"Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist."
(Benjamin Franklin)
Montag, 27. Mai 2013
Freitag, 24. Mai 2013
Investmentfonds sind meistens schlecht(er)
Die vor allem in Deutschland vorherrschende Meinung ist, als Privatanleger könne man kein erfolgreiches Stock-Picking betreiben und sollte sein Geld lieber in Fonds investieren - und das möglichst breit gestreut, um das Risiko zu minimieren. Ebenso vernünftig klang es, dass die Erde eine Scheibe wäre, allerdings haben beide Denkansätze einen entscheidenden Makel: die Fakten sprechen dagegen!
Über Planeten und die Form der Erde werde ich mich nun nicht näher auslassen, aber zum Thema Direktanlage in Aktien versus Fondsinvestments hingegen schon. Der Gedanke eines Fonds ist, dass man als Anleger nur Geld einzahlt und die Auswahl der Anlageobjekte dann einem (gut bezahlten) Fachmann überlässt. Klingt plausibel und vernünftig. Allerdings zahlen auch Fonds Transaktionsgebühren für ihre An- und Verkäufe und die Fondsmanager erhalten Gehälter und/oder Provisionen. Darüber hinaus verdient auch die Fondsgesellschaft, denn zwischen An- und Verkaufskursen liegt ein nicht selten hoher Spread, wenn die Anteile denn überhaupt über die Börse gehandelt werden können. Viele sind nur bei der jeweiligen Fondsgesellschaft erhältlich und können nur an diese zurückgegeben werden - was in der Regel keinen großen Nachteil bedeutet, wenn man nicht gerade auf Immobilienfonds gesetzt hat und der Fonds wegen zu großer Anteilsrückgaben in akute Liquiditätsprobleme geschliddert ist. Was in den letzten Jahren eher die Regel als die Ausnahme war. Bei den übrigen Assetklassen, wie Aktien, Renten (verzinsliche Wertpapiere), Geldmarktpapiere usw. kassiert die Fondsgesellschaft dann noch einen Ausgabeaufschlag, der bis zu 7,5% betragen kann. Diese ganzen Kosten muss der Fondsmanager erst einmal wieder verdienen, ehe das Investment des Anlegers überhaupt aus der Verlustzone kommt. Und abgesehen vom Ausgabeaufschlag fallen die Kosten ja nicht nur einmal an, sondern jährlich immer wieder auf's Neue.
Und trotzdem... immerhin sind Profis am Werk, Anlageexperten, die viel Geld verdienen, die wissen schon, was sie tun. Sollte man meinen. Der Finanzdienstleister Gecam hat nun die Performance von 9.428 Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Dach- und Mischfonds analysiert, die in Europa zum Vertrieb zugelassen sind. Und das Ergebnis ist niederschmetternd: magere 23 Prozent der Investmentfonds schafften es in den vergangenen drei Jahren, ihren jeweiligen Vergleichsindex zu übertreffen. Mit anderen Worten: 77 Prozent der Fonds, also mehr als drei Viertel, schnitten schlechter ab als "der Markt". Beim Roulette liegt die Gewinnchance bei knapp unter 50 Prozent, wenn man auf Rot oder Schwarz setzt (die Null spielt ja auch mit), bei Investmentfonds nur bei 23 Prozent. Als rational denkender Mensch sollte man spätestens jetzt akzeptieren, dass die vermeintlich gute Anlage in Investmentfonds eben auch nur vermeintlich die beste Anlagevariante ist.
Gründe für das schlechte Abschneiden liegen auf der Hand: die Fondsmanager bilden zu mehr als 70 Prozent einfach nur ihren jeweiligen Vergleichsindex ab, so dass sie bei hohem Kostenaufwand keinen Mehrwert schaffen können. Sie müssen quasi schlechter als der Vergleichsindex abschneiden, denn es verbleiben ja nur 30 Prozent der investierten Summe, die sie anders einsetzen. Und da Fonds immer ein gewisses Maß an Liquidität halten, z.B. um ausstiegswillige Anleger auszahlen zu können, liegt die wirkliche "Eigenleistungsquote" noch niedriger. Und dieser geringe Anteil müsste dann die Kosten verdienen und auch noch eine Out-Performance gegenüber dem Vergleichsindex. Das geht nur auf zwei Arten: enormes Glück oder hohes Risiko. Hat der Fondsmanager nur Glück, stellt sich die Frage, weshalb der Anleger diesen "Experten" braucht. Und erkauft sich der Fondsmanager die bessere Performance durch ein erhöhtes Risiko, widerspricht dies dem Sinn einer sicheren Anlage und es kann gut sein, dass sich auch einmal das Risiko nicht auszahlt und ein Fonds nach guten Jahren sehr viel schlechtere aufweist. Studien haben belegt, dass Fonds, die drei Jahre lang besonders gut abgeschnitten haben, danach meistens zu den Verlierern zählen.
Wenn man also schon "den Markt" kaufen möchte, sollte man lieber auf ETFs (Exchange-traded Fund) setzen bzw. Produkte, die nicht aktiv gemanaged werden, sondern wirklich nur den Markt 1:1 abbilden - die produzieren nämlich fast keine Kosten, so dass für den Anleger eine weitaus größere Chance besteht, in die Gewinnzone zu kommen.
Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Direktinvestments in Aktien. Warren Buffett meint hierzu, dass jeder durchschnittlich begabte Mensch in der Lage sei, wenn er nur einige wenige Dinge beherzige:
Es kommt also letztlich darauf an, seinen eigenen Verstand einzusetzen und dann Aktien günstig zu kaufen und lange zu halten. Das ist die Strategie des Buy & Hold, die dem Zinseszinseffekt erst die Chance gibt, sein Potenzial zu entfalten und Anleger reich zu machen. Wer häufig(er) sein Depot umschichtet läuft Gefahr, zum falschen Zeitpunkt ein- und auszusteigen. Und auch das belegen empirische Untersuchungen, dass Anleger eben meistens mit der Herde schwimmen und daher bei stark fallenden Kursen verkaufen und bei stark steigenden Kursen kaufen. Sie handeln also nicht rational, sondern emotional. Und versenken damit eine Menge Geld und füllen nur die Taschen der Broker, die an den Transaktionskosten prächtig verdienen.
Die richtigen Aktien zu finden, ist natürlich in der Praxis nicht ganz so einfacht. Schon Oscar Wilde bemerkte, dass es leichter sei, über Geld zu schreiben, als Geld zu machen. Und so kann ein interessierter Anleger auch "einfach" sein Geld in Aktien von Unternehmen investieren, die ihrerseits Unternehmen und/oder Aktien kaufen. Der Unterschied zu Fonds ist hierbei, dass man an dem Unternehmen als Aktionär direkt beteiligt ist, dass man die Investmententscheidungen näher miterleben kann, z.B. durch die Geschäftsberichte, Quartals- und teilweise Monatsberichte und natürlich durch Adhoc- und sonstige Publikationen des Unternehmens. Und man kann sich in Unternehmen engagieren, wo der Vorstand selbst signifikante Anteile hält, also ein erhebliches Interesse daran hat, den Unternehmenswert zu mehren. Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel, die diese Anforderungen erfüllen können.
Zum einen gibt es Unternehmen, die sich auf das Investieren in börsennotierte Unternehmen spezialisiert haben. Hier sind die Shareholder Value Beteiligungen AG, die Allerthal-Werke AG, oder die Scherzer & Co. AG zu nennen, über deren Websites man sich über Anlagemethode und die größeren Investments informieren kann.
Und es gibt "richtige" Beteiligungsgesellschaften. Einige sind auf Frühphaseninvestments spezialisiert, wie die Blue Cap AG oder die mic AG, andere erwerben Krisenunternehmen, um sie wieder aufzupäppeln, wie die Bavaria Industriekapital AG. Dann gibt es Unternehmen, wie die Aurelius AG, die gerne Randaktivitäten großer Konzerne erwerben und zu neuen Einheiten formieren und sie dann auf mittlere Sicht gewinnbringend wieder veräußern. Und zuletzt gibt es langfristig orientierte Industrieholdings, bei denen die Veräußerungserlöse von Tochtergesellschaften eher die Ausnahme als die Regel sind. Hier sind AdCapital, die Deutsche Beteiligungs AG, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB Industries zu nennen. Und natürlich Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway, das in einer ganz anderen Liga spielt, als z.B. Greiffenberger AG oder die H.P.I. Holding AG, die nur jeweils ein oder zwei Beteiligungsunternehmen aufweisen und auf ein Segment fokussiert sind. Insbesondere Aurelius und MBB Industries halte ich für nach wie vor für mittel- und langfristig hervorragende Investments, bei denen man gerne Partner (Mitaktionär) der erfolgreichen Vorstände ist.
Bleibt noch die Frage, weshalb man in lieber Aktien investieren sollte und nicht in Immobilien, Tagesgeld, Anleihen, Gold, Rohöl oder Schweinebäuche. Die habe ich allerdings bereits unter dem Titel "2013 wird das Jahr der Aktien" ausführlich beantwortet und spare mir deshalb an dieser Stelle die Wiederholung.
Also, es ist gar nicht so schwer, erfolgreich an der Börse zu investieren. Sofern man die Börse nicht als Casino und Aktienkäufe als Zocken missversteht, sondern Aktien als Partnerschaftsanteile an Unternehmen und die Börse als Handeslplatz, wo man diese Anteile erwerben kann, bleiben gar nicht so viele Möglichkeiten, gravierende Fehler zu machen. Ein wenig Mut und etwas Vertrauen in das eigene Urteilsvermögen gehören zwar schon dazu, aber beides benötigt man auch, wenn man unbeschadet eine fremde Katze streicheln will...
"Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung".
Über Planeten und die Form der Erde werde ich mich nun nicht näher auslassen, aber zum Thema Direktanlage in Aktien versus Fondsinvestments hingegen schon. Der Gedanke eines Fonds ist, dass man als Anleger nur Geld einzahlt und die Auswahl der Anlageobjekte dann einem (gut bezahlten) Fachmann überlässt. Klingt plausibel und vernünftig. Allerdings zahlen auch Fonds Transaktionsgebühren für ihre An- und Verkäufe und die Fondsmanager erhalten Gehälter und/oder Provisionen. Darüber hinaus verdient auch die Fondsgesellschaft, denn zwischen An- und Verkaufskursen liegt ein nicht selten hoher Spread, wenn die Anteile denn überhaupt über die Börse gehandelt werden können. Viele sind nur bei der jeweiligen Fondsgesellschaft erhältlich und können nur an diese zurückgegeben werden - was in der Regel keinen großen Nachteil bedeutet, wenn man nicht gerade auf Immobilienfonds gesetzt hat und der Fonds wegen zu großer Anteilsrückgaben in akute Liquiditätsprobleme geschliddert ist. Was in den letzten Jahren eher die Regel als die Ausnahme war. Bei den übrigen Assetklassen, wie Aktien, Renten (verzinsliche Wertpapiere), Geldmarktpapiere usw. kassiert die Fondsgesellschaft dann noch einen Ausgabeaufschlag, der bis zu 7,5% betragen kann. Diese ganzen Kosten muss der Fondsmanager erst einmal wieder verdienen, ehe das Investment des Anlegers überhaupt aus der Verlustzone kommt. Und abgesehen vom Ausgabeaufschlag fallen die Kosten ja nicht nur einmal an, sondern jährlich immer wieder auf's Neue.
