Mittwoch, 23. August 2017

Investor-Update | Mein Dividendendepot: Einige BDCs und ein REIT

In meinen Investor-Updates notiere ich in unregelmäßigen Abständen aktuelle Einschätzungen zu Unternehmen meiner Empfehlungsliste und wie sich diese ggf. auf mein Investment-Portfolio ausgewirkt haben. Darüber hinaus auch zu Unternehmen, die ich noch nicht hier im Blog vorgestellt habe, die sich jedoch in meinem Depot befinden.

Heute gibt es eine Sonderausgabe, da ich mich ausschließlich mit den Werte befasse, die in meinem Dividenden-Depot liegen. Das sind bis auf eine Ausnahme BDCs (Business Development Companies), denn diese weisen nicht selten zweistellige Dividendenrenditen auf.

»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
(Warren Buffett)

Was ist ein REIT?
Real-Investment-Trusts sind Kapitalsammelstellen für Immobilieninvestments. Sie erzielen ihre Gewinne aus der Vermietung und Verpachtung eigener Immobilien und Grundstücke, aus Zinsgewinnen sowie aus Gewinnen bei der Veräußerung von Immobilien. Börsennotierte REITs haben gegenüber Investmentfonds den Vorteil, dass man ihre Anteile jederzeit handeln kann, ohne dass dies ggf. zulasten der Liquidität des REITs geht. Bei Immobilienfonds besteht hingegen die Gefahr, dass ein zu starker Mittelabfluss zu einem Auszahlungsstopp führt, weil das Geld ja in Immobilien investiert ist und erst dann zur Auszahlung zur Verfügung steht, wenn ggf. Immobilien veräußert wurden. Deshalb lieber Finger weg von (offenen) Immobilienfonds!

Was ist eine BDC?
Ausführlich hatte ich das Investmentmodell der BDCs in meinem Artikel "Dividendeninvestoren setzen auf Business Development Companies" vorgestellt, daher an dieser Stelle nur eine kurze Zusammenfassung: Eine Business Development Company ist ein in den USA tätiger Finanzinvestor für kleine und mittlere nicht-börsennotierte Unternehmen. BDCs vergeben ihre Mittel traditionell an kleinere und weniger beachtete Unternehmen, die eine geringere Bonität aufweisen und daher auch höhere Finanzierungskosten akzeptieren (müssen). Diese Unternehmen können sich nicht so leicht über Anleihen und/oder Bankkredite finanzieren und greifen daher gerne auf Eigen- oder Fremdkapitalgaben von BDCs zurück. Ein wesentliches Merkmal einer BDC ist, dass sie selbst börsennotiert ist und somit Anlegern die Möglichkeit bietet, sich über den Kauf von Aktien der BDC an dem ansonsten eher schwer zugänglichen Markt der privaten Unternehmenskredite und Venture Capital Finanzierungen zu beteiligen. BDCs unterliegen strengen Regularien; sie müssen sich als BDC registrieren lassen und dazu ist erforderlich, dass sie die Voraussetzungen des Investment Company Act von 1940 erfüllen bzw. einer speziell für BDCs im Jahr 1980 geschaffenen Ergänzung. Der US-Kongress wollte nämlich jungen, aufstrebenden Firmen dabei helfen, die nötigen Finanzmittel zu erhalten. Die meisten BDCs wählen aus steuerlichen Gründen die Form der "Regulierten Investment Company" (RIC) und eine Konsequenz hieraus ist, dass sie mindestens 90% ihrer steuerrelevanten Gewinne ("Taxable Income") an ihre Anteilseigner ausschütten müssen. Hier sind sie mit den inzwischen auch in Deutschland bekannten REITs (Real-Investment-Trust) vergleichbar.

Erste Schritte...
Meine ersten Erfahrungen im "BDC-Universum" habe ich mit KCAP Financial (KCAP), TICC Capital (TICC) und Triangle Capital (TCAP) gesammelt - und mit allen nicht wirklich Geld verdient. Bei KCAP verbuchte ich ein Minus von 17%, bei TICC ein Plus von 3,5% und bei TCAP schloss ich auch nur leicht im positiven Bereich ab - die Dividendenzahlungen jeweils schon eingerechnet. Bei KCAP und TICC hatte ich noch sehr konsequent die Reißleine gezogen, als sich die Geschäftsaussichten zunehmend eintrübten. An TCAP habe ich hingegen viel zu lange festgehalten. Ich dachte immer "nicht auch noch TCAP"... Doch wir wissen ja alle, dass Hoffen und Wünschen keine guten Grundlage an der Börse sind. Letztlich habe ich TCAP dann doch verkauft, nachdem ich dem Verfall (zu) lange zugesehen hatte. Dummer Fehler.

