Donnerstag, 31. Dezember 2020

2020 im Rückspiegel: Rekordjagd, Coronacrash, Rebound, Fehlgriffe und Rekordergebnisse

Das Jahr 2020 wird unvergesslich bleiben, denn der Ausbruch einer weltweiten Pandemie ist ein Ereignis, das zuletzt 1918 und damit vor über 100 Jahren stattfand. Dieses Seuchenjahr liegt nun (fast) hinter uns, aber wir gehen in ein weiteres, denn Corona ist nicht besiegt. Corona wird uns begleiten, auch wenn es nun Impfstoffe gibt und Aussicht auf Besserung.

Und genau diese beiden Effekte, die Panik vor dem Virus und seinen Folgen sowie die Hoffnung auf Besserung, auf eine Rückkehr zur "Vor-Corona-Normalität", haben das Leben in 2020 geprägt. Das gesellschaftliche Leben, das wirtschaftliche Leben und das Geschehen an der Börse. Und damit auch mein eigenes Leben. Ich blicke heute in den Rückspiegel und muss über meine geradezu prophetischen Fertigkeiten schmunzeln, denn mein Ausblick auf das Jahr 2020 stand unter dem Motto: "2020 wird unbeständig, launisch, wechselhaft, aber nicht unbedingt auch unergiebig". Und genau so ist es auch gekommen, allerdings ganz anders...

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Mein Performance-Update für Dezember 2020 zu Börsen, Depot, Wikis

Der Dezember liegt hinter uns und es war erneut ziemlich volatil an den Börsen. Die Hoffnung auf ein Ende der Corona-Pandemie ist die Achse, um die herum die Börsen schwanken. Einerseits steigen die Infektions- und Todeszahlen weiter an und gehen mit Verschärfungen,  Kontaktsperren und Lockdowns einher, andererseits hat weltweit das Impfen begonnen.

So hält der Favoritenwechsel weiter an; die Börse spielt bereits die Gewinner der Post-Coronazeit, wenn ab Sommer 2021 eine weitgehende Rückkehr zum "Normalzustand" erreicht worden ist. Allerdings ist dieses Szenario noch keinesfalls sicher. Des Weiteren bekommen die Big Techs immer mehr Gegenwind, sowohl in den USA als nun auch verstärkt in China, und das trübt ihre Entwicklungsperspektiven ein. Viele Auguren setzen daher auf kleinere Technologiewerte aus der zweiten und dritten Reihe, weil diese hohes Wachstum versprechen und oft auf Übernahmephantasie mitbringen, weil die für Big Tech die vermeintlich einfachste Option sind, das eigene, abflachende Wachstum zu pimpen. Ein nicht unrealistische Annahme, da Big Tech über reichlich Cash verfügt, das irgendwie unter die Leute gebracht werden muss - und Aktienrückkäufe alleine sind keine zukunftsweisende Option, wie IBM viele Jahre vorgetrauerspielt hat.

Zeit für (m)eine Rückschau auf die Indizes, meine (nun endlich investierbaren!) Wikis und die Entwicklung meines operativen Net Worth.

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt verfünffacht seinen Einsatz bei Intuit, dem Rising Star unter den Finanzplattformen

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 121. Portfoliocheck blicke ich wieder mal Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.

Joel Greenblatts Gotham Capital ist breit diversifiziert. Im 3. Quartal 2020 fanden sich 1.012 Positionen mit einem Gesamtwert von $3,1 Mrd. im Portfolio, darunter 139 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 19%. In Greenblatts Portfolio haben die großen Technologiewerte inzwischen die ersten sechs Positionen inne: Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Oracle. Verkauft hat er vor allem Pharmawerte wie Medtronic, Biogen, AbbVie, Pfizer und Bristol-Myers Squibb, die er jeweils zwischen 45% und 83% reduzierte. Im Gegenzug stockte er bei Broadcom auf, bei EOG Ressources und bei Intuit, die sich spätestens seit der Credit Karma-Übernahme zu einem angesagten Fintech-Unternehmen entwickeln...

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Disclaimer
Habe Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Intuit, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 29. Dezember 2020

Für Warren Buffett liegt der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren darin, herauszufinden ob ein Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat und wie lange dieser anhalten wird

Unter einem "Economic Moat" (ökonomischen Burggraben) versteht man kein Bauwerk und keine Investments in Bau, Steine, Erden. Vielmehr geht es um die Markteintrittshürden, den Wettbewerber zu überwinden haben - und auch die eigenen Kunden, sollten sie sich vom Unternehmen trennen wollen, um Wettbewerbsvorteile von Marken und Produkten, um Unternehmen, die ihren Markt beherrschen. Diese Unternehmen bezeichnet Buffett als Festungen und hier liegt als Quality Investor sein Fokus beim Investieren...

Montag, 28. Dezember 2020

Ins Wikifolio "Kissigs Nebenwerte Champions" kann endlich intelligent investiert werden!

Mein Wikifolio "Kissigs Nebenwerte Champions" orientiert sich an den Nebenwerten, die ich hier im Blog begleite. Über vier Monate hat sich der Prozess hingezogen, bis das Wiki nun endlich den Status "investierbar" erhielt, der es Anlegern ermöglicht, Geld in das Wiki zu investieren und so an der Entwicklung der von mir ausgewählten Aktienwerte teilzuhaben.

▶ Investiere jetzt in "Kissigs Nebenwerte Champions"

Seit dem Start am 19. August gab es schon einige Höhen und Tiefen an der Börse und auch der "Kurs" des Wikis hat bereits einige Bewegung hinter sich: in der Spitze lag es schon über 28% im Plus, aber zwischenzeitlich auch schon mal mit 1,4% im Minus. Aktueller Stand heute ist ein Zuwachs von 27%. Das ist natürlich keine Garantie, dass es immer so weiter geht, aber auf lange Sicht erzielt man mit aussichtsreichen Nebenwerten, den "Hidden Champions", überdurchschnittliche Renditen. Und genau das ist das Ziel meines Wikis!

