Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:
📈 Verisk Analytics +8,9%
📈 Quanta Services +4,9%
📈 Costco +3,4%
📈 Deutsche Rohstoff +2,0%
📈 KKR & Co. +1,3%
📉 Rheinmetall -2,6%
📉 Vincorion -2,7%
📉 2G Energy -7,0%
📉 Rocket Lab -7,3%
📉 Almonty Industries -11,0%
Es war eine volatile Börsenwoche, in der die Zinsentwicklung einmal mehr für Puls sorgte. Denn die US-Verschuldung rennt ungebremst auf neue Rekordhöhen, während die Inflation zulegt und alle Preise in die Höhe treibt - auch die Zinsen. Der globale Sell-off am Bond-Markt geht unvermittelt weiter und treibt die Renditen für Staatsanleihen hoch - die erreichten 5,3% sollen dabei nicht einmal das Ende der Fahnenstange sein, befürchtet Anleihespezialist Pimco. Vielmehr könnte bald die Marke von 6% erreicht werden. Und das bedeutet für Staatsfinanzen, Anleihekurse, Kreditschuldner und Aktienbewertungen nichts Gutes.
Kapitalintensive Unternehmen dürften besonders unter den erhöhten Zinsen leiden, weil ihre Kredite teurer werden und ihre Zinslast steigt. Damit schrumpfen Margen, Cashflows und Gewinne, was wohl nur teilweise durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden kann - auch dank hoher Kostensteigerungen (nicht nur) aufgrund der erhöhten Energiepreise. Diese Gemengelage dürfte zu anhaltender Bewertungskompression führen und die Aktienkurse belasten. Anhaltende Preissetzungsmacht und Burggräben werden damit noch stärker zu Erfolgsfaktoren.
Im Bereich "Consumer Staples" kommen immer mehr Unternehmen unter die Räder, ob Kraft Heinz oder Spirituosenhersteller oder General Mills und ebenso Restaurantketten wie McDonald's, Chipotle, Starbucks und andere. Die Kunden sind nicht mehr bereit und/oder in der Lage, die Preissteigerungen mitzugehen und orientieren sich um. Nicht mehr vorhandene Preissetzungsmacht schrumpft den Wert der Marken. Coca-Cola hingegen kann sich dem Trend widersetzen, Costco als Niedrigstpreis-Trendsetter sowieso.
Positivbeispiele gibt es einige: Waste Management, deren Burggraben kaum überwindbar ist, auch wenn das Unternehmen wegen der hohen Investitionserfordernisse und seiner hohen Verschuldung unter dem Zinsanstieg leidet. Oder Moody's. Oder Union Pacific. Oder Verisk Analytics.
Alle vier Werte sind Depotkandidaten - wenn der Preis stimmt. Dann greife ich zu (und bei einem habe ich das kürzlich auch getan).
Kräftig unter die Räder kamen Telekommunikationswerte, nachdem SpaceX ein US-weites Portfolio an 800-Megahertz-Frequenzen von Finanzinvestor Grain Management erworben hat, um künftig Mobilfunkverbindungen direkt aus dem All auf Smartphones anzubieten. Die Niederfrequenzen können Hindernisse wie Wände oder Bäume besser durchdringen und sollen das bestehende globale 2-Gigahertz-Spektrum von Starlink Mobile ergänzen. Das Portfolio hatte Grain erst kürzlich von T-Mobile US übernommen im Tauch für 600-Megahertz-Frequenzen; (kl)eine Ironie des Schicksals, dass dieser Move nun die Aktien von TMUS, Vodafone, Verizon, AT&T und der Deutschen Telekom in den Keller schickt. Dabei sind ei Ambitionen von SpaceX nicht zu unterschätzen, aber auch kein kurzfristiger Stolperstein. Denn zunächst muss SpaceX tausende von Satelliten in den Orbit bringen, um ein flächendeckendes Starlink-Mobilfunknetz aufbauen zu können. Aktuell benötigt man fürs eigene Angebot Kooperationen mit den etablierten Carriern. Kurzfristig passiert also erstmal nichts, aber langfristig könnte hier ein ernstzunehmender Konkurrent entstehen, der keine teuren Glasfaserkabel verlegen muss, um seine Kunden zu erreichen (wobei das teuerste daran die Erdarbeiten sind, nicht die Kabel selbst). Ich halte mich schon seit vielen Jahr(zehnt)en aus der Telekombranche raus und das dürfte auch so bleiben...
