Sonntag, 7. Juli 2019

Kissigs Klookschieterei: Die 27. Börsenwoche im Rückspiegel mit Blackstone, UET United Electronic Technology, WashTec

Die letzte Börsenwoche verlief relativ entspannt, zumal am Donnerstag in den USA der "Independance Day" gefeiert wurde und dem entsprechend die Weltleitbörse pausierte. Die Welt konnte sich also um sich selbst kümmern, da US-Präsident Trump vor allem damit beschäftigt war, eine große Militärparade abzuhalten und damit den aussöhnlichen Charakter der 4. Juli-Feierlichkeiten ad absurdum zu führen. Als er damit fertig war und am Freitag wieder ins (Twitter-) Geschehen eingriff, sackten die Börsen auch prompt deutlich ab. Denn der Donaldissimo feuerte eine Breitseite gegen die Währungspolitik fast jeder Nation, auch die der US-Notenbank, und das wurde als Androhung eines globalen Währungskriegs verstanden. In meiner Kindheit war immer James Bond zur Stelle, wenn sich irgendwo wieder jemand zum Welt-Diktator aufschwingen wollte. Aber der gute als Bond steuert momentan auf seine nächste Rente zu, da hat er wohl leider anderes zu tun. Aber auch Besseres...?


Börsentheater, 1. Akt: Die Politik


Im Nahen Osten laufen die USA und Iran weiter auf einen "warmen" Krieg zu. Beide Seiten rasseln mit den Säbeln und die EU sitzt mal wieder zwischen allen Stühlen. Die Uneinigkeit in der EU ist dort das vorherrschende Thema, sei es der Brexit oder aber auch das Geschachere um die Besetzung der wichtigsten Spitzenposten innerhalb der EU nach der Europawahl. Die Staats- und Regierungschefs haben nun eine Lösung ausbaldovert, die nicht nur überraschend ist, sondern auch auf heftigen Widerstand stößt. Denn wie Kai aus der Kiste wird von ihnen auf einmal die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ins Rennen um die EU-Kommissionsspitze geschickt. Und aus Deutschland massiv torpediert. Die Spitze der EZB soll die Französin Christine Lagarde übernehmen, die seit acht Jahren Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist und zuvor einige Jahre Wirtschafts- und Finanzministerin im sozialistischen Kabinett unter Präsident Francois Hollande. Während die Regierungslenker eine Einigung erzielt haben, manche würden es einen Minimalkonsens nennen und nicht gerade einen großen Wurf, muss am Ende das EU-Parlament diesen Nominierungen zustimmen. Und das dürfte nicht einfach werden.

Also lieber nochmal zurück in die USA. Denn dort fielen die Rekorde, nicht nur durch neue Börsenhöchststände, sondern auch bei den Wirtschaftsdaten. Es wurden nämlich die Arbeitsmarktdaten vorgelegt und zum einhundertundfünften Mal in Folge gab es eine Steigerung bei den US-Jobs. Das ist die längste Wachstumsperiode in der Geschichte der USA und zeigt, wie robust die US-Wirtschaft noch immer ist. Mit zwei unschönen Nebeneffekten: die Unternehmen finden kaum noch Leute für die offenen Stellen, auch und gerade bei den schlechter bezahlten Jobs, und die robuste US-Wirtschaft macht es für die FED nicht einfacher, die Zinsen zu senken. Was von Donald Trump aber vehement eingefordert wird. Und auch von seiner Kandidaten für einen der vakanten Führungspositionen bei der FED, die nicht nur den Goldstandard befürwortet, sondern sich auch vehement für Zinssenkungen einsetzt. Trumps Eröffnungszug im Währungskrieg? Und wenn ja, was wird dann noch folgen?


Börsentheater, 2. Akt: Die Unternehmen


So, nun aber zum Eingemachten und einigen interessanten Meldungen zu aktuellen oder ehemaligen Unternehmen auf meiner Beobachtungsliste.

Meine Beobachtungsliste ist um ein weiteres Unternehmen geschrumpft, nachdem es erneut enttäuscht hat. Dafür habe ich ein anderes Unternehmen auf die Liste genommen, das ich schon länger beobachte und auch schon einmal ausführlich im Aktien Magazin von Traderfox vorgestellt habe. Es erscheint leider irgendwie immer zu teuer bepreist zu sein, wie bei Qualitätsunternehmen mit starkem Burggraben üblich, aber nachdem sich die Perspektiven nochmals aufgehellt haben und es einen Kursrücksetzer gab, habe ich nun endlich zugeschlagen. Dazu später mehr...