Ins Wikifolio "Kissigs Quality Investments" kann endlich intelligent investiert werden!

Mein Wikifolio "Kissigs Quality Investments" orientiert sich an den Quality Investments, die ich hier im Blog begleite. Über vier Monate hat sich der Prozess hingezogen, bis das Wiki nun endlich den Status "investierbar" erhielt, der es Anlegern ermöglicht, Geld in das Wiki zu investieren und so an der Entwicklung der von mir ausgewählten Aktienwerte teilzuhaben.

▶ Investiere jetzt in "Kissigs Quality Investments"

Seit dem Start am 13. August gab es schon einige Höhen und Tiefen an der Börse und auch der "Kurs" des Wikis hat bereits einige Bewegung hinter sich: in der Spitze lag es schon 11,7% im Plus, aber zwischenzeitlich auch schon mal mit 1,9% im Minus. Aktueller Stand heute ist ein Zuwachs von 7,5%. Das ist natürlich keine Garantie, dass es immer so weiter geht, aber langfristig erzielen Quality Investments relativ entspannte und sichere Rendite. Und genau das ist das Ziel meines Wikis!

Börsenweisheit der Woche 52/2020

"Risiko und Unsicherheit sind nicht dasselbe. Glücksspiel in Las Vegas ist Risiko. Kapitalmarktinvestitionen sind Unsicherheit. Bei Risiko kann man die Gewinnchancen berechnen. Bei Unsicherheit nicht."
(Ken Fisher)

Sonntag, 27. Dezember 2020

Onlinehandel dominiert das Weihnachtsshopping und Amazon ganz besonders

Der Einzelhandel legte zu, aber Amazon ist auch in diesem Jahr wieder der große Abräumer im Weihnachtsgeschäft. Diese Gesamtsumme der Verkäufe soll um 3% zugelegt haben gegenüber 2019, berichtet Seeking Alpha (Quelle) basierend auf den Daten von Mastercard SpendingPulse unter Ausschluss der Verkaufsumsätze von Automobilen und Benzin.

Dass in Coronazeiten und unter Lockdown-Bedingungen die Umsätze überhaupt so stark zulegen, ist schon eine Nachricht für sich. Allerdings wurden die Daten diesmal auch für einen verlängerten Zeitraum ermittelt, nämlich vom 24. Oktober bis 24. Dezember. Und in diese Zeit fielen ja auch die CyberMonday-Woche und der Black Friday. Besonders stark legte der Onlinehandel zu, nämlich um satte 49%. Der eCommerce machte 19,7% des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus, nach 13,4% im Vorjahr. Insbesondere Amazon, Wayfair und Etsy sollen in diesem Jahr große Anteilgewinne zu verzeichnen haben.

Meine Einschätzung

Corona  begünstigt den Onlinehandel und Amazon hat sich hier als systemrelevant präsentiert. Als andere nicht (mehr) liefern konnten, war Amazon zur Stelle. Und man hat sein Personal um weit mehr als 100.000 zusätzliche Arbeitnehmer aufgestockt und die Logistik so gepimpt, dass sie auch während einer globalen Pandemie weitestgehend reibungslos funktioniert. Dass inzwischen fast ebenso viele Amazon-Lieferfahrzeuge wie DHL-Trucks auf den Straßen zu sehen sind, ist kein Zufall, sondern Amazons Strategie. Nicht umsonst investiert Amazon Milliarden in seine Infrastruktur.

Das Entscheidende dabei ist, dass immer mehr Menschen Prime-Mitglieder werden und fortan noch mehr bei Amazon ordern. Die starken Zuwächse sind daher keine Corona-Eintagsfliegen, sondern werden sich verfestigen, auch wenn die Impfungen Wirkung zeigen und im Sommer wieder normalere Lebensbedingungen herrschen. Der stationäre Einzelhandel ist der große Verlierer und Amazon als führendes Plattformunternehmen der große Gewinner. Ist so, bleibt so. Basisinvestment.

Disclaimer: Amazon ist auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Samstag, 26. Dezember 2020

Buffetts Top-Performer in 2020 - vier davon stiegen noch stärker als Apple und Amazon

Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway ist eine Sammlung von Finanztiteln und Old Economy-Werten, wie dem Direktversicherer Geico, der Bank of America, der Eisenbahn Burlington Northern Santa Fe (BNSF), dem Luft- und Raumfahrtzulieferer Precision Castparts oder dem Batterieexperten Duracell. In Buffetts Investmentdepot dominiert der Technologieriese Apple mit einem Gewicht von fast 50%.

In diesem Jahr spielte die Musik wieder bei den Technologiewerten und auch davon hat Buffett einige im Depot. Dr. David Kass, Finanzprofessor an der Robert H. Smith School of Business der Universität Maryland und profunder Beobachter und Kenner Buffetts, benannte Buffetts Top-Performer (YTD):
  1. BYD (393%)
  2. Snowflake (169%)
  3. Restoration Hardware (123%)
  4. StoneCo (114%)
  5. Apple (80%)
  6. Amazon (72%)
Wir lernen daraus, dass Buffett es durchaus noch drauf hat und dass sich im Portfolio von Berkshire Hathaway so einiges an zukunftsorientierten Wachstumsunternehmen finden lässt - nicht nur auf den hinteren Plätzen.

