Samstag, 1. August 2026

Kissigs Rückblick 31/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Almonty, Rheinmetall, Waste Management, 2G Energy, Texas Pacific Land - und sorgten für ein neues Jahrestief

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ

Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 Rheinmetall +10,5%
📈 Quanta Services +5,1%
📉 Comfort Systems -1,6%
📉 iShares BioTech ETF -2,1%
📉 Vincorion -2,8%
📉 Deutsche Rohstoff -4,2%
📉 Texas Pacific Land -5,3%
📉 2G Energy -6,2%
📉 Waste Management -6,5%
📉 Almonty Industries -18,0%

Es war eine weitere äußerst volatile Börsenwoche, die erneut ganz im Zeichen des Abgesang auf den AI-Trade stand: nachdem Alphabet letzte Woche bereits hatte Zahlen vorgelegt und seine CapEx für KI nochmals in die Höhe geschraubt hatte, folgten in dieser Woche mit Amazon, Apple, Meta und Microsoft weitere Hyperscaler

Die Quartalsberichte zeigen dabei eindrucksvoll, dass sich die großen Technologiekonzerne zunehmend in zwei Gruppen aufteilen: Auf der einen Seite stehen Unternehmen wie Microsoft und Apple, die trotz hoher Investitionen weiterhin enorme freie Cashflows erwirtschaften. Auf der anderen Seite investieren Amazon und Meta derzeit so massiv in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur, dass der Free Cashflow deutlich unter Druck geraten ist.

Microsoft überzeugte mit einem erneut sehr starken Quartal. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn deutlich und übertraf die Erwartungen der Analysten klar. Wachstumstreiber war einmal mehr die Cloud-Plattform Azure, deren Nachfrage durch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz weiter beschleunigt wurde. Trotz Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur in Milliardenhöhe erwirtschaftet Microsoft weiterhin einen außergewöhnlich hohen operativen Cashflow und Free Cashflow. Positiv bewertete der Markt zudem, dass das Management zwar weiterhin hohe Investitionen plant, diese aber disziplinierter steuert als viele Investoren befürchtet hatten. Damit gelingt Microsoft derzeit die beste Kombination aus starkem Gewinnwachstum, hoher Cashflow-Generierung und kontrollierten Investitionen.

Amazon legte ebenfalls starke Quartalszahlen vor. Der Gewinn übertraf die Erwartungen deutlich, wobei neben dem robusten Wachstum der Cloud-Sparte AWS auch ein Bewertungsgewinn auf die Beteiligung am KI-Start-up Anthropic zum Ergebnis beitrug. Gleichzeitig investiert Amazon jedoch so aggressiv wie kaum ein anderes Unternehmen in den Ausbau seiner KI- und Cloud-Infrastruktur. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern inzwischen mit Investitionen von rund 220 Mrd. Dollar. Diese enormen Ausgaben haben den Free Cashflow auf Sicht der vergangenen 12 Monate auf minus 7,6 Mrd. Dollar gedrückt. Amazon nimmt diese kurzfristige Belastung bewusst in Kauf, um sich langfristig eine führende Position im KI-Markt zu sichern.

Meta Platforms befindet sich in einer ähnlichen Situation. Das Unternehmen erzielt weiterhin hohe Gewinne mit seinem Werbegeschäft, erhöht gleichzeitig aber seine Investitionen in KI-Rechenzentren in beispiellosem Tempo. Die Prognose für die Investitionsausgaben wurde auf 130 bis 145 Mrd. Dollar angehoben. Dadurch ist der Free Cashflow im Quartal auf lediglich 784 Mio. Dollar zurückgegangen, da nahezu der gesamte operative Cashflow unmittelbar wieder investiert wurde. Während das Kerngeschäft unverändert hochprofitabel bleibt, reagierten Investoren etwas zurückhaltender, weil die steigenden Investitionen kurzfristig die freie Mittelzufuhr erheblich belasten.

Apple präsentierte erneut ein solides Quartal mit einem Gewinn, der leicht über den Erwartungen lag. Besonders das margenstarke Servicegeschäft trug zur hohen Profitabilität bei. Im Gegensatz zu den Cloud-Anbietern verfolgt Apple ein deutlich weniger kapitalintensives Geschäftsmodell. Die Investitionen in Sachanlagen liegen weiterhin nur bei einem Bruchteil dessen, was Amazon, Microsoft oder Meta jährlich ausgeben. Dadurch erwirtschaftet Apple nach wie vor einen der höchsten freien Cashflows weltweit und verfügt über erhebliche finanzielle Mittel für Dividenden, Aktienrückkäufe und strategische Investitionen. Gerade in einer Zeit, in der viele Wettbewerber enorme Summen in den Ausbau von KI-Rechenzentren investieren müssen, zeigt sich die außergewöhnliche Kapitalstärke des iPhone-Herstellers.

Insgesamt verdeutlichen die vier Quartalsberichte (bzw. fünf unter Einbeziehung von Alphabet), dass der Wettbewerb im Bereich der Künstlichen Intelligenz inzwischen vor allem über die Höhe der Investitionen entschieden wird. Microsoft gelingt derzeit der überzeugendste Spagat zwischen Wachstum, Profitabilität und Cashflow. Amazon und Meta opfern kurzfristig einen erheblichen Teil ihres freien Cashflows, um ihre KI-Infrastruktur massiv auszubauen und sich langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Apple hingegen bleibt der große Ausreißer: Das Unternehmen investiert deutlich weniger in physische Infrastruktur als seine Wettbewerber und erzielt dennoch weiterhin enorme Gewinne sowie einen außergewöhnlich hohen freien Cashflow. Damit verfügt Apple über die größte finanzielle Flexibilität der vier Technologiekonzerne.

Der gewaltige Einbruch des Free Cashflows bei den "Free Cashflow Kings" sorgt zunehmend für Sorgen, ob sich diese Investitionen auch irgendwann einmal auszahlen. Gehen die Planungen Hoffnungen der Hyperscaler auf, wird ihr Free Cashflow in 2028 signifikant wieder in Plus drehen und ab 2029 die vorherigen Rekorde um Längen toppen. Noch vertraut die Börse nicht wirklich drauf - und an dieser Entwicklung hängen auch viele nachgelagerte Geschäftsfelder, wie Rechenzentrumsbetreiber, KI-Schaufelverkäufer (Kühlung, Energienetze, Energieversorger uvm.). Denn wenn sich diese KI-Investments nicht auszahlen sollten, würden weitere Investitionen entschleunigt oder ganz abgeblasen. 

