Donnerstag, 4. Oktober 2018

(K)ein Geheimnis: Das ist das einzige Wiki, in das ich investiere. Und es macht auf High-Tech Stock Picking...

In meinem Investor-Update zum Ende des dritten Quartals fand sich als meine drittgrößte Position im Depot ein - von mir bisher nicht näher bezeichnetes - Technologie-Wiki. Dieser Umstand fand viel größere Beachtung, als ich gedacht habe, und seitdem wird lebhaft darüber diskutiert, um welches Wiki es sich wohl handeln könnte.

Ich bin also in mich gegangen und hatte Kontakt mit dem Initiator des Wikis und als Ergebnis lest ihr hier den ersten und bisher einzigen Gastbeitrag in den sieben Jahren seit Bestehen dieses Blogs.


Der Grund, weshalb ich mich für ein und dann auch noch genau für dieses Wikifolio entschieden habe, hatte ich in meinem Investor-Update dargelegt.

"Das Besondere an diesem Wiki ist, dass ich den Initiator sehr schätze und seine Meinung zu den Werten sehr fundiert erscheint (ist ja nun nicht gerade mein Spezialgebiet, aber ich hinterfrage die Aussagen schon und klopfe sie auf Plausibilität ab). Und dann fanden sich auch noch eine Reihe von Werten in dem Wiki, in denen ich auch investiert bin. Naja, war. Denn ich habe mich entschlossen, eine Reihe dieser Einzelpositionen glattzustellen und stattdessen das Geld in dieses Wiki zu investieren. Wegen der von mir sehr geschätzten Analysen, wegen des von mir sehr geschätzten Investors und weil sich einige interessante Werte im Wiki befinden, in die ich alleine nicht investiert hätte, weil ich sie nicht ausreichend hätte covern können. Andererseits wollte ich in manchen Werten eben auch nicht doppelt investiert sein, so dass ich eine Reihe von Einzelinvestments in das Wiki umgeschichtet habe; es ist dem entsprechend hoch gewichtet in meinem Investmentportfolio."

Ich will euch nicht länger auf die Folter spannen: es ist das Wiki "High-Tech Stock Picking" von Stefan Waldhauser.

Wer ist Stefan Waldhauser?
Stefan hat Wirtschaftsmathematik und Informatik studiert und ist in den 1990er Jahren in der Softwarebranche gestartet. Nach einigen Lehrjahren hat er im Jahr 2000 in Deutschland sein eigenes Software-Unternehmen gegründet. Dieses hat er 12 Jahre lang aufgebaut, internationalisiert und dann in 2013 erfolgreich ins Silicon Valley verkauft. In den letzten Jahren pendelt er viel zwischen seiner Heimat in Deutschland und den USA hin und her und hat in dieser Zeit viele erfolgreiche Technologiefirmen näher kennengelernt. Dabei hat er einen guten Einblick bekommen wie das Silicon Valley funktioniert und was die von dort kommende Digitale Transformation für uns alle bedeutet.

Das Wiki und Stefans Motivation
Stefan schreibt: "Das High-Tech Stock Picking wikifolio enthält eine ganze Reihe von Tech-Riesen wie Facebook, Alphabet, Microsoft, Alibaba, Tencent und Paypal. Dies sind Standardwerte im Portfolio vieler Growth-Investoren, die ich für vernünftig bewertet halte. Daneben enthält das wikifolio aber auch eine ganze Reihe von Tech-Aktien, die zumindest im deutschsprachigen Raum noch wenig beachtet sind. Dabei handelt es sich dennoch nicht um marktenge Nebenwerte, sondern um gestandene High-Growth-Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über $1 Mrd. In den allermeisten Werten erwirtschaften diese Unternehmen bereits einen positiven Cashflow."

Seine Strategie zum Stock-Picking solcher Werte kann man auf seiner Website High-Tech-Investing.de nachlesen.

Gastbeitrag von Stefan zu seinem Wiki
Stefan hat sich bereit erklärt, die wichtigsten Werte in seinem Wiki kurz vorzustellen. Dabei gibt es auch jeweils einen Link zu (s)einem weitergehenden Artikel auf der Website des "The Digital Leaders Fund", Stefans neuem Projekt neben dem Wiki. Und los geht es...

