Montag, 4. Juli 2022

Kissigs Investor-Update Q2/22 mit Costco, Blackstone, Energiekontor, Vermilion Energy, FS KKR Capital, Funkwerk, Apollo Global Management, Hercules Capital, KKR, PNE

Mein Investor-Update zum Ende des 2. Quartals 2022

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.
[WKNs: 888351, A2PM4W, 531350, A1C4MN, A2P6TH, 575314, A3DB5F, A2LQV6, A0ERTZ, A0JBPG]

Börsenweisheit der Woche 27/2022

"In einen Marktsektor zu investieren, nur weil er 'so gut gelaufen ist', ist wie sich zu entscheiden, Mais im Oktober zu säen, nur weil der Mais des Nachbarn seit April so gut gewachsen ist."
(Ronald H. Muhlenkamp)

Samstag, 2. Juli 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im Juni

Der Juni sorgte für deutliche Kursverluste und führte dazu, dass der S&P 500 das schlechtes Halbjahresergebnis seit 50 Jahren zu verzeichnen hat. Der anhaltende Inflationsdruck und die sich stark verschärfende Lage an den Energiemärkten, vor allem in Europa, ließen die Hoffnung auf eine Wirtschaftserholung schwinden und die Sorge vor noch stärkeren Zinsmanövern der Notenbanken (Fed und EZB) samt der dadurch drohenden Rezession schickten die Laune der Börsianer auf Talfahrt. Und nicht nur ihre. Das Verbrauchervertrauen in den USA markiert historische Tiefststände und liegt inzwischen sogar unterhalb der Spitzenabsturzwerte aus 2008 und 2020, als die Finanzkrise bzw. die Coronakrise ihren Höhepunkt hatten. Dabei gibt es mehr offene Stellen in den USA als jemals zuvor und die Arbeitslosenquote ist niedriger als vor dem Coronaausbruch.

In dieser Gemengelage war mit Aktien kein Stich zu machen, aber auch Immobilien schwächeln, Kryptowährungen kollabieren und Anleihen liefern eine grottenschlechte Rendite ab - alles vor Inflation. Die entwertet den Restbestand noch zusätzlich.

Ende Mai hatte ich noch auf die unsinnige Regel "Sell in may" hingewiesen und nun kann man sagen: Hochmut kommt vor dem Fall. Anders ausgedrückt: nur weil eine Börsenregel keine Gültigkeit mehr hat, bedeutet das nicht, dass die Börsenkurse sich nicht doch ab und zu entsprechend verhalten.

Ich bin ja meistens voll investiert und so haben die fallenden Kurse mein Depot und die von mir betreuten Wikis entsprechend hart getroffen. Da in Deutschland eine Gasmangellage droht mit unabsehbaren und möglicherweise katastrophalen Folgen, habe ich die potenziell am stärksten betroffenen Nebenwerte im Wiki verkauft und Positionen reduziert. Die Cashquote liegt daher bei rund 25 %. Das wird aber kein Dauerzustand; tritt die Gasmangellage ein und die Kurse stürzen ab, werde ich die Cashquote zum Nachkauf nutzen. Entspannt sich hingegen die Lage und ich kann sicher sein, dass der "Gasschock" für die deutsche Industrie ausbleibt, werde ich das Geld ebenfalls wieder investieren. Wann dieser Zeitpunkt eintritt, ist heute nicht zu sagen. Klar ist, dass Gazprom die aktuell bereits auf 40 % Leistung reduzierte Pipeline Nordstream 1 vom 11. bis 21. Juli komplett abschalten wird wegen "routinemäßiger Wartungsarbeiten". Entscheidend wird sein, was danach passiert, ob Deutschland dann wieder russisches Gas erreicht - und in welcher Menge. Es steht uns also ein heißer Sommer bevor, so oder so...

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist eine Anregung. Sie enthält Aktien, die ich langfristig für interessant und aussichtsreich erachte und hier im Blog begleite. Trotz vieler Überschneidungen ist sie weder identisch mit meinem Investmentdepot noch mit meinen Wikis und sie ist auch kein Musterdepot.















































































▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Updates

In meinen Investor-Updates beschreibe ich quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und erläutere meine aktuelle TOP 10.

▶ Performance-Updates

In meinen Performance-Updates beschreibe ich monatlich, wie sich die Börsen in den vergangenen Wochen so geschlagen haben und meine drei Wikis.

Freitag, 1. Juli 2022

Kissigs Portfolicheck: Frank Sands stärkster Kauf ist… Amazon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 197. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot von Frank Sands, der nur Unternehmen kauft, die seine sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Am Ende des 1. Quartals 2022 hielt Frank Sands 68 Werte in seinem Portfolio, darunter 2 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei 10 % und das deutlich geschrumpfte Depotvolumen bei 43,5 Mrd. USD. Mit 37,1 % Gewichtung liegen die Technologiewerte inzwischen an der Spitze von Sands Depot und haben damit die Communication Services verdrängt, die es nur noch auf 21,1 % bringen. Es folgen zyklische Konsumwerte mit 15,8 % und Gesundheitsaktien mit 15,4 % vor Financial Services mit 7,7 %.

