Samstag, 25. Juli 2026

Kissigs Wochenrückblick 30/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Vincorion, Deutsche Rohstoff AG, Rheinmetall, Rocket Lab, Comfort Systems - und die Gewinne sprudelten

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ

Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 Vincorion +13,2%
📈 Deutsche Rohstoff +10,8%
📈 Rheinmetall +5,5%
📈 Comfort Systems +4,3%
📈 Apollo Global +2,4%
📈 Texas Pacific Land +1,6%
📈 VanEck Dividend Leaders ETF +1,1%
📉 2G Energy -2,3%
📉 Almonty Industries -2,5%
📉 Rocket Lab -5,1%

Es war eine weitere volatile Börsenwoche, die erneut ganz im Zeichen des Stimmungswechsels im KI-Sektor stand: Alphabet hatte Zahlen vorgelegt und seine CapEx für KI nochmals in die Höhe geschraubt - das kommt inzwischen gar nicht mehr gut an bei den Börsianern, die zunehmend infrage stellen, wann und ob überhaupt hieraus auch mal Einnahmen und Gewinne resultieren. In gewisser Weise ist das eine schizophrene Situation, denn der KI-Boom treibt die Unternehmensgewinne und die Fantasie an, während die damit einhergehenden Investitionen für immer größere Sorgenfalten bei den Börsianern sorgen. Und auch bei den vorherigen Börsendarlings aus dem Chip- und Speicherbereich weicht zunehmend Luft aus dem überhitzten Kessel.

Aber... die KI-Schaufelverkäufer können weiterhin punkten, wie u.a. Comfort Systems gerade erst wieder mit sensationellen Quartalszahlen bewiesen hat. Und Energie braucht die KI auch und zwar in ungeheuren und rasant steigenden Mengen, zudem muss das alles finanziert werden. Und wie der implodierende Freie Cashflow der Hypersclaer zeigt, brauchen auch die finanziellen Support - und der kommt überwiegend aus dem Bereich Private Credit, also Finanzinvestoren.

Ein weiteres prägendes Thema war - mal wieder und immer noch - der Krieg im Nahen Osten. Das Friedensabkommen ist völlig durchlöchert und beide Seiten weiten ihre Angriffe wieder aus. Die USA bombardieren den Iran, die Iraner beschießen US-Stützpunkte und Energieinfrastruktur in den benachbarten arabischen Ländern und neuerdings schießen auch die von Iran unterstützen Huthi-Rebellen im Jemen auf saudische Öl-Tanker, die durch die Meerenge von Bab al-Mandab Richtung Suez-Kanal schippern, um durchs Mittelmeer ihren Weg nach Europa zu finden.

Interessanterweise werden immer mal wieder Studien veröffentlicht, die von einer "Öl-Schwemme" ausgehen. Doch die fußen stets auf der Annahme Behauptung, dass der Nahost-Krieg sofort endet und die Öl-Produktion und -Verschiffung zeitnah wieder Vorkriegsniveau erreicht.
"Wirtschaftsprognosen erfüllen den Zweck, die Astrologie seriös aussehen zu lassen."
(John Kenneth Galbraith)
Doch die Realität sieht anders und entwickelt sich in die entgegengesetzte Richtung. Insofern klingen solche "Analysen" eher wie Trump-Gefälligkeitsanalysen. Fakt ist, dass der Öl-Fluss stottert, dass die strategischen Öl-Reserven der Ländern weltweit weitgehend leergeräumt sind und dass im Nahen Osten weiterhin Energieinfrastruktur beschädigt und/oder zerstört wird. Ach ja, in Russland fliegen beinahe täglich Öl-Lager, Raffinerien oder Öl-Förderanlagen in die Luft, weil die Ukraine so der russischen Invasion das Mark aus den Knochen saugt.

Meine Schlussfolgerung in der realen Welt ist, dass das Öl-Angebot knapper wird, die Preise höher bleiben und steigen und dass damit auch die Inflation neue Nahrung kriegt. Das zusätzliche Öl-Angebot durch die OPEC+ und die VAE kompensiert das nur teilweise - solange die Lage im Nahen Osten nicht wieder stabilisiert und die dortige Produktion und Verteilung von Öl, Gas, Helium usw. auf Vorkriegsniveau erholt hat. Aktuell ist dieses Szenario aber nicht real, es ist auch keine Prognose, es ist reines Wunschdenken! Also keine Basis für Investments.

