Almonty Industries hat die Bergwerksprüfbescheinigungen für die Aufbereitungsanlage und die Brechanlagen im Bergwerk Sangdong (Provinz Gangwon, Südkorea) erhalten. Diese Bescheinigungen berechtigen Almonty zum kommerziellen Betrieb der Anlagen und waren die letzte zu erfüllende behördliche Voraussetzung, bevor das Wolframkonzentrat für den südkoreanischen Markt und den Export kommerziell verarbeitet werden durfte. "Sangdong Phase I" ist nun kommerziell in Betrieb. Mit erheblichen Folgen...
Hintergrund: Gemäß den südkoreanischen Bergbauvorschriften müssen Anlagen und Ausrüstung eine Inspektion bestehen, bevor sie in Betrieb genommen werden dürfen. Nach einer zufriedenstellenden Inspektion wurden die Zertifikate am 17. September 2026 ausgestellt. Mit der Erteilung der Zertifikate ist Almonty nun in der Lage, das in Sangdong geförderte Wolframerz zu zerkleinern und zu verarbeiten, um daraus verkaufsfähiges Wolframkonzentrat herzustellen, und dieses Konzentrat an Kunden in Südkorea und im Ausland zu liefern. Die Zertifizierung ist der letzte Schritt im Übergang von Sangdong vom Anlagenbau über den Probebetrieb und die Inbetriebnahme hin zur kommerziellen Produktion.
Die Genehmigung erlaubt es Almonty, das in Sangdong abgebaute Wolfram-Rohmineral zu zerkleinern, aufzubereiten und zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat zu verarbeiten. Zudem wurden die Voraussetzungen für die Versorgung des heimischen Marktes sowie für den Export des im Bergwerk produzierten Wolframkonzentrats geschaffen.
Dabei ist das von Sangdong produzierte Konzentrat bereits weitgehend vertraglich gebunden. Im Juli 2026 änderte Almonty seinen langfristigen Abnahmevertrag mit Global Tungsten Powders LLC, einem Unternehmen der österreichischen Plansee-Gruppe, geändert und die Laufzeit auf 21 Jahre ab der ersten Lieferung verlängert sowie das vertraglich vereinbarte Gesamtvolumen auf 4.410.000 metrische Tonneneinheiten ("MTU") Wolframkonzentrat erhöht, wobei nach der Hochlaufphase Mindestmengen von 210.000 MTU pro Jahr vereinbart wurden. Der Vertrag deckt mehr als 90% der Produktion der Phase I in Sangdong ab.
Lewis Black, Vorsitzender, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Almonty, erklärte: "Sangdong verfügt nun über die erforderliche Genehmigung, um seine Verarbeitungsanlage kommerziell zu betreiben und die dort hergestellten Produkte zu verkaufen. Dieser Unterschied ist von Bedeutung. Seit Juni 2026 lassen wir Erz durch die Anlage laufen; nun dürfen wir dieses Material zu Konzentrat verarbeiten, das in Rechnung gestellt, versandt und nach Südkorea sowie in Exportmärkte geliefert werden kann. Der Zeitpunkt ist uns durchaus bewusst. Die Wolframpreise befinden sich auf historischen Höchstständen, China hat seinen Griff um das Material, von dem die westliche Industrie abhängt, verschärft, und ab Januar 2027 werden die Beschaffungsvorschriften des US-Verteidigungsministeriums bis zum Ursprungsort des Erzes zurückverfolgen. Sangdong ist einer der wenigen Standorte weltweit, der diese Frage mit einer westlichen Adresse und einer nennenswerten Produktionsgröße beantworten kann. Da mehr als 90% unserer Produktion aus Phase I bereits für 21 Jahre ab der ersten Lieferung vertraglich gesichert sind, steht uns eine einfache Aufgabe bevor: die Anlage sicher zu betreiben, die Produktion stetig hochzufahren und zu liefern."
Denk man die Genehmigungsthematik noch kurz von der anderen Seite aus an, findet man schnell einen weiteren Pluspunkt für Almonty. Denn der behördliche Weg ist für alle Möchtegern-Miner derselbe: steinig, voller Rückschläge und Neuanfänge, vor allem aber langwierig. Wenn heute neue Minenprojekte verkündet werden, produzieren die für viele Jahre und ggf. sogar Jahrzehnte noch kein Erz und verkaufen keines an Abnehmer. Almonty hingegen produziert schon seit Jahren auf kleiner Flamme, aber mit Sangdong kommt nun richtig Bewegung in die Sache. Ab sofort! Jetzt!
