Montag, 4. September 2017

Börsenweisheit der Woche 36/2017

"Es gibt kein subtileres oder sichereres Mittel, um das bestehende Fundament einer Gesellschaft zum Umsturz zu bringen, als die Währung zu schwächen."
(John Maynard Keynes)

Kommentare:

  1. Hehe, wahres Zitat. Allerdings gab es schon vor Keynes Leute, die das erkannt haben. Ein sinngemäß äquivalentes Zitat gibt es schon von Nikolaus Kopernikus (der nicht nur Sterne geschaut hat), aber wahrscheinlich war auch der nicht der Erste mit dieser Erkenntnis ;-)

    Gruß
    Tom

    AntwortenLöschen
  2. Sehr gutes Zitat!

    Wobei wir ja aktuell auch in einer sehr aufregenden Zeit leben, was die Entstehung neuer, alternativer Währungenbetrifft, sprich: Cryptocoins. Wie siehst du das?

    Ich nehme es momentan eher als Investitionsmöglichkeit wahr und nicht als echte Währung. Aber vor 15 Jahrne hätte ja auch niemand gedacht, das wir mit unseren Telefonen den Fotoapparat verdrängen ;-)

    Viele Grüße!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Geld basiert auf Vertrauen. Als es vor vielen hundert Jahren in Frankreich eingeführt wurde als Ersatz von Edelmetallmünzen, war es eher eine Katastrophe. Es hat sich erst mit der Zeit durchgesetzt. Und heute? Bitcoins usw. sind doch ein Zockerinstrument von risikoaffinen Spekulanten. Als Zahlungsmittel haben es vor allem Kriminelle für sich entdeckt und alle paar Wochen liest man von einem groß angelegten Betrug. Ich denke, Crypotwährungen haben noch einen langen Weg vor sich, bis sie einen ähnlichen Stellenwert erreicht haben wie "normales" Geld. Wenn sie es denn überhaupt schaffen...

      Löschen
    2. Michael, mir scheint, dass Du Dich mit dem Thema Kryptowährungen noch nicht wirklich befasst hast. Bitcoins als "Zockerinstrument von risikoaffinen Spekulanten" abzustempeln ist eine starke Pauschalisierung und Diffarmierung. Die Idee hinter Bitcoin ist eine Alternative zu völlig wertlosen Fiat-Währungen zu schaffen welche völlig willkürlich durch Zentralbanken reguliert, quasi unendlich weiter gedruckt werden können. Im Prinzip wird der Otto-Normal-Verbraucher durch Inflationierung des Fiat-Gelds zunehmend enteignet.

      Bitcoins sind zu den Zeiten der Finanzkrise entstanden, der Erfinder "Satoshi Nakamoto" - der übrigens selbst Bitcoin-Millionär ist und trotzdem seine Bitcoins nicht im Sinne der Bereicherung verkauft - beschreibt die Idee hinter Bitcoin in diesem White Paper (https://bitcoin.org/bitcoin.pdf). Neben den vielen Spekulanten befinden sich auch viele Anleger, welche schlicht an die Zukukunft von Bitcoins glauben und ganz nach der Strategie Buy&Hold ihre Bitcoins halten. Ich zähle mich zu diesen Leuten, es ist sicherlich schön zu sehen, dass mein angelegtes Geld sich vermehrt. Wenn Bitcoins eine höhere Akzeptanz als Zahlungsmittel erlangen, und davon bin ich felsenfest überzeugt - werde ich diese auch ausgeben.

      Im Übrigen bewegt sich die Nutzung von Bitcoins durch Kriminelle im prozentual niedrigen Bereich. Dagegen sind Dollars, Euros & Co. nachwievor bei vielen Kriminellen heiß im Kurs.

      Löschen
    3. "Für jede Spekulationsblase liegt schon eine Nadel bereit."
      (Warren Buffett)

      Löschen
    4. Interessanter Artikel zum Thema Krytowährungen und mögliche Gefahren bei Finanzen100.