Bleibt noch der Blick auf die Energiemärkte und da bieten sich uns erhöhte Ölpreise, während Trump einen unredlichen Deal mit Putin abgeschlossen hat, bei dem Russland erhebliche Diesel-Reserven auf den Markt werfen wird, um den Preis zu drücken. Die G7 hatten auf Druck der USA kurz zuvor ebenfalls Reserveverkäufe beschlossen - Trump glaubt, so das absehbar katastrophale Ergebnis der Midterms noch abwenden zu können. Trump im Panikmodus wird nicht gerade ungefährlicher für die Welt...
Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 40 auf 45 Punkte gestiegen und hat sich damit aus dem "Angst-Terrain" in den neutralen Bereich verabschiedet.
Nun der Blick in mein Depot, das auf Sicht von 14 Tagen nach einem starken Kursanstieg und einen ebenso kräftigen Rücksetzer vergleichsweise unverändert aus dem Handel ging. Dabei schloss die letzte Woche isoliert betrachtet deutlich im Minus ab.
Almonty Industries
Meine Wolfram-Spekulation Almonty kommt momentan nicht vom Fleck, jedenfalls was den Kurs angeht. Operativ gibt es erhebliche Fortschritte, wie CEO Lewis Black mitteilte. Sangdong I läuft nun bereits 16 Stunden am Tag auf Volllast und alle paar Tage wird die Leistung um zwei Stunden erhöht. Der 24/7 Betrieb soll bereits "in den nächsten Tagen" erreicht werden, während die Untertagearbeiten für Sangdong II bereits seit einiger Zeit laufen. Die machen den Löwenanteil des Aufwandes für die Erweiterung aus, weil vieles in Phase I dafür schon entsprechend großzügiger installiert worden war.
Nachdem die endgültige Betriebsgenehmigung inzwischen vorliegt, ist die erste Schiffslieferung für das Wolframkonzentrat für den 24. Oktober gebucht worden. Also wird im 4. Quartal ordentlich Umsatz und Gewinn erzielt!
Der gesunkene Aktienkurs hat auch Vorteile, denn Almonty kauft fleißig eigene Aktien zurück. Dabei wurden bereits 48 Mio. Dollar aufgewendet und damit rund ein Sechstel des Gesamtvolumens von 300 Mio. Dollar. Diese Aktien werden eingezogen, wodurch sich der innere Wert der verbleibenden Aktien erhöht.
Meine Einschätzung zu Almonty: Bisher profitierte Almonty vor allem von der Vervielfachung des Wolframpreises (man verkauft nicht zu den niedrigen Preisen in China, sondern den vielfachen Preisen bei den Abnehmern in Europa/Amerika) und nun kommt noch ein großes Mengenwachstum hinzu. Almonty hatte in Sangdong schon einiges vorbereitet und nach Vorliegen der Betriebsgenehmigung gehen nun viele Säcke voll mit Wolframkonzentrat in den Versand; diese Umsätze und Erträge werden im vierten Quartal 2026 zunehmend starke Effekte auf Almontys Ergebnisse haben und in den Geschäftsergebnissen sowie der Bilanz von Almonty aufschlagen. Aus Hoffnung wird Erwartung und anschließend Gewissheit.
Größere Mengen kombinieren sich mit enorm gesteigerten Preisen, das Wachstum von Umsatz, Cashflow und Ergebnis dürfte geradezu hochschnellen - und das jetzt viermal beim Vergleich mit den Vorjahresquartalen!