▶ The Trade Desk

Online-Werbung bedeutete in der westlichen Welt bisher vor allem Anzeigen auf Google und Facebook zu schalten. Nun etabliert sich mit The Trade Desk gerade eine unabhängige Selbstbedienungs-Plattform für Werbekunden bzw. deren Werbeagenturen, die darüber auf den unterschiedlichen Online-Medien Werbeplätze kaufen können. Und dabei geht es wohlgemerkt nicht nur um Anzeigen im Web, sondern auch um Ads in Smartphone-Apps, Werbung bei Video-Streaming-Anbietern, via Internet-Radio beziehungsweise Podcasts oder auch im Internet-TV. In den letzten 4 Jahren hat sich der Umsatz von The Trade Desk verzehnfacht. Das Unternehmen arbeitet trotz des Wachstums schon seit Jahren hoch profitabel und könnte sich in den nächsten Jahren zu einem echten Herausforderer von Google und Facebook entwickeln.

Mehr Infos: https://thedlf.de/the-trade-desk-aktie/


▶ Alteryx

Alteryx hilft mit seiner Datenanalyse-Plattform seinen Unternehmenskunden dabei, die Datenflut zu bewältigen und bessere Entscheidungen zu treffen. Bisher war die Datenanalyse meist sehr technisch ausgebildeten Spezialisten vorbehalten. Denn man musste das Programmieren beherrschen, um die hochkomplexen Tools vernünftig nutzen zu können. Alteryx hingegen hat den Anspruch, dass auch Business-User (d.h. Nicht-Programmierer aus den Fachabteilungen) die Datenanalyse durchführen können. Das Unternehmen wächst mit seinem SaaS-Geschäftsmodell (Software as a Service) rasant mit ca. 50% p.a.

Mehr Infos: https://thedlf.de/alteryx-datenanalyse/


▶ WIX.com

Der israelische SaaS-Anbieter WIX.com revolutioniert mit seinem “Website-Baukasten” gerade die Art und Weise, wie Webseiten erstellt werden. Es gibt am Markt seit Jahren etliche solche “Web-Baukästen”, die dem Laien versprechen, nach dem Lego-Prinzip eine Web-Präsenz ganz einfach selbst zusammenklicken zu können. Aber wer professionelle Ansprüche hatte, der musste bisher zu einem ausgewachsenen Web-Content-Management-System greifen. Mit der WIX-Plattform lassen sich nun erstmals wirklich professionelle Webseiten ohne Programmierkenntnisse in der Cloud erstellen und sogar mit Drittsystemen integrieren. Das Unternehmen setzt in 2018 ca. $600 Mio. um und wächst noch immer mit ca. 40% p.a.

Mehr Infos: https://thedlf.de/wix-aktie-lego-fuer-web-entwickler/


▶ Nutanix

Nutanix ist ein besonders spannendes Tech-Unternehmen, denn es wandelt sich gerade vom innovativen Hardware-Hersteller zum Anbieter von Software zum Betrieb von Rechenzentren. Nutanix wird in 2018 nur 10 Jahre nach der Gründung bereits $1 Mrd. Umsatz machen und einen positiven Cashflow erwirtschaften. Damit gehört Nutanix zu den schnellst wachsenden Tech-Unternehmen aller Zeiten und spielt mittlerweile in der Champions-League mit den ganz großen Enterprise IT-Infrastruktur Herstellern. Es ist noch völlig offen, inwieweit es Nutanix gelingt, die eigene Vision umzusetzen und tatsächlich ein Betriebssystem für die herstellerübergreifende Verwaltung von Cloud-Ressourcen zu etablieren. In diesem Fall hat dieses Unternehmen eine gute Chance, sich in ganz andere Größenordnungen hinein zu entwickeln.

Mehr Infos: https://thedlf.de/nutanix-neue-dimensionen/


▶ Arista Networks

Arista ist eines der am schnellsten gewachsenen Networking-Unternehmen. Von dem Deutschen Andreas von Bechtoldsheim im Silicon Valley 2004 gegründet, wird Arista in 2018 bereits mehr als $2 Milliarden Umsatz machen. Das Unternehmen wächst seit Jahren nicht nur rasant, sondern ist auch unter dem Strich extrem profitabel mit operativen Margen von über 35%. In den vergangenen Jahren ist Arista groß geworden, indem man Innovationsführer bei immer schnelleren Verteiler-Komponenten (Switches) für den Einsatz in Rechenzentren war. In diesem Produktsegment hat man dem Marktführer Cisco, der viele Jahre lang hier wie ein Monopolist auftreten konnte, in den vergangenen Jahren immer mehr Marktanteile abgejagt.


