Montag, 8. Februar 2016

Kostolanys Know-how: Börsengewinne sind Schmerzensgelder

André Kostolany war ein erfolgreicher Börsenspekulant, Bonvivant und Autor und er wäre in diesem Monat 110 Jahre alt geworden. Zahlreiche Bücher hat er verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen. Sein Buch "Kostolanys Börsenseminar" war das erste Buch, das ich jemals über das Thema Börse gelesen habe. Und ich habe nicht nur viel über sie gelernt, sondern es hat mich auch mit dem Börsenfieber angesteckt, das bis heute nicht abgeflaut ist. Über eine seiner vielen Weisheiten möchte ich heute sprechen, denn es geht um Kursverluste, den Umgang mit ihnen und dass sie nicht etwa es Ungewöhnliches an der Börse sind, sondern einfach dazugehören.

»Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.«
(André Kostolany)

Die Ineffizienz der Märkte
Was sich auf den ersten Blick witzig anhört, verbirgt eine tiefe Wahrheit rund um das Börsengeschehen. Wenn wir ein Unternehmen analysiert haben und uns seine Aktien unterhalb seines fairen Werts ins Depot gelegt haben, also mit einer Sicherheitsmarge, dann sollten wir vor Kursverlusten gefeit sein. Trotzdem treten sie ein. Denn der Markt ist nicht effizient, egal, was die Anhänger des Wirtschaftsnobelpreisträgers Eugene Fama auch denken mögen. Es ist einfach unsinnig anzunehmen, dass zu jeder Zeit und allen Marktteilnehmern gleichzeitig sämtliche Informationen zur Verfügung stehen und daher der Kurs/Preis eines Marktes zu jederzeit richtig bewertet ist. Nonsens, Blödsinn, um es vorsichtig auszudrücken. Denn nicht jeder Mensch bekommt alle Informationen, nicht jeder nutzt sämtliche Informationswege und nicht jeder mit der selben Geschwindigkeit. Und auch nicht jeder kann zu jeder Sekunde alle ihn erreichenden Informationen lesen, verstehen und augenblicklich danach handeln. Dieses Konzept scheitert an der Natur des Menschen. Und dann ist da noch die subjektive Bewertung, die in Anlageentscheidungen mit einfließt. Wir Anleger bekommen eine Meldung auf den Tisch und diese ist kein objektives Kriterium, sondern individuell auszulegen, denn Anleger bewerten Nachrichten unterschiedlich, jeweils auch von ihrem Standpunkt und aus ihrer eigenen Lage heraus. Diese subjektive Bewertung steht aber nicht allen anderen zur Verfügung, sondern es ist eine ganz persönliche Einschätzung.

Als kürzlich die Zahlen des MDAX-Unternehmens Wacker Chemie präsentiert wurden, setzte sich die Aktie mit einem Kurszuwachs von mehreren Prozent an die MDAX-Spitze. Die Kommentatoren waren sich einig, dass das Unternehmen hervorragende Zahlen geliefert hatte und die Börse diese positiv aufnähme. Wenige Stunden später notierte die Aktie mit 7 Prozent in Minus und die Einschätzungen der Kommentatoren wurden angepasst. Nicht die Fakten bestimmten den Kursverlauf, sondern die Meinungen wurden der Kursentwicklung folgend angepasst. Die Fakten hatten sich nicht geändert, aber die Einstellung der Anleger zu ihnen.

Schmerz lass nach...
Doch kommen wir zurück zu den Schmerzen. Kursverluste erzeugen Schmerzen bei Anlegern. Und auch sorgfältig ausgewählte Aktien, die mit großer Sicherheitsmarge zu ihrem intrinsischen Wert gekauft wurden, können weiter fallen. Denn an der Börse werden keine Werte gehandelt, sondern Preise festgesetzt. Und die sind überwiegend irrational begründet. Des Weiteren liegt es in der Natur der Sache, dass jedes Investment zunächst im Minus beginnt, denn es sind Börsenspesen zu bezahlen und zwischen Brief- und Geldkurs gibt es eine Spanne, den sog. Spread. Geldverdienen ist also gar nicht so einfach.

