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Montag, 9. Februar 2026

[Kissigs Börsenlexikon] Super Bowl Indikator

Der Super Bowl ist das größte Sportereignis der Welt mit rund einer Milliarde Zuschauern. Und natürlich ist er ein Wirtschaftsereignis größten Ausmaßes. Für Börsianer ist der Kampf um die "Vince Lombardi Trophäe" allerdings noch aus einem anderen Grund beachtenswert und der gehört in den Bereich der Börsenkuriositäten.

Die amerikanische National Football League (NFL) ist in zwei sogenannte Conferences aufgeteilt, die früher zwei eigenständige Footballverbände darstellten. Die National Football Conference (NFC) und die American Football Conference (AFC) mit ihren zusammen 32 Teams spielen jeweils ihren Sieger in den Playoffs aus und diese beiden treffen dann zum Showdown der Superlative im Super Bowl aufeinander. Dieser findet inzwischen regelmäßig am ersten Sonntag im Februar statt. Und hat irgendwie auch Relevanz für die Börsenkurse...

Montag, 27. Oktober 2025

Charlie Munger rät zu Buy & Hold: "Du machst kein Geld, wenn du Aktien kaufst. Du machst kein Geld, wenn du Aktien verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du abwartest."

Charles Thomas Munger ist der kongeniale Geschäftspartner von Warren Buffett und beide setzen bei ihren Investments seit jeher auf Buy & Hold. Diese Anlagestrategie zielt darauf ab, Wertpapiere langfristig zu halten, womit das Risiko durch die Schwankungen an den Märkten gesenkt und die Erfolgsaussichten auf außerordentliche Renditen steigen.

Historische Daten belegen für für den S&P 500 zwischen 1926 und 2010 eine durchschnittliche jährliche Aktienrendite von 9,7 Prozent, während Staatsanleihen nur 5,6 Prozent p.a. brachten. Dabei unterliegen die Kurse in einzelnen Jahren durchaus heftigen Schwankungen, die auch schon mal 50 Prozent und mehr ausmachen können. Auch in diesen Phasen kann und sollte man nicht panisch verkaufen und versuchen, den Markt zu timen. Mit Geduld und Ruhe hat man in den letzten 100 Jahren jedenfalls nichts falsch gemacht am Aktienmarkt. Denn die durchschnittliche Überrendite von 4 Prozent pro Jahr erzielte man durch Nichtstun...

Dienstag, 2. September 2025

[Kissigs Börsentheater] Ron Baron investiert in "Growth at a reasonable Price" und fährt damit einfach spektakuläre Renditen ein

Anleger sind stets auf der Suche nach dem heißesten Tipp, der nächsten Kursrakete - und das natürlich ohne Risiko. Ebenso sicher ist, dass dieser Ansatz nicht funktioniert, jedenfalls nicht auf Dauer und nur mit viel Glück. Und doch machen einige Starinvestoren vor, wie man langfristig überdurchschnittliche Renditen einfährt - wenn man es denn richtig anstellt.

Ron Baron wurde als Nebenwerteinvestor erfolgreich, indem er auf wachstumsstarke Unternehmen setzte und unbeirrt an ihnen festhielt, solange sie ihre herausragenden Qualitäten aufrechterhielten. Mit seinem Ansatz "Growth at a reasobale Price" entdeckte er frühzeitig Charles Schwab, Kinsale Capital, Verisk Analytics und Tesla. Damit verdiente er Milliarden. Und was Ron Baron kann, kann im Grunde jeder von uns auch...

Dienstag, 30. Juli 2024

Einstein mahnt: Nutze den Zinseszinseffekt, sonst bezahlst du dafür!

Das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage ist die erzielte Rendite. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke als das Investieren verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass Zinsen, die aufgrund einer verzinslichen Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, den Kapitalstock erhöhen und sich ab Beginn der darauffolgenden Periode somit in der Zukunft selbst verzinsen.
»Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.«
(Albert Einstein)
Beim Investieren wirkt das Prinzip des Zinseszinses in einer ähnlichen Art und Weise. Die von einem Investor erworbenen Vermögensgegenstände generieren Gewinne, werden reinvestiert und produzieren zukünftig mehr Gewinn. Und je mehr Zeit man dem Zinseszinseffekt gibt, desto gewaltiger wird seine Kraftentfaltung, denn das Zinseszinswachstum macht aus einem kleinen Betrag einen großen, ganz von alleine...

