Dienstag, 23. Februar 2016

Chinesen machen Rückzieher bei Western Digital-Einstieg

Der Speicherplattengigant Western Digital befindet sich im Wandel. Nicht nur spürt er sich in seinem Kerngeschäft, den Festplatten, einen erheblichen Gegenwind aufgrund mauer Absatzzahlen bei PCs, sondern er hat auch noch die Übernahme seines Rivalen SanDisk für knapp $19 Mrd. angekündigt sowie den Einstieg eines Chinesischen Großinvestors, der 15% an Western Digital übernehmen will. Wollte. Denn die Chinesen machen einen Rückzieher, nachdem im die US-Behörden regulatorisch Knüppel zwischen die Beine geworfen haben, wie Reuters berichtet.

Diese Entscheidung hat auch Auswirkungen auf den Kaufpreis, den Western Digital für SanDisk auf den Tisch zu legen bereit ist. Auf Basis des Montagsschlusskurses wird man nun $78.50 pro Aktie in Cash und Aktien bezahlen, nach zuvor $86.50. SanDisk-Eigner erhalten also $67,50 in Cash un 0,2387 WDC-Aktien. Diese Konditionen waren so bereits bei Abschluss der Übernahmevereinbarung mit SanDisk so festgezurrt worden.

Im gleichen Atemzug bekräftigte das Management von Western Digital, es halte unbeirrt an der SanDisk-Übernahme fest. Inzwischen lägen u.a. die Genehmigungen seitens der EU-Kommission sowie der US-Behörden vor. Die Abstimmung der WDC-Aktionäre bzgl. der Übernahme findet am 15. März statt und inzwischen regt sich Widerstand. So hat die britsche Alken Asset Management, die rund 2,2% der WDC-Aktien hält, in einem offenen Brief die Aktionäre aufgefordert, gegen die Übernahme zu stimmen.

Western Digital befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.

Kommentare:

  1. Moin,
    was hälst DU eigentlich von Seagate aus Irland?
    Gruß
    DivSky

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    1. Moin DivSky,
      ich halte Western Digital für besser positioniert und aussichtsreicher als Seagate; über die positiven Aspekte von WDC habe ich hier im Blog schon einige Artikel verfasst, wobei der Kursverlauf mir (bisher) nicht recht zu geben scheint. Die 4,5% Dividendenrendite kann sich WDC allemal aus seinem Free Cashflow leisten, auch wenn zunächst einmal keine Dividendensteigerungen und Aktienrückkäufe mehr erfolgen werden. Man will sich zunächst auf die SanDisk-Übernahme fokussieren und die damit verbundene zusätzliche Verschuldung wieder reduzieren.

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