Und trotzdem... immerhin sind Profis am Werk, Anlageexperten, die viel Geld verdienen, die wissen schon, was sie tun. Sollte man meinen. Der Finanzdienstleister Gecam hat nun die Performance von 9.428 Aktien-, Renten-, Geldmarkt-, Dach- und Mischfonds analysiert, die in Europa zum Vertrieb zugelassen sind. Und das Ergebnis ist niederschmetternd: magere 23 Prozent der Investmentfonds schafften es in den vergangenen drei Jahren, ihren jeweiligen Vergleichsindex zu übertreffen. Mit anderen Worten: 77 Prozent der Fonds, also mehr als drei Viertel, schnitten schlechter ab als "der Markt". Beim Roulette liegt die Gewinnchance bei knapp unter 50 Prozent, wenn man auf Rot oder Schwarz setzt (die Null spielt ja auch mit), bei Investmentfonds nur bei 23 Prozent. Als rational denkender Mensch sollte man spätestens jetzt akzeptieren, dass die vermeintlich gute Anlage in Investmentfonds eben auch nur vermeintlich die beste Anlagevariante ist.
Gründe für das schlechte Abschneiden liegen auf der Hand: die Fondsmanager bilden zu mehr als 70 Prozent einfach nur ihren jeweiligen Vergleichsindex ab, so dass sie bei hohem Kostenaufwand keinen Mehrwert schaffen können. Sie müssen quasi schlechter als der Vergleichsindex abschneiden, denn es verbleiben ja nur 30 Prozent der investierten Summe, die sie anders einsetzen. Und da Fonds immer ein gewisses Maß an Liquidität halten, z.B. um ausstiegswillige Anleger auszahlen zu können, liegt die wirkliche "Eigenleistungsquote" noch niedriger. Und dieser geringe Anteil müsste dann die Kosten verdienen und auch noch eine Out-Performance gegenüber dem Vergleichsindex. Das geht nur auf zwei Arten: enormes Glück oder hohes Risiko. Hat der Fondsmanager nur Glück, stellt sich die Frage, weshalb der Anleger diesen "Experten" braucht. Und erkauft sich der Fondsmanager die bessere Performance durch ein erhöhtes Risiko, widerspricht dies dem Sinn einer sicheren Anlage und es kann gut sein, dass sich auch einmal das Risiko nicht auszahlt und ein Fonds nach guten Jahren sehr viel schlechtere aufweist. Studien haben belegt, dass Fonds, die drei Jahre lang besonders gut abgeschnitten haben, danach meistens zu den Verlierern zählen.
Wenn man also schon "den Markt" kaufen möchte, sollte man lieber auf ETFs (Exchange-traded Fund) setzen bzw. Produkte, die nicht aktiv gemanaged werden, sondern wirklich nur den Markt 1:1 abbilden - die produzieren nämlich fast keine Kosten, so dass für den Anleger eine weitaus größere Chance besteht, in die Gewinnzone zu kommen.
Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Direktinvestments in Aktien. Warren Buffett meint hierzu, dass jeder durchschnittlich begabte Mensch in der Lage sei, wenn er nur einige wenige Dinge beherzige:
- er müsse bereit sein, seine Emotionen aus der Anlageentscheidung herauszuhalten und auf Basis von Fakten zu investieren,
- er müsse bereit sein, sich durch Geschäftsberichte durchzuackern und nicht auf Börsentipps von Freunden, Brokern, Börsenblättern oder Astrologen zu setzen,
- er sollte in Unternehmen investieren, deren Geschäftsmodell er versteht,
- er sollte antizyklisch investieren (niedrig kaufen, hoch verkaufen),
- und er sollte Aktien zu Kursen kaufen, die deutlich unterhalb ihres wahren Wertes notieren, und diese dann lange halten.
"Jedes intelligente Investieren ist das Investieren in Werte - mehr
bekommen als das, wofür du bezahlst. Investieren ist, wenn du einige
großartige Unternehmen findest und dann auf deinem Hintern sitzt."
(Charlie Munger)
bekommen als das, wofür du bezahlst. Investieren ist, wenn du einige
großartige Unternehmen findest und dann auf deinem Hintern sitzt."
(Charlie Munger)
Es kommt also letztlich darauf an, seinen eigenen Verstand einzusetzen und dann Aktien günstig zu kaufen und lange zu halten. Das ist die Strategie des Buy & Hold, die dem Zinseszinseffekt erst die Chance gibt, sein Potenzial zu entfalten und Anleger reich zu machen. Wer häufig(er) sein Depot umschichtet läuft Gefahr, zum falschen Zeitpunkt ein- und auszusteigen. Und auch das belegen empirische Untersuchungen, dass Anleger eben meistens mit der Herde schwimmen und daher bei stark fallenden Kursen verkaufen und bei stark steigenden Kursen kaufen. Sie handeln also nicht rational, sondern emotional. Und versenken damit eine Menge Geld und füllen nur die Taschen der Broker, die an den Transaktionskosten prächtig verdienen.
