungen, Schwächen der beiden, alles ist willkommen.
    Ich selbst habe keiner der genannten Unternehmen, da ich diese Konzerne nie wirklich mit normalen Maßstäben bewerten konnte. Und das IPO von Alibaba kam sowieso Anfangs nie in Frage, da bei einem IPO das einzige Mal ist wo das Unternehmen die Oberhand haben, welche durch Zeitungen und Fake/Fantasyanalysen der finanziell verwickelten Banken hochgepusht werden, doch nichtsdestotrotz, interessante Unternehmen mit guten geschäftsmodellen. Und ich denke, das ich nach 2 Jahren mich langsam damit auseinandersetzen sollte.

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    1. Klare Antwort: Amazon. Weil ich Amazon für sehr aussichtsreich halte und Alibaba für mich ein No-Go ist. Völlig undurchsichtiges Firmengeflecht, man ist nicht mal an dem wirklichen Unternehmen beteiligt, sondern an einer Scheinkonstruktion und nicht alle Aktien haben das gleiche Stimmgewicht. Ich empfehle zur Lektüre mal zwei Artikel zu damaligen Börsengang. Die könnten zu weiteren Recherchen anregen, wenn man denn unbedingt sein Geld in diese Black Box investieren möchte.

      > Muddy Waters-Experte Carson Block: „Alibaba könnte Investoren über´s Ohr hauen“
      > Alibaba und die „27 Räuber“: Börsengang als legale Kapitalflucht-Aktion?

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  11. Hallo Michael,

    Eine kurze Frage an dich.Ich gehe aufgrund deiner Empfehlungsliste davon aus, dass du einigermaßen diversifiziert bist, sprich 30-50 Positionen hälst? (Korrigiere mich wenn ich falsch liege). Buffet hat einmal gesagt er hält es für unnötig mehr als 6 Aktien gleichzeitig zu halten, sofern man sich mit diesen 6 Unternehmen ausgezeichnet auskennt.Zu meiner Frage: Glaubst du deine Performance wäre besser oder schlechter wenn du durchweg ein sehr konzentriertes Portoflio halten würdest. Sprich nur in deine jeweils 6 besten Ideen (besten Ideen zum Zeitpunkt des Investierens) investieren würdest und beim Entecken eines neuen und viel versprechenden Investments die schlechteste dieser 6 Aktien für die Neue rausschmeißen würdest? Freue mich auf deine Antwort.

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    1. Ich habe nicht alle Werte von der Empfehlungsliste in meinem Depot. Mein Depot sieht ein bisschen aus wie bei Buffett: ich habe vier deutlich übergewichtete Ankerinvestments so um und bei 10% Depotanteil (Aurelius, Blue Cap, Deutsche Rohstoff AG, MBB), dann einige mittelgroße Positionen um die 7% und eine ganze Reihe von kleineren Positionen. Insbesondere Turnaroundspekulationen sind zumeist kleine Positionen.

      Bei den kleineren Positionen wechsle ich auch schon mal aus, je nachdem wie ich die kurzfristigen Erwartungen einschätze. Und bei meinen Ankerinvestments trade ich bisweilen kleinere Anteile (bis zu 10% der jeweiligen Position), wenn der Wert eine volatile Phase hat. Eine zeitlang war das besonders Aurelius, nun eher DRAG und vor allem MBB. Gerade bei MBB nutze ich seit Wochen die Schwankungen zwischen €90 und €85 aus und handele 10% meines Bestands.

      Ich muss dazu sagen, dass ich meine Aktien alle in einer GmbH halte und somit die Kursgewinne ganz anders besteuert werden (niedriger) als bei Priavtanlegern. Und ich habe ein Depotmodell, bei dem ich übers Jahr verteilt 1,25% Depotgebühren zahlen, dafür aber keine Transaktionskosten; lediglich Börsenspesen (also bei den Regionalbörsen). Insofern sollte man hieraus keine nachzuahmende Handlungsweise ableiten.

      Und, bevor die Frage (wieder) kommt: ich empfehle nicht, für seine Aktienanlagen eine GmbH zu gründen. Bei mir gab/gibt es eine bestimmte Konstellation, weshalb ich diesen Weg für mich als den zielführendsten erkannt und gewählt habe. Ist keine Blaupause für andere.

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  12. Guten Abend Michael,

    Hast du dir schonmal DEMIRE DEUTSCHE MITTELSTAND REAL ESTATE genauer angesehen?
    Über deine Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

    Ps. großes Lob an deine Arbeit hier.

    MfG

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    1. DEMIRE bewegt sich in einem interessanten Umfeld und profitiert wie viele andere Immobilienunternehmen von den Niedrigzinsen. Seit der Übernahme von FAIR VALUE hat man eine etwas (zu) hohe Verschuldung, die man abbaut - auch durch den Verzicht auf Dividendenausschüttungen. FAIR VALUE war früher ein REIT, also auf hohe Ausschüttungen programmiert. Daher haben wohl nicht wenige Alt-Aktionäre ihre Aktien nach der Übernahme von DEMIRE verkauft und das hat zunächst den Kurs gedrückt. Ähnlich wie bei WCM wird das künftige Wachstum über Kapitalerhöhungen zu finanzieren sein und es ist nicht abzuschätzen, wie die Anleger auf derartige Maßnahmen reagieren werden. Da es sich bei den Gewerbeimmobilien überwiegend um B-Lagen handelt, ist das Risiko erhöht. Nicht nur in einem Wirtschaftsabschwung können hier Risiken entstehen, sondern auch bereits durch den den Online-Handel und große Ladenketten, die sich entweder ohne Ladengeschäfte oder durch das Drängen in die A-Lagen ausbreiten. B-Lagen in B-Städten kommen hier schnell(er) unter die Räder, daher ist die Auswahl bzw. die Lage umso wichtiger. Ob DEMIRE sich hier besser schlagen kann, als andere Immo-Werte, bleibt abzuwarten. Ich denke, man kann hier relativ sicher Geld investieren, aber eine deutliche Outperformance ggü. anderen Immo-Werten erwarte ich nach aktuellem Kenntnisstand bei DEMIRE nicht.

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    2. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
      Wie immer sehr informativ und erklärend.

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  13. Hallo Michael,

    hast Du eine Ahnung, was mit Publity los ist? Deren Kurs ist ja gerade ziemlich gefallen, und ich finde keine Erklärung dafür.

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    1. Mir sind keine News/Infos bekannt, die einen solchen Kurseinbruch bei Publity rechtfertigen. Natürlich gibt es jetzt wieder viele Deutungsversuche, weil jeder sich diesen Kurseinbruch erklären können will. Vermutlich ist es ganz profan: irgendjemand hat eine größere Anzahl von Aktien unlimitiert auf den Markt geschmissen, warum auch immer. Und in der Folge wurden dann weitere Stopps von anderen Anlegern gerissen. Nun liegt Verunsicherung in der Aktie, weil die Leute denken, irgendjemand muss doch mehr wissen als sie selbst. Nicht die Fakten machen den Kurs, sondern der Kurs suggeriert eine Faktenlage.

      Erst letzten Samstag habe ich hier im Blog einen passenden Artikel eingestellt: "Kaufe das Unternehmen, nicht die Aktie". Das habe ich gestern wieder getan und meinen Bestand aufgestockt. Dividendenrendite aktuell wieder über 8% - und zwar ein durch Gewinne im letzten Jahr mehr als verdienter Ausschüttungsbetrag von €2,80 je Aktie.

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    2. Und... wie ich gerade gesehen habe, ist Publity schon wieder gestiegen. Klar, Du has völlig recht, sowas wird der Grund gewesen sein.
      Und Deinen Artikel vom Samstag habe ich gelesen. Macht auch Sinn, selbst wenn ich versäumt habe, bei diesem Rücksetzer aufzustocken, weil ich mich eben gefragt habe, was los ist.

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  14. Beschäftigst du dich mit K+S, Michael? Ich war früher mal dort investiert und verfolge daher die Entwicklung. Meiner Meinung nach lässt sich die Lage auf die folgenden Punkte herrunterbrechen:

    - Produktion in DE / Einleitung in die Werra. Sollten dieses Jahr normale Wetterbedingungen vorherrschen sollte es nicht zu so starken Produktionsausfällen kommen wie letztes Jahr.
    - Legacy Projekt in Canada. Nach großen Anfangsinvestitionen und kleinen Unfällen scheint es dort jetzt endlich mit der Förderung loszugehen.
    - Salz läuft relativ stabil im Moment, da sie viele verschiedene Salzprodukte anbieten, sind sie hier vor größeren Risiken geschützt.
    - Dreh und Angelpunkt wird die Entwicklung des Kalipreises sein. Der ist in der letzten Zeit massiv gesunken, scheint aber seinen Boden gefunden zu haben. Ich habe aber leide nicht die Kompetenz eine intelligente Einschätzung zu der weiteren Entwicklung des Kalipreises zu machen.Laut IR-abteilung scheint sich die Lage aufzuhellen.

    Was denkst du ?

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    1. Düngemittel/Saatgut sind Wachstumsbranchen, weil die Weltbevölkerung weiter ansteigt und essen will/muss. K+S ist für mich aber kein geeignetes Unternehmen, weil die offene Flanke Umweltschäden latent ist und sich zu einem Horrorszenario auswachsen kann. Die Versalzung der Böden und des Grundwassers (evtl. wissentlich in Kauf genommen), könnten sogar den Fortbestand des Unternehmens infrage stellen. Ich will hier gar nicht Position beziehen oder einschätzen, ob und wie weit K+S verantwortlich ist und um welche Schäden es am Ende wirklich geht, aber für mich sind das Gründe genug, nicht in K+S zu investieren. Und dass der Kalimarkt darüber hinaus nur dann genug Geld abwirft, wenn das globale Kali-Kartell funktioniert und es nicht zu freier Preisgestaltung kommt, ist ein weiterer Grund für mich, hier nicht investieren zu wollen.

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  15. Hallo Michael,
    hast du schonmal ein Auge auf InVision AG geworfen?
    Die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 sehen recht vielversprechend aus und trotzdem fällt die Aktie.

    Vielen Dank im vorraus für deine Mühe.

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    1. Softwarelösungen für eLearning und den Personaleinsatz in Call-Centern kann ich als Geschäftsmodell nicht einschätzen. Daher fällt InVision bei mir durchs Raster. Die genannten Prognosen hat man erfüllt, jedoch am unteren Rand des Korridors. Euphorie löst das natürlich nicht aus.

      Dass anstelle von bisher genannten 42 neuen Mitarbeitern nun 180 eingestellt werden sollen, ist allerdings ein echtes Warnzeichen. Geht das schief, hat man ein erhebliches und dauerhaftes Kostenproblem am Hals. Klappt die Vertriebsoffensive in Übersee/Ausland, kann der Kurs wieder an alte Hochs ranlaufen. Kann ich aber überhaupt nicht einschätzen, wäre also wie Roulettespielen aus meiner Sicht, alles auf Rot. Oder Schwarz.

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  16. Hi Michael C. Kissig,

    ich habe in den letzten 2 Tagen deinen Block gründlich durchgestöbert, weswegen ich dir erst mal meinen großen Respekt/Lob aussprechen muss für das was du erschaffen hast,und dass es noch wirklich auch Analysten gib´s die den Value Prinzip verfolgen, eine Traffic-Record aufweisen und nicht wie die meisten Analysten mit Quartalszahlen, Charts und Kaffeesatzleserei herumballern die eh keinen interessiert.

    Während meines durchstöbern konnte ich viele deiner interessante Artikeln durchleuchten und eines der interessantesten Artikeln für mich persönlich war die Patrizia Immobilien Ag.

    Heute habe vor kurzem erst den 180.S Geschäftsbericht 2016 angeguckt und muss ehrlich gestehen das ich mich in das Geschäftsmodell von Patrizia Immobilien verliebt habe.
    Doch da ich eben kein Mensch bin der sattelsichere Kenntnisse im Bereich der Buchhaltung und Bewertung aufweisen kann bitte ich darum einige meiner persönlichen Erkenntnisse und Fragen zu beurteilen/korrigieren bzw hinzuzufügen.

    Los geht´s

    1)Patrizia Immobilien hat einen Operativen Gewinn (ohne Verkauf der Immobilien einberechnet versteht sich) von 72,2 Mio € erwirtschaftet.
    Doch wie viel % dessen (72,2Mio€) stammt rein aus dem AuM Geschäft und wie viel aus den übrigen Geschäftsfelder? Denn die wollen sich ja langfristig von allen Immobilien trennen und nur mehr Co-Investor bzw Asset Manager sein deren Volumen bald auf 20,6 Mrd kommt.
    Ich versteh ehrlich gesagt die Qualität und Zusammensetzung des operativen Gewinn von 72,2 mio nicht so wirklich.

    2)Wie viel Profit bring das AuM wenn es schätzungsweise eine Summe von 20,6 Mrd für 2017 einnimmt?
    Die haben ja noch Immobilienbestände und wenn die diese nun losschlagen, wir würde es sich auf den Operativen Gewinn auswirken?

    Meine jetzige Kalkulation ist folgender:
    Börsenwert 1,49 Mrd €/ eine Bilanzsumme von 993 Mio € wovon 244 Mio € Schulden, 440 Mio € Cash in der Kassa und der Rest 309 Mio € in Form von Immobilien und Beteiligungen da sind. Und wenn ich die Schulden mit den liquiden Mittel abzahle, komme ich auf einen Wert von 505 Mio € Firmenvermögen oder einen Buchwert von knapp 6,00€ pro Aktie, welche ohne weiteres in der Theorie liquidiert werden könnte. Heißt knapp 1 Mrd Euro Börsenwert ist an keinerlei real vorhandenes Vermögen gekoppelt sondern es handelt sich hierbei um die sogenannte Zuschlagsprämie wie Warren Buffett so sagt, auf firmen die sei es wegen Ihres Geschäftsmodells/Profitabilität, Qualität oder Preissetzungsmacht zu zahlen ist.
    Wenn ich diese 1,5 Mrd gegenüber den Gewinn in höhe von 72,2 Mio dividiere komme ich auf ein KGV von 20,6 und ist optisch wie du gesagt hast nicht billig, doch es geht eben auch um die AuM einnahmen was ja der Knackpunkt ist.
    Wenn ich so richtig verstanden habe, hat sich der operative Gewinn von 2014 mehr als verdoppelt und das rein dadurch, dass das AuM sich von 14,6 Mrd auf 16,6 Mrd erhöht hat.
    Doch auf der Webseite in der Ausblick für 2017 steht, dass es mit einem operativen Ergebnis von 65-75 Mio € für das Jahr 2017 gerechnet wird, was doch ziemlich für mich verwirrend ist.