Die meisten Anleger reagieren nervös auf Kursverluste, weil sie - vermeintlich - den Wert ihrer Aktien sinken sehen. Sie schauen auf den Depotstand und sehen, dass dieser niedriger ist als am Vortag und fühlen sich schlecht, weil sie Geld verloren haben, weniger vermögend sind. Was sie natürlich nicht sind, denn der Wert der Unternehmen, die sie anteilsmäßig im Depot haben, hat sich ja nicht in dem Maße und der Geschwindigkeit verändert, wie es die Börsenkurse suggerieren. Der Wert von Unternehmen schwankt viel weniger als der Preis ihrer Aktien. Dennoch lösen die Kursverluste die natürlichen Ur-Instinkte des Menschen für Gefahr aus: Flucht. Die Evolution hat es so eingerichtet, dass wir bei drohender Gefahr erst einmal die Flucht ergreifen und nicht analysieren, ob diese Gefahr auch real ist. Und an der Börse kommt uns dieser Instinkt immer wieder in die Quere, denn hier bieten Gefahren eben die großen Chancen. Aber nur für denjenigen, der nicht fortläuft, sondern ihr entgegen geht, ihr die Stirn bietet, kaltschnäuzig.

Wenn man also die Aktien eines hervorragenden Unternehmens günstig eingesammelt hat und der Kurs dennoch sinkt, dann bereitet das Schmerzen. Man fragt sich, ob man sich irrt, ob die anderen nicht mehr wissen und schlauer sind als man selbst. Und man denkt, würde man die Aktien jetzt erst kaufen, hätte man eine menge Geld gespart. Und nur diese letzte Überlegung trifft zu. Hätte man für die Aktien nicht €100 ausgegeben, sondern nur €95, hätte man weniger dafür bezahlt oder mehr für das gleiche Geld bekommen. Doch diese Erkenntnis ist müßig, sie sagt nichts darüber aus, ob wir richtig gehandelt haben und ob unsere Überlegungen, die uns zum Erwerb der Aktien geführt haben, richtig sind. Ob unsere Spekulation aufgeht. Das zeigt sich erst mit der Zeit.

»Geduld ist die oberste Tugend des Investors.«
(Benjamin Graham)

 Benjamin Graham 
Und Zeit ist genau der Faktor, um den es geht. Geduld. Wir müssen uns lösen von dem Starren auf die Aktienkurse als Gradmesser dafür, ob unser Investment Erfolg hat. Wir müssen auf den Wert des Unternehmens schauen, auf seine operative Entwicklung, seine Cashflows und Gewinne. Daran müssen wir unseren Erfolg bei der Kapitalanlage bemessen, denn die Börse und der Aktienkurs wird diese Erfolge irgendwann honorieren. Nicht sofort, sondern irgendwann. Die Erkenntnis, dass das Unternehmen mehr wert ist, als der Aktienkurs anzeigt, wird sich am Markt durchsetzen und die Aktien werden sich dann diesem wahren Wert annähern. Dies ist die Phase, in der das Geld zu einem kommt, wenn die Aktienkurse steigen und man für die Zeit, in der man mit Buchverlusten im Depot dasaß, entlohnt wird. Erst kamen die Schmerzen in Form von Buchverlusten, dann kommt das Geld in Form von Kursgewinnen. Und wenn wir mit Sicherheitsmargen Aktien erworben haben, deutlich unterhalb ihres fairen Werts, und das Unternehmen sich in der Zwischenzeit so gut entwickelt hat, wie wir angenommen haben, dann winkt uns am Ende eine satte Rendite aus unserem Investment. Die Zeit der Ernte. Und haben wir auf einen Dividendenzahler gesetzt, dann wurde uns die Zwischenzeit, in der wir darauf warteten, dass die Börse den wahren Wert dieser Aktien erkennt und unser Investment seine Knospen treibt, mit Dividendenzahlungen versüßt.

