Dienstag, 14. Juni 2016

Nächster lukrativer NPL-Deal für Publity!

Nachdem Publity, ein Investor in und Asset-Manager von deutschen Büroimmobilien mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Immobilienfinanzierung in Sondersituationen, kürzlich erst von einem internationalem Investor einen 5-Jahres-Servicing Vertrag für ein NPL-Portfolio (Non-performing Loans) erhalten hat, das mehr als 1.100 notleidende Kredite in einem Gesamtvolumen rund €1,1 Mrd. umfasst, konnte man nun einen weiteren solchen Deal an Land ziehen. Dieser neue Vertrag stammt ebenfalls von diesem internationalen Finanzinvestor und umfasst 1.300 Immobilien-Kredite mit einer Forderungshöhe von insgesamt mehr als €600 Mio. Der Servicing-Vertrag läuft über 5 Jahre und Publity ist am Verwertungserlös beteiligt. Beide Portfolien zusammen umfassen somit ein Gesamtvolumen von ca. €1,7 Mrd. mit mehr als 2.400 Engagements.

 Publity AG (Quelle: finanzen.net) 
Das NPL-Segment ergänzt als zweite Säule das Kerngeschäft Co-Investments der Publity im Rahmen von Joint Ventures mit institutionellen Investoren mit dem Fokus auf renditestarke Gewerbeimmobilien in deutschen Ballungszentren. Es trägt zunehmend zum beschleunigten Wachstum der Gesellschaft bei. Für Anleger bietet sich mit einem Investment in die Publity AG die Chance, jetzt noch vergleichsweise günstig an dem absehbaren Boom teilhaben zu können, denn der Aktienkurs leidet noch unter der Irritation aufgrund der überraschenden Kapitalerhöhung am Tag nach der Hauptversammlung. Kurz danach hatte Publity sich weiteres frisches Geld besorgt und bei Pfandbriefbanken €400 Mio. eingesammelt. Wie CEO Thomas Olek in diesem Interview erklärte, sind die beiden "neuesten NPL-Deals noch gar nicht in den bisherigen Prognosen enthalten". Und Publity bekommt als Verwalter eine jährliche Managementgebühr von 0,5% der AUM, was bei einem Volumen von €1,7 Mrd. zu Erlösen von €8,5 Mio. führt, 5 Jahre lang, Jahr für Jahr. Die bisherige Prognose für das Geschäftsjahr 2016 ging von einem Nachsteuergewinn von €25 Mio. aus, um mal die enorme Auswirkung dieser beiden Deals einschätzen zu können.

Ich habe Publity auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis der Aktienkurs endlich wachgeküsst wird.

Kommentare:

  1. Top, ich freue mich, dass die nächsten Deals reinpurzeln :)

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  2. schön zu hören, dass es weitere Aufträge gibt. Bin ein wenig über den Kurs verwundert, gestern deutlicher Abschlag heute wieder 2% im Minus -> knapp 10% Wochenverlust. Ist das alles nur weil der Dax gerade abrauscht und der Gesamtmarkt den Brexit spielt?

    beste Grüße
    Hannes

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    1. Moin Hannes,
      ich kann natürlich nicht erklären, weshalb der Kurs so unter Druck steht. Operativ läuft es (mindestens) so gut, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Meldungen sind durchweg positiv und die Erwartung an die künftigen Geschäftszahlen könnten kaum besser sein. Die allgemeine Marktverfassung ist aktuell ins Negative, fast schon panische, umgeschlagen und daher werden auch Qualitätswerte ausverkauft. Mittel- und langfristig ist jedoch entscheidend, wie das Unternehmen operiert, nicht ob man selbst den optimalen Einstiegszeitpunkt hinsichtlich der Kurses erwischt hat. Ich habe heute zu unter €31 einige weitere Aktien zugekauft, weil ich weiterhin vom großen Potenzial von Publity überzeugt bin.

