Donnerstag, 29. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Ab jetzt sorgt General Dynamics für Aktion in Bill Nygrens Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 112. Portfoliocheck geht es mal wieder um Bill Nygren, Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Zum Ende des 2. Quartals 2020 hatte er insgesamt 50 Werte im Depot, darunter lediglich drei Neuaufnahmen. Seine Turnoverrate lag erneut bei überschaubaren 6%.

Seinen Schwerpunkt setzte Nygren weiterhin vor allem auf Financial Services und Communication Services. Alphabet bleibt seine größte Position, aber Facebook hat sich kräftig verbessert und liegt nun auf dem zweiten Rang vor Netflix und der Bank of America. Neu eingestiegen ist er bei General Dynamics, dem sechstgrößten Luftfahrt- und Rüstungskonzern der Welt. Denn bewaffnete Konflikte gehen der Welt nicht aus, auch nach Trump nicht...

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Disclaimer
Alphabet und Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 26. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Die zweite Luft für digitale Geschäftsmodelle wie Global Fashion Group, HelloFresh, Home24, Westwing und Zalando

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Börsenweisheit der Woche 43/2020

"Werden die Aktienkurse in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten sinken? Das ist die falsche Frage... vor allem, weil sie völlig unbeantwortbar ist. Stattdessen muss intelligentes Investieren - wie immer - auf dem Verhältnis von Preis und Wert basieren."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 24. Oktober 2020

Focus Investing: Bernard Baruch rät, besser nur auf einige wenige Aktien zu setzen

An der Frage, ob man auf einen breiten Strauß von Anlagen setzen sollte, oder eher auf einige wenige, sorgfältig ausgewählte Investments scheiden sich seit jeher die Geister. Schon der Volksmund rät bekanntlich, nicht alle Eier in einen Korb zu legen - also das Risiko zu streuen. Und das ist durchaus vernünftig, denn zuerst sollte man immer das Risiko im Blick haben, bevor man auf die möglichen Renditen schaut, das lehrte uns schon Benjamin Graham, der Urvater der Fundamentalanalyse.

Auf der anderen Seite nimmt einem eine zu breite Streuung auch Chancen, denn wenn man mal einen wirklichen Outperformer erwischt und dieser aufgrund der breiten Streuung nur gering im Depot gewichtet ist, verpufft der positive Effekt und zeigt kaum Auswirkungen. Es ist also eine Abwägungsentscheidung und wie Bernard Baruch hat sich Warren Buffett klar positioniert, in dem er zu einer starken Konzentration rät. Allerdings nicht jedem...

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist kein Musterdepot. Sie enthält die Aktien, über die ich hier im Blog schreibe und die ich für interessant/ aussichtsreich genug erachte, um sie auch künftig zu begleiten. Die Liste ist, trotz vieler Überschneidungen, weder identisch mit meinem Investmentportfolio noch mit meinen Wikis.


▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und stelle meine TOP 10 vor.

Freitag, 23. Oktober 2020

Würde Kostolany jetzt Hypoport kaufen? Eine Geschichte über Hartgesottene und Zittrige...

Hypoport gab seine Zahlen zum dritten Quartal 2020 bekannt und die Börse reagierte mit einem scharfen Abverkauf der Aktien, die gegenüber dem kürzlich erreichten Allzeithoch fast 20% in den Keller rauschten.

Ist dies nur eine verdiente Konsolidierung des Kurses und damit eine Einstiegschance für Investoren, oder vielleicht doch das Ende der Wachstumsstory bei Deutschlands Vorzeige-Fintech? Für Kostolany wäre die Sache sicher klar...

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Alibaba ist Jeremy Granthams Top-Wette auf den Boom im Onlinehandel. Und mehr…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 111. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007.

Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 2. Quartal 2020 schichtete Grantham 12% seines Portfolios um; eine hohe Quote, aber deutlich unter den 20% aus dem Vorquartal. Ende Juni hielt er 736 Positionen, darunter 122 Neuaufnahmen. Auf den vorderen Plätzen gab es wenig Bewegung in seinem Portfolio: Microsoft und Apple führen weiterhin souverän, während sich Alibaba Group vom fünften auf den dritten Rang vorgearbeitet hat, nachdem er seinen Bestand um ein Viertel weiter aufgestockt hat.

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Disclaimer
Apple und Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 19. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Das Ende des Öl-Zeitalters?!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Börsenweisheit der Woche 42/2020

"Beim Investieren muss man mit unvollständigen Informationen arbeiten, weil man ein Stück Zukunft kauft."
(Li Lu)

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Trifft AB InBev nicht mehr Tom Russos Geschmack?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 110. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 32 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 2. Quartal ließ es Tom Russo wieder ruhiger angehen mit einer Turnoverrate von lediglich 1%. Verkäufe dominierten ganz klar. Bei der Swatch Group ist Russo komplett ausgestiegen, die Konkurrenz durch die Apple Watch setzt den Uhrenherstellern mächtig zu. Apple kommt bei den Wearables inzwischen auf einen Marktanteil von 55 Prozent und hat die Apple Watch zum neuen Status Symbol am Handgelenk aufgebaut. Beim Werbevermarkter JC Decaux ist Russo ebenfalls beinahe vollständig ausgestiegen, während er beim weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev "nur" ein Viertel seines Bestands auf den Markt schmiss...

