Montag, 1. Juni 2020

Börsenweisheit der Woche 22/2020

"Nach Tiefstkursen Ausschau zu halten, ist im Grunde nicht unser Spiel. Preisgestaltung ist unser Spiel. Und das ist nicht so schwierig. Zu Tiefstkursen zu kaufen ist wahrscheinlich unmöglich. Sobald man viel für sein Geld bekommt, kauft man es."
(Warren Buffett)

Samstag, 30. Mai 2020

Kissigs Beobachtungsliste

▶ Performance seit Aufnahme auf meine Beobachtungsliste




















▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Liste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht, euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

Diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist. In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben.

Freitag, 29. Mai 2020

Versenkst Du auch viel Geld mit Aktien-Rebalancing oder investierst Du schon richtig erfolgreich?

Investieren ist wie einen Baum zu pflanzen: man pflanzt und anfangs muss man sich ein bisschen drum kümmern, vielleicht düngen, ab und zu mal gießen. Dann der erste Spross, die Freude ist groß! Niemand würde doch jetzt das Bäumchen ausreißen, oder?

Man lässt ihn wachsen, bei Sonne, Sturm und Schnee. Ab und zu schaut man ihn sich mal an, erfreut sich an seinem Wachstum, bisweilen erstaunt darüber, wie groß er schon geworden ist. Man lässt ihn wachsen und manchmal denkt man sich, man könnte ihn fällen, Platz schaffen für einen anderen Baum. Oder das Holz verkaufen und damit Profite einstreichen.
»Heute sitzt jemand im Schatten, weil ein anderer vor langer Zeit einen Baum gepflanzt hat.«
(Warren Buffett)
Oder sollte man den Baum vielleicht doch lieber stehen und wachsen lassen? Das kann man jahrelang machen, jahrzehntelang. Und der Baum wächst und treibt Knospen aus und aus der einen oder anderen dieser "Dividenden" wird ein weiterer Baum, so dass der natürliche Zinsenszinseffekt unseren Investment-Wald mit weiteren Bäumen füllt. Und am Ende steht dort ein ganzer Wald voller kräftiger großer Bäume. Aber nur, weil man nicht nach den ersten Zentimetern des Wachstums und auch später nicht den Fehler gemacht hat, den Baum zu fällen.
»Du wirst Deine Ergebnisse nicht verbessern, indem du die Blumen ausreißt und das Unkraut gießt.«
(Peter Lynch)
So stellen wir fest, dass investieren letztlich nichts anderes ist, als den Baum zu pflanzen und ihn dann nicht daran zu hindern, zu wachsen, sich zu entwickeln, größer und stärker zu werden. Wir sollten uns um unseren Baum kümmern und ab und zu tote Triebe entfernen und auch Unkraut und Wildwuchs eindämmen, damit der Baum ungehindert wachsen kann. Doch gerade hierbei stellen sich die meisten Anleger ziemlich dumm an, sie rebalancen ständig die Gewichtung ihrer Aktien und das kostet richtig viel Geld. Nicht nur unnätige Gebühren, sondern vor allem Rendite...

Donnerstag, 28. Mai 2020

Portfoliocheck: Wilde Fahrt voraus - Frank Sands steigt jetzt bei Uber ein

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 90. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im ersten Quartal 2020 gab es in Sands Depot nur geringe Veränderungen; die Turnoverrate lag bei überschaubaren 8%. Er stockte bei Netflix und Sea Ltd. auf und stieg bei Square neu ein, dafür reduzierte er bei Alibaba, Texas Instrument und Edwards Lifescienens. Größte Auswirkungen auf sein Depot hatte allerdings sein Neueinstieg beim krisengeschüttelten Fahrdienstvermittler Uber. Und an der Spitze seines Depots gab es einen überraschenden Wechsel: Amazon löste VISA ab...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Amazon, Edwards Lifesciences, Square, Uber und VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Dienstag, 26. Mai 2020

Kissigs Aktien Report: Warren Buffett und sein Gespür für… Geld???

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

In meinem 2. Aktien Report vom 9. Mai war das Thema: "Warren Buffett und sein Gespür für… Geld???"

Montag, 25. Mai 2020

Corona: Bill Gates gibt den Trend vor, auch in seinem Portfolio...

Bill Gates gründete Microsoft und führte den Konzern viele Jahre lang; er brachte ihn mit Windows und Office an die Weltspitze. Dann zog er sich aus dem operativen Geschäft zurück und überließ die Zügel Steve Ballmer, der Microsoft führte wie Darth Vader das Imperium. Erst mit Nachfolger Satya Nadella kehrte Microsoft der dunklen Seite den Rücken, was vor allem Nadellas Meister Yoda-ähnlichem Führungsstil geschuldet ist.

Bill Gates widmete sich nach seinem Rückzug vom Chefposten seinen philanthrophischen Ambitionen in der Bill und Melinda Gates Stiftung. Er bekämpft Polio, setzt sich für regenerative Energien und saubere Trinkwasserversorgung in der Dritten Welt ein und pumpt Milliarden in die Forschung gegen das Corona-Virus. Wie viele andere Milliardäre auch hat er sich Warren Buffetts "The Giving Pledge" angeschlossen und wird den Großteil seines Milliardenvermögens wohltätigen Zwecken zukommen lassen.

Das Wertpapier-Portfolio der Bill und Melinda Gates Stiftung hat inzwischen ein Volumen von mehr als $17 Mrd. und das auch dank der Spenden Warren Buffets, der der Stiftung seines Freundes bereits mehrfach Berkshire Hathaway-Aktien zukommen ließ, um ihre Arbeit zu unterstützen. Gates managt das Portfolio als besonnener Buy & Hold-Anleger mit defensiven Werten. Doch der Blick in seine Transaktionen des ersten Quartals lassen aufmerken - und setzen den Trend auch für Value Investoren...

