Sonntag, 18. September 2016

Starbucks bleibt weiter heiß und die Aussichten alles andere als trübe

Es gibt Unternehmen, die wie ein Uhrwerk schnurren, vor sich hin wachsen und erfolgreich ihre Geschäfte tätigen, die sich von den Wirrungen der Ökonomie und der Konjunktur nur bedingt beeindrucken lassen. Dies sind die Unternehmen, die Warren Buffett liebt, wenn sie verlässlich gute Zahlen abliefern, stabile und prognostizierbare Cashflows, aus denen sie ihr Business finanzieren können und die Dividenden für die Aktionäre und am besten noch Aktienrückkäufe. Und da diese Qualitäten gesucht sind, sind es auch die Aktien dieser Unternehmen und entsprechend hoch bewertet sind sie. Für Value-Anleger sind sie damit meist zu teuer, für Anhänger von Benjamin Graham auf jeden Fall. Denn dieser setzte stets auf unterbewertete Schnäppchen. Warren Buffett hingegen setzt auf Qualität und ist bereit, dafür auch einen höheren Preis zu zahlen.

»Es ist besser, ein hervorragendes Unternehmen zu einem guten Preis zu kaufen, als ein gutes Unternehmen zu einem hervorragenden Preis.«
(Warren Buffett)

Und das führt uns zu Starbucks, die ich schon öfter hier vorgestellt und als langfristiges Investment empfohlen habe. Eine Aktie, die 2015 herausragend performte, in diesem Jahr aber bisher nicht an gewohnte Kurserfolge anknüpfen kann. Ein Unternehmen, das Warren Buffett nicht in seinem Portfolio hat, und das mit einem erwarteten 2017er KGV von 25 höher bewertet ist als Durchschnittsaktien. Eine Aktie also, die besonders anfällig ist für konjunkturelle Turbulenzen, einen starken Dollar, chinesische Irritationen - und damit reif ist für einen Kursabsturz. Eigentlich. Denn Starbucks ist anders.

Als Aktionär freut man sich über schöne Zahlen und Erfolge der Vergangenheit, doch der Blick ist natürlich auf die Zukunft gerichtet. Und angesichts der Unsicherheiten an den Märkten und der doch bereits üppigen Bewertung der Starbucks-Aktien stellt sich natürlich die Frage, ob diese durch künftiges hohes Wachstum im operativen Bereich gerechtfertigt ist. Alkohol und Snacks sind einige der erfolgversprechenden Wachstumstreiber, dazu gesellen sich die unter dem Namen "Verismo" verkauften Kaffeemaschinen für Kaffeekapseln sowie das zunehmende Angebot von Starbucks-Produkten in Supermärkten und Tankstellen. Starbucks ist hierbei hochpreisig (und hochmargig!), aber man verkauft eben nicht nur Kaffee, sondern vor allem ein Lebensgefühl.


 Starbucks Corp. (Quelle: finanzen.net) 
Die zweitgrößte Restaurantkette der USA
Der Kaffeehausbetreiber ist inzwischen die zweitgrößte Restaurantkette der USA und hat sich zwischen die nun drittplatzierte Subway's und den schwächelnden Platzhirschen McDonald's geschoben. Nun ist Größe nicht alles, aber Starbucks verdankt seinen Aufstieg seinem starken Wachstum, nicht (nur) der Schwäche der Konkurrenten.

Starkes, profitables Wachstum
Starbucks verfügt über einen ökonomischen Burggraben und damit über die Preissetzungsmacht. Während Konkurrenten Kunden über Rabatte locken, rennen diese Starbucks die Türen ein. Nicht trotz der angehobenen Preise, sondern eben weil diese angehoben wurden. Weil Starbucks es geschafft hat, mehr zu sein als ein Kaffeeausschenker: Starbucks ist zum „Third Place“ geworden, zum dritten Platz, an dem sich Menschen aufhalten neben ihrem Zuhause und ihrem Arbeitsplatz. Starbucks verkauft Lifestyle, ein Lebensgefühl und daher spielt der Preis seiner Produkte für die Kunden nicht die entscheidende Rolle wie Mc Donald‘s oder Burger King.