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    2. Hallo Michael,
      ich bin ebenfalls Aktionär und etwas nachdenklich, warum dieser Wert absinkt wie die Titanik. Am 15.08. ist die Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts. Für mein Empfinden wäre es seitens von Publity angebracht eine Zwischenverlautbarung zur Lage zu machen und den Aktionären Einblick zu geben, wohin die Reise geht und wie wei über der Wasserline sich das unternehmen befindet. Ein solides Unternehmen sollte auch fundamentierte Kurspflege betreiben. Ansonsten erinnert das Szenario eher an den Ausspruch, mit Speck(unglaublichen Aussagen) fängt man Mäuse. Wie wäre es denn mit einer Anfrage zum Zwischenstand im Namen von uns Aktionären? Schließlich bist Du, wenn ich ehrlichbin, der Hauptgrund, warum ich noch nicht verkauft habe. Im Grunde, gefühlt die einzig aktuell integere Quelle im Moment. Die Führung von Publity weiß was sie tut, das sind keine Waisenknaben. Mir liegt eine Schlagzeile im Ohr: Start-up-Milliardärin Holmes wieder auf null, das ist sie bestimmt nicht, aber ihre Aktionäre so gut wie. Ewas mehr Aufklärung über die Zahl der Mitarbeiter und aktuelle Kennzahlen zum Unternehmen wären bei den angekündigten Milliardendeals angebracht. Alles Prima, nur nicht der Aktienkurs, wie Thomas Olek es formuliert, ist mir entschieden zu wenig. Stroeer und Wirecard haben da anders reagiert. Aktuell sucht Publity 3 Mitarbeiter, unglaublich, bei dem Wachstum. Werden dort nur geratete ungelesene Pakete geschnürt zum Weiterverkauf, oder hat man wirklich den Überblick, was sich im Portfolio befindet? Das ist für meine Begriffe eine riesen Arbeit. Mit den besten Grüßen, M.K.

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    3. Das Unternehmen kommuniziert ja mit dem Kapitalmarkt, Thomas Olek hat ja gerade in mehreren Blättern seine Sicht der Lage dargestellt. Und auch bei Gereon Kruse unter boersengefluester.de gab es neue Infos zu Publity. Ob eine Unternehmensmitteilung der IR-Abteilung eine größere/andere Wirkung hätte, wage ich mal zu bezweifeln. Aktuell werden mehr Aktien verkauft als gekauft, daher fällt der Kurs. Ob es "den großen Abgeber" gibt, oder ob eher viele Leute kleine Pakete abstoßen, ist nicht bekannt. Unter dem Strich fällt der Kurs. Das ist vermutlich auch der allgemeinen Marktlage geschuldet und es ist bei vielen Aktien zu sehen, dass es Phasen gibt, wo der Kurs einfach nicht steigen zu können scheint und dann Phasen, wo es wie an der Perlenschnur gezogen nach oben geht. Ich gehöre nicht zu jenen, die meinen, der Markt wisse alles und liege immer richtig. Der Kurs sagt gar nichts aus, außer dass sich zu diesem Preis ein Käufer und ein Verkäufer gefunden und ein Aktiengeschäft abgewickelt haben. Ansonsten ist es nur ein Meinungsbild. Der manisch-depressive "Mr. Market", wie Benjamin Graham dies nannte. Und Mr. Market ist die große Chance für Aktieninvestoren, wenn sie mit seinen Launen denn richtig umzugehen verstehen...

      Zum Geschäft von Publity: (Gewerbe-)immobilien werden stark nachgefragt, ihr Preis steigt. Jedenfalls in 1A-Regionen und 1A-Lagen. Inzwischen gilt das bedingt auch für B-Lagen. Daher kann Publity die Immobilien immer noch sehr gut verkaufen. Der Einkauf hingegen wird nicht am Markt vollzogen, sondern aus den Portfolios der Banken. Dort kauft Publity die notleidenden Kreditengagements und daher mit erheblichem Abschlag zum Nominalwert. Die Forderung gegen den Kreditschulder (der auch die Immobilie als Sicherheit hinterlegt hat), bleibt aber der Nominalwert. Kauft Publity also eine Forderung i.H.v. €10 Mio. und bezahlt dafür nur €7,5 Mio., hat man gegen den Schuldner eine Forderung von €10 Mio. Kann dieser bezahlen, macht man €2,5 Mio. Gewinn. Zahlt er nicht, wird die Sicherheit, die Immobilie, verwertet. Da die Immobilien selten für 100% beliehen werden durften, ist deren Wert nicht selten sogar höher als der Nominalwert der Schulden. Hier kann ggf. also sogar ein Zusatzgewinn herausspringen beim Verkauf.

      Das Sichtungs- und Ankaufsverfahren ist seitens Publitys stark standardisiert, ansonsten wären so große Volumina gar nicht zu bewältigen. Dennoch muss man personell aufrüsten, insbesondere auch, um das neue Geschäftsfeld bedienen zu können. Da beim Verkauf nicht selten ausländische Investoren die Käufer sind, die dann keine Immobilienverwaltung in Deutschland haben, bleibt Publity nicht selten der Verwalter. Auch für diesen wachsenden Bestand benötigt man fachkundiges Personal.

