Donnerstag, 11. Oktober 2018

Stunde der Value Investoren: Kurseinbrüche als Chance auf außerordentliche Kursgewinne!

Längere Zeit stiegen die Börsen schier unaufhaltsam an und das trotz der regelmäßigen "Schwarzen Schwäne", die wie trächtige Säue alle paar Monate durchs Dorf gejagt werden. Ob Ukraine-Konflikt, Brexit-Votum, Italien-Referendum oder die US-Wahl, bei allen Ereignissen wurden kräftige Kursverluste vorhergesagt - und wenn es welche gab, dann nur für kurze Zeit, bevor Anleger zurück in den Börsenmarkt strömten. Zu alternativlos erscheint der Aktienmarkt angesichts Negativzinsen zu sein.

Zuletzt hat sich die Lage aber eingetrübt, denn die Fed hebt stetig die Zinsen an und macht damit Geldanlagen wieder attraktiver im Verhältnis zu Aktien. Und auch wenn die US-Börsen erst vor wenigen tagen neue Allzeithochs erklimmen konnten, wurden diese Kursrekorde doch von immer weniger Aktien getragen. Andernorts, auch in Deutschland, ist bereits seit einigen Monaten eine Konsolidierungswelle zu erkennen mit teilweise deutlichen Kursabschlägen.

Den "bösen" September haben die Börsen einigermaßen unbeschadet überstanden, doch der Oktober zeigt sich von seiner ausgesprochen herbstlichen Seite - die Aktienkurse fallen wie Blätter im Wind. Und auch die zuvor so robusten US-Techwerte gehören nun zu den stark abverkauften Werten - doch dabei bieten sich auch Chancen für Hartgesottene, wie André Kostolany die Gegenspieler der Zittrigen nannte, die momentan das Börsengeschehen dominieren...



 Quelle: statista 
Zuletzt waren die Börsen besonders dank der US-Tech-Giganten wie Adobe, Alphabet (Google), Amazon, Apple, MastercardMicrosoft und PayPal angezogen, doch nun gab es einen deutlichen Rücksetzer gerade bei diesen Tech-Werten. Auch Goldman Sachs warnte, die Bewertungen könnten inzwischen überzogen sein. Das ist wohl wahr.

Andererseits sind gerade diese Tech-Giganten diejenigen Unternehmen, die unsere Welt komplett aus den Angeln heben und immer neue Märkte revolutionieren. Stichwort Disruption. Ihr Manna besteht in den Daten und wer die Daten kontrolliert (und auswerten kann), der gewinnt die Zukunft. Die Umsatzpotenziale sind enorm und die Wachstumsraten ebenso. Und anders als im Jahr 2000, als die Internetblase platzte, schreiben die heutigen Tech-Stars überwiegend Gewinne. Sie sind also nicht auf ständig neue Kapitalerhöhungen angewiesen, um ihr Wachstum stemmen zu können, sondern sie können es aus ihrem Cashflow finanzieren. Ihr Erfolg nährt sich selbst. Und macht die Bewertung umso schwieriger. Denn gemessen an klassischen Bewertungskennziffern, wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis oder dem Kurs-Gewinn-Verhältnis wären diese Unternehmen keinen zweiten Blick wert. Dass sie es trotzdem sind, liegt an der unbändigen, disruptiven Kraft, mit der sie bestehende Branchen aufrollen und unser aller Leben verändern.

Dieser Trend beschleunigt sich und daher sollte man auch als Investor (weiterhin) auf ihn setzen. Unabhängig von der aktuellen Bewertung der jeweiligen Aktien, getreu dem Investmentmotto von Börsenlegende Philip A. Fisher, der den günstigen Preis eines Wertpapiers nicht als entscheidend ansah, wenn ein wirklich hervorragendes Unternehmen mit nachgewiesener Profitabilität und ausgezeichneten Wachstumsaussichten dahinter stünde. Die nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens, um sich vor der Konkurrenz zu schützen und ihr voraus zu sein sowie ein integeres Management waren für Fisher die wichtigeren Fakten.

