Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:
📈 Almonty Industries +21,6%
📈 BioTech ETF +6,2%
📈 Texas Pacific Land +6,0%
📈 Deutsche Rohstoff +4,1%
📉 Rheinmetall -3,9%
📉 KKR & Co. -5,7%
📉 Apollo -6,7%
📉 Comfort Systems -7,6%
📉 Quanta Services -7,6%
📉 Rocket Lab -10,2%
Es war eine weitere volatile Börsenwoche, doch diesmal ließ der AI-Trade kräftig Federn. Die Zweifel, ob mir den massiven KI-Investitionen auch irgendwann richtig(es) Geld zu verdienen ist, dominierten und dem entsprechend flogen alle Werte, die irgendwie mit dem AI-Trade zu tun haben, aus den Depots der Anleger.
Der Finanzsektor schwächelte, nachdem die US-Zinsen ein neues Hoch erreicht haben, das sie seit der Globalen Finanzkrise nicht mehr gesehen hatten. Und das zu einem Zeitpunkt, wo die USA ihre Staatsverschuldung erstmals über 40 Billionen Dollar gehievt haben. Die stark steigenden Zinskosten sind daher die größte Belastung für den US-Etat - und selbstverständlich machen US-Präsident Trump und sein Finanzminister Scott Bessent die Vorgängerregierung von Joe Biden dafür verantwortlich. Lächerlich und durchschaubar. So durchschaubar, dass sogar republikanische Spitzenpolitiker mit dem Finger auf Trump zeigen und sein "Big beautiful bill". Schulden steigen durch Defizite und Defizite weiten sich aus, wenn man die Steuern senkt und gleichzeitig die Ausgaben erhöht. Abgesehen von Trump und seinen MAGA-Nachplappermäulern schnallt jeder Zehnjährige diese Zusammenhänge...
Energiekontor hat für eine massive Verstimmung und einen entsprechenden weiteren heftigen Kurseinbruch gesorgt. Der Energiewendepionier hat schon länger mit rauem Fahrwasser zu kämpfen, doch die Vorgänge vom 14. August sind wohl beispiellos: am Freitagmorgen bestätigte Energiekontor seine Jahresprognosen, allerdings unter Hinweis auf ein erforderliches starkes zweites Halbjahr. Doch am Freitagabend kassierte das Management die Jahresprognosen und hat damit das Rest-Vertrauen des Marktes ins Unternehmen vollständig zerstört.
Hintergrund der Vorgänge war eine zusätzliche volle Breitseite durch ein Gerichtsurteil in Schottland, das auf die ohnehin schwierige Gemengelage traf: bisher war Energiekontor davon ausgegangen, dass seine Projektpipeline "weitgehend problemlos" umgesetzt werden könnte. Doch der schottische Netzbetreiber verlor vor Gericht, trotz erstinstanzlichen Erfolgs, und kann daher den Netzanschluss einer Stromtrasse nicht realisieren. Energiekontor kann deshalb mehrere Projekte nicht ans Netz bringen. Und solange das so ist, sind die Projekte wertlos!
Energiekontor geht nun, wegen der neuen Annahmen des UK-Netzbetreibers, davon aus, dass sich die Projekte bzw. Anschlüsse um zwei Jahre verschieben. Aber es gibt keine Garantie, dass es überhaupt klappt.
Es kriselt überall: Die Auswirkungen darf man nicht unterschätzen, denn Energiekontor bedient mehrere Regionen: Deutschland macht mit 5,65 GW rund 50% der Pipeline aus, Großbritannien (UK/Schottland) mit 3,39 GW etwa 30% und die übrigen Märkte (Portugal, Frankreich, USA) mit 2,26 GW um die 20%.
In Deutschland sind viele neue Projekte wegen der Versteigerungen nicht auskömmlich und Energiekontor bietet gar nicht mehr mit. Der unternehmerische Schwerpunkt verlagert sich also ins Ausland. Und in UK/Schottland hat man wohl die Rechtsrisiken bzw. die Netzanschlussproblematik unterschätzt. Also ist hier bei mindestens 80% der Projektpipeline Sand im Getriebe. Und aus den USA und Frankreich sind ähnliche Probleme zu hören.