Blackstone Group

Der Manager alternativer Assets Blackstone Group ist ja ein alter Bekannter hier im Blog. Ich war schon einmal investiert und habe Höhenflüge und Abstürze miterlebt; schlussendlich habe ich mich von der Aktie getrennt, weil das deutsche Finanzamt und mein Broker mit ständig zugesetzt haben. Kann man ellenlang in vielen Beiträgen und Kommentaren nachlesen: mir wurden ständig Dividenden/Ausschüttungen gutgeschrieben, dann wieder storniert, nachversteuert, anders versteuert. Und die Buchungen erfolgten teilweise Jahre später, so dass sie Auswirkungen auf längst abgeschlossene Steuerjahre und -bescheide hatten. Der Grund liegt/lag in der Rechtsform, denn Blackstone firmierte als L.P (Limited Partnership). In den USA konnte so ein Großteil der Gewinne steuerbefreit vereinnahmt und auch Teile der Ausschüttungen steuerlich vergünstigt ausgekehrt werden. Was den deutschen Fiskus aber nicht interessiert hat, bzw. zu sehr, denn immerhin hat er fast im Wochenrhythmus neue Wertpapier- und Dividendenabrechnungen ausgelöst.

Im Mai 2016 hatte ich die Nase voll und habe alle LPs aus meinem Depot gekippt. Neben Blackstone traf es auch KKR, den zweiten US-Finanzinvestor in meinem Bestand.

Doch dann wurde Donald Trump Präsident der USA und setzte seine Steuerreform durch, die u.a. die Körperschaftssteuern für Unternehmen deutlich senkte. So sehr, dass der steuerliche Vorteil der LPs fast völlig verschwand. In der Folge änderte dann der US-Finanzinvestor Ares Management seine Rechtform von LP in C-Corp., also in eine ganz normale Aktiengesellschaft. Und wenig später folgte KKR &Co. die seit 1. Juli 2018 als C-Corp. firmieren und die ich deshalb wieder auf meine Beobachtungsliste genommen und in meinem Depot gekauft habe. Und nun, 12 Monate später, hat auch Blackstone denselben Schritt vollzogen und sich ab 1. Juli 2019 zu einer C-Corp. gewandelt. Die Auswirkungen hatte ich vor einem Jahr bzgl. KKR beschrieben, daher erspare ich uns allen die Wiederholung.

Da Blackstone in der Vergangenheit noch erfolgreicher war als KKR & Co. und inzwischen u.a. der größte Immobilieneigentümer der USA ist, habe ich auch bei der Balckstone Group wieder zugegriffen und mir eine kleine Position als Depotergänzung gegönnt. Dauerhaft niedrige Zinsen befeuern Immobilien und Unternehmenspreise (nicht die Aktienkurse börsennotierter Unternehmen) und die Finanzinvestoren sollten daher weiterhin hervorragende Geschäftsbedingungen vorfinden. Zu ihrem Business gehört Kaufen und Verkaufen, so dass eine Konjunktureintrübung ihr Geschäft nicht lähmt, denn dann können sie billiger einkaufen. Und mit den Exits können sie sich etwas mehr zeit lassen, bis wieder bessere Verkaufspreise zu erzielen sind - in der Zwischenzeit sitzen sie auf so viel Liquidität, dass sie Durtstrecken gut überstehen und ggf. ihre Portfoliounternehmen selbst finanzieren können, sollten diese Kapitalbedarf haben. Damit liegen völlig andere Rahmenbedingungen vor als vor zehn Jahren während der Finanzkrise, als überall das Geld knapp war. Die hohe Liquidität und die weiterhin stark zulegenden Assets under Management (AuM) stellen also eine Art Sicherheitsnetz dar.

Ich nehme Blackstone als wieder auf meine Beobachtungsliste und zwar mit meinem durchschnittlichen Einstandskurs von 40,674 Eur0.


UET United Electronic Technologies

Das Unternehmen hat seinen Geschäftsbericht für 2018 vorgelegt und konnte damit eine wichtige Hürde beiseite räumen in seinem Turnaround-Verlauf: denn es ist nun gelungen, endlich wieder ein positives Eigenkapital auszuweisen. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, wieder ein "normales" Unternehmen zu werden, das sich nicht primär um seine Sanierung und Umstrukturierung kümmern muss, sondern sich wieder auf sein operatives Business konzentrieren kann.