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Apple befindet sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 12. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Was steckt wirklich hinter Teslas Lithium-Deal?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Börsenweisheit der Woche 41/2020

"Wenn du Investments auf jene Situationen limitierst, in denen du kompetent und zuversichtlich bist, und nur auf jene Situationen, wird deine Erfolgsquote sehr hoch sein."
(Joel Greenblatt)

Sonntag, 11. Oktober 2020

Mitarbeiteraktien: Warum Arbeitnehmer unbedingt Aktien haben sollten...

Die Deutschen setzten auf Erwerbsarbeit, auf Sparbücher und die gesetzliche Rente. Angesichts von Negativzinsen ist das Sparbuch offensichtlich eine ganz miese Idee und die Rentenansprüche werden immer mickriger, aber es spricht nichts dagegen, für Geld zu arbeiten. Es kommt eben darauf an, was man dann mit diesem Geld anstellt. Und das macht einen großen Unterschied.

Einfach gedacht bekommen Arbeiter und Angestellte für ihre Erwerbstätigkeit einen Lohn/Gehalt, aber das ist weniger, als sie erarbeitet haben. Denn ein Teil des von ihnen erwirtschafteten Ertrags fließt an das Unternehmen, das sie beschäftigt. Für die meisten Deutschen ist hier schon das Ende des Geldes erreicht. Leider. Doch andere sind etwas cleverer...
»Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns.«
(Bernard Baruch)
Wenn wir verstanden haben, dass nicht alles erarbeitete Geld an uns fließt, sondern ein Teil einbehalten wird, können wir ja auch darüber nachdenken, wie wir an diesen zweiten Teil kommen. Lenins Antwort war Revolution, aber wie grandios das gescheitert ist, kann jeder in den Geschichtsbüchern nachlesen. Lenins Erben heißen nämlich Putin, Lukatschenko, Maduro und sind "gewählte" Diktatoren, die das Volk nach Strich und Faden ausbluten und sich möglichst viel in die eigene Tasche stecken. Aber das ist eine andere Geschichte. Zum Glück gibt es auch einfachere und unblutigere Wege, um an mehr Geld zu kommen...

Freitag, 9. Oktober 2020

Good News bei... Zalando: Die Jahresprognosen müssen schon wieder angehoben werden

Schrei vor Glück, Aktionär von Zalando. Europas führende Online-Plattform für Mode und Lifestyle hebt nach außergewöhnlich starkem und profitablem Wachstum im dritten Quartal die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 an. Damit wiederholt Zalando, was bereits im Juli erfolgte, nachdem das zweite Quartal schon überaus positiv verlaufen war.

Dass Corona und der damit einhergehende Lockdown der Modegeschäfte sowie die die Soppinglaune vermiesenden Abstands- und Hygieneregeln, insbesondere die Maskenpflicht, Onlinehändlern und Plattformbetreibern wie Zalando besonders in die Karten spielt, dürfte sich inzwischen rumgesprochen haben. Wie sehr, überrascht diese dann aber wohl selbst noch immer wieder. Und angesichts steigender Fallzahlen und drohender neuer Lockdowns, wenn diesmal auch eher regional als landesweit, verschlechtern sich die Aussichten auch nicht wirklich. Nicht für die nächsten Monate, aber auch darüber hinaus nicht...

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Mastercard ist Chuck Akres Favorit im War-on-Cash

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 109. Portfoliocheck schaue ich Charles T. Akre auf die Finger, einem Value Investor klassischer Prägung. Er investiert nach derselben Maxime wie Charlie Munger: hektische Betriebsamkeit ist ihm fremd; er denkt er lieber zweimal nach, bevor er nichts tut. Und als Anhänger des "Focus Investing" konzentriert er sein Depot auf einige wenige Positionen.

Im 2. Quartal ist Akre mit einer Turnoverrate von lediglich 4% wieder zu seiner bekannt ruhigen Art zurückgekehrt. Er hält weiterhin 28 Positionen in seinem Portfolio, darunter keine Neuaufnahme. In seinem Depot machen Finanzwerte mit einem Anteil von 42% fast die Hälfte seines Portfolios von gut $13,3 Mrd. aus, gefolgt von Immobilienwerten mit 24,4% und zyklischen Konsumwerten mit 11,4%. Akres größte Positionen blieben American Tower (13,7%) vor MasterCard (13,1%), Moody's (11,7%) und VISA (7,6%). So gesehen alles beim Alten.

Beim digitalen Immobiliendienstleister CoStar Group, dem in den USA führenden Anbieter von Daten-, Analyse- und Marketingdienstleistungen für gewerbliche Immobilienmakler und Mieter, kaufte Akre erneut kräftig auf und zwar satte 118%. Bei Mastercard stockte er hingegen nur moderat auf, doch der digitale Zahlungsdienstleister steht kurz davor, die neue Nummer 1 in Akres Depot zu werden. Aus guten Gründen...

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American Tower, CoStar, MasterCard, Moody's, VISA befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Warren Buffett steht auf den unterschätzten Mehrwert von Aktienrückkäufen

"Einfallslos und langweilig" sind die nicht selten zu vernehmenden Einschätzungen, wenn Unternehmen Aktienrückkaufprogramme verkünden. Der Freie Cashflow solle doch lieber im eigenen Unternehmen investiert werden, in die Entwicklung neuer Produkte oder gezielt in Zukäufe. Und diese Sichtweise hat durchaus etwas für sich, sofern das Unternehmen etwas Sinnvolles mit dem Geld anstellt.