"Regel Nummer eins lautet: nie Geld verlieren. Regel
Nummer zwei lautet: vergiss nie Regel Nummer eins."
Nummer zwei lautet: vergiss nie Regel Nummer eins."
(Warren Buffett)
Die richtigen Aktien zu finden, ist natürlich in der Praxis nicht ganz so einfacht. Schon Oscar Wilde bemerkte, dass es leichter sei, über Geld zu schreiben, als Geld zu machen. Und so kann ein interessierter Anleger auch "einfach" sein Geld in Aktien von Unternehmen investieren, die ihrerseits Unternehmen und/oder Aktien kaufen. Der Unterschied zu Fonds ist hierbei, dass man an dem Unternehmen als Aktionär direkt beteiligt ist, dass man die Investmententscheidungen näher miterleben kann, z.B. durch die Geschäftsberichte, Quartals- und teilweise Monatsberichte und natürlich durch Adhoc- und sonstige Publikationen des Unternehmens. Und man kann sich in Unternehmen engagieren, wo der Vorstand selbst signifikante Anteile hält, also ein erhebliches Interesse daran hat, den Unternehmenswert zu mehren. Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel, die diese Anforderungen erfüllen können.
Zum einen gibt es Unternehmen, die sich auf das Investieren in börsennotierte Unternehmen spezialisiert haben. Hier sind die Shareholder Value Beteiligungen AG, die Allerthal-Werke AG, oder die Scherzer & Co. AG zu nennen, über deren Websites man sich über Anlagemethode und die größeren Investments informieren kann.
Und es gibt "richtige" Beteiligungsgesellschaften. Einige sind auf Frühphaseninvestments spezialisiert, wie die Blue Cap AG oder die mic AG, andere erwerben Krisenunternehmen, um sie wieder aufzupäppeln, wie die Bavaria Industriekapital AG. Dann gibt es Unternehmen, wie die Aurelius AG, die gerne Randaktivitäten großer Konzerne erwerben und zu neuen Einheiten formieren und sie dann auf mittlere Sicht gewinnbringend wieder veräußern. Und zuletzt gibt es langfristig orientierte Industrieholdings, bei denen die Veräußerungserlöse von Tochtergesellschaften eher die Ausnahme als die Regel sind. Hier sind AdCapital, die Deutsche Beteiligungs AG, Gesco, Indus, MAX Automation, MBB Industries zu nennen. Und natürlich Warren Buffetts Investmentkonglomerat Berkshire Hathaway, das in einer ganz anderen Liga spielt, als z.B. Greiffenberger AG oder die H.P.I. Holding AG, die nur jeweils ein oder zwei Beteiligungsunternehmen aufweisen und auf ein Segment fokussiert sind. Insbesondere Aurelius und MBB Industries halte ich für nach wie vor für mittel- und langfristig hervorragende Investments, bei denen man gerne Partner (Mitaktionär) der erfolgreichen Vorstände ist.
Bleibt noch die Frage, weshalb man in lieber Aktien investieren sollte und nicht in Immobilien, Tagesgeld, Anleihen, Gold, Rohöl oder Schweinebäuche. Die habe ich allerdings bereits unter dem Titel "2013 wird das Jahr der Aktien" ausführlich beantwortet und spare mir deshalb an dieser Stelle die Wiederholung.
"Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen".
Also, es ist gar nicht so schwer, erfolgreich an der Börse zu investieren. Sofern man die Börse nicht als Casino und Aktienkäufe als Zocken missversteht, sondern Aktien als Partnerschaftsanteile an Unternehmen und die Börse als Handeslplatz, wo man diese Anteile erwerben kann, bleiben gar nicht so viele Möglichkeiten, gravierende Fehler zu machen. Ein wenig Mut und etwas Vertrauen in das eigene Urteilsvermögen gehören zwar schon dazu, aber beides benötigt man auch, wenn man unbeschadet eine fremde Katze streicheln will...
Montag, 20. Mai 2013
Börsenweisheit der Woche 20/2013
"Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn mal viel Geld hat, denkt man nur noch an Geld."
(Jean Paul Getty)
(Jean Paul Getty)
Mittwoch, 15. Mai 2013
Lese-Tipp: "Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie"
Autor: Robert G. Hagstrom
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Börsenmedien
Auflage: 1 (15. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942888459
Hagstrom gilt als profunder Kenner der Lebensgeschichte und der Anlagestrategie von Warren Buffett und hat dies mit diesem Buch einmal mehr bestätigt.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es die entscheidenden Grundsätze von Buffetts genialer Anlagestrategie aufzeigt und sie anhand vieler Beispiele erläutert. Die einfachen - und wenigen - Prinzipien, die Warren Buffett stets zur Basis seiner Anlageentscheidung macht, können so von jedem Privatanlager verstanden und nachgeahmt werden, ohne dass er ein BWL-Studium absolvieren müsste.
Prädikat: absolutlesenswert studierenswert!
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Börsenmedien
Auflage: 1 (15. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942888459
Hagstrom gilt als profunder Kenner der Lebensgeschichte und der Anlagestrategie von Warren Buffett und hat dies mit diesem Buch einmal mehr bestätigt.