»Den größten Investmenterfolg erzielt, wer durch Glück oder gesunden Menschenverstand gelegentlich ein Unternehmen findet, das seinen Umsatz und seinen Gewinn über die Jahre weit besser steigern kann als die Industrie als Ganzes. Des Weiteren zeigt sich, dass wir, wenn wir glauben, ein solches Unternehmen gefunden zu haben, besser über einen langen Zeitraum investiert bleiben sollten.«
(Philip A. Fisher)

Amazon, Alphabet, MasterCard oder Microsoft sind keine klassischen Value Investments, doch als Quality Investments bleiben sie ein Basisinvestments für jedes Depot und sollten unabhängig von den Kursschwankungen langfristig zu den Gewinnern zählen. Als Unternehmen und als Aktien. Sehr lesenswert zur zunehmenden marktbeherrschenden Stellung dieser Unternehmen ist der - schon ältere - Artikel "Die Dominanz der Giganten" auf "Die Börsenblogger", in dem anschaulich beschrieben wird, wie sich die unternehmen ihren ökonomischen Burggraben (Moat) geschaffen haben und weshalb dieser immer breiter wird.


Verlasse dich nicht auf die Prognosen der Analysten
Nun beschäftigen sich die Analysten zwar gerne mit den Tech-Werten, aber sie haben auch andere Unternehmen auf dem Schirm. Und auch diese präsentieren Zahlen und übertreffen oder verfehlen die Prognosen. Insbesondere die in den USA weiter anstehenden Zinsanhebungen belasten die meisten Werte, während sie für Banken und Versicherungen eher Vorteile bieten. Bis die Anleger merken, dass Trippelschritte beim Zinsniveau keine wirkliche Änderung der makroökonomischen Rahmenbedingungen bewirken; dazu müsste das Zinsniveau schon nachhaltig auf über 4 Prozent steigen.

Wenn Analysten ihre Prognosen ändern, bedeutet das für Anleger Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil ein prozentual zweistelliger Kurseinbruch in einem Bestandswert eine heftige Vermögensminderung bedeutet, Segen wiederum, weil er für alle noch nicht Investierten außergewöhnlich Chancen bietet. Ich rede vom Stock-Picking, also dem gezielten Auswählen der besten Aktien und das funktioniert auf am besten, wenn die Kurse unverhofft abstürzen und sich (neue) Kaufgelegenheiten bieten.

Natürlich darf man nicht jede Aktie bedingungslos kaufen, nur weil sie eine Gewinnwarnung ausgesprochen hat und ihr Kurs eingebrochen ist. Meistens gibt es ja schwerwiegende Ursachen für die Zielverfehlung und hier muss man schon genau hinsehen, ob es sich um eine günstige Gelegenheit handelt oder nur den Anfang weiter sinkender Kurse.

»Nur weil eine Aktie gefallen ist, heißt das nicht, dass sie nicht noch weiter fallen kann
(Peter Lynch)

Denn sieht man sich den Kursverlauf von Autoherstellern und Zulieferern an, erkennt man schnell, dass es nicht ein einzelner Ausrutscher war, sondern eine massive Eintrübung im geschäftlichen Umfeld. "Dieselgate" ist nur ein Stichwort, Elektromobilität ein anderes. Und die neuen Schadstoffobergrenzen treiben den deutschen Premiumherstellern die Schweißperlen dutzendweise auf die Stirn. Und trüben auch die Aussichten bei ihren Zulieferern immer weiter ein.

Quartalsberichte sind wenig aussagekräftig
Und dann gibt es einfach mal schlechte Quartale im Geschäftsleben und Unternehmen, die eigentlich hervorragend wirtschaften, müssen schlechte Zahlen präsentieren. Nun sind Quartalszahlen allerdings stichtagsbezogene Daten und da kann die Verschiebung eines Großauftrags um ein paar Tage schon starke Auswirkungen haben, die im Jahresergebnis gar nicht zum Tragen gekommen wären. Und man muss sehen, weshalb die Zahlen schlechter als erwartet ausfallen, ob ein Großkunde dem Unternehmen den Rücken gekehrt hat und nun dauerhaft die Auslastung niedriger ist, oder ob erhöhte Investitionen in künftige Aufträge die Ursache für ein schwaches Quartalsergebnis sind. Daher sollte man Quartalsberichte nicht überbewerten und sich stattdessen auf die jährlichen Geschäftsberichte stützen.