Finanziell wird es nun auch eng(er), denn Energiekontor hat viel Geld in seine Pipeline gesteckt und erhält nun kein bzw. deutlich geringere Rückflüsse, während die Kosten immer weiter steigen.
Mein Fazit zu Energiekontor: Unterm Strich bleiben ein extrem unsicheres und herausforderndes Umfeld, eine Projektpipeline, deren Realisierungschance und damit Werthaltigkeit nun deutlich infrage zu stellen ist, kräftige finanzielle Einbußen und ein völlig verspieltes Vertrauen der Aktionäre und der Börse ins Energiekontor-Management. Zudem drohen weitere Wertberichtungen der Projektpipeline, denn die Risiken aller Projekte, sowohl in der Planungs- oder Umsetzungsphase, müssen nun einer neuen Risikoeinschätzung unterzogen werden, was gegebenenfalls Auswirkungen auf ihren Wert in der Bilanz hat. Und natürlich auf die Höhe und den Zeitpunkt der geplanten Mittelzuflüsse.
Der Aktienkurs hat einiges hiervon schon eingepreist mit seinem brutalen Absturz. Doch der Niedergang des Kurses läuft ja schon längere Zeit und es gibt irgendwie so gar keine Anzeichen aus dem operativen Business heraus, dass sich in den nächsten Jahren etwas zum Positiven ändern könnte. Das wahrscheinlichste Szenario ist daher ein weiteres Dahinsiechen des Aktienkurses. Und das sind keine attraktiven Aussichten, weder für Investoren, noch für Spekulanten. Denn mit einer verbliebenen Börsenkapitalisierung von nur noch 365 Mio. Euro können Ein- und Ausstieg zu einer Geduldsprobe werden und zusätzliche Kursabschläge bei der Orderausführung mit sich bringen.
Ich lasse auf jeden Fall die Finger von Energiekontor, so oder so.
Der Fear-and-Greed-Index ist in der letzten Woche von 66 auf 55 Punkte gefallen und hat damit das "Gier-Terrain" verlassen, um sich im "neutralen Bereich" einzupendeln.
Nun der Blick in mein Depot, das nach dem heftigen Einbruch in der Vorwoche nun wieder deutliche Pluszeichen ausspuckte.
Almonty Industries
Bei meiner Wolfram-Spekulation Almonty Industries gibt es weiteren Grund zur Freude: Der Vorstand genehmigte ein neues Aktienrückkaufprogramm, das dem Unternehmen den Rückkauf von bis zu 14,4 Mio. Stammaktien zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 300 Mio. Dollar ermöglicht. Das Programm entspricht etwa 5% der ausstehenden Aktien und läuft 36 Monate lang vom 24. August 2026 bis zum 24. August 2029. CEO Lewis Black erklärte: "Da Sangdong auf die volle Kapazität zusteuert, sind wir der Ansicht, dass unsere eigenen Aktien bei der aktuellen Marktbewertung zu den attraktivsten uns zur Verfügung stehenden Investments gehören".
Meine Einschätzung zu Almontys Aktienrückkaufprogramm: Der Aktienrückkauf ist ein Paradebeispiel sinnvoller Kapitalallokation. Almonty hat eine Wandelanleihe für 800 Mio. Dollar herausgegeben zu 2,3% verzinst und mit einem Wandlungspreis von 27,40 Dollar. Nun kauft man mit diesem Geld (!) eigene Aktien zurück zum aktuellen Kurs von 16,00 Dollar. Und jede Aktie, die man zurückkauft, muss bei einer möglichen Wandung am 01.07.2031 nicht neu "erschaffen" werden. Sollte die Wandlung stattfinden, also der Kurs über 27,40 Dollar liegen, hätte Almonty einen Extra-Kursgewinn von über 11 Dollar je Aktie generiert. Was für ein grenzgeniales Hebelgeschäft - solange der Aktienkurs nicht deutlich und dauerhaft unter 16 Dollar einbricht. Und danach sieht es angesichts der positiven Aussichten eher nicht aus.
