Montag, 2. Juli 2018

Welche Auswirkungen hat die Börsengötterdämmerung im Automobilsektor auf Zulieferer wie Aumann, Delignit, H&R, Leoni, MAX Automation, MBB, MS Industrie, Osram und Technotrans?

Der Automobilsektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland: Dreiviertel der Autos werden exportiert, fast 8% der Wirtschaftsleistung Deutschlands geht auf den Automobilsektor zurück, die einen Jahresumsatz von mehr 400 Mrd. Euro erzielt. Das beinhaltet nicht nur die Global Player BMW (WKN: 519000), Daimler (WKN: 710000) und Volkswagen (WKN: 766400), sondern auch die Zulieferbranche, wie Continental (WKN: 543900), Osram (WKN: LED400) oder Schaeffler (WKN: SHA015). Insgesamt sind hier rund 800.000 Menschen beschäftigt. Und die Gewinnwarnungen bei einigen von ihnen zeigen, dass sich hier großes Ungemach zusammenbraut, das seinen Ursprung im aufziehenden Wirtschaftskrieg hat, den Donald Trump dem Rest der Welt aufzwingt. Die US-Steuerreform, die Strafzölle auf Stahl und Automobilimporte zeigen erste negative Wirkungen und gerade die US-Strafzölle auf Autos könnten Deutschlands Wirtschaft hart treffen.

Jenseits der großen DAX-und MDAX-Konzerne gibt es auf dem deutschen Kurszettel eine Reihe von Unternehmen, die im Automobilsektor tätig oder vom ihm abhängig sind. Enige davon habe ich auf meiner Empfehlungsliste, wie Aumann (WKN: A2DAM0), H&R (WKN: 775700), Leoni (WKN: 540888), MAX Automation (WKN: A2DA58), MBB (WKN: A0ETBQ), MS Industrie (WKN: 585518) oder Technotrans (WKN: A0XYGA) und wenn sich das Sentiment einer ganzen Branche eintrübt, wäre es fahrlässig, seine Positionen nicht zu überdenken. Und das habe ich...


Autohersteller meide ich seit jeher, denn diese zyklische Branche ist wahnsinnig kapitalintensiv und befindet sich in einem nie dagewesenen Umbruch. Die vermeintlich günstigen Bewertungen erscheinen mir daher nicht als günstig, sondern spiegeln nur die große Unsicherheit bzgl. der Zukunftsaussichten der Hersteller wider. Und wenn ein Sektor dauerhaft niedriger bewertet wird als andere, dann ist diese niedrigere Bewertung für sich genommen kein ausreichender Kaufgrund.

»Ein Schnäppchen, das ein Schnäppchen bleibt, ist kein Schnäppchen.«
(Marty Whitman)

Im Automobilsektor zeichnen sich einige unangenehme Wahrheiten ab, die man kaum noch ignorieren kann: seit Jahren verschärfen die Staaten die Abgaswerte, da die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung durch die schädlichen Abgase und den emittierten Feinstaub immer offenkundiger wird und immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit (und Politik) gerät. Und die Autohersteller haben es nicht geschafft, diese Abgaswerte einzuhalten und - mindestens - beim Dieselmotor haben sie unisono zu Manipulationen gegriffen, um die Einhaltung der Werte vorzutäuschen. Immer mehr Modelle sind betroffen und immer mehr Hersteller können ihre Beteiligung am Abgasskandal nicht mehr verbergen. Am Ende dürften alle irgendwie beteiligt gewesen sein, denn es ist kaum vorstellbar, dass einer die Patentlösung für das Abgasproblem gefunden hätte und die Konkurrenz davon jahrelang nichts mitbekam und ähnliche Lösungen umgesetzt hätte. Das Thema wird uns also noch eine lange Zeit beschäftigen und das Sentiment in diesem Sektor weiter drücken.

Die Zulieferbetriebe sind zwar von den Aufträgen der Autohersteller abhängig, sie können aber flexibler auf die neuen Anforderungen und Herausforderungen im Sektor reagieren. Und der Trend weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben, wie Elektro-, Hybrid- oder Wasserstoffantrieben und zum autonomen Fahren trifft auch nicht jeden Zulieferer negativ. Im Gegenteil: einige könnten große Profiteure werden.

Daher sollte man nicht alle Unternehmen des Sektors über einen Kamm scheren, sondern sie separat einschätzen und bewerten.

Aumann

Aumann ist aus dem Zusammenschluss der MBB Fertigungstechnik mit der Aumann GmbH hervorgegangen und wurde im Anschluss von MBB als eigenständiges Unternehmen an die Börse geführt. Man ist ein weltweit führender Hersteller von innovativen Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien mit Fokus auf Elektromobilität. Das Unternehmen verbindet einzigartige Wickeltechnologie zur hocheffizienten Herstellung von Elektromotoren mit jahrzehntelanger Automatisierungserfahrung, insbesondere in der Automobilindustrie.

