Ähnlich hat sich auch Howard Marks schon geäußert. Enron war ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, das scheinbar die Ziele immer erfüllt hat. Kürzlich musste ich in diesem Zusammenhang auch an die 5-Jahres-Pläne in der DDR denken, die vermeintlich auch immer (über-)erfüllt wurden.
p. s.: Bist Du krank? So langsam mache ich mir Sorgen. Keine "richtigen" Artikel in dieser Woche, auch der Wochenrückblick ist ausgefallen. Ich hoffe, es ist nichts Gravierendes!
Moin Carsten, mit der "Immererfüllung" hatte auch General Electric zu kämpfen unter dem legendären Jack Welch. Letztlich habe seine Manager die Vorgaben immer um einen Cent geschlagen, weil sie sonst gefeuert worden wären. Gut für das Unternehmen war das am Ende natürlich nicht, weil die falschen Impulse gesetzt wurden und so immer der kurzfristige Fokus die Oberhand hatte statt auf langfristige Erfolge zu setzen. Und auch deshalb brach das GE-Imperium nach de Abgang von Jack Welch zusammen und wurde erst durch den Sanierungs- und Deinvestitionskurs von Larry Culp vor dem endgültigen Aus bewahrt.
Und danke der Nachfrage, aber bei mir ist alles gut. Die Hitze bremst mich etwas aus und reduziert meinen Artikel-Flow. Schön, dass jemand was vermisst. =)
Einen ähnlichen Effekt soll es auch in anderen streng hierarchischen und mit drastischen Sanktionen arbeitenden Systemen geben, insbesondere bei Existenz vieler Ebenen (z. B. im russischen Militär): Die unterste Ebene will keinen Ärger und meldet leicht geschönte Zahlen - nicht so absurd, dass es der nächsten Ebene auffällt, aber eben geschönt. Die zweite Ebene fasst die Zahlen der untersten Ebene zusammen, will auch keinen Ärger und schönt diese erneut, usw. Wenn die Zahlen am Ende bei der Führung ankommen, haben sie mit der Realität nicht mehr viel zu tun.
Das ist eine von vielen Beispielen für die Existenz von Fehlanreizen.
p. s.: Schön, dass es Dir gut geht und Du nur von der Hitze eingebremst wirst - das lässt sich verkraften.
Ähnlich hat sich auch Howard Marks schon geäußert. Enron war ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, das scheinbar die Ziele immer erfüllt hat. Kürzlich musste ich in diesem Zusammenhang auch an die 5-Jahres-Pläne in der DDR denken, die vermeintlich auch immer (über-)erfüllt wurden.
AntwortenLöschenp. s.: Bist Du krank? So langsam mache ich mir Sorgen. Keine "richtigen" Artikel in dieser Woche, auch der Wochenrückblick ist ausgefallen. Ich hoffe, es ist nichts Gravierendes!
Moin Carsten,
Löschenmit der "Immererfüllung" hatte auch General Electric zu kämpfen unter dem legendären Jack Welch. Letztlich habe seine Manager die Vorgaben immer um einen Cent geschlagen, weil sie sonst gefeuert worden wären. Gut für das Unternehmen war das am Ende natürlich nicht, weil die falschen Impulse gesetzt wurden und so immer der kurzfristige Fokus die Oberhand hatte statt auf langfristige Erfolge zu setzen. Und auch deshalb brach das GE-Imperium nach de Abgang von Jack Welch zusammen und wurde erst durch den Sanierungs- und Deinvestitionskurs von Larry Culp vor dem endgültigen Aus bewahrt.
Und danke der Nachfrage, aber bei mir ist alles gut. Die Hitze bremst mich etwas aus und reduziert meinen Artikel-Flow. Schön, dass jemand was vermisst. =)
Einen ähnlichen Effekt soll es auch in anderen streng hierarchischen und mit drastischen Sanktionen arbeitenden Systemen geben, insbesondere bei Existenz vieler Ebenen (z. B. im russischen Militär): Die unterste Ebene will keinen Ärger und meldet leicht geschönte Zahlen - nicht so absurd, dass es der nächsten Ebene auffällt, aber eben geschönt. Die zweite Ebene fasst die Zahlen der untersten Ebene zusammen, will auch keinen Ärger und schönt diese erneut, usw. Wenn die Zahlen am Ende bei der Führung ankommen, haben sie mit der Realität nicht mehr viel zu tun.
AntwortenLöschenDas ist eine von vielen Beispielen für die Existenz von Fehlanreizen.
p. s.: Schön, dass es Dir gut geht und Du nur von der Hitze eingebremst wirst - das lässt sich verkraften.