Montag, 21. November 2016

Unter Strom: Bringt MBB seine E-Mobility-Tochter Aumann jetzt an die Börse?

Beim Beteiligungsunternehmen MBB SE spielt das Thema Elektromobilität eine immer größere Rolle und dem trägt das Unternehmen nun mit einer Umstrukturierung Rechnung. So negativ dieser Begriff besetzt ist, beflügelt er doch in diesem Fall die Phantasie, denn es geht um neu zu schaffende Strukturen, um aus einer Position der Stärke heraus weiteren Wert für das Unternehmen zu schaffen.

Vor einigen Jahren übernahm MBB von der Claas-Gruppe den Automobilzulieferer Claas Fertigungstechnik und die neue MBB Fertigungstechnik katapultierte die Beteiligungsholding in neue Dimensionen beim Umsatz und Gewinn. Letztes Jahr erfolgte dann der richtungsweisende Zukauf der Aumann-Gruppe, einem auf Anlagen zur Spulenwicklung für Elektromotoren spezialisierten Unternehmen. Eigentlich war der Plan, freie Kapazitäten der MBB Fertigungstechnik mit Aumann-Aufträgen zu füllen, aber da die MBB FT selbst wieder voll ausgelastet war, muss Aumann aus eigener Kraft das enorme Wachstum abfedern. Dabei führt die Nachfrage nach E-Mobilitätslösungen, insbesondere der Motorwickelmaschinen und voll automatisierten Fertigungslinien, führt zu außerordentlichen Auftragseingängen bei Aumann. Diese Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr 2016 deutlich beschleunigt, weil die Automobilindustrie verstärkt in diesen Bereich investiert.

Die Aumann-Gruppe wächst außerordentlich
Während im Geschäftsjahr 2015 unter Berücksichtigung der unterjährigen Erstkonsolidierung €94 Mio. Umsatz erzielt wurden, plant die Aumann-Gruppe (zur der neben Aumann selbst auch die MBB FT gehört) im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von über €150 Mio. Der Auftragseingang des laufenden Geschäftsjahres liegt aktuell bei €180 Mio., wobei für das Segment Elektromobilität im Geschäftsjahr 2016 bereits ein Umsatzanteil von rund 25% erwartet wird. Die Aumann-Gruppe beschäftigt derzeit 569 Mitarbeiter, 94 Mitarbeiter mehr als noch zum 31. Dezember 2015. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2016 entschieden, mehr als 7.000 qm neue Betriebsgebäude zu errichten, wovon rund 2.000 qm bereits genutzt werden. Die Aumann-Gruppe ist per Saldo unverschuldet und verfügt zum Ende des dritten Quartals 2016 über ein Eigenkapital von rund €40 Mio., was einer Eigenkapitalquote von etwa 32% entspricht.

Und jetzt werden jetzt die Voraussetzungen dafür geschaffen, dieses sehr starke Wachstum der MBB-Maschinenbauunternehmen in Umsatz und Gewinne ummünzen zu können. Daher bündelt MBB seine Maschinenbaukapazitäten künftig in neuen Strukturen:

  • Die MBB Technologies GmbH wird zur Aumann AG umgewandelt und unter ihrem Dach werden die vollkonsolidierten Gesellschaften Aumann GmbH, Aumann Berlin GmbH, Aumann Immobilien GmbH, Aumann North America Inc., MBB Fertigungstechnik GmbH und MBB Technologies (China) Ltd. zusammengefasst.
  • Ingo Wojtynia, der als geschäftsführender Gesellschafter bisher Minderheitsanteile an den 2015 mehrheitlich von MBB erworbenen Aumann Gesellschaften hält, bringt diese Anteile in die Aumann AG ein. MBB SE wird somit 93,5% der Aktien der Aumann AG halten und Ingo Wojtynia 6,5%.
  • Zu Vorständen der Aumann AG wurden Ludger Martinschledde und Rolf Beckhoff bestellt. Aufsichtsratsvorsitzender der Aumann AG ist Gert-Maria Freimuth, der Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzender der MBB SE ist.

