Am 17.08.2000 endete einer der spektakulärsten Bieterwettbewerbe der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Nach 173 Bieterrunden hatten sechs Unternehmen beziehungsweise Konsortien die begehrten deutschen UMTS-Lizenzen ersteigert. Die Summe der Gebote belief sich zunächst auf 98,8072 Mrd. Deutsche Mark, also rund 50,5 Mrd. Euro. Durch eine zusätzliche Frequenzversteigerung am folgenden Tag erhöhte sich der Gesamterlös schließlich auf 99,3682 Mrd. DM, also 50,806 Mrd. Euro.
Die Dimension dieser Summe war damals kaum vorstellbar. Jeder der sechs erfolgreichen Bieter musste durchschnittlich mehr als 16,5 Mrd. DM beziehungsweise knapp 8,5 Mrd. Euro für seine Lizenz bezahlen. Dabei handelte es sich zunächst nur um das Recht, bestimmte Frequenzen zu nutzen. Damit war noch kein einziges UMTS-Funknetz gebaut, keine Basisstation errichtet, kein Mobiltelefon verkauft und noch kein einziger Kunde gewonnen. Die Unternehmen standen also erst am Anfang eines gewaltigen Investitionsprogramms.
Gleichzeitig schien die Zukunft des Mobilfunks geradezu grenzenlos. Das Internet hatte sich innerhalb weniger Jahre von einem Spezialmedium zu einem Massenphänomen entwickelt, Mobiltelefone verbreiteten sich rasant und die Börsen bewerteten Telekommunikations- und Internetunternehmen mit teilweise absurden Multiplikatoren. UMTS versprach, diese beiden Welten miteinander zu verschmelzen: das Mobiltelefon sollte zum mobilen Internet-Terminal werden. E-Mail, Webseiten, Online-Banking, E-Commerce, Videotelefonie, Musik, Nachrichten und andere digitale Dienste sollten jederzeit und überall verfügbar sein.
Die Euphorie war so groß, dass die hohen Lizenzpreise zunächst nicht als Warnsignal, sondern als Ausdruck einer gewaltigen wirtschaftlichen Chance interpretiert wurden. Nur wenige Monate später sollte sich das Bild dramatisch verändern. Die Dotcom-Blase platzte, die Aktienkurse von Telekommunikations- und Internetunternehmen brachen ein, die Finanzierungsmöglichkeiten trockneten aus und gleichzeitig erwies sich die neue Technologie als technisch schwieriger und langsamer marktreif als erwartet. Aus dem vermeintlichen Goldesel UMTS wurde für zahlreiche Unternehmen ein finanzieller Mühlstein.
Die vier wichtigsten Dinge, die man über die UMTS-Auktion wissen muss
- Der deutsche Staat erzielte mit der Versteigerung rund 99 Mrd. DM und damit einen historischen Rekorderlös.
- Die sechs Auktionsgewinner mussten zusätzlich zu den Lizenzkosten Milliarden in den Aufbau der neuen Netze investieren.
- Zudem platzte kurz nach der Auktion die Dotcom-Blase, wodurch Finanzierung und Nachfrage deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieben.
- UMTS war technologisch keineswegs ein Fehlschlag, denn die Technologie bereitete den Weg für das mobile Internet, doch die extrem hohen Lizenzpreise machten die Investition für zahlreiche Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich äußerst schmerzhaft.
Was UMTS überhaupt versprach
UMTS stand für "Universal Mobile Telecommunications System" und bezeichnete die dritte Generation des Mobilfunks, kurz 3G. Die bis dahin dominierenden GSM-Netze waren ursprünglich vor allem für Sprachkommunikation und einfache Datendienste konzipiert worden. Zwar konnten bereits mit GSM Daten übertragen werden, doch die Übertragungsgeschwindigkeiten waren sehr niedrig. Das Internet auf einem Mobiltelefon war deshalb nur eingeschränkt nutzbar.
Hintergrund: Im Jahr 2000 gab es keine Smartphones, keine mobile Video- oder Datenkommunikation, wie sie heute alltäglich ist. Es gab Mobiltelefone, die zu mobilen Telefonieren und für Kurznachrichten (SMS) genutzt werden konnten. Kein Kalender, keine Kamera, kein WhatsApp, kein YouTube, kein... Nokia dominierte den Handymarkt mit einem Weltmarktanteil von über 50%. Ericsson, Motorola, Siemens, LG, Samsung beherrschten das Spielfeld - außer Samsung hat keiner der Anbieter das Rennen bis heute fortgesetzt, und BlackBerry, das in den nächsten Jahren zunächst den Smartphone-Markt beherrschte, bevor es durch das iPhone regelrecht gekillt wurde, war noch nicht einmal am Start.
