Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:
📈 Rocket Lab +15,3%
📈 Costco +3,9%
📈 Quanta Services +2,8%
📈 Comfort Systems +1,2%
📉 Almonty Industries -0,0%
📉 2G Energy -0,1%
📉 KKR & Co. -1,4%
📉 Vincorion -2,4%
📉 Rheinmetall -2,8%
📉 Deutsche Rohstoff -7,9%
Es war eine eher unspektakuläre Börsenwoche, die ganz im Zeichen von Chinas Führer Xi Jinping in den USA stand. Die Medien machen einen riesen Bohei um mögliche Absprachen, aber die beiden kommen nicht wirklich klar. Trump hat die USA ihres Supermachtstatus beraubt und dem Tiger fast alle Krallen gezogen, während die Chinesen klammheimlich überall auf der Welt in die gerissenen Lücken vorstoßen. Trump hat seine Geheimdienste völlig inkompetent besetzt, aber da er sowieso nie auf deren Analysen vertraut, ist es ohnehin egal, wem er nicht zuhört. Dabei sagen ihm seine Geheimdienste, dass die Iraner die US-Stützpunkte im Nahen Osten nur so vernichtend treffen, weil sie von den Chinesen und Russen mit Satellitendaten und Koordinaten versorgt werden. Trumps Reaktion? Ignorieren. Egal, wie die Realität aussieht, wenn sie nicht zu Trumps vorgefasster Meinung passt, wird die Realität ignoriert. Aber Hauptsache, Don Trump kann seine nächste Umbenennungsposse starten, indem er nun Artificial Intelligence (AI) in Super Intelligence umtauft. Der Typ hat schon echt den Blick fürs Wesentliche... Vielleicht ist das aber nur der nächste Versuch, dünngeistige Aufreger in die Welt zu blasen, um die Causa Epstein weiter ihres dringend verdienten Interesses zu berauben. Man kann echt nur noch auf einen Erdrutschsieg der Demokraten bei den Kongresswahlen hoffen, damit der Kongress endlich wieder seine Aufgaben wahrnimmt...
Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 29 auf 37 Punkte gestiegen, bleibt damit aber im "Angst-Terrain".
Nun der Blick in mein Depot, das nachdem deutliche Rücksetzer der Vorwoche nun vergleichsweise stabil aus dem Handel ging.
Almonty Industries
Meine Wolfram-Spekulation Almonty kann weiter Pluspunkte verbuchen, denn man erhielt die Bergwerksprüfbescheinigungen für die Aufbereitungsanlage und die Brechanlagen im Bergwerk Sangdong (Provinz Gangwon, Südkorea). Diese Bescheinigungen berechtigen Almonty zum kommerziellen Betrieb der Anlagen und waren die letzte zu erfüllende behördliche Voraussetzung, bevor das Wolframkonzentrat für den südkoreanischen Markt und den Export kommerziell verarbeitet werden durfte. "Sangdong Phase I" ist nun kommerziell in Betrieb. Mit erheblichen Folgen...
Meine Einschätzung zu Almonty: Bisher profitierte Almonty vor allem von der Vervielfachung des Wolframpreises (man verkauft nicht zu den niedrigen Preisen in China, sondern den vielfachen Preisen bei den Abnehmern in Europa/Amerika) und nun kommt noch ein großes Mengenwachstum hinzu. Almonty hatte in Sangdong schon einiges vorbereitet und nach Vorliegen der Betriebsgenehmigung gehen nun viele Säcke voll mit Wolframkonzentrat in den Versand; diese Umsätze und Erträge werden also bereits im dritten Quartal 2026 Effekte auf Almontys Ergebnisse haben. Ab dem vierten Quartal 2026 werden die Effekte voll in den Geschäftsergebnissen und der Bilanz von Almonty aufschlagen. Aus Hoffnung wird Erwartung und anschließend Gewissheit.
Größere Mengen kombinieren sich mit enorm gesteigerten Preisen, das Wachstum von Umsatz, Cashflow und Ergebnis dürfte geradezu hochschnellen - und das jetzt viermal beim Vergleich mit den Vorjahresquartalen!