Disclaimer: Habe Amazon, Apple, Berkshire Hathaway, StoneCo auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Freitag, 25. Dezember 2020

Kissigs Aktien Report: Warren Buffett rät, Branchen im Umbruch zu meiden. Aber…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Kissigs Portfoliocheck: Fidelity National Information Services ist Andreas Halvorsens Trumpf im War on Cash

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 120. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cups" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Halvorsen war auch im 3. Quartal wieder sehr aktiv und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 33% und zum Quartalsende hielt er 87 Positionen, darunter 32 neue. Halvorsen hat nochmals eine ganze Reihe von Unternehmen reduziert oder ganz aussortiert, die von den Corona-Entwicklungen Lockdown, Home Office und Social Distancing profitiert hatten. Bei Amazon stieß er weitere 55% seines Bestands ab und Uber, JD.com, salesforce.com verkaufte er komplett. Bei Microsoft hingegen stockte er weiter auf; es ist nun seine größte Depotposition vor Adaptive Biotechnologies und dem digitalen Zahlungsdienstleister Fidelity National Information Services, die 2018 WorldPay übernommen hatten und gerade in Fusionsgesprächen mit Gobal Payments steck(t)en...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adaptive Biotechnologies, Amazon, Fidelit National Information Services, Microsoft, Salesforce sind auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mein Lese-Tipp: "Das Tao des Warren Buffett" von Mary Buffett und David Clark

Mary Buffett hat mit dem Rechtsanwalt und Fondsmanager David Clark ein weiteres Buch über ihren früheren Schwiegervater geschrieben, den legendären Value-Investor Warren Buffett. Doch in diesem Buch dreht es sich nicht um Strategien oder die Bewertung von Investments; stattdessen haben die beiden eine Sammlung unterschiedlichster Zitate Warren Buffetts zusammengetragen und erläutern diese anhand exemplarischer Beispiele aus seinem Leben.

▶ Buch hier ordern

Ich bin ja ein bekennender Freund von Börsenweisheiten, wie regelmäßige Leser meines Blog bestimmt schon mitbekommen haben. Denn durch die oftmals pointierte Zuspitzung eines komplizierten Sachverhalts auf eine kurze, schlüssige Logik, kann die eigentliche Botschaft noch eingänglicher vermittelt werden.
»Ein guter Spruch ist wie die Wahrheit eines ganzen Buches in einem Satz.«
(Theodor Fontane)
Gerade Warren Buffett hat dies zur Perfektion erhoben, da er seine Lehren vorlebt...

Montag, 21. Dezember 2020

PNE als indirekter Profiteur der Übernahmeofferte bei TeleColumbus?

Diese Meldung könnte auch für PNE von Bedeutung sein: Morgan Stanley Infrastructure Partners (MSIP) gibt über eine Tochter (Kublai GmbH) ein Übernahmeangebot für TeleColumbus ab. Man bietet €3,25 je Aktie und damit 37,5% als den Mindestpreis auf Basis des volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurses.

Was das jetzt mit PNE zu tun hat? Nun, MSIP ist mit knapp 40% Großaktionär bei PNE und könnte bald wieder ein erneutes Übernahme- oder Delstingersuchen starten, nachdem die einjährige Frist abgelaufen ist. Und es gab/ gibt ja Zweifel, ob MSIP dann nur den Mindestpreis von ca. €6 bieten würde. Bei TeleColumbus zahlen sie jetzt deutlich mehr mehr - weil sie erfolgreich sein und die Aktien einsammeln wollen. Bei PNE dürfte es ggf. kaum anders laufen. Denn wie es nicht funktioniert, das hat MSIP hier vor einem Jahr gelernt...

Disclaimer: Habe PNE auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Börsenweisheit der Woche 51/2020

"Wenn Du ein Unternehmen verstehst, weißt Du auch, was es wert ist. Und das ist der einzige Grund, warum man eine Aktie kaufen sollte."
(Mohnish Pabrai)

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Erneuter Delistingversuch? PNE zwischen Anlegerpanik oder Kursverdopplung...

Beim Windparkprojektierer und -betreiber PNE strebte der damals noch neue Großaktionär Morgan Stanley Infrastruktur Partners (MSIP) vor einem Jahr eine Übernahme an und wollte das Unternehmen von der Börse nehmen. Dazu lancierte man ein Delistingerwerbsangebot und bot den übrigen Aktionären €4 je Aktie als Abfindung an. Und scheiterte kolossal; es wurden nur wenige Aktien angedient und anstelle einer stattlichen Mehrheit kam MSIP nur mikroskopisch weiter, nämlich auf klägliche 40% der Anteile.

Nun jährt sich der gescheiterte Versuch und bald könnte MSIP einen zweiten Anlauf unternehmen, weil die gesetzlichen Frist abläuft. Entsprechende Gerüchte und Halbwissen sorgen für Verunsicherung und das, wo in und mit der Branche gerade viel Geld zu machen ist und Anleger einen kühlen Kopf bewahren sollten...

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Andere Ansichten zur enormen Unterbewertung von ABO Wind

ABO Wind hatte ich bisher noch nicht auf der Agenda, doch das ändert sich hiermit. Die massive Neubewertung im Windenergiesektor vollzieht sich ja bereits seit einigen Wochen und ich bin hier mit Energiekontor und PNE sehr gut aufgestellt. Nach der Trennung von ABO Invest (jetzt clearwise AG) ist ABO Wind jetzt ein reiner Projektierer und Betreiber von Wind- und Solarparks.

Die Neubewertung des Sektors erfolgt, weil RWE von Nordex ein großes Windparkportolio erworben hat und zwar für einen bis dahin nicht gesehenen Preis. Nachdem nun auch noch immer mehr Förderprogramme und "Green Deals" viel mehr Geld in den Sektor fließen lassen, wird erkannt, dass nicht nur die bereits fertiggestellten Energieparks einen Wert haben, sondern auch die Pipeline. Denn zwischen Idee, Planung, Genehmigung, Bau und Fertigstellung vergehen oft viele Jahre. Je näher also Projekte in der Pipeline an der Fertigstellung sind, desto höher ist auch ihr Wert.

Börse Online (Ausgabe 51/2020) nimmt die soeben beendete Münchner Kapitalmarktkonferenz (MKK) zum Anlass, die Projektpipeline von ABO Wind ins Verhältnis zu setzen zur aktuellen Börsenbewertung. Woraus sich interessante Überlegungen ableiten...