UMTS sollte dieses Problem lösen. Die neue Technologie bot deutlich höhere Datenraten und damit grundsätzlich die Möglichkeit, mobile Datendienste in einer völlig anderen Qualität anzubieten. In der damaligen Zukunftsvision sollte der Mobilfunk nicht mehr primär ein Sprachdienst sein, sondern eine mobile Datenplattform.
Für die Mobilfunkkonzerne war dies strategisch von enormer Bedeutung. Sie wussten, dass die klassische Sprachtelefonie langfristig einem starken Preiswettbewerb ausgesetzt sein würde. Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg zwar schnell, gleichzeitig sanken die Preise und die Margen. Ein neuer Technologiestandard versprach deshalb neue Umsatzquellen.
Die Vorstellung war einfach: Die Unternehmen investieren zunächst Milliarden in Frequenzen und Netze und erzielen später über Millionen von Kunden hohe Einnahmen mit Datentarifen und neuen Diensten. Das Geschäftsmodell sollte ähnlich funktionieren wie bei den bestehenden GSM-Netzen, nur mit einem wesentlich höheren Umsatz pro Kunde.
Die damalige Erwartung war allerdings nicht nur, dass UMTS ein besseres GSM werden würde. Vielmehr wurde eine völlig neue digitale Wirtschaft erwartet. Das Mobiltelefon sollte zum persönlichen Zugangspunkt zum Internet werden. Genau diese Vorstellung machte die Lizenzen so wertvoll.
Die Regulierungsbehörde hatte deshalb bewusst ein Verfahren geschaffen, das Wettbewerb ermöglichen sollte. Zwölf Frequenzblöcke wurden versteigert. Für eine Lizenz mussten mindestens zwei Frequenzblöcke erworben werden, maximal konnten drei Blöcke an einen Bieter gehen. Damit waren theoretisch zwischen vier und sechs Lizenzen möglich. Die Lizenznehmer mussten außerdem bestimmte Ausbauverpflichtungen erfüllen.
Die Schlacht der sechs Telekom-Warlords
Das Interesse an den deutschen UMTS-Lizenzen war gewaltig. Ursprünglich wurden elf Unternehmen beziehungsweise Konsortien zur Teilnahme zugelassen. Dazu gehörten unter anderem DeTeMobil beziehungsweise T-Mobile, Mannesmann Mobilfunk, E-Plus, VIAG Interkom, debitel, MobilCom in Verbindung mit France Télécom sowie Group 3G. Auch internationale Interessenten wie MCI WorldCom, Vivendi und weitere Unternehmen hatten Interesse gezeigt. Einige zogen sich allerdings bereits vor Beginn der eigentlichen Auktion zurück.
Damit begann ein bemerkenswertes Spiel. Denn es gab zunächst mehr Interessenten als Lizenzen. Sieben Bieter gingen letztlich in den eigentlichen Wettbewerb, um maximal sechs Lizenzen. Damit war bereits die entscheidende Voraussetzung für einen Bieterkrieg gegeben.
Die Versteigerung begann am 31. Juli 2000 in den Räumen der damaligen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, der RegTP, in Mainz. Die Teilnehmer waren weitgehend voneinander abgeschirmt. Es wurde Runde für Runde geboten. Dabei konnten die Unternehmen nicht nur um den Preis konkurrieren, sondern auch strategisch versuchen, Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.
Genau dies machte die Auktion so explosiv. Die Unternehmen wussten, dass eine Lizenz den Zugang zu einem der möglicherweise lukrativsten Zukunftsmärkte sichern konnte. Wer ausstieg, riskierte, technologisch zurückzufallen. Wer dagegen zu lange im Wettbewerb blieb, riskierte eine ruinöse Überzahlung.
Am 12. August stieg debitel aus. Zu diesem Zeitpunkt lagen die kumulierten Höchstgebote bereits bei knapp 63 Mrd. DM. Damit war eigentlich eine Situation entstanden, in der sechs verbleibende Bieter jeweils eine Lizenz hätten erwerben können. Der Wettbewerb hätte an diesem Punkt beendet werden können. Doch genau das geschah nicht.
Einige Unternehmen versuchten offenbar, die Zahl der späteren Lizenznehmer zu reduzieren, indem sie auf drei Frequenzblöcke boten und damit eine größere Lizenz beanspruchten. Die anderen Bieter mussten darauf reagieren. Dadurch verlängerte sich der Bieterkampf und die Preise explodierten weiter.
Das Ergebnis war aus heutiger Sicht bemerkenswert: Die Unternehmen hätten sich nach späterer Betrachtung rund 30 Mrd. DM sparen können, wenn sie bereits zu einem früheren Zeitpunkt akzeptiert hätten, dass sechs Anbieter jeweils eine Lizenz erhalten.