▶ Twilio

Das Twilio Produktangebot kann man sich vorstellen als eine Toolbox für Software-Entwickler, die möglichst einfach und schnell die verschiedensten Kommunikations-Funktionen in ihre Apps integrieren möchten. Twilio macht also z.B. einen Telefonanruf oder das Versenden einer SMS verfügbar als Software-Baustein in der Cloud. Doch dies sind nur die einfachsten Funktionalitäten, die Twilio anbietet mit seiner Kommunikations-Plattform. Mittlerweile sind im Twilio-Produktportfolio viele weitere Kommunikationskanäle auch für Video-, Chat,- oder Social Media verfügbar. All das steht für die Softwareentwickler bereit zur einfachen Einbindung in deren Apps über Standardschnittstellen. Und der Bedarf ist riesig: Über alle Branchen hinweg werden derzeit solche Kommunikations-Funktionen integriert in neue digitale Geschäftsprozesse. Alleine in den vergangenen 12 Monaten hat Twilio 14.000 Unternehmenskunden hinzugewonnen für seine Plattform. Im Endeffekt geht es hier um nicht weniger als die Disruption der ehemals Hardware lastigen Kommunikationstechnologie durch clevere Softwarelösungen in der Cloud.

Mehr Infos: https://thedlf.de/twilio-telco-services/


▶ Yext

Heutzutage ist es für ein Unternehmen nicht nur wichtig, einen vernünftigen eigenen Web-Auftritt zu pflegen. Vielmehr geht es darum, auf einer Vielzahl von relevanten Plattformen im Internet einen konsistenten und guten digitalen Eindruck zu hinterlassen. Angefangen von Suchdiensten wie Google, über Social Networks wie Facebook + Co. bis hin zu neuen sprachbasierten Diensten wie Amazon Alexa. Die Yext – Plattform erlaubt es, das grundlegende Wissen über das eigene Unternehmen, welches man im Netz verbreiten will, an einem zentralen Ort bereitzustellen. Die Yext – Softwareplattform wird damit zur “Single Source of Truth”. Sie verteilt bzw. synchronisiert dieses Wissen dann zu weit über hundert relevanten Internet-Services. Monetarisiert wird diese Lösung von Yext – natürlich – als subskriptionsbasierte Software as a Service Plattform (SaaS). Dies ermöglicht ein Geschäftsmodell mit gut planbaren wiederkehrenden Umsätzen und hohen Gross-Margins von ca. 75%.

Mehr Infos: https://thedlf.de/yext-aktie-digital-knowledge-management/


▶ Hortonworks

Das Softwareunternehmen Hortonworks hat sich in wenigen Jahren zu einem sehr ernstzunehmenden Player im Big Data – Umfeld entwickelt. Mit der Hortonworks-Plattform soll das übergreifende Datenmanagement der verschiedenen Datenquellen (im eigenen Rechenzentrum und in der Cloud) ermöglicht werden. Real-Time-Anwendungen, Data Governance, Data Security und besonders das Internet of Things (IoT) sind Wachstumstreiber. Denn immer mehr Geräte erheben laufend Daten, die gespeichert und in Echtzeit ausgewertet werden müssen. Hortonworks wird in 2018 ca. $350 Millionen Umsatz machen und zählt schon heute circa 70 Prozent der Top 100 – Unternehmen in den USA zu ihren Kunden. Und das alles nur 7 Jahre nach der Gründung. Im Gesamtjahr 2018 will man erstmals Cashflow-positiv ein, unterm Strich stehen noch deutlich rote Zahlen.

Mehr Infos: https://thedlf.de/hortonworks-aktie/


▶ iRobot

In den USA ist der Markt für Haushaltsroboter schon weiter entwickelt als in Europa und iRobot ist hier unangefochtener Marktführer mit Marktanteilen von weit über 60%. Der größte Umsatzträger ist die “Roomba” Produktfamilie für Staubsaugerroboter, die auch im deutschsprachigen Raum immer mehr Fans hinzugewinnt. Dieser profitable Umsatzstrom sollte für iRobot als Technologieführer noch auf Jahre hinaus um mindestens 20% p.a. wachsen. Zusätzlich wird mit den vor allem in Asien beliebte “Braava” Wischrobotern ein neuer Umsatzstrom erschlossen. Seit längerem wird zudem darüber spekuliert, dass iRobot demnächst auch mit einem disruptiven Produkt in den Markt für Rasenmäherroboter eintritt.