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es die entscheidenden Grundsätze von Buffetts genialer Anlagestrategie aufzeigt und sie anhand vieler Beispiele erläutert. Die einfachen - und wenigen - Prinzipien, die Warren Buffett stets zur Basis seiner Anlageentscheidung macht, können so von jedem Privatanlager verstanden und nachgeahmt werden, ohne dass er ein BWL-Studium absolvieren müsste.
Prädikat: absolut
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Montag, 13. Mai 2013
Mittwoch, 8. Mai 2013
DAX auf Allzeithoch - sind das noch Kaufkurse?
Gestern knackte der Dow Jones Index erstmals die 15.000er Marke und der DAX erreichte ein neues Allzeithoch bei über 8.200 Punkten. Und sofort prangt auf der Titelseite der BILD-Zeitung der DAX-Chart und die Frage, ob man noch einsteigen solle.
Üblicherweise sind Boulevardblätter wie die BILD ein prima Kontraindikator. Als Anfang 2000 die "New Economy" Euphorie auf dem Höchststand war, berichtete die BILD-Zeitung fortgesetzt vom Börsengeschehen und auch der letzte Sparer räumte seine Konten, um Aktien zu kaufen. Und vor gut einem Jahr war Gold das Titelthema der BILD-Zeitung, ebenfalls kurz vor dem massiven Kursabsturz. Eine Regel ist: wenn sich die breite Masse für Kurse interessiert, sind bereits alle Käufer im Markt und wenn niemand mehr kaufen kann, fallen die Kurse, weil weitere Käufer ausbleiben.
Sir John Templeton sagte einmal, "dieses Mal ist alles anders" seien die teuersten fünf Worte der Börsengeschichte. Und er hat Recht. Doch dieses Mal ist es wirklich anders...
Montag, 6. Mai 2013
Montag, 29. April 2013
Montag, 22. April 2013
Montag, 15. April 2013
Montag, 8. April 2013
Börsenweisheit der Woche 14/2013
"Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht."
(Benjamin Graham)
(Benjamin Graham)
Montag, 1. April 2013
Börsenweisheit der Woche 13/2013
"Als ich klein war glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute weiß ich, es stimmt."
(Oscar Wilde)
(Oscar Wilde)
Montag, 25. März 2013
Mittwoch, 20. März 2013
MBB Industries erhöht Dividende deutlich
Die Industrieholding MBB Industries AG hat heute ihre vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 bestätigt. So stieg der Umsatz um 87 Prozent auf 204,9 Mio. EUR, das Konzernergebnis verbesserte sich überproportional um 303 Prozent auf 13,4 Mio. EUR und das Ergebnis pro Aktie klettert von 0,51 EUR auf 2,08 EUR.
Des Weiteren wurde der Dividendenvorschlag bekannt gegeben und nach 0,44 EUR je Aktie im Vorjahr sollen nun 0,50 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Unter dem Strich wäre eine deutlich höhere Ausschüttung möglich gewesen. Andererseits stehen weitere Investitionen bei der hoch profitablen Hanke Tissue an, die zu einer Umsatzverdopllung dieser MBB-Tochter führen sollen. Der verbleibende Rest des Gewinns von 1,58 EUR je Aktie dürfte für weitere Zukäufe und Investitionen vorgesehen sein. Hier hatte Vorstandschef Nesemeier vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass MBB sich eher auf kleinere Ergänzungen des bestehenden Portfolios fokussieren möchte.
MBB Industries befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Des Weiteren wurde der Dividendenvorschlag bekannt gegeben und nach 0,44 EUR je Aktie im Vorjahr sollen nun 0,50 EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Unter dem Strich wäre eine deutlich höhere Ausschüttung möglich gewesen. Andererseits stehen weitere Investitionen bei der hoch profitablen Hanke Tissue an, die zu einer Umsatzverdopllung dieser MBB-Tochter führen sollen. Der verbleibende Rest des Gewinns von 1,58 EUR je Aktie dürfte für weitere Zukäufe und Investitionen vorgesehen sein. Hier hatte Vorstandschef Nesemeier vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass MBB sich eher auf kleinere Ergänzungen des bestehenden Portfolios fokussieren möchte.
MBB Industries befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 18. März 2013
Börsenweisheit der Woche 11/2013
"Wenn man billig einkauft, muss man Geduld mitbringen und abwarten bis der Markt einem zustimmt."
(Joel Greenblatt)
(Joel Greenblatt)
Montag, 11. März 2013
Dienstag, 5. März 2013
Warren Buffett setzt weiterhin auf Aktien
Börsenlegende Warren Buffett setzt nach wie vor auf Aktien und hält sie trotz des starken Anstiegs und des nahe dem Allzeithochs notierenden Dow Jones Index für die werthaltigste Anlageform - und erteilt langlaufenden Staatsanleihen eine klare Absage.
"Wenn ich gefragt würde, ob Aktien günstiger sind als andere Investmentarten, dann würde ich dies aus meiner Sicht bejahen. Deswegen kaufen wir jetzt Aktien. Wir tun dies nicht in Erwartung einer Kurssteigerung, wir tun dies vielmehr in dem Glauben etwas wirklich Werthaltiges zu erhalten. Aktien sind zwar nicht mehr so billig wie vor vier Jahren, doch bekommt man im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten mehr für sein Geld. Nach meiner Ansicht nach sind langlaufende Staatsanleihen die dümmste Anlage."
Hinsichtlich der anstehenden Kürzungen im US-Budget zeigt er sich optimistisch, dass es keine harte Landung geben werde. Die Erholung sei im Gang, zwar langsam, aber sie werde sich fortsetzen.