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    1. Hallo Lin, wenn Du Dir die Company-Präsentation zum Conference Call vom 14. März ansiehst, wirst Du fündig (Seite 3, "Asset Management Fee Income" und dann die folgenden Seiten/Erläuterungen).

      Der erwartete Gewinn in 2017 ist ohne Immobilienverkäufe. Schaust Du Dir die Werte der vergangenen Jahre an, dann siehst Du, dass es in 2015 und 2016 exorbitant hohe Gewinne gab, eben weil Liegenschaften verkauft wurden. Vorher gab es das so nicht. Insofern ist 2017 ff. eher mit 2014, 2013 oder 2012 zu vergleichen. Und der Börsenkurs hatte 2016 nach oben übertrieben, weil er die Ergebnisse aus 2015 und 2016 in die Zukunft fortgeschrieben hat. Das geht so natürlich nicht.

      Aber... auch wenn der Fokus natürlich auf die nun wieder "normalen" und geringeren Jahresergebnisse zu richten ist, die aus dem operativen Geschäft stammen, wird es sporadisch noch zu hohen Einmalgewinnen kommen, wenn ältere Bestandsimmobilien verkauft werden. Diese sind, wie gesagt, bisher NICHT Bestandteil der Planungen und werden im Konkretisierungsfall das jeweilige Jahresergebnis raketengleich in die Höhe katapultieren. Aber eben einmalig, nicht als Dauerzustand. Ich hatte das in einem älteren Beitrag zu Patrizia mal mit dem neuen Geschäftsmodell bei den Softwarekonzernen Adobe und auch Microsoft verglichen. Aus den ehemaligen hohen Verkaufserlösen wurden niedrigere, aber stetige Lizenzeinnahmen. Das hat die ersten zwei, drei Jahre für Umsatz- und Gewinneinbrüche gesorgt, aber inzwischen verdienen die Konzerne mehr Geld als zuvor und die Einnahmen schwanken weniger. Genauso läuft es bei Patrizia, nur dass das Umstellen länger dauert, weil Immobilien nicht so schnell gehandelt werden können wie Software.

      Eine Anmerkung noch zum operativen Gewinn. Dieser besteht natürlich nicht nur aus den Fees, sondern auch aus Mieteinnahmen - denen die Kosten für die eigenen Immobilien gegenüberstehen. Wenn Patrizia eine solche eigene Liegenschaft verkauft, entfallen die hierauf anfallenden Kosten, aber auch Einnahmen - und somit der Gewinnanteil. Was den operativen Gewinn schmälert. Das wird erst dadurch wieder kompensiert, dass Patrizia neue AuM kreiert und hieraus Fees erzielt. Abgesehen von de einmaligen außerordentlichen Verkaufsgewinn.

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  17. Hallo Michael,

    ich beschäftige mich erst seit ca. einem Jahr mit Einzelaktien und möchte tiefer in diese Materie eintauchen. Kannst Du mir ein leicht verständliches Buch für Value Investing empfehlen? Welche Unternehmen aus Deiner Empfehlungsliste findest Du für ein Basisinvest derzeit besonders empfehlenswert?

    Besten Dank für Deine Mühe und die wirklich gelungene Website.

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    1. Einsteiger sollten sich in zwei Richtungen bilden: einerseits ein Verständnis für die Börse und für Unternehmen entwickeln, weil es mehr gibt als die nackten Zahlen. Und auf der anderen Seite muss man aber auch die Zahlen verstehen/interpretieren können. Erfolgreiches Investieren erfordert aus meiner Sicht beides.

      Als Einstiegsliteratur würde ich daher drei Bücher empfehlen:

      - "Der Börse einen Schritt voraus" von Peter Lynch
      - "Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie" von Robert G. Hagstrom
      - "Value Investing simplified" von Lawrence A. Cunnigham

      Das Buch von Lynch stammt aus 1990 und viele Beispiele betreffen Firmen, die es nicht mehr gibt oder Situationen, die man als junger Mensch eher in einem Geschichtsbuch vermuten würde. Aber... die Grundidee, das Verständnis für Unternehmen und Geschäftsmodelle, hat an Aktualität nichts verloren.

      Ich definiere "Basisinvest" jetzt mal als langweiliges Unternehmen, das stetig wächst und seine Gewinne absehbar ausbaut, Potenzial aufweist und das bei begrenztem Risiko. Risiko in Hinblick auf das Business und in zweiter Linie als Kursrückschlagpotenzial.

      - Bavaria
      - Blue Cap
      - Deutsche Beteiligung
      - DIC Asset
      - Ringmetall
      - Shareholder Value Beteiligungen
      - Technotrans
      - VTG
      - Berkshire Hathaway (USA)
      - Fairfax Financial (CAN)

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    2. Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich werde mir die empfohlenen Bücher besorgen und Deine Website weiterhin regelmäßig besuchen. Mit Deiner Definition von meinem "Basisinvest" hast Du ins schwarze getroffen.

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    3. Ich empfehle noch "Value Investing with the Masters" von Kirk Kazanjian. Hat mir sehr gut gefallen.Sind im prinzip 20 Interviews mit 20 erfolgreichen Valueinvestoren und am Ende gibts noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

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  18. Vielen Dank für die ausführliche Erklärung und die Präsentation, ist sehr ausführlich und beantwortet schon alles.

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  19. Lin Jun Shao19. März 2017 um 21:43
    Doch jetzt ist mir noch was eingefallen, nämlich handelt es sich hierbei unterm Strich /AuM/ ja um eine Dienstleistung, wie die eines Immobilienverwalters und es gibt´s wie bekanntlich viele in der Branche die das Selbe machen, so wie wahrscheinlich wäre es das die Konkurrenz einfach mal paar Kunden von Patrizia Ag entreißt? Auf mittel und langfristig gesehen? Was wäre deiner Meinung nach der Burggraben welches Patrizia innen hat um sich dagegen wappnen zu können? Oder ist diese Befürchtung meinerseits vielleicht ganz unbegründet?

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    1. Der Burggraben besteht in der Expertise. Patrizia ist seit vielen Jahren am Markt erfolgreich tätig und das auch schon für institutionelle Kunden, nicht nur mit Eigenbestand. Die Kunden wissen also, was sie bei Patrizia erwartet und was sie erwarten können. Wenn es um das Überlassen von Geld geht, ist Vertrauen ein ganz wesentliches Gut. Und Patrizia genießt das Vertrauen von immer Kunden, zunehmend auch von außerhalb Deutschlands. Dieses Vertrauen haben sie sich über lange Jahre verdient, das kann die Konkurrenz nicht einfach mal so nachbauen. Für mich ist das ein Asset, ein Burggraben. Auch die Deutsche Beteiligung hat so einen. Lloyd Fonds, MPC Capital, Ernst Russ - die müssen sich dieses Vertrauen erst noch wieder zurückholen.

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  20. Hallo Michael,

    bei meinen Kaufentscheidungen tue ich mich noch etwas schwer, was die Betrachtung der Zahlen angeht, Analyse fairer Wert eines Unternehmens. Ich hätte beispielsweise gerne Walt Disney und Microsoft im Depot, glaube bei beiden Unternehmen an die Zukunft. Nur ich weiß nicht, ob jetzt der richtige Einstiegszeitpunkt ist, was die Bewertung angeht. Wie ist dein Blick darauf?

    Vielen Dank schon mal!

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    1. Hallo Stefan Meier, ich hab mich am Anfang meiner Börsenkarriere mit 14 Jahren einst auch jeden Tag die gleichen Fragen gestellt die du hast und versucht den Markt zu Timen und viele andere Sachen und glaubst mir, du wirst es nicht schaffen. Microsoft und Disneyaktien waren wenn du zurück in die Vergangenheit blickst schon immer teuer gewesen ,heißt ein KGV von 18-20 oder mehr waren mehr oder weniger die Regel, doch gleichzeitig sind die Gewinne auch linear zum Aktienkurs gestiegen, was heißt, hättest vor 10 Jahren gekauft bei einem KGV von 20 Beispielsweise, so hättest heut nur ein KGV von 10 zum Einstandskurs, da die gewinne stetig zum Kurs gestiegen sind und mit Ihnen auch die Dividenden und anstatt der 3 oder so Prozent Dividenden hast eben dann nach 10 Jahren 7-8 Prozent auf dein Investment, was im jetzigen Niedrigzinsumfeld mir ganz attraktive vorkommt. Nach Informationen von Ariva hat Disney übrigens jedes Jahr Dividenden erhöht und seit 2000 die Dividenden um mehr als 500% gesteigert. Es gab nur wenige Fälle wie der Wirtschaftskrise 2008-9 die zur stärkeren Kursrückgänge veranlasst haben, doch darauf würde ich mich nicht verlassen und stattdessen immer bei Kursrücksetzern kaufen und wenn am Endes des Monats Geld übrig bleibt, welches du sowieso nicht brauchst in den Aktienmarkt stecken und den Märkten Ihre Arbeit verrichten lassen. Ich glaube in 30-40 Jahren wird dir das sowieso sowas von egal sein zum welchen Kurs du gekauft hast, da sich das Papiergeld in der Zwischenzeit so sehr massiv an Wert verloren hat, dass du es nicht wiedererkennen kannst.
      Ein Beispiel ich bin Österreich, und mein Börsenmentor hat mir immer erzählt das sein Vater nach den Krieg in den 1950-55 Jahre für einen Schillig (13,7 Schilling= 1€) einen fetten Schnitzel mit Kartoffelsalat und großen Krug Bier serviert bekam. Und heute?
      Ich glaube unter 10€=137 Schilling solltest du nicht mehr mal denken ein Lokal mit deinen Füßen zu betreten. Ich glaube du solltest jetzt so etwa wissen worauf ich hinausgehen möchte.

      Grüße Lin

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    2. Warren Buffett sagt, man solle lieber ein hervorragendes Unternehmen zu einem guten Preis kaufen, als ein gutes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis.

      Die meisten Anleger sind immer auf der Suche nach dem besten Preis, dem günstigsten Kurs. Und messen ihren Anlageerfolg alleine daran, ob der Kurs dann steigt und wie viel. Das ist allerdings Spekulation, nicht Anlagen/Investieren. Dabei kommt es mehr auf die Perspektiven an, die ein Unternehmen hat und erst in zweiter Linie dann darum, nicht zu viel dafür zu bezahlen und ggf. auf den richtigen Momentan zu warten.

      Hier muss ich übrigens Lin widersprechen, denn Microsoft war vor einigen Jahren durchaus zu KGVs von unter 10 zu bekommen. Ich habe Anfang 2013 dazu einen Artikel verfasst ("Microsoft, das verkannte Value-Investment") und Microsoft in der zeit ja auch auf meine Empfehlungsliste genommen. Allerdings war damals Steve Ballmer noch Chef, man versenkte gerade Milliarden mit der Nokia-Übernahme und Windows war mächtig unter Druck, weil immer weniger PCs verkauft wurden. Und die X-Box sah auch keinen Stich gegen Sonys Playstation. Naja, Nadella und seine neuen Ideen waren der Grund, weshalb ich Microsoft gekauft habe. Wäre der operative Umschwung übrigens nicht geglückt, wäre das KGV auch in die Höhe geschnellt, weil einfach die Gewinne immer weiter wegschmolzen. Billig ist eben nicht immer auch günstig.

      Bei Disney bin ich zwiegespalten, die ESPN-Sparte ist ein erhebliches Problem, das die nicht wirklich in den Griff bekommen. Microsoft hingegen ist führend im Bereich Cloud-Computing und verdient in seinen Sparten wieder richtig Geld. Und sie wagen sich in neue Bereiche vor, sind wieder Innovationsführer, das haben sie Apple inzwischen wieder voraus. Insofern kann man für Microsoft durchaus einen höheren Preis zahlen als für andere Aktien. Microsoft ist eben ein Quality Investment mit einem sehr breiten Burggraben. Und sie sind bereit, Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Auch das ist ein großer Pluspunkt, ein fähiges und vertrauenswürdiges Management.

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    3. Vielen Dank für eure Antworten! ESPN ist bei Disney noch ein Problem ja, aber dafür ist der Rest aus meiner Sicht top. Gerade was Content angeht hat Disney den klassischen Burggraben, Star Wars, Marvel, die Disney Figuren etc. Dazu der Kauf von BamTech, also es geht noch mehr Richtung Streaming. In 20-30 Jahren werden sich Kinder und Erwachsene immer noch an Disney Märchen erfreuen, in die Vergnügungsparks gehen etc. ESPN wird dank BamTech entweder interessanter oder vielleicht verkauft? Aber was soll man mit Disney auf 20-30 Jahre Anlagehorizont falsch machen, frage ich mich. Oder übersehe ich was?

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  21. Hallo Michael,
    mich würde deine aktuelle Einschätzung zu Cisco interessieren. Cisco baut mehr und mehr die Softwaresparte aus, auch jüngst mit dem Kauf von AppDynamics. Wie schätzt du das Unternehmen zur Zeit ein? Du hast die Position ja auch schon länger auf der Halteposition in deiner Empfehlungsliste.

    Gruß Hans-Jürgen

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    1. Cisco ist unter Druck, weil einerseits neue Technologien das (ehemalige) Kerngeschäft mit Routern und Switches kanibalisiert und Wettbewerber aus Asien Marktanteile abknabbern. Daher steuert Cisco seit längerer Zeit schon um, auch durch gezielte Zukäufe. Das gehört seit jeher zur Cisco-Strategie und damit sind sie auch insgesamt erfolgreich. Ich halte Cisco weiterhin für aussichtsreich und denke, dass sie einer der großen Profiteure beim IoT werden. Die Bewertung ist aber inzwischen auch schon ganz üppig, so dass ich sie momentan eher als Marketperformer ansehe und nicht als eine Aktie, die deutlich besser als der Gesamtmarkt performen wird. Daher meine Halten-Einschätzung und kein Neukauf bei Kursen jenseits der €30.

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    2. Das KGV ist bei etwa 17, das geht doch eigentlich noch oder?

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    3. KGV 17 bedeutet, dass das Unternehmen 17 Jahre lang den gleichen Gewinn machen müsste, um durch diese Gewinne den Aktienkurs zurückzuzahlen. Ein KGV von 17 für ein stark und profitabel wachsendes Unternehmen ist gerechtfertigt. Aber Cisco wächst nicht so rasant, steht in seine r(noch) größten und wichtigsten Sparte unter Druck, während es in anderen Bereichen (Cloud, Software) deutlich zulegt.