Dienstag, 9. Januar 2024

[Kissigs Börsenlexikon] Die "Low Five" Dividendenstrategie nach Michael O´Higgins?

Vermögensverwalter Michael O'Higgins beschrieb die 'Low Five Dividendenstrategie' erstmals 1991 in seinem Buch 'Beating the Dow' und stellte damit eine Abwandlung der 'Dogs of the Dow Dividendenstrategie' von Benjamin Graham aus den 1930er Jahren vor. Danach sollten jeweils zu Jahresbeginn die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite ausgewählt und zu gleichen Geldanteilen gekauft werden. Nach einem Jahr solle man die Zusammensetzung prüfen und anhand der Kriterien das Depot neu zusammenstellen.

O'Higgins macht es etwas komplizierter, aber auch differenzierter...

Samstag, 6. Januar 2024

[Kissigs Börsenlexikon] Die "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie nach Benjamin Graham?

Der Urvater der Fundamentalanalyse und Begründer des Value Investings, Benjamin Graham, hat seine 'Dogs of the Dow' Dividendenstrategie erstmals in seinem Standardwerk 'The Intelligent Investor' vorgestellt. Graham hielt Emotionen für den größten Feind eines erfolgreichen Investors und wollte diese durch ein stringentes und einfaches Handlungskonzept neutralisieren. Er setzte auf Substanzwerte, die ein geringeres Kursrisiko aufweisen und Rückschläge besser verkraften; Risikovermeidung war ihm stets wichtiger als Rendite!

Grahams 'Dogs of the Dow' Dividendenstrategie folgt ebenfalls nur einigen wenigen, klaren Regeln...

Sonntag, 19. November 2023

Aktienrückkäufe erzeugen positive Effekte - mit Nebenwirkungen und Besonderheiten

Wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dem Vorstand grünes Licht geben, eigene Aktien kaufen zu können, und das Unternehmen dies dann umsetzt, spricht man von einem Aktienrückkauf. Dieser ist in der Regel auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt und oft wird ein Höchstkurs für die zurückzukaufenden Aktien vorgegeben. Und nach geltendem deutschem Recht darf eine Aktiengesellschaft nicht über mehr als 10 % ihres eigenen Grundkapitals verfügen.

Anleger lieben Aktienrückkäufe

Aktienrückkaufprogramme sind bei Anlegern aufgrund ihrer positiven Nebenwirkungen in der Regel sehr beliebt, weil sie durch die zusätzliche Nachfrage nach den Aktien des Unternehmens tendenziell zu steigenden Kursen derselben führen. Jedenfalls, wenn der faire Wert des Unternehmens oberhalb des aktuellen Aktienkurses notiert. Darüber hinaus repräsentiert nun jede andere Aktie einen höheren Anteil am Unternehmensgewinn, weil das Unternehmen ja keine Gewinne an sich selbst ausschüttet, und die Gewinn bezogenen Bewertungskennziffern sinken entsprechend, wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Als direkte Folge steigt auch der faire Wert der Aktien.
»Keine andere Maßnahme nützt Aktionären so viel wie Aktienrückkäufe. Sofern das Unternehmen über ausreichend Liquidität für das operative Geschäft verfügt und die Aktie mit einem nennenswerten Abschlag auf den inneren Wert notiert - konservativ gerechnet.«
Daher werden Aktienrückkäufe von vielen Anlegern auch als Alternative zu Dividenden angesehen. Sie bleiben zunächst auch steuerfrei, bis die Aktien irgendwann verkauft werden und dann auf die erzielten Kursgewinne Kapitalertragsteuer anfällt.

Einige Aspekte sind aber schon zu beachten, damit die Freude über Aktienrückkäufe nicht getrübt wird...

Mittwoch, 18. Oktober 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Die Aktiendividende

Aktiengesellschaften schütten oft einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre aus. Dies erfolgt ganz überwiegend als Bardividende und der Aktionär erhält Geld auf sein Konto und er muss diese gegenüber dem Finanzamt versteuern. Eine interessante Alternative zur Bardividende ist die sog. Aktiendividende, bei der die Ausschüttung in Form neuer Aktien erfolgt. Dabei gibt es allerdings einige Besonderheiten zu beachten...

Freitag, 6. Oktober 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Der "Circle of Competence"

Der persönliche 'Circle of Competence' ist ein Konzept aus dem Value Investing und innerhalb seines Kompetenzbereichs zu investieren hat den Vorteil, die langfristige Entwicklung eines Unternehmens oder einer Branche relativ sicher vorhersehen zu können.