Die größte Position in Frank Sands Portfolio ist Amazon, dicht gefolgt von Visa. Auf dem dritten Platz liegt nun Sea Limited, die von der Aufstockung profitierten. Ebenso erging es DexCom und Block, die sich ebenfalls verbessern konnten. Mit Amazon setzt Sands auf einen erfolgsverwöhnten Online-Giganten, der zuletzt einige Kratzer in den Lack bekam und dessen Kurs entsprechend heftig in die Knie ging. Dabei ist der ehemalige Online-Buchversender längst ein Online-Powerhouse, das eine Branche nach den anderen umkrempelt. Und das zahlt sich auf lange Sicht aus...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, Sea Limited auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 27. Juni 2022

Kissigs Aktien Report: Liquidität ist wie Sauerstoff für Unternehmen und Börsen - und Business Development Companies wie FS KKR Capital, Hercules Capital, Main Street Capital

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 26/2022

"Die Grundideen des Investierens sind: Die Aktien als Teile von Unternehmen zu betrachten, Kursveränderungen zu Deinem Vorteil zu nutzen und eine Sicherheitsmarge zu suchen. Das hat Ben Graham uns gelehrt. In hundert Jahren werden das immer noch die Eckpfeiler des Investierens sein."
(Warren Buffett)

Freitag, 24. Juni 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zur clearvise AG: Steigende Gewinne dank Rückenwind und Sonnenschein

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Donnerstag, 23. Juni 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ray Dalio wettet auf fallende Kurse – und Coca-Cola

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 196. Portfoliocheck nehme ich mir wieder Ray Dalio vor, der den 1975 von ihm gegründeten Hedgefonds Bridgewater Associates zum größten Hedgefonds der Welt aufgebaut hat. Seit einigen Jahren kritisiert Dalio die Geldflut der Notenbanken und warnt vor den negativen Konsequenzen, wenn diese Blase platzt. In den letzten Monaten gewann seine Kritik an Bedeutung, nachdem die Preise explosionsartig in die Höhe schossen und die Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Zinswende eingeläutet haben. Doch eine grundsätzliche Abkehr vom Aktienmarkt empfiehlt Ray Dalio Anlegern nicht. Vielmehr rät er zu ausgesuchten Investments in Unternehmen, die auch in Krisenzeiten hohe Kundennachfrage auf sich ziehen.

Im 2021er Schlussquartal hatte Dalio am stärksten seine Emerging Markets-Wetten reduziert und seine dies bezüglichen ETF-Positionen zwischen 29 % und 56 % abgebaut. Im 2022er Auftaktquartal stockte er nun genau hier am massivsten auf mit knapp 4,8 % Depotgewichtung. Die aufstrebenden Staaten in Asien stehen in seinen Augen viel aussichtsreicher da als Europa, wo im Osten der Ukrainekrieg ausgetragen wird, die Lieferketten am stärksten beeinträchtigt und die Energiepreise auf heftigsten abgestiegen sind. Nachvollziehbare Sichtweise.

Dalio blieb auch im 1. Quartal 2022 seinem aktiven Stil treu und krempelte gewaltige 38 % seines breit diversifizierten 24,8 Mrd. USD schweren Portfolios um. Es umfasst nun 970 Aktien, darunter 260 Neuaufnahmen. Mit 25,9 % nach zuvor 28,1 % sind defensive Konsumwerte weiterhin am höchsten gewichtet. Ihnen folgen nun Gesundhitswerte mit 18,2 %, die sich an den zyklischen Konsumwerten vorbeigeschoben haben, deren Gewichtung von 17,9 % auf 13,8 % gefallen ist. Mit großem Abstand folgen Technologiewerte mit 4,5 %, die nun vor den Finanzwerten mit 4,2 % liegen.

Bei den Einzelwerten langte Dalio beim Konsumgüterreisen Procter & Gamble ordentlich zu und baute seine Position um annähernd ein Drittel aus. Bei Johnson & Johnson stockte er sogar um 40 % auf und in ähnlichen Größenordnungen bei Coca-Cola, PepsiCo, Walmart, Costco und McDonald’s. Hier hatte Dalio bereits im Vorquartal seine Aktienpositionen jeweils zwischen 10 und 15 % ausgebaut. Dalio hat also neben den Emerging Markets ETFs also vor allem seine Depotschwergewichte aufgestockt. Und zu diesen gehört seit einiger Zeit schon Coca-Cola; der größte Getränkehersteller der Welt verkauft mehr als 2 Milliarden Getränke - pro Tag...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Costco auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 20. Juni 2022

Kissigs Aktien Report: Zünden die Aktiensplits bei Alphabet, Amazon und Shopify die nächste Rally?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 25/2022

"Es liegt in der Natur der Sache, dass die Aktienmärkte von Zeit zu Zeit stark fallen. Es gibt kein System, um schlechte Märkte zu vermeiden. Das kann man nur, wenn man versucht, den Markt zu timen, was eine wirklich dumme Sache ist."
(Charlie Munger)

Freitag, 17. Juni 2022

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmiller verkauft Technologiewerte und holt sich bei Chevron Energie

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 195. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 % erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil und legt den Schwerpunkt auf einige wenige, ausgesuchte Werte. Er war auch im 1. Quartal 2022 wieder sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 27 %. Unter seinen nun 51 Positionen finden sich 17 Neuaufnahmen. Er steht dem Gesamtmarkt weiterhin sehr skeptisch gegenüber und geht von einer Fortsetzung der Korrektur aus – auch wenn er meint, sie werde nicht mehr ewig dauern. Die Inflation habe er unterschätzt, aber die Notenbank habe vollends versagt und hinke der Entwicklung komplett hinterher. Die Zinsen müssten mindestens bei 8 % stehen und damit würde die Wirtschaft geradezu abgewürgt. Eine schwierige, aber selbst verschuldete Zwickmühle. Seinen Portfoliowert hat er daher nochmals weiter reduziert und zusätzliches Cash aufgebaut. Ende des Quartals lagen seine Aktienpositionen nur noch bei 2,3 Mrd. USD, vor einem Jahr waren es noch 4,0 Mrd.

