Donnerstag, 11. Februar 2016

Zahlenwerk: Leifheit übertrifft sich mal wieder selbst

Leifheit, der insbesondere für seine Marken Leifheit und Soehnle bekannte deutsche Hersteller von Haushaltsgeräten hat mit seinen vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr erneut die eigenen Prognosen übertroffen. Die gute Konjunktur im vergangenen Jahr hob nach vorläufigen Zahlen den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf €231,8 Mio. und damit toppte das Unternehmen sein gesetzte Wachstumsziel von 4 Prozent und das erwartete operative Ergebnis (EBIT) von mehr als 20 Millionen Euro werde "sicher erreicht".

Europa bleibt der "Wachstumstreiber", allen voran der Hauptmarkt Deutschland, wo das Umsatzplus bei 3,9 Prozent lag, während es in Zentraleuropa sogar 7,7 Prozent erreichte. Vor allem in Frankreich wurden mit den Marken Birambeau und Herby neuen Kunden hinzugewonnen. Runter ging es hingegen mit dem Umsatz erwartungsgemäß in Russland und der Ukraine.

Mit dem erneuten Übertreffen der Prognosen setzt Leifheit ein schon liebgewonnene Tradition fort, denn das gelingt dem Unternehmen seit vielen Quartalen regelmäßig. Diese Prognosesicherheit ist in Zeiten von Börsenturbulenzen und Ergebnisenttäuschungen durchaus bemerkenswert und kann als zusätzliches Asset für langfristig orientierte Anleger gewertet werden.

 Leifheit (Quelle: comdirect.de) 
Ausblick und Dividende
Nach dem Ausstieg des Mehrheitsaktionärs, der Gründerfamilie Schuler-Voith, im April 2015 war der Aktienkurs zunächst um ein Drittel eingebrochen und bis auf €40 abgesackt, bis er sich gefangen hat. Diese Irritationen hat das Unternehmen nun hinter sich und setzt mit seiner Strategie "Leifheit 2020" konsequent auf Innovationen und neue Produkte. Diese Strategie zeigt erste Erfolge und macht Lust auf mehr, denn das wirtschaftliche Umfeld ist auch für Leifheit herausfordernd. Die Dollarstärke spielt dem Unternehmen dabei in die Karten, aber die größten Impulse kommen aus dem Unternehmen selbst. Hierzu hatte der Vorstand im letzten Jahr als Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2020 jährlich um etwa €10 Mio. zulegen zu wollen, was einer Steigerung von aktuellen 220 auf dann €280 Mio. gleichkäme. Davon dürften etwa 13 Prozent als Jahresüberschuss hängen bleiben, was pro Aktie etwa €0,26 pro Jahr ergäbe. Was uns zur Dividende führt, die ein echtes Highlight bietet. Denn die Dividendenrendite von 4,4 Prozent bei einer angenommenen Ausschüttung von €2,00 für das Geschäftsjahr 2015 ist schon sehr attraktiv und für die Folgejahre können wir mit jährlichen Steigerungen von rund €0,20 rechnen.

Ich habe Leifheit auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Wer noch mehr über das Unternehmen erfahren möchte, dem lege ich meine Kolumne "Leifheit - das bisschen Haushalt" im Aktien Magazin Nr. 4/2016 ans Herz. Dabei darf man getrost im Hinterkopf behalten, dass Aktien mit hohen Dividendenrenditen insbesondere im Vorfeld der Hauptversammlungen - und damit der Ausschüttungstermine - eine überdurchschnittliche Kursperformance hinlegen.

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