Montag, 10. August 2020

Börsenweisheit der Woche 32/2020

"Es ist wichtig, Entscheidungen ohne vollständige oder perfekte Informationen treffen zu können. An der Wall Street sind die Dinge fast nie klar. Oder wenn sie klar sind, ist es zu spät, um von ihnen zu profitieren."
(Peter Lynch)

Sonntag, 9. August 2020

Update: Wie schlagen sich meine 2020er Quality Investing-Favoriten Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft bisher in der Corona-Krise?

Zum Jahresstart hatte ich meine 2020er Quality Investing-Jahresfavoriten benannt, doch da standen die Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt nicht auf der Agenda. Nachdem ich Anfang Mai ein erstes Zwischenfazit gezogen hatte, gibt es drei Monate später nun ein Update. Bei meinem Blick zurück betrachte ich, wie sich die Aktien von Alphabet, Amazon, American Tower, Danaher, Facebook, MasterCard und Microsoft in 2020 bisher so gehalten haben.

Samstag, 8. August 2020

Star-Investor Ken Fisher liebt das Investieren. Und Bäume...

Der 1950 geborene Kenneth Lawrence Fisher ist als Investor ungeheuer erfolgreich und das schon über einen langen Zeitraum hinweg. Nun könnte man bei kurzsichtiger Betrachtung meinen, dies läge daran, dass er von seinem Vater, dem legendären Investor Philip A. Fisher, ein großes Vermögen geerbt und einfach nur in dessen Fußstapfen getreten sei. Doch die Realität sieht meistens anders aus und so verhält es sich auch bei Ken Fisher.

Als dritter und jüngster Sohn war Kens Weg nicht unbedingt vorgezeichnet. Nach der Highschool nahm er zunächst ein Studium der Fortwirtschaft auf und seine große Liebe zur Natur und zu Bäumen hat er sich bis heute bewahrt. Sein Studienfach wechselte er allerdings schon relativ zeitig und setzte fortan auf Ökonomie. Nach Abschluss des Studiums traten er und sein älterer Bruder in die Investmentfirma des Vaters ein, wo sie ausgebildet und auf die spätere Übernahme des Familienunternehmens vorbereitet werden sollten. Soweit so klassisch. Doch im Schatten einer Legende aufzuwachsen hat auch so seine Tücken...

Kissigs Beobachtungsliste




▶ Denke selbst!

Auf meiner Beobachtungsliste finden sich die Aktien, über die ich hier im Blog schreibe und die ich dann für interessant/ aussichtsreich genug erachte, dass ich sie auch künftig begleiten möchte. Es ist kein Musterdepot und diese Beobachtungsliste ist nicht zwangsläufig identisch mit meinem Investment-Portfolio, auch wenn sie viele Überschneidungen aufweist.

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und stelle meine TOP 10 vor.

Freitag, 7. August 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mit der Tinder-Mutter hat Bill Nygren nun ein Match

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 100. Portfoliocheck geht es um Bill Nygren, den Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Im 1. Quartal setzte er weiterhin vor allem auf Financial Services und Communication Services, wobei Alphabet, Netflix und Bank of America seine Depotschwergewichte sind. Neu an Bord ist Nygren bei der Tinder-Mutter Match Group, die erst kürzlich via Spin-off von ihrer Muttergesellschaft IAC InterActiveCorp an deren Aktionäre verteilt wurde. Aber das ist nicht der Grund für Nygrens Engagement bei der Match Group, sondern deren "erhebliche Unterbewertung", wie er in seinem Investorenbrief schrieb...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Alphabet, IAC InterActive Corp und Match Group befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Dienstag, 4. August 2020

Kissigs Aktienreport: Zombiland - oder die Schattenseite der Liquiditässchwemme

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 10. Aktien Reports (vom 24.07.20): "Zombiland oder die Schattenseite der Liquiditässchwemme"

Montag, 3. August 2020

Corona als Game-Changer? Rocket Internet ist zurück im Spiel...

Die frühere Startup-Schmiede und heutige Venture Investor Rocket Internet aus dem Samwer-Imperium habe ich zweieinhalb Jahre als Aktionär begleitet und das mit mäßigem Erfolg. Ende Januar habe ich mich dann verabschiedet. Dank Corona haben sich nun einige Rahmenbedingungen stark und nachhaltig verändert, was auch das Business und die Beteiligungen von Rocket Internet betrifft. Dabei ist die Bewertung noch attraktiver geworden, während eines meiner größten Probleme weiterhin latent-aggressive vor sich hin schlummert. Trotzdem ist die Bewertung nun dermaßen attraktiv, dass ich Rocket Internet nicht mehr ignorieren kann. Gegenüber dem Jahresstart hat der Kurs deutlich nachgegeben, während die größten Beteiligungen sich teilweise im Kurs vervielfacht haben. Und was Aktienrückkäufe zu Kursen deutlich unterhalb des Substanzwerts (NAV) bewirken können, macht gerade Rockets "großes Vorbild" Softbank Group vor, das neue Allzeithochs anpeilt. Davon ist der flügellahme Rocket-Kurs noch weit entfernt. Noch...

