"Durch Kunstgriffe der Bank- und Währungspolitik kann man nur vorübergehende Scheinbesserung erzielen, die dann zu umso schwererer Katastrophe führen muss."
(Ludwig von Mises)
Montag, 25. November 2013
Donnerstag, 21. November 2013
MAN-Nachbesserung könnte Scherzer & Co. ordentlich Geld in die Kasse spülen
Börse Online spekuliert in seiner aktuellen Printausgabe, es könne bei MAN im Spruchstellenverfahren zu einem satten Nachschlag auf die bisher gezahlte Abfindung an die freien Aktionäre kommen, weil sich MAN optisch arm gerechnet habe. Folgt das Gericht diesem Ansatz, müsste VW bei seinem Übernahmeangebot nachträglich noch ordentlich Geld auf den Tisch legen. Und die größte Beteiligungsposition von Scherzer & Co. sind aktuell die Stammaktien von MAN. Daher würde Scherzer von der Nachbesserung sehr profitieren - wie kürzlich, als 1,1 Mio. EUR aus einer solchen Nachbesserung auf dem Scherzer-Konto landeten.
Scherzers Aktienkurs bei unter 1,40 EUR liegt weiterhin fast 20% unter dem NAV, dem fairen Wert. Die mögliche MAN-Nachbesserung ist hierin noch nicht enthalten - für mich ist die Scherzer & Co. AG, dieser langweilige und weitgehend unbeachtete Nebenwert, weiterhin ein klarer Kauf für langfristig orientierte Anleger. Dem entsprechend habe ich meine Position auf diesem Niveau weiter aufgestockt.
Scherzers Aktienkurs bei unter 1,40 EUR liegt weiterhin fast 20% unter dem NAV, dem fairen Wert. Die mögliche MAN-Nachbesserung ist hierin noch nicht enthalten - für mich ist die Scherzer & Co. AG, dieser langweilige und weitgehend unbeachtete Nebenwert, weiterhin ein klarer Kauf für langfristig orientierte Anleger. Dem entsprechend habe ich meine Position auf diesem Niveau weiter aufgestockt.
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Jubiläum: Seit zwei Jahren wird hier intelligent investiert
Heute feiert dieses Blog seinen zweiten Geburtstag; jeder möge sich ein beliebig großes Stück von der imaginären Geburtstagstorte abschneiden und so ausgelassen feiern, wie er will. Und kann.
Mein Dank geht an all die Leser, die in diesen zwei Jahren mein Blog besucht haben und mich stest auf's Neue dazu zwingen, meine Grundsätze zum Value Investing nicht aus den Augen zu verlieren und ständig zu überprüfen. Denn wenn man darüber schreibt, stößt man auf die vielen kleinen Ungereimtheiten, über die man sonst schnell hinweggehen kann, die man nun aber bedenken muss. Mir hilft das, bei meinen eigenen Investments meine Grundsätze nicht außeracht zu lassen.
"Durch Lehren lernen wir".(Seneca)
Und meine Hoffnung ist (auch aus diesem Grund), dass das Blog auch künftig noch für möglichst viele Interessierte lesenswert genug ist für einen Besuch. Und im nächsten Jahr werde ich auch wieder die Zeit finden, mehr Artikel zu schreiben als zuletzt.
Montag, 18. November 2013
Börsenweisheit der Woche 46/2013
"An der Börse wird immer das gleiche Theater gespielt, nur mit verschiedenen Darstellern."
(André Kostolany)
(André Kostolany)
Montag, 11. November 2013
Freitag, 8. November 2013
Scherzer & Co. erzielt weitere 1,1 Mio. EUR aus Squeeze-Out-Verfahren
Die Investment- und Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. AG vermeldete heute, dass sie einen vertraglich vereinbarten Sonderertrag von 1,1 Mio. EUR zu verzeichnen habe, der aus einer Nachbesserung eines Squeeze-out-Verfahren stammt. Dies entspricht einer Erhöhung des Ursprungsbetrags von 15% und steigert den NAV (Netto-Inventarwert) der Scherzer-Aktie um 3 Cent auf 1,66 EUR, wobei bei dieser Betrachtung weitere Andienungsrechte aus Squeeze-Out-Verfahren unberücksichtigt bleiben. Im Juni lag der NAV noch bei 1,51 EUR je Aktie.