Nicht selten werden aber Zukäufe getätigt, die sich dann als Rohrkrepierer erweisen und unter dem Strich das Geld der Aktionäre vernichten. Oder so teuer sind, dass sie in absehbarer Zeit eigentlich keine Rendite einfahren können. Abschreckende Beispiele gibt es zuhauf, wie die Time Warner Übernahme durch AOL oder das Skype-Experiment von Ebay, die Pleite von Rupert Murdochs News Corp. mit MySpace oder die gescheiterte Rover-Übernahme durch BMW.

Wie man anhand dieser Beispiele sehen kann, fahren Aktionäre unter Umständen besser, wenn die liquiden Mittel des Unternehmens in die eigenen Aktien investiert werden, als irgendetwas Dummes mit dem Geld anzustellen. Doch auch Aktienrückkäufe sind kein Selbstgänger, die immer Mehrwert für Aktionäre schaffen. Es kommt eben drauf an...

Montag, 5. Oktober 2020

Kissigs Investor-Update Q3/20 mit Adobe, Amazon, American Tower, Apple, Energiekontor, Funkwerk, Hypoport, Microsoft, PayPal, SBF, Square

Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2020

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende des Quartals auf die vergangenen Monate zurück und berichte, was sich auf meiner Beobachtungsliste getan hat und stelle die TOP-Werte in meinem Investmentdepot vor. Des Weiteren beschäftige ich mich ggf. auch mal mit Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Nach dem Corona-Crash zum Ende des ersten Quartals kam es im Verlauf der zweiten zu einer V-förmigen Erholungsrallye an den Börsen. Im dritten Quartal setzte sich die Erholung fort, allerdings strauchelten viele der vermeintlichen Corona-Erholungs-Gewinner, weil es keine wirkliche Erholung gibt. Branchen wie Automobilbau und -zulieferer, Gastronomie, Bierproduktion, Luxusartikel, Events, Touristik liegen noch immer am Boden und die nun anstehende Grippezeit wird die ohnehin bereits wieder steigenden Coronazahlen noch weiter nach oben treiben.

Trotz der heftigen Korrektur im September waren im dritten Quartal erneut die Technologiewerte die Bestperformer, während sich viele andere Werte mit der Erholung noch schwer tun oder nahe ihren Tiefstständen herumdümpeln. Mit meinen Depotschwergewichten fühlte und fühle ich mich recht wohl, daher gibt es auch keine ganz großen Umwälzungen. Kleinere Überraschungen sind in meiner Top 10 allerdings schon dabei. Per Ende September waren die größten Positionen in meinem Investmentdepot Hypoport, Energiekontor, PayPal, Amazon, Microsoft, Square, Funkwerk, Apple, SBF, Adobe. Mit Energiekontor und Apple lediglich zwei neue Top-Werte. Dafür hat sich im hinteren Feld einiges mehr getan...

Börsenweisheit der Woche 40/2020

"Man findet nicht allzu viele perfekte Situationen. Oft ist eine Gelegenheit gerade deshalb eine Gelegenheit, weil die Bedingungen noch nicht perfekt sind. Mit zunehmender Erfahrung kann man das Gute, das großartig werden kann, besser identifizieren und verstehen, welche Schwächen überwindbar sind."
(Ian Cassel)

Freitag, 2. Oktober 2020

Kissigs Portfoliocheck: Der zweitgrößte Aktionär von Sea Limited ist nun… Value Investor Frank Sands

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 108. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot von Frank Sands, der auf dominierende Unternehmen mit starkem, profitablem Wachstum setzt. Diese müssen stets Sands sechs Kriterien für "dominierende Wachstumsunternehmen" erfüllen: nachhaltiges überdurchschnittliches Gewinnwachstum, Marktführerschaft in ihrer jeweiligen Branche, bedeutende Wettbewerbsvorteile (Burggraben), ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine klare Philosophie sowie einen Wert schöpfenden Fokus, Finanzstärke und eine angemessene Bewertung im Hinblick auf Markt- und Geschäftsaussichten.

Im 2. Quartal 2020 hielt Frank Sands 77 Werte im Portfolio im Gesamtwert von 41,3 Milliarden Dollar, darunter 6 neue; seine Turnover-Rate lag bei überschaubaren 8%. Die größte Auswirkung hatte das Wiederaufstocken bei Edwards Lifesciences, die Frank Sands im Vorquartal noch um mehr als ein Viertel reduziert hatte. Bei Sea Limited ließ es Sands zuletzt etwas ruhiger angehen; nachdem er in den Vorquartalen seine Position massiv aufgestockt hatte, kamen im zweiten Quartal "nur" noch einmal knapp 14% hinzu. Sands ist mit 5,71% inzwischen deren zweitgrößter Aktionär hinter Tencent mit 20%. In seinem Depot liegt Sea Ltd. nun mit knapp 7% auf dem zweiten Rang und sitzt damit Amazon direkt im Genick. Möglicherweise läuft es hier auf einen baldigen Führungswechsel hinaus. We will sea... ツ

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Amazon, Edwards Lifesciences, Sea Ltd. befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Kissigs Aktien Report: Snowflake-IPO - Schmeißt Buffett seine Erfolgsprinzipien über Bord?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Mein Performance-Update für September 2020 zu Börsen, Depot, Wikis

Der September 2020 ist passé und es war wieder einmal ziemlich volatil. Zunächst lief er gut an mit weiteren Kursgewinnen, doch bereits nach einigen Tagen erfolgte eine heftige Korrektur, die alle Börsenindizes erfasste.