Im Oktober hatte Aumann aufgrund von Kapazitätsengpässen seine Prognosen senken müssen, was dem Kurs natürlich gut getan hat. Die Unsicherheiten im Automobilsektor nehmen zu, bei Aumann gibt es bisher aber keinen Anlass zur Besorgnis. Ansonsten hätte MBB-Chef Nesemeier auf der MBB-Hauptversammlung hierzu bestimmt etwas gesagt. Vor allem im Bereich Elektromobilität dürfte es keine Schwäche geben, eher im Gegenteil: die Modelloffensive vieler großer Autokonzerne in diesem Bereich in den nächsten Jahren spielt Aumann direkt in die Karten. Es werden immer mehr Spulen für Elektromotoren benötigt, da diese nicht beim Antrieb der Wagen zur Anwendung kommen, sondern auch in vielen anderen Bereichen, wie der Elektronik oder der Belüftung. Je mehr Fahrerassistenzsysteme im Auto zum Einsatz kommen, desto mehr Elektromotoren werden benötigt. Und Elektromotoren basieren auf Hochleistungsspulen. Und dies gilt nicht nur für den Automobilbau, sondern auch für die Gebäudetechnik, wo immer rigorose Niedrigenergiestandards immer bessere Belüftungssysteme benötigen - und damit Elektromotoren.

Meine Einschätzung zu Aumann
Aumann ist ein großer Profiteur im Bereich Elektromobilität und damit dem wachstumsstärksten Bereich der Automobilindustrie. Mit der Übernehme der USK ist man inzwischen auch aussichtsreich im Bereich der Wasserstofftechnologie positioniert und spielt hier einen zweiten Zukunftstrend im Motorenantrieb. Aber auch jenseits der Autoindustrie spielen die Trend Aumann in die Karten, daher sollten Aumann und MBB relativ unbeeindruckt bleiben von den aktuellen schwarzen Wolken am Automobilhimmel.

Delignit

An der börsennotierteb Delignit AG hält die Industrieholding MBB SE 76 Prozent der Anteile. Delignit ist ein Hersteller ökologischer, laubholzbasierter Produkte und Systemlösungen und mit seinen Produkten Zulieferer für die Automobil-, Bahn- und Luftfahrtindustrie. Ganz frisch konnte man nun auch im Bereich Campingfahrzeuge einen ersten Fuß in die Tür bekommen.

Delignit hängt stark von der Entwicklung im Automobilsektor ab und dortige Absatzschwierigkeiten können sich auch negativ auf die Geschäfte von Delignit auswirken. Allerdings kommen die Produkte von Delignit gerade dort zum Einsatz, wo es interessant wird: seit jeher versuchen die Automobilhersteller den Spritverbrauch zu senken. Erst aus ökonomischen Gründen, inzwischen auch, weil weniger Abgase weniger Schadstoffe bedeuten. Entscheidender Faktor ist hierbei das Gewicht: während immer mehr Fahrerassistenzsysteme mehr Gewicht verursachen und damit höheren Verbrauch, reduzieren die auf Laubholz basierenden Delignit-Produkte das Gewicht ggü. anderen Verbundstoffen oder gar Metall erheblich. Ohne dabei zulasten der Verarbeitungsmöglichkeiten, der Haltbarkeit oder der Sicherheit zu gehen. Und auch bei Elektrofahrzeugen spielt Gewicht eine enorme Rolle. Nicht beim Verbrauch, sondern bei der Reichweite. Denn limitierender Faktor ist noch immer die Batteriekapazität und Batterien sind sehr schwer - (woanders) Gewicht einzusparen ist also überlebensnotwendig für die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen.

Meine Einschätzung zu Delignit
Absatzprobleme bei dem einen oder anderen Modell, das mit Delignit-Produkten ausgestattet wird, können nicht ausgeschlossen werden. Allerdings dürfte sich dies allenfalls eher um kurzfristige Unebenheiten handeln, mittel- und langfristig ist Delignit aussichtsreich positioniert. Der Kurs ist zuletzt auch wieder deutlich zurückgekommen und mit der MBB steht ein kapitalstarker Großaktionär zur Verfügung, der auch bei Add-on Zukäufen behilflich sein wird. Mit Delignit im Depot fühle ich mich sehr wohl und die Performance von knapp 500% in den letzten fünf Jahren spricht für sich.

