Dienstag, 5. Dezember 2017

Aurelius glänzt mit neuen Rekorden und winkt mit Rekorddividenden. Gleich mehrfach!

Der Münchner Finanzinvestor Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA lässt weitere Taten folgen und kündigt nach dem für 2017 absehbaren Rekordergebnis eine deutlich erhöhte Dividende für das Geschäftsjahr an - ebenfalls auf Rekordniveau.

Der Hauptversammlung am 18. Mai 2018 soll vorgeschlagen werden, 5 Euro je Aurelius-Aktie auszuschütten. Dieser Betrag setzt sich aus einer um 50 Prozent erhöhten Bassdividende von 1,50 Euro sowie einer zusätzlichen Partizipationsdividende von 3,50 Euro je Aktie zusammen (Vorjahr 3 Euro). Beim gegenwärtigen Aktienkurs von 55 Euro beträgt die Dividendenrendite damit 9%. Noch ein Rekord!

Mit diesem Vorschlag ändert Aurelius seine Dividendenpolitik. Einerseits wird die Basisdividende dauerhaft deutlich angehoben, um der nachhaltigen Ertragskraft des Aurelius-Geschäftsmodells Rechnung zu tragen. Und andererseits wird der Rekordgewinn des Jahres 2017 nicht auf einen Schlag als Dividenden ausgekehrt, sondern auf mehrere Jahre gestreckt ausgeschüttet. Damit ist sichergestellt, dass Aurelius auch in den nächsten Jahren wohl mindestens 5 Euro je Aktie ausschütten wird.


Meine Einschätzung
Aurelius hat sich nach der Short-Attacke wieder gefangen, auch wenn bei den Anlegern noch eine leicht erhöhte Nervosität zu spüren ist. Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm läuft noch einige Wochen und sichert den Kurs nach unten ab; und wir können davon ausgehen, dass sich ein weiteres anschließen wird. Saisonal steuern wir auf die rührigsten Wochen des Jahres zu, denn viele Deals werden noch unmittelbar vor Jahresende abgeschlossen. Und auch Aurelius ist hier in Gesprächen über die eine oder andere weitere Transaktion.

 Aurelius SE (Quelle: wallstreet-online.de
Im Bezug auf einen möglichen weiteren Exit in den nächsten Monaten wird immer mal wieder die börsennotierte HanseYachts genannt, die Aurelius zum Tiefpreis unmittelbar vor der Pleite übernommen hatte. In den letzten Jahren hat die Sanierung Früchte getragen und das Unternehmen wurde auch durch Zukäufe weiter gestärkt. Man kann den Erfolg auch am Wiedererstarken des Aktienkurses ablesen. Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Meldung von vorgestern, nach der Aurelius nun die Schwelle von 75% bei HanseYachts überschritten hat. Und mit einer Dreiviertelmehrheit stehen Aurelius nun alle Möglichkeiten offen; ggf. auch weitere Aktienkäufe, die dann nicht mehr gemeldet werden müssten.

Ich denke, Aurelius ist (wieder) ein solides Investment und die Aussicht auf mehrere Jahre mit 5-Euro-Dividenden dürfte den Wert im Frühjahr deutlich antreiben und auch in den Folgejahren die Attraktivität der Aurelius-Aktie unterstreichen.

Mit meiner Dividendenerwartung von 5 Euro lag ich goldrichtig. Aber auch jenseits der Dividendenphantasie sollten die Kurse weiter gen Norden tendieren, denn Aurelius sitzt auf einem Berg an Cash, das neben der Dividendenzahlung für Aktienrückkäufe und weitere Unternehmenskäufe verwendet wird. Und auch auf der Exit-Seite bleibt Aurelius interessant, denn es befinden sich neben HanseYachts noch einige ältere Unternehmen im Portfolio, bei denen Aurelius einen Verkauf wohlwollend prüfen dürfte. Aurelius macht nicht alles richtig, aber vieles.