Vor allem die Techwerte, die zuvor die Rallye angeführt hatten, kamen zweistellig unter die Räder und auch Apple korrigierte mehr als 20%, nachdem die Aktie im Vorfeld des Aktiensplits um rund 30% zugelegt hatte.

Zeit für (m)eine kurze Rückschau auf die Indizes, meine Wikis und die Entwicklung meines Net Worth.

Dienstag, 29. September 2020

Hidden Champion Fidelity National Information Services: Viel mehr als nur WorldPay?!

Fidelity National Information Services
(FIS) ist hierzulande eher unbekannt, dabei ist es eines der führenden Serviceunternehmen der Finanzindustrie. Mit einem breiten Angebot unterschiedlichster Servicelösungen versorgt FIS Finanzdienstleister, große Genossenschaftsbanken und örtliche Banken mit technischen Lösungen und Support. Die Serviceleistungen von FIS decken sämtliche Geschäfts- und Angebotsbereiche einer Bank ab und machen Finanztransaktionen einfacher, schneller und sicherer.

FIS bietet Komplettlösungen, aber auch Einzelangebote, wie eBanking, Scheckeinzugsverfahren oder Informationsdienste und Services, die mit speziell entwickelten Programmen Teilbereiche des bankinternen Kerngeschäfts abdecken. Im Großkundensegment versorgt der Konzern seine Kunden mit Programmen zur Scheck- und Kreditkartenverifikation, technischen Lösungen zu Abrechnungsverfahren, elektronischen Services zur Kontrolle laufender Transaktionen und einem Service, der die Transaktionen der Banken im Clearing-Netzwerk überwacht.

Das Unternehmen ist der größte Anbieter von Eigentumsversicherungs- und Abwicklungsdienstleistungen in den USA und baut seinen führenden Marktanteil im Segment gewerblicher Immobilien weiter aus. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen strategische Investitionen in seine digitale Plattform getätigt, indem es die Programme WireSafe und startSafe erweitert hat. Darüber hinaus wurden die Kerntechnologien und -integrationen für das Titelproduktionssystem verbessert und die automatisierten Funktionen für Titel und Underwriting weiterentwickelt.

Allerdings verlässt sich FIS nicht alleine auf organisches Wachstum, sondern setzt seit jeher auch auf strategische Übernahmen...

Montag, 28. September 2020

HelloFresh ist mehr als nur ein Corona-Profiteur. Aber auch ein gutes Investment?

Am Geschäftsmodell von HelloFresh gab es immer Zweifel. Das Versenden von Kochboxen kam nicht richtig in Tritt, die Aussicht auf Gewinne rückte in immer weitere Ferne und der Kurs stürzte kräftig ab, als sich Großaktionär Rocket Internet rigoros von seinen Anteilen trennte. Doch das ist Schnee von gestern.

Denn Corona hat dem inzwischen in den MDAX aufgestiegenen Unternehmen ungeheuer Auftrieb verschafft. Die Menschen bleiben öfter zuhause und verzichten auf Restaurantbesuche; wenn auch nicht mehr zwangsweise, wie während des Lockdowns. Essenslieferungen stehen daher hoch im Kurs. Pizzen und Fast Food sind allerdings nicht jedermanns Geschmack und da die Lust der Deutschen am Kochen ungebremst ist, kann sich hier HelloFresh mit seinen Kochboxen immer besser etablieren. Denn es erspart das lästige Einkaufen, das dank Corona noch weiniger Spaß macht, als ohnehin schon, und die Lebensmittel kommen frisch und abgewogen ins Haus. Des Weiteren kommen nicht die Lebensmittel ins Haus, sondern damit verbunden auch abwechslungsreiche Rezepte und Tipps rund ums Kochen.

Doch wie nachhaltig ist die Entwicklung, kann das Unternehmen auch ohne Corona-Unterstützung erfolgreich sein und lohnt sich die Aktie als Investment?

Börsenweisheit der Woche 39/2020

"Am Tiefpunkt zu verkaufen und somit nicht an der anschließenden Erholung teilzunehmen - das ist die Hauptsünde des Investierens. Die Fähigkeit zum Durchhalten erfordert die konsequente Einhaltung eines gut durchdachten Investmentansatzes; Kontrolle über Emotionen und ein Portfolio, das Kurseinbrüche übersteht."
(Howard Marks)

Samstag, 26. September 2020

Zurück in der Spur... Nynomic und Ringmetall

Die beiden Hidden Champions Nynomic und Ringmetall haben mich längere Zeit begleitet, aber ich habe bei beiden vor einiger Zeit die Reißleine gezogen, weil mir die Entwicklung nicht mehr gefallen hat. Vor allem makroökonomische Entwicklungen waren es mit entsprechend negativem Impact auf die Unternehmen und meinen Investmentcase. 

Mit meiner Einschätzung lag ich nur bedingt richtig, die Ereignisse fanden zwar statt, aber die negativen Auswirkungen hielten sich in Grenzen. Und inzwischen haben sich bei beiden Unternehmen die schwärzesten Wolken verzogen, so dass mein ursprünglicher Investmentcase wieder "on track" ist. Und dem entsprechend fanden beide Werte den Weg zurück auf meine Beobachtungsliste...