Deutsche Rohstoff AG
Die Deutsche Rohstoff AG hat Halbjahreszahlen vorgelegt und einen Rekordgewinn eingefahren. Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2026 Umsatzerlöse von 110,0 Mio. Euro (Vorjahr: 102,3 Mio.) bei einem durchschnittlich realisierten Ölpreis von 78,4 Dollar je Barrel (+18%). Unterstützend wirkte der höhere Öl-Anteil an der Gesamtproduktion von 66% (Vorjahr: 64%), während sich gegenläufig der schwächere Dollar (-7%) sowie Verluste in Höhe von rund 5 Mio. Euro aus Ölpreissicherungsgeschäften auswirkten, die mehrheitlich noch vor dem starken Anstieg der Rohölpreise ab Anfang März abgeschlossen worden waren.
Bis zum 30. Juni 2026 realisierte die Deutsche Rohstoff aus Teilveräußerungen von 11,6 Mio. Almonty-Aktien einen Gewinn vor Steuern von rund 128 Mio. Euro. Insgesamt wurden 2026 14,3 Mio. Almonty-Aktien veräußert, davon 2,7 Mio. Aktien aber erst nach dem 30. Juni 2026 - deren Gewinn fließt also ins dritte Quartal ein. Das EBITDA erhöhte sich ggü. dem Vorjahr von 70,5 Mio. auf 205,2 Mio. Euro und das Konzernergebnis stieg von 15,5 Mio. auf 134,7 Mio. Euro. Das Ergebnis ist durch außerplanmäßige Abschreibungen auf ältere Bohrungen in Colorado in Höhe von rund 15 Mio. Euro belastet und ohne den Ergebnisbeitrag aus dem Metallgeschäft sowie die außerplanmäßigen Abschreibungen erhöhte sich das Ergebnis aus Öl und Gas um 47% auf 23,2 Mio. Euro.
Die US-Tochtergesellschaften produzierten im ersten Halbjahr durchschnittlich 13.501 BOEPD und damit annähernd auf dem Vorjahresniveau von 13.659 BOEPD. Insgesamt belief sich die Produktion auf 2,44 Mio. BOE (Vorjahr: 2,47 Mio. BOE). 1.622.719 Barrel entfielen auf Erdöl (Vorjahr: 1.575.509 Barrel), der Rest auf Erdgas und Kondensate. Alle Mengenangaben entsprechen dem Nettoanteil des Konzerns. Zum Stichtag produzierte der Konzern aus 236 Bohrungen.
Die Ausweitung des Bohrprogramms spiegelte sich im Jahresverlauf zunehmend in der Produktionsentwicklung wider. Die neuen Bohrungen produzieren deutlich über den Erwartungen und bestätigen damit die Wirksamkeit des weiterentwickelten Completion Designs. Für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand eine durchschnittliche Tagesproduktion zwischen 24.000 und 26.000 BOEPD.
Aufgrund der positiven Produktionsentwicklung und des anhaltend attraktiven Ölpreisumfelds hat die Deutsche Rohstoff AG das Bohrprogramm Anfang August um sechs auf insgesamt 32 Bruttobohrungen erweitert. Im Basisszenario erwartet der Vorstand für 2026 einen Umsatz von 300 bis 320 Mio. Euro und ein EBITDA von 380 bis 400 Mio. Euro. Die Prognose sieht zudem eine durchschnittliche Jahresproduktion von 18.500 bis 20.000 BOEPD und Investitionen von 310 bis 330 Mio. Euro vor.
Mein Fazit zur Deutschen Rohstoff AG: Gewinne satt, wohin das Auge reicht, nicht nur dank der hohen Ölpreise. Aber auch. Insofern ist die Ausweitung des Bohrprogramms vielversprechend und dürfte die Gewinne nochmals deutlich antreiben.
Costco vs. Walmart
Costco schwächelte - zu Unrecht. Wettbewerber Walmart hatte Quartalszahlen vorgelegt und die überzeugten nur auf den ersten Blick. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,9% und der operative Gewinn sogar um 28,8%. Darin waren aber Erstattungen der US-Regierung für zu Unrecht erhobene Strafzölle enthalten; bereinigt um diesen Sonderfaktor stieg der Gewinn "nur" um 17,4%. Darüber hinaus wuchs das für Walmart entscheidende US-Geschäft nicht so stark, wie erhofft. Der Umsatz legte im Kernmarkt im zweiten Quartal nur um 2,6% zu, wenn man den Tankstellen-Umsatz herausrechnet. Im ersten Quartal waren es 4,1% gewesen. Doch dies sind keine inflationsbereinigten Werte und Einbeziehung der Teuerungsrate läge das Warenumschlagsvolumen lediglich auf Niveau des Vorjahres. Enttäuschend.
