
Der schwedische Private-Equity-Investor EQT übernimmt den europäische Molekulardiagnostik-Spezialisten Qiagen. Mit 9,6 Mrd. Euro ist die Transaktion eine der größten Übernahmen im europäischen Gesundheitssektor in diesem Jahr.
EQT, zu dessen Konsortium auch die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) und das Canada Pension Plan Investment Board (CPP Investments) gehören, wird 46,50 Euro pro Aktie in bar zahlen und damit rund 40% mehr, als bei einer - letztlich gescheiterten - früheren Übernahmerunde.
Mit der Qiagen-Übernahme setzt EQT seine Serie bedeutender Transaktionen in 2026 fort, darunter die Übernahme des britischen Testkonzerns Intertek im Wert von rund 11,1 Mrd. Euro sowie die Übernahme des australischen Abfallentsorgungsunternehmens Cleanaway im Wert von etwa 5,8 Mrd. Euro.
Mein Fazit
Qiagen habe ich seit September 2020 auf meiner Beobachtungsliste, als im Zuge der Corona-Pandemie die Aussichten wirklich glänzend waren. Doch das Unternehmen konnte seine Chancen nie nutzen und hat sich mit internen Querelen und nicht immer glücklichen unternehmerischen Entscheidungen wieder und wieder selbst ins Knie geschossen. Nun erklingt der letzte Akkord und unterm Strich bleiben 18,5% Rendite. Nicht schlecht, könnte man einen. Über die Laufzeit gesehen bleiben aber weniger als 3% pro Jahr - das frisst ja schon die Inflation weg.
Disclaimer: Ich streiche Qiagen von meiner Beobachtungsliste.
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