Die Aktie ist daher zurecht in meinem Depot und auf meiner Empfehlungsliste und ich gehe davon aus, dass das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreibt und wir im nächsten Jahr auch Kurse über 60 wiedersehen werden. Mindestens.



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▶ Ergänzung vom 04.12.2017, 21:07
Die Platow Börse bleibt bullish für Aurelius und rät, die Aktie weiter zu kaufen; Stopp-Kurs auf 44,40 Euro anheben.

Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    Ich ärger mich einwenig hier vor kurzem bei den Kursen um die 50€ nicht nachgekauft zu haben... Aber mir fehlte einfach die Liquidität... Jetzt warte ich auf einen Rücksetzer.
    Hast Du die Chance genutzt Deinen Bestand aufzustocken oder planst Du das zu tun?

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    1. Aurelius ist von der Positionsgröße in meinen Top 10 und ich fühle mich damit sehr wohl. Ich habe ja eine ganze Reihe von Beteiligungsgesellschaften im Depot (davon 5 in den Top 10), bin hier also etwas breiter diversifiziert und plane aktuell weder Aurelius aufzustocken noch sie zu reduzieren.

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  2. Aurelius gehört zu den lehrreichsten Lektionen meiner jungen Investitionskarriere. Habe hier viele Fehler gemacht und hoffentlich für die Zukunft gelernt. :)

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    1. Fehler gehören bei Investieren dazu; Peter Lynch sagte einmal, die wirklich guten Investoren lägen in 60 Prozent der Fälle richtig. Mehr schafft kaum jemand. Und solange man aus seinen Fehlern lernt, war es gut angelegtes Lehrgeld... ;-)

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  3. Wer damals nach der Shortsellerattacke auf sirmike gehört und seinen Bestand reduziert hat, der hat mal wieder kräftige Verluste eingefahren bzw. hohe Gewinne liegen lassen. Genau wie bei Patrizia und PNE Wind. Patrizia heute schon über 20€.

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    1. Ich freue mich mit Dir, dass Du ein so viel besserer Investor bist als ich. Das sind allerdings viele, also bist Du auch nichts so Besonderes.

      Richtig ist, dass ich bei Aurelius eine Menge falsch gemacht habe während der Shortattacke. Das habe ich hier im Blog ja mehrfach und ausgiebig dokumentiert. Ebenso richtig ist aber auch, dass Aurelius selbst zum Tiefstkurs während der Shortattacke noch immer mit mehr als 300% im Plus lag bezogen auf meine Erstempfehlung. Ist also alles relativ.

      Was PNE Wind und Patrizia angeht, habe ich nicht dazu geraten, die zu verkaufen. Ich habe bei PNE Wind die Aktie verkauft, nachdem meine Spekulation voll aufgegangen ist und ich die mittleren zweistelligen prozentualen Gewinne realisieren wollte. Weil ich andere, aus meiner Sicht aussichtsreichere Ideen hatte. Wie Corestate Capital. Und die sehe ich auch noch immer als deutlich attraktiver an als Partizia. Das ist alles.

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    2. Ich bin der bessere Investor, weil ich Warren Buffetts Buy-and-Hold befolge und nicht versuche den Markt zu timen, indem ich blindwütig rumzocke. Den Fehler habe ich einmal gemacht und daraus gelernt, weil es mich bisher 100 % Rendite gekostet hat.

      Und wie passt es mit Buffetts "Kaufe Aktien - und verkaufe nie" zusammen, wenn man eine Aktie nur in der Absicht kauft, sie nach kurzer Zeit mit zweistelliger Rendite wieder verkaufen zu wollen? Schreib doch einfach, dass du ein Zocker und kein Value-Investor bist, dann hätte ich mit deinen Beiträgen kein Problem.

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    3. So absolut macht das selbst Buffett nicht, Buffett hat ja auch IBM verkauft. Nach dieser Logik wäre auch Buffett kein Value-Investor, sondern Zocker. Wenn man irgendwann erkennt, dass man die falsche Aktie gekauft hat, warum sollte man dann nicht verkaufen?

