Samstag, 2. Januar 2021

2021 wird Corona die Schlagzeilen bestimmen, aber Emotionen und Liquidität die Märkte

In 2021 stehen große Veränderungen an, so viel ist mal sicher. Dabei werden sich die Entwicklungen aus dem Jahr 2020 fortsetzen, die ich in meinem Rückblick auf 2020 skizziert hatte. Aber nicht alle Erwartungen werden sich erfüllen. Das birgt Risiken, aber auch Chancen - wenn man denn auf die richtigen Entwicklungen setzt. Und früh genug.

Das klingt nach Market Timing und damit kann man durchaus große Erfolge einfahren. Allerdings erleiden die meisten Anleger damit Schiffbruch, auch wenn man eigentlich nur von den Erfolgen liest. Und natürlich gibt es noch einen anderen Weg, nachhaltig Erfolg an der Börse zu haben. Und daran werde ich mich (weiterhin) versuchen. Auch wenn das nicht die ganz spektakulären Kursgewinne verspricht - aber auf der anderen Seite verhindert es auch die ganz großen Totalausfälle. Es kommt entscheidend auf das Chance-Risiko-Verhältnis an und da bieten dürfte 2021 doch einiges zu bieten haben...

Donnerstag, 31. Dezember 2020

2020 im Rückspiegel: Rekordjagd, Coronacrash, Rebound, Fehlgriffe und Rekordergebnisse

Das Jahr 2020 wird unvergesslich bleiben, denn der Ausbruch einer weltweiten Pandemie ist ein Ereignis, das zuletzt 1918 und damit vor über 100 Jahren stattfand. Dieses Seuchenjahr liegt nun (fast) hinter uns, aber wir gehen in ein weiteres, denn Corona ist nicht besiegt. Corona wird uns begleiten, auch wenn es nun Impfstoffe gibt und Aussicht auf Besserung.

Und genau diese beiden Effekte, die Panik vor dem Virus und seinen Folgen sowie die Hoffnung auf Besserung, auf eine Rückkehr zur "Vor-Corona-Normalität", haben das Leben in 2020 geprägt. Das gesellschaftliche Leben, das wirtschaftliche Leben und das Geschehen an der Börse. Und damit auch mein eigenes Leben. Ich blicke heute in den Rückspiegel und muss über meine geradezu prophetischen Fertigkeiten schmunzeln, denn mein Ausblick auf das Jahr 2020 stand unter dem Motto: "2020 wird unbeständig, launisch, wechselhaft, aber nicht unbedingt auch unergiebig". Und genau so ist es auch gekommen, allerdings ganz anders...

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Mein Performance-Update für Dezember 2020 zu Börsen, Depot, Wikis

Der Dezember liegt hinter uns und es war erneut ziemlich volatil an den Börsen. Die Hoffnung auf ein Ende der Corona-Pandemie ist die Achse, um die herum die Börsen schwanken. Einerseits steigen die Infektions- und Todeszahlen weiter an und gehen mit Verschärfungen,  Kontaktsperren und Lockdowns einher, andererseits hat weltweit das Impfen begonnen.

So hält der Favoritenwechsel weiter an; die Börse spielt bereits die Gewinner der Post-Coronazeit, wenn ab Sommer 2021 eine weitgehende Rückkehr zum "Normalzustand" erreicht worden ist. Allerdings ist dieses Szenario noch keinesfalls sicher. Des Weiteren bekommen die Big Techs immer mehr Gegenwind, sowohl in den USA als nun auch verstärkt in China, und das trübt ihre Entwicklungsperspektiven ein. Viele Auguren setzen daher auf kleinere Technologiewerte aus der zweiten und dritten Reihe, weil diese hohes Wachstum versprechen und oft auf Übernahmephantasie mitbringen, weil die für Big Tech die vermeintlich einfachste Option sind, das eigene, abflachende Wachstum zu pimpen. Ein nicht unrealistische Annahme, da Big Tech über reichlich Cash verfügt, das irgendwie unter die Leute gebracht werden muss - und Aktienrückkäufe alleine sind keine zukunftsweisende Option, wie IBM viele Jahre vorgetrauerspielt hat.