»Große Anlagemöglichkeiten kommen immer dann, wenn hervorragende Unternehmen vorübergehend in schwieriges Fahrwasser geraten und deshalb unterbewertet werden.«
(Warren Buffett)

Kommen herausragende Unternehmen kurzfristig ins Straucheln, stellen die daraus resultierenden Kurseinbrüche echte Kaufgelegenheiten dar für Anleger mit mittel- und langfristigem Anlagehorizont. Denn sie können sich in der Panik der anderen günstig mit Aktien eindecken, die man sonst niemals zu diesen niedrigen Kursen einsammeln könnte. So etwas nennt man antizyklisches Investieren und es klingt ganz einfach. Doch in der Praxis fällt es dem meisten Menschen extrem schwer, sich gegen die Meinung der Masse zu stellen und zu kaufen, wenn alle anderen auf den Verkaufsknopf drücken.

»Aktienpreise schwanken stärker als Aktienwerte.«
(Sir John Templeton)

Nur wer vorbereitet ist, kann Chancen nutzen
Und manche greifen einfach ins fallende Messer, weil sie meinen, dass eine Aktie zu 20 Euro billig ist, nur weil sie vor kurzem noch bei 30 Euro notierte. Das ist natürlich ein kostspieliger Unsinn, denn dies setzt voraus, dass 30 Euro der wahre Wert der Aktie ist und nicht einfach eine Kursübertreibung war. Das kann man aber nicht anhand der Kurse ermitteln, sondern alleine durch die Bewertung des Unternehmens und dem Herunterbrechen des ermittelten Wertes auf eine einzelne Aktie. Also durch das Basiswerkzeug der Value Investoren. Diese fangen auch nicht bei einem Kurseinbruch mit der Analyse eines Unternehmens an, sondern bereits viel früher. Und er mitteln den sog. "fairen Wert" einer Aktie und warten dann, bis der Aktienkurs deutlich unter diesen fairen Wert fällt und schlagen dann zu. Value Investoren machen also ihre Hausaufgaben lange bevor sie sie brauchen!

Gewinnwarnungen sind keine schöne Angelegenheit, aber sie sind auch kein Weltuntergang. Vielmehr bieten sie den guten Investoren bisweilen einmalige Kaufgelegenheiten, um bei Unternehmen zum Zuge zu kommen, die ansonsten nicht unterhalb ihres fairen Wertes notieren würden. Es kommt nur darauf an, bei den richtigen Aktien zuzugreifen, das trennt die Investoren von den Spekulanten, erfolgreiche Anleger von Aktienzockern, die Hartgesottenen von den Zittrigen.

Disclaimer
Adobe, Alphabet, Amazon, MasterCard, Microsoft und PayPal befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Kommentare:

  1. Ich bin gespannt, ob dieses Mal alles anders ist... aber sollten Amazon und Co. doch ev. zu normalen Bewertungen kommen, d.h. PE unter 15 und PFCF unter 8 dann werde ich ev. auch zuschlagen. Aber bis dahin ist noch sehr, sehr viel Platz nach unten....
    und unten warte ich dann

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  2. Ideale Chance zum Aufstocken :) Ps. die hier empfohlene Fintech Group wird mit großem Abschlag gehandelt, so dass ich nun auch einsteigen konnte.

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  3. Ärgerlich, wenn die Cashquote gegen Null tendiert und man nahezu komplett inestiert ist. Was tun? Umschichten oder aussitzen?