Kissigs Portfoliocheck: Dreht jetzt der Wind bei Mason Hawkins Turnaround-Spekulation General Electric?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 119. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 3. Quartal 2020 lag Mason Hawkins Tunroverrate bei niedrigen 9%. Unter seinen 29 Depotwerten finden sich fünf Neuzugänge. Mason Hawkins Portfolio ist stark fokussiert. Die drei größten Positionen Lumen Technologies (die ehemalige CenturyLink), CNX Ressources und Mattel machen mehr als ein Drittel aus und die fünf größten, also ergänzt um FedEx und General Electric, bringen es zusammen auf mehr als 45%.

Mit einer Reihe seiner Top-Werte setzt Hawkins frühzeitig auf potenzielle Nach-Corona-Gewinner, die von einem erfolgreichen Zurückdrängen der Pandemie durch den gerade anrollenden Einsatz wirksamer Impfstoffe erheblich profitieren können. Zu diesen gehört auch Industrieikone General Electric, die schon vor Ausbruch der Coronakrise tief in den Abgrund geblickt haben, aber dennoch immer noch und immer wieder Morgenluft schnuppern.

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Disclaimer: Habe General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 14. Dezember 2020

Börsenweisheit der Woche 50/2020

"Anleger vergessen gerne, dass kurzfristige Marktschwankungen genau das sind und nur das. Sie sind nicht vorhersehbar und nicht bedeutend, solange man nicht gerade dann handelt."
(Ken Fisher)

Samstag, 12. Dezember 2020

Good News bei... Softbank: Verkauf von Boston Dynamics verelffacht den Einsatz von 100 Mio. Dollar in nur drei Jahren

Softbank Group verkauft ihre Tochter Boston Dynamics an Hyundai. Das Unternehmen wird hierbei mit $1,1 Mrd. bewertet; Softbank wird einen Anteil von 20% behalten und wird also auch hier "vom "Operator zum Investor". Für Softbank ist das ein weiterer lukrativer Deal, denn für die 100% an Boston Dynamics hatte man 2017 nur $100 Mio. an Google überwiesen, die heutige Alphabet. Innerhalb von weniger als drei Jahren hat man sein investiertes Kapital also glatt verelffacht!

Nach dem megaerfolgreichen Doordash-IPO und den Bloomberg-Spekulationen über ein Delisting (dazu müssten mindestens 39% der ausstehenden Aktien über die Börse zurückgekauft werden) sind das erneut sehr erfreuliche Nachrichten aus dem Hause Softbank. Auch wenn nicht alles gelingt, wie das WeWork-Fiasko zeigt oder der Verkauf der Slack-Beteiligung, kurz bevor salesforce.com seine $44 Mrd-Übernahmeofferte in den Markt legte. Das vermeintliche Uber-Fiasko hat sich jedenfalls inzwischen in ein sattes Plus verwandelt, nachdem der Aktienkurs neue Höchststände erzielte.

Unterm Strich halte ich Softbank für eine total missverstandene und unterschätzte Investmentchance und erwarte sensationelle Zahlen für das 4. Quartal 2020.

Disclaimer: Habe Aktien von Alphabet, Softbank Group auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem DepotW/iki.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Adobe übertrifft alle Erwartungen - wie üblich. Der Kurs fällt erstmal - auch wie üblich. Egal!

Adobe hat seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert und sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Erwartungen deutlich übertroffen. Und selbst beim Ausblick liegt das Unternehmen über den bisherigen Annahmen, so dass es eigentlich keinen Grund gibt, weshalb der Kurs fallen sollte. Doch genau das tut er und das ist schon Tradition. Diese "Sell-on-good-News"-Historie lässt sich schon über viele Quartale hinweg beobachten. Doch bisher zahlte sich eher eine andere Vorgehensweise aus. Und zwar richtig...

Kissigs Aktien Report: Makleraktien, führt mich zum Schotter!? Was geht ab bei Deutsche Börse, Lang & Schwarz und Tradegate?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Facebook vor der Zerschlagung? Oder: wenn der Tiger gar keine Krallen hat...

Facebook wird von 48 US-Bundesstaaten und der US-Wettbewerbsbehörde FTC verklagt: der weltweit führende Social-Media-Konzern habe seine heutige Monopolstellung gezielt durch die Übernahme von Wettbewerbern aufgebaut.

Konkret geht es um Instagram (2012) und WhatsApp (2014), die Facebook nach Auffassung der Kläger nur übernommen habe, um eine drohende Konkurrenz frühzeitig auszuschalten.

"Geschmäckle" hat das Ganze, weil die zuständigen Behörden, wie die FTC, diese Übernahmen seinerzeit genehmigt hatten. Da weist Facebook natürlich auch drauf hin und bemüht den Rechtsfrieden, in dem die (berechtigte) Frage aufgeworfen wird, wie verbindlich eine verbindliche und abschließende Genehmigung denn überhaupt sei, wenn die nach vielen Jahren einfach wieder infrage gestellt wird.

Auf jeden Fall "wird es jetzt ernst für Facebook", titeln viele Medien und Kommentatoren. Doch diese Einschätzung geht etwas vorbei. An der Realität...

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Jamie Dimon: Der Grund für die niedrigen Kurse der Bankaktien liegt in der Regulierungswut

Bankaktien gehören nicht zu den angesagtesten Wertpapieren und liefern schon länger unterdurchschnittliche Renditen ab. Spätestens seit der Finanzkrise 2008/09 hinken sie dem Gesamtmarkt hinterher. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, weiß auch, woran das liegt. 

Auf der gestrigen Goldman Sachs Financial Services Conference sagte er: "Das Bankensystem als Größe im Verhältnis zur Weltwirtschaft wird immer kleiner und kleiner (...) Inzwischen hat man 80% des Hypothekengeschäfts außerhalb des Bankgeschäfts und es gibt eine immer größere Menge an Privatkrediten außerhalb des Bankwesens (...) und es werden immer mehr Bereiche, einer nach dem anderen, die das Bankgeschäft verlassen, weil sie draußen günstiger behandelt werden. Und die Aufsichtsbehörden (...) irgendwann werden sie die Banken aus dem Bankgeschäft herausreguliert haben".

