Samstag, 30. Dezember 2017

Was ist... die "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie?

Benjamin Graham gilt als Begründer der "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie, die er in seinem Standardwerk des Value-Investings "The Intelligent Investor" vorstellte. Graham hielt Emotionen für den größten Feind eines erfolgreichen Investors und wollte diese durch ein stringentes und einfaches Handlungskonzept ausschalten. Und darüber hinaus setzte er auf Substanzwerte, die ein geringeres Kursrisiko aufweisen und Rückschläge besser verkraften können.

Die Regeln der "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie:

  • Einen Index auswählen (Graham verwendete den Dow Jones).
  • Zu Jahresbeginn die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite auswählen.
  • Diese 10 Werte zu gleichen Geldanteilen kaufen.
  • Nach einem Jahr die Zusammensetzung prüfen und anhand der Kriterien das Depot neu zusammenstellen.

Vorteile

Die "Dogs of the Dow" Dividendenstrategie ist ein Investmentansatz für jedermann, denn sie erfordert nur wenig Börsen-Know How, ist einfach umzusetzen und reduziert die Transaktionskosten, da nur einmal jährlich geordert wird. Darüber hinaus sorgt sie für stetige Dividendeneinnahmen.

Nachteile
In Bullenmärkten ("Hausse") gibt es erfolgreichere Strategien. Des Weiteren besteht die Gefahr eines Klumpenrisikos, dass also zu viele Werte aus der selben Branchen stammen (z.B. Finanzwerte oder Versorger) und gerade bei kleineren Anlagebeträgen können die Aufteilung auf 10 unterschiedliche Werte die Transaktionskosten überproportionale Höhen erreichen.

Kommentare:

  1. Könnte man sagen du machst etwas ähnliches durch die Streuung auf verschiedene BDCs?

    Ich halte im Moment auch einige Aktien mit welchen ich teste in wie weit sich die (high) Dividendentitel gegenseitig retten werden. Bin gespannt wie ich mit diesen Titel fahren werde. Kurs: Aurelis +30%, bei Gazprom +5%, OHI und Marine Harvest -15%, Sabra -2%, Prospect Cap. und Medical Properties + 5%.

    Einige sind also schon schön rot andere grün. In 5 Jahren weiß ich mehr.

    Ps: Das ist nicht mein ganzes Depot, nur passend zum Thema. Wurde der Ansatz mit den Top 10 Zahlern mal durchgerechnet?

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    1. Es gibt diverse Publikationen dazu, wie sich der Ansatz gerechnet hat über die Jahre. Und es gab verschiedene Versuche, ihn noch besser zu machen. Wie die Low-Five-Strategie oder die Foolish-Four-Strategie. Alle drei habe ich hier im Blog kurz vorgestellt und man kann sich da die für einen selbst passende herauspicken. Ist quasi eine Alternative zu Einzelinvestments in ETFs/Fonds.

      Mein Dividendendepot folgt nicht diesen Strategien. Denn dann müsste ich ja zum Jahresanfang umstrukturieren. Ich schaue aber unterjährig, ob sich BDCs innerhalb meines Investmentcases bewegen oder ob ich Veränderungen/Anpassungen vornehmen muss. Vor allem, wenn ein Unternehmen die/meine Erwartungen deutlich verfehlt oder sich die Rahmenbedingungen erheblich ändern.

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