      Ich glaube, dass der Markt die Chancen von Publity eklatant verkennt. Und dass sich das ändern und dann der Kurs mächtig anziehen wird. Wann dies der Fall sein wird, weiß ich natürlich nicht.

      Ich muss dazu sagen, dass mein erster Einstand bei Publity deutlich höher liegt, als mein jetziger durchschnittlicher Einstandskurs im Depot. Weil ich - wie ich ja hier im Blog auch des Öfteren berichtet habe - die Aktie auch aktiv handele. Die hohe Volatilität von bis zu 10% am Tag bietet sich hier geradezu an. Daher habe ich sowohl Kursverluste realisiert als auch zwischenzeitlich Kursgewinne eingestrichen. Und die Dividende. Unter dem Strich bin ich so bisher mit meinem Publity-Engagement ganz gut gefahren. Und habe heute zu unter €29 wieder etwas aufgestockt.

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    4. Neben ihren Ausführungen habe ich auch durch diesen Bericht das Geschäft von publity besser verstanden: http://www.publity.de/de/investor/news-und-medien/presseberichte/item/793-pressebericht-immobilienzeichnung-die-den-zyklus-reiten-27-mai-2016.

      Es ist schon ein etwas heißerer Ritt, den das Unternehmen im Gewerbeimmobilienmarkt macht. Sowohl die Verfügbarkeit von Immobilien auf dem NPL Markt (die Schnäppchen) als auch die Nachfrage nach deutschen Gewerbeimmobilien müssen stimmen, und die ehrgeizigen Ziele zu erreichen - bei den NPL Immobilien muss man sich jetzt schon ordentlich strecken. Oder anders gesagt: Der Burggraben in diesem Bereich ist eher klein.

      Ich sehe durchaus im aktuellen Marktumfeld das Potential, dass publity seine selbstgesteckten Ziele erreicht, aber das ist ein Geschäft für die Ewigkeit und auch an den Immobilienzyklus gebunden. Aktuell befinden wir uns ja noch unter den Spitzenwerten von 2008, aber auch nicht mehr am Anfang. Solange die Preise weiter steigen (und das tun sie), kann sich publity noch weiter gut entwickeln. Die NPL Transaktionen wirken hier wie ein hübscher Turbo. Sollte das aber drehen, kann es Ausschläge in die andere Richtung geben.

      Kurz um: publity erscheint mir wie eine mit NPL Transaktionen einerseits und viel Großinvestorengeld gehebelte Wette auf den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt.

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    5. Hallo Michael,
      danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Mitte August sind wir schlauer. Es sind bewegte Zeiten und die Lage etwas angespannt. Das gehört auch zum Börsenzauber. Eine Stellungnahme von Publity würde mich freuen, sollte etwas bekannt sein, was die Verkäufe betrifft. Die Kleinanleger dürften es nicht sein. Da bringt meiner Meinung nach jemand Kontingente unter. Wer und warum? Mir scheinen viele Aussagen etwas glatt und wenig greifbar, das lässt bei mir Fragen offen und fühlt sich an wie pokern.
      Mit den besten Grüßen und einen schönen Abend,
      M.K.

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    6. M.K.16. Juni 2016 um 13:33
      Hallo Michael,
      spannende Zeiten in der sich die Briten zwischen fliegen und geflogen werden befinden. Was die EU betrifft, stehen sie noch auf dem 10m Sprungturm und haben fundamentales angekündigt. Die Blicke sind auf sie gerichtet und nun, da es raus ist, fühlen sie sich mit beiden Händen am Geländer doch noch ganz wohl. Weder das Für noch das Gegen hat Eile sich der Erdanziehung auszusetzen. Wenn sie nun nochmal abstimmen, dann haben sie der Welt nach all den Umständen zu dem wenigsten etwas belustigtes Erstaunen entlockt und bewiesen, daß man sich auch auf höchster Ebene international ganz toll verzocken kann . In Sachen Sport ist es gelungen, ohne allgemeinen wirtschaftlichen Schaden. Im Bereich Wirtschaft hängt es von den Betroffenen ab, die Sache mit gutem Ausgang zu verwerten. Des einen Freud, des anderen Leid.


      Zu meinen Bedenken in Sachen Publity. Die Sache ist spannend hat aber einen gewissen Beigeschmack daß etwas seitens des Unternehmens nicht verbindlich und kalkulierbar kommunizert wird. Aus welchen taktischen Gründen auch immer.
      Einem Mr. Market, der sich verlaufen hat, würde ich es nicht zuschreiben und wenn es im Interesse aller ist, wäre es schon raus. Es hat etwas von Wikelzug oder Ungeschick. Heute gibt es eine Meinung die ich durchaus teile. Hühnerauge sei wachsam!