2G Energy
Bei 2G Energy gab es einen weiteren KI-Großauftrag. Konkret hat die 2G Energy AG von Energy Vault Holdings einen Auftrag über 275 MW zur Lieferung von Stromerzeugungsanlagen für seine Energieinfrastrukturlösungen "Powered Land" und "Powered Shell" in den USA erhalten, die von 2G speziell für KI- und Rechenzentrumskunden, einschließlich Hyperscaler, konzipiert wurden.
Als grobe Faustformel gilt, dass ein Megawatt installierte Leistung ungefähr einer Million Euro Anlagenumsatz für 2G entspricht. Doch das ist nicht alles, denn daran schließt sich das Servicegeschäft mit stetigen Erlösen an, weil die Anlagen gewartet, instandgehalten und nötigenfalls repariert werden müssen.
Die Wochengewinne gab 2G aber am Freitag wieder ab, weil das Analysehaus Parmantier seine Verkaufseinschätzung wiederholte: Bzgl. des neuen Großauftrags weisen sie auf (Finanzierungs-) Risiken bei Energy Vault hin und betonen ein vorhandenes Stornierungsrisiko. Man hat den Eindruck, als würden die Analysten dem 2G Vorstand nicht viel zutrauen, obwohl die seit 30 Jahren an Markt aktiv sind. Ich vertraue hier dem 2G-Vorstand.
Darüber hinaus erklärt Parmantier, dass sie das 1. Halbjahr bei 2G als schwach einstufen und dem entsprechend hohe Erwartungen auf das 2. Halbjahr gerichtet sind, um die Prognosen zu erfüllen. Und dass sie von einem eher mauen 3. Quartal ausgehen, wenn demnächst Zahlen vorgelegt werden.
Zudem erwarten die Analysten, dass 2G in den nächsten 12 Monaten eine Kapitalerhöhungen oder eine andere Art von Kapitalzuführung zur Stärkung des Eigenkapitals vornehmen wird. Sowas würde den Kurs bekanntermaßen einige Wochen lang belasten.
Es werden also ganz klar die möglichen negativen Punkte betont, viele wesentliche Aspekte dabei mit wenig Gewicht bewertet. Das Kursziel lautet 39 Euro, die Empfehlung "Sell".
Eine gegenläufigen Meinung vertritt First Berlin, die das Datencentergeschäft weiterhin als 2Gs Hauptumsatztreiber benennen und den Energy Vault-Auftrag positiv werten. Weitere wichtige Wachstumstreiber seien der deutsche Biogasmarkt, die Ausschreibungen für deutsche Erdgas-Reservekraftwerke und das Großwärmepumpengeschäft. Die Aktualisierungen in ihrem DCF-Modell ergäben ein von 75 auf 83 Euro erhöhtes Kursziel bei einer unveränderten Kaufempfehlung.
Meine Einschätzung zu 2G Energy: Für mich ändert die Parmantier-Analyse nichts an meiner positiven Einschätzung, auch wenn die negativen Aspekte durchaus zu beachten sind und ggf. den Kurs belasten können. Der weitere fette Rechenzentrumsauftrag zeigt, dass die dezentralen Energieerzeugungssysteme von 2G (nicht nur) in den USA zum echten Kassenschlager werden angesichts immer größerer Widerstände gegen stromnetzbasierte Rechenzentren. Auch und gerade in Texas, wo der Ausbau jüngst vom Gouverneur auf Halde gelegt wurde, solange die Unternehmen nicht ihre Unbedenklichkeit hinsichtlich der Strompreise und der Netzkosten nachweisen. Und so präsentiert sich 2G als relevante und quasi sofort verfügbar Lösung. Weitere Aufträge wären also keine Überraschung und für 2030 scheint die Umsatzmilliarde greifbar zu werden. Wobei 2G für 2027 mit 570 bis 620 Mio. Euro Umsatz rechnet.
Steigende Margen bei stark steigenden Umsätzen befeuert die Ergebnisse – und das sollte auch den Aktienkurs nicht kalt lassen. Zumal es sich erkennbar nicht um Eintagsfliegen handelt. Allerdings sind kurzfristig erstmal Kosten zu verdauen, während Umsätze und Gewinne erst einige Quartale später folgen werden. Von den Zahlen zum 3. Quartal 2026 sollten Anleger daher nicht zu viel erwarten, doch schon am 1. Oktober wartet der Kapitalmarkttag und da könnten neue Prognosen veröffentlicht werden, die dann ggf. Analystenlob und einen neue Kursfantasie auslösen könnten. Möglicherweise auch ein erneutes weiteres Hochsetzen des Kursniveaus, wie wir das seit Anfang 2025 bereits mehrfach erlebt haben.