Donnerstag, 24. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Ist Moody’s Buffetts am meisten unterschätze Burggrabenaktie?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 107. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von knapp 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 fast in jedem einzelnen Jahr schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Auch im 2. Quartal des Jahres 2020 hat Buffett erneut kaum agiert an den Aktienmärkten und seine Turnoverrate lag erneut bei lediglich rund 1%. Buffetts Aktienportfolio enthielt Ende Juni 44 Werte, darunter einen neuen, und kam auf einen Wert von knapp $202 Mrd. Das ist deutlich mehr als Ende des 1. Quartals, als es bei $175 Mrd. stand, aber gegenüber dem Jahresstart von $242 Mrd. ist es dennoch weiterhin ein kräftiger Rücksetzer. Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass Buffett viele Positionen verringert oder ganz verkauft hat und sich im Gegenzug sein Cashbestand weiter in die Höhe geschraubt hat. Auf über $143 Mrd. inzwischen.

Buffetts Portfolio ist sehr fokussiert, denn seine fünf größten Positionen Apple, Bank of America, Coca Cola, American Express und Kraft Heinz bringen mehr als drei Viertel auf die Waage. Die weiterhin mit großem Abstand dominierende Depotposition ist Apple: nach knapp 30% Ende 2019 sind es nun über 44%. Durch den Kursanstieg und deutliche Verkäufe bei einigen Bankwerten (Wells Fargo, JPMorgan Chase, Goldman Sachs) liegen nun die Technologiewerte in Buffetts Depot klar vor den Finanzwerten. Zu diesen gehört auch die Ratingsagentur Moody's, die inzwischen Buffetts sechstgröße Position ist. Und trotz ihrer massiven Burggrabens und zweistelliger Wachstumsraten selten Beachtung findet. Wohl zu Unrecht...

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Apple, Berkshire Hathaway, Moody's befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 21. September 2020

Börsenweisheit der Woche 38/2020

"Eine notwendige Eigenschaft für Anleger ist emotionale Reife. Wenn man nicht weiß, wer man ist, ist die Börse ein teurer Ort, es herauszufinden."
(Adam Smith)

Sonntag, 20. September 2020

Kissigs Aktien Report: Grenke unter Beschuss: An- oder ausgeknockt?

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Samstag, 19. September 2020

Weshalb ich auf Stock-Picking setze und nicht in Fonds, Wikis oder ETFs investiere

Unter Stock-Picking versteht man das Investieren in einzelne Aktien und es ist die Grundlage der Strategien sowohl von Value Investoren als auch von Quality Investoren.

Durch gezieltes Investieren in Aktien einer bestimmten Gesellschaft, eines bestimmten Marktes oder Sektors wird eine überdurchschnittliche Rendite erwartet. Dabei ist der Grundgedanke, dass anhand einer fundamentalen Analyse der Kennzahlen eines Unternehmens und des Marktes, in dem es sich bewegt, diejenigen herausgefiltert werden können, die sich langfristig besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt bzw. ihr Vergleichsindex. Entweder aufgrund ihrer besonders attraktiven Bewertung oder wegen ihrer herausragenden Marktstellung, dem sog. ökonomischen Burggraben" (Engl.: "Moat"). Oder beidem.
»Die Kunst des Investierens in Aktiengesellschaften ist... einfach, zu einem vernünftigen Preis ein Unternehmen mit hervorragender Wirtschaftlichkeit und einem fähigen, ehrlichen Management zu erwerben. Danach brauchen Sie nur noch zu kontrollieren, ob diese Eigenschaften bewahrt werden.«
(Charlie Munger)
Das Stock-Picking steht damit in Konfrontation zu der Erkenntnis, dass die meisten Anleger schlechter abschneiden als der Markt. Auch und vor allem die Profis! Allerdings gibt es eine Reihe von Investoren, die über lange Zeiträume bessere Ergebnisse abliefern, wie Bernard Baruch, Warren Buffet, Benjamin Graham, Philip A. Fisher, Peter Lynch, George Soros, Charlie Munger, Walter Schloss oder John Templeton. Es kann also als erwiesen gelten, dass Stock-Picking erfolgreich ist - wenn man es denn richtig macht.

Freitag, 18. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt investiert mit Automatic Data Processing frühzeitig gegen den Trend

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 106. Portfoliocheck blicke ich wieder mal Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine „Börsenzauberformel“. Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.

Joel Greenblatts Gotham Capital ist breit diversifiziert und im 2. Quartal 2020 fanden sich 1.044 Positionen mit einem Gesamtwert von $3,3 Mrd. im Portfolio, darunter 209 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 23%. In Greenblatts breit gestreutem Portfolio haben die großen Technologiewerte inzwischen die ersten sechs Positionen inne. Apple führt mit gut 2,1%, es folgen Microsoft, Amazon, Alphabet, Facebook und Oracle. Aufgestockt hat er vor allem bei den Corona-Profiteuren Amazon, Microsoft, Facebook und Loewe’s und antizyklisch bei Automatic Data Processing, einem der weltweit führenden IT-Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf Human Ressources, das sich in den letzten Jahren auf einem stetigen Wachstumskurs befand, aber die coronabedingte Jobmisere voll zu spüren bekommt.