Am Ende setzte sich jedoch die Vernunft zumindest teilweise durch. Die sechs verbliebenen Bieter beschränkten sich auf jeweils zwei Frequenzblöcke. Damit erhielten alle sechs eine Lizenz.
Die sechs Gewinner des Milliardenpokers
Zu den Gewinnern gehörten T-Mobile, Mannesmann Mobilfunk, E-Plus/Hutchison, VIAG Interkom, MobilCom/France Télécom und Group 3G. Die einzelnen Gebote lagen nur relativ wenig auseinander und bewegten sich sämtlich in der Größenordnung von gut 16 Mrd. DM. Zeitgenössisch wurden für die sechs Lizenzen Beträge zwischen 16,37 und 16,58 Mrd. DM genannt.
T-Mobile zahlte dabei einen der höchsten Beträge. Für die Deutsche Telekom war der Erwerb strategisch praktisch alternativlos. Das Unternehmen konnte es sich kaum leisten, beim Übergang zur dritten Mobilfunkgeneration gegenüber seinen Konkurrenten zurückzufallen. Die Deutsche Telekom selbst bezifferte die Kosten der deutschen UMTS-Lizenz später auf rund 8,5 Mrd. Euro.
Noch dramatischer war die Situation für Unternehmen wie MobilCom. Für einen kleineren Mobilfunkanbieter stellte der Erwerb einer Lizenz dieser Größenordnung ein enormes finanzielles Risiko dar. MobilCom musste zur Finanzierung der Lizenz erhebliche Kredite aufnehmen. Später sollte sich zeigen, wie gefährlich diese Strategie war.
Auf der anderen Seite standen etablierte Anbieter wie Mannesmann beziehungsweise Vodafone und T-Mobile. Sie verfügten über große Kundenbasen, bestehende Mobilfunknetze und entsprechend höhere operative Cashflows. Trotzdem waren auch für sie 8,4 Mrd. Euro nur für eine Lizenz eine enorme Belastung. Denn die Lizenz war lediglich der erste Teil der Rechnung.
Die Lizenz war nur der Anfang
Der vielleicht wichtigste Punkt bei der späteren Beurteilung der UMTS-Auktion besteht darin, dass die rund 50 Milliarden Euro beziehungsweise gut 99 Mrd. DM nicht die Gesamtkosten des UMTS-Projekts darstellten.
Nach dem Erwerb der Frequenzen mussten die Unternehmen ihre Netze aufbauen. Dafür waren neue Mobilfunkstandorte, Basisstationen, Übertragungstechnik, Kernnetze, Server, Software und Abrechnungssysteme erforderlich. Hinzu kamen Kosten für Netzplanung, Frequenzmanagement, Wartung und Personal.
Außerdem mussten die Netzbetreiber Endgeräte verfügbar machen. Auch die Mobiltelefonhersteller hatten mit der Entwicklung neuer UMTS-Geräte erhebliche technische Herausforderungen zu bewältigen. Die ersten Geräte waren teuer, groß, energiehungrig und technisch noch nicht ausgereift.
Die Netzbetreiber standen somit vor einer klassischen kapitalintensiven Wette: Erst mussten Milliarden investiert werden, während die daraus erwarteten Cashflows erst Jahre später entstehen konnten.
Besonders problematisch war dabei die zeitliche Abfolge. Die Lizenzzahlungen erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem die Börsenbewertungen der Telekommunikationsunternehmen bereits extrem hoch waren und die Unternehmen vielfach selbst hohe Expansionspläne verfolgten. Gleichzeitig begann sich das makroökonomische Umfeld zu verschlechtern.
Die UMTS-Investitionen trafen somit genau auf den Wendepunkt des Börsenzyklus.
Der Börsenboom erreicht seinen Höhepunkt
Im Frühjahr 2000 erreichte die Euphorie um Technologieunternehmen ihren Höhepunkt. Der Nasdaq Composite hatte am 10. März 2000 sein damaliges Rekordhoch erreicht. Unternehmen mit Internetgeschäft wurden mit Milliarden bewertet, obwohl sie häufig kaum oder überhaupt keine Gewinne erzielten.
Auch Telekommunikationsunternehmen profitierten von dieser Entwicklung. Mobilfunk galt als einer der attraktivsten Wachstumssektoren der Welt. Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg rapide, die Deregulierung öffnete neue Märkte und die Digitalisierung versprach enorme zusätzliche Einnahmen.
UMTS schien perfekt in dieses Umfeld zu passen.
Die Unternehmen kalkulierten mit stark steigenden Datenumsätzen. Mobile Internetdienste sollten einen neuen Wachstumszyklus auslösen. Für die Aktionäre bedeutete dies scheinbar eine einfache Gleichung: hohe Investitionen heute, explosionsartiges Umsatz- und Gewinnwachstum morgen.