In der Folge geriet der gesamte Retail-Sektor unter Druck und auch der Costco-Aktienkurs büßte ein. Dabei hatte Costco erst kürzlich überzeugende Zahlen für den Einzelhandelsmonat Juli vorgelegt: in den vier Wochen bis zum 2. August 2026 gab es einen Nettoumsatz von 23,12 Mrd. Dollar (+10,7% gegenüber dem Vorjahr) und der Nettoumsatz in den ersten 48 Wochen des Jahres 2026 lag mit 273,55 Mrd. Dollar um +10,1% über dem Vorjahreswert.
Die vergleichbaren Umsätze stiegen dabei im Juli-Zeitraum um 8,9%, darunter ein Plus von 10,3% in den USA, ein Anstieg von 4,2% in Kanada und ein Zuwachs von 6,0% in anderen internationalen Märkten. Die vergleichbaren E-Commerce-Umsätze stiegen im Monatsverlauf um 17,7% und damit erneut besonders stark.
Ohne die Auswirkungen von Veränderungen der Benzinpreise und Wechselkurse legten die vergleichbaren Umsätze im Berichtszeitraum um 6,6% zu, mit Zuwächsen von 6,9% in den USA, 4,9% in Kanada und 6,6% in anderen internationalen Märkten. In den ersten 48 Wochen stiegen die vergleichbaren Umsätze um 8,4% bzw. um 6,7% ohne die Auswirkungen von Benzinpreisen und Wechselkursen. Die digital ermöglichten vergleichbaren Umsätze legten in diesem Zeitraum um 21,2% zu.
Digital wächst Costco also besonders stark und das bei vergleichsweise höheren Margen, da die gegenläufigen Kosten deutlich niedriger sind als in den Märkten. (Auch) deshalb geht Costco wohl nun in China völlig neue Wege. Dort ist man äußerst erfolgreich, hat jedoch seit dem Markteintritt in 2019 bisher lediglich sieben Märkte eröffnet. Und nun erschließt man sich ganz China durch eine Kooperation mit JD.com als exklusivem E-Commerce-Partner. Damit öffnet Costco sein Sortiment erstmals für Kunden im gesamten chinesischen Markt und zwar auch außerhalb der bisherigen Einzugsgebiete seiner Warenhäuser.
Im Zentrum der Kooperation steht ein offizieller Flagship-Store auf JD.com, der bereits im Mai in einer Testphase gestartet ist. Aktuell umfasst das Sortiment rund 700 Produkte aus Bereichen wie Lebensmittel, Haushaltswaren, Körperpflege, Beauty und Nahrungsergänzungsmittel. Durch die Integration in die Plattform erhält Costco direkten Zugang zu einer der größten E-Commerce-Infrastrukturen des Landes. Bemerkenswert daran ist auch, dass nicht nur Costco-Mitglieder adressiert werden, sondern jeder JD-Kunde nun Zugriff auf Costcos Angebote hat. Und vor allem Costcos Eigenmarke Kirkland Signature ist in China total angesagt, weshalb Costco wohl die Chancen als besonders hoch einschätzt und von seiner ansonsten geltenden "Nur-für-Mitglieder-Politik" abweicht. Wir dürfen gespannt sein, wie das die Umsätze und Ergebnisse in China pushen wird und inwieweit sich dies auf den Gesamtkonzern auswirkt – und ggf. auf Costcos Strategie in anderen regionalen Märkten.