      Als ich Cisco Systems Mitte 2012 gekauft und erstmal hier im Blog empfohlen habe ("Cisco Systems - ein Value Investment wert?"), lag das KGV bei knapp 8. In der Zwischenzeit hat Cisco seine Unterbewertung abgebaut und ist wieder viel besser positioniert. Aber ein KGV von 17 ist hier nicht billig.

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  22. Hallo Michael,
    ich habe seit kurzem ProSiebenSat1 in meinem Portfolio, nachdem ich sie wegen eines shortputs angedient bekam. Jetzt habe ich mich etwas intensiver mit dieser Aktie beschäftigt und finde sie sehr interessant. Meinungen gibt es einige hierzu, eine ist, dass beim Überschreiten der Marke 40€ neues Kurspotential entstehen könnte. Ich die Dividendenrendite (1,90€) ist hoch und das seit Jahren. Hast Du eine Meinung zu dieser Aktie?
    Gruß
    Gerhard Reis

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    1. ProSiebenSat1 ist inzwischen ja weit mehr als nur ein Fernsehsender, aber dennoch bleibt TV als Kernsparte maßgeblich. Ich schaue aber relativ wenig TV und Pro7 oder Sat1 dann auch nur bedingt. Insofern habe die Aktie bzw. das Unternehmen auch nicht wirklich auf dem Schirm. Im Medienbereich würde ich eher eine Axel Springer bevorzugen, ohne hier jetzt konkret eingestiegen zu sein.

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  23. Hallo Michael!

    Kannst Du mir Bitte erklären ob ich bei der Deutschen Rohstoff irgendetwas übersehe- verstehe nicht warum der Kurs immer noch abschmiert, obwohl Heute eigentlich gute Nachrichten (Absicherung) veröffentlicht wurden?

    DAnke

    Christian

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    1. Ich kann den Kursverlauf nicht erklären, weil ich natürlich weder die Beweggründe der Verkäufer noch der Käufer kenne. Es gab halt mehr Verkäufer als Käufer, daher fiel der Kurs. Letztlich ist das Kaffeesatzleserei. Deshalb konzentriere ich mich auf das Unternehmen und seine Entwicklung. Und, wie Du schon sagst, die Nachricht über die Absicherung ist positiv, weil wir nun wissen, dass 7% des in 2017 von der DRAG geförderten Öls zu mindestens $47 verkauft wird. Bei Kosten von knapp über $30. Also verdient die DRAG an jedem geförderten Barrel mindestens $15. Ein Preisrisiko besteht für die restlichen 25%. Aber aktuell liegt der Ölpreis bei knapp $48, also ist hier auch alles im Lot.

      Führt zur Schlussfolgerung, dass sich am Investmentcase und den positiven Aussichten für die DRAG nichts geändert hat. €21 sehe ich nach wie vor als attraktive Kaufkurse an. Wann der Kurs seinen fairen Wert oberhalb von €30 erreicht und ob überhaupt, kann ich Dir nicht beantworten. Auch nicht, ob er zuvor noch einmal unter €20 fällt. Wie André Kostolany schon so schlau anmerkte: "An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil".

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  24. Was haltes du von ElringKlinger ? Welches mit Anmerkung ein Großkunde von Polytec ist.

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  25. Hallo Herr Kissig,

    mich wundert das Sie Biofrontera noch nicht ins Auge gefasst haben. Sicherlich kein Value Invest im klassischen Sinne. Die Zahlen der letzten Monate beeindrucken jedoch. Und die Aussichten noch mehr!! Ich denke hier kann man eigentlich nichts falsch machen.
    Ein Kursziel von 8,- EUR halte ich für mehr als realistisch....

    Micha

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    1. Ich habe keinerlei Kompetenz bei der Einschätzung von Biotechwerten und/oder den Erfolgsaussichten für ihre Produkte/Wirkstoffe. Daher wäre ein Invest meinerseits in solche Werte auch kein solches, sondern eher eine Lotteriewette.

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  26. Moin,

    ganz konkret: Würden Sie bei Gladstone, Capital Stage und Genworth nachlegen? Gerade die jüngsten Abschläge bei Genworth machen mich stutzig.
    Generell vielen Dank für Ihren Blog den ich immer wieder gerne lese.

    VG, Holger

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    1. Capital Stage
      Attraktiv bewertet und möglicherweise selbst bald ein Übernahmeziel für einen großen Energierversorger, einen größeren Wettbewerber oder sogar für einen Finanzinvestor. Die Unsicherheit über das neue Auktionsverfahren bei den regenerativen Energien trifft die gesamte Branche und die evtl. noch aufkommenden zusätzlichen Kosten aufgrund des Squeeze-outs bei Chorus Clean Energy sollten nicht überbewertet werden. CS bleibt für mich ein Kauf.

      Gladstone Capital
      GLAD habe ich in einer Sondersituation gekauft, wo der Wert völlig zu Unrecht total ausgebombt war. Diese Übertreibung nach unten hat der Kurs längst wieder aufgeholt. Die Sorgen richteten sich damals gegen drei Beteiligungen, die in der US-Schieferindustrie tätig sind (allerdings als Zulieferer) und schaut man auf die gegenwärtige Lage am Ölmarkt und die Pläne von Trump zur Förderung der US-Öl-Industrie, sowie auf die in den USA tendenziell steigenden Zinsen, sind das alles positive Aussichten für GLAD. GLAD ist nicht mehr unterbewertet, aber ein solider Dividendenzahler und auf dieser Basis attraktiv für Dividendenjäger.

      Genworth Financial
      Die entscheidende Frage ist doch, was ist eine GNW Aktie wert? Kommt der Oceanwide-Deal zustande, dann sind das $5,41. Fällt der Deal durch, was dann?

      Für Verunsicherung sorgen aktuell die Sammelklage gegen GNW wegen der Fusion (LINK) sowie die Sorgen darüber, dass die Fusion möglicherweise nicht genehmigt wird seitens der Regulierungsbehörden (LINK).

      Ich hatte GNW Anfang 2016 erstmals bei 1,72€ gekauft, weil ich glaube, dass das Unternehmen eher zweistellige Kurse wert ist (GNW notiert ja deutlich unter seinem Buchwert). Trotz aller Probleme im operativen Geschäft und bei der Bewertung der Long Term Care-Produkte, die man aber auch schon aktiv angegangen ist. Ich glaube, dass GNW auch alleine überleben kann und ggf. eine oder zwei seiner börsennotierten Hypothekentöchter (in Kanada und Australien) verkaufen könnte, um zu Geld zu kommen, wenn nötig (sehe ich aber momentan nicht so). Die beiden zusammen sind ja momentan mehr wert als GNW in Gänze. Daher wäre ein Platzen des Oceanwide-Deals für mich jetzt kein GAU.

      Mittel- und langfristig sollte man also mit GNW schönes Geld verdienen können. Kurzfristig nur, wenn der Oceanwide-Deal zustande kommt. Scheitert er, wird es zunächst einmal eine Unsicherheitsphase geben, die auch den Aktienkurs belasten könnte. Für mich bleibt GNW unterbewertet.

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  27. Moin,
    Grundsatzfrage zu Patrizia:
    Eignet sich PAT als Kerninvestment? Ich meine "ja", lass mich aber gerne korregieren.

    Argumente:
    1) das offizielle KGV kann man wohl (derzeit) vernachlaessigen. Durch die Ausgabe von (steuerfreien) Gratisaktien lag/liegt das im Depot gefuehlte KGV bei tatsaechlich "10".
    2) Die Wachstumsstory ist voll intakt. Ein Burggraben besteht - zumindest in Deutschland, aber auch zunehmend in Europa - wegen des Vertrauens der Investoren in die Kompetenz des Managements.
    3) Nach Studium des 2016er-Geschaeftsberichts ergeben sich hervorragende Zahlen (steigende Eigenkapitalquote, rasant sinkende Verschuldung etc.).

    Hab ich etwas uebersehen ?

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    1. Ich stimme Dir zu, Patrizia ist hervorragend als Basisinvestment im Bereich Immobilien/Asset Manager geeignet; ich hatte ja kürzlich erst meine Einschätzung ausführlich dargelegt (▶ Patrizia Immobilien hebt 2017er Prognosen an. Geht da noch (viel) mehr?). Die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 10:1 bedeutet ja letztlich ein Äquivalent zu einer Dividendenrendite von 10%. "Steuerfrei" ist das Ganze natürlich nicht, da zwar keine Steuer abgezogen wird, aber der eigene Einstandskurs entsprechend herabgesetzt wird. Die Steuer fällt also beim Verkauf der Aktien in der Zukunft an. Es handelt sich also eher um eine Steuerstundung - sofern Aktiengewinne künftig nicht wieder steuerfrei gestellt werden, wie es früher war (nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr).

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  28. Hallo Michael,

    Darf ich fragen wie du die Situation rund um die Abgeltungssteuer einschätzt? Diese wird ja vermutlich in der in der nächste Legislaturperiode abgeschafft, ist ja inzwischen sogar die CDU dafür. Die Frage ist was kommt danach? Wieder Halbeinkünfteverfahren und nach 1 Jahr steuerfrei, oder tatsächlich volle Besteuerung nach dem individuellen Steuersatz? (Ist das überhaupt legal? Doppelbesteuerung ist, meine ich, nicht rechtsmäßig, aber ich bin kein Experte auf dem Gebiet.)Bisher scheint die Legislative selber noch keinen richtigen Plan zu haben. An sich wäre eine Rückkehr zu dem alten Modell ja sehr zu begrüßen.

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    1. Über die Zukunft der Abgeltungssteuer mache ich mir keine Gedanken, da ich es nicht beeinflussen kann. Eine Rückkehr zum alten System würde ich begrüßen, insbesondere die Wiedereinführung der Spekulationsfrist von einem Jahr. Meinetwegen auch zwei Jahre. Ich fürchte aber bei dem Unsachverstand, mit dem unsere Politiker in Bezug auf Aktien glänzen, dass diese auf der Strecke bleiben wird. Für die meisten sind Aktien Lotterielose, nicht Unternehmensbeteiligungen und dringend benötigtes Eigenkapital für unseren Mittelstand.

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  29. Moin, weiss jemand was bei Aurlius los ist?

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    1. Angeblich hat Shortseller GothamCityResearch seine Short-Quote an Aurelius auf 0,61% aufgestockt und will im Tagesverlauf einen Report dazu veröffentlichen.

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    2. Kaufst du nach Michael?

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    3. Ja, ich habe meine - bisher schon größte - Position mehr als verdoppelt. Natürlich nicht alle zu unter 50 Euro...

      Im Artikel "Short, shorter, Attacke: Ströer, Wirecard - und jetzt auch Aurelius..." habe ich zu den aktuellen Anwürfen gegen Aurelius einiges geschrieben und auch zu meiner Einschätzung und meinen Käufen.

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  30. Hallo Michael,
    wie siehst du aktuell die Situation bei UET?
    Die Aktie ist in den letzten 3 Monaten von 0,63€ auf 0,42€ gefallen, ist das jetzt eine gute Einstiegsmöglichkeit, oder gab es irgendwelche negativen News, weshalb die Aktie gefallen ist?

    Vielen Dank schonmal im vorraus.

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    1. UeT arbeitet weiterhin am Turnaround. Anfang März hat man den Geschäftsbereich MANUFACTURING an die CCS Group verkauft und wir müssen abwarten, was der Geschäftsbericht 2016 so mit sich bringt und wie sich UeT so weiter entwickelt. Diese Turnaround-Spekulation benötigt einiges an Geduld, aber mein Investmentcase ist weiterhin intakt. Sollte UeT sich erholen, winken ganz andere Kursregionen. Falls...

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  31. Guten Abend Michael,
    weißt du warum die DF DEUTSCHE FORFAIT AG heute an der Stuttgarter Börse - 26% gemacht hat?
    Habe keine negative Schlagzeile gefunden.

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    1. Vielleicht, weil im Moment die Angst vor einem Krieg der USA gegen den Iran umgeht.

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    2. Ich kenne auch keine negativen Unternehmensmeldungen. Die Deutsche Forfait befindet sich ja noch mitten im Turnaround und es ist ein marktenger Wert. Schon geringe Stückzahlen können da auf den Kurs drücken. Oder ihn stark steigen lassen. Die Situation USA/Trump vs. Iran wird ein Faktor bleiben, das die DF traditionsgemäß gute Verbindungen in den Iran hat und dort ja auch wieder stärker Fuß fassen will. Säbelrasseln belastet daher natürlich den Kurs. Ob der Kursrutsch aber wirklich hieran liegt, kann ich natürlich auch nicht mit Bestimmtheit sagen.

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  32. Hallo Michael,

    wie siehst du aktuell die Situation bei SHS Viveon, seit der Änderung im Vorstand ist der Kurs in einer Woche um ca 20% gefallen.

    Eigentlich sollte doch der Boden jetzt langsam erreicht sein und der Kurs sollte doch jetzt ziemlich viel Potential nach oben haben.
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

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    1. Bei SHS Viveon sollte man schon beachten, dass der Kurs seit Jahren nicht wirklich vom Fleck kommt und eigentlich immer weiter abgebröckelt ist. Dann gab es im Zuge der 2016er Ergebnispräsentation einen schnellen starken Anstieg, der nun wieder verpufft ist. Der Kurs ist also nicht einseitig um 20% gefallen, sondern es wurden eher die schnellen gewinne der letzten Tagen/Wochen wieder mitgenommen.


      SHS Viveon ist eigentlich in ihrem Markt recht gut positioniert, aber man schafft es seit Jahren nicht, gute Margen und Gewinne zu erwirtschaften. Der bisherige Vorstand hat immer viel versprochen, jedoch leider nicht viel davon eingelöst. Insofern ist der Wechsel erstmal nicht negativ zu bewerten, sondern bietet die Chance auf einen Neustart. Was allerdings künftig belastend für den Kurs sein könnte ist die Tatsache, dass Stefan Gilmozzi nicht nur CEO sondern auch Großaktionär ist. Vielleicht kommt er nach seinem Vorstandsabgang nun zu der Auffassung, dass er sich künftig auch von einigen seiner Aktien trennen möchte. Oder von allen. Das würde eine ziemliche Belastung für den Kurs bedeuten; wir haben das ja bei der Deutschen Rohstoff AG erlebt, wo Titus Gebel immer mal wieder Aktien verkauft hat, was jeden stärkeren Ausbruch des Kurses nach oben immer wieder gedeckelt hat.