Dem entsprechend bleibe ich wachsam und lasse mir meine Meinung/Einschätzung nicht von den täglichen Börsenkursen vorgeben. Die werden längst von ultra-kurzfristig orientierten KI-Handelsagenten bestimmt, also ist das Reininterpretieren irgendwelcher Erkenntnisse in die Börsenkurse eine noch größere Zeitverschwendung, als sie es schon vor 10, 20 oder 30 Jahren war.

Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 37 auf 40 Punkte gestiegen und signalisiert damit weiterhin "Angst".


Nun der Blick in mein Depot, das in dieser Woche wieder Boden gut gemacht hat, aber den Vorstoß ins positive Terrain am Ende nicht durchhalten konnte.

Mein Weltraumabenteuer Rocket Lab ist zum dritten Mal in Folge deutlich zweistellig eingebrochen und belastet meine Performance ziemlich stark. Es ist nur eine spekulative Position, hoch bewertet und sehr spekulativ. Ich hatte meinen Bestand etwas aufgestockt und das hat sich bisher nicht ausgezahlt. Aber das muss es auch nicht nach einer Woche, denn der Zeithorizont in Sachen Weltraum ist ziemlich lang.

Operativ gibt es auch was zu berichten: Rocket Lab hat einen Festpreisauftrag im Wert von 266 Mio. Dollar über 12 suborbitale Starts für die US-Regierung erhalten, samt Option auf sechs weitere Starts.
Die Starts werden vom Pacific Spaceport Complex in Alaska aus erfolgen, wobei die Arbeiten voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2028 abgeschlossen sein werden. Ein schöner weiterer Erfolg für CEO Beck und seine Truppe.

Die geplante Übernahme von Iridium soll bis Mitte 2027 unter Dach und Fach sein. Zunächst gab es dort aber mal Zahlen für das zweite Quartal 2026: Der Umsatz stieg um 4% im Vergleich zum Vorjahr auf 225,2 Mio. Dollar, getrieben durch anhaltendes Wachstum bei Abonnenten und Dienstleistungen. Die hochwertigen wiederkehrende Dienstleistungsumsätze stiegen um 4% und machen nun 72% des Gesamtumsatzes aus, wobei das kommerzielle Geschäft 59% des Gesamtumsatzes generierte, was eine diversifizierte Kundenbasis jenseits der Regierungsaufträge belegt. Die Gesamtzahl der abrechenbaren Abonnenten erreichte stieg um 6% auf 2,63 Mio. und dabei stach der Bereich kommerzielle IoT-Abonnenten mit einem Zuwachs um 9% heraus, was die langfristige Nachfrage nach Satellitenverbindungen untermauert. Der Nettogewinn sank allerdings auf 9,7 Mio. Dollar, doch das ging hauptsächlich auf einmalige Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Übernahme durch Rocket Lab zurück. Auch hier ist alles in der Spur...

Bei der Deutschen Rohstoff AG dreht sich fast alles um Öl und Gas. Nach starken Kursverlusten wegen des gesunkenen Ölpreises konnte die DRAG zuletzt kräftig zulegen. Ich gehe ja bekanntlich von erstmal deutlich steigenden Ölpreisen aus und spekuliere deshalb ja schon länger auf eine Prognoseanhebung im weiteren Jahresverlauf - doch die DRAG hat bereits geliefert. Denn sie hat einen weiteren Teilverkauf ihrer Almonty-Position vorgenommen und rund 5 Mio. Anteile zu 16 Dollar veräußert. Damit erzielte sie einen außerordentlichen Gewinn von rund 65 Mio. Euro und dies pumpt den Jahresgewinn entsprechend auf. Und so hob die DRAG ihre Gewinnprognose für 2026 an und erwartet nun im  Basisszenario ein EBITDA von 355 bis 375 Mio. Euro statt bisher 290 bis 310 Mio. Euro. 

Die Deutsche Rohstoff AG verfügt nach dem Teilverkauf noch über rund 5,5 Mio. Aktien an Almonty Industries sowie Forderungen aus Wandelschuldverschreibungen und Forderungen aus Ausleihungen und Darlehen.

Die Umsatzprognose blieb hingegen unverändert bei 260 bis 280 Mio. Euro. Dem Basisszenario liegen weiterhin ein Ölpreis von 75 Dollar/bbl, ein Gaspreis von 3,50 Dollar/mcf und ein Euro/Dollar-Wechselkurs von 1,15 zugrunde. Aber... im ersten Halbjahr lag der Ölpreis bei durchschnittlich 88 Dollar je Barrel und auch aktuell bezahlt etwa 90 Dollar. Mit anderen Worten: das Basisszenario der DRAG ist sehr üppig nach unten abgesichert. Und wenn am 19. August die Halbjahreszahlen vorgelegt werden, ist auch mit einer Aktualisierung der Förderprognosen zu rechnen - und ab diesem Zeitpunkt kann es jederzeit zu einer weiteren Prognoseanhebung für 2026 kommen, was dann die dritte (aber vielleicht noch nicht letzte) Anhebung in diesem Jahr wäre.