Starbucks-Kaffee-Pads für Nespresso-Maschinen
Der Kaffeehausgigant möchte den nächsten Schalter auf Wachstum umlegen und startet in Europa mit eigenen Starbucks-Kaffee-Pads für Nespresso-Maschinen. Starbucks bietet weltweit hochpreisigen Kaffee (und mehr) an man hat festgestellt, dass sehr viele Starbucks-Kunden zuhause eine Nespresso-Maschine hätten. Die ebenfalls mit ihren Pads das Hochpreissegment bedienen. Um den perfekten Starbucks-Genuss auch zuhause bieten zu können, hat Starbucks sich viel Zeit gelassen, genauer gesagt gut zwei Jahre. Und erst jetzt ist man mit dem Ergebnis so zufrieden, dass man die Kaffee-Pads den Kunden anbieten mag. Obwohl Starbucks die mit Abstand meisten Kunden in den USA hat, startet man mit dem neuen Produkt in Europa. Was merkwürdig klingt, hat einen profanen Hintergrund, denn die Top-Fünf der Kaffee-konsumierenden Staaten sind die Niederlande, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland. Und hier liegt der Anteil der "Ein-Portionen-Kaffee-Maschinen" am Gesamtverbrauch bei rund 40%, so dass Starbucks sich einem riesigen, noch völlig unerschlossenen, Markt gegenüber sieht, den man nun erobern will.

Tee-Kooperation mit Anheuser-Busch InBev
Zuletzt ging man eine Kooperation mit dem weltgrößten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev ein, um künftig beim Vertrieb von Fertiggetränken der Tee-Tochter Teavana zusammenzuarbeiten und hier ähnliche Erfolge zu erzielen, wie bei den Kaffeefertiggetränken. Der Markt für trinkfertige Tees habe in den USA ein Volumen von $1,1 Mrd. pro Jahr und wachse mit durchschnittlich 10 Prozent.

Tee-Offensive in Asien
Darüber hinaus startet Starbucks eine Tee-Offensive in China bzw. der Asien-Pazifik-Region. Dort sollen in mehr als 6.200 Starbucks-Läden speziell auf den dortigen Teegeschmack zugeschnittene Angebote lanciert werden. Vom globalen Tee-Markt, der rund $125 Mrd. ausmacht (auf China alleine entfallen hiervon $9,5 Mrd.), will sich Starbucks so bis Ende 2020 Tee-Umsätze von $3 Mrd. abschneiden.

Starbucks-Geschenkkarte ist ein Hit
Darüber hinaus ist die Starbucks-Geschenkkarte zu dem Top-Weihnachtsgeschenk avanciert. Denn nachdem bereits im Vorjahr jeder siebte Amerikaner eine solche Starbucks-Geschenkkarte auf dem Gabentisch fand, war es 2015 bereits jeder sechste. Für Starbucks ist das Beste daran, dass man das Geld bereits eingenommen hat, egal, ob die Karten auch wirklich eingelöst werden.

Die Marke Starbucks ist der Burggraben
Das Snack-Angebot ist mit 20% Zuwachs einer der Wachstumstreiber. Hier steckt noch eine Menge Potenzial drin, allerdings kein endloses, denn Starbucks wird keine reinrassige Restaurantkette werden, die auf eigene Küchen setzt. Das ausgeweitete Angebot an Bier und Wein wird von den Kunden gut angenommen und füllt die Läden in der Nachmittags- und Abendzeit. Auch hiermit unterstreicht Starbucks seinen Anspruch, der "Third Place" zu sein, und Starbucks ist es gelungen, seine Marke zum Statussymbol zu machen, zur Coca Cola des Kaffees. Auch wenn andere Ketten das Konzept kopieren wollen, werden sie es sehr schwer haben, Starbucks hier Paroli zu bieten. Asien wächst rasant Und dann ist da noch China. Hier trinken die Leute durchschnittlich drei Tassen Kaffee - pro Jahr. Mit mehr Ladenlokalen kann Starbucks den wachsenden Kaffeedurst der Chinesen bedienen und das Wachstum speist sich aus mehr Filialen und höherem Kaffeekonsum pro Gast. Und auch in Indien, dem Teetrinker-Paradies, legt der Kaffeedurst stark zu.

Mobiler Kaffeegenuss
Ein weiterer Wachstumstreiber ist die Starbucks-App. Nun kann man natürlich keinen Kaffe durch sein iPhone trinken, aber die App ist dennoch ein echter Wachstumstreiber für Starbucks. Denn die Stoßzeit bei Starbucks liegt am frühen Morgen, wenn sich sogar Schlangen an den Tresen bilden, weil die Menschen ihren Coffee-to-go bei Starbucks ordern auf dem Weg zur Arbeit. Da das Bestellen, Zubereiten und Bezahlen einige Zeit in Anspruch nimmt, hat Starbucks eine App kreiert, mittels derer die Kunden ihren Kaffee und die sonstigen Starbucks-Angebote bequem vorab ordern und bezahlen können und diese dann nur noch in der Filiale abholen müssen. Die Wartezeiten reduzieren sich hierdurch enorm und es gelingt Starbucks auf diese Weise, selbst die bereits unter Volllast laufenden Geschäftszeiten nochmals viel besser auszunutzen. Und dabei verringert sich noch die Gefahr, dass Kunden aufgrund der langen Wartezeiten genervt sind und ggf. zur Konkurrenz abwandern.