Good News bei... CoStar Group: Der digitale Immobiliendienstleister übertrifft (fast) alle Erwartungen

CoStar Group hatte ich im März erstmals auf dem Radar, nachdem ich im Portfolio von Chuck Akre auf seine Neuerwerbung aufmerksam geworden war. Zugegeben, der Name reißt einen nicht gleich mit und mit Immobilien bringe ich den auch nicht in Verbindung. Aber wenn man diese "Hürde" erst einmal genommen hat und sich mit dem Unternehmen genauer beschäftigt, wird es durchaus interessant. Auch wenn hier die deutlich kleineren Anbieter Redfin und Zillow momentan die Börsenlieblinge sind und entsprechend größere Aufmerksamkeit einstreichen. Doch CoStar ist kein Mauerblümchen, sondern hat seine ganz eigenen Reize. Und konnte dies mit den starken Zahlen zum zweiten Quartal wieder einmal untermauern...

Börsenweisheit der Woche 31/2020

"In keinem Bereich ist die alte Maxime zutreffender, dass ein wenig Wissen eine gefährliche Sache ist, als beim Investieren."
(Bernard Baruch)

Sonntag, 2. August 2020

Meine Fehleinschätzungen bei MTU Aero Engines: zu spät, zu früh, doppelt doof...

Manchmal liegt man eben falsch und wenn man das erkennt, muss man seine Einschätzung ändern. Und konsequent danach handeln. An der Börse bedeutet dies, Verluste zu begrenzen. Nicht, weil der Aktienkurs nicht so entwickelt, wie man sich das gewünscht hatte, sondern weil die eigenen Überlegungen fehlerhaft waren oder sich die Rahmenbedingungen erheblich negativ entwickelt haben.

Bei MTU Aero Engines habe ich mich schlicht geirrt. Ich hatte nach dem enormen Absturz aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einbrüche bei den Fluggastzahlen auf einen Rebound gesetzt. Dabei war ich zu spät. Und zu früh. Eben doppelt doof...

Samstag, 1. August 2020

Die 12 Investmentgebote des Pioneer Fonds-Gründers und Buffett-Freundes Philip Carret

Philip Carret gründete den Pioneer Fonds und tauschte Investment-Ideen mit dem Vater von Warren Buffett, als "das Orakel von Omaha" noch in den Kinderschuhen steckte.

Durch seine Tätigkeit als Reporter beim US-Anlegermagazin Barron’s entdeckte Philip Carret seine Vorliebe für die Börse und das Value Investing. Insbesondere riet er, auf Unternehmen zu setzen, die Produkte des täglichen Bedarfs herstellen und die man auch versteht.

In Erinnerung bleibt besonders sein Buch "Die Kunst des Spekulierens", in der er seine goldenen Investment-Regeln niederschrieb, über Diversifikation und ständige Risikokontrolle...

Donnerstag, 30. Juli 2020

Kissigs Portfoliocheck: Kehrt Chris Davis der Online-Bildung jetzt den Rücken?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 99. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen familiengeführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der "Owners Earnings", das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Im ersten Quartal ließ es Chris Davis für seine Verhältnisse krachen; die Turnoverrate von Davis Advisors stieg auf fünf Prozent. Im Bestand befanden sich 123 Unternehmen, darunter drei Neuaufnahmen, wobei er bei Bankwerten selektiv zugekauft hat, während er bei Technologiewerten auf der Verkaufsseite stand. Auch bei seiner ehemals größten Position, dem chinesischen Bildungsanbieter New Oriental Education reduzierte Davis seine Position um ein Drittel und ist mit 4,3% nun nur noch deren zweitgrößter Aktionär...

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Disclaimer
Berkshire Hathaway und New Oriental Education befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Für Peter Lynch sind Aktienrückkäufe die einfachste und beste Art, wie ein Unternehmen seine Anleger belohnen kann

Sobald ein Unternehmen einen Aktienrückkauf ankündigt, zündet der Kurs ein Feuerwerk. Verständlich, bildet doch ein Aktienkurs das Ergebnis des Aufeinandertreffens von Angebot und Nachfrage und wenn das Unternehmen seine eigenen Aktien über die Börse zurückkauft, stellt dies zusätzliche Nachfrage dar. Außerdem gehen viele Anleger davon aus, dass das Unternehmen den besten Überblick hat, bei welchem Kurs die eigenen Aktien unter ihrem fairen Wert zu haben sind. Und so sind Aktienrückkäufe für die Aktionäre immer eine gute Sache, findet Börsenlegende Peter Lynch.
»Aktienrückkäufe sind die einfachste und beste Art, wie ein Unternehmen seine Anleger belohnen kann. Wenn ein Unternehmen an seine eigene Zukunft glaubt, warum sollte es dann nicht in sich selbst investieren, genauso wie die Aktionäre?«
(Peter Lynch)
Doch wie wie bei allen Wundermitteln, gibt es auch bei Aktienrückkäufen einige Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, über die man sich vorher ein Bild machen sollte. Damit sich der gewünschte positive Effekt auch wirklich einstellt...