Druckenmillers pessimistische Einstellung zu Wirtschaft und Börse zeigt sich an seinen Transaktionen, denn er hat eine Reihe von populären Werten aus seinem Depot geworfen: Alphabet, Airbnb, Starbucks, Palo Alto Networks, Carvana. Der "digitale Fußabdruck" in Druckenmillers Portfolio ist stark geschrumpft; inzwischen sind die Technologiewerte mit einem Anteil von 21,4 % auf Rang zwei zurückgefallen. Die zyklischen Konsumwerte stellen mit einem Gewicht von 26,4 % inzwischen den mit Abstand stärksten Sektor dar, allerdings waren es im Vorquartal sogar 39,8 % Gewichtung. Basic Materials schoben sich auf den dritten Platz vor mit nun 15,1 % statt bisher 7,3 % und liegen vor Energiewerten, die ihren Anteil auf 12,4 % ebenfalls massiv ausgebaut haben. Communication Services stürzen von 18,6 auf 7,3 % ab und landen damit auf dem fünften Rang.

Interessanterweise kaufte Druckenmiller trotz seines ansonsten furiosen Sell-outs bei Technologiewerten beim Windows-Konzern Microsoft sogar weiter zu und baute seine Position um mehr als ein Viertel aus. Gleiches gilt für Coupang, wo er auch in diesem Quartal 9,4 % zukaufte nach 14,5 % im Vorquartal. Und auch von Amazon stockte er nochmals auf. Der Energiekonzern Chevron, Warren Buffetts neuer Liebling, hat sich auch in Druckenmillers Depot auf den fünften Platz hochkatapultiert...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Airbnb, Amazon, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 15. Juni 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zur Deutschen Rohstoff AG: Nach dem Gewinnsprung ist vor dem Gewinnsprung

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Dienstag, 14. Juni 2022

Kissigs Aktien Report: Wasser ist das neue Lebenselixier – der US-Ölproduzenten. Und Select Energy Services profitiert

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 13. Juni 2022

Kissigs Portfoliocheck: Mit Ally Financial spekuliert Value Investor Bill Nygren jetzt auf Kredit

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 194. Portfoliocheck beschäftige ich mich mal wieder mit Bill Nygren, Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 % vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Zum Ende des 1. Quartals 2022 hatte er 57 Werte im Depot, darunter lediglich fünf neue. Seine Turnoverrate stieg gegenüber dem Vorquartal weiter an und lag bei 11 %.

An der Branchengewichtung hat sich nichts geändert. Mit 32,4 % bleiben die Financial Services in Nygrens gut 16,8 Mrd. USD Dollar schweren Depot an der Spitze, allerdings hat ihr Gewicht um knapp 3 % nachgegeben. Communication Services folgen ihnen mit 15,9 % vor Energiewerten, die von 8,5 % auf 11,3 % zulegten. Zyklische Konsumwerte liegen mit 9,7 % weiterhin auf Platz vier, während Technologiewerte mit nun 9,5 % vom dritten auf den fünften Rang zurückfielen.

Auf den ersten Blick fällt gleich auf, dass Nygren bereits damit begonnen hat, von Value- zu Growth-Aktien umzuschichten. Mit seinem antizyklischen Manöver war er allerdings recht früh dran, wie wir heute wissen. EOG Resources steht erstmals an der Spitze von Bill Nygrens Depot. Der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise hat auch die Aktien des US-Öl- und Gasexplorers kräftig angeheizt, so dass der bisherige Spitzenreiter Alphabet auf Platz zwei verwiesen wurde. Ally Financial ist ihm jedoch dicht auf den Fersen. Ally rangiert nach verwalteten Vermögenswerten auf Platz 23 der größten US-Banken. Dabei ist sie die größte digitale Direktbank in den USA mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 184 Mrd. USD. Ihr Schwerpunkt ist die Automobilfinanzierung, die die Umsätze und Gewinne schon lange prozentual zweistellig antreibt. Das dürfte auch so bleiben und Bill Nygren ist mit 4,1 % inzwischen der fünftgrößte Aktionär des Unternehmens.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Börsenweisheit der Woche 24/2022

"Volatilität ist letztlich positiv für unser Geschäft. Die Geschäfte, die wir in diesem schwierigen Umfeld tätigen, legen den Grundstein für potenziell bedeutende zukünftige Ausschüttungen."
(Stephen A. Schwarzman, Gründer/CEO von Blackstone)

Sonntag, 12. Juni 2022

An der Börse kriegt man nichts geschenkt. Auch Gratisaktien nicht!

Aktiensplits sind bei Anlegern beliebt: Apple hat es getan, Amazon ebenso und es folgen nun Alphabet, Shopify und Tesla. Wenn Unternehmen ihre Aktien splitten, hat dies real allerdings keine Auswirkungen auf den Wert des Unternehmens; dieser verteilt sich nur auf mehr Anteile und dem entsprechend ist jeder dieser Anteile weniger wert. Dennoch kommt die Ausgabe von Berichtigungsaktien (auch Gratisaktien genannt) bei Unternehmen als auch bei Anlegern meistens gut an. Vor allem in den USA. Aber auch zunehmend in Deutschland, wo sich manche Kritiker (ungern) an den Hype am Neuen Markt erinnern, als den damals rasanten Kursanstiegen sehr schnell Aktiensplits folgten, um die Aktien optisch wieder "billiger" zu machen. Und viele Anleger dachten, dass eine Aktie, die zuvor von 20 auf 100 DM gestiegen und nach dem Split wieder für 20 DM zu bekommen war, erneut auf 100 DM steigen würde. Oder gar müsste. Eine geradezu wundersame Geldvermehrung also, wie bei einem Schneeballsystem. Dabei sind Aktiensplits weder Zaubermittel noch Teufelszeug...

Dienstag, 7. Juni 2022

Kissigs Aktien Report: Weshalb die Silicon Valley Bank trotz und wegen des Börsencrashs so unverschämt gut verdient

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 6. Juni 2022

Börsenweisheit der Woche 23/2022

"Das beste Geschäft ist eine Lizenzgebühr auf das Wachstum anderer, die selbst wenig Kapital benötigt."
(Warren Buffett)

Sonntag, 5. Juni 2022

Kostolany lehrt uns: An der Börse ist zweimal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins. Komm damit klar!