Die DRAG-Aktie ist spottbillig mit einem 2026er KGV von 1,2 - man bezahlt also aktuell nur etwas mehr als einen Jahresgewinn für die Aktie. Doch natürlich hat diese Betrachtungsweise Schlagseite, da der Gewinn durch insgesamt 165 Mio. Euro aus Almonty-Teilverkäufen resultiert. Doch auch das Kerngeschäft, das Business mit Öl und Gas in den USA, liefert ja steigende Erträge und deshalb kann ich mich über Kurse unterhalb von 100 Euro nur wundern. Ich sehe jedenfalls reichlich weiteres Potenzial im Geschäftsverlauf und beim Kurs.

Comfort Systems hat saustarke Geschäftszahlen vorgelegt: Der Konzernumsatz steigt im zweiten Quartal 2026 um 50% gegenüber dem Vorjahr auf 3,27 Mrd. Dollar und wurde von organischem Wachstum und Zukäufen gleichermaßen getragen.

Das Nettoergebnis verdoppelt sich nahezu auf 441,6 Mio. Dollar und der verwässerte Gewinn je Aktie kletterte entsprechend von 6,53 auf 12,53 Dollar. Die operative Marge verbessert sich spürbar von 13,8 % auf 17,1 %. Das (vor allem um Akquisitionskosten) bereinigte EBITDA kletterte von 334,1 Mio. auf 600,5 Mio. Dollar und die entsprechende Marge von 15,4% auf 18,4%. Dies belegt erneut, dass die Skalierung des Geschäfts Früchte trägt und Comfort Systems sein starkes Wachstum nicht auf Kosten der Profitabilität erkaufen muss.

Doch das wirkliche Highlight ist der Cashflow! Denn der operative Cashflow erreichte 1,14 Mrd. Dollar nach 252,5 Mio. im Vorjahresquartal und der freie Cashflow lag mit 999,3 Mio. Dollar nur hauchdünn unter der Milliardenschwelle.

Bei solchen Sprüngen lohnt ein Blick unter die Motorhaube. Und der offenbart, dass der massive Anstieg des Cashflows auch auf eine signifikante Ausweitung der Kundenanzahlungen zurückgeht, die im letzten halben Jahr von 2,12 Mrd. Dollar auf 3,23 Mrd. Dollar per Ende Juni 2026 angewachsen sind. Das ist beachtenswert und kein Warnzeichen. Vielmehr zeigt sich hier eine hohe Auftragsqualität, weil die Kunden bereit sind, üppige Anzahlungen zu leisten, die sich in künftigen Quartalen in Umsatz und Kosten verwandeln werden.

Was uns zum Auftragsbestand führt, der zum 30. Juni 2026 einen Wert von 14,06 Mrd. Dollar erreichte nach 12,45 Mrd. zum Ende des ersten Quartals und 8,12 Mrd. ein Jahr zuvor. Auf vergleichbarer Basis, also ohne den Beitrag von Akquisitionen, stieg der Auftragsbestand von 8,12 Mrd. auf 13,70 Mrd. Dollar an und dieser operative Zuwachs von fast 70% in zwölf Monaten belegt, dass die Nachfrage nach HVAC- und Elektroinstallationsleistungen, insbesondere aus dem Industrie- und Rechenzentrumsbereich, unvermindert stark ist. Ein Auftragsbestand dieser Größe sichert die Auslastung weit in das Jahr 2027 hinein und das bei steigenden Margen. Einfach herausragend!

Mein Fazit: Ein weiteres Hammer-Quartal mit einem Umsatzwachstum von 50%, einer auf 17,1% ausgeweiteten operativen Marge, einem freien Cashflow von annähernd 1 Mrd. Dollar und einem auf 14,1 Mrd. Dollar angewachsenen Auftragsbestand, der das operative Geschäft bis weit in 2027 hinein "visibel" macht.

Einziger Wermutstropfen ist und bleibt die hohe Bewertung. Die Aktie eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch und trotzt sogar der starken Korrektur im KI-Sektor. Während die Hyperscaler ihr Wachstum mit einbrechenden Freien Cashflows erkaufen, schnellt er bei Comfort Systems in die Höhe. Hier entwickeln sich alle Kennzahlen in die positive Richtung und die starken Fundamentaldaten unterstützen auch die Kursentwicklung.