Costco
Starke Zahlen gab es wie gewohnt von Costco. Im viertem Geschäftsquartal, das am 30. August beendet wurde, stieg der Gesamtumsatz um 12 % auf 95,72 Mrd. Dollar und führte zu einem Gewinn von 6,57 Dollar je Aktie (+15% im Jahresvergleich). Diese Ergebnisse enthielten allerdings auch einen einmaligen positiven Effekt von 0,15 Dollar je Aktie aus im vierten Geschäftsquartal erhaltenen IEEPA-Zollerstattungen, die Costco an seine Mitglieder zurückgeben will. Damit hebt man sich von der Konkurrenz ab, die diese von den Kunden aufgebrachten und von der Regierung zu Unrecht erhobenen Strafzölle überwiegend in die eigenen Taschen wandern lässt.
Die vergleichbaren Umsätze in den USA stiegen bereinigt um 7,2, in Kanada um 4,6% und in den übrigen internationalen Märkten um 6,2%, was zu einem Anstieg der vergleichbaren Filialumsätze auf Konzernebene um 9,4% führte. Ohne Kraftstoffverkäufe stiegen die vergleichbaren Umsätze des Gesamtkonzerns um 6,7% und übertrafen damit die Schätzungen von 6,44%. Sämtliche Werte übertrafen die Erwartungen!
Costco betreibt derzeit 939 Warenhäuser, acht mehr als im dritten Geschäftsquartal, darunter 647 in den Vereinigten Staaten und Puerto Rico, 115 in Kanada, 43 in Mexiko, 37 in Japan, 29 im Vereinigten Königreich, 20 in Korea, 15 in Australien, 14 in Taiwan, sieben in China, fünf in Spanien, drei in Frankreich, zwei in Schweden sowie jeweils eines in Island und Neuseeland. Costco betreibt zudem E-Commerce-Websites in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Mexiko, Korea, Taiwan, Japan, Australien und China.
Allerdings befindet sich Costco in einer Phase beschleunigtem Filialwachstums. Anfang dieses Jahres hatte CEO Ron Vachris erklärt, das Unternehmen strebe an, in den kommenden fünf bis zehn Jahren jährlich 30 oder mehr Warenhäuser zu eröffnen. Das Filialwachstum könnte Standorte in Mexiko, Kanada, Asien, Europa, Australien und Neuseeland für künftige Warenhäuser umfassen. Und nun sollen allein in den kommenden zwei Monaten 14 neue Filialen eröffnet werden, wobei einige kleinere Standorte durch größere ersetzt werden sollen. Zu den Eröffnungen im November zählen auch vier kanadische Warenhäuser in Alberta und Ontario, die übrigen betreffen die USA. Im Geschäftsjahr 2027 will Costco weitere 33 Lagerhäuser zu eröffnen, darunter fünf Verlagerungen, während man weiter auf die Zielmarke hinarbeitet, jährlich 30 Lagerhäuser netto neu zu eröffnen.
Die Investitionsausgaben betrugen im vierten Quartal 2,21 Mrd. Dollar und im gesamten Geschäftsjahr 6,4 Mrd. Dollar. Für das Geschäftsjahr 2027 sind Investitionsausgaben von etwa 7,5 Mrd. Dollar geplant.
Erfolgsfaktor Mitgliederwachstum
Die Umsatzentwicklung spielt bei Costco nicht die entscheidende Rolle, denn diese ist stets von Währungsschwankungen beeinflusst und vor allem von den Benzinpreisen, so dass sie als Erfolgsmesser nicht ideal sind.
Da Costco einen Großteil seiner Gewinne direkt aus den Mitgliedsbeiträgen erzielt, ist dies die wichtigste Kennzahl. Und da bei Costco für die Mitgliedergewinnung und -verwaltung so gut wie keine Kosten anfallen, bedeutet jedes weitere Mitglied einen beinahe so hohen Zuwachs beim Nettogewinn, wie als Mitgliedsbeitrag hereinkommt!
Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen ohne Währungseffekte stiegen mit 7,7% etwa doppelt so schnell wie das Mitgliederwachstum. Dabei nahm die Zahl der Mitglieder im vierten Quartal im Jahresvergleich um 3,8% auf 84,1 Millionen zu, wobei die „Executive“-Mitgliedschaftsstufe mit höheren Beiträgen weiterhin mehr als doppelt so schnell wie die Mitgliederzahl insgesamt wächst. Diese Mitglieder zahlen einen höheren Beitrag und tätigen den Großteil der Einkäufe. Die Zahl der Executive-Mitglieder stieg um 9,3% auf 42,3 Millionen und ihr Anteil legte gegenüber dem Vorjahreswert von 47,8% auf 50,3% zu, während sie nun für 75,6% des Umsatzes verantwortlich sind. Unterm Strich verbuchte Costo im vierten Geschäftsquartal Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen in Höhe von 1,85 Milliarden Dollar.
Meine Einschätzung zu Costco: Auch Costco sieht sich mit höheren Einkaufspreisen konfrontiert, die vor allem aus den massiv gestiegenen Ölpreisen aufgrund des Iran-Kriegs resultieren. Costco gibt diese Kosten an seine Mitglieder weiter, aber dank seiner enormen und weiterwachsenden Einkaufsmacht kann es branchenweit führende niedrige Einkaufspreise realisieren.
Dabei hilft es zusätzlich, dass Costco sein Warensortiment auf 4.000 Produkte begrenzt und damit viel höhere Stückzahlen mit entsprechend höheren Preisnachlässen generiert. Zudem setzt Costco nicht auf üppige Margen, sondern auf niedrige Preise für seine Mitglieder.
"Einzelhandel ist ein sehr hartes Geschäft. Praktisch jede große Ladenkette, die es lange genug gibt, gerät irgendwann in Schwierigkeiten und ist schwer wieder auf Kurs zu bringen."(Charlie Munger)
Costcos Gewinn stammt zuvorderst aus den Mitgliedsbeiträgen und dieses Geschäftsmodell erweist sich bereits seit Jahrzehnten als schier unschlagbares Erfolgsmodell in einem ansonsten hart umkämpften Markt.
Dabei läuft Costco weitestgehend wie ein Uhrwerk und befindet sich zuverlässig in der Erfolgsspur.
Während der Kurs seit einiger Zeit seitwärts tendiert, läuft es operativ und strategisch stark. Der langfristige Chartverlauf zeigt, dass Costco solche Hängepartien meistens mit anschießenden deutlichen Kursschüben auflöst. Hier zuzugreifen, sollte sich also auch diesmal wieder langfristig auszahlen....
Rocket Lab
Mein Weltraum-Abenteuer Rocket Lab erholt sich von den Kursrücksetzern der letzten Wochen. Neben dem 97sten Start einer Electron-Rakete haben die Iridium-Aktionäre der Übernahme durch RocketLab zugestimmt und damit eine weitere Hürde aus dem Weg geräumt,
Mein Fazit zu Rocket Lab: Die Gegenwart gehört Electron, die absehbare Zukunft Neutron. Bisher liefert Rocket Lab solide ab und kann immer mehr und immer größere Aufträge verbuchen. Die Bewertung ist mit dem 55-fachen des Umsatzes geradezu astronomisch und alleine mit den Electron-Erfolgen nicht zu rechtfertigen. Erst wenn Neutron erfolgreich am Start ist und Umsätzen und Gewinnen einen weiteren kräftigen Schub gibt, wird das Business auf eine neue Eben gehoben. Solange werden die (neuen) Iridium Umsätze, Cashflows und Gewinne das laufende Geschäft absichern, während an der Skalierung gearbeitet wird und Rocket Lab sich zum integrierten Raumfahrtdienstleister weiterentwickelt. Höchst spekulativ, höchst aussichtsreich.
Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10% zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5%. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Seitdem schwankt meine Depot weiterhin deutlich, kann sich aber von der Nullmarke nicht wirklich deutlich absetzen. Die letzte Woche brachte eine marginale Aufwertung um +0,25%.
Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -3,0% (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.
Mein Investor-Update zum Q2/2026 - (nicht mehr ganz) brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.
Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.
Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.
Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ
Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Vielen Dank! Wie immer eine sehr informative Lektüre...
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