Börsenweisheit der Woche 21/2020

"In Zeiten der Not ist schnell vergessen, aber nicht weniger wichtig zu bedenken, dass niedrigere Preise ein Verbündeter langfristiger Renditen sind."
(Allan Mecham)

Donnerstag, 21. Mai 2020

Portfoliocheck: Goldman Sachs ist nicht mehr Buffetts Liebling

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 89. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. „Das Orakel von Omaha“, wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 1. Quartal 2020 hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert, hier vor allem in seinem am höchsten gewichteten Sektor Finanzen. Das war allerdings im 2019er Schlussquartal ebenfalls schon so und daher ist die schnellzüngige Auslegung, die Auswirkungen der Corona-Krise seien der Grund, wohl zu kurz gesprungen und gedacht. Bemerkenswert ist dennoch, dass der Technologiesektor zu den Finanzwerten aufgeschlossen hat, die nun beide jeweils 37% in Buffetts Aktiendepot ausmachen. Das ist vor allem Apple geschuldet, die mit mehr als 35% ihren Spitenzplatz nochmals deutlich ausgebaut haben. Am stärksten traf es die Investment Bank Goldman Sachs, bei der Buffett weitere 84% seiner Anteile abstieß. Dieser Verkauf folgt auf die Reduzierung seines Pakets, die er Ende 2019 vorgenommen hatte, als er bereits ein Drittel seines Bestands verkauft hatte. Und der Grund dürfte weniger Angst (vor Corona) gewesen sein, als vielmehr Gier...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Apple und Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Kissigs Aktien Report: FAANG gewinnt – mit Amazon und Netflix

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

In meinem 1. Aktien Report vom 2. Mai war das Thema: "FAANG gewinnt – mit Amazon und Netflix".

Kooperation: Kissigs Analysen nun auch in Armin Bracks "Aktien Report"

Dies ist mal wieder ein Beitrag in eigener Sache. Vor Kurzem fragte mich Armin Brack, ob ich mir eine Kooperation für den von ihm herausgegebenen Börsenbrief "Aktien Report" vorstellen könnte. Und ich konnte. Daher erscheinen seit Anfang Mai in unregelmäßigen Abständen von mir exklusive Analysen zu interessanten Unternehmen innerhalb des "Aktien Reports" und/oder des "Geld Anlage Reports".

Wer die Ausgaben samstags kostenlos und "druckfrisch" ins Email-Postfach haben möchte, kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit anderthalb Wochen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Armin Brack und Markus Müller, den Geschäftsführer der ONE Media Group.

Übersicht über Kissigs Aktien Reports

Dienstag, 19. Mai 2020

Einstein mahnt: Wer den Zinseszinseffekt nutzt, verdient. Alle anderen bezahlen ihn...

Das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage ist die erzielte Rendite. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke als das Investieren verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass Zinsen, die aufgrund einer verzinslichen Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, ab Beginn der darauffolgenden Periode die Einlage erhöhen und sich somit in der Zukunft selbst verzinsen.
»Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.«
(Albert Einstein)
Beim Investieren wirkt das Prinzip des Zinseszinses in einer ähnlichen Art und Weise. Die von einem Investor erworbenen Vermögensgegenstände generieren Gewinne, werden reinvestiert und produzieren zukünftig mehr Gewinn. Und je mehr Zeit man dem Zinseszinseffekt gibt, desto gewaltiger wird seine Kraftentfaltung, denn das Zinseszinswachstum macht aus einem kleinen Betrag einen großen, ganz von alleine...

Montag, 18. Mai 2020

Börsenweisheit der Woche 20/2020

"Kaufe Unternehmen mit einer starken Renditeentwicklung und einem dominanten Geschäftsfeld."
(Warren Buffett)

Samstag, 16. Mai 2020

Kissigs Kloogschieterei: Sollte man gerade jetzt in Aktien investieren?

Die Frage, ob man gerade jetzt in Aktien investieren sollte, bekomme ich häufig gestellt. Dahinter verbirgt sich der Wunsch, eine "sichere" Aussage zu bekommen, wie sich die Börsen und spezielle Aktien in den nächsten Tagen entwickeln. Denn mit langfristigem Blick investieren leider nur die wenigsten Anleger wirklich. Auch wenn sie selbst davon überzeugt sind, dass sie die Aktien lange halten werden - sie tun es allenfalls, wenn die Kurse sofort nach dem Kauf steigen und ihnen ein "gutes Gefühl" vermitteln. Doch steigen die Kurse, kommt schnell die bange Frage auf, ob man nicht lieber die Gewinne mitnehmen sollte, denn "an Gewinnmitnahmen ist ja noch niemand gestorben". Die wohl dümmste Börsenweisheit, die ich kenne. Wer Apple, Amazon, AlphabetMicrosoft, Hypoport oder SAP nach den ersten schnellen 30% verkauft hat, hat die folgenden zehntausenden von Prozenten an Kursgewinnen verpasst. Die Gewinneraktien zu verkaufen, um seine Gewinne abzusichern, ist eine Loserstrategie! Top-Aktien sollte darf man nur verkaufen, wenn sich die Rahmenbedingungen für sie deutlich zum Negativen entwickelt haben. Ansonsten wir man nie besser abschneiden als der Markt.

Aber zurück zur Frage, ob man gerade jetzt in Aktien investieren, oder ob man lieber auf einen Kurseinbruch warten sollte, um günstiger an die Stücke heranzukommen. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: es kommt drauf an...