Der heutige Schlusskurs von 1,381 EUR liegt also 20% unter dem "fairen Wert" und auf dieser Basis bietet die Aktie eine interessante Gelegenheit, um an dem lukrativen Geschäft mit Squeeze-out-Verfahren teilzuhaben, ohne selbst Einzelwerte analysieren und im Depot halten zu müssen. Denn bei Squeeze-outs klingelt die Kasse nicht selten zweimal.
Der heutige Schlusskurs von 1,381 EUR liegt also 20% unter dem "fairen Wert" und auf dieser Basis bietet die Aktie eine interessante Gelegenheit, um an dem lukrativen Geschäft mit Squeeze-out-Verfahren teilzuhaben, ohne selbst Einzelwerte analysieren und im Depot halten zu müssen. Denn bei Squeeze-outs klingelt die Kasse nicht selten zweimal.
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Montag, 4. November 2013
Börsenweisheit der Woche 44/2013
"Ich weiß nicht, was morgen sein wird, aber ich weiß, was gestern war und heute ist, und das ist schon sehr viel."
(André Kostolany)
(André Kostolany)
Montag, 28. Oktober 2013
Montag, 21. Oktober 2013
Börsenweisheit der Woche 42/2013
"Im Grunde sind dem Käufer die Kurse immer zu hoch und dem Verkäufer immer zu niedrig."
(Hermann Josef Abs)
(Hermann Josef Abs)
Montag, 14. Oktober 2013
Börsenweisheit der Woche 41/2013
"Hat man Aktien, so zittert man, sie könnten fallen; hat man keine, so zittert man, sie könnten steigen."
(André Kostolany)
(André Kostolany)
Montag, 7. Oktober 2013
Börsenweisheit der Woche 40/2013
"Kaufe nicht, wenn der Kurs am niedrigsten ist, verkaufe nicht, wenn er am höchsten ist. Das können nur Lügner."
(Bernard Baruch)
(Bernard Baruch)
Montag, 30. September 2013
Turnaround bei TwinTec schleppt sich (zu lange) hin
Der Abgasreinigungsspezialist TwinTec fand im Januar Aufnahme auf meine Empfehlungsliste, nicht als Value-Investment, sondern als Turnaround-Spekulation. Denn ein halbes Jahr zuvor war das Unternehmen quasi pleite, nur der Einstieg eines US-Investors verhinderte die am nächsten Tag drohende Insolvenz. Seitdem hat sich vieles gebessert, das Unternehmen steht heute deutlich besser da, als im vergangenen Jahr. Und doch...
Die Halbjahreszahlen, die TwinTec präsentierte, sind schlechter ausgefallen als erwartet und vor allem der Ausblick gibt schwer zu denken. Denn die Fortführungsprognose des Vorstands lautet: "2013 muss die Verlagerung des Hauptgeschäfts von den Nachrüstprodukten für den freien Markt (IAM) zu den Erstausrüstungsprodukten und in die internationalen Märkte gelingen. Der Zusammenbruch des (hiesigen) Nachrüstmarktes führt sonst dazu, dass das Unternehmen ohne diese Verlagerung nicht mehr zukunftsfähig ist“. Fraglich ist, ob der amerikanische Großinvestor nochmals Geld nachschießen würde, wenn absehbar ist, dass TwinTec nicht alleine laufen kann. Und selbst dann wäre das Hauptproblem, das siechende operative Geschäft, nicht gelöst, sondern weiterhin ein Patient auf der Intensivstation.
Fazit: die großen Hoffnungen, die mit dem Einstieg des Ankerinvestors verbunden waren, haben sich nur bedingt realisiert und das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich wieder deutlich eingetrübt. Zeit, die aufgelaufenen Gewinne mitzunehmen. Per Schlusskurs heute zu 1,038 EUR glattgestellt, ergibt sich ein ordentlicher Kursgewinn bei dieser Spekulation von gut 22 Prozent.
