Dienstag, 5. April 2022

Kissigs Aktien Report: Alphabet - Die Alphawette unter den Tech-Durchstartern?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 4. April 2022

Kissigs Investor-Update Q1/22 mit Funkwerk, Energiekontor, PNE, Costco, SBF, Berkshire Hathaway, Mutares, Microsoft, Nynomic, Netfonds und FS KKR Capital

Mein Investor-Update zum Ende des 1. Quartals '22

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Börsenweisheit der Woche 14/2022

"Niemand kann die Zinssätze, die künftige Richtung der Wirtschaft oder den Aktienmarkt vorhersagen. Ignoriere derartige Prognosen und konzentriere Dich darauf, was mit den Unternehmen passiert, in die Du investiert hast."
(Peter Lynch)

Sonntag, 3. April 2022

[Einfach gedacht] Eine Aktiendividende könnte das Dividendendilemma von Mutares lösen

Bei Mutares nähert sich die Hauptversammlung und damit rückt das Thema Dividende wieder in den Mittelpunkt. Denn Dividendenfans kaufen gerne Aktien von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite. Zu denen gehörte Mutares in den letzten Jahren. CEO Robin Laik hatte bereits Mitte 2019 Mutares als "dividendenfreudiges" Unternehmen positioniert und die Dividendenrendite lag damals um die 10 %.

Doch Mutares hat erst vor einigen Monaten eine große Kapitalerhöhung durchgezogen und diese damit begründet, dass man "gerade jetzt in diesem Umfeld" eine Jahrhundertchance an Möglichkeiten vor der Nase hat. Auf der Buyside hat sich die Lage nun sogar noch verbessert. Auf der Sellside nicht. Hier will Mutares abwarten und keinesfalls zu niedrige Verkaufspreise akzeptieren. Richtig so! Aber... wenn man nichts verkauft, kommt kein Geld rein (außer durch die Ergebnisbeiträge bzw. Gewinnabführungen der inzwischen gut laufenden Töchter). Schüttet man nun also auch noch eine (zu) hohe Dividende aus, schmilzt das freie Kapital deutlich. Doch... genau das braucht man gerade jetzt, eben weil sich so viele Möglichkeiten bieten und Mutares fast überall zum Zuge kommen kann. Mutares hat damit ein Dividendendilemma.

CIO Laumann hat sich kürzlich hinsichtlich der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 auch schon weit aus dem Fenster gelegt, als er eher "einen Fortschritt als einen Rückschritt" ankündigte. Ich hoffe, es werden max. 0,10 EUR auf die letztjährige Ausschüttung oben drauf gelegt. Ein Hintertürchen gibt es allerdings noch. Für 2020 gab es eine Basisdividende von 1,00 EUR je Aktie und eine ertragsabhängige Performance-Dividenden von 0,50 EUR. Theoretisch könnte Mutares also auf die Basisdividende auf 1,10 EUR anheben und die Performance-Dividenden entfallen lassen.

Meine Einschätzung

Mir wäre daher eine niedrigere Dividende lieber. Bei 1,10 EUR je Aktie läge die Dividendenrendite bei rund 4,8 % und damit wäre sie vergleichsweise attraktiv. Aus meiner Sicht hoch genug. Dies würde jedoch wohl vom Kapitalmarkt als Taschenspielertrick aufgefasst und als Kürzung wahrgenommen werden. Und Mutares will es sich wohl kaum mit seinen Aktionären verscherzen. Daher wird es wohl mindestens 1,50 EUR geben.

Mutares könnte natürlich auch so schlau sein, dass sie künftig eine Aktiendividende anbieten. So kommt/bleibt einiges von dem Geld im Unternehmen und steht weiterhin fürs operative Business zur Verfügung. Und das bisschen an Extraverwässerung sollte auch kein Problem sein.

Disclaimer: Habe Mutares auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

"Pure New Energy": PNE erzielt in 2021 Rekordwerte - und dreht jetzt erst richtig auf...