Damit dürfte er nicht falsch liegen. Alternative Asset Manager, wie KKR, Brookfield Asset Management, Blackstone, Apollo drängen immer stärker in den banknahen bereich vor und bieten Bankdienste an - ohne dass sie entsprechend den Vorschriften der Bankenregulierung, wie u.a. den Eigenkapital- und Refinanzierungsvorschriften oder den Basel-Kriterien unterworfen wären. Ein Kampf mit ungleichen Waffen! Auch deshalb ziehe ich die Alternativen Asset Manager einem Investment in Bankaktien vor.

Disclaimer: Habe KKR auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Good News bei... Softbank: Delisting-Spekulation treibt den Kurs - und das Doordash-IPO

Obwohl die Softbank Group beinahe täglich für ihre "riskanten" Wetten und vermeintlichen Misserfolge kritisiert wird, klettert der Aktienkurs der Internet- und Venture Captial-Holding scheinbar unaufhaltsam weiter nach oben. An der Börse herrscht noch das Bild des WeWork-Fiaskos und des Uber-Fehlgriffs vor, doch das ist schon längst nicht mehr passend. WeWork hat sich stabilisiert und Uber markiert an der Börse neue Allzeithochs - Softbanks Pre-IPO-Investment liegt also deutlich im Plus.

Nun gibt es weitere, erfreuliche Neuigkeiten und die betreffen einerseits das hyperventilierende IPO des Essenslieferanten Doordash und eine von Bloomberg ins Spiel gebrachte Delisting-Spekulation...

Kissigs Portfoliocheck: Beim brasilianischen Fintech StoneCo ist Steve Mandel nun viertgrößter Aktionär – nach Buffett

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Mein 118. Portfoliocheck führt mich erstmals zum Depot von Steve Mandel, einem der erfolgreichste Hedgefonds-Manager unserer Zeit. Er gehört zu den sogenannten Tiger Cups, den Tigerwelpen. Die Bezeichnung geht zurück auf Julian Robertson, der mit seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Seit 1997 leitet Mandel den von ihm gegründeten Hedgefonds Lone Pine Capital LLC, der inzwischen rund $32 Mrd. an Investorengeldern verwaltet und in den letzten 13 Jahren durchschnittlich Renditen von über 20% erzielte.

Steve Mandel pflegt einen aktiven und fokussierten Investmentstil. Im 3. Quartal 2020 lag seine Turnoverrate bei 29% und unter den 32 Werten in seinem Portfolio finden sich gleich 11 Neuaufnahmen. Technology stellt mit knapp 47% den stärksten Sektor gefolgt von Communication Services mit 15,2%. Mandels Top-Positionen sind Shopify, Facebook und Microsoft. Doch besonders interessant ist eine Neuerwerbung: das brasilianische Vorzeige-Fintech Stone Pagamentoas SA, genannt StoneCo...

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Good News bei... Mastercard: Dividendenanhebung und neues Aktienrückkaufprogramm

Mastercard hat zu kämpfen in der Corona-Krise und leidet weiterhin unter dem eingeschränkten Flugverkehr, dem brachliegenden Geschäft im Hotel-, Gastronomie, Reise- und Eventbusiness.

Auf der anderen Seite profitiert man ganz erheblich vom "War on Cash", der Abkehr vom Bargeld hin zu digitalen Zahlungsmethoden und dem anhaltenden Boom des Onlinehandels.

Nun verwöhnt Mastercard seine Aktionäre kurz vor Weihnachten gleich mit zwei frohen Botschaften: so soll die Quartalsdividende um 10% auf $0,44 je Aktie angehoben werden und dann wird Mastercard ein weiteres Aktienrückkaufprogramm starten, sobald das aktuell laufende beendet ist. Von dem aktuellen über $8 Mrd. stehen noch $3,5 Mrd. zur Verfügung und daran wird sich das neue mit zusätzlichen $6 Mrd. anschließen.

Das sind wirklich frohe Botschaften und dürften dem Kurs der Mastercard-Aktie während der Weihnachtszeit und ins neue Jahr hinein Unterstützung geben bei dem Versuch, Corona hinter sich zu lassen und wieder den Erfolgspfad beim Erklimmen neuer Allzeithochs aufzunehmen.

Disclaimer: Habe Mastercard auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Intuit schließt die Credit Karma-Übernahme ab und aktualisiert die Prognosen

Nachdem Intuit die Credit Karma-Übernahme unter Dach und Fach gebracht hat, passt das Unternehmen seine Prognosen für das 2. Geschäftsquartal und das Geschäftsjahr 2021/22 an. Der Spezialist für Buchführungs- und Steuersoftware für mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen beabsichtigt, Credit Karma als separates Berichtssegment zu führen. Intuit prognostiziert, dass Credit Karma den Umsatz des Unternehmens im Geschäftsjahr 2021/22 um $545 Mio. bis $580 Mio. erhöhen und ein Betriebsergebnis zwischen $15 und $35 Mio. beisteuern wird.

Montag, 7. Dezember 2020

Selbst Robert Shiller hält sein Shiller-KGV für überholt und preist nun das Zinsniveau mit ein. Er folgt damit Ken Fisher, Jeremy Grantham und Warren Buffett

Robert Shiller genießt hohes Ansehen in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Der US-amerikanischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Yale University wurde 2013 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet, gemeinsam mit Lars Peter Hansen und Eugene Fama und zwar für ihre empirische Analyse von Kapitalmarktpreisen.

Zu seinem wohl am meisten beachteten Werk gehört das CAPE-Ratio, auch Shiller-KGV genannt, das als Indikator für den Börsenmarkt gilt (CAPE steht dabei für cyclically adjusted price-to-earnings ratio).