Und doch waren meine hierbei gemachten Erfahrungen ihr Geld wert und so gesehen gut investiertes Lehrgeld! Denn ich lernte, worauf man bei BDCs achten muss; eine Lernkurve, die viele erst hinter sich bringen müssen. Denn es geht nicht zuvorderst und die Höhe der Dividendenrendite, sondern vor allem ob das Net Investment Income (NII) die Dividendenausschüttungen deckt und ob bei den zugrundeliegenden Investments und Krediten der BDC Schieflagen und damit Abwertungen zu erwarten sind. Beide Punkte sind elementar, um bewerten zu können, ob die ausgeschütteten Dividenden verdient wurden oder ob sie zu Lasten der Substanz gehen. Und somit künftig sinkende Dividendenausschüttungen und/oder sinkende Aktienkurse zu befürchten sind. Die Nachhaltigkeit der Dividendenausschüttungen ist der Dreh- und Angelpunkt bei der Bewertung von und beim Investieren in BDCs. Auch hier wie überhaupt gelten die Grundregeln des Value Investings nach Benjamin Graham und man sollte, nein muss!, zuerst auf das Risiko schauen und erst dann auf die möglichen Renditen.

»Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht.«
(Benjamin Graham)

Mit meinen beiden zuletzt getätigten BDC-Investments läuft es sehr viel besser. Was nicht nur an der höheren Qualität von Main Street Capital und Gladstone Capital liegt, sondern natürlich auch daran, dass ich beide über den Jahreswechsel 2015/2016 kaufte, als die Börsen kurzzeitig in ein Tal der Tränen abrutschten und beide BDCs aufgrund überbordender Ängste über ihre vermeintlich zu starke Abhängigkeit von der US-Öl- und Gas-Schieferbranche zu irrationalen Ausverkaufspreisen einzusammeln waren. Ich folgte bei meinen beiden Käufen den Value-Investing-Grundsätzen Warren Buffetts, der uns lehrt:

»Kurseinbrüche sind Kaufgelegenheiten, keine Verkaufsgelegenheiten. Denn bei Panik werden auch gute und solide Unternehmen ausverkauft. (...) Die Börse ist ein Orientierungspunkt, ob Investoren zu Dummheiten bereit sind. Wenn wir Aktien kaufen, investieren wir in Unternehmen.«
(Warren Buffett)

Und das tat ich. Denn auch wenn bei Dividendentiteln der Fokus stark auf den Dividendenausschüttungen liegt, sind auch die Kussteigerungspotenziale nicht außer Acht zu lassen. Auch bei High-Yield-Investments liegt der Gewinn im Einkauf. Und auch wenn die Trump-Rallye neben Finanztiteln auch den BDC-Sektor in die Höhe katapultiert hat, so dass im Frühjahr kaum noch eine BDC unterhalb ihres NAVs notierte, so haben die sich anschließenden Kursverluste - und natürlich der Rückgang des Dollars - in diesem Sektor wieder einige Chancen eröffnet. Auch wenn die Potenziale auf der aktuellen Bewertungsbasis nicht in den Himmel reichen. Das eine oder andere attraktive Dividendeninvestment dürfte schon (wieder) zu finden sein.

In den folgenden Artikeln werden ich daher die in meinem Depot befindlichen Unternehmen näher vorstellen. Doch so viel sei schon jetzt verraten: es handelt sich um:


Kommentare:

  1. Hallo Michael,

    bis vor Kurzem kannte ich keine BDC's, REIT's waren mir geläufig und ich habe nun selber PSA im Depot.
    Beim Finanzwesir entdeckte ich ein Buch von Luis Pazos, der darin seine Strategie vorstellt, darin spielen BDC's eben eine Rolle.
    Ich möchte mir gerne mit kleinem Geld auch so was ins Depot legen, ich werde mich noch weiter schlau machen zuvor,
    welchen der Genannten würdest Du als Beimischung eines internationalen Portfolio's (Dividenden und Wachstumstitel) empfehlen? Ich zähle mich eher zu den buy-and-hold Anlegern.
    Vielen Dank für Deine Antwort schonmal.

    Liebe Grüsse

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    1. Das erfolgreichste Management und den wohl besten Track-Record dürfte Main Street Capital aufweisen. Die haben natürlich auch eine vergleichsweise geringe Dividendenrendite (allerdings zweimal jährlich Extradividenden) und notieren mit erheblichem Aufschlag auf den NAV. Sie sind teuer, aber eben auch ein echter Qualitätswert. Für den Einstieg vermutlich die sicherste Wahl. Und da zuletzt die Payout-Ratio deutlich unterhalb von 90% lag, dürfte es entweder eine Anhebung der regulären Dividenden geben und/oder eine Erhöhung der Sonderdividenden.

