Dienstag, 10. Februar 2015

Dividenden? Buffett hält sich wohl für was Besseres...

Ist Warren Buffett schizophren? Was das Thema Dividendenausschüttungen angeht, könnte man zu dieser Ansicht gelangen, denn je nach Blickpunkt äußert er sich unterschiedlich.

Buffet liebt Dividenden
Buffet mag Unternehmen mit saftigen Dividendenausschüttungen, denn sie bringen ihm für seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einen stetigen Zustrom frischen Geldes, das er dann wieder reinvestieren kann. Und aufgrund seiner vielen Beteiligungen plätschert landet nicht alle paar Wochen mal ein Dividendenscheck im Briefkasten, sondern täglich gehen viele Zahlungen auf dem Konto von Berkshire Hathaway ein. Und die warten geradezu auf neue Anlageideen von Warren Buffet und Charlie Munger.

Buffet lehnt Dividenden ab
Wenn aber die eigenen Investoren seiner Holding, Buffett sieht sie als Partner, die Forderung an Buffett stellen, die hohen Cash-Reserven Berkshires von gut 50 Milliarden US-Dollar auch für Dividendenzahlungen einzusetzen, dann blockt Buffett kurzerhand ab.

Also was nun?
Als Investor liebt Buffett Dividenden, weil sie ihm zufließen, aber er findet es geradezu frevlerisch, wenn sie ihm Geld aus der Tasche ziehen würden. Denn Buffett ist der Meinung, dass er das Geld viel besser anlegen kann als die Aktionäre von Berkshire Hathaway. Daher will er es ihnen nicht als Dividende auszahlen und sie darauf auch noch Steuern zahlen lassen. Er will es in seiner Holding behalten, um es zu reinvestieren und so auch für seine Aktionäre den Zinseszinseffekt voll wirken zu lassen. Und Buffett hat es drauf, besser als alle anderen, denn seit gut 50 Jahren hat er eine jährliche Durchschnittsrendite von knapp unter 20 Prozent erwirtschaftet - und sich alleine durch seine Investments zum zweitreichsten Menschen der Welt aufgeschwungen.

Am Ende hat Warren Buffett Recht und zwar mit beiden Positionen. Anleger sollten auf Dividenden achten, denn Dividendentitel schlagen sich erfahrungsgemäß an der Börse besser als Titel, die keine Dividenden zahlen. Andererseits gibt es goldene Ausnahmen und Warren Buffetts Berkshire Hathaway ist eine solche. Obwohl Buffett seinen Anlegern keine Dividenden zahlt, sollte die Aktie in keinem Depot fehlen, denn was das Investieren angeht, spielt Buffet in einer ganz anderen Liga!

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.

Kommentare:

  1. Die Aktien BRK-A und BRK-B dienen nur Millionären zur Absicherung des grossen Portfolio, so wie früher Gold. Bis 1 Million Euro Anlage sollte aber jeder nur Aktien mit mehr als 3% Dividende kaufen.

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    1. Dividenden sind nur ein Element in einer ausgewogenen Anlagestrategie, wenn auch ein wichtiges. Bei der Auswahl des richtigen Unternehmens, an das man sich lange Jahre bindet, spielen die Bewertung zum Einstiegszeitpunkt, vor allem aber die mittel- und langfristigen Aussichten des Unternehmens die zentrale Rolle. Eine attraktive Dividendenrendite ist dass die Krone obendrauf, aber sie darf niemals alleiniges Entscheidungskriterium für Aktieninvestment sein.

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