H&R GmbH & Co. KGaA

Die Spezialchemiefirma H&R habe ich Anfang 2016 als relativ sichere Turnaround-Spekulation auf meine Empfehlungsliste genommen. Das Unternehmen erzeugt chemisch-pharmazeutische Spezialprodukte auf Rohölbasis, wie Weichmacher, Weißöle, Paraffine, Druckfarbenöle und Bindemittel. Man betreibt in Deutschland zwei Raffinerien und hatte man jahrelang immer weniger verdient und der starke Einbruchs beim Ölpreis hatte für zusätzlichen hohen Abwertungsbedarf gesorgt. Da H&R Rohstoffe einkauft und weiterverarbeitet, erzeugten die stark sinkenden Preise Verluste, da man bei den eigenen Produkten zunehmend die Preise senken musste. Inzwischen hat sich der Ölpreis wieder erholt und auch die Geschäfte liefen die letzten beiden Jahre wieder besser, zumal man auch erheblich in Umstrukturierungen investiert hat.

Der Kursverlauf ließ zuletzt aber wieder zu wünschen übrig; es scheinen die Sorgen vor schlechten Geschäftszahlen wieder Überhand zu nehmen. H&R ist halt auch von der Automobilindustrie abhängig, weil ihre Produkte bei der Reifenherstellung Verwendung finden. Des Weiteren ist man von der Zyklik der chemischen Industrie abhängig und der Geschäftsklimaindex sackt seit einiger Zeit immer weiter ab, während der Handelskonflikt mit den USA (Zölle, Sanktionen) zu immer mehr Verunsicherung und konjunkturellen Sorgen führt. Die H&R -Jahresprognosen waren aufgestellt worden unter "stabilen" wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Die liegen so aber nicht (mehr) vor. Und leider kann man auch nicht steigende Ölpreise mit steigenden Gewinnen bei H&R gleichsetzen, wie Chef Hansen es vor zwei Jahren mal erklärte: ideal für die GuV bei H&R sind stabile oder sich moderat verändernde Rohstoffpreise. Auch davon sind wir in diesem Jahr meilenweit entfernt.

Darüber hinaus droht H&R am Standort Hamburg Ungemach von unerwarteter Seite: man muss Millionen in den Flutschutz investieren und dabei wird man wohl auf den Kosten von bis zu 25 Mio. Euro sitzen bleiben.

Meine Einschätzung zu H&R
Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren enorme Erfolge beim Realisieren von Einsparpotenzialen erzielt und steht heute sehr gesund dar. Die Aussichten trüben sich allerdings deutlich ein und das aus gleich mehreren Richtungen. Ich streiche daher H&R nach zweieinhalb Jahren mit rund 40% Rendite aus meinem Depot und von meiner Empfehlungsliste. Die Durchschnittsrendite von rund 14,5% kann sich sehen lassen, wäre allerdings vor einem halben Jahr bei Kursen von 15 Euro deutlich höher ausgefallen.

Leoni

Leoni ist ein Spezialist für Bordelektroniksysteme und nachdem man vor einigen Jahren massive qualitative Fertigungsprobleme hatte, war man wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der Trend zu immer mehr Bordelektronik, Fahrerassistenzsystemen und autonomem Fahren spielt Leoni massiv in die Karten. Kurzfristig könnten reduzierte Stückzahlen bei europäischen Herstellern wegen des Dieselskandals und der US-Strafzölle auf Autoimporte die Geschäftszahlen ein wenig trüben und diese Sorgen spiegeln sich im deutlich gesunkenen Aktienkurs und teilweise negativeren Analystenmeinungen wider.

Meine Einschätzung zu Leoni
Mittel- und langfristig wird Leoni einer der ganz großen Profiteure der neuen Trend im Automobilsektor sein und mein Investmentcase, den ich im Februar in meinem Artikel "Leoni: Kabelsalat war gestern..." dargelegt hatte, ist weiter on track.

MAX Automation

Die Industrieholding MAX Automation ist in den beiden Zukunftsbereichen Industrieautomation und Umwelttechnik aktiv und als Beteiligungsgesellschaft bereits seit längerer Zeit auf meiner Empfehlungsliste.

Nun gab es eine Gewinnwarnung und die Aussicht auf eine Gewinnhalbierung. Die Begründung hat es in sich: Probleme bei Pilot- und weiteren Kundenprojekten bei der Tochter IMW Automation führten stellten sich als so gravierend heraus, dass nicht nur die Geschäftszahlen in den Keller rauschen, sondern man auch Verantwortliche im Unternehmen sofort freigestellt hat. Was zu weiteren außerordentlichen Kosten und wohl zu erheblichen Rechtsstreitigkeiten führen dürfte.

MAX Automation stellt die Probleme bei IMW als "isolierbare Einzelprobleme" dar; alle anderen Gruppengesellschaften würden weiterhin eine Auftrags- und Umsatzentwicklung auf hohem Niveau und mit guter Profitabilität verzeichnen und die mittelfristigen Ziele mit einer EBIT-Marge von acht Prozent hätten weiterhin Bestand.