Zeit für (m)eine Rückschau auf die Indizes, meine (nun endlich investierbaren!) Wikis und die Entwicklung meines operativen Net Worth.

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt verfünffacht seinen Einsatz bei Intuit, dem Rising Star unter den Finanzplattformen

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 121. Portfoliocheck blicke ich wieder mal Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40% und verwaltet heute mehr als sechs Milliarden Dollar.

Joel Greenblatts Gotham Capital ist breit diversifiziert. Im 3. Quartal 2020 fanden sich 1.012 Positionen mit einem Gesamtwert von $3,1 Mrd. im Portfolio, darunter 139 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei aktiven 19%. In Greenblatts Portfolio haben die großen Technologiewerte inzwischen die ersten sechs Positionen inne: Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Oracle. Verkauft hat er vor allem Pharmawerte wie Medtronic, Biogen, AbbVie, Pfizer und Bristol-Myers Squibb, die er jeweils zwischen 45% und 83% reduzierte. Im Gegenzug stockte er bei Broadcom auf, bei EOG Ressources und bei Intuit, die sich spätestens seit der Credit Karma-Übernahme zu einem angesagten Fintech-Unternehmen entwickeln...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Habe Alphabet, Amazon, Apple, Facebook, Intuit, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 29. Dezember 2020

Für Warren Buffett liegt der Schlüssel zum erfolgreichen Investieren darin, herauszufinden ob ein Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil hat und wie lange dieser anhalten wird

Unter einem "Economic Moat" (ökonomischen Burggraben) versteht man kein Bauwerk und keine Investments in Bau, Steine, Erden. Vielmehr geht es um die Markteintrittshürden, den Wettbewerber zu überwinden haben - und auch die eigenen Kunden, sollten sie sich vom Unternehmen trennen wollen, um Wettbewerbsvorteile von Marken und Produkten, um Unternehmen, die ihren Markt beherrschen. Diese Unternehmen bezeichnet Buffett als Festungen und hier liegt als Quality Investor sein Fokus beim Investieren...

Montag, 28. Dezember 2020

Ins Wikifolio "Kissigs Nebenwerte Champions" kann endlich intelligent investiert werden!

Mein Wikifolio "Kissigs Nebenwerte Champions" orientiert sich an den Nebenwerten, die ich hier im Blog begleite. Über vier Monate hat sich der Prozess hingezogen, bis das Wiki nun endlich den Status "investierbar" erhielt, der es Anlegern ermöglicht, Geld in das Wiki zu investieren und so an der Entwicklung der von mir ausgewählten Aktienwerte teilzuhaben.

▶ Investiere jetzt in "Kissigs Nebenwerte Champions"

Seit dem Start am 19. August gab es schon einige Höhen und Tiefen an der Börse und auch der "Kurs" des Wikis hat bereits einige Bewegung hinter sich: in der Spitze lag es schon über 28% im Plus, aber zwischenzeitlich auch schon mal mit 1,4% im Minus. Aktueller Stand heute ist ein Zuwachs von 27%. Das ist natürlich keine Garantie, dass es immer so weiter geht, aber auf lange Sicht erzielt man mit aussichtsreichen Nebenwerten, den "Hidden Champions", überdurchschnittliche Renditen. Und genau das ist das Ziel meines Wikis!

Ins Wikifolio "Kissigs Quality Investments" kann endlich intelligent investiert werden!

Mein Wikifolio "Kissigs Quality Investments" orientiert sich an den Quality Investments, die ich hier im Blog begleite. Über vier Monate hat sich der Prozess hingezogen, bis das Wiki nun endlich den Status "investierbar" erhielt, der es Anlegern ermöglicht, Geld in das Wiki zu investieren und so an der Entwicklung der von mir ausgewählten Aktienwerte teilzuhaben.

▶ Investiere jetzt in "Kissigs Quality Investments"

Seit dem Start am 13. August gab es schon einige Höhen und Tiefen an der Börse und auch der "Kurs" des Wikis hat bereits einige Bewegung hinter sich: in der Spitze lag es schon 11,7% im Plus, aber zwischenzeitlich auch schon mal mit 1,9% im Minus. Aktueller Stand heute ist ein Zuwachs von 7,5%. Das ist natürlich keine Garantie, dass es immer so weiter geht, aber langfristig erzielen Quality Investments relativ entspannte und sichere Rendite. Und genau das ist das Ziel meines Wikis!