      Mobius ist sich sicher: China war erst der Anfang im Kampf gegen Bitcoins

      Am Montag hat die Bank of China ICOs für illegal erklärt. Und der Kampf gegen Kryptowährungen geht weiter, ist sich der US-Ökonom Mark Mobius sicher. Wie er am Montag in einem Interview in Hong Kong sagte, rechne er fest damit, dass weitere Staaten Maßnahmen gegen Kryptowährungen einleiten werden.

      Mobius meint, dass Kryptowährungen außer Kontrolle geraten und verstärkt für illegale Aktivitäten benutzt werden, wie Finanzierung von Terrorismus, Geldwäsche und Drogengeschäfte. Die einzelnen Staaten können hier nicht tatenlos zusehen.

      Als Folge, so Mobius weiter, werden Anleger das Vertrauen in Kryptowährungen verlieren und verstärkt in den „sicheren Hafen“ Gold Zuflucht suchen.

      Mit dieser Warnung steht Mobius nicht alleine. Bereits im Juli warnte die Bank of America Merrill Lynch vor den Gefahren von Bitcoins.

      Löschen
    5. Naja solche Stimmen wie Mobius gibt es schon seit Jahren, ähnlich den Crash-Propheten an der Börse. Und dass den Banken der Bitcoin ein Dorn im Auge ist, sollte klar sein. Demgegenüber stehen Stimmen wie die von Bill Gates oder John McAfee. Microsoft investiert schon verstärkt in Blockchain (Ethereum). Dass China ICOs verboten hat gehört in die mittlerweile populäre Rubrik "Fake News", China hat ICO (Initial Coin Offering) nur temporär verboten. Der Markt soll stärker reguliert werden, China sucht nach einer Lösung. An der Börse gibt es die SEC in den USA, BAFIN in Deutschland, etc.

      In der Vergangenheit sind Tausende von neuen Coins entstanden, mit dem Ziel, möglichst schnell möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist Betrug und gehört verboten. Bitcoin, Ethereum, Ripple, Monero, IOTA und einige andere etablierte Währungen haben damit wenig zu tun, sondern verfolgen ein klares Konzept. Deswegen ist dieser Schritt der Chinesen, ein Schritt in die richtige Richtung, welcher dem Markt insgesamt gut tut.

      Löschen
    6. https://www.fool.com/investing/2017/09/15/the-bitcoin-bubble-is-beginning-to-burst-on-wall-s.aspx

      Löschen
    7. Naja, die Tatsache, dass die Bitcoin-Hater ständig auf Bitcoin schießen zeugt ja davon dass Bitcoin nun mal keine Blase ist. Das war zu den Zeiten der Tulpen-Manie oder der neuen Märkte anders. Nur so viel die Erzeugung von Bitcoins wird mit der Erweiterung der Miner-Community immer teuerer. Man kann mittlerweile pro Bitcoin mit ca. 1000 $ Stromverbrauch rechnen. Nicht zuletzt auch deswegen sowie durch die Begrenzung auf max 21 Mio Bitcoins wird der Wert des Assets begründet. Nun erkennen die Banken die Gefahr, welche ihnen durch Bitconis droht. Chinesische Zentralbank geht massiv gegen Bitcoins vor und zwingt die Börsen zur Aufgabe. Chef der JP Morgen ledert öffentlich gegen den Bitcoin. Alles mit einem Ziel den Kurs massiv zu drücken. Den Handel komplett stoppen, können sie schließlich nicht, hierzu müssten die Internet abschaffen. Dagegen steht die globale Bitcoin-Supporter-Community , welche dann kauft wenn Spekulantenmassen in Panik verkaufen und davonlaufen. Man kann hier sicherlich von Krieg sprechen aber nicht von einer Blase. Mich wundert dass dieser Krieg erst jetzt solche Ausmaße annimmt - schließlich hat Satoshi Nakamoto klar und deutlich in seinem Paper geschrieben, dass der Bitcoin sich gegen Giral-Geld richtet. Wir werden sehen wie der Krieg endet.