Meine Einschätzung zu MAX Automation
Das Unternehmen ist stark abhängig vom Automobilsektor und daher besonders anfällig für die aufziehenden Probleme im der Branche. Das Management will hier bisher keinerlei negative Auswirkungen verspürt haben, allerdings muss man leider feststellen, dass das Management gerade massiv an Vertrauen verspielt hat. Seit ende März lastet ein starker Verkaufsdruck auf der Aktie und jeder noch so kleine Erholungsversuch wurde sofort im Keim erstickt. Normalerweise würde ich dem nicht die größte Bedeutung beimessen und es auf die allgemeinen Sorgen im Automobilsektor zurückführen. Aber der Wechsel an der Konzernspitze gepaart mit der vorherigen Aussage im Zwischenbericht, technisch komplexe Pilotprojekte in der Industrieautomation hätten zu Mehraufwendungen geführt, die nun in der Konsequenz zu einer Bruchlandung geführt haben, geben stark zu denken. Denn in dieser Zeit kam es zu massiven Verkaufsdruck in der Aktie, während der Kapitalmarkt über die (in der Konzernspitze kaum unbekannten) Probleme im Unklaren gelassen wurde.

Ich will es mal so formulieren: mein Vertrauen in die Unternehmensleitung ist erheblich beschädigt und ich traue dem Unternehmen durchaus eine weitere Reduzierung der Prognose zu, wenn sich die erwartbaren negativen Auswirkungen auch bei anderen "Automobilsektor lastigen" Töchtern nicht mehr weg wünschen lassen. Daher habe ich Max Automation aus meinem Depot und von meiner Empfehlungsliste gestrichen. Am Ende verbleiben nach knapp 3 Jahren inkl. Dividenden rund 23% Rendite.

MBB

MBB ist mir rund 38% Großaktionär bei Aumann und konsolidiert deren Ergebnisse voll in seiner Bilanz - muss am Ende natürlich entsprechend hohe Minderheitenanteile ausweisen. Man hat nach dem Börsengang in mehreren Teilschritten seine Beteiligung an Aumann reduziert, da diese mehr als 50% zu Umsatz und Ergebnis beitrugen. Man kann also sagen, dass MBB sein Klumpenrisiko erheblich reduziert hat, während man nun auf einem hohen Cash-Berg sitzt, den man bisher noch nicht gewinnbringend investieren konnte. Dennoch ist auch künftig erheblich vom Erfolg von Aumann abhängig.

Meine Einschätzung zu MBB
Mit den selbst börsennotierten Beteiligungen Aumann und Delignit hat MBB gleich zwei Unternehmen im Portfolio, die vom Automobilsektor abhängig sind. Beide sollten von der aktuellen Schlechtwetterfront aber eher profitieren und daher können auch MBB-Aktionäre weiterhin relativ entspannt bleiben.

MS Industrie

Das Unternehmen ist stark abhängig vom Kraftfahrzeugen und vom Diesel. Allerdings im Bereich der Lastkraftwagen wo man im Segment Powertrain mit Daimler einen sehr wichtigen Kunden hat. Von daher ist von der aktuellen Problematik beim Dieselskandal und bei den US-Strafzöllen wenig/kaum beeinträchtigt. Vielmehr hat man im abgelaufenen Geschäftsjahr über die amerikanischen Tochtergesellschaften von der verabschiedeten Steuerreform in den USA profitiert und konnte für 2017 gute Zahlen präsentieren. Des Weiteren hat MS Industrie seine Finanzstruktur neu geordnet, was künftig zu einem merklich verbesserten Finanzergebnis führen wird und man hat eine Phase verstärkter Investitionen abgeschlossen, so dass die Kosten tendenziell sinken werden und die Erlöse steigen sollten.

MS Industrie geht davon aus, dass die US-amerikanische Tochter im Zuge der signifikanten Markterholung den größten Wachstumsbeitrag beisteuern wird und dass der europäische Nutzfahrzeugmarkt unverändert weiter wachsen wird. Das noch relativ neue Segment Ultraschall sollte von den nach Industriestandard 4.0 eingeführten Produkten profitieren und ein ebenfalls dynamisches Wachstum erreichen. Und man hofft, sich weitere Kundengruppen erschließen zu können, auch im Segment Powertrain.

Meine Einschätzung zu MS Industrie
Das Unternehmen hat in der Vergangenheit öfter mal die Prognosen verfehlt; daher ist eine gewisse Skepsis des Marktes verständlich. Auf dem aktuellen Kursniveau erscheint die Aktie aber dennoch günstig. Zwar geht das Unternehmen nur von einem moderaten Umsatzwachstum in 2018 aus und einem leicht verbesserten EBITDA, allerdings war das Vorjahresergebnis erheblich durch einmalige Steuereffekte in den USA beeinflusst. Ein moderates Gewinnwachstum verzerrt also insofern die Realität.