Doch bereits wenige Monate nach der deutschen UMTS-Auktion drehte die Stimmung.
Die Dotcom-Blase platzte. Zunächst verloren vor allem Internetunternehmen massiv an Wert. Danach griff die Krise auf die Telekommunikationsbranche über. Die Kapitalmärkte begannen, Geschäftsmodelle und Investitionsprogramme wesentlich kritischer zu beurteilen.
Das war für die UMTS-Betreiber fatal.
Denn ihre Investitionen waren zu einem erheblichen Teil mit Fremdkapital finanziert worden. Gleichzeitig fielen die Aktienkurse. Dadurch wurde eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung weiterer Investitionen schwieriger und teurer. Unternehmen, deren Börsenwert zuvor gewaltige Akquisitionen und Investitionsprogramme ermöglicht hatte, verloren plötzlich einen großen Teil ihrer finanziellen Flexibilität.
Ein perfekter Sturm für die Telekommunikationsbranche
Damit trafen mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig aufeinander.
- Erstens mussten die Unternehmen Milliarden für die Lizenzen bezahlen.
- Zweitens mussten sie zusätzlich Milliarden in den Netzaufbau investieren.
- Drittens mussten sie neue Mobiltelefone und Datendienste entwickeln und vermarkten.
- Viertens war der tatsächliche Kundenbedarf noch unklar.
- Fünftens brachen gleichzeitig die Aktienkurse der Technologie- und Telekommunikationsunternehmen ein.
- Und sechstens waren die Unternehmen bereits vor der UMTS-Auktion vielfach stark verschuldet und international auf Expansionskurs.
Die Deutsche Telekom beispielsweise befand sich in einer Phase enormer Expansion. Neben UMTS wurden internationale Mobilfunkbeteiligungen aufgebaut. Die geplante Übernahme von VoiceStream und Powertel in den USA belastete die Bilanz zusätzlich.
Die Kombination aus Lizenzkosten, Netzinvestitionen und Akquisitionen führte dazu, dass die Verschuldung der Telekommunikationskonzerne stark anstieg.
Das Problem war dabei weniger die Existenz hoher Investitionen an sich. Infrastrukturunternehmen können hohe Investitionen durchaus rechtfertigen, wenn daraus anschließend hohe und stabile Cashflows entstehen.
Das Problem war die Unsicherheit über deren Zeitpunkt und Höhe. Die Betreiber hatten gewissermaßen einen Kredit auf eine Zukunft aufgenommen, die sich als deutlich langsamer materialisierte als erwartet.
Die technische Realität holte die Vision ein
Ein weiterer Grund für das Scheitern der ursprünglichen UMTS-Euphorie war die technische Realität. UMTS war deutlich komplexer als GSM. Die Netzbetreiber mussten zahlreiche neue Standorte erschließen und ihre Infrastruktur modernisieren. Der Aufbau dauerte länger als ursprünglich erhofft. Gleichzeitig waren UMTS-Geräte zunächst teuer und schwer verfügbar.
Für die Verbraucher stellte sich damit die Frage, warum sie ein teures neues Telefon und einen teuren Datentarif kaufen sollten, wenn die bestehenden GSM-Dienste bereits funktionierten.
Auch die damals erwarteten Anwendungen waren ihrer Zeit teilweise voraus.
Videotelefonie wurde als eine der großen UMTS-Anwendungen propagiert. Mobiles Internet wurde ebenfalls als revolutionär dargestellt. Doch die tatsächlichen Anwendungen waren noch nicht vorhanden, um die hohen Investitionen der Netzbetreiber zu monetarisieren.
Das heutige Smartphone-Zeitalter konnte man sich zwar technologisch vorstellen, aber noch nicht vollständig realisieren.
Es fehlte insbesondere ein Gerät, das mobiles Internet wirklich attraktiv machte. Das Smartphone, wie es später durch BlackBerry und vor allem das iPhone geprägt wurde, existierte in seiner heutigen Form noch nicht.
Damit entstand ein klassisches Henne-Ei-Problem: Ohne attraktive Endgeräte wollten die Kunden keine schnellen Datendienste buchen. Ohne genügend Kunden wollten die Entwickler keine umfangreichen mobilen Anwendungen entwickeln. Und ohne Anwendungen war die Zahlungsbereitschaft der Kunden gering.
Der Netzausbau verschärft die Belastung
Für die Mobilfunkanbieter bedeutete dies, dass sie erhebliche Investitionen tätigen mussten, bevor sich eine entsprechende Nachfrage entwickelte.
Die Lizenzbedingungen verstärkten den Zeitdruck. Die Unternehmen mussten bestimmte Versorgungsziele erreichen. Die Lizenznehmer waren verpflichtet, bis Ende 2003 mindestens 25 Prozent und bis Ende 2005 mindestens 50 Prozent der Bevölkerung mit UMTS-Diensten zu versorgen.