Mehr Infos: https://thedlf.de/irobot-aktie-news/


▶ Green Dot

Bisher im deutschsprachigen Raum noch ziemlich unbekannt ist die Green Dot Aktie. Das US-Unternehmen ist ein innovativer Payment-Provider und gilt als der Erfinder der wiederaufladbaren Prepaid Debitkarte (als Alternative zur Kreditkarte). Green Dot ist ursprünglich aus der Idee heraus entstanden, die Karten von Visa und Mastercard denjenigen US-Bürgern zugänglich zu machen, die vom etablierten Bankensystem ausgegrenzt wurden, weil sie als nicht kreditwürdig gelten. Zudem war Green Dot in 2013 die erste Bank in den USA, die ein Konto auf den Markt brachte, das komplett für die Kontoeröffnung und Nutzung via Smartphone konzipiert wurde. Seit 2016 wandelt sich Green Dot von der Karten-Company zu einer digitalen “Banking as a Service“ (BaaS) Plattform. Anderen Banken und großen Unternehmenskunden bietet man den unkomplizierten und risikoarmen Eintritt in den Mobile Banking Markt mit eigenen Debitkarten und den zugehörigen Konten an. Zu den ersten Kunden für diesen Service gehören Uber und Apple.

Mehr Infos: https://thedlf.de/green-dot-aktie/


Meine Einschätzung
Das Wiki enthält neben diesen Spezialwerten auch bekannte Größen, wie Alibaba, Alphabet, Facebook, Microsoft, PayPal oder Tencent. Shopify und Square waren Erfolgsgeschichten, die Stefan nun jedoch glatt gestellt hat - bis auf ein Erinnerungsstück (an deren herausragende Performance). Verständlich... ツ

Ich habe einige dieser Werte selbst im Depot gehabt und habe diese verkauft, als ich im Mai in Stefans Wiki investiert habe: einfach deshalb, weil es natürlich keinen Sinn macht, diese Werte alle doppelt im Depot zu haben. Auch deshalb ist das Wiki bei mir im Portfolio so hoch gewichtet. Hinzu kommt der Aspekt, dass ich so zusätzlich an einer Reihe von Spezialwerten aus dem High-Tech-Bereich beteiligt bin, die ich als Einzelinvestments ansonsten gar nicht in Betracht ziehen würde/könnte.

Ich werde das Wiki mit meinem Einkaufskurs aus dem Mai auf die Beobachtungsliste nehmen, also quasi rückwirkend. Wobei ich Mitte/Ende September meinen Bestand noch etwas ausgebaut habe - der Kurszeinbruch bei den Tech-Werten erschien mir allzu verlockend...

Der (weitere) Plan...
Ich hatte ursprünglich nicht vor, das Wiki zu benennen. Nachdem die Nachfragen aber doch so "bestimmt" waren, habe ich mich dann doch dazu durchgerungen. Um es nochmal klar zu sagen: ich investiere hierbei in Stefan Waldhauser und seine Expertise, nicht in ein Aktien-Potpourri. Das könnte ich ja auch selbst als bekennender Stock-Picker.

Ich habe mich mit ihm besprochen und es ist sehr gut möglich, dass künftig in unregelmäßigen Abständen Gastbeiträge von ihm hier im Blog erscheinen zu der Entwicklung des Wikis und/oder zu einzelnen darin enthaltenen Werten. Stefan ist dazu gerne bereit; er erkennt natürlich auch die zusätzlichen Chancen, die sich hieraus ergeben, da mein Blog ja keine ganz kleine Reichweite mehr hat. Auch deshalb haben wir eine Absprache getroffen bzgl. eines finanziellen Bonus für mich, wenn denn seine AuM, also das investierte Kapital in seinem Wiki, nun sprunghaft ansteigen sollten (was ich mir fast nicht vorstellen kann). Sein Wiki ist ja bekannt und erfolgreich genug, auch ohne mein Zutun. Aber wenn, dann... Bitte beachtet daher heute ganz besonders den Hinweis im Disclaimer.

Und da sind wir schon, trara...


Disclaimer
Ich habe das Wiki High-Tech Stock Picking auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Darüber hinaus erhalte ich bei Erreichen bestimmter Zielmarken beim investierten Kapital dieses Wiki zum Stichtag 31.12.2018 ggf. eine finanzielle Zuwendung!