Die Halbjahreszahlen, die TwinTec präsentierte, sind schlechter ausgefallen als erwartet und vor allem der Ausblick gibt schwer zu denken. Denn die Fortführungsprognose des Vorstands lautet: "2013 muss die Verlagerung des Hauptgeschäfts von den Nachrüstprodukten für den freien Markt (IAM) zu den Erstausrüstungsprodukten und in die internationalen Märkte gelingen. Der Zusammenbruch des (hiesigen) Nachrüstmarktes führt sonst dazu, dass das Unternehmen ohne diese Verlagerung nicht mehr zukunftsfähig ist“. Fraglich ist, ob der amerikanische Großinvestor nochmals Geld nachschießen würde, wenn absehbar ist, dass TwinTec nicht alleine laufen kann. Und selbst dann wäre das Hauptproblem, das siechende operative Geschäft, nicht gelöst, sondern weiterhin ein Patient auf der Intensivstation.
Fazit: die großen Hoffnungen, die mit dem Einstieg des Ankerinvestors verbunden waren, haben sich nur bedingt realisiert und das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich wieder deutlich eingetrübt. Zeit, die aufgelaufenen Gewinne mitzunehmen. Per Schlusskurs heute zu 1,038 EUR glattgestellt, ergibt sich ein ordentlicher Kursgewinn bei dieser Spekulation von gut 22 Prozent.
Börsenweisheit der Woche 39/2013
"Ich kann die Bahn der Himmelskörper berechnen, nicht aber, wohin eine verrückte Menge die Kurse treibt."
(Isaac Newton)
(Isaac Newton)
Freitag, 27. September 2013
RWE / Eon: Dividende aus der Substanz wäre weiterer Sargnagel
Die Kommunen als Anteilseigner von RWE (und ebenso bei Eon) träfe es hart, wenn die Dividenden gekürzt würden, denn sie sind selbst Pleite. Und so begehren sie auf gegen die Pläne RWEs, aufgrund der katastrophalen unternehmerischen Entwicklungen, die Dividende zu kürzen. Die Forderung der Kommunen ist daher zwar unter kurzfristigen haushalterischen Gesichtspunkten verständlich, für alle Aktionäre (und zwar inkl. der Kommunen!) wären derartige Ausschüttungen aus der Substanz jedoch eine Katastrophe. Denn sie reduzieren das Vermögen des Unternehmens und nehmen ihm zusätzlich noch die Mittel, um diesen großen Umwälzungen unternehmerisch begegnen zu können. Dividenden, die nicht aus dem Gewinn ausgeschüttet werden, sind immer schädlich - dies ist die Ausnahme von der Ausnahme, denn bei dieser Regel gibt es keine Ausnahme!
Für die "privaten" Aktionäre sollten daher alle Warnleuchten angehen, denn die Kommunen werden aus reinem Selbsterhaltungstrieb diesen Kurs auch bis zum bitteren Ende durchziehen - ggf. über Jahre hinweg. Der kommunale Einfluss bei RWE und Eon, der früher gern als stabilisierend gewertet wurde, wird in der Krise zu einem weiteren Mühlstein um den Hals dieser Unternehmen. Man darf befürchten, dass RWE und Eon nicht zu Unrecht als "Dinosaurier der Energiebranche" bezeichnet werden. Möglicherweise sogar mit demselben Ende...
Für die "privaten" Aktionäre sollten daher alle Warnleuchten angehen, denn die Kommunen werden aus reinem Selbsterhaltungstrieb diesen Kurs auch bis zum bitteren Ende durchziehen - ggf. über Jahre hinweg. Der kommunale Einfluss bei RWE und Eon, der früher gern als stabilisierend gewertet wurde, wird in der Krise zu einem weiteren Mühlstein um den Hals dieser Unternehmen. Man darf befürchten, dass RWE und Eon nicht zu Unrecht als "Dinosaurier der Energiebranche" bezeichnet werden. Möglicherweise sogar mit demselben Ende...