Das bedeutete, dass die Unternehmen nicht einfach abwarten konnten, bis sich die Nachfrage von selbst entwickelte. Sie mussten investieren. Und zwar in einem Umfeld, in dem die Kapitalmärkte gleichzeitig zunehmend skeptisch wurden.
Genau hierin lag einer der entscheidenden Unterschiede zwischen dem UMTS-Modell und einer normalen Investition in ein wachsendes Geschäft. Bei einem normalen Unternehmen kann man Investitionen zeitlich an die Nachfrage anpassen. Bei UMTS bestand dagegen ein regulatorisch und technologisch bedingter Zeitdruck.
Die Betreiber mussten das Netz aufbauen, bevor sie sicher wissen konnten, wie schnell die Kunden kommen würden.
MobilCom als dramatischstes Beispiel
Besonders eindrucksvoll lässt sich die Problematik am Beispiel MobilCom zeigen, dem einstigen Highflyer am "Neuen Markt".
Das Unternehmen hatte sich unter Gerhard Schmid aggressiv auf den UMTS-Markt vorbereitet. Gemeinsam mit France Télécom wurde die deutsche Lizenz für rund 16,37 Mrd. DM beziehungsweise etwa 8,4 Mrd. Euro erworben.
Für MobilCom war diese Summe jedoch in einer völlig anderen Größenordnung als für die Deutsche Telekom oder Vodafone. Das Unternehmen musste erhebliche Kredite aufnehmen, um die Lizenz zu finanzieren.
Als die Börsenblase platzte und die Finanzierungsmöglichkeiten schlechter wurden, geriet das Geschäftsmodell unter massiven Druck.
2002 eskalierte die Situation. MobilCom gab die UMTS-Ausbaupläne schließlich auf. Die finanziellen Belastungen führten zu enormen Abschreibungen. Nach damaligen Angaben waren im Jahr 2002 Abschreibungen von rund 9,9 Mrd. Euro erforderlich. France Télécom übernahm gleichzeitig erhebliche UMTS-Schulden. MobilCom stand zeitweise am Rand der Insolvenz.
Damit wurde MobilCom zum Symbol dafür, wie aus einer strategischen Wachstumswette eine existenzielle Bedrohung werden konnte.
Das Unternehmen hatte nicht etwa ein schlechtes Produkt gekauft. Das Problem bestand darin, dass der Preis des Zugangs zu einem vermeintlichen Zukunftsmarkt so hoch gewesen war, dass sich die Investition bei der später tatsächlich eintretenden Marktentwicklung nicht mehr rechnete.
Die Deutsche Telekom und der Milliardenverlust
Auch die Deutsche Telekom musste die Konsequenzen der UMTS-Wette tragen. Der Konzern hatte allein für die deutsche UMTS-Lizenz rund 8,5 Mrd. Euro ausgegeben. Hinzu kamen die Kosten des Netzausbaus sowie weitere internationale Investitionen.
2002 schlug die Krise dann mit voller Wucht auf die Bilanz durch. Die Deutsche Telekom wies einen Nettoverlust von 24,5 Mrd. Euro aus. Ein wesentlicher Grund waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Goodwill und Mobilfunklizenzen.
Damit wurde sichtbar, dass die eigentliche wirtschaftliche Belastung der UMTS-Auktion nicht darin bestand, dass die Unternehmen einmalig Geld an den Staat überwiesen hatten. Viel wichtiger waren die Folgewirkungen.
Die Lizenzkosten mussten bilanziell verarbeitet werden. Gleichzeitig mussten die Netzinvestitionen finanziert werden. Wenn sich die erwarteten Erträge nicht einstellten, mussten Vermögenswerte abgeschrieben werden.
Die Krise verwandelte damit einen Teil der vermeintlichen Zukunftsinvestitionen in Bilanzverluste.
Warum die hohen Preise für die Lizenzen problematisch waren
Aus ökonomischer Sicht ist die UMTS-Auktion ein interessantes Beispiel für die Risiken von Frequenzauktionen.
Grundsätzlich hat eine Auktion einen großen Vorteil: Sie ermöglicht es dem Markt, den Preis eines knappen Gutes zu bestimmen. Der Staat muss nicht selbst entscheiden, welcher Anbieter die Frequenzen am effizientesten nutzen kann.
Im Fall UMTS führte die Auktion jedoch zu einer extremen Preisbildung.
Das Mindestgebot für die gesamten Frequenzblöcke hatte lediglich 600 Mio. DM betragen. Am Ende wurden daraus rund 99 Mrd. DM. Das entspricht mehr als dem 160-Fachen des ursprünglichen Mindestgebots.