Ein Risiko für Aktien sieht Buffett in steigenden Zinsen. Würde die Notenbank die Zinsen anheben, hätte dies negative Auswirkungen auf die Aktienkurse. Da allerdings auch andere Anlageformen von einer solchen Maßnahme betroffen seien, blieben Aktien die beste Wahl.
In seinem jährlich erscheinenden Aktionärsbrief hatte er kürzlich geschrieben, seine Elefantenflinte sei geladen und er sei bereit für die Großwildjagd. Die Übernahme von Heinz Ketchup für 28 Mrd. USD (der Anteil von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway liegt bei 12 Mrd. USD) habe nur den Gewinn eines Jahres erfordert und die Kassen seien prall gefüllt.
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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| Warren Buffett |
Hinsichtlich der anstehenden Kürzungen im US-Budget zeigt er sich optimistisch, dass es keine harte Landung geben werde. Die Erholung sei im Gang, zwar langsam, aber sie werde sich fortsetzen.
Ein Risiko für Aktien sieht Buffett in steigenden Zinsen. Würde die Notenbank die Zinsen anheben, hätte dies negative Auswirkungen auf die Aktienkurse. Da allerdings auch andere Anlageformen von einer solchen Maßnahme betroffen seien, blieben Aktien die beste Wahl.
In seinem jährlich erscheinenden Aktionärsbrief hatte er kürzlich geschrieben, seine Elefantenflinte sei geladen und er sei bereit für die Großwildjagd. Die Übernahme von Heinz Ketchup für 28 Mrd. USD (der Anteil von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway liegt bei 12 Mrd. USD) habe nur den Gewinn eines Jahres erfordert und die Kassen seien prall gefüllt.
Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Warren Buffett
Montag, 4. März 2013
Donnerstag, 28. Februar 2013
MBB Industries legt Top-Zahlen für 2012 vor
Die Industrieholding MBB Industries AG hat vorläufige Zahlen vorgelegt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 und die Erwartungen mehr als erfüllt. So stieg der Umsatz um 87 Prozent auf 204,9 Mio. EUR, das Konzernergebnis verbesserte sich überproportional um 303 Prozent auf 13,4 Mio. EUR und das Ergebnis pro Aktie klettert von 0,51 EUR auf 2,08 EUR.
Die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung sei im gesamten Geschäftsjahr 2012 von allen Beteiligungen getragen worden und anteilsmäßig seien die Zahlen der Ende des 1. Quartals 2012 erworbenen MBB Fertigungstechnik enthalten, teilte MBB Industries mit. Trotz der Ausweitung des Beteiligungsportfolios 2012 und getätigter Erweiterungsinvestitionen bei den bestehenden Beteiligungen sowie der Dividendenzahlung von rund 2,8 Mio. EUR (0,44 EUR je Aktie) und der Durchführung des Aktienrückkaufs in Höhe von 1,0 Mio. EUR hätten die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2012 weiter gesteigert werden können und lagen Ende 2012 bei 45,2 Mio. EUR (30,3 Mio. EUR). Die Nettoliquidität verbesserte sich auf 31,5 Mio. EUR (13,7 Mio. EUR). Damit verfüge die MBB Industries unverändert über ausreichend finanzielle Mittel, um nicht nur Erweiterungsinvestitionen bei den bestehenden Beteiligungen zu begleiten, sondern auch durch Akquisitionen weiter wachsen zu können. Darüber hinaus habe der positive Trend des Vorjahres zum Jahresbeginn 2013 angehalten und die MBB Industries AG geht von einer Fortsetzung dieser erfreulichen Entwicklung aus.
Alleine im 4. Quartal 2012 wurden also 0,67 EUR verdient, wobei die MBB Fertigungstechnik ja erst ab dem 2. Quartal zu Umsatz und Ergebnis beigetragen hat.. Schreibt man dieses Ergebnis einfach linear für 2013 fort, würde man auf ein EPS von 2,68 EUR kommen nach 2,08 in 2012. Das wäre ein weiterer Anstieg um 25 Prozent und würde ein KGV von knapp 7,5 ergeben. Billigt man MBB Industries ein im Peer Group-Vergleich noch immer niedriges KGV von 10 zu, läge das Kurspotenzial alleine aus diesem Fortschreibungseffekt bei weiteren 25 Prozent. Und bei einem aktuellen Kurs von 20 EUR würde dies einen Anstieg auf 25 EUR rechtfertigen, bei gleichbleibender Bewertungslage.
Ich habe ja bereits vor einiger Zeit über eine mögliche Erhöhung der Dividende bei MBB Industries spekuliert und die heute vorgelegten Zahlen zeigen, was möglich wäre: in 2011 wurden 0,51 EUR Gewinn je Aktie erzielt und davon 0,44 EUR als Dividende ausgeschüttet, also rund 86%. 2012 wurden nun 2,08 EUR EPS erwirtschaftet, was bei einer gleichhohen Ausschüttungsquote 1,79 EUR je Aktie ausmachen würde. Nun gehe ich nicht davon aus, dass MBB Industries eine derart hohe Ausschüttung vornehmen wird, aber eine deutliche Anhebung sollte möglich sein. Die 0,44 EUR je Aktie haben letztes Jahr zusammen 2,8 Mio. EUR gekostet und eine Verdoppelung der Dividende auf 0,88 EUR würde somit bei 5,6 Mio. EUR liegen. Die liquiden Mittel lagen Ende 2012 bei 45,2 Mio. EUR nach 30,3 Mio. EUR Ende 2011 und die Nettoliquidität verbesserte sich auf 31,5 Mio. EUR nach 13,7 Mio. EUR ein Jahr zuvor. Bei einem EPS von 2,08 EUR und einer Ausschüttung von 0,88 EUR je Aktie würden noch 1,20 EUR je Aktie im Unternehmen verbleiben. Folglich würde selbst eine verdoppelte Ausschüttung reichlich Spielraum für MBB Industries belassen, um weitere Akquisitionen durchführen zu können.