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  33. Hallo,

    zuerst Danke für deine tolle Arbeit und Berichte auf deiner Homepage und diversen Foren. Was mich nur wundert ist, das ich dich noch nicht bei Helma gesehen habe. Gerade nach den starken Kursrückgang aufgrund zu hoher Erwartungen aber dennoch weiteren starken Wachstums und ein KGV2017 von ca 10. Gerade als Value&Wachstumsinvestor würde mich deine Meinung zu Helma auf aktuellen Niveau interessieren.

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    1. Helma Eigenheimbau hatte ich im Oktober auf meine Empfehlungsliste genommen, dann aber im Februar nach der katastrophalen Vorstellung wieder gestrichen. Nicht wegen der Prognosesenkung an sich, sondern aufgrund der Art und Weise, wie Helma mit den Anlegern dabei umgegangen ist. Meine zuerst positive Einschätzung und die anschließende Ernüchterung kann man in meinem Beitrag "Helma Eigenheimbau: Bauen Anleger hier auf Sand oder Beton?" nachlesen. Meine Kritik vom 23.02.17: "Dass eine solche gewaltige Prognosesenkung stattfinden muss, wirft Fragen auf, ob der Vorstand nicht viel zu optimistisch geplant hat und ob er nicht früher hätte gegensteuern und ggf. warnen müssen. Die letzten Insiderverkäufe im Dezember haben jedenfalls in diesem Zusammenhang ein echtes Geschmäckle und meine Einstellung zum Unternehmen hat sich erheblich verschlechtert. Eine Kaufchance sehe ich hier auch nach dem mehr als 15-prozentigen Kurseinbruch nicht, dazu ist das Vertrauensverhältnis zu stark gestört.".

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    2. Da bin ich nur teilweise deiner Meinung.Zum jetzigen Kurs von ca. 37.50 finde ich Helma durchaus spannend.Denn die Fakten sind doch:

      -Wenn die Zinsen überhaupt anfangen zu steigen,dann langsam
      -Wie am Auftragsbestand zu sehen ist, wächst Elma durchaus noch im soliden Tempo, natürlich nicht mehr so schnell wie ursprünglich geplant, aber mann muss es immer in Relation zum Preis sehen
      - Das der Inhaber nach jahrelanger Erfolgsstory einen Teil seiner Aktien zu Cash macht macht mich nicht unbedingt nervös.
      - Da in meiner Familie Architekten arbeiten,weiß ich, dass vieles an den Bauämtern scheitert, weil diese schlichtweg zu wenig Personal haben. Das gleiche gilt für Baudienstleister. Ob Helma das hätte noch früher kommunizieren können und müssen, darüber kann man debattieren.
      - Gerade weil der Wille zu bauen da ist, und es an den Bauämtern scheitert, bezweifel ich nicht, dass sich der Umsatz lediglich verschiebt und nicht ganz wegfällt.
      - Ein Problem dass ich sehe, ist mangelndes Personal (Bauleiter sind wahnsinnig gefragt) und darunter leidende Qualität und dem zu Folge eventuelle Gewährleistungsansprüche.

      Dem Gegenüberstellen muss man aber halt ein 2017 KGV von 10 und ein Wachstum von >10%.Meiner Meinung nach übertreibt Mr. Market hier etwas.Aber vielleicht habe ich ja noch etwas übersehen?

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    3. Kann Powell Philipp hier nur recht geben.
      Ich finde Helma total spannend. Klar hat der Markt übertrieben bei Kursen von 60 EUR / share, alle haben gerufen die Aktie ist zu billig, und genau die schreien nun die Aktie ist zu teuer bei 37 EUR. Helma wächst seit Jahren konstant und wird auch in Zukunft weiterwachsen. KGV im Moment fast kleiner als 10. Man braucht ja nur durch die Orte fahren und sieht wie im Moment überall gebaut wird und jeder händeringend nach Wohneigentum sucht. Hier im Ballungsraum Köln/Bonn verdienen sich die Bauträger alle eine goldene Nase und ein Ende ist nicht absehbar.
      Ich selbst arbeite seit Jahren im Controlling eines Maschinenbauers und weiß wie schwer es ist seriöse Prognosen für das genaue Wachstum abzugeben. Erstrecht wenn Behörden und Gemeinden hier noch Einfluss haben, ist es noch viel schwieriger genaue Planungen abzugeben. Umso beachtenswerter ist die Entwicklung in den vergangen Jahren. Ich selbst bin nicht an kurzfristigen Erfolgen interessiert, sondern investiere langfristig. Das EPS in den letzten Jahren gibt mir recht.
      2010: 0,50
      2011: 0,83
      2012: 1,33
      2013. 1,85
      2014: 2,43
      2015: 2,69
      2016: 3,37
      2017: ?

      Stark steigende Zinsen sind im Moment und in Zukunft in Europa nicht zu erwarten. Banken verlangen Strafzinsen auf Guthaben, wohin also mit dem Geld.

      Insiderverkäufe sind doch nicht verwerflich. Warum soll ein Insider sich nicht irgendwann auch von Aktien trennen. Warum wissen wir doch alle nicht. Aber bei Kursen von über 60 denkt doch sicherlich jeder auch über einen Verkauf mal nach. Es gibt doch tausende Gründe die aus privaten Gründen für einen Verkauf sprechen würden.

      Irgendwann wird Mr. Market seine Meinung ändern und die Aktie wieder Richtung 50 bringen. Bei Kursen um 37 EUR sind für mich steigende Kurse viel wahrscheinlicher als fallende.

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    4. Eure Argumente waren ja auch exakt die meinen, wie der verlinkte Artikel zeigt. Mein - recht kurzfristiges - Umdenken liegt im Verhalten des Managements begründet, das hat das Vertrauen total verspielt. Auch das habe ich beschrieben. Daher bleibe ich bei Helma an der Seitenlinie. Was nicht heißt, das andere Leute mit der Aktie nicht irgendwann (wieder) gutes Geld verdienen können.

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  34. hallo michael,

    wie stehst du zu Lithium firmen elektromobilität wird ja in der Zukunft eine sehr große rolle spielen und die Accus werden Lithium brauchen was denkst du über ,Galaxy Resources (Ltd.WKN: A0LF83)

    danke für deine mühe :)

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    1. Ja, Lithium ist momentan das wichtigste Element für Energiespeicher/Batterien/Akkus und daher sehr gefragt. Auch die Produzenten. Ich bin hier aber nicht firm genug, um die langfristigen Potenziale und Aussichten der einzelnen Produzenten einschätzen zu können, daher bleibe ich hier außen vor.

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  35. Guten Tag Herr Kissig,

    ich würde gerne einmal Ihre Einschätzung über das laufende Jahr der Patrizia Immobilien AG erfahren.

    Waren es letztes Jahr noch viele und teilweise spektakuläre Meldungen ist es dieses Jahr doch sehr ruhig. Vielleicht sogar zu ruhig für die bereits erhöhte Jahresprognose?

    Eventuell hat das auch mit dem neu besetzten Posten - ab 17.04. - zu tun und es wurden eventuell Entscheidungen zurückgestellt?

    Mir erschließt sich nicht ganz wieso man die (offensichtlich) vorhandenen Mittel nicht einsetzt. Mit Cash ist ja zur Zeit nicht wirklich etwas zu holen und der Markt müsste doch ebenfalls interessante Projekte hergeben. Bin gespannt auf Ihre Einschätzung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias

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    1. Ich habe keine neue Einschätzung zu Patrizia Immobilien. Ich glaube kaum, dass das Unternehmen vor vier Wochen die Jahresprognose angehoben hat, um dann diese Ziele nicht erreichen zu können. Wir haben jetzt Mitte April, da ist noch viel Zeit. Zumal sich im Immobilienbereich ja viele Abschlüsse erst in den letzten Wochen des Jahres konkretisieren.

      Und da sind wir schon beim Thema. Patrizia macht in Immobilien und da dauern Abschlüsse natürlich ihre Zeit. Man ist europaweit tätig und man muss auch immer einen Partner finden, der einem Liegenschaften ver- oder abkauft. Auch dies geht nicht immer schnell und zackig, da die Preisvorstellungen doch bisweilen stark differieren.

      Ich gehe davon aus, dass bei Patrizia alles nach Plan läuft. Und dass die Jahresziele "mindestens" erreicht werden. In den nächsten Monaten werden wir den einen oder anderen Deal sehen - und evtl. wird ja aus der Spekulation, dass Patrizia die ehemaligen BayernLB-Wohnungen der Münchener GBW veräußern will. Das wäre natürlich eine echt kurstreibende Meldung.

      Patrizia ist auf Kurs, die Zinsen dürften die Asset Manager auf absehbare zeit nicht negativ beeinflussen und daher braucht es "nur" etwas Geduld, damit dies ein lohnenswertes Investment wird.

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  36. Doch nun zu meiner Frage Michael, wie weiß ich eig ob das Unternehmen welche Ihre Aktien zurückkauft auch diese vernichtet oder schlichtweg nur einlagert?
    Aurelius ist echt spannend muss ich sagen, man lernt etwas hautnah.
    Und wie hoch wäre deiner Meinung nach die Möglichkeit das mit den Aktienrückkäufe in Wirklichkeit die Aktien der
    Vorstände aufgekauft werden?
    Darüber steht auch eine Menge im Buch intelligent investieren, wo Aktienrückkäufe zwar als Investition begrüßt werden, doch nur solange diese auch zum fairen Wert bzw unterm Wert geschieht. Und nicht wie Mercedes damals Aktien für Mrd zurückkaufen nur um diese später zum Bruchteil in den 2009 Jahren mit Kapitalerhöhungen rauswerfen und damit Unternehmensvalue zu zerstören.

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    1. Eigene zurückgekaufte Aktien verbleiben einfach im Bestand des Unternehmens. Bis sie konkret verwendet werden. Also z.B. für ein Mitarbeiter-Optionsprogramm, oder sie werden institutionellen Anlegern verkauft oder sie werden eingezogen. Nur in diesem letzten Fall verschwinden sie und werden vernichtet. In allen anderen Fällen werden sie so behandelt, als wären sie nicht existent, solange sie im Besitz des Unternehmens sind. Werden sie hingegen wieder in Umlauf gebracht, "leben sie wieder auf" und sind wieder ganz normale Aktien. Wenn ein Unternehmen eigene zurückgekaufte Aktien verwendet, wozu auch immer, muss es das den Aktionären/dem Kapitalmarkt mitteilen.

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  37. Hallo Michael,
    hast du eigentlich noch die CLERE AG im Blick?
    Über deine Einschätzung würde ich mich freuen.

    Mfg

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    1. Cleres Buchwert sollte bei etwa 24 Euro liegen, die Aktie notiert meilenweit darunter. Nun beginnt man endlich, sich wieder ein operatives Geschäft zu geben; beim Zukauf sagte man ja auch schon, dass man weitere Zukäufe direkt im Fokus habe. Das ist positiv zu werten und lässt die Hoffnung zu, dass das Geld nicht mehr nur sinnlos auf dem Konto vor sich hinschimmelt. Andererseits wurden keine Details zu den bisherigen Transaktionen genannt, daher kann man kaum valide darüber sinnieren, ob Clere sich hier interessante Objekte angelacht hat, oder eher nicht. Clere ist jetzt zumindest wieder ein Kandidat für die Watchist.

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  38. Lieber Michael,
    Dein Blog ist wirklich grossartig! Herzlichen Dank für Deine kompetenten und interessanten Beiträge.

    Ich habe in meinem Depot drei Positionen, mit denen ich bislang sehr gut gefahren bin und die, soweit ich weiß, noch keine Erwähnung bei Dir gefunden haben. Es handelt sich um Adesso, KPS und die JDC Group.
    Über Deine Einschäzung zu diesen Unternehmen würde ich mich freuen.

    Weiter so!
    Beste Grüße,
    Georg

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    1. Adesso und KPS sind gut geführte und gut laufende Softwarefirmen, die man bei Kursrücksetzern immer mal wieder einsammeln kann. Mehr kann ich allerdings nicht zu ihnen sagen, da ich beim Thema Software nicht wirklich gut zuhause bin.

      Die JDC Group (ehemals Aragon) habe ich im Depot. Ist ein FinTech-Unternehmen, das sich auf Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten fokussiert. Dabei geht es zwar in gewisser Weise auch um Software und Apps, allerdings erwirbt JDC auch Maklerbestände, an denen man dann die stetigen Provisionseinnahmen verdient und die in die bestehenden App-Lösungen eingebunden werden. Das Unternehmen befindet sich auf einem guten Kurs und ich könnte mir vorstellen, dass man die Erwartungen in diesem mehr als erfüllen wird. Die Aktie dürfte daher noch Potenzial haben.

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    2. KPS halte ich aktuell für überteuert. Das "klassische" Beratungsgeschäft dürfte langfristig immer härter werden, diesbezüglich halte ich die Firma für nicht optimal aufgestellt. Ich glaube nicht, dass die Wertsteigerung weiter so anhält (zumindest nicht basierend auf Geschäftszahlen). In dem Markt könnten bald kleine agile Firmen den Markt neu aufrollen, die auf hochgradige Automatisierung setzen.

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    3. Einerseits gebe ich Dir recht, andererseits expandiert das Unternehmen im Ausland und es werden in den nächsten Jahren insbesondere in den USA deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen erwartet.

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    4. Das Beratungsgeschäft automatisieren? Wie soll das gehen?

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    5. Nun ja, Beratung als solches ist nicht automatisierbar, aber in Bereichen der Umsetzung und Unterstützung dieser Arbeit gibt es gewaltiges Potential -- bedeutet aber ein gewaltiges Umdenken in Prozessen und Strukturen. Durch die Expansion der KPS (oft durch Firmenzukäufe) dürfte sich aber ein solcher Prozess als äußerst schwierig herausstellen. Alte Lösungen und Überzeugungen treffen auf Neue da wird bestimmt viel Reibung erzeugt. Dazu kommt noch die SAP die die letzten Jahre extrem zugelegt hat ihre Verstaubte Software zu modernisieren (auch durch Konkurrenzdruck). Kurzum die IT Lösungen werden (generell) immer kurzlebiger und Beratungshäuser müssen immer schneller werden und sich neues Aneignen, wer das verschläft wird langfristig verschwinden.

