Als Spin-off wird die Abspaltung eines Unternehmensteils bezeichnet. Eine Gesellschaft möchte sich einer Sparte entledigen, doch anstatt diese zu verkaufen, formt sie aus ihr eine eigenständige Aktiengesellschaft und 'verschenkt' diese Aktien dann an ihre Aktionäre. Die Aktionäre der Alt-AG bekommen also entweder die Aktien der Neu-AG einfach in ihr Depot übertragen und sind dann an beiden Unternehmen beteiligt, oder sie erhalten zumindest ein Bezugsrecht für deren Aktien. Und hieraus ergeben sich oft interessante Konstellationen. Bereits Benjamin Graham, Urvater des Value Investings und Lehrmeister von Warren Buffett, lehrte uns, dass Spin-offs oft zu Sondersituationen führen, bei man Unternehmensanteile unter Wert einsammeln kann. Und Börsenlegende Joel Greenblatt stößt ins selbe Horn.
»Man kann einen Haufen Geld verdienen, indem man in Spin-offs investiert. Die Fakten sind überwältigend. Aktien von Spin-off-Unternehmen übertreffen die Marktdurchschnittswerte signifikant und konstant.«(Joel Greenblatt)
Das liegt daran, dass ein Spin-off kein normaler Börsengang ist, bei dem sich Anleger aktiv um die neuen Aktien bemühen, sondern bei einem Spin-off bekommen Aktionäre des abgebenden Konzerns die Aktien der abgespaltenen Unternehmenseinheit einfach in ihre Depots eingebucht. Das sorgt für Irritationen - und Chancen...
