Kann MS Industrie seine Prognosen einhalten, dürften sich die Skepsis des Marktes bald legen und wieder Kurse jenseits der 4 Euro angepeilt werden.

Osram

Für Osram kam es in diesem Jahr echt knüppeldick und man musste bereits zum zweiten Mal die Prognosen kappen. Das hat der Markt verständlicherweise ziemlich schlecht aufgenommen, wie sich am Kursverlauf absehen lässt. Osram stellt keine Glühbirnen mehr her, sondern ist als Beleuchtungsspezialist bei LED-Systemen führend. Und damit stark von der Automobilindustrie abhängig, wo man rund die Hälfte der Umsätze generiert. Gerade in diesem Bereich stockten zuletzt die Aufträge, was Osram auf die neu eingeführten Abgastest zurückführt, die in der gesamten Branche zu großer Verunsicherung führe.

Weitere Umsatzeinbußen musste Osram im zweiten Zukunftsfeld, der Telekommunkation, hinnehmen, denn auch die Kunden aus diesem Sektor bestellten zuletzt weniger häufig als geplant.

Meine Einschätzung
Osram bekommt die Auswirkungen der wirtschaftlichen Verunsicherung voll zu spüren. Umsätze und Ergebnisse werden in diesem Jahr weit unter Plan liegen. Zudem ist die Expansions- und Neuerfindungsstrategie von CEO Berlien nicht unumstritten, so dass hier wohl viele Anleger und auch institutionelle Anleger schnell und kräftig auf den Exit-Knopf gedrückt haben.

Ich fand die mittel- und langfristigen Zukunftsaussichten im Januar überzeugend und bin auch heute noch dieser Auffassung. Allerdings hatte die Bewertung bzw. der Kurs dies damals wohl schon mehr als genügend eingepreist, so dass das Ausbleiben kurzfristiger Erfolge zu einem massiven Kursverlust verführt hat. So heftig hätte ich das nicht erwartet und mir scheint dies inzwischen eine Übertreibung nach unten zu sein - jedenfalls auf mittlere Sicht und sofern sich die Unsicherheiten im Automobilsektor nicht verstetigen.

Technotrans

Technotrans ist schon länger kein reiner Zulieferer für die Druckindustrie mehr, sondern man hat sich ein sehr aussichtsreiches zweites Standbein im Bereich der Kühltechnik aufgebaut. Dieses spielt auch im Bereich der E-Mobilität eine zunehmend große Rolle, denn die Batterien sind der Dreh- und Angelpunkt. Und die müssen gekühlt werden, ansonsten brennen sie schnell durch und/oder erleiden massive Leistungseinbußen.

Und auch im Bereich der Gebäudetechnik wird das Thema zunehmend groß geschrieben. Denn nicht nur Tesla will hier mit seinen Stromspeichern namens "Powerwall" eine Revolution im Bereich der Energieversorgung anstoßen, sondern auch andere namhafte Hersteller drängen massiv in diesen Markt vor. Und auch diese Energiespeicher haben alle die selbe Archillesferse: Kühlung.

Meine Einschätzung
Der Aktienkurs von Technotrans konsolidiert seit längerem, nachdem er im letzten Jahr raketenhaft durchgestartet war. Vielleicht spielten zuletzt auch kritische Andeutungen bei Heidelberger Druck, einem großen Kunden von Technotrans, mit hinein. Und der moderate Ausblick seitens des Managements hat wohl die Phantasie etwas abflauen lassen. Allerdings zu Unrecht, wie ich meine! Denn Technotrans prognostiziert immer sehr zurückhaltend und glänzt öfter im Jahresverlauf mit Prognoseanhebungen. Des Weiteren ist Technotrans im Bereich Kühltechnik unterwegs und diese ist ein Schlüsselthema bei der Elektromobilität. Kühlung ist nicht nur bei Autos, Lkws, Bussen nötig, sondern auch im Bereich von Energiespeichern in Häusern. Und dann ist Technotrans in den letzten 10 Jahren auch immer über Zukäufe gewachsen und hat es verstanden, sich in angrenzende Branchen auszubreiten und immer hervorragend zuzukaufen. Meistens Unternehmen, die noch besseren Margen bieten als der Technotrans-Konzern selbst. So hat man Mehrwert für die Aktionäre geschaffen. Und man ist nach der Integration des letzten Zukaufs wieder aktiv auf der Suche nach Übernahmezielen. Was im Erfolgsfall auch wieder zu zusätzlichem Umsatz und Gewinnwachstum führen wird.