Freitag, 15. Mai 2020

Portfoliocheck: eBay ist der Rising Star im Portfolio von Value Investor Seth Klarman

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 88. Portfoliocheck schaue ich Seth Klarman über die Schulter. Der Deep Value Investor kauft gerne Unternehmen, die von der Börse verschmäht und daher zu Rabattpreisen angeboten werden. Er investiert gerne mit großer Sicherheitsmarge und erzielt mit diesem auf Benjamin Graham fußenden Ansatz seit Jahrzehnten mit durchschnittlich 19% überragende Renditen.

Im Auftaktquartal schichtete Klarman ein Viertel seines Depots um; am Ende hält er nun 32 Werte und darunter finden sich acht Neueinstiege. In seinem Aktionärsbrief hatte er Ende März geschrieben, er habe den Börseneinbruch dazu genutzt, für $1,5 Mrd. Aktien zu kaufen. Aus heutiger Sicht ein hervorragender Einstiegszeitpunkt und er sorgt bei der Auswahl durchaus für Überraschungen, denn er stieg neu ein bei Alphabet und Facebook. Und er stockte massiv bei eBay auf, die nun seine größte Position ist...

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Disclaimer
Alphabet, Ebay, Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Mittwoch, 13. Mai 2020

Starkes Wachtum bei Adaptive Biotechnologies; höhere Verluste und Prognoseaussetzung kommen nicht so gut an

Adaptive Biotechnologies entwickelt diagnostische Tests, die das adaptive Immunsystem auslesen, um die menschliche Gesundheit besser zu verstehen. Die Idee dahinter ist, mit Hilfe dieser Blutuntersuchungen Krankheiten aufzuspüren, Behandlungsentscheidungen zu treffen und sogar neue Medikamente zu entdecken. Hierzu hat man unter hohen Investitionen eine eigene Infrastruktur aufgebaut und verfügt nun über eine Datenbank mit mehr als 30 Milliarden Immunrezeptoren. Aus diesen werden mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz hinter Microsofts Cloud-Plattform Azure neue Erkenntnisse gewonnen.

Nach dem Börsengang im letzten Jahr erfolgte im Januar eine kleine Kapitalerhöhung um 8 Mio. Aktien. Mit dem frischen Geld aus beiden Maßnahmen will Adaptive Bio seine diagnostischen Sequenzierungstests ausbauen, die auf das körpereigene Immunsystem und die zahlreichen verwandten Therapien abzielen.

Gestern Abend legte Adaptive Bio seine Zahlen zum ersten Quartal vor und die konnten die Anleger auf den ersten Blick nicht vom Hocker reißen...

Dienstag, 12. Mai 2020

Spinnen die jetzt total? Apple macht 8,5 Milliarden neue Schulden - für Aktienrückkäufe?

Apple leidet momentan unter dem Corona-Virus, weil viele seiner Apple Shops geschlossen sind/waren. Die Verkäufe seines Flagschiffs iPhone stagnieren und die Einführung der neuen Modelle hinkt, da die Lieferketten unterbrochen waren und damit Verzögerungen auftraten. Während bei den Sales also die Umsätze unter Druck stehen, kann Apple bei den Services, der Apple Watch und seinem neuen Streamingdienst Apple TV+ punkten.

Doch nun kommt Apple mit einer Mitteilung um die Ecke, die so gar nicht in die aktuelle Zeit zu passen scheint: Apple nimmt $8,5 Mrd. an neuen Schulden auf, um damit vor allem eigene Aktien zurückzukaufen. Das Aktienrückkaufprogramm hatte der Apfel-Konzern kürzlich um weitere $50 Mrd. aufgestockt! Und das in einer Zeit, wo die Konjunktur dramatisch einbricht, Massenentlassungen an der Tagesordnung sind und reihenweise Unternehmen Staatshilfen in Anspruch nehmen müssen. (Wie) passt das zusammen?

Montag, 11. Mai 2020

Gastartikel: Das High-Tech Stock Picking Wikifolio in der Corona-Rallye

In meinem Investor-Update zum dritten Quartal 2018 hatte ich erstmals berichtet, dass ich neben meinen Aktieninvestments auch in einem einzigen Wiki investiert bin: "HighTech Stock Picking". Nachdem Stefan Waldhauser damals sein Wiki hier im Blog vorgestellt hatte, gibt er heute ein kurzes Update zur Entwicklung und einigen interessanten (neuen) Werten, u.a. IAC InterActive Corp. und The Trade Desk, die ich ja auch auf meiner Beobachtungsliste habe.

Falls jemand das Wiki in den letzten Investor-Updates vermisst haben sollte; es ist aktuell meine zehnt größte Depotposition, nachdem es sich so sensationell wieder empor gearbeitet hat und die Corona-Verluste kompensieren konnte. Vielversprechend...

Börsenweisheit der Woche 19/2020

"Auch die Aktien mit der besten Kursentwicklung können mehrjährige Phasen unterdurchschnittlicher Performance aufweisen, wenn die fundamentalen Daten zum Kurs aufschließen. Bei Kursvervielfältigern ist der schwierigste Teil nicht die Gewinnphasen durchzuhalten, sondern während der heftigen Rücksetzer oder Stagnationsphasen des Aktienkurses nicht zu verkaufen."
(Ian Cassel)

Sonntag, 10. Mai 2020

Ken Fisher rät von Markt-Timing ab: "Time in the market beats timing the market"

Das Timing für den Einstieg in Aktien spielt in der Fachpresse und den Diskussionen eine große Rolle. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass die Wahrscheinlichkeit, eine steigende Aktie zu erwischen,  in einem steigenden Markt größer ist, als in einem fallenden. Getreu dem Börsenmotto "the trend is your friend". Diese Überlegungen sind geradezu verführerisch, denn sie klingen so schlüssig, so plausibel. Trotzdem erzielt die Mehrzahl der Anleger schlechtere Renditen als der Gesamtmarkt und auch die große Mehrheit der Fondsmanager schafft es nicht, besser abzuschneiden als der Durchschnitt. Die Theorie ist das eine, die praktische Umsetzung das andere. Oder wie Yogi Berra mal treffend formulierte: "In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht".