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    4. Kleine Anmerkung zum "ewigen" Buy & Hold Investor Buffett. Als er Mitte 2015 nach relativ kurzer Haltedauer seinen kompletten Bestand an ExxonMobil verkauft hatte, erklärte er hierzu, seine "Begeisterung über die Rohölpreise habe nachgelassen” und er "hatte das Gefühl, dass die Zukunft nicht so gut wird, wie die Leute dachten". Stattdessen kaufte Er Phillips66, die erst kurz zuvor aus seinem Portfolio verkauft hatte (klickste hier). Inzwischen hält Berkshire/Buffett mehr als 10% an dem Raffinerie- und Tankstellenbetreiber).

      Auch Buffett kauft nicht verstandlos für die Ewigkeit, sondern er hält die Aktien, solange seine Kaufgründe noch vorhanden sind und die Aktien nicht deutlich überbewertet sind bzw. aus seiner Sicht kein Potenzial mehr haben.

      Wenn mein Investmentcase nicht aufgeht und/oder ich mich mit einem Investment nicht mehr wohlfühle, verkaufe ich. Weil sich die Fakten geändert haben oder ich sie anders bewerte. Oder mich schlicht geirrt habe. Und wenn mein Szenario aufgeht, dann überlege ich, ob das Unternehmen und die Aktie noch weiteres oder anderes Potenzial haben. Oder andere ggf. interessanter aussehen. Auch dann verkaufe ich. Solange allerdings mein Investmentcase "läuft" oder ich von ihm überzeugt bin, auch wenn er sich noch nicht eingestellt hat, halte ich die Aktien. Und kaufe ggf. auch mal nach. Entscheidend ist doch, dass alle Investments in Summe eine schöne Rendite eingefahren haben. Und zwar inkl. der Fehler, die jeder mal macht...

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  4. Angela "Markttechnik" Göpfert hat heute Vormittag bei ARD Börse indirekt vor Aurelius gewarnt. Bin dann gleich mal hierher gekommen und tatsächlich gibt es einen neuen Artikel. Es ist sehr unterhaltsam diesen Wert und die Stimmen dazu zu beobachten :)

    Übrigens: Wie wird hier der Artikel gesehen?


    PS: Ich hab den Artikel im Namen verlinkt, weiß aber nicht ob das erlaubt/erwünscht ist.

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    1. Ein Leerverkäufer setzt darauf, dass der betreffende Aktienkurs fällt. Kann ja jeder so sehen. Der weiß aber nicht mehr als andere Marktteilnehmer, er kommt nur zu anderen Schlussfolgerungen. Nur wenn es auch eine gezielte Short-Attacke gibt, also öffentlichkeitswirksam lancierte Vorwürfe gegen das Unternehmen, geht so eine Spekulation kurzfristig auf, weil gezielt Panik und somit Verkaufsdruck erzeugt werden. Die Short-Attacke gegen Aurelius hat ja ihren Schrecken verloren, weil Aurelius die Vorwürfe widerlegen konnte. Gerade was die Werthaltigkeit der Assets angeht und die Fähigkeit, weitere Deals an Land zu ziehen, sowohl bei An- als auch Verkäufen.

      Anders als vor der Short-Attacke notiert Aurelius aktuell nicht mehr mit einem 20-prozentigen Aufschlag auf den NAV, sondern eher in dessen nähe. Dazu hat man das beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte abgeliefert - und das, nachdem! die Short-Attacke gefahren wurde. Vermutlich hätte man bei Secop und Getronics sogar noch bessere Verkaufspreise erzielen können, ohne die vorherige Attacke.

      Insofern sehe ich jetzt keine besonders große Gefahr für eine weitere Short-Attacke gegen Aurelius. Und dass Leerverkäufer nicht immer richtig liegen, hat ja gerade Bill Ackman vorgemacht, der hunderte Millionen Dollar verlor, weil er gegen Herbalife wettete und deren Aktien leer verkaufte. Sein Vorwurf, das Unternehmen sei ein Schneeballsystem, überzeugte letztlich nicht.