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  39. Hallo Michael,
    wie siehst du gerade den Kursverfall der Deutschen Forfait (aufgrund der höheren Abschreibungen für und damit einhergehenden Rückzahlungen?)?
    Ist das deiner Meinung nach gerade ein Nachkaufkurs oder würdest du die kürzliche Meldung als einen Hinweis werten, dass das Management etwas blauäugig Aufträge annimmt?
    Viele Grüße Andreas

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    1. Das Restrukturierungsportfolio stammt aus den tagen vor der Insolvenz. Aus diesem werden die Alt-Gläubiger befriedigt. Der Nachschussanteil der DF ist bei 0,8 Mio. Euro gedeckelt - die werden nun komplett anfallen und sind im GJ 2016 (2. Rumpfjahr) vollständig als Rückstellung erfasst. Daran sollte es nicht liegen. Ich glaube, es herrscht Unsicherheit bzgl. der US-Iran-Politik vor und natürlich wegen des Gesundheitszustands des CEO und Großaktionärs. Hier gibt es neue keine neuen Nachrichten, er ist aber ja die treibende Kraft hinter der Wiederauferstehung. Solange hier keine News kommen, wird die Aktie unter Druck bleiben.

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  40. Servus Michael,

    erstmal Komplimnet für deinen Blog finde ich wirklich super. Ich bin total begeistert von MBB und auch Aumann, nur sind die Kurse schon sehr hoch. Sollte ich da noch auf Rücksetzer warten, oder meinst du kann man jetzt auch eisteigen?

    Danke und schöne Grüße
    Helmut

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    1. Aumann ist für mich aktuell erstmal eine Halteposition bei 60 Euro ist viel Phantasie im Kurs eingepreist, die müssen die Erwartungen jetzt auch erfüllen. Bei MBB ist auch bei 85 Euro langfristig interessant, da man sie unterhalb der fairen Bewertung kaufen kann. Delignit und Aumann sind börsennotiert und nimmt man deren Aktienkurse und den MBB-Anteil, kommt man auf ca. 450 Mio. Euro. Die überwiegend Portfolio-Gesellschaften setzt MBB mit rund 82 Mio. Euro an. Hinzu kommen etwa 170 Mio. Euro Netto-Cash in der MBB-Holding (also inkl. der Töchter). Dieser Wert ist in Summe also rund 702 Mio. Euro und die MBB-Börsennotierung liegt bei gut 577 Mio. Euro, also 125 Mio. Euro niedriger. Macht einen Discount von 21,5%. Im Umkehrschluss dürfte die MBB-Aktie also aktuell auch 103 Euro kosten, ohne dass man mehr als das Netto-Cash und die Vermögenswerte zahlen würde. Dazu kommen die guten Aussichten, dass MBB mit den 170 Mio. Euro wieder sehr gute Investments tätigen wird (wie bei der Claas Fertigungstechnik und der Aumann-Gruppe, die ja in der heutigen Aumann AG gebündelt sind). Damit hat MBB sein Geld/Wert verzigfacht. Hier warten wir auf den nächsten Coup, der dürfte nun aber sehr viel größer ausfallen, da MBB viel mehr Geld zur Verfügung hat. MBB ist also weiterhin eine meiner größten Depotpositionen.

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  41. Zur deutschen Forfait:
    ich habe da gerade angerufen, weil ich wissen wollte, wann denn der neue Geschäftsbericht eingestellt werden würde, und ehrlich gesagt hat mich das Gespräch etwas unbefriedigt gelassen. Der Geschäftsbericht wird nur bis zum 31.12 gehen, und um etwas über das laufende Jahr zu erfahren, wird man bis zum 31.8. (!) warten müssen, denn durch den Wechsel in den General Standard sind nur noch halbjährliche Berichte erforderlich, und mehr will die DF auch nicht leisten. Ich halte das für eine schlechte Informationspolitik in der herrschenden Situation und habe das auch gesagt. Man erfährt gar nicht, was die DF denn zur Zeit für Geschäfte macht, und ob sie welche macht. Man sagte mir, Shahab Manzouri sei wohl auf dem Weg der Besserung und man erwarte, dass er sich in den nächsten Tagen melden würde. Als ich aber weiteres über gegenwärtige Aktivitäten in Erfahrung bringen wollte, sagte man mir, da könne man aus Gründen der Gleichbehandlung der Investoren nichts dazu sagen. Ich erwiderte, dass schließlich jeder anrufen könne, dazu sei der Investoren-Kontakt doch wohl da, und dass ich es schade fände, als Investor - und damit schließlich auch Eigentümer - einfach so im Dunkeln gelassen zu werden. Ich erwähnte, dass ich mir überlege, Aktien nachzukaufen, dass mich aber diese Informationspolitik eher entmutige.

    Ich dachte, ich stelle den Inhalt des Gespräches hier mal zur Diskussion und höre, was andere dazu meinen.

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    1. Der DF geht es aktuell um einen Neustart und um Kosteneffizienz. Da steht Kapitalmarktkommunikation nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Das hatte man auch in den vorherigen Meldungen so kommuniziert, insofern bestätigt Deine Mitteilung hier die Lage. Vielen Dank dafür. Hauptaugenmerk bleibt für mich der Gesundheitszustand des CEO und Großaktionärs und die USA-Iran-Lage. Dazu wissen wir noch nichts Neues und müssen abwarten.

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    2. Im großen und ganzen stimme ich Dir zu und hoffe auch, dass Du recht hast. Ich hätte mir aber bei einem Anruf eine etwas freimütigere Kommunikation gewünscht, was derzeitige Geschäfte angeht.
      Was die USA-Iran-Beziehung angeht: Ich glaube, dass Trump da die gleiche Großmäuligkeit und Inkompetenz zeigt und zeigen wird wie überall. Die Gefahr ist immer, dass er einen schnellen Schlag anordnet, weil er das eben kann ohne dass ihm ein Gericht oder die politische Struktur einen Strich durch die Rechnung macht, und ihm das einen schnellen Publizitäts-Erfolg einbringen kann. Doch im Augenblick steht da Nordkorea oben auf der Liste. Handels-Sanktionen lassen sich unilateral wohl schwerer durchsetzen als ein Raketen-Angriff.
      Dennoch, was den Iran angeht, scheint da zur Zeit noch viel in Wartestellung und das Geschäft noch nicht richtig losgegangen zu sein. Ich wüsste nur gern, ob da schon irgendwas passiert ist und die eine oder andere Forfaitierungstransaktion stattgefunden hat oder anvisiert ist...

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  42. Ich habe noch eine Frage zu MPC Münchmeyer Petersen Capital AG: ich habe gesehen, Du empfiehlst sie zum Kauf und hast im März geschrieben, Kurse um 6€ seien günstig ("kann man nicht viel verkehrt machen"). Die Aktie steht ja immer noch ungefähr da, und ich überlege mir, ob sich ein Investment lohnen könnte. Aber das KBV ist über 2 - das mag ja bei einer Asset Management Firma nicht so aussagekräftig sein, doch meiner Kalkulation nach liegt der NAV auch bei etwa 4.
    Ich habe übrigens auch gesehen, dass die Firma in eine Schiffs-Investmentgesellschaft mit kleineren Containerschiffen investiert hat unter der Maßgabe, dass die Frachtraten wieder steigen. Auch andere Gesellschaften (wie Seaspan) sehen da ja vorsichtige Zeichen einer Erholung, doch ich frage mich, ob da nicht immer noch erhebliche Risiken liegen.
    Daher meine Frage: was genau bringt Dich zu der Einschätzung, dass die Aktie zur Zeit günstig ist /was bringt Dich zu einer Kaufempfehlung?

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    1. Moin Lukas, aber genau das habe ich ja in den ausführlichen Artikeln zu MPC Capital, aber auch Lloyd Fonds und Ernst Russ beschrieben. Ich möchte Dich bitten, das dort nachzulesen (siehe auch die TAGs am Ende der Seite in der Fußzeile). Das hier alles zu wiederholen würden den Rahmen eines Kommentars ziemlich sprengen.

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  43. Hallo Michael,

    Genworth Cap.: Wie siehst Du die aktuelle Spekulation einzelner Analysten auf eine Neuverhandlung der Übernahme und somit eines deutlichen Absinkens des Übernahmepreises auf unter 4 US$?
    Freue mich auf Deine Einschätzung.
    Herzlich
    Thomas

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    1. Genworth und Oceanwide haben einen Fusionsvertrag geschlossen mit einem festen Preis. Dieser Vertrag ist Grundlage der Genehmigungsersuchen bei den ganzen Behörden und er ist von den GNW-Aktionären gebilligt worden. Wollte eine der beiden Seiten den Vertrag/die Modalitäten ändern, müsste der ganze Prozess auf Null zurückgesetzt werden. Ich sehe also wenig/keinen Spielraum für derartige Spekulationen.

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  44. Moin Michael,
    Zunächst erstmal ein großes Dankeschön für deinen tollen Blog, schaue fast täglich vorbei.
    Heliad Eq.Partn. Hast du die schon mal angeschaut? Über eine kurze Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

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    1. Heliad gehört zum Dunstkreis von Bernd Förtsch und da mache ich generell einen Bogen drum, denn seine Interessen sind nicht unbedingt immer deckungsgleich mit denen seiner Mitaktionäre (man bemühe Google und mache sich selbst ein Bild). Auch das ist wohl ein Grund für die optisch zurückhaltende Bewertung von Heliad.

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  45. Wie siehst du Novo-Nordisk nach den aktuellen Zahlen?Wie siehst du den gesamten Pharma-Bereich (z.B. Novartis, Gilead,Paul Hartmann)? M.E. sind die Werte aufgrund der Trumpdiskussionen günstig bewertet und bei einem längeren Anlagehorizont kaufenswert.

    Welche Branchen sollten deiner Meinung nach eher übergewichtet werden? Welche untergewichtet?

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    1. Der gesamte Pharmabereich ist unter Druck, weil die USA ein sehr großer und wichtiger Markt sind und dort (noch) fett verdient wird. Das will - und wird - Trump ändern. Und auch in anderen Ländern sind die hohen Medikamentenpreise für neue Produkte ständig in der Kritik. Die Diskussion hierüber will ich jetzt gar nicht aufmachen, da mir bewusst ist, dass zwischen erster Analyse eines möglichen Wirkstoffs und Zulassung als Medikament mehr als 10 Jahre vergehen und Kosten von mehr als 1 Milliarde Dollar anfallen. Und dieses eine Präparat muss natürlich die vielen anderen, die auf der Strecke geblieben sind, aber dennoch horrende Kosten verursacht haben, mitfinanzieren.

      Tatsache aber ist, dass die Preise hoch und die Kritik laut ist. Es wäre daher populär, dagegen vorzugehen. (Auch) daher wird Trump das tun. Das Killen von Obamacare wird die Pharmabranche darüber hinaus Umsätze kosten.

      Zu den genannten Unternehmen: Paul Hartmann ist langweilig und solange dort die Großaktionäre das Sagen haben, wird sich an der bescheidenden Rendite nicht viel ändern. Hier dürften langfristig allerdings einige Potenziale zu heben sein, auch beim Kurs.

      Novo Nordisk und Gilead sehe ich momentan nicht als Schnäppchen an, denn sie leiden nicht zuerst unter der Branchenunsicherheit, sondern darunter, dass sie in ihrem Markt dominiert haben und ihre Produkte nun von der Konkurrenz abgehängt werden. Ihr Burggraben ist versandet und das bringt Belastungen für Umsätze und vor allem Gewinne mit sich. Solange sich hier nicht neue Burggraben-Medikamente etablieren, sind Aktienkäufe bei den beiden eher dem Prinzip Hoffnung geschuldet und weniger kalkulierte Investments. So verlockend die aktuellen Kurse im Vergleich zu den früheren Höchstständen auch aussehen mögen...

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  46. Hallo Michael!
    Ich nehme Dein Angebot Fragen zu stellen jetzt mal dankend an. Meine Frage(n) beziehen sich auf Gratisaktien (z.B. Patrizia).
    1.Warum wird dadurch nicht schlicht der Aktienbestand verwässert?
    2.Muss ich auf den Wert der Gratisaktien Abgeltungssteuer zahlen?
    3.Wie rechnet sich das für die Firma - wie ist da der Kapitalfluss?

    Ich freu mich schon auf die bestimmt wieder kurze wie verständliche Erklärung!
    LG,Jörgen.

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    1. Doch, der Aktienbestand wird verwässert. Der Gewinn fließt nicht (in Form der Dividende) aus dem Unternehmen ab, aber er verteilt sich auf eine größere Anzahl an Aktien. Gratisaktien 1:10 bedeuten letztlich eine Dividende von 10% - inkl. Steuerstundung. Denn die Gratisaktien erhält man ohne Steuerabzug - allerdings wird der Einstandskurs, zu dem man seinen Aktienbestand ursprünglich mal gekauft hatte, entsprechend heruntergesetzt, so dass man beim Verkauf dann einen größeren Kursgewinn versteuern muss.

      Für die Gesellschaft ist es eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Sie erzielt Gewinn, der in die Gewinnrücklage fließt. Und diese wird in Grundkapital (Aktien) umgewandelt. Die Aktien werden an die Aktionäre ausgegeben.

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    2. Teil 1 verstanden! Teil 2 noch nicht, weil: Beispiel Patrizia gibt damit ja einen Riesnebatzen Geld aus der Hand, gehören tut das dann den Aktionären. Aber gehe ich recht in der Annahme (und es sollte ja auch für Patrizia Sinn ergeben) dass das Geld nicht verschwunden ist, nur den Besitzer gewechselt hat, also immer noch da und dieses erhöhte Eigenkapital nutzt Patrizia, um für dessen neue Besitzer weiteres Wachstum zu generieren?
      Anders ausgedrückt: Ja, wir haben guten Gewinn erwirtschaftet, ihr bekommt 10% Dividende, die ihr aber gleich wieder bei uns anlegt! Und der Finanzminister bekommt (erstmal) nix!
      Hab ich es?
      LG, Jörgen.

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    3. Genau. Bei einer Bardividende fließt das Geld aus dem Unternehmen ab. Bei der" "Aktiendividende" bleibt das Geld im Unternehmen; es erhöht nun allerdings nicht den Wert je Aktie, sondern man erhält zusätzliche Aktien. Im Grunde ist es so, als würde das Unternehmen die gewinne einbehalten; die steigern dann ja auch den Werte je Aktie (und damit theoretisch auch den Kurs). Im Depot des Anlegers wirkt sich die Aktiendividende jedoch "doppelt" aus: einerseits hat er statt 10 Aktien dann 11 und der Kaufkurs seiner Aktien wird auch noch entsprechend reduziert, so dass die 11 Aktien auch noch mehr im Plus liegen. Und der Finanzmister bekommt seinen Anteil erst beim Verkauf der Aktien (es sei denn, zu diesem späteren Zeitpunkt gelten andere Steuergesetze; vielleicht muss man ja künftig Aktienkursgewinne nicht mehr oder niedriger versteuern?).