Mein Fazit zu Costco: Es läuft wie am Schnürchen. Costco belegt mit jedem weiteren Monat die Resilienz seines Geschäftsmodells auch und gerade in Zeiten erhöhter Inflation. Nachdem die US-Regierung bereits mehr als 100 Mrd. Dollar an illegal abgegriffenen Strafzöllen zurückerstatten musste, und Costco zu den klagenden Unternehmen zählte, wird hier bald die Rückerstattung an die Costco-Mitglieder erfolgen - und vermutlich für einen weiteren Andrang nach Mitgliedsausweisen sorgen - anders als bei Walmart wird dieses Geld nicht einfach im Unternehmensgewinn versickern, sondern kann und soll an die Mitglieder zurückfließen, die die Strafzölle letztlich auch bezahlt haben. Ein weiteres positives Argument für eine Costco-Mitgliedschaft, denn nur deshalb weiß Costco, wer mit wie hohen Strafzöllen belastet wurde.
Costco liefert also weiterhin einfach ab. Das Wachstum passt, die Margen stimmen, die Gewinne sprudeln. Auch und vor allem, weil Costco nicht auf üppige Gewinnmargen angewiesen ist, wie Costco, Kroger usw., sondern das meiste Geld durch seine Mitgliedsbeiträge einspielt. Ein echt grenzgeniales Geschäftsmodell - das bei Kursen um 800 Euro wieder einmal zum Aufstocken reizt.
Mein BioTech-ETF legt zu - dank Moderna
Der mRNA-Spezialist und BioNTech-Wettbewerber Moderna sorgte für Furore. Der Auslöser ist die Phase-3-Studie INTerpath-001, Intismeran autogene wurde zusammen mit Mercks Keytruda bei Patienten mit vollständig entferntem Melanom der Stadien IIB bis IV getestet. Und die Kombination erreichte sowohl den primären Endpunkt des rezidivfreien Überlebens als auch den wichtigen sekundären Endpunkt des fernmetastasenfreien Überlebens. Damit hat die Therapie erstmals in einer großen zulassungsrelevanten Studie gezeigt, dass der personalisierte mRNA-Ansatz über Keytruda allein hinaus einen klinisch relevanten Nutzen bieten kann. Moderna bezeichnet die Ergebnisse in seiner Einordnung der Phase-3-Daten entsprechend als entscheidenden Meilenstein.
Die Bedeutung dieses Fortschritts liegt jedoch jenseits des Melanoms. Moderna und Merck untersuchen Intismeran bereits in mehreren weiteren Tumorarten. Funktioniert das Prinzip auch dort, würde aus einem einzelnen Krebsmedikament möglicherweise eine neue therapeutische Plattform als Basis für die Behandlung vieler Krebsarten. Das wäre natürlich ein riesiger Erfolg für die mRNA-Technologie und die Krebsforschung insgesamt.
Daneben wird der Einsatz von KI in der Wirkstoffforschung sowie der Medikamentenzulassung enorme Einsparungen bringen, sowohl zeitlicher Natur als auch finanzieller. Da mir hier das Fachwissen und das Verständnis fehlt, wir uns also deutlich außerhalb meines Kompetenzbereichs befinden, setze ich ja seit einiger auf einen BioTech-ETF, den iShares NASDAQ US Biotechnology UCITS ETF. Denn die Kostenvorteile und damit das zusätzliche Gewinnpotenzial wird die gesamte Branche beflügeln. Durch den ETF kann ich hier partizipieren, ohne planlos auf einzelne Unternehmen setzen zu müssen. Wobei natürlich klar ist, dass die ganz großen Gewinne im ETF deutlich kleinere Auswirkungen haben, als wenn man den Top-Performer direkt im Depot hat. Doch dieses Pferdefuß muss ich wohl hinnehmen...
Mein Vermögen hatte 2026 anfangs schnell auf +10% zugelegt, doch nach einigen heftigen Rücksetzern lag es zum Ende des 1. Quartals bei -1,5%. Nach einem starken Start ins 2. Quartal kosteten der Juni wieder kräftig Rendite und so schloss das 1. Halbjahr am Ende mit einem moderatem Plus ab. Und der Juli war sehr volatil und am Ende schloss er tiefrot ab bei -4,75% ab. Der August startete hingegen mit starkem Aufwärtsdrang und zwei Sprüngen von 3,0% und 4,5%, doch die letzte Woche ging ohne Veränderung durchs Ziel.
Meine 2026er Vermögensveränderung liegt weiterhin bei +3,0% (YTD) und meine Cashquote bei rund 1,0%.
Mein Investor-Update zum Q2/2026 - (nicht mehr ganz) brandneu und in Farbe!
Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15% pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20%, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20% pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.
Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10% pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.
Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position.
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ
Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Das ist 2026 aber ein enormes Performance Gap zu Benchmarks wie dem (All)World geschweige denn Nasdaq100 oder EM IMI.
AntwortenLöschenWürdest du auf solchen Indizes switchen, wenn die teils deutliche Underperformance anhält oder siehst du dieses Jahr als Ausnahme?
Ich investiere nun seit beinahe 40 Jahren an der Börse und habe eine Investmentstrategie entwickelt, die für mich funktioniert. Aber die Börse verhält sich nicht immer linear und was mal funktioniert, tut es zu anderen Zeiten und mit anderen Rahmenbedingungen nicht. Keine Strategie funktioniert immer und perfekt.
LöschenMan muss sich anpassen und flexibel bleiben. Und trotzdem seinen Prinzipien treu bleiben, solange sie richtig sind.
Dass einige Monate lang irgendein Asset oder Index besser läuft als das eigene Depot, passiert. Ständig. Das weiß man aber erst im Nachhinein und dann auf das vermeintlich bessere Pferd zu setzen, ist keine Lösung, denn eine solche Outperformance hält selten lange an. Man rennt dann immer den ehemaligen Gewinnern nach und vernachlässigt seine eigenen Stärken.
Mein Vermögen hat 2023 über 50% zugelegt und 2024 fast 60%. In diesen Jahren habe ich genau die richtigen Werte im Depot gehabt und auch bei der Gewichtung habe ich gut punkten können. In 2025 lief es mit 7,5% deutlich weniger stark und in 2025 mit YTD 3% auch nicht herausragend. Auf lange Sicht legt mein Vermögen um rund 20% zu, also deutlich besser als die 8% bzw. 10% (inkl. Dividenden), die die Börse so abwirft. Aber... es gibt keine Garantien!
Denn ich habe meinen Kompetenzkreis und was nicht innerhalb dieses Bereichs liegt, in das investiere ich nicht (mehr). Meine Erfahrung aus früheren Ausritten hat gezeigt, dass ich unterm Strich Geld verliere, wenn ich nicht (genug) Ahnung habe, was ich da kaufe/besitze. Also lasse ich es.
Und ich renne nicht irgendwelchen Hypes hinterher, wenn ich davon keine Ahnung habe. Chipwerte oder das neuste KI-Modell? Tja, da habe ich zu wenig Ahnung, um das wirklich zu durchdringen. Ich investiere hier also nur soweit ich die Entwicklung verstehe und absehen kann - also z.B. in die Schaufelverkäufer des KI-Booms. Aber auch hier muss man immer hinterfragen, ob die Entwicklung noch voranschreitet oder sich der Boom irgendwann abflacht - weil die gezahlten Multiples für die Aktien dann Luft ablassen, selbst wenn es operativ noch vorangeht.
In 2023 und 2024 haben "meine" Branchen hervorragende Renditen abgeworfen. In 2025 und auch in 2026 eher nicht. Aber ich zocke nicht. Ich bin dort in Qualitätsunternehmen investiert, die operativ stark performen und überdurchschnittlich stark und profitabel wachsen. Ich sitze also nicht einfach Kursschwächen aus, sondern bin bewusst in aussichtsreichen Aktien positioniert. Wann die Börse diese Potenziale wieder (an)erkennt und die Kurse wieder ordentlich zulegen, weiß ich nicht. Es besteht aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es so kommt. Weil die fundamentale Entwicklung und Bewertung das hergibt.
Fazit: Mir gefällt, was ich mache. Ich bleibe meiner Strategie treu und passe sie ggf. an. Eine zwischenzeitliche Underperformance juckt mich nicht, solange ich nicht davon ausgehen muss, dass sie dauerhaft anhält.
"MAGA-Nachplappermäulern"
AntwortenLöschenIch sag nur "CDU-Nachplappermaul".
Es ist noch viel schlimmer: CDU-Nachplappermaul und Merz-Fan. ^^
Löschen"Merz-Fan". Das dachte ich mir. Sich über USA, Trump und seine Jünger lustig machen, während Deutschland unter Merz und nach 16 Jahren Merkel gnadenlos an die Wand fährt. Und nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich halte Trump mittlerweile auch für einen Schwachkopf und krankhaften Narzissten, der sich durch Marktmanipulation selbst bereichert. Wie Merz macht er das Gegenteil von dem, was er vor den Wahlen versprochen hat.
