Montag, 14. Dezember 2015

Elefantenhochzeit: Dow Chemical macht(e) Dupont den Hof

Jetzt ist es amtlich: die beiden amerikanischen Chemie-Riesen Dow Chemical und Dupont schicken sich an, durch ihre 130-Milliarden-Dollar Fusion den deutschen Chemie-Giganten BASF vom Thron zu stoßen und zur weltweiten Nummer 1 aufzusteigen.Zumindest vorübergehend. Denn nach der Fusion will man sich in die drei einzelnen und jeweils börsennotierten Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufspalten. Aufgrund des gewählten Aktienumtauschverhältnisses werden die Altaktionäre von Dow Chemical und Dupont nach der Fusion in etwa die gleichen Anteile am fusionierten Unternehmen halten.

Der Zusammenschluss soll bereits innerhalb der ersten 24 Monate zu Kosteneinsparungen von rund 3 Mrd. USD führen und darüber hinaus erwartet man rund 1 Mrd. USD an Wachstums-Effekten. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fusion rechnen die Unternehmen für das zweite Halbjahr 2016 gerechnet und innerhalb von weiteren 18 bis 24 Monaten soll dann die Aufspaltung in die drei börsennotierten Spezialisten erfolgen.

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Kommentare:

  1. Hm, interessant. 3 (etwas) kleinere Spezialisten könnten schlagkräftiger sein, als ein großer 'Mischkonzern'. Es könnte sich rentieren, das im Auge zu behalten.

    Hast du irgendeine Idee/Link, wie sich das auf BASF auswirken könnte?

    Tom

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    1. Moin Tom,
      nein, nichts Substanzielles. BASF selbst hatte nur kurz kommentiert, dass man keine großen negativen Auswirkungen auf das eigene Geschäft erwarte, weil man wenig Überschneidungen habe und bei den meisten Sparten unter den jeweils 3 führenden läge. Daraus kann man wenig bis gar keinen Honig saugen...

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  2. Jetzt wird es interessant BASF will auch mit DuPont. lg

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    1. Ja, schauen wir mal, ob am Ende wirklich eine Bieterschlacht um DuPont losgetreten wird. Dazu müsste es für BASF allerdings Sinn machen, Größe ist ja kein Selbstzweck, wie man selbst erklärte.

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  3. Ich bin BASF-Aktionär, aber damit habe ich nicht gerechnet. Ich nehme an, wenn BASF überhaupt eine Chance haben will, muss ein evtl. Angebot um einiges höher sein als der aktuelle DuPont-Kurs, da sich Dow und DuPont ja eigentlich schon relativ einig sind.

    Ich habe DuPont nicht großartig analysiert, aber die DuPont-Aktie macht mir bereits jetzt einen eher teuren Eindruck. Als BASF-Aktionär muss ich wohl eher hoffen, dass sie das lassen. Allerdings muss ich DuPont erst etwas genauer ansehen und erst mal abwarten, ob überhaupt ein Angebot kommt...

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    1. Eine alternative Option wäre ja auch abzuwarten, bis dich Dow Chemical-DuPont fusioniert und in drei Teile aufgespalten hat - und dann gezielt eines oder zwei der Teilunternehmen zu übernehmen, um sich selbst zu verstärken. Dann müsste man nicht alles von DuPont übernehmen, sondern könnte sich gezielt die gewünschte (und dann bereits verstärkte) Sparte herauspicken. Es sei denn, hier würde es dann kartellrechtlich Probleme geben...

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