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Mittwoch, 25. September 2013
BlackBerry: Das war's dann wohl...
Die Aktien des Smartphoneherstellers BlackBerry (vormals RIM) habe ich mal als Turnaroundspekulation auf meine Empfehlungsliste genommen und bisher ist diese Spekulation nicht aufgegangen. Operativ läuft es bei BlackBerry noch immer schlecht und das Unternehmen hat sich selbst zum Verkauf gestellt, zudem werden weitere tausende von Mitarbeitern entlassen. In dieser Situation will der kanadische Finanzdienstleister Fairfax Financial 9 USD pro Aktie zahlen, um Black Berry anschließend von der Börse zu nehmen. Bis zum 4. November hat BlackBerry nun Zeit, einen anderen Investor zu finden, sonst wird man sich in dieses Schicksal ergeben.
Für Aktionäre wird es nun kritisch. 9 USD entsprechen knapp weniger als 7 EUR, der aktuelle Börsenkurs liegt bei 6,30 EUR, also um diesen Wert herum. Sollte Fairfax Financial BlackBerry schlucken, können Aktionäre das Abfindungsangebot annehmen - ansonsten bleiben sie Anteilseigner des Unternehmens, auch wenn es von der Börse genommen wird. Die Anteile allerdings dann noch loszuwerden, dürfte schwierig sein und mit einigen Kosten verbunden, da sie ja nicht mehr an einer Börse gehandelt würden. Vergleichbar wären sie also mit einer Beteiligung an einer deutschen GmbH oder einem geschlossenen Fonds. Selbstredend wird der Informationsfluss deutlich abnehmen und man wenig bis gar nichts von den (operativen) Erfolgen hören, jedenfalls im Vergleich zu heute.
Zu überlegen ist, ob jemand anderes bis zum 4. November ein höheres Gebot abgeben wird. Das ist selbstverständlich möglich, aber eher unwahrscheinlich. Denn Fairfax Financial ist bereits seit langem Großaktionär bei BlackBerry und potenzielle Übernehmer aus der Branche sind bereits positioniert (Google hat Motorola gekauft, Microsoft Nokia, Apple und Samsung haben kaum Bedarf, die BlackBerrys ihrem Produktsortiment hinzuzufügen). Der einfach(st)e Weg für Aktionäre dürfte es also sein, lieber jetzt die Reißleine zu ziehen, die Aktien zu verkaufen und die Verluste hinzunehmen. Diese Spekulation hat sich nicht ausgezahlt.
Für Aktionäre wird es nun kritisch. 9 USD entsprechen knapp weniger als 7 EUR, der aktuelle Börsenkurs liegt bei 6,30 EUR, also um diesen Wert herum. Sollte Fairfax Financial BlackBerry schlucken, können Aktionäre das Abfindungsangebot annehmen - ansonsten bleiben sie Anteilseigner des Unternehmens, auch wenn es von der Börse genommen wird. Die Anteile allerdings dann noch loszuwerden, dürfte schwierig sein und mit einigen Kosten verbunden, da sie ja nicht mehr an einer Börse gehandelt würden. Vergleichbar wären sie also mit einer Beteiligung an einer deutschen GmbH oder einem geschlossenen Fonds. Selbstredend wird der Informationsfluss deutlich abnehmen und man wenig bis gar nichts von den (operativen) Erfolgen hören, jedenfalls im Vergleich zu heute.
Zu überlegen ist, ob jemand anderes bis zum 4. November ein höheres Gebot abgeben wird. Das ist selbstverständlich möglich, aber eher unwahrscheinlich. Denn Fairfax Financial ist bereits seit langem Großaktionär bei BlackBerry und potenzielle Übernehmer aus der Branche sind bereits positioniert (Google hat Motorola gekauft, Microsoft Nokia, Apple und Samsung haben kaum Bedarf, die BlackBerrys ihrem Produktsortiment hinzuzufügen). Der einfach(st)e Weg für Aktionäre dürfte es also sein, lieber jetzt die Reißleine zu ziehen, die Aktien zu verkaufen und die Verluste hinzunehmen. Diese Spekulation hat sich nicht ausgezahlt.