Clean Energy Solutions Provider PNE glänzt mit starken Zahlen. Der Geschäftsbericht für 2021 zeigt: PNE hat die eigene Guidance von 24 bis 32 Mio. EUR mit einem EBITDA von 32,7 Mio. EUR (Vorjahr: 26,3 Mio.) übertroffen. Das EBIT beläuft sich auf 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio.) und das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,33 EUR (Vorjahr: 0,02). Auch die Gesamtleistung wurde in 2021 auf 252,0 Mio. EUR (Vorjahr: 151,7 Mio. EUR) deutlich ausgebaut.

In der Projektentwicklung wurden große Fortschritte erzielt, trotz einiger Verzögerungen in Folge der Corona-Pandemie. Die PNE-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 Windpark- und Photovoltaikprojekte mit rund 1.076,1 MW/MWp (im Vorjahr nur Windenergie: 461,2 MW) fertiggestellt, verkauft oder mit deren Bau begonnen. Damit wurde dieser Wert gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und ein neuer Rekordwert in der Unternehmensgeschichte erreicht.

Und der Blick ins Jahr 2022 stimmt noch zuversichtlicher, denn 2021 war ein vergleichsweise schwaches Windjahr. Dabei hat PNE seinen Eigenbestand massiv ausgebaut, während die Strompreise auf neue Rekordwerte hochschnellten. Menge x Preis = Gewinn, so lautet verkürzt die Zauberformel, die auch in 2022 und darüber hinaus für starken Rückenwind sorgen dürfte. Sowohl beim Business als auch beim Aktienkurs.
 

Freitag, 1. April 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im März

Der März startete mit brutalen Kursverlusten aufgrund des Ukrainekriegs und der hieraus resultierenden Sanktionen des Westens. In den letzten Tagen kam es aber zu einer geradezu "V-förmigen" Erholung der Börsenkurse, auch wenn die Daten aus Wirtschaft immer negativer werden. Die Börsen und die Wirtschaft laufen nicht synchron, die Börsenkurse nehmen die Entwicklung für 12 Monate vorweg.

Die Earnings Season nähert sich ihrem Ende und die meisten Unternehmen konnten starke 2021er Ergebnisse vermelden. Aber der Ausblick auf 2022 wird oft weggelassen oder steht unter massivem Vorbehalt. Die Börse reagiert(e) oft mit Abstrafung, dabei verkünden die Unternehmenslenker nichts, was man sich mit einer normalen Portion gesundem Menschenverstands nicht selbst denken kann/könnte. Vieles ist also in den Kursen längst drin, vor allem Negatives, so dass positive Überraschungen schnell auch zu satten Kurssprüngen führen.

Dabei sollten Anleger aber unbedingt selektieren zwischen spekulativen Eintagsfliegen, die nur eine Bärenmarktrallye hinlegen, und solchen Aktien, bei denen die Unternehmen fundamental solide dastehen und auch in den aktuellen unsicheren Zeiten ordentliche abliefern werden. Mit solchen Unternehmen im Depot braucht man auch diese herausfordernden Zeiten nicht zu fürchten, selbst wenn der eine oder andere Aktienkurs trotzdem mal kurz unter die Räder kommen sollte. Top-Unternehmen haben immer Konjunktur, sowohl bei Global Champions als auch bei den Hidden Champions im Nebenwertesektor...

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmillers Rohstoffwette Freeport-McMoRan zahlt sich richtig aus

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 184. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 % erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil und legt den Schwerpunkt auf einige wenige, ausgesuchte Werte. Er war auch im 4. Quartal 2021 wieder sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 21 %; unter seinen nun 49 Positionen finden sich 15 Neuaufnahmen. Er steht dem Gesamtmarkt weiterhin skeptisch gegenüber und geht von einer bevorstehenden starken Korrektur aus. Seinen Portfoliowert hat er daher sukzessive weiter reduziert und Cash aufgebaut. Ende des Quartals lagen seine Aktienpositionen noch bei 2,75 Mrd. USD, vor einem Jahr waren es noch beinahe 4,0 Mrd.