      Der Vorteil der Aktiendividende ggü. einer Nichtausschüttung ist einfach, dass der Aktionär das Gefühl hat, am Gewinn beteiligt zu sein und nicht nur auf Kursgewinne setzen zu müssen. Dem Unternehmen steht das Geld jedoch weiterhin für seine Geschäfte zur Verfügung. Eine Kapitalerhöhung ist also nicht bzw. seltener nötig, um weiteres Wachstum zu generieren.

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  47. Hallo Michael,

    weißt du warum momentan die Deutsche Rohstoff AG über 6% miese macht?

    Mfg

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    1. Ich nehme an, es hängt mit dem Ausblick für 2017 zusammen, den die DRAG gestern abgab. Der ist unter den Erwartungen der Anleger, denke ich. Allerdings sieht er auf den zweiten Blick eher "einfach sehr konservativ" aus. Nachdem in 2016 im Öl-Bereich einige Projekte etwas länger dauerten als geplant, hatte man hier ja negative Effekte. Die waren an der Börse nicht so gut angekommen. CEO Dr. Gutschlag hat nun für 2017 ebenfalls länger Projektzeiten angesetzt, was dazu führt, dass eine Reihe von neuen Bohrungen in 2017 erfolgen, die Produktion allerdings erst für 2018 ff. angenommen wird. Bedeutet: die Kosten für die Bohrungen (und die sind ja mit knapp 90% Anteil das teuerste an der Sache) fallen in 2017 an, die Erträge aber noch nicht. Sollte man dann aber doch nach den früheren Zeitplänen vorankommen, also ohne Verzögerungen, würden doch schon in 2017 Einnahmen generiert werden. Die DRAG plant hier aus meiner Sicht also sehr konservativ, um auf keinen Fall am Jahresende wieder ein ggü. der Planung knapp verpasstes Ergebnis präsentieren zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die DRAG die Prognosen in 2017 übertrifft, ist ziemlich hoch. Es könnte daher gut sein, dass diese im Jahresverlauf angehoben werden (müssen).

      Mein Investmentcase ist weiter völlig "in line", nur der Kurs macht (noch) nicht mit. Bei unter 20 Euro habe ich mir heute noch ein paar weitere DRAG-Aktien ins Depot gelegt.

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  48. Hallo Michael,

    zunächst einmal vielen Dank für deine ausführlichen und stets logisch aufgebauten Überlegungen zu einzelnen Werten! Du machst hier eine top Arbeit, danke dir!

    Seit nunmehr knapp eineinhalb Jahren bin ich dabei, mein Depot aufzubauen. Da ich den Markt wie wohl die meisten derzeit als relativ hoch bewertet empfinde, bin ich bisher allerdings nur zu knapp 30% investiert.

    Seit langer Zeit liebäugel ich bereits mit NVIDIA. Die Sektoren AR/VR sowie Deep Learning werden auch weiterhin rasante Wachstumsraten an den Tag legen und NVIDIA ist was Hardware hierfür angeht sehr gut aufgestellt. Bei derartigen Erwartungen erscheint die hohe Bewertung des Unternehmens als logisch. Und hierauf bezieht sich auch meine Frage an dich: Ab wann ist ein solches Unternehmen mit einem offensichtlichen Burggraben zu teuer, bzw: wo ziehst du die Preisgrenze eines "Quality Investments"?

    Heute Abend nach Börsenschluss wird NVIDIA die Quartalszahlen vorlegen. Ich werde wohl auf Nummer Sicher gehen und zunächst die Zahlen abwarten, bevor ich etwas unternehme...

    Viele Grüße
    Christopher

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    1. Unternehmen mit einem tiefen ökonomischen Burggraben sind krisenfester und haben die besseren Wachstumsaussichten auf lange Sicht. Weil der Burggraben auch dazu führt, dass sie die Preissetzungsmacht haben bzw. ausüben können. Aus diesem Grund sind höhere Preise für die Aktien gerechtfertigt. Aber eben auch nicht jeder Preis. Ein starre Regel, ab wann ein Quality Investment noch rentabel ist, gibt es nicht. Man kann hier eine relative Bewertung zugrunde legen, also schauen, wie das KGV der letzten 10 Jahre durchschnittlich lag und mit dem aktuellen vergleichen. oder Peergroup-Vergleiche anstellen. Weil es bzgl. des künftigen Wachstums natürlich auch auf die Branche ankommt, in der das Unternehmen tätig ist. Ein Wachstumsunternehmen mit Umsatzsteigerungen von 20% pro Jahr (und im Idealfall mindestens eben solchen Gewinnsteigerungen) kann man eine höhere Bewertung zubilligen, als einer Firma mit 3% Wachstum.

      Zu NVIDIA kann ich allerdings nichts sagen. Chips sind wichtig, Chips werden immer mehr gebraucht. Aber es ist auch ein zyklischer Markt und ich habe zu wenig technisches Verständnis dafür, welcher Hersteller welche Chips anbietet und was hier der Vorteil ggü. der Konkurrenz ist. Und ob der so bleibt. In dieser Branche bin ich Null zuhause.

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  49. Ich habe erst jetzt recht bemerkt, dass ja gar keine russischen Werte erwähnt sind, würde mich interessieren warum?
    Vielleicht Russlandphopie ;D

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    1. Unkalkulierbare politische Lage, kein wirklicher Rechtsstaat, sondern willkürliche Verhaftungen und Enteignungen, überbordende Korruption und Kriminalität, EU- und US-Sanktionen gegen das Land, unkalkulierbare Währungssituation, wirtschaftliches Siechtum, völlig einseitige Abhängigkeit von Öl und Gas - wozu sollte man dort investieren?

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    2. Wenn sich alle Experten einig sind…
      Genau aus diesem Grund! Weil es keiner machen möchte.

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    3. Ne ne, was ich aufgeführt habe, sind keine Meinungen, sondern die Faktenlage. Die kann man ignorieren, aber dann bleibt eigentlich nur das Prinzip Hoffnung, dass es schon irgendwie gut gehen werde. Das ist aber nicht mein Verständnis von Investieren. Dabei geht es nicht um Hoffnungen, sondern Wahrscheinlichkeiten.

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  50. Hallo Michael,

    Erstmal vielen dank für die viele Arbeit in dem Blog und die vielen erfolgreichen Ideen ;)

    Mal eine etwas andere Frage: Ich habe mal irgendwo gelesen, dass du dein Portfolio über eine GmbH hälst. Warum ist das so und worin siehst du die Vorteile im Vergleich "normalen" halten der Aktien ohne Gesellschaft dazwischen. Würdest du es anderen Anlegern/Investoren ebenfalls empfehlen?

    MfG Phil

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    1. Würde ich nicht als Muster für andere empfehlen; bei mir bot sich halt eine Gelegenheit, so dass ich die GmbH zu meiner privaten Vermögensverwaltung gemacht habe (mit etwas ergänzendem operativen Geschäft). Ich war halt an einer GmbH beteiligt, aus der ich dann meinen Geschäftspartner herausgekauft habe. Die GmbH verfügte über einen netten Verlustvortrag und ich habe weitere geschäftliche Aktivitäten in die GmbH eingebracht, so dass der Kostenaufwand gedeckt ist (Steuerberater muss Jahresabschluss erstellen usw.). Ansonsten habe ich dann meinen Wertpapierbestand als Sacheinlage eingebracht und das ist alles. Vorteil ist (noch), dass ich Kursgewinne nicht versteuern muss (wird pauschal mit 5% abgegolten), während Dividenden, Zinsen etc. der Abschlagssteuer unterliegen wie bei Privatpersonen.

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  51. Hallo Michael! Vielleicht hättest du eine kleine Einschätzung zu genworth financial? Wenn du davon ausgeht, dass die einzelnen Teile des Unternehmens mehr wert sind als das Übernahmeangebot hergibt, warum schätzt du die Aktie aktuell nur noch als halteposition ein? Grüße

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    1. "Halten" bedeutet, dass meine kurzfristige Einschätzung ist, dass sich die Aktie nicht besser als der Markt entwickeln wird. Und bei Genworth Financial sehe ich momentan keine Kurstrigger, die eine Outperformance erwarten ließen. Die Genehmigung lässt auf sich warten und man hat einen neuen Antrag gestellt, um mehr Zeit zu haben. Es gab aber keine Begründung, weshalb man mehr Zeit benötigt. Also kann es auch zu weiteren Verzögerungen kommen.

      Daher habe ich zuletzt lieber bei Corning, Corestate und Deutsche Beteiligung zugekauft und die jeweils knapp 5% Kursrücksetzer bei MBB, Deutsche Rohstoff, Technotrans und Vectron zum Aufstocken ausgenutzt.

      Da ist mein Geld aus den Verkäufen bei WCM und Bavaria Industries hingeflossen.

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  52. hallo Michael was kannst du eigentlich über
    QSC AG und Polytec AG sagen würde es sich lohen noch da zu investieren ?

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    1. Zu QSC habe ich keine Einschätzung. Polytec habe ich im Depot und sehe weiteres Potenzial. Trotz des Kursanstiegs ist der Wert noch moderat bewertet und wenn die Auftragseingänge weiterhin so positiv bleiben, dürfte es ein neues Rekordjahr werden. IFCO und Tesla/E-Mobilität sorgen hier für Phantasie.

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    2. Hallo Michael,
      du hast dich schon häufig sehr lobend über Polytec geäußert. Gibt es einen Grund warum du sie nie auf deiner Empfehlungsliste hast? Danke.
      Viele Grüße, Basti

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    3. Nein, ich bin bisher einfach nicht dazu gekommen über Polytec zu schreiben.

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  53. Hallo Michael,

    hast du eine Einschätzung darüber, warum Automobilhersteller (Porsche, Toyota, Nissan, ...) gerade derart "günstig" sind? Teilweise KBV < 1 und KGV <10... Gerade Porsche scheint mir derzeit ein guter Investment Case zu sein. Was übersehe ich?

    Wie immer vielen Dank für deine Einschätzung und deine klasse Arbeit hier!

    Viele Grüße
    Christopher

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    1. Automobilhersteller sind nicht mein Fokus: zu Kapitalintensiv und aufgrund der E-Mobilität und des Dieselskandals ist auch nicht absehbar, wer sich da langfristig durchsetzt. Auch der Trend hin zum autonomen Fahren ist für mich kaum abschätzbar in den Auswirkungen, daher lasse ich die Finger davon. Ich würde (fast) sagen, dass die so optisch "günstig" bewertet werden, hat auch seinen Grund...

      -> Interessanter Artikel dazu auch heute bei Motley Fool.

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  54. Wer versteht Warren Buffett wirklich ?


    Einer der wesentlichen Aussagen von Warren Buffett beinhaltet das VERSTEHEN des Unternehmens (der Aktie). Dazu sollte man die Produkte beurteilen können, die die Umsätze und Gewinne erwirtschaften und überhaupt das gesamte Unternehmen ausmachen.

    Jeder kann daher in einem ersten Schritt lediglich in Unternehmen investieren, die grundlegende Konsumgüter produzieren, auf die Menschen nicht verzichten können oder wollen. Dazu zählen Getränke, Nahrungsmittel, Alkohol, Zigaretten sowie Körperpflege- und Haushaltsartikel wie zum Beispiel Waschmittel.

    Dabei stößt man auf renditestarke Unternehmen mit einfachem Geschäftsmodell, stabil steigenden Dividenden, starken Marken und dauerhaften Wettbewerbsvorteilen. Starke Marken sind u.a. Fanta, Colgate, Jack Daniel's, Ramazotti, Pepsi, Marlboro, Beck's, Nivea, L'Oreal, Knorr, Colgate, Milka, Kellogg's und Lindt. Da die Produkte dieser Unternehmen - verstärkt durch ihre Markenpower - immer nachgefragt werden, ist die Gewinnsituation relativ unabhängig von der konjunkturellen Lage und damit auch weniger anfällig für heftige Aktienkursschwankungen.

    Hinzu kommen hervorragende bilanzielle Kennzahlen, insbesondere eine hohe Umsatz- und Eigenkapitalrendite. Diese Unternehmen sind gekennzeichnet durch eine kontinuierliche Steigerung von Umsätzen und Gewinnen. Der Anleger profitiert dann letztlich von höheren Aktienkursen und Dividenden.

    Um in weitere Unternehmen investieren zu können Bedarf es dann schon gesonderter Kenntnisse. Wer beispielsweise in Fluggesellschaften, Banken oder Versicherungen sein Geld über Aktien anlegen will - und Warren Buffett’s Berkshire Hathaway macht den Großteil seiner Umsätze mit Versicherungen – der muss wissen womit genau diese Bank oder Versicherung seine Gewinne erwirtschaftet. Und Warren Buffett investiert in zahllose weitere Branchen….

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  55. Wie sieht Deine gegenwaertige Einschaetzung von Deutsche Rohstoff aus? Ich lese, Du hast vor in paar Tagen nachgekauft und sehe, dass der Kurs gerade gefallen ist - glaubst Du, das war aufgrund der Herabstufung von BB+ auf BB von Creditreform? Oder aufgrund der Furcht vor einem fallenden Oelpreis? Ich habe andererseits eine Analyse von Edison Research gelesen, in der gesagt wurde, dass DRAG mit einem "discount" gehandelt wuerde. Der erste Quartalsbericht sieht fuer mich eigentlich gut aus. Wie siehst Du die Lage?

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    1. Der Markt glaubt "die Story" bei der DRAG noch nicht wirklich. Der Kurs hängt vor allem am Ölpreis und wenn es dort Unsicherheiten gibt, nagt das auch an der DRAG.

      Die Gewinnwarnung für 2016 sitzt vielen Anlegern wohl noch in den Knochen. Denn ein Teil ging auch auf Abwertungen der Mining-Beteiligungen zurück. Und die stehen ja noch mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag in den Büchern und hier könnte weiterer Abwertungsbedarf lauern, da sich die Rohstoffpreise ja noch nicht wirklich erholt haben. Vielleicht fürchtet der Markt sich vor einer weiteren negativen Überraschung?