Mit anderen Worten: die hohe Bewertung wird durch das starke und zunehmende profitable Wachstum flankiert und ist daher gerechtfertigt. Eine erhöhte Volatilität müssen Anleger allerdings Kauf nehmen, doch die sollte man nicht Risiko verwechseln. Sie ist "nur" der Preis für die erzielbare Rendite. Und die stimmt bei Comfort Systems einfach…

Bei Rheinmetall drückte der neue Bereiche Marine Systems zuletzt auf die Stimmung und das ist durchaus nachvollziehbar. Das von Bundesverteidigungsminister Pistorius verkündete Aus für das Fregattenprojekt F126 hat selbstverständlich negative Auswirkungen auf Rheinmetall. Man hatte große Pläne für den Ausbau dieses neuen Geschäftsbereich Marine Systeme, aber die sind nun "entschleunigt". (1.) kommt die F126 nicht und damit entgehen NVL Aufträge, Umsätze, Gewinne, die man ansonsten gemacht hätte. Zudem hat sich die Fantasie auf zusätzliche Umsätze und Gewinne als Generalunternehmer für die F126 in Luft aufgelöst. Auch deshalb hat man wohl das Übernahmeinteresse an der Werft German Naval Yards Kiel runtergefahren - CEO Papperger nennt es "lediglich die Abgabe eines unverbindlichen Angebots".

Auf der anderen Seite steht der wachsende bedarf an Marineschiffen, in Deutschland, Europa, weltweit. Die NVL hat hier Schiffe im Angebot und volle Auftragsbücher; die wird man nun einfach weiter abarbeiten. Die durch das F126-Aus frei gewordenen Kapazitäten kann man bestimmt weitgehend für andere Aufträge nutzen und wird sich bemühen zusätzliche Aufträge an Land zu ziehen.

Und dann ist da noch der Bedarf der Bundeswehr an einer neuen, größeren Fregatte. TKMS liefert ja nun als Ersatz kleinere Fregatten mit vergleichsweise eingeschränkten Fähigkeiten. Die füllen kurzfristig eine Lücke, aber die sind kein vollwertiger Ersatz für den eigentlichen Bedarf des Bundesmarine. Ich gehe daher davon aus, dass man dort das F126-Projekt aktualisieren und an neuste Erfordernisse anpassen wird, um dann in eine neue Ausschreibung zu gehen. Da dürfte sich dann auch Rheinmetall/NVL wieder bewerben (wie auch TKMS), ob als Generalunternehmen oder "nur" als Teilnehmer in einem Konsortium oder Zulieferer, bleibt abzuwarten.

Also ja, die optimistischen Planspiele sind erstmal passé, aber die Gegenwart und die Zukunft sind deshalb nicht schrottreif. Rheinmetall wird sich anpassen. Der vor wenigen Tagen erteilte Marine-Auftrag aus Rumänien über vier Schiffe (zwei Offshore-Patrouillenboote und zwei Taucherunterstützungsboote) zeigt das ja. Die Produktion wird in Rumänien stattfinden und RHM lotet aus, ob man dort expandiert. Totgesagt, aber nicht tot! Und auch der Kurs gibt nach dem deutlichen Einbruch wieder Lebenszeichen von sich. Zu viel Euphorie kann der Aktie jedenfalls nicht (mehr) nachgesagt werden.

Auf die Zahlen von Apollo Global Management und KKR & Co. warte ich mit Spannung. Beide schöpfen, wie auch Blackstone aus dem Vollen: die Kapitalbeschaffung im Private-Equity-Bereich zeigt Anzeichen einer Erholung, doch von diesem Aufschwung profitieren zunehmend die größten Akteure der Branche. So belief sich das weltweit im ersten Halbjahr 2026 im Private-Equity-Bereich eingeworbene Kapital auf über 260 Mrd. Dollar und lag damit 17% über dem Vorjahreswert. 

Gleichzeitig geht die Zahl der erfolgreich neuaufgelegten Fonds stark zurück. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurde bei etwa 310 Fonds die Mitteleinwerbung endgültig abgeschlossen, womit für 2026 insgesamt rund 620 Fondsschließungen zu erwarten sind – ein Rückgang gegenüber den 830 im Vorjahr und deutlich weniger als die mehr als 1.000 jährlichen Schließungen, die in weiten Teilen des vergangenen Jahrzehnts verzeichnet wurden. Diese Zahlen verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen etablierten Unternehmen und kleineren Fondsmanagern. Fonds mit einem Zielvolumen von mehr als 1 Mrd. Dollar haben bisher in diesem Jahr mehr als 80% des eingeworbenen Kapitals auf sich vereint – der höchste Anteil seit mehr als einem Jahrzehnt.