MBB prüft Börsengang der Aumann AG
Die neue Struktur ist aber kein Selbstzweck und soll nicht nur die sehr erfolgreiche Führung der Tochterunternehmen an das Unternehmen binden und mehr Kompetenzen einräumen. Sie ist vielmehr Voraussetzung für einen weitergehenden Plan der MBB. Denn um der Aumann-Gruppe im sehr stark wachsenden Zukunftsmarkt der Elektromobilität größtmögliche Entwicklungsspielräume zu eröffnen, wird derzeit ein Börsengang in Erwägung gezogen.

 MBB SE (Quelle: finanzen.net) 
Auf diese Weise würde der wachsenden Bedeutung der E-Mobilität im MBB-Konzern deutlicher Rechnung getragen und MBB bzw. die Aumann AG würden bei einem Börsengang frische Mittel für die weitere Expansion und den Ausbau des Geschäfts generieren. MBB wird in jedem Fall mehrheitlicher Aktionär der Aumann AG bleiben und so die Zügel in der Hand behalten. Wie es auch bei einer anderen Tochter der Fall ist, der Delignit AG, die ebenfalls von MBB an die Börse geführt wurde und wo man etwas mehr als 75% der Anteile hält.

Meine Einschätzung
MBB hat im richtigen Moment den richtigen Zukauf getätigt, da kann man nur den Hut ziehen. Die Aumann-Gruppe und auch die MBB Fertigungstechnik wachsen stark und sind die beiden Haupt-Umsatz- und Gewinnbringer im MBB-Konzern. Diesem Umstand wird nun Rechnung getragen und ein Börsengang würde der Aumann AG eine viel höhere Aufmerksamkeit und ein größeres Spektrum an Entfaltungsmöglichkeiten bieten. So wäre auch denkbar, künftig Übernahmen mit Aumann-Aktien zu begleichen und in der aufstrebenden Branche zu einem bestimmenden Faktor bei anstehenden Konsolidierungen zu werden.

MBB wird in jedem Fall profitieren, denn durch die neue Gewichtung der Aumann-Gruppe im Konzern wird auch der Blick häufiger auf MBB selbst gerichtet werden und auf die Perlen, die in ihrem Beteiligungsportfolio schlummern. Da "versteckt" sich nicht nur die Delignit, auch Hanke Tissue oder CT Formpolster, OBO Werke oder DTS IT, ein Cloud- und Security-Spezialist.

MBB wird mit ruhiger Hand geführt von den Gründern Freimuth und Nesemeier und reift sukzessive zu einem immer wertvolleren Unternehmen heran. Anleger dürften auch künftig gut damit fahren, die beiden einfach machen zu lassen, sich zurückzulehnen und dem Wert- und Kurszuwachs ihrer Aktien zuzusehen. Geduld wird bei MBB belohnt und auch bei über €44 dürfte die Luft noch nicht dünn werden angesichts der Wachstumsperspektiven für Umsatz und Gewinn. Gespannt dürften auch die Zahlen zum dritten Quartal erwartet werden, die MBB am 30. November vorlegen will.

MBB und Delignit befinden sich auf meiner Empfehlungsliste.


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ERGÄNZUNG
Sehr informativ ist die aktuelle Unternehmenspräsentation, die zum dieser Tage stattfindenden Eigenkapitalforum in Frankfurt veröffentlicht wurde, auf dem sich u.a. auch MBB Investoren präsentiert.

Kommentare:

  1. Meinen allergrößten Respekt! Gerade lese ich um 9:45 Uhr die Adhoc Meldung zu diesem Ereigniss und du hast bereits einen kompletten Artikel hierzu online gestellt.

    Man möchte fast meinen, du hast eine Standleitung zu den Unternehmen die du hier vorstellst... :)

    Bitte weiter so!

    Beste Grüße

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  2. Guten Morgen Michael,

    was mir bei dem Artikel von MBB unklar ist, ist die Tatsache, dass MBB Aumann an die Börse bringen möchte und damit Geld zu erlösen.
    Zum einen bringt MBB heute schon ca. 20 Mio € an investierfähigem Kapital mit (Aussage MBB) und hat somit für mich genug Cash um neue Gesellschaften kaufen zu können, zum anderen die Aussage von MBB, dass es derzeit sehr schwierig ist, Firmen zu finden, die preislich passen. Notfalls will MBB eigene Akien von der Börse zurückkaufen. Und die Gewinne werden m.E. in den nächsten 2-3 Jahren sicher sprudeln.