      Was das Öl-Business angeht, läuft alles rund und die drei DRAG-Töchter "liefern". Das konnte man an den Zahlen zum ersten Quartal bereits erkennen und ich denke, die Halbjahreszahlen werden dies verstetigen. Ich halte die DRAG auch für zu günstig bewertet; Edison nannte sie "verglichen mit der Peergroup" zu günstig. Also andere Öl-Explorer werden mit deutlich höheren Gewinnmultiples an der Börse bewertet. Heißt für mich, die DRAG ist absolut und relativ zu günstig. Was für Kurssteigerungen spricht. Nur wann... das bleibt abzuwarten. Irgendwann kann der Markt die Erfolge nicht mehr ignorieren - sofern die DRAG weiter so erfolgreich unterwegs ist im US-Öl-Business.

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  56. Hallo Michael,
    Nicht zuletzt angeregt Durch Deine Empfehlungen wächst und wächst der Anteil von deutschen Beteiligungsgesellschaften an meinem Portfolio immer weiter. Hintergedanke ist das Gesamtportfolio durch deutsche Mittelstandsunternehmen, optimalerweise Hidden Champions zu ergänzen. Die Werte liefen ja nun schon länger sehr gut, leider bin ich erst dieses Jahr eingestiegen. Die Frage ist nun, inwieweit alle gleichzeitig von Marktentwicklungen negativ betroffen werden könnten und somit ein Klumpenrisiko darstellten. Ich denke da an Zinsentwicklung, Marktpreise für Unternehmen etc. Wie siehst Du das?

    Danke für Dein begeisterndes Blog,
    MichaelB

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    1. Ich hatte Ende März einen umfangreichen Artikel zu genau dem Thema verfasst: "Zinsen, Inflation: Die weiteren Aussichten für Asset-Manager".

      Sollte es zu einem Börseneinbruch kommen, würde sich das natürlich auch auf die Beteiligungsgesellschaften auswirken. Einerseits könnten sie bestehende Beteiligungen nicht mehr ganz so teuer verkaufen, andererseits könnten sie neue Beteiligungen wohl wieder preiswerter einkaufen. Die Frage ist halt auch, wie nachhaltig ein Börseneinbruch wäre. Bisher wurden die Abschläge ja immer innerhalb weniger Wochen wieder aufgeholt - auch wegen der mangelnden Anlagealternative aufgrund der niedrigen Zinsen.

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  57. Hallo Michael,

    habe heut einen Artikel (Motley Fool (D)) geslesen dabei ist mir dieses Untermehmen ins Auge gestochen: Investor AB (WKN:855904) Ich habe die Unternehmensseite überflogen und es ließt sich wie eine Mischung zw. Berkshire Hathaway und einer "internationalen Deutsche Beteiligungs AG". Hast du, als "Beteiligungskiebhaber", dieses Unternehmen schon deinem Radar (gehabt)? Falls ja, ach eine Einschätzung?

    beste Grüße Hans-Jürgen

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    1. Investor AB halte ich grundsätzlich für interessant, habe sie auch mal auf dem Schirm gehabt. Da ich allerdings meine Aktien seit einigen Jahren in einer GmbH halte, sind ausländische Aktien für mich deutlich weniger interessant geworden, weil sich hier mitunter erhebliche Steuerprobleme auftun können, gerade bei Dividendenzahlungen und damit zusammenhängenden Steuerrückerstattungen. Da ich in Deutschland und den USA noch immer genügend interessante Unternehmen finde, fokussiere ich mich auf diese.

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  58. Hallo Hans-Jürgen, hallo Michael,

    ich bin bei Investor AB investiert. Habe die erste Dividende jüngst bekommen und beschäftige mich gerade mit der schwedischen Ausschüttungssteuer. Ich kann Investor nur empfehlen. Bin durch Artikel im Valuetrade Blog aufmerksam geworden.

    VG Holger

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    1. Hallo Holger,

      es gibt ein 2 seitiges Formular zum ausfüllen, welches man an das schwedische Finanzamt schicken muß, um die zu viel gezahlte Quellensteuer erstattet zu bekommen. Dies kann rückwirkend bis zu 5 Jahre geschehen (wenn ich mich recht erinnere). Und es sollte eine Bescheiningung von deinem Finanzamt beiliegen, die bestätigt, dass du in Deutschland wohnhaft bist und hier deine Steuern zahlst.

      Link:

      http://www.steuerliches-info-center.de/DE/AufgabenDesBZSt/AuslaendischeFormulare/Quellensteuer/Downloads_und_Links/084_Schweden_SKV_3740.pdf?__blob=publicationFile

      beste Grüße Hans-Jürgen

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  59. Hallo Michael,
    wie siehst du aktuell die Lage bei Ernst Russ?
    Bin am überlegen mir paar Aktien ins Depot zu legen, sollte ich erst die Jahreshauptversammlung in 2 Wochen abwarten?

    MfG

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    1. Ernst Russ halte ich weiterhin für aussichtsreich und auf Turnaroundkurs. Die Erholung der Frachtraten wird auch Ernst Russ weiter Auftrieb verschaffen. Zum Timing kann ich keinen guten Rat geben. Interessant dürfte sein, ob auf der HV etwas zum Einstieg bei Marenave erläutert wird und wie sich das aus Sicht von ER entwickeln wird.

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  60. Hi Michael,

    tolle Seite!!
    Du hast vor einiger Zeit Fairfax mit aufgenommen. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein? Alle Börsen steigen und Fairfax fällt auch in USD. Wo siehst du die Ursachen dafür und würdest du aus heutiger Sicht die Aktie weiter empfehlen?

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    1. Mit Fairfax Financial habe ich wohl kein gutes Timing-Händchen bewiesen. Kanada leidet unter Trumps-Abschottungspolitik, wie z.B. Strafzöllen auf kanadisches Holz. Und man sieht sich einer Häusermarktblase gegenüber, die vermutlich nicht mehr lange bis zum Bersten braucht. Was die kanadischen Finanzkonzerne und die Börse insgesamt in Mitleidenschaft ziehen dürfte. Darunter wird auch Fairfax Financial leiden und/oder in Sippenhaft genommen werden. Insofern würde ich Fairfax Financial aktuell nicht (mehr) kaufen, sondern die Situation eher abwarten, denn das Unternehmen selbst ist über seine Beteiligungen ja eher global tätig und aufgestellt.

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  61. Interessanter Blog, nur ohne Kontaktformular, oder hab ich es nicht gefunden?
    Es wäre nett wenn Sie mir an fern.a@mail.com ein mail schicken könnten wenn es die Möglichkeiten von z.B. Gastartikeln gibt.

    Danke

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  62. Gestern wurde die Banko Popular von Satander für 1 Euro übernommen. Der Kurs war von ehemals 35 Euro auf 0.32 Euro gefallen. ich habe einen Kaufauftrag erteilt, aber mein System hat ihn annulliert. Der Handel ist ausgesetzt.

    Weiss jemand zufällig, ob das für immer ist (das heisst die Aktie wird nie mehr gehandelt), oder das ist nur vorübergehend ist, und die Banco Pupular irgendwann wieder zu handeln ist?

    Danke für eure Antworten

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    1. Banko Popular: Die bisherigen Aktionäre haben alles verloren, die Bank wurde übernommen, da sie unmittelbar vor der Pleite stand. Ein Handel in deren Aktien wird also nicht mehr stattfinden. Mehr Infos gibt es z.B. in diesem Artikel.

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    2. Auch dieser FAZ-Artikel "Warnschuss für viele Anleger" bringt viel Wissenswertes zur Banco Popular und dem neuen Banken-Abwicklungsmechanismus und seinen Folgen für Aktionäre und Anleihegläubiger.

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  63. Hallo Michael,
    ich habe von dir gestern einen Post in einem anderem Forum gesehen, es ging um Almonty Industries.
    Würde mich über deine Einschätzung zum Kauf der Aktie freuen,und kann man die so ohne weiteres handeln?
    Ich habe es bei Onvista versucht, jedoch ohne Erfolg.

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    1. Sorry, zu Almonty kann ich nicht wirklich viel sagen. Ich hatte nur eine Meldung gepostet, weil die Deutsche Rohstoff AG eine Beteiligung an Almonty hält.

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  64. Hi Michael,

    ich weiss, du hast viel zu tun, aber könntest du dir mal die MWB Fairtrade Wertpapierhandelsbank AG DE0006656101 etwas genauer anschauen?

    Seit März 2017 betreibt sie als Dienstleistung die Schuldschein Börse in Hamburg und Hannover. Mit Herrn Jordan wurde da ein erfahrener Mann mit in Bord geholt, der bestimmt nicht einfach so seine gute Position im alten Unternehmen aufgegeben hat. Es handelt sich durchaus um ein 'neues Geschäftsfeld' für die MWB, welches was zum Gewinn beisteuern wird. Die Frage ist jetzt wie viel (mittel- bis langfristig betrachtet)?

    Herr Jordan sagte dazu in der FAZ, dass erstmal 3-4 Transaktionen pro Monat drin sind. 2 Promille bei 5.000.000,- sind 10.000,- Courtage, was auch den Höchstsatz entspricht was verlangt wird. Nimmt man jetzt 4 Transaktionen pro Monat x 12 x 10.000,- € an ergäbe das einen Umsatz von 480.000,- € oder (bei 7.474.000 Aktien) einen Umsatz von 0,0642 pro Anteil.

    Das dürfte jedoch erst der Anfang sein. Zum Vergleich hat sich die Fondsbörse in den vergangen zwölf Jahren verzehnfacht.

    Zusätzlich dürfte das Kerngeschäft, die Skontoführung, bei den volatilen Märkten auch sehr gut laufen.

    Der Gewinn könnte sich durch das 'Neugeschäft' durchaus (mehr als) verdoppeln. Der derzeitige Kursanstieg liegt vermutlich an der hohen Dividende, da die Beteiligung an XCOM verkauft wurde und ein Teil des Erlöses jetzt an die Anteilseigner mit ausgeschüttet werden.

    Viele Grüße!
    Stefan D.

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    1. MWB Fairtrade als Skontroführer für Auslandsaktien ist für mich nicht wirklich interessant, die haben jahrelang nur Probleme gehabt. Inwieweit sich hier der zunehmende Computerhandel und neue Plattformen wie Tradegate oder gettex negativ auswirken, kann ich nicht wirklich einschätzen. Und dass man während der lange anhaltenden Börsenhausse keine guten geschäfte machen konnte, finde ich bedenklich. Denn sobald es mit den Kursen mal spürbar runter gehen sollte, dürfte das Interesse an Aktien wieder erlahmen. Und dann auch die Handelstätigkeit.

      Der XCOM-Verkauf hat jetzt einmalige Geld in die Kasse gespült, aber das grundlegende Geschäft muss ja was verdienen. Diese neue Schuldscheinbörse, die Du ansprichst, kann ich gar nicht einschätzen. Mittelstandsanleihen waren ein paar Jahre en vogue, die sind nun durch. Jetzt begeben Unternehmen Schuldscheine als preiswerte Alternative. Mal sehen, wie lange das so bleibt. Habe ich kein Gespür für, ist überhaupt nicht mein Metier. Nur... wenn sich da eine ordentliche Marie verdienen lassen sollte, kann man sicher sein, dass einer der großen Player, evtl. die Deutsche Börse selbst, sich hier massiv in den Markt drängen würde. Dem hätte MBW wohl kaum etwas entgegenzusetzen.

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  65. Hallo Michael,
    erstmal ein großen Lob an deinen Blog.
    Hast du dir ACCENTRO REAL ESTATE AG schonmal genauer angeschaut?
    Über eine Einschätzung von dir würde ich mich sehr freuen.
    MfG

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    1. Vor einiger Zeit habe ich mich mal oberflächlich bei Accentro Real Estate umgesehen, als ich mir einen Überblick über die Immobilienwerte verschafft habe. Da sahen andere für mich aber interessanter aus. Und momentan würde ich keine neuen Immobilienwerte mehr hinzukaufen, die Party kann (auch) dort nicht endlos weitergehen...

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  66. Hallo Herr Kissig,

    warum schreiben Sie nichts mehr zu Deutschen Rohstoff AG? Gerade in letzter Zeit gab es dort jede Menge Meldungen. Demnächst steht die HV samt Dividende an.

    Liebe Grüße

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    1. Mein letzter DRAG-Artikel stammt von Ende Februar und seitdem hat sich nicht wirklich etwas weltbewegendes getan bei der DRAG, finde ich. Mein Investmentcase besteht weiter fort, die Unterbewertung auch, der Kurs hängt am Ölpreis und entwickelt sich nicht so, wie ich gedacht hätte. Vermutlich wird sich bis zur Vorlage der Halbjahresergebnisse auch nichts Entscheidendes tun beim Kurs.

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  67. Hallo Herr Bissig,

    gibt es Ihrerseits eine Einschätzung zur DEWB AG in Jena? Habe vom Einstieg von SPSW gehört, normalerweise ein gutes Zeichen. Würde mich über eine Einschätzung Ihrerseits freuen.

    Vielen Dank und Gruß, TS

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    1. DEWB hat in den letzten Jahren nie die Erwartungen erfüllen können. Der Kursverlauf spricht Bände, das Geschäft läuft nicht, das Management verdient mehr als üppig, die Beteiligungen waren eher Flops. Ich sehe da kaum Potenzial für positive Änderungen, weil sich dort nichts geändert hat. Prinzip Hoffnung.

      Und dass SPSW dort Anteilseigner ist, findet sich auf der DEWB-Website. Dort allerdings "Stand April 2013". Ob sich da ein neues/verändertes Engagement ergeben hat, ist mir nicht bekannt. Für mich ist die DEWB jedenfalls nichts.

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  68. Hallo Michael,

    gestern der Rücksetzer bei MBB und Vectron... MBB steht bei Dir auf Halten: kann es sein, dass der Rücksetzer bei MBB mit dem Verkaufsentschluss der Gründer zu tun hat, 6% der Anteile an institutionelle Investoren zu veräußern? Soweit ich sehen kann, ist das aber nicht unbedingt eine negative Entscheidung, daher denke ich, dass MBB wohl wieder zu einem Kauf geworden ist, wie auch Vectron, das nahezu 10% gefallen ist und wo es sogar einen Insiderkauf gegeben hat.

    Wie siehst Du das?

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    1. Ich denke, der Kursrücksetzer bei MBB ist vor allem auf die allgemeine Marktlage zurückzuführen. Freitag und Montag sind vor allem die Aktien "verprügelt" worden, die zuvor sehr gut gelaufen sind. Vectron, Hypoport, MBB usw. Als die Meldung über die Anteilsveräußerung heraus kam, lag der MBB-Kurs ja schon einige Zeit bei Kursen um 100 Euro. Und da es sich um ein "beschleunigtes Bookbuildingverfahren" handelte, war davon auszugehen, dass die Anteile zügig platziert werden. Das zeigt die Erfahrung mit solchen Maßnahmen.