Die Kapitalbeschaffung in der Branche verlangsamte sich in den Jahren 2024 und 2025, da höhere Finanzierungskosten die Bewertungen belasteten und den Verkauf von Vermögenswerten verzögerten. Da die Unternehmen weniger Geld an die Investoren zurückzahlen, sind viele Kommanditisten bei der Unterstützung neuer Manager selektiver geworden. Große Unternehmen ziehen also weiterhin Kapitalzusagen von Investoren an. So hat KKR kürzlich erst seinen nordamerikanischen Buyout-Fonds in Höhe von 23 Mrd. Dollar geschlossen, EQT hat einen Fonds für den asiatisch-pazifischen Raum in Höhe von rund 16 Mrd. Dollar aufgelegt und Advent nähert sich seinem Kapitalbeschaffungsziel von 26 Mrd. Dollar.

Kleinere Wettbewerber bleiben auf der Strecke und dieser Trend weckt die Sorge vor einer wachsenden Zahl sogenannter "Zombie-Firmen", die zwar weiterhin bestehende Investitionen verwalten, aber Schwierigkeiten haben, neues Kapital zu beschaffen. EQT-Chef Per Franzén prognostizierte im vergangenen Jahr, dass bis zu 80% der Private-Equity-Firmen innerhalb des nächsten Jahrzehnts in diese Kategorie fallen könnten. Die Annahme, kleinere Firmen hätten Vorteile und bessere Wachstumsaussichten, ist hier also nachweislich falsch. Die Branche bleibt attraktiv, aber Anleger sollten auf die Branchengrößen setzen wie Ares Management, Apollo, Blackstone, Brookfield und KKR.

Die brandaktuelle Meldung dazu passt wie die Faust aufs Auge: Die staatlich kontrollierte Kuwait Oil Company unterzeichnet eine Infrastruktur-Partnerschaft im Volumen von 16,0 Mrd. Dollar bezüglich ihres Rohöl-Pipeline-Netzes mit einem Konsortium aus Blackstone, Brookfield und KKR

An dem auf zunächst 20,5 Jahre ausgelegten Joint Venture hält KOC eine Mehrheitsbeteiligung von 51% und das Konsortium gemeinsam die restlichen 49% zu gleichen Anteilen und zu gleichen Bedingungen. Zudem behält KOC weiterhin das vollständige Eigentum und die operative Kontrolle über das Pipelinenetz. Das Joint Venture wird keine Beschränkungen hinsichtlich der Raffineriekapazitäten oder Produktionsmengen Kuwaits auferlegen; diese unterliegen weiterhin den Entscheidungen des Staates Kuwait.

Das Joint Venture wird voraussichtlich bei Abschluss einen Vorab-Erlös von 7,85 Mrd. Dollar für KOC generieren und damit deren Investitionspläne finanzieren, insbesondere das Erreichen einer Rohölförderkapazität von 4 Mio. Barrel pro Tag bis 2035 zu erreichen. Die drei Finanzinvestoren bringen mit dem Deal Milliardensummen ans Arbeiten und werden hieraus erhebliche Provisionserlöse und Gewinnanteile generieren. Das Wachstum bei den Assets under Management und den provisionsgenerierenden AuM geht unvermindert weiter und sorgen für weitere und zunehmende Luft unter meinem Investmentcase bei KKR - und seit vorletzter Woche auch wieder Apollo.

Sell the Headlines, buy the fundamentals!


Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10% zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5%. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Und der Juli macht genau so weiter, so dass die ersten beiden Wochen zusammen ein Minus von -7% ergaben und meine Rendite ordentlich ins Minus rutschen ließen. Mit einem +2,75% kann die letzte Woche den Schaden aber wieder begrenzen.

Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei -1,00% (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.


Mein Investor-Update zum Q2/2026 - (fast noch) brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

13 Kommentare:

  1. Guten Morgen Michael, warum keine Ausführungen zu Alphabet? Die Kursbewegung ist ja schon nennenswert? Bist Du mittlerweile ausgestiegen? Beste Grüße, Michael

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    1. Moin Michael,
      du vermutest richtig: ich habe mich von Alphabet verabschiedet. Die gewaltigen und immer weiter steigenden Investitionen in KI und KI-Rechenzentren sorgen bei den Hyperscalern für einen implodierenden Free Cashflow und der war in den letzten Jahren der Erfolgsmotor und die Aktionärsrenditen: Free Cashflow, Gewinne, Dividenden, Aktienrückkäufe, Kurssteigerungen gehen Hand in Hand. Und jetzt gerät immer Sand ins erfolgsverwöhnte Getriebe.