Der "digitale Fußabdruck" in Druckenmillers Portfolio ist stark geschrumpft; inzwischen sind die Technologiewerte mit einem Anteil von 20,8 % auf Rang zwei zurückgefallen. Die zyklischen Konsumwerte stellen mit einem Gewicht von 39,8 % inzwischen den mit Abstand stärksten Sektor vor Communication Services mit 18,6 %, Basic Materials mit 7,3 % und Industrials mit 5,0 %. Dabei stand Starbucks ganz oben auf seiner Verkaufsliste, aber auch bei Amazon verkaufte er 32 % und bei Alphabet 19 %. Neu eingestiegen ist er bei Chevron und bei Coupang stockte er weiter auf. Der südkoreanische Onlinehändler ist mit 19,2 % Gewichtung nun seine mit Abstand größte Position. Die meiste Freude dürfte Druckenmiller aber "Kupfer-King" Freeport-McMoRan machen, bei dem er im Sommer 2020 massiv einstieg und der seitdem von einem Kurshoch zum nächsten eilt...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 31. März 2022

Mutares im Krisenmodus: Goldgräberstimmung beim Sanierungsspezialisten?!

Beim Sanierungsspezialisten Mutares nimmt der Deal-Flow wieder Fahrt auf, nachdem die große Kapitalerhöhung im Herbst die Kassen prall gefüllt hat. Die explodierenden Preise in allen Bereichen, auch und vor allem bei den Energieträgern, und der Ukraine-Krieg mit seinen massiven Auswirkungen auf die Lieferketten und die Verfügbarkeit von Roh- und Betriebsstoffen sowie Arbeitskräften und Getreide sendet zusätzliche Schockwellen durch die europäischen Volkswirtschaften. Kaum ein Unternehmen spürt nicht die Einschränkungen und leidet und umso mehr Firmen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Im Hinblick auf die aktuelle und künftige Lage, die Unternehmensnachfolge oder "einfach nur" als Sparte eine Konzerns, der sich auf andere Bereiche fokussieren will.

Für Mutares sind das "Goldgräberzeiten". Böse Zungen könnten von Krisenprofiteuer sprechen, eine freundlichere Formulierung wäre "Neustartermöglicher". Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und bietet auch für Anleger interessante Perspektiven...

Mittwoch, 30. März 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu GESCO: Die Perlentaucher des deutschen Mittelstands

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel, nicht nur die von mir verfassten, direkt nach dem Verfassen vorab in ihr Email-Postfach und das Magazin mit allen Artikeln erscheint dann alle 14 Tage.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Dienstag, 29. März 2022

Kissigs Aktien Report: China-Aktien Xiaomi und JD.com: Zwischen Totalverlust und Jahrhundertchance

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 28. März 2022

Photonicspezialist Nynomic trotzt allen Widrigkeiten und dreht weiter mächtig auf

Wieder einmal Rekordwerte hat Nynomic vorgelegt. Das Geschäftsjahr 2021 glänzte nach vorläufigen Zahlen nochmals heller und die unterjährig zweimal erhöhten Prognosen wurden am Ende erneut übertroffen. Der Umsatz lag konzernweit bei €105,2 Mio. 105,2 und damit um 34% über dem 2020er Wert von €78,6 Mio. Das EBIT betrug rund €13 Mio. und überbot den 2020er Wert von €8,0 Mio. damit um 63%, so dass sich die EBIT-Marge entsprechend von 10% auf 12% erhöhte. Und auch beim Auftragsbestand kann Nynomic einen weiteren Rekordwert verbuchen: Ende 2021 standen Aufträge im Volumen von €73,5 Mio. in den Büchern (31.12.2020: €72,6 Mio.).