      Hier der Beitrag:
      28.06.16 07:05
      Der Anlegerbrief

      Krefeld (www.aktiencheck.de) - publity-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":

      Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des auf deutsche Büroimmobilien spezialisierten Asset-Verwalters publity AG (ISIN: DE0006972508, WKN: 697250, Ticker-Symbol: PBY) unter die Lupe.

      Eine große Diskrepanz zwischen dem aktuellen Newsflow und der erwarteten Gewinnentwicklung einerseits sowie der Börsenperformance andererseits weise derzeit die Aktie des Immobilienspezialisten publity AG auf. So habe das Unternehmen im Rahmen der Berichterstattung zum ersten Quartal für das Gesamtjahr eine Verdopplung des Nettoergebnisses auf 25 Mio. Euro angekündigt und anschließend mit großen Aufträgen zur Verwertung zweier Portfolios notleidender Kredite (NPL - Non-performing Loans) im Gesamtvolumen von 1,7 Mrd. Euro für Aufsehen gesorgt. Auch die Finanzierung der angestrebten Ausweitung der Assets under Management von 1,6 Mrd. Euro zum Jahresende 2015 auf mehr als 3 Mrd. Euro Ende 2016 sei nach der Kapitalerhöhung und dem Abschluss einer Kreditvereinbarung über 400 Mio. Euro bereits gesichert.

      Doch ungeachtet dieser Fortschritte und der auf Basis der Unternehmensprognose sehr günstigen Bewertung habe die publity-Aktie seit Mitte März 30% verloren. Das Unternehmen selbst führe diese Entwicklung auf den liquiditätsgetriebenen Ausstieg eines größeren langjährigen Investors zurück und zeige sich zuversichtlich, dass der Abgabedruck bald nachlassen dürfte.

      Vor diesem Hintergrund, und da die Experten von "Der Anlegerbrief" von dem Geschäftsmodell weiterhin überzeugt sind, belassen sie ihre Position trotz der zuletzt enttäuschenden Performance unverändert, setzen die publity-Aktie aber unter eine verschärfte Beobachtung. (Ausgabe 25 vom 25.06.2016)

      Mit hoffnungsvollen Grüßen,

      M.K.

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    7. Ich verstehe nicht ganz, was von dem Unternehmen eigentlich konkret erwartet wird in Sachen "Kommunikation". Die Gesellschaft gibt alle paar Tage eine Meldung heraus zu neuen Abschlüssen, der CEO Thomas Olek hat sich in diversen Interviews von Börsenpostillen zu Wort gemeldet und überall erklärt, er habe über die im Zuge der Kapitalerhöhung zur Verfügung gestellten und abgerufenen (!) Aktien hinaus keine eigenen Aktien verkauft. Auch wenn Publity hierzu noch eine eigene Pressemitteilung verfassen würde, würde dies nichts ändern, das Gerücht bleibe trotzdem im Markt. Weil der Kurs sinkt und die Anleger hierfür eine Erklärung haben wollen. Die sie eigentlich schon haben. Also schauen wir mal, wie sich die Aktie entwickelt, wenn der Abgabedruck der "englischen Adresse" aus dem Markt ist. Ich bin da ganz zuversichtlich...

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  3. Ein paar kleine Info's zur aktuelle Lage auf boersengefluester.de.

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  4. Hallo zusammen,

    hat wer genauere Infos zu Thomas Olek und der Consus GmbH?
    Momentan investiere ich noch mein Risikokapital aber das Geschäftsfeld ist sehr interessant und der Preis TOP.
    Ich kann nur das Management und die Anteile von Olek nicht einschätzen bzw. weitere verflechtete Großaktionäre...

    Vielen Dank für Eure Info

    Gruß Stefan G.

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    1. Thomas Olek ist Eigentümer der Consus GmbH und die hält seit der jüngsten Kapitalerhöhung und der Mehrzuteiligung noch 51% der Anteile an der Publity AG (Info).

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    2. Kleiner Dreher, Thomas Olek hält 49% über die Consus GmbH. 51% sind im Streubesitz.

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    3. Stimmt, die 51% waren es, bevor Olek/Consus die 300.000 Aktien in der Mehrzuteiligung bereit gestellt hat, nun hält er noch 49% der Anteile.

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