Die Entwicklung bleibt der Börse also die nächsten Monate und Jahre als zentrales Thema erhalten. Und auch, ob es sich bei vielen Investments von Nvidia & Co. nur um Kreislauf-Umsätze handelt, wo einer dem anderen Geld überweist und der dem nächsten, oder ob hier wirklich Geld verdient wird.

Und so schlugen sich die Aktien in der letzten Woche: Alphabet +9,8% (nach dem zweistelligen Kurseinbruch in der Vorwoche), Amazon +14,8%, Apple -8,2%, Meta -7,8%, Microsoft +20,1%.

Aber die Quartalszahlen der Hyperscaler waren aber nicht der einzige Volatilitätsturbo in den letzten Tagen.

Das "German Wunderkind" Leopold Aschenbrenner hat seinen "Situational Awareness" Fonds voll gegen die Wand gefahren und Milliardenverluste realisiert für seine Anleger, die aus institutionellen Investoren und ausgewählten vermögenden Tech-Gönnern bestand und somit zumindest keine unbedarften Privatanleger schädigte. Aschenbrenner setzte massiv auf KI-Wetten und hebelte seine börsennotierte Spekulationen noch mit dem Faktor 4 - und es kam, wie es kommen musste: der Einbruch der Aktien löste Margin Calls seiner finanzierenden Banken aus und am Ende musste er seine Positionen mit gewaltigen Verlusten zwangsliquidieren, um seine Kredite bedienen zu können.

So weit, so klassisch. Doch die Geschichte hat noch eine Finesse mehr zu bieten und zwar in Person von Ken Griffin, dem legendären Chef des Hedgefonds Citadel LLC.

1. Juli: Aschenbrenners Hedgefonds erreicht 45 Mrd. Dollar Marktkapitalisierung und damit einen Zuwachs von 450% seit Jahresbeginn.

10. Juli: Der Börsengang von SK Hynix in den USA markiert den Höhepunkt der Euphorie im KI-Sektor.

10. bis 20. Juli: Es folgt ein massiver Ausverkauf bei KI-Aktien mit Kurseinbrüchen von durchschnittlich 30% innerhalb von zwei Wochen. Insbesondere in Südkorea stürzen die massiv kreditfinanzierten Aktien ab, weil die Anleger immer mehr Margin Calls erreichen und sie ihre Position zwangsliquidieren müssen. Aschenbrenner wettete parallel mit Short-Positionen gegen SaaS-Aktien wie u.a. Adobe und deren Rebound verursachte weitere enorme Verluste für den Hedgefonds.

24. Juli: Aschenbrenner erklärt seinen Investoren, der Ausverkauf seine Kaufchance und bittet sie um zusätzliches Geld.

27. Juli: Ken Griffin vom Hedgefonds Citadel überrascht die Märkte mit der Aussage, die Fed werde wohl eine unerwartete Zinserhöhung vornehmen.

28. Juli: Anschließend kommt es zu einem weiteren massiven Ausverkauf am Markt und Aschenbrenner versucht immer verzweifelter, frisches Kapital aufzubringen.

29. Juli: Seine kreditgebenden Banken stellen ihm Margin Calls zu.

30. Juli: Citadell greift ein und übernimmt Aschenbrenners komplettes börsennotiertes Aktienportfolio mit einem weiteren großen Preisabschlag - und drückt einen erheblichen Teil davon sofort in den Markt, der deshalb weiter kollabiert. Für Citadel rechnet sich das, weil man noch weniger bezahlt hatte...

31. Juli: Der Ausverkauf endet und der Rebound im KI-Sektor setzt ein.

Mein Fazit: Leopold Aschenbrenner ist erst 25 Jahre alt und hat für seine Unerfahrenheit bezahlt (und seine Investoren ebenfalls). Er musste seine börsennotierten Positionen alle verkaufen zu Ausverkaufspreisen und behielt "nur" seine nicht börsennotierten Beteiligungen, zu denen u.a. Anthrophic gehört. Und trotz des Sell-offs liegt sein Fonds seit dem Jahresstart noch über 80% im Plus. Sein Stock-Picking hat also top funktioniert, aber er hat halt keine/kaum Finanzmarkt-Erfahrung - und das hat Ken Griffin von Citadel gnadenlos ausgenutzt.
"Geliehenes Geld hat keinen Platz im Investoren-Werkzeugkasten. An den Märkten kann jederzeit alles passieren. (...) Kredit ist wie Sauerstoff. Ist er vorhanden, bleibt seine Anwesenheit unbemerkt. Fehlt er, ist das alles, was bemerkt wird. (...) Wenn du schlau bist, musst du keinen Kredithebel für deine Investments nutzen und wenn du dumm bist, solltest du keinen nutzen."
(Warren Buffett)
Lesson learned, Leo?
Ich bin nicht schadenfroh. Aber Aschenbrenners Ikarus gleicher Absturz zeigt die Gefahr gehebelter Investments: völlig gleich, wie smart oder genial man ist und egal wie valide der Investmentcase aussieht, wenn man auf Pump spekuliert, spielt der potenzielle Genickbruch immer mit. Und für den reicht ein einziger Moment! Also lieber sein lassen und weniger gierig investieren.

Ach ja, die US-Notenbank hat auch noch getagt und die Zinssätze nicht angetastet; der Leitzins bliebt damit bei 3,75%. Der noch neue Fed-Chef Kevin Warsh betonte erneut, dass die Fed Preisstabilität liefern werde. Doch auch wenn nach seinen Worten die Inflation seit fünf Jahren viel zu lange über dem Zielwert von 2% liegt, handelt die Notenbank nicht danach. Der jüngste Rückgang bei den Verbraucher- und den Konsumentenpreisen scheint Senkungsspielraum zu geben, aber das sind ja nachgelagerte Erhebungen - der massive neuerliche Preisanstieg bei den Öl-Preisen und die Einschränkungen (Sperrung der Straße von Hormus, Attacken in der Meerenge von Bab al-Mandab) erzeugt neuen und zusätzlichen Inflationsdruck. Auch deshalb haben sich drei Notenbankgouverneure für eine sofortige Zinserhöhung ausgesprochen. Und dieses Signal schmeckte den Börsen überhaupt nicht...