2018 war noch geprägt von massiven strukturellen Veränderungen, über die ich hier im Blog ja schon öfter berichtet habe. Daher sollte man das erzielte Jahresergebnis von 0,29 Euro nicht überbewerten. Es ist vor allem Einmaleffekten geschuldet. Darüber hinaus werden künftig Eigenleistungen aktiviert werden in der Bilanz, wodurch sich ebenfalls ein positiver Effekt einstellt - das ist allerdings ein ganz übliches Bilanzierungsverfahren. Des Weiteren hat UET auf margenschwaches Geschäft verzichtet, um seine Margen auf Vordermann zu bringen und richtet sich stärker auf die Wachstumsbereiche Software und Energiemanagement aus. Und das nicht nur in der DACH-Region, sondern auch in Mexiko und bald auch in Brasilien.

Blickt man auf die 2018er Zahlen, so sind zwei Dinge maßgeblich: das zweite Halbjahr 2018 lief noch nicht so gut, wie erhofft und die Umstrukturierungen und Sanierungsanstrengungen waren nicht wie geplant bereits Ende 2017 abgeschlossen, sondern konnten erst Mitte 2018 vollzogen werden. Das erste ist meiner Meinung nach auch eine Folge des zweiten. Was nun bevorsteht, ist ein Hochfahren der 5G-Investitionen der Telekom-Anbieter. Hier sollten und dürften sich für UET als Kooperationspartner in der DACH-Region der südkoreanischen KT Corp. lukrative Geschäfte auftun.

Meine Einschätzung
UET hat den Sanierungsphase hinter sich und steht bilanziell wieder "sauber" da. Auch das Gesundschrumpfen durch das Aufgeben von Geschäftsbereichen, Verkauf von Spartentöchtern und Umswitchen hin zu margenstärkerem Geschäft nähert sich seinem Ende und wird künftig wieder zu Wachstum führen bei Umsatz und Gewinn. Damit meine ich nicht, dass der durch Einmaleffekte geprägte Jahresüberschuss 2018 übertroffen wird, sondern dass sich die Gewinnen nachhaltig verbessern werden. Der Blick auf den operativen Cashflow, der mit 3,7 Mio. Euro erfreulich positiv ausfällt, gibt einen starken Indikator, wie die Geschäfte ohne die ganzen Einmal- und Sonderfaktoren künftig laufen werden. Zu einer Verbesserung werden auch die weiteren angekündigten Maßnahmen führen. So werden einige Vorrats-Tochtergesellschaft abgewickelt, für die keine Verwendung mehr besteht, deren Vorhaltung aber Geld kostet (Erstellen von Jahresabschlüssen usw.). Zusätzlich wurde ja schon vor einigen Wochen eine Kapitalerhöhung angekündigt, u.a. durch Ziehen einer Wandlungsoption bei einem Darlehen, was das Eigenkapital erhöhen und die Fremdfinanzierung samt Zinsbelastung senken wird. Natürlich wird die Erhöhung des Eigenkapitals die Anteile der Altaktionäre verwässern. Aber der Fokus bei UET richtet sich wohl kaum zuvorderst auf das Ergebnis je Aktie, sondern eher darauf, dass künftig wieder verlässliche und steigende Gewinne erzielt werden. Und angesichts der anstehenden Investitionen in neue Produkte und das Wachstum in Südamerika (Mexiko könnte 2019 einer Verdopplung entgegensehen und der möglicherweise noch in diesem Jahr anstehende Roll-out in Brasilien kostet ebenfalls zunächst Geld) sind verbesserte Bilanzkennzahlen unabdingbar. UET wird nämlich auch künftig Fremdkapital benötigen, um starkes Wachstum in dieser entscheidenden Phase (5G) generieren zu können und eine saubere Bilanz mit starker EK-Position erhöhen nicht nur die Bereitschaft von Banken dem Unternehmen Kredite zu gewähren, sondern senken auch die aufgerufenen Zinssätze dank der neu gewonnen besseren Bonität.

Der UET-Zug nimmt also Fahrt auf und das Licht am Ende des Tunnels hat sich nicht als entgegenkommender Zug entpuppt, sondern als strahlender Sonnenschein. Für UET gilt es nun, sich nicht faul in die Sonne zu legen, sondern die Gunst der Stunde zu nutzen und sich seinen Platz an der Sonne dauerhaft zu verdienen. Die Anzeichen, dass dies gelingen kann und wird, mehren sich jedenfalls weiter und mein Investmentcase bekommt noch mehr Wind unter die Flügel.