An schwachen Tagen bin ich daher weiterhin immer mal wieder auf der Käuferseite bei diesem Ausnahmeunternehmen. Und ich bin überzeugt, dass sich die Konsolidierungsphase bald ihrem Ende zuneigt und dann wieder seinen Kurs Richtung Norden einschlagen wird.


Aumann, Delignit, Leoni, MBB, MS Industrie und Technotrans befinden sich auf meiner Empfehlungsliste, während ich H&R sowie MAX Automation gestrichen habe.

Kommentare:

  1. Leider scheine ich Recht zu behalten was H&R angeht: in den letzten fünf Wochen hat der Kurs weitere 20% nachgegeben und notiert nun nur noch bei €9. Zuletzt hatte das Hamburger Abendblatt spekuliert, dass evtl. die Dividendenzahlung in Gefahr sein könnte. Und ab 23.08. gelten 25% Strafzölle auf in die USA importierten Schmierstoffe und Chemikalien aus China, was auch die H&R-Raffinerien in China betreffen könnte. Ich hatte mich ja aufgrund sich "eintrübender Aussichten" aus der Aktie verabschiedet und momentan läuft einfach alles gegen H&R. Mal sehen, ob und wann die Hansens wieder die Kurve kriegen...

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  2. Hallo Michael,
    Aufstockgelegenheit bei Leoni?
    Für mich ist der Rutsch übertrieben.

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    1. Die Automobilwerte und auch die Zulieferer, wie Leoni, leiden allesamt unter Dieselgate und der Ungewissheit über die neuen Abgastest - und natürlich wegen der drohenden Strafzölle. Momentan ist kaum absehbar, wie weit die Kurse noch fallen werden. Die sind zwar stark psychologisch getrieben, aber eben auch mit einem ernsten fundamentalen Kern. Den man nicht quantifizieren kann. Wenn die Autohersteller deutlich weniger Autos produzieren (können), bekommt auch der beste Zulieferer Probleme mit seinen Absatzahlen. Momentan ist die gesamte Branche eine Blackbox...

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    2. Die neuen Abgastests WLTP- und RDE sind ja schon seit 01.09.2017 für neue Typzulassungen vorgeschrieben, d.h. die Autobauer schlagen sich schon seit 1 Jahr damit herum. VW z.B. hat einige neue Modelle zunächst nicht zugelassen bekommen und daher die Produktion gedrosselt. Was produziert wurde, kam komplett auf Halde nach Polen. Laut einem befreundeten VW-Mitarbeiter gelingen die Zulassungen inzwischen aber, so dass zunächst von einem Abbau der Halde und anschließend einer Rückkehr zur normalen Produktion ausgegangen werden kann.
      Bzgl. der Zulieferer, die im letzten Jahr unter den Bestellrückgängen gelitten haben, würde ich sagen, dass die unerfreuliche Überraschung in der Vergangenheit liegt. Denn die Kurse bei Leoni, Osram und Polytec sind dermaßen eingebrochen, als ob die Rückgänge dauerhaft wären. Das ist m.E. aber ein unrealistisches Szenario. Viel wahrscheinlicher ist, dass aufgrund der sukzessiven Typgenehmigungen die Produktion und Bestellungen sich wieder normalisieren.
      Dazu kommt, dass die 3 genannten Zulieferer in den Bereichen Sensorik, Bordnetze und Kunststoffteile wenig bis gar nicht vom Diesel und auch nicht vom Benziner abhängig sind. Ihre Produkte können sie leicht auch für andere Antriebe anbieten. Das heißt es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Auftragsrückgang von Dauer sein wird. Die Frage ist allein, wie sie in Bezug auf ihre Konkurrenz aufgestellt sind. Aumann hat heute schon mal gezeigt, dass man als Zulieferer sehr anständig wachsen kann. Autohersteller und damit Abnehmer ihrer Produkte gibt es genug. Im schlimmsten Fall ändert sich der Kunde. Für mich daher ein typischer Fall von kurzfristig günstigen Kursen für langfristig aussichtsreiche Unternehmen!

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    3. Du hast es doch selbst geschrieben: (nicht nur) VW hat massiv auf Halde produziert. Die haben ja nicht umsonst den BER mit ihren Autos vollgestopft und auch an anderen Standorten stehen sich die VWs Löcher in den Bauch. Wenn diese Autos dann in den Markt gedrückt werden, kaufen die Kunden aber nicht auch noch ein zweites zusätzlich. Es wird eher so sein, dass Produktion vorübergehend gedrosselt werden muss, um den bestehenden großen Überhang abbauen zu können. Was für die Zulieferer bedeutet, dass sie weniger Mengen und damit Umsatz und Gewinn machen können. Ob alle diese finanziellen Engpässe ohne Schaden überstehen, bleibt abzuwarten. Die GuV wird es jedenfalls nicht positiv beeinflussen. Und genau das ist meine Kernaussage zu dieser Branche, jedenfalls auf Sicht der nächsten 12 bis 18 Monate.