Anzeichen, dass sich die Öl-Knappheit verringert und/oder dass der Krieg im Nahen Osten sich abschwächt, gibt es keine kaum. Trump erzählt ständig sie gleiche crude Story über angebliche tolle Gespräche mit dem Iran und, dass die Iraner unbedingt einen Deal wollten und bräuchten, nur um am nächsten Tag mit der totalen Auslöschung des Iran zu drohen und/oder dass er den Iran sehr hart treffen werde. Dieses wirre Gesülze nehmen nicht einmal mehr Hardcore-MAGA-Groupies ernst - aber die Börse lechzt geradezu nach jedem ins Positive zu deutenden Strohhalm und hat daher auch in dieser Woche den eigentlich "verdienten" Anstieg des Ölpreises nicht zugelassen.
In der letzten Juliwoche 2026 wurde die Performance des S&P 500 stark von der Berichtssaison der Big-Tech-Konzerne bestimmt. Dabei war der Information Technology-Sektor mit einem kräftigen Plus die stärkste Branche, während defensive und konjunktursensible Bereiche wie Communication Services und Consumer Staples schwächer tendierten. Öl- und Energiewerte sowie Rohstoffaktien kamen sogar deutlich(er) unter die Räder.

Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 40 auf 42 Punkte gestiegen und signalisiert damit weiterhin "Angst".


Nun der Blick in mein Depot, das in dieser Woche wieder deutlich ins Minus gerutscht ist und einen neuen Jahrestiefstand markierte - am Donnerstag war es sogar noch schlimmer, als es am Ende ausging.

2G Energy legte starke Zahlen vor und bestätigte dabei den bereits vorab gemeldeten Rekord-Auftragseingang für das zweite Quartal. Insgesamt hat sich der Auftragseingang im zweiten Quartal auf 422,4 Mio. Euro erhöht und damit gegenüber dem Vorjahresquartal fast versiebenfacht! Damit ergibt sich für das erste Halbjahr eine erhebliche Steigerung des Auftragseingangs auf 479,4 Mio. Euro (Vj.: 110,7 Mio. Euro). In allen Vertriebsregionen konnten im zweiten Quartal erheblich mehr Aufträge verbucht werden als im Vorquartal und auch im Vergleich zum Q2 2025.

In den USA trug vor allem das Segment Data Center zum Gesamtauftragseingang in Höhe von 350,3 Mio. Euro bei (Vj.: 8,3 Mio. Euro) Dabei wurden im Laufe des zweiten Quartals bestehende Reservierungen in feste Auftragseingänge umgewandelt. Darüber hinaus bestehen weitere Reservierungen mit verschiedenen Kunden in grundsätzlich vergleichbarer Höhe. Mit der Auslieferung der verbuchten Aufträge wird im Laufe des vierten Quartals begonnen. Die Fakturierung der Teillieferungen erfolgt, sobald die einzelnen Kraftwerks-Container im Lager bzw. auf der Baustelle des Kunden vertragsgemäß übergeben sind. Daher werden diese Aufträge bereits im laufenden Geschäftsjahr teilweise zum Umsatz beitragen. Die übrigen Aktivitäten in Nordamerika entwickeln sich auf einem Niveau, das mit dem Vorjahr vergleichbar ist. Außerhalb Nordamerikas führten weitere Megatrends zu einem Anstieg des Auftragseingangs um 57% auf 72,1 Mio. Euro (Vj.: 45,9 Mio. Euro).

Neben den Aufträgen im Segment Rechenzentren entwickeln sich die übrigen Regionen und Segmente fast flächendeckend sehr positiv. Dabei ist das Biogas-Segment in Deutschland hervorzuheben, das wie erwartet außerordentlich dynamisch wächst. Der deutsche Markt legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 74% auf 37,9 Mio. Euro zu (Vj.: 21,7 Mio. Euro).

Vor dem Hintergrund der positiven Marktentwicklungen bestätigt 2G die Umsatz- und EBIT-Prognosen für 2026 und 2027 mit einem erwarteten Umsatz für das laufende Jahr unverändert am oberen Ende bei 490 Mio. Euro (EBIT-Marge 9,5-10,5%) und für 2027 weiterhin bei 570 bis 620 Mio. Euro (EBIT-Marge > 11%).

Derzeitig plant 2G die Errichtung einer hochmodernen Montagehalle am Standort Heek, in der ab Anfang 2028 erstmals containerisierte Kraftwerke in Fließfertigung montiert werden. Diese neue Montagehalle schafft Kapazitäten für zusätzliche Umsätze in Höhe von mindestens 300 Mio. Euro p. a. Bei stark standardisierten Produkten, wie bei den Kraftwerken im Segment Data Center, kann mit einer deutlich höheren Jahreskapazität gerechnet werden.

Mein Fazit: Es läuft bei 2G Energy weiterhin sehr dynamisch, auch wenn der Kurs den vorherigen Freudensprung weiter auskonsolidiert.

Bei der Deutschen Rohstoff AG dreht sich weiterhin operativ fast alles um Öl und Gas (in den USA). Dem entsprechend hat der Ölpreis, der seine vorherigen Gewinne in den letzten beiden Wochen wieder weitgehend abgegeben hat, die Aktie negativ beeinflusst. Zudem belastet auch der deutliche Kursrückgang bei Almonty , an der die DRAG ja noch rund 5,5 Mio. Anteile hält.

Und damit zu Almonty Industries. Der Kurseinbruch um über 50% vom Allzeithoch knapp über 20 Euro innerhalb weniger Monate lässt die absurdesten Spekulationen hochkochen. (Zu) viele Anleger meinen ernsthaft, dass die Entwicklung des Aktienkurses ihre positive oder negative Einschätzung bestätigt - oder noch schlimmer, die ist die (einzige) Grundlage für ihre Meinung.
"Man hat weder Recht noch Unrecht, weil andere derselben Meinung sind. Man hat Recht, weil die Fakten stimmen und die Überlegungen folgerichtig sind."
(Benjamin Graham)
Dabei ist die Entwicklung völlig normal: nach einem kometenhaften Anstieg mit einem annähernd verzwanzigfachten Kurs weicht nun zunehmend spekulative Heißluft aus der Aktie. Das Unternehmen ist dank der jüngsten Kapitalmaßnahme (Ausgabe einer Wandelanleihe) finanziell sehr komfortabel aufgestellt - aber der von CEO Lewis Black vor einigen Wochen angedeutete Zukauf ist noch nicht unter Dach und Fach. Das zerrt an den Nerven vieler (unerfahrener) Anleger und treibt Spekulationen über Kursmanipulationen, das Abzocken von Kleinanleger und weitere absurde Theorien an.

Wirklich stattgefunden hat die Annkündigung eines Delistings. Genauer gesagt sind es sogar zwei. Almonty hat seine Aktien mit Ablauf des 31. Juli 2026 freiwillig von der Toronto Stock Exchange (TSX) genommen und plant einen weiteren Rückzug von der australischen ASX zum 1. September 2026. Das Management bündelt die Liquidität stattdessen an der NASDAQ und in Frankfurt, um Kosten zu senken. Aber... eine solche Delisting-Ankündigung führt beinahe automatisch zu Verkaufsdruck an den betreffenden Börsen, der zumeist nicht vollständig durch gegenläufige Käufe an den anderen Börsen ausgeglichen wird. Zusammen mit einer ohnehin schwachen Woche an den Rohstoffbörsen hat das den Kurs weiter gedrückt.