André Kostolany, der erfolgreiche Börsenspekulant, Bonvivant und Autor, hat zahlreiche Bücher verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen.

Sein Buch "Kostolanys Börsenseminar" war das erste Buch, das ich jemals über das Thema Börse gelesen habe. Und ich habe nicht nur viel über sie gelernt, sondern es hat mich auch mit dem noch immer anhaltenden Börsenfieber angesteckt. Über eine seiner vielen Weisheiten möchte ich heute sprechen, denn es geht um die Schwankungen der Börsenkurse, ihren nicht linearen Verlauf und wie Anleger sie bei ihrer Aktienanlage als etwas Natürliches akzeptieren sollten.
»An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins. Und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten.«
(André Kostolany)
Ich halte ja nichts von Charttechnik, aber wenn man sich den Verlauf von Börsenkursen ansieht erkennt man schnell, dass sie nicht linear von einem Punkt zum anderen führen, sondern ein ziemliches Hin- und Hergezucke sind. Auch wenn sich aus ihnen eine Tendenz ablesen lässt und man sie durch Verbinden des Startpunkts der Ansicht mit dem Endpunkt "glätten" kann. Manche Kurscharts vermitteln den Eindruck, als würde es mit der Aktie nur nach oben gehen, schnurgerade von links unten nach rechts oben. Aber natürlich gibt und gab es unterwegs immer Schwankungen, meistens sogar deutliche Kurseinbrüche, die sich im Nachhinein beim Betrachten des Kursverlaufs als Kaufgelegenheiten entpuppen. Aber Hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger...

Donnerstag, 2. Juni 2022

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb mistet Technologieaktien aus und kauft sich... eine Eisenbahn

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 193. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Eine Turnoverrate von 15 % ist selbst für Daniel Loebs Verhältnisse hoch, auch wenn sie gegenüber den 22 % aus dem Vorquartal deutlich niedriger liegt. Ende des 1. Quartals 2022 enthielt sein Portfolio statt 91 nur noch 75 Aktienwerte, darunter 10 Neuaufnahmen. Sein ausgewiesener Portfoliowert liegt allerdings mit 7,7 Mrd. USD rund 45 % unter den 14,3 Mrd. USD aus dem Vorquartal. Loeb meint, wir würden gerade eine Zeitenwende an der Börse erleben, wo Technologiewerte ihre (zu) hohen Bewertungen nicht mehr rechtfertigen könnten angesichts der zunehmenden Attraktivität von Valueaktien. Er hat daher ordentlich Geld vom Tisch genommen und auch seine Depotumschichtungen spiegeln seine neue Überzeugung deutlich wider.

Komplett verkauft hat Loeb auch einstige Depotschwergewichte wie Amazon, Alphabet, Upstart Holdings, Walt Disney, RH, Accenture PLC, Burlington Stores. Bei Microsoft waren es mehr als zwei Drittel, bei Intuit über ein Drittel seiner Position. Seine gewichtigsten Zugänge sind der Stahlriese Alcoa und die Eisenbahngesellschaft CSX Corp., die sich mit ihrem Quasimonopol an der US-Ostküste zu einem wahren Cashflowmonster entwickelt und in den letzten 15 Jahren fast die Hälfte ihrer Aktien zurückgekauft hat.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, CSX, Intuit, Microsoft, RH, Walt Disney auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 1. Juni 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im Mai

Der Mai begann erneut schwach, doch zum Ende schloss er versöhnlich. Am Markt weicht die Angst vor einem heftigen Überdrehen der Zinsschraube durch die US-Notenbank, weil der Preisdruck etwas nachlässt, die Konjunktur schwächelt, China seinen Lockdown in Shanghai lockert und damit die Störungen der Lieferketten langsam entwirrt werden. Gleichzeitig trifft man fast nur noch auf Pessimisten, die ellenlange Erklärungen dafür haben, dass alles nur noch schlimmer werden kann. Viel schlimmer. Dazu passt, dass die professionellen Fondsmanager mehr Bargeld horten als in den letzten 20 Jahren zuvor. Doch wie sagte schon André Kostoalany: "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief". Aber was könnte schiefgehen? Richtig, die Rezession wird abgeblasen, der Börsencrash bleibt aus und die Aktienkurse beginnen einfach wieder zu steigen. Vielleicht sogar (schon) die niedergeknüppelten High-Growth-Werte. Also nix da mit "Sell in may", der Spruch ist ohnehin renditeschädlich.

Und bisher ist ja auch kaum was passiert. Die Earnings Season offenbarte, dass die Unternehmen noch immer gut verdienen; -1 % ggü. Q1/21, allerdings -14 % ggü. Q4/2021. Die Dividendenausschüttungen sind auf Rekordniveau. Optimismus? Fehlanzeige. Beim Blick nach vorn herrscht Tristesse, es werden sorgenvolle Minen aufgesetzt. Doch wie lehrte uns Börsenlegende Sir John Templeton: "Die Zeiten des größten Pessimismus sind die besten Zeiten, um zu kaufen und die Zeiten des äußersten Optimismus sind die besten Zeiten, um zu verkaufen".

Für die meisten Anleger stellt sich die Frage, ob jetzt (schon) die beste Zeit ist, um mit Aktien wieder ordentlich Geld zu verdienen. Doch das ist die falsche Frage. Die (einzig) richtige Frage lautet, an welchen großartigen Unternehmen man jetzt beteiligt sein sollte. Und davon gibt es einige...

Dienstag, 31. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Elon Musk - der Twitter-Alptraum

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 30. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt verdoppelt seinen Einsatz bei Roper Technologies

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 192. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40 %.