Und weil so viele Anleger so schlechte Resultate erzielen, wird immer öfter zu passiven Anlageformen geraten, wie Indexfonds oder ETFs. Doch leider zeigt die Realität auch hier, dass die meisten Anleger selbst mit Indexfonds schlechter abschneiden als der Vergleichsindex. Was nicht verwundern kann, denn die Gründe liegen ziemlich klar auf der Hand...

Freitag, 8. Mai 2020

(Not so) good News bei... Intuit: Umsatzverschiebungen, Prognoseaussetzung - und doch...

Quartalszahlen standen beim Steuersoftware- und Buchführungs-Spezialisten Intuit noch nicht an, doch gestern gab das Unternehmen nachbörslich ein Update zur Unternehmensentwicklung. Und das ist wenig(er) erfreulich, wenn auch nicht wirklich überraschend: Intuit stellte seine Aktionäre darauf ein, dass aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie die bisherige Prognose nicht mehr zu halten sei und setzt sie daher aus.

Besonders betroffen dürften die Kleinunternehmner unter seinen Kunden sein, die vor stärkeren Einnahmeverlusten stünden, aber auch die Entscheidung der Regierung, die Einreichungsfrist für die Einkommensteuer bis zum 15. Juli zu verlängern, würde sich in Umsatzverschiebungen ins vierte Geschäftsquartal auswirken.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Portfoliocheck: Ken Fisher macht sein Depot coronafest und setzt mit PayPal auf den großen Krisengewinner

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 87. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Ken Fisher, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Fisher sah die Märkte längere Zeit im Schlussakkord eines Bullenmarktes und in solchen Phasen performen Technologiewerte stets besonders gut - und auch die Börsenerholung führen die Tech-Schwergewichte an. Daher dominieren die Technologiewerte weiterhin als Fishers größte Positionen: mit Apple, Microsoft, VISA, Amazon, Alibaba, Alphabet setzt Fisher auf mehrere Megatrends: Online-Shopping, Cloud-Services, Software-as-a-Service (SaaS), Künstliche Intelligenz (KI), Mobile Payment. Und einer der größten Profiteure der Corona-Krise dürfte der Digital-Payment-Spezialist PayPal sein, bei dem Fisher weietr aufgestockt hat im 1. Quartal - und der mit seinen soeben vorgelegten Quartalszahlen kräftig punkten kann...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Alphabet, Amazon, Microsoft, PayPal, VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Corning: Der Innovationsführer hinkt hinterher

Den Glasspezialisten Corning hatte ich einige Jahre an Bord, aber vor gut zehn Wochen habe ich mich von diesem Investment getrennt. Trotz bester Zukunftsaussichten konnte das Unternehmen nicht mehr überzeugen und die unbestreitbar vorhandenen Chancen in Ergebnisse umsetzen. Ende Februar war dann Schluss für mich und die jüngsten Zahlen zum Verlauf des ersten Quartals 2020 machen wenig Hoffnung auf Besserung. Und das hat nicht nur mit Corona zu tun...

Dienstag, 5. Mai 2020

Wie schlagen sich meine 2020er Quality Investing-Favoriten Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft bisher in der Corona-Krise?

Zum Jahresstart hatte ich meine 2020er Quality Investing-Jahresfavoriten benannt, doch da standen die Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt nicht auf der Agenda. Nach gut vier Monaten werfe ich heute mal einen Blick zurück und betrachte, wie sich die Aktien gehalten haben und wage ein erstes Zwischenfazit zu Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft.

Montag, 4. Mai 2020

Kissigs Kloogschieterei: Kann Liquidität (wirklich) alleine die Börse retten?

Die Wirtschaft legt eine kolossale Bruchlandung hin, wie die Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten zeigen. Das trifft die Unternehmen hart und viele stehen mit dem Rücken zur Wand. Entlassungen und Kostensenkungen sind die Sofortmaßnahmen. Und die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsprogramme natürlich: Kredite und Liquiditätshilfen. In den USA ergänzt um Direktzahlungen an die Bürger, um die Nachfrage künstlich hoch zu halten und/oder Mietzahlungen zu ermöglichen oder das bezahlen von Rechnungen oder den nächsten Einkauf.

Erster Impuls der Anleger in dieser Situation ist Flucht. Normal, gibt uns die Evolution vor, ist unser Überlebensinstinkt. Doch ist der erste Spontanreflex gerade in Finanzangelegenheiten selten der richtige oder gar beste. Howard Marks empfiehlt deshalb "Second Level Thinking", also die Schlussfolgerungen zu ziehen, die einem (und allen anderen) nicht als erstes durch den Kopf gehen und allzu offensichtlich auf der Hand liegt...

Börsenweisheit der Woche 18/2020

"Es ist vermutlich ein natürlicher Teil des modernen Wirtschaftssystems, dass klassische Burggräben nicht mehr funktionieren."
(Charlie Munger)

Sonntag, 3. Mai 2020

Gastartikel: Schlussakkord zu... Über den Boulevard in den Papierkorb, wo es ziemlich behaglich zu sein scheint - Dritter Teil des Essays über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse

Vor einiger Zeit betrat dieses Blog Neuland, denn zum ersten Mal veröffentliche ich hier einen Gastartikel, also einen Beitrag, der nicht aus meiner Feder stammt.

Heute finden der Artikel "Über den Boulevard in den Papierkorb - Ein Essay über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse" sowie seine Fortsetzung "Und weiter geht's... über den Boulevard in den Papierkorb - Eine Fortsetzung des Essays über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse" einen weitere - und letzte - Fortsetzung und erneut ist für den Inhalt alleine der Autor Stephan Gemke verantwortlich.