Darüber hinaus dürften die Hoffnungen einiger Anleger auf starke Produktions- und Umsatzzahlen für die Sangdong-Mine im zweiten Quartal enttäuscht werden. Aber... informierte Anleger wissen, dass der Hochlauf der Wolfram-Produktion in Sangdong erst im dritten Quartal in den Geschäftszahlen ankommen wird, denn das ist längst so kommuniziert. Um Unsicherheit zu schüren, reicht dieses Gerücht über angebliche Verzögerungen aber aus und die Gesamtgemengelage sorgt für eine Talfahrt des Aktienkurses.

Fundamental läuft alles rund - so rund, wie es im Minenbereich eben laufen kann mit seinen Unwägbarkeiten. Ich schätze die Aussichten als mittel- und langfristig hervorragend ein und habe daher die Gunst der Stunde genutzt, meine Position um 50% aufzustocken und meiner Wolfram-Spekulation damit (noch) mehr Gewicht zu verleihen.

KKR & Co. hat Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt, die nach Abschluss einer Rekordzahl von Private-Equity-Exits über den Erwartungen lagen. Dies unterstreicht die Fähigkeit des Finanzinvestors, trotz eines schwierigen Umfelds Liquidität und Rendite für seine Investoren zu generieren.

Der bereinigte Nettogewinn stieg im Jahresvergleich um 40% auf 1,49 Mrd. Dollar und die gebührenbezogenen Erträge (FRE) legten um 37% auf 1,21 Mrd. Dollar zu. Da hinter dem Rekordwachstum auch eine Umstellung der Rechnungslegung steckt, durch die 160 Mio. Dollar an Performance-Erträgen der K-Serie in die Kennzahl einflossen, ohne dass die Vorjahreszahlen angepasst wurden, lohnt der Block auf die bereinigten Werte: Mit 19% ist das Wachstum der Kern-FRE beeindruckend, auch wenn es sich etwas verlangsamt hat.

Innovationen in den Bereichen Technologie und Infrastruktur sind weiterhin ein wichtiger Wachstumsmotor. Das Segment "Real Assets" verzeichnete einen Anstieg des verwalteten Vermögens (AuM) um 18% gegenüber dem Vorjahr auf 210,9 Mrd. Dollar, was vor allem auf die Einwerbung von neuem Kapital für Helix Digital Infrastructure und Asia Infrastructure III zurückzuführen ist. Dies verdeutlicht die starke Nachfrage der Limited Partners (LPs) nach Anlagen im Bereich der Digitalisierung und der Energiewende und versetzt KKR in die Lage, den enormen Kapitalbedarf zu decken, der durch den Ausbau von KI und Rechenzentren entsteht.

Unterdessen hinkt das Versicherungssegment weiterhin hinterher: Obwohl das verwaltete Vermögen (AuM) von Global Atlantic im Jahresvergleich um 13% auf 220 Mrd. Dollar stieg und die Umsätze im Versicherungssegment um 8% zunahmen, blieb das operative Ergebnis im Versicherungssegment deutlich hinter den Erwartungen zurück und stieg im Jahresvergleich lediglich um 3,7% auf 288 Mio. Dollar. Das Segment sieht sich aufgrund steigender Haftungskosten mit einem Margendruck konfrontiert und weil die Netto-Versicherungskosten (1,47 Mrd. Dollar, +11% im Jahresvergleich) das Wachstum der Netto-Kapitalerträge (1,95 Mrd. Dollar, +9% im Jahresvergleich) überstiegen. Das Management hatte zuvor den intensiven Wettbewerb auf der Passivseite angeführt, und dies schlägt sich nun deutlich im Ergebnis nieder und belastet die Gesamtrentabilität des Unternehmens.

Die am 4. Mai 2026 erfolgreich abgeschlossene Übernahme von Arctos Partners steigerte das verwaltete Vermögen (AuM) von KKRs Private-Equity-Geschäftsbereichs umgehend um 20 Mrd. Dollar. Mit diesem strategischen Schritt sicherte sich KKR sofort eine Führungsposition bei Beteiligungen an Profisport-Franchises und legte den Grundstein für einen neuen Geschäftsbereich mit langfristigem Kapital, dessen erklärtes Ziel ein zukünftiges verwaltetes Vermögen von über 100 Mrd. Dollar ist.

Zwar bleibt das Wachstum des verwalteten Vermögens (AuM) mit 16% robust, doch das Erreichen der ehrgeizigen Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2026 erfordert eine Beschleunigung der Veräußerungen in der zweiten Jahreshälfte. Und die drehen bereits auf, denn ein wesentlicher Treiber der Quartalsergebnisse war ein Rekordwert von 848 Mio. Dollar an realisierten Performance-Erträgen und damit mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, denn KKR konnte eine Reihe von seit langem gehaltenen Private-Equity-Beteiligungen veräußern.

Der Finanzinvestor vermeldete einen deutlichen Anstieg der Rentabilität, da sich realisierte Anlagegewinne, gebührenbezogene Erträge und das Fundraising im Laufe des Quartals beschleunigten. Das anziehende Tempo bei den Veräußerungen trug dazu bei, die gebührenbezogenen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 37% zu steigern, während der bereinigte Nettogewinn als wichtiger Indikator für die operative Leistung um 40% stieg.

KKR konnte im Berichtsquartal zudem neues Kapital in Höhe von 34 Mrd. Dollar einwerben, wodurch sich das verwaltete Vermögen (AuM) auf annähernd 800 Mrd. Dollar erhöhte. Die Kapitalbeschaffung wurde dabei durch den endgültigen Abschluss eines neuen, auf Asien ausgerichteten Private-Equity-Fonds sowie durch die Kapitalbeschaffung für Arctos unterstützt und KKR verzeichnete zudem eine anhaltende Nachfrage von Privatanlegern nach seinen Private-Equity- und Infrastruktur-Strategien. Trotz der positiven Ergebnisse verlief die Kapitalbeschaffung im Bereich Private Crédit, zu der auch die schlingernde Business Development Company FS KKR Capital zählt, weiterhin eher verhalten. KKR nahm im Quartal neue Kreditvermögen in Höhe von 9 Mrd. Dollar ein, was einem Rückgang von rund 40% gegenüber dem Vorjahr entspricht, da sich die Kapitalbeschaffung bei Privatanlegern verlangsamte und die Renditen nachließen. Das Management erklärte jedoch, dass sich die Rücknahmeaktivitäten bei seiner K-FIT-Kreditstrategie für Privatanleger entspannt hätten; die jüngsten Rücknahmeanträge machten rund 1,6% des Nettovermögens aus, sodass die Anleger ihre Anteile vollständig zurückgeben konnten.

