Mittwoch, 17. August 2016

Was ist... eine Berichtigungsaktie?

Berichtigungsaktien gibt ein Unternehmen an seine Aktionäre aus, wenn es eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vornimmt. Bei diesem "Aktiensplit" werden Rücklagen in Eigenkapital umgewandelt und an die bisherigen Aktionäre im Verhältnis ihres Anteils am Eigenkapital ausgegeben.

Bei diesem Vorgang ändern sich weder das Vermögen noch die Kapitalausstattung der Gesellschaft - bilanzrechtlich handelt es sich um einen Passivtausch.

Für den Aktionär ändert sich an seiner Vermögensposition nichts: nach Ausgabe der Berichtigungsaktien hat er zwar mehr Aktien als zuvor, diese notieren aber niedriger, denn der Wert des Unternehmens hat sich ja nicht verändert, da - anders als bei einer "normalen" Kapitalerhöhung - ja kein frisches (zusätzliches) Geld in das Unternehmen geflossen ist. Der Aktienkurs passt sich also der neuen Aktienanzahl durch ein verringertes Kursniveau an.

Beispiel: bei der Ausgabe von Berichtigungsaktien im Verhältnis 1:2 erhält jeder Aktionär zu seiner einen Aktie zwei neue hinzu, so dass sich seine Aktienanzahl verdreifacht. Rechnerisch wäre jede Aktie somit noch ein Drittel der alten Akte wert und der Börsenkurs am ersten Handelstag nach dem Split dürfte auf diesem verminderten Niveau starten.

Ein Aktiensplit wird zumeist dann durchgeführt, wenn der Aktienkurs optisch zu teuer geworden ist. Des Weiteren erhofft man sich durch den Split einen höheren Börsenumsatz und eine Steigerung der Attraktivität der Aktien aufgrund des günstigeren Kurses.

>>> weiterführender Artikel zu Berichtigungsaktien

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