Kommentare:

  1. LoL
    "Darüber hinaus erhalte ich bei Erreichen bestimmter Zielmarken beim investierten Kapital dieses Wiki zum Stichtag 31.12.2018 ggf. eine finanzielle Zuwendung!"
    aber sein Kommentar auf wikifolio.de hört sich nicht nach bezahlter Werbung an.
    ...
    "Ich bin ja schon seit langem der Meinung, dass Value-Investing und Tech-Investing (zumindest so wie ich es betreibe) gar nicht so weit voneinander entfernt sind wie oftmals behauptet wird. Aber es macht mich schon ein bisschen stolz, dass ausgerechnet Michael Kissig, einer der bekanntesten deutschen Value-Investoren und Finanzblogger, sich heute als Anleger in meinem High-Tech Stock Picking wikifolio geoutet hat: http://www.intelligent-investieren.net/2018/10/kein-geheimnis-das-ist-das-einzige-wiki.html#more"

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    1. OMG "einer der bekanntesten deutschen Value-Investoren". Es fehlen nur noch Litium-und Canabisaktien.

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  2. Hab schon aus der Beschreibung gewusst, um welches Wiki es gehen muss.
    Interessanterweise verfolge ich euch beide und habe den einen oder anderen Tip erfolgreich mitgenommen.
    Danke dafür!

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    1. Gern geschehen. Ich freue mich immer wieder, wenn sich ein stiller Beobachter outet ;-)

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  3. Naja, Performancegebühr 18% ist schon ein Wort

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    1. Ja - die wikifolios gibt es tatsächlich nicht umsonst. Wie so vieles im Leben... Aber keiner wird gezwungen in ein solches Zertifikat zu investieren. Wer die Zeit und Lust hat, kann sich ja auch einfach nur Anregungen holen. Und in der ausgewiesenen Performance sind diese Kosten enthalten. Die Transparenz ist einer der großen Vorteile der wikifolio-Plattform.

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  4. Auch ich als Neuling und absoluter Laie im Aktiengeschäft folge euch Beiden schon eine ganze Weile und war sehr erfreut über diese 'Schnittstelle', weil es mich darin bestätigt hat auf der Suche nach guten Informationen zu 'Perlen' und 'Hidden Champions' eine gute Wahl getroffen zu haben.
    An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön euch Beiden für eure tolle Arbeit!

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  5. Ich bin erst vor kurzem fast sechstellig dazu gestoßen und sowohl vom Mann dahinter als auch der Strategie (und der Kommunikationstransparenz) stark überzeugt. Für mich auch das einzige Wiki in das ich investiere.

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  6. Eine Frage zu Wiki vs. DLF: Nach meinem Verständnis ist Herr Waldhauser auch Fondsmanager des DLF, insofern müsste man dort doch eine ganz ähnliche Performance erhalten? Der DLF scheint mir aber eine ganz erheblich bessere TER zu haben (1,7% laut Factsheet) als das Wiki. Zudem ist der DLF ein Fonds und Sondervermögen, während ein Wikifolio nach meinem Verständnis nur ein Zertifikat ist, also eine strukturierte Anleihe mit Kontrahentenrisiko (welches man in einem direkten Vergleich als renditeschmälernd einrechnen müsste). Daher: wenn man Herrn Waldhauser Geld anvertrauen will, wäre dann nicht der DLF die beste Wahl? Oder hat das Wiki irgendwelche Vorteile ggü. dem DLF?

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    1. Meines Wissens nach hat er Waldhauser im Fonds auf keinen Fall all die Investmentfreiheiten, die er im Wiki hat. Die Fondsauflagen sind deutlich stärker reguliert. Ob sich das am Ende langfristig jedoch trotzem ggf. eher positiv im Fonds gegenüber dem Wiki darstellt wird sich erst zeigen. Am sinnvollsten ist wohl 50:50 das Risiko zu verteilen.

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    2. Bei den Kosten muss man natürlich auch danach schauen, auf was die Prozente denn berechnet werden. Beim Fonds ggf. auf das Fondsvermögen, beim Wiki "nur" auf die erzielten Gewinne. Wenn beim Fonds also 1,7% auf die Anlagesumme berechnet werden pro Jahr und beim Wiki 18% auf die neu erzielten Gewinne, kann man diese Prozentangaben nicht einfach gleichsetzen.