»Die Börse ist nur der Marktplatz, die Wertschöpfung findet im Unternehmen statt.«
(Warren Buffett)

 Warren Buffett 
Daher sollten wir uns davon lösen, Kursverluste als persönliche Niederlagen anzusehen. Der Aktie ist es egal, was wir von ihr halten, ob wir sie lieben, ihr Zuneigung entgegenbringen oder sie hassen. Und keinen der anderen Marktteilnehmer interessiert, wo unser Einstandskurs liegt - doch der ist für uns natürlich der Maßstab für den Erfolg des Investments. Leider. Dieser für alle anderen irrelevanten Kurs sollten wir genauso ignorieren und nach unserem Kauf ausblenden. Wir sollten ausschließlich auf die Entwicklung des Unternehmenswertes schauen und einzig daran unseren Erfolg messen. Und immer bedenken, dass die zwischenzeitlichen Schmerzen möglicher Kursrückgänge längst verblasst sind, wenn wir am Ende die Rendite unseres Investments betrachten. Investieren wir also auf lange Sicht, nutzen wir die großen Vorteile des Buy & Hold für uns, und ignorieren die Kursturbulenzen in der Zwischenzeit. Starren wir nicht ständig auf die Börsenkurse, sondern halten wir uns lieber an die Unternehmensberichte als Gradmesser dafür, ob sich unser Investment richtig entwickelt. Lassen wir die Psychologie der Massen für uns arbeiten, anstatt Teil ihres Misserfolgs zu werden. Nutzen wir die Ineffizienz der Märkte zu unserem Vorteil, gehen wir den Weg des Warren Buffett. Investieren wir erfolgreich. Kassieren wir die Schmerzensgelder.

Kommentare:

  1. Danke, genau so eine Erinnerung habe ich heute gebraucht. Autsch :-)

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  2. Hallo Michael,

    wieder ein guter Artikel. Was ich jedoch, bei allem Respekt vor deinen Investmentkenntnissen, vermisse ist mal ein konkretes Beispiel, ein Unternehmen, an dem du erläuterst was der faire Wert ist (ein konkreter Wert oder zumindest eine Spanne) und welche Margin of Safety du einrechnest um dann zu sagen: "Hey Leute, bei diesem Börsenkurs ist, habe ich eine Margin of Safety von x Euro eingerechnet, denn das Unternehmen y ist laut meinen Berechnungen mindestens z Euro wert."
    Denn ohne ein solches Beispiel bleibt dein Artikel Theorie und die Umsetzung der Theorie in die Praxis ist doch das worauf es ankommt.
    Ich glaube nicht nur meine Wenigkeit, sondern sehr viele Leser hier würden von so einer Analyse sehr stark profitieren.

    Respektvolle Grüße
    Malte

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  3. Also ich muss sagen, dass mir bei der aktuellen Börsenlage langsam die Düse geht. Nikkei heute auch 5 % im Minus...Wann schätzt ihr, dass der Boden erreicht ist? Nur meine Nestle und P&G halten sich gut. Prinzipiell würde ich nachlegen, aber ich rechne mit weiteren Abschlägen bzgl. des Gesamtmarktes. Obwohl manche "Gurus" mit 12.000-14.000 DAX rechnen. Ich frage mich nur wo das Geld herkommen soll. Die EZB und FED sind mit Maßnahmen dem Ende sehr nahe. Wie ist deine Einschätzung? Deine Werte sind auch ziemlich eingebrochen.

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    1. Börse ist nicht rational, die Kurse spiegeln die subjektiven Meinungen der Marktteilnehmer wieder - und Panik ist ansteckend. Wenn die Kurse fallen, möchte man aussteigen, sein Geld "in Sicherheit" bringen. Doch das ist der falsche Ansatz, denn man hat ja kein Geldersatzschein im Depot, sondern einen Unternehmensanteil. Also einen kleinen Teil von Immobilien, Maschinen, Patenten, operativem Geschäft. Es kann ja niemand ernsthaft glauben, dass sich wegen der Kursturbulenzen das Geschäft von Siemens oder Airbus signifikant verändert hätte und er deswegen seine Aktien verkauft (hat). Und viele Anleger verkaufen in der Hoffnung, die Aktien später günstiger wieder zurückkaufen zu können. Das ist verrückt. Das ist Zocken, nicht Investieren.