LöschenBTW: Oben schreiben Sie, Ihre durchschnittliche Jahresperformance läge bei über 15%. Die durchschnittliche Performance ihrer Wikifolios liegt aber irgendwo zwischen 7 und 8 %. Können Sie diesen Widerspruch erklären?
Im Gegensatz zu Merz kann Trump durchregieren, denn seine Republikaner haben in beiden Kongresskammern die Mehrheit, während Merz die SPD "geerbt" hat, die in den letzten 30 Jahren beinahe ununterbrochen an der Regierung beteiligt und/oder sie angeführt hat. Die CDU und Merz können eben nicht einfach durchregieren und das CDU/CSU-Wahlprogramm umsetzen.
LöschenDie unterschiedliche Wikifolio-Bilanz habe ich schon oft erläutert in den letzten Jahren; da gibt es nichts Neues zu erklären. (1.) Beim Wiki fallen Gebühren an. (2.) Die Wikis sind Themen-Wikis, zwischen denen ich das investierte Kapital nicht hin- und herverschieben kann wie in meinem Depot. (3.) Die Gewichtung in den Wikis und meinem Depot sind unterschiedlich. (4.) Wikifolio verbucht keine US-Dividenden, die also "verloren" gehen. Das macht höher rentierliche US-Aktien unattraktiv(er). (5.) Der von mir ermittelte "Net Worth" beinhaltet nicht nur mein Investmentdepot, sondern auch anderen Einnahmen, wie z.B. meine WP-Sparpläne und meinen alten (seit langem ausgesetzten) Aktien-Rentenvertrag. Mein Investmentdepot ist aber mit rund 90% der größte Einflussfaktor, der von Jahr zu Jahr größer wird.
Das dachte ich mir: Die anderen sind schuld. Die SPD, Putin, Trump, die Chinesen, Corona, die Mullahs, die AfD, die Klimaerwärmung... Noch was vergessen?
LöschenIch sag nur, wie es ist. Mein Rat an Merz war und ist, die SPD in die Wüste zu schicken und eine CDU/CSU-Minderheitsregierung zu etablieren. So würde viel mehr Unionspolitik umgesetzt werden können. Leider hat Merz mehrfach erklärt, keine Minderheitsregierung führen zu wollen. Verschenkte Chance...
LöschenStandard & Poor’s droht wegen Rekordverschuldung mit Herabstufung Deutschlands. Die Zinszahlungen werden explodieren. Deutschland ist pleite. Danke, Merz. Sie wollen nicht behaupten, die SPD wäre für die Rekordverschuldung verantwortlich?
LöschenDie Bundesrepublik Deutschland wurde 1949 gegründet. In den folgenden 77 Jahren war die SPD 35 Jahre an der Bundesregierung beteiligt, stellte 21 Jahre den Bundeskanzler und 21 Jahre den Finanzminister.
LöschenDeutschland besteht aber nicht nur aus dem Bund, sondern dazu gehören auch die Bundesländer und die Kommunen (Kreise, Städte und Gemeinden) und alle sind verschuldet, manche hoch andere überbordend. Und hier hat die SPD in den letzten 77 Jahren noch sehr viel mehr (mit-)regiert als auf Bundesebene.
Also, ja die SPD ist ganz erheblich mit verantwortlich für die Rekordverschuldung des Deutschen Staates.
Ach ja... Friedrich Merz ist seit 15 Monaten Bundeskanzler. Zwischen Amtsantritt und heute ist die Rendite der Bundesanleihen um rund 0,75% auf 3,25% gestiegen. Nur mal zur Faktenerdung...
Frage an Gemini:
LöschenWer war die treibende Kraft hinter dem Sondervermögen 2025?
Antwort:
Die treibende Kraft hinter dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und der Lockerung der Schuldenbremse im März 2025 war Friedrich Merz (CDU) zusammen mit den Verhandlungsteams von CDU/CSU und SPD.