      Ich sage nicht, dass sich die Investitionen nicht auszahlen und/oder dass der eingeschlagene Weg falsch ist. Aber er ist sehr teuer und risikobehaftet. Die Hyperscaler agieren aus einer Position der Stärke heraus und die Hoffnung ist, dass irgendwann ab 2027 die Investitionen nachlassen und sich aus ihnen dann hohe und steigende Gewinne ergeben. Dafür gibt es aber keinen Beleg bisher. Und aktuell laufen die Entwicklungen in die gegensätzliche Richtung, da der Capex weiter steigt und die großen Erfolge durch KI-Einsatz in "normalen" Unternehmen nicht so viel bringen, wie erhofft. Immer öfter liest man, dass Unternehmen die KI-Nutzung "entschleunigen".

      Ich kann nicht einschätzen, wie die Entwicklung weitergeht. Manche Kritiker behaupten, es würden sich um eine Art Ringfinanzierung handeln, wo Unternehmen sich gegenseitig durch Aufträge und finanzielle Beteiligungen weiter pushen - und das funktioniert nur so lange, wie irgendwo von außen neues Geld in den Ring geworfen wird. Und diese "Außen" ist die Börse. Bis jetzt.

      Ich sehe das Ganze nicht so skeptisch, aber ich bin auch nicht völlig überzeugt, dass es problemlos weitergehen wird. Daher setze ich erstmal nicht auf die Hyperscaler, sondern auch auf Profiteure aus der zweiten Reihe. Aber ich schaue mir die weitere Entwicklung an und insbesondere blicke ich darauf, wie sich der Free Cashflow und die Einnahmen aus den KI--Investitionen entwickeln. Solange halte ich mich von Alphabet, Amazon, Microsoft usw. fern.

      Apple geht ja den anderen Weg und zahlt lieber für die Nutzung von KI-Systemen der anderen. Aktuell sieht das erfolgversprechend aus, weil Apple Capex vermeidet und der Free Cashflow entsprechend stark dasteht. Auch deswegen notiert der Apple-Kurs auf Allzeithoch. Ob dies langfristig der richtige/beste Weg ist, ist heute noch nicht absehbar.

      Vor 26 Jahren wurden die UMTS-Lizenzen in Deutschland versteigert und zwar für knapp 50 Mrd. Euro. Die Unternehmen haben sich dafür massiv verschuldet und es gab jahrelang keinen Return. Im Gegenteil: sie musste auch noch das Mobilfunknetz aufbauen mit weiteren enormen Milliardensummen. Sie haben die Infrastruktur für das Mobile Netz gelegt, aber wie die Kursentwicklung der Deutschen Telekom in den Jahren ab 2000 zeigt, hat sich das nicht ausgezahlt. Das große Geschäfte und die fetten Gewinne haben andere auf dem Rücken dieser Investitionen gemacht.

      Ich sage nicht, dass es 2026 wieder genau so abläuft. Zumal die Hyperscaler ja ein super funktionierendes Kerngeschäft haben, das ihnen sehr viel operativen (!) Cashflow einbringt, mit dem sie die Investitionen stemmen können. Aber ein Selbstgänger ist/wird das nicht. Und wenn die KI-Investitionen floppen, wurde von den Hyperscalern mehr als 1 Billion Dollar versenkt. Keine Kleinigkeit...

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    2. Moin Michael, hast Du neben der DAG noch andere Ölwerte im Portfolio oder auf Deiner Watchlist? VG Ben

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    3. Moin Ben,
      neben der Deutschen Rohstoff AG habe ich keine klassischen Ölwerte im Depot und/oder auf der Watchlist. Texas Pacific Land, LandBridge und Viper Energy fördern ja nicht selbst, sondern stellen ihr Land zur Verfügung und kassieren dafür Royaltys, Mineral und/oder Surface Rights und profitieren daher auch von steigenden Ölpreisen.

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  2. Guten Morgen Herr Kissig, bei der Deutschen Rohstoff AG gehen sie ja von steigenden Ölpreisen im weiteren Jahresverlauf aus, wie bewerten sie die Lage, sollten die Ölpreise wiederum fallen? Rechnen Sie dann trotzdem mit der Prognosenanhebung, da das Basisszenario üppig nach unten abgesichert wurde? Bzw. in welchem Szenario würden Sie ihren Investmentcase hinterfragen?
    Vielen Dank für Ihre Mühe, die sie sich mit Ihrem Blog machen.