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    2. Der Artikel ist doch weitgehend inhaltslos. Aus der Aktualisierung der Leerverkäuferstatistik wieder eine Verkaufspanik an den Haaren herbei schreiben zu wollen, ist ziemlich unsinnig. Was die neu eingestiegenen Short-Seller wirklich wollen, zeigt sich erst noch: Es fehlt nämlich noch was entscheidendes: Das Getöse, das die eigentliche Panik erzeugen soll, wie seinerseits Gotham mit seinen zusammen gesponnenen Lügengeschichten.

      Es gibt in diversen Foren Erklärungen dazu, dass es auch "gute" Leerverkäufer gibt, nämlich diejenigen, die tatsächlich eine Absicherung wünschen, weil sie über Wandelanleihen stark in der Firma investiert sind.

      Irgendwann wird diesen Zusammenhang ja auch der letzte verstanden haben und dann ist es mit den Leerverkäufer-Attacken auch erst einmal für länger zumindest bei Aurelius vorbei.

      Viele Grüße
      Christian

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  5. Die Unsicherheit bzw. ein gesunder Skeptizismus sind gut. Wenn Aurelius weiter fällt, wäre ich ggf. weiter auf der Käuferseite. Allerdings ist es schon die größte Position in meinem Depot. Ich sehe es aber wie Sir Mike: Kurse um den NAV sind ok, die Deal-Maschine gibt es dann für umsonst dazu.
    Viele Grüße,
    Martin

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  6. Mein Depot besteht immer noch aus 99% Aurelius. Aktuell 2stellig im Plus, zzgl. hoher Dividende in 2018 und Folgejahre.....ich bleib vorläufig einfach auf meinem Hintern sitzen.
    Für Umschichtungen fehlen mir die Alternativen.....findet sich immer etwas, was zukünftig oder gar aktuell als problematisch gesehen werden kann.
    Ohne Glaskugel wird das nichts ;-).......und VW oder Deutsche Bank kommen mir nicht ins Depot....auch bei besten Aussichten. Evt. noch MBB....schau mer mal. Solange bleibt die Cashseite gefüllt.

    Gruß Edgar

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    1. Darf ich raten? Dein Depot hat einen Gesamtwert von 2.500 EUR.

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    2. nicht ganz....1672...Aurelius-Aktien...also doch etwas über 2.500 EUR

      Gruß Edgar

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    3. Die zukünftigen Dividendenzahlungen kannst Du nicht einfach als sicheren Gewinn annehmen, denn der Aktienkurs wird an den Ex-Tagen um genau diesen Betrag reduziert. Das muss er dann erstmal wieder aufholen, was er vielleicht tut, vielleicht aber auch nicht. Hängt von den zukünftigen Gewinnen ab, und die sind unsicher.

      Bieten die 60 oder 70 Unternehmen, die Michael auf der Empfehlungsliste hat, nicht genug Möglichkeiten, das Risiko zumindest ein bisschen zu streuen? VW oder Deutsche Bank stehen ja nicht drauf.

      Ansonsten wünsche ich Dir, dass Dir nicht das gleiche passiert wie Eigentümern von so vielen anderen Unternehmen, bei denen alles rosig aussah, bis die Kurse dann um 30 oder 50% einbrachen... in dem Moment fühlt es sich unheimlich gut an, wenn 90% einer Anlage nicht betroffen sind. Aber Aurelius ist ja sicher die einzige Aktie, der sowas nicht passieren kann ;-)

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  7. Sicher kann das passieren, habe nie was anderes behauptet.
    Ich sehe es aktuell als Zock mit all in, weils passt.
    Könnte ja noch nachladen, aber so verrückt bin ich auch wieder nicht ;-)
    Aber Danke, ich weiß zu schätzen, dass ihr es gut meint.
    Wenns kracht... werde ich nicht hungern müssen.

    Gruß Edgar

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