    Michale

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    1. Moin Michale,
      die Aussicht darauf, mit dem Börsengang Geld einzunehmen, ist für MBB in diesem Zusammenhang eher zweitrangig. Ich denke, es geht vor allem darum, die Aumann AG mit zusätzlichem Kapital auszustatten, dass beim IPO also der Anteil von MBB verwässert wird.

      Ob MBB keine geeigneten Targets für weitere Zukäufe mehr findet, ist schwer zu beurteilen. Die Preise sind sicherlich hoch, aber für Aumann hat man nicht zu viel bezahlt, im Gegenteil. Der Verkäufer und weiterhin tätige Geschäftsführer, der auch noch am Unternehmen beteiligt ist, hat in MBB den richtigen Partner zur Finanzierung des weiteren Wachstums gefunden. Daraus resultierte die Mehrheitsübernahme. Und von MBB-Chef Nesemeier wissen wir, dass sich MBB ständig interessante neue Targets anschaut und an weiteren Zukäufen interessiert ist. Es wäre nicht ratsam, sein ganzes Pulver nun hier einzusetzen, denn dann müsste man irgendwann eine Kapitalerhöhung durchführen. Da erscheint der nun eingeschlagene Weg der bessere zu sein. Zumal nun erst einmal die Voraussetzungen für einen möglichen Börsengang geschaffen werden, auch danach stehen ja alle Optionen offen.

      Ein weiterer Aspekt ist, dass Beteiligungsgesellschaften oft mit einem Holding-Abschlag an der Börse gehandelt werden. Durch ein IPO der Aumann AG würde dort der Fokus rein auf dieses Unternehmen gelegt (wie heute auch schon bei Delignit, nur in viel größerem Umfang) und die Wachstumsphantasie würde hier viel deutlicher zutage treten als es bei einer reinen MBB-Tochter im Konzernverbund der Fall wäre. Auch so können die Werte gehoben werden und das ist sicherlich ein Vorteil auch für die MBB-Aktionäre. Da MBB auf jeden Fall Mehrheitsaktionär an der Aumann AG bleiben will, wird man auch künftig der größte Nutznießer von deren Erfolg sein. Insofern sehe ich diese Meldung als durchweg positiv.

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    2. Danke,

      das was Du hier schreibst ist gut nachvollziehbar und für mich auch sehr wahrscheinlich.
      Was ich aber nicht verstehe, ist dass es der Kurs bisher nur auf ca. 43€ gebracht hat. Da bin ich auf die nächsten Researchberichte mit den Kurszielen gespannt. Meine persönliche Einschätzung geht auf Sicht von 2-3 Jahren ohne neue größere Zukäufe auf Kurse zwischen 47 und 50 € aus.

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  3. Verstehe ich nicht? Für dich ist es nicht nachvollziehbar warum der Kurs bisher "nur" auf 43 angesprungen ist? Rufst aber auf Sicht von 2-3 Jahren ein Kursziel 47-50€ aus. Also 10-20% Aufschlag. Ich denke die meisten sehen die Aktie in 2-3 Jahren deutlich über 60€. Sonst würde hier keiner bei Kursen von 43-44 kaufen.

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    1. MBB war bisher ein langweiliges Beteiligungsdornröschen, das nun durch den Megatrend E-Mobilität und kräftige Wachstumsschübe wachgeküsst wurde. Doch Wachstum ist ja nicht alles, es muss vielmehr profitabel sein. Hier muss MBB zeigen, dass es das drauf hat. Schaut man die letzten Jahre zurück, ist ihnen das bei anderen Töchtern hervorragend gelungen und ich bin sehr zuversichtlich, dass dies auch in der neuen Aufstellung bei der Aumann AG gelingen wird. Dabei erinnern die Spulen von Aumann etwas an die Schaufeln der Goldgräber, den Schaufelverkäufern war auch egal, welcher Goldsucher Gold gefunden hat. Sie alle brauchten Schaufeln, um es überhaupt versuchen zu können. Die Schaufelverkäufer hatten nicht die Aussicht auf den größten und schnellsten Reichtum, aber sie generierten stetige Cashflows und Gewinne bei begrenztem Risiko. Und genau diese Strategie fährt MBB/Aumann. Forza!