Dienstag, 28. Juli 2020

Was ist... eine Aktiendividende?

Aktiengesellschaften schütten oft einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dies erfolgt ganz überwiegend als Bardividende und der Aktionär erhält Geld auf sein Konto und er muss diese gegenüber dem Finanzamt versteuern. Eine interessante Alternative zur Bardividende ist die sog. Aktiendividende, bei der die Ausschüttung in Form neuer Aktien erfolgt. Dabei gibt es allerdings einige Besonderheiten zu beachten...

Montag, 27. Juli 2020

Börsenweisheit der Woche 30/2020

"Wenn Sie 13 Minuten im Jahr damit verbringen, die Konjunktur vorherzusagen, haben Sie 10 Minuten verschwendet."
(Peter Lynch)

Samstag, 25. Juli 2020

Value Investor Tom Russo verdient an der Luxus- und Konsumsehnsucht - der anderen

Value Investor Tom Russo gehört quasi zur Enkelgeneration von Benjamin Graham, dem Urvater der Fundamentalanalyse. Bei Graham ging auch Warren Buffett in die Lehre und arbeitete später sogar eine Zeit lang für dessen Investmentfirma.

Während seines Studiums bei Graham an der Columbia Universität lernte Buffett auch William Ruane kennen und schätzen. Dieser machte sich 1969 selbstständig, nachdem er 20 Jahre lang für das Bankhaus Kidder Peabody gearbeitet hatte, und gründete mit Rick Cunniff die Investmentgesellschaft Ruane, Cunniff & Co. Buffett wiederum hatte zu dieser Zeit seine ursprünglichen Investment-Partnerships aufgelöst und konzentrierte sich auf Berkshire Hathaway. Seinen Partnern riet er auf die Frage, wo diese nun ihr Geld investieren sollten: bei Berkshire Hathaway. Oder sie sollten es Bill Ruane anvertrauen. Was für ein Ritterschlag!

Tom Russo verdiente sich seine Sporen als Analyst bei Ruane, Cunniff and Goldfarb, wie das Unternehmen inzwischen hieß. 1989 stieg Russo bei einer erst fünf Jahre zuvor gegründeten Investmentfirma ein und führt seitdem die Geschäfte von Gardner Russo & Gardner. Und das sehr erfolgreich. Denn Russo kann auf eine durchschnittliche Jahresrendite von gut 15 Prozent verweisen, die er in den letzten rund 30 Jahren für seine Investoren erzielen konnte.

Freitag, 24. Juli 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mit Qiagen wettet Jeremy Grantham nicht nur auf einen Erfolg der Übernahme durch Thermo Fisher

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 98. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Jeremy Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 1. Quartal 2020 schichtete Grantham stolze 20% seines Depots um; er setzt allerdings weiterhin bevorzugt auf große US-Wachstumswerte mit starkem Burggraben und noch stärkeren Cashflows. Seine Depotschwergewichte sind daher die Technologie-Giganten Microsoft, Alphabet und Apple. Hoch gewichtet ist er auch den Gesundheitssektor mit United Health, Johnson & Johnson, Medtronic - und neu an Bord ist Qiagen, die gerade von Thermo Fisher übernommen werden (sollen)...

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Disclaimer
Alphabet, Apple, Microsoft, Thermo Fisher befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Was ist... die Total Expense Ratio?

Die Total Expense Ratio (TER), auch Gesamtkostenquote genannt, soll Aufschluss über sämtliche Kosten und Gebühren bei einem Investmentfonds oder ETF geben, also neben dem Ausgabeaufschlag auch über Management- und Verwaltungskosten. Neben den Managementgebühren beinhaltet sie u.a. zusätzlich die Kosten für Werbung und Wirtschaftsprüfer, Anwaltskosten und Druckkosten.

Anders als die Angabe der reinen Verwaltungskosten schafft die TER eine bessere Vergleichsmöglichkeit der Kostenbelastungen verschiedener Fonds. Kritisch anzumerken bleibt jedoch, dass etwa Kosten nicht berücksichtigt werden, die aus Käufen und Verkäufen innerhalb des Fondsvermögens entstehen (Handelskosten, Courtagen und ggf. Börsenumsatzsteuern). Ebenso wenig Performancegebühren, Depotbankgebühren und andere Verwaltungskosten, die Depot führende Kreditinstitute oder Finanzverwaltungsgesellschaften in Rechnung stellen. Und bei den zunehmend beliebten Wikifolios sucht man die Angabe der TER vergeblich...