Finanzchef Lewin erklärte, KKR habe enormes Vertrauen in seine künftige Monetarisierungspipeline. Die noch nicht abgerufenen Kapitalzusagen von Investoren ("Dry Powder") in Höhe von 143 Mrd. Dollar sind weiterhin breit über die Anlagestrategien des Unternehmens verteilt, während sich die AuM, für die noch keine Gebühren anfallen, zum Quartalsende auf 72 Mrd. Dollar belief. Hier schlummert also noch reichlich Ertragspotenzial.

Und dann gibt es ja noch die "Strategic Holdings". CFO Lewin erklärte, KKR wolle die operativen Erträge von Strategic Holdings von aktuell annualisierten 187 Mio. Dollar bis 2030 auf mehr als 1,1 Mrd. Dollar skalieren, während für 2026 über 350 Mio. Dollar angepeilt seien.

Mein Fazit: Es läuft nicht alles rund bei KKR, das ist allerdings bei einem so breit aufgestellten Finanzinvestor angesichts der vielen globalen Herausforderungen auch nicht zu erwarten. Wichtig ist, dass KKR die auftretenden Schwachstellen konsequent angeht und wieder in die Spur bringt. Hieran lässt das Management keinen Zweifel. Unterm Strich beeindruckt KKR durch anhaltend starkes Wachstum, steigende Profitabilität und weiterhin solide Generierung frischen Kapitals seitens seiner Investoren.

Die Aktie notiert trotz der Kurserholung der letzten Wochen noch immer 40% unter seinem Allzeithoch von Anfang 2025. Insbesondere das 2024er Schlussquartal hatte außergewöhnlich starke Kurszuwächse hingelegt, die anschließend wieder korrigiert wurden, als sich die Euphorie im Bereich Private Credit in Panik verwandelte. Eine starke Übertreibung, aber wirklich erholt hat sich der Kurs noch nicht. Ganz anders läuft es für das Business, das anhaltend starke Ergebnisse abliefert und diese übermäßige Bewertungskompression wird nicht von Dauer sein. Anders ausgedrückt: bei KKR baut sich zunehmend Potenzial auf. Wie bei einem Vulkan, bei dem man auch nichts sieht, bis es dann passiert. Und jeder wusste, dass es passieren wird. Nur nicht, wann...

Bei Apollo Global Management wird es am 4. August Zahlen geben. Nachdem Ares Management, Blackstone und KKR stark abgeliefert haben, rechne ich auch hier mit positiven Ergebnissen - und vielleicht sogar Überraschungen...

Auch Deutschlands führender Rüstungsschmiede Rheinmetall hat Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt und die konnten auf breiter Front überzeugen. Nach zuletzt heftigen Stimmungs- und Kursschwankungen, insbesondere durch das Aus für das Fregattenprojekt F126, wagt Rheinmetall heute den Befreiungsschlag mit überragenden Quartalszahlen.

Nach vorläufigen Zahlen ist der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert um 69% auf rund 3,289 Mrd. Euro angestiegen und zusammen mit der der Verbesserung der operativen Leistung schnellte auch das operative Ergebnis deutlich in die Höhe und liegt mit 562 Mio. Euro fast 20% über der Markterwartung von 469,9 Mio. Euro. Besonders erfreulich ist, dass alle Segmente zu dieser Umsatz- und Ergebnisverbesserung beigetragen haben.

Hohes Augenmerk richtet sich traditionell auch immer auf den Auftragsbestand. Rheinmetalls Backlog hat im zweiten Quartal die Grenze von 80 Mrd. Euro überschritten, da ein Rheinmetall Nomination von 11,371 Mrd. Euro verbucht werden konnte. Hierzu zählen der Vertrag für Loitering Munition mit der Bundeswehr sowie das im Rahmen von SAFE unterzeichnete Auftragspaket mit Rumänien.

(Einziger) Wermutstropfen ist der operative freie Cashflow, also der operative Cashflow abzüglich der notwendigen Investitionen (CapEx). Denn dieser OFCF wird im zweiten Quartal deutlich negativ ausfallen, was Rheinmetall mit Verschobenen Anzahlungen von Kunden begründet. Zudem seien die Vorbereitungen der Kapazitätsausweitungen unverändert vorangetrieben worden und gestiegene Kundenforderungen durch die hohe Umsatzlegung zum Quartalsende hätten sich ebenso negativ ausgewirkt wie der Vorratsaufbau für die Folgequartale. (Mit) entscheidend für die Entwicklung in nächster Zeit wird sein, ob der negative Cashflow tatsächlich nur eine zeitliche Verschiebung darstellt. Sofern Rheinmetall also im zweiten Halbjahr Forderungen einzieht und Anzahlungen erhält, bleibt dies unkritisch. Sollte der Cashflow allerdings dauerhaft deutlich hinter dem operativen Ergebnis zurückbleiben, wäre dies eine echte Red Flag, weil Rheinmetall dann sein Wachstum mit sinkender Profitabilität und steigendem Kapitalbedarf erkaufen müsste.

Mein Fazit: Rheinmetall konnte mit seinen vorläufigen Quartalszahlen die beiden Hauptzweifel versenken: dass man (1.) den Auftragsbestand nicht schnell genug in Umsatz umsetzen könnte und (2.) wegen des Produktionshochlaufs seine operativen Margen schreddern würde. Doch das Gegenteil ist der Fall: Rheinmetall sammelt weiter fleißig neue Aufträge ein und kann diese in profitable Umsätze umwandeln. Zudem wächst der Auftragsbestand schneller, als die Aufträge abgearbeitet werden können. Das gibt den Umsätzen der nächsten Quartale und Jahre eine hohe Visibilität.

Die Gerüchte über den bevorstehenden Tod der Rüstungsschmiede haben sich als verfrüht erwiesen und Rheinmetall kann hat seine Daseinsberechtigung als Kernposition in meinem Depot eindrucksvoll bestätigt. Und auch der Kurs erholt sich stückweise von seinem vorherigen kräftigen Einbruch.

Einen Zwischenstand hat Vincorion abgeliefert:  Allein im Juni verzeichnete man Auftragseingänge von über 100 Mio. Euro und konnte damit ein wesentliches Volumen aus dem Soft Order Book in das Fixed Order Book überführen. Zwei große Einzelaufträge stechen hier besonders hervor: Im Bereich Energiesysteme konnte ein Großauftrag in Höhe von 20 Mio. Euro für Stromerzeuger von bodengebundenen Luftverteidigungssystemen gezeichnet werden. Gleichzeitig wurde im Segment Fahrzeugsysteme ein Großauftrag über 54 Mio. Euro für Stabilisierungssysteme gepanzerter Fahrzeuge finalisiert.