Top Zahlen, die über den Erwartungen lagen, positive Aussichten, eine prall gefüllte Geldbörse für Akquisitionen und eine mögliche Dividendenerhöhung ante portas - ich denke, MBB Industries bietet noch einiges an Phantasie...
MBB Industries befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
Die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung sei im gesamten Geschäftsjahr 2012 von allen Beteiligungen getragen worden und anteilsmäßig seien die Zahlen der Ende des 1. Quartals 2012 erworbenen MBB Fertigungstechnik enthalten, teilte MBB Industries mit. Trotz der Ausweitung des Beteiligungsportfolios 2012 und getätigter Erweiterungsinvestitionen bei den bestehenden Beteiligungen sowie der Dividendenzahlung von rund 2,8 Mio. EUR (0,44 EUR je Aktie) und der Durchführung des Aktienrückkaufs in Höhe von 1,0 Mio. EUR hätten die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2012 weiter gesteigert werden können und lagen Ende 2012 bei 45,2 Mio. EUR (30,3 Mio. EUR). Die Nettoliquidität verbesserte sich auf 31,5 Mio. EUR (13,7 Mio. EUR). Damit verfüge die MBB Industries unverändert über ausreichend finanzielle Mittel, um nicht nur Erweiterungsinvestitionen bei den bestehenden Beteiligungen zu begleiten, sondern auch durch Akquisitionen weiter wachsen zu können. Darüber hinaus habe der positive Trend des Vorjahres zum Jahresbeginn 2013 angehalten und die MBB Industries AG geht von einer Fortsetzung dieser erfreulichen Entwicklung aus.
Alleine im 4. Quartal 2012 wurden also 0,67 EUR verdient, wobei die MBB Fertigungstechnik ja erst ab dem 2. Quartal zu Umsatz und Ergebnis beigetragen hat.. Schreibt man dieses Ergebnis einfach linear für 2013 fort, würde man auf ein EPS von 2,68 EUR kommen nach 2,08 in 2012. Das wäre ein weiterer Anstieg um 25 Prozent und würde ein KGV von knapp 7,5 ergeben. Billigt man MBB Industries ein im Peer Group-Vergleich noch immer niedriges KGV von 10 zu, läge das Kurspotenzial alleine aus diesem Fortschreibungseffekt bei weiteren 25 Prozent. Und bei einem aktuellen Kurs von 20 EUR würde dies einen Anstieg auf 25 EUR rechtfertigen, bei gleichbleibender Bewertungslage.
Ich habe ja bereits vor einiger Zeit über eine mögliche Erhöhung der Dividende bei MBB Industries spekuliert und die heute vorgelegten Zahlen zeigen, was möglich wäre: in 2011 wurden 0,51 EUR Gewinn je Aktie erzielt und davon 0,44 EUR als Dividende ausgeschüttet, also rund 86%. 2012 wurden nun 2,08 EUR EPS erwirtschaftet, was bei einer gleichhohen Ausschüttungsquote 1,79 EUR je Aktie ausmachen würde. Nun gehe ich nicht davon aus, dass MBB Industries eine derart hohe Ausschüttung vornehmen wird, aber eine deutliche Anhebung sollte möglich sein. Die 0,44 EUR je Aktie haben letztes Jahr zusammen 2,8 Mio. EUR gekostet und eine Verdoppelung der Dividende auf 0,88 EUR würde somit bei 5,6 Mio. EUR liegen. Die liquiden Mittel lagen Ende 2012 bei 45,2 Mio. EUR nach 30,3 Mio. EUR Ende 2011 und die Nettoliquidität verbesserte sich auf 31,5 Mio. EUR nach 13,7 Mio. EUR ein Jahr zuvor. Bei einem EPS von 2,08 EUR und einer Ausschüttung von 0,88 EUR je Aktie würden noch 1,20 EUR je Aktie im Unternehmen verbleiben. Folglich würde selbst eine verdoppelte Ausschüttung reichlich Spielraum für MBB Industries belassen, um weitere Akquisitionen durchführen zu können.
Top Zahlen, die über den Erwartungen lagen, positive Aussichten, eine prall gefüllte Geldbörse für Akquisitionen und eine mögliche Dividendenerhöhung ante portas - ich denke, MBB Industries bietet noch einiges an Phantasie...
MBB Industries befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.
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Montag, 25. Februar 2013
Mittwoch, 20. Februar 2013
Delignit: beeindruckender Turnaround der MBB-Tochter
Die Delignit AG, ein börsennotiertes Tochterunternehmen der Industrieholding MBB Industries AG, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 die Kurve gekriegt und erfreulich gute Zahlen vorgelegt. So erhöhte sich der Jahresüberschuss im Gesamtjahr 2012 um 72,2 Prozent auf 1,2 Mio. EUR und der Umsatz stieg um 11,5 Prozent auf 34,1 Mio. EUR. Unter dem Strich blieben 0,15 EUR je Aktie Gewinn übrig nach 0,09 EUR im Vorjahr.