      Ich kann nicht einschätzen, ob die Börse nach oben nach unten geht. Ich sehe nur, dass sich bei einigen Unternehmen die Geschäftsentwicklung nicht so gut darstellt, wie angenommen. Und bei anderen sogar besser. Trotzdem werden die Aktien verkauft. Bei einigen bieten sich dadurch noch bessere Investitionsmöglichkeiten. ABER... man muss eben auch einkalkulieren, dass die Kurse dennoch weiter fallen können. Und dann sehen die meisten Anleger auf das Geld, dass sie für die Aktien bezahlt haben, und auf den Kurswert dieser Aktien und sie denken, sie hätten einen Verlust gemacht. Hätten sie eine Eigentumswohnung gekauft und der Markt würde um 10 Prozent einbrechen, würden nur wenige so denken. Sie würden sich darüber keine Gedanken machen, weil ihre Wohnung für sie etwas anderes ist als nur ein Preisschild für eine Investition. Sie haben gar nicht die Möglichkeit, sie in Sekundenschnelle wieder zu verkaufen, also denken sie auch nicht darüber nach. Die Börse bietet diese Möglichkeit, daher fühlen sich viele auch unter Druck, diese wahrnehmen zu müssen.

      Die Banken stehen unter Stress, weil in der Energiebranche Ausfälle zu erwarten sind. Allerdings haben die Banken bereits das letzte Jahr über diese Kredite wertberichtigt, denn der Ölpreis ist ja bereits länger niedrig. Es besteht die Angst, dass die Banken deshalb der Wirtschaft weniger Kredite geben und diese daher in Probleme kommen könnten. Allerdings bietet dies anderen auch Chancen. Die Banken sind inzwischen maßlos reguliert, man könnte sagen stranguliert, während "alternative Anbieter", wie die Finanzinvestoren Blackstone Group oder KKR & Co. weiterhin "frei" agieren können. Geben die Banken weniger Kredite aus, schlägt die Stunde dieser PE-Firmen. Denn sie haben Geld, können Kredite vergeben oder Anteile an Unternehmen erwerben, die am Boden liegen. Billig kaufen, teuer verkaufen, das ist das Grundprinzip. Nur dass die Mehrzahl der Börsianer bei Tiefstständen nicht kaufen, sondern verkaufen will. Dabei kann man dies mit einem Landwirt vergleichen. Es gibt eine zeit zum Säen und eine Zeit zum Ernten. Aber geerntet werden kann nur, wenn auch gesät wurde. Und die Börsianer schauen auf das abgeerntete Feld und sehen kein Getreide mehr, daher halten sie ihr Saatgut (Geld) zurück. Sie würden es lieber investieren (säen), wenn die Ernte spießt in der Hoffnung, dass sie dadurch noch höher schießt. Man muss kein Prophet sein um zu erkennen, dass dieses Verhalten so keinesfalls zu einer besseren Ernte führen wird. Im Gegenteil, es führt dazu, dass die nächste Ernte ausfällt und man Hunger leidet. Finanzinvestoren verhalten sich da anders, sie kaufen die Dinge, die am Boden liegen, sie säen, wenn alle anderen nur das brach liegende Feld sehen. Antizyklisch und Langfristig orientiert. Das bringt die besten Renditen. Oder wie Warren Buffett einmal sagte: "Heute sitzt jemand im Schatten, weil ein anderer vor langer Zeit einen Baum gepflanzt hat".

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    2. Weiter...