Börsenweisheit der Woche 52/2020

"Risiko und Unsicherheit sind nicht dasselbe. Glücksspiel in Las Vegas ist Risiko. Kapitalmarktinvestitionen sind Unsicherheit. Bei Risiko kann man die Gewinnchancen berechnen. Bei Unsicherheit nicht."
(Ken Fisher)

Sonntag, 27. Dezember 2020

Onlinehandel dominiert das Weihnachtsshopping und Amazon ganz besonders

Der Einzelhandel legte zu, aber Amazon ist auch in diesem Jahr wieder der große Abräumer im Weihnachtsgeschäft. Diese Gesamtsumme der Verkäufe soll um 3% zugelegt haben gegenüber 2019, berichtet Seeking Alpha (Quelle) basierend auf den Daten von Mastercard SpendingPulse unter Ausschluss der Verkaufsumsätze von Automobilen und Benzin.

Dass in Coronazeiten und unter Lockdown-Bedingungen die Umsätze überhaupt so stark zulegen, ist schon eine Nachricht für sich. Allerdings wurden die Daten diesmal auch für einen verlängerten Zeitraum ermittelt, nämlich vom 24. Oktober bis 24. Dezember. Und in diese Zeit fielen ja auch die CyberMonday-Woche und der Black Friday. Besonders stark legte der Onlinehandel zu, nämlich um satte 49%. Der eCommerce machte 19,7% des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus, nach 13,4% im Vorjahr. Insbesondere Amazon, Wayfair und Etsy sollen in diesem Jahr große Anteilgewinne zu verzeichnen haben.

Meine Einschätzung

Corona  begünstigt den Onlinehandel und Amazon hat sich hier als systemrelevant präsentiert. Als andere nicht (mehr) liefern konnten, war Amazon zur Stelle. Und man hat sein Personal um weit mehr als 100.000 zusätzliche Arbeitnehmer aufgestockt und die Logistik so gepimpt, dass sie auch während einer globalen Pandemie weitestgehend reibungslos funktioniert. Dass inzwischen fast ebenso viele Amazon-Lieferfahrzeuge wie DHL-Trucks auf den Straßen zu sehen sind, ist kein Zufall, sondern Amazons Strategie. Nicht umsonst investiert Amazon Milliarden in seine Infrastruktur.

Das Entscheidende dabei ist, dass immer mehr Menschen Prime-Mitglieder werden und fortan noch mehr bei Amazon ordern. Die starken Zuwächse sind daher keine Corona-Eintagsfliegen, sondern werden sich verfestigen, auch wenn die Impfungen Wirkung zeigen und im Sommer wieder normalere Lebensbedingungen herrschen. Der stationäre Einzelhandel ist der große Verlierer und Amazon als führendes Plattformunternehmen der große Gewinner. Ist so, bleibt so. Basisinvestment.

Disclaimer: Amazon ist auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Samstag, 26. Dezember 2020

Buffetts Top-Performer in 2020 - vier davon stiegen noch stärker als Apple und Amazon

Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway ist eine Sammlung von Finanztiteln und Old Economy-Werten, wie dem Direktversicherer Geico, der Bank of America, der Eisenbahn Burlington Northern Santa Fe (BNSF), dem Luft- und Raumfahrtzulieferer Precision Castparts oder dem Batterieexperten Duracell. In Buffetts Investmentdepot dominiert der Technologieriese Apple mit einem Gewicht von fast 50%.

In diesem Jahr spielte die Musik wieder bei den Technologiewerten und auch davon hat Buffett einige im Depot. Dr. David Kass, Finanzprofessor an der Robert H. Smith School of Business der Universität Maryland und profunder Beobachter und Kenner Buffetts, benannte Buffetts Top-Performer (YTD):
  1. BYD (393%)
  2. Snowflake (169%)
  3. Restoration Hardware (123%)
  4. StoneCo (114%)
  5. Apple (80%)
  6. Amazon (72%)
Wir lernen daraus, dass Buffett es durchaus noch drauf hat und dass sich im Portfolio von Berkshire Hathaway so einiges an zukunftsorientierten Wachstumsunternehmen finden lässt - nicht nur auf den hinteren Plätzen.