WashTec

Die positiven Hoffnungen haben sich bei WashTec nicht erfüllt. Die 2018er Zahlen waren eine Katastrophe und der Chef wurde gefeuert. Damit einhergehend hatte das Unternehmen einen ziemlich optimistischen Ausblick auf 2019 gegeben und verkündet, die erheblichen Probleme im US-Geschäft wären nur von kurzer Dauer. Das ist gerade einmal drei Monate her und nun kam WashTec mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung um die Ecke, weil die Probleme doch nicht in den Griff bekommen wurden. Die Zahlen des ersten Halbjahres zeigen einen leichten Umsatzrückgang gegenüber 2018 bei einem halbierten EBIT und zurückgehendem Auftragseingang. Und damit hat WashTec nicht nur die Vorschusslorbeeren verspielt, mit denen die Anleger das Unternehmen nach den vollmundigen Ankündigungen versehen hatten, sondern dürfte das Vertrauen in die Prognosekraft und das operative Geschäft für eine ganze Weile zerstört haben. Man fühlt sich beinahe an Leoni erinnert, die wie WashTec in einem Bereich tätig sind, in dem man eigentlich nichts viel falsch machen können sollte - der eine bei Waschanlagen für Autos ("gewaschen wird immer, ob nun Benziner, Diesel, Elektro- oder Wasserstoffauto) und der andere im Bereich Kabelstränge und Bordnetze, die bei jeder neuen Autogeneration ständig mehr werden.

Ein Trauerspiel, dass diese Unternehmen an sich selbst scheitern. Und damit für mich der Zeitpunkt gekommen ist, die Reißleine zu ziehen und erstmal abzuwarten, ob und wann die Unternehmen ihr Business wieder im Griff haben - um auf verlässlichen Zahlen und Prognosen eine Bewertung und einen Investmentcase aufbauen zu können.

Bei WashTec habe ich also meinen Bestand verkauft und streiche den Wert auch von meiner Beobachtungsliste. Nach 15 Monaten hat mir das Investment - dank zweier Dividendenzahlungen - einen moderaten Verlust von knapp 5% eingebracht.


Angst und Gier & Ups and Downs


Der Fear & Greed Index von CNN Money nahm in der letzten Woche seinen Aufwärtstrend wieder auf und legte 10 auf glatte 60 Punkte zu: Solides "Gier-Territorium". Die Zinspolitik der Notenbanken geben momentan die Richtung vor, denn Geld ist und bleibt die Triebfeder der Börse.

Mein "operativer Net Worth" hat sich in der letzten Woche um weitere 2% verbessert auf 33% (YTD). Ein weiteres All-Time-High. Mit dem Ergebnis und dem Wochenverlauf bin ich mehr als zufrieden. Mein langfristiges Ziel ist, durchschnittlich 15% pro Jahr an Rendite einzufahren und nach den annähernd 10% Minus im letzten Jahr bin ich dies bezüglich auf Sicht von 18 Monaten wieder "auf Spur" und liege in diesem Jahr deutlich mehr als doppelt so weit im Plus, als mich das letzte Jahr gekostet hat. Mein Investor-Update zum Quartalsende samt der Rangliste der TOP-Positionen in meinem Investmentdepot habe ich vor wenigen Tagen veröffentlicht.

Auf gut Börsengeschäfte. Es bleibt spannend...

Disclaimer
Blackstone Group, Hypoport, Tomra Systems, UET United Electronic Technologies, WashTec befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Kommentare:

  1. Hallo Herr Kissig,

    Ein Hinweis von mir, bzgl der Annahme, dass seltene Erden nur begrenzt verfügbar wären und man mit Ihnen schonend umgehen sollte:
    Japan soll ein Feld gefunden haben, welches ein großes Vorkommen für seltene Erden aufzeigt. Gewiss ist der Abbau schwierig, aber ich denke, nicht unmöglich und auch nicht für immer unwirtschaftlich. - Ich denke dabei auch an Öl, wo immer wieder von Experten vorausgesagt wurde, dass bald alle Vorkommen erschöpft wären und wir uns umstellen müssten. Stand heute sieht es wohl so aus, dass es noch locker für die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht sogar noch über 100 Jahre reicht. - Ich persönlich würde meinen Investmentcase nicht auf dem Recyclen von Batterien stützen wollen.
    Quelle: einfach mal bei Google nach "Japan seltene Erden" suchen

    Ansonsten teile ich Ihre Einschätzung, dass das Recyceln von Müll immer weiter herausfordernder für die Welt wird.