Auch in diesem Essay widmet Stephan Gemke sich der Frage nach "Paid Content" bzw. dem zunehmenden Anspruchsdenken, alles jederzeit zu bekommen und einfordern zu können und das - selbstverständlich - immer kostenlos. Ein Plädoyer im Sinne von "darf sich Leistung auch wieder lohnen?" und gegen die in unserer Konsumgeilgesellschaft immer weiter um sich greifende "Geiz-dich-dumm-Mentalität". Und wie auch in den beiden Essays zuvor widmet sich Stephan Gemke der medialen Berichterstattung zu Wirecard und hier insbesondere der Vorgänge um die Sonderprüfung durch KPMG.

Da ich die kritische Richtung des Essays grundsätzlich teile, musste ich nicht lange überlegen, auch diesen Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen und hier(mit) die Diskussion weiterzuführen.

Samstag, 2. Mai 2020

Warren Buffett rät: Ignoriere Quartalsergebnisse. Konzentriere Dich auf das Unternehmen und sein Business. Investiere langfristig!

Es ist Berichtssaison und die Wall Street wird heftig durchgeschüttelt, weil etliche Unternehmen mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen des Marktes und/oder der Analysten nicht ganz erreichen bzw. teilweise auch recht deutlich verfehlen. Und das liegt nicht nur an der Corona-Pandemie. Doch gerade langfristig orientierte Value-Anleger sollten sich der Worte Warren Buffetts erinnern und genau(er) hinsehen.

»Nimm eine Jahresbilanz nicht zu ernst. Schau lieber, was über einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren geschieht.«
(Warren Buffett)
Damit meint das "Orakel von Omaha", dass Quartale zu kurze Zeitspannen sind, um die Entwicklung eines Unternehmens exakt zu planen und zu bewerten. Liegen ein paar Feiertage mehr auf Wochentagen in dem Quartal oder verschiebt sich ein größerer Zahlungseingang um wenige Tage, kann dies das Quartalsergebnis beeinflussen, ohne dass es für das Jahresergebnis wirklich Relevanz hätte. Und selbst der Blick von Jahr zu Jahr sei keine ausreichende Grundlage für langfristig orientierte Anleger, um die Entwicklung des Unternehmens wirklich solide einschätzen zu können. Dazu gehört schon etwas mehr...

Donnerstag, 30. April 2020

Portfoliocheck: Mit CoStar adressiert Chuck Akre erfolgreich den Digitalisierungstrend bei Immobilien

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 86. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Auch im 4. Quartal war Chuck Akre nur mäßig aktiv; in seinem Depot dominieren mit einem Anteil von 48% die Finanzwerte vor Immobilienwerten mit 22% und zyklischen Konsumwerten mit 13%. Akres größte Position bleibt American Tower mit gut 15% Anteil vor MasterCard (14,5%), Moody's (12,5%) und VISA (8,5%).

Die größte Auswirkung auf sein Depot hatte sein Neueinstieg beim digitalen Immobiliendienstleister CoStar Group, dem in den USA führenden Anbieter von Daten-, Analyse- und Marketingdienstleistungen für gewerbliche Immobilienmakler und Mieter. Und damit hat sich Chuck Akre einen Digital Leader ins Portfolio geholt, der seine Stärken auch in der gegenwärtigen herausfordernden Zeit ausspielen kann und der absehbar am Ende der Krisenzeit zu den großen Gewinnern zählen dürfte...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Ergänzung vom 12.05.2020: Chuck Akre stockt CoStar-Position in Q1/20 um 75% auf

In seinem aktuellsten 13F gibt Chuck Akre bekannt, dass er im ersten 2020er Auftaktquartal seine Position an CoStar um weitere 75% aufgestockt hat, so dass er nun rund 1,2% aller ausstehenden Aktien hält.

Disclaimer
American Tower, CoStar, MasterCard und VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Good News bei... American Tower: Deutliche Umsatz und Gewinnsteigerung im ersten Quartal und auch künftig kaum Corona-Auswirkungen

American Tower ist ein Real Investment Trust (REIT), der seine Gewinne nicht versteuern muss, solange er im Gegenzug mehr als 90% seines Gewinns an seine Aktionäre ausschüttet. Dieser Spezial-REIT gehört zu den großen Gewinnern des Mobil- und Smartphone-Booms; die neuste Netz-Generation (5G) wird gerade weltweit ausgerollt und für diese sind viel mehr Standorte nötig als für die vorangehenden Generationen, da die Funkzellen wesentlich kleiner sind und die Antwortzeiten wesentlich schneller ("Latenz"). Und da American Tower sein Wachstum auch über Schulden finanziert, spielen dem Unternehmen die weltweit weiter sinkenden Zinsen zusätzlich in die Karten und pimpen das Finanzergebnis zusätzlich. Und damit auch die Gewinne. Entsprechend positiv präsentieren sich die Ergebnisse, die das Unternehmen für das erste Quartal 2020 vorlegen konnte.

Dienstag, 28. April 2020

Rebound ist...

Rebound ist... wenn der S&P 500 in den 23 Handelstagen zwischen dem 19. Februar und dem 23. März um knapp 34% abstürzt und in den darauf folgenden 25 Handelstagen um 30% wieder zulegt.

Good News bei... DIC Asset: Erfolge bei Vermietung und Asset Management sowie Bestätigung der Jahresprognosen

Der Aktienkurs von DIC Asset hat kräftig gelitten unter der Anlegerpanik, die ihre Aktien aus Furcht vor massiven Einbußen auf den Markt geworfen haben. Und bisher konnte der Kurs nur einen Teil seines Absturzes wieder wettmachen; seit Tagen dümpelt er zwischen €11 und €12 herum. Dabei läuft es beim Spezialisten für Büro- und Gewerbeimmobilien in geordneten Bahnen und durchaus erfolgreich, wie die beiden jüngsten Meldungen aus dem Unternehmen zeigen...

