Freitag, 8. Juni 2018

Einfach gedacht: Rocket Internet und das Warten auf den nächsten großen Wurf...

Die Startup-Schmiede und Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet (WKN: A12UKK) steht zuletzt öfter in der Kritik, weil man immer größere Cash-Berge anhäuft und nicht den Eindruck vermittelt, grandiose neue Investmentideen zu haben.

Mag so sein, oder auch nicht. Im Grunde kann es mir als Aktionär von Rocket Internet auch echt egal sein! Denn Oliver Samwer und das Rocket-Führungsteam machen doch einen tollen Job. Sie haben vor Jahren Clone erfolgreicher Online-Businessmodell am laufenden Band hochgezogen und verkaufen diese seit Jahren einfach ab. Zuletzt mehrfach an den chinesischen Internetgiganten Alibaba (WKN: A117ME), aber auch Anteile von Delivery Hero (WKN: A2E4K4) an die südafrikanischen Internetbeteiligungsgesellschaft Naspers (WKN: 906614). Des Weiteren hat man sich nach dem erfolgreiche IPO bei HelloFresh (WKN: A16140) zwischenzeitlich von weiteren Anteilen getrennt - bei gestiegenen Aktienkursen - und steuert auf das nächste IPO bei der Tochter Home24 (WKN: A14KEB) sowie in Australien bei Marley Spoon zu. Doch ein bisschen mehr steckt natürlich schon dahinter...


Inzwischen ist Rocket Internet an der Börse bei 25 Euro so bewertet, dass man die börsennotierten Beteiligungen zzgl. Cash als Gegenwert bekommt - alles andere gibt's umsonst dazu. Im Grunde genommen ist es also doch völlig Banane, ob Rocket Internet jemals wieder frisches Geld in neue Startups investiert. Momentan machen sie mit jedem Verkauf, jedem Exit, jedem IPO gutes Geld und schaufeln mehr Geld aufs Firmenkonto. Auf der anderen Seite verbrennen die verbliebenen (großen) Beteiligungen immer weniger Geld - beide Faktoren erhöhen den Wert der Aktien. Home24 wird hier nur der nächste Erfolg in einer länger werdenden Reihe sein.

 Rocket Internet (Quelle: wallstreet-online.de
Und so lange interessiert mich der Aktienkurs nicht die Bohne! Sollen sie doch auf ihrem Geld sitzen und auf die richtigen, die guten Investmentideen warten - das ist viel schlauer, als es in blindem Aktionismus ala Holzbrinck irgendwo zu verbrennen.

»Es ist schmerzlich auf so viel Geld zu sitzen. Aber noch schmerzlicher ist es, etwas Dummes damit anzustellen.«
(Warren Buffett)

Und in der Zwischenzeit kann Rocket Internet gerne weiter seine eigenen unterbewerteten Aktien zurückkaufen, das steigert den Wert meiner Anteile am Unternehmen zusätzlich.

Und mal so am Rande... schaut euch mal Softbank (WKN: 891624) an; ich habe das Gefühl, dass Oli Samwer in Masayoshi Son sein (neues) Vorbild gefunden hat. Und das wäre keinesfalls eine schlechte Nachricht für mich als Rocket-Aktionär.

Rocket Internet und Naspers befinden sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot.

1 Kommentar:

  1. Ja, wenn die Assets werthaltig sind, bekommt man hier die Aktie unter dem bilanziellen Wert des IFRS Eigenkapitals. Da sollte man es nicht eilig haben und das obenstehende Statement von Buffet ist allemal eine gute Orientierung.
    lg Marcus

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