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Montag, 23. September 2013
Börsenweisheit der Woche 38/2013
"Hat man eine schlaflose Nacht wegen eines Börsenengagements, soll man es sofort auflösen."
(André Kostolany)
(André Kostolany)
Montag, 16. September 2013
Montag, 9. September 2013
Börsenweisheit der Woche 36/2013
"Falsche Nachrichten sind gefährlich, aber falsche Auslegung richtiger Nachrichten ist
noch gefährlicher."
(André Kostolany)
(André Kostolany)
Freitag, 6. September 2013
Deutschlands Bankenlandschaft stabilisiert sich
Spätestens seit der Finanzkrise, dem Zusammenbruch der HypoRealEstate (HRE), den vielen staatlichen Stützungsmaßnahmen für die IKB, die Commerzbank und die Landesbanken, hat wohl jeder begriffen, dass das Bankensystem in Deutschland anfällig war. Basel III soll es nun richten und die Banken bereiten sich seit Jahren darauf vor - mit Erfolg, wie die Ratingagentur Moodys nun bescheinigt. Die deutschen Banken profitierten von der robusten Wirtschaftslage in Deutschland, mit der eine geringere Anzahl von Privatinsolvenzen und Firmenpleiten einhergeht, und damit weniger Wertberichtigungs- und Abschreibungsbedarf auf Kredite entsteht. Und die Banken haben ihre Eigenkapitalbasis verstärkt, was sie weniger anfällig für Krisen macht.
Vom Eis ist die Kuh allerdings noch lange nicht. Moodys hebt seinen Ausblick für die deutschen Banken von "negativ" auf "stabil" und macht damit deutlich, in den nächsten 12 bis 18 Monaten keine Verschlechterung in diesem Sektor mehr zu erwarten. Eine so gute Perspektive gab es seit 2008 nicht mehr und es ist zu erwarten, dass das Licht am Horizont bald noch heller werden könnte, wenn weitere Großkrisen ausbleiben. Insgesamt ist dies eine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, nicht nur für seine Banken, denn er zeigt an, wie robust und sicher das System ist. Nicht umsonst hat Deutschland die Finanzkrise und die sich anschließende Euro- und Wirtschaftskrise so unbeschadet überstanden.
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Mittwoch, 4. September 2013
Microsoft: die Chancen nutzen...
Vor gut einem halben Jahr habe ich über "Microsoft, das verkannte Value-Investment" geschrieben und nachdem sich in den letzten Tagen die Meldungen bei dem Dow-Jones-Wert geradezu überschlagen, habe ich gestern (erneut) zugeschlagen: 23,80 EUR - das ist der Kurs, zu dem ich heute Microsoft nachgekauft habe, mehr als 6 Prozent tiefer ggü. dem vorherigen Schlusskurs.
Nicht, weil ich davon überzeugt bin, dass Microsoft mit den NOKIA-Handys einen (schnellen) Erfolg feiern wird, sondern aus anderen Gründen: Steve Ballmer räumt den Chefsessel und Mircosoft wird an der Spitze neue Impulse erfahren. Dabei läuft das Kerngeschäft rund, die Spielekonsolen, Windows, Office und vor allem die Verankerung im Businessbereich spülen jeden Monat einen operativen Cashflow von gut 2,5 Mrd. USD in die Kassen, der Cash-Bestand in der Bilanz beläuft sich auf (nach dem Nokia-Kauf) rund 75 Mrd. USD bei nur 12 Mrd USD Schulden und der Jahresgewinn liegt nach Abschreibungen bei 20 Mrd. USD.
Für die NOKIA-Handysparte wurden 5,5 Mrd USD ausgegeben, das hat Microsoft in weniger als einem Vierteljahr wieder eingespielt - allerdings hat Microsoft auch alle dazugehörigen Patente von NOKIA übernommen und diese sind nicht zu unterschätzen, nachdem sich die Tech-Konzerne gerne gegenseitig vor den Kadi ziehen. Google hat übrigens für den Kauf der Motorola-Molbilfunk-Sparte inkl. der Patente gut das Doppelte bezahlt und Motorola hatte nie eine entsprechende Marktstellung wie früher Nokia und war auch nie technologisch führend.
