Freitag, 22. März 2019

Portfoliockeck: Scheidung bei Ebay? Value Investor Seth Klarman wittert (s)eine Chance!

In meiner Online-Kolumne "Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Value Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem achtundzwanzigsten Portfoliocheck schaue ich Seth Klarman über die Schulter. Der Deep Value Investor kauft gerne Unternehmen, die von der Börse verschmäht und daher zu Rabattpreisen angeboten werden. Er investiert gerne mit großer Sicherheitsmarge und fährt mit diesem auf Benjamin Graham fußenden Ansatz seit Jahrzehnten mit durchschnittlich 19% herausragende Renditen ein.

Im vierten Quartal fällt vor allem seine neue Position beim Internetaktionshaus Ebay [WKN: 916529] ins Auge, wo aktivistische Investoren unter der Führung von Paul Singer vom Hedge Fonds Elliott Management auf einen Verkauf der Randaktivitäten um die Ebay Kleinanzeigen und die Online-Ticketbörse Stubhub drängen. Im Erfolgsfalle könnten hier Erlöse von mehr als 10 Milliarden Dollar winken und mit Axel Springer [WKN: 550135] scheint es auch schon ernsthafte Interessenten zu geben.

Für Seth Klarman ist es übrigens nicht das erste Ebay-Engagement; schon bei der Abspaltung von PayPal [WKN: A14R7U] Ende 2015 hat er einen schönen Schnitt gemacht. Und das würde er gerne wiederholen...

zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Ich habe Axel Springer und PayPal auf meiner Beobachtungsliste und in meinem Depot.

Kommentare:

  1. Ketyx Pharmaceuticals fusionierte mit Akebia. Somit hat er sie nicht aussortiert. Es erfolgte eine Umschichtung von Ketyx in Akebia Aktien. Und Akebia ist im Pharmabereich sehr sehr interessant.

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  2. Danke für den Hinweis, das ist mir wohl durchgerutscht.

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  3. "Kauft die Aktien, die niemand kaufen will" stimmt nur bedingt. Weder Nexstar Media Group, noch Altbaba, noch Cheniere Energy, noch Twenty First Century Fox fallen in dieser Kategorie. Klarman kauft heute nicht überteuerte Aktien wie Amazon, Mastercard und Microsoft, das ist richtig. Das macht auch Buffett nicht, wie man sieht. Auch für Buffett liegt der Gewinn im Einkauf(Bsp. Coca Cola, Goldman Sachs). Der Unterschied liegt eher in der Verkaufentscheidung.
    Klarman und Buffett nutzen Controlling-Instrumente um ihre Einkaufspreise zu prüfen. Das machen die Otto-Normal Value Anleger nicht. Sie kaufen, weil es "Quality" ist und weil sie glauben das tolle Geschäftsmodell solcher Unternehmen wird jeden Preis rechtfertigen.

    Gruß
    Stefan

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    1. Der letzte Satz ist doch Quark und das dürftest Du selbst wissen. Quality Investing bedeutet eben nicht, zu jedem Kurs zu kaufen, sondern es ist lediglich das Akzeptieren, das herausragende Qualität einen Aufschlag auf die Bewertung rechtfertigt. Und die Gewissheit, dass sich das Mehr an Qualität am Ende auch noch finanziell auszahlt. Aber auch Qualitätstitel rechtfertigen nicht jeden Preis. Und Deine Behauptung ist schlicht falsch. Genauso, als würde ich behaupten, Deep Value Investoren würden jeden Mist kaufen, Hauptsache billig. Und wenn's die Flohfürze-in-Tüten AG wäre...

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    2. Wenn der letzte Satz Quark ist, dann frage ich Dich Michael: Warum sind die Preise von z.B. Amazon und Mastercard heute fair und warum sollte ein Quality Investor jetzt einsteigen? Welche Controlling Instrumente verwendest Du für die Bewertung von Qualität? Oder ist die Qualitätsbewertung ein Bauchgefühl auf der Grundlage einer Status Quo Analyse?

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