Montag, 31. Dezember 2018

Was ist... Benjamin Grahams "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie?

Der Urvater der Fundamentalanalyse und Begründer des Value Investings, Benjamin Graham, gilt als Begründer der "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie, die er in seinem Standardwerk "The Intelligent Investor" vorstellte.

Graham hielt Emotionen für den größten Feind eines erfolgreichen Investors und wollte diese durch ein stringentes und einfaches Handlungskonzept ausschalten. Und darüber hinaus setzte er auf Substanzwerte, die ein geringeres Kursrisiko aufweisen und Rückschläge besser verkraften können.

Die "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie folgt einigen wenigen, klaren Regeln...


  • Einen Index auswählen (Graham verwendete den Dow Jones).
  • Zu Jahresbeginn die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite auswählen.
  • Diese 10 Werte zu gleichen Geldanteilen kaufen.
  • Nach einem Jahr die Zusammensetzung prüfen und anhand der Kriterien das Depot neu zusammenstellen.

Vorteile

Die "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie ist ein Investmentansatz für jedermann, denn sie erfordert nur wenig Börsen-Know How, ist einfach umzusetzen und reduziert die Transaktionskosten, da nur einmal jährlich geordert wird. Darüber hinaus sorgt sie für stetige Dividendeneinnahmen.

Nachteile
In Bullenmärkten ("Hausse") gibt es erfolgreichere Strategien. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Klumpenrisikos, dass also zu viele Werte aus der selben Branchen stammen (z.B. Finanzwerte oder Versorger) und gerade bei kleineren Anlagebeträgen können die Aufteilung auf 10 unterschiedliche Werte die Transaktionskosten überproportionale Höhen erreichen.

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