Das bedeutet aber auch, viele Investmentgelegenheiten in anderen Wirtschaftsbereichen an sich vorübergehen zu lassen. Denn wenn man nicht wirklich versteht, was den Erfolg oder Misserfolg in diesen Bereichen ausmacht, und die Geschäftsergebnisse der nächsten fünf bis zehn Jahre nicht hinreichend genau voraussagen kann, sollte man sein Kapital lieber in die Branchen und Unternehmen investieren, von denen man etwas versteht. Denn Regel Nummer 1 ist und bleibt, kein Geld zu verlieren, wie uns Warren Buffett ins Stammbuch schreibt.
»Bleibe in Deinem Kompetenzkreis und investiere nicht in Bereiche, von denen Du nichts verstehst. Denn das Risiko von Fehlentscheidungen steigt ansonsten exponentiell an.«
(Warren Buffett)
Nach Warren Buffett kommt es beim Investieren nicht darauf an, wie groß der Kompetenzbereich des Investors ist. Entscheidend ist, dessen Grenzen zu (er)kennen und strikt zu beachten...

Sonntag, 10. September 2023

Vermögenswirksame Leistungen: Aktiensparplan für Arbeitnehmer mit 20% Extrarendite

Börsenlegende Bernard Baruch brachte unser Dilemma mit dem Geld treffsicher auf den Punkt:

(Bernard Baruch)

Dabei sind natürlich diejenigen gekniffen, die nicht groß geerbt haben oder üppig beschenkt wurden. Alle anderen können nicht einfach ihr Geld anlegen und damit relevante Einnahmen erzielen aus Zinsen oder Dividenden. Wer kaum Geld auf der hohen Kante hat, muss für seinen Lebensunterhalt arbeiten. Und dabei verdienen sich die meisten kein großes Vermögen zusammen - aber ein kleines Vermögen kann schon drin sein und Vater Staat greift hierbei durchaus fürstlich unter die Arme. Wenn man es denn richtig anstellt.

Konkret geht es um die sog. Vermögenswirksamen Leistungen, mit denen der Staat normal- und gering verdienenden Arbeitnehmern beim Vermögensaufbau unterstützt. Und zwar durch die Arbeitnehmersparzulage, die bei der Anlage in Aktien oder ähnlichen Vermögenswerten 20 % auf die Sparrate beträgt. Zusätzlich zu der Rendite, die man ohnehin mit den Aktien erzielt! Zudem regeln viele Tarifverträge, dass der Arbeitgeber auch noch einen Teil der Sparrate übernimmt. Klingt jetzt nicht so schlecht, oder?

Donnerstag, 10. August 2023

Dividendeninvestoren setzen auf hohe Renditen - mit Business Development Companies

Business Development Companies stellen vor allem für Dividendeninvestoren eine interessante Anlagekategorie dar, zeichnen sie sich doch insbesondere durch attraktive Dividendenrenditen aus.
»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um Dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
Doch üppige Dividendenrenditen sind nicht alles! Es sind schon einige wesentliche Aspekte zu beachten, um mit überschaubarem Risiko überdurchschnittliche Renditen einzufahren...

Freitag, 4. August 2023

Benjamin Graham lehrt uns: Kümmere dich zuerst um das Risiko und dann um die Rendite!

Herausragende Erfolge an der Börse feiert man, wenn es einem gelingt, Aktien zu einem Kurs deutlich unterhalb ihres wirklichen Werts zu kaufen. Und dann geduldig auf den Kursanstieg zu warten, der irgendwann fast zwangsläufig erfolgt, wenn an der Börse diese Unterbewertung registriert und folgerichtig abgebaut wird.

Nun liegt es allerdings in der menschlichen Natur, lieber mit der Herde zu ziehen, als sich gegen den Strom zu stellen. Durch die Börsenbrille betrachtet, agieren Anleger eher wie Lemminge als wie Leitwölfe. Und daher schneiden sie beim Stock-Picking zumeist noch schlechter ab als die Profis. Es ist halt einfacher, den angesagten Aktien hinterherzulaufen, als sich für die hässlichen, ungeliebten Mauerblümchen zu erwärmen.
»Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht.«
Dabei sind gerade sie es, die außergewöhnliche Renditechancen versprechen. Wenn man denn nicht voll ins Drecksloch greift, genauer gesagt, in eine Value Trap tritt. Doch was ist so eine Wertfalle und wie erkennt man den Unterschied zwischen weitgehend wertlosem Aktien-Katzengold und dem wirklichen Aktien-Goldfund?