2G Energy
Bei 2G Energy gab es vorläufige Zahlen samt einer Prognoseerhöhung. Im zweiten Quartal wurde zwar ein bereits reservierter Auftrag für dezentrale Gaskraftwerke zur Stromversorgung von US-Rechenzentren im Wert von mehr als 100 Mio. Euro endgültig fixiert. Gleichzeitig entwickelte sich aber auch das übrige Geschäft positiv. Ende September meldete 2G dann erneut einen Auftragseingang von mehr als 400 Mio. Euro im dritten Quartal. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass neben dem Rechenzentrumsgeschäft nahezu alle Regionen und Segmente deutlich zulegen. Auch das Wärmepumpengeschäft entwickelt sich positiv; für 2026 wird hier ein Auftragseingang von bis zu 30 Mio. Euro erwartet.
Für 2026 hält das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von 490 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 9,5% bis 10,5% für erreichbar. Für 2027 wurde die Umsatzprognose Ende September allerdings auf 600 bis 650 Mio. Euro angehoben. Zuvor hatte die Spanne noch bei 570 bis 620 Mio. Euro gelegen. Für 2028 erwartet 2G dann erstmals einen Umsatz von 750 bis 850 Mio. Euro.
Wir sprechen hier gegenüber dem Umsatz aus 2025 mit 409,2 Mio. Euro von einer annähernden Verdoppelung innerhalb von drei Jahren!
Um dieses Wachstum überhaupt bewältigen zu können, errichtet 2G eine neue Montagehalle am Standort Heek. Ab Anfang 2028 sollen dort containerisierte Kraftwerke erstmals in einer Fließfertigung montiert werden. Nach Unternehmensangaben soll die zusätzliche Kapazität Umsätze von mindestens 300 Mio. Euro ermöglichen.
Meine Einschätzung zu 2G Energy: Die fetten Rechenzentrumsaufträge zeigen, dass die dezentralen Energieerzeugungssysteme von 2G (nicht nur) in den USA zum echten Kassenschlager werden angesichts immer größerer Widerstände gegen stromnetzbasierte Rechenzentren. Auch und gerade in Texas, wo der Ausbau jüngst vom Gouverneur auf Halde gelegt wurde, solange die Unternehmen nicht ihre Unbedenklichkeit hinsichtlich der Strompreise und der Netzkosten nachweisen. Und so präsentiert sich 2G als relevante und quasi sofort verfügbar Lösung. Weitere Aufträge wären also keine Überraschung und für 2030 scheint die Umsatzmilliarde greifbar zu werden. Wobei 2G für 2027 mit 570 bis 620 Mio. Euro Umsatz rechnet.
Steigende Margen bei stark steigenden Umsätzen befeuert die Ergebnisse – und das sollte auch den Aktienkurs nicht kalt lassen. Zumal es sich erkennbar nicht um Eintagsfliegen handelt. Allerdings sind kurzfristig erstmal Kosten zu verdauen, während Umsätze und Gewinne erst einige Quartale später folgen werden. Von den Zahlen zum 3. Quartal 2026 sollten Anleger daher nicht zu viel erwarten, aber ab dem 4. Quartal sollten sich die KI-Umsätze erstmals positiv bemerkbar machen.
Costco
Solide Zahlen gab es wie gewohnt von Costco. Für den Einzelhandelsmonat September wurden Nettoumsätze von 30,0 Mrd. Dollar gemeldet, ein Anstieg von 13,0% gegenüber dem Vorjahr.
Die vergleichbaren Umsätze im Fünfwochenzeitraum bis zum 4. Oktober stiegen um 11,4%, darunter um 12,5% in den USA, um 6,3% in Kanada und um 10,8% in den übrigen internationalen Märkten. Die vergleichbaren E-Commerce-Umsätze schnellten im Monatsverlauf um 19,0% nach oben.
Bereinigt um die Auswirkungen von Wechselkursen und Benzinpreisen stiegen die vergleichbaren Umsätze im Monatsverlauf um 7,6%, darunter um 8,0% in den USA. Diese Werte zeigen, dass Costco den gesamten Einzelhandelssektor weiterhin operativ outperformt!
Der Labor Day in den USA und Kanada fiel in diesem Jahr eine Woche später. Die Kalenderverschiebung wirkte sich mit etwas mehr als 50 Basispunkten positiv auf die Gesamtumsätze und vergleichbaren Umsätze im September aus.