Aber hinter Nynomic steckt viel mehr als nackte Zahlen. Es ist eine piekfeine Equitystory, die eigentlich noch ganz am Anfang steht...

Börsenweisheit der Woche 13/2022

"Geschäftsmodelle, nicht Industrien, sind das, was wirklich zählt."
(Mariko Gordon)

Samstag, 26. März 2022

Buffetts bester Rat? Mach es einfach statt kompliziert, suche nachvollziehbare Geschäftsmodelle, die Bestand haben werden!

Value Investoren können weitgehend ohne komplizierte mathematische Formeln auskommen, indem die Anhänger des Wert orientierten Investierens einfach auf den gesunden Menschenverstand setzen. Und auf Geduld.

Je einfacher und langweiliger das Geschäftsmodell ist, desto interessanter ist es grundsätzlich für Value Investoren. Man kauft Anteile an soliden Unternehmen, die von ehrlichen und fähigen Leuten geführt werden und das zu einem Kurs, der unterhalb des fairen Wertes liegt, also das Gewinnpotenzial des Unternehmens (noch) nicht widerspiegelt...

Donnerstag, 24. März 2022

Kissigs Portfoliocheck: Chris Davis setzt auf den Finanzsektor und besonders auf Bank of New York Mellon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 183. Portfoliocheck beschäftige ich mich wieder mit Chris Davis, dessen familiengeführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der "Owners Earnings", das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Im 4. Quartal kam Chris Daivs auf eine Turnoverrate von 3%. Im Bestand befanden sich 120 Unternehmen, darunter drei Neuaufnahmen. Im $21,5 Mrd. schweren Portfolio von Davis Advisors liegen Finanzwerte mit 44,4% weiter unangefochten an der Spitze gefolgt von Technologiewerten mit 15,6%, Communication Services mit 14,0%, zyklischen Konsumwerten mit 9,4% sowie Gesundheitswerten mit 8,7%.

Unter den 10 größten Positionen finden sich fünf aus dem Finanzsektor. Wells Fargo ist mir gut 8,5% Anteil der dickste Brocken vor Capital One, die es auf knapp 8% bringen. Berkshire Hathaway liegt auf dem vierten Rang mit 5,1%; hier wurde Chris Davis zusammen mit Warren Buffetts Tochter Susan kürzlich in das Board of Directors berufen. U.S. Bancorp folgt mit 4,7% auf den fünften Rang und auf Platz neun schließlich mit der Bank of New York Mellon ein ganz besonderes Finanzunternehmen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 21. März 2022

Kissigs Aktien Report: Russen-Öl-Boykott crasht Uniper, pusht Deutsche Rohstoff

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 12/2022

"Eine Value-Strategie nützt dem ungeduldigen Anleger wenig, da sie normalerweise Zeit braucht, um sich auszuzahlen."
(Seth Klarman)

Donnerstag, 17. März 2022

Kissigs Portfoliocheck: Joel Greenblatt ist bullish für den US-Aktienmarkt und besonders für Berkshire Hathaway

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 182. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Joel Greenblatt über die Schulter. Er ist einer der erfolgreichsten Value Investoren und einem breiten Publikum durch seine Bestseller-Bücher bekannt, vor allem durch seine "Börsenzauberformel". Mit dieser setzt Greenblatt auf ein regelbasiertes System, das nur wenige Bilanz- und Wirtschaftskenntnisse voraussetzt und somit für den Privatanleger einfach anzuwenden ist. Es basiert auf lediglich zwei Kennzahlen und zwar der Kapitalrendite (ROIC, Return on Invested Capital) und der Gewinnrendite. Und Greenblatts Zauberformel funktioniert! Zwischen 1985 und 2006 erzielte er eine durchschnittliche Rendite von 40%.