Donnerstag, 13. Juli 2023

Joel Greenblatt verrät: Mit Spin-offs kann man relativ einfach Extrarenditen einfahren

Als Spin-off wird die Abspaltung eines Unternehmensteils bezeichnet. Eine Gesellschaft möchte sich einer Sparte entledigen, doch anstatt diese zu verkaufen, formt sie aus ihr eine eigenständige Aktiengesellschaft und 'verschenkt' diese Aktien dann an ihre Aktionäre. Die Aktionäre der Alt-AG bekommen also entweder die Aktien der Neu-AG einfach in ihr Depot übertragen und sind dann an beiden Unternehmen beteiligt, oder sie erhalten zumindest ein Bezugsrecht für deren Aktien. Und hieraus ergeben sich oft interessante Konstellationen. Bereits Benjamin Graham, Urvater des Value Investings und Lehrmeister von Warren Buffett, lehrte uns, dass Spin-offs oft zu Sondersituationen führen, bei man Unternehmensanteile unter Wert einsammeln kann. Und Börsenlegende Joel Greenblatt stößt ins selbe Horn.
»Man kann einen Haufen Geld verdienen, indem man in Spin-offs investiert. Die Fakten sind überwältigend. Aktien von Spin-off-Unternehmen übertreffen die Marktdurchschnittswerte signifikant und konstant.«
(Joel Greenblatt)
Das liegt daran, dass ein Spin-off kein normaler Börsengang ist, bei dem sich Anleger aktiv um die neuen Aktien bemühen, sondern bei einem Spin-off bekommen Aktionäre des abgebenden Konzerns die Aktien der abgespaltenen Unternehmenseinheit einfach in ihre Depots eingebucht. Das sorgt für Irritationen - und Chancen...

Sonntag, 2. Juli 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Der Wertpapierkredit - Fluch und Segen eines gehebelten Depots

Ein Wertpapierkredit (auch Effekten-Lombardkredit) ist eine besondere Form des  Kredits, denn seine Besicherung erfolgt durch die Wertpapiere in einem Depot - umgangssprachlich werden diese verpfändet. Die Höhe des Kreditrahmens errechnet sich hierbei an dem Kurswert der zugrunde liegenden Wertpapiere und schwankt daher. Zinsen fallen allerdings nur für den Betrag an, der auch als Kredit in Anspruch genommen wurde, nicht für den maximalen Höchstbetrag des eingeräumten Wertpapierkredits.

Zusätzlich verlangen Banken einen Abschlag auf diesen Kurswert als Risikopuffer für den Fall, dass die Wertpapierkurse fallen; somit soll sichergestellt werden, dass die Sicherheit für den Kreditbetrag ausreicht. Inländische Aktien werden z.B. mit 60% ihres Kurswertes angerechnet, ausländische Aktien mit 50%, Optionsscheine oder Derivate gar nicht. Eine regelmäßige Tilgung des Wertpapierkredits erfolgt nicht, sondern die Summe wird bei Verkauf der Wertpapiere zurückgezahlt (oder durch Einzahlung von Cash in den Kredit); die Zinsen werden allerdings regelmäßig in Rechnung gestellt.

Der Charme eines Wertpapierkredits besteht in seiner Hebelwirkung - die wirkt allerdings in beide Richtungen und daher sollten sich Anleger vorab äußerst gründlich Gedanken über seine Verwendung machen. Und zwar vor allem über die Risiken, denn die Chancen sorgen für sich selbst...

Donnerstag, 29. Juni 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Disruption - Oder: Die Amazon-Attacke...

Als Disruption bezeichnet man einen Prozess, bei dem ein bestehendes Geschäftsmodell oder ein gesamter Markt durch eine stark wachsende Innovation abgelöst bzw. zerschlagen wird; Produkte, Dienstleistungen oder Technologien werden also ganz oder teilweise verdrängt.

Der Unterschied zu normalen, in allen Branchen alltäglichen, Innovationen liegt in der Art und Weise der Veränderung. Während eine Innovation eine Fortentwicklung, eine Anpassung ist, bezeichnet die Disruption einen totalen Um- oder Zusammenbruch des bestehenden Modells. Und das hat natürlich dramatische Auswirkungen für alle Beteiligten...

Donnerstag, 15. Juni 2023

[Kissigs Börsenlexikon] Dividendenaristokrat

Viele börsennotierte Unternehmen beteiligen ihre Aktionäre am Erfolg durch Zahlung einer Dividende. Die Dividendenrendite spielt daher für die Anlageentscheidung eine wichtige Rolle.