      Als zweite Wahl, wenn auch risikoreicher, würde ich momentan wohl Gladstone Investment auswählen. Die haben einige Assets verkauft und eine Kapitalerhöhung durchgeführt, daher schütten sie aktuell mehr aus, als sie verdienen. Sie können sich das aber aus den vorgenannten Gründen leisten und sobald sie neue Investments getätigt haben mit dem vielen Geld, sinkt auch bei GAIN die Payout-Ratio von aktuelle 109,5% wieder auf 100% oder darunter.

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  2. hallo Michael,
    vielen Dank für die Antwort, da ich etwas vorsichtiger bin, werde ich wohl eher Richtung Main Street Capital gehen :)

    liebe Grüsse
    Annabella

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  3. Sind BCDs steuerlich genauso unkompliziert wie REITs. Falls nein, könntest Du bitte bei Gelegenheit die Zusammenhänge darstellen. Dankeschön und viele Grüße

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    1. Wenn du die Auszahlung der Dividenden meinst: ja, genauso unkompliziert!

      Grüße Hans-Jürgen

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  4. Hallo Michael,

    da bin ich ja mal gespannt, vor allem auf die Vorstellung der mir bis jetzt noch etwas Unbekannteren Unternehmen PFLT und TSLX. Und warum du dich nicht für den Branchenprimus PSA im Self-Storage-Geschäft entschieden hast, sondern für CUBE.

    beste Grüße Hans-Jürgen

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    1. Moin Hans-Jürgen,
      ich habe mich entschlossen, in meinem Dividendendepot ausschließlich auf BDCs zu setzen und daher CUBE verkauft. Ich werde das Unternehmen daher hier auch nicht mehr großartig vorstellen. War eh eine Sonderlage, da ich ja nach meinen schlechten Erfahrungen mit KKR und Blackstone nie wieder in L.P.s (Limited Partnerships) investieren wollte. Die eine Ausnahme hat mir die ganze Zeit immer Bauchgrummeln verursacht und auch deshalb habe ich mein CUBE-Investment nun in BDCs getauscht. Beide eher mit hoher Dividendenrendite und beide nicht ganz unkritisch, aber dennoch durchaus reizvoll und aussichtsreich, denke ich. Ich nehme sie auch auf meine nächste Empfehlungsliste und werde später einen Artikel zu ihnen verfassen.

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    2. Moin Michael,

      Ich steh grad etwas auf dem Schlauch. CUBE ist doch ein REIT im Selfstorage-Geschäft. Hat dieser REIT L.P.-Eigenschaften, die dich vor diesem Investment zurückschrecken?
      Wenn ich raten darf um welche BDCs es sich handelt:
      - BlackRock Kelso Capital Corporation (BKCC)
      - THL Credit, Inc. (TCRD)

      Hans-Jürgen

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    3. Habe mich wohl ziemlich missverständlich ausgedrückt. Die börsennotierte Mutter CubeSmart ist ein REIT, ihre Tochter ist eine L.P. In die L.P. direkt hätte ich nie investiert, aber auch so hatte ich immer Bauchgrummeln. Das ist nun aber nicht der Verkaufsgrund gewesen, sondern dass ich mich voll auf BDCs konzentrieren wollte und auf höhere Dividenden, als Cube Smart momentan abwirft.

      Und nein, die beiden genannten BDCs sind es nicht; hatte die beiden bisher gar nicht auf dem Schirm, werde sie mir aber sicherlich mal anschauen...

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    4. Jetzt hab ich es verstanden. Dann bin ich mal auf die Empfehlungsliste gespannt welche BDCs du gewählt hast.
      Zum Thema CUBE: Mir persönlich ist der Moat zu PSA zu groß. Deshalb liegt bei mir auch PSA im Depot.
      Einen REIT den du dir ggf. mal näher anschauen könntest, wäre MPW. Bietet derzeit ca. 7,5% Dividendenrendite, bei nachhaltigem Geschäft. Jedoch die Schulden sind etwas zu hoch.

      Hans-Jürgen

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  5. Deftige Dividendenkürzung bei Prospect Capital (PSEC). Die monatliche Ausschüttung wird um rund 28% gekürzt von bisher $0,08333 auf $0,6. Ich hatte sowas ja schon erwartet/befürchtet und die Aktie daher schnell von meiner Liste der interessanten Investmentmöglichkeiten verbannt.