Politische Dynamik und Rollen:
Friedrich Merz & die Union: Merz trieb das Paket unmittelbar nach der Bundestagswahl 2025 voran. Um handlungsfähig in eine künftige Kanzlerschaft zu starten und gigantische Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur abzusichern, ging er persönlich das Risiko ein, den Vorstoß noch vom alten Bundestag beschließen zu lassen.
Die SPD (Olaf Scholz & Parteispitze): Die SPD war der federführende Koalitionspartner in den Sondierungen. Sie drängte seit langem auf eine Aufweichung der Schuldenbremse und die Schaffung finanzieller Spielräume für die Infrastruktur.
Die Grünen (Robert Habeck & Britta Haßelmann): Sie agierten als unentbehrlicher Zünglein an der Waage. Da Schwarz-Rot alleine keine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit besaß, nutzten die Grünen ihre Machtposition in den Verhandlungen maximal aus und setzten durch, dass 100 Milliarden Euro des Sondervermögens explizit für den Klimaschutz und die Transformation reserviert wurden.
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Merz hat sich also den Linksgrünen angedient, damit er sein Sondervermögen durch den Bundestag peitschen konnte. So sieht's aus. Außerdem hat die CDU in den letzten 20 Jahren 16,6 Jahre (83 % der Zeit) den Bundeskanzler gestellt, die SPD nur 3,4 Jahre. Wer trägt dann wohl die Hauptverantwortung für den Zustand des Landes?
KKR hat einem 250-Mio.-USD-Vergleich mit dem US-Justizministerium zugestimmt. Das ist die bislang höchste Strafe wegen Verstößen gegen die US-Fusionsanmeldung und mehr als zwanzigmal so hoch wie der bisherige Rekord.
AntwortenLöschenDas DOJ wirft KKR für mindestens 16 Transaktionen 2021–2022 nicht compliant gewesen zu sein, u.a. Dokumente verändert, erforderliche Unterlagen weggelassen, oder überhaupt keine Anmeldung vorgenommen zu haben, siehe: https://www.justice.gov/opa/pr/kkr-agrees-pay-record-250m-penalty-serial-violations-federal-premerger-review-law
Die Schwere liegt mMn nicht in den 250 Mio. USD, sondern im behaupteten systematischen Muster über zahlreiche Transaktionen. Ich würde deshalb die Managementzuverlässigkeit und Compliance-Kontrolle bei KKR etwas kritisch sehen.
Ein "systematisches Muster" kann man auch einfach so interpretieren, dass bestimmte Systeme und Abläufe implementiert wurden und die Behörde kam zu der Ansicht, dass diese nicht ausreichen bzw. den gesetzlichen Anforderungen (genug) entsprechen. Ich sehe hierin kein Problem. Schlimmer wäre es, wenn es einzelne Betrugs- oder Täuschungstatbestände gäbe; eine rechtliche Meinungsverschiedenheit über die Umsetzung/Einhaltung von Vorschriften ist nicht zwangsläufig eine Red Flag.
LöschenAus meiner 20-jährigen Tätigkeit im Aufsichtsrat kenne ich eine ähnliche Thematik bzgl. der Rückstellungen. Jedes Jahr gibt es Diskussionen zwischen der Geschäftsführung und den Wirtschaftsprüfern über die Höhe und Rechtfertigung von Rückstellungen, die ja ggf. erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis haben. Am Ende einigt man sich und der Jahresabschluss wird abgenickt. Und Jahre später gibt es eine Steuerprüfung und manchmal kommt es vor, dass der Prüfer zu einer abweichenden Einschätzung kommt und der JA korrigiert werden muss. Auch hier gilt: solange es keine Täuschung gab, geht es um die Auslegung von Rechtsvorschriften und die sind immer ein Stück weit subjektiv.
Die ganzen Kartell- und Justizverfahren gegen Meta, Google, Microsoft, Amazon usw. sind ja auch nicht gleich Red Flags, nur weil die Unternehmen mit Strafzahlungen belegt werden. Wenn man sich am Ende einigt oder ein rechtskräftiges Urteil vorliegt, muss das Unternehmen sein Verhalten entsprechend anpassen. Normal Geschäftsgebaren und mit jedem neuen Gesetz, jeder neuen Regelung, jeder neuen Vorschrift steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwo aneckt...