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  4. Meine persönliche Meinung ist, @Anonym, dass bei zu vielen Marktteilnehmern hier auch auf den Boards die Meinung vorherrscht, MBB SE sein eine Internetbude mit jährlichen Wachstumsraten von >20 %. Hierbei handelt es sich jedoch um ein stockkonservatives, ausgezeichnet geführtes Industrieholdingunternehmen. Und hier ist eher ein Vergleich mit Gesco oder Indus Holding angebracht. Und wenn man diese Unternehmungen ansieht, sind Wachstumsraten von > 5 % schon sehr gut. Ja, ich habe schon immer gesagt, dass Aumann ein überproportionales Wachstum in den nächsten Jahren ermöglichen wird. Aber MBB SE ist nicht nur Aumann.
    Hier gebe ich Michael absolut recht, mit seinem Satz der "Schaufelverkäufer" im vorigem Beitrag.
    Ich jedenfalls bin mehr als ausreichend investiert und habe meine ersten Tranchen schon um die 20€ erworben und diese werde ich genau wie alle neu erworbenen Tranchen b.a.w. halten.

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  5. In Frankfurt wurden gerade €51 je MBB-Aktie gezahlt, Wahnsinn...

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  6. Hallo Michael,

    eine klasse Analyse die du hier wieder verfasst hast! Weiter so...


    MBB hatte ja gestern und heute eine unglaublichen Lauf! WAHNSINN...aufgrund dessen habe ich auch erst einmal meine Position (leider schon bei 46,50) glatt gestellt. Denkst du das der Kurs bis zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am 30.11.2016 weiter steigen wird?

    Ich hatte ja darauf gehofft das einige Anleger Ihre Gewinne mitnehmen :)

    Vielen Dank im Vorraus für deine Beantwortung.

    Viele Grüße

    Ben

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    1. Moin Ben,
      da hast Du aber den Pfad des Investierens verlassen und Dich auf die reine kursgetriebene Spekulationsebene verlegt. Du hast also nach einem Kursanstieg verkauft in der Hoffnung, kurze Zeit später die Aktien günstiger wieder zurückkaufen zu können? Schäm Dich... ;-)

      Ich muss gestehen, dass es mich auch in den Fingern gejuckt hat. Allerdings hat der Kursanstieg gestern ja auch einen fundamentalen Hintergrund, nämlich die avisierten Umsatz- und Gewinnsprünge. Dass dieses Wachstum möglicherweise über ein IPO der neu formierten Tochter (mit) finanziert und dass dadurch der Wert dieser Beteiligung stärker herausgestellt und somit auch gehoben werden könnte, ist im Grunde ja nur Beiwerk, quasi ein Add-on. Da sich MBB aktuell auf dem Frankfurter Eigenkapitalforum präsentiert, könnte es gut sein, dass noch weitere Nachfrage von Seiten institutioneller Investoren folgt. Letztes Jahr hatte sich Nesemeier dort auch schon vorgestellt, also vor dem Aumann-Zukauf, und der Aktienkurs lag damals so um die €20.

      Ob der Kurs in den nächsten Tagen weiter steigen wird, lässt sich natürlich nicht beantworten. Ich denke aber, dass er auf mittlere und lange Sicht noch erhebliches Potenzial hat, wenn MBB seinen Weg konsequent fortsetzt und seine Ziele umsetzen kann. Es wird immer wieder zwischendurch Phasen geben, die ohne Nachrichten auskommen müssen, weil MBB nur selten agiert. Dann aber äußerst erfolgreich. Für geduldige Langfristinvestoren ein sehr geeignetes Investment.

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    2. Mahlzeit Michael,

      ja genau das war meine Spekulation:)(Ich schäme mich)! Da ich gut 50% Gewinn mitgenommen habe, bin ich nicht so böse. Aber du hast natürlich völlig recht und das war auch der Grund meiner Nachfrage, ich denke auch das MBB aufgrund seiner herausragenden Führung und den gelieferten Zahlen eine sehr geeignetes Langzeitinvestment ist. Blöderweise habe ich die Erfahrung gemacht das, nach einem Anstieg über 10% immer immense Kursrücksetzer aufgrund von Gewinnmitnahmen kommen. Da lag ich hier wohl ziemlich daneben. :( Schade


      Danke dir für deine Ausführung. Ich warte nun ab und hoffe bald wieder auf den Zug aufspringen zu können.