Zum Ende des 4. Quartals hatte Joel Greenblatts Gotham Capital 1.127 Werte mit einem Gesamtwert von $3,1 Mrd. im Portfolio, darunter 273 Neuaufnahmen. Seine Turnover-Rate lag bei selbst für seine Verhältnisse sehr hohen 31%. In seinem breit gestreutem Portfolio führen weiterhin Technologiewerte mit 19% Gewichtung. Ihnen folgen Gesundheitsaktien (12,3%), Industriewerte (12,1%), zyklische Konsumwerten (11,7%) und Finanzwerte (7,7%).

Greenblatt stockte seinen "eigenen" Gotham S&P 500 ETF massiv auf und an zweiter Stelle einen weiteren S&P 500-ETF. Beide zusammen bringen es auf einen Depotzuwachs von 6,5%. Die drittstärkste Auswirkung hatte sein Aufstocken bei Warren Buffetts breit diversifizierter Beteiligungsholding Berkshire Hathaway, wo er seinen Aktienbestand um satte 145% ausbaute.

Das massive Aufstocken bei den S&P 500-ETFs zeigt sich auch an deren starker Gewichtung in Greenblatts Depot. Beide zusammen stehen nun für knapp 10%. Dahinter folgen, mit deutlich kleinerer Einzelgewichtung die ebenfalls im S&P 500 dominierenden Unternehmen Microsoft, Apple, Alphabet und Amazon. Auf dem achten Rang steht nun Berkshire Hathaway, die einerseits Apple als größte Einzelposition im Aktiendepot haben (Apple steht für fast 20% aller Vermögenswerte von Berkshire Hathaway) und andererseits selbst ein breites Spektrum an vor allem US-amerikanischen Werten abbilden.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Berkshire Hathaway, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/ oder in meinem Depot/ Wikifolio.

Dienstag, 15. März 2022

Kissigs Aktien Report: Sofi, Upstart, LendingClub – Are you ready for the Comeback?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 14. März 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zur JDC Group: Auf dem Weg zu Europas führender Versicherungsplattform

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. "Der Nebenwerte Investor" ist kostenpflichtig und wer dieses Magazin oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel, nicht nur die von mir verfassten, direkt nach dem Verfassen vorab in ihr Email-Postfach und das Magazin mit allen Artikeln erscheint dann alle 14 Tage.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Börsenweisheit der Woche 11/2022

"Der beste Inflationsschutz ist die Investition in ein gutes Unternehmen. Wenn man an einem guten Unternehmen beteiligt ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Kaufkraft erhalten bleibt, egal was mit der Währung passiert."
(Warren Buffett)

Samstag, 12. März 2022

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele über Inflation, Lieferengpässe, Zinsen, Krieg, Sanktionen, Energiepreise und Rezessionsängste

Die Börsen taumeln und kassieren einen Wirkungstreffer nach dem anderen, seit Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hat. Dies hat eine Reihe von schwerwiegenden Ereignissen mit teilweise gravierenden Folgen losgetreten, aber auch bereits bestehende Problemfelder zementiert. Die Auswirkungen sind bisher kaum abzuschätzen, weder die kurzfristigen, noch die mittel- und langfristigen.

Dennoch muss man sich als Anleger entsprechende Gedanken darüber machen, auch wenn sich die Nachrichten- und/oder Faktenlage schnell wieder ändern kann und dem entsprechend alte Einschätzungen über Bord geworfen und neue Überlegungen angestellt werden müssen. Zumal die Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft nicht zwangsläufig auch die selben sind wie auf die Börsenkurse...
 

Freitag, 11. März 2022

Kissigs Portfoliocheck: Die Spielehits von Take-Two Interactive begeistern jetzt auch Value Investor Bill Nygren

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 181. Portfoliocheck beschäftige ich mich mal wieder mit Bill Nygren, Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13% vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Zum Ende des 4. Quartals hatte er insgesamt 54 Werte im Depot, darunter lediglich drei neue. Seine Turnoverrate stieg gegenüber dem Vorquartal wieder an und lag bei 6%.