Zum Ende des 1. Quartals 2022 hatte Joel Greenblatts Gotham Capital 1.114 Werte mit einem Gesamtwert von 3,25 Mrd. USD im Portfolio, darunter 160 Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate bei sehr hohen 25 %. Technologiewerte sind mit 19,7 % weiter am höchsten gewichtet vor Gesundheitsaktien (12,1 %), Industriewerten (11,3 %), zyklische Konsumwerten (10,8 %) und Finanzwerten (7,6 %).

Die höchste Gewichtung in Greenblatts Portfolio haben mit zusammen knapp 12 % zwei S&P 500-ETFs. Stärker reduziert hat Greenblatt bei HCA Healthcare und Johnson Controls, während er bei General Mills um 42 % aufstockte. Ebenfalls zugekauft hat er bei Molina Healthcare, Nucor, Overstock und bei Roper Technologies hat er seine Position sogar um 110 % mehr als verdoppelt. Der US-Mischkonzern hat 43 Tochterunternehmen, die als Nischenmarktführer in den vier Geschäftsfeldern Application Software, Network Software and Systems, Measurement and Analytical Solutions sowie Process Technologies tätig sind. Und damit als Triebfedern für Digitalisierung und Automation der Wirtschaft Schlüsselrollen einnehmen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Roper Technologies auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Börsenweisheit der Woche 22/2022

"Jedes Mal, wenn Aktien fallen, hat man das Gefühl, dass sie noch weiter fallen werden. Es ist immer viel einfacher, auf einen langfristigen Chart zurückzublicken und sich zu ärgern, dass man nicht gekauft hat, als die Aktien in der Vergangenheit fielen."
(Ben Carlson)

Freitag, 27. Mai 2022

André Kostolany lehrt uns: "Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld."

André Kostolany war ein erfolgreicher Börsenspekulant, Bonvivant und Autor. Er hat zahlreiche Bücher verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen.

Sein Buch "Kostolanys Börsenseminar" war das erste Buch, das ich jemals über das Thema Börse gelesen habe. Und ich habe nicht nur viel über die Börse gelernt, sondern dieses Buch hat mich auch mit dem Börsenfieber angesteckt, das bis heute nicht abgeflaut ist. Über eine seiner vielen Weisheiten möchte ich heute sprechen, denn es geht um Kursverluste, den Umgang mit ihnen und dass sie nicht etwa es Ungewöhnliches an der Börse sind, sondern einfach dazugehören...
»Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.«
(André Kostolany)

Montag, 23. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: FinTech-Kursmassaker bei LendingClub, SoFi, Upstart - Kernschmelze oder Kaufgelegenheit?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 21/2022

"Um Geld mit Aktien zu machen, brauchst Du den Weitblick, sie zu erkennen, den Mut, sie zu kaufen, und die Geduld, sie zu halten."
(George Fisher Baker)

Sonntag, 22. Mai 2022

Psychologie der Massen: Buffett erklärt, weshalb Lemminge keine guten Anleger sind

Immer wieder erleben wir heftige Börsenkorrekturen. Nachdem S&P 500, DOW und DAX Ende letzten Jahres noch neue Allzeithochs markierten, sind sie in den letzten Monaten deutlich unter die Räder gekommen und die hochkochende Panik wegen der hohen Inflation, steigender Preise, gestörter Lieferketten, steigender Zinsen und des anhaltenden Ukrainekriegs zerrt an den Nerven. Momentan dominieren nicht die Fakten das Börsengeschehen, sondern vor allem die Emotionen Angst und Gier. Und viele Anleger müssen eine der ältesten Lektionen des Börsengeschäfts neu lernen...

Donnerstag, 19. Mai 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Ernst Russ: Mit Schifffahrt wieder richtig Geld verdienen

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel, nicht nur die von mir verfassten, vorab in ihr Email-Postfach und das Magazin mit allen Artikeln erscheint dann alle 14 Tage.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Mittwoch, 18. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Bei Dropbox wittert Value Investor Seth Klarman die größten Cloudgewinne

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 191. Portfoliocheck schaue ich wieder Seth Klarman über die Schulter. Der Deep Value Investor kauft gerne Unternehmen, die von der Börse verschmäht und daher zu Rabattpreisen angeboten werden. Er investiert gerne mit großer Sicherheitsmarge und erzielt mit diesem Ansatz seit Jahrzehnten mit durchschnittlich 19% überragende Renditen.

Im 1. Quartal 2022 schichtete Klarman 7 % seines Depots um; am Ende hält er nun 54 Werte und darunter finden sich 4 Neuaufnahmen. Der Wert seines Aktienportfolio sank im von 10,1 Mrd. auf 9,3 Mrd. USD. Mit 40,7 % Gewichtung ist der Technologiesektor weiterhin am stärksten in seinem Depot vertreten, dicht gefolgt von Communication Services mit 38,7 %. Das restliche Fünftel führen Gesundheitswerte mit 5,3 % vor Industrieaktien mit 5,3 % und Finanzwerten mit 4,8 % an.

Komplett getrennt hat sich Seth Klarman von Pershing Square Tontine Ltd. Die ehemals 4 Mrd. USD schwere SPAC von Bill Ackmann hätte Universal Music übernehmen sollen, doch der Deal platzte – wie so viele SPAC-Transaktionen zahlte sich diese Special Purpose Acquisition Company für ihre Investoren nicht aus. Bei NortonLifeLock hat Klarman ebenfalls alle seine Anteile verkauft, nachdem er hier erst im Vorquartal neu eingestiegen war. Bei Nexstar Media Group verkaufte er ein Drittel, bei Verint Systems 41 % und bei Intel 8 %. Aufgestockt her er bei Fiserv und Qurvo und auch seine Dropbox-Position baute er um knapp ein Drittel aus...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Montag, 16. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Die neue Berkshire Hathaway? Kannste gleich vergessen!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 20/2022

"Wenn die Notenbanken viel Geld drucken, um eine Krise zu entschärfen, sollte man Aktien, Gold und Rohstoffe kaufen, denn deren Wert wird steigen und der Wert des Papiergeldes wird fallen."
(Ray Dalio)

Sonntag, 15. Mai 2022

Warren Buffett und sein gespaltenes Verhältnis zu Dividenden. Und Aktienrückkäufen...