Costco betreibt derzeit 939 Warenhäuser, acht mehr als im dritten Geschäftsquartal, darunter 647 in den Vereinigten Staaten und Puerto Rico, 115 in Kanada, 43 in Mexiko, 37 in Japan, 29 im Vereinigten Königreich, 20 in Korea, 15 in Australien, 14 in Taiwan, sieben in China, fünf in Spanien, drei in Frankreich, zwei in Schweden sowie jeweils eines in Island und Neuseeland. Costco betreibt zudem E-Commerce-Websites in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Mexiko, Korea, Taiwan, Japan, Australien und China.
Meine Einschätzung zu Costco: Auch Costco sieht sich mit höheren Einkaufspreisen konfrontiert, die vor allem aus den massiv gestiegenen Ölpreisen aufgrund des Iran-Kriegs resultieren. Costco gibt diese Kosten an seine Mitglieder weiter, aber dank seiner enormen und weiterwachsenden Einkaufsmacht kann es branchenweit führende niedrige Einkaufspreise realisieren.
Dabei hilft es zusätzlich, dass Costco sein Warensortiment auf 4.000 Produkte begrenzt und damit viel höhere Stückzahlen mit entsprechend höheren Preisnachlässen generiert. Zudem setzt Costco nicht auf üppige Margen, sondern auf niedrige Preise für seine Mitglieder.
"Einzelhandel ist ein sehr hartes Geschäft. Praktisch jede große Ladenkette, die es lange genug gibt, gerät irgendwann in Schwierigkeiten und ist schwer wieder auf Kurs zu bringen."(Charlie Munger)
Costcos Gewinn stammt zuvorderst aus den Mitgliedsbeiträgen und dieses Geschäftsmodell erweist sich bereits seit Jahrzehnten als schier unschlagbares Erfolgsmodell in einem ansonsten hart umkämpften Markt. Dabei läuft Costco weitestgehend wie ein Uhrwerk und befindet sich zuverlässig in der Erfolgsspur.
Während der Kurs seit einiger Zeit seitwärts tendiert, läuft es operativ und strategisch stark. Der langfristige Chartverlauf zeigt, dass Costco solche Hängepartien meistens mit anschießenden deutlichen Kursschüben auflöst. Hier zuzugreifen, sollte sich also auch diesmal wieder langfristig auszahlen....
Vincorion
Vincorion musste seine Jahresprognosen anheben, weil das saisonal eigentlich schwächer laufende 3. Quartal außergewöhnlich stark lief. Daher stieg der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2026 um 41% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 237,7 Mio. Euro. Auf Basis vorläufiger Zahlen zum 30. September 2026 erzielte die Vincorion einen Konzernumsatz von 87,5 Mio. Euro im dritten Quartal 2026; dies entspricht einem Anstieg von 39,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Vor diesem Hintergrund erhöhte der Vorstand seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 und geht nun von einem Konzernumsatz von 323 Mio. bis 333 Mio. Euro aus (ursprünglich 280 Mio. bis 320 Mio.) und rechnet nun mit einer höheren bereinigten EBIT-Marge von 18,5% bis 19,5% für das Geschäftsjahr 2026 (ursprünglich 18,0% bis 19,0%).
Meine Einschätzung zu Vincorion: Der Rüstungszulieferer ist stark positioniert und kann seinen stark wachsenden Auftragseingang eindrucksvoll in profitablen Umsatz verwandeln. Der große Rüstungshype ist vorbei, aber der Rüstungssuperzyklus wird die Geschäfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten antreiben, denn die Welt rüstet auf. Die europäischen NATO-Staaten (und Kanada) fahren ihre Budgets entsprechend hoch und Vincorion gehört mit seinen Produkten und Leistungen zu den Profiteuren.