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Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Montag, 14. September 2020

Börsenweisheit der Woche 37/2020

"Die Annahme, der Kurs wisse es besser und habe immer Recht, ist und bleibt ein Irrglaube. Chancen am Aktienmarkt entstehen, weil Fakten falsch interpretiert werden, auf kurze Sicht oder auch über längere Zeiträume hinweg."
(Michael C. Kissig)

Freitag, 11. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Value Investor Chris Davis punktet mit der Bank of New York Mellon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 105. Portfoliocheck beschäftige ich mich mit Chris Davis, dessen familiengeführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der "Owners Earnings", das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Im zweiten Quartal kam Chris Daivs auf eine Turnoverrate von sechs Prozent. Im Bestand befanden sich 119 Unternehmen, darunter sieben Neuaufnahmen. Seine größten Positionen bleiben Alphabet und Amazon, aber zu seinen Top-Positionen gehört schon seit längerem die Bank of New York Mellon, deren Geschäftsmodell sich als besonders coronaresistent erweist...

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Alphabet, Amazon, Berkshire Hathaway  befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 8. September 2020

Kissigs Aktien Report: Dank Apple - Dow Jones Index im Wechselfieber mit Amgen, Honeywell und Salesforce

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Montag, 7. September 2020

Börsenweisheit der Woche 36/2020

"Baissephasen, vor denen Aktienbesitzer so viel Angst haben, verblassen im Kontext des Aufwärtstrends der Aktienrenditen."
(Jeremy S. Siegel)

Samstag, 5. September 2020

Game-Changer Niedrigzinsen: Auch Jeremy Grantham setzt jetzt auf Quality Investments

Jeremy Grantham ist eine Ikone des Value Investings und das nicht erst, seitdem er das Platzen dreier Aktienblasen korrekt vorhergesagt hat: die Blase am japanischen Aktien- und Immobilienmarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase 2001 sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt 2008 und die sich anschließende weltweite Kreditkrise. Anfang 2018 sagte er dann eine "scharfe Korrektur" innerhalb der nächsten 18 Monate voraus - und wir alle erinnern uns wohl noch an das heftige Kursgewitter im 2018er Schlussquartal. Grantham hat also schon ein besonderes Gespür für Aktien und ihre Bewertung...

Freitag, 4. September 2020

Kissigs Portfoliocheck: Daniel Loeb setzt verstärkt auf Qualitätswachstumswerte und jetzt auch auf Facebook

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 104. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die von ihm gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 36% verdient sich Daniel Loeb die Bezeichnung "aktivistischer Investor" redlich. Sein Portfoliowert erholte sich im 2. Quartal auf $7,3 Mrd., nachdem er zum Ende des 1. Quartals im Zuge des Corona-Crashs auf $6,3 Mrd. eingebrochen war; es enthielt nun 35 Aktienwerte, darunter 13 neue. Seine ehemals größte Position Baxter reduzierte Loeb um weitere zwei Drittel und der bisher zweitgrößte Wert Allergan ist komplett aus seinem Depot verschwunden. Die Spitzenpositionen nehmen nun Walt Disney, Amazon und Danaher ein. Neben seinem massiven Aufstocken bei Disney setzt Loeb nun auch ganz frisch auf Alibaba, JD.com und Facebook...

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Amazon, Danaher, Facebook befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Mittwoch, 2. September 2020

Rocket Internet sagt tschüß...

Es war ein wenig erfolgreiches Gastspiel von Rocket Internet an der Börse, jedenfalls aus Sicht der freien Aktionäre. Für Gründer und CEO Oliver Samwer sieht die Sache anders aus, denn er hatte den "Incubator" vor einigen Jahren an die Börse gebracht und das zu Kursen von €42,50.

Nun endet das Kapital Börse absehbar, denn Rocket Internet hat ein Delistingerwerbsangebot angekündigt und will sich von der Börse verabschieden. Der Angebotspreis soll beim gesetzlich vorgeschriebenen Mindestpreis von €18,57 liegen, der auf dem Durchschnittskurs der letzten sechs Monate basiert. Ein fairer Preis, könnte man meinen, aber der faire Wert je Aktie (NAV) liegt bei über €30 und daher erntet Samwer mit seinem "Angebot" deutlich Kritik. Zu Recht. Die Frage für Aktionäre ist allerdings, ob sie das zu erwartende Siechtum der Aktie erleiden sollten in Erhoffen eines satten Aufschlags oder ob sie nicht doch die spärliche Kollekte kassieren und woanders investieren. Auch für mich, denn ich bin seit einigen Wochen zum zweiten Mal bei Rocket Internet an Bord...

Kissigs Aktien Repot: Buffetts (un-) erklärliche Aktionen bei Airlines, Banken, Gold

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Dienstag, 1. September 2020

Investieren in Zeiten von Corona: Das Problem ist nicht das Problem

Das lesenswerte Blog "Bavarian Value" von Andreas Kuhn und Daniel Bleicher hat wieder einmal ein "Gaststar-Special" durchgeführt zum Thema "Investieren in Zeiten von Corona" und gerne habe ich einen Gastartikel verfasst.

Es wurde eine Geschichte über Fehler und Erfahrungen, aber auch über neue Risiken und Chancen. Und über Hypoport

Montag, 31. August 2020

Börsenweisheit der Woche 35/2020

"Die meisten Menschen sind zu unruhig, sie machen sich zu viele Sorgen. Erfolg bedeutet, sehr geduldig zu sein, aber aggressiv, wenn die Zeit reif ist."
(Charlie Munger)

Freitag, 28. August 2020

Kissigs Aktien Report: Tower-REITS: Auf diese Türme kann man bauen!

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Thema meines 12. Aktien Reports (vom 14.08.20): "Tower-REITS: Auf diese Türme kann man bauen!"