Zum Thema Dividenden äußert sich Warren Buffett gerne und regelmäßig. Doch man könnte glatt zu der Ansicht gelangen, er würde je nach Blickwinkel unterschiedliche Ansichten vertreten. Und das gilt durchaus auch für Aktienrückkäufe.

Buffett liebt Dividenden. Eigentlich...

Buffet bevorzugt Unternehmen mit saftigen Dividenden, denn sie bringen ihm für seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einen steten Zustrom frischen Geldes, das er dann wieder reinvestieren kann. Aufgrund seiner vielen Beteiligungen landet nicht alle paar Wochen mal ein Dividendenscheck im Briefkasten, sondern es gehen täglich viele Dividendenzahlungen auf dem Konto von Berkshire Hathaway ein. Und die warten geradezu auf neue Anlageideen von Warren Buffett und Charlie Munger. Zwischenzeitlich hatte sich sein Cashbestand auf atemberaubende 150 Mrd. USD hochgeschraubt, doch seit Jahresbeginn investierte Buffett bereits mehr als 50 Mrd. USD für Aktienkäufe und so liegen jetzt "nur" noch rund 100 Mrd. USD in der Kasse. Die heftigen Börsenturbulenzen haben also auch ihr Gutes - für Buffett und Berkshire-Aktionäre.

Wenn jedoch die eigenen Investoren seiner Holding - Buffett betrachtet sie als Partner - die Forderung an Buffett herantragen, diese hohen Cash-Reserven auch für Dividendenzahlungen an die Berkshire-Aktionäre einzusetzen, blockt Buffett kurzerhand ab. Und dafür hat er natürlich seine Gründe. Auch Gute?!

Samstag, 14. Mai 2022

Volatilität ist...

Volatilität ist... wenn der DAX morgens mit zwei Prozent im Minus startet und Du Dich entspannt zurücklehnst, weil es heute nach einem eher ruhigen Börsentag aussieht.

Donnerstag, 12. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ken Fisher will mit DIY punkten und kauft bei Home Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 191. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl der Coronacrash den vorherigen langen Bullenmarkt der Definition nach beendete, hat die "kürzeste Baisse aller Zeiten" dafür gesorgt, dass sich der neue Bullenmarkt nicht wie ein solcher verhält, sondern wie ein sehr alter. Und dabei können vor allem die großen Technologiewerte ihre Stärken ausspielen. Die aktuellen Marktturbulenzen stuft Fisher als W-Formation ein, also die Ausbildung eines doppelten Bodens, bevor die Kurse sich im Jahresverlauf dann zu neuen Höhen aufschwingen. Eine Botschaft, die leidgeprüfte Anleger wohl gerne glauben möchten.

Im 1. Quartal 2022 dominieren in Fishers Portfolio weiterhin die Technologieaktien mit 29,8 % Anteil. Auf dem zweiten Rang folgen nun Gesundheitswerte mit 11,0 %, die sich an den zyklischen Konsumwerten und den Finanzwerten mit jeweils knapp 10,8 % vorbeigeschoben haben. Kommunikationsanbieter liegen mit 8,3 % auf Platz 5. Das von Fisher verwaltete Vermögen beläuft sich auf 170 Mrd. USD und verteilt sich auf 1.017 Aktien, von denen 96 im letzten Quartal neu aufgenommen wurden. Die Turnoverrate lag bei für Fisher vergleichsweise hohen 7 %.

Beim Bergbaukonzern BHP verdoppelte er seinen Einsatz, bei Amazon, AMD, Nvidia stockte er auf. Cisco, UnitedHealth, Walmart, Walt Disney verkaufte er hingegen fast vollständig. Zugekauft hat er hingegen bei der weltweit größten Baumarktkette Home Depot, die auf Platz 15 in seinem Depot vorgerückt ist.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, Nvidia, Walt Disney auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 10. Mai 2022

FS KKR Capital steigert Gewinn, NAV und Dividende in Q1/22 - Dividendenrendite 13 %

Business Development Companies haben einen festen Platz in dividendenorientierten Depots. Neben der Dividendenrendite ist dabei auch immer die Kursentwicklung im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite des Investments ergibt. Auf den Kursverlauf hat man als Anleger kaum Einfluss, sehr wohl aber auf die Auswahl der Aktien mit den besten Kursaussichten. Grundsätzlich gilt: Wenn das Business floriert, wird der Kurs letztlich folgen.

In meinen BDC-Earnings-Reports richte ich meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen einer BDC, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite.

FS KKR Capital Corp. Earnings-Report Q1/2022

FS KKR Capital (FSK) lieferte überzeugende Zahlen für das 1. Quartal ab. Das bereinigte Net Investment Income (NII) lag bei 0,72 USD je Aktie und damit deutlich über den 0,65 USD aus Q4/21. Das Total Investment Income von 396 Mio. USD hat sich ggü. den 163 Mio. USD aus Q4/21 mehr als verdoppelt und liegt auch meilenweit vor den 151 Mio. USD aus dem Vorjahresquartal (Q1/21). Der Gesamtmarktwert der Investitionen (Total Fair Value) belief sich am 31. März 2022 auf 16,6 Mrd. USD gegenüber 16,1 Mrd. am 31. Dezember und der Nettoinventarwert (NAV) konnte auf 27,33 USD je Aktie weiter zulegen (Q4/21: 27,17). Aber das ist noch nicht alles...