Donnerstag, 23. Juli 2020

Kissigs Aktienreport: Buffetts Edgas-Deal. Trend verpennt oder einfach clever?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 9. Aktien Reports (vom 11.07.20): "Buffetts Edgas-Deal. Trend verpennt oder einfach clever?"

Dienstag, 21. Juli 2020

Lebensversicherungsaktien: Value-Chance oder Value-Trap?

Versicherungsaktien gehören zu den Lieblingen deutscher Anleger. Die vermeintliche sichere und oftmals üppige Dividendenrendite verlockt. Auch weisen die Versicherungen zumeist steigende Gewinne aus, was zusätzlich Sicherheit suggeriert. Überhaupt nicht ins Bild passen daher Berichte, wonach rund ein Drittel der Lebensversicherungen vor ernsthaften Problemen stehen und evtl. sogar nicht überleben können.

Dabei ist die eigentliche Frage eher, ob dieses Szenario nicht ins Bild passt, oder ob nicht vielleicht das Bild an sich falsch gezeichnet ist. Was bedeuten würde, dass die ganze Branche auf tönernen Füßen steht, während die Erschütterungen immer stärker werden...

Montag, 20. Juli 2020

Börsenweisheit der Woche 29/2020

"Wir kaufen nie etwas mit einem Kursziel im Hinterkopf. Was wir suchen, ist Gewissheit. Wir schauen uns ein Unternehmen an und fragen, ob es mit der Zeit immer mehr Geld erwirtschaften wird. Lautet die Antwort ja, müssen wir nicht viele weitere Fragen stellen."
(Warren Buffett)

Samstag, 18. Juli 2020

Warum Warren Buffett nicht in Bitcoin, 3D-Druck oder Biotech investiert

Warren Buffett ist der bekannteste und erfolgreichste Value Investor der Welt und er investiert anhand bestimmter Kriterien in Aktien. Anfangs waren diese vor allem durch die Lehren seines Mentors und Lehrers Benjamin Graham geprägt und stützen sich vor allem auf Kennzahlen und starke Unterbewertungen. Charlie Munger, sein Partner bei Berkshire Hathaway, inspirierte ihn, sich stärker an Markt- und Preissetzungsmacht, Wettbewerbsvorteilen, hohen Eigenkapitalrenditen und steigenden Cashflows zu orientieren und so hat sich Warren Buffett vom Value Investor zum Quality Investor weiterentwickelt.

Diese Kriterien sind nicht auf bestimmte Branchen beschränkt sondern finden sich übergreifend bei vielen Unternehmen bzw. ihren Aktien. Und doch setzt Buffett bekanntlich auf eher langweilige Branchen und ist nicht auf der Suche nach den "Investmentstorys von morgen". Dabei ist abzusehen, dass die Biotech-Branche die Welt verändern wird, ebenso der 3D-Druck. So wie vormals die Autoindustrie oder die Eisenbahn. Weshalb also Buffetts Zurückhaltung?

Freitag, 17. Juli 2020

Mein Lese-Tipp: "Die Geschichte der Spekulationsblasen - Die Psychologie hinter vier Jahrhunderten Gier und Panik an der Börse"

Ich habe kürzlich ein kurzes, aber sehr lehrreiches Buch gelesen von John Kenneth Galbraith. Und ich meine nicht seine Abhandlung über den großen Crash von 1929, sondern "Die Geschichte der Spekulationsblasen: Die Psychologie hinter vier Jahrhunderten Gier und Panik an der Börse". Im Original heißt es "A Short History oF Financial Euphoria" und Galbraith bezeichnete sein Buch selbst als "Hmyne der Vorsicht". Das trifft es ziemlich genau...

Donnerstag, 16. Juli 2020

Kissigs Aktienreport: Das Märchen vom bösen Short-Seller

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 8. Aktien Reports (vom 04.07.20): "Das Märchen vom bösen Short-Seller"

Mittwoch, 15. Juli 2020

Was ist Disruption? Oder: die Amazon-Offensive...

Als Disruption bezeichnet man einen Prozess, bei dem ein bestehendes Geschäftsmodell oder ein gesamter Markt durch eine stark wachsende Innovation abgelöst bzw. zerschlagen wird; Produkte, Dienstleistungen oder Technologien werden also ganz oder teilweise verdrängt.

Der Unterschied zu normalen, in allen Branchen alltäglichen, Innovationen liegt in der Art und Weise der Veränderung. Während eine Innovation eine Fortentwicklung, eine Anpassung ist, bezeichnet die Disruption einen totalen Um- oder Zusammenbruch des bestehenden Modells. Und das hat natürlich dramatische Auswirkungen für alle Beteiligten...