      Ich sehe wenig Perspektiven für europäische Bankaktien, denn die leiden unter den niedrigen Zinsen und haben Abschreibungsbedarf in ihren Büchern, das ist keine aussichtsreiche Kombination. Aber eine Gefährdung der Stabilität sehe ich nicht. Die Aareal Bank hingegen finanziert "nur" Immobilien, die wird momentan in Sippenhaft genommen. Zu Unrecht, wie ich meine. Und dass die amerikanischen Unternehmen nicht so tolle Zahlen vorlegen und beim Ausblick eher sparsam sind, verwundert auch nicht. Der starke Dollar belastet sie und dann ist die US-Frackingindustrie natürlich als Nachfrager eingebrochen. Und auch in Europa fahren die Ölunternehmen ihre Investitionen zurück, das hat natürlich auf die Zulieferer und Dienstleister negative Auswirkungen.

      Ich gebe zu, dass es schwer fällt, sich nicht von den roten Kursanzeigen negativ beeindrucken zu lassen. Oder wie André Kostolany meinte: "Wer den Dollar nicht hat, wenn er fällt, hat ihn auch nicht, wenn er steigt". Gute, solide Unternehmen verdienen auch jetzt noch Geld und es lohnt sich, an ihnen beteiligt zu sein. Und wenn der Kurs ihrer Aktien fällt, bieten sich hier langfristig gesehen Kaufgelegenheiten.

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  4. Hallo,

    vor einigen Wochen war in Börse Online ein schöner Artikel über David Iben, einem Value Investor und Fondsmanager. Mr. Market läßt grüßen.
    2012 1,2 und 4 Platz in der Bloomberg Rangliste, 2015 weit hinten.
    So ist nun mal Börse.Ein Markt- viele unterschiedliche Preise.
    Und auch eine Reihe amerikanischer Stiftungsfonds in Amerika haben nach der Finanzkrise Jahre gebraucht um sich zu erholen und alte Bewertungen zu erreichen.
    Also durchhalten und die sehr guten Erklärungen von Michael verinnerlichen.

    Norbert

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    1. Auch bei Investmentfonds findet sich ja das Phänomen, dass die Fonds nach zwei, drei Jahren eine völlig andere Performance aufweisen, Lagen sie zuvor ganz vorne, stürzen sie ab - und umgekehrt. Was wohl daran liegt, dass nicht jede Investmentmethode bei jeder Börsenphase die gleichen guten Ergebnisse abliefert. So ist es ja mit den Finanzinvestoren wie Blackstone. Fallen die Kurse, bieten sich ihnen lukrative neue Investmentmöglichkeiten - auf der anderen Seite können sie ihre bestehenden Investments selbst nicht mehr so hochpreisig verkaufen und ihre eigenen Aktienkurse sinken entsprechend mit. Für mich sind das nun Kaufgelegenheiten.

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  5. Wenn ich ins Depot schaue, dann gruselt es mich derzeit etwas. Damit ich meine innere Angst überwinde, habe ich mir eine Excel-Tabelle erstellt, bei der ich meine Zielgröße für eine bestimmte Aktie und deren Dividendenertrag eingegeben habe, z. B. 200 Stück Coca-Cola. Der Aktienkurs und die Währungsumrechnung laufen automatisch, so dass ich sehen kann, wie viel ich noch investieren muss. Manchmal ärgert es mich sogar, wenn die Kurse steigen, da ich dann weniger Stücke für den gleichen Betrag nachkaufen kann. Der Blick ins Depot und meine Tabelle sind zu 100% negativ korreliert, was letztendlich zu einer neutralen Sichtweise führt.

    Das Beispiel mit der Eigentumswohnung erzähle ich auch gern Bekannten, die eine Wohnung besitzen und meinen ich verliere derzeit Geld an der Börse. Eine ständige Änderung des Buchwertes meines Depots ist kein Verlust, was komischerweise nicht vergleichbar mit der Änderung von Immobilienpreisen ist^^.

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    1. Wenn Du primär vom Dividendeneinkommen ausgehst und so Deine Investments aussuchst, dann dürfte Dir mein morgiger Artikel über Gladstone Capital Corp. gefallen...

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