      So wie ich es verstanden habe läuft die "Entlohnung" beim Wiki so: das Wiki steigt von €100 auf €101 (neuer Höchststand). Dieser €1 ist der Zugewinn und auf den werden die 18% berechnet - der Wiki-Betreiber bekommt also von den €1 dann €0,18 ab. Aber immer nur dann, wenn das Wiki einen neuen Höchststand erzielt. Fällt es zwischenzeitlich auf €90, um dann wieder auf €100 zu steigen, gibt es keine neue Erfolgsvergütung für diesen Zwischengewinn.

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    3. Schön wäre es. Tatsächlich wird das "High Watermark" allerdings an jedem Jahresende wieder auf den aktuellen Kurs gesetzt. Man zahlt also jedes Jahr schön neu für den Zugewinn des Jahres. Das ist reine Verarsche!

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  7. Ich halte Stefan Waldhauser auch für sehr kompetent. Seine Analysen decken sich oft mit meinen Einschätzungen �� Der Strategieunterschied zwischen Wiki und Dlf ist mir nicht so 100% klar, obwohl es glaube ich schon mal von Stefan W. irgendwo erläutert wurde.

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    1. Die Unterschiede zwischen seinem Wiki und dem Fonds könnte Stefan wohl am besten erklären, da hast Du völlig Recht, Thomas. Ein, zwei Anmerkungen meinerseits kann ich aber schon beisteuern.

      Das Wiki betreibt Stefan Waldhauser alleine, beim Fonds hat er mit Baki Irmak einen Partner. Der Digital Leaders Fonds ist breiter aufgestellt als das Wiki - u.a. sind dort auch Samsung enthalten, Daimler (wenn ich mich nicht irre).

      Und die Regularien beschränken beim Fonds doch deutlich: so kann man im Wiki alles auf einen Wert setzen, beim Fonds aber m.W.n. max. 10% auf einen einzelnen Wert. Was bei einer Überperformance eines Wertes zwangsweise dazu führt, dass man diesen dann anteilig verkaufen muss. Was ja nicht unbedingt eine schlaue Entscheidung sein muss. Ich bin ja ein ausgesprochener Gegner dieses Irrsinns namens "Rebalancing" - in meinen Augen ein absoluter Renditekiller. Aber das werde ich andernorts in einem separaten Artikel mal vertiefen...

      P.S.: Auch an dieser Stelle nochmal meine herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag. Sowas kommt dann ja doch jedes Jahr wieder ziemlich überraschend... ツ

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  8. Cool, wenn Stefan hier künftig mitschreibt. Nein, ich werde trotzdem kein Wiki kaufen. Ich bin einfach allergisch gegen Gebühren und investiere grundsätzlich nicht in Fonds oder Zertifikate (obwohl mit Zertis schon mal nebenbei trade, ein paar kleine Turbos befriedigen die Spielernatur in mir).
    Aber den Blog von Stefan mag ich. Einige seiner Investmentideen habe ich aufgegriffen und nachgemacht. Alteryx zum Beispiel oder mongo db. Auf Arista Networks bin ich vorher schon selbst gekommen. The Trade Desk ist eine interessante Idee. Auch die anderen vorgestellten Werte sind super, soweit ich das sehe. Bis auf Twilio habe ich mir die alle angeschaut und oft nur deshalb noch nicht investiert, weil ich schon voll investiert bin.

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  9. Sehr geehrter Herr Kissig,

    mich würde es interessieren mit welchen Kennzahlen Sie die Bewertung des Wikifolio's anstellen.
    Kann man überhaupt das NAV beziffern? Mir ist natürlich klar dass Sie kein Market timing betreiben, dennoch haben Sie Mitte September in einer Schwäche Phase der Tech-Werte nachgekauft, hielten die Bewertung zu diesem Zeitpunkt also für attraktiv.
    Deshalb meine Frage: wo sehen Sie gerade das NAV bzw. den fairen Wert dieses Wiki's?

    Vielen Dank vorab für Ihre Antwort und die täglichen interessanten Artikel auf Ihrem Blog.

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    1. Der Preis eines Wikis wird ja automatisch ermittelt auf Basis der darin enthaltenen Aktien/Wertpapiere und deren Anzahl/Gewichtung. Insofern macht eine direkte Buchwertermittlung hier keinen Sinn. Indirekt hingegen schon - man muss sich eben ansehen, welche Werte enthalten sind und ob diese ggf. unterbewertet oder überdurchschnittliche aussichtsreich sind.

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