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  4. Ich hab schon immer gesagt:"Schreibt doch in die Charts gleich rein, ob nun ein Bärenmarkt beginnt oder ob es nur eine Korrektur ist."
    Im Ernst: Die Leute verkaufen ja wahrscheinlich nicht wegen einer Korrektur, sondern weil sie das Ende der Party befürchten. Und "Ende der Party" heißt eben Bärenmarkt. Nur entsteht ein Bärenmarkt ja nicht durch Emotionen, sondern durch eine Rezession. Das heißt dann aber auch durch Gewinnrückgänge (etliche Gewinnwarnungen gab es ja schon), dass meine Bewertungen zu hoch sind. Ein zweites Problem in einer Rezession ist, dass ich nicht weiß, welche Unternehmen dann gut wieder rauskommen. Wer sich 2008 über eine Korrektur der Bankaktien freute oder 2000 über die Verbilligung des Neuen Marktes frohlockte und beherzt zugriff, dürfte vielfach daneben gegriffen zu haben.
    Mein drittes Problem beschreibt wohl ganz gut, dass ich bereits 2015 ziemlich sicher war, dass die Stunde des Bären gekommen war. Pustekuchen es ging fröhlich weiter. Bevor ich merke, dass es ernst wird und die Gewinnwarnungen keine kurzzeitige Delle sind, ist es zu spät. Der Markt ist mir immer voraus. Meine Absicherungen haben selten etwas gebracht. Ich bewundere Leute, die das können und Leute, die in Korrekturen beherzt und entschlossen zugreifen. Was bleibt mir zu tun? Immer kaufen und investiert bleiben.
    Grüße Philip

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  5. Ich halte grundsätzlich fast kein Cash. Ich lasse meine beiden kleinen ETF-Sparpläne stur weiter laufen und versuche, jeden Monat noch eine kleine Position durch die Sparrate + Dividenden zu kaufen.
    Riesiges Cash halten für einen Crash, von dem keiner weiß, wann er kommt, ist irgendwie nichts für mich. Sobald Geld für eine Position auf dem Verrechnungskonto ist, werde ich unruhig und dann wird gekauft. Bei max. einer Position, die ich halte, macht es auch nicht das Kraut fett, wenn ich paar Prozent "Absturz" verpasse. Mir Cash für vielleicht 10 Positionen vorzuhalten, ist mir aber auch nichts. Da bin ich lieber schon im Markt und erhalte Dividenden, während andere noch warten und 0,0% Zinsen kassieren. :)

    Danach ist man immer schlauer, also mal schauen, was richtig war. Ich vermute aber, dass ich an meinem Sterbebett nicht bereuen werde, 50 Shell-Aktien für 29,50 anstelle von 28,50 EUR gekauft zu haben...
    VG markus

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  6. Ich war seit Ende 2009 voll investiert. Dann wurde 2013 die Sau Namens "Italienkrise" durch die Presse getrieben und ich saß bis dahin auf gute Buchgewinne, die ich nicht verlieren wollte, daher habe ich 2013 fast alless liquidiert und die Gewinne eingestrichen und danach eine Cashquote von über 95% gehabt. Ich dachte wenn Italien "defaulted", dann werde ich wieder Kurse wie ein paar Jahre zuvor sehen. Dem war aber nicht so und ich musste zusehen wie die Kurse weiter stiegen und stiegen. Erst seit Anfang 2016 als dann China dran war, konnte ich meine Cashquote auf unter 10% abbauen und bin seit dem zu über 90% investiert und werde es auch bleiben. Nochmal werde ich den Fehler nicht. Jetzt weiss ich was Buffett damit meint, "auf Cash sitzen tut weh".

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  7. Das war ein geballter Rundumschlag gesammelter Weisheit eines Value-Investors :)

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  8. Ich sitz aktuell lieber auf einem hohen %Satz an Chash. Ich verweise auf Otte und Müller,die seit langer Zeit auf die Krisen hinweisen und sicher keine Crashpropheten sind. Aktuell bin ich eher konservativ für Henkel oder AnheuserBusch oder dergleichen.

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    1. Otte und Müller empfehlen ja auch Gold, das habe ich auch als Hedge (physisches und Xetra). Gold sehe ich aber nicht als Konkurrent zu Aktien sondern zu Geld! Auf den Longrun hat Gold mindestens die Inflation gehalten, Geld verliert absolut gegen Gold und Aktien gewinnen. Vor kurzem bin ich auf den Gedanken gekommen in Goldminer zu investieren, die deutlich niedriegere Abbaukosten pro Unze haben als Wettberwerber, so schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ich bin indirekt in Gold, bekomme mit den Minen einen Return und partizipiere am steigenden Goldpreis, der schon seit längerem am Boden ist. Dadurch das einige Miner unter 600$ Förderungskosten pro Unze haben, ist auch ein gutes Sicherheitspuffer zum aktuellen Goldrpeis von 1200$/Unze. Steigt der Goldpreis z.B. in einem Börsencrash, dann steigen die Miner umso mehr... nach unten natürlich entsprechende auch.. aber daher die Sicherheitsmarge von 50% .)