Disclaimer: Habe Amazon, Apple, Berkshire Hathaway, StoneCo auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Freitag, 25. Dezember 2020

Kissigs Aktien Report: Warren Buffett rät, Branchen im Umbruch zu meiden. Aber…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Donnerstag, 24. Dezember 2020

Kissigs Portfoliocheck: Fidelity National Information Services ist Andreas Halvorsens Trumpf im War on Cash

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 120. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal Andreas Halvorsen ins Depot, einem der sog. "Tiger Cubs" (Tigerwelpen). Diese Bezeichnung geht zurück auf den legendären Hedgefonds-Manager Julian Robertson, der mit einem durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von über 30% seiner Tiger Management Group zu den erfolgreichsten Fondsmanagern des letzten Jahrhunderts gehört. Und die Performance von Halvorsens Viking Global Fonds mit durchschnittlichen 20% über die letzten 19 Jahre ist ebenfalls überragend.

Halvorsen war auch im 3. Quartal wieder sehr aktiv und wirbelte sein Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei hohen 33% und zum Quartalsende hielt er 87 Positionen, darunter 32 neue. Halvorsen hat nochmals eine ganze Reihe von Unternehmen reduziert oder ganz aussortiert, die von den Corona-Entwicklungen Lockdown, Home Office und Social Distancing profitiert hatten. Bei Amazon stieß er weitere 55% seines Bestands ab und Uber, JD.com, salesforce.com verkaufte er komplett. Bei Microsoft hingegen stockte er weiter auf; es ist nun seine größte Depotposition vor Adaptive Biotechnologies und dem digitalen Zahlungsdienstleister Fidelity National Information Services, die 2018 WorldPay übernommen hatten und gerade in Fusionsgesprächen mit Gobal Payments steck(t)en...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer
Adaptive Biotechnologies, Amazon, Fidelit National Information Services, Microsoft, Salesforce sind auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mein Lese-Tipp: "Das Tao des Warren Buffett" von Mary Buffett und David Clark

Mary Buffett hat mit dem Rechtsanwalt und Fondsmanager David Clark ein weiteres Buch über ihren früheren Schwiegervater geschrieben, den legendären Value-Investor Warren Buffett. Doch in diesem Buch dreht es sich nicht um Strategien oder die Bewertung von Investments; stattdessen haben die beiden eine Sammlung unterschiedlichster Zitate Warren Buffetts zusammengetragen und erläutern diese anhand exemplarischer Beispiele aus seinem Leben.

Ich bin ja ein bekennender Freund von Börsenweisheiten, wie regelmäßige Leser meines Blog bestimmt schon mitbekommen haben. Denn durch die oftmals pointierte Zuspitzung eines komplizierten Sachverhalts auf eine kurze, schlüssige Logik, kann die eigentliche Botschaft noch eingänglicher vermittelt werden.
»Ein guter Spruch ist wie die Wahrheit eines ganzen Buches in einem Satz.«
(Theodor Fontane)
Gerade Warren Buffett hat dies zur Perfektion erhoben, da er seine Lehren vorlebt...

Montag, 21. Dezember 2020

PNE als indirekter Profiteur der Übernahmeofferte bei TeleColumbus?

Diese Meldung könnte auch für PNE von Bedeutung sein: Morgan Stanley Infrastructure Partners (MSIP) gibt über eine Tochter (Kublai GmbH) ein Übernahmeangebot für TeleColumbus ab. Man bietet €3,25 je Aktie und damit 37,5% als den Mindestpreis auf Basis des volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurses.

Was das jetzt mit PNE zu tun hat? Nun, MSIP ist mit knapp 40% Großaktionär bei PNE und könnte bald wieder ein erneutes Übernahme- oder Delstingersuchen starten, nachdem die einjährige Frist abgelaufen ist. Und es gab/ gibt ja Zweifel, ob MSIP dann nur den Mindestpreis von ca. €6 bieten würde. Bei TeleColumbus zahlen sie jetzt deutlich mehr mehr - weil sie erfolgreich sein und die Aktien einsammeln wollen. Bei PNE dürfte es ggf. kaum anders laufen. Denn wie es nicht funktioniert, das hat MSIP hier vor einem Jahr gelernt...