Die kurze Selbstdarstellung des Unternehmens liest sich so: "Die Delignit-Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Die Delignit-Gruppe ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa der Automobil- und Luftfahrtindustrie als auch in der Sicherheitstechnik. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u.a. als Einbausysteme bei Nutzfahrzeugen, brandschutzsichere Gebäudeausstattungen oder als Innovation in der Fördertechnik eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf Buchenholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nicht regenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das operative Geschäft der Delignit-Gruppe umfasst die Geschäftsbereiche Automotive und Technological Applications".
Bisher hatten die Aktionäre wenig Freude an der Delignit-Aktie, die 2007 für 8 EUR von der MBB Industries an die Börse gebracht wurde (MBB hält noch 76,08 Prozent), denn aktuell notiert die Aktie knapp unter 1,50 EUR. Das hatte natürlich seine Gründe, denn neben hausgemachten Problemen brachte auch die Weltwirtschaftskrise 2008 erhebliche Verwerfungen für Delignit mit sich - und der Aktienkurs fiel ins Bodenlose.
Inzwischen haben die Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen gegriffen und der Auftragseingang steigt beständig an, ebenso Umsatz und Erträge. Als sehr kleiner Nischenwert kann Delignit durchaus für eine eigene Turnaround-Spekulation interessant sein. Doch insbesondere für die Mutter MBB Industries birgt die Tochter erhebliche Reserven, denn die verbliebenen mehr als76 Prozent Anteilsbesitz spiegeln ja auch Vermögen der MBB Industries wieder. Und wenn die Töchter gute Geschäfte machen, wirkt sich dies direkt auf die Kennzahlen und Bewertung der Mutter aus. Neben der ehemaligen Claas Fertigungstechnik könnte sich die Delignit zu einem weiteren Rohdiamanten im MBB-Portfolio entwickeln, dessen Wert man erst mit zunehmendem Schliff erkennt.
Nachdem MBB Industries ja eine Dauerempfehlung von mir im Bereich der Beteiligungsgesellschaften ist, bieten die guten Nachrichten von der Tochter Delignit und die demnächst anstehenden Zahlen zum Geschäftsjahr 2012 eine gute Gelegenheit, über ein Engagement nachzudenken bzw. seinen Anteil weiter aufzustocken. Denn die 9-Monatszahlen von MBB waren so überwältigend gut (Gewinnverdreifachung), dass neben dem steigenden Aktienkurs auch eine Dividendenerhöhung im Bereich des Möglichen ist. Und darüber hinaus ist MBB Industries im Peergroup-Vergleich mit z.B. der Deutschen Beteiligung, Aurelius, Gesco oder Indus eher niedrig bewertet. Gestern konnte man jedenfalls MBB kurzfristig zu unter 17,50 EUR einsammeln, was ich auch getan habe, denn ich halte das Unternehmen für eines der aussichtsreichsten für eine mittel- und langfristige Spekulation.
Bisher hatten die Aktionäre wenig Freude an der Delignit-Aktie, die 2007 für 8 EUR von der MBB Industries an die Börse gebracht wurde (MBB hält noch 76,08 Prozent), denn aktuell notiert die Aktie knapp unter 1,50 EUR. Das hatte natürlich seine Gründe, denn neben hausgemachten Problemen brachte auch die Weltwirtschaftskrise 2008 erhebliche Verwerfungen für Delignit mit sich - und der Aktienkurs fiel ins Bodenlose.
Inzwischen haben die Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen gegriffen und der Auftragseingang steigt beständig an, ebenso Umsatz und Erträge. Als sehr kleiner Nischenwert kann Delignit durchaus für eine eigene Turnaround-Spekulation interessant sein. Doch insbesondere für die Mutter MBB Industries birgt die Tochter erhebliche Reserven, denn die verbliebenen mehr als76 Prozent Anteilsbesitz spiegeln ja auch Vermögen der MBB Industries wieder. Und wenn die Töchter gute Geschäfte machen, wirkt sich dies direkt auf die Kennzahlen und Bewertung der Mutter aus. Neben der ehemaligen Claas Fertigungstechnik könnte sich die Delignit zu einem weiteren Rohdiamanten im MBB-Portfolio entwickeln, dessen Wert man erst mit zunehmendem Schliff erkennt.
Nachdem MBB Industries ja eine Dauerempfehlung von mir im Bereich der Beteiligungsgesellschaften ist, bieten die guten Nachrichten von der Tochter Delignit und die demnächst anstehenden Zahlen zum Geschäftsjahr 2012 eine gute Gelegenheit, über ein Engagement nachzudenken bzw. seinen Anteil weiter aufzustocken. Denn die 9-Monatszahlen von MBB waren so überwältigend gut (Gewinnverdreifachung), dass neben dem steigenden Aktienkurs auch eine Dividendenerhöhung im Bereich des Möglichen ist. Und darüber hinaus ist MBB Industries im Peergroup-Vergleich mit z.B. der Deutschen Beteiligung, Aurelius, Gesco oder Indus eher niedrig bewertet. Gestern konnte man jedenfalls MBB kurzfristig zu unter 17,50 EUR einsammeln, was ich auch getan habe, denn ich halte das Unternehmen für eines der aussichtsreichsten für eine mittel- und langfristige Spekulation.
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Montag, 18. Februar 2013
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