Starbucks ist innovativ
Nicht unterschätzen darf man die Innovationskraft des Managements. Denn Starbucks hat nicht einfach nur ein Konzept, das weltweit kopiert wird und überall den gleich hohen Wiedererkennungswert bietet. Starbucks ist kein McDonald's! Starbucks testet neue Wege, nicht nur mit der individuellen Gestaltung seiner Läden, die sich auch schon mal stark ins heimatliche Kolorit einpassen und wie ein Shinto-Schrein daherkommen. Natürlich mit der gut sichtbaren grün-weißen Starbucks-Nixe am Eingang. Darüber hinaus werden ständig neue Dinge ausprobiert, wie die das Bier- und Weinangebot am Abend, die jüngst gestartete Edelkaffeehauskette "Starbucks Reserve Roastery and Tasting Room", mit der das höherpreisige Segment angesprochen werden soll oder die kleinen 25-Quadratmeter-Shops in New York, die für zusätzlichen Absatz sorgen, ohne die großen Läden zu kanibalisieren. Oder die Kooperation mit Spotify, dem angesagten Musik-Streaming-Dienst, der nun sogar in das Starbucks-Stars-Programm aufgenommen wurde. Diese neuen Ideen halten Starbucks am Leben, bieten den Kunden immer wieder etwas Neues, ohne das Bewährte in den Hintergrund zu drücken.

Und wenn eine der neuen Ideen nicht zündet, dann wird sie ebenso schnell wieder beerdigt. Wie das kurzzeitige Engagement bei der Bäckereikette "la Boulange". Das Konzept mit den eigenen Läden hat sich nicht ausgezahlt, die Erwartungen, die mit der Übernahme verbunden waren, sich nicht erfüllt. Und der Zopf schnell abgeschnitten und sich erfolgversprechenderen Überlegungen zugewandt.

Es gibt auch Schattenseiten
Ende November 2015 markierte der Aktienkurs bei knapp über €59 sein Allzeithoch, bevor es unter Schwankungen bergab ging. Aktuell notiert die Aktie bei gut €48 und damit mehr als 15% niedriger. Und das hat natürlich Gründe, die vor allem in wachsenden Bedenken hinsichtlich der weiteren Wachstumsaussichten begründet sind. Denn die Zahlen zum zweiten Quartal 2016 lagen deutlich unter den Analystenerwartungen und das lastet seitdem auf dem Kurs. Insbesondere im stärksten Markt, den USA, verlangsamte sich das Wachstum. Nicht, dass es einen Rückgang gegeben hätte, nur weniger rasante Zuwächse. So stiegen die "Same-Store-Sales" nur noch um 4%, während die Anzahl der Filialen um 8% wuchs. Was nichts anders heißt, als dass die Stores, die mindestens schon seit 13 Monaten bestehen, ein Wachstum von 4% hingelegt haben. Das wiederum zeigt, dass die Wachstumsstory völlig intakt ist, denn die USA befinden sich in einer Rezession, auch wenn das Wort noch niemand in den Mund nimmt. Fallendes Wachstum, hohe Arbeitslosenzahlen, überall aufkommende Konjunktursorgen. Und dennoch kann Starbucks aus seinen "alten" Läden immer noch mehr Umsatz und Gewinn herausholen. Und man wächst auch über die neu hinzukommenden Läden; alleine in China sollen ja in den nächsten 5 Jahren jährlich 500 weitere Shops hinzukommen. Wachstumssorgen? Wohl eher nicht angebracht, auch wenn die Same-Store-Sales im entsprechenden Vorjahresquartal noch um 7% zugelegt hatten. Insgesamt stieg der Starbucks-Umsatz im zweiten Quartal um 7% auf $5,24 Mrd.- beeindruckend, wenn auch unterhalb der Analstenerwartungen von $5,35 Mrd.