    Gruß
    Matthias

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    1. Vielen Dank für den interessanten Hinweis auf Japan. "Seltene" Erden ist eigentlich ein irreführender Begriff, da die meisten davon erfassten Rohstoffe nicht selten sind - sie sind nur nicht/kaum wirtschaftlich abbaubar. Ich hatte daher die Formulierung "nicht in unbegrenzten Mengen verfügbar" gewählt, der vielleicht auch missverstanden werden kann, zugegeben.

      Große Vorkommen an "Seltenen Erden" finden sich in den USA, die früher weltgrößter Produzent waren. Aber der Abbau rechnet sich dort hinten und vorne nicht, während die laxen Umweltbestimmungen in China einen großen Standortvorteil darstellen. Bzw. darstellten, denn auch China denkt hier ja kräftig um. Insofern muss sich auch bei den Quellen in Japan erst noch zeigen, ob und wie weit da eine realistische/wirtschaftliche Förderung möglich ist.

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  2. Wer sich für dieses Thema interessiert: Die Aktie von Umicore, dem Technologieführer im Bereich des Batterierecyclings, ist zuletzt aufgrund operativer Schwierigkeiten und eines Feuers auf dem Betriebsgelände deutlich zurückgekommen. Hier könnte sich bei tieferer Recherche eine gute Möglichkeit in einem ziemlich teuren Markt ergeben. Die Historie von Umicore spricht bisher für sich.

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    1. Bei Umicore habe ich mich vor einiger Zeit verabschiedet (hier klicken). Der hohe Verschuldungsgrad ist die Achillesferse, die keinen/wenig Platz für operative Schwierigkeiten lässt. Tomra Systems finde ich das deutlich besser aufgestellt, auch weil sie nicht so einen hohen Investitionsaufwand betreiben müssen...

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  3. Hallo Michael,

    was hältst Du von der aktuellen Diskussion im Forum von finanzen.net, dass UeT evtl. auch von der Börse genommen werden kann? Andere wiederum erwarten ein Aufstocken des Freefloats.

    Gruss
    Thomas

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    1. Das sind aus meiner Sicht reine Spekulationen die man am besten in das Reich der möchte gern Propheten schiebt!

      Wenn ich mir den letzen Geschäftsbericht anschaue, dann sehe ich ein Unternehmen, welches den Turnaround gemeistert hat und ein gutes Wachstum aufweist. Desweiteren sehe ich ein Unternehmen was in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu Telefónica und der Telekom hat und die 5G Auktionen sind nun abgeschlossen.

      Ob man vor hat den Freefloat zu erweitern? Keine Ahnung. Es spricht vieles dafür, dass man das auch angehen wird. Man hat schlankere und übersichtlichere Konzernstrukturen geschaffen, die nochmals Kosten einsparen werden. Man konnte sich eine sehr gute Finanzierung für die Expansion sichern und wird vielleicht nochmal an der Börse schauen ob man dort ebenfalls für weitere Expansionen Geld eintreiben kann.


      Das Unternehmen hat sich selbst von der Hardware getrennt, wenn ich das richtig sehe und den Fokus mehr Richtung sehr gut skalierbarer Software gelegt.


      Aus meiner Sich ein sehr gutes Unternehmen. Die aktuellen Stände laden mich dazu ein nochmals Nachzukaufen.


      Schönen Gruß
      Andreas

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    2. Mit dieser Debatte beschäftige ich mich nicht. UET steht eine weitere Kapitalmaßnahme ins haus, die ist schon länger angekündigt und sie war auch absehbar, denn die Bilanz gesundet zwar zunehmend, aber sie kommt noch recht schwachbrüstig daher. Also muss das Eigenkapital gestärkt werden. Dass dabei Darlehen in EK umgewandelt werden, dürfte nicht überraschen, das hat man bei UET bereits mehrmals genau so gemacht. Und dass die großen Ankerinvestoren, die das Unternehmen durch die Existenzkrise manövriert und immer wieder mit Geld ausgestattet haben, ihre Anteile erhöhen, ist auch nachvollziehbar. Ob deshalb von diesen nun ein Delisting angestrebt wird? Keine Ahnung. Das hätten sie doch früher und billiger haben können. Ist nicht umgekehrt eine Börsennotierung für eine erstarkende UET positiv zu sehen? Wenn man später einmal Wachstum generiert, Gewinne macht und auch über Zukäufe wachsen will? So hält man sich den Markt für extern zufließendes Eigenkapital offen und wäre nicht ausschließlich auf die bekannten Geldgeber angewiesen.

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  4. Oh Mann, WashTec muss schon wieder die Prognose senken... =(

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