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    2. Patrick wo hast Du die aktuellen Förderungskosten gefunden? Für einen Link o.ä. wäre ich Dir dankbar!

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    3. Lieber Anonym, um mal nur ein Beispiel zu nennen:

      https://www.amarillogold.com/W0p23B/wp-content/uploads/2018/10/Amarillo-Fact-Sheet-Oct-2018-Updated-1.pdf

      Gibt auch andere Nanocap Miner, ist ein bisschen wie bei den VC's einer muss funktionieren, damit er die anderen 9 "durchfüttert" :)

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    4. Gold? Zu dieser glanzlosen Kapitalvernichtung habe ich ja eine spezielle Meinung... ;-)

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  9. Wie sieht's bei Fresenius und bei FMC nach dem aktuellen Einbruch aus?

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    1. Fresenius Medical Care musste seinen Umsatz- und Ergebnisausblick ja massiv reduzieren wegen anhaltender Probleme in den USA und auch Schwellenländern wie Argentinien. 20% Kursabsturz sehen verlockend aus, aber die Erfahrung zeigt, dass es in den nächsten Wochen noch weiter runter gehen dürfte. Wer noch nicht verkauft hat, sitzt mit heftigen Verlusten da und die Analysten und Börsenblätter werden in den nächsten Wochen überwiegend kritisch und negativ berichten. Jedes weitere leichte Abbröckeln im Kurs wird die nervösen Anleger noch nervöser machen und vermutlich zu weiteren Verkäufen animieren.

      Bei der Mutter Fresenius schlägt FMC voll durch, aber auch Helios schwächelt zuletzt mit weniger Patienten als erwartet. Grundsätzlich gilt hier das gleiche wie bei FMC.

      Ich würde bei beiden vor einem Einstieg wissen wollen, wie das Management mit den Problemen umzugehen gedenkt. Und das kann dann zunächst durchaus zu weiteren negativen Implikationen führen, z.B. hohe Einmalkosten bei Entlassungen und/oder Standortschließungen/Verlagerungen, bevor es wieder besser wird. Auf dieser Informationsbasis drängt sich für mich kein Einsteg auf, jedenfalls nicht als Investment. Und als Trader, der nur auf Kursveränderungen setzt, eigen ich mich nicht...

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  10. Worin unterscheiden sich die beiden eigentlich genau? Hat du einen Favoriten (mal abgesehen davon, dass du eigentlich keine der beiden "favorisierst" :-)) ??

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    1. Ganz grob: Fresenius Medical Care macht in Dialyse, Fresenius zusätzlich in Krankenhäuser (Helios).

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    2. Ich bin schon länger bei Fresenius dabei als LongInvest, da das Dividendenwachstum in der Vergangenheit gezeigt hat, dass Fresenius es geschafft hat die Dividende alle 6 Jahre zu verdoppeln. Fresenius ist der erste deutsche Dividendenaristokrat.

      Fresenius ist in den Bereichen Dialyse (FMC), Flüssigmedizin (Kabi), Krankenhäsuer (Helios) und Service für Geundheitswesen (Vamed) aktiv. Fresenius ist eher eine Holding deren Beteiligungen perfekte Synergien erzeugen und in Summe deutlich mehr Wert schaffen als in Einzelteilen. Einzig negativer Punkt den ich sehe ist die Fremdkapitalquote von ca 75%.

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  11. Aber gerade als langfristige Investition sollte man solche Rückschläge nutzen,auch wenn es ggfs noch ein paar Prozent nach unten gehen kann oder wird.Dividende steigt seit Jahren und auch in Krisen werden die Produkte gefragt sein.

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