Fazit: Microsoft ist weiterhin ein solides Tech-Basisinvestment mit hoher Dividendenrendite und niedrigem KGV, das über ein unglaubliches Franchise verfügt. Das wird noch lange schöne Erträge abwerfen und die Wandlung vom Software- zum integrierten Tech-Konzern und mit neuer Spitze bieten darüber hinaus zusätzliche Chancen...
Microsoft befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Nicht, weil ich davon überzeugt bin, dass Microsoft mit den NOKIA-Handys einen (schnellen) Erfolg feiern wird, sondern aus anderen Gründen: Steve Ballmer räumt den Chefsessel und Mircosoft wird an der Spitze neue Impulse erfahren. Dabei läuft das Kerngeschäft rund, die Spielekonsolen, Windows, Office und vor allem die Verankerung im Businessbereich spülen jeden Monat einen operativen Cashflow von gut 2,5 Mrd. USD in die Kassen, der Cash-Bestand in der Bilanz beläuft sich auf (nach dem Nokia-Kauf) rund 75 Mrd. USD bei nur 12 Mrd USD Schulden und der Jahresgewinn liegt nach Abschreibungen bei 20 Mrd. USD.
Für die NOKIA-Handysparte wurden 5,5 Mrd USD ausgegeben, das hat Microsoft in weniger als einem Vierteljahr wieder eingespielt - allerdings hat Microsoft auch alle dazugehörigen Patente von NOKIA übernommen und diese sind nicht zu unterschätzen, nachdem sich die Tech-Konzerne gerne gegenseitig vor den Kadi ziehen. Google hat übrigens für den Kauf der Motorola-Molbilfunk-Sparte inkl. der Patente gut das Doppelte bezahlt und Motorola hatte nie eine entsprechende Marktstellung wie früher Nokia und war auch nie technologisch führend.
Fazit: Microsoft ist weiterhin ein solides Tech-Basisinvestment mit hoher Dividendenrendite und niedrigem KGV, das über ein unglaubliches Franchise verfügt. Das wird noch lange schöne Erträge abwerfen und die Wandlung vom Software- zum integrierten Tech-Konzern und mit neuer Spitze bieten darüber hinaus zusätzliche Chancen...
Microsoft befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 2. September 2013
Dienstag, 27. August 2013
Niedrigzinsniveau gefährdet Lebensversicherer
Seit rund 30 Jahren sinken die Zinsen und haben ein historisch niedriges Niveau erreicht. Damit wollen die Notenbanken die Auswirkungen der Banken- und Staatsschuldenkrise eindämmen, aber die Mager-Zinsen haben auch negative Auswirkungen und zwar ganz massive.
So werden die Sparer schleichend enteignet, denn ihre Spargroschen bringen weniger Zinsen ein, als ihnen die Inflation an Wert entzieht. Die magere 1%-Zinsgutschrift muss man ggf. sogar noch versteuern, während man mit den 2,5% Geldentwertung alleine klar kommen muss.
Doch auch die Bausparkassen haben Probleme, ihre früheren Zinsversprechen einzuhalten und deutlich schlimmer steht es um die Lebensversicherer. Denn die haben in früheren Zeiten hohe Garantieversprechen bzgl. der Verzinsung abgegeben, die sie heute nicht mehr einhalten können. Denn seit 2003 investieren sie so gut wie gar nicht mehr in Aktien (die Versicherer sind also zu Tiefstkursen nach dem "Dot-Com-Crash" ausgestiegen), sondern sie setzen auf Anleihen, also festverzinsliche Wertpapiere. Was doppelt kritisch ist! Denn aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen nehmen die Versicherer weniger Geld an Zinserträgen ein, als sie eigentlich ihren Kunden gutschreiben müssten. Daher suchen sie nach einträglicheren Einnahmequellen, wie Stromnetzen, Straßenbau, Mauteinnahmen. Und auf der anderen Seite lauert die große Gefahr des Zinsanstiegs, der verbunden ist mit einem Absinken der Anleihekurse (jedenfalls der börsennotierten). Das ist solange kein Problem, wie die Anleihe bis zum Laufzeitende gehalten und dann zu pari, also dem Nominalwert, zurückgezahlt wird. Teuer wird es allerdings, wenn vorher Liquiditätsbedarf besteht und die Anleihen vor dem Laufzeitende veräußert werden müssen - liegt dann Zinsniveau oberhalb des in der Anleihe verbrieften Nominalzinssatzes, notiert der Anleihekurs unter 100%, was bei einem Verkauf zu einem Kursverlust führt.