Neu an Bord: Verisk Analytics
Warren Buffett war Jahrzehntelang in/bei Verisk Analytics investiert, aber er stieg aus, als das Unternehmen aggressiv in weitere Geschäftsfelder investierte. Diesen Irrtum hat Verisk wieder korrigiert und die "neuen" Bereiche wieder abgestoßen, so dass man sich wieder auf das Kerngeschäft fokussiert: Daten- und Schadenanalyse für Versicherungsunternehmen. Hier ist man Marktführer und hat 100 der 100 größten Versicherungskonzerne unter Vertrag. Der Burggraben ist entsprechend kaum überwindbar, die Preissetzungsmacht enorm und die Margen entsprechend attraktiv.
Die aktuellen Zahlen sprechen für die neue alte Strategie. Im zweiten Quartal 2026 wuchs der Umsatz organisch währungsbereinigt um 5,8%, die zugrunde liegenden Subscription-Umsätze sogar um 8%. Das bereinigte EBITDA stieg organisch um 7,4%, während der freie Cashflow um fast 58% zulegte.
Noch interessanter ist die Kombination aus bestehendem Geschäftsmodell und neuen Technologien. Verisk besitzt Daten, die Versicherer benötigen, und kann künstliche Intelligenz nutzen, um diese Daten wertvoller zu machen. Gleichzeitig verschärfen Klimawandel, Naturkatastrophen, Cyberrisiken, neue Technologien und die zunehmende Komplexität der Wirtschaft den Bedarf an professioneller Risikomodellierung.
Damit könnte Verisk langfristig von zwei Seiten profitieren: von einem stabilen, wiederkehrenden Kerngeschäft und von neuen Anwendungen, die auf diesem Datenfundament aufbauen. Wenn das gelingt, könnte Verisk zu den klassischen "unsichtbaren" Gewinnern der Digitalisierung gehören: ein Unternehmen, dessen Produkte kaum jemand kennt, das aber für seine Kunden zunehmend unverzichtbar wird. Die Versicherungsbranche wird nicht weniger datengetrieben werden. Sie wird mehr Daten benötigen, mehr Risiken modellieren und mehr Entscheidungen automatisieren müssen. Und genau an dieser Schnittstelle sitzt Verisk.,
Der Kurs liegt dennoch 50% unter dem Allzeithoch, das er Mitte 2025 markiert hatte. Die (unbegründete) KI-Angst macht es möglich, dass man endlich mal wieder zu attraktiven Preisen in diese Cashflowmaschine investieren kann. Was ich Anfang der Woche getan habe.
Meine Einschätzung zu Verisk Analytics: Ich erwarte mehr als 6% Wachstum pro Jahr mit steigender Tendenz, sowie ordentlich Aktienrückkäufe, so dass hier zweistellige Renditen pro Jahr winken. Kein Kursüberflieger (mehr), aber ein grundsolides Investment mit langfristig ungebrochen starken Perspektiven.
P.S.: Starinvestor Ron Baron ist schon länger von Verisk überzeugt und stockt seit mehreren Quartalen seine Position immer weiter auf.
Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10% zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5%. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Seitdem schwankt meine Depot weiterhin deutlich, kann sich aber von der Nullmarke nicht wirklich deutlich absetzen. Und nachdem das 3. Quartal bei -4,75% aus dem Rennen ging, folgte zum Start ins 4. Quartal eine deutliche Erholung, so dass sich über die letzten 14 Tage unterm Strich nicht viel bewegt hat.
Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -2,75% (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.
Mein Investor-Update zum Q3/2026 - brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.
Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.
Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.
Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ
Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Lieber Michael, ich möchte mich an dieser Stelle einfach nur mal bei Dir bedanken für das Teilen Deiner fachlichen Analysen und Einschätzungen und das alles kostenfrei und ohne Paywall. Auch wenn ich nicht immer alle Einschätzungen mit Dir teile (aber da gehört ja dazu), habe ich mir schon häufig tolle Anregungen und Tipps von Dir holen können. Ich freue mich jedes Wochenende auf Deinen Wochenrückblick und jedes Quartal auf Dein neues Investorupdate! Mach weiter so!
AntwortenLöschenIch denke im Übrigen auch, dass wir an Almonty noch sehr viel Freude haben werden und habe zuletzt kräftig nachgekauft.
Herzliche Grüße von Georg