Montag, 27. April 2020

Börsenweisheit der Woche 17/2020

"Viele der besten Investoren haben mit Microcaps begonnen. Viele der Aktien mit der besten Wertentwicklung begannen als Microcaps. Die meisten Aktien mit der besten Wertentwicklung der letzten zehn Jahre stammten aus dem Microcap-Ökosystem. Großartige Unternehmen frühzeitig zu finden, kommt nie aus der Mode."
(Ian Cassel)

Freitag, 24. April 2020

Charlie Munger rät zu Buy & Hold: "Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du abwartest."

Charles Thomas Munger ist der kongeniale Geschäftspartner von Warren Buffett und beide setzen bei ihren Investments seit jeher auf Buy & Hold. Diese Anlagestrategie zielt darauf ab, Wertpapiere langfristig zu halten, womit das Risiko durch die Schwankungen an den Märkten gesenkt und die Erfolgsaussichten auf außerordentliche Renditen steigen.

Historische Daten belegen für für den S&P 500 zwischen 1926 und 2010 eine durchschnittliche jährliche Aktienrendite von 9,7 Prozent, während Staatsanleihen nur 5,6 Prozent p.a. brachten. Dabei unterliegen die Kurse in einzelnen Jahren durchaus heftigen Schwankungen, die auch schon mal 50 Prozent und mehr ausmachen können. Auch in diesen Phasen kann und sollte man nicht panisch verkaufen und versuchen, den Markt zu timen. Mit Geduld und Ruhe hat man in den letzten 90 Jahren jedenfalls nichts falsch gemacht am Aktienmarkt. Denn die durchschnittliche Überrendite von 4 Prozent pro Jahr erzielte man durch Nichtstun.

Donnerstag, 23. April 2020

Portfoliocheck: Johnson & Johnson ist in unsicheren Zeiten erste Wahl, denkt sich auch Jeremy Grantham

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 85. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt. Grantham ist überzeugt davon, dass Vermögensanlagen immer zu ihrem Mittelwert zurückkehren, da im Kapitalismus überdurchschnittliche Gewinnmargen zwangsläufig Wettbewerber anziehen, so dass diese Margen durch die zunehmende Konkurrenz unter Druck geraten. Folgerichtig ist er auf der Kaufseite, wenn sie unter ihrem Mittelwert notieren und er verkauft, wenn Assets vom Markt deutlich über dem Mittelwert bepreist werden.

Große Popularität erreichte Jeremy Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Auch im 4. Quartal 2019 setzt Grantham weiterhin vor allem auf große US-Wachstumswerte mit starkem Burggraben und noch stärkeren Cashflows. Seine Depotschwergewichte sind daher die Technologie-Giganten Microsoft, Apple und Oracle. Verteilt auf die Aktien der A- und C-Klasse kommt allerdings die Google-Mutter Alphabet auf den zweithöchste Depotanteil. Doch stärker aufgestockt hatte Grantham beim Gesundheitskonzern Johnson & Johnson, der ohnehin schon zu seinen größten Positionen gehörte...

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Alphabet, Amazon und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Dienstag, 21. April 2020

Anleger wetten auf den nächsten Börsenabsturz, doch Kostolany wart: "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief."

Andrè Kostolany erinnert uns daran, dass die Masse meist falsch liegt. Wenn sich alle einig sind über die Entwicklung und sich entsprechend positioniert haben, tritt diese Entwicklung oft gar nicht mehr ein, sondern genau das Gegenteil. Und dann werden alle auf dem falschen Fuß erwischt und versuchen, ihre in den Verlust laufenden Positionen glattzustellen, was den Trend noch verstärkt. Im Extremfall kann dies zu einem Short-Squeeze führen.

»Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren,
 geht es fast immer schief.
«
(Andrè Kostolany)
Mein Gedanke dazu? Heute scheinen sich alle Akteure einig zu sein, dass die Aktienkurse nochmals einbrechen werden. Das Short-Engagement gegen den S&P 500 Index ist das höchste seit Anfang 2016, berichtet das Wall Street Journal. Es stieg letzte Woche auf $68,1 Mrd., während es zum Jahresstart noch $41,7 Mrd. waren und $41,2 Mrd. vor einem Jahr. Es scheinen sich also alle einig zu sein, dass die Kurse wieder abschmieren und alle haben sich entsprechend positioniert. Aber wenn die Kurse nun trotzdem steigen, könnte das noch einmal so ausgehen wie Ende März, als die Bärenfalle zuschnappte und die Bullen reich belohnt wurden...

Kostolany erklärt, weshalb es auf kurz- bis mittelfristige Sicht keinesfalls sicher ist, dass die guten Aktien steigen und die schlechten fallen

André Kostolany war ein erfolgreicher Börsenspekulant, Bonvivant und Autor. Zahlreiche Bücher hat er verfasst über seine große Leidenschaft, die Börse, und er war viele Jahre lang gern gesehener Gast in allen Fernsehtalkshows. Denn er schaffte es nicht nur erfolgreich sein Geld anzulegen, sondern auch das komplexe und verwirrende Börsengeschehen in kurzen, knackigen und sehr oft auch humoristischen Weisheiten und Anekdoten zusammenzufassen.

Sein Buch "Die Kunst, über Geld nachzudenken" war sein letztes Buch, sein Vermächtnis, bevor er am 14. September 1999 verstarb. Es ist vermutlich das beste Buch für Börseneinsteiger überhaupt, weil es die Mechanismen und Wirrungen der Börse so anschaulich erklärt und mit Kostolanys eigenen Erfahrungen so greifbar macht. 80 Jahre Börse erleben und überleben in einem einzigen Buch.