Des Weiteren gab es Verstimmungen, weil Starbucks die Bedingungen für sein Loyality-Programm verändert hat. Anstatt wie bisher die Anzahl der Besuche zu belohnen, wird nun auf den dabei erzielten Umsatz abgestellt. Wer viel Umsatz macht, bekommt viele Punkte. Das führt natürlich bei Kunden, die nur einen simplen Kaffee trinken, zu Unmut, denn sie erhalten künftig viel weniger Punkte. Aber das ist für Starbucks langfristig genau der richtige Weg, denn die Filialen (vor allem in den USA) platzen ja zu Spitzenzeiten aus allen Nähten. Und als "Third Place" ist Starbucks daran gelegen, dass in den Verweildauern möglichst viel Umsatz gemacht wird. Wie bei jeder Änderungen gibt  es Verlierer und Profiteure. Die Kunden, die viel in die Starbucks-Kassen spülen, werden künftig stärker belohnt. Und das wird sich für Starbucks schlussendlich auszahlen, wenn sich die erste Empörung etwas gelegt hat. Und auch die Kunden, die aus Protest nun die Läden gemieden haben, werden wieder zurückkehren.

Meine Einschätzung
All diese Faktoren machen Starbucks nicht immun gegen eine Rezession oder einschneidende Ereignisse, wie die Terroranschläge in Paris, aber sie zeigen auf, dass es Starbucks immer wieder gelingt, sich anzupassen. Und zwar schneller und besser als die Konkurrenz. Weil der Kunde im Mittelpunkt steht, nicht das Produkt alleine. Und daher sind Starbucks-Aktien auch bei einer absolut betrachteten hohen Bewertung ein Top-Pick, der Top-Pick im Restaurant-Sektor. Denn relativ gesehen, also im Verhältnis zum Wachstum, liegt die Bewertung dieses schnell wachsenden Unternehmens im fairen Bereich.

Und da schließt sich wieder der Kreis zu Warren Buffett, der ein solches Unternehmen eigentlich kaufen müsste, weil alle seine Kriterien für ein Quality Investment erfüllt sind. Insbesondere auch eine attraktive Dividendenrendite, denn Starbucks hatte vor einigen Monaten die vierteljährliche Ausschüttung von $0,16 auf $0,20 angehoben, also um 25 Prozentpunkte. Das macht auf das Jahr gerechnet 1,5%, nicht unbedingt üppig, aber auch nicht niedrig für einen Wachstumswert. Und der hohe Free-Cashflow dürfte dafür sorgen, dass Starbucks die Dividende weiterhin deutlich anheben wird in den nächsten Jahren.

Doch der eigentliche Grund dafür Starbucks-Aktien zu kaufen, liegt natürlich in seinem profitablen Wachstum, das mit durchschnittlichen 18% jährlich erwartet wird. Insbesondere in China wird die Musik spielen, denn der starke Dollar sorgt hier nicht für schlechte Ergebnisse, sondern vor allem dafür, dass es für Starbucks immer günstiger wird, neue Läden zu eröffnen. Und Starbucks-CEO Howard Schultz spricht bereits offen davon, dass China irgendwann die USA als wichtigsten Markt ablösen dürfte. 500 neue Shops pro Jahr sind ein ambitioniertes Wachstumstempo und Anleger haben die Chance, dieses Qualitätsunternehmen auf seinem Weg zu begleiten. Als Mitinhaber und damit Profiteur.

Starbucks befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot

Kommentare:

  1. Hallo Michael

    Ich glaube dass Buffet nach wie vor eine ausreichende Margin of safety fehlt.
    Sollte ein Crash (> -30%) kommen, könnte er zuschlagen...
    Sofern kein anderes, großes Unternehmen bessere Aussichten bietet oder er und Charlie etwas an der Qualität von Starbucks zu beanstanden hätten.
    Die Marktkapitalisierung wäre ja ausreichend...

    MfG
    Alex

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  2. Danke für deine interessante Sicht Michael. Ich halte Starbucks seit 2013, doch seit einigen Monaten überlege ich meine Position zu reduzieren oder sogar abzustoßen. Die Wachstumspläne sind zwar vielversprechend, aber ich spüre sogar in Hamburg wie der einst versprühte Flair von Starbucks nicht mehr so zieht, weil er gerne und viel kopiert wird. Campussuite, Coffe Fellows, Costa und wie sie alle heißen. Tchibo will neuerdings auch in die Richtung. Und mein Liebling ist sowieso Balzac. Ich sitze eigentlich nie mehr bei Starbucks. Und wenn es hier so einfach ist Starbucks das Leben schwer zu machen, kann es in anderen Märkten auch passieren. Ich vermute daher die Wachstumsstory wird in 1-2 Jahren stagnieren. Es ist eben nur Kaffee, kein Geheimrezept wie bei Cola.