Dienstag, 14. Juli 2020

Kissigs Portfoliocheck: Andreas Halvorsen geht auf Nummer sicher und baut wieder ordentlich auf Microsoft

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 97. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cups" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Andreas Halvorsen blieb auch im 1. Quartal seinem aktiven Stil treu und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 38% und zum Quartalsende hielt er 64 Positionen, darunter 20 neue. Spitzenreiter bleibt mit rund 9% Depotanteil Amazon, während die ehemalige Nummer 1 Adaptive Biotechnologies auf den 5. Rang abrutschte. Direkt dahinter folgt Microsoft, die Halvorsen nun wieder kräftig aufgestockt hat - aus guten Gründen, denn Microsoft wird von Corona profitieren, egal wie es weiter geht...

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Disclaimer
Adaptive Biotechnologies, Amazon und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Montag, 13. Juli 2020

Legendäre Investoren: Chuck Akre und das Geheimnis des dreibeinigen Stuhls

Charles T. Akre ist ein Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger und hält nichts von hektischer Betriebsamkeit; er denkt lieber zweimal nach, bevor er nichts tut.

Die Investmentfirma Akre Capital Management gründete Chuck Akre 1989 und er ist seit dem ersten Tag deren CEO und CIO. Dabei wird er unterstützt von seinem "Core-Team", das sich seit einigen Jahren aus den drei Partnern Tom Saberhagen, Chris Cerrone und John Neff zusammensetzt. Und ihre Erfolge können sich sehen lassen. So können die Investoren seit der Gründung auf eine durchschnittliche Rendite in Höhe von 14,5% zurückblicken, ohne dass Akre etwa besonders stark auf Technologiewerte gesetzt hätte.  Grund für seinen überragenden Investmenterfolg ist vielmehr seine "Strategie des dreibeinigen Stuhls"...

Börsenweisheit der Woche 28/2020

"Es ist auch wichtig, etwas hervorzuheben, das wir während des jüngsten Markteinbruchs nicht getan haben: nämlich nach Möglichkeiten unter den am stärksten betroffenen Unternehmen und Branchen zu suchen, ohne Rücksicht auf die Qualität."
(Chuck Akre)

Freitag, 10. Juli 2020

Kissigs Portfoliocheck: KKR ist der „most agressive Buyer“ in der Corona-Krise und pimpt damit auch Chuck Akres Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 96. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Auch im 1. Quartal war Chuck Akre für seine Verhältnisse sehr aktiv; seine Turnoverrate lag bei überdurchschnittlichen 13%. In seinem Depot dominieren mit einem Anteil von 44% die Finanzwerte vor Immobilienwerten mit 24% und zyklischen Konsumwerten mit 10%. Akres größte Position bleibt American Tower (14,9%) vor MasterCard (13,6%), Moody's (11,6%) und VISA (8,2%). So gesehen alles beim Alten.

Bei Adobe ist er neu eingestiegen und beim digitalen Immobiliendienstleister CoStar Group, dem in den USA führenden Anbieter von Daten-, Analyse- und Marketingdienstleistungen für gewerbliche Immobilienmakler und Mieter, stockte er weiter auf. Banken hat Akre nicht im Portfolio, aber er stockte bei den Alternativen Asset Managern weiter auf, bei Brookfield und KKR, dem wohl "most agressive Buyer" während der Corona-Krise.

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Adobe, American Tower, CoStar, KKR, MasterCard und VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

SBF: Kurs wieder zweistellig - und damit am Ende oder erst am Ende des Anfangs?

Bei SBF, einem meiner Jahresfavoriten, fand gerade die virtuelle Hauptversammlung statt. Passend dazu zeigt sich der Kurs von seiner besten Seite und glänzt mit dem Erreichen der 10-Euro-Marke. 2007 stand er auch schon mal bei über 60 Euro, aber da war es auch auch noch eine ganz andere Firma.

Der Kurs hat sich in diesem Jahr mehr als verdreifacht. "Zu schnell zu hoch?" könnte man meinen. Die entscheidende Frage ist jedoch, wo der Wert der SBF in 18, 24 oder 60 Monaten stehen wird. Und den muss man mit dem aktuellen Kurs vergleichen, um zu einer Rendite trächtigen Entscheidung zu kommen...

Dienstag, 7. Juli 2020

Cisco Systems und Walt Disney sind nicht mehr (meine) erste Wahl...

Cisco Systems und Walt Disney sind beide in aussichtsreichen Märkten aktiv, stehen jedoch vor großen Herausforderungen. Sie haben sich in den vergangen Jahren unterdurchschnittlich entwickelt und es steht zu befürchten, dass dies auch in absehbarer Zeit so bleiben wird. Mein ursprünglicher Investmentcase geht nicht (mehr) auf; Grund genug, mich von beiden Werten zu trennen und mein Geld in aussichtsreichere Werte zu investieren.

