Dienstag, 1. März 2016

Berentzen: Aurelius lässt den Geist aus der Flasche

Der Finanzinvestor Aurelius ist seit vielen Jahren beim Spirituosenhersteller Berentzen Mehrheitsgesellschafter und hat diesen wieder auf profitables Wachstum getrimmt. Bereits seit einiger Zeit gibt es Anzeichen, dass sich Aurelius von seinen restlichen 51,04 Prozent trennen möchte und soeben machte das Unternehmen Nägel mit Köpfen. So will man im Rahmen einer Privatplatzierung über ein beschleunigtes Bookbuildingverfahren alle oder Teile des eigenen Aktienbestandes institutionellen Investoren andienen. Durch diese deutliche Erhöhung des Streubesitzes sollen die Berentzen-Aktien noch attraktiver für institutionelle Investoren in Europa gemacht werden. Und natürlich die Kasse bei Aurelius klingeln lassen.

Aurelius befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und ist die mit Abstand größte Position in meinem Depot.

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Kommentare:

  1. Hi Michael,

    den guten Einfluss von Aurelius auf Berentzen konnte man ja verfolgen. Ich frage mich nur, was wird nach einem vollständigen Rückzug von Aurelius mit Berentzen passieren ?
    Sind Sie deiner Meinung nach saniert und haben das Know-How verinnerlicht und nutzen können oder wird Berentzen den Kahn in den Sand setzen ?

    Beste Grüße
    Thomas

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    1. Moin Thomas,
      Berentzen hat unter der neuen Führung eine hervorragende Entwicklung genommen und ich bin überzeugt, dass sie diesen Weg weitergehen werden. Gerade mit ihrer - ich nenne das mal despektierlich - Orangensaftpresse für den Gastronomiebereich scheint Berentzen ein richtig großer Wurf gelungen zu sein. Der aktuelle Kursrücksetzer auf knapp €6 sollte langfristig betrachtet eine hervorragende Einstiegsmöglichkeit sein. Die Irritation über die Umplatzierung dürfte schnell vorbei sein und dann konzentriert man sich wieder auf das Wesentliche bei Berentzen.

      Ach so, dass Börse Online Berentzen aufgrund der Umplatzierung von Aurelius mit Verkaufslimit €6,30 aus ihrem Nebenwerte-Wikifolio schmeißt,sollte man nicht überbewerten.

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  2. Hi Michael,
    im Handelsblatt gab es heute einen (kritischen) Bericht zu Berentzen:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/berentzen-orangensaft-statt-apfelkorn/13364702.html

    Grüße
    Thomas

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    1. Da steht letztlich nichts Neues drin, diese Punkte waren alle auch in den vorgelegten Zahlen enthalten. Wenn man sich den Chartverlauf ansieht, dann ist es ganz normal, dass die Aktie eine Konsolidierung einlegt. Das hat weniger mit operativen Problemen zu tun als vielmehr mit dem zuvor zu schnell und zu hoch geschossenen Kurs. Anfang 2015 stand der bei €4, sprang dann raketengleich auf €8 und liegt jetzt bei €6. Noch immer 50% über dem 2015er-Startkurs. Der Aurelius-Teilausstieg war für einige nur eine willkommene "Ausrede", ihre Gewinne mitzunehmen.

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