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    1. Moin Christoph,
      in Deutschland hat Starbucks seit jeher einen schweren Stand. Ich bin mal gespannt, wie die Kooperation mit REWE sich anlässt (Starbucks will ja Shops in ausgewählten REWE-Märkten aufmachen). Starbucks Hauptmarkt sind die USA und danach China. Dort spielt die Musik, daher kommt das Wachstum. Die kleinen individuellen Cafés in Deutschland haben da wenig Einfluss. Interessanter ist, dass Starbucks mit seinen Produkten (und seinem Namen) in die Supermärkte drängt und auch für Nespresso-Maschinen Kapseln anbieten wird. Die enormen Gewinnspannen kann Balzac nicht bieten. Daher denke ich, dass Starbucks seine besten Zeiten noch vor sich hat.

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    2. Hi,
      Genau das selbe wollte ich auch gerade schreiben. Ich bin nämlich zurzeit gerade in den USA und Starbucks ist nicht vergleichbar mit DE. Die haben hier nicht viele Bäckereien oder ähnliches...Die haben hier sogar drive thru s, was ich bisher nicht wusste und die stehen frühs Schlange mit den Autos nur um einen Kaffee oder ähnliches zu bekommen...In Deutschland wars eigentlich bisher so, dass es eher ein Trend war/ist, hier in den USA ist es völlig anders. In New York ist ca alle 300m ein Starbucks und in Dallas fährt man mal auch gerne mit dem Auto dahin, nur weil man Bock auf einen Kaffee, eistee oder ähnliches hat.

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    3. Das glaub ich dir, aber wo sind die Markteintrittsbarrieren? Und was spricht dafür, dass es in chinesischen Metropolen ähnlich wie von dir beschrieben wird? Für mich noch etwas spekulativ, weil der Kaffee auch andernorts sehr gut schmeckt.

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  3. Der Artikel verschafft einen guten Überblick über die momentane Ausgangssituation von Starbucks.
    Was wieder fehlt ist eine rechnerische Darlegung, warum Starbucks Deiner Meinung nach fair bewertet ist.
    Zitat: "Denn relativ gesehen, also im Verhältnis zum Wachstum, liegt die Bewertung dieses schnell wachsenden Unternehmens im fairen Bereich."
    Mit welchen Zahlen kalkulierst Du hier?
    Auch die 18 %-ige Steigerung scheint mir etwas hoch. Reden wir hier von Gewinnwachstum? Auf wieviel Jahre ist diese Steigerung angesetzt?
    Zitat:"Doch der eigentliche Grund dafür Starbucks-Aktien zu kaufen, liegt natürlich in seinem profitablen Wachstum, das mit durchschnittlichen 18% jährlich erwartet wird"
    Ich habe Starbucks ein wenig durchkalkuliert und würde auf einen fairen Wert von ca. 50 USD kommen, also momentan ca. 7,5 % zu teuer und ohne die Sicherheitsmarge von dem hier oft zitierten Buffett.


    Ahoj
    ZaVodou

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  4. Sehr gut geschriebener, aufwändiger Artikel!
    Was mir auch gut gefallen würde, wäre, wenn man zum besseren Vergleich der genannten Quartalszahlen die 2015er Umsatz-/Ergebniszahlen auch lesen könnte und die 2016er Schätzungen. Wenn man dazu noch die Börsenkapitalisierung schreibt, kann man sich (aus meiner Sicht) ein besseres Bild machen.

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  5. Ich weiß nicht wie es bei Dir ist, oder bei vielen anderen hier, aber wenn ich mit Kollegen Kaffee trinken möchte, dann gehen wir nicht zum Tschibo, oder zum Starbucks oder zum Lidl (bietet neuerlich auch Kaffee an) - sondern wir gehen zu einem regionalen, eventuell kleineren Kaffee"kette".

    Die Investitionen von Starbucks, mehrere Standorte zu öffnen ist Fluch und Segen zu gleich. Der Gedanke ist schon richtig, aber die ganzen vielen Standorte, vor allem hier in Deutschland (wie es in den USA ist, weiß ich nicht), machen die Marke - das wichtige Lebensgefühl "Starbucks" - kaputt. Es ist nichts besonderes. Der Kaffee, die Atmosphäre ist gleich wie bei den anderen Anbietern von Kaffee.

    Das Unternehmen ist toll, erwirtschaftet tolle Gewinne, wird nicht untergehen und steht auch nicht vor dem Kollaps, aber ein KGV von 25 ist nicht gerechtfertigt m.E.

    Es wird zeigen wohin die Reise langfristig geht mit Starbucks.

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