Vincorion CEO Kajetan von Metzingen kommentierte erfreut. "Diese Aufträge sind ein klares Signal: Unsere Expertise in der Energieversorgung komplexer Verteidigungssysteme ist weiterhin stark gefragt - und das auf europäischer Ebene".

Mein Fazit: Die Aktie zeigt sich seit de erfolgreichen Börsenstart sehr volatil. Der Zeitpunkt für das IPO war hervorragend getimt, denn inzwischen hat sich die Stimmung im Rüstungssektor insgesamt deutlich abgekühlt. Große Impulse für den Kurs erwarte ich daher erstmal nicht. Operativ läuft alles nach Plan und mein Investmentcase fliegt dem entsprechend solide.

Nach Comfort Systems in der letzten Woche legte nun Quanta Services mit ebenfalls saustarken Zahlen nach. Quanta Services ist ja kein klassischer KI-Wert, sondern einfach "nur" Marktführer beim Planen und Bauen von Energienetzen. Dabei bieten die Amerikaner Infrastrukturlösungen für die Strom- und Gasversorgungs-, erneuerbare Energien-, Kommunikations-, Pipeline- und Energiebranche an, vor allem in den USA, aber auch in Kanada und Australien. Und schnell wird klar, weshalb die Aktie in den letzten Jahren so beliebt wurde an der Börse: die Nachfrage nach Strom wird weiter deutlich steigen. Schließlich ist Energie der Schlüsselfaktor für die KI-Revolution, weil ohne Strom kein KI-Rechenzentrum läuft.

Entgegen aller Befürchtungen über eine Abkühlung des Booms lieferte Quanta Services ein herausragendes Quartal ab, das die These vom Infrastruktur-Superzyklus wieder mit Leben erfüllt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 41% auf 9,56 Mrd. Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) um 71% auf 4,24 Dollar zulegte. Der Haupttreiber bleibt die stark steigende Stromnachfrage durch KI-Rechenzentren, Elektrifizierung und Netzmodernisierung und die große Nachfrage ließ den Auftragsbestand auf ein Rekordhoch von 53,4 Mrd. Dollar anschwellen.

Das Management reagierte mit einer deutlichen Anhebung der Jahresprognose: Der Mittelwert der Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 wurde um rund 4,5 Mrd. Dollar angehoben, was ein beeindruckendes Wachstum von 39% im Vergleich zum Vorjahr ergäbe.

Aber es kommt noch besser, denn dies ist ein Beispiel für die zunehmende operative Hebelwirkung, bei der das stark wachsende Volumen auf weiter deutlich steigende Margen (Strom +130 Basispunkte auf 11,5%) prallt und damit alle Bedenken hinsichtlich der Kosten für die Mitarbeitergewinnung auf den Friedhof der Sorgen verbannen.

Erfolgreicher Serial Acquirer
Quanta Services wächst aber nicht nur organisch mit hohem Tempo, sondern kauft auf ständig attraktive Unternehmen hinzu. Allein im zweiten Quartal flossen 1,24 Mrd. Dollar, um im zweiten Quartal und Juli gleich vier Unternehmen zu erwerben. Dadurch kamen spezialisierte Kompetenzen in den Bereichen Maschinenbau, Front-End-Engineering und Versorgungsdienstleistungen hinzu, während gleichzeitig die geografische Präsenz weiter ausgebaut wurde.

Die gleichzeitige Übernahme von vier neuen Akquisitionen und die Abarbeitung eines Auftragsbestands, der innerhalb von zwölf Monaten um fast 18 Mrd. Dollar angewachsen ist, stellen bergen natürlich Integrationsherausforderungen und erhöhen das Risiko von Fehltritten im Projektverlauf. Doch bisher gibt es kaum Reibungsverluste, sondern die steigenden Margen belegen, dass Quanta Services noch immer mit seinem bewährten Erfolgsrezept die Integration ohne größere Probleme stemmt.

Mein Fazit: Der exponentiell steigende Strombedarf, getrieben durch KI-Rechenzentren sowie die allgemeine Elektrifizierung und der damit verbundene Auf- und Ausbau der Stromnetze führt zu einem jahrzehntelangen Investitionszyklus. Quanta Services ist optimal positioniert an der Schnittstelle von Energieerzeugung und Technologiezentren und konnte so im zweiten Quartal ein Umsatzwachstum von 41 % gegenüber dem Vorjahr und einen Auftragsbestand von 53,4 Mrd. Dollar verzeichnen.

Der Energienetzprofi profitiert nicht nur vom Boom der Energiewende und der KI-Infrastruktur, sondern löst auch die Engpässe in bestehenden und veralteten Netzen. Das gewaltige Ausmaß der Prognoseanhebung und des Auftragsbestandswachstums deuten darauf hin, dass die Nachfrage die allgemeine Konjunkturdynamik übertrifft. Und das bei weiter steigenden Margen. Ein echtes Powerhouse in meinem Depot!

Urban Mining-Spezialist Waste Management präsentierte ebenfalls Quartalszahlen. Während der Umsatz nicht wirklich überzeugend daherkam und deshalb die Jahresprognosen minimal gesenkt wurden, strotzt die Ergebnisseite nur so vor Kraft. Und vor allem der freie Cashflow kann wahrlich glänzen. Frei nach Vespasian: Cashflow non olet.

Nordamerikas größter Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Abfallsammlung, Recycling und Entsorgung steigerte im zweiten Quartal den Umsatz um 3,9% im Jahresvergleich steigern, doch lag er mit 6,68 Mrd. Dollar knapp unter der Konsensschätzung der Analysten von 6,71 Mrd. Dollar. Daraufhin senkte das Unternehmen seine Umsatzprognose für 2026 um 0,6% (!) auf eine Spanne von 26,275 Mrd. bis 26,475 Mrd. Dollar und erklärte dies mit niedrigerer Mengenerwartungen, die jedoch teilweise durch höhere Energiezuschläge aufgefangen werden sollen.

Im Bereich Sammlung & Entsorgung stiegen die Umsätze um 3,7% auf 5,48 Mrd. Dollar. Dabei gingen die Sammel- und Entsorgungsmengen um 1,8 % zurück, was allerdings größtenteils auf die Aufräumarbeiten nach den Waldbränden im Vorjahr zurückzuführen ist, aber auch die Kernmengen auf Deponien (ohne Berücksichtigung der Waldbrände) stiegen nur um 1,7%, was auf eine schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage hindeutet. Zudem lässt das Unternehmen unrentable Verträge bei privaten Eigentümern auslaufen und schützt so seine Margen. Profitabilität vor Wachstum!