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    1. Es kam, wie es kommen mußte, dann bin ich mal gespannt wie lang man die 0,06$ halten kann. Wenn man weiterhin die Aktien verwässern sollte, um an frisches Geld zu kommen, sollte der Schuss gewaltig nach hinten losgehen!

      Hans-Jürgen

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    2. Ich bin ein Freund von Kapitalerhöhungen, jedenfalls wenn sie für die Aktionäre einen Mehrwert bringen. Erfolgen sie unterhalb des NAV oder (nur), um die hohen Dividenden ausschütten zu können, sind sie hingegen sehr kritisch zu betrachten. Das neue Kapital ist nur dann sinnvoll, wenn es mehr verdient als es kostet und perspektivisch den Gewinn je Aktie bzw. das NII oder die FFO nachhaltig erhöht. Das sieht mir bei PSEC (wie auch schon zuvor bei KCAP Financial) wenig danach aus...

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    3. seht ihr hier eher eine Wende zum Positiven, da man nun die Dividendenzahlungen an das NII angepasst hat oder sollte man das doch eher kritisch betrachten. Pragmatisch gesehen, klingt es doch gut endlich wieder nur soviel auszuschütten wie man auch verdient. Damit sollte doch der Weg in ruhige Gewässer geebnet sein oder üebrsehe ich hier was?

      beste Grüße
      Hannes

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    4. Naja Hannes, Du beschreibst die Situation so, als hätte es bei PSEC nun ein einmaliges, reinigendes Gewitter gegeben. Die Dividenden war aber bis Januar 2015 bei 11 Cents, bevor sie auf 8,3333 gekürzt wurde. Und nun auf 6 Cents. Es gibt eine leider schon längere Geschichte nicht unbedingt erfolgreicher Aktionen seitens des PSEC-Managements und daher muss man sich ernsthaft die Frage stellen, warum die gleichen Leute es künftig besser machen sollten. Oder ob sie ihrem Stil treu bleiben und es weiterhin zu nicht unerheblichen Ausfällen/Abschreibungen und in der Folge zu verringerten Einnahmen und Dividendenkürzungen kommen wird.

      Ob es so kommen wird, weiß ich nicht. Mir ist/wäre die gefahr jedoch zu groß und daher würde ich kein Geld in PSEC investieren, sondern mich auf solche BDCs fokussieren, die schon länger erfolgreich am Markt unterwegs sind. Und dafür eine vermeintliche höhere Bewertung (in Bezug auf den NAV) und eine vermeintlich unattraktivere Dividendenrendite in Kauf nehmen. Wie ich immer schon sage, am Ende muss die Gesamtrendite stimmen, also Kursgewinne und Dividenden. Werden die optisch hohen Dividenden durch ständige Kursverluste aufgefressen oder gar überkompensiert, ist/war es eben kein gutes Investment. So einfach ist es im Grunde...

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    5. Das externe Management von PSEC gönnte sich ca. 33% des Gesamtumsatzes als Vergütung. Dies ist (auch) ein Risiko bei extern verwalteten BDCs. Das Management kann sich selbst einen höheren Ertag "generieren", solange das Bruttovermögen wächst! Das kann auf vielfältige Weise geschehen. Hier das Beispiel PSEC: man schönt die NAV Berechnung der Assets. Jetzt hat man ein höheres Bruttovermögen! Das heißt, dass das Management so mehr neue Aktien ausgeben kann und somit kann es auch zusätzliche Schulden aufnehmen. Darauf folgt die Management-Gebühren wachsen!!! Die daraus resultierende Aktienverwässerung zerstört mehr und mehr den Gewinn (EPS und NII) je Aktie und somit sinkt der Aktienkurs! So wird es stetig bei PSEC praktiziert! Das Schlimme: das Management muß seine Vergütungsinformationen nicht offenlegen! Erst durch Insider kam diese Info zu Tage! Und dies kann man seit Jahren aus dem Kurs und Dividendenzahlungen ablesen. So einem Management würd ich nie (mehr) mein Geld anvertrauen!

      beste Grüße Hans-Jürgen

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    6. Sehr harte aber klare Worte. Ich verstehe did wohl hausgemachten probleme. Deswegen wird die Gesellschaft ja auch meist mit einem Abschlag zum NAV gehandelt. Aber nun sind es ja nun fast 30%. Das scheint mir dann aber nun auch übertrieben, ohne mich jetzt Prp PSEC positionieren zu wollen.

