Donnerstag, 21. Januar 2016

Ausstieg bei Southern RV: Main Street Capital realisiert 14,4 Mio. Dollar Gewinn

Main Street Capital Corp. (NYSE: MAIN), eine Business Development Company (BDC), hat ihr Kredit- und Eigenkapitalengagement bei Southern RV und ihr angegliederten Immobilien-Unternehmen beendet. Southern RV ist an vier Standorten in Texas, Louisiana und Mississippi aktiv, bei Finanzierung, Verkauf von Ersatzteilen und Dienstleistungen rund um neue und gebrauchten Freizeitfahrzeuge.

MAIN realisiert einen Gewinn von rund 14,4 Mio. USD und damit kumuliert seit der Erstinvestition im August 2013 eine interne Rendite von 150,2% bzw. das 8,5-Fache auf ihre Eigenkapitalbeteiligung. Main Streets Erstinvestition in Southern RV bestand in 14,6 Mio. USD erstrangigen, durch Vermögenswerte des Schuldners besicherte Anlagen und einer direkten Beteiligung in Höhe von 2,2 Mio. USD.

 Main Street Capital Corp. (Quelle: comdirect.de)
Durch den Exit aus der Beteiligung an Southern RV realisiert Mains Street Capital einen Gewinn von 4,4 Mio. USD gegenüber dem fairen Marktwert dieser Beteiligungen per 30. September 2015.

MAIN befindet sich auf meiner Empfehlungsliste und in meinem Depot. Ich halte sie für kaufenswert, weil sie zu den BDCs gehört, die am ehesten von steigenden US-Zinsen profitieren werden und weil ihre Assets zu den qualitativ hochwertigsten gehören - wie dieser Exit eindrucksvoll belegt. Hier geht Sicherheit vor Rendite, auch wenn eine annualisierte Dividendenrendite von 9,25 Prozent (inkl. der regelmäßigen Sonderausschüttung zum Jahresende) ja nicht gerade kleinlich ist! Die Ausschüttungen erfolgen übrigens monatlich und sorgen für ein attraktives, stetiges Dividendeneinkommen.

Kommentare:

  1. Hallo Hr. Kissig, wissen Sie wann man die Main Street Capital Aktie gekauft haben muss um für die Dividende berechtigt zu sein? Ich bin just an diesem 21.01. eingestiegen und wundere mich nun etwas, bisher noch keine Dividendenzahlung erhalten zu haben. Da wäre ja der 15.02. der Stichtag gewesen.

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    1. Diese Dividenden-Historie gibt Aufschluss über alle Termine. Bei US-Werten gibt es ja drei relevante, den Ex-Dividenden-Tag, das Festlegungsdatum (Record-Day) und den Ausschüttungstag. Jeweils natürlich bezogen auf die US-Börsentage und -Zeiten.

      In diversen Dividenden-Finanzblogs ist zu lesen, die Dividende erhalte, wer am Record-Day die Aktien zum US-Börsenschluss im Depot habe. Was eigentlich unlogisch wäre, denn zwischen beiden Terminen liegen meistens zwei Tage und dann könnte man ja die Aktien nach dem Dividendenabzug günstig kaufen und trotzdem noch die Dividende einstreichen. Aus "Sicherheitsgründen" orientiere ich mich daher stets am Ex-Dividenden-Tag, um hierbei kein Risiko einzugehen.

      Schauen wir also auf Ihre konkrete Situation: Für die Januar-Dividende war der Ex-Dividenden-Tag der 20.01., der Record-Day der 22.01. Da sie die Aktien seit dem 21.01. im Depot und keine Dividende erhalten haben, scheint das relevante Datum also wirklich der Ex-Dividenden-Tag zu sein, wie auch in Deutschland. Die Dividende erhält also, wer zum US-Börsenschluss am Vortag des Ex-Dividenden-Tags die Aktien in seinem Depot hat.

      Leider haben Sie wohl die Januar-Dividende knapp verpasst. Der Dividendenabzug für die Februar-Dividende ist bereits erfolgt und somit bekommen Sie diese am 15.03. ausgezahlt - naja, eigentlich einen oder zwei Tage später, denn am 15.03. geht das Geld an die "Giro-Sammelstellen", die die Wertpapiere verwahren bzw. die ADRs begeben haben und werden an die Broker weitergegeben, deren Kunden die Aktien/ADRs im Depot haben. Rechnen wir also eher mit dem 17.03. als Zahlungseingangsdatum.

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    2. Hallo Hr. Kissig, herzlichen Dank für die wie gewohnt ausführliche und hilfreiche Antwort. Auf den Ex-Dividenden-Tag habe ich beim Kauf tatsächlich nicht wirklich geachtet. Bei einer monatlichen Dividenenzahlung hatte das für mich nicht so den Schwerpunkt. Und zu bedauern gibt es da für mich tatsächlich nichts. Ich habe das gerade aus reinen Interesse mal geprüft. Hätte ich das Papier 24 Stunden früher gekauft, wäre der Preis vermutlich noch teurer gewesen wie die verpasste Dividende.

      Und dann ist ja noch die Frage was bedeutet im "Depot"? Denn wirklich "im Depot" ist die Aktie ja erst nach zwei Tagen. Also gilt hier das Kaufdatum, oder wann die Stück wirklich übertragen wurden? Haben Sie da Erfahrungswerte?

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    3. Im Depot ist die Aktie mit dem Ausführen der Kauforder. Die Zwei-Tagesfrist in Deutschland bezieht sich ausschließlich auf das Bezahlen. Sowohl bei Ankäufen wie auch bei Verkäufen ist die Wertstellung auf dem Girokonto zwei Tage nach Orderausführung. Diese Wertstellung hat aber nichts mit dem Eigentumsrecht an den Aktien zu tun.

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  2. Hallo Hr. Kissig, vielen Dank für die Aufklärung.

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