Meine Einschätzung
Bisher profitierte Almonty vor allem von der Vervielfachung des Wolframpreises (man verkauft nicht zu den niedrigen Preisen in China, sondern den vielfachen Preisen bei den Abnehmern in Europa/Amerika) und nun kommt noch ein großes Mengenwachstum hinzu. Almonty hatte in Sangdong schon einiges vorbereitet und nach Vorliegen der Betriebsgenehmigung gehen nun viele Säcke voll mit Wolframkonzentrat in den Versand; diese Umsätze und Erträge werden also bereits im dritten Quartal 2026 Effekte auf Almontys Ergebnisse haben. Ab dem vierten Quartal 2026 werden die Effekte voll in den Geschäftsergebnissen und der Bilanz von Almonty aufschlagen. Aus Hoffnung wird Erwartung und anschließend Gewissheit.
Größere Mengen kombinieren sich mit enorm gesteigerten Preisen, das Wachstum von Umsatz, Cashflow und Ergebnis dürfte geradezu hochschnellen - und das jetzt viermal beim Vergleich mit den Vorjahresquartalen!
Allerdings dürfte das kaum das Ende der Fahnenstange sein, denn in Sangdong ist bereits eine Erweiterung in Planung (Phase II), die vom Volumen her der ersten Anlage gleichkommt. Doch die Kosten werden geringer sein, weil Almonty bei Realisierung von Phase I bereits mit- und weitergedacht und somit viele Arbeiten für die zweite Anlage gleich mit erledigt hat. Die Errichtung wird also schneller gehen und weniger Kosten. Zudem kann sämtliches Material aus der zweiten Anlage frei am Markt und damit zu Spot-Preisen verkauft werden. Wodurch in einem angespannten Markt noch höhere Gewinne winken - und es gibt bisher keinerlei Anzeichen dafür, dass sich die Versorgungslage im Westen signifikant verändern wird, während die Nachfrage nach Wolfram weiter deutlich zunimmt.
Hinzu kommen das neue Projekt in Ruanda und die Abnahmevereinbarung mit Sandvik für die Rückstandshaldenmengen im Betrieb Los Santos in Spanien.
Bei Almonty läuft es also weiterhin hervorragend und nach Plan. Das dürfte auch dem Aktienkurs bald wieder neues Leben einhauchen, der zuletzt etwas geschwächelt hatte. Beherzte Anleger konnten und können dies als weitere Chance nutzen, um sich in "meiner Wolfram-Spekulation" zu engagieren.
Disclaimer: Habe Almonty auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

"Seit Juni 2026 lassen wir Erz durch die Anlage laufen; nun dürfen wir dieses Material zu Konzentrat verarbeiten", "Almonty hatte in Sangdong schon einiges vorbereitet und nach Vorliegen der Betriebsgenehmigung gehen nun viele Säcke voll mit Wolframkonzentrat in den Versand":
AntwortenLöschenWie wird das Material zu Konzentrat verarbeitet? Welche Hürden können da auftauchen? Kann es nun wirklich mit dem Verkauf losgehen?
Wie das Material zu Konzentrat verarbeitet wird, kann ich dir nicht beantworten, da ich hierzu keine technische Expertise besitze. Ich gehe davon aus, dass sich die Verantwortlichen nach zig Jahren im Business auskennen.
LöschenHürden können bei jedem Minenbetrieb auftauchen und werden es immer wieder. Es wirken dort rohe Kräfte auf das Material und die Maschinenteile werden hart beansprucht. Wichtig ist, dass Verschleißteile "auf Lager" sind, damit sie ggf. schnell ausgetauscht werden können und die Ausfallzeiten so kurz wie möglich ausfallen.
In seinem letzten Newsletter verwies CEO Lewis Black diesbezüglich auf einen Motor, der gerade in Sangdong ausgefallen wäre. Er meinte hierzu, dass man bei neuen Flugzeugen die ersten beiden Jahre lieber nicht an Bord gehen sollte, weil in dieser Zeit die ganzen Kinderkrankheiten anfielen - anschließend würden die Flugzeuge aber über Jahrzehnte problemlos laufen bei vernünftiger Wartung. Im Mining-Business sei es grundsätzlich dasselbe.
Der Verkauf ist gestartet, da in den letzten Monaten ein Erzvorrat angehäuft wurde, das nun verkauft wird. Später sollten Produktion und Verkauf aufeinander abgestimmt sein, so dass nie Mangel an zu verarbeitendem Erz auftritt. Da Phase II bereits mitgedacht ist und bald in die Umsetzung gehen wird, dürfte der Abbaubetrieb hierauf vorbereitet sein.
Danke für die ausführliche Antwort!
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