Montag, 9. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Wie kann man jetzt noch in China investieren?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 19/2022

"Es ist ein Fehler, zu denken, man begrenze sein Risiko, indem man sein Geld zu sehr auf Unternehmen verteilt, von denen man wenig weiß und denen man nicht richtig vertraut. Eigenes Wissen und Erfahrung sind definitiv begrenzt und es gibt selten mehr als zwei oder drei Unternehmen, in die ich zu einem Zeitpunkt volles Vertrauen setze."
(John Maynard Keynes)

Samstag, 7. Mai 2022

Warren Buffett weiß, was Anleger beim Investieren unbedingt vermeiden sollten

Warren Buffett, der wohl bekannteste und erfolgreichste Investor der Welt, macht aus seiner Investment-Philosophie kein Geheimnis. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway führt er nach diesen Prinzipien und versteht es immer wieder, auch schwierige Zusammenhänge leicht verständlich zu präsentieren.

Auf CNBC beantwortet er schon seit Jahren immer mal wieder mehrere Stunden lang Fragen von Anrufern und gibt dabei kluge Ratschläge, wie Anleger sich verhalten und was sie auf jeden Fall vermeiden sollten.
»Worauf es für die meisten Menschen beim Investieren ankommt, ist nicht, wie viel sie wissen, sondern wie realistisch sie definieren, was sie nicht wissen. Ein Investor muss nur ganz wenige Dinge richtig machen, solange er große Fehler vermeidet.«
(Warren Buffett)
Leichter gesagt als getan? Eigentlich nicht...
 

Freitag, 6. Mai 2022

Steico: Ungebremst rekordverdächtig erfolgreich

Steico hat nach einem sehr starken 2021 im 1. Quartal 2022 einfach weiter Gas gegeben. 2021 war geprägt durch eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach ökologischen Holzfaser-Dämmstoffen und Konstruktionsprodukten, so dass ein Wachstumssprung um 25,7 % auf einen neuen Umsatzrekord von 388,2 Mio. EUR realisiert werden konnte. Der Jahresüberschuss konnte sogar um 109,7 % auf 48,2 Mio. EUR zulegen. Trotz größerer Herausforderungen konnte der Umsatz im 1. Quartal 2020 um weitere 27,9 % gegenüber Vorjahr auf 115,9 Mio. EUR gesteigert werden. Das EBITDA konnte mit 23,5 Mio. EUR um 23,9 % gesteigert werden, das EBIT um 24,6 % auf 17,2 Mio. EUR. Und selbst die Dividenden steigt um überdurchschnittliche 33,33 % von 0,30 auf 0,40 EUR je Aktie. Steico ist einfach eine Klasse für sich und irgendwie spielen dem Unternehmen alle Entwicklungen in die Karten...

Dienstag, 3. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Value Investor Tom Russo setzt hochprozentig auf Jack Daniel‘s-Hersteller Brown-Forman

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 190. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15 % einbrachte.

Tom Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 4. Quartal 2021 ließ er es gewohnt ruhig angehen. Obwohl er nicht völlig untätig blieb, liegt seine Turnoverrate mit unter 3 % weiterhin auf niedrigstem Niveau. Die größte Auswirkung auf das Portfolio hatte die Reduzierung der Position von AB InBev um knapp 84 %, die Russo ursprünglich zwischen 2010 und 2011 aufgebaut hatte. Mit 38,6 % nehmen defensive Konsumwerte weiterhin den größten Anteil in Russos Depot ein, auch wenn ihre Gewichtung um knapp 2 % sank. Ihnen folgen nach wie vor Finanzwerte mit 31,3 % und Kommunikationswerte mit 13,1 %. Seine fünf größten Positionen bringen es zusammen auf einen Depotanteil von 50,9 % und bezieht man darin beide Berkshire-Aktiengattungen ein, wären es sogar 55,75 %.

Spirituosenhersteller Brown-Forman rangiert nicht unter Russos Top 10-Positionen und wird vielen Anlegern nichts sagen. Sein Spitzenprodukt hingegen schon: Jack Daniel's Tennessee Wiskey. Und Brown-Forman hat noch einiges mehr zu bieten...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 2. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Vom Biotech-Boom profitieren – ausgerechnet mit Sartorius?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 18/2022

"Wenn ich mir den Jahresbericht eines Unternehmens ansehe und ihn nicht verstehe, will man nicht, dass ich ihn verstehe."
(Warren Buffett)

Samstag, 30. April 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im April

Der April forderte einen Großteil der Kursgewinne aus dem März zurück. Eigentlich ging es den ganzen Monat hindurch brutal abwärts, weil es irgendwie auch keine positiven Nachrichten gab. Alle Themenfelder, die die Börsen schon seit Monaten belasten, bekamen weiter neue Nahrung: die Lieferketten stocken, auch dank Chinas Zero-COVID-Lockdown in Shanghai, die Preis und ihnen folgend die Inflation schnellen ungebremst in die Höhe, weshalb die Notenbanken immer hysterischere Töne Richtung Zinsanhebungen aussenden und damit die Wahrscheinlichkeit einer Rezession weiter erhöhen. Und der Ukrainekrieg? Da gibt es auch wenig Zeichen der Entspannung, so dass alle vorgenannten Problemfelder zusätzlich Futter bekommen.

Gute Nachrichten? Fehlanzeige. Außer... dass die Stimmung bei den Bürgern, in der Wirtschaft und an der Börse inzwischen ziemlich pessimistisch ist. Was grundsätzlich schon wieder positiv zu werten ist. Ken Fisher erklärte jüngst, die aktuelle Korrektur sei nicht mehr als eine solche. Anleger hätten sich zwar an "V-förmige Erholungen" gewöhnt, aber dieses Mal sei es eine "W-förmige" Korrektur, die den Boden für neue Kursaufschwünge in der zweiten Jahreshälfte bereite.