Montag, 6. Juli 2020

Kissigs Aktienreport: Kennzahlen im Wandel - Cashflow ist der neue Gewinn

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 7. Aktien Reports (vom 26.06.20): "Kennzahlen im Wandel: Cashflow ist der neue Gewinn"

Börsenweisheit der Woche 27/2020

"Um als Investor erfolgreich zu sein, benötigst Du nur einige wenige große Gewinner. Sie werden die Verluste der Verlierer überragen."
(Peter Lynch)

Freitag, 3. Juli 2020

Kissigs Investor-Update Q2/20 mit Adobe, Amazon, American Tower, Funkwerk, High-Tech Stock Picking Wiki, Hypoport, MasterCard, Microsoft, PayPal, SBF, Square, VISA

Investor-Update zum Ende des 2. Quartals 2020

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die vergangenen Monate zurück und berichte, was sich auf meiner Beobachtungsliste getan hat und stelle die TOP-Werte in meinem Investmentdepot vor. Des Weiteren beschäftige ich mich ggf. auch mal mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Nach dem Corona-Crash zum Ende des ersten Quartals kam es im Verlauf der zweiten zu einer V-förmigen Erholungsrallye an den Börsen. Dabei waren erneut die Technologiewerte die Bestperformer, während sich viele andere Werte mit der Erholung noch schwer tun oder nahe ihren Tiefstständen herumdümpeln. Ich hatte mich im ersten Quartal bereits von Corona-geschädigten Werten getrennt und in die langfristigen Profiteure umgeschichtet und die schnelle Erholung hat auch dazu geführt, dass meine Top 10-Positionen kräftig durcheinander gewirbelt wurden. Per Ende Juni waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Hypoport, Amazon, Microsoft, Funkwerk, High-Tech Stock Picking Wiki, PayPal, Adobe, SBF, American Tower, Square. Es folgen MasterCard und VISA, die ich nun in etwa gleich stark gewichtet habe.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Kissigs Portfoliocheck: Darum vertraut Tom Russo sein Geld jetzt lieber JPMorgan Chase an

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 95. Portfoliocheck blicke ich Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Auch im 2020er Auftaktquartal knabberte Russo bei den meisten seiner Positionen ein paar Ecken ab, kommt aber dieses Mal zu einer für seine Verhältnisse hohen Turnoverrate von fünf Prozent. Mit dazu beigetragen hat sein Favoritenwechsel im Bankensektor, wo er seine Position an Wells Fargo um 88% reduzierte, während er im Gegenzug bei JPMorgan Chase seine Position massiv ausgebaut hat. Damit geht er eine Wette auf eine Erholung der US-Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte ein - ob diese Wette aufgeht, hängt nicht zuletzt auch an Donald Trump, der verzweifelt versucht, sich eine zweite Amtszeit als Präsident zu sichern und dabei ist ihm das eigene Wohl deutlich näher als das des Landes. "America first" hat ausgedient...

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Dienstag, 30. Juni 2020

Gastartikel: Halbe Rolle rückwärts; Boulevardesk und schlimmer war nur Wirecard

Eigentlich hatte Stephan Gemke mit seinen dritten Essay über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Finanzpresse seine Gastartikel-Serie auf diesem Blog abschließen wollen. Doch die ungeheuerlichen Vorgänge um und bei Wirecard werfen viele Fragen auf, alte und neue, und die Suche nach Antworten läuft auf Hochtouren.

Die überraschenden Wendungen im Fall Wirecard erfordern, in der Rückschau einige Aspekte neu zu überdenken und zu gewichten. Daher könnte ihr heute zu diesem Themenkomplex einen weiteren Gastartikel lesen. Wie auch bei seinen drei vorherigen Gastartikeln ist für den Inhalt alleine der Autor Stephan Gemke verantwortlich.

Montag, 29. Juni 2020

Börsenweisheit der Woche 26/2020

"Fixiere dich nicht auf deinen Einstiegskurs und warte darauf, eine Verlustaktie zu verkaufen, sobald du wieder die Gewinnschwelle erreicht hast. Die meiste Zeit agierst du emotional und es ist finanziell besser, den Verlust gleich zu realisieren und in Aktien von Unternehmen zu wechseln, von denen du überzeugt bist."
(Ian Cassel)

Donnerstag, 25. Juni 2020

Kissigs Portfoliocheck: Ross Stores ist Primecap Managements riskante Re-Opening-Wette

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 94. Portfoliocheck blicke ich in das Depot von Primecap Management, die drei milliardenschwere Fonds für die Vanguard Group managen und mit den Primecap Odyssey Fonds auch drei "Eigenproduktionen" am Start haben. Damit erzielten sie seit 1985 eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,4% und liegen damit um 2% p.a. vor dem S&P 500.

Bei ihren Anlageentscheidungen schauen die Macher von Primecap nicht nur auf die fundamentalen Daten eines Unternehmens, sondern vor allem auch auf seine künftigen Entwicklungschancen und setzen auf einen Macher an der Unternehmensspitze anstelle eines Kollektivs.