      Viele Grüße und weiterhin so erfolgreiche Analysen,

      Ben

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  7. Ich sehe auch aufgrund der für einen so "langweiligen Holdingwert" wie MBB SE sehr stark gestiegenen Kurse langfristig noch ein großen Kurspotential.
    Meine Vermutung ist, dass alle Analysten nach wie vor den Gewinn langfristig zu niedrig ansetzen.
    Man hat eine neue Halle (2.000m²) für Aumann in Betrieb genommen. 5.000m² sollen noch gebaut werden. Roboter sollen Aumann helfen effizienter zu werden. Zusätzlich hat Michael geschrieben, dass bei einem Börsengang von Aumann die ganze Fa. Aumann mit dem wahren Börsenwert (Wachstumswert und keine Holding) möglicherweise deutlich teuerer sein kann, als innerhalb der Holdingstruktur ohne eigenen Kurs.
    Und was macht man mit dem Geld? Man hat Dr. Gerrit Karalus als Chief Investment Officer eingestellt. Er soll sich schwerpunktmäßig um neue Firmenübernahmen kümmern. Und ich denke, hier wird man im "Dunstkreis" von Aumann anfangen, den Markt abzugrasen, denn wenn ich MBB mal wieder mit Gesco oder Indus Holding vergleiche, sind es oft genau die Firmen, die übernommen wurden, bei denen sich freundschaftlich verbundene Unternehmen dann auch hin und wieder in die Indus oder Gesco eingegliedert haben. Und wie gesagt, Geld ist reichlich zur Investition da. Vielleicht ist es ja sogar so, dass der Börsengang unternommen wird, weil man schon was in Aussicht hat, was aber die derzeitigen liquiden Mittel in Höhe von ca. 20 Mio. € sprengt.

    Hör einfach mal das Interview:

    https://www.youtube.com/watch?v=ejZzFI3wzC4

    Einen schönen Abend

    Michale

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  8. Könnten Sie kurz "per Saldo unverschuldet" erklären?

    Vielen Dank!

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  9. Auszug aus der Finanzwoche:
    Nettoliquidität:
    Von den liquiden Mitteln eines Unternehmens (bar, Kasse, kurzlaufende verzinsliche
    Wertpapiere) werden dessen Finanzschulden sowie bestehende Pensionsverpflichtungen
    abgezogen. Ein negativer Saldo („Nettoschulden“)bedeutet, dass die liquiden Mittel des Unternehmens nicht zur Bedienung dieser Schulden ausreichen.
    Wird vom Börsenwert die (positive)Nettoliquidität abgezogen, entspricht der Saldo dem
    Unternehmenswert/Enterprise Value, der in diversediversen weiteren Vergleichskennziffern verwendet wird.

    Und hier noch der Auszug aus den Q3 Zahlen aus 2016.
    Das Eigenkapital zum 30. September 2016 stieg, trotz Zahlung einer erneut erhöhten Dividende in Höhe von 3,9 Mio. EUR zu Beginn des 3ten Quartals, auf 97,2 Mio. EUR nach 87,7 Mio. EUR zum Jahresende 2015. Die Eigenkapitalquote zum Ende des dritten Quartals 2016 blieb dabei nahezu unverändert bei 39,5 %. Die Konzernliquidität ist gegenüber 54,0 Mio. EUR per Ende 2015 auf 58,4 Mio. EUR gestiegen. Die Nettoliquidität sank im gleichen Zeitraum von 8,1 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR. MBB verfügt somit weiterhin über hinreichenden finanziellen Spielraum für umfangreiche Investitionen in das organische Wachstum und den Kauf weiterer Unternehmen.

    Wenn ich dies richtig verstehe, sagt dies folgendes: MBB SE hat in diesem Jahr sehr viele Investitionen getätigt (Lagerhallen gebaut, Maschinen gekauft, Leute eingestellt, die erstmal Kosten produzieren) und die Nettoliquidität sinkt nur um ca. 3 Mio. €.

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