Disclaimer: Habe PNE auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Börsenweisheit der Woche 51/2020

"Wenn Du ein Unternehmen verstehst, weißt Du auch, was es wert ist. Und das ist der einzige Grund, warum man eine Aktie kaufen sollte."
(Mohnish Pabrai)

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Einfach gedacht: Erneuter Delistingversuch? PNE zwischen Anlegerpanik oder Kursverdopplung...

Beim Windparkprojektierer und -betreiber PNE strebte der damals noch neue Großaktionär Morgan Stanley Infrastruktur Partners (MSIP) vor einem Jahr eine Übernahme an und wollte das Unternehmen von der Börse nehmen. Dazu lancierte man ein Delistingerwerbsangebot und bot den übrigen Aktionären €4 je Aktie als Abfindung an. Und scheiterte kolossal; es wurden nur wenige Aktien angedient und anstelle einer stattlichen Mehrheit kam MSIP nur mikroskopisch weiter, nämlich auf klägliche 40% der Anteile.

Nun jährt sich der gescheiterte Versuch und bald könnte MSIP einen zweiten Anlauf unternehmen, weil die gesetzlichen Frist abläuft. Entsprechende Gerüchte und Halbwissen sorgen für Verunsicherung und das, wo in und mit der Branche gerade viel Geld zu machen ist und Anleger einen kühlen Kopf bewahren sollten...

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Andere Ansichten zur enormen Unterbewertung von ABO Wind

ABO Wind hatte ich bisher noch nicht auf der Agenda, doch das ändert sich hiermit. Die massive Neubewertung im Windenergiesektor vollzieht sich ja bereits seit einigen Wochen und ich bin hier mit Energiekontor und PNE sehr gut aufgestellt. Nach der Trennung von ABO Invest (jetzt clearwise AG) ist ABO Wind jetzt ein reiner Projektierer und Betreiber von Wind- und Solarparks.

Die Neubewertung des Sektors erfolgt, weil RWE von Nordex ein großes Windparkportolio erworben hat und zwar für einen bis dahin nicht gesehenen Preis. Nachdem nun auch noch immer mehr Förderprogramme und "Green Deals" viel mehr Geld in den Sektor fließen lassen, wird erkannt, dass nicht nur die bereits fertiggestellten Energieparks einen Wert haben, sondern auch die Pipeline. Denn zwischen Idee, Planung, Genehmigung, Bau und Fertigstellung vergehen oft viele Jahre. Je näher also Projekte in der Pipeline an der Fertigstellung sind, desto höher ist auch ihr Wert.

Börse Online (Ausgabe 51/2020) nimmt die soeben beendete Münchner Kapitalmarktkonferenz (MKK) zum Anlass, die Projektpipeline von ABO Wind ins Verhältnis zu setzen zur aktuellen Börsenbewertung. Woraus sich interessante Überlegungen ableiten...

Kissigs Portfoliocheck: Dreht jetzt der Wind bei Mason Hawkins Turnaround-Spekulation General Electric?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 119. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 3. Quartal 2020 lag Mason Hawkins Tunroverrate bei niedrigen 9%. Unter seinen 29 Depotwerten finden sich fünf Neuzugänge. Mason Hawkins Portfolio ist stark fokussiert. Die drei größten Positionen Lumen Technologies (die ehemalige CenturyLink), CNX Ressources und Mattel machen mehr als ein Drittel aus und die fünf größten, also ergänzt um FedEx und General Electric, bringen es zusammen auf mehr als 45%.