Donnerstag, 27. August 2020

Mein Lese-Tipp: "Warren Buffett. Das Leben ist wie ein Schneeball" von Alice Schroeder

Am 30. August 2020 feiert Warren Buffett seinen 90. Geburtstag und ich möchte euch aus diesem Anlass ein wirklich lesenswertes Buch vorstellen: seine Biographie.

Buffett predigt gerne aber er lebt auch vor, was er predigt. Und das ist sein Schlüssel zum Erfolg: bleibe bei dem, was du kennst und kannst, und beschränke dich auf deine Kompetenzen. "Das Leben ist wie ein Schneeball" ist ein wirklich tolles Buch über das Leben von Warren Buffett. Ausführlich wird sein Werdegang beschrieben vom Zeitungsausträger und Coke-Verkäufer bis zum "Orakel von Omaha", dem zeitweilig reichsten Menschen der Welt. Dabei kommen auch die Persönlichkeiten, die Buffett nachhaltig geprägt haben, nicht zu kurz, darunter Buffetts Vater, Buffetts Mentor Benjamin Graham und sein kongenialer Partner Charlie Munger bei Berkshire Hathaway.

Das Buch hat mich gefesselt, weil es sehr lebensnah geschrieben ist und das Gefühl vermittelt, man wäre an Warren Buffetts Seite und würde die jeweilige Situation live miterleben. Und natürlich kommen Warren Buffetts Grundsätze und seine Investitionsentscheidungen nicht zu kurz und man erlebt mit, wie er sich vom Zigarrenstummel-Investieren zum Quality Investing entwickelt. Sogar seine (wenigen) gravierenden Fehler werden beleuchtet und auch persönlich belastende Episoden, wie die Trennung von seiner ersten Frau oder die Vorgänge um die Investmentbank Salomon Brothers, bei der Buffetts Reputation maßgeblich zum Überleben der Firma beigetragen hat. Dabei lässt es die Autorin stets so aussehen, als wäre es ganz einfach, ebenso erfolgreich zu investieren wie Warren Buffett.

Von dem Umfang von mehr als 1.150 Seiten sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Im Gegenteil: das Werk ist so kurzweilig, dass es ruhig noch einige Seiten mehr hätten sein können. Und obwohl dieses Buch eine Biographie ist, ist es doch viel mehr noch ein Lehrbuch über das richtige und nachhaltige Investieren. Strong buy!

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Titel: "Das Leben ist wie ein Schneeball"
Autor: Alice Schroeder
Taschenbuch: 1.152 Seiten
Verlag: FinanzBuch Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898796027

Kissigs Portfoliocheck: Sky-Mutter Comcast ist Andreas Halvorsens zweite große Wette in den Streaming-Wars – neben Amazon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 103. Portfoliocheck schaue ich Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cups" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Halvorsen war auch im 2. Quartal wieder sehr aktiv und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 34% und zum Quartalsende hielt er 71 Positionen, darunter 22 neue. Auffällig ist, dass Halvorsen eine ganze Reihe von Unternehmen reduziert oder ganz aussortierte, die von den Corona-Entwicklungen Lockdown, Home Office und Social Distancing profitiert hatten. Spitzenreiter bleibt mit gut 7% Depotanteil Amazon, während sich Adaptive Biotechnologies den 2. Rang zurückerobert hat. Neue Nummer 3 ist nun Comcast, die Halvorsen im 2. Quartal nochmals kräftig aufgestockt hat.

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Adaptive Biotechnologies und Amazon befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 25. August 2020

Wie schlagen sich meine 2020er Nebenwerte-Favoriten DIC Asset, Funkwerk, Hypoport, MBB und Mutares bisher in der Corona-Krise?

Zum Jahresstart hatte ich meine 2020er Nebenwerte-Jahresfavoriten benannt, doch da standen die Corona-Pandemie, Lockdowns und Wirtschaftskollaps noch überhaupt nicht auf der Agenda. Während die Börsen vom schnellsten Einbruch aller Zeiten unmittelbar in die schnellste Erholung aller Zeiten gewechselt sind, verläuft die Entwicklung in der Realwirtschaft anders ab. Zwar zeigen auch dort die Stimmungsindikatoren und die Auftragslage, dass der Einbruch aufgrund des Lockdowns zum einem erheblichen Teil psychologischer Natur war, doch in einigen Branchen kann von Entwarnung noch keine Rede sein, z.B. im Maschinenbau, Autoherstellern, Touristik, Gewerbeimmobilien, Banken. Einerseits liegt der Export noch am Boden, weil die USA als Konjunkturlokomotive (noch) ausfallen, andererseits sorgen Staatshilfen dafür, dass viele negative Entwicklungen (noch) nicht in der Realwirtschaft angekommen sind. Dank Insolvenzaussetzung, Finanzspritzen für Unternehmen, Mieten- und Kreditmoratorium sowie Kurzarbeitergeld wurde bisher das Schlimmste verhindert. Doch diese Hilfen können nicht endlos gezahlt werden und sie können schon gar nicht die reale Wirtschaft ersetzen durch Staatsinterventionismus. Der Sozialismus ist schon mehrfach gescheitert, nicht nur in der Sowjetunion, auch in (Ost-) Deutschland.

In dieser Gemengelage müssen sich die Unternehmen zurecht finden, sich anpassen, um zu überleben. Andere kommen eher unbeschadet durch die Krise und einige profitieren sogar von den Corona-Folgen. Und so trifft es auch meine fünf Nebenwerte-Favoriten ganz unterschiedlich und bei meinem Blick zurück schaue ich, wie sich die Aktien von DIC Asset, Funkwerk, Hypoport, MBB und Mutares in 2020 bisher so gehalten haben...