Gesundheitslösungen gingen sogar um 1,2% auf 638 Mio. Dollar zurück, verzeichnete jedoch ein Wachstum des bereinigten operativen EBITDA in Höhe von 11 Mio. Dollar. Dieses noch sehr überschaubare Geschäftsfeld wurde durch die Übernahme von Stericycle etabliert und die Integrationssynergien mit dem Kerngeschäft im Bereich Sammlung & Entsorgung ermöglichen eine Optimierung der Vertriebs- und Verwaltungskosten, wodurch Synergien gehoben werden. Während Umsatzrückgänge aufgrund von Abrechnungsbereinigungen nach der Übernahme in der Vergangenheit eine Belastung darstellten, verbessert sich das Margenprofil weiterhin. Zudem soll das Segment "Healthcare Solutions" in den nächsten Jahren deutlich ausgeweitet werden mit entsprechenden Skalierungspotenzialen.

Im Bereich Recyclingverarbeitung wurden die Umsätze um 5,8% auf 403 Mio. Dollar gesteigert, während die Sparte Erneuerbare Energien starke 36,5% draufsattalte und 157 Mio. Dollar Umsatz erreichte. Hier gingen in diesem Quartal drei neue Biogas-Anlagen (RNG) mit einer zusätzlichen Kapazität von 3,5 Mio. MMBtu sowie eine neue automatisierte Recyclinganlage in Betrieb.  Die deutliche Steigerung des operativen Segmentergebnisses unterstreicht, dass sich die hohen Investitionen der Jahre 2024 und 2025 nun direkt in nachhaltigen Gewinnen verwandeln. Capex runter, Cashflow rauf!

Cashflow und Gewinn hui

Der bereinigte Gewinn lag mit 2,02 Dollar je Aktie über den von Analysten erwarteten 1,98 Dollar. Das Nettoergebnis stieg um 8,1% auf 785 Mio. Dollar und das Betriebsergebnis um 8,9% auf 1,25 Mrd. Dollar, während die Betriebsaufwendungen lediglich um 4,0% auf 3,96 Mrd. Dollar zulegten. Somit wurden die Ergebnismargen erneut gesteigert und damit mehr Dollar aus jedem einzelnen Müllsack gequetscht. Der operative Cashflow legte gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 11,7% auf 1,73 Mrd. Dollar zu und der freie Cashflow sogar um enorme 34,5% auf 1,1 Mrd. Dollar.

Ziemlich gute Aussichten

Trotz der gesenkten Umsatzprognose bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 8,15 Mrd. bis 8,25 Mrd. Dollar und hielt am Ausblick für den freien Cashflow von 3,75 Mrd. bis 3,85 Mrd. Dollar fest. Das Management erwartet zudem, dass sich die bereinigte operative Marge um 20 Basispunkte auf 31,0% bis 31,2% verbessert.

Trotz eines leicht niedrigeren Umsatzausblicks kann Waste Management mit seinem widerstandsfähigen Geschäftsmodell punkten: der gewaltige Burggraben liegt dabei in der über Jahrzehnte aufgebauten Infrastruktur aus Müllverarbeitungs- und -verbrennungsanlagen, gewachsenen Kundenbeziehungen und immer weiter steigenden regulatorischen Hürden, die für neue Wettbewerber eine schier unüberwindbare Hürde darstellen. Auch deshalb kann Waste Management erneut belegen, dass man trotz herausfordernder Zeiten seine Kosten flexibel anpassen und die Produktivität steigern kann. Dies gilt auch für die deutlich erhöhten Energiepreise – ein ja nicht gerade unerhebliches Thema.

Mein Fazit: Waste Management hat erneut eine Meisterleistung in Sachen operativer Effizienz abgeliefert. Das Unternehmen baut unrentable Geschäftsbereiche erfolgreich ab, hält die Betriebskosten trotz Inflationsdruck stabil und steigert den freien Cashflow signifikant.

Nach Jahren hoher Investitionen in die Modernisierung der Müllwagenflotte, in RNG-Anlagen und in die Übernahme von Stericycle normalisiert sich die Kapitalintensität nun wieder. Dies führte im zweiten Quartal zu einem beschleunigten Anstieg des freien Cashflows um 34,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und diese strukturell höhere Cash-Conversion-Rate ermöglichte eine aggressive Kapitalrückführung, insbesondere in Form von Aktienrückkäufen in Höhe von 659 Mio. Dollar und Dividenden in Höhe von 379 Mio. Dollar, was sich auf eine stattliche Aktionärsrendite von 1,04 Mrd. Dollar alleine im zweiten Quartal summiert.

Zudem war das Senken des erhöhten Verschuldungsgrads in den letzten beiden Jahren ein wichtiges Ziel und ist nun erreicht worden. Damit kann Waste Management auch wieder in die Offensive gehen beim Thema Zukäufe und so auch anorganisch weiter wachsen. Das war in den letzten Jahren stets ein zusätzlicher Treiber.

Damit ist und bleibt Waste Management ein defensiver Top-Pick für langfristig orientierte Anleger, die auf der Suche sind nach einen resilienten Geschäftsmodell, profitablem Wachstum, die sich mit einer soliden Kursentwicklung und einer attraktiven Dividende vereinen. Und endlich ist Waste Management nun auch ein aufstrebender Star in meinem Investmentddepot!


Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10% zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5%. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Und der Juli macht genau so weiter, so dass die ersten beiden Wochen zusammen ein Minus von -7% ergaben und meine Rendite ordentlich ins Minus rutschen ließen. Nach einer Erholung um +2,75% gab es nun einen erneuten heftigen Nackenschlag mit einem Wochenergebnis von -3,5%, so dass der Juli tiefrot abschloss.

Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -4,5% (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.


Mein Investor-Update zum Q2/2026 - (fast noch) brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

9 Kommentare:

  1. Moin! Kurze Frage: Du warst doch mal in Hypoport investiert. Ist jetzt nicht die Gelegenheit, wieder einzusteigen?

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    1. Moin Nico,
      Hypoport hat mit ordentlich Gegenwind zu kämpfen. Die Wirtschaft stagniert, die Zinsen in Deutschland/EU dürften tendenziell eher steigen und die Immobilienwirtschaft warnt vor einem Einbruch der Neubautätigkeit. Und die letzten Quartalszahlen von Hypoport? Die zeigten eine Stagnation von EUROPACE, also der eigentlich umsatz- und gewinntreibenden Immobilienplattform. Die Marktanteilsgewinne reichen also nicht aus, um hier Wachstum generieren oder höhere Gewinne. Und das bedeutet, dass die traditionell hoch und wie ein reinrassiges Wachstumsunternehmen bewertete Hypoport-Aktie kein Wachstum im operativen Geschäft bietet.