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    7. Um es mit Michaels Worten zu sagen "Dann kann ich ja gleich IBM kaufen ;-)..." Denen würd ich mein Geld lieber geben wie PSEC.
      Hans-Jürgen

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  6. Lieber Michael
    ich bin vor einiger Zeit auf deinen Blog gestoßen weil ich mich erst seit kurzer Zeit in das Thema einarbeite. Er ist der Blog, der mir z.Zt. (als Anfänger) den meisten Nutzen bringt.
    Mir viel in der Empfehlungsliste auf, daß beim Gladstone Capital WKN 775937 eine falsche Nr steht. Richtigerweise wohl 777937.
    Vielen Dank für Deine wertvollen Ausführungen.

    Liebe Grüße
    Georg


    Damit ich für Dich nicht ein Unbekannter bin
    möchte ich Dir meine E-mail hinterlassen: georg.fruth@gmx.de
    Wenn meine ersten Früchte aufgrund deinen Empfehlungen zum Ernten sind, werde ich wieder an Dich denken.

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    1. Moin Georg,
      ich freue mich, wenn Du hier im Blog einige nützliche Infos findest und vielleicht auch Anregungen für Deine Investments. Die fehlerhafte WKN werde ich zum nächsten Wochenende korrigieren, vielen Dank für den Hinweis!

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  7. Sehr geehrter Herr Kissing,
    ich tue mir etwas schwer mit der einseitigen Betrachtung des NII, zur Ermittlung der Auszahlfähigkeit von Dividenden. Hierfür sehe ich den freien Kapitalfluss als entscheidenderen Indikator.

    Hierzu möchte ich die KCAP Financial Corp., welche Sie wieder mit in Ihr Depot mit aufgenommen haben, mit der Main Street Capital Corp., einem Big Player, vergleichen.
    KCAP:
    FCF/Share (2015): 1,0 USD
    FCF/Share (2016): 1,8 USD
    FCF/Share (TTM): 0,8 USD
    Und das bei Dividendenausschüttungen von 0,78 USD in 2015, 0,57 USD in 2016 und 0,51 USD TTM, die allesamt durch den freien Kapitalfluss pro Aktie gedeckt sind! Im krassen Kontrast steht hierzu nun die Main Street Capital Corp., die seit 2013 einen nicht unerheblichen negativen freien Kapitalfluss ausweist und deshalb auch wesentlich mehr Fremdkapital aufnimmt als zurückgezahlt wird. Dahingegen hat KCAP seit 2012 nur insgesamt 82 Mil USD an Fremdkapital aufgenommen. Ungeachtet der Kompetenz des Managements, beider Unternehmen, sehe ich KCAP, finanziell gesehen, für die Zukunft besser aufgestellt als die Main Street Cap Corp.
    Ich würde mich freuen wenn Sie hierzu Ihren Gedanken äußern könnten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriel O.

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  8. Also wenn ich mir die Chart der letzten 5 Jahre anschaue:
    http://bigcharts.marketwatch.com/advchart/frames/frames.asp?show=&insttype=Stock&symb=kcap&time=12&startdate=1%2F4%2F1999&enddate=9%2F22%2F2017&freq=1&compidx=aaaaa%3A0&comptemptext=main&comp=main&ma=0&maval=9&uf=0&lf=16777216&lf2=134217728&lf3=0&type=2&style=320&size=2&x=65&y=6&timeFrameToggle=false&compareToToggle=false&indicatorsToggle=false&chartStyleToggle=false&state=14

    dann lief da MAIN wesentlich besser. Und wie Michael schon ausgeführt hat, hilft die hohe Ausschüttung wenig, wenn der Kurs dafür in den Kelle geht.
    Natürlich sind Betrachtungen der Vergangenheit keine Richtungsweisung für die Zukunft!

    Georg

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    1. Genau, Georg. Nur weil MAIN in den letzten Jahren deutlich besser gelaufen ist als KCAP (oder andere), muss das nicht auch künftig so sein. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch nicht zwangsläufig, dass nun einfach die anderen "mal dran" sind. Nach Kostolany muss man Aktien immer zum Tageskurs bewerten. Und wenn die Kurse stark eingebrochen sind, dann können auf dieser niedrigeren Kursbasis Aktien aussichtsreicher sein, als hoch bewertete Top-Qualitätswerte. Zu letzteren gehört MAIN ganz ohne Zweifel, aber 75% Aufschlag auf den NAV begrenzten das Up-Potenzial doch deutlich. Und bei ARCC, KCAP und PSEC liegt der Reiz drin, sie zu ausgebombten Kursen einzusammeln und auf eine überdurchschnittliche Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Dividende zu setzen.

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