Robert Shiller und John Campbell kamen 1988 in einer Studie zu dem Ergebnis, es müsse ein sinnvoller(er) Bewertungsmaßstab entwickelt werden, als das vorherrschende Kurs-Gewinnverhältnis (KGV). Ein Maßstab, der weniger anfällig für kurzfristige Entwicklungen sein und eher mittel- bis langfristige Börsenbewertungen ermitteln sollte. Ihr Vorschlag lautete, das KGV nicht mehr auf Basis der aktuellen Gewinne zu berechnen, sondern auf Basis der durchschnittlichen Gewinne der vergangenen zehn Jahre. Zusätzlich sollten die Gewinne um die Inflationsrate bereinigt werden. Die so ermittelte Gewinnreihe wurde als gleitender Durchschnitt ins Verhältnis zum aktuellen Kurs gesetzt und ergibt dann das CAPE-Ratio bzw. Shiller-KGV.

Dieses Shiller-KGV wird seither häufig als Bewertungsmaßstab für die Börsen herangezogen, doch in den letzten Jahren geriet es zunehmend in die Kritik - es hat nämlich seine Vorhersagekraft eingebüßt. Auch deshalb haben sich in den letzten Jahren viele Value Investoren vom Shiller-KGV abgewandt und nun folgt ihnen auch Shiller selbst. Aus den gleichen, guten Gründen...

Börsenweisheit der Woche 49/2020

"Für schnelle 5 oder 10 Prozent Aktien zu verkaufen, kann dir ein gutes Einkommen einbringen, aber sie für 100, 500, 1000 oder mehr Prozent zu halten, bringt dir ein Vermögen."
(Ian Cassel)

Sonntag, 6. Dezember 2020

Jetzt auch mit Banklizenz: Ist Sea Ltd. Südostasiens attraktivstes Online-Powerhouse?

Sea Limited ist eines der aufstrebenden Online-Unternehmen Asiens; der Name ist Programm: SEA steht für SouthEastAsia. Das in Singapur beheimatete Unternehmen ist in Malaysia, Singapur, Thailand, Taiwan, Vietnam, den Philippinen und Indonesien tätig und in drei Segmenten aktiv: E-Commerce wird durch Shopee bedient, Garena bietet Digital Entertainment, wie Onlinegaming und E-Sports, und SeaMoney unterhält die Digital Financial Services.

An der Börse gehören die Aktien von Sea Ltd. zu den absoluten Highflyern in diesem Jahr, weil das Unternehmen massiv von den Corona-Einschränkungen profitiert und dem entsprechend enorm wächst, aber auch weil es nicht in China angesiedelt ist und somit nicht von den Sanktionen und Strafmaßnahmen getroffen wird, die der US-China-Handelskrieg mit sich bringt.

Die jüngsten Nachrichten von Sea lösten eine  weiteren Kurssprung aus; dabei betreffen sie deren mit Abstand kleinstes Segment Digital Banking. Doch die neue Vollbanklizenz könnte der Auftakt zu noch viel mehr sein...

Samstag, 5. Dezember 2020

Texas Pacific Land Trust kann (mich) nicht mehr richtig überzeugen

Texas Pacific Land Trust habe ich seit zweieinhalb Jahren auf dem Schirm und in dieser Zeit lag die Aktie weit im Plus und deftig im Minus. Diese sehr volatile Aktie ist zudem eine sehr spannende Geschichte um Land, Öl und Streit unter den Großaktionären um Geld und Einfluss. Doch die Rahmenbedingungen haben sich geändert und auch meine Einstellung zu dem Geschäftsfeld Öl & Gas.

Für mich ist diese Geschichte daher an dieser Stelle zu Ende, obwohl mein Investmentcase grundsätzlich noch aufgehen könnte. Ich verabschiede mich von dem Wert und dafür habe ich natürlich (gute?) Gründe...

Freitag, 4. Dezember 2020

Dividendenwachstum: American Tower erhöht schon wieder die Quartalsausschüttung

American Tower hat es schon wieder getan: der Tower-REIT erhöht seien Quartalsdividende und wird seinem Ruf als Dividendenwachstumswert gerecht.

Konkret erhalten die Aktionäre am 2. Februar 2021 $1,21 je Aktie gutgeschrieben und damit 7 US-Cents bzw. 6,0% mehr als zuletzt; Record-Day ist der 28.12.2020.

In absoluten Zahlen betrachtet kann das Unternehmen mit einer auf das Jahr hochgerechneten Ausschüttung von $4,84 nicht für Aufsehen sorgen, denn hieraus ergäbe sich eine aktuelle Dividendenrendite von 2,15%. Allerdings passt American Tower seine Dividende schon seit langer Zeit in jedem Quartal nach oben an und unter der Annahme, dass dieses Muster beibehalten wird, würde sich die Dividendenrendite beim heutigen Kauf der Aktien auf Jahressicht noch erhöhen.

Disclaimer: Habe American Tower auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Home24 und Westwing bereichern bald den SDAX. Und noch mehr...

Home24 und Westwing haben es geschafft: die beiden Home & Living-Onlineanbieter werden mit Wirkung vom 21. Dezember 2020 in den SDAX aufgenommen, den deutschen Auswahlindex für Nebenwerte.

Dabei sind dies nicht die einzigen Veränderungen, die der DAX-Familie ins Haus stehen, denn auch im MDAX gibt es Veränderungen, die Indexanbieter Stoxx Ltd. mitteilte.

Kissigs Aktien Report: Tesla ist einsame Spitze. Und Musk nun auch.

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Cyber-Week-Shopping: Zalando schreit vor Glück!

Zalando gab ein kurzes Feedback zur abgelaufenen Cyber Week; die elf Tage zwischen dem Black Friday und dem Cyber Monday stellen ja den Auftakt zur Shoppings-Saison vor Weihnachten dar und sind für den Einzelhandel enorm wichtig, online wie offline. Denn im Weihnachtsshopping werden an die 50% der Jahresumsätze generiert. Und bei Zalando lief es in diesem Jahr ganz besonders gut..