An der Branchengewichtung hat sich nichts geändert. Mit 35,3% bleiben die Financial Services in Nygrens gut $11,1 Mrd. schweren Depot an der Spitze, gefolgt von Communication Services mit 15,1%, Technologiewerten mit 10%, zyklischen Konsumwerten mit 9,6% und Energiewerten mit 8,5%. Google-Mutter Alphabet konnte sich um zwei Plätze verbessern und den lange von ihr gehaltenen Spitzenplatz zurückerobern. Ally Financial wurde damit nach einem kurzen Gastspiel wieder vom Thron gestoßen und wird nun von EOG Ressources gefolgt, die sich vom fünften auf den dritten Rang verbessert hat.

Neu eingestiegen ist Nygren bei Spieleproduzent Take-Two Interactive, der sowohl für Konsolen als auch für PCs Blockbusterspiele wie Grand Theft Auto, Red Dead Redemption, Mafia, Civilization, Max Payne und BioShock produziert und vermarktet. Und vor einigen Herausforderungen steht...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 10. März 2022

Good News bei... Amazon: 20:1-Aktiensplit, Dow-Aufnahme und Aktienrückkäufe

Amazon erfreut seine Aktionäre. Das Unternehmen, das seit 9 Monaten vom vormaligen Leiter der Cloudsparte AWS Andy Jassy geführt wird, hat umfangreiche Kapitalmaßnahmen angekündet.

Amazon plant einen Aktiensplit im Verhältnis 20:1. Dies ist erst der vierte Aktiensplit in der Unternehmensgeschichte. Der letzte, im Verhältnis 3:1, fand 1999 statt und damit kurz vor dem Platzen der Internetblase.

Dem erneuten Aktiensplit müssen noch die Aktionäre auf der für den 25. Mai geplante Hauptversammlung zustimmen, aber das dürfte nur eine Formalität sein. Danach bekäme jeder Amazon-Aktionär für eine Aktie, die er am 27. Mai nach Geschäftsschluss im Depot hat, um den 3. Juni herum 19 zusätzliche Papiere in sein Depot gebucht. Der Handel mit splitbereinigten Kursen soll drei Tage später starten.

Am Unternehmenswert ändert sich hierdurch nichts, so dass der Kurs je Aktie entsprechend stark verringern dürfte. Statt einer Aktie zu $2.800 werden Aktionäre dann 20 Aktien zu $140 im Depot haben.

Mit diesem Kurs stünde dann auch einer Aufnahme in den Dow Jones Index nichts mehr im Wege. Apple notiert bei rund $160 je Aktie, so dass Amazon beinahe auf Augenhöhe mit dem Iphone-Konzern wäre. Auch da würden also die realen Verhältnisse passen.

Gleichzeitig verkündete Amazon, man werde ein neues Aktienrückkaufprogramm aufsetzen und bis zu $10 Mrd. dafür aufwenden. Das bisherige Programm startete 2016 mit einem Volumen von $5 Mrd., doch es wurde nur zur Hälfte ausgereizt. Nachdem Amazon zuletzt wieder die Aktienrückkäufe aufgenommen hatte, wird das Ankaufvolumen künftig tendenziell eher zulegen.

Meine Einschätzung

Die jüngst angekündigten Kapitalmaßnahmen dürften dem Kurs kräftig Auftrieb geben und machen aus Aktionärssicht einige Nachteile Amazons gegenüber den anderen großen Technologieriesen wie Apple, Microsoft und Alphabet wett.

Aktiensplit, Dow-Aufnahme und Aktienrückkäufe sind mehr als Kurspflege. Sie zeigen die Handschrift des neuen CEO Andy Jassy, der mehr Wert auf Shareholder Value legt als sein Mentor, Vorgänger und Firmengründer Jeff Bezos. Für die Aktionäre brechen nun (noch) bessere Zeiten an.

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.