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    4. Über Vergangenheit und Gegenwart sind wir uns wohl einig, einzig für die Zukunft haben wir offenbar andere Erwartungen, das ist aber nicht weiter schlimm. Die Drosselung der Produktion ist wie gesagt in den letzten Monaten schon geschehen, die Zulieferer haben es schon zu spüren bekommen, in den Zahlen ist es schon sichtbar, in den Kursen erst recht.

      Mein Verständnis ist: in der Autoindustrie wird nur produziert, was schon bestellt ist. D.h. für alles was jetzt auf Halde liegt, warten die Kunden schon auf die Auslieferung ihrer bestellten Fahrzeuge, die Wartezeiten haben sich erhöht. D.h. um die Halde abzubauen, muss kein Kunde ein zweites Auto bestellen. Es muss "nur" die Typgenehmigung her.
      Und wegen der gedrosselten Produktion werden sich die Bestellungen weiter türmen, d.h. sobald die Typgenehmigungen da sind, wird die Produktion wieder anziehen müssen, um die Bestellungen abzuarbeiten, die schon da sind und weiter reinkommen. Daher erwarte ich mittelfristig (sobald die Typgenehmigungen da sind) eher eine anziehende als eine weiter gedrosselte Produktion, und damit wieder anziehende Bestellungen bei den Zulieferern.
      Bis es soweit ist, machen die Zulieferer erstmal weniger Gewinn, da sind wir uns einig. Darum sind die Kurse gerade so niedrig. Wenn sich meine Zukunftsaussichten bestätigen, werden sie sich jedoch als gutes Value-Investment erweisen. Wenn nicht, dann nicht ;)

      Der Leoni-Vorstand scheint meine Ansicht schon mal zu teilen :)

      https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2018-08/44564943-dgap-dd-leoni-ag-deutsch-016.htm

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    5. Nicht ganz, denn Autohersteller produzieren nicht nur "auf Bestellung", sondern seit jeher auch auf Vorrat - was z.B. VW/Audi dann den Werkshändlern aufs Auge drückt. So musste ein guter Bekannter (und Kunde) von mir mit seinem Autohaus früher auch immer eine bestimmte Menge an A(s abnehmen, obwohl die bei ihm schier unverkäuflich waren. Da hat er dann mit anderen VW-Händlern Deals gemacht, um die schnell loszuwerden. Mit Verlust für ihn. Das war zwar vor vielen Jahren, aber am grundsätzlichen System hat sich nichts verändert.

      Gerade gestern gab es einen Artikel zum Thema neue Abgastests und dass insbesondere VW jetzt massenhaft Wagen als Tageszulassungen anmeldet, weil diese Autos dann noch unter die alte Norm fallen - und der Folge, dass sie danach als Tageswagen den Markt überschwemmen werden für eine gewisse Zeit. Also genau meine Befürchtung in Bezug auf den absehbaren Absatzeinbruch in den sich dann anschließenden Monaten.

      Und - wie gesagt - ich sehe dieses Problem auf Sicht der nächsten 12 Monate. Was danach passiert, wie sich der Markt entwickelt und/oder die Konjunktur oder der aufziehende Handelskrieg, das wird man dann beurteilen müssen. Für mich ist das alles eine große Blackbox - und daher kein Fundament für eine seriöse Investmententscheidung.

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    6. In Summe ist die ja Frage, ob letztlich weniger Autos produziert werden, denn das würde die Abrufe bei den Zulieferern und damit deren Umsätze verringern. Da bei VW und Daimler zur Zeit weniger produziert wird als bestellt (siehe längere Wartezeiten), muss die Produktion anschließend wieder hochgehen, um die aufgelaufenen Bestellungen abzuarbeiten. Dazu ist erstmal unerheblich, wieviel aktuell nicht ausgeliefert werden kann und daher auf Halde liegt. Die Halde ist eben keine Überproduktion für nicht bestellte Fahrzeuge, sondern für nicht zugelassene. Daher sehe ich für das Szenario, dass später irgendwelche nicht bestellten Fahrzeuge den Markt überschwemmen werden, keine Grundlage.
      Interessant in Bezug auf Leoni: im Gegensatz zu Polytec und Osram haben sie bisher keine (!) Umsatzrückgänge, wie mir auf Nachfrage nochmals bestätigt worden ist. Vielleicht werden etwaige Rückgänge bei VW und Daimler durch andere Kunden überkompensiert. BMW hat ja z.B. die Probleme nicht. In Summe sehe ich Deinen Investmentcase bzgl. Leoni eigentlich weiterhin intakt, insbesondere die Zukunftsaussichten bzgl. E-Mobilität und autonomem Fahren. Natürlich wissen wir alle nicht, wohin die Reise bzgl. der Autohersteller gehen wird, aber bzgl. Leoni als führendem Bordnetzhersteller mit 75% Umsatz außerhalb der möglicherweise zu spät aufgewachten deutschen Autoindustrie (50% außerhalb Europa) sieht der Fall für mich schon viel klarer aus. In den letzten 3 Jahren hatten sie das gleiche Gewinnwachstum wie Technotrans, das haben die anderen Autozuliefer bei weitem nicht geschafft. Leoni ist nicht auf Gedeih und Verderb auf 2 große deutsche Autohersteller angewiesen, daher werden sie m.E. so oder so ihren Weg gehen, egal wer am Ende ihre Bordnetze kauft. Die aktuelle Situation ist meiner Meinung nach daher eine sehr gute Einstiegsgelegenheit: solide Zukunftsaussichten und günstige Kurse wegen aktuell wenig begründeter Marktangst.