Im 1. Quartal 2020 nahm Primecap weiter Geld vom Tisch und reduzierte vor allem bei Technologiewerten. Dem entsprechend sind nicht mehr Microsoft oder Adobe die Top-Werte, sondern Eli Lilly und Biogen. Und dann setzt Primecap auf Erfolgsunternehmen, die durch Corona in Schwierigkeiten geraten sind, aber auf lange Sicht wieder in die Erfolgsspur zurückfinden werden. Wie Ross Stores, wobei ein zweiter Lockdown für neuerliche Turbulenzen sorgen könnte...

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Disclaimer
Adobe und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot.

Dienstag, 23. Juni 2020

Kissigs Aktienreport: Monopole im Fadenkreuz: Werden Alphabet, Amazon, Apple und Facebook zu Kartell-Leichen?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 6. Aktien Reports (vom 12.06.20): "Monopole im Fadenkreuz: Werden Alphabet, Amazon, Apple und Facebook zu Kartell-Leichen?"

Montag, 22. Juni 2020

Good News bei... Zalando: Corona zündet den nächsten Wachstumsturbo bei Neukunden, Umsatz, Ergebnissen

Mitten in der Finanzkrise 2008/09 ging Zalando an den Start und mit seiner ausgefeilten Werbestrategie und dem Slogan "Schrei vor Glück" penetrierte sich der Online-Modehändler ins Bewusstsein aller schuhverrückten Frauen. In der Folgezeit gab es einige Richtungsumschwünge hinsichtlich der Strategie, nachdem das Unternehmen 2014 an die Börse gegangen war und inzwischen zu den stärksten MDAX-Werten zählt. So wurde die Angebotspalette erweitert, dann verstärkt auf Eigenmarken gesetzt und vor einiger Zeit dann der Plattformgedanke in den Vordergrund gerückt. Wem das bekannt vorkommt, der wird bei Amazon fündig, die das im großen Stil vor(er)leben.

Ich bin bei Zalando erst vor 14 Monaten an Bord gegangen und der Kurs zeigt sich seitdem ziemlich volatil. Die Aktie lag schon weit im Plus, auch deutlich im Minus doch Zalandos neue Plattformstrategie trifft den Nerv der Zeit und erweist sich als zukunftsträchtig. Nicht nur wegen des Corona-Lockdowns, der die stationären Modeläden allesamt aus dem Markt genommen hat, aber der Corona-Effekt treibt die digitale Transformation mächtig voran. Bei Zalando aber auch in der gesamten Branche. Mit weitreichenden Folgen...

Börsenweisheit der Woche 25/2020

"Die technische Analyse abzulehnen ist eine Investitionsstrategie. Man muss ein Fundamentalist sein, um wirklich erfolgreich am Markt zu sein."
(Sir John Templeton)

Freitag, 19. Juni 2020

Kissigs Portfoliocheck: Druckenmiller setzt (fast) nur noch auf Digital Leaders. Trotzdem ging (fast) alles schief…

In meiner Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 93. Portfoliocheck geht es um Stanley Druckenmiller. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als George Soros' rechte Hand 1992 die Bank of England und das britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren kein einziges Jahr mit Verlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Auch im 1. Quartal 2020 hat Druckenmiller sein stark fokussiertes Portfolio wieder stark umgekrempelt und kam auf eine Turnoverrate von 38%; das ist selbst für seine Verhältnisse viel und den Umschichtungen wegen der Corona-Auswirkungen geschuldet. Dabei hat er eine ganze Reihe von Positionen abgestoßen und unter den 46 Werten finden sich acht neue.

Fast alle Corona-Opfer hat Druckenmiller aussortiert und setzt fast vollständig auf die Gewinner der digitalen Transformation, wie Amazon, Netflix, Facebook, Microsoft, PayPal, Alibaba. Und obwohl er auf den ersten Blick alles richtig gemacht hat, hinkt er mit 3% Zuwachs seit den Märztiefs dem Markt abgeschlagen hinterher. Denn er machte einen entscheidenden Fehler...

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Disclaimer
Amazon, Facebook, Microsoft und PayPal befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Mittwoch, 17. Juni 2020

Welche Vorteile die Amazon-VISA-Karte (mir) wirklich bietet

Vor einigen Jahren hat Amazon seine eigene Kreditkarte auf den deutschen Markt gebracht; genauer gesagt ist es eine VISA-Karte für und mit Amazon. Und seit zwei Jahren gibt es die Karte für Prime-Mitglieder kostenlos.

Nun herrscht nicht gerade ein Mangel an Kreditkarten und auch nicht an Bonus- und Rückvergütungssystemen, daher stellt sich die Frage, weshalb gerade diese Karte etwas Besonderes darstellen sollte.