Die Unternehmen bezahlten also nicht den ökonomischen Wert der damaligen Nutzung, sondern den Wert, den sie der zukünftigen Marktentwicklung zuschrieben.
Das kann funktionieren, wenn die zukünftigen Cashflows tatsächlich hoch genug sind. Bei UMTS waren die Erwartungen jedoch außergewöhnlich optimistisch.
Die Auktion zwang die Unternehmen zudem zu einer Art Gefangenendilemma. Kein großer Anbieter wollte riskieren, ohne Lizenz dazustehen. Gleichzeitig konnte jeder Anbieter hoffen, dass die anderen weiterbieten würden und man selbst letztlich trotzdem eine Lizenz erhalten würde. So entstand eine Situation, in der individuelle Rationalität zu einem kollektiv sehr hohen Preis führte.
Der Staat als großer Gewinner - so schien es
Für den deutschen Staat war die Auktion zunächst ein spektakulärer Erfolg. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) konnte nahezu 100 Mrd. DM zusätzliche Einnahmen verbuchen. Das Geld sollte zur Schuldentilgung verwendet werden. Der damalige Staat profitierte damit unmittelbar von der hohen Zahlungsbereitschaft der Unternehmen.
Aus Sicht des Staatshaushalts war die Auktion daher zunächst ein Glücksfall. Aus Sicht der Volkswirtschaft war die Bilanz komplizierter.
Die Unternehmen mussten das Geld letztlich aus ihrer Liquidität beziehungsweise über Fremdfinanzierung aufbringen. Damit standen ihnen weniger Mittel für andere Investitionen zur Verfügung. Zwar konnten die Unternehmen die Lizenzkosten bilanziell über die Nutzungsdauer abschreiben und dadurch steuerliche Effekte erzielen. Das änderte aber nichts daran, dass die tatsächlichen Zahlungsströme erheblich waren.
Der Staat hatte also kurzfristig einen enormen Mittelzufluss, während die Unternehmen ihre Bilanzen belasteten. Und durch die enormen Kosten in den folgenden Jahren ihre Gewinn massiv zusammenschrumpften und damit auch ihre Steuerlast. Die Steuereinnahmen wurden also de facto lediglich um einige Jahre vorgezogen und auf einmal im Staatshaushalt verbraten, während sie in den nächsten Jahren erhebliche Steuerlücken aufrissen. Von Cashflow-Rechnung hatte Finanzminister Hans Eichel wohl noch nichts gehört und in den nächsten Jahren trudelten wegen des gewaltigen Staatsdefizits blaue Briefe aus Brüssel ein und es wurde seitens der EU ein Defizitverfahren gegen Deutschland angestrengt.
Die Ironie der Geschichte
Besonders ironisch war, dass der Staat die Einnahmen zur Schuldentilgung verwendete, während die Unternehmen zur Finanzierung der Lizenzen neue Schulden aufnahmen.
Auf der einen Seite wurde also staatliche Verschuldung reduziert, auf der anderen Seite stieg die Verschuldung der privaten Unternehmen.
Das ist volkswirtschaftlich nicht automatisch schlecht, denn private Investitionen können zukünftiges Wachstum schaffen. Doch genau diese Wachstumserwartung erfüllte sich zunächst nicht.
Statt eines schnellen Booms folgten Rezession, Börsencrash und Unternehmenskrisen.
Der damalige Finanzminister Hans Eichel kommentierte den unerwarteten Geldsegen mit dem berühmten Bonmot, UMTS stehe für "unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden".
Rückblickend wurde dieser Satz zu einem Symbol für die Absurdität des damaligen Telekommunikationsbooms.
Zwei Blasen trafen aufeinander
Die eigentliche Bedeutung der UMTS-Auktion erschließt sich deshalb erst, wenn man sie im Kontext der Dotcom-Blase betrachtet.
Die Unternehmen kauften die Lizenzen nicht isoliert. Sie kauften sie in einer Zeit, in der der Kapitalmarkt davon ausging, dass digitale Geschäftsmodelle nahezu unbegrenzte Wachstumsraten erzielen könnten.
UMTS sollte das mobile Gegenstück zum Internetboom werden. Die Mobilfunkunternehmen waren deshalb bereit, einen sehr hohen Preis für die Infrastruktur des zukünftigen Internets zu bezahlen.
Das Problem war, dass die Zukunft nicht schnell genug kam. Die Technologie war vorhanden beziehungsweise in Entwicklung, aber die wirtschaftliche Nutzung ließ auf sich warten.
Die Folge war ein klassischer Mismatch zwischen Investitionszeitpunkt und Cashflow-Zeitpunkt. Die Unternehmen hatten heute enorme Ausgaben, während die erwarteten Umsätze erst viele Jahre später entstehen sollten.