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  69. So gehen wir mal in die Chemiebranche, Michael was hälts du von der Evonik?
    Ich mag das Geschäftsmodell an sich sehr doch gleichzeitig stören mich auch einige Faktoren als Anleger, wie das der RAG ect.
    Was ist deine Meinung dazu?

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    1. Evonik halte ich grundsätzlich für interessant, habe mich aber nicht so intensiv mit dem Wert beschäftigt, als dass ich eine fundierte Position einnehmen könnte.

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  70. Guten Tag Michael,

    kennst Du eine Website/Portal/Blog der aktuelle Analysteneinschätzungen zeigt. Bei Finanzen.net sehe ich zwar die ganzen Analysteneinschätzungen (mit Kursziel), aber leider keine ausführliche Erklärung...

    Kannst Du mir eine Seite empfehlen, die mich evtl. direkt auf die Einschätzung verlinkt, oder die mir behilflich ist, die Analyse zu finden?

    DANKE.

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    1. Leider kenne ich auch kein solches Portal, das Analystenmeinungen vorhält. Auf finanzen.net und ähnlichen Portalen findet man nur die Kurzeinschätzungen (und auch nicht alle), bei dgap.de finden sich in den Meldungen zu Analysteneinschätzungen oft auch Links zu den jeweiligen Studien. Aber letztlich muss man sich die Analysen immer selbst zusammensuchen, ggf. auf der Website der Unternehmen. Leider sehr unbefriedigend. Falls also jemand hier eine interessante Seite/Quelle kennt, kann er sie gerne nennen.

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    2. Mein Ex-Broker hat so etwas. Die NIBC direct. Leider hat die NIBC kein Steuerabkommen mit der Steuerbehörde der USA und somit mußte ich, zwangsweise, mir einen neuen Broker suchen. Jedoch hab ich weiterhin das Depot bestehen lassen und mir dort ein Musterdepot angelegt, 1:1 mit meinem realen Depot.
      Vorteil:
      A) in der Performance werden alle entstehenden Kosten die anfallen mit einberechnet und "verschleiern" somit keine Gebühren

      B) Übersichtlichkeit Alle Werte einfach aufgelistet mit Schnellzugriff auf alle wichtigen Informationen darunter auch die Analystenmeinungen (in Kurz- und Langfassung) mit Kursziel und Pressemitteilungen. Man braucht nicht ständig einen neuen link zu öffnen, sonder hat alles auf einer Seite.

      JEDOCH sind nicht zu allen Werten Analystenmeineungen + Kursziele etc. vorhanden, meißt nur von den großen Standardwerten.

      Wenn ich mich recht erinnere hat die NIBC die Broker-Plattform von der DZ Bank übernommen/gemietet/geleast (oder wie auch immer man dazu sagt)
      Solch eine Übersichtlichkeit, Einfachheit und Schnellzugriff auf (fast) alle Daten wüncht ich mir auch von meinem jetzigen Broker.

      beste Grüße Hans-Jürgen

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  71. Hallo Michael,
    hast Du eine Meinung zu VIB Vermögen?
    Logistik, wunderbarer Chart, tolles Konzept?
    Grüße nach Hamburg
    Carlo

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    1. VIB Vermögen ist für mich nicht so interessant, weil sie Bestandshalter von Gewerbeimmobilien sind. Der Bereich Logistik klingt noch vielversprechend, die starke Ausrichtung auf Handel und Einkaufszentren hingegen sehe ich kritisch, da ich hier zunehmende Probleme aufgrund des Erfolgs von Amazon (Und auch Zalando & Co.) sehe. Das wird sich auf die Unternehmen auswirken und folglich auch auf die Shoppingmalls, Innenstädte und die Mieten.

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  72. Hast Du dich mal mit Klöckner, Porsche Holding und Wüstenrot&Württembergische beschäftigt und kannst hierzu eine Eischätzung liefern? Notieren allesamt unter Buchwert, teilweise sogar deutlich.

    Danke und Gruß, TS

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    1. Stahl(-handel) ist keine Branche für mich, Porsche hält "nur VW-Aktien und um Autowerte mache ich einen Bogen, da ich nicht einschätzen kann, wie sehr die Branche von den Umwälzungen hin zu E-Mobilität getroffen wird (und weil mir das Geschäftsmodell zu statisch und kapitalintensiv ist). Und W+W ist als Lebensversicherung und Bausparkasse großer Verlierer der Niedrigzinsen und seit vielen Jahren äußere ich mich immer wieder negativ zu den Aussichten dieser Branchen(n), weil ihre Geschäftsmodelle schlichtweg verloren gegangen sind. Die optische Unterbewertung von W+W besteht seit vielen Jahren und ich sehe nicht, weshalb sich hier etwas ändern sollte.

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  73. Hallo Michael,
    vielen Dank und großen Respekt für Deine tollen Seiten, auf die ich kürzlich gestoßen bin.
    Nun habe ich eine Frage zu Deiner Einschätzung zur Bank of Nova Scotia (CA0641491075). Nach Deinem Artikel vom Sonntag über Fairfax kommen mir hier Zweifel, ob ich nicht doch hier Gewinne mitnehmen und umschichten sollte. Eigentlich ist dies ein guter Langfristwert. Aber wie die Historie zeigt sind auch diese vor massiven Einbrüchen nicht geschützt. Man muß diese nicht unbedingt mitmachen, wenn sichtbar ist dass ein Gewitter aufzieht. ;-)

    Zum anderen fällt mir auf, dass Du sehr auf dt. Werte mit ein wenig USA konzentriert bist. Wäre es im Sinne der Streuung nicht sinnvoll den asiantischen Raum mehr zu berücksichtigen. Wirtschaftlich ist dort sicher mehr Nachholbedarf und Aufschwung als in den "alten" Industrienationen zu erwarten. Nachteil ist sicher die schwerere Bewertung.
    Vielen Dank
    Georg

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    1. Kanadische Banken stehen vor dem gleichen Dilemma, ohne die Bank of Nova Scotia jetzt im Speziellen zu kennen.

      Früher war eine breite geographische Diversifikation wichtig(er). Schaue ich mir die US-Unternehmen an und/oder die DAX- und MDAX-Werte, erzielen viele von ihnen einen erheblichen Teil ihrer Umsätze im Ausland. Das ist ja eine Diversifikation im Innern...

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  74. Hallo Michael,

    der Kurs der DRAG schmiert immer weiter ab. Seit Anfang Januar ist eine kontinuierliche Abwärtsbewegung zu verzeichnen und dass trotz der guten Zahlen des 1. Quartals 2017. Fundamental scheint ja alles ok zu sein, jedoch wird man zunehmend unruhig und nervöser, wenn man dem Investment beim Dahinschmelzen zuschauen muss. Ist aus Deiner Sicht weiterhin alles im Lot? Würdest Du nochmal nachkaufen?
    Danke für Deine Einschätzung!
    Georg

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    1. Naja, der DRAG-Gewinn hängt am WTI-Ölpreis und der hat die letzte zeit mehr als 10% verloren, daher schwächelt auch der DRAG-Kurs. Zwar hat die DRAG ihre 2017er-Ölproduktion zu 75% bei 47$ abgesichert, aber die restlichen 25% verkauft man aktuell zu nur noch 43$. Momentan herrscht bzgl. der DRAG noch große Skepsis vor, das muss man als Anleger akzeptieren. Fundamental sollten Kurse um 19 Euro aber sehr gute Chancen bieten auf Sicht der nächsten zwei, drei Jahre. Und für die DRAG selbst und ihren Cashbestand bieten sich ja nun auch wieder neue/weitere antizyklische lukrative Investitionsmöglichkeiten.

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    2. Ich gehe auch von einer Möglichkeit zum verbilligen aus, auch wenn aktuell auch solche Nachrichten http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=114193 nicht gerade zu einer Kurssteigerung führen dürften.

      Anderer Anonym :)

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    3. Hallo Michael,
      weißt du ungefähr zu welchen Produktionskosten DRAG fördert bzw. break-even ist?
      Du hast mal gesagt knapp 30$ ein Broker meinte knapp 35$.
      Aktuelle Daten habe ich nicht gefunden.
      Desweiteren verstehe ich die Prognose nicht so genau... Meines Erachtens ist sie extrem niedrig!

      Ausblick:
      "Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz in Höhe von 55 bis 65 Mio. EUR sowie ein EBITDA von mindestens 40 Mio. EUR."

      1. Quartal
      "Mannheim. Der Deutsche Rohstoff Konzern erzielte im 1. Quartal 2017 mit 20,9 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 0,3 Mio. EUR) mehr als doppelt so hohe Umsätze wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 9,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 17,2 Mio. EUR (1. Quartal 2016: -2,9 Mio. EUR) und ist damit fast dreimal so hoch wie im Gesamtjahr 2016 (2016: 6,4 Mio. EUR). Auch das Konzernergebnis von 5,0 Mio. EUR (1. Quartal 2016: 3,6 Mio. EUR) im ersten Quartal übertrifft das gesamte Vorjahr bereits deutlich."

      Wenn ich das erste Quartal hochrechne (ohne Steigerung der Bohraktivitäten) kommt man ja schon auf ein EBITDA von ungefähr 68mio.

      Wie siehst du das?

      Viele Grüße

      René

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    4. Die Aussagen der DRAG selbst zu den Förderkosten lagen bei "knapp über $30" und dann hat man bzgl. der letzten Bohrungen gemeint, man würde die etwas breiter streuen und dadurch einige einsparen, weil man so effizienter arbeite. Also ein bisschen weniger Förderung bei erheblich weniger Kosten. Daher halte ich meine Aussage von rund $30 je Barrel aufrecht.

      Was die Prognosen angeht, so sind basieren diese auf einem Jahresmittelpreis von $50 beim Öl (WTI). Da lagen wir viele Wochen deutlich drüber, nun erheblich darunter. Das erzeugt Unsicherheit über die Erfüllung der Prognose. Obwohl die DRAG die Produktion für 2017 zu 75% bei 47$ abgesichert hat. Und man nach der Verfehlung im letzten Jahr davon ausgehen kann, dass CEO Gutschlag in diesem Jahr betont konservative Prognosen aufgestellt hat, die bestimmt erreicht werden.

      Folglich halte auch ich die DRAG für sehr günstig bewertet. Der Aktienkurs wird aber weiterhin stark mit dem Ölpreis schwanken...

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  75. Hallo Michael,

    ich würde gerne einen Wunsch äußern :). Stell doch einmal die Polytec Gruppe vor. Sehr, sehr interessantes Unternehmen und ein richtiger guter Start in das Geschäftsjahr 2017!!

    Freue mich auf Deine Einschätzung!

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  76. Hi Michael,

    würde gerne mit Dir ein paar Gedanken zu Aurelius teilen.

    Nach der Short Attacke hast Du ja die AKtie auf Hold gesetzt und hast auch deine Gedanken zum Ausbruch gebracht. Nun wird es so langsam wieder ruhig um Aurelius und ich fange mir langsam an zu überlegen, ob das Unternehmen nicht so langsam wieder hochinteressant wird.

    Aurelius lief die letzten Jahre nahezu perfekt und das Management hat den Erfolg genossen. Erfolg macht nun aber einmal "faul" bzw. man wird ein wenig nachlässig... durch Unaufmerksamkeiten und des Gefühls der Sicherheit heraus wurden ein paar Türen für die SHort Attacke geöffnet.

    Und genau hier erkenne ich das Potential für die nächsten Monate / Jahre - das Management hat so richtig "einen abbekommen" und ist erwacht! Auf einmal versucht das Management durch viele Maßnahmen das Ruder wieder herumzureißen. Ich denke dieses Bemühen wird weiterhin bestehen und man wird verstärkt versuchen die AKtionäre (wieder) glücklich zu machen. Das der Ruf nachhaltig beschädigt wurde kann ich mir eigentlich nicht vorstellen...

    Sind doch eigentlich ganz nette Aussichten, oder?

    LG

    Tobias

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    1. Ist Aurelius wirklich wieder "erwacht"? Einige der Kritikpunkte von Gotham konnten nicht ausgeräumt werden. Die Art der Bilanzierung, also die Bargain Purchases sofort als gewinne auszuweisen und ggf. auch als Dividenden auszukehren, die Sanierungserfolge aber eben erst über die Zeit wirklich realisieren zu können (wenn das denn überhaupt klappt), wird fortgesetzt. Andere, wie Blue Cap oder Bavaria, gehen hier konservativer vor und verbuchen Erfolge/Gewinne erst, wenn sie sich auch eingestellt haben.

      Ob der Ruf von Aurelius nachhaltig beschädigt ist, wird sich noch herausstellen. Zuvor hatte man einen absoluten Erfolgsnimbus, der ist jetzt stark angekratzt. Gut möglich, dass dies künftig hinderlich sein wird bei neuen Geschäften - sowohl beim Ankauf als auch beim Verkauf.

      Ich denke, dass Aurelius aus diesen Gründen bei 50 Euro momentan fair bewertet ist. Eine höhere Bewertung rechtfertigt sich meines Erachtens nur, wenn man wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Und dies zeigt sich am besten an Deal-Meldungen.

      Aurelius ist für mich bis dahin eher ein Marktperformer, während andere Beteiligungsgesellschaften mehr Potenzial bieten. Die nächsten Zahlen bei der Deutschen Beteiligung werden sensationell ausfallen und man hat noch einige "reife" Unternehmen im Beteiligungsportfolio, die weitere Verkaufsgewinne versprechen. Bei Blue Cap wird es interessant sein zu erfahren, weshalb man sich von der Cashcow Biolink getrennt hat. Es dürfte wohl nur am Verkaufspreis gelegen haben und der sollte dem entsprechend hoch ausgefallen sein. Und Mutares kommt bei seiner neuen Clusterstrategie gut voran und die Beteiligungen kommen langsam in ein Stadium, wo sich Exits richtig lohnen dürften. Und dann ist da noch MBB. Der Kurs ist massiv zurückgekommen und bei unter 100 Euro sehe ich klare Kaufkurse auf mittelfristige Sicht. Hier ist etwas Geduld gefragt, aber MBB hat die Finanzmittel, um mehrere große Akquisitionen zu tätigen und auch mehrere kleinere Add-ons für die Töchter, wie Delignit oder DTS. Aus diesen Gründen gewichte ich diese Unternehmen momentan deutlich höher als Aurelius.

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