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmiller setzt im Weihnachtsgeschäft voll auf die eCommerce-Leader Amazon, Alibaba, Sea Limited, JD.com und MercadoLibre

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten  Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 117. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Auch im 3. Quartal 2020 war Stanley Druckenmiller sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 27%; unter seinen 61 Depotwerten finden sich 15 Neuaufnahmen. Nachdem er bereits im Vorquartal bei Microsoft um 63% aufgestockt hatte, folgten nun weiter 47%, so dass Microsoft mit einer Gewichtung von über 16% wieder seine mit Abstand größte Position ist.

Zählt man seine Depotpositionen zusammen, die vom eCommerce profitieren, so hat er hier rund ein Fünftel seines Gesamtvermögens investiert. Neben Amazon, Alibaba, Sea Ltd. und JD.com hat er auch MercadoLibre im Depot; und auch Alphabet und Facebook profitieren maßgeblich vom eCommerce – der eine über sein Anzeigengeschäft, der andere über seine neue Funktion Shops. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat Stanley Druckenmiller richtig eingekauft, damit der Onlinehandelsboom auch beim ihm die Kassen klingeln lässt. Hohoho…

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Dienstag, 1. Dezember 2020

CoStar: Wettbewerbshüter stoppen RentPath-Übernahme. Und CoStar? Kauft HomeSnap...

CoStar Group ist eine tolle Erfolgsgeschichte und Teil davon sind die erfolgreichen Übernahmen. Doch damit ist CoStar nun gegen die Wand gelaufen, denn die amerikanische Wettbewersbehörde FTC legt sich quer. Konkret geht es um die Übernahme des Hauptkonkurrenten RentPath, den CoStar für $587,5 Mio. übernehmen will. Während hier also Ungemach droht, setzt CoStar seinen Expansionskurs fort und hat mit HomeSnap schon den nächsten Immobilienfisch an der Angel...

"Kleinvieh macht auch Mist": Amazon punktet in der Cloud

Amazon kann mit Cloudaufträgen auch in Deutschland punkten. Während das Augenmerk eher auf Großaufträgen liegt, wie dem des Pentagon im Volumen von $10 Mrd., bei dem sich Amazon Web Service (AWS) und Microsoft (Azure) erbittert um den an Microsoft erteilten Zuschlag streiten, entscheiden sich auch kleinere Kunden für AWS.

Der Kampf um die Cloud wird härter und schneller...

Mein Performance-Update für November 2020 zu Börsen, Depot, Wikis

Der November liegt hinter uns und es war erneut ziemlich volatil an den Börsen. Es kam zu einem Favoritenwechsel, weil mehrere Impfstoffkandidaten Hoffnung auf ein absehbares Ende des Pandemieschocks machten und daher Konjunktur sensible und Corona gepeinigte Aktien einen Rebound starteten, während die bisherigen Coronagewinner und großen Techwerte Federn lassen mussten. Doch angesichts weiter hoch schießender Infektionszahlen und neuer Lockdowns sowie der Aussicht auf "virtuelle Weihnachtstage" erholten sich viele Coronagewinner wieder. Allerdings weniger die großen Techwerte, die fast alle noch prozentual zweistellig unter ihren vorherigen Hochs liegen. Das sieht man auch an der Entwicklung meiner beiden Wikis. 

Zeit für (m)eine Rückschau auf die Indizes, meine Wikis und die Entwicklung meines operativen Net Worth.

Montag, 30. November 2020

Kapitalerhöhung bei KION kommt nicht so gut an

Die Kion Group macht sich gerade unbeliebt bei ihren Aktionären. Zuerst hatte man eine große Kapitalerhöhung angekündigt, nun folgten knapp zwei Wochen später die Details: den Kion-Aktionären werden 13,1 Mio. neue Aktien in einem Bezugsverhältnis von 9:1 zum Preis von €62 je Aktie angeboten. Werden nicht alle Aktien abgenommen, folgt bis 4. Dezember eine Privatplatzierung an ausgewählte Investoren.

Kion will mit den erhofften €812 Mio. Schulden tilgen. Insbesondere die Corona-Kreditlinie durch die KfW will man unbedingt loswerden, um wieder Handlungsspielraum - auch für die Dividende - zurückzugewinnen. 

Die Ankündigung am 18. November hatte den Kurs bereits deutlich unter Druck gebracht und heute geht es nochmals bergab. Das dürfte auch bis mindestens zum Abschluss der Kapitalmaßnahme so bleiben.

Meine Einschätzung

Kion, die weltweite Nummer 2 im Markt für Flurförderfahrzeuge, und auch der drittplatzierte Hamburger Wettbewerber Jungheinrich leiden unter den Corona-Auswirkungen, aber werden vom starken und zunehmenden Trend hin zu Onlineshopping und dem daraus resultierenden Logistikboom stark profitieren. Beide sind zyklisch, bleiben aber aussichtsreich.

Disclaimer: Habe Jungheinrich und Kion auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wiki.

Peter Lynch mahnt: "Verliebe dich nie in eine Aktie. Bleibe immer aufgeschlossen!"

Menschen neigen zu selektiver Wahrnehmung; sie gewichten Argumente, die ihre eigene Meinung stützen als jene, die dem eigenen Standpunkt widersprechen. Man nennt das auch "Confirmation Bias" oder Bestätigungsfehler.

Doch da uns Benjamin Graham schon lehrte, vor allem unser Kapital zu erhalten, also an die Risiken zu denken, muss sich ein Anleger dieser eigenen Schwäche bewusst sein, wenn er langfristig Erfolg an der Börse haben möchte. Oder wie Johann Michael Sailer es ausdrückte: "Sich selbst zu erforschen ist das erste Studium"...