Und einer der vielen darin enthaltenen Weisheiten möchte ich heute ansprechen, eines der Mysterien der Börse, das immer wieder auf's neue Verwunderung auslöst: das Verhalten der Börsenkurse...
»Auf kurz- bis mittelfristige Sicht ist es keinesfalls sicher, dass die guten Aktien steigen und die schlechten fallen. Es kann auch genau umgekehrt sein.«
(André Kostolany)

Montag, 20. April 2020

Portfoliocheck: Corona ändert alles, doch Primecap Management punktet mit Technology und Healthcare

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 84. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Primecap Management, die drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen und mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Damit erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,4% und liegen damit um 2% p.a. vor dem S&P 500.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Die Corona-Pandemie ändert die die Spielregeln und zwar für alle. Einige Unternehmen sind kurzfristig betroffen, andere werden langfristig zu kämpfen haben. Manche trifft es massiv, während andere kaum Auswirkungen zu spüren haben und einige profitieren sogar. Das gilt vor allem für die von Primecap Management hoch gewichteten Branchen Gesundheit, Technologie und Fluglinien und ihre TOP-Werte Eli Lilly, Adobe, Microsoft, AMGEN, BIOGEN sowie AstraZeneca, aber auch für Southwest Airlines und United Airlines.

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Adobe und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Börsenweisheit der Woche 16/2020

"Die schlechteste Investition, die du haben kannst, sind Barmittel. Alle reden davon, dass Cash King ist, aber Geld wird im Laufe der Zeit immer weniger wert sein, während gute Unternehmen mit der Zeit mehr wert sein werden."
(Warren Buffett)

Samstag, 18. April 2020

Mein Lese-Tipp: "Buffett. Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten"

Der Journalist Roger Lowenstein hat mit seinem Werk "Buffett. Die Geschichte eines amerikanischen Kapitalisten" eine Biographie über den wohl besten und erfolgreichsten Investoren aller Zeiten geschrieben. Dabei gab ihm Warren Buffett, Chef von Berkshire Hathaway, selbst keine Interviews, aber er unternahm auch keine Versuche, die Menschen, mit denen Lowenstein sprach, in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Die vielen Quellen sind Freunde, Familienangehörige, Angestellte, Partner, Konkurrenten von Warren Buffett und Lowenstein gelingt es, aus diesen vielen Ansichten eine bemerkenswerte Charakterstudie Buffetts zu zeichnen, eines sympathischen Genies, der in der Sache stur und konsequent bleibt, aber sich auch durch Herzensgüte und Mitgefühl auszeichnet.

Freitag, 17. April 2020

Charlie Munger lehrt: "Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür Du bezahlst. Investieren ist, wenn Du einige großartige Unternehmen findest und dann auf Deinem Hintern sitzt."

"Kaufe niedrig, verkaufe nie" hat Warren Buffett mal gesagt und damit die sog. Buy & Hold-Strategie beschrieben. Er wird hiermit seitdem oft bewusst fehlinterpretiert und der so elementare Grundgedanke hinter seiner Aussage viel zu oft ignoriert. Leider. Dabei weiß der gute Kaufmann, dass der Gewinn im Einkauf liegt;je geringer der Einkaufspreis, desto höher ist die Chance auf Gewinn. Und umso niedriger ist auch das Risiko, die Ware nicht zu einem guten Preis wieder loszuwerden, also einen Verlust realisieren zu müssen.

Manche Kritiker bezeichnen Buy & Hold als veraltet, antiquiert, unzeitgemäß und als Beleg verweisen sie auf Aktien wie die der Deutschen Telekom. Die hatten Anleger im Jahr 2000 zu Mondpreisen von über €100 gekauft und wer sie noch immer hat, sitzt auf massiven Verlusten von bis zu 85%. Und das nach 18 Jahren und trotz Steter Dividendenzahlungen.
»Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr bekommen als das, wofür du bezahlst. Investieren ist, wenn du einige großartige Unternehmen findest und dann auf deinem Hintern sitzt.«
(Charlie Munger)

Buy & Hold bedeutet nicht Buy & Forget

Doch "Kaufen & Halten" bedeutet eben nicht, zu jedem Kurs zu kaufen und starrsinnig daran festzuhalten, sondern es heißt, zu niedrigen Kursen einzusteigen und die Aktien dann nicht (zu schnell) wieder aus den Händen zu geben. Warren Buffett hält einige Aktien in seinem Portfolio bereits seit über 40 Jahren und genau diese Aktien haben ihn zum Multimilliardär und einem der reichsten Menschen der Welt gemacht.

Donnerstag, 16. April 2020

Kissigs Kloogschieterei: Stürmische Berichtssaison - Banks, Advertising, Payment im Blick!?

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass ab Mitte Februar die Wirtschaftsleistung weltweit eingebrochen ist und fast kein Unternehmen davon unberührt geblieben ist. Die Kurse haben mit ihrem massiven Einbruch diese Entwicklung schon vorweggenommen, aber nun folgt der erste Lackmustest, weil die Unternehmen ihre Quartalszahlen präsentieren - und vermutlich nicht wenige ihre Jahresprognose aussetzen oder deutlich senken müssen.

Neben den "üblichen Verdächtigen", wie der Automobilbranche, den Tourimuskonzernen, den Restaurantketten oder den Luftfahrtunternehmen, die erwartbar Katastrophenzahlen vermelden werden, könnte es auch in anderen Bereichen in nächster Zeit lange Gesichter geben. Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht zum Bankensektor und zu vermeintlichen Gewinnern in der Welt des Digital Payments und der Werbung...