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    7. Gerade Deine Schlussfolgerung teile ich nicht. Momentan wird weniger produziert, aber das führt meines Erachtens eben nicht dazu, dass dies nachgeholt werden wird/muss. Denn man hat massiv auf Halde produziert, diese Autos gammeln vor sich hin - und werden jetzt als Tageszulassungen in den Markt gedrückt. Wer sich so ein Auto "gebraucht" kauft, fällt als Neuwagenkäufer auf mehrere Jahre weg. Der Neuwagenkauf wird dann nicht in ein paar Monaten nachgeholt.

      Richtig ist, dass sich dieser Nachfrageeinbruch (bei Neuwagen) nach Abbauen der jetzigen Überkapazität bei den "Halde-Fahrzeugen" wieder normalisieren wird und dem entsprechend auch die Absatzzahlen und die Nachfrage bei den Zulieferern. Aber erstmal fürchte ich, dass es bei den Zulieferern zu Kratzern in den Geschäftszahlen kommen wird. Und wie lange das ein Problem sein wird, ob noch ein paar Wochen oder gar Monate, ist schwer abzuschätzen. Auf jeden Fall wird es auch die Jahresergebnisse betreffen und vielleicht noch die eine oder andere Prognosesenkung im Sektor mit sich bringen. Mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Kurse.

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  3. MBB hat wieder grandiose Zahlen vorgelegt und der Cash-Bestand wächst weiter an. Bin gespannt wann hier endlich die nächste Übernahme anstehen wird...

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    1. Richtig, bei MBB warten wir auf "TheNextBigThing"... ^^

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    2. Martin Kellermann17. August 2018 um 10:39

      Sieht auch CEO Nesemeier so: https://www.brn-ag.de/34457-MBB-Aktie-Rekord-Vorstand-Halbjahreszahlen

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  4. Hallo Michael,
    Aufstockgelegenheit bei Technotrans? Die Haltelinie nach unten hält noch bei grob 34.-, die nächsten Punkte wären 32, 31. Das trotz guter Zahlen. Du hattest schon vorher nachgekauft bei grob 39.-. Oder meinst Du noch warten? - 18.09. ist die Messe AMB in Stuttgart. Evtl. hat das Unternehmen dazu ja News.

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    1. Wie sich der Kurs der Technotrans-Aktie entwickeln wird, kann ich natürlich nicht sagen. Ich hatte zuletzt kürzlich bei knapp über €34 ein bisschen zugekauft, weil ich das Unternehmen weiterhin für eine langfristig aussichtsreiche Investition erachte. Man hatte zuletzt ja vermeldet, dass man davon ausgeht, eher am unteren Rand der Gewinnprognose zu landen, vielleicht hat das den Kurs noch etwas gedrückt. Die Mitteilung kommt aber nicht so überraschend, weil man ja zwei kleine Zukäufe getätigt hat und hierbei erstmal Kosten anfallen, die das Ergebnis dieses Jahres belasten. Das organische Wachstum ist auch nicht so üppig, vor allem im Vergleich zu den Zuwachsraten der letzten Jahre. Andererseits wächst Technotrans auch (immer) über Zukäufe, das sollte man dabei nicht vergessen. Und hier ist ttr auch aktuell "auf der Pirsch". Aufgrund des hervorragenden Trackrecords der letzten Jahre dürfte auch der nächste Zukauf wieder passen. Ich schätze, dass spätestens dann auch wieder Musik in den Kurs kommt. Man braucht halt Geduld.

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  5. Hallo Michael,
    hast du MS Industrie aufgestockt?
    Keine Meldungen, Fundamentaldaten intakt, da sehe ich Kaufkurse.

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