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    1. Eigentlich müsste der Ölpreis fallen, weil die Nachfrage schwächelt und die Angebotslage expandiert: Russland fördert am Maximum, um den Ukraine-Krieg zu finanzieren, die VAE und Saudi-Arabien haben ihre Förderung ebenfalls ausgeweitet, der Iran verkauft trotz Sanktionen fleißig nach Asien, Venezuela kehrt tendenziell an die Öl-Märkte zurück und der Output der US-Shale-Industrie ist auf Rekordniveau. Wenn also alles genau so und glatt läuft, dürfte der Ölpreis eher bei 60 Dollar notieren, vielleicht sogar auch mal darunter.

      Doch in der Praxis gibt es diverse negative Einflüsse: die Ukraine dezimiert seit Monaten gezielt die russischen Öl-Förder-, Lager- und verarbeitungskazitäten, der Iran attackiert die Energieanlagen seiner arabischen Nachbarn, hat die Straße von Hormuz gesperrt und er bedroht die alternative Ost-West-Pipeline durch Saudi-Arabien, die Huthis haben die Meerenge von Bab al-Mandab gesperrt mit Angriffen auf (saudische) Öl-Tanker und damit den Suez-Kanal aus de Spiel genommen. Und die US-Fracker reduzieren seit mehreren Jahren bereits die Zahl der aktiven Quellen (sie bohren also weniger neue als alte aus der Produktion fallen), so dass die Produktionsausweitung alleine auf verbesserte Produktionsmethoden zurückzuführen ist. Die trauen den hohen Preisen nicht bzw. bezweifeln, dass sie nachhaltig sind und deshalb investieren sie nur zurückhaltend.

      Auf kurze Sicht überwiegen die negativen Einflüsse und ich sehe da auch keinen schnellen Lösungsweg. Alle verlieren in der gegenwärtigen Lage, aber der Iran und die USA glauben, dass der andere mehr verliert und deswegen nachgeben wird. Ein Nachgeben hätte aber auch geopolitische Folgen und das für Jahre und Jahrzehnte. Daher bewegt sich hier nicht viel. Und daher ist das "normale" oder "optimistische" Öl-Versorgungsszenario nicht die Realität.

      Zudem haben viele Staaten ihre strategische Öl-Reserven in den Markt gepumpt; die Reserven sind daher jetzt auf einem seit Jahrzehnten nicht gesehenen Stand und müssen aufgefüllt werden, was statt zusätzlichem Angebot eine zusätzliche Nachfrage ergibt und damit tendenziell preistreibend ist.

      Ich gehe daher davon aus, dass der Öl-Preis in 2026 (1.) kurzfristig deutlich anstiegt und (2.) insgesamt ein erhöhtes Niveau hält. Und die Deutsche Rohstoff plant hierfür zu konservativ, daher dürfte das Jahresergebnis deutlich über dem erhöhten Planwerten durchs Ziel gehen. Von daher muss/sollte sie zuvor ihre Jahresprognosen nochmals anheben.

      Für 2027 ff. gelten die gleichen Faktoren wie am Anfang beschrieben. Solange der Knoten nicht durchschlagen wird mit einer dauerhaften ungestörten Öl- und Gasversorgung aus dem Nahen Osten, bleibt die eigentliche Öl-Überversorgung ein Geist und damit der preisdämpfende Effekt aus. Wie lange, bleibt abzuwarten. Das iranische Regime muss sich de facto keinen Wahlen stellen, Trump hingegen steuert auf die Midtermwahlen zu, die am 3.11.2026 stattfinden und zum Verlust der Mehrheit der Republikaner in beiden Kongresskammern führen könnte. Das Durchregieren für Trump würde damit schwieriger und der Fokus der neuen und alten Abgeordneten sich dann zunehmend Richtung Präsidentschaftswahlen 2028 drehen. Und Trump als demaskierte "lame duck" wäre eine Game-Changer - wie auch immer sich der dann auswirkt.

      Die DRAG erklärte, ab 40 Dollar/bbl Geld zu verdienen. Solange der Ölpreis also über dieser Marke liegt, ist sie profitabel. Klar ist aber auch, dass sinkenden Ölpreise emotional für Kursdruck sorgen würden. Meinen Investmentcase hinterfrage ich ständig, aber aus heutiger Sicht würde ich den kritischen Punkt dort verorten, wo die negativen Einflüsse auf die Öl-Versorgung und den Öl-Preis spürbar nachlassen und sich das Szenario einer Öl-Überversorgung realistisch abzeichnet. Denn dann dürfte das operative Business der DRAG leiden und zwar für länger.