Doch kann sie auch künstlich hochgehalten werden, um das Unternehmen attraktiver aussehen zu lassen, als es auf den zweiten Blick wirklich ist. Wenn zum Beispiel 10 Cents je Aktie als Dividende ausgeschüttet werden, während im Geschäftsjahr nur 5 Cents verdient wurden oder sogar ein Verlust anfiel. In diesem Fall geht die Ausschüttung zulasten der Substanz des Unternehmens und passiert dies mehrmals, ist das Unternehmen irgendwann ausgezehrt und die optisch attraktive Dividendenrendite kann den Kursverfall dann auch nicht mehr aufhalten. Die sog. 'Dividendenaristokraten' sollen hier Abhilfe schaffen...

Freitag, 5. Mai 2023

Renditekiller Ankereffekt: Passiert fast jedem, ganz unbewusst. Ist aber echt teuer...

Psychologie hat einen enormen Einfluss auf unsere Entscheidungen, auch an der Börse. André Kostolany meinte sogar, die Börsenkurse würden zu 90 % von psychologischen Faktoren beeinflusst. Grund genug, sich als Anleger mit "Behavioral Finance" (Verhaltensökonomie) zu beschäftigen und dabei einem Phänomen auf die Schliche zu kommen, das so natürlich zu unserem Lebensalltag gehört, dass wir es gar nicht mitbekommen. Und das uns viel Rendite kostet, wenn wir uns nicht bewusst dagegen zu Wehr setzen: der Ankereffekt.

Mittwoch, 19. April 2023

Klasse statt Masse: Börsenlegende Philip Fisher rät Aktieninvestoren zum Focus Investing, also sich ausschließlich auf die besten Unternehmen zu konzentrieren

Benjamin Graham war ein großer Befürworter des Diversifizierens. Seiner Überzeugung nach kann eine möglichst breite Streuung im Portfolio das Risiko deutlich reduzieren, Opfer von hochemotionalen Kurseinbrüchen zu werden. Und Peter Lynch kaufte für seinen Fonds immer mehrere Werte eines ganzen Sektors, wenn er bei einem Unternehmen auf eine Perle gestoßen war. Allerdings war dies vor allem dem enormen Investitionsvolumen des Magellan-Fonds geschuldet, für den die Börsenkapitalisierungen vieler Einzelwerte einfach zu klein waren und darüber hinaus hatte er hier strikte zu befolgen, die eine stärkere Fokussierung auf einige wenige Titel erschwerten.

Börsenlegende Philip A. Fisher rät Anlegern, sich auf einige wenige Aktien zu konzentrieren: die besten.
»Anleger sollten peinlich genau darauf achten, nicht die meisten, sondern die besten Aktien zu halten. Bei Aktien kann Masse niemals mehr als schwacher Ersatz für Klasse sein.«
(Philip A. Fisher)
Für Fisher stellt eine breite Diversifikation weniger einen zusätzlichen Schutz vor Risiken dar, als viel mehr eine (zu) starke Verwässerung der Chancen. Klasse statt Masse ist auch hier sein Credo und das fußt natürlich darauf, dass man sich zuvor intensiv mit "seinen" Unternehmen auseinandergesetzt und diese gründlich analysiert hat, bevor man sich ihre Aktien ins Depot legte. In seinem Buch "Die Profi-Investment-Strategie" hat Fisher hierzu konkrete Ausführungen gemachte und die aus seiner Sicht optimale Aufstellung eines Depots dargelegt.

Montag, 10. Oktober 2022

Kissigs Aktien Report: Wenn der "Greater Fool" dein Joker beim Investieren ist, biste selbst der Dumme…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 108 vom 30.09.2022

Sonntag, 22. Mai 2022

Psychologie der Massen: Buffett erklärt, weshalb Lemminge keine guten Anleger sind

Heftige Börsenkorrekturen ereignen sich immer mal wieder. Nachdem S&P 500, DOW und DAX Ende 2021 noch neue Allzeithochs markierten, folgte anschließend ein regelrechter Ausverkauf. Die zunehmende Panik wegen explodierender Preise und Inflation, gestörter Lieferketten sowie steigender Zinsen zerrt an den Nerven. Nicht Fakten dominieren in solchen Phasen das Börsengeschehen, sondern die Emotionen Angst und Gier. Und viele Anleger müssen eine der ältesten Lektionen des Börsengeschäfts neu lernen...