Nachdem ich die Karte seit gut anderthalb Jahren im Einsatz habe, habe ich mal einen Erfahrungsbericht geschrieben. Denn neben einer ganzen Reihe an Vorteilen muss man anfangs ein echte Ärgernis überwinden, bevor das Bezahlvergnügen richtig losgehen kann...

Dienstag, 16. Juni 2020

Kissigs Aktien Report: Wird Facebook Shops zum Amazon-Schock?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 5. Aktien Reports (vom 05.06.20): "Wird Facebook Shops zum Amazon-Schock?"

Montag, 15. Juni 2020

Good News bei... Funkwerk: Übernahme, top Zahlen, konservativer Ausblick

Funkwerk begleite ich bereits seit etwas mehr als vier Jahren, zunächst als (äußerst erfolgreiche) Turnaround-Spekulation und nun als Langfristinvestment. Der Kurs hat sich in dieser Zeit ziemlich erfreulich entwickelt und ist auf dem besten Weg zu einem "Tenbagger"; diesen Begriff für einen Kursverzehnfacher prägte Peter Lynch in seinem empfehlenswerten Buch "Der Börse einen Schritt voraus".

Noch besser als der Kurs lief allerdings die operative Entwicklung und auch die jüngsten Nachrichten zeigen, dass Funkwerk einiges an unentdecktem Potenzial bietet. So konnten die 2019er Zahlen überzeugen, obwohl darin das Euromicron-Fiasko mit €5,8 Mio. Komplettabschreibung vollständig verarbeitet wurde. Der Kurs hat sich von dem starken Corona-Einbruch längst wieder erholt und markierte kürzliche neue Höchststände. Aber war das wirklich schon alles?

Börsenweisheit der Woche 24/2020

"Ein Einzelhandelsunternehmen zu kaufen ohne fähiges Management ist wie das Kaufen des Eiffelturms ohne Fahrstuhl."
(Warren Buffett)

Sonntag, 14. Juni 2020

Das Ende meiner Turnaround-Spekulation bei der Exceet Group

Nach nur knapp sieben Monaten habe ich meine Position bei der exceet Group glattgestellt. Nicht, weil der Kurs sich nicht erfreulich entwickelt hätte. Und auch nicht, weil ich Gewinne mitnehmen will. Der Grund ist, dass es eine erneute Sonderausschüttung geben wird und dass meine ursprünglichen Überlegungen sich konkretisieren. Mit anderen Worten. mein Investmentcase fliegt nicht und daher bin ich ausgestiegen.

Freitag, 12. Juni 2020

Kissigs Portfoliocheck: Bei Walt Disney setzt Daniel Loeb auf das Wiedererstarken der Macht

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 92. Portfoliocheck blicke ich in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 22% verdient sich Daniel Loeb die Bezeichnung "aktivistischer Investor" redlich. Sein Portfoliowert war zum Ende des 1. Quartals 2020 im Zuge des Corona-Crashs auf $6,3 Mrd. eingebrochen; sein Depot enthielt 32 Aktienwerte, darunter sechs neue. Aufgestockt hat Loeb bei Corona-Profiteur Amazon und Corona-Loser Walt Disney. Der Medien- und Entertainmentkonzern erschien ebenfalls aussichtsreich nach dem Kurseinbruch, wenn auch aus völlig anderen Gründen...

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Disclaimer
Amazon und Walt Disney befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Jens Rabe: Ist Investieren einfach nur Buy and Hold?

Heute präsentiere ich euch wieder einen interessanten Gastartikel. Jens Rabe geht der Frage nach, ob erfolgreiches investieren mit simplem "Kaufen und liegen lassen" gelingen kann, oder ob nicht doch etwas mehr dazu gehört. Und was.

Ist Investieren einfach nur Buy and Hold?

Würden wir von der Jens Rabe Academy aktuell eine Umfrage unter privaten Investoren durchführen und dabei fragen, was Investieren eigentlich ist, dann würden wahrscheinlich sehr viele Antworten darauf lauten, dass Investieren eine andere Beschreibung für Buy and Hold ist. Und wahrscheinlich würde dann auch noch in irgendeiner Art und Weise Warren Buffett mit erwähnt und mit den Worten zitiert, dass man Aktien kaufen und am besten niemals verkaufen sollte. Eventuell kommt auch noch Altmeister Andre Kostolany zu Wort und wird mit seinem Schlaftabletten-Beispiel zitiert. Ist Investieren aber tatsächlich Buy and Hold? Sollte man tatsächlich Aktien kaufen und niemals verkaufen? Und stimmt das Zitat von Andre Kostolany überhaupt? Jens Rabe hat es für uns analysiert...

Dienstag, 9. Juni 2020

Kissigs Aktien Report: Favoritenwechsel? Wenn Danaher bockt und Fortive lockt!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 4. Aktien Reports (vom 29.05.20): "Favoritenwechsel? Wenn Danaher bockt und Fortive lockt!"