Börsenweisheit der Woche 48/2020

"Eine Politik der Portfoliokonzentration kann das Risiko verringern, wenn sie sowohl die Intensität, mit der ein Anleger über ein Unternehmen nachdenkt, als auch das Komfortniveau erhöht, das er vor dem Kauf empfinden muss."
(Warren Buffett)

Sonntag, 29. November 2020

Hidden Champion: Spezialversicherer Kinsale Capital Group hat ganz besondere Qualitäten

Die Kinsale Capital Group ist hierzulande weitgehend unbekannt. Nicht verwunderlich, schließlich ist der US-amerikanische Spezialversicherer in einem Segment tätig, mit dem die meisten Menschen nicht in Berührung kommen. Und er ist auch keiner der großen Player in seinem Segment. Dennoch kann das Unternehmen seit Jahren mit seinen Erfolgen beeindrucken und spätestens an dieser Stelle dürfte sich ein genauerer Blick auf diese Nebenwert lohnen...

Freitag, 27. November 2020

Kissigs Aktien Report: Killt Amazon jetzt auch noch die (Online-) Apotheken?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Donnerstag, 26. November 2020

Good News bei... Intuit: Prognosen übertroffen, Übernahme genehmigt, Corona abgehakt

Intuit kann gleich mit mehreren erfreulichen Entwicklungen aufwarten. Der Spezialist für Buchführungs- und Steuersoftware für mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen legte seine Zahlen zum angelaufenen ersten Geschäftsquartal vor und die lagen deutlich über den Prognosen der Analysten - mal wieder.

Hinzu kommt, dass das US-Justizministerium die Übernahme von Credit Karma genehmigt hat, nachdem Intuit aufgrund von Kartellbedenken hier etwas nachgebessert hat. Sehr zur Freude seines Kooperationspartners Square...

Mittwoch, 25. November 2020

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb wittert seine Chance bei der Wiederauferstehung von Skandalnudel PG&E

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 116. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die von ihm gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 29% verdient sich Daniel Loeb die Bezeichnung "aktivistischer Investor" redlich, auch wenn sie geringer ausfällt als die 36% aus dem Vorquartal. Sein Portfoliowert hat sich zum Ende des 3. Quartals wieder an die Marke von $10 Mrd. heran gerobbt; per Ende September hielt Loeb 47 Aktienwerte, darunter 20 Neuaufnahmen.

Ganz besonders stark engagiert hat sich Daniel Loeb bei Pacific Gas & Electric (PG&E), das als Neueinsteiger gleich 8% Depotgewicht auf die Waage bringt und aus dem Stand die Spitzenposition übernimmt. Dabei ist Kaliforniens größter Energieversorger gerade erst der Insolvenz entkommen, in die ihn die verheerenden Großbrände der letzten Sommer getrieben hatten und ist somit eine riskant-aussichtsreiche Spekulation auf eine Wiederauferstehung...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Montag, 23. November 2020

Good News bei... Prosus: Umsatzplus, Gewinnsteigerung, Start der Aktienrückkäufe

Prosus NV wartet heute mit mehreren positiven Nachrichten auf. Zum einen legte die Internet-Beteiligungsgesellschaft ihre Zahlen für das 1. Halbjahr 2020 vor und dann gab es interessante Neuigkeiten zum angekündigten Aktienrückkaufprogramm. Oder eigentlich sind es ja sogar zwei Rückkaufprogramme, die erheblichen Mehrwert für die Aktionäre schaffen sollen...

Börsenweisheit der Woche 47/2020

"Der Tiefstpunkt ist an dem Tag erreicht, bevor der Kurs anfängt zu steigen. Aber woher weiß man das? Der Tiefstpunkt ist nur im Nachhinein zu erkennen. Man weiß nicht, wann man ganz unten ist - aber man hat möglicherweise das Gefühl, dass etwas billig ist, und wenn es billig ist, sollte man es kaufen. Wenn es noch weiter sinkt, dann war das nicht der Tiefstpunkt, dann kauft man etwas mehr und behält die Nerven."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 21. November 2020

Jubiläum: Seit neun Jahren wird hier intelligent investiert

Auf den Tag genau neun Jahre ist es her, dass ich dieses Blog ins Leben gerufen habe; am 21.11.2011. Der Name "Intelligent investieren" stammt von Benjamin Grahams legendärem Standardwerk über das Value Investing, das mich und meinen Anlagestil geprägt hat. Dabei habe ich mich durchaus weiterentwickelt, vom Bottom-up-Ansatz immer weiter in Richtung Top-Down-Analyse, vom klassischen Deep Value Investing hin zum Quality Investing.

Die Dominanz der neuen Technologien mit ihren enormen und wachsenden Cashflows in Kombination mit dauerhaft niedrigen Zinssätzen formte einen neuen Investmentansatz: Growth at a reasonable price (GARP). Auch deshalb performen Growth-Aktien seit der Finanzkrise Value-Aktien aus. Dennoch bieten sich auch abseits der großen Technologieriesen interessante Opportunitäten, die ich vor allem bei deutschen Nebenwerten gezielt herauszupicken versuche. Mit Tenbagger-Potenzial auf längere Sicht. Das klappt nicht immer, aber doch schon mehrfach...

Dass ich dieses Blog betreibe, habe es bisher (fast) keinen Tag lang bereut. Ich schreibe hier über ein Thema, mit dem ich mich ohnehin viel befasse; und es ist mir gelungen, mein liebstes Hobby zum Beruf zu machen: das Investieren in Aktien.
»Am Fließband stehen, das ist Arbeit. Was ich mache, ist Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund.«
(Karl Lagerfeld)
Besser als Karl Lagerfeld kann ich es nicht ausdrücken, wie ich das Börsengeschehen und meine Möglichkeit, mich "rund um die Uhr" damit zu beschäftigen, empfinde. Dieses Blog ist zu einem ganz wichtigen Teil dessen geworden, was ich an positiven Assoziationen mit dem Börsengeschehen verbinde und dazu trage natürlich nicht allein bei, sondern dahinter steckt wesentlich mehr...
 

Freitag, 20. November 2020

Kissigs Aktien Report: Von Impfstoffhoffnungen und Favoritenwechseln - oder was geht (nicht mehr) bei Danaher und Thermo Fisher?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...