Doch zunächst versuchen sich einige Lebensversicherer, mit einem Trick über die Runden zu helfen. Sie haben sich an die BaFin gewandt, um die garantierten Zinsen drücken zu dürfen und ihren Kunden weniger ausschütten zu müssen. Zwar müssten die zu wenig gezahlten Zinsen irgendwann nachgezahlt werden, aber ob dies jemals geschehen wird, bleibt abzuwarten. Es ist eher zu vermuten, dass die Kunden ihrem jeweiligen Einzelschicksal überlassen werden und ihrem Geld jeder einzeln hinterherlaufen müssen...
So werden die Sparer schleichend enteignet, denn ihre Spargroschen bringen weniger Zinsen ein, als ihnen die Inflation an Wert entzieht. Die magere 1%-Zinsgutschrift muss man ggf. sogar noch versteuern, während man mit den 2,5% Geldentwertung alleine klar kommen muss.
Doch auch die Bausparkassen haben Probleme, ihre früheren Zinsversprechen einzuhalten und deutlich schlimmer steht es um die Lebensversicherer. Denn die haben in früheren Zeiten hohe Garantieversprechen bzgl. der Verzinsung abgegeben, die sie heute nicht mehr einhalten können. Denn seit 2003 investieren sie so gut wie gar nicht mehr in Aktien (die Versicherer sind also zu Tiefstkursen nach dem "Dot-Com-Crash" ausgestiegen), sondern sie setzen auf Anleihen, also festverzinsliche Wertpapiere. Was doppelt kritisch ist! Denn aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen nehmen die Versicherer weniger Geld an Zinserträgen ein, als sie eigentlich ihren Kunden gutschreiben müssten. Daher suchen sie nach einträglicheren Einnahmequellen, wie Stromnetzen, Straßenbau, Mauteinnahmen. Und auf der anderen Seite lauert die große Gefahr des Zinsanstiegs, der verbunden ist mit einem Absinken der Anleihekurse (jedenfalls der börsennotierten). Das ist solange kein Problem, wie die Anleihe bis zum Laufzeitende gehalten und dann zu pari, also dem Nominalwert, zurückgezahlt wird. Teuer wird es allerdings, wenn vorher Liquiditätsbedarf besteht und die Anleihen vor dem Laufzeitende veräußert werden müssen - liegt dann Zinsniveau oberhalb des in der Anleihe verbrieften Nominalzinssatzes, notiert der Anleihekurs unter 100%, was bei einem Verkauf zu einem Kursverlust führt.
Doch zunächst versuchen sich einige Lebensversicherer, mit einem Trick über die Runden zu helfen. Sie haben sich an die BaFin gewandt, um die garantierten Zinsen drücken zu dürfen und ihren Kunden weniger ausschütten zu müssen. Zwar müssten die zu wenig gezahlten Zinsen irgendwann nachgezahlt werden, aber ob dies jemals geschehen wird, bleibt abzuwarten. Es ist eher zu vermuten, dass die Kunden ihrem jeweiligen Einzelschicksal überlassen werden und ihrem Geld jeder einzeln hinterherlaufen müssen...
Montag, 26. August 2013
Börsenweisheit der Woche 34/2013
"Banken sind Einrichtungen, von denen man sich Geld leihen kann - vorausgesetzt man kann nachweisen, dass man es nicht braucht."
(Mark Twain)
(Mark Twain)
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