Als die Kapitalmärkte während der Dotcom-Krise ihre Risikobereitschaft verloren, wurde diese zeitliche Lücke zum existenziellen Problem.
Der Niedergang der UMTS-Hoffnung
Nach dem Börsencrash veränderte sich die Wahrnehmung von UMTS fundamental. Was 2000 noch als Eintrittskarte in eine digitale Zukunft gefeiert worden war, wurde nun zum Symbol für Managementfehler, Überinvestitionen und überzogene Wachstumserwartungen.
Mehrere Unternehmen mussten ihre UMTS-Strategien überarbeiten. Die Zahl der Anbieter reduzierte sich. Group 3G beziehungsweise Quam verlor beziehungsweise gab die deutsche Lizenz später wieder auf. MobilCom gab Ende 2003 seine Lizenz freiwillig zurück.
Damit hatte sich das ursprünglich angestrebte Ziel eines besonders intensiven Wettbewerbs teilweise ins Gegenteil verkehrt: Die Auktion sollte sechs starke Anbieter hervorbringen. Tatsächlich waren einige der neuen Marktteilnehmer finanziell nicht in der Lage, das notwendige Geschäftsmodell dauerhaft zu tragen.
Die hohen Eintrittskosten hatten also nicht nur den Wettbewerb gefördert, sondern zugleich eine erhebliche Markteintrittsbarriere geschaffen.
Warum UMTS trotzdem kein kompletter Fehlschlag war
Trotz aller Kritik wäre es falsch, UMTS rückblickend als reine Fehlinvestition zu betrachten. Die Technologie setzte wichtige Grundlagen für den späteren mobilen Datenverkehr. Der entscheidende Fehler lag weniger darin, dass Deutschland in mobile Dateninfrastruktur investierte, sondern vielmehr in den unrealistischen Erwartungen an Geschwindigkeit, Erträge und Timing.
Die Netze wurden letztlich gebaut. Die Mobilfunkkunden erhielten schnellere Datenverbindungen. Mit späteren technischen Weiterentwicklungen wurde UMTS zu einer wichtigen Brücke zwischen GSM und LTE. Die eigentliche wirtschaftliche Wertschöpfung entstand allerdings erst später.
Die großen Gewinner des mobilen Internets waren letztlich nicht unbedingt diejenigen Unternehmen, die im Jahr 2000 die höchsten Summen für UMTS-Lizenzen bezahlt hatten. Vielmehr profitierten später Gerätehersteller, Plattformunternehmen, App-Anbieter, Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Cloudunternehmen.
Damit zeigte sich eine wichtige Lektion der Technologieökonomie: Der Betreiber einer Infrastruktur muss nicht automatisch der größte Gewinner einer technologischen Revolution sein. Eine Lektion, die auch angesichts der heutigen gewaltigen Investitionen der Hyperscaler in KI-Rechenzentren nicht an Relevanz verloren hat.
Die langfristige Bedeutung für die deutsche Telekommunikationsbranche
Die UMTS-Auktion veränderte die deutsche Telekommunikationsbranche dauerhaft. Die Unternehmen mussten ihre Bilanzen stabilisieren, Investitionsprogramme priorisieren und teilweise Partnerschaften eingehen. Netz-Sharing und Kooperationen wurden attraktiver, weil sich dadurch die enormen Infrastrukturkosten reduzieren ließen.
Die Deutsche Telekom musste ihre Verschuldung abbauen. In den Jahren nach dem Crash standen deshalb Verkäufe von Vermögenswerten, Kostensenkungen und Bilanzmaßnahmen im Vordergrund. Auch andere Telekommunikationsunternehmen mussten ihre Expansionsstrategien korrigieren.
Gleichzeitig beschleunigte die Krise die Konsolidierung. Unternehmen mit schwacher Bilanz konnten die notwendige Investitionsphase nicht allein finanzieren. Einige verschwanden vom Markt, andere wurden übernommen oder ihre Aktivitäten wurden in größere Konzerne integriert.
Damit hatte die UMTS-Auktion einen paradoxen Effekt: Sie sollte durch die Vergabe mehrerer Lizenzen Wettbewerb schaffen, führte aufgrund der hohen finanziellen Belastungen aber letztlich auch zu einer Bereinigung des Marktes.
Die wichtigste Lehre für Anleger
Aus heutiger Sicht ist die UMTS-Auktion insbesondere für Anleger interessant, weil sie ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen einer guten Technologie und einer guten Investition darstellt.
UMTS war technologisch sinnvoll. Mobiles Internet war ebenfalls eine richtige Zukunftsthese. Auch die langfristige Entwicklung hin zu Smartphones, mobilen Daten und permanentem Internetzugang war vollkommen richtig.
