Montag, 20. März 2017

Lloyd Fonds grandios: Auf die Gewinnverdopplung folgt die Dividendenverdopplung

Die Lloyd Fonds AG, ein seit über 20 Jahren auf sachwertbasierte Investitionen und Kapitalanlagen spezialisierter Investment- und Asset-Manager aus Hamburg, hat noch einmal nachgelegt. Nachdem kürzlich die vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 vorgelegt wurden, das mit einem Konzernjahresergebnis von €3,2 Mio. abgeschlossen wurde. Damit erfüllte Lloyd Fonds die eigene Prognosen, die aufgrund der erfolgreichen Geschäftstätigkeit im Herbst und Winter jeweils nochmals angehoben worden waren. Zur Jahresmitte war das Unternehmen von einem Konzernergebnis zwischen zwei und drei Millionen Euro ausgegangen. Wie der Investment- und Asset-Manager mitteilte, hat sich das Konzernjahresergebnis damit zum zweiten Mal in Folge verdoppelt (2015: €1,6 Mio, 2014: €0,8 Mio.).

Dividende wird von 7 auf 16 Cents je Aktie angehoben
Und nun haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, auch die Aktionäre am Erfolg teilhaben zu lassen. So soll den Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von €0,16 pro Aktie vorgeschlagen werden und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (€0,07), sofern die Bilanzfeststellung, die am 11. April keine entgegenstehenden Überraschungen bringt.

 Lloyd Fonds (Quelle: finanzen.net
Zweite Personalie
Während der Geschäftsverlauf hervorragend aussieht, geben zwei aktuelle Personalveränderungen zu denken. So hatte Holger Schmitz hat der Lloyd Fonds AG mitgeteilt, dass er das Unternehmen leider aus wichtigen privaten Gründen kurzfristig verlassen müsse. Er war seit dem Jahr 2012 Generalbevollmächtigter der Lloyd Fonds AG, zuletzt verantwortete er den Bereich Immobilien. Seine Aufgaben werden zunächst von anderen Mitgliedern des Managements übernommen. Und heute, am Rand der Mitteilung über die Dividendenerhöhung, wurde erklärt, dass Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Aufsichtsratsvorsitzender der Lloyd Fonds AG, sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt hat. Vorstand und Aufsichtsrat werden zur anstehenden ordentlichen Hauptversammlung einen Kandidaten für die Nachfolge zur Wahl vorschlagen. Kottkamp war seit dem Jahr 2006 Mitglied des Aufsichtsrates und dessen Vorsitzender.

Insbesondere die Tatsache, dass es keinerlei Erklärung für den sofortigen Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden gibt und auch keine in solchen Fällen salbungsvollen Abschiedsworte seitens des Unternehmens, nährt Spekulationen, dass Kottkamp nicht mit der Dividendenentscheidung und damit der Verwendung des Bilanzgewinns einverstanden war/ist. Immerhin befindet sich Lloyd Fonds in der Phase starken Wachstums und kann das Kapital selbst gut gebrauchen, um seine Geschäfte weiter auszubauen. Aber diese Begründung ist nur meine eigene Vermutung. Auf die geschäftliche Entwicklung sollte dieser Rückzug keine negativen Auswirkungen haben.

Meine Einschätzung
Lloyd Fonds lässt die Anleger mit der deutlich erhöhten Dividende am Erfolg teilhaben und nicht wenige Anleger sehen in der Aktie einen Dividendentitel. Und mit annähernd 5% Dividendenrendite dürfte diese Positionierung gelingen.

Und auch der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags mit einer Tochtergesellschaft, der dazu führt, dass man nun die aufgelaufenen Verlustvorträge optimal nutzen kann, war ein schlauer Schachzug. In den nächste Jahren wird Lloyd Fonds somit keine Steuern auf erzielte Gewinne zahlen müssen.

Für geduldige Anleger ist der Nebenwert weiterhin eine spekulative Depotbeimischung wert, denn das Beste sollte noch vor dem Unternehmen liegen, wenn sich die neue Strategie richtig auszuzahlen beginnt. Das im Dezember von SRC-Research bei €4 bestätigte Kursziel dürfte mittel- und langfristig dabei nur eine Zwischenetappe bleiben.

Lloyd Fonds befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.


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ERGÄNZUNG VOM 28.03.2017, 10:43

▸ Lloyd Fonds verkauft weiteres Hotel an Motel One-Gruppe

Die Lloyd Fonds Gruppe hat erfolgreich eine weitere Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe "Motel One" verkauft. So wurde für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, während die Hotelimmobilie seinerzeit durch die Investoren des Immobilienfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" zu einem Kaufpreisfaktor von 15,5 erworben wurde. Die Investoren des Fonds erhalten insgesamt einen Kapitalrückfluss von rund 156 Prozent vor Steuern. Bezogen auf die Laufzeit von durchschnittlich rund 6,3 Jahren ergibt dies eine jährliche Vermögensmehrung von rund 8 Prozent vor Steuern. Durch die vereinbarte Gewinnbeteiligung profitieren auch die Lloyd Fonds AG und ihre Aktionäre vom Erfolg des Hotelverkaufs.

1 Kommentar:

  1. Lloyd Fonds hat erfolgreich eine weitere Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe "Motel One" verkauft. So wurde für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, während die Hotelimmobilie seinerzeit durch die Investoren des Immobilienfonds "Hotel Leipzig Nikolaikirche" zu einem Kaufpreisfaktor von 15,5 erworben wurde. Die Investoren des Fonds erhalten insgesamt einen Kapitalrückfluss von rund 156 Prozent vor Steuern. Bezogen auf die Laufzeit von durchschnittlich rund 6,3 Jahren ergibt dies eine jährliche Vermögensmehrung von rund 8 Prozent vor Steuern. Durch die vereinbarte Gewinnbeteiligung profitieren auch die Lloyd Fonds AG und ihre Aktionäre vom Erfolg des Hotelverkaufs.

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