Schon wieder 8% mehr: Costco ist ein erstklassiger Dividendenwachstumswert

Mit Costco setzte ich auf einen ganz besonderen Wert aus der Einzelhandelsbranche mit einem bestechend einfachen Geschäftsmodell: er verzichtet auf die Gewinnmargen beim Verkauf an seine Kunden. Und die rennen ihm natürlich die Bude ein, weil sie bei Costco (fast) alles und das sensationell günstig und in großen Mengen bekommen.

Dennoch gelingt es Costco, ständig seine Umsätze und Gewinne zu steigern und auch Dividendenfans sollten sich den Wert unbedingt mal genauer ansehen - nicht trotz, sondern wegen der eher mickrigen Dividendenrendite... ツ

Good News bei... SBF: Starke Quartalszahlen, Corona-resistent, Prognose für 2020 bestätigt

SBF, ein Spezialist für Decken- und Beleuchtungssysteme in Schienenfahrzeugen, gab einen Zwischenstand über den Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2020 und die Auswirkungen der Corona-Krise auf sein Business. Und siehe da, alle läuft, nach Plan und auch rund und ohne Einschränkungen. Im Gegenteil, SBF steht solide da in Zeiten wirtschaftlicher Verwerfungen und präsentiert sich als verlässlicher Fels in der Brandung. Naja, es ist ja eher ein Tsunami...

Mittwoch, 15. April 2020

"Pessimismus ist dein Freund an der Börse, Euphorie ist dein Feind" lehrt Warren Buffett

Die Entwicklung der Wirtschaft und auch die der Börsenkurse hängt zum Großteil von Emotionen ab, von der gefühlten Lage, nicht der wirklichen.

Wie schon viele Krisen gezeigt haben, erholen sich die Börsenkurse bereits, während aus der Wirtschaft noch täglich negative Meldungen auf uns hereinprasseln und die Zukunftsaussichten immer düsterer zu werden scheinen. Doch für Aktieninvestoren ist dann oft schon die Zeit zum Handeln gekommen und daher sollte man genau darauf achten, ob und wie stark der Pessimismus regiert...

Dienstag, 14. April 2020

Portfoliocheck: Warren Buffett im Krisenmodus - und was läuft da mit den Airlines?

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 82. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Warren Buffetts Performance ist atemberaubend. Er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. „Das Orakel von Omaha“, wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 4. Quartal hat Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway nur wenige Aktienpositionen verändert, aber vor allem in seinem am höchsten gewichteten Finanzsektor Aktienpakete verkauft. Hier traf es, wie schon seit vielen Quartalen, erneut Wells Fargo, aber diesmal auch Goldman Sachs. Fast fertig ist Buffett mit seinem Ausverkauf bei Phillips 66, während er bei BIOGEN und Lebensmitteleinzelhändler Kroger ganz frisch eingestiegen ist, zwei Profiteuren der Corona-Krise. Und dann waren da noch seine verwirrenden Aktionen bei seinen beiden größten Fluglinien, Delta Airlines und Southwest Airlines. Auch wenn Buffetts Verkäufe erst Anfang April herauskamen...

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Berkshire Hathaway befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

John Templeton rät: In der Zeit des größten Pessimismus in Aktien zu investieren, bringt langfristig die höchste Rendite!

In der Zeit des größten Pessimismus zu investieren, ist leichter gesagt, als getan. Denn es bedeutet, sich als einziger gegen den Markt zu stellen, gegen die Masse und zwar in einer Phase, in der man selbst emotional von Zweifeln und (Existenz-) Ängsten geplagt ist. Da muss man als Anleger schon charakterlich sehr gefestigt sein, um das aushalten zu können. Denn die Kurse steigen ja nicht sofort wieder an, nur weil man selbst gerade gekauft hat. Vielmehr fühlt sich jeder Kauf wie der berühmte Griff ins fallende Messer an. Und den sollte man doch unbedingt vermeiden, oder? Nun, das kommt drauf an...

Montag, 13. April 2020

Was ist... ein Schwarzer Schwan? Vorbote der Apokalypse? Innovationsengel? Oder beides?

Als Schwarzer Schwan (Black Swan) wird ein unerwartetes Ereignis von enormer Tragweite bezeichnet, das die Finanzmärkte abrupt aus der Bahn werfen kann.

Geprägt hat den Begriff der Publizist und Börsenhändler Nassim Nicholas Taleb in seinem im Jahr 2007 erschienen Buch "Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse". Taleb beschreibt darin, dass Menschen es sich in einer "Zone des Vorhersagbaren" bequem machen und so extrem unwahrscheinliche Ereignisse kaum eine Rolle in ihrer Risikobetrachtung spielen. Allerdings treten diese Ereignisse doch häufiger auf, als man annimmt, wie z.B. bei der Subprime-Krise in den USA, der folgenden Pleite der Investmentbank Lehman Brothers, dem Tsunami in Japan mit der anschließenden Atomkatastrophe von Fukushima - oder jetzt aktuell mit der Corona-Pandemie.

Dabei ist nicht jeder überrasche "Einschlag" gleich ein Schwarzer Schwan. Wesentlich für einen Schwarzen Schwan ist, dass das Ereignis außerhalb der "normalen Wahrscheinlichkeiten" liegt, also quasi ein "Passiert-eh-nie-Ereignis" ist, und dieses Ereignis muss gravierende Auswirkungen haben auf die Menschen, die Natur und/oder auf die Wirtschaft.

Börsenweisheit der Woche 15/2020

"Ein weiteres wertvolles Anlagegeheimnis ist, dass Inhaber solider Wertpapiere niemals in Panik geraten und Bestände verkaufen sollten, wenn die Preise ins Trudeln geraten. Unzählige Anleger haben während der Markteinbrüche panisch verkauft, als die Aktien um einige Punkte fielen, nur um dann den auf lange Sicht steigenden Kursen hinterher schauen zu müssen."
(Jean Paul Getty)