Falsch waren jedoch die Preisvorstellungen und das Timing. Eine gute Technologie kann zu einem schlechten Investment werden, wenn zu viel dafür bezahlt wird.
Genau das geschah 2000.
Die Mobilfunkunternehmen bewerteten die zukünftigen Cashflows aus UMTS so hoch, dass sie bereit waren, Milliardenbeträge für die Lizenzen zu bezahlen. Sie unterschätzten dabei, wie lange es dauern würde, bis diese Cashflows tatsächlich entstehen konnten.
Für Aktionäre bedeutete dies eine wichtige Lektion: Nicht die Frage, ob ein Markt wächst, entscheidet über die Rendite einer Investition, sondern das Verhältnis zwischen Kaufpreis, Wachstum, Kapitalbedarf und erzielbaren Cashflows.
Das eigentliche Vermächtnis des Milliardenpokers
Die UMTS-Auktion vom August 2000 war deshalb weit mehr als eine spektakuläre Versteigerung von Funkfrequenzen. Sie war ein Symbol für den Übergang von der alten Telekommunikationswelt in das digitale Zeitalter. Gleichzeitig markierte sie den Höhepunkt einer Ära, in der Unternehmen, Anleger und Politik von nahezu unbegrenztem Wachstum im Internet- und Mobilfunksektor ausgingen.
Mit rund 99 Mrd. DM erzielte der deutsche Staat einen historischen Einnahmerekord. Die damalige Regulierungsbehörde konnte zunächst mit sechs Lizenznehmern einen intensiven Wettbewerb präsentieren.
Für die Unternehmen begann dagegen ein finanzieller Kraftakt. Sie mussten nicht nur die Lizenzen bezahlen, sondern gleichzeitig Milliarden in den Netzausbau investieren. Als die Dotcom-Blase platzte und die Kapitalmärkte ihre Bewertung von Telekommunikationsunternehmen drastisch korrigierten, gerieten die Geschäftsmodelle unter Druck.
Die Kombination aus hohen Lizenzkosten, hohen Netzinvestitionen, teuren Endgeräten, verspäteter Nachfrage und einem zusammenbrechenden Kapitalmarkt erwies sich als toxisch.
MobilCom geriet an den Rand der Insolvenz. Die Deutsche Telekom musste Milliardenabschreibungen vornehmen. Andere Anbieter zogen sich zurück oder gaben ihre Lizenzen später wieder auf. Der ursprünglich erhoffte schnelle UMTS-Boom blieb aus.
Und doch war die Geschichte langfristig nicht nur eine Geschichte des Scheiterns. Das mobile Internet setzte sich durch. Smartphones wurden zum Massenprodukt. Mobile Daten entwickelten sich zu einem der wichtigsten Wachstumsgeschäfte der Telekommunikationsbranche. UMTS war dabei eine wichtige technologische Zwischenstufe auf dem Weg zu HSPA, LTE und schließlich 5G.
Die Ironie besteht darin, dass die grundsätzliche Zukunftsvision der UMTS-Auktion richtig war – nur ihre ökonomische Bewertung war falsch.
Die Verantwortlichen hatten erkannt, dass das Internet mobil werden würde. Sie unterschätzten aber, wie lange es dauern würde, bis diese Vision technisch und wirtschaftlich Realität werden konnte.
Genau deshalb ist der 17. August 2000 bis heute ein bemerkenswerter Tag der Wirtschaftsgeschichte. Die UMTS-Auktion war der Höhepunkt der deutschen Telekommunikationseuphorie und gleichzeitig der Ausgangspunkt einer der teuersten Fehleinschätzungen des Technologiezeitalters. Der Staat kassierte fast 100 Mrd. DM, während die Unternehmen in den folgenden Jahren einen erheblichen Teil ihrer finanziellen Substanz dafür einsetzen mussten, die gekauften Zukunftschancen überhaupt erst zu realisieren.
Was damals wie ein spektakulärer Triumph des Staates und der modernen Telekommunikation aussah, wurde im Nachhinein zu einer Lehrstunde über Kapitalallokation, Auktionstheorie, Netzwerkeffekte und Technologiezyklen: Eine knappe Ressource kann einen hohen Marktpreis erzielen – aber ein hoher Preis für den Zugang zu einem Zukunftsmarkt garantiert noch lange keine hohe Rendite.
Die eigentliche Tragik der UMTS-Auktion lag deshalb nicht darin, dass Deutschland auf die falsche Technologie gesetzt hätte. Deutschland setzte auf die richtige Technologie, aber zum falschen Preis und im falschen Moment. Genau diese Kombination machte aus dem vermeintlichen Jahrhundertgeschäft eine Milliardenwette, deren wirtschaftliche Konsequenzen die deutsche Telekommunikationsbranche noch Jahre später beschäftigten.
Disclaimer: Habe Apple auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

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