Der gute Ken hat übrigens sehr oft Recht mit seinem Marktvorhersagen - in beide Richtungen. Es besteht also noch Hoffnung. Und dass sich in Frankreich Macron mit 58 % gegen Le Pen durchsetzen und die EU damit vor einer weiteren schweren Krise bewahren konnte, ist ja auch kein schlechtes Omen.

Doch maßgeblich war in den letzten Tagen natürlich die US-Earnings-Season und da lag das Augenmerk nach dem Netflix-Fiasko auf den Schwergewichten Alphabet, Amazon, Apple, Meta Platforms und Microsoft. Und man kann feststellen: die As haben's versaut, die Ms haben's überzeugt...

Freitag, 29. April 2022

Kissigs Portfoliocheck: Microsoft ist Jeremy Granthams stärkstes Investment

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 188. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007. Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

In seinem Investorenbrief von Anfang April 2022 erklärte Grantham, die seit Ende der Finanzkrise 2009 währende Dominanz der Growth-Aktien über die Value-Aktien sei vorbei, denn Profitabilität werde wieder zu einem ganz entscheidenden Faktor bei der Unternehmensbewertung: "The turn in Value is just getting started". Grantham setzt weiterhin konsequent auf Aktien mit dominierendem Geschäftsmodell und Preissetzungsmacht, die steigenden Zinsen und höherer Inflation am besten trotzen können.

Im 4. Quartal 2021 schichtete Jeremy Grantham 8 % seines Portfolios um und hielt am Ende 677 Werte, darunter 97 Neuaufnahmen. Der Wert der von ihm bei GMO verwalteten Kundenportfolios lag Ende des Quartals um eine halbe Milliarde höher bei 20,8 Mrd. USD. Mit 30,0 % gewichtet er Technologiewerte weiterhin am stärksten vor Gesundheitsaktien mit 18,9 % und Finanzwerten mit 13,5 %.

Trotz einer leichten Reduzierung bleibt Microsoft unangefochtener Spitzenreiter in Granthams Depot. Die Gewichtung legte dank der starken Kursperformance sogar von 4,7 % auf 4,95 % zu. Auf Platz 2 rangiert weiterhin Apple und dahinter folgt immer noch UnitedHealth. Neuer vierter ist Coca-Cola vor U.S. Bancorp, die ihren fünften Platz behaupten konnten. Dass Graham gerade auf Microsoft setzt, hat dabei eine ganze Reihe guter Gründe...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Apple, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 28. April 2022

Starke 2021er Ergebnisse: Bei SBF läuft (fast alles) wie auf Schienen

SBF glänzt mit starken Zahlen. Der Anbieter von LED-Beleuchtungssystemen für Schienenfahrzeuge und die Industrie hat vorläufige noch nicht geprüften Konzernzahlen für ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Der Konzernumsatz stieg um 45,7 % auf 31,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,4 Mio.), das EBITDA erreichte mehr als eine Verdoppelung auf 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio.) und die EBITDA-Marge erreichte 22,7 % (Vorjahr: 15,1 %).

Der Auftragsbestand liegt weiter auf hohem Niveau und SBF geht für 2022 daher von weiter steigenden Umsätzen von mindestens 40 Mio. EUR aus. Dabei werden sich in beiden Geschäftsfeldern "Schienenfahrzeuge" und "Industrielle Beleuchtung" die Preissteigerungen der Materialien im Ergebnis niederschlagen. Dennoch geht SBF von einer auf die Branche gesehen überdurchschnittlichen Marge aus. Darüber hinaus hat man weitere Zukäufe im Visier...

Montag, 25. April 2022

Kissigs Aktien Report: Ungewissheit lässt Kurse purzeln. Aber Costco läuft einfach…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 17/2022

"In der Spekulation gerät die Selbstkritik, die beste Garantie für ein Minimum an gesundem Menschenverstand, in Gefahr."
(John Kenneth Galbraith)

Sonntag, 24. April 2022

Ken Fisher mahnt: Kurssteigerungen zu verpassen kostet Anleger mehr als ein Crash!

Psychologie bestimmt die Aktienkurse deutlich stärker als die Faktenlage. Und die menschliche Natur neigt dazu, Negatives deutlich stärker zu gewichten, als Positives. Das liegt in unseren Genen, die auf Überleben getrimmt sind - bei Gefahr schüttet unser Körper Adrenalin aus und aktiviert unseren Fluchtreflex. Diese Reflexe sicherten unserer Spezies das Überleben, doch in unserer modernen Welt benötigen wir diese Überlebenstechniken immer seltener. Und beim Investieren stehen sie unserem Erfolg sogar im Weg.

Wenn die Aktienkurse steigen, will jeder dabei sein und die Kursgewinne mitnehmen. Und wenn die Börse abwärts rauscht, will jeder aussteigen, möglichst schnell und zu jedem Preis. Was psychologisch nachvollziehbar ist ("Behavioral Finance"), ist dann allerdings auch der Grund, weshalb Anleger nicht besser, sondern überwiegend schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt. Sie folgen der Herde und können daher nicht besser sein. In der Wahrnehmung konzentrieren sich immer mehr Anleger auf die gleichen Risiken und Themen und überhöhen somit ihre Bedeutung (sog. "Attention Bias") - mit entsprechend starken Auswirkungen auf die Aktienkurse. Dabei neigen wir Menschen dazu, Negatives deutlich intensiver wahrzunehmen, als positive Erlebnisse. Auch negative Nachrichten geben wird wesentlich häufiger weiter als positive. Dass wir also Verluste viel stärker empfinden als Gewinne, nennt man "Dispositionseffekt". Und diese Erkenntnis führt uns zurück zu den Bullen und Bären...