Mit einer Reihe seiner Top-Werte setzt Hawkins frühzeitig auf potenzielle Nach-Corona-Gewinner, die von einem erfolgreichen Zurückdrängen der Pandemie durch den gerade anrollenden Einsatz wirksamer Impfstoffe erheblich profitieren können. Zu diesen gehört auch Industrieikone General Electric, die schon vor Ausbruch der Coronakrise tief in den Abgrund geblickt haben, aber dennoch immer noch und immer wieder Morgenluft schnuppern.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 14. Dezember 2020

Börsenweisheit der Woche 50/2020

"Anleger vergessen gerne, dass kurzfristige Marktschwankungen genau das sind und nur das. Sie sind nicht vorhersehbar und nicht bedeutend, solange man nicht gerade dann handelt."
(Ken Fisher)

Samstag, 12. Dezember 2020

Good News bei... Softbank: Verkauf von Boston Dynamics verelffacht den Einsatz von 100 Mio. Dollar in nur drei Jahren

Softbank Group verkauft ihre Tochter Boston Dynamics an Hyundai. Das Unternehmen wird hierbei mit $1,1 Mrd. bewertet; Softbank wird einen Anteil von 20% behalten und wird also auch hier "vom "Operator zum Investor". Für Softbank ist das ein weiterer lukrativer Deal, denn für die 100% an Boston Dynamics hatte man 2017 nur $100 Mio. an Google überwiesen, die heutige Alphabet. Innerhalb von weniger als drei Jahren hat man sein investiertes Kapital also glatt verelffacht!

Nach dem megaerfolgreichen Doordash-IPO und den Bloomberg-Spekulationen über ein Delisting (dazu müssten mindestens 39% der ausstehenden Aktien über die Börse zurückgekauft werden) sind das erneut sehr erfreuliche Nachrichten aus dem Hause Softbank. Auch wenn nicht alles gelingt, wie das WeWork-Fiasko zeigt oder der Verkauf der Slack-Beteiligung, kurz bevor salesforce.com seine $44 Mrd-Übernahmeofferte in den Markt legte. Das vermeintliche Uber-Fiasko hat sich jedenfalls inzwischen in ein sattes Plus verwandelt, nachdem der Aktienkurs neue Höchststände erzielte.

Unterm Strich halte ich Softbank für eine total missverstandene und unterschätzte Investmentchance und erwarte sensationelle Zahlen für das 4. Quartal 2020.

Disclaimer: Habe Aktien von Alphabet, Softbank Group auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem DepotW/iki.

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Adobe übertrifft alle Erwartungen - wie üblich. Der Kurs fällt erstmal - auch wie üblich. Egal!

Adobe hat seine Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert und sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis die Erwartungen deutlich übertroffen. Und selbst beim Ausblick liegt das Unternehmen über den bisherigen Annahmen, so dass es eigentlich keinen Grund gibt, weshalb der Kurs fallen sollte. Doch genau das tut er und das ist schon Tradition. Diese "Sell-on-good-News"-Historie lässt sich schon über viele Quartale hinweg beobachten. Doch bisher zahlte sich eher eine andere Vorgehensweise aus. Und zwar richtig...

Kissigs Aktien Report: Makleraktien, führt mich zum Schotter!? Was geht ab bei Deutsche Börse, Lang & Schwarz und Tradegate?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tagen später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Einfach gedacht: Facebook vor der Zerschlagung? Oder: wenn der Tiger gar keine Krallen hat

Facebook wird von 48 US-Bundesstaaten und der US-Wettbewerbsbehörde FTC verklagt: der weltweit führende Social-Media-Konzern habe seine heutige Monopolstellung gezielt durch die Übernahme von Wettbewerbern aufgebaut.

Konkret geht es um Instagram (2012) und WhatsApp (2014), die Facebook nach Auffassung der Kläger nur übernommen habe, um eine drohende Konkurrenz frühzeitig auszuschalten.

"Geschmäckle" hat das Ganze, weil die zuständigen Behörden, wie die FTC, diese Übernahmen seinerzeit genehmigt hatten. Da weist Facebook natürlich auch drauf hin und bemüht den Rechtsfrieden, in dem die (berechtigte) Frage aufgeworfen wird, wie verbindlich eine verbindliche und abschließende Genehmigung denn überhaupt sei, wenn die nach vielen Jahren einfach wieder infrage gestellt wird.

Auf jeden Fall "wird es jetzt ernst für Facebook", titeln viele Medien und Kommentatoren. Doch diese Einschätzung geht etwas vorbei. An der Realität...