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    2. Das was du beschreibst ist aber eher Spekulation und Markttiming (eigentlich müsste der Ölpreis niedriger sein, aber vorerst gibt es Gründe für das Gegenteil, wird deswegen erst später eintreten), will sagen DRAG kaufst du nicht "für die Ewigkeit"

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    3. Öl und Gas sind Rohstoffe und der Rohstoffsektor ist eine sehr zyklische Branche. Nur wenige Unternehmen eignen sich hier für Buy&Hold und wenn, dann nur mit sehr langem Atem. Die DRAG gehört seit dem Börsengang dazu, aber die Schwankungen sind schon heftig und ich habe beschrieben, wie ich damit umzugehen gedenke. Ob es so kommt, werden wir sehen. Und welche Bedingungen und Perspektiven im konkreten Fall dann vorliegen, denn die werde ich meine Überlegungen mit einbeziehen.

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    4. Konstantin28.07.26, 12:48

      Zum Potenzial für Anhebung der Prognose: Vermutlich werden wir das durch DRAG kommunizierte Hochszenario nicht erreichen, es sei denn es passiert bald was heftiges am Markt mit dauerhaftem Einfluss. Begründung:
      Im zweiten Halbjahr 2026 sind rund 450.000 Barrel über Swaps zu einem gewichteten Durchschnittspreis von gewichtet etwa 72,7 USD je Barrel wirtschaftlich abgesichert. Weitere 154.000 Barrel unterliegen Collars mit Preisobergrenzen von rund 76,4 bis 76,5 USD. Diese Mengen profitieren bei einem WTI-Preis von mehr als 80 USD somit nicht oder kaum noch von weiteren Preissteigerungen. Der größere Teil der erwarteten Ölproduktion bleibt allerdings weiterhin nach oben offen.
      WTI liegt aktuell bei rund 80,6 USD. Für die Jahresbetrachtung ist allerdings entscheidend, dass WTI im zweiten Quartal 2026 durchschnittlich bereits bei rund 95,9 USD lag, nach 72,7 USD im ersten Quartal. Sollte WTI im gesamten zweiten Halbjahr durchschnittlich etwa 80 USD betragen, ergäbe sich für 2026 rechnerisch ein Jahresdurchschnitt von ungefähr 82 USD, also unterhalb des Hochszenarios. Gegenüber der Basisannahme von 75 USD wäre dann – trotz der bestehenden Absicherungen - ein zusätzliches EBITDA aus Öl und NGLs von ungefähr 17 bis 20 Mio. EUR plausibel.

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    5. Konstantin05.08.26, 20:48

      Realitätscheck: Nich 17 bis 20 Mio EUR, sondern 15 Mio EUR ist die neuste Erhöhung der Prognose 2026: https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-08/69226161-eqs-adhoc-deutsche-rohstoff-ag-erhoehung-der-prognose-2026-und-2027-und-ausweitung-des-bohrprogramms-ebitda-2026-steigt-auf-bis-zu-400-mio-eur-022.htm

      Aber immerhin, eine positive Nachricht!

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    6. Ja, bin auch zufrieden mit unser Deutschen Rohstoff AG. Und... nach der Prognoseanhebung ist vor der Prognoseanhebung. ;-) Bei den Mengen ist noch Luft nach oben. Und beim durchschnittlichen Jahres-Ölpreis rechnet die DRAG im Basisszenario weiterhin mit 75 USD je Barrel, aber realistischer erscheint inzwischen das ebenfalls von ihr kalkulierte "erhöhte Szenario" einem Ölpreis von durchschnittlich 85 USD je Barrel.

      Läuft - operativ. Der Kurs ist weiterhin viel zu niedrig, da wünsche ich mir zeitnah die Auflegung eines weiteren Aktienrückkaufprogramms.

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  3. Wie ist denn deine Meinung zu EQT? Die stellst ja meist auf die amerikanischen Assetmanager ab - der Skandinavier darunter ist für dich kein Favorit? Was spricht im Gegensatz zu KKR und Co dagegen?

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    1. Moin Thomas,
      ich investiere beinahe ausschließlich in deutsche und amerikanische Werte und damit fällt EQT schon mal raus. Ausnahmen mache ich eigentlich nur dann, wenn ich eine herausragende Chance wittere, die mir Wettbewerber aus D oder USA nicht bieten. Und ich wüsste nicht, weshalb EQT deutlich attraktiver sein sollte als Apollo, Ares Management, Blackstone, Brookfield oder KKR. Ich bin was Finanzinvestoren angeht, nicht um attraktive Möglichkeiten verlegen. ;-)

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