      Löschen
  3. Blase hin, Blase her - viele erfahrene Anleger gehen mitllerweile Long. Betrachtet man den 8-Jahres-Chart von Bitcoin, so sieht man, dass er sich immer von Korrekturen erholt hat und zu neuen Höhen aufgestiegen ist. Die letzte große Korrektur gab es vor Paar Tagen nach den News aus China - mittlerweile steht Bitcoin da wo er vor Paar Tagen stand. Die einzigen Anleger, die hier Geld verlieren sind Amateure, welche panisch verkaufen. Dagegen gehört die starke Schwankungsbreite einfach dazu und ist gesund für den Markt. Ich habe bei Rücksetzern immer nachgekauft. Es gibt noch Trader, die es versuchen bei Rücksetzern hoch auszusteigen und tief wieder nachzukaufen. Das ist mir aber zuviel Markt-Timing, kann gut gehen, kann aber auch schief gehen, sodass man weniger Bitcoin-Anteile bekommt als zuvor. Ich befürchte allerdings, dass mit zunehmender Etablierung von Bitcoin auch die Volatilität abnimmt,dann wird es sicherlich weniger Einkaufsmöglichkeiten geben. Die letzten Korrekturen sind alle moderat ausgefallen (max. -20%) und die Marktkapitalisierung liegt jetzt schon bei 76 Milliarden Dollar.
    Der Einwand der Skeptiker hat eine gewisse Berechtigung, da der Bitcoin vor allem auf dem Vertrauen der Kern-Community basiert. Wir werden es sehen wer recht behält, ich bleibe jedenfalls long in diesem Markt.

    AntwortenLöschen
  4. China erwägt nun Bitcoin-Börsen zu verbieten. Weitere Korrektur ist im Gange.

    AntwortenLöschen
  5. https://www.btc-echo.de/jp-morgan-kauft-bitcoin-obwohl-ceo-jamie-dimon-bitcoin-als-betrug-bezeichnet/

    AntwortenLöschen
  6. Wenn ich mal an dieser Stelle aus meinem neuesten Blogbeitrag zitieren darf:

    Wenn ich im Internet immer wieder von Bankenchefs lesen, die sagen, Bitcoins wären Betrug und nur Kriminelle würden Bitcoins kaufen, muss ich mittlerweile milde drüber lächeln. Natürlich würde ich auch als Bankenchef Angst haben, vor einer neuen Technologie, die nicht nur meinen eigenen Job, sondern meine gesamte Branche auf den Kopf, und sogar ihre Daseinsberechtigung in Frage stellt.

    Übrigens: Falls du auch schon davon gehört hast, dass der Chef von JP Morgan, Jamie Dimon, gesagt hat, Bitcoin sei nichts als Betrug, solltest du auch wissen, dass seine Kunden mittlerweile auf Anraten der Bank, Bitcoins gekauft haben, nachdem der Kurs unter anderem durch seine heftige Aussage gefallen ist. Da frage ich mich: Wer ist hier der Betrüger?

    AntwortenLöschen
  7. Und was die Korrekturen betrifft, waren die eh schon längst überfällig, damit der Kurs weiterhin gesund wachsen kann. China hatte schon einmal den Handel mit Bitcoins verboten und nach sechs Wochen wieder erlaubt. Das Problem der Exchanges in China ist einfach, dass sie keine Know-your-customer-policy haben.

    AntwortenLöschen
  8. Die größte Gefahr für den Bitcoin kommt nicht von außen sondern aus der Community selbst. Eine erneute Spaltung - Hard Fork zu SegWit2X - könnte sich langfristig negativ auf den Kurs von Bitcoin auswirken. Auf der anderen Seite sind die Transktionen mit Bitcoin mittlerweile recht langsam und deswegen verbesserungswürdig. Andere Coins sind technologisch ausgereifter. Bitcoin ist der Vorreiter und hast einen enormen historischen Wert, aber ob er langfristig sich gegenüber den anderen Krypto-Coins durchsetzen kann, habe ich mittlerweile meine Zweifel. Wir werden es sehen.

    AntwortenLöschen