      Insofern fehlen mir hier die positiven Trigger und alleine, dass der Kurs auf Mehrjahrestief notiert, ist kein Kaufargument. Denn die Aktie kann auch noch (viel) tiefer fallen. Denn, wie gesagt, fundamental spricht momentan nichts für eine Trendwende. Wer heute kauft, kauft also die Hoffnung, dass es irgendwie schon besser wird. Aber die Börse ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten, nicht der Möglichkeiten, wenn man positive Renditen erzielen will. Und die Wahrscheinlichkeiten sprechen momentan nicht zugunsten von Hypoport.

      "Was ist eine Aktie, die 90 Prozent im Minus notiert? Eine Aktie, die 80 Prozent im Minus notierte und sich dann halbierte."
      (David Einhorn)

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    2. Der Spruch ist gut. Ja, Chancen-Risiko-Verhältnis stimmt noch nicht so ganz. Man muss auf die Baukonjunktur achten. Und hierfür ist wohl kurzfristig zentral, was sich im Irankonflikt tut und sich daraus für eine Zinspolitik ergibt.

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  2. Hallo Herr Kissig,
    super Überblick, wie immer. Großen Dank für die Zusammenfassung.

    Was sagen sie aber zu den Bondmärkten und den US30Y von mittlerweile 5,28%. Ich lese überall, das wird einen Crack geben und die Aktienmärkte mittelfristig crashen. Was ist Ihre Meinung dazu?

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    1. Wenn die Renditen langjähriger Anleihen (US-Staatsanleihen, 30 Jahre Laufzeit) über 5% notieren, ist das ein Warnzeichen. Denn die gelten als "sicher" und sind somit die Referenz für alle anderen Geldanlagen. Es geht um Buffetts "Opportunitätskosten": wenn ich ohne Risiko 5% erzielen kann, dann muss eine risikobehaftete Alternative schon 8% oder mehr bringen, wobei dann der Risikoaufschlag 3% beträgt. Je höher der risikolose Zins also ist, desto unattraktiver werden alternative Geldanlagen. Und 5% ist etwa die Schmerzgrenze, ab der Aktienanlagen unattraktiv werden - oder ab der Investoren den Alternativen Asset Managern weniger Kapital zur Verfügung stellen.

      Ein kurzfristiges Spiel mit der 5%-Marke ist kein Beinbruch. Wenn sich das Zinsniveau aber hier etabliert oder sogar noch weiter steigt, dann ist mit Liquiditätsabflüssen aus den Aktienmärkten zu rechnen und damit tendenziell sinkenden Kursen. Steigende Zinsen lassen allerdings im Gegenzug auch die Anleihekurse sinken und das macht den Bondmarkt unattraktiver. Langfristige Anleihen dürften daher wenig attraktiv sein/bleiben und kurzfristige Anleihen lediglich als Alternative zu Geldanlagen auf Tages- und Festgeldkonten gesucht sein. So wie es Buffett hält/hielt.

      Aber mal ehrlich: bei einer US-Inflation von 3,5% und eher wieder steigenden Tendenzen, da ist doch eine 30-jährige Staatsanleihe mit 5% Verzinsung wenig attraktiv, oder? Also jedenfalls für mich wäre das nichts. Ich investiere in Unternehmen, überwiegend mit starkem Burggraben und der Aussicht, deutlich mehr als 5% pro Jahr an profitablem Wachstum zu generieren. ;-)

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    2. Ich gebe Ihnen das völlig recht. Bei 3,5% Inflation, real wohl noch etwas mehr, da die Entwicklung der Kaltmieten jährlich in Ballungsräumen eher bei 5% und drüber liegt. Und 1,5% Delta zwischen Anleihen und Aktien ist zu wenig im von Vermögensvermehrung zu sprechen - für Normalanleger. Die big boys (insurances, pension funds etc) dürften dies aber anders sehen. Daher schaue ich eben mit Sorge darauf.
      Dh aus Ihrer Sicht dürfen die Zinsen nur einen bestimmten Zeitraum so hoch sein und zeitnah wieder unter 5% abtauchen , sonst wird es eng?

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    3. Bei Zinsen oberhalb von 5% sollte man die Entwicklung der Liquiditätsströme beobachten. Es gibt ja noch weitere Faktoren, auch bei den institutionellen Anlegern. Ein klassisches 60:40-Portfolio wandelt sich ja nicht einfach in ein 100:0-Portfolio, sondern wir sprechen hier ggf. über Verschiebungen hin zu 55:45. Aber wenn dieser Move von vielen großen Anlegern vollzogen wird, dann kommt da schon eine ordentliche Summe zusammen.

      Aber man darf auch nicht die zunehmende Bedeutung der Privatanleger übersehen mit ihren ETF-Investments. Die tauschen wohl her selten von Aktien- und Anleihe-ETFs, sondern wechseln eher die Sektoren/Anlageschwerpunkte innerhalb der Aktien.

      Wie gesagt, Alarmstimmung ist nicht angebracht. Erst ein längeres Verharren oberhalb von 5% und ggf. ein weiteres Ansteigen dürfte signifikante Auswirkungen haben. Und selbst dann vor allem in den Bereichen, wo die erwarteten Renditen tendenziell nur knapp über 5% liegen und nicht dort, wo 8% oder mehr vermutet werden. Unternehmen mit 10% und mehr organischem Wachstum und/oder EPS-Steigerung pro Jahr bleiben weiterhin attraktiv, auch bei höheren Zinssätzen.

      Problematisch wird es eher für margenschwache Unternehmen, die auf ordentlich Fremdkapital angewiesen sind. Und hier nähern wir uns schnell dem Immobiliensektor an. Hier gab es 2022/23 ja bereits eine heftige Krise, wo allerdings die finanzkräftigen Alternativen Asset Manager beherzt zu Ausverkaufskursen zugegriffen und bevorzugt ganze ausgebomte REITs übernommen haben (Blackstone war hier ganz vorne mit dabei und Apollo hat mehrere Transaktionen mit Vonovia durchgeführt). Auch hier gab und gibt es Verlierer und Gewinner der Situation...

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  3. Meine liebste Sonntagslektüre...

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  4. Moin Michael,

    Da ich Vertiv oben bei den Verlierern nicht sehe….bist Du da nicht mehr investiert?
    VG Henrik

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