Montag, 24. August 2020

Börsenweisheit der Woche 34/2020

"Weise Investoren setzen viel, wenn die Welt ihnen großartige Gelegenheiten bietet. Sie setzen viel, wenn die Chancen auf ihrer Seite sind. Den Rest der Zeit tun sie das nicht. So einfach ist das."
(Charlie Munger)

Sonntag, 23. August 2020

Sind Unternehmensanleihen eine Alternative zu Aktien? Oder vielleicht sogar mehr?

Oft bieten Unternehmensanleihen attraktive Zinskonditionen, jedenfalls verglichen mit den dürftigen Angeboten der öffentlichen Hand. Denn Bundesanleihen bringen inzwischen bisweilen sogar schon Negativrenditen und das Kapital wird durch die Inflation zusätzlich angeknabbert - eine negative Gesamtrendite ist die Folge.

Wer sich in ein Unternehmen einkauft, ist auch an dessen Gewinnen und Verlusten beteiligt. Am einfachsten geht dies bei börsennotierten Aktiengesellschaften über den Erwerb der entsprechenden Aktien an der Börse. Dabei muss sich die Aktienkursentwicklung nicht an der Entwicklung des Unternehmens orientieren, auf lange Sicht ist dies jedoch meistens der Fall. Und deshalb sollte man Geduld mitbringen und langfristig in ausgesuchte Top-Unternehmen investieren.

Doch auch bei der sorgfältigsten Auswahl kann es vorkommen, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät und vielleicht sogar Insolvenz anmelden muss; die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen uns das ja gerade explizit vor Augen. Hier ist einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Aktien und Unternehmensanleihen zu verorten: Aktionäre sind Eigentümer, Anleihebesitzer sind Gläubiger. Im Insolvenzfall erhalten zunächst die Gläubiger ihr Geld - oftmals nur anteilig zur Insolvenzquote - und nur wenn die Gläubiger vollständig bedient werden konnten, wird der verbliebene Restwert auf die Eigentümer verteilt. Das Risiko für den Investor ist also bei Aktien größer als bei Anleihen.

Samstag, 22. August 2020

Frank Sands kombiniert Value und Growth und setzt auf langfristiges profitables Wachstum

Frank Sands ist ein überaus erfolgreicher Investor und leitet die gleichnamige Anlagegesellschaft Sands Capital Management seit er sie 1992 gegründet hat – inzwischen gemeinsam mit seinem Sohn Frank Sands Jr. Dabei setzen sie bei Unternehmen auf langfristiges profitables Wachstum.

Der klassische Konflikt zwischen Value und Growth, also bei der Auswahl zwischen unterbewerteten Buchwert-Schnäppchen oder Wachstumsaktien, beschäftigt Frank Sands nicht. Er hält es hier wie Warren Buffett, der bereits vor vielen Jahren meinte, er sähe diesen Zwiespalt auch nicht mehr. Obwohl er zwischen beiden Ansätzen in seinen jungen Jahren auch eine strikte Trennung gesehen habe, sei er inzwischen längst der Auffassung, Wachstum sei ein Bestandteil des Value-Ansatzes und daher liege hier kein grundsätzlicher Konflikt vor, sondern man müsse jeweils den Einzelfall betrachten: ein Wachstumsunternehmen, das keinen nachhaltigen Wert schafft, ist kein gutes Investment. Ein Value-Unternehmen ohne Wachstum reduziert das Anlagespektrum auf die berühmten Zigarrenstummel nach Benjamin Graham. Frank Sands hingegen bevorzugt, wie auch Buffett, Unternehmen mit solidem Wachstum zu einem attraktiven Preis.

Freitag, 21. August 2020

Benjamin Graham mahnt uns zu Geduld, denn sie ist die oberste Tugend des Investors!

Beim Kauf von Aktien das richtige Timing zu erwischen, ist fast unmöglich. Daher sollte man es gar nicht erst versuchen. Ist man von einem Unternehmen überzeugt und bekommt man die Aktien zu einem guten Preis, sollte man zugreifen. Und die Aktien halten, auch wenn der Kurs erst einmal fällt. Hat man Aktien erworben, ist man nämlich darauf angewiesen, dass andere ihren Wert erkennen und ebenfalls kaufen. Sonst steigen die Aktienkurse ja nicht, da sie auf Angebot und Nachfrage basieren. Man kann aber nicht beeinflussen, ob und wann andere Anleger den wahren Wert des Unternehmens erkennen und dessen Aktien kaufen. Daher sollte man seine eigene Einschätzung nicht vom Aktienkurs abhängig machen und auch nicht nervös werden, wenn der Kurs einige Zeit - manchmal Jahre - benötigt, um auf seinen fairen Wert zu steigen.
»Geduld ist die oberste Tugend des Investors.«
(Benjamin Graham)
Der üblichste Fehler der Anleger ist es, heißen Nachrichten und anspringenden Kursen hinterherzulaufen. Aber das funktioniert nicht, denn damit bezahlt man nur die Kursgewinne der anderen. Denn nachdem der Kurs einen Luftsprung gemacht hat, konsolidiert er meist eine Weile. Und die Anleger, die nur wegen der heißen Nachrichten in die Aktien gestürmt sind, kriegen kalte Füße, sobald die Kurse nicht weiter ansteigen und verkaufen wieder. Nicht selten mit Verlust.